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War Ace Campaign  Patch 5.2

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Dieser Patch korrigiert diverse Fehler aus Version 5.0 oder 5.01 und korrigiert die Dateistruktur vieler Einheiten, welche möglicherweise unregelmäßige CTDs beim Spielen oder Laden verursachen.
DAW - Der andere Weg 19-01

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Der Amulet Mod 3.0 ist für das PC-Spiel Panzer Corps Wehrmacht. Es ist der zur Zeit tiefgreifendste und umfangreichste Mod für deutsche Einheiten. Hier kurz die Merkmale: 77 neue Einheiten; 50
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DAW - Der andere Weg 18-02

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 17-09) sind enthalten: Darstellung vereister Seen Die Landschaftstiles für Seen in der Winterdarstellung wurde (auch für die beid
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Pazifik Korps Teil 4 Part 3

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Im 3. Teil der US-Kampagne "Nach den schwarzen Tränen der Arizona", geht es als erstes um die Befreiung der Philippinen. Hierbei werden Sie von einem lokalen Helden tatkräftig unterstützt. Die aus
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Eine erhoffte Fortzetzung des War Ace Campaign Großmod für das Spiel Silent Hunter 3 wurde von HanSolo nach mehr als 2 Jahren intensiver Entwicklungszeit vollendet.
DAW - Der andere Weg 17-09

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur Version DAW 17-04 sind enthalten: Englische Texte DAW Kompendium + Credits, Install-Datei, sowie alle Briefingsdateien und Texte innerhalb der Kampagnen sin
Panzer War in Europe Mod

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Ein Mod des Users IronCross für das Spiel Panzer War in Europe. Es wurden vorhandene Grafiken berichtigt und einige Grafiken hinzugefügt. Es wurde noch weitere Änderungen vorgenommen. Die detaill

Einleitung

Operation Blitz

 

 

Operation "Blitz", Kroatisch: Operacija Bljesak, war eine Operation der kroatischen Armee, die am 1. Mai 1995 durchgeführt wurde und innerhalb von 31 Stunden erfolgreich beendet werden konnte. Sie galt als Generalprobe für die Operation "Sturm".

Vorgeschichte

Vorgeschichte:

 



Während des ersten Kroatienkrieges besetzten die Serben 1/3 Kroatiens. Die heiße Phase des Krieges dauerte bis Anfang des Jahres 1992, danach verständigte man sich auf UNO-Truppen genannt UNPROFOR, die Serbisch eroberten Gebiete wurden in 4 Zonen eingeteilt und UNPA-Zone genannt. Sie bestanden im einzelnen aus dem:
Sektor Nord mit der Region Lika (wichtige Städte Udbina, Gracac) und Kordun (Glina, Petrinja)
Sektor Süd in Norddalmatien (Knin, Benkovac, Drnis)
Sektor West, Teile von Westslawonien (Okucani, Pakrac)
Sektor Ost, Teile von Ostslawonien (Vukovar, Borovo, Beli Manastir).
Die Sektoren Nord, Süd und West bildeten eine geographische Einheit, der Sektor Ost war von der Hauptstadt Knin (in Sektor Süd) nur über Bosnien und Serbien zu erreichen. Der Sektor West wurde in der Operation Blitz zurückerobert, die Sektoren Nord und Süd in der Operation Sturm, der Sektor Ost wurde friedlich reintegriert.
 

 



Im Dezember 1994 verständigte sich die kroat. Regierung mit den Krajina-Serben auf die Öffnung der Autobahn zwischen Zagreb und Lipovac. Die Serben hielten den Teil der Autobahn um Okucani rum, um Ostslawonien schnell und effektiv versorgen zu können. Da in der Krajina permanenter Treibstoffmangel herrschte, verständigte man sich darauf, dass Zivilisten aus dem Sektor West auf der Tankstelle in Novska (das kroat. kontrolliert war) mit Privatfahrzeugen tanken dürften. Am 29. April 1995 kam es auf der Tankstelle in Novska zum Streit zwischen zwei Privatpersonen, einem Serben und einem Kroaten. Er endete damit, dass der Kroate den Serben erschoss.

Obwohl die kroatische Polizei den Schützen verhaftete, fing die serbische Armee am 30. April aus Rache an, LKWs und PKWs in ihrem kontrollierten Teil der Autobahn mit MG-Feuer zu beschießen. Dies nahm wiederum die kroatische Regierung zum Anlass, den kompletten Sektor West zurückzuerobern.


Statistik

 

 


 
Operation Blitz
 
 
Am 1. Mai um 5:30
eröffnete die kroatische Armee den Angriff.
 
Kroatische Armee
Oberbefehlshaber: Janko Bobetko
Einheiten:
Teile der 1., 2., 3. und 5. Gardebrigade,
105. Brigade,
123. Brigade,
52. Regiment,
121. Regiment,
125. Regiment,
81. Gardebattalion,
das 13. und 16. Raketenregiment
und die Spezialeinheit des Innenministeriums.

Insgesamt 7200 Mann.
 
Serbische Armee Krajina
Oberbefehlshaber: Milan Celeketic
Einheiten:
18. Westslawonisches Korps der Serbischen Republik Krajina (VRSK),
das sich in drei Brigaden aufteilte:
51. Brigade,
54. Brigade und
98. Brigade.

Insgesamt 4000 Mann.


Angriff

Hauptrichtungen der Angriffe:
Das 81. Gardebattalion griff in der Richtung Sagovina - Cage - Okucani an
Die 5. Gardebrigade, das 121. Regiment, Panzerkompanie der 123. Brigade und Teile der 105. Brigade griffen in der Richtung Nova Gradiska - Okucani an.
Das 125. Regiment, jeweils 1. Battalion der 1. und 3. Gardebriagde und das 13. Raketenregiment Koprivnica in der Richtung Novska - Okucani.
Die 2. Gardebrigade in Richtung Sektor Nord, um den Sektor West geographisch von den Sektoren Nord und Süd zu trennen und einzukesseln.
 


 


Der Angriff im südlichen Teil der Enklave übertraf alle Erwartungen. Schon am ersten Tag kam die kroatische Armee kurz vor Okucani zum Stehen und eroberte Jasenovac. Das unorganisierte 18. Korps, das ein Durschnittsalter von 47 Jahren hatte, leistete nur schwachen Widerstand. In ihrer Panik flohen die Männer über die Brücke bei Stara Gradiska nach Bosnien zu den bosnischen Serben, die aber jegliche militärische Hilfe ablehnten, da man nur Kräfte hatte, um die Brücken über die Save zu sichern und zu halten und keine aktiven Brigaden in der Nähe hatte. Gemeinsam mit den Teilen des 18. Korps flohen rund 18.000 Zivilisten mit nach Bosnien. Im nördlichen Teil um Pakrac und Lipik, das von der 51. Brigade des 18. Korps verteidigt wurde kam es nur zu kleinen Scharmützeln. Es wurden aber keine aktiven Kampfhandlungen unternommen, bis der südliche Teil komplett erobert wurde, um die 51. Brigade vollkommen einzukesseln.

In den Morgenstunden des 2. Mai eroberte die kroatische Armee Okucani und alle Gebiete des kroatischen Staatsterritoriums bis zum Fluss Save. Damit war die 51. Brigade vollkommen eingeschlossen. In den nächsten 2 Tagen wurde nur Artilleriefeuer ausgetauscht und die 51. Brigade mehrmals zum Aufgeben aufgefordert, was die Serben aber ablehnten, weil sie die Lage falsch einschätzten. Sie waren der Meinung, dass ein Gegenangriff der bosnischen Serben stattfand und deshalb die Kroaten im Zeitraum vom 2. bis zum 4. Mai nicht genügend Kräfte hätten, um sie zu zerschlagen. Deswegen wollten sie ausharren, bis die bosnischen Serben die Gebiete zurückeroberten.

Die kroatische Armee ihrerseits wollte eigene Verluste vermeiden. Nach dem sich die Serben aber nicht ergeben wollten, wurde die Antiterroreinheit des Innenministeriums per Fallschirm abgesetzt und es begann der Generalangriff aller kroatischen Einheiten auf die 51. Brigade. Innerhalb von 1 Stunde kapitulierte die komplette 51. Brigade.

 


Verluste

Verluste:
Kroatische Seite: 42 Tote und 162 Verletzte
Serbische Seite: Ca. 450 Tote, 1200 Verlezte und 1500 Gefangene Soldaten, darunter der serbische Verwalter des Sektors West, Veljko Dzakula.

Quellen

wikipedia (Zugriff 27.06.09)
balkanforum.info (Zugriff 27.06.09)
lexidict.de (Zugriff 27.06.09)



Autor: Jure Francetic

Einleitung

Operation Maestral

 



Die Operation Maestral war eine gemeinsame Operation der kroatischen Armee (HV), kroatischer Verteidigungskräfte in Bosnien (HVO) und der Armee von Bosnien und Herzegowina (Armija BiH). Sie wurde kommandiert vom kroatischen Generalleutnant Ante Gotovina. Ziel war es, die Städte Drvar, Sipovo, Jajce, Bosanski Petrovac, Bosanska Krupa i Kljuc von den Serben zu erobern.

Statistik


 

 
Kroatische Einheiten und ihre Verbündeten
 
 
Oberbefehl:
Generalleutnant Ante Gotovina
 
Kroatische Armee (HV):
4. Gardebriagde HV
kommandiert vom
Brigadegeneral Damir Krsticevic

7. Gardebrigade HV
kommandiert vom
Brigadegeneral Ivan Korade
Kroatische Verteidigungsstreitkräfte
in Bosnien (HVO):
3. Brigade HVO kommandiert von
Generalmajor Anton Luburic
 
Armee Bosniens (Armija BiH):
5. Korps ArBiH kommandiert von
Generalmajor Atif Dudakovic

7. Korps ArBiH kommandiert von
Generalmajor Mehmed Alagi
ca. 80.000 Mann
ca. 300 Panzer
ca. 600 Geschütze
 
Serbische Einheiten
(Vojska Republike Srpske - VRS)
 
 
Oberbefehl:
Generalleutnant Ratko Mladic
 
1. Korps VRS kommandiert von Generalmajor Momir Talic
2. Korps VRS kommandiert von Generalmajor Grujo Boric
ca. 100.000 Mann
ca. 400 Panzer
ca. 800 Geschütze


Vorgeschichte

Vorgeschichte:

Gemäß dem Bündnispakt aus dem Frühjahr 1995 zwischen den Präsidenten Kroatiens Franjo Tudjman und Präsidenten von Bosnien Alija Izetbegovic, maschierte die kroatische Armee in Bosnien vor. Einige Wochen nach der Operation Sturm (Oluja) in der die kroat. Armee die selbsternannte Republik Krajina eroberte, festigte die kroat. Armee die Stellungen an der Grenzen zu Bosnien. Die 4. und 7. Gardebriagde eroberten inzwischen die Stadt Drvar in Bosnien und übergab diese an die 141. Brigade der kroatischen Armee. Die beiden Gardebrigaden sollten bis Mittelbosnien vorrücken. Die Serben hielten vor der Operation rund 65-70% des bosnischen Staatsgebietes, nach der Operation nur noch 45%. Nach dem die Gardebrigaden Richtung Jajce und Kljuc Anfang September vorrückten, durchbrachen serbische Spezialeinheiten die rechte Flanke der 141. Brigade und es drohte, dass die Stadt Drvar erneut in serbische Hände fiel und die 4. und 7. GB einzuschließen. Die 7. Gardebrigade wurde zurückbeordert und so musste die Eliteeinheit unter den Eliteeinheiten der kroatischen Armee, die 4. Gardebrigade, die Operation alleine beginnen. Sie begann mit ihrer erfolgreichsten Operation am 8.9.95, legte über 100km zurück und zerschlug die serbischen Kräfte in Mittelbosnien und kam ca. 20 km vor Banja Luka auf amerikanische Order zum Stehen.

Die Operation wurde zweigeteilt, vom 8.9. bis 18.9.95 Operation Maestral (benannt nach dem Mistralwind) und vom 7.10. bis 12.10.95 Operation Juzni Potez (Südlicher Angriff).

Operation Maestral

Operation Maestral:

Die Operation beginnt am Freitag den 8. September in dem die 4. Gardebrigade den Berg Veliki Vitorog (1906m/nn) eroberte und nun den taktischen Artillerievorteil nutzt um die serbischen Stellungen weiter unter Feuer zu nehmen. Zur selben Zeit startet das 5. Korps der bosnischen Armee von Bihac aus einen Angriff auf Petrovac und Krupa. Das 7. Korps ArBiH greift die Stadt Donji Vakuf an. Auch die anderen bosnischen Korps starten eine Großoffensive am 11.09.95 und erobern die wichtige Stellung Vozuca und das Gebirge Ozren.

Am 12.9.95 erobert die 4. Gardebrigade HV den Ort Sipovo, die 7. Gardebrigade den Ort Mlinista und so kontrollieren sie die wichtige Straßenverbindung zwischen Glamoc und Mrkonjic Grad.

Am 13. September entscheidet sich die Schlacht. Die 7. GB zerschlägt sämtliche serbischen Kräfte bei Drvar und bringt die Stadt erneut unter Kontrolle. Die 4. Gardebrigade erobert 2 Tage früher als vorgesehen die Stadt Jajce (die vor dem Krieg mehrheitlich kroatisch war). Die Eroberung dieser Stadt hatte für die Kroaten die selbe Bedeutung in der Operation Maestral, wie die Eroberung Knins in der Operation Sturm. Am selben Tag erobert das 7. bosnische Korps die Stadt Donji Vakuf.
Am 15.9. erobert das 5. Korps ArBiH die Städte Petrovac, Krupa, am 17.9. Otok und geht kurz vor Sanski Most in Stellung, die sie dann ein Monat später erobert.
Zwischen den Kroaten und Bosniern auf einer Seite und der Hauptstadt der bos. Serben Banja Luka steht nur noch die Stadt Mrkonjic Grad, nach Festigung der Stellungen aller Einheiten beginnt die 4. Gardebrigade die letzte Schlacht des Jugoslawienkrieges, am 8. Oktober um 5 morgens.

Angriff im Süden

Südlicher Angriff (Juzni Potez):

Nach ganztägigen und schweren Kämpfen zwischen der 4. GB und den serbischen Tigern vom Kriegsverbrecher Zeljko Raznatovic - Arkan durchbricht die 4. GB die serbischen Linien und erobert am nächsten Tag die Stadt Mrkonjic Grad. Sie dringen weiter vor auf das Gebirge Manjaca (bekannt geworden durch das serbische KZ Manjaca), am 11.10. erobern sie das Lager und die Umgebung von Mrkonjic Grad, dies wäre bestimmt der größte Tag in der Geschichte der 4. Gardebrigade gewesen, wäre nicht am selben Tag der stellv. Kommandeur und Befehlshaber der Panzertruppen Oberst Andrija Matijas gefallen.
Die 4. GB stößt am 12.10. in das Tal hinter dem Gebirge Manjaca vor, Dolina Vrbas und erobert die Stadt Bocac. Sie steht nun 23km vor Banja Luka, der Hauptstadt der serbischen Republik in Bosnien (Republika Srpska).
Zur selben Zeit erobert das 5. Korps der bosnischen Armee das Tal Sana und rückt am 11.10. in die Stadt Sanski Most ein. Die Stadt Prijedor steht nun in Artillerie-Reichweite der bosnischen Geschütze und man erwartet nun den Angriff der Verbündeten auf das Nervenzentrum der bosn. Serben.

Das serbische 1. und 2. Korps befindet sich nun in völliger Panik. In der Stadt Banja Luka herrscht das Chaos aus Angst vor dem bevorstehenden Angriff, den die USA aber verhindern. Der amerik. Vermittler Richard Holbrooke verlangt vom bosnischen und kroatischen Präsidenten eine Feuerpause einzulegen und setzt die bosn. Serben unter Druck, mit der letzten Möglichkeit zu verhandeln. Die Amerikaner, die bisher die Offensive der Verbündeten auch mit Kampfflugzeugen unterstützt haben, wollen ein Massaker in Banja Luka verhindern, wo sich über 100.000 Zivilisten befinden. Holbrooke zeigt den Serben seinen Plan für Bosnien, der später dann in Dayton beschlossen wird, Die Serben geben klein bei. Der Plan sieht eine 51-49% Aufteilung Bosniens vor, zu Gunsten der Bosnier und Kroaten. Somit war die Operation "Südlicher Angriff" die letzte Schlacht eines 4 jährigen Krieges.

Quellen

wikipedia (Zugriff 27.06.09)
axishistory.com (Zugriff 27.06.09)



Autor: Jure Francetic

Einleitung/Statistik

Die Tet-Offensive

 

 


 
Die Tet-Offensive
 
 
Datum
30. Januar–25. Februar 1968
Ort
Südvietnam
Ausgang
Sieg Südvietnams und seiner Alliierten
Propagandaerfolg Nordvietnams
Folgen
Rückzug der Alliierten Südvietnams bis 1973
Konfliktparteien
 
Nordvietnam
FNL (Viet Cong)
Armee von Nordvietnam
Südvietnam
Südvietnam
Vereinigte Staaten
Südkorea
Australien
Neuseeland
Befehlshaber
Võ Nguyên Giáp
William C. Westmoreland
Truppenstärke
USA und Verbündete
ca. 1.000.000
Nord Vietnam
ca.323.000 bis 595.000

 



Es begann an einem Tag, an dem keiner damit gerechnet hatte, am 30. Jänner 1968, dem Vorabend des vietnamesischen Neujahrsfestes, dem Tết Nguyên Đán (dtsch.: Fest des ersten Morgens). Gemeint ist die sogenannte Tet-Offensive, eine großangelegte Operation der nordvietnamesischen Armee (NVA) und dem Vietcong (VC).

Planung

Der Plan für die Tet-Offensive hatte seinen Ursprung in der Zermürbungstaktik (Search & Destroy – S&D) der US-Truppen (US-T). Diese beinhaltete, dass die nordvietnamesischen Truppen (NVA und VC) derart dezimiert werden sollten, dass es einfach unmöglich werden würde, den Krieg noch weiterzuführen. Diese Taktik war zunächst auch sehr erfolgreich – da die kommunistischen Truppen bereits derart dezimiert waren, dass die Niederlage bereits absehbar war, beschlossen der Regierungschef Hồ Chí Minh (1890 - 1969) und sein oberster Militär, General Võ Nguyên Giáp, dass ein Taktikwechsel erfolgen musste – und zwar schnell.
Daher wurde der Plan zu einer Offensive ausgearbeitet, die den Süden ein für alle Mal in die Knie zwingen sollte. Dieser Plan sollte später als eben jene Tet-Offensive in die Geschichtsbücher eingehen. Sie zielte allerdings nicht darauf ab, die SVA und die US-T in einer direkten Konfrontation militärisch zu besiegen, sondern hatte das Ziel, durch die vermeintliche Stärke des Nordens einen Volksaufstand in Südvietnam zu entfachen. Dabei war das Datum, an dem man sie beginnen wollte, ideal gewählt. Die Tet-Feiertage sind die Wichtigsten in Vietnam, daher befanden sich viele Soldaten der südvietnamesischen Armee (SVA) bereits auf Fronturlaub. Während dieses Festes, das natürlich auch im Norden gefeiert wird, rechnete niemand mit einem Angriff.
Überraschend ist jedoch die Sorglosigkeit der amerikanisch-südvietnamesischen Führung. Dem dortigem Führungsstab war die Möglichkeit einer Offensive nicht entgangen, dennoch hatte man nichts unternommen, um dieser schnellstmöglich entgegen wirken zu können.

 


Vorbereitung

Da die Offensive vor allem auf südvietnamesische Großstädte abzielte, wurde alles unternommen, um so viele dort stationierte Truppen wie nur möglich herauszulocken. Dazu wurden zuerst einmal, vor den Augen der Amerikaner, ca. 84.000 Mann und viele tausend Tonnen Kriegsmaterial in Richtung Süden geschickt, und entlang der ganzen Grenze verteilt.
Kurz darauf wurde der Angriff auf das Fort von Khe Sanh gestartet (einem Stützpunkt der Marines), der zwar nur indirekt mit Tet zusammenhing, jedoch den Effekt hatte, dass Truppen aus den Städten abgezogen wurden. Nun konnte man den Angriff starten.

Die Offensive

Die Offensive

 

Wie bereits erwähnt, wurde der Angriff am 30. Januar gestartet, und zwar mit einer groß angelegten Bombardierung der erwählten Ziele durch Raketen, Mörser und anderer Artillerie.

 

    Diese waren:

    - 36 der 444 Provinzhauptstädte
    - 5 autonome Städte
    - 72 Distrikthauptstädte
    - 23 Militärbasen.

 

Unmittelbar nach der Bombardierung griffen dann reguläre NVA-Einheiten (in Bataillons- bis Regimentsstärke) und Sturmtrupps des VC die Ziele an.
Die US-T und die SVA wurden dadurch völlig überrascht, da aus den höheren Kommandoposten keinerlei Warnungen vor möglichen Angriffen ausgegeben wurde. Besonders erwähnenswert ist hierbei der Angriff auf die südvietnamesische Hauptstadt Saigon selbst (ausgeführt durch 35 Bataillone). Hierbei drang eine Gruppe VC in die amerikanische Botschaft ein und lieferten sich vor laufenden Kameras ein Gefecht mit den dort stationierten US-Militärpolizisten.
Die Angreifer wurden zwar allesamt getötet, jedoch wurde der Glaube an die eigene Unbesiegbarkeit auf Seiten der Amerikaner (besonders der Zivilisten) durch diese Fernsehbilder stark erschüttert.

Auch konnte die NVA große Teile der Stadt, wenn auch nur kurzzeitig, besetzen. Darunter war auch die nationale Rundfunkstation, aus der die auf Entsatz wartenden VC revolutionäre Botschaften senden wollten. Es gelang aber einigen Technikern die Kabel zwischen Gebäude und Sendeanlage zu kappen - die Besetzer wurden kurz darauf alle getötet.

 

 

    Wichtige Gebäude, die angegriffen wurden, waren unter anderem:

    - Hauptquartier der SVA
    - Präsidentenpalast
    - Hauptquartiere der amerikanischen und südvietnamesischen Marinen
    - koreanische und philippinische Botschaft.

 

Doch Saigon war nicht der einzige Brennpunkt. Vom Mekong-Delta (im Südwesten des Landes) bis zu den nördlichsten US-Militärbasen vor der demilitarisierten Zone (DMZ) (Quang Tri und Lang Vei) hatten die SVA und die US-T harte Kämpfe auszufechten, um zu verhindern, dass die NVA und der VC zu weit vordrangen.
Nach einigen Tagen schwerer und verlustreicher Kämpfe gewannen jedoch die SVA und die US-T langsam wieder die Überhand, da sie den Truppen des Nordens auch zahlenmäßig stark überlegen waren (der Überraschungseffekt war inzwischen natürlich vergangen).
Zudem war auch nicht nur ansatzweise etwas von dem Volksaufstand zu erkennen, auf den man im Norden bangend wartete – somit war Tet militärisch gesehen für die Kommunisten ein totaler Misserfolg.
Auch kämpften die SVA-Soldaten mit sehr hoher Motivation, resultierend daraus, dass sie einerseits einen starken Drang hatten, die ihnen verhassten Kommunisten zurück zuschlagen, sie andererseits aber auch dadurch angespornt wurden, dass in den von der NVA und dem VC besetzten Gebieten viele Grausamkeiten verübt worden waren.

 

 

 

Militärisch war die die Tet-Offensive für den Norden also ein totaler Misserfolg, doch half sie trotzdem, den Krieg zu gewinnen. Vor allem durch die Bilder, die aus Vietnam in die Vereinigten Staaten kamen, fing die Zivilbevölkerung erstmals an, gegen den Vietnamkrieg zu protestieren, was schlussendlich mit dem Rückzug aller US-Soldaten aus Südvietnam endete. Denn ohne die Hilfe der USA war die SVA der Armeen des Nordens praktisch schutzlos ausgeliefert. Nur so konnte schließlich der Norden ganz Vietnam unter kommunistischer Herrschaft, die bis heute anhält, vereinen.
Eine Schlacht während Tet ist jedoch mit so großer Härte und Grausamkeit auf beiden Seiten geführt worden, dass sie ein eigenes Kapitel verdient. Nämlich...

 

 

Hue

Die Schlacht um Huế

Huế, die alte Kaiserstadt am Parfümfluss, war während des Vietnamkrieges eine strategisch wichtige Nachschubbasis, die am Highway One liegt. Da sie nur ca. 50 Meilen von der DMZ lag, wurde sie von den verteidigenden Kräften zu einer Verteidigungsfestung ausgebaut, um möglichen kommunistischen Offensiven entgegenzuwirken.
Dies konnte aber trotzdem nicht verhindern, dass am 31. Januar 1968 ca. 8000 NVA-Soldaten und VC die Stadt übernahmen (sie war allerdings vorher schwer mit Artilleriefeuer belegt worden). Dies lag vor allem daran, dass die Stadt mit anfänglich nur 3 US-Marine-Bataillonen viel zu schwach besetzt war.
So wurde Huế die einzige Stadt, die während Tet komplett von den Kommunisten besetzt werden konnte.

Es entbrannten nun heftige Kämpfe um die einzelnen Gebiete der Stadt, vor allem aber um die Zitadelle und den MACV-Komplex (MACV = Military Assistance Command Vietnam). Diese möchte ich jedoch nicht im Detail schildern, da dies eigentlich schon wieder ein Beitrag für sich ist. Fakt ist, dass die US-Kommandeure erkennen mussten, dass sie die Truppen seit dem 2. Weltkrieg viel zu wenig im Häuserkampf hatten schulen lassen. Dies lässt sich besonders gut an einem Beispiel demonstrieren. In der Neustadt kämpften 2 Bataillone Marines gegen die NVA und den VC. Nach sechs Tagen heftiger und verlustreicher Kämpfe waren diese jedoch erst ganze 4 Häuserblocks weiter gekommen.
Da trotz dem Eintreffen von Verstärkung immer noch kein einschlägiger Sieg zu verbuchen war, beschloss man auf amerikanischer Seite einen Strategiewechsel.
Bisher hatte man Huế wegen seiner zahlreichen bedeutenden Bauwerke eine Bombardierung
erspart, doch dieser Plan wurde nun aufgegeben. Man eröffnete aus schwerer- und aus Schiffsartillerie das Feuer auf die Stadt (insgesamt wurden ca. 52.000 Artilleriegeschosse und 7670 Schüsse aus Schiffsgeschützen abgefeuert). Dies hatte eine verheerende Wirkung, denn ganze Blocks wurden zerstört und viele Zivilisten getötet.
Das Ziel konnte jedoch erreicht werden, denn am 10. Februar war die gesamte Neustadt feindfrei und zurückerobert. Nun stießen die US-T und die SVA nach und am 24. Februar wurde auch der Kaiserpalast zurückerobert. Am 2. März war schließlich wieder die gesamte Stadt unter der Kontrolle Südvietnams.

Insgesamt wurden bei den Kämpfen in Huế auf amerikanischer Seite 119, auf südvietnamesischer 363 und auf kommunistischer Seite 8.000 Soldaten getötet. Zudem kamen während der Kämpfe auch ca. 6000 Zivilisten um, eine erschreckend hohe Zahl.

 

 

Nachbetrachtung

Fazit

 

Militärisch gesehen war die Tet-Offensive für den Norden ein katastrophaler Fehlschlag. Es wurden nämlich nicht nur ca. 54.000 reguläre Soldaten getötet, sondern auch der VC als politische und militärische Größe nahezu ausgelöscht. Auch wurde durch den nicht erfolgten Volksaufstand der im Norden weit verbreitete Glaube, dass man im Süden nur darauf warte, den Kommunismus anzunehmen, gestürzt.

 



Für die USA hingegen war die Offensive zwar ein eindeutiger Sieg, doch war dieser, im Vergleich zu den negativen Pressemeldungen, die die Antikriegshaltung im Heimatland bestärkte, nichts mehr wert. Diese führten, trotz der prekären militärischen Lage im Norden, dazu, dass die USA Schritt für Schritt ihre Truppenkörper aus Vietnam abzogen („Vietnamisierung“ des Krieges), was schlussendlich dazu führte, dass die Kommunisten ganz Vietnam vereinen konnten.

Somit ist die Republik Vietnam einer der letzten kommunistischen Staaten der Welt.

 

 

 

Quellen

Buch: Schlachten, Die größten Gefechte der Weltgeschichte, Parragon Verlag, ISBN: 978-1-4075-0572-5

Letzter Zugriff am 28.10.2010

Wikipedia Deutsch - Die Tet-Offensive
Wikipedia Deutsch - Die Schlacht um Hue
lebensgeschichten.org - Die Tet-Offensive
u-s-history.com - Tet Offensive



Autor: talesofvalor

Vorgeschichte

Operation Irene


 

 




 

Einleitung



Die Schlacht, die sich in Mogadischu, der Hauptstadt von Somalia, am 3. und 4. Oktober 1993 abspielte, war eine Auseinandersetzung zwischen US-Elitesoldaten, sowie Soldaten aus Malaysia und Pakistan, die in einer UNO-Mission für Frieden sorgen sollten. Das Gefecht wurde gegen somalische Milizionären geführt bzw. umgekehrt. Während der Aktion fanden 18 US-Soldaten den Tod und Sie führte in der weiterführend zu einer grundlegenden Änderung der US Politik unter dem damaligen Präsidenten Bill Clinton. Diese Schlacht ist in der westlichen Welt auch unter den Codenamen für den Beginn der Operation bekannt - Operation Irene. Die Operation bzw. die Kampfhandlungen, spielten sich einem Stadtteil in der Mitte von Mogadischus ab. Der damalige Operationsname war Gothic Serpent. Dieser Tag ging in die Geschichte der US Army Ranger ein und wird bis heute als Maalintii Rangers („Tag der Rangers“) in den Analen des Regimentes geehrt.
 

 

 

Vorgeschichte

Anfang April 1992 begann die UNO mit ihrer Mission UNOSOM I, diese hatte die Aufgabe die Nahrungsversorgung der Bevölkerung in Somalia sicherzustellen und den Bürgerkrieg in Somalia zu beenden. Es sollte wieder Ruhe ins Land gebracht werden. Einige Zeit später wurden ca. 500 pakistanische UNO-Soldaten in Mogadischu stationiert.
Während in Sachen Lebensmittelversorgung erste Erfolge sichtbar wurden, und zwar trotz wiederholter Überfälle und Diebstähle von Hilfsgütern und Lebensmitteln, gelang es nicht durch die UNOSOM einen Waffenstillstand zustande zu bringen. Ab Anfang August 1992 beteiligte sich das US-Militär an der Friedensmission. Daraufhin brachten US Militärflugzeuge Hilfsgüter in das Land und in die Flüchtlingslager in Nord-Kenia. Es wurde ein kleines Team mit der Vorbereitung einer Militäroperation betraut, die die Verteilung der Hilfsgüter zu Aufgabe hatte und ein Ende des Bürgerkriegs herbeiführen sollte. Durch die neuen Aufgaben der UNO und der USA wurden im August die UNO-Truppe im Land um 3500 Mann aufgestockt.

 


 
Schlacht von Mogadischu
Datum 3. Oktober – 4. Oktober 1993
Ort Mogadischu, Somalia
Ausgang unerwartet hohe Verluste der US-Truppen
Folgen Abzug der US-Truppen aus Somalia
Konfliktparteien
somalische Milizionäre 75th Ranger Regiment,
1st Special Forces Operational Detachment-Delta (Airborne)
auch nur kurz Delta Force,
24th Special Tactics Squadron (Air Force)
160th Special Operations Aviation Regiment (Airborne)
auch nur kurz 160th S.O.A.R Night Stalkers
10th Mountain Division
UNO-Truppen aus Malaysia und
den Streitkräften Pakistans
Befehlshaber
Mohammed Farah Aidid
William Garrison
Truppenstärke
ca. 2000
160 US-Soldaten
Verluste
Faktenlage unklar,
schätzungsweise 1000
Gefallene
19 Gefallene während des Einsatzes
(18 US-Soldaten
1 UN-Soldat aus Malaysia)
93 Verwundete




 

Eine Ranger Besatzung eines Black Hawk


Die Operationen

Operation Restore Hope



Trotzdem verbesserte sich die Sicherheitslage in Mogadischu nicht. Die Nahrungslieferungen wurden immer wieder Opfer von Plünderungen. Im November beschossen bewaffnete somalische Milizkämpfer ein Schiff, das mit Hilfsgütern beladen war. Das Schiff musste daraufhin abdrehen und zwar bevor es den Hafen erreichen konnte und somit konnte es auch seine Fracht nicht löschen. Dadurch nahm die Hungersnot immer katastrophalere Züge an. Weil immer mehr Medien im Krisengebiet präsent wurden und der darauf folgenden drastischen Bilder aus Somalia in den Nachrichten, verabschiedete der UNO-Sicherheitsrat im Dezember 1992, eine Resolution über die Aufstellung einer Kampfgruppe der Unified Task Force (UNITAF) unter US-Führung. Dieser Verband sollte in Südsomalia die öffentliche Ordnung wiederherstellen, und die Hilfsgütern Verteilung sichern. Dieser Militäreinsatz erhielt die Bezeichnung Operation Restore Hope das übersetzt heißt (Operation Wiederherstellung der Hoffnung).

Zur Erfüllung dieses Einsatzes wurde die Tripoli Amphibious Task Unit bestimmt, welche als Speerspitze des Einsatzes dienen sollte. Dieser Verband bat sich gut an, da deren Soldaten sich gerade auf dem Weg zu einem Manöver am Persischen Golf befanden. Am Morgen des 9. Dezember 1992, landete eine schnelle Eingreiftruppe, bestehend aus 44 US Marines und US Navy SEALs an der Küste nahe dem Hafen, sowie dem Flughafen von Mogadischu. Bis März 1993 gelang es den Soldaten und verschiedenen Diplomaten weitgehend ohne den Einsatz von Gewalt, die Kämpfe in Somalia einzudämmen und ein funktionierendes System zur Nahrungsmittelverteilung einzurichten. Gleichzeitig begannen die Truppen mit dem Aufbau einer Versorgungsbasis in Mogadischu, und wiesen die übrigen Teile des internationalen Blauhelmkontingents in ihre Aufgaben ein. Im März 1993 sah die US- Regierung die Mission als beendet an. Aber durch Drängen der UNO wurde jedoch die Operation verlängert.

 

Operation Continue Hope



Die Mission UNOSOM II wurde vom UNO-Sicherheitsrat im März 1993 beschlossen. Die als Operation Continue Hope bezeichnete Aktion sollte die erfolgreichen Aufgaben von UNOSOM I fortsetzen. Die neuen Aufgaben der UNOSOM II Mission hatten den Schwerpunkt der weiteren Unterstützung, humanitären Hilfe, wie auch die politische Struktur in Somalia wieder aufzubauen und das gesamte Land stabiler machen, einschließlich des Nordens Somalias (Somaliland), das sich im Mai 1992 für unabhängig erklärt hatte. Neben den 3000 Soldaten, die eigentlich für die UNO-Mission gestellt worden waren, bildete die USA eigenständig eine schnelle Eingreiftruppe, die als Quick Reaction Force, kurz (QRF) bezeichnet wurde. Sie umfasste 800 Mann und setzte sich aus einem leichten Infanterie-Bataillon und zwei Helikopter-Bataillonen der 10th Mountain Division (10. US-Gebirgsjägerdivision) zusammen. Schon kurz nach dem Start der UNOSOM II Mission zeigten sich erste Probleme:

Das erste Problem war, dass die Truppenstärke zu gering war. Der Grund für eine zusätzliche Aufstockung der Truppen war die Ordnung im gesamten Land auf Dauer aufrecht zu erhalten.
Das zweite Problem war, dass die Koordination zwischen den verschiedenen beteiligten Nationalitäten schlecht funktionierte. Auch bei den Versuchen der UNO, Frieden zwischen den Bürgerkriegsparteien zu verhandeln, war von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Im Mai 1993 trafen sich zum ersten Mal des wichtigsten Clanführers Mohammed Farah Aidid, UNO-Vertreter und Anführer von Bürgerkriegs-Truppen zwecks Vermittlung zur Verhandlungen. Es wurde vor allem über einen Waffenstillstand zwischen allen verfeindeten Clans geredet. Als am Ende der Verhandlungen keine Einigung erzielt werden konnte, trafen sich am 4. Juni 1993 rund 200 Vertreter von Clans, um einen eigenen Waffenstillstand zu schließen. Nach den neuen Verhandlungen zwischen den Clan Vertretern, kündigten die meisten Clan Vertreter die Zusammenarbeit mit der UNO, die daraufhin den vorläufigen Waffenstillstand für ungültig erklärten. Bereits am nächsten Tag kontrollierten pakistanische Blauhelm Soldaten ein Gebäude, das von Aidids Milzkämpfern als Waffenlager und Radiosender genutzt wurde. Daraufhin eröffneten Aidids Truppen den Kampf, bei dem alle 24 eingesetzten Pakistanern ums Leben kamen. Nach einer UNO-Resolution, die das Vorgehen der Milizkämpfer Aidids verurteilte und die Festnahme der Schuldigen verlangte, führte die UNO Führung, Mitte Juni 1993, einen Luftschlag gegen Aidids Hauptquartier durch. Die Auseinandersetzungen und Anspannungen zwischen US-Truppen und Somaliern verschärften sich nachdem ein US Kampfhubschrauber in der Annahme, das Aidid sich unter dem Zielen befand, am 12. Juli 1993 eine Luftschlag auf einen vermeintliche Versammlung von Aidid-Anhängern führte. Bei diesem Angriff wurden vermutlich 50 Menschen getötet.
Eine Untersuchung ging später davon aus, dass es sich bei der Versammlung um eine Friedensverhandlung von Clan-Ältesten gehandelt hatte. Eine Bestätigung gab es nicht, auch weil Journalisten, die vor Ort waren, von somalische Milzkämpfer getötet wurden.

 

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Operation Irene

Das Desaster von Mogadischu



Bei der Fahndung nach Aidid ruhte die Hauptlast zunächst auf einer schnellen Eingreiftruppe der damals stationierten 10th Mountain Division, welche zunächst unter dem Kommando von General Thomas Montgomery standen. Dieser forderte vom US-Verteidigungsministerium gepanzerte Fahrzeuge zur Unterstützung an, die jedoch vom Ministerium verweigert wurde. Dafür schickte die Regierung Ende August eine Einsatzgruppe - die sogenannte Task Force (TF). Ein Solche bestand in diesem Falle aus Mitgliedern der Delta Force, US Army Rangers und der 160th S.O.A.R. Kommandant war General William Garrison, ein erfahrender Kommandeur des amerikanischen Militärs.
Die Gruppe wurde dann nach ihrer Ankunft als Task Force Ranger (TFR) bezeichnet, deren Aufgabe darin bestand, als schnelle Eingreiftruppe bei der Jagd nach Aidid, die 10th Mountain Division zu entlasten. Auch die CIA beteiligte sich mit Agenten an der Suche nach Aidid, wobei sich diese bereits im Land befanden und zur Special Activities Division gehörten. Zwar war die Aufgabe der Einheit Informationen über den Aufenthalt Aidids zu beschaffen, aber es konnten während des gesamten Einsatzes keine brauchbaren Ergebnisse liefern. Dennoch stürmte die Task Force Ranger mehrfach vermeintliche Aufenthaltsorte Aidids und seiner Angehörigen.
Parallel dazu verhandelte das UNO-Kommando mit Aidid, um einen Waffenstillstand nach UNO-Bedingungen zu erreichen. Im gleichen Zeitraum nahmen aber Angriffe auf UNO-Soldaten sowie den Angehörigen der Task Force Ranger zu.
Dies stellte eine Reaktion Aidids auf die Angriffe durch die TFR dar, die zwar ihn nicht persönlich trafen, aber einige seiner sehr wichtigen Verhaftung. Dadurch geriet das UNO-Kontingents ins schwanken da einige Staaten ihre Soldaten zurück zogen oder sich weigerten, an der Jagd nach Aidid die USA zu unterstützen. Durch diese Fakten kam es am 3. Oktober 1993 zu einem katastrophal gescheiterten Überfall der Amerikaner auf einen Stützpunkt Aidids.

 

 

Dieses Bild zeigt das eingesetzte Abseilverfahren in der Operation Irene das sogenannte Fast-Roping

 

Planung von der Operation Irene

 

Es war geplant, dass Soldaten der 1st Special Forces Operational Detachment-Delta kurz Delta Force, am frühen Nachmittag bei einem wichtigen Treffen von Aidids Beratern eingreifen, diese oder sogar in selbst festnehmen und dann wieder verschwinden sollten. Die Gesuchten befanden sich angeblich um 15 Uhr in einem Gebäude nahe dem Hotel Olympic im Bakara-Bezirk in Mogadischu, dort sollten Sie sich nach Informanten Auskunft treffen um Gespräche zu führen.

Dieses Gebäude sollte dann von Männer der Delta Force, die von MH-6 Little Bird-Helikoptern direkt am und auf dem Gebäudedach abgesetzt werden sollten, um 15:45 Uhr gestürmt. Um 15:46 Uhr sollten sich dann Rangers aus MH-60 Black Hawks abseilen und die vier Eckpunkte des Gebäudes sichern. Dieses Vorgehen hatte den Zweck, feindliche Milizen beim Eindringen oder auch eine mögliche Flucht, der im Gebäude befindlichen Personen zu verhindern. Nach dem ersten Abschnitt der Mission sollte ein aus Humvees und 5-Ton-Trucks bestehender Konvoi alle Soldaten (der Rangers und Delta Force) sowie die Gefangenen aufnehmen und sicher zu US-Basis wieder bringen. Für den gesamten Einsatz wurde eine Operationsdauer von maximal einer Stunde veranschlagt, weswegen auch die Soldaten auf Nachtsichtgeräte und Wasser verzichteten.

 


 
 
Gefallene US Soldaten
Name
Tätigkeit
Medaille
 

1st Special Forces Operational Detachment-Delta

MSG Gary Gordon Getötet, bei der verteidigung der Besatzung von SuperSix-Four (Michael Durant) Medal of Honor, Purple Heart
SFC Randy Shughart Getötet, bei der verteidigung der Besatzung von SuperSix-Four (Michael Durant) Medal of Honor, Purple Heart
SSG Daniel Busch schwer Verwundet bei der Verteidigung nach dem Absturz von SuperSix-One Silver Star, Purple Heart
SFC Graf Fillmore Getötet nach dem ersten Absturz Silver Star, Purple Heart
SFC Matt Rierson Getötet bei Mörserbeschuss Silver Star, Purple Heart
MSG Tim "Griz" Martin An seinen schweren Verletzungen erlegen Silver Star, Purple Heart.
 

3rd Ranger Battalion, 75th Ranger Regiment

CPL Jamie Smith An seinen schweren Verletzungen erlegen Bronze Star with Valor Device and Oak leaf cluster,
Purple Heart
SPC James Cavaco Getötet, beim rückmarsch des Konvois Bronze Star with Valor Device Purple Heart
SGT Casey Joyce Getötet, beim rückmarsch des Konvois Bronze Star with Valor Device Purple Heart
PFC Richard "Alphabet" Kowalewski Getötet, beim rückmarsch des Konvois Bronze Star with Valor Device Purple Heart
SGT Dominick Pilla Getötet, beim rückmarsch des Konvois Bronze Star with Valor Device Purple Heart
SGT Lorenzo Ruiz Getötet, beim rückmarsch des Konvois Bronze Star with Valor Device Purple Heart
 
160th Special Operations Aviation Regiment (160th S.O.A.R)
SSG William Cleveland Crew Chef von Super Six-Four Getötet Silver Star,
Bronze Star,
Air Medal with Valor Device Purple Heart
SSG Thomas Field Crew Chef von Super Six-Four Getötet Silver Star,
Bronze Star,
Air Medal with Valor Device Purple Heart
CW4 Raymond Frank Co-Pilot von Super Six-Four Getötet Silver Star,
Bronze Star,
Air Medal with Valor Device Purple Heart
CW3 Clifton "Elvis" Wolcott Pilot von Super Six-One Gestorben beim Absturz Distinguished Flying Cross,
Bronze Star,
Air Medal with Valor Device Purple Heart
CW2 Donovan "Bull" Briley Co-Pilot von Super Six-One Gestorben beim Absturz Distinguished Flying Cross,
Bronze Star,
Air Medal with Valor Device Purple Heart
 
2nd Battalion 14th Infantry Regiment, 2nd Brigade
10th Mountain Division
SGT Cornell Houston Getötet auf dem Rettungs Konvoi Bronze Star with Valor Device,
de Fleury Medal Purple Heart
PFC James Martin Jr. Getötet auf dem Rettungs Konvoi Purple Heart



 

 

Die beiden mit der Medal of HonorAusgezeichneten Delta Force Scharfschützen von links aus gesehen: Sergeant First Class Randall Shughart und Master Sergeant Gary Gordon

Verlauf

Verlauf der Operation Irene



Um etwa 15:40 Uhr begann die TFR mit dem Anflug auf das Zielgebäude. Bis dahin verlief die Operation wie nach Plan. Doch schon bald musste man feststellen, dass sich die Miliz dieses Mal deutlich schneller in Bewegung setzte als bei vorherigen Überfällen der Task Force. Kurz nach Beginn der Mission gab es schon die ersten Verwundeten auf der Seite der Rangers. Trotzdem gelang es der Task Force die Gefangenen zu verladen und einen Teil der TFR (Teile des 4. Zuges, „Chalk 4“) in den Fahrzeugkonvoi aufzunehmen. Auf dem Rückweg zu Basis nahm der Widerstand der Miliz ungeahnte Ausmaße an. Zwei Fahrzeuge des Konvois wurden von RPGs zerstört - RPG ist eine militärische Abkürzung für raketengetriebenen Granaten .

Kurze Zeit darauf wurde auch schon ein MH-60 „Black Hawk“ (mit dem Rufnamen: Super Six-One), der sich über dem Kampfgebiet befand, von einer RPG getroffen. Dadurch stürzte der Hubschrauber mit sieben Mann Besatzung, knapp 300 Meter vom Zielgebäude entfernt, ab. Die Reaktion auf den Absturz war, dass sofort ein Helikopter mit einen Rettungsteam und die noch nicht eingesammelten Rangers dorthin geschickt wurden. Kurze Zeit später landete die Besatzung eines Hughes MH-6-'Little-Bird'-Kampfhubschraubers (mit dem Rufnamen: Star Four-One), bei der Absturzstelle, und barg zwei Leichtverletzte. Ein weiterer Black Hawk setzte ein Combat Search and Rescue Team (kurz CSAR- Team) aus der TFR ab, wurde aber nach dem Absetzen der beiden Sanitäter selbst beschossen und musste beschädigt zum Stützpunkt zurückkehren. Dadurch saß das Rettungsteam am Hubschrauberwrack fest und wurde gleich darauf hin von einer schnell größer werdenden Menge aus Milizionären und bewaffneten Zivilisten angegriffen. Unter den Angreifern befanden sich auch Frauen und Kinder. Während sich das Rettungsteam gegen die angreifende Miliz zu wehren versuchte, musste auch der Konvoi versuchen zur Absturzstelle durchzubrechen.
Durch Orientierungsprobleme und durch ungenaue Anweisungen aus der Luft, gelang es den Konvoi nicht die Straßensperren in den Straßen Mogadischus zu durchbrechen. Als auch die Sinnlosigkeit dieser Versuche deutlich wurden, entschied der kommandierende Offizier Colonel Daniel McKnight, mit dem Konvoi zur Basis zurückzukehren um sich neu zu formieren und seine Waffen mit Munition zu versorgen. Durch diese Versuche zu Absturzstelle zu gelangen, hatte der Konvoi mittlerweile so viele Verletzte und Tote, dass der Aufenthalt an der Absturzstelle nach eigener Einschätzung McKnights mehr geschadet als genutzt hätte.

Fast zum gleichen Zeitpunkt, etwa so gegen 17 Uhr, wurde der zweite Black Hawk (Rufname: Super Six-Four) abgeschossen. Dieser stürzte etwa einen Kilometer vom ursprünglichen Einsatzort der Task Force entfernt ab. Gegenwärtig stellte Garrison unterdessen einen vorläufigen Trupp aus Stabspersonal und leichten Infanteristen zusammen, die mit nur leicht gepanzerten Fahrzeugen in die Stadt geschickt wurde. Dieser Versuch zu den Absturzstellen zu gelangen scheiterte, denn sämtliche Straßen in und um die Stadt waren mit Sperren verriegelt. Die Soldaten gelang es somit nicht, zu den Absturzstellen zu gelangen. Bei diesem Versuch gerieten die Soldaten ständig unter massiven Beschuss der Milz bzw. Zivilisten und fanden keinen Weg um die Blockaden herum.
Gleich kurz nach dem Absturz von Super Six- Four, wurde ein neuer Luftrettungsversuch über der Absturzstelle gestartet. Dieser Selbstmordeinsatz wurde von zwei Mitgliedern der Delta Force durchgeführt, die sich freiwillig für diesen Einsatz gemeldet. Dem Black Hawk, der die beiden Soldaten transportierte, gelang es die Beiden ziemlich genau abzusetzen. Doch auch er wurde angegriffen und in der Luft von einer raketengetriebenen Granate getroffen. Doch bei diesem dritten Black Hawk gelang es dem Piloten mit viel Mühe in der Nähe des Flughafens eine Bruchlandung zu machen bzw. sich so zu retten. Die beiden abgesetzten Soldaten, es handelte sich um den Master Sergeant Gary Gordon und den Sergeant First Class Randall Shughart, versuchten das Wrack zu verteidigen. Leider gelang ihnen es nicht und sie wurden wie fast die gesamte Besatzung von Super Six-Four, von einer Übermacht Somalier überrannt und getötet.
Nach dem Einsatz erhielten beide Scharfschützen posthum die Medal of Honor, bei dieser Auszeichnung handelt es sich um die höchste Tapferkeitsauszeichnung der US Streitkräfte. Schockierend war dabei, dass die Leichen der beiden Soldaten durch die Straßen von Mogadischu geschleift wurden. Diese schrecklichen Bilder gingen um die Welt. Von den Piloten dieses Einsatzes überlebte nur Michael J. Durant. Er wurde von der Milz aufgegriffen und war ganze elf Tage in somalischer Gefangenschaft, bevor er wieder freigelassen wurde.

Als es schon dunkel wurde, befanden sich noch 99 Task Force Ranger in Mogadischu. Sie verschanzten sich nahe der ersten Helikopter-Absturzstelle von Super Six One. Dort verteidigten Sie sich gegen die Angriffe der somalischen Milz. Erst als schon viele seiner Soldaten gefallen und schwer verwundet waren, wandte sich General Garrison an die Kommandeure der pakistanischen und malaysischen Blauhelm-Truppen und bat diese um Hilfe. Doch nach der Zusage von Hilfe, gelang es erst um 23:30 Uhr einen Konvoi aus vier pakistanischen Panzern, 24 malaysischen gepanzerten Mannschaftstransportern, zwei leichten US-Infanterie-Kompanien der 10. US-Gebirgsdivision und rund 50 TFR-Mitgliedern aufzustellen und in Bewegung zu setzen. Nach zweieinhalb Stunden gelang es den Verband, unter heftigen Kämpfen und unter ständigen Beschuss der Milz, die erste Absturzstelle zu erreichen. Dies dauerte deshalb so lange, weil der Konvoi durch die Dunkelheit und der Milz aufgehalten wurde. Dazu kam noch, dass der genaue Standort der Rangers unbekannt war. Aus diesem Grund entschied sich der Rettungskonvoi dafür, sich in zwei Teile zu spalten, die sich jeweils zu einer der beiden Helikopter-Absturzstellen durchkämpften sollte - was im Endeffekt auch gelang. Später schloss sich der Verband bei der Absturzstelle von Super Six-One wieder zusammen. Die verschanzten Rangers bildeten nun einen Verband, doch war dies bei dem anderen Konvoi nicht vom selben Erfolg beschienen. Bei der versuchten Rettungsaktion des zweiten Konvois nämlich, fanden die Soldaten bei dieser zweiten Absturzstelle (Super Six-Four) keine Überlebenden mehr.
Leider gelang es nicht, die beiden Teile des Panzerkontingents zu vereinigen, jedoch konnten sich alle Fahrzeuge und die Geretteten zum pakistanischen Stützpunkt zurückziehen.

Verbände/Gerät

Eingesetztes Fluggerät

 

 

MH-60 „Black Hawk“-Hubschrauber



 

Hughes MH-6-'Little-Bird'-Kampfhubschrauber

 

Eingesetzte Verbände:

 

Unterstellte Einheiten der Task Force Ranger:

- 1st Special Forces Operational Detachment-Delta (1st SFOD-D) — Kurz "Delta Force" C Squadron,
- 75th Ranger Regiment Bravo Company, 3rd Ranger Battalion,
- 160th Special Operations Aviation Regiment (Airborne) (The Night Stalkers) 1st Battalion,
mit MH-6J und AH-6 "Little Birds" und MH-60 A/L Black Hawks
- 24th USAF Special Tactics Squadron
- SEAL Team Six (Fünf Mann Navy SEAL Operators Team)
- Luftunterstützung durch den Flugzeugträger CVN-72 USS Abraham Lincoln

Unterstellte Einheiten der Task Force-10th Mountain Division:

- 14th Infantry Regiment, 2nd Battalion,
- 87th Infantry Regiment, 1st platoon, C Company, 1st Battalion,
- 15th FF Bataillon, von dem Grenzregiment, der Pakistanischen Armee
- 19 Soldtaten aus der Pakistanischen Armee

 

United Nations Forces:

- Royal Malay Regiment, 19th Battalion, aus der Malaysischen Armee
- 11th Regiment, Grup Gerak Khas
- Baloch Regiment, 10th Battalion von der Pakistanischen Armee

Die Folgen

Folgen der Operation Irene

 

Es starben in dem ca. zwölfstündigen Feuergefecht insgesamt 18 US Soldaten und ein malaysischer Blauhelmsoldat. Bis heute ist die genaue Zahl der getöteten Somalier nicht bekannt, aus gewissen Quellen ist von ca. 1000 Toten die Rede. Es wurden 84 US-Amerikaner, dies waren rund zwei Drittel der eingesetzten Truppe, sieben Malaysier und zwei pakistanische Blauhelmsoldaten verwundet. Zwei Tage später wurde ein weiterer US-Soldat durch einen Anschlag so schwer verwundet, dass er wenige Tage später an den Verletzungen erlag. Dieser letzte Tote ist ein Grund, dass viele Quellen von 19 gefallenen US Soldaten reden. Vor allem die Fernsehbilder der getöteter Delta Force Scharfschützen, die durch die Straßen von Mogadischus geschleift wurden, führte in den USA zu einem Wandel der öffentlichen Meinung über das Engagement der US Army in Somalia. Leider erst nach dem Ausgang dieser Schlacht, beschloss die US-Regierung, gepanzerte Truppentransporter sowie Panzer und AC-130H-Gunship-Flugzeuge nach Somalia zu verlegen. Eine weitere Reaktion auf den Ausgang der Aktion von Seiten der US-Regierung war, dass der damalige Präsident Bill Clinton am 6. Oktober beschloss, alle weiteren Militäroperationen gegen Aidid - außer zur Selbstverteidigung der Truppen in Somalia - einzustellen zu lassen. Außerdem kündigte er an, dass bis Ende März 1994 alle Soldaten der Task Forces Ranger aus dem Land abgezogen werden. Gleichzeitig zu den Entscheidungen der US-Regierung wurde der ehemalige Botschafter Robert B. Oakley als Sondergesandter nach Somalia geschickt. Er sollte auf politischem Weg ein Ende des Bürgerkrieges erreichen.
Am 15. Dezember 1993 trat der damalige Verteidigungsminister Les Aspin aus persönlichen Gründen zurück und gab alle seine Ämter ab. Man vermutet, dass die Ereignisse in Mogadischu ausschlaggebend gewesen sein könnten. Der Rücktritt wurde am 4. Februar 1994 ämtlich.

Am 25. März 1994 waren fast alle US-Soldaten aus Somalia abgezogen. Es blieben nur einige Soldaten auf Schiffen vor der Küste zurück, um falls nötig die ca. 1000 US-amerikanischen Zivilisten, die sich noch im Land befanden, im Notfall zu evakuieren. Die Operation UNOSOM II endete am 31. März 1995 ohne einen Erfolg erzielt zu haben, nachdem die verbleibenden UNO-Truppen vollkommen die Kontrolle über die Stadt Mogadischu verloren hatten. Zu diesem Termin wurden auch die letzten verbleibenden US-Truppen vollständig abgezogen.
Dieses Desaster von Mogadischu sollte ein bleibenden Eindruck auf die US-Politik habe, der dazu führte, dass sich die USA in den Folgenjahren nur an sehr wenige Blauhelm-Einsätze beteiligte. Als General Garrison am 2. Januar 1996 von Aidids Tod, infolge einer Schussverletzung, erfuhr, gab er darauf öffentlich seinen Rücktritt aus dem aktiven Dienst bekannt.

 

 

Diese Bild zeigt die Rettung der Besatzung von Super Six-One auf dem Bild sieht man außerdem Mitglieder der Delta Force

 

Dieses Bild stammt aus dem Film Black Hawk Down

Ursachenforschung

Ursachen Forschung nach der Operation Irene

 

Bei der späteren Ursachen-Forschung der Operation Irene und dessen Verlauf, haben US-Militärkreise eine Reihe von Punkten herausgearbeitet, die Schuld sein könnten am gescheiterten Einsatz der Task Force Ranger. Dem erste Punkt nach, existierten im Jahr 1993 noch keinerlei Richtlinien für das Vorgehen von US Einheiten in einer Operation bzw. Aktion, die sowohl das Ziel einer friedenserhaltende als auch einer militärischen Operation zusammen besaß. Außerdem war das Einsatzziel der Operation Irene nicht klar genug definiert, wodurch sich die Einsatzziele im Verlauf der Mission mehrfach wandelten. Als nächsten Grund wurde genannt, dass die US- Militärführung behauptete, General Garrison hätte sich zu einer persönlichen Jagd nach Aidid hinreißen lassen, obwohl keine verlässlichen Quellen vorlagen bzw. Aidids Aufenthaltsort nicht gesichert war. Ein weiterer Grund war neben der schlechten Informationsbeschaffung die Vorgehensweise. Der Militärapparat der Amerikaner war sehr vorausberechenbar und somit ein Hauptgrund für das Scheitern jedwedes Vorgehens. Die Grundlage dieser Behauptung, die US-Truppen hatten schon mehrere Überfälle dieser Art nach dem gleichen Muster durchgeführt. Bei diesen Angriffen bzw. Eingreifen war die einigste Variante, dass die Kampfzone über den Luftweg (Hubschrauber), über einen Konvoi und/oder im Zusammenspiel beider Varianten verlassen wurden. Durch diese vorhersehbaren Taktik war die Miliz in der Lage, sich auf das Gefecht mit den Amerikaner einzustellen und die überlegenen US-Truppen zu schlagen. Dieses Problem wurde dadurch noch verstärkt, dass sich der gesamte Einsatz im Herzen der von der Miliz kontrollierten Stadtmitte abspielte. Außerdem behinderte sich die Befehlskette gegenseitig bei der Planung des Einsatzes.

Die Planung und die Koordination zwischen den verschiedenen Verbänden funktionierte zu langsam. Ein Beispiel dafür war, dass der Beobachtungshubschrauber keine Informationen direkt vom Aufklärungsflugzeug anfordern konnte, sondern man musste erst den Stab um Erlaubnis fragen. Der Grund dafür war, dass der Stab dachte, nur so nicht die Geheimhaltung von Daten gewährleisten zu können. Durch diesen Umweg ist sehr wichtige Zeit verloren gegangen. Außerdem wurden viele operative Fehler begangen, so wie der Fakt, dass erst kurz vor der Operation die schwer bewaffneten Flugzeuge vom Typ AC-130H Gunship auf Anordnung von General Montgomery abgezogen wurden. Das sollte die Verhandlungen mit Aidid verbessern. Ähnlich wie die Entscheidung, dass der Verteidigungsminister Les Aspin die Anforderung von General Montgomery ablehnte, zusätzliche gepanzerte Fahrzeuge zum Einsatz zu bringen. Der nächste Punkt wäre, dass die Soldaten kaum über schwere Waffen verfügten. So waren beispielsweise Granatwerfer, die gegen die angreifenden Miliz hätten sinnvoll eingesetzt werden können, nicht vorhanden . Ein sehr schwerer Fehler war, dass die Militärführung zugelassen hat, die Rangers nur einen Teil ihrer Keramik-Panzerung mit sich führen, was zwar ihre Beweglichkeit im Häuserkampf erhöhte, aber eine Handvoll Soldaten das Leben gekostet hatte. Der letzte begangene Fehler war es, die Operation Irene ohne Unterstützung der übrigen UNO-Truppen durchzuführen, diese Verbände hätten zudem schwere Waffen besessen und verfügten auch über ausreichende Panzerfahrzeuge, die als Deckung eingesetzt werden konnten.

 

 

Diese Karte zeigt die offizielle Einsatz Einteilung der Operation Irene 1993

Thema/Statistik

Schlacht von Điện Biên Phủ




 


 
Die Schlacht von Điện Biên Phủ
 
Datum
13. März–7. Mai 1954
Ort
Điện Biên Phủ, Vietnam
Ausgang
Sieg der Viet Minh
Folgen
Die Genfer Indochina-Konferenz
 
Konfliktparteien
 
Frankreich/Việt Minh
Befehlshaber
Henri Navarre
Christian Marie de Castries
Marcel Bigeard
Võ Nguyên Giáp
 
Truppenstärke
Frankreich
16.000 Soldaten,
1 Pionierbataillon,
1 Panzerkompanie,
3 Artillerieabteilungen,
14 Flugzeuge
Việt Minh
65.000 Soldaten,
2 Infanteriedivisionen,
3 Infanterieregimenter,
1 Pionierbataillon,
4 Artillerieabteilungen,
1 Flak-Regiment
 
Verluste
Frankreich
2.293 Gefallene
5.193 Verwundete
11.800 Gefangene
Việt Minh
7.900 Gefallene
15.000 Verwundete und Vermisste




Die Schlacht von Điện Biên Phủ war die entscheidende Schlacht während des Indochinakrieges. Die hohen Verluste an Menschen und Material (auf beiden Seiten) beendete die französischen Interventionen in Indochina. Sie wird gerne auch als „Frankreichs Stalingrad bezeichnet“.

Vorgeschichte

Die Vorgeschichte:

 



Zum Zeitpunkt, als das Lager gegründet wurde, sah es für den französischen Oberkommandierenden General Navarre denkbar schlecht aus: Der Krieg dauerte schon sieben Jahre, und es konnte immer noch kein entscheidender Sieg verbucht werden. Im Gegenteil: die Guerillataktik der Viet Minh zermürbte die Moral der Truppe.
Diese unterschied sich grundlegend nicht von der, die der Viet Cong später gegen die amerikanisch-südvietnamesischen Truppen anwendete. Hart zuschlagen, Waffen verstecken und unter der Zivilbevölkerung verschwinden, das war die Devise. Daher beschloss man, die Viet Minh in eine offene Feldschlacht zu zwingen, in der sie gegen die technologisch weit überlegene französische Armee keine Chance haben würden.
Als Austragungsort wurde ein verlassener französischer Außenposten in der Nähe von Điên Biên gewählt, den man zu einem Fort mit vielen vorgelagerten Posten ausbaute (man benannte ihn nach dem Namen der damaligen Kreisstadt, Điện Biên Phủ). Dieser erschien für diesen Zweck geradezu ideal: Er befand sich in einer 16 km langen und 8 km breiten Talmulde, und wurde von einer Hügelkette umgeben, sodass die Viet Minh keinen Ausweg haben würden. Zudem würde der Stützpunkt die Zusammenarbeit der beiden Freiheitsbewegungen Vieth Minh und Pathet Lao verhindern – so dachte man zumindest. Er sollte vor allem aus der Luft versorgt werden, da er sich, wie schon erwähnt, an einer recht unzugänglichen Lokalität befand.
 

 

Die Errichtung und der Aufbau der Festung Điện Biên Phủ

 

Der Ausbau zur Festung begann am 20. November 1953. Die Errichtung des selbigen und die Aufstockung des Kontingents an Soldaten bekam den Operationsnamen „Castor“.
Noch am selbigen Tag setzten die Franzosen die ersten 9.000 Fallschirmjäger in dem Gebiet ab.
Das Hauptlager bestand aus den Komplexen Claudine (dort befand sich das HQ), Eliane, Dominique, Francoise und Huguette (hier wurde der der Flugplatz errichtet), während sich die Außenposten Gabrielle im Norden (auf der Anhöhe Doc Lap), Beatrice im Osten (auf der Erhöhung Him Lam - er sollte die Straße absichern; aufgrund dessen, dass diese Aufgabe äußerst wichtig war, wurde dort ein Bataillon Fremdenlegionäre stationiert), Anne Marie im Westen und Isabelle im Süden (dieser wurde 3 km vom Hauptlager entfernt auf dem Hügel Ham Cum errichtet - daher besaß er auch eine eigene Start- und Landebahn) befanden.
Insgesamt verfügte das französische Expeditionskorps über gut 17.000 kampferfahrene Soldaten, zudem über zahlreiche bewegliche Verbände (auch Panzereinheiten) und mehrere Artilleriebatterien, die im Mittelfeld der Festung positioniert waren. Dort befand sich auch der Kommandostab. Dieses riesige Verteidigungssystem war sowohl auf Wällen, als auch in unterirdischen Gängen aufgebaut. Den Oberbefehl und die Planung der gesamten Anlage übernahm der französische Oberst Christian Marie de Castries.

 

Die Angriffsvorbereitungen der Việt Minh



Von den Việt Minh nur geringfügig beim Aufbau gestört, wurde das Lager schnell fertig. Am 6. Dezember 1953 erhielt General Võ Nguyên Giáp den Befehl, das Lager anzugreifen, und begann sofort mit den Angriffsvorbereitungen.
In monatelanger harter Arbeit gelang es, mit Hilfe der Zivilbevölkerung Artillerie und Flakgeschütze in die umliegenden Berge zu schaffen.
Dabei wurde sowohl die Munition, als auch die in ihre Kleinteile zerlegten Waffen mit Büffeln, Fahrrädern oder sogar per Hand in die Stellungen geschafft.
Um dies verwirklichen zu können, legte der Việt Minh Dschungelpfade an, und schaffte es auch, im ganzen Tal, von den Franzosen unbemerkt, Gräben auszuheben, um die Truppen halbwegs sicher vor der gegnerischen Artillerie, an die Front zu bringen. Diese Gräben wurden auch während der Schlacht noch erweitert und ausgebaut.
Insgesamt zog Võ (Anm.: Ich habe seinen Namen nach der traditionellen Schreibweise verwendet - sein Familienname ist Võ, sein Vorname Nguyên und sein persönlicher Name Giáp) für die Schlacht ca. 33.000 Soldaten zusammen; diese Zahl erweiterte sich während der Stadt auf 50.000. Es wurden folgende Verbände für die erste Angriffswelle aufgestellt:
 

 

*die 308. Infanteriedivision
*die 312. Infanteriedivision
*zwei Regimenter der 316. Infanteriedivision
*ein Regiment der 304. Infanteriedivision
*zwei Abteilungen 105-Millimeter-Haubitzen der „schweren“ 351. Division
*zwei Abteilungen 75-Millimeter-Haubitzen
*ein Flak-Regiment
*ein Pionierregiment

 

In den frühen Tagen des Monats März waren die Angriffsvorbereitungen abgeschlossen, General Võ erhielt den Einsatzbefehl. Daraufhin sprach er folgende Worte (übersetzt) zu seinen Soldaten:

 

Für unsere regulären Streitkräfte hat die Stunde der Offensive gegen Điện Biên Phủ geschlagen. Unser Sieg bei Dien Bien Phu wird bedeuten, die Masse der feindlichen Truppen zu vernichten, den ganzen Nordwesten zu befreien, das Hinterland für den Widerstandskrieg auszudehnen und zu festigen sowie zum Erfolg der Bodenreform beizutragen… Unser Sieg bei Dien Bien Phu wird den Zusammenbruch des Navarre-Plans bedeuten, der schon schwere Rückschläge erlitten hat.“

Die Schlacht

Der Beginn der Schlacht



Am Morgen des 13. März 1954 schlugen plötzlich Unmengen an Artilleriegranaten im Lager ein. Im Lager war man überrascht; war doch De Castries fest davon überzeugt gewesen, dass die Việt Minh niemals schwere Artillerie in die Berge schaffen könnten (dies war auch ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Ortes der Entscheidungsschlacht gewesen). Die französischen Streitkräfte sammelten sich zwar schnell, und erwiderten auch das Feuer auf die gegnerischen Geschützstellungen (allerdings recht wirkungslos), doch konnte nicht verhindert werden, dass schon nach dem ersten Tag die wichtigste Landebahn im Lager schwer beschädigt und die meisten Waffen und Munitionsvorräte vernichtet wurden.
Noch zur selben Zeit griff die 312. vietnamesische Infanteriedivision den nördlichen Außenposten Gabrielle an; die restlichen Truppenteile schlossen dann den Kessel, sodass das gesamte Lager umzingelt war. Immer noch am 13. März griffen die Vietnamesen den nordöstlichen Posten Béatrice an. Obwohl dieser hauptsächlich von Fremdenlegionären, der Elite der französischen Armee, verteidigt wurde, fiel er bereits in der Nacht auf den 14. März.
Der nördlichste Verteidigungsraum, Gabrielle, konnte sich noch bis zum 15. März halten, wurde aber dann ebenfalls von den Vietnamesen überrannt.
Nach diesen ersten Erfolgen setzte Võ seine Truppen auf die westliche Verteidigungsstellung, Anne Marie genannt, an. Dieser war zum Großteil mit rekrutierten T'ais besetzt, und fiel am 17. März, da die nämlichen geschlossen zum Feind übergelaufen waren. Durch den Verlust dieses Außenpostens befand sich das ganze Gebiet nördlich des Hauptlagers unter der Kontrolle der Việt Minh. Indessen war man, bedingt durch die Lage der Festung in einer Talsohle, dem gegnerischen Artilleriefeuer beinahe schutzlos ausgeliefert. Die französische Artillerie schoss zwar weiterhin zurück, doch wurde damit nur wenig bis gar nichts bewirkt.
Der Kommandeur der Artillerie in der Festung betrachtete die Sache sogar als so hoffnungslos, dass er den Freitod wählte.
Auch konnte durch die nunmalige Unbenutzbarkeit der Landebahnen kein Nachschub mehr ins Lager kommen, da keine Landverbindung bestand. Nun forderte der Festungskommandant Luftunterstützung; kurz darauf griff die französische Luftwaffe bereits die vietnamesischen Bergstellungen mit Bomben und mit Napalm an, allerdings wieder ohne einschneidenden Erfolg und noch dazu unter schweren Verlusten, die ihnen durch die neben den Geschützstellungen stehenden Flakgeschütze beigebracht wurden.
Trotz dieses unbestreitbaren ersten Erfolgs der vietnamesischen Armee, verfügten die Franzosen immer noch über den Großteil ihrer Truppen, die im stark ausgebauten Zentrum der Festung stationiert waren.
Am 14. und am 16. März setzte man sogar noch zwei zusätzliche Bataillone Fallschirmjäger ab, um die Garnison zu verstärken. Die französische Luftwaffe griff unterdessen massiv die Nachschublinien der Vietnamesen an, konnte die Versorgung der Truppen an der Front jedoch nicht entscheidend stören.
Ab dem 28. März nahm das Artilleriefeuer dermaßen zu, dass es keinem einzigen französischen Flugzeug mehr möglich war, noch irgendwo im Lager zu landen. Daher versuchte man, die Versorgungsgüter mit Fallschirmen abzuwerfen - allerdings landete das Meiste davon in den Händen der Việt Minh.

Operation Vulture

Operation Vulture (Aasgeier)



Da sich die Lage nach dem de-facto Ausfall der Flugplätze im März drastisch zugespitzt hatte, erkannte die französische Regierung, dass Navarres Plan gescheitert und Indochina alleine nicht mehr zu halten war. Daher sandte man einige Regierungsvertreter in die USA, um dort Hilfe zu erbitten. Diese wurde nach Gesprächen mit Außenminister Dulles und Präsident Eisenhower gewährt. Es wurde sogar angeboten, die Việt Minh, die sich hinter der Front befanden, mit Atombomben anzugreifen und so auch die Unterstützung der Bevölkerung verhindert werden (andere Quellen berichten allerdings, dass die Franzosen darum angefragt hätten). Dieser Plan erhielt den Namen Operation Vulture. Allerdings wollte man den Abwurf nur dann durchführen, wenn auch andere Länder, wie zum Beispiel Großbritannien, damit einverstanden werden.
Diese sprachen sich jedoch dagegen aus, sodass der Plan wieder verworfen wurde.

 

2. Angriff

Die zweite Angriffswelle



Nach der ersten Angriffswelle trat erst einmal eine zweiwöchige Kampfpause ein, die beide Parteien intensiv nutzten: Die Franzosen warfen noch weitere Fallschirmjäger ab, während die Việt Minh ebenfalls mehr Truppen heranzogen (ein Flakregiment und fünf Artillerieabteilungen). So standen General Võ zum Zeitpunkt des Angriffs ca. 50.000 Mann zur Verfügung. Das Ziel der zweiten Angriffswelle war diesmal das Zentrum der Festungsanlage. So begann die 312. Infanteriedivision am 30. März den Angriff auf die nördliche Stellung Dominique. Der Kampf um diese stellte sich als einer der erbittertsten während der ganzen Operation heraus; er dauerte bis Ende April an. Zum gleichen Zeitpunkt begannen die 316. im Osten, die 304. im Süden und die 308. Infanteriedivision im Westen den Angriff auf die übrige Festungsanlage. Die zweite Angriffswelle zeichnete sich vor allem durch erbitterte und chaotische Stellungskämpfe aus, bei denen nie ganz feststand, wer der Angreifer und wer der Verteidiger war, da die Rollen ständig wechselten. Außerdem griff die französische Luftwaffe die Vietnamesen mit Napalm an, was deren Vormarsch zwar verlangsamte, jedoch das Durchbrechen dieser zwischen den Außenposten nicht verhindern konnte. So wurden Mitte April die Stellungen Huguette im Westen und der Hauptflugplatz eingenommen, außerdem konnten Võ's Truppen den Außenposten Isabelle von den übrigen französischen Truppen abschneiden. Währenddessen konzentrierte sich die franz. Luftwaffe nun auf die umliegenden Artilleriestellungen, doch konnte sie diesen keine entscheidenden Verluste zufügen. Auch der Versuch, die eingeschlossenen Einheiten mit Hilfe von 1.500 Hmong-Rekruten zu entsetzen, scheiterte. Damit war das Schicksal der Festung besiegelt.

Das Ende

Der Fall von Điện Biên Phủ



Ende April wurde dem Festungskommandanten Colonel de Castries endgültig klar, dass er auf verlorenem Posten stand. Seine Soldaten waren erschöpft, und hatten jegliche Moral verloren, einige begingen Suizid, andere desertierten. Schließlich gingen die Vietnamesen am 2. Mai 1954 zum finalen Angriff über. Die Kämpfe zogen sich allerdings noch bis zum 7. Mai hin, bis de Castries endlich kapitulierte, und die Flagge der Việt Minh auf dem Bunker des ehemaligen franz. HQ's als Zeichen des Sieges wehte. Einen Tag später kapitulierte dann auch die Besatzung des südlichen Stützpunktes, Isabelle.

 

Eine Bilanz

Bilanz



Auf Seiten der Franzosen kämpften Rund 20.000 Soldaten in der Festung, während die Vietnamesen ca. 50.000 Soldaten einsetzten. Allerdings muss man bedenken, dass die französischen Truppen zu großen Teilen aus Eliteeinheiten bestanden, unter anderem Fremdenlegionäre und Fallschirmjäger, diese sich zudem noch in einer gut ausgebauten Stellung befanden und technologisch weit überlegen waren. Insofern kann man die Schlacht um die Festung von Điện Biên Phủ als eine der größten Niederlagen Frankreichs überhaupt betrachten. Gleichzeitig beendete sie auch die französischen Interventionen in Indochina. Vor allem aber basierte die Niederlage auf der Unterschätzung des Gegners durch die kommandierenden Offiziere.
Die Verluste betragen auf französischer Seite (während der Schlacht) ca. 8.200 Mann, bei den Vietnamesen ca. 20.000. Jedoch kehrten von 10.300 gefangen genommenen französischen Soldaten nur ca. 3.920 zurück - der Rest verstarb während der harten Arbeit in Gefangenschaft. Interessant ist auch noch zu bemerken, dass eine ganze Menge Männer desertierte - vermutlich ca. 1.600.

Quellen

Wikipedia Deutsch - Schlacht von Điện Biên Phủ (Letzter Aufruf 22.01.2011)
Detlev-Mahnert.de - Frankreichs Stalingrad (Letzter Aufruf 22.01.2011)
uni-protokolle.de - Schlacht von Dien Bien Phu (Letzter Aufruf 22.01.2011)



Autor: talesofvalor