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Kampagne, kritische Fehler in Griechenland-1 Szenario berichtigt    

Thema


(Admiral Tirpitz)

Befehlshaber zur See
(amīr al-bahr / ‏أمير البحر‎ )


Admiralsflagge des höchsten Admirals


(Von Links: Großadmiral Kaiserliche Marine / Großadmiral der Kriegsmarine / Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, sofern er nicht Großadmiral - Generaladmiralsschwerter)


Einleitung

Admiräle haben eine ganz besondere Aura für das Militär und die Seestreitkräfte im Besonderen. Auf See ist der Kapitän eines Bootes völlig auf sich gestellt, anders als an Land. So ist der Admiral, (Befehlshaber der Marine) ein Rang mit ganz besonderer Wirkung nach außen. Er ist deshalb nicht nur der höchste militärische Dienstgrad in der Marine, entsprechend dem General des Heeres und der Luftwaffe, sondern nimmt in gewisser Weise eine besondere Stellung in der Militärstruktur ein. Dazu unterscheidet sich der Admiral in der Uniformgestaltung von seinen militärischen Pendants.
Warum aber zählen Admirale zu den schillersten und interessantesten Persönlichkeiten unsere Zeit? Wahrscheinlich weil die Seefahrt für die Menschen schon immer etwas abenteuerliches war und wohl auch immer haben wird. Schon in der Antike waren Seefahrer die Helden von Mythen und Erzählungen. Das Land konnte man damals aus eigenen Stücken erkunden und erobern, doch für die See brauchte es immer die Boote, die Navigation und erfahrene Männer des Meeres. Dabei wurde die Seefahrt zunehmend wichtiger; so war der Handel an der Küste, zwischen Inseln und auch zwischen Staaten immer ein direkter, aber auch nicht immer die einfachste Weg. Mit der Zeit der großen Kriege auf See nahmen dann die Marinen dieser Welt Gestalt an und mit dem Wachsen der Flotten wurden ihre erfahrensten und geschicktesten Befehlshaber zu einem neuen Dienstgrad und Verkörperung der Marine - dem Admiral. Gerade weil ein Schiff nur wenig Raum bietet, die vielen Männer an Bord klaren Hierarchien und Ordnungen folgen, wie auch die Taktik auf See alles entscheiden ist, wurde der Befehlshaber einer solchen Ansammlung von Schiffen zu einer allgegenwärtigen Gestalt, der man blind gehorchen musste und mit dessen Geschick man auf Gedeih und Verderb verbunden war.
Er wurde zum Kopf dieses Gefüges aus Mannschaft, Technik, Taktik und Hierarchie. Ein prestigeträchtiger Rang in der Marine, wie im gesamten Militärgefüge und einer der wohl anspruchsvollen Kommandofunktionen der Geschichte.

Definition

Die Bezeichnung leitet sich vom arabischen „Befehlshaber zur See“ ("amir al-ma" = Befehlshaber auf dem Wasser) ab. Wie bei den Generalen auch, machte die Zeit und das Wachsen der Flotten dieser Welt es notwendig, dass auch der Admiral ein Dienstgradgruppe mit Abstufungen wurde. Dabei werden die Admirale der Neuzeit auch als Flaggoffiziere bezeichnet, da sie als Zeichen ihres Ranges eine eigene (Admirals-)Flagge führen durften. Diese symbolisiert, das alle Dienstgrade unter diesen Rang zu stehen haben. Die Flagge an sich hat in der Seefahrt von je her eine große Bedeutung und so waren es vor allem die Admirale, die "Flagge gezeigt haben". Die Generale übernahmen sich diese Eigenart, doch haben ihre Flaggen - meist als Autoständer verwendet - nur eine gewisse obligatorische Bedeutung bzw. Zweck. In Deutschland, wie auch in den anderen Ländern dieser Welt, hat es sich durchgesetzt, dass der Admiralsrang vier Dienstgrade umfasst. Natürlich war eine Steigerung vorgesehen und wurde in Person des Fleet-Admirals oder Großadmirals in Kriegszeiten auch eingesetzt. Die Parallelen zum Generalfeldmarschall oder 5 Sterne General sind dabei offensichtlich und erfüllen denselben Zweck.
 

Flaggoffiziere
Rangordnung (International)


Admiral of the Navy
Admiral of the Fleet • Fleet Admiral
General Admiral • Großadmiral • Admiral
Squadron Admiral • Flotillen Admiral
Vice-Admiral • Lieutenant Admiral • Vizeadmiral
Rear Admiral • Konteradmiral
Commodore Admiral • Schout-bij-nacht
Port Admiral • Kommodore


Geschichte


(Admiral Shimada Shigetarō / Prinz Adalbert von Preußen, Admiral und Oberbefehlshaber der preußischen Marine)



In Deutschland tauchte der Begriff Admiral erstmals im 10. Jahrhundert auf, hier ist anlässlich der Thronbesteigung Kaiser Otto III. (Jahr 983) überliefert, dass ein hoher Würdenträger mit dem Rang eines „Oberst Admiral“ anwesend war. Dabei ist zu sagen, dass damals immer nur der Führer einer Flotte als Admiral bezeichnet wurde. Damals waren die Flotten aber noch sehr viel kleiner, die Schiffe hatte viel weniger Tonnage und auch die Operationen wurden meist küstennah durchgeführt. Erst mit der technischen Revolution im Schiffsbau und den größeren, territorial übergreifenden Konflikten, haben sich im Laufe der Zeit mehrere Admiralsdienstgrade entwickelt.
So wurde der Vertreter des Admirals als Vizeadmiral zu bezeichnen. Ein Dienstgrad, der immer mehr Funktionen übernahm und später weniger Stellvertreter war, sondern zum zweiten Mann in der Hierarchie avancierte. Umso mehr die Flotten entfernt von den eigenen Küsten operierten, desto wichtiger wurde der Nachschub. Der dafür zuständige Offizier wurde nicht nur wichtiger, sondern auch in den Kreis der Flaggoffiziere aufgenommen, indem man ihm einen eigenen Namen bzw. Dienstgrad verlieh - Konteradmiral. Dieser Name leitet sich vor allem aus dem Englischen, dem "Rear Admiral" (Rückwärtiger Admiral) ab. Somit existierte auch ein dem Vizeadmiral nachgestellter Rang, der es ermöglichte die Wichtigkeit bestimmter Flottenteile zu betonen, genauso wie die immer größer werdenden Schar von Marineeinheiten durch Befehlsstrukturen Herr zu werden.
Kurios ist hierbei, wie solche hinzugekommenen Ränge von den unterschiedlichen Ländern interpretiert werden. So hatte man, wenn sich auch heute die Ränge immer mehr globalisieren, unterschiedliche Bezeichnungen in den verschiedenen Ländern für solche Admirale. In der niederländischen Marine heißt der Konteradmiral „Schout-bij-nacht“, was etwa mit Nachtwächter übersetzt werden kann. Also ein Admiral für die Nacht oder freier interpretiert, ein Admiral, zuständig für die Aufgaben der Flotte, für welche der Admiral nicht mehr zuständig war bzw. sein konnte.

Berühmte Admiräle


(Von Links: Khair ad-Din Barbarossa / Wilhelm Tegetthoff / Sir Horatio Nelson / Andrea Doria (als Neptun dargestellt) / Michiel de Ruyter / Don Juan de Austria / Chester W. Nimitz)
 


Khair ad-Din Barbarossa (1467-1546)

Osmanischer Korsar im westlichen Mittelmeer, Herrscher von Algier und Kapudan Pascha der Hohen Pforte

Andrea Doria (30. November 1466 - 25. November 1560)

Genuesischer Admiral, kämpfte als Admiral an der Spitze der genuesischen Flotte gegen Türken
und nordafrikanische Piraten

Johann von Österreich (24. Februar 1547 - 1. Oktober 1578)

Österreichischer Admiral

Michiel Adriaenszoon de Ruyter(24. März 1607 in Vlissingen - 29. April 1676)

Niederländischer Admiral

Sir Horatio Nelson (29. September 1758 - 21. Oktober 1805)

1. Viscount Nelson of the Nile, K.B., 1. Herzog von Bronte und britischer Admiral; als der "ungestümer Admiral" von seinen Feinden gefürchtet;

Seesiege: 1797 St. Vincent, 1798 Abukir, 1801 Kopenhagen und 1805 Trafalgar

Tōgō Heihachirō 東郷平八郎(27. Januar 1848 - 30. Mai 1934)

Japanischer Admiral

Wilhelm Freiherr von Tegetthoff (23. Dezember 1827 - 7. April 1871)

Admiral in der österreich-ungarischen Kriegsmarine- Maximilian Johannes Maria Hubert

Reichsgraf von Spee (22. Juni 1861 - 8. Dezember 1914)

Deutscher Admiral

Chester William Nimitz (24. Februar 1885 - 20. Februar 1966)

Flottenadmiral der US-Marine und Oberbefehlshaber über die alliierte Marine im Pazifikkrieg

Was der Generalstab für die Armee ist - die die dem Stab des Feldmarschalls bzw. Heerführers folgen - ist die Admiralität für die Marine. Heute sind beide dem Verteidigungsministerium nachgeordnet und als zentrale Kommandobehörden für das Militär zuständig.
Früher war die Admiralität aber nicht in erster Linie die Ansammlung der verschiedenen Admirale und Admiralsränge bzw. die Verwaltungsinstanz der Marine, sondern hatte einen ganz praktischen Sinn. Schaut man sich die Admiralität in St. Petersburg an, so haben wir es Anfang des 18. Jahrhunderts mit einem Bau zu tun, der anfänglich vom Zaren Peter der Große als Werft geplant und gebaut wurde. Später wurde die Admiralität zu einer Festung, um die Werft zu schützen. Es arbeiteten in den folgenden Jahrzenten 10 000 Menschen in diesem eingeschossiger Baus in Form eines "U" mit der offenen Seite zur Newa. Neben der Verwaltung waren vor allem die Lagerräume, Werkstätten und Schmieden wichtig. Als charakteristisches Merkmal für eine Gebäude der Marine bzw. der Admiralität war das Tor mit einer Spitze, dessen die Figur eines Schiffs aufgesetzt war. In der vergoldeten Kugel unterhalb des Schiffes befinden sich Goldmünzen, die zur Zeit der Stadtgründung Sankt Petersburgs geprägt wurden. Erst später entwickelte sich aus diesem Gebäude dann zu einer Verwaltung, Sitz der Admiralität und Ausdruck maritimer Herrschaft. Davor wurde es nicht als dieses wahrgenommen und dient eher den praktischen Belangen des Volkes.


 

Wenn wir einen Blick auf die Hamburgische Admiralität werfen, finden ein anderes Bild vor. Diese Institution war keine Gebäude, sondern ein Admiralitätskollegium, kurz Admiralität, das Mitte des 17. Jahrhunderts auf Initiative Hamburger Kaufleute gegründet wurde. Von den Strukturen haben wir hier eher mit einer Verwaltung zu tun, doch mit zivilen bzw. kaufmännischen Hintergrund. Auch waren es keine Flottenbefehlshaber, sondern Kaufmänner, die ihre Handelsschiffe mit eigenen bewaffneten Schiffen schützen wollten. Solche Zusammenschlüsse lösten sich in besseren Zeiten aber meist wieder auf und die Idee wurde erst wieder bei einer Piraten- oder anderen Bedrohung von neuem erweckt.
Anfänglich bestand diese Admiralität aus Ratsherrn, einigen Kaufleuten und einem Kapitän. Finanzieren tat sie sich dabei aus dem Handel selber. Ihr eigentliches Ziel, die Bekämpfung von Piraten und der Schutz ihrer Schiffe wurde aber nur zu unzureichend erfüllt. Danach hatte die Admiralität dann die Aufsicht über das Arsenal und verwaltete die Sklavenkasse (Kasse zum Geiselfreikauf).
Ihr eigentliche Funktion verlor die Admiralität, doch gewann Sie ein neues Aufgabenfeld, das der obersten Polizeibehörde im Hafen, Überwachung des Lotsenwesen und Signalwesen auf der Elbe. Außerdem ging die Rechtsprechung im Hafen auf diese Behörde über.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Name Admiral nicht mit dem der Admiralität gleichzusetzen war und dieser Zusammenhang durchaus falsch verstanden werden kann. Es ist klar geworden, dass die Admiralität gewiss für Führung und Leitung steht, aber der militärische Teil dessen sich erst später entwickelt hat.

Großadmirale der Kaiserlichen Marine
Wilhelm II (1901)
König Oscar II von Sweden (1901)
Hans von Koester (28.06.1905)
Prinz Heinrich von Preußen (4.091909)
Alfred von Tirpitz (27.01.1911)
Henning von Holtzendorff (31.05.1918)[/size]
Großadmirale der Kriegsmarine
(Oberbefehlshaber der Kriegsmarine)
Erich Raeder (1.04.1939)
Karl Dönitz (30.01.1943)

Admirale der K.u.K. Monarchie



(Admiral)



(Vizeadmiral / Konteradmiral)

Großbritannien hat wohl die längste und intensivste Beziehung zur Marine. Da Großbritannien eine Insel und dennoch ein Weltreich aufgebaut hat, musste man ein gewisse Besessenheit zur Marine aufbauen. Man baute auf überlegende Technik, zu einem gewissen Grad Flottenüberlegenheit in der Masse und vor allem eine bestens ausgebildete Admiralität. Eine Marineoffizier hat ein hohes Ansehen im Königreich - bis heute.
Als erster englischer Admiral ging William de Leyburn in die Geschichte ein. Er wurde im Jahre 1297 von König Edward I zum "Admiral of the sea of the King of England" ernannt wurde. Die Bedeutung und der Prestige des Ranges eine Admirals kann man bei den Titeln englischer Würdenträge sehen. So darf der Admiral als Marineoffizier nicht verwechselt werden mit dem Amt des Admiral of England oder Lord High Admiral. Die Inhaber dieser beiden Räng hatten die Verantwortung für die gesamte Marine, nach unserem Standard einem Marineminister gleichgestellt. Die Wichtigkeit des Admirals als Titel bzw. die Bedeutung des Begriffes an sich mit Macht, Marine und Kontrolle, lässt sich wohl so am besten ablesen. Man begehrte die Karriere bei der Marine, schickte seine Sprösslinge zur Verteidigung des Empire auf See und auch das Oberhäupter des Empire posieren gern in Marineuniformen.
Die verschiedenen Admiralsränge der Royal Navy sind im 16. Jahrhundert entstanden. Es wurde nun der Dienstgrad des Vize- und Konteradmirals vergeben. Der kommandierende Admiral führte seine Flotte von der Spitze oder von der Mitte aus und zwar von seinem Flaggschiff aus. Befand er sich auf einem Schiff in der Mitte der Flotte, hatte er in der Spitze einen Stellvertreter, den Vizeadmiral. Einen weiteren Stellvertreter hatte er im hinteren, der Spitze entgegengesetzten Bereich, den Konter- oder Rear-Admiral (von lateinisch contra, gegen, beziehungsweise englisch rear für hinten).


Als Lord Nelson Vice Admiral of the White.

Im Zeitalter des Empire oder auch elisabethanischen Zeitalter genannt, wuchs die Flotte wurde die Flotte dermaßen an, dass erstmals in der Geschichte der Marine bzw. Seekriegsführung, die Flotte in Geschwader (squadrons) unterteilt werden musste. Dadurch stieg auch die Anzahl der Flaggoffiziere an. So führte das Geschwader des Admirals eine rote Flagge, das des Vizeadmirals eine weiße und das des Konteradmirals eine blaue. Als zweiten Schritt wurde jedes davon von einem Admiral, mit jeweils einem Vize- und Konteradmiral, geführt. So führte die Vergrößerung der Königlichen Flotte zu einer ganz neuen Unterteilung bzw. Bezeichnung für die Admirale. So und nur so konnte die Flagghierarchie in der Flotte aufrecht erhalten werden. So lautete Bezeichnung der jeweiligen Befehlshaber dann Admiral of the White, Admiral of the Blue usw. Somit wurde auch eine Rangfolge der Flotten, und damit auch ihrer Admirale, festgelegt: Rot, Weiß, Blau (in absteigender Folge).
Um die Menge von Admiralen hinreichend ein- und auszuteilen, wurde eine Beförderung zum Admiral in Abhängigkeit vom Dienstalter als Kapitän eingeführt. Sie galt auf Lebenszeit und dabei konnte man nur weiterbefördert werden, wenn der Inhaber des höheren Ranges gestorben war oder seinen Abschied genommen hatte. Eine andere Möglichkeit war, einen unfähigen Admiral ohne Kommando zu befördern. Diese Vorgehensweise wurde auch genutzt um bestimmt Offiziere quasi aus dem Dienst wegzubefördern. Dieses sogenannte "Yellowing" wurde dann in die Praxis umgesetzt, wenn unfähige Offiziere bzw. Kapitäne aus dem Weg geräumt werden sollen. Dieser dann spöttisch betitelte "Yellow Admiral", war dann zwar Admiral, aber war dann quasi ohne Tätigkeit im Abseits.



Schulterklappe eines Fleeadmirals der Royal Navy


 

Die Rangfolge der Admiräle Royal Navy


1. Admiral of the Fleet (ursprünglich Admiral of the Red)
2. Admiral of the White
3. Admiral of the Blue
4. Vice Admiral of the Red
5. Vice Admiral of the White
6. Vice Admiral of the Blue
7. Rear Admiral of the Red
8. Rear Admiral of the White
9. Rear Admiral of the Blue


Deutschland

„…Die Überwasserstreitkräfte aber sind noch so gering an Zahl und Stärke gegenüber der englischen Flotte, dass sie – vollen Einsatz vorausgesetzt – nur zeigen können, dass sie mit Anstand zu sterben verstehen und damit die Grundlage für einen späteren Wiederaufbau zu schaffen gewillt sind …“

(Kommentar Admiral Raeders zur Kriegserklärung Frankreichs und Großbritanniens am 3. September 1939)


(Großadmiral Reader / Admiral Gunther Lutjens)

Zu den Admiralen unter Hitlers Militärmaschinerie gehörten so unterschiedliche Charaktere wie Canaris und Dönitz. Der eine Admiral, undurchsichtige Person, Abwehrchef, möglicher Widerständler und politisch nur schwer einzuordnen. Der andere Admiral, politisch ganz auf Linie, im U-Boot Krieg ein taktisches Genie und dazu noch letztes Oberhaupt des Dritten Reichs. Der letztere von Beiden, Karl Dönitz, Herr Großadmiral, wie er noch von vielen nach Ende des zweiten Weltkrieges genannt wurde, war selbst U-Boot-Kommandant im Gefecht, Oberbefehlshaber der Kriegsmarine und, für 23 Tage, Nachfolger von Adolf Hitler. Es war kein Generalfeldmarschall, der die Nachfolge Hitlers antrat. War dies ein Beweis für die Wichtigkeit der Admiralität unter Hitler im Zweiten Weltkrieg oder nur Zeugnis für "geringen" Zahl von Niederlagen im verlorenen Weltkrieg? Vielleicht haben die Admirale - Canaris außen vor gelassen - auch nie versucht Hitler direkt und vor allem aktiv zu stürzen bzw. sogar zu töten. So konnte sich der Führer wahrscheinlich auf seine Admirale verlassen, wo Sie doch augenscheinlich aus dem Matrosenaufstand und Meuterei der Marine zum Ende des 1. Weltkrieges gelernt hatten.

Die Kaiserliche Marine, aus der Königlichen Preußischen Marine unmittelbar hervorgegangen, ist vom Deutschen Kaiser Wilhelm II besonders hofiert und unterstützt worden. Sein Admiral der Wahl war dabei Tirpitz, der seine Flottenpläne unterstützte und mit ihm versuche ein starke Marine aufzubauen. Da die gesamte seemännische Bevölkerung des Reichs, einschließlich des Maschinenpersonals und der Schiffshandwerker, vom Dienste im Landheere befreit, dagegen zum Dienste in der Kaiserlichen Marine verpflichtet war, kann man schon die Bedeutung der Marine für das Kaiserreich ablesen. Der Admiral gewann dabei Anfang der 20. Jahrhunderts besonderes Ansehen im Deutschen Kaiserreich.
In allen vorangegangenen Kriegen hatte die deutsche Marine nur geringen Anteil und wurde auch nicht weiter beachtetet. So wie 1864 gegen Dänemark, 1866 im Deutschen Krieg und 1870/71 im Deutsch-Französischen Krieg. Das Heer war wichtiger und dies war auch nachvollziehbar, da Deutschland nur wenig Küste besaß und auch Kolonien nicht Ziel war. Innerhalb weniger Jahre schuf das junge Deutsche Reich die zweitgrößte Kriegsflotte der Welt, so wurde auch die Admiralität immer wichtiger.

Unter Hitler und seinen Kriegsplänen, nahm auch die Marine einen großen Teil ein. Hier sollten die Admiräle massive Unterstützung bekommen und dem britischen Empire endgültig den Rang ablaufen. Auch die Admiräle witterten hier ihre Chance endlich ihrem Range gerecht zu werden. Viele neue Admirale kamen dazu und es gab sogar zwei Großadmirale in Reihen der Marine, kein Vergleich zu den in größere Zahl vorhandenen Generalfeldmarschallen der deutschen Wehrmacht.

Oberbefehlshaber der Kriegsmarine
1928 bis 30. Januar 1943 Großadmiral Erich Raeder
(als Kriegsverbrecher zu Haft im Kriegsverbrechergefängnis Spandau verurteilt)
Großadmiral Karl Dönitz
(als Kriegsverbrecher zu Haft im Kriegsverbrechergefängnis Spandau verurteilt)
1. Mai bis 23. Mai 1945 Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg (Freitod)
23. Mai bis 22. Juli 1945 Generaladmiral Walter Warzecha (von den Alliierten mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt)



Großadmiral



 

Generaladmiral




  
 


Admiral / Vizeadmiral / Konteradmiral






Kommodore

Auf der Beerdigung von Karl Dönitz erschienen viele Veteranen der Atlantikschlacht und Kriegsmarine im Allgemeinen. Viel mit einem gestickten goldenen Anker auf dem Schlips, viele aber mit den blauen oder weißen Schirmmützen, die vom Maat an aufwärts getragen werden, manche auch mit Dutzenden von Orden und Abzeichen am Jackett. Sie wollten Ihm das letzte Geleit geben und ihn ehren: "danken dafür, dass er uns im Kriege makellos geführt hat" - Edward Wegener (Vize-Admiral der Bundesmarine).

Mit den Frühzügen nach Hamburg und von da Richtung Sachsenwald waren von überallher alte Kameraden die Menge angereist, die mehr Trotz als Trauer auf die Beine gebracht hatte, wohl, weil ihnen das Ritterkreuz nicht weniger als das Kreuz bedeutet.
Da waren vierzig Jahre vergangen wie ein Tag. Als sei die Zeit stehengeblieben, knallten Herren mit schwarzweißroter Schärpe und weißen Handschuhen, eine Abordnung der "Gemeinschaft der Sturmartillerie", die Hacken ihrer Lackschuhe zusammen. Einer mit schwarz-weiß-rotem Wollschal mangels anderer Embleme sucht nach "Kameraden vom alten I.R. 10" aus Sachsen.

Die Marinebefehlshaber und Admirale (seit 1.2.1943 Kommandierende Admirale) waren an den (Gebiets-)Eroberungen des Deutschen Reiches nur bedingt beteiligt. Die Landstreitkräfte verwendeten die Marine vor allem zur Sicherung des Vorfeldes und der Häfen - Kommandant der Seeverteidigung. In der Heimat waren dies die Küstenbefehlshaber, deren Bereiche unter Abschnittskommandanten aufgeteilt waren, zur Führung der Artillerie und Flak eingesetzt.

Küstenbefehlshaber und Ort (Von West nach Ost)


Küstenbefehlshaber und Ort (Von West nach Ost)
Ostfriesland in Wilhelmshaven
Nordfriesland in Cuxhaven (beide im Februar 1941 als "Deutsche Bucht" zusammengefasst)
westliche Ostsee in Kiel
Pommern in Swinemünde (September 1943 aufgelöst)
östliche Ostsee in Pillau (seit September 1943 mittlere Ostsee)
Küstenbefehlshaber Deutsche Bucht wurde im
September 1944 zur Admiral Deutsche Bucht

Die Stäbe östliche und westliche Ostsee wurden zur besseren Koordination aufgelöst und in die Kommandanten der Seeverteidigung zusammengefasst. Die führenden Admirale und der zugehörige Stab wurde nun im deutschen Heimatgebiet aufgestellt. Kurze Zeit bestand ein Küstenbefehlshaber Südwest. Zuerst als Küstenbefehlshaber Dänemark, dann als Marinebefehlshaber Belgien-Niederlande, Marinebefehlshaber Bretagne und nach einem halben Jahr dann aufgelöst bzw. auch nicht wieder eingeführt. Die Ersatzeinheiten der Marine waren diesen Küstenbefehlshabern untergeordnet, Sie unterstanden den Admiralen der Nordsee- und Ostseestation, welche im April 1945 zum 2. Admiral der Ostsee/Nordsee zusammengelegt wurde. Für Frankreich und die dorthin verlegten Einheiten, waren im Juni 1943 der Höhere Kommandeur Marine Paris (seit August 1944 "West") zuständig. Doch auch in Afrika bestand für kurze Zeit ein Kommando für die Seeverteidigung - das Marinekommando Tunesien, welches dann später dann umziehen musste und als Marinekommando westliches Griechenland eingesetzt wurde. Ähnlich erging es auch dem Marinegruppenkommando Süd, welches 1944/45, nach Räumung des Balkans, durch den Admiral z.b.V Südost abgelöst wurde. Viele Admirale und ihre Kommandostellen, die durch die zunehmenden Niederlagen und Gebietsverluste, ihre Häfen und Küstengebiete verloren, mussten etwa umziehen, wurden zusammengelegt, der Seekriegsleitung unmittelbar unterstellt oder aufgelöst bzw. der Admiral z.b.V. versetzt.

(Aus dem Spiegel)


(Uniform von Admiral Dönitz, dem späteren Großadmiral - er übersprang den Rang des Generaladmirals)



Dabei wahren es solche Admirale und Führer der deutsche Kriegsmarine, die von der britische Marineaufklärung in Kriegsgefangenschaft genau befragt und dazu aufgefordert wurden, ihre Erinnerungen niederzuschreiben. Man wollte so die Taktik nachvollziehen, Schuldige herausfinden und sich ein umfassendes Bild der Kriegsmarine, die Ihnen oftmals viel Ärger bereitet hatte, erhalten. Interessant waren dabei die Aufzeichnungen vom ranghöchste Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, den Flaggoffizieren der U-Boot-Flotte, den höchstrangigen Verbindungsoffizier zur italienischen Marine sowie der ranghöchsten Marineoffizieren im Schwarzen Meer. Vom besonderem Interesse sind die Verbindungen von Politik und Seekriegsführung gewesen, die Sicht auf die sich wandelnde und verändernde Seekriegsführung wie ihrer neuen Technologien des Seekrieges. Wäre eine Sieg der deutschen Kriegsmarine möglich gewesen, wie haben die deutschen Admirale ihre teilweise überlegenden Technologien eingesetzt und wie hat es eine Land geschafft, dass nur über so wenig Küste wie Seekriegserfahrung verfügte, den Marinen der WELT standzuhalten.
Diese Aufzeichnungen haben sich nicht nur damals als Quellen erster Güte herausgestellt, sondern heute für die Historiker noch wertvollen Materialen zur Erforschung der Marinegeschichte.

Heute

Heute



Die United States Navy ist mit 330.478 aktiven Soldaten und 108.576 Reservisten die personalstärkste und kampfkräftigste Marine der Welt und umfasst 287 Schiffe sowie über 3.700 Flugzeuge und Hubschrauber.

Die amerikanische Marine ist die stärkste der Neuzeit und hat sich nicht nur im Zweiten Weltkrieg zu einer wahren Macht auf den Weltmeeren entwickelt, sondern vor allem während des Rüstungswettlauf der Supermächte, diesen Titel sich verdient.
Nicht weniger als vier Präsidenten dienten in der Navy und die Bedeutung für das Land, dass in der Neuzeit auf viele Kriegsschauplätzen dieser Welt zugegen war, ist und bleibt eine starke Marine der wichtigste Ausgangspunkt solcher Aktionen.


(Links: Admiral William J. Fallon / Rechts: Admiral Craine)

Ob Nachschub, ob Sicherung der Stützpunkte in Übersee oder Weltpolizist auf den Meeren, solche eine Marine musste zwangsläufig eine ganz eigene Klasse von Admiralen hervorbringen. Ganz zu schweigen von dem Selbstbewusstsein, das eine Marine sein eigen nennen darf, die nie einen Krieg verloren hat. Auch deshalb haben wir es bei den Admiralen der Neuzeit, vor allem in der US Navy mit den einflussreichsten Admiralen zu tun. Diese Männer, an der Spitze der modernsten Navy der Welt, sind die wahren Herrscher der Weltmeere geworden. Keine andere Admiralität verfügt über mehr Schiffe, mit mehr Tonnage und größerer Zerstörungskraft. Die Elite dieser modernsten Marine der Welt wird in der United States Naval Academy (USNA) vorgenommen. Dort fand jeder Admiral einmal seinen Karriereanfang und ähnlich wie in Westpoint, geben die Admirale (wie die Generale) viel auf ihre Ausbildung dort. Die USNA, vom Verteidigungsministerium finanziert, befindet sich auf der Nordseite der Stadt Annapolis, Maryland, an der Chesapeake Bay.

Zwei Super-Flugzeugträger der 76 000-Tonnen-"Forrestal" -Klasse gab Amerikas Kriegsmarine im letzten Monat bei der Navy-Werft von Newport News (US-Staat Virginia) in Auftrag: Es werden möglicherweise die letzten sein, die für die Streitkräfte der Vereinigten Staaten gebaut werden. US-Verteidigungsminister Robert S. McNamara, der den Mammut-Apparat des Pentagon und dessen 50-Milliarden -Dollar-Budget nach den Erkenntnissen moderner Wirtschaftsführer leitet, will die amerikanische Trägerflotte von 1970 an abbauen. Die Entwicklung der Raketentechnik sowie der wachsende Aktionsradius der Luftstreitkräfte machen Flugzeugträger nach Meinung McNamaras überflüssig. Aber diese Ansicht wird von mächtigen Männern Amerikas erbittert bekämpft - von den Admiralen der US-Marine.

Aus dem Spiegel

Die Flugzeugträger sind dabei das Schwert in den Händen der amerikanischen Admirälen. Durch diese Stahlkolosse haben Sie ihre Position auf den Weltmeeren behauptet. In ihren Argumenten für die Flugzeugträger betonten die Admirale besonders, die riesigen Schiffe seien zur Erfüllung der Hauptaufgabe der Marine unerlässlich - zur Aufrechterhaltung der US-Herrschaft über die 70 Prozent der Erdoberfläche, die mit Salzwasser bedeckt sind.
Damit hat sich für Admirale eine einzigartige Situation entwickelt. Die Fähigkeit der Marine, taktische Luftstreitkräfte ohne Schwierigkeiten um den ganzen Erdball zu befördern, auch von der amerikanischen Luftwaffe für sich in Anspruch genommen. Vor allem in den letzten Konflikte im Kosovo und dem Nahen Osten, haben sich diese mobilen Luftwaffenstützpunkte gepaart mit maritimer Feuerkraft, zum Rückgrat der Militärmaschenerie entwickelt.
Ein Admiral erklärt: "Die Leute von der Luftwaffe meinen ganz richtig, dass, wenn sie in Friedenszeiten über den Ozean fliegen, ein Flugzeugträger auf ihren Radarschirmen als Radarblitz erscheint. Jeder, der in Kriegszeiten käme, würde ebenfalls Radarblitze sehen, eine ganze Menge sogar. Einige davon könnten Zerstörer sein mit Radarreflektoren, die die Schiffe als Flugzeugträger erscheinen ließen, einige davon könnten überhaupt keine Schiffe sein, sondern nur elektronische Tricks. Und wenn die Angreifer nahe genug herankommen, um herauszufinden, welchen Radarblitz sie nun wollen - bums! dann haben unsere Abfangjäger und unsere Raketen sie erwischt."


Fleetadmirals der US Navy
15. Dezember 1944 William D. Leahy
17. Dezember 1944 Ernest J. King
19. Dezember 1944 Chester W. Nimitz
11. Dezember 1945 William F. Halsey

Admiral i. R. Arleigh Burke, unter Präsident Eisenhower sechs Jahre lang Chef des Marinestabes, sah sich einem widerspenstigen Kongress gegenüber, der die teuren Kolosse nicht finanzieren wollte. Doch sein Erfolg vor dem Finanzausschuss hat seine Früchte bis heute getragen. Die vielen Flugzeugträger werden immer moderne, immer wieder nachgerüstet und sind gefürchtet wie nie zuvor. Gerade im neuen Krieg gegen die marodierende Piratenbanden auf den Handelswegen der Meere, könnte sich die Admiralität diese taktische Vorteile, als weiteren Sieg auf ihre Fahnen schreiben.


(Admiral of the Navy)


(Fleet Admiral)


(Admiral / Vice-Admiral / Rear Admiral (uh))


(Rear Admiral (lh))

Bei einer solchen Seemacht, sollten auch die Admirale nicht nachstehen. Wie auch in der deutschen Kriegsmarine, fand sich ein Großadmiralsrang in Form eines Fleet Admirals wieder. Den Rang des Generaladmirals hab es in dieser Form nicht. Doch wie auch bei den Generalen, hat sich eine unbesiegte Navy auch in Sachen Admiralsrängen, Sonderstatus verliehen. Die US Navy hatte nämlich einen Rang geschaffen, der noch über dem Fleetadmiral stand. Dieser wurde bisher nur einmal vergeben, nämlich an George Dewey anlässlich seines Erfolges in der Schlacht in der Bucht von Manila.


(Admiral George Dewey auf Gemälden)

„Manila, 1. Mai
Das Geschwader kommt an diesem Morgen bei Tagesanbruch in Manila an. Unmittelbar danach eröffnet sich der Kampf gegen den Feinde. Zerstöre folgende spanischen Schiffe: "Reina Christina," "Castilla," "Don Antonio de Ulloa," "Isla de Luzon," "Isla the Cuba," "General Lezo," "Marquis the Duero," "Correo," "Velaszco," "Isla de Mindanao," ein spanisches Transportschiff sowie die Seegeschütze von Cavite. Das Geschwader ist kaum beschäftigt und die Anzahl der Verwundeten ist gering. Einziges Mittel der Kommunikation ist die Telegraphie zum amerikanischen Konsulat in Hong Kong. Ich sollte mit ihm in Kontakt treten.
Dewey.“

„Cavite, 4. Mai, 1898
Long, Sekretär der Navy—Ich habe den Flottenstützpunkt in Cavite, Philippinische Inseln, in Besitz genommen und ihre Befestigungen zerstört. Habe die Befestigungsanlagen am Eingang der Bucht zerstört und die Besatzungen zum Teil entlassen. Ich habe volle Kontrolle über die Bucht und kann die Stadt jederzeit nehmen. Das Geschwader befindet sich in ausgezeichneter körperlicher und geistiger Verfassung. Kenne die spanischen Verluste nicht vollständig, schätze sie aber sehr hoch ein. Einhundertfünfzig getötet, einschließlich des Kapitäns der "Reina Christina." Ich helfe, die spanischen Kranken und Unversehrten zu schützen. Zweihundertundfünfzig erkrankt und verwundet in Hospitälern innerhalb unserer Linien. Große Erregung in Manila. Werde ausländische Bewohner schützen.
Dewey“

Das gesamte spanische Geschwader wurde vernichtet und Deweys Schiffen trugen kaum einen Kratzer davon. Die Schlacht wurde in der Bucht von Manila, auf den Philippinen, ausgefochten und war die erste nennenswerte Kampfhandlung des Spanisch-Amerikanischen Krieges. Für diese außergewöhnlich Leistung, wobei bisher keine vergleichbares Schlachtergebniss von anderen amerikanischen Amdiralen erreicht werden konnte, wurde zur Erinnerung an George Deweys Führungsrolle, während dieser berühmten Schlacht, eine spezielle Auszeichnung gestiftet. Diese sogenannte Dewey-Medaille, wurde an alle Offiziere und Seeleute ausgegeben, die unter dem Kommando des Admirals gestanden hatten. Dewey wurde dazu eine ganz besondere Ehre zuteil, er sollte für seine Leistungen und Dienst für US Navy, in den Rang Admiral of the Navy erhoben werden, den zuvor noch niemand in der Geschichte der United States Navy innehatte. Auch in darauffolgenden Kriegen, wurde ein solcher Rang nicht mehr besetzt. Ähnlich wie Washingtons 6 Sterne, die ihm erst nach seinem Tode anerkannt wurden, gilt auch dieser Rang als besondere Auszeichnung und nicht als administrativer Dienstgrad in der Marine der Vereinigten Staaten von Amerika. Rein bürokratisch gesehen, hat die Position eines General of the Armies oder Admiral of the Navy der Präsident der USA inne. Trotzdem gilt dieser Rang als Zeichen des Stolzes und Selbstbewusstsein der Amerikaner.

George Dewey wurde mit dieser Seeschlacht, ohne einen einzigen Seemann verloren zu haben, 1898 zum großen Helden in den Vereinigten Staaten. Gleich nach seiner Rückkehr wurde er zum Konteradmiral befördert und bereits 1899 wurde er, unter Überspringen des Vizeadmirals, zum Admiral befördert. Nicht nur der Sieg in der Bucht, sondern auch die Philippinen unter amerikanische Kontrolle zu bringen, brachten Dewey großen Ruhm ein. Trotz großer Offerten und inoffizieller Ausrufung als nächster Präsidentschaftskandidat, blieb er nur Seemann - anders als ein 5 Sterne General namens Eisenhower, der später zum Präsidenten gewählt wurde. Dewey blieb bis zu seinem Tod offiziell aktiver Offizier, was als besondere Ehrenbezeugung gilt, nachdem er das Rücktrittsalter erreicht hatte.
Admiral of the Navy George Dewey starb am 16. Januar 1917 in Washington, D.C.


(Admiral of the navy George Dewey in Uniform)

Die russische bzw. sowjetische Marine hatte ihre Blütezeit während des Kalten Krieges, hochgerüstet, weltumspannend und mit ähnlich großer Tonnage wie die US Navy. Die Rote Flotte konnte sich eines Zerstörungspotential rühmen, das selbst die amerikanischen Admirale erzittern ließ. Die Admirale waren den Generalen gleich gestellte, wobei der höchte Rang in der Roten Armee - der Marschall der Sowjetunion - in der Marine dem Flottenadmiral bzw. Admiral der Flotte der Sowjetunion gleichgestellt war.


(Schulterklappen eines Russischen Admirals
Die Farben gehören zu den verschiedenen Sorten Uniformen)

 


(Flottenadmiral Nikolai Gerasimovich
Besonderheit ist der umkranzte Stern auf den Ärmeln und der goldene Stern auf der Krawatte, Zeichen eines Marschalls bzw. Admiral der Flotte der Sowjetunion)

(DDR - Flottenadmiral)

Schlussbemerkung


(Admiral Arleigh A. Burke - 1951)

Der Admiral ist heute mindestens genauso wichtig wie damals, wenn man sich die heutigen Marinen ansieht, dann ist der Admiral heute durchaus noch bedeutender geworden! Wir haben es nämlich zwar immer noch mit Flotten, Häfen und Küstenstützpunkten zu tun, doch ist der heutige Admirale weit mehr übergreifender in den Waffengattungen organisiert und globaler aufgestellt als früher. Ein Admiral verfügt - soweit es die USA betrifft - auch über Landstreitkräfte und eine Luftwaffe der Marine. Dazu haben heutige Schiffe und U-Boote weit größere Reichweite, tragen mehr Feuerkraft und sind dazu wichtiger Bezugspunkt bei Konflikten außerhalb des Heimatlandes geworden. Heute gib es keinen Admiral mehr, der nicht in eine irgendwie geartete Konfliktsituation involviert ist, sei es nur zwecks Logistik und Unterstützung, dem Truppentransport oder gar dem Kampfeinsatz von See aus. Diese neue Macht der Admirale spiegelt die Wichtigkeit dieses Dienstgrades wieder und steht für eine Verkörperung von Kampfkraft und Militärischer Überlegenheit.


(Links: Admiral der Flotte der Sowjetunion Semyon Konstantinovich Timoshenko / Rechts: Fleet Admiral William F. Halsey)

Wie bei den Generalen haben auch diese höchsten Ränge von Streitkräften ein Eigenleben entwickelt, welches nur auf dieser Ebene vergleichbar ist. Nicht nur, dass früheren Admirälen quasi Legendenstatus gegeben worden ist, sondern auch die Phasen der Militärgeschichte, in denen die Marinen und ihre Admiräle ganze Entwicklungslinien mit beeinflusst haben. Denken wir nur an einen Tirpitz oder Reader, die dem Kaiserreich ihre Marine aufgebaut haben und somit nicht nur den Imperialismus als Epoche ihren ganz eigenen Anstrich gegeben haben. Oder greifen wir noch weiter zurück und denken an einen Lord Nelson, der durch seine Schlachten einen Mythos heraufbeschworen hat, dem heute kaum ein andere Persönlichkeit in Großbritannien gleich ziehen kann - auch nicht die königliche Familie. In der Neuzeit ist es ein Dönitz, der die U-Boot Waffe revolutioniert und fast einen Weltkrieg mitentscheidet oder einen Nimitz, der für die bis heute währende Seekriegsführung der US Navy verantwortlich ist. Dabei ist solchen verdienten Admirälen eine ganz besondere Möglichkeit bzw. Ehrung inne, die Sie unsterblich machen - der Schiffs- oder gar Schiffsklassenname. Die Schiffe der Admiral Hipper Klasse, die Admiral Scheer, die Flugzeugträger der Nimitz Klasse und ihr gleichnamiges Flaggschiff oder die moderne Arleigh Burgh Klasse, mit ihrer modernen Ausrichtung. Welche General kann das für sich behaupten? Natürlich gibt es die Sherman Panzer, aber solche Namensgebung ist selten und wirkt nicht zur Popularität des Generals an sich bei - oder nur selten. Nach dem Tode eines Admirals, kann ihm die Ehre zuteilwerden, in die Annalen der Marinegeschichte einzugehen, als Admiral UND als Schiff.

(Admirla Stockdale - Träger der Medal of Honor - in der Paradeuniform)



Auch bei den Admiralen wurden Ränge geschaffen, die es heute nicht mehr gibt, die aber damals aufgrund der riesigen Flotten notwendig waren und auch die Wichtigkeit solcher Marinen darstellt. Im Deutschen Reich gab es nur einen Großadmiral zugleich, verständlich bei der Küstenlänge und dem Umstand, dass im Zweiten Weltkrieg die Eroberungen durch die Wehrmacht über Land zu bewältigen waren. Die Marine diente nur als Blockadehelfer und Nachschublieferant, die großen Seeschlachten hätte man eh nicht gewinnen können und darauf bedacht war man schon gar nicht. Anders die britische und amerikanische Navy, diese Marinen waren von jeher auf ihre Schiffe und Flotten angewiesen, das eine Land, weil es eine Insel ist und das andere, weil es viele tausend Kilometer Küstenlinie hat und dazu noch an zwei Weltmeere grenzt. In der britischen Navy gab es schon immer Admiräle, in den verschiedensten Farben und Stufen wohlgemerkt, der Fleetadmiral war da nichts neues, nur eine Größenordnung höher und dem Krieg geschuldet. Die hohe Stellung hat in der Royal Navy der Admiral an sich schon sicher, und Admiral zu sein heißt das britische Festland zu schütze - mehr als es je ein General könnte. Die US Navy hat dagegen nie so sehr ihre Küsten verteidigen müssen, als dass Sie Kriege auf anderen Kontinenten geführt hat. Schon deshalb musste eine starke und umfangreiche Marine Sie auf diesem Wege unterstüützen. Es mussten Truppen transportiert, Nachschublinien beschützt, Blockaden durchbrochen und Häfen angegriffen werden. So gab es nicht nur einen Fleetadmiral zu Kriegszeiten in der Marine und an Tonnage ist Sie ebenfalls unübertroffen in der Neuzeit. Dazu kommt, dass diese Nation bzw. Marine siegessicher und selbstbewusst ist - wie auch bei den Generalen - und ihren militärischen Führern gewisse Sonderformen der Ränge durchgehen lässt. Neben den General of the armies mit 6 Sternen auf dem Schulterstück, hat die US Navy auch einen Admiral of the navy. Zwei Anführer in der Person von George Washington und George Dewey, die für ihre Waffengattungen und die Macht, die ihre innewohnt, sprechen.
Den Full Admiral, dem Full General mit 4 Sterne General geleichgestellt, gibt es nur noch selten, doch dem Ruf des Admirals hat dies nicht geschadet. Der Admiral ist auf See nur dieser untergeordnet, unter seinen Seemännern hat er die absolute Autorität, ein Eigenart, gegen die keine General ankommt.


 

Einleitung

Generäle



Die Generalität als Spitze des Militärs

 

 

 

Einleitung

 

Was ist ein General, was bedeutet es General zu seine und wie ist dieses militärische Rang überhaupt entstanden? Alle diese Fragen sollen in diesem Beitrag geklärt werden. So müssen wir ganz am Anfang der militärischen Kriegsführung anfangen. Bereits in der Antike gab es Äquivalent zum General, den Feldherren. Befehlshaber über ein Heer, des vom Imperator oder Konsul gestellt worden ist. Diese Feldherren waren dennoch - wie bei Pompeius - ein Produkt ihres Heeres bzw. die weltlichen wie militärischen Herren ihrer Soldaten. Also waren Sie weniger eine Position aus einem Rang hervorgehend, als ein Landesherr oder Adliger der kommandierte. Dies änderte sich im Mittelalters, einem Zeitalter voller Kriege und Kriegsherren. So wurden die europäischen Armeen von Capitanos und Feldhauptleuten geleitet. Später wurden dann die wachsenden Armeen von Colonel (Wort hat einen französischen Ursprung ) und Feldobersten geleitet. Bei Kriegsausbruch sollten dann diese Colonel / Obersten für den kriegführenden Landesherrn Truppen werben (Regimenter zu Fuß oder zu Pferde). Die Werber wurden sogleich zu dessen Anführer, also im Prinzip dieselbe Vorgehensweise wie im Altertum, doch hatte sich nun ein Rang entwickelt, der eine Kommandoebene zwischen Heer und Landesfürst herstellte. Diese neue Ebene, die einen solchen innewohnenden Rang brauchte, war ein logische Konsequenz anwachsender Heere.

 


(Links: Ludwig Yorck von Wartenburg / Mitte: Generalfeldmarschall von Manteuffel/ Rechts: General der Infanterie Graf Tauenzien)

Entstehung


 


(Kragenspiegel: Oben - General / Unten - Generalfeldmarschall und Generaloberst)

 

Aus diesen Obristen wurde dann der General. Ein einfaches Wort machte den Übergang aus, Generalis aus dem lateinischen, d. h. "allgemein". Man brauchte einen allgemeinen, allem vorstehenden Obristen. So wurde mit Beginn des 16. Jahrhunderts der jeweilig älteste Obrist zum General-Obristen bestellt. Aus den Strukturen des Deutschen Ordens ging der Oberste Marschall hervor, ein Planer und Organisator der Kriegszüge.
Schon dort übernahm er eine übergeordnete Position, leitete die Ritterbrüder vom Hochmeistersitz aus und verband als erster Marschall eine amtliche und militärische Funktion. Dieser Posten, direkt unter dem Herrscher bzw. nur diesem verantwortlich, als Befehlshaber der militärischen Streitkräfte eines Herrschers (Regionalfürst), war im Sinne eines Boten zu verstehen. So trugen Hof- und Feldmarschalle gleichermaßen den Stab und vereinten (noch) beide Rollen in einer Person." Außerdem hatte der Marschall (ursprünglich Stallmeister) zunächst die Befehlsgewalt über die Reiterei. Erst nach dem 30jährigen Krieg entstand der General-Feldmarschall und stieg nach dem Generalissimus zum höchsten Generalsrang auf.
Es hat wieder mit dem Anwachsen der Heere, des unterschiedliche Ausweitung und Spezialisierung auf Waffengattungen und dem Rängegeplänkel alter europäischer Hoftradition, aber auch anwachsender Armeebürokratie, dass sich im Laufe der Zeit die verschiedensten Variationen des Generals-Dienstgrades ausbildeten.
So gab es den General-Feldzeugmeister als Befehlshaber der Artillerie oder den General-Wachtmeister. Die historische frühe Neuzeit bildete den ersten Höhepunkt des Generalstums in den europäischen Armeen. Ab dem Ende des 17. Jahrhundert etablierte sich in Deutschland folgende Rangfolge der Generalität:

 

      • Generalissimus (als Vertreter des Kaisers)

 

      • General-Feldmarschall

 

      • General der (Kav., Inf.) Feldzeugmeister

 

      • Generalleutnant

 

      • Generalwachtmeister (-Major)

 

    • Brigadier (als Generalsstellung, nicht als Rang)

 


(Brigadegeneral - Wehrmacht)

 

Das anwachsen der Herrscherhäuser, der Zerteilung der Landesheerschaften, das Anwachsen der Bevölkerung und der dadurch implizierten Zunahme von kriegerischen Akten - vor allem in Europa - trug zu einer Militarisierung von Herrscherzielen aus. Der Militär-Haushalt wurde immer wichtiger im Wesen eine Landes, es wurde erobert um die Armee zu finanzieren und andersrum dasselbe. Dieser Kreis des Krieges hatte eine beträchtliche Steigerung des Militärbudgets im Gesamt-Haushalt der selbstständigen Staaten zur Folge.
Mit dem Ende des dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) gingen die europäischen Staaten dazu über, ständige Truppen mit festem Sold zu unterhalten. Der Söldner oder des dienstverpflichtete Bauer konnte den neuen militärischen Ansprüchen dieser Neuen Zeit nicht mehr genügen. Es folgte die Bildung eines Offizierskorps, dass durchaus nicht an die verschiedenen regionale Abstammung der Offiziere Rücksicht nahm, sondern vor allem nur die adlige Geburt als Voraussetzung hatte. Es bildeten sich feste Dienstgrade und Dienststellungen, welche eine solide Basis jeder Armee sein sollte.
Die obersten bzw. ältesten Offiziere bildet seitdem die Generalität. Ein militärische Klasse, die mit größer werdenden Heeren, höheren Kostenaufwand - im Krieg und Frieden - nahmen auch die Privilegien und Machtbefugnisse der Generale zu ( das Plural Generäle kommt aus dem österreichischen).
Dem General und seinem Rang wurde seither ein gewisse Ehrfurcht und Verherrlichung zu Teil. Man beschäftigte sich mit diesen Personen, sie wurden Teile der höheren Gesellschaft und ihre Macht wuchs zum Teil über das Militärische hinaus. Sie waren die Heerführer der Neuzeit und ihr Wort hatte Gewicht - ihre Posen als antike Heerführer auf großer Leinwand sprechen für sich und vermitteln uns, dass sich diese Personen dessen durchaus bewusst waren. Ein Würdigung fand 1788-1791 in dem vom Ordensrat des König verfasstem "Biographisches Lexikon aller Helden und Militär-Personen" statt. In welchem sich die Generale wiederfanden, die in Preußischen Diensten berühmt wurden und verdient gemacht haben. Verbunden wurden solche Biographien und Berichte immer mit ihren Werdegang durch die Regimenter des Landesherrn, welche durch die Personen an Ruf gewannen und diesen dann auch andersherum an ihre Befehlshaber zurückgaben.

 


(Links: General Eduard von Boehm Ermolli/ Mitte: Otto Meixner/ Rechts: General von Trollman)

 

Österreich / K.u.K Monarchie

K.u.K. Monarchie
• Feldmarschall (FM)
• Generaloberst (seit 1915)
• Feldzeugmeister (FZM), General der Kavallerie (GdK), General der Infanterie (GdI - 1908)
• Feldmarschalleutnant (FML)
• Generalmajor

Österreich (Erste Republik)
• Oberstbrigadier
• General (Differenzierung: Infanterie, Artillerie usw.)
• Feldmarschalleutnant (seit 1933)
• Generalmajor

Österreich (Zweite Republik - ab 1980)
• General (ohne Zusatz oder Differenzierung)
• Korpskommandeur
• Divisonär
• Brigadier

Österreich (nach 2002)
• General
• Generalleutant
• Generalmajor
• Brigadier


Preußen

Das preußische Herr, welches seit 1701 mit ihren Königen an Macht und Größe gewann, hatte hier ein Vorreiter Rolle. Das Königreich Preußen, geführt von Soldatenkönigen und solchen, die sich mit der Armee identifizieren und ihre Macht durch den preußischen Soldaten verifizierten.





 


 


(von Links: Generalfeldmarschall (bis 1942)/ Generalfeldmarschall (nach 1942) / Generaloberst i. R. e. Gfm / Generaloberst / General / Generalleutnant / Generalmajor)



 


(Von Links: Reichsmarschall. Dieser lediglich von Hermann Göring geführte Titel wurde 1940 geschaffen / Generalfeldmarschall / Generaloberst / General der Flieger der Flak-Artillerie / Generalleutnant / Generalmajor)

 


(1. Reihe von Links: Brigadeführer und Generalmajor; Kragenspiegel zur Uniform vor 1942 / Gruppenführer und Generalleutnant; Kragenspiegel vor 1942)
(2. Reihe von Links: Obergruppenführer und General; Kragenspiegel vor 1942 / Oberstgruppenführer und Generaloberst / Ehrenwinkel, getragen am rechten Oberarm als Zeichen längerer Dienstzugehörigkeit bereits in der Vorkriegszeit)

Preußen/Kaiserreich

• Generalmajor
• Generalleutnant
• General (der Waffengattung, zum Beispiel General der Infanterie oder General der Kavallerie)
• Generaloberst (seit 1854)
• Generalfeldmarschall (für besondere Verdienste oder ehrenhalber zum Beispiel als Herrscher eines Landes)

Generaloberst war die Bezeichnung des höchsten regulär erreichbaren Generalsranges in der preußischen Armee, welcher im Jahre 1854 für Prinz Wilhelm von Preußen eingeführt wurde. Mitglieder des Königshauses konnten traditionell nicht zum Generalfeldmarschall ernannt werden und so wurde dieser Umstand durch einen neuen Generalsrang umgangen. Zunächst aber waren alle Generalobersten im Rang dem Generalfeldmarschällen gleichgestellt (auf den Epauletten trugen sie die gekreuzten Marschallstäbe und drei Sterne). Unter Kaiser Wilhelm II. wurde eine eindeutige Einordung des Generaloberst in die Hierachie und die Uniformierung eingeführt, so wurde der Rang als Generalfeldmarschall mit 4 Sterne festgelegt und Generaloberst mit 3 Sterne eingeführt bzw. eingeordnet.

• Generalmajor
• Generalleutnant
• General (der Waffengattung, zum Beispiel General der Infanterie)
• Generaloberst

• Generalmajor
• Generalleutnant
• General (der Waffengattung, zum Beispiel General der Artillerie)
• Generaloberst
• Generalfeldmarschall
• Reichsmarschall (1940 nur für Hermann Göring)


SS

• SS-Brigadeführer (entsprach Generalmajor)
• SS-Gruppenführer (entsprach Generalleutnant)
• SS-Obergruppenführer (entsprach General)
• SS-Oberstgruppenführer (entsprach Generaloberst)
• Reichsführer-SS (entsprach Generalfeldmarschall)

• SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS
• SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS
• SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS
• SS-Oberstgruppenführer und Generaloberst der Waffen-SS

 

Während 1767 Friedrich der Große noch die Veröffentlichung von militärischen Biographien zu verhindern suchte, was seiner eigenen Schlichtheit und Einfachheit im Wesen zugrunde liegen möchte, erschienen nach 1815 über fast jeden bedeutenderen General Memoiren. Es setzte eine Militarisierung des preußischen Staates ein, der den General glorifizierte und seinen Rang wie seine Uniform verehrte.

 

Liste preußischer Generäle und Adjutanten


Struktur


(Links: George S. Patton / Mitte: Général de Gaulle/ Rechts: John Pershing)

 

Struktur nach europäischen Vorbild

Feldmarschall oder Generalfeldmarschall
Generaloberst
General oder Captain General
Generalleutnant
Sergeant Major General oder Generalmajor
Brigadier (General)

 


(Schulterstücken eines Generalfeldmarschall des Heeres - Deutsche Wehrmacht)

 

Heute sind die Generale ein Sammelbegriff für die höchste Dienstgradgruppe bei den meisten Staaten (im Frieden) beim Heer und Luftwaffe. Bei der Marine heißt diese Gruppe Admirale. Im Krieg konnte allerdings eine weitere, höhere Rangstufe erreicht werden. Dieser, für besondere Verdienste verliehene Rang eines Marschalls, Feldmarschalls, Generalfeldmarschall oder General of the Army, ist dem General übergeordnet.
Bei den Rangabzeichen haben wir es ebenfalls mit einer gleichen bzw. gleichgewordenen Entwicklung zu tun. So sieht man vor allem an der Schulterklappe bzw. Kraggenplatte den Rang eines Generals. Dabei sind diese Schulterstücke meist Goldfarbend oder Silberfarbend bei in den Vereinigten Staaten und der Schweiz. Die Sterne auf den Schulterklappen entscheiden dabei die Rangstufe des Generals:

 

      • Generalleutnant (3 Sterne)

 

      • Generalmajor (2 Sterne)

 

    • Brigadegeneral (1 Stern)

 

Der "reine" General trägt dabei 4 Sterne, bei der NATO beispielsweise als Viersternegeneral bezeichnet, gibt es diesen Rang in Deutschland normalerweise nicht mehr. In Amerika, aufgrund der großen Armee und vielen Kriegsschauplätzen, aber es ist durchaus eine gängige Praktik einen führenden General mit dem Vierten Stern zu bekleiden.
Der Generalfeldmarschall der deutschen Wehrmacht, Reichswehr und kaiserlichen Armee, war Statusgemäß nicht mit 5 Sternen bestückt (Generaloberst hatte 3 Sterne - besonders angeordnet), sondern mit zwei gekreuzten Marschallstäben auf den Schulterstücken seines Ranges würdig ausgezeichnet. Ein solcher Marschallstab war nur in Europa die Regel und etablierte sich nie in Amerika bzw. den Vereinigten Staaten von Amerika. Doch gab es dort einen 5 Sterne General, den sogenannten General of the Army:

 


 


 
(Rechts: Army / Links: Air Force)

 

George C. Marshall 16. Dezember 1944
Douglas MacArthur 18. Dezember 1944
Dwight D. Eisenhower 20. Dezember 1944
Henry H. Arnold 21. Dezember 1944
Omar N. Bradley 20. September 1950

 

 
(Links: Fieldmarschall GB / Rechts: Marschall der Sowjetunion)

 

In der Sowjetunion/Russland als Marschall bezeichnet und mit einem großen Stern auf den Schulterstücken versehen, ebenso in Frankreich gab es diesen Rang. In Großbritannien und seiner Armee ist der Fieldmarschall der höchste Rang im Kriege. Als Marinependant ist der Fleetadmiral eingeführt worden, in Deutschland ist dies der Großadmiral gewesen.
Vor allem die an Kriegen reichen Vereinigten Staaten haben einen weiteren Generalsrangeingeführt. Den General of the armies of the United States, als bezeichnenden Rang für George Washington, der in seiner Position 1775 den Titel Continental Army General and Commander In Chief war. Dieser Rang wird mit 6 Sternen geehrt, wobei der zweite Träger dieses Amtes John J. Pershing, als Anerkennung seiner Dienste als Kommandeur der American Expeditionary Force in Europa während des Ersten Weltkrieges, als Insignien 4 goldene Sterne auf den Schulterklappen für sich wählte.
Der Sinn dieser Auszeichnung war es, dass kein General nach Washington je einen höheren Rang einnehmen sollte. Diese Regelung wurden zur Zweihundertjahrfeier der Vereinigten Staaten am 11. Oktober 1976 postum „für die Vergangenheit und Gegenwart“ als der höchste Dienstgrad eingeführt.

 


(6 Sterne Washingtons)




(4 goldene Sterne Pershings)

 

      Andere Varianten:



      • Generaladjutant

 

      • Generalkommandant

 

      • Generalinspekteur

 

      • Generalkapitän

 

      • General-in-Chief

 

      • General der Armee (Armeegeneral)

 

      • General der Air Force (nur USA)

 

      • General der Jagdflieger

 

      • General der Armeen der Vereinigten Staaten (von Amerika), ein Titel, General geschaffen für John J. Pershing und anschließend gewährt posthum George Washington .

 

      • General Admiral (Deutsche Marine)

 

      • Luft-General (chilenischen Luftwaffe ; entspricht in etwa Air Chief Marshall und Air Vice-Marshall)

 

      • Wing General and Group General (Mexikanische Luftwaffe; entspricht in etwa einem Commodore)

 

      • Lieutenant-Colonel General (Oberstleutnant General - serbischer Rang unmittelbar unter dem Generaloberst und entspricht in etwa US Major General)

 

      • Generaldirektor (eine gemeinsame administrative Begriff oder auch für militärische Diensten)

 

      • Generaldirektor des Nationalen Verteidigungsrates (höchsten Rang in der mexikanischen Streitkräfte)

 

      • Director of Intelligence Bureau (4-Sterne- Polizist in Indien)

 

      • Controller General (allgemein Offiziersrang in der Französisch National Police )

 

      • Generalpräfekt (der oberste Rang der argentinischen Marine-Präfektur )

 

      • General der Artillerie

 

      • General in der Medizin

 

      • Generalkaplan

 

    • General in der Technik

 


(Nordstaaten General William Tecumseh Sherman)



(Oben: US Army General insignia 1872 / Unten: US Army General insignia 1866)


 

Aufgaben und Einsatz des Generals

 


(Links: Alfred Jodl / Mitte: General der Panzertruppe Leo Freiherr Geyr von Schweppenburg / Rechts: General der Panzertruppe Erich Brandenberger)

 

Welche Aufgaben haben nun Generale? Sie führen Armeen und als die Armee als Ganzes immer größer wurde und auf einen kämpfenden Soldaten drei versorgende und unterstützende Soldaten. So ist der General nicht mehr für ein ganzes Heer da, sondern übernimmt nun jeweils größere Teile einer Armee. Eine Brigade wird von einem Brigadegeneral geführt. Zudem fungieren sie als stellvertretende Divisionskommandeure. Warum sind also Generale nicht immer Führer eines Armeeteils, sondern dienen im Stab oder in anderen unterstützenden Verbänden? Es gibt ganz einfach zu viele davon, einfach ausgedrückt. General wird man in der Offizierslaufbahn heutiger Armee einfacher als früher. In einer Zeit, als der Herrscher noch den General ernannte, die Armeen kleiner waren und nicht so aufgeblasen, war der General an der Spitze einer Armee. Heute sind die Planstellen für solche beliebten, begehrten und ruhmreichen Positionen knapp. General, die heute oftmals auch durchs Alter, d.h. Dienstjahren und bestimmte Karriereschritte diesen Rang erreichen, waren oftmals nie an der Front. Die Anzahl von sogenannten "Kasinogeneralen" wurde im Laufe der Neuzeit immer größer.
Der Generalmajor war in der Regel Chef einer Division. Ein Generalleutnant konnte ein Korps führen. Auch können Sie als Inspekteure der Organisationsbereiche (Heer, Luftwaffe, Marine, Zentraler Sanitätsdienst und Streitkräftebasis) dienen. Desweiteren dienen Generale in Ministerien oder in verschiedenen Kommandobehörden, Ämtern und Schulen. Der Rang des Generals "full general" bleibt in der Bundesrepublik dem Generalinspekteur vorbehalten. Weitere Vier-Sterne-Generalsdienstposten können von Offizieren der Bundeswehr im multinationalen Bereich (NATO) wahrgenommen werden.
Die früheren Generalobersten des deutschen Heeres wurden für größere Teile eingesetzt. Sie befehligten ganze Armeen und teilweise sogar ganze Expeditionskorps, wie das DAK. Die Heeresgruppen waren den Generalfeldmarschallen vorbehalten.



 


(4 Sterne General der Bundeswehr)

      DDR



      • Generalmajor

 

      • Generalleutnant

 

      • Generaloberst

 

      • Armeegeneral (entsprechend der Ordnung des Warschauer Vertrages)

 

      • Marschall der DDR (1982–1989)




      Bundeswehr



      • Brigadegeneral / Generalarzt / Generalapotheker (1 Stern)

 

      • Generalmajor / Generalstabsarzt (2 Sterne)

 

      • Generalleutnant / Generaloberstabsarzt (3 Sterne)

 

    • General (4 Sterne)

 


(Von Links: General / Generalleutnant / Generalmajor / Brigadegeneral / Kragenspiegel Generale)

Besonderheiten

Interessant und beispielhaft für die Wichtigkeit einer Generalität in der Neuzeit ist die Sowjetunion. Dort wurden nach der Oktoberrevolution (1917) alle Vorrechte des Adels und Rangunterschiede aufgehoben, so auch Rangstaffelung in der Armee. Jeder sollte gleich sein, und anstelle der Dienstgrade wurden sogenannte Dienststellungen gesetzt. . Erst 1940 wurden die Dienstgrade wieder eingeführt, die sich an denen des Zarenreichs orientierten, weil man keine wirkliche Hierarchie und Ordnung in der Roten Armee herstellen konnte. Änderungen blieben dennoch erhalten, so musste der bourgeoise Generalfeldmarschall und Generaladmiral der kommunistische und volksgetreue Marschall der Sowjetunion bzw. der Flottenadmiral der Sowjetunion weichen. Außerdem wurden neue Ränge: Hauptmarschälle und Marschälle einer bestimmten Waffengattung, die dem Armeegeneral gleichgestellt waren, eingeführt. (Die Ränge wurden nach 1991 weitestgehend übernommen - für Sowjetunion stand nur Russische Föderation an die Ränge angehängt.)
Beispiellos ist die Erschießung und Verschleppung von 20 000 sowjetischen Offiziere und Generälen. Stalin raubte seiner Armee so die Organisation. Eine Tat, die er wohl beim Einmarsch der Deutschen bereute.
In der israelischen Armee - zahal - bestehen nur drei Generalsränge, mit der Anmerkung, dass gleichen Ränge für Heer, Marine und Luftwaffe galten. Den höchsten Dienstgrad Raw-Aluf hat jeweils nur der Generalstabschef von Tzahal inne - quasi Generalleutnant, entspricht eher einem General.
 


 


(Oben von Links: General der Schweiz / Generals Kolumbiens / General der Niederlande / General Mexikos / General Brasiliens)
(Unten von Links: General Thailands / General Italiens / General Schwedens / General Indiens / General Frankreichs /  General Estland / General Polens)


Zum Schluss


(Links: Gen. Patraeus / Mitte: General Naumann / Rechts: MajGen Neller)



Wie die vielen und unterschiedlichen Rangabzeichen der verschiedenen nationalen Generale belegen, hat sich in den letzten 200 Jahren ein gewisses Muster durchgesetzt. Die Schulterklappen und die dort angezeichneten, meist goldenen oder silbernen Sterne, zeigen dann Generalsrang an. Eine Entwicklung, die auf der einen Seite den Nationalbestrebungen geschuldet ist und auf der anderen Seite einer gewissen Globalisierung des Krieges. Die kleinen Kriegen und Fehden unterschiedlicher Fürstentümer sind passé, die letzten 100 Jahre sind von Weltkriegen bestimmt worden, wobei sich die Länder nicht nur in Sachen Technik und Taktik aufeinander einstellen mussten, sondern auch in Sachen Uniform und Ausgestaltung der Ränge. Eine Entwicklung die in 60 Jahren des Kalten Krieges und weltübergreifenden militärischen Pakten noch zugenommen hat. Der General sollte innerhalb der Allianzen anderen gleichgestellt werden und auch als solche in Rängen gleich aussehen. Der Stern als Zeichen für einen General hat sich durchgesetzt, auf Preußens bzw. dem europäischen Vorbild aufgebaut, hat sich die Generalität als Spitze und Gesicht der Armee durchgesetzt.
An den Generalszeichen lässt sich auch die militärische Geschichte eines Landes ablesen. So hat die USA einen Generalsrang mit 6 Sternen nicht umsonst eingeführt, aufbauend auf vielen siegreich geführten Konflikten, Verehrung ihrer glorreichen Heerführer und einer wachsenden Eitelkeit der Generalität. Eine ähnliche wenn nicht sogar gleich Entwicklung konnte man in Preußen/Deutschen Kaisereich/NS-Reich sehen. Die vielen siegreichen Konflikte, angefangen mit 1870/71 bis zum 1. Weltkrieg, schufen einen Militarismus der den General wie seine Uniform verherrlichte. Ein Militär, dass sich als Staat im Staat postulierte, dass sich mit Orden schmückte und den Marschallstab als höchstes Zeugnis militärischer Führerschaft besaß. Das NS-Reich und seine Ämtervielfalt geben dann die Eitelkeit einer auf Krieg basierende Politik und Staatswesens wider. Ämter und Position wie das des Reichsmarschalls oder eine eigene Parteiordenvielfalt, zeigen die Wichtigkeit und Stellung an. Die Uniform als gesellschaftliches Aushängeschild war nach dem 2. Weltkrieg verpönt und trotz erhaltener Traditionen beim Gewand des deutschen Generals wird eine solche Entwicklung von Gesellschaft und Staat nicht mehr toleriert werden.
Ganz anders in den Vereinigten Staaten, einem Land mit ausgeprägten Sinn für die Militärgeschichte, in dem längst verstorbene Generäle immer wieder mit neuen Rängen versehen und auf Sockel gehoben werden. Dies ist nicht negativ zu verstehen, denn die Folge ist nur logisch, wenn man sich die militärische Entwicklung der USA ansieht, die geführten Kriege, die Einsatzgebiete, das immense Militärbudget einer Nation, die nur verschwindend geringe Verluste auf eigenem Boden zu beklagen hatte. Der amerikanischer General ist wie der preußische zu einer politischen Person geworden, oftmals Spielball und dennoch - gerade im wirtschaftlichen Sinne - wichtiger Machtfaktor.
Der General und die Person, die diesen Rang bekleidet wird für die Forschung und die Gesellschaft immer eine gewisse Faszination haben. Sie sind nun mal seit der Antike der Heerführer der Armeen, manchmal Triumpfvator oder auch Personifizierung der Niederlage. Sie sind Beschützer des Volkes bzw. der Nation und ziehen als oberste Instanzen einer der striktesten Hierarchien dieser Welt eine ganz besondere Aufmerksamkeit auf sich.

 

 

Quellen

http://www.lexikon-deutschegenerale.de/welcome.html (Letzter Zugriff 29.09.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/General_of_the_Army (Letzter Zugriff 29.09.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/General (Letzter Zugriff 29.09.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/Marschall (Letzter Zugriff 29.09.2010)
http://www.loc.gov/rr/program/bib/ourdo ... ssion.html (Letzter Zugriff 29.09.2010)
http://en.wikipedia.org/wiki/General_officer (Letzter Zugriff 29.09.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalit%C3%A4t (Letzter Zugriff 29.09.2010)



Autor: Freiherr von Woye

Das Thema

Die "Dicke Bertha"

 

Deutschlands "schwerster Brummer" im Ersten Weltkrieg

 

 

 

"M-Gerät" L/12
Von den Feldgrauen "Dicke Bertha" getauft

 

Sie war der Alptraum der deutschen Feinde im Ersten Weltkrieg, war Gesprächsthema Nummer eins in den Schützengräben an der Westfront und ihr legendärer Ruf hat sie bis heute nicht verlassen. Kein Film über den Ersten Weltkrieg ohne dieses mächtige Geschütz und noch heute ist der Name Krupp mit diesem Meisterstück deutscher Waffenkunst verbunden.
Noch heute werden moderne schwere Geschütze mit diesem verglichen, doch konnte keinem ein einprägsamerer und vielsagenderer Spitzname verpasst werden, als der "Dicken Bertha".

 

 

 

Die "wahre" Bertha und ihr Gemahl Gustav von Bohlen



Man spricht von Wunderwaffe und Superlative seiner Zeit, doch stimmte das wirklich? Fakt ist, dass die reine Größe und Ausmaße solch eines Geschützes nicht die Wirkung der Granate widerspiegelten. Eine Unmenge an Faktoren bestimmte den Erfolg und die Vernichtungskraft des Geschosses, so dass sich die Wirkung bei jedem Schuss nur vermuten ließe. Es gab keine größere Kanone in der Folgezeit bis heute, man hatte die maximale Wirkung durch Größe erreicht, ab der "Dicken Bertha" wurde ausschließlich an der Technik, Aufbau und Theorie gearbeitet. Gerade deshalb setzt diese Waffe auch eine Wegmarke und das Charismatikum ihrer Zeit. Ein Grund, sich die Waffe genauer anzusehen.

Entwicklung

Entstehungsgeschichte

 

 



Der Schlieffenplan sah bei seiner Einschließung der französischen Truppen die Durchbrechung der belgischen Sperrforts vor. So wurde in der obersten Heeresleitung der Entschluss für eine neue "schwere Waffe" gefasst.
Die Firma aus Essen mit dem wohlbekannten Namen Krupp legt im September 1911 einen Entwurf für ein Spezialgeschoss vor. Es sollte die stärksten Befestigungen durchbrechen können und die Pläne der Generale Wirklichkeit werden lassen.
Nach den ersten Entwürfen und Planungsarbeiten begann im Juli 1912 die Fertigung der ersten Exemplare. Erste Versuche fanden auf den Truppenübungsplatz in Jüterbog (Brandenburg) und Kummersdorf statt. Dabei sollte auch auf Nachbauten belgischer und französischer Forts geschossen werden, was wegen Kriegsausbruchs abgesagt werden musste.

Strittig ist aber die Namensgebung. So soll der Spitznamen der Krupp Gattin "Dicke Bertha" Bertha Krupp von Bohlen und Halbach als Vorlage gedient haben. Verwendet wurden neben diesem Namen auch Bezeichnungen wie "Schwerer Brummer" oder "Fleißige Bertha".

Das Projekt wurde schon in der Erprobungsphase populär. Man konnte die Auswirkungen und Lärmbelastung nur schwerlich verbergen. Die Bevölkerung war überzeugt und begeistert von dem Gerät.
Auch bei den Soldaten erlangte die Waffe großen Ruhm, denn schon die schieren Ausmaße flößten Respekt und den Glauben an einen Sieg ein. Diese moralische Perspektive wurde schon früh von den Kommandeuren eingesetzt.
 

 

 

Das Gamma-Geschütz

Technik/Daten

Technik

 

Es handelte sich um ein kurzrohriges Steilfeuergeschütz. Das Geschütz war mit einem Keilverschluss ausgestattet und war demnach ein Abkömmling der von Krupp entwickelten schweren Schiffsgeschütze.
"M-Gerät" stand für Minenwerfer und war die eigentliche "Dicke Bertha"

 

 

 

Das M-Geschütz in Ladestellung mit Bedienmannschaft

 


 
Waffenart:
Mörser
Kaliber:
42 cm
Varianten:
"Gamma-Gerät" (schienengebunden)
"Kurze Marinekanone" (Bettungsgeschütz - L/16)
"M-Gerät" (Radfahrlafette - L/12)
Gewicht:
42,6 t ("M-Gerät") / 150 t ("Gamma-Gerät")
Rohrlänge:
6,72m ("M-Gerät")
Transport:
Auf 4 Teillasten verteilt ("M-Gerät") /
auf 10 Eisenbahnwagen verteilt ("Gamma-Gerät")
Stückzahlen:
12 ("M-Gerät") /
10 ("Gamma-Gerät")
Projektile:
810 Kilo Geschosse ("M-Gerät") /
Sprengstoff Ladungen 100-410 Kilo ("M-Gerät")
Giftgas auf eine große Entfernung
Haubengranate zu 400 kg hatten wegen der ballistischen Form eine etwas größere Reichweite
Reichweite:
9.300m - 12250m (1917)
("M-Gerät") / 9 - 14,7 Kilometer ("Gamma-Gerät")
Projektilgeschwindigkeit:
400 m/s
Rohrerhöhung:
40 und 60 Grad
 
Bedienmannschaft:
285 Soldaten
Schussfrequenz:
8 Schuss pro Stunde
Kosten:
1 Millionen Reichsmark (Heute: ca. 100 Millionen Euro)
Kosten pro Schuss:
1.500 Reichsmark (Munition 1.000 - Abschreibung 500)
Auslegung:
Auf 2.000 Schuss (dann Rohr verschließen)

 

 

Einsatz

Anwendung

 

Der Ruf dieser "superschweren Kanone" ist vor allem auf die erste Zeit des Ersten Weltkriegs zurückzuführen. Vor allem ältere Forts der Belgier und Franzosen wurden von der "Dicken Bertha" zerstört. Später dann scheiterten die Projektile an dem armierten Stahlbeton, sodass sie für moderne Bunkeranlagen keine Gefahr mehr war.

Nach 1916 waren die Rohre ausgeschossen. Wegen der veralteten Technik kam es zu keinen Neuanfertigungen.
Als Ersatz wurden schon 1914 die österreichischen Mörser (30,5 cm - 23,014 t) von der OHL angefordert. Die Projektile dieser "leichteren" Kanone konnten jede Anlage durchschlagen.

 

Wochenschau Bericht über den Einsatz von "superschweren Kanonen"

 

Nach dem Krieg



Nach Kriegsende mussten alle 42 cm Geschütze vernichtet werden, wobei eine Waffe auf dem Kruppschen Versuchsgelände "übersehen" wurde. Dieses Geschütz setzte die Wehrmacht dann am 7. Juni 1942 beim Beschuss von Sewastopol und (angeblich) letztmalig bei der Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto (1944) ein.

Zum Schluß

Schlussbemerkung



Die überschweren Steilfeuergeschütze waren nur unter massivem personellen und materiellen Aufwand zu betreiben. Die Entwicklung der Luftwaffe und Bomberflotten machten solche Geschütze dann überflüssig. Eine Staffel Stukas (Ju 87) kann bei nur einem Angriffsflug die stärksten Befestigungsanlagen knacken und bleibt dabei weit unter den Kosten einer "superschweren Kanone" des Kalibers "Dicke Bertha".
Trotzdem wurden "superschwere Geschütze" in den Schlachten des Zweiten Weltkriegs eingesetzt. So in Sewastopol, bei der Erstürmung der Festung. Eingesetzt wurden dort der Mörser "Gamma" (42,7 cm Kaliber), "Karl" (61,5 cm Kaliber) und natürlich dem "wahren" Geschütz "DORA" (80 cm Kaliber). Dieses Megageschoss mit 80 cm Kaliber war auf Eisenbahnwagons montiert und verschoss fünf Tonnen schwere Geschosse auf 45 Kilometer Reichweite.
Eines dieser Geschosse hatte ein sowjetisches Munitionsdepot in die Luft gejagt, welches 25 Meter tief im Feldgestein lag.
 

 

 

Abschussanimation des Geschützes DORA


Quellen

Zeitschrift: Militär und Geschichte, Nr. 48 /Dezember 2009
http://de.wikipedia.org/wiki/Dicke_Bertha (Letzter Zugriff 22.11.2009)
http://www.panzer-archiv.de/geschuetze/ ... eberta.htm (Letzter Zugriff 22.11.2009)
http://www.waffenhq.de/panzer/dickeberta.html (Letzter Zugriff 22.11.2009)
http://www.fl18.de/history/139/ (Letzter Zugriff 22.11.2009)
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Dicke_Bertha.html (Letzter Zugriff 22.11.2009)
http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=6917 (Letzter Zugriff 22.11.2009)
http://www.worldwar1.com/heritage/bbertha.htm (Letzter Zugriff 22.11.2009)



Autor: Freiherr von Woye

Das Thema

S.M.S Viribus Unitis

 

 

 

 
Technische Daten
 
Abmessungen
Länge:
152, 18 m
Breite:
27,34 m
Tiefgang:
8,8 m
Deplacement (Wasserverdrängung):
21.595 Tonnen voll beladen
Antrieb:
12 kohlebefeuerte Yarrow-Kessel
Leistung:
27.383 PS
Höchstgeschwindigkeit:
20 Knoten
Bewaffnung:
12 * 30,5 cm L/45 Geschütze Skoda in Drillingstürmen
12 * 15 cm L/50 Geschütze in Kasematten
18 x 7 cm L/50 K10/K16 (später 12)
4 * 53,3 cm Lanciergerät (Torpedorohre)
 
 
 
Panzerung
Panzerdeck:
48 mm
Batterie:
180 mm
Geschütztürme:
100 - 305 mm
Gürtel:
150 - 280 mm
Kommandoturm:
250 - 356 mm
Besatzung:
32 Offiziere
16 Unteroffiziere
993 Seemänner
Baukosten:
82.000.000 Goldkronen
Schwesterschiffe:
S.M.S Prinz Eugen
S.M.S Tegetthoff
S.M.S Szent Istvan
Stapellauf:
24. Juni 1911
Indienststellung:
5. Oktober 1912

Geschichte

Geschichte

 

 

 

Die Viribus Unitis (=“Mit vereinten Kräften“, der Wahlspruch Kaiser Franz-Josefs) wurde am 24. Juni 1911 in Triest durch Erzherzogin Maria Annunziata getauft.

Als der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz-Ferdinand von Österreich-Este am 28. Juni 1914 in Sarajewo ermordet wurde, musste das Schiff die traurige Aufgabe erfüllen, den Leichnam des Thronfolgers und den seiner Frau nach Triest zu bringen.

Als der Erste Weltkrieg ausbrach, konnte man sich im k.u.k. Generalstab nicht auf eine einheitliche Strategie einigen, weshalb die Schlachtschiffe der Donaumonarchie bis zum Eintritt Italiens, untätig im österreichisch-ungarischen Kriegshafen Pola vor Anker lagen.
Am 24. Mai 1915 lief das Schiff zusammen mit seinen Schwesterschiffen aus, um das italienische Festland zu beschießen.

 

 

 

Danach lag das Schiff bis zum 8. Juni 1918 erneut in Pola. An diesem Abend liefen die k.u.k Schlachtschiffe zu einem letzten Angriff gegen die Otranto-Sperre aus. Dieser Angriff musste allerdings vorzeitig abgebrochen werden, da die Szent Istvan von einem kleinen italienischen M.A.S torpediert und versenkt wurde.

Das Ende der Viribus Unitis kam am 1. November 1918, als zwei italienische Kampfschwimmer in den Hafen von Pola eindrangen und Sprengladungen an dem Schiff anbrachten, welche dieses zum Sinken brachten.
Das Sinken des letzten Flaggschiffes der k.u.k Kriegsmarine war symbolisch für den Untergang der Donaumonarchie

 

 


Quellen

„Seemacht unter Rot weiß roter Flagge“ von Karl Gruber (Österreichische Milizverlag)
http://kriegsmarine.lima-city.de/basis.htm
http://www.kuk-kriegsmarine.at/
http://de.wikipedia.org/wiki/SMS_Viribus_Unitis



Autor: general jan

Das Thema

Der "Reichsrevolver" Modell 1879/83

 


Allgemein

Allgemeines

Bevor diese Waffe in der deutschen Armee als "Faustfeuerwaffe" eingeführt wurde, waren die Armeen mit einer Vielzahl von veralteten "Perkussionswaffen" (Erklärung folgt) ausgerüstet. Deshalb wurde nach dem Sieg im Deutsch-Französischem-Krieg gegen Ende der 70iger Jahre im 19.Jahrhundert eine Kommission aufgestellt die das Ziel hatte das deutsche Heer neu auf- und auszurüsten, deshalb nannte man diese Waffe auch "Kommissionsrevolver".


Entwicklung

Entwicklung

Als man bemerkte das, dass Deutsche Reich im Bezug auf Ausrüstung sowohl qualitativ, als auch einheitlich, hinterher hinkte, entschied man diese Waffe als den ersten Revolver in die deutsche Armee aufzunehmen. Bei der Entwicklung dieser Waffe bezog man sich auf das für Russland gefertigte "Smith & Wesson No 3" in leicht abgewandelter Form wurde dessen Abzugssystem sowie dessen Munitionsart übernommen. Dennoch war diese Waffe im Vergleich mit anderen europäischen Revolvern eher ein wenig veraltet, sein Einzelbewegungs-Abzugsystem hatte eine enorme Länge von 340 mm und dem Gewicht von 1310g.

Im Jahre 1883 wurde ein überarbeitetes Modell eingeführt, welches den Offizieren und der Infanterie vorbehalten war, während die Kavallerie mit dem alten Modell auskommen musste. Dieses nun überarbeitete Modell hatte den Vorteil das es kürzer (jetzt mit einer Gesamtlänge von 225mm) und zum anderen leichter (jetzt noch 920 g) war.

1908 ging Deutschland von diesem Modell als eins der ersten Staaten zur Selbstladepistole in diesem Fall die P08 über.
 

 


Verwendung

Verwendung

Der Revolver Modell 1879/83 wurde zunächst in fasst allen Bereichen der Armee eingeführt. Als schließlich das überarbeitete Modell 1883 eingeführt wurde, nur noch bei Offizieren und der Infanterie, obwohl sich mit voranschreiten der Zeit zeigte wie veraltet diese Waffe war wurde sie bis zum Ersten Weltkrieg und sogar noch darüber hinaus in erheblichen Stückzahlen eingesetzt, bis es mehr und mehr von den neuen Selbstladewaffen abgelöst wurde.


Vor- und Nachteile

Pro und Kontra:

+ Es gab nun eine Standard Zweitwaffe in der deutschen Armee (die gab es vorher nicht)
- beide Modelle verfügten über keinerlei "Patronenausstoßer", weil man überzeugt war das der deutsche Soldat nicht mehr als sechs Patronen im Gefecht brauchen würde.
- beim Modell 79 zu lang und zu schwer im Vergleich
+ Lösung des Problems mit dem Modell 83
+ Solide und präzise Handfeuerwaffe