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Das Thema

Generaloberst der Waffen-SS Paul Hausser

 


Jugend und Krieg

Jugendzeit und Erster Weltkrieg

Paul Hausser wurde am 7. Oktober 1880 in Brandenburg an der Havel geboren. Da sein Vater, Kurt Hausser, aktiver Soldat war bekam er bereits in seiner Jugendzeit einen Einblick in das Soldatenleben. Im Jahre 1908 begann er die Generalstabsausbildung die drei Jahre dauern sollte. Bei dieser Ausbildung kam er auch mit anderen Waffengattungen in Berührung. Dies gehörte zum Ausbildungsumfang und diente der Erweiterung des Wissens. Im November 1912 heiratete Paul Hausser. Urlaub wurde damals nicht gewährt. Noch im Jahre 1912 folgte die Ausbildung zum Flugzeugbeobachter in Döberitz, dabei erlernte er die Luftbildvermessung, die in den Kolonien Verwendung finden sollte.

Paul Hausser wurde 1913 zum Hauptmann befördert. Am 22. März 1914 wurde er in den Generalstab nach Berlin beordert. Als Hauptmann war er nun beritten und ihm standen zwei Pferde zur Verfügung. Nach beginn des Ersten Weltkrieges wurde Paul Hausser zum Armeeoberkommando 6 des Oberbefehlshabers Kronprinz Rupprecht in München befohlen. Da sein Vorgänger im Amt noch anwesend war wurde er in der Fliegerabteilung eingesetzt und flog mehrfach Einsätze. Am 20. September führte Hausser einen konstruktiven und gefahrvollen Aufklärungsflug durch. Für diesen erhielt er das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Am 27. Januar 1915 wurde Paul Hausser als Generalstabsoffizier Ib zum Generalkommando VI in Schlesien versetzt. Im Mai desselben Jahres meldete sich Paul Hausser wieder beim Kronprinz Rupprecht. Kurz darauf wurde er Kompanieführer im 38. Regiment.

Bereits im Herbst 1915 wurde Hausser wieder nach dem Osten kommandiert um Ia in der neuaufgestellten 109. Infanterie-Division zu werden. Die 8. Armee, der er angehörte, hatte einige schwierige Winterschlachten gegen die Russen zu bestehen. Aufgrund seiner erfolgreichen Führung bekam Paul Hausser das Eiserne Kreuz erster Klasse.

 

Nach zahlreichen verschiedenen Verwendungen im Osten und Westen befand sich Paul Hausser, nunmehr Major, in Lothringen-Alberweiher. Das Kriegsende stand kurz bevor. Nach dem Waffenstillstand erfolgte der Rückmarsch nach Aachen, wo Hausser das Generalkommando demobilisierte. Durch seine vielseitigen Kommandierungen, hatte er neben seinen Deutschen Auszeichnungen auch Bayrische und Österreich-Ungarische verliehen bekommen.

 


Zwischenkriegszeit

Zeit nach dem Ersten Weltkrieg bis zum Zweiten Weltkrieg

Kurz vor Weihnachten 1918 konnte Paul Hausser wieder zu seiner Familie nach Eisenach, dort am Bahnhof angelangt verlangten die Räte, dass die heimkehrenden Offiziere ihre Achselstücke ablegten. Paul Hausser weigerte sich, deutete aber an dies gleich zu Hause nachzuholen. Im Januar 1919 meldete er sich in Kassel bei der Obersten Heeresleitung und war als Verbindungsoffizier tätig. Seine Aufgabe hierbei war dass Besuchen aller Ersatzeinheiten und über ihren Zustand zu berichten. Paul Hausser wurde bis 1925 nochmals als Kompanieführer und wenig später dienstgradgemäß als Bataillonskommandeur eingesetzt wobei ihm hier vielfältige Aufgaben im Bereich des Grenzschutzes im Osten zukamen.
Von April 1925 bis November 1927 wurde Paul Hausser zurück nach Stettin beordert wo er am Aufbau des so genannten kleinen Kurs für Offiziersanwärter arbeitete. Einer seiner Gehilfen hierbei war der 8 Jahre jüngere Heinz Guderian.
1927 wurde Paul Hausser zum Oberst befördert. Er nahm bis Oktober 1929 mehrere Tätigkeiten die auf Regiments- und Divisionsebene waren auf. Seine letzte Stellung nahm er in Magdeburg als Infanterieführer IV wahr. Hier unterstanden ihm drei Infanterieregimenter und ein Pionier-Bataillon. Am 1. Februar 1932 schied Paul Hausser im Range eines Generalleutnants aus dem aktiven Dienst aus. Er zog sich daraufhin in sein Privatleben zurück und lebte mit seiner Familie in Kleinmachnow am Rande von Berlin. Nach einer Zeit ohne jegliches politisches Engagement trat Hausser im Sommer 1933 dem „Stahlhelm“ bei, einem Bund ehemaliger Frontsoldaten. Hier lernte er im Jahre 1934 Paul Scharfe kennen, einem ehemaligen Regimentskameraden, dieser empfahl ihm beim Reichsführer SS Heinrich Himmler für eine Tätigkeit im Rahmen der SS-Verfügungstruppe. Im November 1934 beauftragte der Reichsführer Himmler Paul Hausser mit dem Aufbau der Junkerschule (bis Mitte 1935 SS-Führerschule) in Braunschweig. Der Aufbau der Schule war Mitte 1935 abgeschlossen.

Am ersten 1. Oktober 1936 wurde Paul Hausser zum Inspekteur der SS-Verfügungstruppe ernannt. Hier musste er zunächst geeignetes Ausbildungspersonal finden. Er bevorzugte erfahrene Offiziere und Unteroffiziere aus dem Ersten Weltkrieg wie Steiner, Demelhuber, Keppler, Bittrich, Kleinheisterkamp - um nur einige wenige zu nennen. Bei der Ausbildung wurde großer Wert auf Tapferkeit, Opferbereitschaft, Kameradschaft und Hilfsbereitschaft gelegt. Bei der allgemein militärischen Ausbildung hielt Hausser sich immer an die Dienstvorschriften des Heeres. Die Stellung als Inspekteur der SS-Verfügungstruppe nahm er bis zum Kriegsausbruch wahr.


2. Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg

Am 10. August 1939 wurde die Aufstellung einer Panzerdivision unter dem Kommando des Generals Kempf angeordnet. Diese Division, zum ersten Mal aus Verbänden des Heeres und der Verfügungstruppe zusammengestellt wuchs schnell zusammen und es entstand eine vorbildliche Waffenbrüderschaft. Paul Hausser war für die Dauer des Bestehens diese Panzerverbandes zur informatorischen Dienstleistung zum Stab der Panzer-Division „Kempf“ kommandiert, um die neu entwickelten Kampf- und Führungsgrundsätze für motorisierte und Panzerverbände im Einsatz kennen zu lernen.

Kempf bat den älteren und kriegserfahreneren Hausser oft um Rat, aber dieser sagte sinngemäß „Ich bin jederzeit behilflich, aber führen müssen Sie selbst.“
So ging der Polenfeldzug für Paul Hausser rasch und ohne große Taten zu ende. Die SS-Regimenter hatten sich aber schon jetzt Respekt verdient. In seiner Abschiedsrede sagte Generalmajor Kempf am 7. Oktober 1939 folgende Worte:
„Wenn die Infanterie die Könige des Schlachtfeldes genannt werden, dann ward ihr vom SS-Regiment „Deutschland“ die Kaiser in der motorisierten Infanterie.“

Am 10. Oktober 1939 erhielt Paul Hausser, SS-Gruppenführer und Generalleutnant, den Auftrag die erste SS Verfügungsdivision aufzustellen. Die hier entstehende Division erhielt den Namen „Deutschland“ wurde jedoch bald darauf in „SS-Reich“ umbenannt. Erst im Laufe des Monats Mai 1942 erhielt sie die endgültige Benennung mit „SS - Das Reich“. Im Westfeldzug wurde Hausser Division, zu seinem Leidwesen aufgeteilt, so dass es bei ihrem ersten Einsatz nicht als geschlossener SS-Divisionsverband fungieren konnte. Der Hauptteil der SS-Division wurde in den Niederlanden eingesetzt wo sie der 9. Panzerdivision über die Maas folgten.

 

Nach mehreren Verschiebungen an der Westfront endeten die kämpferischen Einsätze mit einem letzten Vorstoß auf Le Creusot. Am 25. Juni 1940 um 1.35 Uhr ertönte das bekannte Hornsignal „Das Ganze Halt!“

Waffenstillstand

Paul Hausser nahm zusammen mit seiner Division am Balkanfeldzug teil. Am 01. April 1941 trat die Division zum Angriff auf Jugoslawien an mit dem Ziel Belgrad. Einer von Haussers Schülern in der Junkerschule schaffte das was niemand zu hoffen gewagt hatte: SS-Hstuf. Klingenberg besetzte Belgrad mit 10 Mann. Die große Schlacht blieb aus. Nach Abschluss der Kämpfe wurde Hausser Division in den Raum Wien zur Auffrischung verlegt und erst Anfang Juni 1941 verlegt die Division in den Raum Lublin und nahm in den darauf folgenden Angriff auf die Sowjetunion teil. Am 14. Oktober 1941 wurde Paul Hausser schwer verwundet und verlor sein rechtes Auge.

In der Heimat wurde er 1942 beauftrag das erste SS General-Kommando zu bilden. Die Verbände wurden in Frankreich zusammen geführt. Zu dem neuen SS-Pz.-Korpsgehörten die SS-Division „Leibstandarte“, „Das Reich“ und „Totenkopf“. Im Januar 1943 verlegte das Korps nach Kiew. Die einzelnen Stationen seiner Kämpfe sind in den Divisionsgeschichten nachzulesen, hier darauf einzugehen würde den Rahmen sprengen und sich nicht mehr auf die Person Paul Hausser beziehen. Zu erwähnen ist das Paul Hausser die Stadt Charkow am 15. Februar 1943 räumen lies – entgegen des ausdrücklichen Befehls von Adolf Hitler. Dazu der 1. Ordonanzoffizier des SS-Gen.Kdos., SS-Hstuf. Georg Berger:
"Ich habe die schrecklichen Stunden vor dem Ausbruch in Charkow miterlebt und General Haussers Gewissensnöte, in die ihn der unsinnige Führerbefehl stürzte, aus unmittelbarer nähe mit angesehen."

Durch seinen Rückzug schaffte er die Vorraussetzungen für Mansteins neue Offensive, in dieser schafft es Hausser Charkow am 14. März 1943 wieder ein zunehmen. Am 1. Juli 1943 überreichte ihm Hitler das goldene Parteiabzeichen. Dabei sagte der stets zur offenen Kritik neigende Kommandeur der Div. "Leibstandarte SS-Adolf Hitler", SS-Ogruf. und General Sepp Dietrich in seinen bayrisch-lakonischen Stil: "Der wird a Freid ham". Für Hausser bedeutete diese Auszeichnung nichts.

Paul Hausser nahm noch an der Operation Zitadelle teil, um dann im Westen das neue II. SS-Panzerkorps aufzustellen Aufgrund der dramatischen Lageentwicklung im Osten wurde dieses eiligst nach dorthin verlegt. Als am 6. Juni 1944 die Invasion begann erhielt das Korps den Befehl zur Verlegung in den Westen. Am 29. Juni 1944 übernahm Paul Hausser das Kommando über die 7. Armee in der Normandie. Der bisherige OB der 7. Armee erlag einem Herzschlag. Bei den Kämpfen in Westen geraten Paul Hausser und Teile seines Korps in den Kessel von Falaise. Auch hier zeigt er wieder wie wichtig ihm seine Soldaten sind als er selbstständig den Befehl zum Ausbruch gab. Bei den Ausbruchskämpfen wurde Hausser erneut an der rechten Gesichtshälfte verwundet. SS-Oberstgruppenführer und Generaloberst Paul Hausser wurde am 26. August 1944 als 90. Soldat der Deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Nach vollständiger Genesung übernahm Paul Hausser im März 1945 die Heeresgruppe G zwischen Trier und Basel. Wegen enormer Meinungsverschiedenheiten im Hinblick auf die weitere Kampfführung westlich des Rheins wurde Paul Hausser am 4. April 1944 von seinem Kommando entbunden und verblieb bis zum Kriegsende beim OB-Südwest, Feldmarschall Kesselring als General zur besonderen Verwendung. Am 8. Mai 1945 wurde Paul Hausser von Verbänden der US Army gefangen genommen und es begann für ihn eine mehrjährige Wanderschaft durch ca. zwanzig Gefangenenlager der US Army.


Nachkriegszeit

Nachkriegszeit

Paul Hausser trat bei den Nürnberger Prozessen als Entlastungszeuge für die Waffen-SS auf. Nach seiner Entlassung setzte sich Generaloberst a.D. Paul Hausser, „Senior“ wie man in dann auch nannte, unermüdlich und mit Nachdruck für die Rechte seiner ehemaligen Soldaten ein. Paul Hausser war unter anderem eines der Gründungmitglieder der HIAG, der Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit. Bis zu seinem Tode setzte er sich für die HIAG ein, zahlreiche Treffen mit Politikern um für seine Soldaten das Recht und den Anspruch zu erringen nicht wie Staatsbürger zweiter Klasse behandelt zu werden.


Papa Hausser im Alter von 92 Jahren

Am 21. Dezember 1972 verstarb „Papa Hausser“ in Ludwigsburg bei Stuttgart.

Bei seiner Beerdigung versammelten sich die alten Kameraden nicht nur aus Deutschland auch aus Frankreich, Dänemark, Holland und Österreich um ihren Senior das letzte Geleit zu geben. Als die Trauerfeier zu Ende war, rührte sich niemand. Aus den Kehlen der nahezu dreitausend Anwesenden brandet das alte Treuelied empor:

 

„Wenn alle untreu werden, so bleiben wir doch treu, dass immer noch auf Erden für Euch ein Fähnlein sei.“


Beförderungen/Auszeichnungen

 


 
Beförderungen auf einen Blick
 
20. März 1899 Leutnant
19. August 1903 Oberleutnant
01. Oktober 1913 Hauptmann
1918 Major
15. November 1922 Oberstleutnant
01. Juli 1927 Oberst
01. Februar 1931 Generalmajor
31. Januar 1932 Generalleutnant
01. Juli 1935 SS-Oberführer
22. Mai 1936 SS-Brigadeführer
01. Juni 1939 SS-Gruppenführer
01. Oktober 1941 SS-Obergruppenführer
01. August 1944 SS-Oberstgruppenführer

 
Auszeichnungen auf einen Blick
 
Eisernes Kreuz II. und I. Klasse, 1914
Königlicher Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern
Albrechts-Orden I. Klasse mit Schwertern
Friedrichs-Orden
Militärverdienstkreuz IV. Klasse mit Schwertern (Bayern)
Friedrich-Kreuz
Militär-Verdienstkreuz III. Klasse mit der Kriegsdekoration (Österreich)
Preussisches Fliegerbeobachtungsabzeichen
Ehrenkreuz für Frontkämpfer
Verwundetenabzeichen in Silber
Wiederholungs-Spange zum Eisernen Kreuz 1939 II. und I. Klasse

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes

Ritterkreuz (8. August 1941)
Eichenlaub zum (28. Juli 1943)
Schwerter zum (26. August 1944)


 
Parteiabzeichen
 
Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP
Berechtigung zum Tragen des „Ehrenwinkels für ehemalige Polizei-
und Wehrmachts-Angehörige“
Ehrendegen des Reichsführers-SS
Totenkopfring der SS


Quellen

wiki (Zugriff 29.08.09)
Buch von Karl Heinz Mathias "Ich diene"

Autor: Maximus2980


Das Thema

Michael Wittmann
Panzerkommandant der Waffen-SS
* 22.04.1914 - † 08.08.1944

Gemälde von Michael Wittmann - limitierter Druck erhältlich bei http://www.artofmichaelwooten.com/

Geburtsdatum: 22.04.1914 in Vogelthal (Dietfurt an der Altmühl), Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz
Sterbedatum: 08.08.1944 nahe Caen, Frankreich


Lebenslauf

Lebenslauf:

Michael Wittmann wurde am 22.April 1914 in Vogelthal im Landkreis Neumark in der Oberpfalz als Sohn eines Landwirtes geboren. Er besuchte die örtliche Volksschule und arbeitete, bis er sich 1934 freiwillig zum Reichsarbeitsdienst(RAD) meldete, bei seinen Eltern auf deren Bauernhof.
Danach leistete er bis 1936 seinen Wehrdienst beim Infanterieregiment 19. Er wurde mit dem Rang als Gefreiter aus der Armee entlassen. Nach dem Wehrdienst arbeitete er für kurze Zeit als Gleisbauarbeiter in Ingolstadt.

Am 1.Oktober 1936 trug er sich im Alter von 22 Jahren in die Erhebungslisten seiner örtlichen SS-Einheit ein. Bereits im November wurde er dem 1. Sturm der 92. SS-Standarte in Ingolstadt zugeteilt. Am 1.April 1937 wurde er zur SS-Verfügungstruppe versetzt und begann am 5.April 1938 seine Ausbildung in der Leibstandarte „Adolf Hitler“, wo er zum SS-Mann befördert wurde. Am 9.November 1938 wurde er in der Münchner Feldherrnhalle auf Adolf Hitler vereidigt und zum SS-Sturmmann befördert. Im März und Oktober 1938 nahm er an der Besetzung Österreichs und des von der Tschechoslowakei abgetrennten Sudetenlandes teil.
Am 20.April 1939 wurde er wiederum befördert. Diesmal in den Rang eines SS- Unterscharführers.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs im September 1939 diente Wittmann in einer Aufklärungsabteilung, in welcher er auch den Westfeldzug im Mai 1940 erlebte, wo er unter anderem an der Somme, in Flandern, in Dünkirchen und Rotterdam zum Einsatz kam.
Auf dem Balkan kommandierte er im April 1941 eines der Sturmgeschütze der LAH und erhielt das Ehrenkreuz II.Klasse.
Am 22.Juni 1941 nahm er, bei der Heeresgruppe Süd eingegliedert, am Unternehmen Barbarossa gegen die Sowjetunion teil. Schon bei seinem ersten Gefechtseinsatz konnte er mehrere Feindpanzer mit seinem Sturmgeschütz ausschalten. Bei Rostow wurde Wittmann in schwere Panzergefechte verwickelt und in deren Folge zweimal verwundet.
Für seinen unermüdlichen Einsatz als Panzerkommandeur erhielt er schon das Ehrenkreuz I.Klasse. Einer Legende nach bat Wittmann seinen Kommandeur als dieser ihn noch auf dem Gefechtsfeld fragte, ob er als Belohnung für das EK I noch einen Wunsch habe, drei verwundete Russen von einem nahe gelegenen Hügel abtransportieren zu lassen, die bisher wegen Feindbeschusses noch nicht versorgt werden konnten. Der Legende nach wurde das gewährt.

Nachdem er sich wiederholt der immer stärker werdenden Roten Panzerwaffe mit außerordentlichem Mut und Finesse entgegengestellt hatte, wurde er am 09.November 1941 zum SS-Oberscharführer befördert. Von Juni bis September 1942 absolvierte er die SS-Junkerschule in Bad Tölz. Am 21.Dezember 1942 wurde Wittmann wegen wiederholter außerordentlicher Tapferkeit zum SS-Untersturmführer befördert.

Zu Beginn des Jahres 1943 wurden Wittmann und seine Besatzung mit dem neuen Tiger Panzer ausgestattet. Mit diesem tödlichen Panzer ausgestattet, wurde er in der 13. Kompanie des SS-Panzerregiments 1 an unzähligen Abwehr- und Offensivschlachten in den Weiten der Ostfront eingesetzt.

In den Schlachten von Bjelgorod, Prochorowka und Charkow schaffte es Wittmann sogar mehrmals, 15 Feindpanzer pro Tag abzuschießen. Während einer der heftigsten Gefechte in der Gegend der Heeresgruppe Süd gelang ihm sogar an einem einzigen Tag die Vernichtung von 30 sowjetischen Panzern und 28 Pak-Geschützen. Im Januar 1944 konnte er in der Gegend von Kiew seinen 66 Panzerabschuss verbuchen. Dafür erhielt er endlich das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und wurde im Wehrmachtsbericht namentlich genannt. Wittmanns Panzerbesatzung war zu diesem Zeitpunkt bereits geschlossen mit dem EK I ausgestattet und gilt als die am höchsten dekorierte Panzerbesatzung aller Zeiten. Mit zunehmenden Abschussquoten wurde er von Goebbels Propagandamaschinerie immer weiter zum Nationalhelden geformt.

Bei Sherepki wurde Wittmanns Einheit in schwere Gefechte mit sowjetischen Panzerverbänden verwickelt. Am 13.Januar kämpfte er an der Seite der 13.Kompanie gegen die feindlichen Panzer und hatte bereits am nächsten Tag seinen 16. Panzer in Folge abgeschossen. Dafür schlug ihn der Divisionskommandeur SS-Brigadeführer Wisch für das Eichenlaub vor. So kam es, dass Wittmann bereits 17 Tage nach der Verleihung des Ritterkreuzes das dazu passende Eichenlaub erhielt.

Aufgrund seiner großen Verdienste und seiner umsichtigen Führungseigenschaften übernahm Wittmann im Frühjahr 1944 die 2.Kompanie der schweren SS-Panzerabteilung 501. Einer seiner direkten Vorgesetzten war nun der hoch dekorierte SS-Obersturmbannführer Jochen Peiper, einer der bekanntesten Offiziere der Division. Am 30.Januar 1944 wurde Wittmann zum SS-Obersturmführer befördert. Besonders während der Schlachten im Raum Kamenez-Podolsk zeichnete sich dieser Panzerkommandant aus. Hier erzielte SS-Obersturmführer Wittmann wenig später seinen 100.Panzerabschuss an der Ostfront. Hinter dem Schlachtflieger Major Rudel war Wittmann nun der erfolgreichste "Panzertöter" der Wehrmacht.

Als am 6. Juni 1944 die Alliierten in der Normandie landeten, lagen die beiden SS-Divisionen „das Reich“ und die „Leibstandarte“ gerade zur Erholung und Auffrischung in Frankreich.
Am 13.Juni 1944 kämpfte Wittmann zum ersten Mal gegen die gelandeten Briten. Dieser Tag war einer der größten Tage in der Geschichte der Panzerwaffe und der wohl größte Tag von Wittmann selbst.

An diesem Tag stieß die 7. britische Panzerdivision im Gebiet von Villers-Bocage in Richtung der linken Caen-Flanke vor. Die Spitze bildete die 22.Panzerbrigade. Wittmanns Panzer stand getarnt in einem Waldstück und der Kommandant wartete, bis die Kolonne der Engländer nur noch wenige Meter von dem Tiger Panzer entfernt war, ehe er das Feuer eröffnete. Innerhalb von wenigen Minuten zerstörte Wittmann in dem darauf folgenden Gefecht 27 feindliche Panzer und sonstige Fahrzeuge und verhinderte so erfolgreich den Vormarsch der gesamten 7. britischen Panzerdivision.

Als Wittmann, nachdem er von weiteren Tigern Verstärkung erhalten hatte, nach diesem Gefecht in Richtung der Ortschaft fuhr, erhielt sein Tiger einen schweren Pak-Treffer in die Kette. Er und seine Besatzung waren gezwungen, auszusteigen und zu Fuß zu der mehrere Kilometer entfernt stehenden Panzerlehrdivision „Bayerlein“ zu marschieren. Danach führte Wittmann einen weiteren Vorstoß an, um die Frontlücke wieder zu schließen, was auch gelang.

Der angesehene amerikanische Militärhistoriker und Kriegsveteran Charles E. White bezeichnete Wittmanns Angriff bei Villers-Bocage Jahre nach dem Krieg als "eine der beeindruckendsten Heldentaten des gesamten Krieges".
Für die Abwehr des Angriffs der 7. Panzerdivision bei Caen, sowie für 131 Panzer und 132 PAK Abschüsse, wurde Wittmann am 22 Juni 44 als 71. Soldat mit den Schwertern zum Ritterkreuz mit Eichenlaub ausgezeichnet. Damit war er der höchst dekorierte Panzerkommandant der Waffen-SS. Zudem wurde er für seinen überragenden Mut und sein Können zum SS-Hauptsturmführer befördert.

Am 8.August 1944 führte der SS-Hauptsturmführer Michael Wittmann einige Tiger zum Angriff gegen die amerikanischen Stellungen bei Cintheaux. Während des Gefechts verschwand Wittmanns Panzer plötzlich. Am Abend desselben Tages wurde ein Suchtrupp losgeschickt der das Schicksal von Wittmann und seiner Besatzung klären sollte. Dieser Trupp fand jedoch nur noch Wittmanns völlig zusammengeschossenen Tiger inmitten mehrerer abgeschossener Sherman Panzer. Alle Mitglieder der Besatzung und auch Wittmann selbst waren bei diesem Gefecht gefallen.

Insgesamt hatte der SS-Hauptsturmführer 138 Panzer und 132 Pak Abschüsse zu verbuchen, dazu unzählige andere Fahrzeuge oder Waffen.
Wittmann und seine Besatzung wurden zunächst an der Straße Caen-Falaise zu Grabe getragen. 1983 wurden die Überreste der Soldaten jedoch exhumiert und auf dem deutschen Soldatenfriedhof La Cambe, 55 km nordwestlich von Caen bestattet. Dort ruht Michael Wittmann noch heute.

 


Auszeichnungen

Auszeichnungen:


 
Auszeichnungen
 
Ehrendegen des Reichsführers-SS
Totenkopfring der SS
Panzerkampfabzeichen in Silber
Nennung im Wehrmachtbericht am 13. Januar 1944
Verwundetenabzeichen (1939) in Schwarz
Eisernes Kreuz (1939) II. Klasse 1941 während des Balkanfeldzuges
Eisernes Kreuz (1939) I. Klasse 1941 während des Unternehmens Barbarossa
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub und Schwertern
Ritterkreuz am 14. Januar 1944 als SS-Untersturmführer und Zugführer in der
13. (schweren) Kompanie SS-Panzeregiment 1, 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SSAdolf Hitler
Eichenlaub am 30. Januar 1944 als 380. Soldat, SS-Untersturmführer und Zugführer in der
13. (schweren) Kompanie SS-Panzeregiment 1, 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS „Adolf Hitler“
Schwerter am 22. Juni 1944 als 71. Soldat, SS-Obersturmführer und Chef der
1. Kompanie (schwere) SS-Panzerabteilung 501, 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS „Adolf Hitler“

Video:

Quellen

Wikipedia (Zugriff: 03.06.2009)
Waffenhauptquatier (Zugriff: 03.06.2009)
Lexikon der Wehrmacht (Zugriff: 03.06.2009)

Autor: fürs_vaterland