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Was macht ein Strategiespiel aus? Wonach sehnen sich die Fans dieses Genres? Welchen Unterschied machen die Details in einem Spiel, welches sich durch Strategie definiert und den Krieg darstellt? Ihr findet all das in Army General und zwar gleich hier:

Die großen Strategietitel haben eines gemeinsam – die Spieltiefe. Dabei reichen allein Details und Statistiken nicht aus. Um wirklich einem Spiel zu verfallen und sich in der Strategie zu verlieren, braucht man eine gute KI, anspruchsvolle Karten und eine wahre Flut an Taktikvariationen. Auch hier scheint sich die lange Entwicklungszeit bei Army General, die Erfahrung der Entwickler und vor allem langjährige Zusammenarbeit mit Moddern wie Gamern des Genres ausgezahlt zu haben.

Army General GUI

Die Kampfstatistik

Das Spiel bietet die Möglichkeit, Statistiken zu den Kämpfen des Spielers und der KI auszuwerten. Im Combatfenster werden alle relevanten Angaben zum Kampf und den Ergebnissen offenbart. Dem Spieler steht bereits hier offen, inwiefern er Details anzeigen möchte, eine reduzierte Anzeige wünscht oder die Anzeige sogar ausstellen will. Bei Aus wird nur die Vorhersage über den Cursor geliefert und später keine Information zum Zustand der Einheiten nach dem Kampf angezeigt. Dabei hat der Spieler jederzeit die Möglichkeit auch während des Spiels in den Informationsbereich zu wechseln und dort die eigene Taktik auszuwerten.

Army General Auswertung

Die Kampagne

Das Spiel bietet die Möglichkeiten einer großen und einer kleinen Kampagne. Die kleine Kampagne: Operation Compass spielt in der Zeit vor dem berühmten Akrikafeldzug auf deutscher Seite unter Erwin Rommel. Das Kriegsgeplänkel erscheint auf den ersten Blick nur ein müder Anfang zum Kriegsschauplatz Afrika zu sein, entwickelt sich aber schnell zu einer der ersten Herausforderung des Spiels. Die Absicht der Entwickler ist es, ein Geplänkel vor dem großen Krieg zu integrieren und dem Spieler eine Art Tutorialschauplatz vor dem großen Kämpfen zu bieten. Dem Einsteiger sei die kleine Kampagne in jedem Fall ans Herz gelegt. Die Übungsrunden zahlen sich später aus und bieten eine Gelegenheit die eigenen Fähigkeiten einzuschätzen. Neben der kleinen Kampagne gibt es für den Anfänger die kleinen Tutorials oder vier Einzelmissionen, die eine grundlegende Einleitung und erste Schritte im rundenbasierten Kriegsspiel erlauben. Dabei steht das Kennenlernen des Managementsystems im Hauptquartier im Vordergrund. Der wohl wichtigste Ort für strategy warfare in Army General!

Army General Mission

STRATEGY WARFARE

Army General bietet 3 Schwierigkeitsgrade. Die Entwickler haben dabei den Einsteiger, den erfahrenden Gamer und den Experten im Blick. Dabei ist eine Erhöhung des Schwierigkeitsgrades quasi stufenlos möglich. In letzter Instanz ist die maximale Einstellung fast doppelt so schwer als General, die frei justierbare Ressourcenverteilung noch nicht mitgerechnet. Das riecht nach Herausforderung und fordert die wahren Experten des Genres heraus. Im Prinzip, so die Entwickler, ist jede Herausforderung bzw. jeder Schwierigkeitsgrad zu meistern. Die Voraussetzung dafür ist Geduld und sehr viel Finesse.

"Man sollte dann allerdings eine gehörige Portion an Schmerzunempfindlichkeit mitbringen und man sollte Army General mit seinen ganzen Funktionen beherrschen. Oft wird auf die Anzahl an Szenarien geschaut, aber was heißt das schon? Es heißt lediglich, wie viele Szenarien man zu Gesicht bekommt. Es sagt aber nichts darüber aus, wie lange so eine große Kampagne denn dauert? Auf Feldwebel vielleicht 20 Stunden, auf General 40 und auf doppelt so schwer als General 150 Stunden? Weil man ständig neu beginnt, weil man unzufrieden ist oder weil der kleinste Fehler unweigerlich zur Niederlage führt?"

(Riko Jensen, Grafiker und Teil des Entwicklerteams von Army General)

Die Königsdisziplin des Spiels nennt sich Mare Nostrum. In den großen Kampagnen geht es nicht mehr um Medaillen, sondern um hart zu verdienende Ritterkreuze in 5 Stufen. Hierbei werden wahre Meisterstücke der Strategie abverlangt und so mancher Experte wird wieder zum Gesellen der Kriegskunst. Beim Anspielen der Vorabversion hat sich das Spiel auf diesem Niveau niederschmetternd angefühlt und ein Gefühl der Ohnmacht breitete sich allzu oft aus. Hier hat das Spiel das Potential eines echten Dauerbrenners, denn hier kann man sich wahrlich festbeißen!

Army General Auszeichnung

Das Herzstück

Die Einheiten der Bereiche Heer, Luftwaffe und Marine sind alle abhängig von ihren Erfahrungen. Alle Einheiten im Spiel (Panzer, Flugzeuge oder Schiffe usw.) müssen Erfahrungen sammeln. Bei jedem Sprung in eine nächst höhere Stufe bekommt die Einheit eine Schulterklappe mehr dazu und gewinnt an Fertigkeit für die nächste Schlacht. Hier gibt 5 Steigerungsstufen, wobei das Erreichen der höchsten Stufe gleichbedeutend mit der höchsten erreichbaren Kampfkraft ist.

Army General Einheiten

Woraus besteht eine einzelne Einheit bei Army General?

Einheit mit Spezialfähigkeiten

Offizier mit Spezifikationen

Regiments- oder Divisionsgröße

Unterstützungsverbände

Army General erste Mission

Der Spieler darf neben den Attacken auf dem Schlachtfeld nie die Einheit selbst aus den Augen lassen. Bei kämpferischen Niederlagen und durch den Verlust von Stärkepunkten, büßt die Einheit Erfahrungspunkte ein und kann demnach auch wieder eine erreichte Stufe verlieren. Ziel muss es im Verlauf einer Kampagne sein, die eigene Armee bzw. seine Einheiten möglichst ohne Verlust von Stärkepunkten über die Runden zu bringen. Auf dem Schwierigkeitsgrad Major oder General wird der unachtsame und verschwenderische Umgang mit den Einheiten spätestens zum Ende der Kampagne die Armee wortwörtlich ausbluten lassen.

TIPPs und TRICKs

Möglichst früh akkurat auf die Taktik und Strategie achten und nicht ungeduldig mit Risiko in die Kämpfe gehen.

Army General Angrif

HINWEIS der ENTWICKLER

Ein Tigerpanzer mit der Bereitschaft von 10% wird gegen eine schwache Indische Infanterie stark verlieren oder sogar vernichtet werden. Einheiten verlieren permanent Bereitschaftspunkte, wenn sie fahren und Kämpfe führen. Erhöhen tut sich dieser Wert nur, wenn sie ruhen und nicht bewegt werden. Es sind somit unnötige Wege zu vermeiden. Selbiges trifft für Einheiten zu, die transportiert werden und somit einen allgemeinen Organisationsschaden erleiden.

 

Die Offiziere sind das Kernstück von Army General. Sie haben einen enorm hohen Wert und entscheiden über die Schlagkraft der jeweiligen Einheit. Ohne Offizier ist eine Einheit nahezu unbrauchbar und wird führungslos verlieren. Die Offiziere haben Ränge und können bis zu 5-mal befördert werden bzw. dadurch ihre Führungsstärke erhöhen. Im Spiel gilt es also als GENERAL und oberster BEFEHLSHABER seine Offiziere im Feld zum Sieg zu führen. Diese Herangehensweise erweist sich als überaus innovativ und spiegelt das „strategy warfare“ auf dem Schlachtfeld sehr realistisch wieder.

 

HINWEIS der ENTWICKLER

Bei den Rangstufen der deutschen Armee fehlt der Feldmarschall. Ihr werdet diesen Rang bei anderen Länder finden nur nicht bei den deutschen Offizieren. Nicht wundern, in Army General SEID IHR DER FELDMARSCHALL und damit der oberster Befehlshaber der deutschen Truppen!

Army General Generäle

Neben den Beförderungen können die Offiziere auch Erweiterungen ihrer Fähigkeiten bekommen: Angriff, Verteidigung, für die ausgewiesene Waffengattung oder in Zusatzbereichen können sie bis zu 5 Stufen erreichen (Bsp.: Neue Stufe bei Logistik = 20% der Kosten beim Auffrischen werden gespart). Dabei erhöht die Anzahl der Erfahrungssterne für jeden Bereich die Kampfkraft oder Fähigkeit in der jeweiligen Kategorie (Bsp.: Übernimmt der Offizier die Initiative und greift an, steigt seine Fähigkeit im Bereich Angriff). Dazu kommen noch Führungsboni, die unabhängig von der Erfahrungsstufe hinzugewonnen oder verloren werden (Bsp.:Verliert ein Offizier zu viele Kämpfe, wird seine Führungsstärke in den Keller sinken und er kann ab dem Punkt der Einheit immer weniger Boni verleihen).

Army General Schlachtfeld

Die Formationen der Einheiten in AG haben zwei Größen: Regiment (Maximalstärke von 50) und Division (Maximalstärke von 100). Im Hauptquartier von Army General kann so jede Einheit, bis auf die Marineeinheiten zu einer Division aufgerüstet werden. Eure individuelle Spielweise wird sich so schnell in den Einheiten wiederspiegeln. Die Unterstützungsverbände spielen hier eine weitere große Rolle. Wenn eine solche Einheit dem Regiment (max. 1) oder der Division (max. 2) hinzugefügt wird, dann kann man sich taktische Vorteile zu Nutze machen. Man kann einer Division noch ein Zusatz-Bataillon Infanterie mit auf den Weg geben und kann so theoretisch einer Einheit eine Gesamtstärke von 120 vergeben, man setzt auf mehr Munition und Sprit oder man fügt einer aus der Luft ungeschützten Einheit eine Flak Einheit hinzu. Auch hier gibt es wieder gesonderte Spezialfähigkeiten, die bei jeder Einheit angezeigt und beachtet werden sollten.  (Bsp.: Brücken sprengen und reparieren, Minen legen oder Minen räumen, Flüsse ohne feste Brücken überqueren usw.)

 

Auf den Schwierigkeitsgraden Feldwebel (recht lange) und auf Major (die ersten Zeit) fährt man meist einfach erst einmal los, weil man denkt, man hat es in etwa drauf. Die große Keule kommt dann später, wenn man plötzlich feststellt, dass man nicht mal eine Feindeinheit mit Stärke 1 knackt. Man hat dann die Offiziere unterschätzt und ist blauäugig losgefahren. Man sucht nach Gründen denkt, es muss am Spiel liegen. Oft lohnt ein Führungswechsel in einer Einheit und ein neuer Offizier muss ran.  

Wir nennen das Hauptquartier auch manchmal Management, man kann da sehr viel Zeit verbringen und tüfteln, wie man was kombiniert. Anfangs hat man ja meist nicht viele Einheiten, aber je länger die Kampagne dauert oder je größer ein Szenario, desto mehr wird man freiwillig dort Zeit verbringen. Jede Einheit für sich ist ein doch auffälliges Individuum mit seinen Stärken und Schwächen. Darum haben die Offiziere auch eine Minibiografie integriert.

(Riko Jensen, Grafiker und Teil des Entwicklerteams von Army General)

 

Liebe Freunde der Strategie, ihr werdet dieses Spiel lieben. Es sind die großen Wendungen und Herausforderungen, die mich auf Anhieb gefesselt haben. Der erste Eindruck vom Spiel ist grandios: Die Darstellung ist knapp kalkuliert und die Grafik ist atmosphärisch gelungen. Die Spielmechanik und Spieltiefe übertreffen meine Erwartungen bei Weitem. ICH KANN ES KAUM NOCH ERWARTEN!

 

WEITERE INFOS ZU ARMY GENERAL

ART of WAR

Effekte und Teaser

Eindrücke und Review

SOUND of WAR

 

AG CommunityDMP AGAGPhobetorAG Game

 


Diskutiert diesen Artikel im Forum (33 Antworten).

Magic1111 antwortete auf das Thema: #1 2 Monate 1 Woche her

IronCross schrieb: Also ich kann nur sagen desto länger man spielt und sich darin zurecht findet desto mehr Spass macht es


Kann mich erinnern, dass sich Reinhardt Löwenherz (Azzael) auch mal dahingehend äußerte! :dmp_7:
IronCross antwortete auf das Thema: #2 2 Monate 1 Woche her
Also ich kann nur sagen desto länger man spielt und sich darin zurecht findet desto mehr Spass macht es