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DAW - Der andere Weg 19-01

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Der Amulet Mod 3.0 ist für das PC-Spiel Panzer Corps Wehrmacht. Es ist der zur Zeit tiefgreifendste und umfangreichste Mod für deutsche Einheiten. Hier kurz die Merkmale: 77 neue Einheiten; 50
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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur Version DAW 17-04 sind enthalten: Englische Texte DAW Kompendium + Credits, Install-Datei, sowie alle Briefingsdateien und Texte innerhalb der Kampagnen sin
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Kampagne, kritische Fehler in Griechenland-1 Szenario berichtigt    

 

 

Portrait

H. Norman Schwarzkopf junior

 
" Stormin`Norman " - " The Bear "

 

"Führungsqualität ist eine gelungene Kombination aus strategischem Können und Charakter.Wenn man jedoch auf eines davon verzichten muss, dann lieber auf ersteres."
(General Norman Schwarzkopf)

 

 

"A professional soldier understands that war means killing people, war means maiming people, war means families left without fathers and mothers. All you have to do is hold your first dying soldier in your arms, and have that terribly futile feeling that his life is flowing out and you can’t do anything about it. Then you understand the horror of war.
Any soldier worth his salt should be antiwar. And still there are things worth fighting for."
(Schwarzkopf in U.S. News & World Report 1991)

 


Die Höchsten Orden von Norman Schwarzkopf Top 6

(Von Links: Defense Distinguished Service Medal / Army Distinguished Service Medal 3x / Navy Distinguished Service Medal / Air Force Distinguished Service Medal / Coast Guard Distinguished Service Medal / Silver Star 2x)

Einleitung

Norman Schwarzkopf jr., ein vier Sterne General deutscher Abstammung, hat sich während seiner Dienstzeit in der US Army den Spitznamen "Stormin 'Norman" mehr als verdient. Er ist der erste General, der nach dem Kalten Krieg wieder einen heißen Krieg als oberster Feldherr geleitet hat. Er kommandierte die Koalitionstruppen im Ersten Golfkrieg. In der Geschichte ist sein Name mit den Operationen Desert Shield und Desert Storm für immer verbunden, aber vor allem ist er als Mediengeneral bekannt geworden. So hat er aus seiner Rolle in der Geschichte politisches Kapital schlagen können und auch auf dem Schlachfeld Washington seine Spuren hinterlassen. In den Dienstenjahren 1956-91, bei der US Army, prägte er den heutigen Krieg mit und machte eine mustergültige Karriere. Eigenlich wäre er ja Stabsgeneral geworden, doch das Schicksal manövrierte ihn immer wieder in Krisenregionen, in denen er sich neben seinen vielen Auszeichnungen auch Vier Sterne verdiente. Sein heutiger Ruf ist seiner Medienpräsents während des Golfkrieges zu verdanken, nicht so sehr seiner taktischen Erfolge!
 


Die Höchsten Orden von Norman Schwarzkopf

(Von Links: Defense Superior Service Medal / Legion of Merit / Distinguished Flying Cross / Bronze Star 2x / Purple Heart / Meritorious Service Medal 6x / Air Medal / Army Commendation Medal 3x / Army of Occupation Medal / National Defense Service Medal 2x / Armed Forces Expeditionary Medal)


Jugend/Ausbildung


(als Kadett in West Point)

 

“I admire men of character, and I judge character not by how men deal with their superiors, but mostly how they deal with their subordinates, and that, to me, is where you find out what the character of a man is.”
(General N. Schwarzkopf jr.)

 

H. Norman Schwarzkopf junior wurde in Trenton, New Jersey geboren und ist dort auch aufgewachsen. Sein Vater war Herbert Norman Schwarzkopf, Jr. und seine Mutter hieß Ruth. Der Vater war ebenso in der US-Armee und diente danach als Superintendent der New Jersey State Police. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges für die USA, kehrte er zu einer Armee Karriere zurück und stieg zum Major General auf.
Schon früh wurde der junge Norman mit der Region am Persischen Golf vertraut. Im Jahr 1946, im Alter von 12, wurde sein Vater nach Teheran versetzt und die Familie folgte ihm. Er als junger Mann dort das Community High School, in Teheran. Danach ging er an die International School of Geneva. Die militärische Ausbildung bekam an der Valley Forge Military Academy. Der junge Norman Schwarzkopf, unter Militärangehörigen ausgewachsen und ausgebildet, fand sich sehr schnell in das Leben eines Soldaten wieder.

 


Als erfolgreicher Football Spieler in West Point

Neben den erworbenen Talenten und der prägenden Umgebung, half ihm wohl vor allem seine Intelligenz, mit einem geprüften IQ von 168 Punkten.

 


 
Laufbahn (Bildung)
Community High School in Teheran
Abschluss
International School of Geneva
Abschluss
Valley Forge Military Academy
Abschluss
United States Military Academy
in West Point
Bachelor of Science in Mechanical Engineering
Klasse 1956
(42. seines Jahrgangs
University of Southern California
in West Point
Master-Abschluss in Maschinenbau
Klasse 1964
(Raketen Engineering
Aeronautical & Mechanical Engineering)
United States Military Academy
in West Point
Lehr-Engineering (bis 1965)
Command and General
Staff College in
Fort Leavenworth
Abschluss 1969
US Army War College in
Carlisle Barracks
Weiterbildung
University of Richmond (Trustee)
Administrator



Er ging den Weg des aufstrebenden Army Offiziers, besuchte nach einer teils zivilen, aber auch militärischen Ausbildung, dieses Elitecollege für werdende Offizier. In West Point spielt er im Football-Team, hat gerungen, gesungen, und führte den Chor der West Point Kapelle an. Er schloss sein wissenschaftliche Bildung an der University of Southern California ab und hatte sein Spezialisierung in den Ingenieurswissenschaften gefunden.


Militärzeit I

"Do what is right, not what you think the high headquarters wants or what you think will make you look good."
(Schwarzkopf in "The Military Quotation Book" 2002)

 

Seine militärische Karriere ragt nicht unbedingt heraus, ist dennoch durch ganz bestimmt Höhepunkt geprägt, die seine Laufbahn herausragen lässt. Diese bestimmten Schnittpunkte in seinem Werdegang kumulieren in seiner späteren Führung der Koalitionstruppen im Irak.
Wie viele der West Point Absolventen, begann auch Schwarzkopf als Zugführer und in seinem Fall war das die 2. Airborne Battle Group in Fort Benning Georgia. Auch im weiteren Verlauf nichts besonders, auch nicht sein damaliger Weg ins Ausland. Für viele Offiziere war es damals Pflicht, falls Sie einmal die silbernen Sterne auf den Schultern tragen wollen, nach Europa zu gehen, um dort sich, zumeist in Deutschland oder Italien, die Sporen zu verdienen. So führte für Schwarzkopf, nach einer prestigeträchtigen Position in der 101. Airborne Division in Kentucky, der Weg nach Deutschland. Dort diente er zuerst in der 6. Infanterie-Division in West-Deutschland und wurde später zum Adjutant an das Berlin Command gerufen. Diese Einrichtung sollte das Kommando über die amerikanischen Einheiten in Berlin bzw. später ganz Europa koordinieren, vor allem aber in der Zeit des sich zuspitzenden Kalten Krieges, eine direkte Kommandoeinrichtung für schnelle Reaktionen darstellen. So diente Schwarzkopf zwischen 1960 und 1961 dort und erlebte die entscheidenden Momente des Mauerbaus, der sich gegenüber stehenden Panzer mit weißen und roten Stern, wie auch die politische und militärisch geteilte Stadt mit. Diese Erfahrungen, quasi eine erste Krisenbewältigung und Einsatz in einer "Krisenregion" machten sich nur zu gut in seiner Dienstakte. Er wurde danach nach West Point versetzt um zu lehren, musste aber gleichzeitig mit ansehen, wie immer mehr seiner ehemaligen Klassenkameraden nach Vietnam gingen. Sie dienten dort als als Berater für die südvietnamesische Armee und waren somit an der heißen Front des Krieges. Da Schwarzkopf bereits Erfahrungen mit dem ideologischen Feind aufzuweisen hatte, war die Bewerbungen für solch einen Beraterposten nur Formsache.
Er diente als Task Force Berater eines südvietnamesischen Airborne Division, wurde befördert, konnte weiter Meriten für seine weitere Laufbahn sammeln und kehrte nach zwei Jahre auf seine Dozenten Stelle in West Point zurück.

 


Weitere hohe Ehrungen von Norman Schwarzkopf

(Von Links: Presidential Medal of Freedom / Republikanischen Senatoren Medal of Freedom / Republik Vietnam Gallantry Kreuz 2x /Republik Vietnam Armed Forces Ehrenmedaille I. Klasse / Vietnam Kampagne Medaille /Légion d'honneur)

 

Seine Befähigungen als Offizier hat er bereits unter Beweis stellen können und auf seinem Weg zum General musste nur noch ein weiterer Grundstein gelegt werden - das Command and General Staff College in Fort Leavenworth, Kansas. Er ging 1968 dorthin und heiratete als frischgebackener Lt. Colonel Brenda Holsinger, eine Flugbegleiterin von Virginia.
Seine Ausbildung in Leavenworth war weder überragend noch herausragend. Er schlug sich gut, machte seinen Abschluss und bereite sich auf den Stabsdienst vor. Die Verluste in Vietnam und der sich zuspitzende Konflikt, veranlassten Schwarzkopf wieder dorthin zurückzukehren. Seine Kommandoerfahrung, Ausbildung und die bereits abgeleisteten Auslandseinsätze, schienen ihn mehr als ausreichend für eine neue Verwendung an der Front. Im Jahr 1969 kehrte Schwarzkopf nach Vietnam zurück und dient fortan im Stab von Major General Mabry, einem Träger der Medal of Honor im Zweiten Weltkrieg.

 

 
(Während seiner Dienstzeit in Vietnam)

 

Ihm wurde das 1. Bataillon, 6. Infanterie 198. Infanterie-Brigade in der Americal Division, unter Col. Joseph Clemens, einem weiteren hochdekorierten Kriegshelden, der sich in der Schlacht von Pork Chop Hill verdient gemacht hat, zugeteilt. Die wohl beste Umgebung für weitere Ehrungen, die ein junger Offizier sich wünscht. Doch waren es gerade die Kriegshelden, die Schwarzkopf zusetzen und ihn vor allem schleifen wollten. Col. Clemens inspizierte Schwarzkopfs Bataillon bereits zwei Tage nach dessen Antritt. Die vielen Fehler und Unstimmigkeiten, die er dort fand, waren nicht Schwarzkopfs Verschulden, da er die Einheit er übernommen hatte. Dennoch war sein Ruf erst mal ruiniert und er stand als inkompetenter Bataillonskommandeur da. Clemens hatte aber den Hang zu falschen Vorstellungen und falschen Aussagen zur falschen Zeit, die ihm den Stern kosteten und Schwarzkopf die Karriere sicherten.

 


(Schwarzkopf wird der Silver Star verliehen)

 

Seine Einsätze als Bataillonskommandeur sicherten ihm so manchen Tapferkeitsauszeichnung, da er immer bei der Truppe war und sich nie scheute in den Kampf zu gehen. Dabei versuchte er einmal Männer aus einem Minenfeld herauszuholen. Er war gerade mit dem Hubschrauber gelandet und eigentlich nur auf Inspektionstour. Schwarzkopf war ein Mann der mobilen Einsatzführung und immer vor Ort, hatte immer einen Hubschrauber zur Verfügung und versuchte überall den Überblick zu haben.

 


 
Laufbahn (Militär) - Offizier
West Point
Offizierspatent (Infanterie) (Second Lieutenant)
2. Airborne Battle Group
in Fort Benning Georgia
Zugführer und Executive Officer
101. Airborne Division (Kentucky)
Einsätze in verschiedenen Position
6. Infanterie-Division
in West-Deutschland
Einsätze in verschiedenen Position
Berlin Command
Adjutant des Kommandeurs
(1960 - 1961)
südvietnamesische Airborne Division
Task Force Berater
(Beförderung zum Major)
Command and General Staff College
in Fort Leavenworth

(Lehrtätigkeit in
West Point)
Abschluss 1969

(Verschiedene Kurse
in Ingenieurwissenschaften)

 

Beim Zurückgehen der Männer, trat einer auf eine dieser Minen. Die Minen lagen auf der berüchtigten Batangan Halbinsel und stammten noch aus dem Indochina Krieg, waren kaum aufzuspüren und deshalb doppelt so tödlich. Der Mann war schwer verletzt, aber bei Bewusstsein, was ihn in Panik verfielen ließ und er mit seinen Gliedmaßen um sich schlug. Die Gefahr das weiter Minen in der Umgebung durch sein Agonie explodierten war groß und so kroch der verletzte Schwarzkopf zu dem verwundeten Soldaten und nahm ihn, wie es als Ringer in West Point schon so oft bei seinen Gegnern im Ring getan hat, in einen Haltegriff bzw. wandte die "Pinning"-Technik an. So blieb der Soldat ruhig und ein anderer konnte gleichzeitig eine Schiene an das zerschmetterte Bein anlegen. Dabei starben drei weitere Männer, weil die Minen dicht gestaffelt lagen und man immer wieder jemanden durch Explosionen verlor. Schwarzkopf konnte seine Männer durch aus dem Minenfeld führen, indem er die Standorte der Minen mit Rasierschaum markieren ließ. So konnte der Trupp einen Korridor aus dem Minenfeld markieren und der Kommandeur seine Männer dort herausführen. Für die Leistung wurde ihm der dritte Silver Star für seine Tapferkeit verliehen. Neben weiteren Auszeichnungen dieser Art, vor allem für den Einsatz unter Feindbeschuss und das Eingehen von Risikien für das Leben seiner Soldaten, wurde er immer wieder ausgezeichnet. Sein Ruf als Kommando, der für seine Männer da ist, ist seitdem ungebrochen. Neben seiner Fürsorglichkeit war er dennoch ein als Schleifer gefürchtet. Ganz nach dem Motto: "Jeder Tropfen Schweiß spart Blut in der Schlacht", setzte Schwarzkopf seine strengen Regeln durch. Dabei wollte er nur das Beste für seine Soldaten, vor allem aber ihr Überleben: "Wenn Sie in diesem Flugzeug nach Hause gehen, wenn das letzte, was Sie über mich denken ist "Ich hasse diesen son of a bitch ", dann ist das gut, weil Sie lebend nach Hause gehen."

 

 


Militärzeit II

 
Laufbahn (Militär) - Stabsdienst
Stab von Major General Mabry
Mitarbeiter
(Beförderung zum Lt. Colonel)
1. Bataillon, 6. Infanterie 198. Infanterie-Brigade
Bataillonskommandeur
Generalstab des Heeres
(Pentagon)
Stabsdienst
US-Streitkräfte
in Alaska
stellvertretender
Kommandeur
Fort Lewis, Washington
Brigadekommandeur

 

Sein Ruf, seine Kampferfahrung und seine Auszeichnungen, ließen seinen Stern nach Vietnam unaufhaltsam steigen. So besuchte er nach Vietnam das US Army War College in Carlisle Barracks, Pennsylvania, wurde in der Armeeführung ausgebildet und entwickelte selbst, auf seine Erfahrungen basierend, eigene Strategien für diese neue Art des Krieges. Es war nur eine Frage der Zeit, bis man diesen erfahrenden Mann in den Generalstab des Heeres beorderte. So diente er im Pentagon, wurde stellvertretender Kommandeur der US-Streitkräfte Alaska unter Brigadier General Willard Latham, und diente als Brigadekommandeur in Fort Lewis, Washington. Er durchlief damit eine Musterkarriere nach Vietnam, mit den wichtigsten Militärposten in den USA, Erfahrungen als Kommandeur größerer Einheiten und auch weiteren Bewährungsproben im Ausland. Die erfolgreiche Absolvierung dieser Stationen war sein Weg zum ersten Stern und so kam die Beförderung zum Brigadegeneral mehr als planmäßig. Mit dem silbernen Stern auf den Schultern, ging es für zwei Jahren zum US Pacific Command, als Operationsoffizier des Stabes. Wobei ihm im Anschluss sofort eine Stelle als Logistikoffizier auf Divisionsebene angeboten wurde. Nach der Stelle beim 8. mechanisierten Division, kam für ihn ein weitere Ruf nach Deutschland und die Stelle als Kommandant des Army Stützpunktes in Mainz konnte er nicht ausschlagen. Während dieser Zeit war er für die Sicherheit während des Papstbesuches verantwortlich und konnte weiterhin Einsatzerfahrung ganz anderer Art gewinnen. Er hatte zu diesem Zeitpunkt eine Dienstakte, die mit nur wenigen anderen Generälen zu vergleichen war. Er hatte weit mehr Auslands-, Front- und Kampferfahrung als die meisten Offiziere in seiner Position.

 

 

 

Er heiratete am 6. Juli 1968 Brenda Holsingerund bekam in den folgenden Jahren mit ihr drei Kinder: Cynthia, Jessica und Christian.
Es war also nur natürlich, dass ihm schon bald der zweite Stern des Major General angetragen wurde und er nun das Kommando über die 24. Panzergrenadierdivision, bei Fort Stewart, Georgia bekam. Eigentlich wäre der Weg Schwarzkopf nun frei gewesen, nach einem längeren Kommandopostens einer Division, im Pentagon Stabskarriere zu machen. Doch es sollte anders kommen, denn ein Putsch auf der kleinen Karibikinsel Grenada, mit kubanischer Unterstützung, führte zu einer Situation, die die CIA als höchst kritisch für die Stabilität in Zentralamerika einstufte. Es wurde vor allem ein Umsturz befürchtet, durch Kuba und andere südamerikanische Länder angefacht, was zu einer Gefährdung amerikanischer Staatsbürger führen könnte.

 


(Von Links: Presidential Medal of Freedom / Knight Commander in der Military Division of Most Herrn Order of the Bath (ehrenamtlich))

 

Der Präsident und das Pentagon beschlossen daraufhin einzugreifen und ließen eine Invasion planen. Die amphibische Landung war eigentlich der Kommandogewalt eines Admirals unterstellt, der aber faktisch nach dem Ablegen der Boote nicht mehr viel mit der Front zu tun hatte. Also brauchte man einen fähigen und erfahrenden Offizier für die anlandenden Bodentruppen. Es empfiehl sich eigentlich nur Mann, der die Seniorität, den Rang und die Erfahrung dafür hat - Major General Schwarzkopf. Sein Wort fand Gehör und er führte die Bodentruppen nach Grenada. Er wurde gleichzeitig der stellvertretender Kommandeur der Joint Task Force Grenada und absolvierte sein erstes übergreifendes Frontkommando mit Bravour. Mag die ganze Aktion schwieriger als erwartet verlaufen sein, war das Resultat dennoch vorzeigbar und entsprach den gewünschten Resultat. Alle Amerikaner kamen zurück nach Hause und ein General Schwarzkopf hatte nun den nötigen politischen Rückhalt, um eine Karriere anzustreben, die mindestens 3 Sterne für ihn vorzieht.

 


(Schwarzkopf mit General Colin Powell, der mit seinen Vier Sternen zum Außenminister wurde)

 

"He is neither a strategist nor is he schooled in the operational arts, nor is he a tactician, nor is he a general. Other than that he's a great military man."
(General Norman Schwarzkopf)

 


 
Laufbahn (Militär) - General
US Pacific Command

Operationsoffizier (J3)
(Beförderung zum Brigadegeneral)
8. mechanisierten Division
Assistent des Divisionskommandeur
(Logistik)
Mainz, Bundesrepublik Deutschland
Standortkommandant
24. Panzergrenadierdivision Fort Stewart, Georgia
Kommandeur
(Beförderung zum Major General)
Invasion Grenada
Kommando über
die US-Bodentruppen
Joint Task Force Grenada
stellvertretender Kommandeur
Washington
(Pentagon)
Assistent von Generalleutnant Carl Vuono
(Deputy Chief of Staff Operations)
1984
I. Korps in Fort Lewis
Kommandierender General 1986
(Beförderung zum Lt.General)
Washington
(Pentagon)
Assistent Deputy Chief
(General Vuono)



So kehrte Schwarzkopf 1984 als geprüfter Schlachtenlenker nach Washington zurück und versah seinen Dienst als Assistent von Lt. General Carl Vuono (Deputy Chief of Staff für Operation) im Pentagon. Schon 2 Jahre später wurde Schwarzkopf zum Lt. General befördert und konnte nach Fort Lewis, der Station vor Grenada zurückkehren, doch diesmal als Kommandierender General des I. Korps. Er behielt dieses Kommando nicht allzu lange, nur ein Jahr, denn sein Weg war nun vorbestimmt und der 3 Sterne Generaldem Präsidenten dienen. So fand er sich schon bald in Washington wieder, als Deputy Chief unter General Vuono, der jetzt 4 General bzw. General of the Army war und zuständig für Training und Doktrin, das Zepter im Pentagon in der Hand hielt. Vuono wird später Stabschef der Armee und Schwarzkopf für höhere Aufgaben berufen.
Man suchte einen Mann mit Erfahrungen im Kampf, Stab und Kommando, der gleichsam einen regionalen Bezug hatte. So bekam Schwarzkopf, auch als politischer General mittlerweile im Spiel, das Amt Commander-in-Chief des US Central Command. In dieser Rolle konnte er nun alle seine Erfahrungen ausleben. Er setzte sein politisches Kapital geschickt ein und Nutze seine Erfahrungen aus dem ersten Medienkrieg in Vietnam geschickt für sich. In Tampa, Florida auf der MacDill Air Force Base, wartete nicht nur ein neues Kommando auf ihn, ein Kommando was in den folgenden 20 Jahren das wohl wichtigste und einflussreichste des Militär werden wird, sondern auch 4 Sterne.


Golfkrieg

“War is a profane thing.”
(General N. Schwarzkopf jr.)

 

Man wollte nicht von ungefähr einen erfahrenden Kommandeur auf diesem Posten, denn nicht nur das Öl im Nahen Osten wird für die USA immer wichtiger, auch muss man sich Gedanken um die Absicherung dieser wichtigsten Ressource machen. In seiner Eigenschaft als Kommandant, bereitet Schwarzkopf einen detaillierten Plan für die Verteidigung der Ölfelder am Persischen Golf gegen eine hypothetische Invasion durch den Irak vor.

 


(Bei einer Truppenbesichtigung 1991 im besetzten Irak mit Präsident Bush sen.)

 

Dieser Irak-Plan dien als Grundlage des USCENTCOM Kriegsspiel von 1990 und als Masterplan für die Ereignisse des Jahren 1990/91. Der Einmarsch Saddams in Kuwait, lässt Schwarzkopf vom Theoretiker zum Schlachtenlenker eines modernen Krieges werden. Mit allerneuster und teilweise bis dato geheimer Technologie, wie die des Tarnkappenbombers, wird Schwarzkopfs Plan, in den Operationen Desert Shield und Desert Storm, praktisch umgesetzt. Zusammen mit Lt. General Cal Waller, wird die Strategie des "linken Hakens" ersonnen. Dieser Einsatz neuster Technologie, großen Truppenverbänden und angepasste Strategie sollten die US-Truppen in den Irak bringen, indem sie die irakischen Truppen umgingen. Er umging damit die Stellungen Saddams Truppen, ließ jedwede Gegenmaßnahme durch Luftangriffe im Keim ersticken und marschierte "stürmend" durch die Wüste in den Irak ein. So war der Bodenkrieg nach nur vier Tagen vorbei. Schwarzkopf war während der Operation Medial sehr präsent, gab Pressekonferenzen und bekam so den Spitznamen Stormin' Norman (dt. etwa „stürmender Norman“).

 


(Teil 2 / Teil 3 / Teil 4 / Teil 5 / Teil 6)

 

Die irakischen Truppen konnten schlichtweg nichts gegen diese Übermacht machen und die Doktrin der Luftüberlegenheit hat den Bodentruppen eine fast kampflose Einnahme ermöglicht. Man verglich Schwarzkopf, auch wegen seiner deutschen Herkunft, damals gern mit Rommel. Die Militärgeschichte mag gewisse Parallelen in Rommel in Frankreich finden, dennoch ist dieser Vergleich nicht angebracht.
Nach dem Zweiten Golfkrieg wurde er zum Ehrensoldat der französischen Fremdenlegion (Caporal honoraire de la Légion étrangère) ernannt und ist damit der einzige US-Amerikaner, der so geehrt wurde.

 


 
Laufbahn (Militär) - Golfkrieg
US Central Command, MacDill Air Force Base Tampa, Florida
Commander-in-Chief (Beförderung zum General) 1988-91
Operation Desert Shield
Oberster Kommandeur
Operation Desert Storm
Oberster Kommandeur
Washington
(Pentagon)

militärischer Analyst (Operation Iraqi Freedom)
Multiple Myeloma
Research Foundation
ehrenamtliches
Vorstandsmitglied

Ruhestand

Schwarzkopf verließ im August 1991 den aktiven Dienst. Er kann auf seine bewegte und auch ruhmreiche Karriere als Offizier zurückschauen. Ihn als Kriegshelden zu feiern, mag zwar auf den Vietnamkrieg zutreffen, doch im Golfkrieg war es weniger seine taktische Überlegenheit, sondern die schiere Überlegenheit des amerikanischen Streitkräfte, die auf eine moralische gebrochene irakische Armee trafen. Diese Armee, demoralisiert durch die Angriffe von Flugzeugen, die ihre Radar nicht wahrnehmen kann und getroffen von Flugkörpern, die von maritimen Festungen im Golf abgeschossen wurden. Es arbeiteten hier die Streitkräfte bzw. ihre Waffengattungen zusammen und schlugen einen nicht mal ansatzweise ebenbürtigen Feind. Der Vergleich mit anderen Generälen der Geschichte hinkt also, denn Rommel hatte es von vornherein mit einem schwierigen Posten in Afrika zu tun und die Generäle wie Patton oder Douglas MacArthur , hatten andere Schlachten zu schlagen. Ein Grenada oder ein erste Golfkrieg reichen da nicht heran.
 

 

 

"You learn far more from negative leadership than from positive leadership. Because you learn how not to do it. And, therefore, you learn how to do it."
(General Norman Schwarzkopf)

 

Er war der erste General, der die Medien für sich nutze, der Erfolge im militärischen wie im medialen ausnutze und sich durch politisches Kapital wie militärisches Geschick hocharbeitete. Die Zitate seines Lebens sprechen eher für einen Pragmatiker als für ein militärisches Genie. Seine, kurz nach seinem Abschied aus der Armee, geschriebene, Autobiographie: "It Doesn't Take a Hero" - "Es braucht keinen Helden", wurde 1992 veröffentlicht und war ein Bestseller. Es gab einige Spekulationen in der Folge des Golfkriegs, dass er für ein politisches Amt kandidieren könne, aber er tat es nicht. Man bat ihm auch die Position des Stabschef der Armee der Vereinigten Staaten, aber er lehnte ab. Im Nachhinein hat er Präsident George W. Bush unterstützt, ist Republikaner und steht bis heute für den Kampf gegen den Terrorismus ein. Trotz allem kritisierte Schwarzkopf den Irak-Krieg von Verteidigungsminister wurde Donald Rumsfeld.
Eine besondere Homage wurde dem Mediengeneral von Madonna zuteil, die während der 1990er Oscar-Verleihung (25. März 1991) in Los Angeles, den Song Sooner Or Later (I Always Get My Man) mit der eingeügten Zeile: "Talk to me General Schwarzkopf ..." den General ehrten. Einen besonderen erhält diese Ehrung durch die Musik, weil ebenso Marilyn Monroe eine ähnliche Aufwartung gegenüber General Dwight D. Eisenhower in aller Öffentlichkeit machte.

 


(Die Congressional Gold Medal für General Norman Schwarzkopf,eine Auszeichnung verliehen durch den Congress und mit der Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung in den Vereinigten Staaten. Die Dekoration ist dabei auf die Person extra zugeschnitten bzw. angepasst und seine herausragende Taten oder Handlung im Dienst für die Vereinigten Staaten somit extra herausgehoben.)

 

 



Er war kein Politiker, dafür fehlte ihm das Feingefühl, aber das Militärische lag ihm in Blut. Noch im Ruhestand hat Schwarzkopf als militärischer Analyst für Pentagon gearbeitet, zuletzt für die Operation Iraqi Freedom. Er war der 20. National Security Advisor der Vereinigten Staaten (2001-2009).
Die Diagnose Prostatakrebs war für den robusten ehemaligen Footballspieler ein Schock Bewusstsein. Die Krankheit wurde erfolgreich behandelt. Er ist ein ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Multiple Myeloma Research Foundation. Er kümmert sich sehr um Wohltätigkeitsorganisationen und Community-Aktivitäten. Außerdem versucht das Bewusstsein für seine überstandene Krankheit wach zu halten. Er besitzt Anteile an großen Firmen, berät diese auch.
Am 4. Mai 2008 war Schwarzkopf in New Jersey Hall of Fame aufgenommen. Er ist auch ein ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Multiple Myeloma Research Foundation . Schwarzkopf lebt derzeit in Florida.


 

Einleitung

Robert L. Howard
Träger der Medal of Honor
Einer der am höchsten dekorierten Soldaten in der Geschichte US Streitkräfte

 

Robert L. Howard hat während seiner Dienstzeit mehr Auszeichnungen bekommen als die meisten anderen Soldaten vor ihm in der Geschichte der US Streitkräfte. Seine diversen Einsätze in den Special Forces während des Korea und Vietnam Krieges, machten ihn zu einer Legender innerhalb dieser Eliteeinheit. Ihm wurden diverse Tapferkeitsauszeichnungen verliehen, die meisten davon sogar mehrmals. Darunter auch die Medal of Honor, die er zwar nur einmal bekam, aber insgesamt 3mal für diese höchste Ehrung des Kongresses für Tapferkeit vorgeschlagen wurde, jeweils aus unterschiedlichen Anlässen und Taten auf dem Schlachtfeld. Es ist nur wenig über diesen Mann bekannt, die meisten seiner Einsätze sind bis heute Verschlusssache und dennoch ist er einer der höchst geachtetsten Veteranen des US Militärs.

 Links: French Parachutist Badge über dem Air Assault Badge / Darunter die Unit awards: Oben die Presidential Unit Citation mit Eichlaub und daneben die Meritorious Unit Commendation, darunter von links die Navy Unit Commendation, Republic of Vietnam Cross of Gallantry Unit Citation und Vietnam Civil Actions Unit Citation

Mitte: Oben Combat Infantryman Badge und darunter das Aircrew Badge / Ordensband von oben links die Medal of Honor, das Distinguished Service Cross mit einfachen Eichenlaub, der Silver Star, der Legion of Merit mit dreifachen Eichenlaub, der Bronze Star mit dreifachen Eichenlaub und Valor (Tapferkeit), das Verwundetenabzeichen Purple Heart mit siebenfachen Eichenlaub, die Meritorious Service Medal mit zweifachen Eichenlaub, die Air Medal mit dreifachen Eichenlaub und Valor Abzeichen, Joint Service Commendation und Army mit insgesamt sechsfachen Eichenlaub und Valor Abzeichen, Joint Service Achievement Medal und Army Achievement Medal, Vietnamesische (Republik) Ehrenkreuz mit Gold, Silber und Bronze Stern, die Vietnamesische (Republik) Verwundeten Medaille, die Vietnamesische (Republik) Militärverdienstmedaille erster Klasse, die Vietnamesische (Republik) Verdienstmedaille erster Klasse, die US Army Verdientsmedaille mit vierfachen Eichenlaub, der (Süd)koreanische nationale Verdienstorden zweiter Klasse, National Defense Service Medal, Armed Forces Expeditionary Medal mit drei weiteren Einsatzsternen, die Vietnam Service Medal mit drei weiteren Einsatzsternen, NCO Professional Development Ribbon mit zweifachen Eichenlaub, Army Service Ribbon, die Vietnamesische (Republik) Stabseinsatzmedaille zweiter Klasse, Army Overseas Service Ribbon, Armed Forces Reserve Medal und Vietnamesische (Republik) Einsatzmedaille (Jahreszahl 1960) / Darunter von Links Master Parachutist Badge, Pathfinder Badge und Expert Marksmanship Badge mit zwei speziellen Qualifizierungen

Rechts: Von oben Rangabzeichen eines Colonel Ausgehanzug, Special Forces Tab, Ranger Tab, Airborne US Army Special Forces Tab

Karriere



Robert L. Howard wuchs in Opelika, Alabama auf, ging dort zur Schule und entschied sich schon früh für eine Karriere im US Militär. Dieser Weg schien aufgrund seiner Familientradition vorgegeben zu sein. Sein Vater und seine vier Onkel waren alles Fallschirmjäger im Zweiten Weltkrieg. Sie gehörten zu einer neu geschaffenen Elite innerhalb des US Militärs, welche nur für die gefährlichsten Missionen eingeteilt wurden. Aus seiner Familie kamen aber nur wenige aus diesem Krieg zurück, zwei der fünf Brüder fielen an der Front und die anderen drei erlagen nach dem Krieg den Folgen ihrer Verwundungen. In der Familie hat sich zu dieser Zeit eine Art Kriegerethik entwickelt, die sein Vater Bob Howard auch bei seinem Sohn förderte. Der Sohn wurde während der Abwesenheit des Vaters von der Mutter und seinen Großeltern unterstützt bzw. erzogen. Er arbeitete in seiner Jugend hart und schuftete mit seiner Schwester in der Baumwollindustrie Alabamas. Dabei nahm er sich auch die ausgesprochenen Umgangsformen dieses Bundesstaates an, eine altmodische Höflichkeit des Südens, bei der man vor jeder Dame den Hut zieht und ein "Ja, Ma'am" ganz automatisch über die Lippen rollt. Ein junger Mann des Südens, der sich wie die Männer der Familien ein tiefes Bewusstsein für Recht und Gerechtigkeit zu eigen gemacht hat. So trat er 1956, im Alter von 17 Jahren, in die US Army ein (bei Montgomery, Alabama) und verließ die Army erst nach 36 Jahren (29. September 1992) als hochdekorierter Colonel wieder. Den Kriegerethos nahm er mit und setzte fortan alles daran seine Missionen zu erfüllen, Befehle auszuführen und für andere Menschen sein eigenes Schicksal hinten an zu stellen. Diese Einstellung förderte eine Einheit in den US Streitkräften besonders, die 101. Luftlandedivision. In dieser Einheit begann der Weg des jungen Robert Lewis Howard.
 


 
Personendaten

  
Name : Robert Lewis Howard
Geboren : 11. Juli 1939 in Opelika, Alabama
Verwundet : Diverse Verwundungen:
ca. 20 mal verwundet
8 mal Purple Heart
Gestorben : 23. Dezember 2009 in Waco, Texas
Rang : Colonel (Special Forces)
Einheit : Diverse Einheiten:
Army Special Forces
MACV-SOG
Special Operations Command Korea
Höchste Auszeichnung : Medal of Honor (Dreifache Nominierung aus unterschiedlichen Gründen)

 

Howard ging entschlossen sein Weg als Unteroffizier bei den Fallschirmjägern, und machte dabei die neu geschaffenen Spezialkommandos der US Army auf sich aufmerksam. Die brauchten Leute wie Sergeant Howard, der körperlich fit, groß, breitschultrig, solide wie ein Holzfäller und geistig tauglich war. Er soll einen imposanten Eindruck gemacht haben, aufrecht in seiner grünen Uniform. So kamen die Special Forces (Green Berets) auf ihn zu und verpflichteten ihn für den Einsatz in den sogenannten Recon Companies für Kommandoeinsätze. Dies sind streng geheime Einheiten, die man vor allem im gerade erst entflammten Vietnamkrieg für Dschungeleinsätze brauchte. Im Dschungel von Vietnam waren Frontlinien nicht immer klar auszumachen und der Feind war geschult in einer Kriegsführung, die nichts mit der des Zweiten Weltkriegs zu tun hatte. Ein Guerillakrieg in der grünen Hölle von Vietnam brauchte dafür geeignete Soldaten, die verdeckte Missionen hinter den feindlichen Linien durchführen konnten. Diese Military Assistance Command, Vietnam – Studies and Observation Group (MACV-SOG), wurde daraufhin für Rettungsmissionen, Aufklärung, verdeckte Angriffe und Störungen der feindlichen Nachschublinien (Ho-Chi-Minh-Pfad) eingesetzt. Sie wurden in (Nord) Vietnam, Laos und Kambodscha unter höchster Geheimhaltung für Missionen eingeteilt. So führte Howards Weg insgesamt fünfmal nach Vietnam, wo er als Teil der Special Operations Group eingesetzt wurde. Er diente dabei als Unteroffizier in einem ca. 60 Mann großen Kommandotrupp, der bis heute von Legenden und Heldenmythos umwölkt ist.

 

 

Für das MACV-SOG qualifizierte sich Howard im Jahr 1965, wo er während eines Einsatzes von einer Kugel getroffen wird, welche ihm im Gesicht schwer verwundete. Während er sich in einem Krankenhaus erholte, wurde er von einem Special Forces Soldaten besucht und rekrutiert. Sie baten ihm an bei den Green Berets seinen Dienst zu leisten.

 


MACV-SOG Einheitsemblem (inoffiziell) des MACV-SOG. Es zeigt den Totenkopf mit dem grünen Barett und die Flügel für Luftlande- und Luftunterstützende Operationen sowie den Anker für maritime Operationsfähigkeit.

 


 
Militärkarriere
Eintritt ins Militär : 20. Juli 1956
Ruhestand : 30. September 1992 (Colonel)
 
Dienststellen
82d und 101st Airborne Division
2d Ranger Battalion
3d, 5th, and 6th Special Forces Group
MACV SOG
5th Infantry Division
7th Corps, XVIII Airborne Corps
 
Kommandos
Kommandant der Reconnaissance Company (MACV SOG in Vietnam)
Kommandant einer Ranger Company in Fort Benning, Georgia
(2d Ranger Battalion)
Kommandant Kelly Barracks in Stuttgart, Deutschland
Executive Officer des 2d Ranger Battalion und des Mountain Ranger Camp.
Ausbilder der Military Airborne, Ranger, und Pathfinder in der Infantry School, wie auch Kommandotaktiken der Green Berets
Ausbilder am General Staff College, Special Operations und Special Forces am Special Warfare Center
Stabsoffizier XVIII Airborne Corps (G3), Combined Forces Command/
Eighth United
States Army, Korea (C3, J3, G3)
 
Ausbildung
Militärausbildung in der Infantry School und später Special Forces
Offizierslehrgang am Special Warfare Center und Command and General Staff
College in Fort Leavenworth, später dann Studium am National War College
in Washington, D.C.
Abschlüsse
Mit Auszeichnung belegt den Ranger Kurs, Pathfinder Kurs und die Parachute Rigger School
Infantryman's Trophy als herausragender Infanterie Offizier
(Klasse von 1979-1980)
Studienabschluss am National War College
(Klasse von 1987-1988)
Besondere militärische Auszeichnungen
Outstanding Youngman of America award 1970, 1971
Military Hall of Fame
Military Hall of Fame, Veterans of Foreign Wars, State of Alabama in 1973
Zum Colonel auf Lebenszeit der Alabama State Militia, State
of Alabama durch Governor George Wallace 1976


Call of Duty



Robert L. Howard hat während seiner Dienstzeit in Vietnam, insgesamt 54 Monate, 14-mal eine Verwundung im Felde bzw. während des Kampfeinsatzes erlitten. Für diesen Einsatz von Leib und Leben, erhielt er acht Purple Hearts (einzigartig in der Geschichte des US Militärs). Während seiner Dienstzeit bei den Special Force wurde er zum höchst dekoriertem amerikanischen Soldaten im Vietnamkrieg und während seiner gesamten Laufbahn sogar seit dem Zweiten Weltkrieg. Als Sergeant First Class der US Army, im Verband des Special Services, hat er ca. 250 Feinde im Kampf getötet und war auf diversen geheimen Einsätzen hinter den Linien des Feindes zu Gange. So bekam er für einen dieser Einsätze auch die Medal of Honor, die höchste Auszeichnung für Tapferkeit der US Streitkräfte, welche als Ordensband vor allen anderen getragen wird. Als Unteroffizier der Military Assistance Command, Vietnam - Studies and Observations Group (SOG-MACV), wurde Howard insgesamt drei Mal für die Medal of Honor vorgeschlagen, auch dies ist einmalig in der Geschichte des US Militärs. Umso beeindruckender wird dieser Fakt, als das Howard alle drei Nominierungen, für drei verschiedene Gelegenheiten, innerhalb von 13 Monaten erhielt (1967-1968). Die ersten beiden Empfehlungen wurden zu einem Silver Star und zum Distinguished Service Cross heruntergestuft, der Grund hierfür war der geheime Status des Einsatzes gewesen. Die Einsätze waren verdeckter Art und durften als Black Operations nicht der Öffentlichkeit bekannt werden. Die Verleihungen finden bis heute jeweils durch den Präsidenten statt, welche die Verleihung auch offiziell bekannt gibt bzw. diese live im Fernsehen übertragen wird. In den Verleihungsbestimmungen wird außerdem aufgeführt, dass die Art und die Besonderheit der Tat im Einsatz beschrieben bzw. offiziell bekannt gemacht wird, was in diesen Fällen ebenfalls nicht möglich war. Erst die letzte Nominierung des Sergeant First Class, bei dem er sein Leben bei einer Rettungsaktion in Kambodscha riskierte (30. Dezember 1968), führte zur Verleihung der Medal of Honor. Dabei wäre es noch einige Jahrzehnte vorher wahrscheinlich sogar zu einer mehrfach Verleihung der Medal of Honor im Falle von Howard gekommen. Durch ein Gesetz vom 9. Juli 1918, darf keine Person mehr als einmal Medal of Honor erhalten. Zuvor gab es 19 Doppel-Auszeichnungen der Medaille, wobei die Bestimmungen für die zweiten aufeinander folgenden Auszeichnungen heruntergestuft wurden.
 

 

Eine der Taten, die zur ersten Nominierung Howards führte, war eine Mission im Südosten von Laos am 16. November 1967. Er konnte bei diesem Einsatz, mit seinem stark geschwächten Trupp, einen feindlichen Stützpunkt bzw. Versteck erobern. Das Team wurde dabei unter schweres Maschinengewehrfeuer genommen, welches Howard im Alleingang neutralisierte und eine zweite Maschinengewehrstellung durch eine Handgranate aus kürzester Entfernung ausschaltete. Im Verlaufe des Einsatzes kann Howard, durch außerordentlichen Mut, den Erfolg sichern. Die zweite Nominierung brachte ihn ein Einsatz mit einem Platoon in Laos ein, welches nach vier Tagen, am 19. November 1968, von vietnamesischen Truppen, unter anderem bewaffnet mit einem PT-76 Panzer sowjetischer Bauart, in einen Hinterhalt gelockt wurde. Howard erledigte den Panzer durch den Abschuss einer leichten Anti-Panzer-Waffe aus ungeschützter Position. Er wurde während des Einsatzes verwundet, und schaffte es sogar noch die Crew eines Medivac Hubschrauber zu retten. Dafür musste er über 300 Yards durch nordvietnamesisches Feindfeuer gehen, konnte aber die beiden Piloten und den verwundeten Bordschütze in Sicherheit bringen. Er wurde dabei erneut verwundet, diesmal durch eine Granate, die 14 Splitter in seinem Körper zurückließ. Die Extraktion des Zuges wurde bis zum nächsten Morgen durch schweres nordvietnamesisches Flak-Feuer verhindert. Das Flak-Geschütz, welche eine Landung durch Hubschrauber verhinderte, wurde vor der Abholung von Howard ausgeschaltet.

 


Teil 2 / Teil 3

 

Es wäre also sehr wahrscheinlich gewesen, dass Howard als zweifacher Medal of Honor Träger am 30. Dezember 1968 in den Einsatz in Kambodscha gegangen. Es wurde bei diesem Einsatz nach einem vermissten amerikanischen Soldaten namens Robert Scherdin gesucht. Howard erfuhr erst nach diesem Einsatz über das „Frontradio“ von der Ehrung und auch das während er unter feindlichem Feuer stand. Für seine Verwundung während des Einsatzes am 30. Dezember bekam er außerdem sein achtes Purple Heart. Der schon zum Master Sergeant beförderte Howard, wurde mit der Medal of Honor direkt zum 1st Lieutenant befördert. (offizielle Verleihung 1969, Verleihung durch den Präsidenten Nixon 1971)

 

 

An diesem 30. Dezember 1968 ging Sgt. 1st Class Robert Howard auf eine gemeinsame Patrouille (40 Mann) der US-und südvietnamesischen Truppen und wurde von mehreren hundert nordvietnamesischen Soldaten angegriffen. Eine Granate (oder Claymore) ging direkt neben ihm hoch und Howard verlor sein Bewusstsein. Als er wieder erwachte war sein Körper übersät mit Splitterwunden und sofort fand sich Howard wieder in Bedrängnis von feindlichen Soldaten. Durch die Granate immer noch schwer irritiert, kann er einen auf seinen kommandierenden Offizier zustürmenden feindlichen Soldaten, der einen Flammenwerfer auf diesen richtete, mit einem gezielten Granatwurf außer Gefecht setzen und somit seinen Vorgesetzten retten. In den folgenden Minuten erschießt Howard mehrere Feinde mit seiner Pistole, muss dann verwundet die Position wechseln und sich verschanzen, dabei erleidet er eine weitere Schussverletzung am Fuß. Währenddessen beschützt der seinen Vorgesetzten auch weiterhin, zieht ihn immer mit sich und nimmt eine Position schützend vor ihm ein. Dadurch wird er zur Zielscheibe und eine zweite Explosion verwundet ihn wiederum. Die Patronentasche seines Leutnants wurde dabei getroffen und explodierte. Vor allem seine Hände wurde dabei in Mitleidenschaft gezogen und das Halten der Pistole muss für Howard eine Qual gewesen sein. Durch seine Verletzung am Fuß war er zudem nicht mehr Gehfähig, kann aber dennoch seinen Trupp organisieren und eine defensive Position aufbauen. Was nun folgte sind 2 Tage härtester Kämpfe und zahlreicher Angriffe des Vietkongs, die Howards Trupp abwehren kann, wobei er selbst durch die Reihen kriecht, von einem Mann zum nächsten, den Verwundeten, Kämpfenden und Sterbenden durch Zurufe bzw. Zuspruch aufmuntert. Nur so gelingt es die Gegner abzuwehren und zu überleben. Trotz der zahlreichen Verwundungen, starkem Gegenangriffen und Unterstützung von anderen verwundeten Kameraden, war er der letzte Mann, der den Hubschrauber bestieg – somit erfüllte er alle Statuten der Medal of Honor mit Bravour.

 

 

"The day that President Nixon draped the Medal of Honor's pale blue ribbon around Howard's neck, I sat before the TV in my parents' living room watching the evening news. Coming on top of his previous decorations - the Distinguished Service Cross and multiple Silver and Bronze Stars, plus eight Purple Hearts - Howard's combat awards exceeded those of Audie Murphy, America's legendary World War II hero, until then our most highly decorated serviceman. At last, Howard would get his due. I flipped station to station, but not one of the networks - not CBS or NBC or ABC - could find ten seconds to mention Captain Robert Howard or his indomitable courage. I found nothing about him in the newspapers. Twisted by the antiwar politics of that era, many in the media believed that to recognize a heroic act was to glorify war. They simply chose not to cover the ceremony. It might as well not have happened."
John Plaster's, SECRET COMMANDOS Behind Enemy Lines with the Elite Warriors of SOG

Der Tag, an dem Präsident Nixon die Medal of Honor, das blasse blaue Band um den Hals von Howard hing, saß ich vor dem Fernseher in meinem elterlichen Wohnzimmer und sah die Abendnachrichten. Howard war mit dieser Auszeichnung auf dem Höhepunkt seiner bisherigen Karriere - das Distinguished Service Cross und mehrere Silber-und Bronze-Stars, plus acht Purple Hearts - Howards Kampf Auszeichnungen übertafen sogar die von Audie Murphy, Amerikas legendärem Helden des zweiten Weltkriegs, der bis dahin unsere höchst dekorierte Soldat war. Endlich würde Howard bekommen was ihm gebührt. Ich schalte durch die Fernsehsender, von Station zu Station, aber nicht ein Kanal - nicht CBS oder NBC oder ABC - sendete etwas über Captain Robert Howard oder seiner unbeugsamen Mut im Kampf. Ich fand nichts über ihn in den Zeitungen. Dies war auch der Anti-Kriegs-Politik der damaligen Zeit geschuldt, wo man glaubte, dass die Medien mit ihren Berichten, diese eine heroische Tat zu einer Verherrlichung des Krieg machen. Sie haben einfach entschieden, die Zeremonie nicht zu senden. Es könnte genauso gut nicht passiert sein.


Auszeichnung

The President of the United States in the name of The Congress takes pride in presenting the MEDAL OF HONOR to

FIRST LIEUTENANT
ROBERT L. HOWARD
UNITED STATES ARMY



or service as set forth in the following CITATION:


For conspicuous gallantry and intrepidity in action at the risk of his life above and beyond the call of duty. 1st Lt. Howard (then Sfc .), distinguished himself while serving as platoon sergeant of an American-Vietnamese platoon which was on a mission to rescue a missing American soldier in enemy controlled territory in the Republic of Vietnam. The platoon had left its helicopter landing zone and was moving out on its mission when it was attacked by an estimated 2-company force. During the initial engagement, 1st Lt. Howard was wounded and his weapon destroyed by a grenade explosion. 1st Lt. Howard saw his platoon leader had been wounded seriously and was exposed to fire. Although unable to walk, and weaponless, 1st Lt. Howard unhesitatingly crawled through a hail of fire to retrieve his wounded leader. As 1st Lt. Howard was administering first aid and removing the officer's equipment, an enemy bullet struck 1 of the ammunition pouches on the lieutenant's belt, detonating several magazines of ammunition. 1st Lt. Howard momentarily sought cover and then realizing that he must rejoin the platoon, which had been disorganized by the enemy attack, he again began dragging the seriously wounded officer toward the platoon area. Through his outstanding example of indomitable courage and bravery, 1st Lt. Howard was able to rally the platoon into an organized defense force. With complete disregard for his safety, 1st Lt. Howard crawled from position to position, administering first aid to the wounded, giving encouragement to the defenders and directing their fire on the encircling enemy. For 31⁄2 hours 1st Lt. Howard's small force and supporting aircraft successfully repulsed enemy attacks and finally were in sufficient control to permit the landing of rescue helicopters. 1st Lt. Howard personally supervised the loading of his men and did not leave the bullet-swept landing zone until all were aboard safely. 1st Lt. Howard's gallantry in action, his complete devotion to the welfare of his men at the risk of his life were in keeping with the highest traditions of the military service and reflect great credit on himself, his unit, and the U.S. Army.

Weiterer Lebensweg

Robert L. Howard war der letzte Medal of Honor Träger der Vietnam Special Forces im aktiven Dienst. Als er am 29. September 1992 in den Ruhestand ging, ließ er eine fast 50 jährige Dienstzeit für die Regierung, zwei Master-Abschlüsse der Central Michigan University und den Rang eines Colonel zurück. Im Ruhestand zog er sich nach San Antonio, Texas zurück und er verbrachte einen Großteil seiner Freizeit mit der Betreuung von Veteranen, was er bis zu seinem Tode weiterführte. Kurz vor seinem Tod übernahm er auch die Betreuung vor Ort, nahm regelmäßig an Reisen in den Irak teil und besuchte davor auch die Truppen in Afghanistan, Deutschland, Bosnien, Kosovo und anderswo. Das Department of Veterans Affairs stellte ihn sogar wieder in den Staatsdienst, welchen er bis zum Jahre 2006 beflissentlich wahrnahm. Neben seinen Veteranenbesuchen, war er Dauergast im Krankenhaus, wo er versuchte, durch viele Operationen, die Folgen seiner Verwundungen und deren verheerende Auswirkungen auszukurieren bzw. beheben zu lassen. Doch waren nicht die Folgen seiner Verwundungen der Grund für seinen Tod, sondern Bauchspeicheldrüsenkrebs. Er starb am 23. Dezember 2009 in einem Hospiz in Waco, Texas am, umgeben von seinen engsten Verwandten, vier Kindern und vier Enkelkinder. Sein Begräbnis fand auf dem Arlington National Cemetery am 22. Februar 2010 statt. Seine Beerdigung war ein großes Ereignis, zu dem sich auch viele Träger der Medal of Honor einfanden. Sein Grab wurde mit der Medal of Honor geschmückt und im Beisein der höchsten militärischen Würdeträger wurde der ehemalige Fallschirmspringer zu Grabe getragen.
 

Er wollte in glänzend polierten „Jump Boots“ begraben werden, ganz wie er gelebt hat. Damit verkörperte er das Dilemma seiner Zeit und seiner Medaille. Bis heute kennen ihn nur die wenigsten Amerikaner und das, obwohl er fast ebenso hoch dekoriert wurde wie ein Douglas McArthur. Er wurde nicht in der Öffentlichkeit herumgereicht, die Verleihung seiner Medal of Honor nicht im Fernsehen gezeigt und auch keine Parade zu seinen Ehren veranstaltet. Er gilt als der geheime und wohl ungewollte Held des Vietnamkriegs, nur wenige Bücher erwähnen seinen Namen und doch wird er in Kreisen der Special Forces als unsterbliche Legende gehandelt. Kein Film wurde zu seinen Ehren gedreht, doch sein markantes Äußeres verhalfen ihm zu zwei Hollywood Rollen, beide mit John Wayne. In den Dreharbeiten zu „der längste Tag“ war es ein Ausbilder der Green Berets und galt danach als militärisches Duplikat von Clint Eastwood, nur ohne Hollywood und Starallüren.

Portrait

David H. Petraeus

 

 

 

 

"Gemeinsam mit unseren afghanischen Partnern rammt eure Zähne in das Fleisch der Aufständischen und lasst nicht mehr los. Wenn die Extremisten kämpfen, lasst sie den Preis dafür zahlen. Findet und eliminiert diejenigen, die die Bevölkerung bedrohen. Lasst sie die Unschuldigen nicht einschüchtern. Nehmt das ganze Netzwerk ins Visier, nicht nur Einzelne."
(David Petraeus vor Offizieren der US Army bei seinem Antritt als neuer ISAF Oberbefehlshaber)

 

 

"If you don't want to have to kill or capture every bad guy in the country, you have to reintegrate those who are willing to be reconciled and become part of the solution instead of a continued part of the problem."
(David Petraeus)

 


Die Höchsten Orden von David Petraeus

(Von Links: Defense Distinguished Service Medal / Distinguished Service Medal / Defense Superior Service Medal / Legion of Merit / Defense Meritorious Service Medal / Meritorious Service Medal / Joint Service Commendation Medal / Army Commendation Medal / Joint Service Achievement Medal / Army Achievement Medal)

Einleitung

Wer ist David Howell Petraeus? In den USA ist er ein sehr populäre und prominenter Mann, vor allem seit seinen Auslandskommandos eine Person der Öffentlichkeit und Platz in den Medien. In Europa ist er allerdings weit weniger bekannt und seine Rolle in den modernen Kriegen, mit Schauplatz Naher Osten, nur unwesentlich in den Medien hervorgehoben. Dabei haben wir hier es nicht nur mit einem Vier Sterne General zu tun, dessen Brust eine Vielzahl Orden schmückt und er jetzt schon als der höchst dekorierteste Soldat der USA seit dem Zweiten Weltkrieg ist, sondern mit einem der einflussreichsten Militärpersonen unter Bush wie Obama.
 


 
US - Militärauszeichnungen

Defense Distinguished Service Medal 2x
Army Distinguished Service Medal 2x
Distinguished Service Medal
Defense Superior Service Medal mit Eichenlaub (2x)
Legion of Merit mit dreifachem Eichenlaub (4x)
Bronze Star mit Tapferkeitsauszeichnung
Defense Meritorious Service Medal
Meritorious Service Medal mit zweifachem Eichenlaub
NATO Meritorious Service Medal
Goldauszeichnung des Iraqi Order of the Date Palm
Superior Honor Award des US-Außenministeriums
Joint Service Achievement Medal
Army Achievement Medal

 

„Lehren für das Heer aus dem Vietnamkrieg“
(Wissenschaftliche Arbeit von David Petraeus zur Promotion an der Princeton University)

 

Einen General, der in allen Konflikten der USA im neuen Jahrtausend, mit Kommandogewalt ausgestattet, eine wichtige Rolle für die US Army spielte. Darüber hinaus führte er sogar das Kommando über Nato Truppen in Konfliktregionen und war ISAF Befehlshaber für die Truppen in Afghanistan und Irak. Einen Politiker, der aktuell designierter Chef der CIA, dem größten Geheimdienst der Welt, ist und durchaus Ambitionen auf das Präsidentenamt angemeldet hat. Einen Mann, der seit Jahren zu den höchsten Kreisen der amerikanischen Regierung Zugang hat, mit vielen Geheimnissen vertraut ist, Berater von 2 Präsidenten war bzw. auch unter Clinton bereits im Stab des Joint Chief of Staff zum engeren Mitarbeiterkreis des Präsidenten gehörte. Ein Absolvent der besten Bildungseinrichtungen des Landes, militärisch wie zivil, und mit den Abschlüssen PA und Ph.D. in den Fächern Internationale Beziehungen und Politik, wurde er sogar mit Auszeichnungen geehrt für seine wissenschaftlichen Leistungen geehrt.

 

 

„Surge Strategie - Counterinsurgency (Aufstandsbekämpfung)“
(Strategieentwicklung von Gen. David Petraeus als Lehren aus dem Abzug aus der irakischen Stadt Mosul - Feldhandbuch bzw. neue Richtlinien für die US Army zur„Aufstandsbekämpfung“
Lt.Gen. James N. Mattis / Lt.Gen. David Petraeus)

 

Full general David Howell Petraeus ist also mehr als nur Teil der amerikanischen Spitzenmilitärs, sondern auch ein mit allen Wassern gewaschener Politiker. Warum er als Person deshalb nicht nur für die Amerikaner so interessant ist, wird der vorliegender Beitrag zeigen.


Jugend/Ausbildung


(Wappen United States Military Academy in West Point)

 

Petraeus wurde am 7. November 1952, als Sohn von Miriam (geb. Howell), eine Bibliothekarin, und Sixtus Petraeus, einem Kapitän, in Cornwall on Hudson im Orange County (New York) geboren. Seine Mutter war Amerikanerin und sein Vater Niederländer, der ihm seinen heutigen, für Amerikaner schwer auszusprechenden Nachnahmen gab. Dieser ungewöhnliche Namen begleitete ihn während seiner Schullaufbahn als ständiger, meist unpraktischer, Begleiter und verschaffte ihm ein Sammelsurium von Spitznamen.
Petraeus ging anschließend auf United States Military Academy in West Point. Damit war sein Weg im amerikanischen Militär bereits vorgezeichnet, den Absolventen dieser Elitschule empfehlen sich bis heute für die höchsten Posten im Militär und die Mehrzahl aller Vier Sterne Generäle fingen dort als Kadetten ihre militärische Laufbahn an. Petraeus war ein mustergültiger Kadett, der durch wissenschaftliche, sportliche und soziale Leistungen zu beeindrucken verstand. Er spielte Fußball in West Point und war Mitglied des Ski-Teams. In der Hierarchie der Schule brachte er es bis zu einem Kadetten Kapitän im Brigadestab der Schule und legte damit den Grundstein für seine ausgezeichneten Beurteilungen. Seine Leistungen in den verschiedensten Bereichen, wurden durch seinen Abschluss mit Auszeichnungen (Top 50 der Klasse von 1974, genauer Rang 43.) noch gekrönt. Im Jahrbuch von Westpoint sticht er schon damals heraus.

 


(Petraeus als Kadetten Captian in West Point)

 

Seinen Einstieg ins Militärleben fand Petraeus als jungen Leutnant schnell und durch seine Heirat mit Holly Knowlton, ein Absolvent der Dickinson College und Tochter des Armeegeneral William A. Knowlton (Superintendent der Militärakademie West Point), waren erste Kontakte in die Welt der Spitzenmilitärs geknüpft. Sie haben eine Tochter und Sohn, Anne und Stephen Petraeus. Sein Sohn, Abschluss am MIT, nahm er persönlich den Amtseid bei seiner Aufnahme in die US Army ab. Wohnen tut die Familien in Springfield, New Hampshire , auf dem Anwesen der Familie seiner Frau.

 

 

 


 
Laufbahn (Bildung)
Cornwall Central High School
Abschluss
United States Military Academy
in West Point
Bachelor of Science mit Auszeichnung
Klasse 1974
US-Army Command
and
General Staff College
Auszeichnung
General George C. Marshall Preis
Klasse 1983
Woodrow Wilson School of Public
und internationale Angelegenheiten
der Princeton University
Abschluss:
MPA/1985
und
Abschluss:
Ph.D. International Relations / 1987
United States Military Academy
in West Point
Assistant Professor
of International Relations
Georgetown University
Dozent
St. Anselm College
Weiterbildung im Bereich Debatten
Politik/ Präsidentschaft


US Army I

David Petraeus ging den Weg eines Infanterieoffiziers der US Army, dabei fing er wie alle jungen Second Lieutenants ganz unten an. Nach seinen ersten Bewährungsproben als Zugführer, suchte er schnell die Verantwortung und stieg in der Organisation schnell auf. Er verstand sein Handwerk und empfahl sich so für einen Auslandseinsatz, der ihn nach Italien führte. Nach seiner Rückkehr stieg der die Karriereleiter schnell nach oben. Durch vorbildliche Leistungen und durchweg ausgezeichneten Beurteilungen seiner Vorgesetzten, nutze er jede Gelegenheit neue Aufgaben bzw. Posten anzunehmen. Seine Arbeit in der Organisation der jeweiligen Einheiten, ließen ihn zum Adjutanten des Kommandeurs der 24. US-Infanteriedivision werden, wobei dies nur die Vorstufe bzw. der erste Schritt in die Führungspositionen der Army ist. Hier sollte er ein Kommando erleben, beobachten und von seinem Kommandeur aus nächster Nähe lernen. Mit diesen Erfahrungen und vielen Vorschusslorbeeren, besuchte ab 1983 das ehrenwerte Command and General Staff College in Fort Leavenworth, Kansas, der Kaderschmiede für das amerikanische Offizierskorps. Die jungen Offiziere an dieser Akademie bekommen die Chance, das Stabshandwerk zu lernen und sich für kommende Aufgaben als Kommandeur vorzubereiten. Petraeus schloss als Bester seines Jahrganges ab und erwarb weiter Gratifikationen in Princeton.
 

 

Nach einem kurzen Intermezzo als Lehrling in der US Army, im Rang eines Lieutenant bzw. Captain, kehrte er nun als Major d.h. Stabsoffizier in Truppe zurück, bereit für erste Kommandoaufgaben. Doch es verschlug ihn nicht auf ein Fort bzw. eine Army Einheit in den USA, seine Leistungen qualifizierten ihn für höhere Aufgaben und so nahm er das Angebot, wieder ins Ausland zu dürfen, nur zu gerne an. In Belgien durfte er dann als frisch gebackener Stabsdienstler sogleich internationale Luft schnuppern und sich unter anderem bei 7. US-Armee in Deutschland einen Namen als Organisator machen.
Beeindruckt von seinen Leistungen, bot man ihm eine Stelle im Herzen des amerikanischen Militärs an, dem Chief of Staff of the Army in Washington (D.C.). Dort diente er wieder als Assitent und konnte nach nur wenigen Jahren in der US Army, neben dem Rang eines Lieutenant Colonel, bereits internationale Erfahrungen und Stabsdienst beim Führungskommando vorweisen. Dies befähigte ihm zu einem prestigeträchtigen Kommando bei der 101. US-Luftlandedivision. In dieser traditionsreichen und glorreichen Einheit, durchlief er die gesamte Kommandokette, vom einfachen Bataillonskommandeur, über den Posten als Direktor für Operationen, Planungen, Ausbildung und Mobilisierung (G-3) der Division, bis zum späteren Divisionskommandeur. Er wird dieser Einheit bis in die höchsten Ränge verbunden bleiben.

 


 
Laufbahn (Militär) - Offizier
West Point
Offizierspatent (Infanterie)
5. Juni 1974 (Second Lieutenant)
509. US-Luftlandebataillon
(Vicenza /Italien)
Zugführer eines Platoons sowie als Logistik- (S-4)
und Personaloffizier (S-1)
1975 - 1979 First Lieutenant (1976)
Beförderung zum Captain (1978)
2nd Battalion, 9th Infantry Regiment (Mechanized)
Kompanieführer und später Operationsoffizier (S-3)
1979-1981
24. US-Infanteriedivision
Adjutant des Kommandeurs
1981-1982
Command and General Staff College
verschiedene Lehrgänge
1982-1987
Beförderung zum Major
Supreme Allied Commander Europe
Supreme Headquarters Allied Powers Europe (SHAPE)
Belgien
militärischer Assistent
des Kommandeurs
1987-1988
2rd Bataillon, 30th US-Infanterieregiment
Operationsoffizier (S-3)
1988 - 1989
1rd Brigade, 3th US-Infanteriedivision
7. US-Armee (Deutschland)
Operationsoffizier (S-3)
1989

 

Neben einem Forschungsstipendium an der Georgetown University und weiteren Forschungen auf dem Gebiet der internationalen Politik, bekam Patraeus die Chance sich in er Operation zu bewähren. Nicht unter amerikanischer Flagge, sondern unter UN Mandat diente er als Operationschef auf Haiti während der Operation Uphold Democracy. Damit konnte er seinen ersten Einsatz für sich verbuchen, der ihm noch gefehlt hatte. Denn neben dem wissenschaftlichen Abschluss, den Erfahrungen als Truppenführer und im Stabsdienst - national wie international - hat der erste Einsatz im Ernstfall ihm die Türen zu "den Sternen" geöffnet. So wurde er am 1. September 1995, aufgrund dieses Einsatzes zum Colonel befördert und bekam das Kommando über die 1. Brigade der 82. US-Luftlandedivision in Fort Bragg, North Carolina. Doch der aufstrebende Offizier ging nicht ausschließlich durch die Etappe auf seinem Weg nach oben, sondern wurde zweimal im Dienst verwundet. Genau wie seine Soldaten, machte auch Patraeus die verschiedenste Lehrgänge und Übungen für seine respektablen Abzeichen durch. So wurde er 1991 bei einer realistischen Übung und 2000 bei einer harten Fallschirmlandung verletzt.

 


(General David Petraeus und sein Sohn Stephen Petraeus, dessen Einführung in die US Army der Vater vollzog)

 

"By any measure, the US-led surge has been little short of a triumph. The number of American military fatalities is reduced sharply, as is the carnage of Iraqi civilians, Baghdad as a city is functioning again, oil output is above where it stood in March 2003 but at a far stronger price per barrel and, the acid test, many of those who fled to Syria and Jordan are today returning home."
(Petraeus 2003, Todays Time)



Genau diese Qualitäten ließen Petraeus in den Augen seiner Vorgesetzen für die Führungspositionen ideal erscheinen. Er hatte ein absolut makellose Akte und alle Hürden wie Anforderungen als Stabsoffizier erfüllt. Der nächste Schritt musste einfach zwangsläufig der Generalsrang sein. Der Weg zu den Sternen auf den Schulterstücken führt in Amerika durch das bis heute größte zusammenhängende Gebäude der Welt - das Pentagon. Dorthin kehrte er im Juni 1997 wieder zurück und nahm eine Stelle im Joint Staff an, wobei auch diese Stelle nur ein Zwischenschritt war, denn im selben Jahr wurde er schon dem Joint Chiefs of Staff unterstellt. Seine Stabslaufbahn war damit fürs erste beendet, denn ein zukünftiger Oberbefehlshaber muss war allem Kommandos vorweisen können. Für Petraeus kam eigentlich nur Fort Bragg in Frage, wo er im Kommandostab der 82. US-Luftlandedivision diente, wie 1999 selbst eine Stelle als Kommandeur der Combined Joint Task Force Kuwait antrat.


Stabsdienst

 

Laufbahn (Militär) - Stabsdienst
Chief of Staff of the Army
Sekretär und ausführender Assistent des Stabschefs
1989 - 1991
3rd Battalion, 187th Infantry Regiment
Battalionskommandeur
1991 - 1993
Beförderung zum Lt. Colonel
3rd Battalion, 187th Infantry Regiment
Direktor für Operationen, Planungen, Ausbildung und Mobilisierung (G-3)
1993 - 1994
Operation Uphold Democracy (UN-Truppen auf Haiti)
Operationschef
Januar 1995
1st Brigade, 82nd Airborne Division
Brigadekommandeur
1995 - 1997
Beförderung zum Colonel
Chief of Staff of the Army
ausführender Assistent des Stabschefs
und dann Assistent
des Vorsitzenden
1997
101st Airborne Division (Air Assault)
assistierender Divisionskommandeur für Operationen
1999
Operation Desert Spring
Kommandeur der Combined Joint Task Force (Kuwait)
1999

 

Die Operation Desert Spring war seine Feuertaufe und aus dem Colonel wurde im Jahr 2000 der Brigadier General Petraeus. Er wurde im folgenden Stabschef des übergeordneten XVIII. US-Luftlandekorps, ebenfalls in Fort Bragg und wurde wieder, als verlässliche Mann, für einen Auslandseinsatz, als assistierender Stabschef für Operationen der SFOR, nach Sarajewo, Bosnien und Herzegowina gerufen. Dort war er maßgeblich an der Operation Joint Forge beteiligt. Als Kommandeur im Kampfeinsatz und zudem als zuverlässige Mann bekannt, wurde ihm zugleich der Posten als stellvertretender Kommandeur der US Joint Interagency Counter-Terrorism Task Force - Bosnia angetragen, wobei die Ereignisse des 11. September 2001 seinen Aufstieg beschleunigten. Er bekam die Möglichkeit das Antiterrorkommando der US-Kräfte in Bosnien zu leiten. Damit war er als General wohl am nächsten an den zukünftigen Kriegsschauplätzen und somit später als ortskundiger bzw. erfahrender Militär, für weitere Einätze prädestiniert. Petraeus nutzte seine Chance, spielte seine Qualitäten als Organisator und Stratege aus.

 


Die Einsatzmedaillen von David Petraeus

(Von Links: National Defense Service Medal / Armed Forces Expeditionary Medal / Afghanistan Campaign Medal / Iraq Campaign Medal / Global War on Terrorism Expeditionary Medal / Global War on Terrorism Service Medal / Armed Forces Service Medal / Humanitarian Service Medal)

 

Sein Lebenslauf war quasi ideal für die weitere Verwendung unter der Bushregierung. Man plante den Krieg und dafür brauchten Cheney bzw. Rumsfeld kampferprobte Generäle, die rar waren zu jener Zeit. So stand Petraeus auf einer kurzen Liste von Personen, die die US Army in diesem Konflikt anführen sollten. So war es der frisch beförderte Major General Petraeus, der mit der 101. US-Luftlandedivision (ca. 18.000 Soldaten), während der Operation Iraqi Freedom, die Stadt Mosul einnimmt und sich so eine Meriten verdient. Im Irak kann er seine ganzes Geschick einsetzen, organisiert nicht nur seine Division meisterhaft, sondern ist maßgeblich an der Zerschlagung des Regimes von Saddam Hussein beteiligt, dabei überträgt man ihm die Ausbildung der neuen irakischen Sicherheitskräfte. Ein Aufgabe, die zu seiner Paraderolle werden wird.
Er schickte seine 18 000 Soldaten unters Volk und kümmerte sich zügig um den Wiederaufbau. Seine Forschungen zu Vietnam und dem Desaster einer schlecht geführten Besetzung bzw. Aufbau einen Ordnung, macht aus ihm den idealen Mann für diese Sache. Seine Devise war die Moral der Menschen, ihre Herzen und Köpfe brauchte man für die Lösung der Aufgabe. So brachte er innerhalb weniger Monate 4500 Aufbauprojekte auf den Weg und stellte neben der militärischen Ordnung auch eine gesellschaftliche Ordnung wieder her. Konsens und Miteinander waren die Kernsätze seiner Politik. Man kann es nicht anders nennen, denn aus dem General und Gelehrten, war ein Politiker geworden, der wusste, wie man Menschen für sich gewinnt. Neben diversen Auszeichnungen, wurde Petraeus zum Lieutenant General befördert. Er wurde das mustergültige Beispiel einer Besetzungspolitik und übernahm 2004 - 2005 als Erster das Kommando über das Multi-National Security Transition Command Iraq. Zugleich leitete er das NATO-Ausbildungskommando im Irak.
Doch es gab Rückschläge, denn der schnelle Abzug aus Mosul wurde zu einer Farce, denn mit der 101. Luftlandedivision verließ auch die Ordnung die Stadt. Die Polizei löste sich auf, Extremisten dominierten plötzlich und Mosul wurde quasi über Nacht zur gefährlichsten Stadt im Irak. Der General machte einen Fehler, doch er passte sich an und erfand die Surge Strategie. Er ließ die Truppen im Irak um 30.000 Mann aufstocken und ersann eine neue Strategie gegen Aufständische bzw. zur Kontrolle solcher urbanen Krisengebiete.

 


 
Einsatzmedaillen

National Defense Service Medal 2x
Armed Forces Expeditionary Medal 2x
Afghanistan Campaign Medal 2x
Iraq Campaign Medal 4x
Global War on Terrorism Expeditionary Medal
Global War on Terrorism Service Medal
Armed Forces Service Medal
Humanitarian Service Medal
Army Service Ribbon
Army Overseas Service Ribbon 3x

 

Die Regierung und Militärführung wollten sich seine Erfahrungen zu Nutze machen und bot ihm einen der prestigeträchtigsten Posten der US Army an - Kommandeur des Command and General Staff College. Am 20. Oktober 2005 übernahm er das Kommando über das US Army Combined Arms Center in Fort Leavenworth, Kansas und baute ein ganz neues System für Auslandseinsätze auf. Das Command and General Staff College, sowie 17 weiterer Schulen, Zentren und Ausbildungsprogramme der US Army, welche dort angegliedert sind, bieten ein optimale Arbeitsplattform für den hochintelligenten General. Zusammen mit Lieutenant General James N. Mattis wurde ein ganz neue Version des Feldhandbuchs herausgeben, wobei beide Generäle die Seite 3-24 geschrieben haben. zuständig. Das neue Zauberwort für die Lösung jedes Problems im Nahen Osten hieß nun „Aufstandsbekämpfung“ (counterinsurgency).

 

 

Diese Stelle war quasi wie geschaffen für Petraeus, der nun endlich einen langfristigen Posten gefunden zu haben schien. Es sollte dennoch anders kommen, denn General John Abizaid meldete seinen Abtritt vom Posten des Befehlshabers des US Central Command. So sollte im Frühjahr 2007 eine der wichtigsten Posten des US Militärs neu besetzt werden, ein Kommando, dass u.a. zuständig für den Nahen Osten und alle angrenzten Länder ist. Es ist also ein Posten mit den größten Chancen auf den vierten Stern, hohen Ehrungen, aber genauso immense Verantwortung. Dank enormen Auswahlkriterien, politischen Erwägungen wie Kompetenz, hatte der Präsident nur Petraeus, George W. Casey, Jr. und Admiral William J. Fallon auf der Liste zu stehen. Die Entscheidung fiel zu Gunsten AdmiralWilliam J. Fallon aus, aber beide Generäle waren auch für einen anderen Posten im Gespräch - Kommandeurs der Multi-National Force Iraq. Die Feuertaufe für das US Central Command.
Petraeus hatte hier die Nase vorn, bekam den Posten und brillierte in der Erfüllung seiner neuen Aufgabe. Petraeus wendete das Blatt der gescheiterten Irak Mission und schon im Sommer 2007 gehen, aufgrund einer konsequenten Deeskalationsstrategie, Gewalt und Terror im Irak markant zurück. Wieder wurde Petraeus in höchsten Tönen gelobt und mit Ehrungen überschüttet. Von nun an hieß es, gibt es ein Problem dann schicken wie Petraeus.

 



Im März 2008 trat Admiral William J. Fallon und diesmal stand auf der Pentagonliste nur ein Name für den Posten - der frisch ernannte 4 Sterne General David Petraeus. Dieser trat im Sommer das Kommando von USCENTCOM auf der MacDill Air Force Base in Florida an. Damit hatte Petraeus einen Posten inne, der ihn von allen anderen Chiefs joint of Staff Mitglieder abhob, eine wichtige Position im Stabsgefüge um den Präsidenten, eine Posten, der im Prinzip alle Kampfeinsätze des US Militärs kontrollierte und der ihn zum prominentesten General seit Douglas McArthur machte. Das heißt nicht, dass andere Generäle ihn für diesen Posten beneidetet hätten, denn schon viele Inhaber dieses Posten sind an der Aufgabe Naher Osten gescheitert.

General

 

Laufbahn (Militär) - General
101st Airborne Division (Air Assault)
Divisionskommandeur
2000
Beförderung zum Brigadier General
XVIII. US-Luftlandekorps
Stabschef
2000 - 2001
Operation Joint Forge
assistierender Stabschef für Operationen SFOR
2001
US Joint Interagency Counter Terrorism Task Force Bosnia
stellvertretender Kommandeur
2001
101st Airborne Division (Air Assault)
Divisionskommandeur
2002 - 2004
Beförderung zum Major General
Operation Iraqi Freedom
Kommandeur der 101. + Kommandeur Ausbildungseinrichtung der irakischen Sicherheitskräfte
2004
Beförderung zum Lieutenant General
NATO-Ausbildungskommando (Irak)
Kommandeur
2004 - 2005
Multinational Security Transition Command-Iraq
Oberbefehlshaber
2005
US Army Combined Arms Center (CAC - Command and General Staff College) Fort Leavenworth
Kommandeur der Einrichtung
2005 - 2007
Multinational Force-Iraq
Oberbefehlshaber
2007
Beförderung zum (full) General
United States Central Command (USCENTCOM)
Stabschef
2008
United States Forces-Afghanistan
Oberbefehlshaber
2010
International Security Assistance Force (ISAF)
Oberbefehlshaber
2010
Central Intelligence Agency (CIA)
Direktor seit 2011

 

Auf nationaler Ebene hat Petraeus somit eigentlich alles erreicht. Er ist einer der hochdekoriertesten Vier Sterne Generäle in der Geschichte der USA und hat sich in mehr Einsatzgebieten bewährt als irgendein andere General, der seit dem Zweiten Weltkrieg diesen Rang erreichte. Seine enorme Kompetenz und Erfahrung waren es auch, die ihn auf dem internationalen Parkett für höhere Aufgaben vorsah. Ein kurzfristiger Umstand hat 2010 zur Ablösung des Kommandeurs der ISAF Stanley A. McChrystal geführt und als Nachfolger fiel nur ein Name - Petraeus. Der US-Senat bestätigte am 30. Juni 2010 einstimmig Petraeus’ Ernennung zum Kommandeur und er trat schon kurz danach in Kabul sein Amt an. Dort arbeitete er eng mit der Bundeswehr, von dessen vorbildlichen Einsatz er "beeindruckt" war bzw. die deutschen Soldaten, die "das Kriegshandwerk verstehen", und anderen Nationen eng zusammen. Der unkomplizierte General gilt als disziplinierter Arbeiter und sein großer Respekt vor den großen deutschen Generälen des ersten und zweiten Weltkriegs, haben ihn ohne die typischen Allüren der amerikanischen Generäle, eine enge und überaus ertragreiche Kooperation mit den deutschen Einsatzkräften aufbauen lassen.

 


(Verdienstorden der Republik Polen verliehen durch Lech Kaczyński)

 


Die ausländischen bzw. internationale Auszeichnungen von David Petraeus
(Hier nur eine Teil dargestellt)
(Von Links:Verdienstkreuz I. Klasse Tschechien / French Military Campaign Medal / Polnischer Armee Medaille in Gold / Ehrenmadaille des rumänischen Verteidigungsministers/ Kommandeurskreuz der französischen Legion / polnischer Verdienstordens / United Nations Mission in Haiti (UNMIH) / NATO Meritorious Service Medal / NATO Medal for Yugoslavia)

 

Nicht wenige Agenturen und Kenner der politischen Szene, haben Petraeus auf der Rechnung wenn es um die die Präsidentschaft geht. Nach Eisenhower, wäre es der erste hohe General, der für das Amt des Präsidenten kandidieren würden. Indizien würde diese Spekulationen gibt es genug, gerade das von ihm zu Studienzwecken kürzlich besuchte St. Anselm College in New Hampshire, ist bekannt für seine Ausrichtung auf Präsidentschafts-Debatten. Der General selbst lehnt eine Kandidatur kategorisch ab und behauptet keine politischen Ambitionen zu haben.

 


 
Ausländische - Militärauszeichnungen

Gold Award of the Iraqi Order of the Date Palm
French Military Campaign Medal
Verdienstkreuz I. Klasse Tschechien
Goldenes Verdienstkreuz der italienischen Carabinieri
Verdienstorden der Republik Polen (Offizier)
Polnische Armee Medaille in Gold
Ehrenmadaille des rumänischen Verteidigungsministers

 

Von Präsident Barack Obama wurde jede Stellungnahme verweigert, doch die Entwicklungen 2011 sprechen eine eigene Sprache. 2011 tritt der US-Verteidigungsminister Robert Gates zurück und Nachfolger soll CIA-Direktor Leon Panetta werden, dessen Posten als CIA-Direktor dann frei wird. Obama und der Senat sehen einen Mann für diesen Posten, General Petraeus. Dieser gibt seine Posten Generalleutnant John R. Allen ab und der Senat hat Petraeus unmittelbar und einstimmig zum nächsten Direktor der Central Intelligence Agency auserkoren.

 

 

 


 
Internationale Auszeichnungen

United Nations Mission in Haiti (UNMIH)
NATO Meritorious Service Medal 2x
NATO Medal for Yugoslavia 2x



Damit endet die militärische Karriere des David Patraeus und sein neuer Posten ist ein ziviles Amt, das durchaus noch mehr Macht verspricht. Bis hierhin hat Obama, aus wenigen Ausnahmen, jeden militärischen und viele zivile Auszeichnung verliehen bekomme. Hat dazu noch einige hoch angesehene ausländische Orden erhalten und den höchsten Rang des US Militärs inne gehabt bzw. immer noch inne. Fakt ist dennoch, dass er offiziell als im Ruhestand angeführt wird und wohl kein Kommando mehr führen wird. Nach fast 40 Jahren Militärkarriere scheint ein großer General nun die Uniform an den Nagel zu hängen.


Der Taktiker

 

"Er schaffte 50 Liegestütze nach einem Brustschuss, gilt als loyal und blitzgescheit."
(FOCUS-Korrespondent Peter Gruber, Washington 24.06.2010 )

 


 
Ausländische - Zivilauszeichnungen

Kommandeurskreuz der französischen Legion
Honorary Officer of the Order of Australia
Kommandeur des polnischen Verdienstordens

 

David Petraeus steht wie immer in Hab-Acht-Stellung neben seinem Präsidenten, dem dritten bereits, dem er direkt dient, erst im Chiefs joint of Staffs und danach als oberster Krieger für die amerikanischen Konflikte im Nahen Osten. Er war immer ein Lieblingsgeneral, mit George W. Bush ging er auf Mountainbike-Tour und erklärte ihm dabei ausführlich die militärische Lage. Das präsidentielle Vorzimmer war für Petraeus nie ein Hindernis, er wurde immer durchgestellt. Diese Nähe hätte ihn eigentlich nach dem Abtreten Bushs von der Bühne verschwinden lassen müssen, doch nach anfänglicher Distanz ist auch Obama ein "Fan" des "Lieblingsgenerals der amerikanischen Präsidenten".
Im Dienst immer mit ernstem Blick, streng gescheiteltem Haar und makelloser Uniform. Nicht nur seine vielen Orden an der Brust, auch sein Ruf als taktisches Genie und vor allem sein Charisma lässt die Männer in seinem Umfeld keine Zweifel an seiner Person kommen. Ein eher schmächtig General, eher mit einem Schulrektor im Aussehen zu vergleichen, der nicht physisch dominiert, sondern durch seine Persönlichkeit, die mehr entwaffnend als einschüchtern wirkt.

 


(Als militärischer Berater neben George Bush jr.)

 


 
US - Zivilauszeichnungen

State Department Sec. Distinguished Service Award
State Department Superior Honor Award

 

Immer wieder wird ihm ein neuer "unmöglicher" Posten als Kommandeur angetragen und der Soldat folgt dem Ruf seines Präsidenten. Führungsstärke und Patriotismus sind Tugenden, die er verkörpert und seine "großen Verdienste um die Sicherheit dieses Landes“ (Obama) werden mit jeder neuen größeren Aufgabe neu auf die Probe gestellt - ein Wette, die er bisher immer gewonnen hat.
Bereits wenige Tagen nach der Bestätigung durch den US-Senat, geht ein Flug nach Kabul, an Bord der neuer Kommandeur der NATO Truppen in Afghanistan. Mögen andere Krieger Obamas ihre Kompetenzen immer wieder überschritten haben, in der Presse gegen die offizielle Linie der Regierung gewettert haben, so war der Petraeus immer seinem Präsidenten treu ergeben.
Obama hat für diesen Posten einen Vier Sterne General vom Kommando des U.S. Central Command abgelöst, einem Amt mit weit mehr Einfluss, so hat sich Petraeus nicht dagegen gewehrt, sondern stand bereit, in ein neues Krisengebiet zu gehen. Ein Krisengebiet, in dem das US Militär inzwischen länger kämpft, als in irgendeinen anderem Krieg in der US-Geschichte – länger als der Zweite Weltkrieg, länger als Vietnam. Ein Krieg, der auch weit medienwirksamer und in der Öffentlichkeit geführt wird, als die vorangegangenen Kriege. Solch ein Kampf braucht Soldaten, die auf Schlachtfeld in der Ferne wie zu Hause kämpfen wie siegen kann. Keiner kann dies besser als Petraeus, der als „militärischer Rockstar“ gefeiert wird. Amerika hat seit Patton, Douglas und Eisenhower keinen ähnlichen populären General mehr in ihren Reihen gehabt. Mag ein Schwarzkopf im Ersten Golfkrieg kurzeitig ähnlich populär gewesen sein, so ist des Petraeus schon seit über 10 Jahren.
Neben der Medienwirksamkeit, bringt der Vier Sterne General vor allem seine Erfahrung mit Aufständischen und Truppenaufstockungen im Irak mit, die er persönlich angeordnet, politisch getragen und zum Erfolg gebracht hat. Die „Surge Strategie“ war sozusagen sein großer Durchbruch. „Er ist ein erprobter und bewährter Kommandeur und der Architekt der modernen Strategie gegen Aufständische“ (Senator John Cornyn aus Texas).

 

 


 
Einheitsehrungen

Joint Meritorious Unit Award (3x)
Army Meritorious Unit Commendation
Army Superior Unit Award

 

Amerika schickt ihren größten General in die Schlacht, verehren ihn wie einen Feldmarschall alter Schule und er selbst als „Befreier der Bevölkerung“. Hat er schon im Irak Saddams-Getreue ausfindig gemacht, soll er nun die Taliban aus dem Land jagen. Hat ihr im Irak Aufständische niedergerungen und beispielhafte Bauprojekte ins Leben gerufen, soll er diese schmalen Grat zwischen Konsens und Gewalt bzw. Zuckerbrot und Peitsche nun auch im Nahen Osten durchringen. Dabei hat er einen Sieg historischen Ausmaßes errungen. Einen für unmöglich geglaubten Sieg und mit dem festen Glauben an einer untergangende Supermacht. Doch ein General hat den Mythos des unbesiegbaren Guerillakriegers, in Verkörperung extremistischer Religionskämpfer, ein für alle Male besiegt. Amerika war wieder wer, ein Land mit Strategie und eines das Siege vorweisen kann.

 

„Wir dürfen nicht mehr länger in den Kategorien Sieg oder Niederlage denken. Die Zeiten, wo man die eigene Fahne auf irgendeinem Hügel hisst, sind endgültig vorbei.“

„Eine militärische Lösung allein gibt es im Irak nicht.“

(Petraeus zur militärischen Lösung des Problems im Irak und Afghanistan)

 

 

Diese Aussagen sind es, die ihn zum Liebling der Präsidenten, der Republikaner, Demokraten und der Bevölkerung machen - "Everbodys Darling". David Ignatius von der Washington-Post bezeichnet den General einfach als „den medienerfahrenste Kommandeur in Uniform, den wir haben“, einen Mann der keine Fehler zu machen scheint. Dabei geht der Mann wie auf Schienen durch die wichtigsten Militärposten des Landes, lässt sich weder von einem Brustschuss (1991), Prostatakrebs (2009) oder einem Schwächeanfall (2010) aus der Bahn werfen. Letzteres vor aller Öffentlichkeit, wobei er sich dafür entschuldigt und sofort wieder aufsteht. Dafür liebt in die Bevölkerung, ein treuer Soldat, Volkstribun und Beispiel für Amerikas Siegeswillen.

 

 

 

 
Ausländische Abzeichen

British Army Parachutist Badge (Junior level)
Basic French Parachutist Badge
German Parachutist Badge in Bronze (Fallschirmspringerabzeichen der Bundeswehr)

 

Doch wird aus dem treuen Soldaten und Prätorianer, d.h. Kaisermacher im Alten Rom, vielleicht ein General, der selbst das höchste militärische Amt im Staat, den Commander in Chief oder besser bekannt als Mister President, einnehmen kann. Kenner trauen es ihm durchaus zu, denn „Petraeus ist einer, der es liebt, Hintergrundkanäle anzuzapfen, um mit möglichst vielen Mitspielern zu kommunizieren. Diese Strategie hat in unserer Afghanistanpolitik bisher gefehlt.“ und seine Ziele wählt er mit Bedacht aus. Er ist ein Mann der niemals wettet, vielleicht weist er deshalb alle Gerüchte zurück. Fakt ist, er war früher einmal Parteimitglied der Republikaner und besitzt das nötige Wissen wie die Verbindungen für eine (möglicherweise) erfolgreiche Kandidatur.

 


(Von Links: Vizepräsident Joe Bidden / Präsident Barack Obama / General David Petraeus)

 

„Er hätte den Posten bestimmt nicht angenommen, wenn er davon ausgehen würde, dass er verliert!“
(David Ignatius - Washington Post)

 

 

 

 


 
Abzeichen und Stufen

Expert Infantryman Badge
Combat Action Badge
Ranger Tab
Master Parachutist Badge (United States)
Air Assault Badge
ISAF badge
Army Staff Identification Badge
Office of the Joint Chiefs of Staff ID Badge
United States Forces Afghanistan Shoulder Sleeve Insignia
101st Airborne Division (Air Assault) Patch
101st Airborne Division Distinctive Unit Insignia
9 Overseas Service Bars

 

 

 

Seine Philosophie, wobei er einer den wenigen Generale ist, bei dem man diesen Begriff überhaupt anwenden kann, ist „Glück ist das Ergebnis des Zusammentreffens von Vorbereitung und Gelegenheit.“ Für den Historiker ist der die Verkörperung alter Feldmarschall-Ideale und für die Politiker, die perfekte Mischung von Diplomatie und Krieg. Wenn Clausewitz einmal sagte: "Krieg ist die Fortsetzung von Politik, nur mit anderen Mitteln", so ist Petraeus wohl der Mann, der diese Feststellung mit aller Kraft versucht umzudrehen. Er versucht immer das Gesamtbild zu sehen, die Einzelheiten im Griff zu haben und gleichzeitig die nötigen Mittel in der Hinterhand.

 


(Petraeus bei einer Anhörung vor dem Kongress)

 

„Lebe unter dem Volk. In diesem Kampf kannst du nicht zum Einsatz pendeln.“
(David Petraeus)

 

Der schmale Mann mit den feinen Lachfältchen um die Mundwinkel ist ein Fan der Deutschen und plädiert für eine stärkeres Engagement und auch die deutschen Journalisten haben schnell gemerkt, dass dieser Mann reden kann. Der Krieg ist für ihn eine Problemstellung, in der "frei werdenden Einheiten" neu geordnet, "reinvestiert und eingesetzt (werden), in andere, noch umkämpften Gebiete". Der Krieg ist sein Geschäft und er versteht sich sehr gut darauf. Genau aus diesem Grund ist die Ernennung von David Petraeus als CIA-Direktor so brisant. Viel man verhindern, dass der populäre Generalsich nun auch die Politik als Geschäftsfeld erschließt? Durch den CIA-Job dürfte die Präsidentschaftsagentur vorerst ad acta gelegt sein, oder doch nicht? Viele Stimmen sehen Petraeus und seinen Karriereweg auch hier bestätigt, denn er hat als Militär alle denkbaren Posten durchlaufen und nur davon profitiert an jeder Front sich einen Namen gemacht zu haben. So könnte er von der neuen Aufgabe profitieren, denn der Posten im Geheimdienst lässt ihn weiter auf dem Schlachtfeld Nahost kämpfen. Dennoch scheint Verschwiegenheit als CIA-Direktor, dem General durchaus aus der Öffentlichkeit fernhalten und Obama bindet Petraeus in dieser Funktion in die Kabinettsdisziplin. Doch es überwiegen die Vorteile, denn mit der neuen Funktion erhält Petraeus die Chance, als CIA-Direktor mit den Mitteln verdeckter Kriegführung am Hindukusch das zu Ende zu bringen, was er gegenwärtig mit regulären Streitkräften versucht. weltweit nun gegen Terrornetzwerke vorgehen. Diese Strategie stand für Petraus schon immer für Erfolg, denn die Waffen des Krieges sind nur in letzter Instanz der offene Konflikt. Zu beachten ist vor allem, neben der zukünftigen strategischen Bedeutung dieses Amtes, dass die ein George Bush ebenfalls Chef des Auslandsgeheimdienstes, bevor er Präsident wurde. Somit ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

 

 

„Es ist gut, dass der Krieg so grausam ist. Sonst könnte man sich an ihn gewöhnen.“
(David Petraeus)

Quellen

DMP Empfehlung



Themen

Die Panzerwaffe der Zukunft
Die Revolution - MP 7




Quellen:

(Letzter Aufruf 6. July 2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/David_Petraeus
http://en.wikipedia.org/wiki/David_Petraeus
http://www.spiegel.de/thema/david_petraeus/
http://www.focus.de/politik/ausland/afg ... 22919.html
http://www.welt.de/politik/article25304 ... oldat.html
http://www.guardian.co.uk/world/david-petraeus
http://www.sueddeutsche.de/politik/davi ... l-1.964893
http://www.stern.de/politik/david-petra ... 9488t.html
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... riere.html
http://johnbatchelorshow.com/debrief/20 ... -brass.php
http://alum.mit.edu/pages/sliceofmit/20 ... mmissions/
http://www.nydailynews.com/news/nationa ... r_hel.html
http://www.guardian.co.uk/commentisfree ... washington
http://rolexblog.blogspot.com/2010/04/u ... of-us.html
http://britainandamerica.typepad.com/br ... -year.html
http://www.zimbio.com/pictures/CsHQyH0D ... d+Petraeus
http://aconstantineblacklist.blogspot.c ... _2368.html
http://www.militaryphotos.net/forums/sh ... 2010/page2
http://guntotingliberal.com/?p=4675
http://www.jeanpaulleblanc.com/Iraq.htm
http://www.toonpool.com/cartoons/genera ... aeus_15116
http://www.brainyquote.com/quotes/autho ... raeus.html
http://www.humanevents.com/article.php?id=26122
http://www.vanityfair.com/politics/feat ... eus-201005
http://www.msnbc.msn.com/id/38686033/ns ... ranscripts
http://www.zeit.de/politik/ausland/2010 ... stan-obama
http://www.ag-friedensforschung.de/regi ... hrung.html



Autor: Freiherr von Woye

Portrait

Klaus Naumann

 

4 Sterne General a.D.

 

 

“Ich halte es für einen kaum fassbaren Fehler, dass wir uns zum ersten Mal allein gegen die Amerikaner stellen - derweil in Washington darüber nachgedacht wird, ob das Engagement zum Schutz Europas aufrecht erhalten werden soll

... (Deuschland habe sich) gegen Europa gestellt und den Franzosen die Führungsrolle sozusagen unter das Kopfkissen gesteckt, was die kluge deutsche Außenpolitik bisher stets vermieden hat."

(Ex-NATO General Klaus Naumann zur deutschen Haltung zum Libyen-Einsatz)

 



Klaus Naumann, der höchstdekorierteste deutsche Armeegeneral seit dem Zweiten Weltkrieg, ist zugleich auch die prominenteste deutsche Militärperson. Der ehemalige NATO General und Bundeswehr-Generalinspekteur a. D., ist wegen seinen Ansichten auch schon mal mit Schuhen beworfen worden. Naumann ist verheiratet, hat eine Tochter und einen Sohn. Er ist Mitglied der CSU.

Laufbahn

 
Offiziers- und Stabsoffizierslaufbahn
1958
bis
1970
Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr/Artillerie
(Ausbildung Feldartilleriebataillon 41 in Landshut)
1970
bis
1972
13. Generalstabslehrgang der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg 1972
General-Heusinger-Preis für herausragende Leistungen
1972
bis
1977
Panzerartilleriebataillon 51 in Idar-Oberstein
Batteriechef im Panzerartilleriebataillon 135 in Wetzlar
Operationsoffizier (G3) der Panzerbrigade 15 in Koblenz
1977
bis
1979
Kommandeur des Panzerartilleriebataillons 55 in Homberg
1979
bis
1983
Dezernatsleiter für Militärpolitik Nuklearstrategie und Rüstungskontrolle
im Stab des Deutschen Militärischen Vertreters im Militärausschuss
der NATO (Brüssel)
1981
Beförderung zum Oberst
1983
Royal College of Defence Studies in London
1984
bis
1986
war er Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 30 in Ellwangen

 

Dennoch steht seine Meinung zur deutschen Außenpolitik und den Auslandseinsätzen, für ihn muss Deutschland eine aktivere Rolle einnehmen. Vor allem auf linksgerichteten Internet-Seiten wird Naumann zur Zielscheibe für diverse andersgeartete Meinungen, wobei Naumann diese Meinungen durch sein veröffentlichtes Strategiepapier, in der er die weltweite Dominanz der Westmächte propagierte und sogar mit dem Einsatz von Atomwaffen drohte, weitgehend ignoriert.

 


(Naumann ist Träger des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland)

Einleitung

Klaus Dieter Naumann (KBE) ist General a. D. des Heeres der Bundeswehr, war von 1991 bis 1996 Generalinspekteur der Bundeswehr und hatte von 1996 bis zu seiner Pensionierung 1999 den Vorsitz des NATO-Militärausschusses. Er ist seitdem als politischer und militärpolitischer Berater tätig, unter anderem für die UNO und die Bundesregierung.
Mit seinen Ansichten spaltet der Ex-General die Nation und provoziert nur zu gern die Friedensbefürworter in Regierung wie in der Bevölkerung. Er steht für eine Politik der Stärke und er sieht Deutschland als einen starken Partner in Europa. Vor allem seine Position an der Seite der Amerikaner, lässt ihn auch nach seinem Ausscheiden als "Kriegshetzer" erscheinen. So wirft Naumann, im Zuge der Debatte um den geplanten US-Raketenschild, den führenden deutschen Politikern "nahezu unglaubliche Unkenntnis" vor und spricht ihnen jedwede sicherheitspolitische Kompetenz ab. Vor allem die Leichtgläubigkeit deutscher Politiker erschüttert den heutigen Sicherheitsberater, denn die Behauptungen Russlands, dass durch einen Raketenschild in Polen und Tschechien seine Sicherheitsinteressen berührt würden, grenze an "eine unverschämte Manipulation der Öffentlichkeit", so Naumann. Ein Wettrüsten, wie ihn die damalige Regierung so sehr fürchte, ist für Naumann nur mit Unkenntnis der wirklichen Lage zu erklären.
 


 
Dienst als General und Generalinspekteur der Bundeswehr
1.
April
1986
Ernennung zum Brigadegeneral
1986
bis
1988
Stabsabteilungsleiter für Planung im Führungsstab der Streitkräfte (FüS VI)
im Bundesministerium der Verteidigung (Bonn)
1988
Ernennung zum Generalmajor
1988
bis
1991
Stabsabteilungsleiter für Militärpolitik
und Operative Führung (Fü S III).
April 1991
bis
September 1991
Kommandierender General das I. Korps in Münster.
1.
Oktober
1991
Berufung zum (bisher jüngsten)
Generalinspekteur der Bundeswehr /
Ernennung zum General
19.
November
1992
Gast der Nationalen Verteidigungsakademie Israels

 

"Soldaten dürfen ihren Politikern nur zum Gebrauch der Waffen raten, wenn es dafür eine eindeutige rechtliche Grundlage und eine realistische Aussicht auf raschen Erfolg bei geringst möglichen Verlusten gibt."
(Naumann zur militärischen Einschätzung der Lage aus Sicht der georgischen Militärführung, nach dem Einsatz gegen die abtrünnigen Gebiete Südossetien und Abchasien.)

 

 



Dabei kann man dem General a.D. nicht vorwerfen, dass er in Sachen militärischer Einschätzung parteiisch beurteilen würde. So betitelt er den Einsatz Moskaus in Georgien 2008, als Schande für die russischen Streitkräfte. Russland hat, nach Meinung Naumanns, Georgien in eine Falle gelockt und die Lage im Kaukasus ausgenutzt. Seine Meinungen zu unverhältnismäßigen Mitteln und Unrecht im Krieg sind dabei unumstößlich. Er verurteilte die russische Initiative damals aufs schärfste, doch sieht er sich in Clausewitz bestätigt, der sagte "Krieg ist die Fortsetzung von Diplomatie mit anderen Mitteln", und drängte damals auf Verhandlungen des Westens mit Moskau. Dieser Konflikt hatte für ihn eine politische Bedeutung und deshalb sollte er auch auf genau diesem Parkett gelöst werden, nicht auf dem Schlachtfeld.

 

 
Rolle im NATO Generalstab
Oktober
1993
Besuch in Somalia bzw. Deutschen Unterstützungsverband /
UNO bzw. Friedensmission UNOSOM II
Februar/
März
1994
Verleihung des Fahnenbandes durch Naumann
an die abziehenden alliierten Truppen der
USA / FR / GB aus der BRD/Berlin
Juli 1994
Umbau der Bundeswehr
( Hauptverteidigungskräfte (HVK) /
Krisenreaktionskräfte (KRK) /
Militärische Grundorganisation (MGO))
14.
Februar
1996
bis
1999
Vorsitzender des NATO-Militärausschusses
seit
1999
politischer und militärpolitischer Berater tätig für die Uno
und die Bundesregierung u.a.


General

Klaus Naumann bzw. seine Offizierslaufbahn als mustergültig zu bezeichnen, ist durchaus berechtigt. Er kann sowohl Kommandoposten wie auch Stabsposten vorweisen und wurde zum bisher jüngsten Generalinspekteur der Bundeswehr berufen. Als General erkannte er die Rolle der Bundeswehr als Eingreiftruppe für Konflikte im Ausland, baute die Verbindung zu Verbündeten weiter aus und baute die Bundeswehr richtungsweisend um. Für den General Naumann war Deutschland nicht mehr von Feinden umgeben, sondern musste jetzt eine Rolle finden. Durch seine Position und Ansichten, eignete er sich für den Posten des Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses und löste 1996 den englischen Field Marshal Sir Richard Vincent auf diesen Posten ab. Seine Erfahrungen mit Konfliktherden, vor allem 1998 im Kosovo, ließen aus dem 4 Sterne General ein wichtige politische Figur werden. Im Rahmen des Internationalen Strafgerichtshofes für das ehemalige Jugoslawien trat er als einer der Belastungszeugen gegen den ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milošević auf.
 


(Naumann mit Kofi Annan)

 

"Der Generalinspekteur der Bundeswehr (GenInspBw) ist der ranghöchste General oder Admiral der Bundeswehr. Er ist der militärische Berater des Bundesverteidigungsministers und der Bundesregierung. Der Generalinspekteur ist dem Verteidigungsminister für die Entwicklung und Realisierung der Gesamtkonzeption der militärischen Verteidigung verantwortlich und hat an seiner Seite je einen Inspekteur für Heer, Luftwaffe, Marine, Sanitätsdienst und Streitkräftebasis."

(Quelle: wikipedia)

Der Berater

Georgien stellt für Naumann dabei ein besonderes Beispiel dar, denn dieses Land hatte nach seiner Meinung jedes Recht auf uneingeschränkte politische Unterstützung, als Russland die militärischen/politischen Grundlagen von Verhältnismäßigkeit "grob verletzte". Er beschuldigte Europa nicht gehandelt zu haben bzw. nicht mit einer Stimme dagegen gesprochen zu haben. Die Nato kommt dabei eine besondere Rolle zu, denn Georgien kann nicht in ein Verteidigungsbündnis eintreten, dass ungelöste territoriale Probleme hat. Die Nato und ihre Rolle werden so obsolet. Dabei hat Naumann, durch seine Erfahrungen und Positionen in Politik und Militär, sich eine doppelte Sichtweise erarbeitet - politischen wie militärisch. Er kann und will die Nato, die er in führender Position mit geprägt hat, nicht für die Politik opfern. Auf der anderen Seite, seiner politischen Sichtweise, will er die völlige Erosion der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, der GUS, vorbeugend. Dafür muss den Staaten, trotz ungelöster Probleme Unterstützung zukommen, militärisch wie politisch. Für Naumann ist die Kosten/Nutzen Rechnung immer im Vordergrund, eine sehr objektive Einstellung, die oftmals aber nicht die politisch korrekte Linie widerspiegelt.
 

 

Neben den politischen und militärischen Argumenten, sieht Naumann auch die Wirtschaft, gerade in Zeiten der Globalisierung, als wichtigen Faktor zukünftiger Konflikte: "Ich halte Russland nicht für so stark, wie es die Herren Putin und Medwedew der Welt weismachen wollen. Es ist reich an Rohstoffen und finanziell stark durch den Verkauf seiner Rohstoffe. Seine Industrie aber ist schwach, deswegen will man ja Firmen im Ausland kaufen. Technologisch ist eine gute Basis vorhanden, aber lange nicht so gut wie in den USA und in Teilen Europas."
In vielen Interviews und Stellungnahmen, in seiner beratenen Funktion beim Bund und der Nato, erkennt man, dass Naumann kein "schießwütiger" General, sondern ein Mann des Konsens ist: "Es gibt für den Westen und für Russland nur einen vernünftigen Weg: Partnerschaft und Kooperation. Wir brauchen Russland - und Russland braucht uns. Deswegen muss man Russland deutlich sagen, dass sein Verhalten in Georgien unangemessen war und sich nicht wiederholen darf. Nach einer nun wohl unvermeidlichen Phase der Abkühlung muss man daher zu einem ausgewogenen und fairen Dialog zurückfinden." (Naumann zur Lösung des Kaukasus Konflikts)

 

„Sicherheit für Deutschland in der entfesselten Welt der Globalisierung.“
(Titel eines Referates von Naumann im Jahre 2010, gehalten vor 400 Offizieren und Offiziersanwärtern der Bundeswehr.)

 


 
Auszeichnungen
Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Ehrenzeichen der Bundeswehr in Gold

Großoffizier der französischen Ehrenlegion
Großkreuz des Spanischen Militärverdienstordens in Weiss
Knight Commander of the Order of the British Empire
Großoffizier des Belgischen Kronenorden
Kommandeur der US-amerikanischen Legion of Merite
Kommandeurkreuz mit Stern des Norwegischen Verdienstordens
Verteidigungsmedaille Erster Klasse (Ungarn)
Großoffizier des Belgischen Leopoldsordens
Großoffizier des Niederländischen Ordens von Oranien-Nassau
Komtur mit Stern vom Orden des Löwens von Finnland.


Der Reformer

Als Generalinspekteure ebnete Klaus Naumann den Weg zu den heutigen Reformen der Bundeswehr. Der radikale Kurs des Verteidigungsministeriums in Richtung Bundeswehr-Reform, von den Leitern dieses Ministeriums Peter Struck, Karl-Theodor zu Guttenberg und Thomas de Maizière maßgeblich weitergeführt, wurde von ihm unterstützt. Die Meinung von General Bagger, dass "wir die Einzigen, die glauben, wir müssten eine Armee haben, die in der ganzen Welt einsetzbar ist, die aber für die Landesverteidigung nicht mehr tauglich ist", unterstützt er nicht, sondern argumentiert vehement dagegen. Deutschland müsse ein wichtige, tragende, wenn nicht sogar führende Rolle in der europäischen Sicherheitspolitik einnehmen. Vor allem während der Libyen Krise, in welcher Deutschland habe sich "gegen Europa gestellt und den Franzosen die Führungsrolle sozusagen unter das Kopfkissen gesteckt, was die kluge deutsche Außenpolitik bisher stets vermieden hat", sieht er Deutschlands ins Hintertreffen geraten. Gerade Deutschland müsse sich, auch aufgrund seiner politisch wie wirtschaftlichen Situation, für eine Lösung stark machen. Deutschland hätte eine Position einnehmen müssen, der UNO Resolution zustimmen und somit den Konsens fördern: "Mit guten Gründen hätten sich die außenpolitische Isolierung und das Zerschlagen von Porzellan in der arabischen Welt also vermeiden lassen". Für ihn ist die deutsche Vergangenheit das beste Beispiel für eine Intervention mit besten Ausgang für die Bevölkerung: "Unsere Nation verdankt ihre Freiheit der Intervention von außen - das gilt für 1945 direkt und für 1989 indirekt".
 

"Wer Menschenrechte und Freiheit ernst nimmt, kann in dieser Situation nicht unschuldig bleiben."
(Naumann zur Position der Bundesregierung im Fall Libyen)

 

Die Situation in Afghanistan sieht Naumann als Bewährungsprobe für ganz Europa, denn von 40 000 Soldaten kann der Oberbefehlshaber in Kabul nur zwischen 5000 und 8000 Soldaten wirklich frei einsetzen. Der Rest der Soldaten, vor allem aus europäischen Verbänden, sind durch nationale Vorbehalte gebunden. Die Diskussionen in Europa bzw. in der Nato, behindert die Zweckmäßigkeit des Mandats: "Afghanistan sei der Lackmus-Test für die Nato des 21. Jahrhunderts, und andererseits werden den Militärs im Lande nicht die Mittel zur Verfügung gestellt, die sie brauchen." Die ISAF- und OEF-Mandaten müssen dabei zusammen bleiben, und die Ressourcen endlich nach militärischen Richtlinien und nicht nach politischen Verbindlichkeiten. Das scheint mir richtig und zweckmäßig.

 



Seine Stellungnahmen und Meinungen in der Öffentlichkeit sind typisch für den Ex-General und Berater. Er mag damit keine politische Stellung beziehen wollen: "Aber von uns alten Militärs drängt sich niemand auf, ich schon gar nicht. Keiner will von der Seitenauslinie schlaumeiern." Dennoch wirft er damit immer wieder unangenehme Fragen auf, welche geradw nach seiner Pensionierung auch in einem neuen Licht gesehen werden müssen. Nach seiner Pensionierung 1999 wurde er Aufsichtsratmitglied des französischen Rüstungskonzerns Thales Group und bis zum Sommer 2005 war er Aufsichtsratsvorsitzender der OWR. Inwiefern seine Stellungnahmen, in Bezug auf seine Beratertätigkeit für die Bundesregierung und Nato sei 1999, hier einen Vorwurf rechtfertigen, muss an anderer Stelle festgestellt werden.

 

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Einleitung


Generäle
Grenztruppen und Grenzpolizei




Dienste gegen den imperialistischen Feind
im Schutz der Interessen aller Völker, dem Sozialismus und dem Frieden!


Kommandeure der Grenztruppen

Generalleutnant Erich Peter (15.09.1961 - 31.07.1979)
Generaloberst Klaus-Dieter Baumgarten (01.08.1979 - 31.12.1989)



Chefs des Stabes der Grenztruppen

Generalmajor Dieter Teichmann (01.01.1990 - 30.09.1990)
Oberst Jürgen Hörnlein (30.09.1990 - 02.10.1990)

Generaloberst Joachim Goldbach (Chef Technik und Bewaffnung)
Generalleutnant Manfred Grätz (Chef Rückwärtige Dienste)

Die Grenztruppe

Die Grenztruppen der DDR waren eine dem Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV) unterstehende Militärformation zur Sicherung und Überwachung der Staatsgrenze der DDR mit militärischen Mitteln. Als Generale in Führungspositionen bei den Grenztruppen der DDR, wurden nur solche Offiziere, die während ihrer Dienstzeit bei den Grenztruppen/Grenzpolizei diesen Rang während ihrer Offizierslaufbahn erreicht haben. Bei ihrer Einführung legte man großen Wert auf die Erfüllung ihrer Aufgaben, der Sicherung der territorialen Integrität der Deutschen Demokratischen Republik und vor allem auch der Vorbeugung, Aufklärung und Verhinderung von nach DDR-Recht illegalen Grenzdurchbrüchen. Die Generale dieser militärischen Streitkraft der DDR nahmen eine Sonderstellung ein, weil sie neben militärischer Schutzfunktion auch administrative Aufgaben im laufenden DDR Staatsbetrieb wahrnahmen. Die Generale der Grenztruppen kommandierten dabei nicht etwa einer untergeordnete Einheit, sondern waren als eigenständige Waffengattung direkt dem Ministerium für Nationale Verteidigung unterstellt. Dies geschah mit dem Jahr 1973, davor waren die "Grenztruppen der DDR" lediglich als Grenztruppen der NVA bezeichnet worden. In ihrer Auslegung und Aufgabe gehörten sie als bewaffnete Streitkraft, nach Vorbild der Grenztruppen der Sowjetunion ausgerichtet, zu den politisch wichtigsten Armeeeinheiten im Land. Den Grenztruppen der DDR gehörten zum Zeitpunkt der Wende im Jahre 1989 44.000 Personen unter Waffen an.



Chef der Deutschen Grenzpolizei war Generalmajor Paul Ludwig, der hier nicht aufgenommen wurde, weil er nie den offiziellen militärischen Rang eines Generals in der DDR eingenommen hatte. Er war lediglich als Polizist im Staatsdienst in diesem obligatorischen Rang tätig.


Generäle der Grenztruppe

Harald Bär


Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 02.03.1927 - 17.06.1999
Dienststellungen: 1982-1987 Kommandeur der Offiziershochschule d. GT in Suhl
Wehrmacht: 1944-45 Infanteriesoldat der deutschen Wehrmacht

DDR Streitkräfte: 28.08.1946 - 31.08.1987

Klaus-Dieter Baumgarten


Dienstgrad: Generaloberst
Geboren-Gestorben: 01.03.1931- 17.02.2008
Dienststellungen: 1979-1989 Stv. Minister f. Nationale Verteidigung und Chef d. GT in Pätz
DDR Streitkräfte: 07.02.1949 - 28.02.1990

Helmut Borufka


Dienstgrad: Generalleutnant
Geboren-Gestorben: 26.10.1918 - ???
Dienststellungen: 1964-1965 Stv. Chef der GT und Chef des Stabes
Wehrmacht: 1939-1943 LeutnantPanzergrenadiere

DDR Streitkräfte: 10.07.1949 - 31.12.1982

Walter Breitfeld


Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 05.12.1903 - 21.06.1981
Dienststellungen: 1957-1962 Stv. Chef der GT und Chef der Politischen Verwaltung i.d. GT
DDR Streitkräfte: 15.03.1949 - 28.02.1962

Werner Ebertz


Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 17.09.1921 - ???
Dienststellungen: 1969-1982 Kommandeur der Offiziershochschule der GT
Wehrmacht: 1940-45 Oberfeldwebel deutsche Luftwaffe

DDR Streitkräfte: 06.11.1945 - 01.02.1982

Johannes Fritsche


Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 12.06.1934 - ???
Dienststellungen: 1981-1989 Kommandeur Grenzkommando Nord,
1989-1990 Kommandeur Unteroffiziersschule VI
DDR Streitkräfte: 16.06.1952 - 30.09.1990

Günter Gabriel


Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 27.10.1930 - ???
Dienststellungen: 1984-1989 Stv. Chef der Grenztruppen und
Chef der Technik und Bewaffnung
DDR Streitkräfte: 19.09.1952 - 31.12.1989

Hermann Gartmann


Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 24.12.1906 - 18.03.1972
Dienststellungen: 1957 Chef der DGP,
1961-1964 Kommandeur der Inf.-Schule II/GT-Schule
DDR Streitkräfte 01.08.1948 - 31.03.1964

Bernhard Geier


Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 05.12.1926 - ???
Dienststellungen: 1979-1984 Stv. Kommandeur f. Ausbildung i.d. Offz.-Hochschule d. GT
1984-1986 Stellenplan f. nicht eingesetzte GT-Offiziere
(der Verfasser kann diese Bezeichnung nicht zuorden!)
Wehrmacht: 1943-1945 Gefreiter (Funker) deutsche Kriegsmarine

DDR Streitkräfte 15.12.1946 - 31.12.1986

Otto Gereit
Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 13.08.1934 - ???
Dienststellungen: 1987-1990 Leiter Verwaltung Inspektion d. GT,
1990 Stv. Chef Grenzschutz und Chef d. Stabes
DDR Streitkräfte: 27.05.1955 - 30.09.1990
Walter Herkner
Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 28.10.1928 - 16.01.1989
Dienststellungen: 1970-1973 Stv. Chef der Grenztruppen und Leiter d. Politischen Verwaltung d. Grenztruppen
1973-1989 Chef d. Komitee ASV "Vorwärts"
Wehrmacht: 1945 Gebirgsjäger

DDR Streitkräfte 01.01.1953 - 1989
Lothar Hübner
Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 09.08.1938 - ???
Dienststellungen: 1980-1990 Stv. Chef d. Politischen Verwaltung und Chef f. Instruktion/Organisation
DDR Streitkräfte: 06.04.1956 - 30.09.1990
Heinz Janshen
Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 29.05.1934 - ???
Dienststellungen: 1987-1990 Kommandeur d. Offiziershochschule d. Grenztruppen in Suhl
DDR Streitkräfte: 10.12.1951 - 30.09.1990
Heinrich Jordt


Dienstgrad: Konteradmiral
Geboren-Gestorben: 15.12.1917 - 27.07.1987
Dienststellungen: 1964-1979 Chef der 6. Grenzbrigade Küste
Wehrmacht: 1937-1945 Obermaat Deutsche Kriegsmarine

DDR Streitkräfte: 01.08.1945 - 30.11.1979

Karl Leonhardt


Dienstgrad: Generalleutnant
Geboren-Gestorben: 15.04.1929 - ???
Dienststellungen: 1986-1989 stv. Chef der Grenztruppen und Chef Ausbildung
DDR Streitkräfte: 01.09.1948 - 30.11.1989

Gerhard Lorenz


Dienstgrad: Generalleutnant
Geboren-Gestorben: 24.05.1930 - ???
Dienststellungen: 1973-1990 Stv. Chef der Grenztruppen und Leiter d. Politischen Verwaltung d. Grenztruppen
DDR Streitkräfte: 17.09.1948 - 31.05.1990

Dieter Mühlmann


Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 02.04.1933 - ???
Dienststellungen: 1982-1990 Stellv. Chef der Grenztruppen und
Chef der Rückwärtige Dienste

DDR Streitkräfte: 14.05.1954 - 30.09.1990

Erich Peter


Dienstgrad: Generaloberst
Geboren-Gestorben: 17.07.1919 - 11.10.1987
Dienststellungen: 1972-1979 Stv. Minister f.NV und Chef der Grenztruppen
Wehrmacht:1939-1945 Unteroffizier (Panzer)

DDR Streitkräfte: 14.01.1946 - 01.08.1979

Jürgen Reinholz
Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 05.03.1940 - 24.06.2000
Dienststellungen: 1989-1990 Stv. Chef der GT und Chef der Ausbildung im Kdo der GT
DDR Streitkräfte: 04.02.1958 - 1990
Fritz Riebisch
Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 17.08.1928 - ???
Dienststellungen: 1969-1990 Stv. Chef des Stabes für
Organisation im Kommando der GT
Wehrmacht: 1944-45 Luftwaffenhelfer

DDR Streitkräfte: 18.02.1946 - 31.03.1990

Fritz Rothe
Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 30.01.1927 - ???
Dienststellungen: 1982-1987 Leiter Inspektion Hauptbereich GT
Verwaltung Inspektion, MfNV
Wehrmacht: 1944-1945 Uffz. Deutsche Wehrmacht (Nachrichten)

DDR Streitkräfte: 18.02.1950 - 31.03.1987

Rudi Schütz
Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 01.07.1926 - 17.03.1989
Dienststellungen: 1970-1978 Stv. Chef der GT und Chef des Stabes im Kdo. GT,
1978-1986 Stv. Ltr. Zivilverteidigung und
Chef des Stabes ZV der DDR
Wehrmacht: 1943-1945 Soldat (Infanterie)

DDR Streitkräfte: 05.10.1949 - 01.12.1986

Herbert Städtke


Dienstgrad: Konteradmiral
Geboren-Gestorben: 17.03.1931 - ???
Dienststellungen: 1979-1990 Chef der 6. Grenzbrigade Küste
{DDR Streitkräfte: 01.11.1953 - 30.09.1990/slider}{slider=Walter Tanner}Walter Tanner
Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 29.11.1931 - 06.04.1987
Dienststellungen: 1982-1987 Kommandeur der Uffz.-Schule VI d. GT

DDR Streitkräfte: 28.04.1949 - 06.04.1987

Dieter Teichmann


Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 19.10.1930 - ???
Dienststellungen: 1986-1989Stv. Chef der Grenztruppen und Chef d. Stabes d. GT
1990 Chef des GT (m.d.F.b.)
ab 01.03.1990 Chef der GT/ Chef Grenzschutz
DDR Streitkräfte 01.05.1955 - 30.09.1990

Heinz-Ottomar Thieme


Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 17.02.1926 - ???
Dienststellungen: 1971-1986 Stv. Chef d. GT und Chef f. Ausbildung
Wehrmacht:1943-1945 Gefreiter (Panzer)

DDR Streitkräfte: 20.02.1948 - 30.11.1986

Karl Wilhelm


Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 22.04.1922 - ???
Dienststellungen: 1969-1982 Stv. Chef d. GT und Chef d. Rückwärtigen Dienste in Pätz
Wehrmacht: 1941-45 Bootsmaat Deutsche Kriegsmarine

DDR Streitkräfte: 01.12.1946 - 30.11.1982

Erich Wöllner


Dienstgrad: Generalmajor
Geboren-Gestorben: 16.03.1931 - ???
Dienststellungen: 1979-1990 Kommandeur Grenzkommando Mitte
DDR Streitkräfte: 20.08.1949 - ???