DMP Modding Community

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Wir sind eine unabhängige und vorwiegend deutschsprachige Internetseite für Modding in Games. Seit 2005 hat sich das Projekt Designmodproject dem Modden bzw. dem Erstellen von Mods verschrieben (Mod; Abk. für engl. modification oder deutsch Modifikation). Dabei stand immer die historische Erweiterung von Spielinhalten des strategie- und militärhistorischen Genres der PC-Spiele im Vordergrund.

Aus dem DMP Hobbyforum hat sich eine innovative Community entwickelt, welche ergänzende Inhalte zu den Spielen und dessen Hintergründe einbringt. So existieren heute neben einem vielfältigen Downloadbereich, einer aktiven Forengemeinde und der Informationsplattform zu verschiedenen Spielen, auch eine Anlaufstelle für interessierte Modder, Spieler und Spieleentwickler.

Seit 2015 arbeitet das Design Mod Project mit Entwicklerstudios zusammen und dient als Sprachrohr für die Community an die Hersteller von PC Spielen. Wir stehen für den aktuellen Trend zurück zu den Wurzeln von Spielen zu gehen und wollen diesen Weg mit den Spielern zusammen bestreiten. Wir bieten eine Plattform für Modding und vor allem für das Teilen von Spielerlebnissen.

 

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Artikel 11 und 13 der EU-Urheberrechtsreform

Design Mod Projekt ( DMP ) ist gegen die Reform in ihrer jetzigen Fassung! Grundsätzlich ist DMP für eine umsetzbare Reform des Urheberrechts.

 

Sämtliche Inhalte auf DMP sind kostenlos und ohne Anmeldung frei für jeden zugänglich. Es sind Modifikationen zu Spielen, von Usern für User erstellt. Das Rahmenprogramm sind Bildergalerien, After Action Reports, Themen zu Spielen, freizeitliche Unterhaltung uvm.

Beim zustandekommen der EU-Urheberrechtsreform würden Inhalte wie die Bildergalerie abgeschafft, weil man niemals übersehen könnte, wo die Grenzen des Erlaubten wäre. Die Reform bedeutet für alle, so auch für uns eine Einschränkung, bishin zum Verbot zur Abbildung von Links, Schlagzeilen, alles, was nicht direkt uns gehört.

Nur durch die Nutzung von Uploadfiltern und einer umfangreichen Kontrolle aller Inhalte der Vergangenheit und Zukunft, einschließlich Lizensierungen von genannten, würde uns dies erst wieder erlauben. Da wir kein Aufgebot an Mitarbeitern haben, ist uns das so in dieser Art nicht möglich.

Weitere Aussagen sind uns zur Zeit nicht möglich, wir können alle nur hoffen und werden unserer möglichstes geben um dagegen anzugehen.

 

 

Infos - Links

 

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Das Thema

Alexander Iwanowitsch Marinesko
-Der umstrittene Held der Sowjetunion-



*15. Januar 1913 in Odessa
† 25. November 1963 in Leningrad


Frühe Jahre

Alexander Iwanowitsch Marinesko (ukrainisch: Олекса́ндр Іва́нович Марине́ско; russisch: Александр Иванович Маринеско) wurde nach gregorianischem Kalender am 15. Januar 1913 in der Hafenstadt Odessa geboren. Er wuchs auf als Sohn eines rumänisch stämmigen Vaters und einer ukrainischen Mutter. In den Jahren 1920-1926 besuchte er eine allgemeine Schule entschied sich dann aber schon früh auf See fahren zu wollen. 1930 entschied er sich, als Matrose 1. Klasse, Odessas Maritimes Technikum zu besuchen, dass er 1933 erfolgreich beendete. Danach folgten Dienste als dritter und zweiter Offizier auf den Schiffen Illitsch (Ильич) und Rote Flotte (Красный флот).

 

Eintritt in die U-Bootflotte

Im November 1933 absolvierte Marinesko verschiedene Kurse der Sowjetischen Marine (ob dies freiwillig geschah oder er eingezogen wurde ist nicht zweifelsfrei geklärt) und wurde schließlich Navigator in der Baltischen Flotte. Er diente auf Schtsch-306 (Щ-306) einem 75m langen U-Boot der Schtschuka-Klasse.
Im März 1936 wurde er schließlich zum Leutnant befördert, zwei Jahre später erfolgte die Beförderung zum Oberleutnant. Nach weiteren Weiterbildungsmaßnahmen diente er erst auf L-1 als erster Offizier und später als Kommandeur auf dem U-Boot М-96. Das militärische und politische Training schlossen Marinesko und seine Mannschaft auf M-96 1940 als Beste der Flotte ab, hierfür wurde ihm als Kommandeur eine goldene Medaille verliehen und man beförderte ihn gleichzeitig zum Kapitänleutnant.


2. Weltkrieg

Deutsch-Sowjetischer Krieg

Bei Ausbruch des Krieges befand sich M-96 bei Paldiski (Estland) und wurde daraufhin nach Tallinn (Estland) verlegt. Bereits am 14. August konnte M-96 seinen ersten Erfolg verbuchen mit der Versenkung des deutschen Schiffes "Helena". Nach dem Krieg stellte sich allerdings heraus, dass es sich dabei nicht um ein 7.000 BRT Schiff wie von Marinesko angegeben handelte sondern lediglich um ein 400 BRT Schiff. Die Rückfahrt entwickelte sich allerdings fast zu einer Katastrophe da, der nun ohne Munition und wenig Kraftstoff fahrende, Marinesko das Oberkommando über seine Rückkehr nicht informierte. Auch auf eine Beflaggung seines Schiffes verzichtete er, so kam es das er um ein Haar von der eigenen Marine versenkt wurde.
Im Oktober 1942 nahm er mit M-96 an einem Kommandounternehmen teil dessen Ziel es war eine ENIGMA zu erbeuten. Obwohl das Unternehmen fehl schlug und nur die Hälfte der Fahrzeug zurückkehrte, wurde Marinesko für seine Leistung mit dem Leninorden ausgezeichnet und zum Kapitän befördert.

S-13

 

 

Anfang des Jahres 1943 wurde Marinesko auf das modernere S-13 (C-13) versetzt, einem 78m langem U-Boot der Stalinez-Klasse. Von den 13 Schiffen der Stalinez-Klasse sollte S-13 das einzige sein das den Krieg überlebt. Im Oktober 1944 entdeckte S-13 den deutschen Transporter "Siegfried", Marinesko lies 4 Torpedos abfeuern, die allerdings alle versagten. Daraufhin tauchte S-13 auf und beschoss das Schiff mit dem Deckgeschütz. Marinesko meldete 15 Treffer auf dem Schiff und dessen Versenkung. Wie schon bei seiner ersten Versenkung gab er eine viel zu große Tonnage von 6.000 BRT an, obwohl die "Siegfried" nur 563 BRT hatte und auch nicht versenkt wurde sondern entkommen konnte.
Nachdem Marinesko mehre Tage nach dem Neujahrsfest 1945 nicht zum Dienst erschien wurde er als Deserteur gesucht und sollte vor ein Kriegsgericht, erschwerend kam hinzu das er eine Affäre mit einer Schwedin hatte (Beziehungen zwischen Sowjetbürgern und Ausländern waren unter Strafe verboten). Nur der Tatsache das durch eine Verurteilung Marineskos S-13 für längere Zeit nicht einsatzfähig war verdankte Marinesko das fallenlassen der Anklage. Stattdessen schickte man ihn auf eine neue Mission um sich erneut vor dem Feind zu bewähren.

 

Versenkung der "Wilhelm Gustloff"

Die in den sowjetischen Geschichtsbüchern als "Attacke des Jahrhunderts" (Атака века) eingehende Versenkung der Wilhelm Gustloff ereignete sich in der Nacht des 30. Januar 1945. Die 208,5m lange (25 484 BRT) Wilhelm Gustloff lief gegen Mittag aus Gotenhafen (heute Gdynia in Polen) aus, an Bord befanden sich nach Schätzungen weit über 10 000 Personen die meisten davon Flüchtlinge aus Ostpreußen.

 

Kurz nach 21 Uhr griff Marinesko mit S-13 die Wilhelm Gustloff mit 4 Torpedos an, davon trafen drei Torpedos ihr Ziel der vierte verkantete im Rohr und musste deaktiviert werden. Innerhalb von nur 40 Minuten neigte sich das Schiff zur Seite bevor es dann in den eisigen Fluten der Ostsee verschwand. Durch die kalten Temperaturen in dieser Nacht (Wasser 4°C und Luft -10 bis -18°C) erfroren die meisten der Menschen in der Ostsee, viele kamen auch schon bei der Explosion der Torpedos ums Leben oder wurden in der Panik an Bord zu Tode getrampelt. Der nur wenige Minuten nach dem Angriff vorbeifahrende schwere Kreuzer Admiral Hipper, nahm keine Personen auf da man einen weiteren U-Bootangriff befürchtete. So kam es das von über 10 000 Menschen nur 1252 Personen gerettet werden konnten. Bis heute stellt die Versenkung der Wilhelm Gustloff die größte Katastrophe der Seefahrtsgeschichte dar.
Trotz der hohen zivilen Opfer bei der Versenkung der Wilhelm Gustloff, war Marineskos handeln nach geltendem Kriegsrecht und auch der Genfer Konvention absolut legitim.

 

Versenkung der "Steuben"

Nur wenige Tage nach der Versenkung der Wilhelm Gustloff, am 10. Februar 1945 verfolgte Marinesko ein weiteres deutsches Schiff das er für den leichten Kreuzer Emden hielt. Kurz vor 1 Uhr torpedierte S-13 das Schiff das binnen 15 Minuten sank. Allerdings handelte es sich dabei nicht um die Emden sondern um die Steuben (168m lang, 14 690 BRT), die im Gegensatz zur Wilhelm Gustloff hauptsächlich verwundete Soldaten an Bord hatte. Nur ca. 660 Menschen konnten gerettet werden, zwischen 1100 und 4200 Menschen ertranken oder erfroren in der Ostsee.

 

Die letzten Monate des Krieges

Trotz seiner Erfolge verweigerte ihm das sowjetische Oberkommando den Titel eines "Helden der Sowjetunion", da man seinen Verenkungszahlen inzwischen nicht mehr glaubte. Dazu kamen sein recht schwieriger Charakter und seine Disziplinlosigkeit. Dadurch war er in ihren Augen kein Vorbild für andere und somit auch eines Heldentitels nicht würdig. Als kleine Anerkennung erhielt er lediglich den "Rotbannerorden". In den folgenden Monaten bis zum Kriegsende versenkte Marinesko kein Schiff mehr, obwohl er in Gebieten mit sehr dichtem Schiffsverkehr operierte.


Nachkriegsjahre

Nach dem Krieg

Bereits kurze Zeit nach dem Ende des Krieges wurde Marinesko, aufgrund wiederholter Disziplinlosigkeit und Trunkenheit von S-13 abgezogen und er bekam einen Posten an Land, gleichzeitig wurde er zwei Ränge zurückgestuft. Doch auch dort wollte man ihn nicht länger, so dass er bereits Ende des Jahres aus der Marine entlassen wurde. Er verfiel mehr und mehr dem Alkohol und seine Gesundheit verschlechterte sich zusehends. Einige Jahre konnte er auf zivilen Schiffen arbeiten, musste diese Arbeit letztlich aber aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.
Im Jahr 1948 wurde er stellvertretender Direktor der wirtschaftlichen Abteilung des Leningrader Instituts für Transfusionsmedizin. Dort kam es zu einem Zwischenfall indem der Direktor Marinesko des Diebstahls bezichtigte. Daraufhin wurde Marinesko wegen "Verschwendung sozialistischen Eigentums" zu 3 Jahren Haft verurteilt. Diese Haftstrafe verbüßte er zwischen 1949-1951 dann wurde er vorzeitig entlassen, all seine Vorstrafen wurden annulliert. Die folgenden Jahre konnte Marinesko sich mit kleineren Arbeiten seine kleine Armeerente aufbessern.
Am 25. November 1963 verstarb er nach langjährigem Lazarettaufenthalt an einer Krebserkrankung (Magen und Rachenkrebs) in einem Leningrader Krankenhaus. Er wurde auf dem Bogoslowskoje-Friedhof Leningrad beerdigt, sein Grab kann bis heute besucht werden.

 

Nach seinem Tod

Selbst nach seinem Tod rehabilitierte die Sowjetmacht ihn nicht. Bis kurz vor dem Ende der Sowjetunion erinnerte fast nichts an den früheren U-Bootkommandanten. Erst 1989/90 ließen Veteranenverbände die ersten Monumente für Marinesko errichten.

 

Held der Sowjetunion


In den letzten Atemzügen der zerbrechenden Sowjetunion rehabilitierte schließlich Michail Gorbatschow am 5. Mai 1990 Marinesko und erklärte ihn, 45 Jahre nach Kriegsende und 27 Jahre nach Marineskos Tod, posthum zum "Helden der Sowjetunion" und verlieh ihm gleichzeitig, nach 1942, einen zweiten Leninorden.


Auszeichnungen

Auszeichnungen

 

 

Neben den militärischen Auszeichnungen kamen Marinesko noch zahlreiche andere Ehren zu teil. So wurden ein ukrainischer Zug und ein russisches Flugzeug sowie mehrere Straßen in der gesamten Sowjetunion nach ihm benannt. Heute zeugen noch Monumente in Odessa, Kaliningrad (Königsberg) und St. Petersburg (Leningrad) von ihm. Des Weiteren wurde die Maritime Akademie in Odessa in der er von 1930-33 studierte nach ihm benannt, ebenso die Grundschule die er besuchte.

Das 1985 gedrehte fiktive sowjetische Kriegsdrama "О возвращении забыть" ist Marinesko gewidmet und ist an seine Person und sein Leben angelehnt.


Zum Schluss

Kontroversen um Marinesko und sein Handeln

Die schon zu Lebzeiten Marineskos entbrannte kontroverse Diskussion, um seine Person und sein Handeln bzw. dessen Auswirkungen, endete bis heute nicht. Zwar ist und war die Versenkung der "Wilhelm Gustloff" und der "Streuben" aus militärischer Sicht und selbst nach der Genfer Konvention absolut legitim, jedoch aufgrund der extrem hohen Zahl der zivilen Opfer nicht gerade ein Beispiel von großem Heldentum. Daher verschwanden vielerorts nach dem Zerfall der Sowjetunion Monumente für Marinesko und seine Straßen wurden teilweise umbenannt. Auch die Planung für eine 2013, zum 100. Geburtstag, geplante Feier für Marinesko in Odessa stieß auf einigen Widerstand in der russischen und ukrainischen Bevölkerung vor Ort.

 

Schlusswort

An Marinesko werden sich wohl immer die Geister scheiden, für die einen wird er immer ein Held bleiben und für die anderen nur ein Mensch der für den Tod tausender unschuldiger verantwortlich ist. Eines bleibt er damit aber sicher:

Ein umstrittener Held der Sowjetunion