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Einleitung

Die "Unsterblichen" (Αθάνατοι)
Die persische Kriegerelite

 

Einleitung

 

Die Bezeichnung: die Unsterblichen entstammt den überlieferten alten antiken Quellen vor Christi Geburt. Vor allem denen des Herodotus, der sie als die "Zehntausend" (Αθάνατοι - Unsterbliche) bezeichnete. Bis heute können wir unsere Informationen nur aus griechischen Quellen beziehen, denn kein persischer Geschichtsschreiber überlieferte je etwas über diese Elitetruppe. Durften die damaligen Schreiber es nicht, sind die persischen Quellen verloren gegangen oder überhöhten die Griechen in ihren Ausführungen nur die Bedeutung dieser Truppe, die niemals ausdünnte und ihre Reihen sich niemals lichteten? Diese Fragen sind es, die bis heute die Historiker, die Interessierten der Antike und auch die heutige Filmemacher umtreibt.

 


(Wandrelief der Unsterblichen)

Die Zehntausend sind keine besondere Soldatenklasse, sondern sind in die Kategorie schwere Infanterie, mit einer ständigen Stärke von genau 10.000 Mann, einzuordnen. Jedes getötete, ernsthaft verwundete oder kranke Mitglied wurde sofort von einem Neuen Soldaten ersetzt. Dabei geben andere Quellen Aufschluss darüber, dass die Zahl 10 000 als besondere militärische Maßeinheit auch anderweitig Erwähnung findet. Sie entspricht auf der einen Seite der üblichen militärischen Größe aber über die genaue Bezeichnung Unsterbliche kann nur spekuliert werden. Der Grund dafür sind die unterschiedlichen Übersetzungen und Deutungen des persischen Begriffs, denn davon gibt es viele, sodass einige Historiker auch das Wort mit Gefolge übersetzen, was zur Funktion einer Leibwache passen könnte. Der Begriff Anûšiya (Gefährten) und Anauša (Unsterbliche) kann wegen ähnlicher Schreibweise und unterschiedlicher Einordnung in den Zusammenhang eines Textes durchaus unterschiedlich interpretiert werden. Dabei kann die Doppeldeutigkeit des persischen Wortes auch aus dem persischen Militärsystem herrühren bzw. dass diese Truppe durch die persische Reserve immer ständigen Ersatz erhielt um ihren Reihen aufzufüllen. Eine Besonderheit, die eigentlich auch keine wirkliche ist, betrifft die Aufnahmebedingungen zu den "Unsterblichen". Es wurden nur Perser aus bestimmten Gegenden, mit bestimmten Eigenschaften und Stand aufgenommen, was jedoch auch für andere Eliteeinheiten des persischen Heeres zutrifft.

Armee Persiens

Die Persische Armee
 

Die (achaemenid-persischen) Unsterblichen waren die Essenz der Streitkräfte des Throns, welche zum einen den Schutz des Großkönigs gewährleisten sollten und zum anderen die Elite der Armee bildeten. Ihre Funktion als Soldaten lässt sich in den Aufzeichnungen zum Krieg zwischen den Perser und Griechen (Greco-Persische Kriege) nachvollziehen.
Das Gros der Informationen zur persischen Armee, stammen aus der Zeit von Dareios’ I., dessen Reformen vom Milizheer zum stehenden Heer führten. Es entstanden Streitwagen-, Kamel- und Pferdereiter-, Lanzenträger- und Bogenschützenverbände, welche in den Truppen des Königs integriert und auf das gesamte Reich verteilt werden - Garnisonen wenn man es so nimmt. Man war damit auf der Höhe der Zeit und konnte nur so die Sicherheit für ein solch großes bzw. expandierendes Großreich gewährleisten. Auch konnte man mit Hilfe eines stehenden Heeres bzw. einer ständigen unter Waffenstehenden Berufsarmee, auf einen Stamm von Soldaten zurückgreifen, die dann bei anstehenden Feldzügen den Kern einer schlagkräftigen Armee bilden. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass die dazukommenden Perser aus dem Reichsaufgebot, welches bei anstehenden Feldzügen ausgehoben wird, angeleitet werden müssen. Das Reichsaufgebot zog nämlich jeden wehrfähigen Mann ein und diese verschiedenen Völker und Gesellschaftsschichten, mussten dann in ein koordiniertes Heer umgewandelt werden - in kürzester Zeit. Eine Aufgabe, die nur mit einem gut ausgebildeten Veteranenstamm zu gewährleisten war, wobei Unteroffiziersgrade nicht existierten und man bei der Taktik, aufgrund des niedrigen Ausbildungsniveau schon, eigentlich nur der schieren Masse als Vorgehensweise vertraute.
Wenn man von der persischen Heeresreform spricht, muss der Herrscher Kyros der Große in diesem Zusammenhang genannt werden, denn er führte sie durch und erschuf im gleichen Akt auch die Eliteeinheit der Unsterblichen. Das Reichsaufgebot geht ebenfalls auf sein Wirken zurück und als Begründer einer persischen Armee von 100 000 Mann Größe, die aus 30 000 Mann Kavallerie und 70 000 Mann Infanterie bestand, steht er gleichzeitig für den späteren Erfolg und Durchhaltevermögen des Riesenreiches. Die griechischen Geschichtsschreiber sprechen in den nachfolgenden Epochen meistens nur noch von Heeren in Millionengröße, die sich aus dem Vielvölkerreich zusammensetzen und alles überrollten. Die moderne Forschung jedoch hat erwiesen, dass nur schwerlich die Versorgung, Infrastruktur und Ausrüstung für solch eine antikes Massenheer zur Verfügung gestanden hatte. Man kann diese Berichte als sehr stark übertrieben abtun, dennoch handelte es sich um die größten Truppenverbände ihrer Zeit.

Entstehung

Entstehung

Innerhalb dieser neuen persischen Armee unter Kyros, existierte von nun an eine Division von 10 000 Mann Infanterie, die gegründet wurde zu einem Zweck, den Thron zu schützen und ihn zum Sieg zu führen in jeder Schlacht. Dieser Verband der 10 000, wurde bei den Griechen als die Unsterblichen bekannt. Die Einheit der 10 000 "Unsterblichen", waren in dieser Armee in dieser Form einzigartig. Ihre Besonderheit lag in ihrer Struktur und Stellung in der Armee, denn kämpften diese Krieger nicht nur anders, sondern können in keinem ihrer Aspekte mit den "eingezogenen" Soldaten verglichen werden. Sie fungierten als eigenständige Einheit und hatten eine besondere Stellung zum Herrscher, dem obersten Heerführer der Perser. Es dienten von den 10 000 ein Teil, die Quellen sprechen von 1000 Mann, als königliche Leibgarde und waren somit schon vom Wesen dem Herrscher mit ihrem Leben verpflichtet.
In einem solchen damaligen Heer und einer einseitigen Fokussierung der persischen Strategie, auf den Vorteil und Ziel der Überwältigung des Gegners (Geschosssalven der Bogenschützen, Schleuderer und anschließendem Überrennen des demoralisierten Gegners), waren diese Unsterblichen einer anderen Taktik unterworfen. Sie kämpften im Verband, in Formation und mit unbändigem Willen, der ihre Reihen fest zusammenhielt, was gegen die schwer gepanzerten griechischen Truppen von großem Vorteil war. Sie überrannten nicht, sondern suchten nach Schwachpunkten. Sie griffen nur an bestimmten kritischen Stellen an und versuchten dort Schlachtentscheidend einzuwirken. Doch nicht nur die standhafte Front aus Unsterblichen machte Sie so effektiv, auch die Verfahrensweise, dass jeder Angehörige sofort bei seinem Tod durch einen anderen ersetzt wurde (in manchen Quellen wird hier auch Familienmitglied aufgeführt, sodass sie sich weiter isolierten durch ihre Familienband), gab dieser Truppe eine Moral, die furchteinflößend wirkte. Dazu kam, dass sie durchweg aus einer höheren Kaste der persischen Gesellschaft kamen und so dem Großkönig näher standen als die einfache Soldat. Sie erhielten eine bessere Ausbildung und bessere Ausrüstung, dadurch fühlten sich überlegen und strahlten die Selbstbewusstsein einer elitären Kriegerklasse aus. Sie lebten dazu isoliert von den übrigen Soldaten, auserkoren für besondere Schlachten und Einsätze. So spielten sie eine wichtige Rolle bei der Eroberung von Neo-Babylonian Reich (547 vor Christus), Cambyses' Kampagne gegen Ägypten (525 vor Christus), Darius Invasion von Indien und Scythia in (520 und 513 vor Christus). Ebenso bei der Schlacht von Marathon (490 vor Christus) und der Schlacht bei den Thermopylen (480 vor Chritus). Besonders ist noch die persischen Besetzung Griechenlands 479 vor Christus unter Mardonius hervorzuheben.

Elite

Die Elite des Großkönigs

 

Die Unsterblichen waren nicht der einigste Eliteverband in der persischen Armee, sondern nur einer von Vielen, wenn auch der wohl berüchtigtste und eigenwilligste. So gab es bei der Kavallerie mehrere Eliteverbände, die zum einen aus dem Hochadel, zum anderen aus besonders ausgezeichneten Kriegern bestanden. Generell war eigentlich die Kavallerie Sammelpunkt für die Adligen und somit auch bestausgebildeten wie ausgerüsteten persischen Soldaten. Bei der Infanterie war dies mitnichten der Fall, auch weil die Sterblichkeit hier weit höher lag. Genau diesem Umstand haben Sie ihren Ruf zu verdanken, denn sie stehen immer vorn in der Schlacht, stechen durch ihrer Kleidung heraus und heben sich ab von der Masse, wie es die berittenen Krieger nie könnten.

 


 
Truppen
Tausendschaft (Hazarabam)
Hundertschaften (Satabam)
Zehnergruppen (Dathaba)
Zehntausend Mann (Division = Baivarabam)
Offiziere
Offiziere Zehnschaftsführer und Hundertschaftsführer (Satapatish)
Tausendschaftsführer (Hazarapatish)
Zehntausend (Ausgewählter Hazarapatish)
 
Seit Kyros war die persische Armee nach Assyrischem Vorbild in ein Dezimalsystem gegliedert.
Die Tausendschaftsführer der Hilfsvölker waren fast immer gebürtige Perser, die höheren Militärbefehlshaber bei Persischen Truppen kamen alle aus dem Adel oder Hochadel.
Es gab bei der Kavallerie wie auch schon erwähnt reine Tausenschaften aus Adligen.

 

Eine der vielen Zehntausendschaften der Infanterie waren nun die Unsterblichen und doch gehörten Sie nicht dazu. Sie waren gekleidet nach Art der persischen Fußtruppen, doch war dieses Muster durch besondere Gewänder, den sogenannten „Garden“, geprägt. Die Garden waren Wächter der Tempel und der königlichen Stätten. Genau geklärt ist eine einheitliche Bekleidungsform der Unsterblichen nicht, auch anhand von Zeichnungen bzw. überliefertem Aussehen von Gewändern, kann nicht eindeutig geklärt werden, ob solche Tempelwachen nur einfache Wächter waren, oder zu den Unsterblichen, der Leibgarde des Königs, gezählt werden können. Fakt ist, diese Truppen waren von ihrer Struktur und Organisation dem persischen Heer nachempfunden, wenn auch in der Hierarchie eine Spur unabhängiger als andere Truppenteile. So war der höchste Hazarapatish der Unsterblichen zugleich auch der höchste seines Ranges im gesamten Reich und fungierte als oberster Befehlshaber der Armee in Abwesenheit des Königs. Eine Folge ihre Funktion als Leibwache und Loyalität zum Königshaus. Dieser Punkt hebt diese Einheit von anderen Eliteverbänden ab, denn mag die Kavallerie ebenfalls Eliteverbände in gleicher Stärke haben, besonders ausgesuchte Tausendschaft rekrutierten sich ausschließlich aus den Reihen des Adels (die sog. Huvakabam) und auch könne solche Elitekämpfer größere Erfolge vorweisen, doch der Status eines "Unsterblichen" erlangten sie nie.

Von den Strukturen am Hof der Perserkönige wissen wir, dass es zwei Ränge bzw. Ranginhaber gab, die das Militär lenkten, sie fungierten auch als Berater des Königs. Der eine wurde Bogenträger und andere Lanzenträger genannt. Der höchste Befehlshaber der Kavallerie hieß Asapatish und befehligte weit über 10 000 Reiter und hatte traditionell den Rang des Lanzenträgers inne. Der höchste Hazarapatish der Unsterblichen des Königs am Hofe, war gleichzeitig der Bogenträger. Man schlussfolgert heute daraus, dass die Befehlshaber der Unsterblichen das Militär repräsentieren bzw. faktisch führten und der Asapatish, der aus den höchsten Adelsschichten des Reiches entstammte, durch seine bedeutsame Herkunft den Adel in Militärangelegenheiten vertrat. Man kann sagen, dass der König auf diese Weise das Militär durch die Unsterblichen fest an sich band und Sie ebenso als Gegengewicht zum Adel des Reiches bzw. seinen Ambitionen benutze. Dazu waren beide Ranginhaber mit dem Großkönig durch Heirat verwandt

Ausrüstung/Strategie

Ausrüstung und Strategie

 

Das entscheidende Kennzeichen der Persischen Nahkampftechniken und somit in ihrer herausragendsten Art bei den Unsterblichen zu finden, war extreme Beweglichkeit des Einzelnen im Feld. Man verzichtete bewusst auf schwere Rüstung und versuchte durch Schnelligkeit und Beweglichkeit den Gegner zu töten. Die Lanze gilt dabei als bevorzugte Waffe bei den persischen Soldaten, wohingegen die Schwerter eher zu Symbolen degradiert wurden. Das Medisch-Skythische Kurzschwert, eine Art längerer gerader zweischneidiger Dolch, kann als gängigste Waffe seiner Art bezeichnet werden. Doch war auch diese Waffe mehr ein Rangabzeichen und weniger gebräuchliche Waffen. Der Dolch bzw. das Schwert, wurden nur im Handgemenge verwendet, war aber nie primäre Waffe im Kampf. Ebenso das Hiebschwert (Kopis) und zweischneidige Hieb- und Stoßschwert (Macheira), welcher eher Schmuck als in der Kampftechnik berücksichtigtes Mittel für den Perser waren.

 

Bei der Rüstung wurde der doppelte Leinenpanzer, Schuppenpanzer und Stepprüstungen in Kombination verwendet. Alles andere wie Helm oder Schienen, wurden nicht verwendet. Trotzdem galten Persische Rüstungen als hervorragend und bewährten sich im Zusammenspiel mit den Kampfkünsten, vor allem bei den Unsterblichen. Diese nutzen Rüstung weit mehr als andere Infanterieeinheiten. Besonders im Bezug auf die Kampftaktik spielen die positiven Eigenschaften zusammen, denn alle persischen Infanteriesoldaten, wie auch die sonstigen Truppen des Reiches, stürmten ohne klaren Reihen oder Linien, einfach so dicht wie möglich auf den Gegner zu. Die Unsterblichen kämpften dagegen in Formation, nutzen ihre Waffen wie Schilde, gaben sich gegenseitig Deckung und gingen in koordinierten Angriffen gegen den Feind vor.

Bei den Waffen der Unsterblichen spiegelt sich die Palette eines breiten Gebrauchs wieder. Man kann dies in keiner Weise mit den Darstellungen im Film "300" zu vergleichen. Denn durch hstorische Überlieferungen gesichert, trugen die Unsterblichen weder eine Gesichtsmaske noch 2 Schwerter auf dem Rücken. Die Einheit war mit Weidenschilden und kurzen Speeren ausgerüstet, diese hatten an ihrem Ende eine kleine Eisenspitze zur besseren Balance und um eine weitere Angriffsmöglichkeit zu bieten. Im Handgemenge wurden die üblichen kurzen Schwerter oder Dolche verwendet. Auch Bögen gab es im Verband, denn die Unsterblichen operierten meist unabhängig. Als Uniform hob man sich nicht sonderlich ab, denn die lange Tunika und Leinenhosen wurde von vielen Einheiten bzw. Völkern in den Reihen der persischen Armee getragen. Dennoch war jeder Kämpfer mit einer Rüstung aus überlappenden, dünnen Eisenplättchen unter der Kleidung ausgestattet. Als einzige herausragende Besonderheit gilt die Kopfbedeckung, eine sogenannte Tiara aus dünnem Stoff. Sie bedeckte das Gesicht bei ungünstigem Wetter, um vor Staub zu schützen oder auch um Gegner einzuschüchtern. Sie war nicht mit einer Metallmaske zu vergleichen, verbarg auch nicht vollständig das Gesicht, spiegelt keine Fratzen wider und verbargen auch auf keine Fall verstümmelt Gesichter.

Mythos

Wirkung und Mythos

(Die Unsterblichen als Eliteinheit des Shahs von Persien im 20. Jahrhunderts)

Das Symbol der „Unsterblichen“ lebt bis heute weiter, wurde verwendet und zur Tradition im persischen Heeren bzw. diente den Kriegsheeren der Jahrhunderte mit ihrem einzigartigen Ruf. Unter den Nachfolgern der Perser, dem Sassanids, lässt sich wieder eine 10 000 Mann starke Eliteeinheit nachweisen, mit dem Unterschied, dass sie zur Kavallerie gehörten. Sie fungierten als Feuerwehr an der Front, aber nicht mehr als Leibwache.
Auch im Byzantinisches Reich unter Kaiser Michael VII (1071-1081), wurden die Unsterblichen als Elitetruppe als Kavallerie Einheit ausgehoben. Während den napoleonischen Kriege, bezogen sich französische Soldaten Napoleons als imperialer Schutz in Form „der Unsterblichen“ gegenüber ihrem Kaiser. Ebenso in der moderne iranische Armee des Shahs von Persien. Dort dienten die Javedan als „Unsterbliche“ dem persischen Thron als loyale Anhänger bzw. Leibgarde. Bis zum 1978 hatte diese Eliteeinheit die Stärke einer Brigade von 4.000-5.000 Männern. Nach der Revolution 1979 wurden die „Unsterblichen“ aufgelöst.

Wirkung Heute

Bis heute Unsterblich


(Die "Unsterblichen" als Leibgarde und Eliteeinheit des Großkönigs der Perser im Film "300")


Der Comic 300, der die kämpfenden Spartiaten bei den Thermophylen beschreibt, hat auch die Unsterblichen bekannt gemacht. Mögen die Beschreibungen und Vorgänge eine erfundene Version sein, spiegelt es doch die Ausstrahlung dieser Eliteeinheit wider. Die Unsterblichen tragen im gleichnamigen Film alle schwarze Kleidung, welche gespickt mit silbernen japanischen Schwertern und Masken, die brutale Fratzen verbergen, eher den Hollywood Hype befriedigen als historischer Wahrheit entsprechen. Die Phantasie gewinnt in diesem Falle und zu viele historische Fakten sind verdreht worden, doch beweisen die Spartiaten, dass die sogenannten Unsterblichen gerade doch sterblich waren und das der Ruf nicht die Wirklichkeit widerspiegelte. Doch gerade dieser Ruf hat viele Macher und Entwickler der Fiktion in den Bann geschlagen. Vor allem historische Strategievideospiele, die das persische Reich zum Inhalt haben, enthalten Sie Unsterblichen als spezielle Kampfeinheit. Im Spiel Civilisation sind sie eine feste Größe und auch die Modder Community baut sie oftmals - durchaus historisch korrekt - in ihrer Graphiküberarbeiten ein.
Oft verdreht man aber die Tatsachen, oder baut sie nach eigenem Gutdünken um. Die essentiellen Fakten bleiben jedoch immer gleich, die Zahl 10.000 und die besondere Kampfstärke sind feste Größen, wo man die Unsterblichen auch in der digitalen oder filmischen Welt antrifft. So hat auch der Bestsellerautor Tom Clancy den Namen der Unsterblichen für seine fiktive Armee der vereinigten islamischen Republik (gebildet vom Iran und vom Irak) übernommen.

Quellen

J. Wiesehöfer, Das antike Persien: B.IV, Nr. 5
Hermann Bengtson, Griechische Geschichte, Verlag C.H. Beck München, ISBN: 340602503

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Autor: Freiherr von Woye