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Wir sind eine unabhängige und vorwiegend deutschsprachige Internetseite für Modding in Games. Seit 2005 hat sich das Projekt Designmodproject dem Modden bzw. dem Erstellen von Mods verschrieben (Mod; Abk. für engl. modification oder deutsch Modifikation). Dabei stand immer die historische Erweiterung von Spielinhalten des strategie- und militärhistorischen Genres der PC-Spiele im Vordergrund.

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War Ace Campaign  Patch 5.2

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Dieser Patch korrigiert diverse Fehler aus Version 5.0 oder 5.01 und korrigiert die Dateistruktur vieler Einheiten, welche möglicherweise unregelmäßige CTDs beim Spielen oder Laden verursachen.
DAW - Der andere Weg 19-01

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 18-02) sind enthalten: Darstellung von Meeresfeldern Die Meerestiles haben (auch für die ersten 3 Kampagnen) ein neues Grafikmuste
Amulet Mod Version 3.0

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Der Amulet Mod 3.0 ist für das PC-Spiel Panzer Corps Wehrmacht. Es ist der zur Zeit tiefgreifendste und umfangreichste Mod für deutsche Einheiten. Hier kurz die Merkmale: 77 neue Einheiten; 50
Modern Conflicts 1.1

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Endlich ist Version 1.1 live. Der erste Teil der russischen Kampagne ist verfügbar, außerdem sind viele Balance-, grafische und andere Verbesserungen implementiert worden. Da hat Akkula wieder gan
Total Realism Project

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TRP 1.04 ist eine Zusammenfassung der vielen kleineren Ideen, die wir zu unserer Mod hatten. Wir veröffentlichen sie nun auf Basis der neuen HoI 2 Darkest Hour-Version 1.05.
DAW - Der andere Weg 18-02

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 17-09) sind enthalten: Darstellung vereister Seen Die Landschaftstiles für Seen in der Winterdarstellung wurde (auch für die beid
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Changes in v1.9
Pazifik Korps Teil 4 Part 3

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Im 3. Teil der US-Kampagne "Nach den schwarzen Tränen der Arizona", geht es als erstes um die Befreiung der Philippinen. Hierbei werden Sie von einem lokalen Helden tatkräftig unterstützt. Die aus
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Eine erhoffte Fortzetzung des War Ace Campaign Großmod für das Spiel Silent Hunter 3 wurde von HanSolo nach mehr als 2 Jahren intensiver Entwicklungszeit vollendet.
DAW - Der andere Weg 17-09

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur Version DAW 17-04 sind enthalten: Englische Texte DAW Kompendium + Credits, Install-Datei, sowie alle Briefingsdateien und Texte innerhalb der Kampagnen sin
Panzer War in Europe Mod

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Ein Mod des Users IronCross für das Spiel Panzer War in Europe. Es wurden vorhandene Grafiken berichtigt und einige Grafiken hinzugefügt. Es wurde noch weitere Änderungen vorgenommen. Die detaill
Italienische Kampagne 2 V1.91 Part 1

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Kampagne, kritische Fehler in Griechenland-1 Szenario berichtigt    

Das Thema

Hans Freiherr von Funck, General der Panzertruppen

 

Geburtsdatum: 23.12.1891 in Aachen
Sterbedatum: 14.02.1978 in Viersen


Lebenslauf

Lebenslauf:

Der Sohn des Regierungspräsidenten Johannes Freiherr von Funck legte 1911 sein Abitur ab und studierte Jura in Freiburg und Greifswald. Zu Beginn des Krieges trat Funck als Fahnenjunker in das 1. Brandenburgische Dragoner Regiment Nr. 2 ein. Am 23. Februar 1915 wurde er zum Fähnrich befördert und am 18. Juni des gleichen Jahres zum Leutnant. Funck war als Führer eines MG – Zuges im Einsatz und übernahm im März 1918 die 3. Kompanie der MG – Scharfschützen – Abteilung 11. Er wurde während des Krieges mit beiden Klassen des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet und trug das Verwundetenabzeichen in Silber.

In die Reichswehr übernommen, war Funck Offizier im Dragoner-Regiment 2 und später im Freikorps York. Kein Scherz, am 1. April 1923 wurde Funck zum Oberleutnant befördert. Im Oktober 1925 erfolgte die Versetzung zur Führergehilfenausbildung in Stettin. Zum Abschluss seiner Ausbildung wurde Funck nach Berlin in die Abteilung T4 (Heeres-Ausbildungs-Abteilung) versetzt. Am 1. April folgte die Beförderung zum Rittmeister (Hauptmann). Während seiner Ausbildung waren Männer wie Guderian, Brauchitsch und Wever seine Lehrer.
Im Oktober 1932 übernahm Funck die Führung der 1. Eskadron des Reiter - Regiments 11. Am 1. Juli 1933 wurde Funck Adjutant von Freiherr von Hammerstein – Equord, Chef der Heeresleitung. Er blieb auch bei seinem Nachfolger Freiherr von Fritsch Adjutant und wurde am 1. August 1934 zum Major im Generalstab befördert. Ab September 1936 war Funck bei den Freiwilligen des Deutschen Heeres in Spanien aktiv und diente bis September 1939 als Militärattaché in Portugal. Funck wurde am 1. September 1936 zum Oberstleutnant und am 1. März 1937 zum Oberst befördert.

Ab 15. Oktober war Funck Kommandeur des Panzerregiments 5, welches zur 3. Panzerdivision gehörte. Mit seinem Regiment nahm er am Frankreichfeldzug teil und wurde mit beiden Spangen des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Im Oktober des gleichen Jahres wurde er Kommandeur der 3. Panzerbrigade, aus deren Stab im Januar 1941 der Stab der 5. leichten Division gebildet wurde. Am 1. Januar 1941 wurde Funck zum Generalmajor befördert. Er sollte den Verband in Nordafrika führen, war der Sache gegenüber aber eher negativ eingestellt und wurde schließlich am 14. Februar 1941 zur 7. Panzerdivision versetzt, wo er am 6. Juni 1941 Kommandeur wurde.

Im Rahmen des Ostfeldzuges nahm er mit der Division im Verband des XXXXIX. Armeekorps, welches zur Panzergruppe 3 gehörte, teil. Im Bereich der Heeresgruppe Mitte war das Angriffziel Moskau und so stieß die Division entlang der Moskauer - Rollbahn bis vor die Tore Moskaus vor.
Für seine Verdienste wurde Funck am 15. Juli 1941 das Ritterkreuz verliehen. Nach der Abwehrschlacht vor Moskau folgten im ersten Halbjahr 1942 Kämpfe im Raum Rshew (cirka 200km westlich von Moskau) und Wjasma. Im Mai 1942 wurde die 7. Panzerdivision zur Auffrischung und Erholung aus der Front genommen und nach Frankreich verlegt.
Funck war mit seiner Division im November 1942 an der Besetzung des unbesetzten Teils Frankreich beteiligt und nahm den Kriegshafen von Toulon am 24. November in Besitz. Die 7. Panzerdivision fand nur beschädigte Schiffseinheiten vor. Bei der Inspektion der Schiffe wunderten sich die Panzerbesatzungen über die teilweise deutschen Geschütznamen der Schiffe.

Ab Januar 1943 war die Division wieder an der Ostfront im Einsatz. Der Armeeabteilung Hollidt (der Verband wurde für die Kämpfe im Donbogen und Donez gebildet und danach wieder aufgelöst) unterstellt, wurde Funck am 14. März 1943 mit dem Deutschen Kreuz in Gold für seine Leistungen bei den Abwehrschlachten ausgezeichnet. Die Division wurde auch bei der Rückeroberung von Charkov eingesetzt (4. Panzerarmee). Während der Operation Zitadelle war die 7te beim Verband des III. Panzerkorps im Einsatz. Für die Leistung seiner Division bei der Offensive wurde Funck am 22. August 1943 das Eichenlaub verliehen. Sechs Tage zuvor hatte Funck sein Kommando abgegeben und wurde in die Führerreserve versetzt.

Im Dezember 1943 wurde Funck das Kommando über das XXIII. Armeekorps übertragen, welches in Weißrussland (Raum Bobruisk – Orscha) im Einsatz war.
Am 2. Februar 1944 wurde er abgelöst und am 1. März 1944 zum General der Panzertruppe befördert.
Funcks neue Aufgabe war die Führung des XXXXVII. Panzerkorps, welches zur Heeresgruppe Südukraine gehörte und im Raum Jassy im Einsatz war. Im Mai 1944 trat ein für Funck bekanntes Ereignis ein, seine Einheit wurde nach Frankreich verlegt, wo es der Panzergruppe West unterstellt wurde.
Mit Beginn der Invasion im Juni 1944 wurde sein Kommando abwechselnd der 7. Armee und der Panzergruppe West unterstellt. Weiteres wurde sie der 5. Panzerarmee und der Heeresgruppe G unterstellt.
Am 28. Februar 1945 wurde Funck in den Ruhestand verabschiedet. Grund dafür war ein Entschluss Hitlers vom Herbst 1944, mit dem er entschied, eine Reihe von Generälen in den Ruhestand zu schicken.
Nach dem Zusammenbruch Deutschlands wurde Funck von den Russen in Gewahrsam genommen und für 10 Jahre in ein Straflager geschickt. Nach seiner Freilassung lebte und starb Hans Freiherr von Funck in Viersen (NRW).

 


Auszeichnungen

 
Auszeichnungen
 
Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse
Hanseatenkreuz Hamburg
Verwundetenabzeichen (1918) in Silber
Ehrenkreuz für Frontkämpfer
Wehrmacht-Dienstauszeichnung IV. bis I. Klasse
Spanische Medalla de la Campaña
Spanische Medalla Militar
Spanienkreuz in Gold mit Schwertern
Spange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse
Medaille Winterschlacht im Osten 1941/42
Panzerkampfabzeichen in Silber
Deutsches Kreuz in Gold am 14. März 1943
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub
Ritterkreuz am 15. Juli 1941
Eichenlaub am 22. August 1943 (278. Verleihung)


Quellen

Wikipedia (Zugriff: 05.06.2009)
Ritterkreuzträger 1939-1945 (Zugriff: 05.06.2009)
Lexikon der Wehrmacht (Zugriff: 05.06.2009)

Autor: Maro


Das Thema

Adelbert Schulz
„Panzer-Schulz“

 

 

Geburtsdatum: 20.12.1903 in Berlin
Sterbedatum: 28.01.1944 in Schepetowka(Ukraine)


Lebenslauf

Lebenslauf:

Der 1903 geborene Berliner absolvierte eine Ausbildung als Bankangestellter und war auch als solcher beschäftigt. Die Gründe, warum er den Beruf wechselte, sind nicht bekannt, er wechselte zuerst zur Polizei und im Jahr 1935 schließlich als Oberleutnant zur Wehrmacht. In Folge absolvierte er einige Taktik- und Waffenlehrgänge, ehe er zur Panzerwaffe wechselte.
Im Oktober 1939 wurde Hauptmann Schulz zur neuaufgestellten 7. Panzerdivision versetzt. Er übernahm das Kommando über die 1. Kompanie des Panzerregiments 25. Im Mai 1940 trat die Division zum Angriff auf Frankreich an. Schulz bewährte sich bei den Kämpfen und wurde mit den beiden Klassen des Eisernen Kreuzes und dem noch selten verliehenen Ritterkreuz (September 1940) ausgezeichnet. Das Ritterkreuz wurde ihm für das Freikämpfen eines zäh verteidigten Waldes bei Saumont und die Abwehr eines Gegenangriffs französischer Panzer verliehen. Im Alter von 36 Jahren wurde Schulz zum Major befördert und zum Kommandeur der I Abteilung des Panzerregiments 25 ernannt.

Ab dem 22. Juni 1941 war Schulz mit seiner Abteilung an den Kämpfen im Osten beteiligt. Durch schnelle und erfolgreiche Angriffe wurden zahlreiche russische Divisionen vernichtet und Orte wie Wilna, Smolensk, Minsk und Klin eingenommen. In der Kesselschlacht von Wjasma kämpfte die 7. PD im Verband der Panzergruppe Guderian. Adelbert Schulz bewies in all diesen Kämpfen Führungs- und Taktikqualitäten, von seinen Männern wurde er nur mehr "Panzer-Schulz" genannt. In folgenden Kämpfen wurde die 7. PD in schwere Abwehrkämpfe im Lama - Abschnitt, entlang der Königsberg-Linie, und um Montrowskopje verwickelt. Als Oberstleutnant Schulz mit seiner Einheit einen Angriff überlegener Feindkräfte stoppte und beim Gegenangriff die feindlichen Kräfte aufrollte, wurde ihm das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen. Sein Gegenangriff hatte viele Verwundete gerettet, die in einem frontnahen Lazarett lagen, welches durch die Russen bedroht wurde.


Oberstleutnant der Panzertruppe Adelbert Schulz (mit Ritterkreuz) bei "Unternehmen Zitadelle" in Russland mit einem Panzeroffizier vor einem Panzer III

Während des Jahres 1942 führte Schulz seine Einheit bei Kämpfen an der Königsberg-Linie und bei Rshew, ehe die Division nach Frankreich zur Auffrischung kam. Nach Sicherungsaufgaben am Atlantik nahm die Division an der Besetzung Südfrankreichs teil. Im Winter 42/43 wurde die 7. PD wieder in den Osten verlegt.

Am 11. März 1943 trat Schulz mit seiner Einheit im Verband der Panzerarmee Hoth zur Gegenoffensive Richtung Charkow an. Schulz, der nur wenige Tage zuvor das Panzerregiment 25 übernommen hatte, führte seine Männer in einem der erfolgreichsten Gefechte der Gespensterdivision, seine Besatzungen schossen über 100 Feindpanzer ab. Für das Panzerregiment 25 folgten Einsätze bei Isjum, Obojan und im Kremenschug-Bogen. Im Juli 1943 trat die 7. PD im Verband des III Panzerkorps bei Kursk zur Offensive (Zitadelle) an. Obwohl Zitadelle kein Erfolg wurde, wurden Schulz am 06. August 1943 die Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub verliehen.

Im Herbst 1943 wurde das Panzerregiment 25 mit neuen Tigern ausgerüstet, mit welchen sie besondere Erfolge erzielten.
Im Herbst und Winter 1943 wurde die Wehrmacht zusehends in die Defensive gedrängt, wobei die 7. PD im Südabschnitt der Ostfront als "Feuerwehr" zum Einsatz kam. Im November startete die Division nach langen Stellungskämpfen einen Gegenangriff auf das nahe Kiew liegende Schitomir. Der bereits zum Oberst (01. November 1943) beförderte Schulz kämpfte sich mit seiner Einheit an den Stadtrand heran, überwand einen Abwehrgürtel und erzwang die Räumung der Stadt. In den schweren Gefechten schossen seine Panzer innerhalb eines Tages über 200 feindliche Panzer ab. Für diesen Erfolg wurden Schulz am 14. Dezember 1943 die Brillanten zum Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern verliehen.

Am 26. Januar 1944 übernahm Adelbert Schulz das Kommando über die 7. Panzerdivision. Im Alter von 41. Jahren wurde er zum Generalmajor befördert. Er hatte als Kommandeur der Division viel vor, aber es kam anders. Am 28. Januar griff die Gespensterdivision feindliche Stellungen bei Schepetowka an. Diese waren gut gesichert und wurden von erfahrenen Regimentern verteidigt. Als der Angriff trotz anfänglicher Erfolge steckenzubleiben drohte, befahl Schulz seine Kommandeure zur Gefechtsfeld-Besprechungen. Da wurden plötzlich die deutschen Stellungen unter Grantwerferfeuer genommen. In der Turmluke seines Panzern stehend, wurde Adelbert Schulz am Kopf durch einen Granatsplitter verwundet. Er erlag noch am selben Tag seiner Verwundung. Sein Tod wurde am 30. Januar im Wehrmachtsbericht bekannt gegeben.

In Münster wurde 1977 eine Bundeswehrkaserne auf seinen Namen getauft, die „Schulz-Lutz“-Kaserne.


Auszeichnungen

 
 
Jahreszahlen
Orden
1939 Eiserne Kreuz II. und I. Klasse
29. September 1940 Ritterkreuz
31. Dezember 1941 Eichenlaub zum Ritterkreuz (47. Verleihung)
06. August 1943 Schwerter zum Ritterkreuz (33. Verleihung)
14. Dezember 1943 Brillanten zum Ritterkreuz (9. Verleihung)


Quellen

Wikipedia (Zugriff: 12.10.2009)
Lexikon-der-Wehrmacht (Zugriff: 12.10.2009)

Autor: Maro


Das Thema

Dr. med. Karl Mauss, General der Panzertruppe

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Geburtsdatum: 17.05.1898 in Plön/Holstein
Sterbedatum: 09.02.1959 in Hamburg


Lebenslauf

Lebenslauf:

Zu Beginn des Krieges war Karl Mauss gerade mal 16 Jahre alt, trotzdem stand für ihn die Entscheidung fest in die Armee einzutreten. Durch seine Hartnäckigkeit und die Unterstützung seines Vaters wurde er schließlich ins Jägerregiement 162 aufgenommen. 1915 wurde er mit dem EK 2. Klasse ausgezeichnet. Im Jahr 1916 wurde er zum Leutnant befördert und mit dem EK 1. Klasse ausgezeichnet. Mauss war zu diesem Zeitpunkt mit 17 Jahren der jüngste Offizier der Armee. Im letzten Kriegsjahr meldete sich Mauss zur Fliegertruppe und stand bei Kriegsende mitten in der Ausbildung.
Nach Kriegsende kämpfte Mauss in unterschiedlichen Freikorps, 1922 schied er aus dem Militärdienst aus. Mauss begann ein Studium der Zahnmedizin, in Hamburg. 1934 gab Dr. Mauss seine Praxis auf und ließ sich in die Wehrmacht reaktivieren. Er übernahm das 2. Bataillon des Infanterieregiements 69 (mot).
Bei Kriegsbeginn diente Mauss mit seinem Regiement in der 20. ID (mot). Nach ersten Vorstößen aus Ostpreußen war er an den erfolgreichen Kämpfen um die Festung Brest-Litowsk im Einsatz.
Mauss und sein Bataillon wurden in die neu aufgestellte 10. PD eingegliedert. Aus dem IR 69 wurde das Schutzenregiment 69.
Im Westfeldzug stieß er im Verband des XIX Panzerkorps (Guderian) durch die Ardennen nach Belgien vor. Danach kämpfte die 10. PD im Raum Dünkirchen - Calais. Im weiteren Verlauf des Feldzuges war Mauss an Kämpfen gegen die 7. franz. Armee beteiligt. Die 10. PD war der 6. Armee unterstellt.
Den Krieg gegen die Sowjetunion erlebte Oberstleutnant (01.04.1941) Mauss von Beginn an. Seine Einheit kämpfte im Mittelabschnitt der Ostfront und nahm an den Kämpfen an der "Moskauer Rollbahn" teil. Besonders schwere Verluste hatte seine Truppe in der Winterschlacht vor Moskau zu beklagen. Am 26. November 1941 wurde ihm das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz für das Halten eines Brückenkopfes verliehen.
Nach den Rückzugskämpfen des Frühjahrs 1942 übernahm Oberst (20.04.1942) Mauss das Panzergrenadierregiement 33 der 4. PD. Nur zwei Monate darauf wurde Mauss bei Orel verwundet.
Am 24. November 1943 wurde Mauss mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet. Im Winter 1943/44 wurde Oberst Mauss kurzfristig mit der Führung der 8. PD betraut.
Im Januar 1944 wurde Generalmajor (01.04.1944) Mauss Kommandeur der 7. Panzerdivision. Die 7. PD war einer der erfolgreichsten und kampferfahrensten Divisionen des Heeres. Dr. Mauss wurde den Erwartungen gerecht und führte seine Divison erfolgreich. Im Sommer 1944 war die Divison im Baltikum im Einsatz. Maus wurden am 23. Oktober 1944 die Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub verliehen. Nach dem Rückzug durch Ostpreußen wurde die 7. PD als Eingreif-Reserve der Heeresgruppe Nord eingesetzt. Im Verband des VII Armeekorps führte Mauss die 7. PD bei den Kämpfen im Großraum Danzig. Nachdem die sowjetischen Armeen die Stellungen in Ostpreußen durchbrochen hatten wurde Mauss mit der 7. PD und weiteren 15 Divisionen im sogenannten Westpreußen - Kessel eingeschlossen. Am 25. März 1945 wurde Mauss so schwer am linken Oberschenkel verwundet das er amputiert werden musste. Am 15. April 1945 wurde Generalleutnant Mauss als 26. Soldat mit den Brillanten zum Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern ausgezeichnet.
Kurz darauf wurde Mauss zum General der Panzertruppen befördert.
Als sich das Ende des Kessels abzeichnete wurde die 7. PD mit ihrem schwer verwundeten Kommandeur über Gotenhafen nach Dänemark evakuiert. Am 05. Mai 1945 führte General Dr. Mauss seine Division in Mecklenburg in britische Gefangenschaft.
Mauss wurde 1947 aus der Gefangenschaft entlassen und eröffnete wieder eine Zahnarztpraxis. Ein Aufnahmegesuch in die Bundeswehr wurde aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt. Nach längerer, schwerer Erkrankung starb Karl Mauss am 9. Februar 1959 in Hamburg an einem Herzinfarkt.

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Generalleutnant Mauss bei seiner täglichen Frontfahrt mit seiner Kampftruppe der Festung Gotenhafen

Auszeichnungen

 
Auszeichnungen
 
Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse
Verwundetenabzeichen (1918) in Schwarz
Ehrenkreuz für Frontkämpfer
Wehrmacht-Dienstauszeichnung IV.
Spange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse
Medaille Winterschlacht im Osten 1941/42
Nahkampfspange
Verwundetenabzeichen (1939) in Silber
Deutsches Kreuz in Gold am 11. März 1943
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten
Ritterkreuz am 26. November 1941
Eichenlaub am 24. November 1943 (335. Verleihung)
Schwerter am 23. Oktober 1944 (101. Verleihung)
Brillanten am 15. April 1945 (26. Verleihung)


Quellen

Wikipedia (Zugriff: 05.06.2009)
Lexikon der Wehrmacht (Zugriff: 05.06.2009)

Autor: Maro


Das Thema

 

Theodor Tolsdorff

 

"Der Löwe von Wilna"

 


Geschichte

 

Theodor Tolsdorff wurde am 03.11.1909 auf dem väterlichen Rittergut Lehnarten im Kreis Oletzko, Ostpreussen geboren. Ostpreussen war ab der Deutschen Reichsgründung von 1871 bis 1945 der östlichste Landesteil Deutschlands. Dort lagen sowohl der nördlichste als auch der östlichste Punkt des Deutschen Reichs.

 


Der Verkehr zwischen dem Deutschen Reich und Ostpreussen auf dem Landweg war aufgrund des sogenannten polnischen Korridors (die Landverbindung zwischen dem eigentlichen Polen und der Ostsee durch das bisherige Westpreussen) nicht unproblematisch. Der Bahnverkehr erfolgte in verplombten Zügen, bei denen zum Teil sogar die Fenster zugehängt wurden. Auch der Straßenverkehr zwischen Ostpreussen und dem Reichsgebiet wurde durch die polnischen Behörden erschwert. Das Verhältnis zwischen der Weimarer Republik und dem seit dem Putsch von Marschall Pilsudski 1926 autoritär-antidemokratisch regierten polnischen Staat war äußerst feindselig, immer wieder kam es entlang der gemeinsamen Grenze zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 konnten diese in der Bevölkerung unter anderem auch durch das Unterlaufen des in Deutschland als Demütigung empfundenen Versailler Vertrags Popularität gewinnen. Gauleiter und damit eigentlicher lokaler Machthaber in Ostpreussen wurde der aus dem Rheinland stammende Erich Koch. Die erneute Aufrüstung Deutschlands erfolgte zunächst versteckt, später dann ganz offen. In Folge der nationalsozialistischen Expansionspolitik wurden im Westen (Saargebiet) und Südosten (Österreich, Sudetenland) deutschsprachige Gebiete an das Reich angeschlossen, ohne bei den Westmächten Frankreich und Großbritannien wegen deren Unentschlossenheit und Appeasement-Politik auf ernsthaften Widerstand zu stoßen. Für die deutschen Forderungen im Nordosten, den Wiederanschluss Danzigs und die Rückgabe des „Korridors“, signalisierten sie jedoch im Falle einer Besetzung den Casus belli (Kriegsfall). Lediglich Litauen gab am 23. März 1939 auf massiven Deutschen Druck hin das Memelgebiet an das Deutsche Reich zurück.

Milltärlaufbahn

Während des 1. Weltkriegs brachen russische Truppen in Ostpreussen ein. Der Vater Theodors stand als Offizier an der Front, worauf die Mutter mit ihren vier Kindern nach Westen flüchtete. Kurz nach dem Krieg starb der Vater und so musste Theodor das Gut übernehmen. Dazu besuchte er das Gymnasium in Königsberg, absolvierte eine Landwirtschaftsschule und bildete sich in Abendlehrgängen weiter. Vor der Übernahme des väterlichen Gutes wollte er sich traditionsgemäß zum Soldaten ausbilden lassen und trat am 01. Oktober 1934 in das Infanterie-Regiment 1 in Insterburg ein und wurde dort zum Unteroffizier ausgebildet. Das Infanterie-Regiment 1, unter Oberst Rudolf Lüters, wurde bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr gebildet. Dabei wurde das Regiment hauptsächlich aus Soldaten der Reichswehr-Schützen-Regimentern 1 und 2, sowie den Reichswehr-Infanterie-Regimentern 5 und 9 gebildet. Garnisonsstadt des Regimentsstabes war Königsberg, im Wehrkreis I. Bereits am 01. Juni 1936 wurde er wegen seiner besonderen Eignung zum Offizier befördert und das, obwohl er nie Berufsoffizier hatte werden wollen. Mit dieser Beförderung kam die Versetzung zum Infanterie-Regiment 22 nach Gumbinnen. Das Regiment war der traditionsreichen 1. Infanterie-Division unterstellt, die zum damaligen Zeitpunkt von Joachim von Kortzfleisch kommandiert wurde. Sein Regimentskommandeur war Oberst Hermann Schaefer. Am 01.10.1938 wurde er zum Oberleutnant befördert und übernahm am 01. März 1939 das Kommando über die 14. Kompanie. Mit dieser Panzerjäger-Kompanie ging Tolsdorff in den Polenfeldzug. Bereits am 2. Kampftag drohte der Angriff des Regiments an der feindlichen Bunkerlinie "Gora Kamienka" liegenzubleiben, worauf Tolsdorff mit seinen Panzer-Abwehr-Kanonen vom Typ 3,7-cm eingriff, den Feind niederkämpfte und so den Gefechtserfolg sicherte. Dafür erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse und kurz darauf für die Vereitelung eines polnischen Ausbruchsversuch das Eiserne Kreuz I. Klasse. Bei diesen Kämpfen wurde Tolsdorff erstmals verwundet. Er erhielt einen Schulterdurchschuss, der seinen Einsatz im Westfeldzug anfangs verhinderte, da die Wunde wieder aufbrach und erneut im Lazarett behandelt werden musste. Vorher kämpfte Tolsdorff in Belgien und Flandern, bevor er dann bis Oktober 1940 durch den angesprochenen Lazarettaufenthalt ausfiel.


Unternehmen Barbarossa

Im Russlandfeldzug, ab dem 22.Juni 1941 führte Tolsdorff seine Kompanie durch das Baltikum und übernahm nach dem Ausfall des Bataillonskommandeurs die Führung des Bataillons und wurde kurze Zeit später selbst verwundet. Noch im Lazarett wurde Tolsdorff zum Hauptmann befördert und mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Im April 1942 kehrte der genesene Hauptmann zu seiner Einheit zurück und nahm sofort an den schweren Kämpfen von Schlüsselburg teil. Bei den schweren Kämpfen von Leningrad und dem Ladogasee wurde Tolsdorff erneut schwer verwundet und verlor einen Teil seines rechten Fußes durch eine Granatsplitterverletzung. Für die herausragenden Erfolge bei der Kesselschlacht von Volkhov im Juni 1942 erhielt Tolsdorf das Deutsche Kreuz in Gold. Noch vor der Verleihung am 23.08.1942 übernahm er am 16. August 1942 vertretungsweise die Führung des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 22, wurde jedoch bald durch einen Kopfschuss erneut schwer verwundet. Durch diese erneute schwere Verwundung war er zu einem weiteren längeren Lazarettaufenthalt gezwungen. Dieser Lazarettaufenthalt dauerte bis zum 20. September 1942. Am 01.01.1943 folgte dann die Beförderung zum Major und die Übernahme des I. Bataillons des Füsilier-Regiments 22. Im Juli 1943 begann die dritte und schwerste Schlacht vom Ladogasee. In diese Kämpfe hinein kehrte der Major zu seiner Einheit zurück und übernahm wieder den Befehl über sein Bataillon. Sein Bataillon wurde im Nordabschnitt der Front eingesetzt und stand in schweren Abwehrkämpfen. Dabei zeichnete sich der junge Offizier erneut aus und erhielt für die Leistungen seines I. Bataillons während der 3. Ladogasee-Schlacht am 15. September 1943 das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Ab 01. November übernahm Tolsdorff als Regimentskommandeur das Füsilier-Regiment 22. Am Neujahrstag 1944 wurde die 1. Infanterie-Division in den Südabschnitt der Russlandfront verlegt und kam im Bereich Vinnitsa-Odessa zum Einsatz. Bei den Kämpfen um die Stadt Odessa kämpfte Tolsdorff erneut in den vordersten Gräben und erhielt einen Bauchschuss aus nächster Nähe, der ihn erneut für viele Wochen ins Lazarett brachte. Im Krankenhaus von Lublin erhielt Tolsdorff seine Beförderung zum Oberstleutnant am 01.04.1944. Der frischgebackene Oberstleutnant wurde im Juni an die Fahnenjunkerschule nach Metz kommandiert, um dort als Lehrer zu fungieren. Doch Tolsdorff hielt das Leben an der Schule nicht lange aus, nach nur drei Tagen war er wieder auf dem Weg zur Front, um sein altes Regiment zu übernehmen. Am 01. Juli übernahm er wieder das Kommando des Füsilier-Regiments 22 in Litauen. Im Sommer 1944 verteidigte Tolsdorff mit seinem Regiment die Stadt Wilna und hielt die eingeschlossene Stadt, bis sie von Deutschen Truppen entsetzt wurde. Durch die tapfere Verteidigung der Stadt Wilna wurde der Abtransport von 3.000 Verwundeten ermöglicht, die bereits im Feuerbereich der russischen Artillerie lagen, und brachten Tolsdorff den Beinamen "Der Löwe von Wilna". Für diese Leistung wurden ihm am 18. Juli 1944 die Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub verliehen. Außerdem wurde er zum Oberst befördert. Im August 1944 wurde Tolsdorff auf einen Divisionsführer-Lehrgang in Hirschberg kommandiert und erhielt im Anschluss den Auftrag die Aufstellung der 340. Volksgrenadier-Division im ostpreussischen Thorn zu überwachen. Der erst 35jährige Tolsdorff brachte durch seine hohen Auszeichnungen und zahlreiche Verwundungen den Ruf eines Draufgängers mit, überzeugte seine Landser jedoch bald durch grenzenlosen Einsatz und eine gute Führungshand.

 

 

Am 15.09.1943 erhielt Tolsdorff für seine überragenden Leistungen das 307. Eichenlaub zum Ritterkreuz, im Führerhauptquartier "Wolfsschanze" von Hitler persönlich überreicht.

Mitte November wurde die frisch aufgestellte Division nach Westen verlegt. Im Raum Aachen-Jülich sollte die Division die Verteidigung übernehmen, um den amerikanischen Angreifern den Übergang über den Rhein zu verwehren. Die Division kämpfte anschließend als Teil der 5. Panzer-Armee unter dem Befehl von Hasso von Manteuffel und nahm an der Ardennenoffensive teil. Nach einigen Anfangserfolgen blieb die Division schließlich vor Bastogne liegen und musste sich schwer angeschlagen auf das rechte Rheinufer zurückziehen. Am 30. Januar 1945 wurde Tolsdorff zum Generalmajor befördert und es gelang ihm, seine Einheit über den Rhein nach Deutschland zurückzuführen. Für diesen Abwehrerfolg wurden ihm am 18. März 1945 die Brillianten zum Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern verliehen. Gleichzeitig wurde er als einer der jüngsten Offiziere zum Generalleutnant befördert und übernahm die Führung des LXXXII. Armeekorps. Das Korps befand sich im Raum Amberg in Bayern und Tolsdorff ergab sich mit seinen Männern am 08. Mai 1945 der 101st Airborne Division, den "Screaming Eagles".


Nachkriegsjahre

Bei Kriegsende kam er in Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde. Insgesamt war Tolsdorff während des Krieges vierzehn Mal verwundet worden.

Nach dem Krieg arbeitete Tolsdorff zunächst in der Speditionsfirma seines Schwiegervaters.

Mitte der fünfziger Jahre wurde er wegen der Hinrichtung des Hauptmanns Franz Xaver Holzeys kurz vor Kriegsende angeklagt. Nachdem er im ersten Verfahren zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war, hob der Bundesgerichtshof das Urteil im Revisionsverfahren mit der Begründung auf, Tolsdorff habe im Fall Holzey das damals geltende Militärstrafrecht beachtet, und verwies das Verfahren zurück an das Landgericht. Im darauf folgenden zweiten Verfahren wurde Tolsdorff am 24. Juni 1960 freigesprochen.

Bis zu seiner Pensionierung arbeitete er als leitender Angestellter in der Wirtschaft. Am 25. Mai 1978 starb er im 70. Lebensjahr in Dortmund.


Beförderungen/Auszeichnungen

 

 
Beförderungen
 
01.06.1936: Leutnant
01.10.1938: Oberleutnant
01.12.1941: Hauptmann
01.01.1943: Major
01.04.1944: Oberstleutnant
18.07.1944: Oberst und "Der Löwe von Wilna"
30.01.1945: Generalmajor
18.03.1945: Generalleutnant

 
Auszeichnungen
 
02.09.1939: Eisernes Kreuz II. Klasse
10.09.1939: Eisernes Kreuz I. Klasse
04.12.1941: Ritterkreuz
23.08.1942: Deutsche Kreuz in Gold
15.09.1943: Eichenlaub zum Ritterkreuz (307. Verleihung)
14.07.1944: Nennung im Wehrmachtsbericht
18.07.1944: Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub (80. Verleihung)
18.03.1945: Brillanten zum Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern (25. Verleihung)

 
Auszeichnungen ohne bekanntes Verleihungsdatum
 
Sonderabzeichen für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen durch Einzelkämpfer in Silber
Verwundetenabzeichen in Gold
Infanterie-Sturmabzeichen in Silber


Quellen

Lexikon der Wehrmacht, 02.08.2009
Ritterkreuzträger 1939-1945, 02.08.2009
Wikipedia, englisch, 02.08.2009

Autor: Kowalski


Das Thema

Ritterkreuzträger - Dr. Med. Franz BÄKE

 

* 28. Februar 1898, Schwarzenfels + 12. Dezember 1978, Hagen / Westfalen


Jugend und Krieg

Franz Bäke wurde im Mai 1915 Kriegsfreiwilliger beim Infanterie-Regiment 53 in Köln.
Er diente im Grenadier-Regiment 11 an der Westfront, später als Offiziers-Anwärter beim Grenadier-Regiment 10.

Wegen Tapferkeit vor dem Feinde wurde er bald zum Gefreiten befördert und mit dem EK 2 ausgezeichnet.

Im November 1916 wurde er nach einer schweren Verwundung zum Fuß-Artillerie-Regiment 7 versetzt.

1918 wurde er Unteroffizier, schließlich Vize-Feldwebel.
Nach seiner 2. Verwundung kam erst im September wieder an die Front.

1919 wurde er aus der Armee entlassen und studierte Medizin.

Während des ersten Semesters trat er dem "Freikorps Epp" bei.

1922 machte er sein Staatsexamen und 1923 seinen Doktor.
In Hagen gründete er seine eigene Zahnarztpraxis.

1937 absolvierte er eine freiwillige Übung bei der Aufklärungs-Abteilung 6 in Münster.
Am 1. Dezember 1937 wurde er Leutnant der Reserve!

1. Januar 1938 Bäke wird als Mob.-Offizier zur Panzer-Abteilung 65 versetzt.

Beim Einmarsch in das Sudetenland war er Zugführer und stellvertretender Kompanieführer bei der 3./Pz.Abt. 65.


2. Weltkrieg

Im 2. Weltkrieg:

Während des Polenfeldzuges war er Führer der leichten Kolonne, dann wurde er Zugführer bei der 2./65.
Am 1. November 1939 wurde er zum Kompaniechef der 1./65 ernannt und zum Oberleutnant befördert.

Während des Frankreichfeldzuges wurde er drei Mal verwundet und erhielt das goldene Verwundetenabzeichen und das EK 1.

Am 1. Februar 1941 wurde er Ordonnanz-Offizier beim Stab des Panzer-Regiments 11.

 

1. Mai 1941, es folgte die Beförderung zum Hauptmann.
1. Dezember 1941, Bäke wird Führer des Panzer-Regiments 11.
1. April 1942, Bäke kommandiert das II./Panzer-Regiment 11.
1. August 1942, Bäke wird zum Major ernannt.

Januar 1943, Bäke wird das Ritterkreuz verliehen.
Zu verdanken hatte er diese Auszeichnung seinem Einsatz und können während der Kämpfe am 01. Januar 1943 in Nowo Marjewka und den Versuchen des 25. Panzer-Korps der roten Armee beim Durchbruch der Eisenbahnlinie westlich von Morosowskaja. Bei Nowo Marjewka gelang es ihm 27 von 30 Russischen Panzer zu vernichten und bei den Kämpfen um die Eisenbahnlinie gingen weitere 32 Feindpanzer verloren. Dort war die Lage für das II. Bataillon des Panzer-Grenadier-Regiments 114 bei Werchne Obliwiski schlecht und der Einsatz Bäkes verhinderte den völligen Zusammenbruch dieser Einheit.

Juli 1943, Bäke bekommt das Eichenlaub.
Im Juli 1943 im Zuge des „Unternehmen Zitadelle“ bewies Bäke sein Talent erneut. Die gebildete Kampfgruppe Bäke überzeugte durch einen Nachtangriff und konnte somit wichtige Feindeinheiten vernichten. Erneut wurde er verwundet, ein Granatsplitter bohrte sich in seinen Rücken, dennoch blieb er bei der Truppe und kämpfte weiter. Aufgrund dieser Ereignisse bekam er als 262. das Eichenlaub.

 

Zeitweilig übernahm Bäke das Kommando über das Panzer-Regiment 11.

Im Januar und Februar 1944 war er Kommandeur des schweren Panzer-Regiments "Bäke" für das Unternehmen Bolobomowska und Tscherkassy.

1. Mai 1944, Bäke wird zum Oberst befördert.
Zur gleichen Zeit werden ihm die Schwerter verliehen.

Ab Juli 1944 war er Kommandeur der Panzer-Brigade 106 im Westen, dann in Ungarn.
Am 9. März 1945 übernahm er das Kommando über die "Panzerdivision Feldherrenhalle 2".

 

Die Panzerbrigade 106 „Feldherrnhalle“ war während des Zweiten Weltkriegs ein gepanzerter Kampfverband der Deutschen Wehrmacht.

Sie war eine von nur 13 Panzerbrigaden und die einzige, die durchgängig bis zur bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945 als selbständige Einheit bestand.

Näheres: Feldherrnhalle auf wikipedia

Die Brigade erhielt ihre Bezeichnung nach der Feldherrnhalle in München, die für die Nationalsozialisten von besonderem Symbolwert war.

Bei der Kapitulation war er Generalmajor, ihm wurde drei Mal das Panzervernichtungsabzeichen verliehen worden.


Kriegstagebuch/Nachkriegszeit

Auszug eines KRIEGSTAGEBUCH DERINGER!

Beim Angriff auf Tscherkassy:

Rasche Überlegung und ebenso raschen Zugriff erforderten folgende Begebenheit, die sich vor Tscherkassy während des Angriffes zutrug. Unser Zugführer, Stabsfdw. H., ging, wie er es sonst gewohnt war, trotz stärksten Abwehrfeuers der Russen den Stahlhelm statt auf dem Kopfe am Handgelenk haltend durch das Sonnenblumenfeld, durch welches hindurch wir eben angriffen. Plötzlich sieht er sich einem Russen gegenüber, der aus dem Deckungsloch heraus seinen Karabiner in Anschlag erhebt. Rasch entschlossen erhebt H. den Arm und schleudert seinen Stahlhelm mit Wucht dem Russen an den Kopf, der davon betäubt war. Nun hatte H. genügend Zeit seine Pistole frei zu machen und den Bolschewiken zu erledigen.

Einem Kameraden, Gefr. P. Fr., der leider vor Tschutowo sein Leben lassen mußte, sprang im Handgemenge ein Russe an die Kehle. Hilfsbereit war ein Kamerad von der Schützenkompanie dazu gesprungen und schoß diesen herunter.

Ein anderer Kamerad hieb auf einen gegen ihn anstürmenden Russen mit dem Kolben seines Gewehrs mit einer solchen Wucht ein, dass der Karabiner entzweibrach.

 

1950 kam er aus der Kriegsgefangenschaft frei und gründete in seiner Heimatstadt seine Praxis neu.
Dr. Franz Bäke starb am 12.12.1978 im Alter von 80 Jahren an den Folgen eines Autounfalls im Krankenhaus Bergmannsheil in Bochum.

Quellen

ritterkreuzträger.de (Zugriff 09.08.09)
wikipedia (Zugriff 09.08.09)

Autor: Tiwaz