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Einleitung

The King’s German Legion
(1803-16)



Deutsche im Dienste des Englischen Königs



Die King’s German Legion (offizielle Abkürzung: KGL), auch Königlich Deutsche Legion genannt, stand als deutsche Einheit in britischen Diensten und existierte von 1803 bis 1816. Die deutschen Soldaten dieser Legion, kämpfen als einzige Deutsche während der gesamten Zeit der napoleonischen Besetzung gegen die Franzosen.

Die Truppe wuchs von Jahr zu Jahr, so standen 1805 sechs Bataillone, drei Kavallerie-Regimenter und eine Batterie zur Verfügung. Schon kurz darauf landete die Truppe auf dem europäischen Festland und wartete auf ihren Einsatz. Diese kam in den folgenden 12 Monate leider nicht zustande, darum ging es zurück nach England. Vor allem die Besitznahme Hannovers durch die Preußen, brachte viele Offiziere und Soldaten zur Legion, die nun auf 10 Bataillone und 5 Kavallerie-Regimenter angewachsen war. So war auch der nächste Einsatz nicht fern und 1807 wurden 2 Bataillone nach Gibraltar entsandt, 2 Kavallerie-Regimenter blieben in Irland, alles übrige wurde nach Rügen eingeschifft. Nach ersten Kämpfen in Portugal, Niederlagen im Jahre 1809 und eine Auffrischung der Regimenter danach folgten. Weitere Einsätze in Kopenhagen und Sizilien, wie auch 1814 in Genua, trugen zum guten Ruf der Truppe wie einem entstehenden Kern aus Veteranen dazu. Für die Historie wichtig sind die Einsätze von Teilen der Legion unter Wellington (1809 bis 1811), beim Sieg von Salamanca. Von nun an kämpften die Deutschen auf gleicher Höhe mit den Engländern. Keine nationale Feindschaft stand ihnen im Wege, sondern ein europäisches, gemeinsames Ziel bzw. Feind ließ Sie zusammen kämpfen. Die überlaufenden Rheinbundtruppen verstärkten die Legion und ließen Sie zeitweilig auf die Maximalstärke anwachsen.
Nach verschiedenen Kämpfen auf deutschem Gebiet 1813 und in den Niederlanden (Schlacht von Quatrebras), schlug ihre große Stunde bei der Schlacht bei Waterloo. Danach endete die kurze aber ruhmreich Geschichte der Legion, denn nach 1816 gab es keine Verwendung mehr für sich. Man schickte Sie zurück in die Heimat, dort traten die meisten der hannoversche Armee bei und durften neben ihrem dortigen Sold auch den englischen weiter beziehen. Jeder Soldat der KGL wurde als Soldat in Hannover und in England geführt, eine Ehre, die in England bis heute einzigartig ist.

Aufstellung

Aushebung der Legion


 

 

Es ist das Jahr 1803, der Friede von Amiens endet bereits nach dreizehn Monaten und drei Wochen. Frankreich wurde völlig überrascht als das Königreich England ihnen den Krieg erklärte. Napoleon war noch dabei die Ökomonie und die Flotte Frankreichs aufzubauen, deshalb konnte er England nicht über den Kanal angreifen. Da die Armee Englands zwar schwach war, aber ihre Flotte umso stärker, griff Napoleon Hannover an, das Heimatland der Königsfamilie und ein Protektorat Englands.
Bereits am 5. Juli 1803 kapitulierte Hannover mit der "Elbkonvention" gegenüber der napoleonischen Armee. Mit der Niederlage Hannovers wurde auch die Armee des Kurfürstentums aufegelöst, die überlebenden Soldaten wurden nach England evakuiert und bildeten dort zwei Truppen leichter Infanterie unter dem Major Colin Halkett und dem Baron Friedrich von der Decken. Diese zwei Trupps erhielten durch König Georg III. den Namen "The King's Germans". So stand nun im November 1803 zu Beshil bei London, eine Verband aus Offizieren und Mannschaften der hannöverschen Truppen, durch die Konvention vom 5. Juli 1803 dienstlos geworden, in den Diensten England.

 

Die Angehörigen der aufgelösten Armee Europas, sollten nun im Kampf gegen Napoleon vereint werden. Im Dienste des Königs, wurde Oberstleutnant Friedrich von der Decken eine Vollmacht zur Werbung eines Korps ausländischer Truppen von nicht über 4.000 Mann für den englischen Dienst beauftragt. Er hatte bereits Erfahrungen mit der 60. englischen Infanterie-Regiment, welches viele Deutsche enthielt. Dabei musste er Überzeugungsarbeit leisten, denn wer wollte sein Vaterland in so unruhiger Zeit verlassen, und auf der Insel für den englischen König kämpfen. Dazu würden die "Abtrünnigen" die Elbkonvention brechen und harte Bestrafungen auf sich nehmen müssen bzw. das Land und seine Bewohner erwarten. Die Hannoveraner, erfahren im Kampfe für andere Fahnen, auch bereits in den Unabhängigkeitskrieg der nordamerikanischen Kolonien, sollte nur auch für die Franzosen, in einer deutsch-französischen Legion kämpfe. So reifte der Entschluss statt für den Besatzer, doch für die Freiheit zu kämpfen. Außerdem entband die englische Krone alle hannoverschen Untertanen ausdrücklich von der Verpflichtung, Konventionen die der Elbkovention Folge zu leisten, weil diese einseitig beschlossen worden sind.
Dennoch ist es für die Hannoveraner nicht leicht sich an die extravaganten Engländer zu gewöhnen, selbst ihr Anwerber - Friedrich von der Decken - muss sich seine Stellung und den Ruf der Krone bei den Soldaten erst erarbeiten. Nur durch eigenen Einsatz bzw. den seiner Familie (14 Offizieren stellte die Familie der Legion), konnte er das nötige Vertrauen erwerben. Auch musste die Krone ihren Teil hinzusteuern, um die nötige Motivation zum Dienste zu erzeugen.

 

Aufruf des englischen Königs
10. August 1803

Se. Majestät Georg III., König des vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland, haben geruhet, dem Oberst v.d. Decken Werbebriefe zu erteilen, um ein Korps leichter Infanterie für den britischen Dienst zu errichten, welches die "Kings Germans" genannt, und wenn es vollständig sein wird, unter die unmittelbaren Befehle Sr. Kgl. Hoheit des Herzogs von Cambridge gestellt werden soll. Alle Ausländer, vorzüglich aber alle braven Deutschen, werden daher hiermit eingeladen, in diesem Korps Dienste zu nehmen. Sie werden ein sehr ansehnliches Handgeld erhalten und dieselbe Bezahlung und dieselben Vorrechte genießen, welche den regulären Regimentern in der britischen Linie zu Teil werden.
Diejenigen, welche während des Krieges unfähig zum Dienst werden, sollen Pensionen erhalten. Jeder Rekrut wird sich auf 7 Jahre engagieren und für ein halbes Jahr nach Unterzeichnung eines definitiven Friedens, worauf er entlassen und mit einer angemessenen Summe Geldes versehen werden wird, um die Reisekosten in seine Heimat bestreiten zu können.

 

 


 


 
Armeestärke (Planung 1803)
13 Infanterie-Regimentern
(11.727 Soldaten)
Garde-Regiment und 1. - 12. Regiment
(je 2 Bataillone zu 4 Kompanien)
11 Kavallerie-Regimentern
(4.160 Soldaten - 3.862 Pferde)
Leibgarde und 1. - 10. Regiment
(nur je 2 Schwadronen mit 2 Kompanien)
7 Batterien
(1 Regiment)
(760 Soldaten - 134 Pferde)
Ingenieurkorps
(92 Soldaten)
 
Insgesamt
3.996 Pferde
(Wurde nie erreicht)

 

Nun kam die Sache ins Rollen und aus Hannover kamen viele erfahrende Leute auf die Anwerber zu. Diese sammelten die neuen Rekruten und schifften Sie meist über Helgoland nach England aus. Eine geringere Anzahl fuhr von der Weser aus nach Helgoland hinüber. Doch die Franzosen sahen dem nicht lange tatenlos zu, man verhängte Strafen und stellte bereits das Anwerben an sich unter das höchste Strafmaß. Sie konnten es nicht verhindern und die große Zahl der eintreffenden hannoverschen Offiziere aller Rang- und Altersklassen, überraschte selbst den englischen König.
Doch die verschiedenen Rangklassen machte eine Aufstellung anfangs schwierig, denn keiner sollte in englischen Dienste Nachteile in seinen Beförderungsverhältnissen erleiden. Man musste so flexible Versetzung und Übergangslösungen finden, was auch bald zu einer Erweiterung der anfangs geplanten Truppenaufstellung führte. Im November 1803 hatte man erste Einheiten bereits zusammen und konnte schon zeitnah mit Bewaffnung wie Ausbildung beginnen.

 

Verpflichtung

 

Werbebrief von Herzog Adolph Friedrich v. Cambridge

 

19. Dezember 1803


Kriegsbüreau (War office) am 19. Dez. 1803
 


In Gemäßheit der Befehle Sr. Majestät des Königs, welche mir durch Se. Kgl. Hoheit den Oberbefehlshaber der Armee zugekommen sind, habe ich die Ehre, Ew. Kgl. Hoheit zu benachrichtigen, daß Se. Majestät geruhet haben, den Befehl zu erteilen, daß die speziellen Rekrutierungen des Obersten v.d. Decken und des Majors Halkett eingestellt werden, und diejenigen Leute, welche zufolge der den genannten Offizieren verliehenen Werbebriefe bereits angeworben sind, eine Legion bilden sollen, welche aus Ausländern bestehen und nicht die Zahl von 5.000 Mann übersteigen soll, und deren Errichtung durch Ew. Kgl. Hoheit Se. Majestät unter den hiernächst spezifizierten Bedingungen hiermit zu autorisieren geruhen:

 

Artikel 1: Jeder Rekrut soll wo möglich für 10 Jahre angeworben werden, aber auf keinen Fall für weniger als 7 Jahre, und wenn Großbritannien nach Ablauf dieser Dienstzeit noch im Kriege begriffen sein sollte, so sollen die Leute dennoch gehalten sein, ohne eine Erneuerung des Handgelds bis 6 Monate nach der Ratifikation eines definitiven Friedensschlusses zu dienen. Kein Mann, welcher auf eine kürzere Dienstzeit angeworben werden sollte, wird auf dem Depot zu Hilsea-Barracks angenommen werden.

Artikel 2: Die Rekruten dürfen nicht unter fünf Fuß drei Zoll (englisch) messen, noch über 40 Jahr alt sein, und müssen in jeder Rücksicht frei von körperlichen Gebrechen und zum Dienste tauglich sein. Junge gesunde Leute, welche der Wahrscheinlichkeit nach noch wachsen, können jedoch bei einer Größe von fünf Fuß zwei Zoll angeworben werden.

Artikel 3: Eingeborene Franzosen, Italiener oder Spanier sind unter keinerlei Bedingung anzunehmen, allein Leute aller übrigen Nationen Europas haben Ew. Kgl. Hoheit volle Freiheit im Auslande anzuwerben, sowie auch Polen, Ungarn, Dänen, Russen und Deutsche, welche sich in diesem Lande aufhalten; jedoch keine britischen Untertanen Sr. Majestät. Auch steht es Ew. Kgl. Hoheit frei, eingeborne Holländer anzuwerben, welche auf Prisenschiffen gefangen genommen worden sind, vorausgesetzt, daß dieselben ihrem Alter und ihrer körperlichen Beschaffenheit nach tauglich für den Dienst Sr. Majestät scheinen.

Artikel 4: Es werden Ew. Kgl. Hoheit fünfzehn Guineen für jeden Rekruten bewilligt, welcher in Hilsea-Barracks abgeliefert, daselbst tauglich befunden und in Sr. Majestät Dienst aufgenommen wird, jedoch mit Ausnahme derjenigen Leute, welche auf Kosten der Regierung von dem Festlande herübergeschafft worden sind, sowie derjenigen, welche sich von Prisenschiffen haben anwerben lassen, und solcher jungen Leute, welche noch nicht das gehörige Alter erreicht haben. Hiervon wird eine Summe von drei Pfund siebzehn Schilling und sechs Pence, welches das Verhältnis des Handgeldes sowohl an barem Gelde als an kleinen Montierungsstücken ist, welches einem britischen Rekruten der Linie nach förmlicher Annahme bewilligt wird und welches Ew. Kgl. Hoheit Rekruten unabänderlich unter der Aufsicht des General-Inspektors auf dem Depot berechnet werden soll, vorbehalten. Auch soll jeder Mann in den Besitz aller der übrigen Artikel von kleinen Montierungsstücken gesetzt werden, welche einem Rekruten der Linie bei dessen erster Annahme zu liefern sind. Das dem Rekruten auszuzahlende Handgeld soll jedoch auf keinen Fall an barem Gelde und kleinen Montierungsstücken die festgesetzte Summe von sieben Pfund zwölf Schilling und sechs Pence, welche gegenwärtig einem britischen Infanterie-Rekruten bewilligt werden, übersteigen.

Artikel 5: Für jeden Mann, welcher auf Kosten der Regierung von dem Festlande herübergebracht wird, soll die Summe von zwölf Guineen gutgetan werden und für diejenigen Leute, welche von Prisenschiffen angeworben werden und unter den oben angeführten Bedingungen für tauglich befunden und angenommen werden, soll ein Werbegeld von sieben Guineen bewilligt werden; für junge in dem Artikel 2 erwähnte Leute aber, welche noch nicht das gehörige Alter erreicht haben, sollen acht Guineen bewilligt werden, mit demselben Vorbehalt des Handgeldes in jedem dieser Fälle, wie in dem Artikel 4 erwähnt worden ist.

Artikel 6: Keine Zurechnung irgend einer Art für Kosten, welche der Rekrut vor seiner Annahme in Hilsea-Barracks veranlaßt haben dürfte, soll zugelassen werden. Auch sollen der Regierung die Kosten in Betreff nicht approbierter Rekruten oder solcher, welche vor der Annahme sterben oder desertieren dürften, nicht zur Last fallen. Diejenigen Leute, welche von dem Festlande herübergebracht, aber nicht angenommen werden, sollen auf Kosten Ew. Kgl. Hoheit verpflegt und zurückgesendet werden.

Artikel 7: Der Sold der angenommenen Rekruten wird von den respektiven Daten ihrer Annahme in Hilsea-Barracks an bewilligt werden und der Gehalt der Offiziere von den Daten ihrer Patente.

Artikel 8: Die Offiziere und Soldaten werden Sr. Majestät den Eid der Treue schwören und sollen gehalten sein zu dienen, wohin Sr. Majestät sie zu senden für gut befinden mögen. Jeder Rekrut soll daher eine Kapitulation unterzeichnen und denselben Verordnungen und Kriegsgesetzen unterworfen sein, wie Sr. Majestät britische Truppen.

Artikel 9: Die Leute und jungen Bursche (lads) sollen während der ganzen Periode ihrer Dienstzeit, wo sie auch stationiert sein dürften, alle diejenigen Vorteile genießen, welche britischen Soldaten zugestanden sind oder bewilligt werden mögen und sollen allen Verminderungen des Soldes und der sonstigen Emolumente (allowances) unterworfen sein, welche Se. Majestät für die britischen Truppen anzuordnen für gut halten dürfte.

Artikel 10: Alle Offiziere sollen bei ihrer Entlassung zu einer Pension (allowance) berechtigt sein, welche dem britischen Half pay gleich kommt, vorausgesetzt, daß die Legion über fünf Jahr in dem britischen Dienst verbleibt; allein im Fall einer früheren Auflösung des Korps soll diese Pension nur solchen Offizieren bewilligt werden, welche einen permanenten Rang in der britischen Armee haben. Der übrige Teil der Offiziere soll im Verhältnis seines Ranges nach den in beigefügtem Verzeichnis aufgestellten Normen pensioniert werden. (Die Pensionssätze (Allowances) betrugen täglich für einen Oberst 7 Schilling, 6 Pence; Oberstleutnant und Major 5 Schilling; Kapitän und Oberwundarzt 3 Schilling; Adjutant 2 Schilling, 6 Pence; Subaltern-Offizier und Assistenzwundarzt 2 Schilling.)

Artikel 11: Wenn irgend einige von den Leuten in Folge einer Auflösung oder auf irgend eine andere Weise aus dem Dienste entlassen werden, so sollen sie, wenn sie von dem Festlande herübergebracht worden sind, auf Kosten der britischen Regierung zurückgesendet werden und eine Geldbewilligung von zwei englischen Pence oder ungefähr sechs Kreuzern deutscher Reichsmünze für die deutsche Meile zur Bestreitung der Reisekosten nach ihren respektiven heimatlichen Wohnorten erhalten, welche nach deren Entfernung von dem Punkte ihrer Landung auf dem Festlande an berechnet werden soll.

Artikel 12: Diejenigen Leute, welche durch Wunden oder wegen anderer körperlicher Gebrechen unfähig werden, die Periode der Dienstzeit, für welche sie angeworben sind, auszudienen, werden von der Regierung eine lebenslängliche Pension erhalten, welche die Chelsea-Pension (out pension) nicht übersteigt, und die ihnen daher ausgezahlt werden soll, wenn sie sich in England aufhalten oder die Erlaubnis erhalten haben, dieselbe auf dem festen Lande zu empfangen, aber unter keinen anderen Umständen.

Artikel 13: Was die Lieferungen der Montierungsstücke und sonstige Ausrüstungen betrifft, so soll die Legion mit den britischen Regimentern auf gleichem Fuße stehen. Die Waffen sollen aus den königlichen Arsenalen geliefert werden.

Artikel 14: Fürs erste sollen aus den Leuten, welche bereits angeworben sind, sogleich zwei Bataillone leichter Infanterie gebildet werden. Jedes Bataillon soll die in dem beigefügten Etat vorgeschriebene Zahl enthalten. (Der Etat war: 1 Oberstleutnant, 1 Major, 6 Kapitäns, 6 Leutnants, 6 Fähnriche, 1 Adjutant, 1 Quartiermeister, 1 Zahlmeister, 1 Oberwundarzt, 1 Assistenz-Wundarzt, 1 Sergeant-Major, 1 Quartiermeister-Sergeant, 1 Zahlmeister-Sergeant, 1 Rüstmeister-Sergeant, 24 Sergeanten, 24 Korporale, 12 Hornisten, 450 Schützen; Kopfstärke 539.) Diese Bataillone sollen vom 19. Dezember 1803 an als auf dem Etat der Armee befindlich betrachtet werden. Die Bildung des übrigen Teils der Legion wird nach Verhältnis der für den Dienst einkommenden Mannschaft stattfinden.

Artikel 15: Se. Majestät können zu jeder beliebigen Zeit die Legion oder einen Teil derselben von dem Etat der Armee nehmen, wenn auch selbst die Periode von sieben Jahren oder eine noch längere Zeit, für welche die Leute angeworben sind, noch nicht abgelaufen sein sollte.

 

 

Ich habe die Ehre zu sein mit der tiefsten Ehrfurcht Ew. Kgl. Hoheit untertänigster Diener

unterz. C. Bragge
Dem General-Lieutenant Sr. Kgl. Hoheit dem Herzog von Cambridge, Ritter des Hosenbandes pp.

 


(Der Herzog von Cambridge)


Fortsetzung

 

 

 

  • Den Dienst der deutschen Soldaten war jedoch nicht nur eine Sache der Treue, sondern auch der Kosten. So kamen die Briten den Deutschen in ihrer Legion zwar entgegen, doch den hannoverschen Offizieren war es nicht ohne große Geldopfer möglich, den Eintritt in die Legion zu bewirken, denn die Überfahrt war teuer und das Leben in England erheblich kostspieliger als in Hannover. Dennoch war für viele Hannoveraner der Zeit reif, ihr Glück und ihre Ziele wieder einer Armee zu folgen - nur nicht der französischen Armee. So konnte sich die Legion eines großen Zulauf freuen und die meisten waren Hannoveranern, wobei Briten in dieser Einheit unabkömmlich waren, konnten die Deutschen fast alle kein Englisch und des Leben im Königreich war so anders als auf dem europäischen Festland. So mussten sich viele Offiziere erst eingewöhnen, doch Sie nutzen auch die Zeit sich mit der Kultur, dem Wesen und vor allem der Sprache zu beschäftigen. Leider heißen eine Mehrheit von Hannoveranern nicht gleich eine neue Armee Hannovers, auch weil die alten Strukturen so nicht übernommen wurden und somit klafft eine Lücke, die auch durch viele Versuche des alten Offizierskorps nie zum Erfolg führten. Ein neuer Verband, eine neue Einheit in der britischen Armee war entstanden und keine alte deutsche Armee unter neuer Flagge. Dabei war das Kings-German-Regiment, des Majors v. Hinüber, der erste Stamm der Legion gewesen. Viele weitere Einheitsteile entstanden und vor allem die zahlreichen eingetroffenen Artilleristen, ließen einen raschen Aufbau von organisierten Artillerieverbänden zu. Das Ingenieurkorps der Legion, bestand lediglich aus Offizieren.

Im Jahre 1804 ging der Ausbau stetig weiter, neue Kompanien, die die Bataillone weiter auffüllten, Teile der angestrebten Kavallerie fanden sich und im Frühjahr 1805 war auch die Artillerie marschbereit.


 

 
Anfangsaufstellung 1803
4 Offiziere
23 Unteroffiziere (Infanterie und Artillerie)
34 Spielleute
600 Soldaten
141 Reiter (Kavallerie) + 500 Pferde

Einsatz

Einsatz auf dem Festland

 

 



Am Anfang stand die Angst vor einer Invasion der Franzosen in England, darum wurden alle verfügbaren Truppen, auch die KGL, an der vermuteten Landungspunkten eingesetzt. Die Soldaten besetzen Forts und halfen Befestigungen zu bauen. Die Angst war begründet, denn im Lager der KGL in Bexhill konnte man das Bombardement der Schiffe, vor dem durch die Engländer blockierten Boulogne hören. Der Kampf war bereits im Kanal angekommen und es schien nur ein Frage der Zeit, bis eine Landung bzw. ein Angriff bevorstand. Nur die Flotte Admiral Nelsons und die generell starken Seeverbände der Briten verbaten ein erfolgreiche Landung Napoleons. Für den schlimmsten Fall hatte trotzdem bereits vorgesorgt, so wurde die Evakuierung der Königlichen Familie und des Staatsschatzes nach Worcester vorbereitet.
Napoleon wusste um die Stärken der Briten, ihre Vorbereitungen und ding King´s German Legion. "Schon im Winter 1804 brachte die Frankfurter Zeitung eine Notiz über die Legion und die in ihr dienenden Offiziere. Für den Oberst v. Langwerth hatte dies z.B. die Folge, dass er seiner linksrheinischen Güter verlustig ging. Mit verschärftem Druck wurden in der Heimat die Eltern ehemaliger hannoverscher Offiziere und Soldaten beobachtet." Dennoch ging die Integrierung des neuen Verbandes zügig voran. Im Jahre 1805 nahm die KGL an den Manövern der Royal Army teil und ihre Fortschritte ernteten allerorts Anerkennung. Der kriegsfähige Zustand war das Ziel und die britische Führung glaubte ihn bei der KGL erreicht zu haben, denn anfang Oktober 1805 erhielt die Legion den Befehl, sich zur Landung auf dem Festland bereits zu machen. Boulogne schien von Anfang an das Ziel zu sein, versammelten sich dort doch Napoleons Truppen für den Schlag gegen England. Doch alles kam anders.

Die preußischen Truppen konnten ihrem Ruf nicht gerecht werden und wurden geschlagen und auch die Österreicher waren unterlegen. Die europäischen Mächte ergaben sich für die Briten allzu schnell den Franzosen und die Treuelosigkeit auf dem Festlands, verdammten die Briten zur Untätigkeit. Das englische Hilfskorps, mit seinen Hannoveranern trat nicht in Aktion. Dennoch war das Ziel Norddeutschland nie aus den Augen verloren worden. So schiffte man die vor der britischen Flotte fast ehrfürchtigen Deutschen ein: "die bewunderungswürdige Ordnung und Disziplin an Bord der Kriegsschiffe, welchen diese Nation größtenteils ihre Herrschaft zur See und die Sicherheit ihrer glücklichen Insel zu verdanken hat"; und mit 82 Schiffen segelte die Flotte zur holländische Küste. Dort landeten 18.000 Mann der Legion, etwa ein Drittel ihrer Stärke, um effektiv gegen die nur leichten Kräfte bei Hameln und der Region vorzugehen. Doch es kommt zu keinen nennenswerten Kampfhandlungen: "Ein paar Bataillons mehr zu dem Corps, in welchem ich diese Zeit her vor Hameln stand, und Hameln wäre ohne Schwertstreich vielleicht in 8 - 14 Tagen in unserer Gewalt gewesen. Statt dessen sind wir paralysiert, Barbou lacht uns aus - und die Gegend um Hameln wird ungestraft geplündert, so wie das ganze Land tiefer wie je in den Kloak der Apathie zurücksinken wird." Wobei der Bevölkerung die gelandeten Deutschen als Befreier sahen und die Reihen der Legion durch viele junge Leute weiter verstärkt werden konnte.

 

"Nun waren wir wieder in unserm Vaterlande, welches ein jeder mit der frohen Hoffnung betrat, daß wir sofort in Vereinigung mit den Russen, Schweden und Preußen gegen Holland aufbrechen, ein paar glückliche Feldzüge machen und dann ruhig und friedlich bei den Unserigen würden bleiben können. Wir Hannoveraner freuten uns hauptsächlich darauf, die in Lauenburg so schändlicher Weise erlittene Schmach wieder rächen zu können. Der Fortgang der Dinge, zeigte und jedoch bald, wie sehr wir uns getäuscht hatten; eine Zeit von 2 Monaten stürzte das Gebäude unserer Hoffnungen gänzlich zusammen und ließ uns auch nicht einmal die Aussicht, jemals wieder Hannoveraner zu werden und unserm Vaterlande mit Ehren dienen zu können. Durch die Schlachten von Ulm und Austerlitz wurden die Franzosen Herren vom ganzen festen Lande von Europa oder schrieben doch den übrigen Mächten Gesetze vor. Preußen, auf dessen Allianz wir sicher rechneten, schlug sich hinterlistiger Weise zu den Franzosen; und um Hannover zu requirieren, hätte es die gelandeten Engländer und die Legion wahrscheinlich feindlich angegriffen, wenn der kommandierende englische General es nicht für das Geratenste gehalten, sich zurückzuziehen und wieder nach England einzuschiffen."
(Offizier der KGL nach der Rückkehr nach England)


"Nachdem Österreich durch den Frieden zu Preßburg (25. Dezember 1805) zu einer Verständigung mit Napoleon gelangt war, Preußen durch den Schönbrunner Vertrag sich gleichfalls von der Koalition abgewendet und seine Bereitwilligkeit zur Besetzung Hannovers an den Tag gelegt hatte, wurde ein weiterer Aufenthalt des englischen Hilfskorps in Hannover zwecklos." Der Transport erfolgte flexibel, denn die Truppen kehrten nicht alle zu ihrem Stützpunkt zurück, sondern wurden zum Zeil nach Irland weiter entsandt. So verteilte sich die KGL über Britannien bzw. war an möglichen Konfliktpunkten eingesetzt. Die an der Küste zurückgebliebene Kräfte sollten bis Ende 1806 ihren Stützpunkt in Gibraltar bezogen haben, dem starken englischen Bollwerk am Eingang zum Mittelmeer. Wobei zu den zurückkehrenden Truppenteilen neu ausgerüstete bzw. rekrutierte Einheiten zur Verstärkung aufschlossen. Die Zeit der Stationierung wurde von den Offizieren zum Training und weitergehenden Aufbau der Legion genutzt. Man profitierte dabei von der werbewirksamen Invasion und konnte bis zum 22. April 1806 nicht weniger als 7.876 Mann für die Legion gewinnen und zwar fast nur Hannoveraner. Die Legionäre auf ihren Stützpunkten an der englischen Küste, Gibraltar und vor allem Irland gewöhnten sich an ihre neue Heimat. Besonders die Anteilnahme der Bevölkerung an den hannoverschen Fremdlinge bzw. Freiwilligen, die aus der Ferne für ihr Heimatland kämpfen wollen, ließ das Verhältnis weiter aufblühen. Auch die ausgesprochene Vorliebe Königs Georg III. für die Legion, taten das übriges dazu. Das nächste Ziel der Legion wurde Sizilien, dort sollte sich nun endlich dem Kampf gestellt werden und die Legion ihre Kampfkraft unter Beweis stellen.

Kampf der Legion

Kampf der Legion


 

 

Das Jahr 1807 brachte der Legion endlich die ersehnte kriegerische Verwendung, die erst 1815 mit dem Sturz Napoleons enden sollte. Bis dahin war die Legion hauptsächlich in Bexhill-on-Sea und Weymouth stationiert, später wurden einige Truppenteile nach Irland entsandt, wo sie in dem Gefecht von Tullamore involviert waren. Wichtig ist hierbei der Fakt, dass die Legion nie als eine zusammenhängende Einheit gekämpft hat und daher schwierig ihre militärischen Gesamtheit zu beurteilen ist. Auch sind die verschieden Einsätze, Kampfhandlungen und Ausführungen miteinander in Verbindung zu bringen.
Im Jahre 1807 sah man wieder die Zeit für einen Einsatz der Legion gekommen, Ende Mai stach man in See, mit dem Ziel Schwedisch-Pommern, wo ein letzter Brückenkopf in die von Napoleon Bonaparte eroberten Gebiete ragte. Nach wenigen Tagen, nur kleinen Scharmützeln, ging es wieder zurück - ohne den Brückenkopf halten zu könne. In Kopenhagen dann der erste Sieg. Mit 10.000 Mann aller Waffengattungen der Legion, innerhalb des britischen Expeditionskorps, wurde Kopenhagen eingeschlossen, belagert und am 7. September zur Kapitulation gezwungen.

Im Jahre 1807 steuerte die Legion Messina auf Sizilien an und unterstützen die Legionäre dort. Wobei diese nur einen Zwischenstopp sein sollte, denn man rief die Legion nach Vigo in Nordwest-Spanien, wo es galt, Sir Arthur Wellesleys Expedionskorps zu unterstützen. Als Teil der "Sir John Moore`s Expedition" kämpfte man in ganz Nordwestspanien und musste sich in Corunna und Vigo geschlagen, zurückziehen.
Das Jahr 1808 ließ die Hoffnung auf eine sigereich Intervention in den Spanien noch einmal hockkommen und frische Truppen wurden in die Region Lissabon, wo noch immer u.a. vier Linienbataillone der KGL standen, entsandt. Man schlug sich wacker, wenn auch mit mäßigen Erfolg. Nach der Ausschiffung der Legionsteile, blieben diese schließlich in England bis zu Ihrer Teilnahme am Feldzug in Norddeutschland 1813.
Andere Linienbataillone der KGL standen im spanischen Talavera in schweren Kämpfen und konnten mit ihren Erfolgen an den heißesten Stellen des Schlachtfeldes, Ihren Ruf als eine der besten Teile in der britischen Armee ausbauen. Noch 1808 besetzte eine 40.000 Mann starke Expeditionsarmee von England aus Teile der niederländische Küste. Auch die KGL war mit Teilen mit von der Partie, die wieder erwartend hohe Verluste hinnehmen musste. In Sizilien, nahm der überwiegende Teil der auf Sizilien stationierten Legionstruppen nahm an Kampfhandlung bei Ischia teil.
1810 kämpfte die Legion unter dem Herzog von Wellington bei Bussaco und wiesen jeden Versuch des Gegners, die eigenen Reihen zu stürmen ab. Nördlich Lissabon standen andere Teile Legion gegen den Feind an. Wobei 1811 stand im Zeichen des Haltens und Ausharren. Die Legionäre mussten sich in vielen Kämpfen bewähren und wurde erst Ende des Jahres, durch den Abzug der besten französischen Regimenter für Napoleons russisches Abenteuer, entlastet.

 

Im Jahre 1812 war der Zeitpunkt für die Kehrtwende, Wellington wollte den Angriff wagen und die Legion zog mit einem neuen Kommandeur, dach dem Tode General Robert "Black Bob" Crawfords, der das Kommando über die berühmte britische Light Division inne hatte - Generalmajor Karl von Alten. In Spanien sollte der erste Streich gelingen und die Schlacht bei Salamanca (22. Juli), den Kampf auf der iberischen Halbinsel mit entscheiden. Die schweren Dragoner der KGL zeichneten sich besonders aus und sämtliche KGL Offiziere erhielten für ihren Einsatz den permanenten Rang in der britischen Armee. Weitere Erfolge folgten auf dem Fuße und Napoleons Rückzug aus Moskau, leutete die Endphase des Krieges ein.
1813 ist Spanien noch lange nicht in englischer Hand, doch Wellington konnte bei Vitoria (21. Juni) die Entscheidungsschlacht auf spanischem Boden für die Briten siegreich beenden. Danach ging für ausgewählte Teile der KGL nach Norddeutschland, sie wurden dort neu strukturiert und sollten den Befreiungskrieg tief in das Herz Europas tragen. Man holte einige Verbände aus England über See nach Norddeutschland und bildet mit den Artilleristen bzw. Kavalleristen eine schlagkräftige Truppe. Die entscheidenden Gefechte nahmen keine Legionstruppen teil, auch nicht in Leipzig. Einzig und allein in der Schlacht bei Göhrde konnte sich die Legion beweisen.
Das Jahr 1814, das Jahr des Sieges, ging kampflos an der Legion vorbei. Napoleon war verbannt und die Legion stand auf Abruf bereit. Doch war der Frieden nur von kurzer Dauer, denn schon 1815 fand Napoleon Bonaparte den Weg von Elba nach Frankreich und zu seinen Truppen zurück. Es folgte die berühmte Schlacht von Waterloo , bei der fast die gesamte KGL anwesend war. Nur die Linienbataillone 6. und 7. weilten noch auf Sizilien und andere Einheiten waren stationär eingesetzt.
Während der Schlacht, hielten KGL Einheiten, im Zentrum des Schlachtfeldes, eine Schlüsselposition fest in ihrer Hand. Sie kämpften trotz schwere Verluste und Ausbleibens von Munitionsnachschub weiter. Sie fielen erst in letzter Instanz und wurden von den Franzosen überrollt. Doch dieser Einsatz, in Verbindung mit vielen anderen Gegebenheiten der Schlacht, ließ Napoleons Truppen konnten den Durchbruch nicht vollenden. Das Ergebnis ist wohlbekannt und bedeutet das Ende für Napoleon.
 

 

Will man die Kämpfe zusammenfassen, so muss man sich nur die Auszeichnungen der Legion in Peninsular, Waterloo, Venta del Pozo (1. und 2. Leichtes Bataillon), Garcia Hernandez (1. Dragoner), El Bodon (1. Husaren), Barossa (2. Husaren) und Göhrde (3. Husaren) ansehen. Sie waren an einigen der wichtigsten Kämpfe in den Unabhängigkeitskriegen beteiligt, wenn auch nur vollständig, doch jeweils mit besonderer Auszeichnung im Kampf. Teile der Legion kämpfte in Gefechten in Pommern, Kopenhagen und in Walcheren unter General Sir John Moore. Auch der Rückzug nach La Coruña, unter Herzog von Wellington, konnte nur durch die Legion erfolgreich vollzogen werden. Weitere Kämpfe in Spanien und auch Norddeutschland, wie auch die Schlacht an der Göhrde, gingen in die Annalen der Legion ein. In der Schlacht bei Waterloo verteidigte das 2. leichte Bataillon – mit Mitgliedern des 1. leichten Bataillons und Schützen des 5. Linien-Bataillons (verstärkt durch einige Nassauer) unter dem Kommando von Major Georg Baring den Bauernhof La Haye Sainte, bis ihnen die Munition ausging und sich die letzten zweiundvierzig einsatzfähigen Männer zurückzogen. Die Legion war dabei nicht nur berühmt für ihre Fähigkeiten, ihre Disziplin und Mut, vor allem war es die Kavallerie, welche zu den besten berittenen Einheiten in der britischen Armee zählte, die die Legion außergewöhnlich machte. Nach der Schlacht von Salamanca (22. Juli 1812) wurde der Legion eine ganz besondere Ehre zuteil. Für ihren vorbildlichen Einsatz für Britannien, erhielten alle Offiziere der KGL bleibenden Rang in der britischen Armee.
Am 24. Dezember, fast auf den Tag 12 Jahre nach ihrem Entstehen, ordnete der Prinzregent im Namen des Königs die Auflösung der Legion an. Die im Raum Paris stehenden KGL-Einheiten brachen noch in den letzten Tagen des Jahres gen Heimat auf. Im Jahre 1816, am 24. Februar, wurden die Einheiten der KGL offiziell aufgelöst. Einige der Mannschaften und Offiziere fanden Ihren Platz in der hannöverschen Armee, andere kehrten in ihr ziviles Leben zurück. Die Traditionen und Ehrentitel der Legion gingen auf hannöversche Einheiten über und wurden noch bis zum I. Weltkrieg fortgeführt.


 
Stärke 1803-16 (Durchschnitt)
Infanterie
8 Linien-Bataillonen
2 leichten Bataillonen
Artillerie
2 berittenen Batterien
4 Fußbatterien
Kavallerie
2 Dragoner-Regimentern
3 leichten Dragoner-Regimentern (Husaren)
Ingenieurs-Korps
1812
ca. 18.000 Soldaten (Maximalstärke)
1803-16
28.000 Mann

 

Noch heute wird auf dem damaligen Schlachtfeldern dieser Truppe gedacht. Gegenüber von La Haye Sainte befindet sich das Denkmal für die Gefallenen der KGL. In Hannover erinnert die Waterloosäule, die Legionsbrücke und das Denkmal von Carl von Alten an die Hannoveraner, die für ihrer Freiheit kämpfen. In Osnabrück das Waterloo-Tor und vor dem Krankenhaus in Wittingen, Niedersachsen, befindet sich ein Findling mit der Inschrift „Des Königs Deutsche Legion 1803-1815 – Peninsula, Waterloo, Göhrde“.