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Wir sind eine unabhängige und vorwiegend deutschsprachige Internetseite für Modding in Games. Seit 2005 hat sich das Projekt Designmodproject dem Modden bzw. dem Erstellen von Mods verschrieben (Mod; Abk. für engl. modification oder deutsch Modifikation). Dabei stand immer die historische Erweiterung von Spielinhalten des strategie- und militärhistorischen Genres der PC-Spiele im Vordergrund.

Aus dem DMP Hobbyforum hat sich eine innovative Community entwickelt, welche ergänzende Inhalte zu den Spielen und dessen Hintergründe einbringt. So existieren heute neben einem vielfältigen Downloadbereich, einer aktiven Forengemeinde und der Informationsplattform zu verschiedenen Spielen, auch eine Anlaufstelle für interessierte Modder, Spieler und Spieleentwickler.

Seit 2015 arbeitet das Design Mod Project mit Entwicklerstudios zusammen und dient als Sprachrohr für die Community an die Hersteller von PC Spielen. Wir stehen für den aktuellen Trend zurück zu den Wurzeln von Spielen zu gehen und wollen diesen Weg mit den Spielern zusammen bestreiten. Wir bieten eine Plattform für Modding und vor allem für das Teilen von Spielerlebnissen.

 

Download News

War Ace Campaign  Patch 5.2

War Ace Campaign Patch 5.2

Dieser Patch korrigiert diverse Fehler aus Version 5.0 oder 5.01 und korrigiert die Dateistruktur vieler Einheiten, welche möglicherweise unregelmäßige CTDs beim Spielen oder Laden verursachen.
DAW - Der andere Weg 19-01

DAW - Der andere Weg 19-01

Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 18-02) sind enthalten: Darstellung von Meeresfeldern Die Meerestiles haben (auch für die ersten 3 Kampagnen) ein neues Grafikmuste
Amulet Mod Version 3.0

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Der Amulet Mod 3.0 ist für das PC-Spiel Panzer Corps Wehrmacht. Es ist der zur Zeit tiefgreifendste und umfangreichste Mod für deutsche Einheiten. Hier kurz die Merkmale: 77 neue Einheiten; 50
Modern Conflicts 1.1

Modern Conflicts 1.1

Endlich ist Version 1.1 live. Der erste Teil der russischen Kampagne ist verfügbar, außerdem sind viele Balance-, grafische und andere Verbesserungen implementiert worden. Da hat Akkula wieder gan
Total Realism Project

Total Realism Project

TRP 1.04 ist eine Zusammenfassung der vielen kleineren Ideen, die wir zu unserer Mod hatten. Wir veröffentlichen sie nun auf Basis der neuen HoI 2 Darkest Hour-Version 1.05.
DAW - Der andere Weg 18-02

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 17-09) sind enthalten: Darstellung vereister Seen Die Landschaftstiles für Seen in der Winterdarstellung wurde (auch für die beid
Battlefield: Europe 1.9

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Changes in v1.9
Pazifik Korps Teil 4 Part 3

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Im 3. Teil der US-Kampagne "Nach den schwarzen Tränen der Arizona", geht es als erstes um die Befreiung der Philippinen. Hierbei werden Sie von einem lokalen Helden tatkräftig unterstützt. Die aus
War Ace Campaign 5.0

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Eine erhoffte Fortzetzung des War Ace Campaign Großmod für das Spiel Silent Hunter 3 wurde von HanSolo nach mehr als 2 Jahren intensiver Entwicklungszeit vollendet.
DAW - Der andere Weg 17-09

DAW - Der andere Weg 17-09

Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur Version DAW 17-04 sind enthalten: Englische Texte DAW Kompendium + Credits, Install-Datei, sowie alle Briefingsdateien und Texte innerhalb der Kampagnen sin
Panzer War in Europe Mod

Panzer War in Europe Mod

Ein Mod des Users IronCross für das Spiel Panzer War in Europe. Es wurden vorhandene Grafiken berichtigt und einige Grafiken hinzugefügt. Es wurde noch weitere Änderungen vorgenommen. Die detaill
Italienische Kampagne 2 V1.91 Part 1

Italienische Kampagne 2 V1.91 Part 1

Kampagne, kritische Fehler in Griechenland-1 Szenario berichtigt    


Das Thema

IJN Musashi

Das japanische Schlachtschiff Musashi galt mit seinem Schwesterschiff Yamato
als größtes und stärkstes Schlachtschiff der Welt. Benannt war es nach der früheren Provinz Musashi. Ihre schwere Artillerie
hatte mit 46 cm das größte bisher auf Schiffen verwendete Kaliber.


Geheimhaltung

Benannt wurde das neue Superschlachtschiff nach der alten japanischen Provinz Musashi bei Tokio. Der Stapellauf war am 8. November 1940, die Indienststellung erfolgte am 5. August 1942.

Die japanische Führung beschloss 1937 sowie 1939 zwei Schlachtschiffe der Yamato-Klasse auf Kiel zulegen, über ein fünftes Schlachtschiff sollte 1942 entschieden werden. Es waren jedoch zuvor noch einige Umbauten an den Werften notwendig. Es musste etwa die Sohle der Marinewerft Kure um einen Meter tiefer gelegt werden und die Helgen in Nagasaki musste man wegen des höheren Gewichtes verstärken. In der Marinewerft Yokosuka musste ein Baudock für das dritte Schlachtschiff gebaut werden, da es hier noch gar kein ausreichendes Dock gab. Zudem mussten alle Werften über Kräne mit mindestens 100 t Tragkraft verfügen, sowie über Schwimmkräne mit 150 t bzw. 350 t Hubkraft. Außerdem war es notwendig, ein eigenes großes Transportschiff für die 46 cm Geschütze zu bauen. Ein Transport dieser Giganten war weder auf der Straße noch auf den Schienen möglich.

Höchste Geheimhaltung war für dieses Projekt angesagt. Größe, Bewaffnung und Kosten wurden verschleiert. Es wurden zur Tarnung groß angelegte Umbauten an den Werften vorgenommen. Bei der Werft in Musashi wurde ein 2.710 m langer und 408 t schwerer, aus Sisalmatten bestehender Sichtwall um das Baudock herum aufgestellt. Die Marinewerft Kure konnte theoretisch von einer nahegelegen Bergkuppe aus eingesehen werden. Deshalb wurde veranlasst, über einem Viertel der Länge des Baudocks ebenfalls einen Sichtwall aus Sisalmatten anzubringen. Weiters wurde ein großes Hafenlagerhaus zum Schein errichtet. Dieses sollte die Sicht von den in der Nähe liegenden britischen und amerikanischen Konsulaten verdecken.

Auch der Stapellauf der Schiffe wurde geheim gehalten.
In den frühesten Morgenstunden und ganz ohne Parade, dafür unter weiträumiger Absperrung, wurden die Giganten jeweils zu Wasser gelassen.

Die bei Mitsubishi Nagasaki gebaute Musashi wurde nach etwa 52,25 Monaten, am 1. November 1940 zu Wasser gelassen und am 5. August 1942 in Dienst gestellt.

Zuvor wurde das Schwesterschiff, die Yamato in der Marinewerft Kure am 8. September 1940 zu Wasser gelassen und nach rund 49,5 Monaten war das Schiff fertiggestellt.

Das dritte Schiff der Yamato-Klasse, die Shinano sollte bei Yokosuka gebaut werden und hatte die Baunummer 110. Sie wurde am 8. November 1944 als Flugzeugträger zu Wasser gelassen und elf Tag später in Dienst gestellt.

Die Kii, so sollte vermutlich das vierte Schiff (Baunummer 111) heißen, wurde auf demselben Dock, wie die Yamato am 7. November 1940 auf Kiel gelegt. Sie wurde jedoch vorzeitig abgebrochen und das Material für andere Schiffe verbraucht.

Für das fünfte Schiff wurde nicht einmal der Bauauftrag vergeben.

Japan ging davon aus, dass sowohl die USA als auch Großbritannien bei ihren zukünftigen Schlachtschiffen gemäß dem Washingtoner Flottenabkommen bei der maximalen Kalibergröße von 40,6 cm bleiben würden. Deshalb sollte die Yamato-Klasse mit den 46,0 cm Geschützen L/46 Type 94 bestückt werden.


Bewaffnung

 


IJN Musashi - Blick vom Hauptturm nach vorne


Diese Hauptbewaffnung war in jeder Hinsicht ein Supergeschütz. Mit ihr konnte man pro Rohr in einer Minute eine 1.460 kg schwere Granate mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 785 m/s auf eine Entfernung von maximal 41.400 m verschießen.

Dieses Geschoss konnte auf eine Entfernung von 20.000 m eine 566 mm starke Panzerung vertikal durchschlagen. Bei 30.000 m immerhin noch 417 mm Panzerstahl. Die maximale Rohrerhöhung betrug 45°. Dieser Umstand ermöglichte es, mit der Hauptartillerie auch in die Luftverteidigung einzugreifen. Das Gewicht der 3 Türme war gewaltig. Ein Turm wog mit der Bereitschaftsmunition 2.774 t, das war mehr, als die neuesten japanischen Zerstörer der Akizuki-Klasse wogen.

Als Nebenbewaffnung wurden statt der ursprünglich geplanten 20,3 cm Geschütze in Zwillingstürmen, sechs 15,5 cm L/60 Geschütze in zwei Drillingstürmen eingebaut.
Das 15,5 cm L/60 Geschütz hatte einen Höhenrichtbereich von -10° bis +55° und eine Höchstschussweite von 27.340 m.
Mit ihr konnten zwölf 55,17 kg schwere Granaten pro Minute mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 925 m/s verschossen werden.

Als schwere Flakbewaffnung dienten zwölf 127 mm L/40 Type 89 Geschütze in sechs Zwillingslafetten. Diese hatten einen Höhenrichtbereich von -8° bis +90°.
Es konnten damit 23,05 kg schwere Granaten bis zu 9.440 m hoch (bei 90°) verschossen werden. Die Flak hatte eine Mündungsgeschwindigkeit von ungefähr 880 bis 910 m/s. Es konnten vierzehn Granaten pro Minute maximal 14.700 m weit verschossen werden.

Da die Bedrohung aus der Luft erkannt wurde, wurden noch vierundzwanzig der 25 mm L/60 Type 96 Geschütze in Drillingslafetten vorgesehen. Diese hatten eine Kadenz von 220 Schuss je Minute. Mit ihnen wurden 250 g schwere Geschosse auf eine Kampfentfernung von bis zu 7.500 m verschossen werden. Die Mündungsgeschwindigkeit lag bei 900 m/s. Der Höhenrichtbereich lag bei -10° bis +90° und bei +85° Rohrerhöhung konnten die Geschosse 5.500 m hoch verfeuert werden.Später wurde die Fla-Bewaffnung bei der Musashi auf insgesamt 129 25 mm L/60 Geschütze, beim Schwesterschiff Yamato, sogar auf 150 erhöht.

Mitte 1944 wurden zum Schutz gegen Tiefflieger zwölf Type 5 Startgeräte für 120 mm Raketen eingebaut. Die Type 5 Startgeräte waren 28-rohrige Abschussgeräte, welche 120 mm Raketen auf eine Kampfentfernung von 1.000 bis 1.500 m verschießen konnten. Die ungelenkten 22,5 kg schweren Raketen erreichten maximal 4.500 m.
Doch auch dieser Umstand konnte beide Giganten nicht retten!


Kaiser Hirohito an Bord der Musashi


Daten


 

 
Technische Daten
 
Einsatzverdrängung:
max. 72.089 ts
Schiffskörper
20.212 ts
Panzerung
22.896 ts
Maschinen
6.408 ts
Bewaffnung
11.661 ts
Ausrüstung
2.268 ts
Brennstoff
6.200 ts
Konstruktionsverdrängung
69.646 ts
Länge
263 m
Breite
38,90 m
Tiefgang
10,80 m
Geschwindigkeit:
27,46 Knoten
Treibstoffreserven:
6.201 t
Fahrbereich:
17.500 sm bei 16 kn,
7.200 sm bei 27 kn
Kesselanlage:
12 Kampon-Kessel
Leistung:
150.000 PS ( 110.294 kW ) konstruktiv,
165.000 PS ( 121.323 kW ) maximal


Panzerung/Ausrüstung

Panzerung

Die Panzerung der Yamato-Klasse war die stärkste, die jemals ein Schlachtschiff besaß. Die Forderung der Militärs lautete, dass das Schiff einem 46 cm Geschoss auf 20.000 m widerstehen sollte. Auch an die Bedrohung aus der Luft wurde gedacht: So wurde gefordert, dass die Schiffe gegen 1.000 kg Bomben aus einer Abwurfhöhe von 3.400 m immun sein mussten. Das Hauptgewicht bei der Panzerung lag bei den 46 cm Drillingstürmen der Yamato-Klasse. Sie verfügten über 650 mm Frontpanzerung und 440 mm Seitenpanzerung.


 
weitere Daten
Gürtelpanzer:
410 mm
Zitadelle:
75 - 340 mm
Außenhaut:
20 mm
Panzerdeck:
200 - 230 mm
Oberdeck:
35 - 50 mm
46cm Türme
Front:
650 mm
Decke
270 mm
Seiten:
440 mm
Rücken:
190 mm
15,5 cm Türme
Front /
Decke /
Seiten /
Rücken:
jeweils 50 mm
Vorderer Kommandoturm
Decke:
200 mm
Seiten:
500 mm200 mm
Verbindungsschacht:
300 mm
Bewaffnung
9 Geschütze 45,7 cm SK L/45 Type 94 in drei Drillingstürmen (540 Schuss)
ein Drillingsturm wog 2.774 t
das Geschoßgewicht betrug 1.460 kg und durchschlug auf 44 km 60 cm Panzerstahl

12 Geschütze 15,5 cm L/60 in vier Drillingstürmen (900 Schuss)
Später reduziert auf zwei Drillingstürme.

Flugabwehr
12x 127 mm L/40 Type 89 in sechs Zwillingslafetten (3.600 Schuss)
24 MK 25 mm L/60 Type 96 in acht Drillingslafetten später erhöht auf 129.
Flugzeuge:
7 Aichi E13A

Wegen des extremen Gasdrucks, der beim Abfeuern der 46,0 cm Geschütze entstand, musste man für die Bordflugzeuge einen gasdrucksicheren Ort finden. Man wählte das Heck. Dort wurde auf Höhe des Panzerdecks ein 44 m langer, 5,75 m hoher und 13,50 m breiter Hangar eingebaut. Zum Transport für die Flugzeuge diente ein 11 m langer und 6,50 m breiter Aufzug. Mit Hilfe eines 6 t Kranes konnten die Flugzeuge auf eines der beiden 19,50 m langen und um 360° drehbaren Druckluftkatapulte gehoben werden. Der Kran diente auch zum Einholen der gewasserten Flugzeuge, sowie zum Aussetzen oder Einholen der Beiboote.

 

 
Beiboote
2 Motorpinassen
1 Motorboot
1 Verkehrsboot
4 Motorbarkassen
1 Motorarbeitsboot
4 Kutter
1 Dingi
Besatzung:
2.900


Einsatz

Das Schiff nahm im Jahr 1944 an diversen Schlachten teil, wie der, bei der Philippinen - See, der Schlacht im Golf von Leyte sowie bei der erfolglosen Abwehr alliierter Landungen auf den Philippinen.


Japanische Schlachtschiffe Yamato, Musashi und Nagato bei Brunei im Oktober 1944

Während der Schlacht von Leyte, bildete sie zusammen mit ihrem Schwesterschiff Yamato einen Teil der zentralen Kampfgruppe von Vizeadmiral Takeo Kurita.


Die Musashi beim Verlassen von Brunei 1944


Vizeadmiral Takeo Kurita

Bevor die Musashi die feindlichen Schiffe angreifen konnte, wurde sie selbst trotz heftiger Gegenwehr immer wieder von hunderten von US-amerikanischen Trägerflugzeugen mit Bomben und Torpedos angegriffen. Nach 17 Bomben- und 20 Torpedotreffern bzw. 18 Nahtreffern kenterte das Schiff nach Backbord.


US-Trägerflugzeuge der Task Force 38 greifen am 24. Oktober 1944 die Musashi in der Sibuyan-See an.


Die Musashi sank am 24. Oktober 1944 um 19:35 Uhr unter heftigen Explosionen in der Sibuyansee, wobei sie 1023 der 2399 Seeleute mit in die Tiefe riss.
Von der Besatzung konnten 1376 Mann durch die Zerstörer Kiyoshimo und Shimakaze gerettet werden.


Zerstörer Shimakaze


Das Wrack der Musashi liegt wahrscheinlich auf der Position 13° 7′ Nord, 122° 32′ Ost

 

Das Thema

Jap. U-Boot-Kreuzer der Klasse Sensuikan Toku

Vorwort

Im Rahmen der Planungen für den bevorstehenden Krieg gegen die USA entwickelte der Planungsstab der Marine unter Oberbefehl von Admiral YAMAMOTO Isoroku die Idee von überraschenden Angriffen an neuralgischen Punkten entlang der amerikanischen Westküste. Dazu sollten U-Boote Angriffsflugzeuge unerkannt unter Wasser an den Einsatzort bringen. Nach diesen Angriffen sollten die Besatzungen und möglichst auch die Flugzeuge geborgen werden und unerkannt der Heimweg angetreten werden.


I-400 auf See


Entwicklung

Grundlage des Plans waren unter anderem die Erfahrungen, die man mit den mit Wasserflugzeugen ausgestatteten U-Booten der Typen Junsen 1M bis 3 und Typ B(1) bis B(4) gemacht hatte.
Diese waren als Führungsboote für U-Flottilien mit Aufklärern zur Erweiterung des Einsatzraumes und für Angriffe auf Schiffe und Hafenanlagen ausgestattet.
Das Einsatzszenario sah einen zusammengefassten Angriff mit mehreren, von U-Booten transportierten Bombern auf die Pazifikschleusen des Panama-Kanals vor. Dabei wurde die grundsätzliche Machbarkeit eines solchen Angriffs festgestellt.
Allerdings mussten dazu erst entsprechende zerlegbare Kampfflugzeuge entwickelt werden. Außerdem waren für einen solchen Angriff sehr viele Boote nötig, die an anderer Stelle fehlten. Also musste auch noch ein großes Transport-U-Boot her.

 

So begann 1942 die Planung für ein Großboot unter der Typenbezeichnung Sensuikan Toku („Spezial-U-Boot“).
Der Bau von 18 Booten wurde mit dem Flottenbauplan für das folgende Jahr 1943 vorgesehen, entsprechende Finanzmittel und Rohstoffe sollten bereitgestellt werden.
1943 wurden dann zwei Boote in der Marinewerft Kure, zwei in der Marinewerft Sasebo und eins in der Werft der Firma Kawasaki in Kure gebaut.
Der Bau von 13 weiteren Booten wurde storniert, vermutlich weil inzwischen aufgrund der gemachten Erfahrungen mit der alliierten U-Boot-Abwehr der Sinn solcher Großboote bezweifelt wurde.
Darüber hinaus hatte man sich inzwischen mehr auf den Bau und Einsatz von Mini-U-Booten konzentriert.

Ursprünglich sahen die Pläne einen Hangar für 2 Flugzeuge auf dem Oberdeck vor.
Bereits in der ersten Bauphase wurden die Pläne jedoch erweitert, so dass nun ein drittes Flugzeug sowie zusätzliche Ersatzteile mitgeführt werden konnten.
Dafür stieg nun die Verdrängung aufgetaucht von 4131,5 t auf 4742,5 t.
Neben den 8 Torpedorohren (alle vorn) und 20 Torpedos wurden noch 4 Lufttorpedos, drei 800 kg Bomben und zwölf 250 kg Bomben mitgeführt.
Als Flugzeuge wurden ab 1942 vom Fluggzeugbauer Aichi unter der Bezeichnung „17-shi experimenteller Marine-Angriffsbomber“ ein zerlegbarer und sturzfähiger Bomber mit 2 Schwimmern entwickelt.
Im November 1943 flog der Prototyp, die ersten Serienmaschinen liefen Oktober 1944 als Aichi M6A „Seiran“ (Bergnebel) vom Band.


Aichi M6A1 Seiran

Das erste Boot wurde am 30 Dezember 1944 als I-400 in Dienst gestellt, I-401 am 08. Januar 1945.
I-402 wurde vor Fertigstellung durch Umbau des Hangars zu einem Rohöltransporter umgebaut und am 24.Juli 1945 in Dienst gestellt.
Der Bau von I-404 und I-405 wurde im März 1945 eingestellt und die freiwerdenden Materialien für den Bau von Mini-U-Booten Typ Kaiten verwendet.

 


I-402 Detailansicht des Brückenaufbaus.
Von links nach rechts:
Scheinwerfer
12 cm Beobachtungsfernglas (unten)
Schwimmer des Schnorchels für die Atemluft
Schaft des Luftzielseerohrs
Trichterantenne des Typ 22 Funkmessgeräts
12 cm Beobachtungsfernglas (unten)
Dipolantennen des Typ 13 Funkmessgeräts
Abluftrohr des Dieselmotors, das Zuluftrohr ist vom Typ 13 Funkmessgerät verdeckt
Typ 96 25 mm Flak-Einling


Bewaffnung/Ausrüstung

Als Bewaffnung waren neben den 20 61-cm-Torpedos noch eine Typ 3 14 cm Kanone auf dem Heck, drei Typ 96 25 mm Drillingsflak (Lizenzbau einer französischen Flak von Hotchkiss aus den frühen 30er Jahren) auf dem Hangar (1 vor, 2 hinter der Brücke) und einer einzelnen Typ 96 25 mm Flak direkt hinter der Brücke vorhanden.

Die Torpedorohre waren in zwei übereinanderliegenden, voneinander abgeschotteten Räumen eingebaut.

An elektronischer Ausrüstung war ein Typ 22 Funkmessgerät für Luft- und Seezielerkennung und ein Typ 13 Funkmessgerät zur Verfolgung von Luftzielen vorhanden.
An optischer Ausrüstung war ein Luft- und ein Seezielperiskop eingebaut.
Dazu kamen noch mehrere Typ 93 75 cm E-Messer für Flak und Geschütz sowie Torpedozieloptiken und schwere Beobachtungsoptiken für Verwendung bei Überwasserfahrt. Ein hydraulisch bewegter Schnorchel für den Einsatz der Dieselmotoren unter Wasser war ebenfalls eingebaut.

Vor dem Hangar war auf dem Vorschiff ein hydraulisches Katapult montiert.
Links daneben war kurz vor dem Hangar ein umklappbarer Kran eingebaut, mit dem die Flugzeuge zusammengebaut, demontiert und nach deren Landung an Bord geholt wurden. Die Flugzeuge selbst wurden zerlegt und auf Transportwagen verladen.
Diese Transportwagen wurden im Hangar auf Schienen bewegt.
Zum Zusammenbau wurde erst die erste Maschine herausgezogen und mit dem Kran stückweise auf dem Katapult zusammengebaut.
Es dauerte bei eingespielten Mannschaften 30 Minuten, die drei Flugzeuge zusammenzubauen, zu beladen und zu starten.
Dies war eine kleine Ewigkeit, wenn man bedenkt, dass gegnerische Flugzeuge mit Bodenradar die Boote innerhalb von Minuten aufspüren und angreifen konnten.
Daher war zuletzt vorgesehen, die Flugzeuge ohne Schwimmer zusammenzubauen, was in knapp 15 Minuten möglich war. Die Maschinen konnten dann zwar immer noch mit dem Katapult gestartet werden, eine Landung ohne Verlust war aber nicht mehr möglich.


I-400, Hangartor teilweise geöffnet


Einsatz

Im Frühjahr 1945 wurden die Mannschaften aufeinander eingespielt und der reibungslose Ablauf an Bord geübt.
Dabei wurden wiederholt Angriffsübungen auf Land- und Seeziele durchgeführt.
Zu diesem Zeitpunkt war der ursprünglich vorgesehene Angriff auf den Panama-Kanal illusorisch geworden, da die alliierte Luft- und Seeherrschaft den U-Booten kaum eine Chance gelassen hätte.
Spätestens der radargeleitete Luftschutz am Panamakanal hätte dem Angriff schnell ein Ende gemacht. Daher wurden nun neue Ziele gesucht.


Bug von I-400 mit Katapult (Mitte), Hilfsschienen für die Schwimmer und umgelegtem Kran (links)

Am 25 Juni wurden dann Befehle für die Operation Hikari gegeben.
Dieser Einsatzbefehl sah den Einsatz der vorhandenen Sen-Toku-Boote von Truk aus gegen den US-amerikanischen Flottenstützpunkt Ulithi vor.
I-400 und I-401 sollten in Begleitung der U-Boote I-13 und I-14 nach Truk verlegt werden. Dort sollten die kleineren Boote ihre C6N-Aufklärer zu Selbstmord- Aufklärungseinsätzen zur Auskundschaftung des Stützpunkts starten und die Sen-Tokus ihre Seiran dann in Kamikaze-Manier auf die erkannten Ziele loslassen.
Die Rückkehr der Boote wurde nicht erwartet.

Am 17. August liefen I-400, I-401 und I-14 aus und gingen in Bereitstellung 200 Seemeilen südöstlich der Tokyo Bay und warteten auf den Einsatzbefehl.
Am 27. August kam der Befehl zur Kapitulation.
Die Flugzeuge wurden aus den Hangars gerollt und versenkt.
Danach wurden die Boote an die US-Marine übergeben.
Diese begutachtete diese modernen Schiffe ausführlich und versenkte die drei Sen-Tokus dann.


I-401 bei US-Testfahrt


Daten


 

 
Daten
 
Bezeichnung:
Sensuikan Toku
Gebaute Boote:
3 (I.400, I.401, I.402)
Länge:
122 m
Breite:
7,02 m
Höhe:
12 m
Verdrängung:
4742,5 t, getaucht 5956,5 t
Motoren:
4 X Diesel, 2 X elektrisch
Leistung:
7700 PS, 2400 PS
Höchstgeschwindigkeit:
18,75 kn, 6,5 kn
Reichweite:
37500 nm bei 14 kn
Nominaltauchtiefe:
100 m
Besatzung:
144 Mann
Bewaffnung:
8 Torpedorohre(20 Torpedos),
Typ Taisho 3 140 mm Kanone,
3 Typ 96 25 mm Drillingsflak,
1 Typ 96 25 mm Einzelflak,
3 M6A Seiran (4 Lufttorpedos, 3 800 kg Bomben, 12 250 kg Bomben)


Quellen

1) Jentschura/Jung/Mickel "Warships of the Imperial Japanese Navy 1869 - 1945", US Naval Institute Press, 4. Auflage 1986, ISBN 0-87021-893-X
2) Januszewski "Japanese Submarine Aircraft", Mushroom Model Magazine Special, 1. Auflage 2002, ISBN 83-916327-0-9
3) Versch. "Special Class Submarines", Gakken Band 17, 1. Auflage 1998, ISBN 4-05-601767-0

http://weltderwunder.de.msn.com/history%20...%20779&page=1
http://www.amazing-planet.net/I-400.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Aichi_M6A
http://monsterforum.blue-oranges.com/ph%20...%20f=38&t=115
http://www.pacerfarm.org/i-400/fig01f.gif
http://www.subart.net/i400_sen_toku.htm
http://www.navsource.org/archives/08/08496.htm


Autor: tom!



Das Thema

Yamato Klasse

 


Yamato

Die Yamato Klasse war die größte und kampfstärkste Schlachtschiffklasse, die im 2. Weltkrieg gebaut wurde. 1931 wurden die ersten Entwurfsarbeiten unter der Leitung des Konteradmirals Yuruzu Hiraga zu dieser Klasse gemacht. Ein Alternativentwurf wurde von Kapitän zur See Fujimoto vorgestellt, der die moderne Auffassung von Schwer- und Mittelartillerie beinhaltete. 23 Entwürfe von Anfang 1935 bis zum endgültigen Entwurf im März 1937 wurden erarbeitet und wieder verworfen. Der letzte und endgültige Entwurf entstand unter der Leitung von Vizeadmiral K.Fukuda und Kapitän zur See K. Matsumoto. Die Ausmaße dieser Klasse waren gigantisch. Sie zu bauen und dabei geheim zu halten zu wollen wäre im Bereich der Fantasie anzusiedeln.

Weil es Japan nach der Londoner Flottenkonferenz untersagt war neue Schlachtschiffe zu bauen, kam es in Japan zu starken Protesten, in deren Folge der Chef des Admiralstabes, Admiral Kato zurücktrat. Dadurch verschob sich die Macht in Richtung der Hardliner in der Armee und im politischen Japan. Dies hatte zur Folge das Japan 1934 aus dem Völkerbund (Vorgänger der UNO) austrat und das Flottenabkommen am 31. Dezember 1936 kündigte. Damit zeigte Japan, dass es sich an keine Beschränkungen ihrer Marine mehr halten würden.

Die Yamato Klasse hatte eine Länge 263 m und eine Wasserverdrängung 67123 t, die im Gefechtszustand auf 72.809 t anstieg . Sie war die Trägerin der schwersten Geschütze, die seit 1918 jemals auf einem Schiff aufgestellt wurden (Hier ein Link zu dem Schiff mit den schwereren Kalibern vor 1918). Ihre Hauptartillerie bestand aus 3 Drillingstürmen mit einem Kaliber von 45,7-cm. Die Mittelartillerie bestand aus 4 Drillingstürmen mit einem Kaliber von 15,5-cm.
Die Antriebsanlage war 150.000 PS stark und brachte den mit bis zu 410 mm Seitenpanzerung versehen Rumpf auf 27 kn.

 



Vier Schiffe waren geplant worden. Zwei davon sollten 1937, zwei 1940 vom Stapel laufen. 1942 sollte über ein fünftes Schlachtschiff entschieden werden. Da keine der Werften in Japan die Kapazität für solche Schiffe hatte, mussten sie extra umgebaut werden. So musste zum Beispiel die Sohle in der Marinewerft Kure tiefer gelegt werden, in Nagasaki mussten die Helgen verstärkt werden, um das höhere Gewicht aushalten zu können. In der Marinewerft Yokosuka musste extra ein neues Baudock gebaut werden, da das dortige nicht hinreichend war. Außerdem mussten alle Werften über Kräne verfügen, die eine Tragkraft von 100 t hatten, sowie über Schwimmkräne mit einer Hubkraft von 150 t bis 350 t. Die Werkstätten und Produktionsstätten mussten ihre Kapazitäten ebenfalls erhöhen, um den Bau erst möglich zu machen. Da es keine Möglichkeit gab, die 46 cm Geschütze per Straße oder Schiene zu befördern, wurde zudem ein großes Transportschiff gebaut.
Die Schiffe wurden unter höchster Geheimhaltung gebaut, sodass man im Parlament nur von dem 35.000 ts Schlachtschiff sprach, das 40 cm Type 94 Geschütze hatte. Bei dem Musashi wurde ein 2.710 m langer und 408 t schwerer, aus Sisalmatten bestehender Sichtwall um das Baudock gebaut um ein Ausspähen zu verhindern. Auf einer nahe gelegenen Bergkuppe wurde ebenfalls ein Sichtwall aus Sisalmatten angebracht und ein großes Hafenlagerhaus errichtet, um den in der Nähe liegenden britischen und amerikanischen Konsulaten die Sicht zu versperren. Der Stapellauf der Schiffe war genauso geheim und fand in den frühen Morgenstunden unter weiträumiger Absperrung statt.

Am 04. November 1937 wurde der Bau der Yamato in der Marinewerft Kure begonnen und am 16. Dezember 1941 beendet. Bei Mitsubishi in Nagasaki wurde am 29. März 1938 der Bau der Musashi begonnen und diese am 05. August 1942 fertiggestellt. Der Bau des 3.Schiffs Shinano begann am 04. Mai 1940 auf der Marinewerft Yokosuka. Mit der Fertigstellung der Yamato wurde das nun freie Dock für den Bau des 4.Schiffes mit der Nr.111 (noch ohne Namen) genutzt, der aber wegen des Material- und Facharbeitermangels sowie Überlastung der Werften durch das vordringliche Flugzeugträgerprogramm im September 1942 eingestellt und annulliert wurde. Nach der schweren Niederlage in der Schlacht von Midway und dem Verlust von 4 großen Trägern entschlossen sich die Japaner, das 3. Schiff der Klasse nicht als Schlachtschiff sondern als Träger fertig umzubauen. Es war ein Kompromiss zwischen Schlachtschiffsrumpf und Flugzeugträger mit einem offenen Hangar und mit einem 110 mm stark gepanzerten Flugdeck. Die Shinano war mit 62.000 t bis 68.000 t der größte japanische Träger bis dahin, in der ganzen Welt gab es nichts Vergleichbares.

Am 16. Dezember 1941 wurde die Yamato in Dienst gestellt. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Japan bereits im Krieg mit den Alliierten. Die Yamato nahm vom 3. bis zum 6. Juni 1942 an der Schlacht um Midway teil, wo sie aber nicht eingesetzt wurde. Sie nahm auch an der Operation bei den Salomonen teil, wo sie ebenfalls nicht eingesetzt wurde. Im Anschluss fuhr sie nach Kure für eine Überholung. Sie wurde im Juni 1943 nach Truk verlegt wo sie am 25. Dezember 1943 einen Torpedotreffer durch das amerikanische U-Boot Skate erhielt und ca. 3.000 t Wasser einliefen. Aufgrund der Beschädigungen musste die Yamato wieder zurück nach Kure, um repariert zu werden. Zeitgleich wurden die 15,5 cm Seitentürme ausgebaut. Während der Reparatur wurde ihr auch das Radar Type 21 eingebaut und die Flakbewaffnung wurde verstärkt. Die Yamato nahm zusammen mit ihrem Schwesterschiff, der Musashi, am 24. Oktober 1944 an der Schlacht um Leyte teil. Bei den Lämpfen sank die Musashi, während die Yamato nur 3 Bombentreffer erhielt, welche sie nur geringfügig beschädigten. Am nächsten Tag setze sie in der Schlacht von Samar zum ersten mal ihre 46 cm Hauptbewaffnung ein. Sie verschoss 104 Schuss ihrer schweren Artillerie und versenkte den amerikanischen Geleitflugzeugträger Gambier Bay und einen 1 Zerstörer. Die Yamato lief in Kure am 11. November 1944 ein, um ihre Beschädigungen aus den Kämpfen zu reparieren, wobei die Flakverteidigung nochmals verstärkt wurde. Am 1. April 1945 begannen die Amerikaner die Invasion Okinawas, wobei die kaiserliche Marine verzweifelt versuchte, sie mit letzten Kräften aufzuhalten. Der Generalstab genehmigte den Plan „Ten“ der vorsah, einen Verband nach Okinawa zu schicken, um die Invasionsflotte aufzuhalten und die Schiffe anschließend an Land zu setzten, um sie als Festungen dienen zu lassen. Viele einsatzbereite Schiffe hatte die Marine nicht mehr und der Treibstoff war durch die amerikanischen Uboot Angriffe auf die japanischen Tanker sehr rar. Der Kampfverband bestand aus dem Schlachtschiff Yamato mit nur 2.500 t Treibstoff, war für die Hinfahrt reichte, sowie dem leichten Kreuzer Yahagi und acht Zerstörern. Auf dem Weg nach Okinawa wurde der Verband am 7. April 1945 frühzeitig durch amerikanische Aufklärer entdeckt und mit 386 Trägerflugzeugen angegriffen. Nach über zwei Stunden des Überlebenskampfes sank die Yamato nach 13 Torpedotreffern und acht Bombentreffern. Sie riss 2.498 Besatzungsmitglieder mit in den Tod.


 


Musashi

 

Das Schiksal der Musashi
Das zweite Schlachtschiff der Yamato-Klasse, die Musashi, wurde am 5 August 1942 in Dienst gestellt. Sie wurde am 22. Januar 1943 nach Truk verlegt, wo sie mit ihrem Schwesterschiff, der durch einen U-Boot Angriff beschädigten Yamato, zurück nach Kure geschickt wurde, um überholt zu werden. Danach erhielt sie vom amerikanischen U-Boot Tunny vor Palau am 23. März 1944 ein Torpedotreffer. Die Beschädigung am Schiff war nur geringfügig und konnte notdürftig in Palau repariert werden. Nach einem kurzen Aufenthalt im Sulu Archipel und der Reparatur im Heimathafen nahm die Musashi zusammen mit der Yamato an den Kämpfen um Leyte teil. Der Kampfverband wurde am 24. Oktober 1944 von mehren amerikanischen Trägerflugzeugen angegriffen. Die Musashi sank nach 18 Torpedotreffern und 20 Bombentreffern ohne jemals ihre 46 cm Hauptbewaffnung eingesetzt zu haben und riss 1.023 Besatzungsmitglieder mit in den Tod.


 


Shinano

Das Schiksal der Shinano
Nach der Schlacht von Midway zeigte sich, dass Flugzeugträger wichtiger waren als die Schlachtschiffe, da es weniger zu Schiff zu Schiff Gefechten kam. Über die Shinano, die schon zu 40 % fertig war, wurde ein Baustopp verhängt. Der Umbau zu einem Flugzeugträger wurde im September 1942 vorgelegt und genehmigt. Der Bau wurde kurze Zeit später wieder aufgenommen.
Sie wurde am 8. November 1944 zu Wasser gelassen, am 9. November 1944 offiziell in Dienst gestellt und nach Kure geschickt, wo die Endausrüstung erfolgen sollte. Während der Überführungsfahrt nach Kure wurde sie am 8. November 1944 vom amerikanischen U-Boot Archerfish ca.160 sm südöstlich vom Kap Muroto mit sechs Torpedos angegriffen. Die Shinano wurde von vier Torpedos getroffen und kenterte 7 Stunden später aufgrund fehlender Leckwehreinrichtungen. Obwohl nur eine Notbesatzung an Bord war und viel Zeit zum evakuieren des Schiffes vorhanden war, starben von 2.215 Seeleuten 1.435.


 


Bau 111

Schicksal von Bau 111
Teile des Doppelbodens fanden beim Bau des Flugzeugträgers Katsuragi und beim Umbau des deutschen Fahrgastschiffes Scharnhorst zum Träger Shinyo bzw. des U-Kreuzers I-400 Verwendung.

Wer Interesse an japanischen Schiffen und dem Pazifikkrieg hat, sollte auf dieser englischsprachigen Seite mal vorbeischauen.
http://www.combinedfleet.com/

Es gibt auch noch einen Spielfilm über die letzte fahrt der Yamato:
„Yamato The Last Battle“


Das Thema

 

Japanische Schnell- und Kanonenboote

 


Vorwort

Marine-Torpedo- und Kanonenschnellboote:

Die japanische Marine hat sich nicht wirklich um Entwicklung und Bau von Torpedo- und Kanonenschnellbooten gekümmert. Zwar wurde in den dreißiger Jahren ein 55 ft Schnellboot der britischen Werft Thornycroft eingekauft und getestet, die eigene Entwicklung lief schleppend und führte erst 1941zum Bau eigener Torpedoschnellboote. Zum Einsatz gekommen sind die wenigen Torpedoschnellboote als Küsten- und Hafenschutzboote. Bilder sind selten.

Bei den Kanonenschnellbooten wurde 1940 ein italienischens MAS-Boot gekauft und getestet. Eigene Boote entstanden erst 1943 aus den Torpedoschnellbooten. Hier sind Bilder noch seltener.

Anders sah es bei so genannten Flußkanonenbooten aus. Neben den hier bereits angegebenen großen Kanonenbooten gab es verschiedene Modelle kleiner Kanonenboote (Neikatei) und mehrere unterschiedlich umgebaute Typen auf Basis des Daihatsu-Landungsboots. Diese wurden wurden für Mannschafts- und Nachschubtransport sowie Patoillenaufgaben in Flussläufen und in Mündungsregionen eingesetzt, vor allem in China. Daher existieren viele Fotos solcher Boote.


Torpedoschnellboote

Torpedoschnellboote (Gyoraitei):

 
Typ T1
 
Eigenentwicklung
Anzahl
4
Baujahr
1941
Bewaffnung
2 X Typ 92 7,7 mm Bord-MG
2 X Typ 91 45 cm Lufttorpedos verschiedener Modellreihen oder 6 100 kg Wasserbomben
Besatzung
5 Mann
Höchstgeschwindigkeit
38,5 kn
2 Motoren
60 PS für Reisegeschwindigkeit
1800 PS Motor für Angriffsgeschwindigkeit
Reichweite
210 nm bei 30 kn
Verdrängung
maximal 18,6 t
Länge
18 m
Breite
4,2 m
Tiefgang
0,63 m

 
Typ T51
 
Lizenzbau deutscher S-Boote;
ungünstige Länge für Pazifik-Wellengang,
daher oft Schäden am Rumpf
Anzahl
10, Auftrag für weitere 25 zurückgezogen
Baujahr
1943-45
Bewaffnung
3 X Typ 96 25 mm Flakeinling
2 X Typ 91 45 cm Torpedos oder 6 100 kg Wasserbomben
Besatzung
18 Mann
Höchstgeschwindigkeit
29 kn
Motor
3600 PS
Reichweite
300 nm bei 28 kn
Verdrängung
maximal 76,5 t
Länge
Länge 32,1 m
Breite
4,93 m
Tiefgang
2,6 m

 
Typ T1 verbessert (mehrere Versionen)
 
Eigenentwicklung;
teils mit Holz-,
teils mit Stahlrumpf;
aus Mangel an Benzinmotoren wurden veraltete Flugzeug-Reihenmotoren verwendet
Anzahl
36
Baujahr
1943-45
Bewaffnung
1 X Typ 93 13,2 mm Flakeinling oder 1 X Typ 96 25 mm Flakeinling
2 X Typ 91 45 cm Lufttorpedos verschiedener Modellreihen
Besatzung
5 - 12 Mann
Höchstgeschwindigkeit
17 - 35 kn
Motor
verschiedene Motortypen
450 - 1440 PS
Reichweite
300 nm bei 20 kn
Verdrängung
maximal 18,1 t - 23,1 t
Länge
18 m
Breite
4,2 m
Tiefgang
0,63 m

 
Typ T14/T15
 
Eigenentwicklung;
verbesserte T1 verbessert;
mit Holzrumpf
Anzahl
unbekannt, In Auftrag gegeben wurden 58/40,
das Schicksal von 14 Booten ist bekannt
Baujahr
1944-45
Bewaffnung
1 X Typ 93 13,2 mm Flakeinling oder 1 X Typ 96 25 mm Flakeinling
2 X Typ 91 45 cm Lufttorpedos verschiedener Modellreihen
Besatzung
unbekannt
Höchstgeschwindigkeit
33/35 kn
Motor
920 PS
Reichweite
unbekannt
Verdrängung
maximal 13,2t/13,6t
Länge
14,75 m/15 m
Breite
3,6 m/3,73 m
Tiefgang
0,60 m


Das eigentliche Schlüsselelement der kaiserlichen Marine, war die Doktrin der großen Entscheidungsschlacht. Damit war auch die Richtung der Rüstungsindustrie klar, denn es wurden dafür vor allem Überwassereinheiten mit schwerer Artillerie benötigt. Dennoch musste die Admiralität beachten, dass Japan, vor allem in Anbetracht der Besetzung vieler Inseln im Pazifik, diese auch schützen musste. Die großen Einheiten waren nur für Schlachten zu gebrauchen, aber keinesfalls für einen Patrouillendienst. Da man aber kaum über Produktionskapazitäten verfügte, rüstete man erbeutete Einheiten oftmals um und verwendete sie für die eigenen Zwecke. So wurden 20 weitere Torpedoschnellboote wurden auf den Philippinen und in Niederländisch-Ostindien erbeutet und ab 1944 weiterverwendet.


Kanonenschnellboote

 

Kanonenschnellbooten (Gyohotei):

 


 
Typ H1
 
gekauftes italienisches MAS-Schnellboot
Anzahl
1
Kaufjahr
1940
Bewaffnung
2 X 20 mm Maschinenkanonen
2 X Typ 92 7,7 mm Bord-MG
Besatzung
unbekannt
Höchstgeschwindigkeit
33 kn
Motor
1840 PS
Reichweite
unbekannt
Verdrängung
maximal 24,5 t
Länge
18 m
Breite
4,47 m
Tiefgang
0,81 m

 
Typ H2
 
Umgebaute Torpedoschnellboote der Klasse T1 verbessert ;
1945 zu Torpedoschnellbooten umgebaut
Anzahl
8
Baujahr
1943-44
Bewaffnung
2 X 20 mm Maschinenkanonen
2 X Typ 92 7,7 mm Bord-MG
Wasserbomben
Besatzung
8
Höchstgeschwindigkeit
33,5 kn
Motor
2100 PS
Reichweite
140 nm bei 30 kn
Verdrängung
maximal 23,5 t
Länge
18 m
Breite
4,47 m
Tiefgang
0,90 m

 
Typ H35
 
Umgebaute Torpedoschnellboote der Klasse T1 verbessert ;
1945 zu Torpedoschnellbooten umgebaut
Anzahl
8
Baujahr
1943-44
Bewaffnung
1 X Typ 96 25 mm Flakzwilling
1 X Typ 96 25 mm Flakeinling
4 Wasserbomben
Besatzung
unbekannt
Höchstgeschwindigkeit
34 kn
Motor
1840 PS
Reichweite
290 nm bei 33 kn
Verdrängung
maximal 23,5 t
Länge
18 m
Breite
4,23 m
Tiefgang
0,73 m

 


 
Typ H38
 
Umgebaute Torpedoschnellboote der Klasse T1 verbessert;
1945 zu langsamen Torpedobooten umgebaut
Anzahl
67
Baujahr
1943-44
Bewaffnung
3 X Typ 96 25 mm Flakzwilling
4 Wasserbomben
Besatzung
unbekannt
Höchstgeschwindigkeit
27 kn
Motor
1400 PS
Reichweite
220 nm bei 26 kn
Verdrängung
maximal 23,5 t
Länge
18 m
Breite
4,23 m
Tiefgang
0,73 m

 

 
Typ H61
 
modifizierte Torpedoschnellboote der Klasse T1 verbessert;
1945 zu langsamen Torpedobooten umgebaut
Anzahl
20, 45 weitere bestellt
Baujahr
1944-45
Bewaffnung
3 X Typ 96 25 mm Flakeinling in separatem Drehturm
4 Wasserbomben
Besatzung
unbekannt
Höchstgeschwindigkeit
17,5 kn
Motor
600 PS
Reichweite
unbekannt
Verdrängung
maximal 24 t
Länge
18,75 m
Breite
4,35 m
Tiefgang
0,73 m


Kanonenboote

Kanonenboote (Neikatei):

 


 
19-Meter-Typ (Typ 3)
 
Eigenentwicklung aus Motorbeibooten größerer Marineeinheiten;
angetrieben von einem Flugzeugreihenmotor,
der auf ein Gestell am Heck montiert war
Anzahl
48
Baujahr
1937-38
Bewaffnung
1 X Typ 92 7,7 mm Bord-MG in Flugzeuglafette
Besatzung
4-6, Zuladung bis 100 Mann oder 16 t
Höchstgeschwindigkeit
19 kn
Motor
ca.500 PS
Reichweite
unbekannt
Verdrängung
maximal 11 t
Länge
18,7 m
Breite
3,92 m
Tiefgang
0,30 m

 
15-Meter-Typ (Typ 1)
 
Eigenentwicklung aus Daihatsu Landungsbooten;
neben den offiziell umgebauten Fahrzeugen gab es verschiedene Truppenumbauten,
teilweise mit Typ 96 25 mm Flakzwillingen hinter der Bugklappe,
die Gesamtzahl dieser Boote ist unbekannt
Anzahl
40 (offiziell in Auftrag gegeben)
Baujahr
1938-39
Bewaffnung
1 X Typ 92 7,7 mm Bord-MG oder 1 X Vickers-Typ 12,7 mm MG;
2 geschützten Waffenstationen
Besatzung
6
Höchstgeschwindigkeit
11 kn
Motor
120 PS
Reichweite
400 nm bei 10 kn
Verdrängung
maximal 11 t
Länge
18,7 m
Breite
3,3 m
Tiefgang
0,76 m

 
25 t Typ
 
Eigenentwicklung;
vollkommen geschweißt;
Aufbauten aus 4 mm starken Panzerstahlplatten zusammengesetzt;
viele wurden 1945 als U-Boot-Jäger oder Transportboot fertig gestellt
Anzahl
80
Baujahr
1940 - 44
Bewaffnung
1 X Tyo 93 13,2 mm Zwillingsflak
Besatzung
10 - ?
Höchstgeschwindigkeit
11 kn
Motor
300 PS
Reichweite
400 nm bei 10 kn
Verdrängung
maximal 11 t
Länge
18 m
Breite
3,4 m
Tiefgang
0,73 m


Schnellboote

Schnellboote (Kosokutai):

 
Typ 1 Schnellboot
 
Eigenentwicklungauf Basis eines in den 20er Jahren gekauften 55-ft -Schnellbotes der englischen Werft Thornycroft;
Aufgabe war schnelle Aufklärung und Transport von Führungspersonal
Anzahl
unbekannt,aber eher wenige
Baujahr
ab 1925
Bewaffnung
unbewaffnet
Besatzung
3-5
Höchstgeschwindigkeit
37 kn
Motor
400 PS
Reichweite
unbekannt
Verdrängung
maximal 5,3 t
Länge
14,42 m
Breite
2,74 m
Tiefgang
unbekannt,aber gering

 


 
Typ 2 Schnellboot
 
Eigenentwicklung auf Basis eines in den 20er Jahren gekauften 55-ft -Schnellbotes der englischen Werft Thornycroft;
Aufgabe war Sicherstellung der Kommunikation zwischen Landungsschiffen und den gelandeten Einheiten mit Funk und optischen Kommunikationsmitteln
Anzahl unklar, aber eher wenige
Anzahl
unbekannt,aber eher wenige
Baujahr
ab 1925
Bewaffnung
1 X Typ 3 6,5 mm sMG,
später 1 X Typ 92 7,7 mm sMG
1 X Typ Taisho 11 lMG
Besatzung
7-?
Höchstgeschwindigkeit
13 kn
Motor
100 PS; Diesel
Reichweite
unbekannt
Verdrängung
maximal 4,5 t
Länge
11 m
Breite
2,34 m
Tiefgang
unbekannt,aber gering

 

 
Typ 3 Schnellboot
 
Eigenentwicklung auf Basis des Marine Torpedoschnellboot Typ T1 verbessert;
Aufgabe war U-Boot-Jagd in Küstengewässern und Sicherung der Nachschubwege;
teilweise mit 2 Flugzeug-Reihenmotoren auf dem Heck
Anzahl unklar, aber eher wenige
Anzahl
unbekannt,aber eher wenige
Baujahr
1944-45
Bewaffnung
1 – 2 X Typ 98 20 mm Flakeinling
10 Wasserbomben
Besatzung
13
Höchstgeschwindigkeit
38 kn
Motor
2 Motoren 1600 PS
Reichweite
unbekannt
Verdrängung
maximal 18 t
Länge
18 m
Breite
4,3 m
Tiefgang
unbekannt,aber gering


Kanonenboote

Kanonenboote

 
Typ AB-Tei
 
Eigenentwicklung;
Aufgabe war Feuerunterstützung bei amphibischen Landungen,
später auch Patrouillendienst auf Flüssen und in Küstengewässern; gepanzerter Aufbau;
ursprünglich mit zwei Panzertürmen auf dem Bug,
später je ein Kanonenturm auf dem Bug und Heck sowie ein Zwillings-MG-Turm über der Brücke
Anzahl
unbekannt
Baujahr
1927 -
Bewaffnung
1 X britische 57 mm Kanone im vorderen Bugturm
1 X britische 57 mm Kanone
oder
Typ Taisho 3 6,4 mm sMG in Zwillingslafette im hinteren Bugturm
Später
Je 1 X Typ 90, später Typ 97 57 mm Panzerkanone im vorderen Bugturm und im Heckturm
1 X Typ 92 7,7 mm sMG in Zwillingslafette im Turm über der Brücke
Besatzung
13
Höchstgeschwindigkeit
13 kn
Motor
350 PS, ab Mitte der 30er Dieselmotor
Reichweite
unbekannt
Verdrängung
maximal 30 t
Länge
17,1 m
Breite
3,5 m
Tiefgang
unbekannt

 
Typ 2 Patrouillenboot
 
Eigenentwicklung auf Basis des Typ T15 Torpedoschnellboot;
Aufgabe war Patrouillendienst auf Flüssen und in Küstengewässern
Anzahl
unbekannt
Baujahr
1942 -
Bewaffnung
1 X Typ 94 37 mm Panzerkanone in offener Mittelpivotlafette vorn
1 X Typ 98 20 mm Flakeinling, später 1 X Typ 4 20 mm Flakzwilling hinten
Besatzung
unbekannt
Höchstgeschwindigkeit
unbekannt
Motor
unbekannt
Reichweite
unbekannt
Verdrängung
unbekannt
Länge
15 m
Breite
3,73 m
Tiefgang
0,60 m

 

Die DMP Bibliothek empfiehlt zu diesen Thema:
ww2technik.de


Quellen

Jentschura/Mikel/Jung "Warships of the Imperial Japanese Navy 1869 - 1945", US Naval Institute Press, 4. Auflage 1984, ISBN 0-87021-893-X
Verschiedene "The Imperial Japanese Navy 14: Japanese Small Vessels Pt. 2", Verlag nicht entzifferbar, 1. Auflage 1990, ISBN 4-7698-0464-4

http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserlich ... che_Marine
http://www.schnellboot.net/jp/pt15/vorlage/index.html

Autor: tom!



Das Thema

 

Die Takao Klasse

 

 

 
Technische Daten
Typ :
schwerer Kreuzer
Anzahl :
4
Vorgänger :
Myoko Klasse
Nachfolger :
Mogami Klasse
Besatzung :
900-920
Besatzung :
wenn Flottenpersonal eingeschiffft ist 970
Besatzung :
nach Kriegsmodifikationen 1100


Vorkriegsmodifikationen

Vorkriegsmodifikationen

Ende 1933 wurden in allen vier Schiffen (Maya 12.09.1933, Chokai 18.10.1933, Takao 13.11.1933, Atago 02.12.1933) in der Yokosuka Werft die neuen Type 91 HA Direktoren eingebaut. Die Einbauten waren 02.02.1934 fertig. Zwischen den 22.10 und dem 30.12.1934 wurden die Lenkgetriebe ausgebessert. Nach den Übungen stellte sich heraus das die ganze Konstruktion instabil war und somit wurde die Konstruktion von den vier Schiffen in der Yokosukaschiffswerft ausgebessert (Chokai 13.05.1936-31.07.1936, Takao 13.06.1936-20.09.1936, Atago 14.06.1936-31.07.1936, Maya 09.07.1936-20.09.1936). Dies wurde durch 1,30m und 16mm dicken Dücol-Stahlplatten gelöst, welche am Rumpf befestigt wurden. Des Weiteren wurden weitere 1,20m breite und 19mm dicke Dücol-Stahlplatten zwischen der Außenkante und dem Oberdeck. Zudem wurde der Drehkran vom Hauptmast in der Takao und Maya durch einen Stabileren ersetzt. Etwas später wurden dann noch die Scheinwerfer durch Type 92 Modellscheinwerfer ersetzt.


 
Takao
technische Daten
Namensgebung :
Berg östlich von Kyoto
Werft :
Yokosuka
Verdrängung :
12.175 Tonnen
Leistung :
139.500 PS
Geschwindigkeit :
35,5 kts
Kiellegung :
28.04.1927
Stapellauf :
12.05.1930 15:45 Uhr
Indienststellung :
31.05.1932
versenkt :
27.10.1946 7:30 Uhr

 
Achtern Ansicht der Takao nach dem Stapellauf / Bugansicht der Takao nach dem Stapellauf


Bewaffnung

Hauptbewaffnung

 
Turmdaten
Kaliber :
203,2mm
Turmlänge :
8m
Komplettlänge :
10,31m
Breite :
6m
Höhe :
2,25m
Distanz zwischen den Geschützen :
1,9m
max. Reichweite :
29.400m
Gewicht :
171t (E)
175t (E1) Turm 2 und 4 etwas mehr
Rohrgewicht :
19t
Geschossgewicht :
125,85 kg
Lebenslänge :
ca. 320 Schuß
Panzerung :
25,4mm NVNC-Stahlplatten

Alle Schiffe der Takao-Klasse hatten 50-cal Type 3 No.2 20,3cm Zwillingstürme. Drei davon waren am Bug und zwei auf dem Achterdeck. Turm 2 und 4 waren erhöht und konnten somit über die anderen Türme schießen. Turm 3 konnte nur zur Seite schießen. Bis auf die Maya hatten alle anderen Kreuzer der Takao-Klasse die Modell E Türme. Die Maya hatte die Modell E1 Türme. Der Unterschied bei den Türme war, dass die E1 Türme nur von -5 bis 55 Grad bewegt werden konnten, während die E Türme bis auf 70 Grad erhöht werden konnten. Trotz des Winkelunterschieds konnten beide Turmmodelle 29.400m, bei einem Winkel von 45 Grad und bei maximalem Winkel 10.000m, weit schießen. Zum Nachladen mussten die Rohre auf 5 Grad gesenkt werden. Dies geschah bei den E-Türmen durch eine Triebstockverzahnung (rack and pinion gear), mit einer maximalen Geschwindigkeit von 12 Grad pro Sekunde. Die E1-Türme hatten ein Kolbengetriebe (piston gear). Durch das Nachladen bei 5 Grad konnten theoretisch vier Schuss pro Minute verschossen werden und bei einem maximalen Winkel zwei bis drei Schuss pro Minute. Die Türme 2,3 und 5 konnten 150 Grad gedreht werden und die Türme 2 und 4 konnten 160 Grad gedreht werden. Es war zwar geplant die Geschütze auch zur Luftabwehr einzusetzen doch dies wurde nie realisiert.


 
 
Legende
1
 
Rack and pinion elevating gear
2
hydraulischer Ladestock
hydraulic rammer
3
Granatenaufzug
"pusher" shell hoist
4
Schießpulveraufzug
"bucket" powder hoist
5
 
"pusher" common shell (to support HA loading)
6
Antriebsraum
power room
7
Granatenbearbeitungsraum
shell-handling room
8
Munitionskammer
shell magazine
9
Schießpulverbearbeitungsraum
powder-handling room
10
 
flashlight scuttle
11
Schießpulverkammer
powder magazine
12
Elektromotor
electric motor
OT
Treibstofftank
fuel oil tank
UD,
MD,
LD,
SD,
SDA
Ober-,
Mittel-,
Unter-,
Lagerdecks,
Lagerdeckbereich
upper,
middle,
lower,
store decks,
store-deck area

 

Flugabwehr

Da man geplant hatte die 20,3cm Geschütze auch zur Luftabwehr zu benutzen, wurde die Zahl der 127mm 45-cal Type 10 HA single guns "B2" von sechs auf vier reduziert. Des weiteren wurden 2 40mm Vickers 62-cal light AA single guns und 2 7,7mm Vickers mg montiert, welche aber schon 1935 durch 13,2mm und 25mm Maschinengewehre ersetzt wurden

Torpedobewaffnung

 
 
technische Daten
Kaliber :
61cm
Länge :
8,50m
Breite :
3,40m
Gewicht :
14,5t
Nachladezeit:
20s
Bewegungswinkel:
105 Grad
Drehgeschwindigkeit:
4,5 Grad/s
Munitionskapazität:
24 Torpedos

 


 
 
Torpedodaten
Kaliber :
61cm Type 90
Länge :
8,55m
Gewicht :
2,54t
Sprengkopf:
Type 91
Sprengkopfgewicht:
0,39t
Reichweite:
7.000m bei 46kts
10.000m bei 42kts
15.000m bei 35kts

Obwohl die Takao-Klasse eigentlich primär für Geschützkämpfe entwickelt wurde, wurden trotzdem zwei Torpedowerfer auf jeder Seite unter Deck installiert. Diese Werfer sollten ursprünglich insgesamt zwölf Rohre haben, doch es wurden nur vier Langdistanz 61cm Type 89 Zwillingswerfer installiert. Die Takao-Klasse hatte gewöhnlich 24 Torpedos dabei, acht waren in den Werfern, acht waren direkt hinter den Werfern und die anderen acht waren an den Schornsteinaufgängen 2 und 3 übereinander befestigt, dabei konnten alle Ersatztorpedos zu jeden anderen Werfer befördert werden. Das Nachladen wird durch einen K-15 Hydraulikpumpe, welche durch eine 15hp Elektromotor angetrieben wurden, durchgeführt. Dieser Akt dauerte ungefähr 20s, aber der ganze Nachladeakt dauerte wesentlich länger. Nach der ersten Salve dauerte der Nachladeakt ungefähr 3min, danach, wenn die Torpedos vom Schornstein auf der gleichen Seite geholt werden, 8min und, wenn die Torpedos von der anderen Seite geholt werden mussten, dauerte das Ganze dann ungefähr 12min.

 

Flugzeuge

Die Takao-Klasse hatte bis zu drei Flugzeuge (normal aber nur zwei) auf dem Schiff, die direkt auf dem Schiff bei den Katapulten standen. Zu Beginn waren ein Dreierdecker vom Typ 95 und zwei Doppeldecker ebenfalls vom Typ 95 auf den Schiffen. Die Flugzeuge konnten mit zwei Katapulten vom Typ "Kure Type No. 2 Model 5"


Antrieb

Antrieb

 
Vorderer steuerboard Maschinenraum (No.2)
 
Legende
1
innere HP Turbine
inner HP turbine
2
äußere HP Turbine
outer HP turbine
3
innere LP Turbine
inner LP turbine
4
äußere LP Turbine
outer LP turbine
5
kreuzende Turbineverminderungsgetriebe
cruising turbine reduction gear
6
Hauptverminderungsgetriebe (4 Getrieberäder)
main reduction gear (four pinion)
7
 
and
8
Kondensatoren
condensers
9
Äußerer steuerbord Propellershaft
starboard outer propeller shaft
10
Wassertank
water supply tank
11
Hauptmaschinenraum
main engine control room
12
kreuzende Turbine
cruising turbine
F
Gerüst
Frame
BR
Heizraum
boiler room
OFT
Treibstofftank
fuel oil tank

Der Antrieb der Takao-Klasse war ähnlich der Myoko-Klasse, allerdings war ein Generator/Elektromotor eingebaut um den Widerstand auf die inneren Propeller zu reduzieren. Zusätzlich wurden zwei kleine Einspritzturbinen eingebaut, um die inneren Wellen schneller zu drehen. Die Hauptturbinen, welche vom Type Kanpon waren, wurden von derselben Werft wie der Rumpf gebaut. Sie hatten vier Propeller mit je 32.500 SHP, die 320 Drehungen pro Minute schafften. Also hatten die Turbinen insgesamt 130.000 SHP. Jeder der Propeller hatte seinen eigenen Steuerraum. Diese Propeller waren nummeriert eins bis vier. Eins und drei waren auf der backbord Seite und zwei und vier auf der steuerbord Seite. Jede der Turbinen hatte vier weitere Turbinen, zwei HP und zwei LP. Das heißt also jede von diesen Turbinen 8.125 SHP. Die Abbildung zeigt eine von den kleinen Turbinen. Zusätzlich hatte jede von den Hauptturbinen zwei achter Turbinen, welche in den Überzügen von den LPs waren. Zudem war in den vorderen Turbinen noch eine kreuzende Turbine, die eingebaut wurde um die Strömung besser zu nutzen. Sämtliche Turbinenräder wurden aus Hartstahl und die Blätter wurden aus rostfreiem Stahl gebaut.
Jede von den acht Gehäusen für die LP Turbinen hatte eine achter Turbinen mit 4.500 SHP oder eine komplette Leistung von 36.000 SHP bei 180 rpm. Die Achterturbinen entwickelten einen Druck zwischen 17,25 kg/cm² am Gehäuse und 0,155 kg/cm² am Schornstein. Die kreuzenden Turbinen konnten 3.100 SHP bei 5.439 rpm schaffen, welche auf 1.600 rpm reduziert wurden, durch die kreuzenden und äußeren HP Turbinen. Über die gesamte Turbine konnte somit (kreuzende Turbine + HP und LP Turbinen) eine Leistung von 7.050 SHP bei 170 rpm. Somit wurde von der steuerbord und backbord Seite eine Leistung von 14.100 SHP erzeugt. Somit konnte eine Geschwindigkeit von 18 knt erreicht werden. Die normale Geschwindigkeit von 14 knt konnte mit 7.500 SHP bei 140 rpm geschafft werden. Der Treibstoff war ausschließlich Öl.


Kriegsmodifikationen

Modifikationen während des Krieges


Maya nach dem Umbau

Kurz vor den Eintritt Japans in den Zweiten Weltkrieg sollte die Luftabwehr standardisiert werden, doch bei der Takao-Klasse reichte es nur für die leichte Luftabwehr. Die Einzelgeschütze des Typs 45-cal Type 10 12-cm HA sollte durch Zwillingsgeschütze des Typs 40-cal Type 89 12,7-cm HA des Modells A1 ungeschützt ersetzt werden. Bei der Takao und Atago wurde dies bis zum Mai 1942 umgesetzt während bei der Chokai dies nie umgesetzt wurde. Des Weiteren wurden bei der Chokai und der Maya die 13mm Mg's auf der Brücke bzw. zwei vor dem vorderen Schornstein durch sechs Zwillingsgeschütze des Typs Type 96 25-mm. Während des Sommers und des Herbstes 1942 wurden die letzten Typ 95 zweisitzige Aufklärer, durch zweisitzige Aufklärer des Typs 0 ersetzt. Nach dem Ende der Solomonen Kampagne (Atago: 02.08-09.08, Takao: 27.07-02.08, Maya: 19.08-24.08 und noch mal von 04.09-06.09, Chokai: 06.09-11.09, alle in der Yokosuka Werft) wurden in allen Schiffen der Takao-Klasse die neuen No. 21 Luftsuchradaranlagen installiert. Zudem wurde die AA-Kommandoplattform verlängert und mit Windschutzscheiben ausgerüstet. Außerdem wurde die Kompassbrücke ebenfalls mit Windschutzscheiben ausgerüstet. Durch die im häufiger kommenden Luftangriffen wurden zwei 25mm Zwillingsgeschütze auf der Chokai und der Maya bzw. zwei 25mm Drillingsgeschütze auf der Atago und der Takao in der Nähe des Hauptmastes. Durch diese Erweiterung stieg die Anzahl 25mm Rohre auf der Chokai und der Maya auf 16 (acht Zwillingsgeschütze) und auf der Atago und der Takao auf 18 (zwei Drillings- und sechs Zwillingsgeschütze). Im November 1943 wurde die Anzahl 25mm Geschütze noch einmal erhöht. Bei der Atago und der Takao wurden acht Einzelgeschütze auf dem Achterdeck montiert. Die Chokai kam zwar nicht vor Juni 1944 in die Heimat aber im Januar 1944 wurden zehn 25mm Einzelgeschütze in Truk montiert. Zudem wurde das No.22 Oberflächenradar auf der Takao und der Atago installiert.
Nachdem die Maya aus Rabaul zurück in der Yokosuka Werft war, wurde sie zum AA-Kreuzer umgebaut (die leichte Luftabwehr wurde in Kure montiert) (05.12.1943 - 09.04.1944). Hierfür wurde der dritte Turm, die 12cm HA Geschütze, die Zwillings 25mm Geschütze, die Zwillings Torpedorohre, 3.5m Entfernungsmesser am Bug und am Achterdeck, der Seeflugzeughangar und verschieden andere Objekte entfernt. Als Ersatz wurden sechs Zwillings A1 40-cal Type 89 12.7cm HA Geschütze, dreizehn Drillings Type 96 25mm Maschinengewehre, neun Einzel-Typ 96 25mm Maschinengewehre auf dem Achterdeck, 36 bewegbare Typ 93 13mm Einzelgeschütze, vier Vierlings Typ 92 Torpedowerfer mit 16 Typ 93 Sauerstoff-betriebene Torpedos ohne Reservetorpedos montiert. Des Weiteren wurden zwei Lewis 7,7mm Einzelgeschütze auf der AA-Kommandoplattform montiert. Der Hangar wurde umfunktioniert zu Mannschaftsquartiere und Speicherräume und die Wasserflugzeuge sollten durch zwei zweisitzige Zuiun Modell 11 Seeaufklärer ersetzt werden, welche aber beim Auslaufen aus Kure am 21.04.1944 nicht dabei waren. Dort waren nur zwei dreisitzige Type 0 Aufklärer dabei. Zudem wurden die Type 91 HA Direktoren mit 3,5m Entfernungsmessern entfernt und durch zwei Type 94 HA Direktoren. Die Computer wurden auf dem Unterdeck unter dem ehemaligen 3. Turm. Des Weiteren wurde die Steuerung der 25mm Geschütze durch drei Type 95 MG-Direktoren, zwei neben dem 2. Schornstein und der Dritte am Hauptmast, unterstützt. Zudem wurde die A6 No.21 Luftsuchradarantenne durch ein längeres A7 Modell ersetzt. Außerdem wurde ein No.22 Oberflächensuchradar installiert und um die Stabilität und den Torpedoschutz zu verbessern wurden lange Wülste angebracht und an den Alten wurden zusätzlich Flutungs- und Gegenflutungsgeräten angebracht. Des Weitern wurden einige Treibstofftanks in Schotten umgewandelt, welche dann zur Folge hatte, dass die Treibstoffkapazität auf 2406 Tonnen reduziert wurde, sodass das Schiff nur noch eine Reichweite von 5000nm bei 18knt hatte. Zudem wurden über 200 Tonnen Panzerung hinzugefügt um die Brücke und die neuen 25mm und 13mm Munitionsmagazine. Diese ganzen Änderungen führten dazu, dass die Standardverdrängung auf 13350 Tonnen, die Breite auf 20,74m und der Tiefgang auf 6,44m gestiegen sind. Des Weiteren reduzierte sich die maximale Geschwindigkeit auf 34,25knt.
Im April 1944 wurde Entschlüsselungsmaschine fertig entwickelt welche Funkkontakte von einer Wellenlängen von 0,75-4m auf 300km entschlüsseln konnten. Dieses Gerät wurde dann bei den meisten Überwassereinheiten, so auch bei der Takao-Klasse, eingebaut. Des Weiteren wurden bis 1944 60cm Suchscheinwerfer zur optischen Kommunikation benutzt, aber seit 1941 wurde bereits an einem Infrarotsystem geforscht, welches 1944 fertig wurde und auf den Überwasserschiffe für die Suchscheinwerfer eingebaut wurde. Dieses Infrarotlicht hatte eine Reichweite von 12000m. Für die Operation "SHO 1 GO"(Leyte) wurden die Bordflugzeugen auf allen Schiffen der Takao-Klasse entfernt. Zudem wurde die Anzahl der Wasserbomben, die in der Mitte des Jahres 1942 mit dem Horchgerät bzw. der Wasserbombenrutsche installiert wurden, von sechs auf zwölf erhöht und die Typ 95 Wasserbomben wurden durch Type 2 Wasserbomben ersetzt. Zusätzlich wurde die leichte Luftabwehr nochmal erhöht. Bei der Atago und der Takao wurden nochmal vier 25mm Drillingsgeschütze und 22 25mm Einzelgeschütze, sodass sie jetzt vom Type 96 25mm sechs Drillings-, sechs Zwillings- und 30 Einzelgeschütze, bei der Chokai wurden zwölf Einzelgeschütze wieder 25mm eingebaut (Insgesamt: acht Zwillinge, 22 Einzel) und bei der Maya wurden wiederum 18 25mm Einzelgeschütze installiert (Insgesamt: 13 Drillinge, 27 Einzel), dadurch wurde natürlich auch die Munitionskapazität auf 2200 Geschosse pro Geschütz erhöht, sodass die Schiffe mehr als 100.000 Schuss pro 25mm Geschütz. Zu guter Letzt wurde zusätzlich No.13 Luftsuchradar und in der Chokai wurde ein No.22 Oberflächenradar installiert, welches bei den anderen Schiffen schon früher installiert wurde. Bei den Anderen wurde das Radar nur modifiziert, damit das Radar auch als Feuerunterstützung genutzt werden konnte.


 
Maya
technische Daten
Namensgebung :
Berg in Hyogo Prefectur
Werft :
Nagasaki
Verdrängung :
12.175 Tonnen
Leistung :
133.352 PS
Geschwindigkeit :
35,0 kts
Kiellegung :
04.12.1928
Stapellauf :
07.11.1931
Indienststellung :
30.06.1932
versenkt :
25.10.1944 7:05 Uhr

 

 
Maya nach dem Umbau
technische Daten
Hauptgeschütze:
vier 20cm Zwillingsgeschütze
Luftabwehr:
sechs 12,7cm HA Zwillingsgeschütze
dreizehn Drillings Type 96 25mm Maschinengewehre
neun Einzel Type 96 25mm Maschinengewehre
36 bewegbare Type 93 13mm Einzelgeschütze
vier Lewis 7,7mm Einzelgeschütze
Torpedowerfer:
vier 61cm Vierlingstorpedowerfer
Torpedos:
16 Type 93 Sauerstoff-betriebene Torpedos
Aufklärer:
zwei zweisitzige Zuiun Modell 11 Seeaufklärer
Verdrängung:
13.350t
Breite:
20,74m
Tiefgang:
6,44m
maximale Geschwindigkeit:
34,25knt
Besatzung:
1105 Mann


2. Weltkrieg

Schicksal die letzten Stunden

Wir schreiben den 23. Oktober 1944 No.1 Butai von der ersten angreifenden Flotille westlich von der Palawan Insel, Zickzack-Kurs bei 16knt in zweier Säulenformationen mit 4.000m Abstand. In der Backbordabteilung befinden sich die Atago als Flaggschiff, Takao, Chokai und die Nagato und in der Steuerbordabteilung befinden sich die Myoko, Haguro, Maya, Yamato und die Musashi. Die Backbordformation hielt bis die Atago und die Takao von Mark 14 Torpedos mit 300kg Sprengköpfe, welche von der USS Darter SS-227 abgefeuert wurden, getroffen wurden. Die Atago wurde von vier Torpedos (von sechs Abgefeuerten aus einer Entfernung von weniger als 1000m) um 06.33 auf der Steuerbordseite getroffen. Torpedo Nr.1 traf den Speicherraum im Sektor 30 am Bug und im Bug sammelte sich Wasser und die Ankeranlage wurde beschädigt, Torpedo Nr.2 traf den ersten Kesselraum in der Nähe des Sektors 125 und im Kesselraum 1 und 2, die Hauptgeschützraum und den Abteilungen darunter sammelte sich Wasser, Torpedo Nr. 3 traf in den Kesselraum Nr. 6 in der Nähe des Sektors 180 und es sammelte sich Wasser und im Kesselraum Nr.7 brach Feuer aus und Torpedo Nr. 4 traf in der Nähe des Sektors 260 und es sammelte sich Wasser im vierten Motorraum, den achter Generatorraum, die Abteilungen darunter sowie den Munitions- und Schießpulverräume. Die Treffer brachten die Atago auf eine Neigung von 8 Grad steuerbord, welches aber sehr schnell auf 18 Grad und schließlich auf 23 Grad, obwohl das Gegenfluten im dritten Maschinenraum, siebten Kesselraum und in den vierten wasserdichten Unterkunftsabteilung bereits durchgeführt wurde. Die Atago wurde bei einer Neigung von 54 Grad aufgegeben und die Zerstörer Kishinami und Asashimo konnten noch bis zu 700 Mann von der Atagobesatzung, inklusive Vizeadmiral Kurita und seines Stabs. Um 06.53 kenterte die Atago und sank an der Stelle 09°30'N, 117°13'E mit etwa 360 Mann Besatzung, einschließlich des Kapitäns Araki Tsutau und des ehemaligen Kapitäns der Furutaka. Die Atago wurde am 20 Dezember 1944 von der Flottenliste gestrichen.
Die Takao wurde von zwei von vier abgefeuerten Torpedos der Darter aus einer Entfernung von 1400m um 0634 auf der Steuerbordseite getroffen. Der Erste traf in der Nähe des Sektors 180 und flutete die Kesselräume 4, 6 und 8 und der Andere traf in der Nähe des Secktors 355 und beschädigte die Ruder, beide Steuerbordpropeller und legte beide Steuerbordmaschinen lahm. Feuer brach aus und legte die Takao in zehn Minuten auf 10 Grad steuerbord. Gegenfluten brachte die Takao wieder in Normal Lage. Am Abend machte sich die Takao mit einer Eskorte von den Zerstörer Naganami und Asashimo nach Brunei auf den Weg, der Zerstörer Asashimp und das Torpedoboot Hiyodori brachten die Takao schließlich nach Brunei. Sie erreichten Brunei am 25. Oktober um 17.14. 33 Besatzungsmitglieder von der Takao-Besatzung fanden den Tot.


 
Atago
technische Daten
Namensgebung :
Berg in der Nähe von Kyoto
Werft :
Kure
Verdrängung :
12.214 Tonnen
Leistung :
135.001 PS
Geschwindigkeit :
35,2 kts
Kiellegung :
28.04.1927
Stapellauf :
12.06.1930 15:45 Uhr
Indienststellung :
30.03.1932
versenkt :
23.10.1944 7:30 Uhr

Wegen dem Angriff ist die Steuerbordseite zu der Backbordseite gefahren. Um 06.57 die Maya wurde von vier von sechs abgefeuerten Mark 14 Torpedos von der USS Dace SS-247 auf der Backbordseite getroffen. (Die Haguro konnte durch einen scharfen Steuerbordkurs zwei andere Torpedos ausweichen) Nummer 1 traf den Ankerraum in der Nähe des Sektors 25, Nummer 2 traf unterhalb des ersten Turms in der Nähe des Sektors 66, Nummer 3 traf den siebten Kesselraum in der Nähe des Sektors 182 und Nummer 4 traf den dritten Maschinenraum in der Nähe des Sektors 240. Wegen dem plötzlichen eindringen von viel Wasser an vielen Stellen, neigte sich das Schiff auf 30 Grad backbord. Des Weiteren brach Feuer in der vorderen Munitionskammer aus, welche schließlich explodierten. Die Maya sank um 0705 an der Position 09°27'N, 117°23'E mit noch 336 Mann Besatzung an Bord, die restlichen 769 Männer konnten noch vom Zerstörer Akishimo und wurden später auf die Musashi gebracht, aber es konnten nur 635 Mann von der Maya einen Tag später von der Shimakaze gerettet werden, sodass die Opferzahl der Maya auf 470 von 1105 Mann stieg, inklusive Kapitän Oe Ranji. Die Maya wurde am 20 Dezember 1944 von der Flottenliste gestrichen.
Die Chokai, die einzige Einheit der Sentai 4, die unbeschädigt war, wurde Sentai 5 von Kurita noch am Morgen des 23 Oktobers zugeteilt. Zwei Tage später die Chokai wurde von Bomben von unidentifizierten US-Flugzeugen, während der Gefechte von der First Raiding Force gegen die Taffy 3, getroffen. Die Überlebenden, inklusive dem Kapitän Tanka Iyo, wurden von dem Zerstörer Fujinami gerettet. Wie auch immer die Fujinami wurde am 27 Oktobers südlich der Sibuyan Insel auf der Fahrt nach Coron von der USS Essex CV-9 versenkt und ist mit der gesamten Besatzung untergegangen. Es ist weniges über die letzten Momente der Chokai bekannt, aber es gab eine Nachricht. Die Chokai war maßgeblich an der Versenkung der USS Gambier Bay CVE-73, der USS Hoel DD-533 und der USS Johnston DD-557 bis 0850 bis die Trägerflugzeuge angegriffen. Sie wurde um etwa 09.05 von 500-lb Bomben getroffen. Diese Bomben verursachten schwere Schäden an den vorderen Maschinenräumen und es brach großes Feuer aus. Diese schweren Schäden brachten die Chokai zum Stehen. Laut dem Berichten der US-Trägerflugzeuge resultierten die Schäden von mit Bomben-bestückten TBM-1C Flugzeugen von dem VC-5 Squadron von der USS Kitkun Bay CVE-71. Um 10.18, nachdem die Chokai manövrierunfähig war, wurde die Fujinami beauftragt die Chokai zu unterstützen. Der Zerstörer nahm die Besatzung von der Chokai an Bord und versenkte die Chokai mit Type 53 Torpedos an der Position 11°22'N,126°22'E. Wie bereits die anderen beiden Schiffe wurde die Chokai am 20 Dezember 1944 von der Flottenliste gestrichen.


 
Chokai
technische Daten
Namensgebung :
Berg in Yamagata Prefectur
Werft :
Kobe
Verdrängung :
12.227 Tonnen
Leistung :
134.241 PS
Geschwindigkeit :
35,6 kts
Kiellegung :
28.03.1928
Stapellauf :
05.04.1931 15:45 Uhr
Indienststellung :
30.06.1932
versenkt :
23.10.1944 10:18 Uhr

Die Takao und die Myoko wurden beide nach den Beschädigungen nach Malaya gefahren und die Allierte hatten den Plan Beide im Hafen mit Mini-U-Booten kampfunfähig zu machen. Die Boote wurden über Panama nach Subic Bay mit dem Tender HMS-Bonaventure gebracht. Die XE-1 HMS-Spark sollte die Myoko angreifen, welches aber misslang, und die XE-3 HMS-Stygian sollte die Takao angreifen. Die Takao wurde zwar beschädigt aber sie ist nicht gesunken. Am Morgen des 31. Juli 1945 wurden die U-Boote ins Wasser gelassen. Sie hatten den Auftrag eine 1t unter den Rumpf anzubringen und 35kg Haftminen am Rumpf anzubringen. Die 1t Haftmine explodierte nicht, aber einige der kleineren Haftminen explodierten um 21.30 am 3.1 Juli und machten ein 7x3m großes Loch an der Steuerbordseite und parallel zu dem Kiel zwischen den Bereichen 113. und 116. Die Explosion flutete die Abteile des Unterdecks, sprich die 12,7cm Granatenkammern 1 und 2, die 25mm Munitionskammer und die Hauptgeschützräume.
Die Takao überlebte den Pazifikkrieg und wurde am 27. Oktober 1946 um 0730 von Seletar Base von den britischen Flottenschleppern Griper und Assiduous, eskortiert von der HMS Newfoundland, welche die nötige Kraft besorgte um die Takao zu bewegen. Der umgebaute U-Bootjäger No. 17 Nitto Maru brachte die Besatzung der Chokai nach Singapur nachdem die Takao versenkt wurde. Die Takao wurde in der Nähe der Myoko versenkt am 29. Oktober 1946 an der Position 03°05'05"N, 100°41'E und wurde am 3. Mai 1947 als letzer "A-Klasse" Kreuzer von der Flottenliste gestrichen. Hier ist etwas Ironisches in diesem Fall. Etwa exakt 20 Jahre früher am 28. April 1927, wurde die Takao an der Helling Nr. 2 in der Yokosuka Werft, von welchem die Myoko einige Tage vorher vom Stapel gelaufen war. Gebaut zusammen, die Myoko und Takao sind nun auf ewig, weit von Zuhause entfernt, zusammen, unterhalb des Wasser auf das sie gekämpft haben.


Zum Schluss

Schlusswort

Ich möchte noch einige Worte los werden. Zum Einen möchte ich erwähnen, dass ich ein großer Fan der japanischen Kampfsysteme bin. Ich will daher nicht, dass ich irgendwann eine Kopie meines Eintrags sehe. Zum Zweiten habe ich bereits in einem anderen Lexikon ein Wort vorweg gelesen und bin der Meinung so etwas gehört hier noch rein.
Viele Menschen sehen wenn zerstörtes Schiff, einen zerfetzten Panzer oder ähnliche Zerstörtes Kriegsmaterial. Doch sie sehen oftmals nur den Schrott und vergessen, dass in den Schiffen und Maschinen Menschen zerquetscht, lebendig verbrannt, ertrunken oder etwas ähnliches Grausames erleiden mussten. Auf den hier vorgestellten Schiffen wurden zum Teil mehr als 1.000 Männer an Bord getötet bzw. sind teilweise komplett mit ihren Schiffen untergegangen. Daher appelliere ich an euch, denkt an die Toten und sagt nicht, die Japaner und ihre Ideologie stehen für Selbstopferung bzw. die Banzai oder auch Seppuku Tradition hat die Menschen auf den sinkenden Schiffen zurückbleiben lassen. Es gab die Möglichkeit das Schiff zu verlassen, dennoch war es nicht die Tradition, sondern die Kontrolle eines autoritären Systems, dass die Japaner in den Tod für Ehre und Land getrieben hat. Das Sterben und der Schande einer Kriegsgefangenschaft zu entgehen wurden Ihnen eingepflanzt. So wurden unter anderem Namen aus den japanischen Geschichtsbücher gestrichen, weil sie nicht mehr die Chance hatten sich selbst zu töten und in Kriegsgefangenschaft gegangen sind. Die Kultur und die Vergangenheit formen die Menschen und die Kriege, der Soldat, der gefallen ist hat trotz alledem nur seinen Beitrag geleistet. Jede Tradition, jede Kultur und jede Vergangenheit gründet sich auf die Menschen, der ihr innewohnen. Sie gehören respektiert und ihre Namen geehrt. Zu viele sind im Krieg gefallen und jeder Name eines Soldaten, egal welcher Nationalität, welchen Glaubens oder Ideologie auch immer - Sieließen ihr Leben und darum sollte man Ihrer Gedenken.


Danksagung

Zum Schluss will ich nochmal einen Dank an den Moderator Markus von Scaleworld.de danken, dass er mir das "Japanese Cruiser of the Pacific War" für so wenig Geld verkauft hat und des Weiteren möchte ich auch noch einen Dank an die Leser des Eintrags machen und meinen Helfer Hasso von Manteuffel und Freiherr von Woye.

Quellen

Imperial Japanese Navy Heavy Cruiser 1941-45 von Mark Stille - Verlag: New Vanguard ISBN: 978-1-84908-148-1
Japanese Cruiser of the Pacific War von Eric Lacroix und Linton Wells II - Verlag: Naval Institue Press ISBN: 0-87021-311-3

(Letzter Zugriff 29.12.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Takao-Klasse
http://de.wikipedia.org/wiki/Takao_%281932%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Atago_%281932%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Ch%C5%8Dkai_%281932%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Maya_%281932%29
http://en.wikipedia.org/wiki/20_cm/50_3 ... _naval_gun

Autor: Loser568