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Das Thema

Generalleutnant YAMASHITA Tomoyuki, der "Tiger von Malaya"

Hinweise:
1. Es war und ist in Ostasien üblich, bei der Namensnennung zunächst den Familiennamen und dann erst den Vornamen zu nennen. Daran habe ich mich im Folgenden gehalten. Zur besseren Kenntlichmachung habe ich die Familiennamen in Großbuchstaben geschrieben, ebenfalls Tradition in Japan bei Verwendung der englischen Schrift.
2. Der Name YAMASHITA wird „jamaschta“ ausgesprochen, das "i" hinter dem "sh" wird verschluckt.

 

山下 奉文, YAMASHITA Tomoyuki


Jugend und Militärische Laufbahn

YAMASHITA Tomoyuki wurde am 8. November 1885 in der Ortschaft Osugi in der Präfektur Kochi auf Shikoku als Sohn eines Arztes geboren. Den größten Teil der Kindheit verbrachte er bei einem Onkel in Koichi. Nach der Grundschule besuchte er eine militärische Schule, wo er auf ein Leben als Soldat vorbereitet wurde. Um 1900 ging er als Kadett an die Armeeoberschule in Hiroshima. Aufgrund guter Leistungen wurde er ausgewählt, an der Militärakademie Tokyo die Ausbildung zum Offizier zu absolvieren. Im Juni 1906 beendete er die Ausbildung dort als Leutnant der Infanterie und wurde zum 11 Infanterieregiment nach Hiroshima befohlen.

Dort wurde YAMASHITA zum Oberleutnant befördert. Ab 1913 absolvierte er als Teil des 28, Jahrgangs die Militärhochschule Tokyo, die ihn zu höheren Aufgaben befähigte. 1916 heiratete er dann NAGAYAMA Hisako, Tochter eines Generals im Ruhestand. Im November 1916 schloss er die Ausbildung ab und ging zum 11. Infanterieregiment zurück. Im August 1917 wurde er zum Generalstab der Armee versetzt, dem er ab Februar 1918 angehörte. Er wurde dort als skrupelloser Karrierist bekannt, der den extrem nationalistischen Kräften nahe stand.

Im April 1919 ging YAMASHITA als Hauptmann zur weiteren Ausbildung zunächst an die japanische Botschaft in Bern und ab Mitte 1921 nach Deutschland. Dort wurde er zum Major befördert. Im Juli 1922 kehrte er zurück und wurde an das Amt für militärische Angelegenheiten des Kriegsministeriums berufen. Er entwickelte dort einen Plan zur Verkleinerung der Armee, um den finanziellen Engpässen nach dem großen Erdbeben von 1923 Rechnung zu tragen. Diese Pläne wurden jedoch abgelehnt. Ab März 1926 ging er als Ausbilder an die Militärhochschule in Tokyo. Dort erfolgte die Beförderung zum Oberstleutnant. Im Februar 1927 wurde er als Militärattaché für Österreich und Ungarn berufen.

 

1930 wurde YAMASHITA zum Oberst befördert und als Kommandeur des 3. Infanterieregiments nach Tokyo zurückgerufen. Im April 1931 erfolgte die Berufung zum Chef der Abteilung für militärische Angelegenheiten. 1936 wurde er in dieser Position Vermittler im Streit zwischen nationalistischen Offizieren und dem eher liberalen Kriegsministerium, der zum Zwischenfall vom 26.02.1936 eskaliert war. In diesem wurden mehrere demokratisch gewählte Politiker und gemäßigte Offiziere von aufständischen Truppen unter dem Befehl von Jungoffizieren getötet, die eine Wiederherstellung der militaristischen Traditionen der Vor-Meiji-Ära forderten. Der Aufstand wurde zwar niedergeschlagen und die Rädelsführer hingerichtet, aber das schwache demokratische System Japans war entscheidend geschwächt während die Armee de-facto- die Herrschaft übernahm.

Nach Beendigung der Krise wurde YAMASHITA, der mit dem politischen Zielen der Aufständischen sympathisierte, von liberaleren Armeeoffizieren im Generalstab vorgeworfen, zu parteiisch gewesen zu sein. Auch die Führung um TOJO Hideki und dem Kaiser Hirohito stand nicht mehr hinter ihm. YAMASHITA stand vor der Wahl, in den Ruhestand zu gehen oder aus Tokyo wegzugehen. Er wählte letzteres und wurde Ende März 1936 als Generalmajor zur 40. Infanteriebrigade in die Mandschurei versetzt. Nach Beginn des Konflikts mit China Mitte 1937 wurde er zum Kommandant der Gemischten Brigade China. Aufgrund der guten Leistungen wurde er im November 1937 zum Generalleutnant befördert und Mitte 1938 zum Stabschef der Gebietsarmee (entspricht einer Armeegruppe) Nordchina ernannt. Der Kriegsverlauf und insbesondere die Unterstützung der Chinesen durch europäische Nationen und die USA überzeugten YAMASHITA, dass der Krieg auf Dauer nicht zu gewinnen war. Er sprach sich daher für eine Beendigung des Konflikts aus, was ihn in endgültig in Gegnerschaft zur Militärführung brachte.

Dafür wurde er im September 1939 mit der Führung der 4. Infanteriedivision betraut, die weitab von den Brennpunkten in der Mandschurei stationiert war. Seine strategischen Fähigkeiten machten YAMASHITA aber unentbehrlich. Daher wurde er 1940 mit Führung der auf Taiwan stationierten Einheit 82 betraut, die mit der Entwicklung eines Plans zur Unterbrechung der europäischen und amerikanischen Nachschubwege nach China und Sicherung der Ressourcen in Niederländisch-Ostindien beauftragt wurde. In dieser Funktion wurde er im Dezember 1940 als Führer einer Beobachtermission nach Deutschland und Italien gesandt, wo er auch auf Hitler und Mussolini traf.

 

Mitte Juni 1941 kehrte YAMASHITA nach Japan zurück, wo er eine Änderung der Militärtaktiken in Richtung Verzahnung aller Truppenteile nach dem deutschem Vorbild (Blitzkriegtaktik) forderte. Politisch sah er persönlich keine Vorteile der Zusammenarbeit mit den anderen Staaten der „Achse“, da die Ziele doch zu unterschiedlich erkannt hatte.

Noch im Juni 1941 wurde er als Kommandant zur Kwantung Armee in die Mandschurei abgeschoben. Dahinter stand der einflussreiche TOJO, der inzwischen Generalinspekteur der Armeeluftwaffe war, und damit sehr starken Einfluss auf dem Kriegsminister und den Generalstab hatte. Dieser sah YAMASHITA als Gefahr für seine politischen Ambitionen und ließ in kaltstellen. YAMASHITA wusste dies sehr wohl und entwickelte in den nächsten Jahren aus Angst, beseitigt zu werden, ein immer stärker werdendes Misstrauen gegen seine Untergebenen und die Personen in seiner Umgebung, das schließlich sogar Züge von Verfolgungswahn annahm.


2. Weltkrieg

Anfang November 1941 wurde YAMASHITA mit der Führung der 25. Armee betraut, die den vorgesehenen Angriff auf Malaya und Singapur durchführen sollte und sich auf der südchinesischen Insel Hainan vorbereitete. Am 5. Dezember 1941 verließen die Truppen an Bord mehrerer Schiffe unter Armeekommando Hainan und landeten am 08.12.1941 bei Singora und Patani in Siam (heute Thailand) sowie bei Kota Bahru im Norden Malaysias. Innerhalb von nur 45 Tagen schafften die Truppen eine Strecke von 965 km mit Blitzkriegtaktiken gegen einen Gegner mit mehr als doppelter Stärke. Dieser Erfolg brachte YAMASHITA den Beinamen „Tiger von Malaya“ und lehrte die Alliierten, die die japanischen Streitkräfte bestenfalls als zweitklassig betrachteten, das Fürchten. In der eigenen Führung wurde dieser Erfolg jedoch klein geredet und nach außen unterdrückt.

 

 

Kapitulationsverhandlungen in Singapur, unten rechts außen General Percival

Bis Juli 1942 blieb YAMASHITA Kommandeur der Truppen in Malaya und der benachbarten Insel Sumatra. Für einen Vorfall in einem zivilen Krankenhaus während der Eroberung Singapurs ließ er die Verantwortlichen zur Abschreckung zum Tode verurteilen und Hinrichten. Trotzdem wurden in dieser Zeit verschieden Gewalttaten gegen Kriegsgefangene und Zivilisten verübt, ohne dass er dies verhindern konnte. Außerdem befahl YAMASHITA den Einsatz von Kriegsgefangenen für militärische Bauprojekte gegen die Genfer Konvention.

Am Juli 1942 wurde er wieder in die Mandschurei abgeschoben, diesmal als Befehlshaber der 1. Gebietsarmee. Militärische Ehren erhielt er trotz des großen Sieges in Malaya nicht, der eine der wichtigsten Grundlage für den weiteren Vormarsch gegen Südostasien und Indien war.

Erst nach dem politischen Fall TOJOs wurde YAMASHITA im August 1944 nach Tokyo beordert, wo er vom Kaiser geehrt wurde. Danach übernahm er das Kommando über die 14. Gebietsarmee, die mit der Verteidigung der Philippinen beauftragt war. Er erkannte, dass die massive materielle Übermacht der USA und der Alliierten eine erfolgreiche Verteidigung unmöglich machen würden. Zudem hatten die massiv ausgeweiteten Sabotageakte philippinischer Partisanen und der amerikanischen Luftwaffen die Kommandostrukturen stark geschädigt. Die Truppen mussten ständig auf Sprengfallen und Hinterhalte gefasst sein, ohne dass ein greifbarer Gegner vorhanden war. Ergebnis waren ständige Übergriffe von Soldaten auf Zivilisten, internierte Weiße und Kriegsgefangene. Letztere mussten in überfüllten, schlecht versorgten Lagern leben und waren der Schikane der Wachmannschaften hilflos ausgeliefert.

Aufgrund der Kriegslage konnte YAMASHITA sich nicht auf ein Eingreifen in diese Missstände konzentrieren. Bereits im September begannen die Amerikaner unter General MacArthur, die Philippinen zurückzuerobern. Die japanischen Truppen waren zahlenmäßig und technisch unterlegen, machten dies aber durch Opferbereitschaft teilweise wett. Im Oktober wurde ihm vom Imperialen Hauptquartier gegen seine Einwände befohlen, die Truppen auf der Insel Leyte, um die eine Schlacht entbrannt war, zu verstärken. Keiner der japanischen Verbände konnte die Deckungsstreitkräfte der Amerikaner durchbrechen. Lediglich einzelne nächtliche Verzweiflungsangriffe mit Schwimmpanzern und Kamikazefliegern konnten geringe Erfolge erzielen. Ergebnis war eine starke Schwächung der japanischen Verbände. So konnten die Landungen auf der Hauptinsel Luzon nicht mehr verhindert werden. YAMASHITA befahl daher, die Truppen in drei Teile zu teilen, die unabhängig voneinander unter Ausnutzung der Geländevorteile hinhaltenden Widerstand leisten sollten.

Marineverbände unter Admiral IWABUCHI Sanji verweigerten jedoch den Befehl, da sie sich nicht als unter der Befehlsgewalt der Armee stehend betrachteten, und begannen im Januar 1945, die von YAMASHITA nicht als strategisch wichtige betrachtete Hauptstadt Manila mit Verteidigungsstellungen zu umgeben. Erst nachdem YAMASHITA die Marineführung um Hilfe bat, wurde dem Einhalt geboten. Stattdessen begannen die Marinetruppen nun, die Hafeneinrichtungen zerstören. Im Zeitraum vom 3. Februar bis 4. März 1945 wurden dann durch diese Truppen und einige versprengte Armeeeinheiten etwa 100.000 Zivilisten teilweise bestialisch ermordet. Diese Tat ging als Massaker von Manila in die Geschichte ein. YAMASHITA selbst musste dem hilflos zusehen, da er sich mit seinen Truppen in die Berge nördlich von Manila abgesetzt hatte und inzwischen von den Amerikanern von der Hauptstadt abgeschnitten war und die Truppen nicht mehr auf entsprechende, per Funk übersandte Befehle gehorchten.

Erst am 2. September 1945 ergab sich YAMASHITA und ging in Kiangan in Gefangenschaft. Eine Selbsttötung hatte er in Erwägung gezogen, sich aber dagegen entschieden. Er wurde seitens der Amerikaner aber nicht als Kriegsgefangener behandelt, sondern auf Befehl von General MacArthur direkt als Kriegsverbrecher verhaftet.


Nachkriegszeit

 

 

In einem in juristischer Hinsicht problematischen Militärtribunal, indem viele Verfahrensfehler begangen wurden, musste sich YAMASHITA ab dem 29. Oktober 1945 wegen insgesamt 123 Kriegsverbrechen, darunter der Einsatz von Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiter in Malaya und dem Massaker von Manila, verantworten. Von vornherein bestand der Eindruck, dass es sich mehr um einen Racheakt von MacArthur für die Gräuel gegen seine geliebten Philippinen handelte als um den Versuch, Gerechtigkeit zu schaffen. Das Urteil schien auch nach Eindruck vieler Vertreter der internationalen Presse bereits bei Prozessbeginn festzustehen.

 

 

General Yamashita Tomoyuki mit seinen Verteidigern während des Prozesses November 1945 in Manila

YAMASHITA konnten keine persönlich durchgeführten Kriegsverbrechen nachgewiesen werden. Trotzdem wurde er am 7. Dezember 1945 zum Tode verurteilt. Die Begründung gilt bis heute als Meilenstein in der Justizgeschichte. Unzweifelhaft hatte YAMASHITA bereits bei Antritt des Kommandos aufgrund des Kampfgeschehens auf den Philippinen nicht mehr die Möglichkeit, eine funktionierende Kommandostruktur aufrecht zu erhalten. Trotzdem wurde er als befehlshabender Oberkommandeur der für das Massaker von Manila und anderer Gräueltaten verantwortlichen Truppen verurteilt. Dieses Konzept der Verantwortlichkeit eines Oberkommandierenden ist seitdem fester Bestandteil des Völkerrechts.

Die Hinrichtung von YAMASHITA Tomoyuki erfolgte am 26.02.1946 durch Erhängen. Seine militärischen Einsätze in Malaya und auf dem Philippinen sind auch heute noch Thema an Militärakademien weltweit.

 

 

Behauptung von Anklagen und "Umriss von Einzelheiten" gegen Yamashita Tomoyuki



Quellen

Richard Fuller: "Shokan - Hirohitos Samurai, Leaders of the Japanese Forces 1926 - 1945", Arms and Armour Press, Erstauflage 1992, ISBN 1-85409-151-4
wikipedia (Zugriff 09.08.09)
wikipedia, englisch (Zugriff 09.08.09)
waikato.ac.nz (Zugriff 09.08.09)

Autor: tom!


Das Thema

NAMBU Kijiro

Ein kurzer Lebenslauf eines der Väter der japanischen Infanteriewaffen des 2. Weltkriegs.

Hinweise:
1. Es war und ist in Ostasien üblich, bei der Namensnennung zunächst den Familiennamen und dann erst den Vornamen zu nennen. Daran habe ich mich im Folgenden gehalten. Zur besseren Kenntlichmachung habe ich die Familiennamen in Großbuchstaben geschrieben, ebenfalls Tradition in Japan bei Verwendung der englischen Schrift.
2. Es gibt leider nur sehr wenige Bilder vom Herrn NAMBU.

 


Frühe Jahre

 

NAMBU Kijiro wurde am 22.11.1869 in der Präfektur Saga geboren. Die Mutter verstarb bereits früh. Der Vater war ein niederer Samurai im Dienste des Nabeshima-Klans, der sich im Rahmen der gesellschaftlichen Neuorientierung ab 1868 zum Richter umschulen ließ. Dauernde Finanzprobleme führten dazu, dass NAMBU bereits frühzeitig in die Dienste eines Kaufmanns trat, um Geld für die Familie zu verdienen. Durch Disziplin und harte Arbeit schaffte er es, nach ableisten des Wehrdienstes im Jahre 1889 an der Offiziersakademie der Armee aufgenommen zu werden. Sein Schwerpunkt lag in der Artillerietruppe.

1892 verließ NAMBU Kijiro die Akademie als Leutnant der Artillerie. 1897 wurde er als Hauptmann in die Infanteriewaffenentwicklungsabteilung des Tokyo Armee-Arsenals versetzt. Dort wurde er unter ARISAKA Nariakira bei der Weiterentwicklung des Typ Meiji 30 Gewehrs sowie bei der Entwicklung von automatischen Pistolen und Revolvern eingesetzt. Um 1900 erfolgte die Beförderung zum Major. 1902 entwickelte er eine halbautomatische Pistole im Kaliber 8 mm, dass fortan seinen Namen tragen sollte. Die Pistole ist heute noch als „Großvater Nambu“ bekannt.


"Papa Nambu"

1904 wurde NAMBU Kijiro dann zur Infanteriewaffenfabrik der Armee in der Präfektur Fukuoka (das spätere Kokura Armee-Arsenal) versetzt. Dort richtete er eine Produktion seiner Pistole und der Munition ein. Zugleich verbesserte er dort sein Konzept. So entstand dann 1907 eine verbesserte Version („Papa Nambu“) und eine verkleinerte Version seiner Pistole im Kaliber 7 mm Nambu („Baby Nambu“).
Die Armee war aber mit beiden Modellen nicht vollkommen zufrieden. So erfolgte eine Einführung der „Papa Nambu“ nur bei der Marine und die „Baby Nambu“ wurde nur an Diplomaten, Agenten und Privatpersonen vergeben oder verkauft. Die Weiterentwicklung der Waffe führte 1916 zur Entwicklung der Typ Taisho 14 Pistole im Kaliber 8 mm Nambu. Diese war sehr zuverlässig, aber auch teuer in der Herstellung. Es erfolgte eine Beförderung zum Oberst.

Typ Taisho 14 Pistole

Der Waffenentwickler

Bis 1914 entwickelte NAMBU Kijiro dann aus dem Typ Meiji 38 schweren MG (System Hotchkiss 1907) ein vereinfachtes und leichteres schweres MG im Kaliber 6,5 mm Arisaka, dass als Typ Taisho 3 schweres MG bei Armee und Marine eingeführt wurde.

 

Er begann danach ein technisches Studium, das er mit Abschluss beendete. 1918 wurde NAMBU dann zum Generalmajor befördert. Bis 1922 entwickelte er dann aus einem Typ Taisho 3 schweren MG ein leichtes MG, ebenfalls im Kaliber 6,5 mm Arisaka. Dieses wurde als Typ Taisho 11 MG von Armee und Marine eingeführt.


Typ Taisho 11 MG

Während der Entwicklung dieser Waffe promovierte er zum Dr.-Ing. 1922 wurde er dann zum Generalleutnant befördert und zum Kommandanten des Tokyo Armee-Arsenal ernannt.
1924 ging er freiwillig in den Vorruhestand, um mit finanzieller Unterstützung des großen Familienunternehmens Okura eine eigene Waffenfabrik namens Nambu Ju Seikosho (Nambu Waffenfabrik Gesellschaft) zu gründen. Diese stellte weiter die Typ Taisho 14 Pistole sowie verschiedene Pistolenmodelle der US-Firma Browning her. Außerdem wurden seitens Armee und Marine immer wieder Instandsetzungsaufträge vergeben. Bis 1932 wurde dann dort aus dem Typ Taisho 3 schweren MG eine geringfügig verbesserte Waffe im stärkeren und zuverlässigeren Kaliber Typ 92 7,7 mm entwickelt. Diese Waffe wurde von der Armee als Typ 92 schweres MG eingeführt und erhielt von den US-Soldaten im 2. Weltkrieg den Kosenamen „Woodpecker“ (Specht) aufgrund des charakteristischen Schussgeräusches.


Typ 92 schweres MG

Anfang der 1930er Jahre fragte die Armee an, ob NAMBU Kijiro eine kleinere Version der Typ Taisho 14 Pistole für Panzertruppe und Luftwaffe entwickeln könne. So entstand bis 1934 die berüchtigte Typ 94 Pistole im Kaliber 8 mm Nambu. Diese Waffe zeichnete sich vor allem durch eine schwache Abzugssicherung aus, die nach Einführung zu vielen Unfällen geführt hat. Mitte der dreißiger Jahre wurde das Problem zwar verringert, jedoch nicht abgestellt. Trotzdem wurde die Waffe weiter in großem Umfang beschafft, da sie dringend benötigt wurde. Letztlich musste die Armee die Dienstanweisung ausgeben, dass die Waffe erst unmittelbar vor dem Einsatz durchzuladen und damit Schussbereit zu machen war.


Typ 94 Pistole, späte Produktion

1936 wurde die Nambu Waffenfabrik per Dekret zum einzig zuständigen Hersteller von Militärpistolen und damit zum Monopolisten gemacht. Im gleichen Jahr begann NAMBU Kijiro ohne Auftrag mit der Entwicklung einer Maschinenpistole im Kaliber 8 mm Nambu. Die japanische Armee sah zunächst keinen Sinn in einer Waffe, die nur auf kurze Entfernungen verwendbar war und wahrscheinlich hauptsächlich zu einem hohen Munitionsverbrauch führten würde. Die Marine war zwar grundsätzlich von der Wirksamkeit einer solchen Waffe überzeugt, allerdings erschien dieser die da schon über dreißig Jahre alte 8 mm Nambu Patrone zu diesem Zeitpunkt schon als nicht mehr wirksam genug und damit veraltet. Die Entwicklung einer neuen Handwaffenpatrone scheiterte aber am Einspruch der Armee, die nach dem Beginn des Krieges in China 1937 aus logistischen Gründen neben der Typ 99 7,7 mm Patrone kein weiteres neues Kaliber mehr einführen wollte.
So entstand zunächst eine moderne Maschinenpistole mit Anlehnungen an die Mechanismen der europäischen Hersteller Bergmann und SIG. Diese wurde jedoch abgelehnt. Bis 1940 wurde die Waffe dann von NAMBU weiterentwickelt. Es entstand eine leichte und zuverlässige Waffe, die als Typ 100 Schnellfeuerpistole von der Armee als Ausrüstung für die Sturmkompanien der grade aufgestellten Luftlandebrigade eingeführt wurde.


Typ 100 Schnellfeuerpistole

Zum 01.12.1936 wurde die Nambu Waffenfabrik unter Mithilfe der Armee mit zwei weiteren Waffenherstellern zur Chuo Kokyo K.K. (Chuo Fabrik GmbH; Chuo ist der Bereich der Präfektur Chiba, der den Stadtkern Tokyos bildet) unter Führung NAMBU Kijiros vereinigt. Ab 1939 wurde dann dort auch noch das Typ 99 leichte MG, an dessen Entwicklung NAMBU Kijiro auf Bitten der Armee privat mitgewirkt hatte, in Lizenz gefertigt. 1942 wurden daraus verschiedene vereinfachte Versionen entwickelt, die die Armee aufgrund logistischer Probleme und des Kriegsverlaufs aber ablehnte.


Typ 99 leichtes MG

Nach der Kapitulation bat der inzwischen 76 Jahre alte NAMBU die US-Militärbehörde darum, die Firma mit ziviler Produktionspalette weiterführen zu dürfen. Dies wurde abgelehnt und die Firma unter US-Führung gestellt. Dort wurden dann weiter Waffen und Munition für die japanischen Nachkriegs-Polizeikräfte und später für die japanischen Nationalen Sicherheitskräfte (Vorläufer der heutigen JSDF) hergestellt. 1949 ging die Firma dann in der Firma Minebea K. K. auf, die heute noch als Hersteller von Präzisions-Kugellagern und Elektromotoren international agiert.

 

NAMBU Kijiro starb im Mai 1949 im Alter von 79 Jahren in Tokyo.


Quellen

Richard Fuller: "Shokan - Hirohitos Samurai, Leaders of the Japanese Forces 1926 - 1945", Arms and Armour Press, Erstauflage 1992, ISBN 1-85409-151-4
carabinesforcollectors.com (Zugriff 09.08.09)
wikipedia, englisch (Zugriff 09.08.09)

Autor: tom!


Das Thema

 

Onoda Hirō (小野田 寛郎)

 

(19.03.1922 - 2011)

Dienstzeit in der japanischen Armee: 1941 - 1974
"Er ist ein leuchtendes Beispiel für das Leben unter schwierigen Bedingungen."
(Die japanische konservative "Mainichi Shimbun" )
 

Leutnant Onoda Hirō (Ich verwende in diesem Artikel die traditionelle japanische Schreibweise, die den Nachnamen dem Vornamen voraussetzt.) ist ein ehemaliger Nachrichtenoffizier der Kaiserlichen Japanischen Armee, der bis ins Jahr 1974 auf der Insel Lubang ausharrte (Ein sogenannter „Holdout“; damit sind japanische Soldaten gemeint, die sich auch nach dem Ende des Krieges [und somit der Kapitulation Japans] nicht ergaben. Hierfür gibt es zweierlei Ursachen: Entweder, sie waren nicht bereit, sich zu ergeben, oder, sie erfuhren gar nicht erst von der Kapitulation, da sie die Amerikaner durch ihre Island-Hopping-Taktik [Inselhüpfen] von ihren Kommunikationsverbindungen abschnitten.). Onoda war der vorletzte (gesicherte) „Holdout“; er ergab sich gut 8 Monate vor dem Schützen Nakamua Teruo (中村 輝夫) (Hierbei ist anzumerken, dass von Zeit zu Zeit immer noch „Holdouts“ gefunden werden. Diese sind allerdings durch die Bank über das Kriegsende informiert, während Männer wie Onoda oder Nakamua dachten, dass immer noch ein Kriegszustand zwischen den USA und Japan bestünde. So führten einige jener Holdouts dieses Schlages noch weiterhin „Krieg“ gegen die amerikanischen Besatzer oder die einheimischen Polizeitruppen.


frühe Jahre

 

Frühe Jahre

 

Omnoda wurde in eine Familie mit sechs weiteren Geschwistern geboren und an der Hochschule für Kainan erzogen. Mit 17 fing er als Unternehmensgehilfe bei Import-Export-Yoko Tajima an und spezialisierte sich auf den Verkauf von Lack in Wakayama. Dabei ging er in den folgenden Jahren auch nach China (Hankou), um in der Filiale des Unternehmens vor Ort zu arbeiten. Mit 20 wurde er zum Militärdienst einberufen und trat dem 61. Infanterie-Regiment in Wakayama bei. Kurz darauf wurde Onoda dem 218. Infanterie-Regiment in Nanchang zugeteilt, wo er sein Bruder Tadao wiedertraf.
Im Jahre 1943 kommt Onoda nach Kurume, einer Militär-Schule, die einen furchterregender Ruf hat. Sie steht unter dem Kommando von General Shigetoumi. Nach drei Monaten intensiven Trainings, kehrte Onoda zu seiner ursprünglichen Einheit zurück. Am 13. August 1944, verließ Onoda Kurume und trat dem 33. Kommando in Futamata bei. Dies ist eine Institution, in der Offiziere für Kommandomissionen ausgebildet werden. Im Dezember 1944 wurde Onoda als einer von 22 Männer für den Guerillakrieg ausgebildet.


Militärdienst

 

Militärdienst
 

Onoda wurde im Jahre 1944 auf der Militärnachrichtendienstschule in Nakano zum Nachrichtenoffizier ausgebildet. Am 26. Dezember des gleichen Jahres wurde er dann auf die philippinische Insel Lubang kommandiert, die für die nächsten Jahrzehnte seine Heimat werden sollte. Sein Befehl - Vorgesetzter: Major Yoshimi Taniguchi - war, den amerikanischen Vormarsch mit allen Mitteln zu stören (so wurde er zum Beispiel angewiesen, den Pier im Haupthafen der Insel und das Flugfeld unbrauchbar zu machen bzw. zu zerstören). Kaum auf Lubang angekommen, traf er mit einer Gruppe japanischer Soldaten, die bereits früher dorthin gesandt worden waren, zusammen. Da die Offiziere in der Gruppe höherrangig waren als er, hinderten sie ihn daran, seine Befehle auszuführen (Warum sie das taten, ist nicht bekannt - Fakt ist jedoch, dass die Amerikaner, die am 28. Februar 1945 auf Lubang landeten, so wesentlich einfacher vorankamen. Es ist also anzunehmen, dass diese Offiziere einfach nur kriegsmüde waren.). Wenige Tage nach der Ankunft Onodas auf der Insel war bereits ein Großteil der Truppe entweder tot oder gefangen genommen. Onoda, der inzwischen zum Oberleutnant befördert worden war, befahl den drei verbleibenden Soldaten, die Hügel, die sich auf der Insel befanden, zu nehmen. Hiro Onoda verbrachte dabei mehr als 30 Jahre im Dschungel und wartete auf die Rückkehr der japanischen Armee.
Im Jahre 1945 eroberten die US-Truppen die Insel vollständige und vernichteten fast alle japanischen Truppen bzw. nahmen Sie gefangen. Onoda kämpfte jedoch weiter und bezog Stellung in den Bergen. Dort kampierte er mit weiteren drei Soldaten (Yuichi Akatsu, Shimada und Kinshichi Kozuka). Einer von ihnen, Akatsu, ergab sich den Filipino Streitkräften Kräfte 1950, und die zwei Anderen wurden bei Schusswechseln mit lokalen Kräften getötet - Shimada in 1954 , Kozuka in 1972. Onada blieb auf seinem Berg. Die lokalen Streitkräfte versuchten immer wieder dem Japaner zu erklären, dass der Krieg vorbei sei. Onada vermutete aber eine List, um ihn davon zu überzeugen, dass der Krieg vorbei war. In Japan wurde er im Jahr 1959 für tot erklärt.
Gefunden wurde der Soldat im Jahre 1972 von einem japanischen Studenten, Norio Suzuki. Dieser versuchte Onoda hartnäckig zu erklären, dass der Krieg vorbei sein. Onada wollte dies aber von seinen Vorgesetzen hören bzw. von Ihnen den Befehl zur Aufgabe erhalten. So ging Suzuki zurück nach Japan und sprach mit Fotos von sich und Onoda, als Beweis ihrer Begegnung, bei der Regierung vor. In zweihundertfacher Ausgabe hatte die Regierung Kopien von General Yamashitas Befehl zur Niederlegung der Waffen über seinem vermutlichen Schlupfwinkel abgeworfen, zusammen mit Versen, in denen die betagten Eltern den seit Kriegsende verlorenen Sohn zur Heimkehr zu bewegen suchten.

 

 

"Onoda, Onoda, deine Mission ist erfüllt."
(Lautsprecherparolen der Regierung um Onado zur Aufgabe zu bringen)

Im Jahre 1974 konnte die japanische Regierung den ehemaligen Kommandeur Onaday wiederfinden, Major Taniguchi, der in der Zwischenzeit als Verleger arbeitete. Man schickte ihn Lubang und dort informierte er Onoda über die Niederlage Japans und befahl ihm die Waffen niederzulegen. Lieutenant Onoda, verbrachte noch 29 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Dschungel der Philippinen. Er folgte dem Befehl seines Kommandeurs und trat in seiner Uniform an, legte das Schwert, sein Arisaka Typ 99 Gewehr, 500 Patronen und noch mehr Handgranaten nieder. Die Bilanz seines Privatkrieges waren ca. 39 Tote, 100 Verletzte, verbrannte Reisfelder und ausgeräuberte Speisekammern. Es wurden umgerechnet 6.000 Euro als Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Obwohl er über dreißig Filipinos in der Zeit auf der Insel tötet und einige Schusswechsel mit der Polizei hatte, wurden die besonderen Umstände des Japaner berücksichtigt und eine Begnadigung von Präsident Ferdinand Marcos ausgesprochen.
Onoda war streng genommen der letzte japanische Soldat, der sich nach der Niederlage von 1945 ergeben hat. Der letzte Soldat japanischer Staatsangehörigkeit, denn einige Monate später, im Dezember 1974, wurde ein weitere Holdout gefunden. Der Taiwanese Teruo Nakamura, Soldat in der japanischen Armee von 1945, war einer Takasago Freiwilligen und harte noch ein wenig länger aus.

 

 

"Was hat diesen echten Soldaten wohl bewogen, aufzugeben?"
(Shoichi Yokoi - letzter Kriegsgefangener der Japaner)

Über 4000 Japaner schwenkten die Nationalfarben Japans, als am Tokioter Flughafen Haneda der Heimkehrer nach Hause kam. Warum aber dieses große Aufheben? Nur zwei Jahre vorher, wurde Sergeant Shoichi Yokoi (damals 59 Jahre alt), aus 28 Jahre anhaltender Kriegsgefangenschaft, in einem Erdloch in den Wäldern der Pazifikinsel Guam, entlassen wurde. Auch er erfuhr erst 1972, dass der Krieg seit langem beendet war. Halb mit Stolz, halb mit Entsetzen verfolgten damals Japaner an 19 Millionen Bildschirmen, wie der Überlebensschneider vor Zehntausenden von Schaulustigen nach seiner Ankunft den Kaiser um Vergebung dafür bat, dass er nicht fürs Vaterland gefallen sei. Besonders an Hiroo Onoda ist, dass er seinem Geburtstag beschloss, seinen persönlichen Dschungelkrieg auf der Philippinen-Insel Lubang zu beenden und mit Würde sein Schwert übergab. Es ergab sich ein geistig wacher und körperlich kerngesunder Mann, der die Japaner tief beeindruckt und seine unerschütterliche Disziplin für eine Aufgabe, für die Japanische Nation steht. Er trat nach 30 Jahren vor seinen ehemaligen Kommandeur mit getrimmten Kopf- und Barthaaren, sorgfältig geputzten Waffen und fachgerecht geflickter Uniform. Sogar die sonst kritische "Asahi Shimbun" konstatierte ohne Ironie: "Soldaten haben ein gewisses Schönheitsbewußtsein." Dabei wurde nach ihm durchaus schon früher gesucht, denn man wusste um die Hartnäckigkeit der Absolventen der berühmt-berüchtigten Militärgeheimdienstschule Nakano. Man vermutete 1974 nach 2949 Holdouts alleine in China, 364 in Sachalin, 112 in Nordkorea, 1500 in Nordvietnam, 1000 in Neuguinea, 114 auf den Philippinen, 100 auf Sumatra, 30 auf Saipan, zwei auf Borneo, zwei auf Tinian -- und viele andere mehr, die dort gestorben sind, gerettet wurden oder auch Saipuko, den rituellen Selbstmord einer Aufgabe vorgezogen haben.


Weiterer Lebensweg

 

Späteres Leben

Onoda Hiro ging nach seiner Kapitulation nach Brasilien, wo er sich als Rancher betätigte. Kurz nach seiner Kapitulation, veröffentlichte er eine Autobiographie "Mein Dreißigjähriger Krieg". Er beschreibt dort sein Leben als Widerstandskämpfer in einem Krieg, der schon lange vorbei ist. Im Jahre 1996 kehrte er seine Insel Lubang zurück und spendete zehntausend Dollar für die örtliche Schule. Anschließend heiratete er und kehrte nach Japan als Alterssitz zurück. Dort leitete er ein Wildniscamp für Kinder und lehrte Ihnen, wie man in der Wildnis überlebt.
Seine Geschichte inspirierte viele Schriftsteller. Es ist teilweise in einem Film mit Bud Spencer und Terence Hill porträtiert, ebenso in der Folge "Ein Stück vom Paradies" aus einer amerikanischen Serie. Es gab den Schriftstellern ein Beispiel von fiktiven Visionen über Soldaten, die auch vergessen wurden, sich vergessen haben und in der Vergangenheit des Krieges weiterlebten. So auch die australischen Soldaten auf der fiktiven Insel Solomon, in dem Roman "Die Insel der lebenden Fossilien" von André Marzipan.