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Das Thema

Deutsches Panzerschiff
KMS Deutschland
(später in Lützow umbenannt)

 

Im Vertrag von Versailles waren die Größe und die Beschaffenheit der dt. Kriegsmarine in strikten Richtlinien festgelegt. Vorhandene Schiffe durften erst ab einem bestimmten Alter durch neue ersetzt werden. Die Großkampfschiffe, sogenannte „Panzerschiffe“ und „Kreuzer“ durften keine höhere Verdrängung als 10000 t bzw. 6000 t haben. Der Bau von Unterseebooten war überhaupt nicht gestattet. Diese und andere Bestimmungen wurden von den Deutschen weitestgehend umgangen, dabei war die lockere Haltung der alliierten Kontrollkommission durchaus hilfreich.

Als Admiral Raeder 1928 Chef der Marineleitung wurde, erbte er ein von seinen Vorgängern angelegtes System von „schwarzen Kassen“ zur Durchführung geheimer Waffenprojekte. Es gab kaum Geheimnisse über die Deutschlandklasse, welche 3 Panzerschiffe umfasste.

Wegen der geringen Abmessungen und Verdrängung wurde dieser Typ - der für ein Schlachtschiff zu klein und für einen Kreuzer zu schwer bewaffnet war – vom Volk schlicht und einfach als "Westentaschenschlachtschiffe" bezeichnet.


Daten

Panzerschiff Deutschland (später „Lützow“)

 

 
Stapellauf:
19.05.1931
Indienststellung:
01.04.1933
Verbleib:
gesprengt, 04.05.1945
Werft:
Deutsche Werke, Kiel
Höchstgeschwindigkeit:
max. 28 Knoten
Hauptbewaffnung:
6 x 28 cm - 8 x 15 cm - 6 x 10,5 cm
8 x 3,7 cm
Baukosten:
80 Millionen Reichsmark
Besatzungsstärke:
ca.1150
11700 ts
186,0 m (ab 1940 187,9 m) lang 20,7 m breit

 


Im Einsatz

Der erste Einsatz der »Deutschland« war 1936/37 vor der spanischen Küste bei der internationalen Seekontrolle während des spanischen Bürgerkrieges.

Am 29. Mai 1937 wurde es dabei vor Ibiza von republikanischen Kampfflugzeugen angegriffen. 31 Seeleute kamen bei diesem Angriff ums Leben.
Den Kriegsbeginn wartete das Schiff im Atlantik ab und nahm am 26. September 1939 den Handelskrieg auf, wobei drei Schiffe mit insgesamt 11.925 BRT versenkt werden konnten. Am 11. November kehrte das Schiff nach Deutschland zurück. Aus Sorge vor der Schlagzeile "Deutschland versenkt" und zur Tarnung des Verkaufes des halbfertigen Kreuzers »Lützow« an die UdSSR wurde das Schiff in »Lützow« umbenannt.

Im April 1940 nahm das Schiff in der Kriegsschiffgruppe 5 am Unternehmen "Weserübung" teil. Die Gruppe erreichte am 9. April den Oslofjord, wo das Schiff von Landbatterien drei Treffer erhielt. Am 10. April wurde in Oslo festgemacht, von wo es am gleichen Tag wieder nach Kiel auslief, um die entstandenen Schäden reparieren zu lassen. Auf dem Weg dorthin wurde das Schiff von dem britischen U-Boot »Spearfish« angegriffen und beschädigt, so dass es in den Kieler Hafen eingeschleppt werden musste.


Die Lützow nach dem Torpedotreffer in Kiel

Im Juni 1941 sollte das Schiff in den Atlantik durchbrechen. Ein einzelnes Torpedoflugzeug, das irrtümlich für ein eigenes Flugzeug gehalten wurde, erzielte einen Treffer auf die »Lützow«, woraufhin sie wieder nach Kiel zurücklaufen musste.

Im Mai 1942 wurde das Schiff nach Abschluss der Reparaturen nach Norwegen verlegt. Dort hatte es im Juni 1942 bei einem Einsatz gegen ein britisches Geleit Grundberührung und musste wieder nach Kiel zur Reparatur.

Im Dezember 1942 kehrte das Schiff wieder nach Nord-Norwegen zurück. Am 30. Dezember fuhr das Schiff mit der »Admiral Hipper« und sechs Zerstörern ostwärts der Bäreninseln einen Angriff auf einen britischen Geleitzug. Der Verband wurde in ein Gefecht mit der Geleitsicherung, den britischen Kreuzern »Jamaica«, »Sheffield« und dem britischen Zerstörer »Achates« verwickelt. Die »Achates« wurde beschädigt, desgleichen die »Admiral Hipper«. Der Zerstörer »Friedrich Eckoldt« wurde versenkt.
Die »Lützow« erhielt bei diesem Gefecht keine Schäden.

Am 25. September 1943 wurde das Schiff wieder in die Heimat verlegt.
Am 1.Oktober 1943 erreichte das Schiff Gotenhafen, von dort ging es dann weiter nach Libau zur Überholung in der dortigen Werft.

Im Oktober 1944 wurde das Schiff nach langer Ausbildungszeit wieder in den Einsatz geschickt. Es unterstützte zusammen mit dem Schweren Kreuzer »Prinz Eugen« das Heer durch Beschießung verschiedener Landziele bei Memel. Dort verblieb das Schiff bis April 1945, bis es dann nach Hela zurücklief.

Ab 1944 konzentrierte sich der Betrieb in Kiel nur noch auf die Fertigung von Sektionen für die Boote der neuen U-Boot-Klasse XXI, die bei Blohm & Voss in Hamburg und der AG Weser montiert wurden. Hierfür wurde Mitte 1944 das Trockendock III zum Bunker „Konrad" umgebaut

Am 16. April 1945 wurde das Schiff durch britische Bomben auf ebenem Kiel versenkt. Der 28-cm-Turm achtern sowie ein Teil der Mittelartillerie und der Flak blieben einsatzfähig und nahmen an der Unterstützung des Heeres teil.
Am 4. Mai musste das Schiff nach einem schweren Feuer gesprengt werden.


Quellen

Literatur von Bernard Ireland
Sowie….
Panzerschiff Deutschland / Schwerer Kreuzer Lützow. Ein Schiffs- Schicksal vor den Hintergründen seiner Zeit.
von Hans G. Prager
Verlag: Heyne (September 1996)
ISBN-10: 345301801X
ISBN-13: 978-3453018013

Internet:

http://www.bundesarchiv.de (17.7.2009)
de.wikipedia.org (17.7.2009)
http://www.waffenhq.de (17.7.2009)
http://www.wlb-stuttgart.de (17.7.2009)
http://www.ivanberryman.com (17.7.2009)
http://www.militaryfactory.com (17.7.2009)
http://www.geocities.com (17.7.2009)
http://www.deutschland-class.dk (17.7.2009)

Autor: WüstenFuchs


Das Thema

Deutsches Panzerschiff
KMS Admiral Scheer
 

Im Vertrag von Versailles waren die Größe und die Beschaffenheit der dt. Kriegsmarine in strikten Richtlinien festgelegt. Vorhandene Schiffe durften erst ab einem bestimmten Alter durch neue ersetzt werden. Die Großkampfschiffe, so genannte „Panzerschiffe“ und „Kreuzer“ durften keine höhere Verdrängung als 10000 t bzw. 6000 t haben. Der Bau von Unterseebooten waren überhaupt nicht gestattet. Diese und andere Bestimmungen wurden von den Deutschen weitestgehend umgangen, dabei war die lockere Haltung der alliierten Kontrollkommission durch aus hilfreich.

Als Admiral Raeder 1928 Chef der Marineleitung wurde, erbte er ein von seinen Vorgängern angelegtes System von „schwarzen Kassen“ zur Durchführung geheimer Waffenprojekte. Es gab kaum Geheimnisse über die Deutschlandklasse, welche 3 Panzerschiffe umfasste.

Wegen der geringen Abmessungen und Verdrängung wurde dieser Typ - der für ein Schlachtschiff zu klein und für einen Kreuzer zu schwer bewaffnet war – vom Volk schlicht und einfach als "Westentaschenschlachtschiffe" bezeichnet.


Die Admiral Scheer

Panzerschiff Admiral Scheer


Die Admiral Scheer in Gibraltar 1936


 
Stapellauf:
01.04.1933
Indienststellung:
12.11.1934
Verbleib:
gesunken, 09.04.1945
Werft:
Reichsmarinewerft Wilhelmshaven
Hauptbewaffnung:
6 x 28 cm - 8 x 15 cm - 6 x 10,5 cm
- 8 x 3,7 cm
Baukosten:
90 Millionen Reichsmark
Besatzungsstärke:
ca.1150
11700 ts - 187,9 m lang - 20,7 m breit - max. 28 Knoten

Bei Kriegsbeginn lag die »Admiral Scheer« in Wilhelmshaven. Bei einem britischen Luftangriff konnte die Schiffsflak eine »Wellington« abschießen. Den Winter 1939/40 verbrachte das Schiff in der Werft, von Juli bis September 1940 schlossen sich Erprobungen in der Ostsee an.


Einsatz

Am 23. Oktober lief das Schiff dann mit Kurs auf Gotenhafen zum Kreuzerkrieg aus. Am 31. Oktober konnte die Dänemarkstraße passiert werden. Am 5. November 1940 traf das Schiff auf den Geleitzug HX-84, nachdem es am morgen den Alleinfahrer »Mopan« versenkt hatte. Der Geleitzug, der aus 37 Schiffen bestand, wurde von dem Hilfskreuzer »Jervis Bay« begleitet, der sich hartnäckig zur Wehr setzte und so dem Großteil der Handelsschiffe die Flucht ermöglichte. Nach der Versenkung der »Jervis Bay« (14164 BRT) konnten noch fünf Handelsschiffe mit zusammen 33.371 BRT versenkt werden. Drei weitere Schiffe mit zusammen 27.844 BRT wurden beschädigt.


Die Admiral Scheer mit zur Parade angetretener Besatzung auf hoher See 1934

Am 12. November 1940 versorgte sich die »Admiral Scheer« aus dem Tanker »Eurofeld«, am 14. November Zusammentreffen mit dem Troßschiff »Nordmark«. Bis zum zweiten Zusammentreffen mit dem Troßschiff am 14. Dezember konnten zwei weitere Schiffe mit 13.690 BRT versenkt werden. Am 18. Dezember wurde das Kühlschiff »Duquesa« aufgebracht. Seine Ladung bestand u.a. aus 14,5 Millionen Eiern und 3.000 Tonnen Fleisch. Das Schiff wurde zunächst zur Prise und versorgte u.a. die HSK »Thor« und »Pinguin«, das Troßschiff »Nordmark« sowie weitere Prisen und Blockadebrecher. Es wurde schließlich im Februar durch den Hilfskreuzer »Pinguin« versenkt.

Zwischen dem 9. und 12. Januar 1941 suchte das Schiff vergeblich nach dem gemeldeten Truppengeleitzug WS 5A. Dafür wurde am 17. Januar 1941 der norwegische Tanker »Sandefjord« gestellt und als Prise nach Bordeaux entlassen. Er kam dort wohlbehalten an. Am 20. Januar 1941 konnten der holländische Frachter »Barneveld« und der Brite »Stanpark« mit insgesamt 10.700 BRT versenkt werden.


Die Admiral Scheer feuert auf ein britisches Handelsschiff

Zwischen dem 24. und 28. Januar 1941 fand ein erneutes Treffen zwischen der »Admiral Scheer« und dem HSK »Thor« und der »Nordmark« statt. Am 3. Februar wurde das Kap der Guten Hoffnung passiert und am 14. Februar gab es wieder ein Treffen, diesmal mit dem HSK »Atlantis«, den beiden Prisen »Speybank« und »Kettey Brövig« und dem deutschen Frachter »Tannenfels«. Am 20. Februar konnte der griechische Frachter »Gregorios« versenkt und der britische Tanker »Britisch Advocate« gekapert werden. Letzterer erreichte wohlbehalten Nantes.

Am 21. Februar konnte der kanadische Frachter »Canadian Cruiser« versenkt werden. Wenige Tage später erging an das Schiff der Befehl, nach Deutschland zurückzukehren. Kurz nach der Versenkung des indonesischen Dampfers »Rantaupandjang« wurde die »Admiral Scheer« durch ein Bordflugzeug des britischen Kreuzers »Glasgow« entdeckt. Das Schiff konnte der nun beginnenden Jagd jedoch entkommen und am 3. März 1941 das Kap der Guten Hoffnung wieder passieren. Nach einem weiteren Treffen mit dem Troßschiff »Nordmark« und den HSK »Pinguin« und »Kormoran« ging das Schiff weiter auf Nordkurs, durchbrach am 27. März 1941 die Dänemarkstraße und erreichte am 30. März Bergen und am 1. April Kiel. Insgesamt wurden auf dieser Unternehmung 14 Schiffe mit 84.027 BRT versenkt, zwei Schiffe als Prise erreichten Frankreich, und der Hilfskreuzer »Jervis Bay« konnte vernichtet werden.

Von September bis Oktober 1941 gehörte »Admiral Scheer« zur Baltenflotte, die bei den Aalands-Inseln einen Durchbruch der russischen Flotte nach Schweden verhindern sollte. Nachdem dieser Versuch ausblieb, wurde die »Admiral Scheer« erst nach Trontheim, im Mai 1942 dann nach Narvik verlegt. Im Juli 1942 nahm das Schiff am Angriff auf den Geleitzug PQ-17 teil. Das Schiff wurde jedoch zurückgerufen, da sich der Konvoi bereits aufgelöst hatte. U-Booten und der Luftwaffe gelang es, zwei Drittel der Frachter zu versenken.


12. Deutsche »Baltenflotte«, voraus ein Torpedoboot, dahinter Admiral Scheer.

Vom 16. bis 31. August 1942 unternahm das Schiff mit Zerstörergeleit einen Vorstoß in die Karasee (Unternehmen "Wunderland"). Am 28. August 1942 konnte dabei der russische Eisbrecher »Alexander Sibirjakow« versenkt werden. Bei der Beschießung von Port Dickson wurden Landanlagen, der Eisbrecher »Taymir« und der Tanker »Valerian Kuibishew« beschädigt. Danach kehrte die »Admiral Scheer« nach Narvik zurück. Von dort ging es dann im November 1942 zurück nach Kiel.

Im Januar verlegte die »Admiral Scheer« dann nach Wilhelmshaven, um dort in die Werft zu gehen. Anschließend wurde das Schiff Ausbildungsschiff in Gotenhafen.
Erst im Oktober 1944 wurde das Schiff wieder zur aktiven Flotte verlegt. Zwischen dem November 1944 und dem Februar 1945 erfolgten Einsätze zur Unterstützung des Heeres in der Ostsee. Im März wurden in Pillau ca. 200 Verwundete und 800 Flüchtlinge übernommen und nach Kiel gebracht. In der Nacht vom 9. auf den 10. April 1945 wurde das Schiff in Kiel von Bomben getroffen und kenterte. Das Wrack wurde im Juli 1946 verschrottet.


Die Admiral Scheer nach Luftangriff auf Kiel gekentert


Quellen

Literatur von Bernard Ireland
Sowie….
Schwerer Kreuzer Admiral Scheer
von Jochen Brennecke und Theodor Krancke
• Verlag: Koehlers Verlagsges.; Auflage: 6. A. (2001)
• ISBN-10: 3782208315
• ISBN-13: 978-3782208314

Internet:
http://www.bundesarchiv.de (17.7.2009)
de.wikipedia.org (17.7.2009)
http://www.waffenhq.de (17.7.2009)
http://www.wlb-stuttgart.de (17.7.2009)
http://www.ivanberryman.com (17.7.2009)
http://www.militaryfactory.com (17.7.2009)
http://www.geocities.com (17.7.2009)
http://www.deutschland-class.dk (17.7.2009)

Autor: WüstenFuchs



Das Thema

Deutsches Panzerschiff
KMS Admiral Graf Spee


Versailles

Im Vertrag von Versailles waren die Größe und die Beschaffenheit der dt. Kriegsmarine in strikten Richtlinien festgelegt. Vorhandene Schiffe durften erst ab einem bestimmten Alter durch neue ersetzt werden. Die Großkampfschiffe, so genannte „Panzerschiffe“ und „Kreuzer“ durften keine höhere Verdrängung als 10000 t bzw. 6000 t haben. Der Bau von Unterseebooten waren überhaupt nicht gestattet. Diese und andere Bestimmungen wurden von den Deutschen weitestgehend umgangen, dabei war die lockere Haltung der alliierten Kontrollkommission durch aus hilfreich.

Als Admiral Raeder 1928 Chef der Marineleitung wurde, erbte er ein von seinen Vorgängern angelegtes System von „schwarzen Kassen“ zur Durchführung geheimer Waffenprojekte. Es gab kaum Geheimnisse über die Deutschlandklasse, welche 3 Panzerschiffe umfasste.

Wegen der geringen Abmessungen und Verdrängung wurde dieser Typ - der für ein Schlachtschiff zu klein und für einen Kreuzer zu schwer bewaffnet war – vom Volk schlicht und einfach als "Westentaschenschlachtschiffe" bezeichnet.

 


 
Stapellauf:
30.06.1934
Indienststellung:
06.01.1936
Verbleib:
selbstversenkt, 17.12.1939
Werft:
Reichsmarinewerft Wilhelmshaven
Bewaffnung:
6 x 28 cm - 8 x 15 cm - 6 x 10,5 cm
8 x 3,7 cm
Baukosten:
82 Millionen Reichsmark
Besatzungsstärke:
ca.1150
12100 ts - 187,9 m lang - 21,3 m breit - max. 28 Knoten

Genauso wie ihre Schwesterschiffe verstieß die »Admiral Graf Spee« gegen das Versailler Abkommen, welches Neubauten über 10.000 BRT verbot. Daher wurde die Größe der »Admiral Graf Spee« offiziell immer geringer als tatsächlich angegeben.


Einsatz

Am 21. August 1939 lief die »Admiral Graf Spee« in den Südatlantik aus, um dort Warteposition zu beziehen. Begleitet wurde sie von dem Versorgungsschiff »Altmark«.

 

Ab dem 29. September erhielt das Schiff dann den Befehl, den Handelskrieg zu beginnen. Als erstes Schiff lief am 30.9. der britische Dampfer »Clement« (5.051 BRT) vor die Rohre und wurde versenkt. In den folgenden Monaten wurden die folgenden Schiffe versenkt: »Norton Beach« (4.651 BRT), »Ashlea« (4.222 BRT), »Huntsman« (8.196 BRT), »Trevanion« (5.299 BRT), »Africa Shell« (700 BRT), »Boric Star« (10.086 BRT), »Tairoa« (7.983 BRT) und die »Streonshalh« (3.895 BRT). Als der Entschluß zur Heimkehr bereits gefaßt war, entschloss sich Kapitän z. See Langsdorff an die Mündung des Rio de la Plata vorzustoßen.

Dort kam es am 13. Dezember 1939 zu einem Gefecht mit den britischen Kreuzern »Exeter« und »Ajax« sowie dem neuseeländischen Kreuzer »Achilles«. In dem Gefecht wurde der Kreuzer »Exeter« schwer beschädigt, aber auch die anderen Schiffe erhielten Treffer.

Daraufhin zog sich Langsdorff in den Hafen von Montevideo zurück. Da sich das Schiff dort nicht länger als 72 Stunden aufhalten durfte und Kapitän Langsdorff falsche Angaben über die Stärke der gegnerischen Einheiten vor dem Hafen vorlagen, entschloss er sich, das Schiff am 17. Dezember 1939 vor der La-Plata-Mündung zu selbst zu versenken.

 

Um 19.52 Uhr versank das Schiff in der Tiefe. Die Besatzung entwich in kleinen Schiffen nach Buenos Aires, wo sie interniert wurde.

Kapitän Langsdorff nahm sich am 20. Dezember 1939 das Leben.

Eine beeindruckende Geschichte, das auch für die Filmemacher interessant wurde!

 



Quellen

Literatur von Bernard Ireland
Sowie….
Panzerschiff Admiral Graf Spee
von F. W. Rasenack
Verlag: Koehlers Verlagsges. (1999)
ISBN-10: 3782207718
ISBN-13: 978-3782207713

Panzerschiff Admiral Graf Spee
von F. W. Rasenack
Verlag: Koehlers Verlagsges. (1999)
ISBN-10: 3782207718
ISBN-13: 978-3782207713


Internet:
http://www.bundesarchiv.de (17.7.2009)
de.wikipedia.org (17.7.2009)
http://www.waffenhq.de (17.7.2009)
http://www.wlb-stuttgart.de (17.7.2009)
http://www.ivanberryman.com (17.7.2009)
http://www.militaryfactory.com (17.7.2009)
http://www.geocities.com (17.7.2009)
http://www.deutschland-class.dk (17.7.2009)

Autor: WüstenFuchs



Das Thema

 

Kleinst-U-Boote

 

Admiral Heye schreibt in seinen Aufzeichnungen über die Gründerzeit des neuen Verbandes:

“Bei der Kriegslage im Winter 1943/44 kam für uns auf See nur die Defensive in Frage. Es war bekannt, dass ich aus diesem Grund vielen kleinen Schiffen und Kampfmitteln den Vorzug vor großen Einheiten gab. ... Natürlich waren der Neuaufbau eines Verbandes und die Herstellung völlig neuartiger Waffen im 5. Kriegsjahr sehr schwierig. Zudem sollte alles sehr schnell gehen. Lange Entwicklungszeiten und Erprobungen waren nicht möglich. Ich ließ mir vom Oberbefehlshaber größere Vollmachten geben, um lange und bürokratische Wege zu vermeiden. Wir selbst hatten keinerlei praktische Erfahrungen in dieser Art Kriegsführung.“


Allgemeines

Allgemeine Informationen

 

"Zu Beginn des Krieges waren nur die Italiener und Japaner im Besitz von Kleinst-U-Booten, denn die Führung der Kriegsmarine sah in diesen Booten anfangs nur eine Verschwendung von Ressourcen und Personal."

Kleinst-U-Boote waren von Menschenhand (teilweise war nur ein Mann nötig) gesteuerte Kleinkampfmittel. Sie waren einem Torpedo gleich und wurden hauptsächlich gegen wertvolle militärische Ziele in Küstennähe eingesetzt. Beispielsweise der "Neger" - Einmanntorpedo bestand aus einem umgebauten Torpedo, der an der Unterseite einen Kampftorpedo trug.
Das Kleinst-U-Boot war ein Einhüllentyp und wie ein großes Boot ausgerüstet, jedoch fehlten einige für die Navigation notwendige Geräte. So erfolgte die Navigation nur über zwei Kompasse, die Horcheinrichtung oder über das Seerohr, welches aber nur drei Meter lang war.
Alle Fahrer von Kleinst-U-Booten gehörten dem K-Verband an. Die Zugehörigkeit wurde geheimgehalten und ohne weitere Angaben in den Personalakten erwähnt. So ist dort lediglich der Tag der Versetzung zum K-Verband notiert. Die Einsatzfahrten dauerten, abgesehen von Ausnahmen, bis zu sieben Tage.

 

Ausgewählt wurden nur Freiwillige. U-Boot-Fahrer gab es genügend in den Ausbildungs-Flottillen, da sich der Neubau von herkömmlichen U-Booten, besonders der neuesten Typen, immer weiter verzögerte. Viele von den frisch ausgebildeten und hoch motivierten jungen Männern befanden sich in Warteposition und versuchten, auf diesem Weg an die Front zu kommen. Nach einem Eignungstest wurden letztendlich nur die Fähigsten unter ihnen ausgewählt und dem K-Verband zugeteilt. Neben Offizieren waren auch Unteroffiziersränge und Mannschaften dort vertreten. Der Rang spielte keine große Rolle, lediglich die persönliche Eignung des Einzelnen. Das ging sogar soweit, dass keine Rangabzeichen mehr getragen wurden, damit auch wirklich alle gleich waren.

"Für die Soldaten war jeder Einsatz ein “Himmelfahrtskommando”, wobei der Tod durch Ersticken keine Seltenheit war. Realistisch gesehen war die Überlebenschance ca. 50:50. Jedoch kamen 80% der Besatzung um. Gefahren wurde dabei nur bei Nacht"

Angestachelt von den Erfolgen italienischer und britischer Kleinst-U-Boote (X-7 gegen die Tirpitz) versuchte man deutscherseits, das (See)Kriegsglück mit dieser neuen Waffengattung zu wenden.
So wurde vor allem der 'Kleinkampfverband' unter Vizeadmiral Hellmuth Heye, bekannt durch die Kampfschwimmer, mit diesen V (Vergeltungs-)Waffen ausgerüstet. Neben den Einmann-Torpedos (Neger, Marder), bis zu kleinen Tauchbooten mit max. 2 Mann Besatzung, gehörten auch Sprengboote zur Gattung der Kleinst-U-Boote.

"Federführend für die Entwicklung der Ein-Mann-Torpedos war die Torpedoversuchsanstalt Kiel-Eckernförde. Man hängte einfach zwei Torpedos vom Typ G7e untereinander, wobei der obere Torpedo keinen Sprengsatz, sondern ein Cockpit für einen Fahrer erhielt. Dieser saß, ausgerüstet mit einem Dräger-Atemgerät und einem Armbandkompass, unter einer Plexiglashaube, die ihm relativ gute Sichtmöglichkeit nach allen Seiten geben sollte. Er saß jedoch zu tief, um seine Ziele vernünftig ausmachen zu können. Das Fahrzeug war, abgesehen von einem Torpedo, unbewaffnet und nicht tauchfähig. Der Fahrer schoss den unteren Torpedo über ein einfaches Kimme-Korn-Visier (Gradskala in der Kuppel und Visiernadel) ab. Mit dem untergehängten Gefechtskopf konnte der Neger durch feindliche Ortungsgeräte nicht aufgespürt werden, da nur die Plexiglashaube “aus dem Wasser schaute”. Den Namen erhielt dieses “Boot” nach seinem geistigen Vater, dem Marinebaurat Richard Mohr."

 

Ziel war es, ein überlegenes Kleinst-U-Boot zu schaffen, das bei geringstmöglichem materiellen Aufwand und menschlichen Einsatz eine größtmögliche Waffenwirkung bzw. Schaden beim Feind verursacht.
Zusammen mit der HWK entwickelte man das Projekt Schwertwal. Die Entwürfe wurden auch als U-Jäger bezeichnet, wegen der zu erwartenden hohen Agilität.
U.a. sollte ein Einsatz auch gegen getauchte feindliche U-Boote mittels der neuentwickelten 'Rückstoßtorpedos' möglich sein.
Die Angaben und Pläne sind aber mit angebrachter Sorgfalt und Distanz zu beurteilen, denn sie sind nur bruchstückhaft erhalten und geben nur einen unzureichenenden Blick auf den Entwicklungsstand jener Tage. Von den real existierenden Projekten sind, auch wegen der Geheimhaltung, Vernichtung von Plänen und der Akquirierung von Material durch die Allierten, nur Wenige erhalten geblieben bzw. nachvollziehbar.

 

 

(Prototyp des Kleinst-U-Bootes "Schwertwal")


Varianten

 


 
Kleinst-U-Boote
 
Einmann-Torpedo
Neger Einmann-Torpedo, bei dem statt des Sprengkopfes Sitzraum für einen Mann vorgesehen ist.
Waffe: Ein Torpedo angehängt.
Der Name "Neger" stammte übrigens daher, dass ein für die Entwicklung Verantwortlicher der Marinebaurat Richard Mohr war und man das Synonym seines Nachnamens als Bezeichnung wählte.
Marder Einmann-Torpedo, verbesserter "Neger".
Tauchfähig
"Schweine" Von zwei Mann berittener Torpedo.
Die Reiter müssen zugleich als Kampfschwimmer und Techniker ausgebildet sein.
"Haie" Einmann-Doppeltorpedo, zusammengesetzt aus zwei Torpedomittelstücken.
Waffe: eingehängter Torpedo.
"Molche" Einmann-Tauchfahrzeug von ca. 11 m Länge. Geschwindigkeit bei kleiner Fahrt = 3 kn.
Waffe: 2 Torpedos außenbords.
"Hechte" Zweimann-Uboot von ca. 10,4o m Länge.
Waffe: Haftmine oder angehängter Torpedo oder Schwimmer, der im Kopfteil an den Feind gebracht werden kann.
Nicht zum Einsatz gekommen. Erprobungen 1944 abgebrochen.
Fahrzeuge mit E-Antrieb mit Benzinmotor verbunden:
"Biber I" Einmann-Tauchboot von ca. 8 -9 m Länge.
6 Zyl.-Opel-Benzinmotor von 32 PS und E-Maschine.
Waffen: 2 Torpedos außenbords. Im Einsatz bewährt, jedoch große Verluste; das Fahrzeug musste zum Angriff auftauchen.
"Biber II" Zweimann-Tauchboot. Diesel-Kreislaufmotor von 65 PS.
Waffen: 2 Torpedos außenbords. Biber II kam nicht mehr zum Einsatz.
 
Kleinst-U-boote
"Seehund" Zweimann-Uboot von ca. 12 m Länge - AEG-E-Maschine 25 PS.
Waffen: 2 Torpedos.
Im Einsatz gut bewährt. Boote wurden nach dem Kriege von anderen Marinen übernommen.
"Seehund II" Verbesserung des Typs Seehund durch Einbau eines Kreislaufdiesels.
Nicht mehr zum Einsatz gekommen.
"Schwertwal" Zweimann-Walter-U-boot.
Waffen: 2 Torpedos.
Der Schwertwal kam nicht mehr zum Einsatz.
"Einmann-Uboot" Waffe: Sprengladung 1200 kg
Sprengstoff. Fahrer schleudert sich vor dem Auftreffen heraus.
Nicht zum Einsatz gekommen.
"Großer Delphin" Zweimann-Uboot.
Waffe: 2 Torpedos.
Nicht zum Einsatz gekommen.

Genauere Angaben sind unter anderer Website zu finden.

 

 


Zum Schluss

Abschließende Bemerkung

 

 

Amerikanische Soldaten finden Einmann-Torpedo Typ „Neger“

Hellmuth Heye sagte nach Kriegsende über den Sinn und die Grenzen des Einsatzes von Männern des K-Verbandes:

"Kleinkampfmittel, welcher Art auch immer, werden stets nur eine Ergänzung der regulären Kampfmittel sein und können diese niemals ersetzen. Sie sind jedoch vorzüglich geeignet, durch den Einsatz weniger, geübter und entschlossener Männer sehr viel stärkere Kräfte des Gegners zu zersplittern oder zu binden. … (Rest des Zitats habe ich wegen rassistischer Äußerungen außen vor gelassen)“

In den letzten Tagen des Krieges bekam diese U-Boot-Bauart eine Dringlichkeitseinstufung. Dem gegenüber war der Zerstörerbau einzustellen, um zusätzliche Bau- und Materialkapazitäten freizumachen.
Die Arbeit an diesen oben vorgestellten Projekten verdeutlicht das enorm hohe technische Niveau, auf dem sich der deutsche U-Boot-Bau bewegte; der Mangel an Mensch und Material ließ jedoch die Planung im frühen Entwicklungsstadium veröden. Insgesamt gelangten 1944 248 U-Boote zur Auslieferung (Vorjahr 284).
Die Waffe wurde als Vergeltungswaffe hochstilisiert und war durch den schonungslosen Einsatz als Instrument des letzten Mittels oft verheizt worden. Vor allem die Soldaten in diesen Kleinst-U-Booten mussten diese Taktik oft mit dem Leben bezahlen. So reihte sich auch diese V-Waffe und seine Taktik nahtlos in die so typische taktische Orientierung der Wehrmachtsführung des „Endkampfes“ ein.

"Nur wenige Exemplare der 324 gebauten Kleinst-U-Boote sind noch erhalten geblieben. Das Exemplar des Technik-Museums Speyer wurde beim Freibaggern einer Fahrrinne in Holland entdeckt und dem Museum übergeben."

Quellen

http://www.u-boote-online.de/diekluboote/kverband.php (Letzter Aufruf 10.10.2009)
http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic ... sc&start=0 (Letzter Aufruf 10.10.2009)
http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinst-U-Boot (Letzter Aufruf 10.10.2009)
http://www.geschichtsseite.ubootgeschichte.de/ (Letzter Aufruf 10.10.2009)
http://www.ww2technik.de/dsub_mini.htm (Letzter Aufruf 17.01.2010)

Paul Kemp, Bemannte Torpedos und Kleinst-U-Boote im Einsatz 1939-1945, Motorbuch Verlag 2003.

Autor: Freiherr von Woye



Das Thema

 

Die Dickschiffe der Kriegsmarine
und ihr Verbleib von 1939-1945

 


Einleitung

 

Einleitung

Die Definition von Dickschiff ist aus der Umgangssprache abzuleiten und steht für die größten Einheiten einer Flotte (Schlachtschiff, Linienschiff, Schlachtkreuzer), bei Segelparaden auch der Fünf- und Viermaster.
Als fachlicher Begriff ist das „Dickschiff“ vor allem im Schiffbau anzutreffen. Damals mehr als heute, ist es ein Begriff, der sich auf das Verhältnis zwischen Höhe und Breite der Spanten des Rumpfes eines Schiffes bezieht. Deshalb sind diese sogenannten „Dickschiffe“ auch anfälliger für hohen Wellengang als andere Schiffsformen. Das "Dickschiff" hat sich so aus der eher abfälligen Bemerkung eines "zu dicken" Schiffes, zu einem Fachbegriff gemausert.
So ist der ironische Unterton dieses Begriffes heute noch bei den Seglern geläufig, die gerne auf diesen Bezeichnung zurückgreifen, wenn sie geschlossene Kielyachten von Jollen unterscheiden. Die Kielyachten als „Dickschiffe“ zu bezeichnen ist natürlich für die im folgenden vorgestellten Dickschiffe kein ernst zu nehmender Vergleich.

 

Die Dickschiffe der Kriegsmarine
 

Die Kriegsmarine sollte nach dem sogenannten Z-Plan bis 1947 eine große Zahl neuer Schiffe erhalten, darunter Flugzeugträger, Schlachtschiffe, eine große Zahl von Kreuzern, U-Booten und anderen leichten Seestreitkräften.

Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Erich Raeder, notierte am 3. September 1939 im Kriegstagebuch der Seekriegsleitung:

„Die Überwasserstreitkräfte sind aber noch so gering an Zahl und Stärke gegenüber der englischen Flotte, dass sie - vollen Einsatz vorausgesetzt - nur zeigen können, dass sie mit Anstand zu sterben verstehen und damit die Grundlage für einen späteren Wiederaufbau zu schaffen gewillt sind.“


Flugzeugträger

 

Flugzeugträger:

Graf Zeppelin

 

Der Flugzeugträger Graf Zeppelin war das wohl größte Dickschiff in der Kriegsmarine. Die Baukosten für Deutschlands einzigen Flugzeugträger beliefen sich auf 93 Millionen Reichsmark. Die Bauwerft für die Graf Zeppelin war bis 1940 die Germania-Werft in Kiel. Der Baustopp, vor allem wegen knapper Mittel und Neuorientierung der Marineleitung, kam Anfang 1942. Ende 1942 wurde der Träger bei den Deutschen Werken in Kiel weiter gebaut. Aber nur bis zum Panzerdeck, das heißt keine Geschütze und keine Aufbauten wurden fertiggestellt. Im Jahr 1943 wurde das Projekt dann endgültig aufgegeben.
Der Träger hatte eine Wasserverdrängung von 33.500 BRT, eine Länge von 263 Metern, eine Breite von 36.2 Metern. Die Geschwindigkeit war mit 33 Knoten angegeben.
Geschützt war dieses Dickschiff bzw. Träger durch einen 100 mm starken Panzergürtel. Ferner konnte er 42 Flugzeuge aufnehmen.

1945 wurde dieses beeindruckende aber unfertige Schiff von der Kriegsmarine in Stettin versenkt. Die Hebung durch die UdSSR fand im März 1947 und diente vor allem einer Auswertung der Konstruktion. Die endgültige Versenkung erfolgte am 18. Juni 1947 in der Ostsee.
Es wurde noch ein Flugzeugträger B auf Kiel gelegt. Dies fand 1938 statt, fand aber bereits 1939 mit einem Baustopp sein Ende.
Am 18. Juni 1947 wurde die Graf Zeppelin schließlich durch Artilleriefeuer des russischen Zerstörer Grozyashchig im Baltischen Meer versenkt.
(Die geplanten Umbauten der Europa, Potsdam, Seydlitz und den französischen Kreuzer De Grase wurden nur für kurze Zeit verfolgt.)


Schlachtschiffe/Schlachtkreuzer

 

Schlachtschiffe:

Bismarck

 

Tirpitz

 

Die Baukosten für die Tirpitz und für die Bismarck beliefen sich auf jeweils 184 Millionen Reichsmark.
Die Bauwerft der Tirpitz war die KM-Werft in Wilhelmshaven, während die Bismarck bei den Blohm & Voss Werken in Hamburg gebaut wurde.
Die Tirpitz hatte eine Wasserverdrängung von 52.600 BRT, die Bismarck kam auf 50.300 BRT.
Beide Schiffe waren 251 Meter lang, 36 Meter breit. Die Geschwindigkeit beider Schiffe lag bei über 30 Knoten. Die Bewaffnung war mit 8 mal 38 cm Geschützen und 12 mal 15 cm Geschützen sehr stark. Dazu kam noch eine starke Flakbewaffnung. Geschützt wurden beide Schiffe durch einen 360 mm dicken Panzergürtel.
Die Tirpitz wurde am 12. November 1944 durch britische Fliegerbomben bei Tromsö, in Norwegen versenkt.
Das Wrack wurde zwischen 1948 bis 1957 abgebrochen.
Am 27. Mai 1941 versenkte sich die Bismarck im Atlantik 300 Seemeilen vor der Küste von Frankreich selbst, nachdem sie vorher einen Lufttorpedotreffer hinnehmen musste der das Seitenruder lahm legte. Dazu kam dann, dass schwere Artillerietreffer der britischen Kampfflottenverbände die, die Bismarck schwer beschädigten.

 

Schlachtkreuzer:


Scharnhorst

 

Gneisenau

 

Die Baukosten für die Gneisenau und für die Scharnhorst beliefen sich auf jeweils 145 Millionen Reichsmark.

Die Gneisenau wurde auf der KM-Werft in Wilhelmshaven gebaut, die Bauwerft vom Schlachtkreuzer Scharnhorst waren die Deutsche Werke in Kiel.
Beide Schlachtkreuzer hatten eine Wasserverdrängung von 38.100 BRT, eine Länge von 235 Metern, die Breite war mit 30 Metern angegeben. Die Geschwindigkeit war mit 31.5 Knoten eher überdurschnittlich.
Bewaffnet waren sie mit 9 mal 28 cm Geschützen und 12 mal 15 cm Geschützen sowie 6 Torpedorohre und eine starke Flakbewaffnung. Ihr Panzergürtel war mit 350 mm sehr dick.
Die Gneisenau wurde am 01. Juli 1942 nach Fliegerbombentreffer außer Dienst gestellt.
Am 27. März 1945 schließlich gesprengt, und zwischen 1947 und 1951 abgebrochen.
Die Scharnhorst wurde am 26. Dezember 1943 nach einem Gefecht gegen britische Streitkräfte nordöstlich vom Nordkap versenkt.


Panzerschiffe

 

Panzerschiffe:

Admiral Graf Spee

 

Admiral Scheer

 

Lützow

 

Die Baukosten jedes dieser Panzerschiffe wurde mit 80 Millionen Reichsmark beziffert.

Die Admiral Graf Spee und die Admiral Scheer wurden auf der KM-Werft in Wilhelmshaven gebaut, während die Lützow (ehemals Deutschland) auf der Deutsche Werk Werft in Kiel gebaut wurde.
Die Admiral Graf Spee hatte eine Wasserverdrängung von 16.020 BRT, die Admiral Scheer von 15.180 BRT und die Lützow von 14.290 BRT.
Alle drei Panzerschiffe waren 188 Meter lang und über 20 Meter breit. Diese Schiffe waren 28 Knoten schnell. Bewaffnet waren sie mit 6 mal 28 cm Kanonen und 8 mal 15 cm Kanonen sowie 8 Torpedorohren. Eine Flakbewaffnung gehörte auch noch dazu.
Gepanzert waren die drei Schiffe durch einen 80 mm dicken Panzergürtel.
Am 17. Dezember 1939 musste sich die Admiral Graf Spee im Rio la Plata in Montevideo nach Gefechtsschäden gegen einen britischen Kreuzerverband selbst versenken.
Am 09. April 1945 wurde die Admiral Scheer durch britische Fliegerbomben in Kiel versenkt.
Die Lützow lief am 04. Mai 1945 auf Grund. 1946 versuchten die Russen sie wieder klar zu bekommen, was aber nicht gelang. Am 22. Juli 1947 wurde sie schließlich in der Ostsee versenkt.


Schwere Kreuzer

 

Schwere Kreuzer:


Admiral Hipper

 

Blücher

 

Prinz Eugen

 

Die Prinz Eugen wurde auf der Germania-Werft in Kiel gebaut, die Blücher bei den Deutschen Werken in Kiel und die Admiral Hipper bei der Blohm & Voss in Hamburg.
Alle drei Schiffe hatten eine Wasserverdrängung von bis zu 19.042 BRT. Die Länge war mit über 213 Metern und die Breite mit über 21 Metern angegeben.
Die Bewaffnung war mit 8 mal 20,3 cm Kanonen, 12 mal 10,2 cm Kanonen und eine unterschiedliche Flakbewaffnung für einen Kreuzer mehr als stark.
Der Panzergürtel dieser Schiffe war bis zu 105 mm dick.
Die Prinz Eugen wurde nach Kriegsende US- Kriegsbeute. Im Juli 1946 wurde sie bei Atombombenversuchen im Bikini-Atoll versenkt. Die Reste sind heute noch sichtbar.
Die Blücher wurde am 09. April 1940 im Oslofjord durch Torpedotreffer versenkt.
Am 03. Mai 1945 wurde die Admiral Hipper im Dock von Kiel durch Fliegerbomben versenkt und zwischen 1948 bis 1952 schließlich abgebrochen.

 

 

 

Das Scheitern der Dickschiffe

Der Umbruch im maritimen Denken der deutschen Kriegsmarine kam mit den Erfolgen der U-Boote - von denen monatlich 25 gebaut werden sollten -, und auch Hitler begann allmählich, die Material- und Kostenverschlingenden "Dickschiffe" abzuschreiben. Nachdem die "Bismarck" schon im Mai 1941 verloren gegangen war und die schweren Einheiten "Gneisenau", "Scharnhorst" und "Prinz Eugen" außer dem Kanaldurchbruch am 11./12. Februar 1942 zu Sicherung gegen eine befürchtete Invasion Norwegens keine nennenswerten Erfolge hatten erzielen können, war das Thema "Dickschiff" für Kriegsmarine nur noch von historischer Bedeutung.
Dazu beigetragen haben unter anderem die Operation eines Verbandes von Dickschiffen gegen den Geleitzug "PQ 17" im Juli 1942, bei dem sie völlig versagten. Dabei wurde bewiesen, dass der strategische Nutzen von Schlachtschiffen und Schlachtkreuzern im Zeitalter der hauptsächlichen Unterwasserkriegsführung in Frage gestellt werden muss. Das Festhalten eines Großadmirals Raeder an den Traditionen und Vorstellungen der Reichsmarine bzw. den Visionen eines Tirpitz schien nun mehr als unangemessen.


Leichte Kreuzer

 

Leichte Kreuzer:

Nürnberg

 

Leipzig

 

Köln

 

Karlsruhe

 

Königsberg

 

Emden

 

Die Nürnberg und die Karlsruhe wurden bei den Deutschen Werken in Kiel gebaut. Während die Köln, Königsberg, Leipzig und die Emden bei der KM-Werft in Wilhelmshaven gebaut wurden.

Alle 6 leichten Kreuzer verdrängten 8.900 BRT. Sie waren bis zu 181 Meter lang und 16 Meter breit. Die Geschwindigkeit dieser leichten Kreuzer war bis zu 30 Knoten schnell.
Sie hatten eine Bewaffnung von 9 mal 15 cm Geschützen, 8 mal 8 cm Geschützen und eine unterschiedliche Flakbewaffnung.
Die Panzerung war bis zu 60 mm dick.

Die Nürnberg wurde russische- Kriegsbeute, das Boot machte noch als Admiral Makarow bis 1959 Dienst in der russischen Marine.
Die Leipzig wurde am 11. Juli 1946 südwestlich Farsund versenkt. Die Köln wurde am 30. April 1945 in Wilhelmshaven durch Fliegerbomben versenkt.
Am 09. April 1940 wurde die Karlsruhe in Kristiansand durch das britische U-Boot Truant torpediert uns später durch das deutsche Torpedoboot Greif versenkt.
Die Emden wurde am 14. April 1945 in Kiel durch Fliegerbomben versenkt.
Die Königsberg wurde am 10. April 1940 in Bergen durch Fliegerbomben versenkt.
Am 17. Juli 1942 wurde sie gehoben und abgewrackt.

Zum Schluss

 

 

 

Schlussbemerkung
Die Außerdienststellung der "Dickschiffe" hätte die Seekriegsleitung tief erschüttert, denn "es fiel der Kriegsmarine wohl schwerer als anderen Marinen, auf das Schlachtschiff in Zukunft bewusst zu verzichten, weil sie sich durch einen solchen Verzicht wieder in die Rolle einer zweitklassigen Küstenmarine zurückgeworfen glaubten."

Die führenden Köpfe in der Seekriegsleitung waren bemüht Hitler zum Umdenken, zu bewegen. Dabei war Hitler nur "in der momentanen Lage" von den U-Booten mehr überzeugt. Die Prestigegründe, die solch große Überwasserschiffe mit sich brachten, blieben für ihn weiterhin notwendig. Wenn er jetzt, im Jahre 1942, den Einsatz von Großkampfschiffen ablehnte, hieß das noch lange nicht, dass er auf sie auch in Zukunft verzichten würde. Das Gegenteil davon war der Fall, denn genau diese "Dickschiffe" sollten das Kernstück einer deutschen Nachkriegsflotte bilden, vielleicht der deutschen Wehrmacht überhaupt.
Die Marineführung dieser Jahre plante fern von realen Bezügen oder dem Kriegsgeschehen entsprechend. Sie strebte mit "hybriden deutsch-japanischen strategischen Konstruktionen" einer Mittelmeer-, Nahost- und Indienseekriegsführung gegen die "englischen Orientstellungen". Damit handelten und planten sie gegen jedwede reale militärische oder rüstungspolitische Gegebenheit an.
Ein Beispiel dafür ist die große Planungsoffensive für Schlachtschiffe, Hilfsflugzeugträger, Flugdeckkreuzer und Flugzeugträgern für eine Kriegs- und Nachkriegsmarine im Sommer und Herbst 1942. Bereits Anfang 1943 fehlten Arbeitskräfte wie Material, um ein solches Projekt langfristig bzw. kurzfristig umzusetzen. Die U-Boot Waffe sollte von nun Priorität bekommen. Sie war kostengünstiger, schneller zu produzieren, effizienter und vor allem eine vielseitigere Offensivwaffe. Eine weitere Umverteilung des Materials für die geplanten Dickschiffe ging in die neuen Kampfmittel: Torpedo und Mine. Diese waren mit weit geringerem Aufwand herzustellen und brachten eine enorme Abwertung der traditionellen Hauptkräfte der Schlachtenflotten. Auch den nach der Seeschlacht wichtigsten Form der Seekriegsführung, der Kriegs- sowie Handelsblockade, verliehen die neuen Waffen ein anderes Gesicht.

"Ich fühlte, dass der Augenblick gekommen war, in dem ich mich von Hitler trennen musste"
(Die Worte von Großadmiral Raeder, der den Stopp aller Großkampfschiffbauten als Aufforderung zum Abschied nahm.)

Mit dem 30. Januar 1943 und dem neuen Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Karl Dönitz war dann auch die Wende in der strategischen Führung erreicht. Dönitz interessierten keine Schlachtschiffe- oder Flugzeugträgerplanungen, und vom Vergangenen hielt er eben so wenig wie von Denkschriften zu einer eventuellen Nachkriegsmarine auf Basis von "Dickschiffen". Alle noch 1943 verhandelten Bauprojekte bezüglich den Dickschiffen, wurden ersatzlos gestrichen.

"Es handelt sich allein darum, diesen Krieg zu gewinnen.[...] Nur mit dem U-Bootkrieg kam die Kriegsmarine einen entscheidenden Beitrag zur Gesamtkriegsführung leisten."

"Wenn wir also vor die Wahl gestellt werden, unsere Mittel für Kampfkräfte zu verwenden, die an Hand der nun einmal gegebenen Lage im großen Ganzen nur bedrohen, oder für solche, die totschlagen können, so ist es richtig, unsere Kräfte in die Totschläger hineinzustecken, denn durch Drohung allein ist noch niemand gestorben"

(Aussagen von Dönitz zum generellen Baustopp von "Dickschiffen")

 


Quellen

Die Schiffe der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe 1939 bis 1945 und ihr Verbleib. ISBN 3-7637-6215
Rolf-Dieter Müller und Hans-Erich Volkmann, Die Wehrmacht: Mythos und Realität, Oldenbourg 1999.
Werner Rahn, Deutsche Marinen im Wandel: Vom Symbol nationaler Einheit zum Instrument nationaler Sicherheit , Oldenbourg 2005.
P. Schubert, E. Weddige, H. Sohst, und P. Kurze, Die deutschen Marinen im Minenkrieg Band 1: Historische Entwicklung - Kaiserliche Marine - Reichsmarine, Books on Demand Gmbh 2006.
Michael Salewski, Die Deutschen und die See: TEIL II, Franz Steiner Verlag 2002.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dickschiff (Letzter Zugriff 09.02.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsmarine (Letzter Zugriff 09.02.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_hist ... eutschland (Letzter Zugriff 09.02.2010)
http://www.deutschekriegsmarine.de/haup ... chiffe.htm (Letzter Zugriff 09.02.2010)

Autor: Freiherr von Woye