DMP Modding Community

BECOME A PART OF THE PROJECT

Wir sind eine unabhängige und vorwiegend deutschsprachige Internetseite für Modding in Games. Seit 2005 hat sich das Projekt Designmodproject dem Modden bzw. dem Erstellen von Mods verschrieben (Mod; Abk. für engl. modification oder deutsch Modifikation). Dabei stand immer die historische Erweiterung von Spielinhalten des strategie- und militärhistorischen Genres der PC-Spiele im Vordergrund.

Aus dem DMP Hobbyforum hat sich eine innovative Community entwickelt, welche ergänzende Inhalte zu den Spielen und dessen Hintergründe einbringt. So existieren heute neben einem vielfältigen Downloadbereich, einer aktiven Forengemeinde und der Informationsplattform zu verschiedenen Spielen, auch eine Anlaufstelle für interessierte Modder, Spieler und Spieleentwickler.

Seit 2015 arbeitet das Design Mod Project mit Entwicklerstudios zusammen und dient als Sprachrohr für die Community an die Hersteller von PC Spielen. Wir stehen für den aktuellen Trend zurück zu den Wurzeln von Spielen zu gehen und wollen diesen Weg mit den Spielern zusammen bestreiten. Wir bieten eine Plattform für Modding und vor allem für das Teilen von Spielerlebnissen.

 

Download News

War Ace Campaign  Patch 5.2

War Ace Campaign Patch 5.2

Dieser Patch korrigiert diverse Fehler aus Version 5.0 oder 5.01 und korrigiert die Dateistruktur vieler Einheiten, welche möglicherweise unregelmäßige CTDs beim Spielen oder Laden verursachen.
DAW - Der andere Weg 19-01

DAW - Der andere Weg 19-01

Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 18-02) sind enthalten: Darstellung von Meeresfeldern Die Meerestiles haben (auch für die ersten 3 Kampagnen) ein neues Grafikmuste
Amulet Mod Version 3.0

Amulet Mod Version 3.0

Der Amulet Mod 3.0 ist für das PC-Spiel Panzer Corps Wehrmacht. Es ist der zur Zeit tiefgreifendste und umfangreichste Mod für deutsche Einheiten. Hier kurz die Merkmale: 77 neue Einheiten; 50
Modern Conflicts 1.1

Modern Conflicts 1.1

Endlich ist Version 1.1 live. Der erste Teil der russischen Kampagne ist verfügbar, außerdem sind viele Balance-, grafische und andere Verbesserungen implementiert worden. Da hat Akkula wieder gan
Total Realism Project

Total Realism Project

TRP 1.04 ist eine Zusammenfassung der vielen kleineren Ideen, die wir zu unserer Mod hatten. Wir veröffentlichen sie nun auf Basis der neuen HoI 2 Darkest Hour-Version 1.05.
DAW - Der andere Weg 18-02

DAW - Der andere Weg 18-02

Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 17-09) sind enthalten: Darstellung vereister Seen Die Landschaftstiles für Seen in der Winterdarstellung wurde (auch für die beid
Battlefield: Europe 1.9

Battlefield: Europe 1.9

Changes in v1.9
Pazifik Korps Teil 4 Part 3

Pazifik Korps Teil 4 Part 3

Im 3. Teil der US-Kampagne "Nach den schwarzen Tränen der Arizona", geht es als erstes um die Befreiung der Philippinen. Hierbei werden Sie von einem lokalen Helden tatkräftig unterstützt. Die aus
War Ace Campaign 5.0

War Ace Campaign 5.0

Eine erhoffte Fortzetzung des War Ace Campaign Großmod für das Spiel Silent Hunter 3 wurde von HanSolo nach mehr als 2 Jahren intensiver Entwicklungszeit vollendet.
DAW - Der andere Weg 17-09

DAW - Der andere Weg 17-09

Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur Version DAW 17-04 sind enthalten: Englische Texte DAW Kompendium + Credits, Install-Datei, sowie alle Briefingsdateien und Texte innerhalb der Kampagnen sin
Panzer War in Europe Mod

Panzer War in Europe Mod

Ein Mod des Users IronCross für das Spiel Panzer War in Europe. Es wurden vorhandene Grafiken berichtigt und einige Grafiken hinzugefügt. Es wurde noch weitere Änderungen vorgenommen. Die detaill
Italienische Kampagne 2 V1.91 Part 1

Italienische Kampagne 2 V1.91 Part 1

Kampagne, kritische Fehler in Griechenland-1 Szenario berichtigt    

Das Thema

Erich "Bubi" Hartmann, das Fliegerass der deutschen Luftwaffe

 

Geburtsdatum: 19.04.1922 in Weissach/Württemberg
Sterbedatum: 20.09.1993 in Weil am Schönbuch


Lebenslauf

 

Lebenslauf

In der Jugend bereits begeisterter und ausgezeichneter Segelflieger, meldete sich Erich Hartmann nach dem Abitur freiwillig zur Luftwaffe. In der Luftkriegsschule Berlin-Gatow und der Jagdfliegerschule 2 absolvierte er ab dem 15.September 1940 seine Ausbildung.

Nach einer gründlichen Friedensausbildung wurde Hartmann, nunmehr Leutnant, schließlich im Oktober 1942 an die Ostfront, zum Jagdgeschwader 52, verlegt. Dort wurde er dem erfahrenen Ritterkreuzträger Edmund Roßmann als Rottenflieger zugewiesen.
Doch sein erster Einsatz wurde zur Katastrophe. Im Übereifer verletzte Hartmann beinahe alle ihm beigebrachten Grundregeln, löste sich von seinem Rottenführer, dem er während des Luftkampfes in die Schusslinie flog, verlor die Orientierung und machte eine Bruchlandung, nachdem er seinen gesamten Treibstoff verflogen hatte.
Unter Anleitung von Roßman und dem bekannten Jagdflieger Walter Krupinski, der ihm auch wegen seines jugendlichen Äußeren den Spitznamen "Bubi" gab, überwand Hartmann sein Jagdfieber und errang am 5.November 1942 seinen ersten Luftsieg.

Bereits früh hatte Hartmann eine Luftkampftaktik angewandt, die ihm sein Rottenführer und Freund Krupinski beigebracht hatte. Er flog mit seiner Bf 109 so nah wie möglich an den Gegner heran, wartete bis zur letzten Sekunde und jagte dann einen einzigen, tödlichen Feuerstoß in die feindliche Maschine. Diese Taktik hatte den Vorteil der maximalen Durchschlagskraft und des niedrigen Munitionsverbrauchs, brachte als Nachteil aber auch des öfteren Schäden durch abgesprengte Flugzeugteile des Gegners mit sich. Viermal musste Hartmann im Laufe des Krieges aufgrund solcher Schäden notlanden. Diese Angriffsart wurde zu seinem Markenzeichen. Bemerkenswert waren auch Hartmanns optische und taktische Fähigkeiten. Er war in der Lage, feindliche Maschinen lange vor seinen Staffelkameraden zu entdecken und sich so in die flugtaktisch günstigste Position zu bringen.

Nach weiteren 300 Einsätzen und 90 Luftsiegen wurde Hartmanns Maschine am 29.August 1943 über Donez von sowjetischer Flak getroffen und zur Notlandung gezwungen, wo er von russischen Soldaten gefangen genommen wurde. Doch Hartmann täuschte eine Verwundung vor, sprang von dem Lastwagen, der ihn zum russischen Gefechtsstand bringen sollte und gelangte nach mehrstündiger Flucht nach Westen zurück zu den deutschen Linien.

Im September 1943 erhielt Hartmann seine eigene Staffel und nach seinem 147. und 148. Luftsieg, wurde ihm am 29.Oktober 1943 das Ritterkreuz verliehen. Unter den Opfern seiner Abschüsse war im Sommer 1943 auch die Maschine des russischen Jagdasses Boris Glinka, der mehrfacher Träger des Ordens "Held der Sowjetunion" war und bis Kriegsende 30 mal siegreich blieb.
Durch seine hohen Abschusszahlen erlang Hartmann bei Freund und Feind ab dem Sommer 1943 immer größere Beachtung. Wegen dem auffallend schwarz gezackten Muster, das Hartmann auf die Nase seines Flugzeugs malte, wurde er von sowjetischer Seite "Der schwarze Teufel des Südens" genannt. Die Bekanntheit seiner Maschine veranlasste russiche Jagdflieger, trotz einer Belohnung von 10.000 Rubel, die auf Hartmanns Kopf ausgesetzt wurde, dem Luftkampf mit ihm auszuweichen. Aufgrund abfallender Abschusszahlen überließ Hartmann das auffällig schwarz bemalte Flugzeug dann zumeist den unerfahrenen Piloten seines Geschwaders um sie zu schützen.

Am 2.März 1944 erreichte Hartmann seinen 202. Luftsieg und wurde dafür mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 1.Juli desselben Jahres konnte er bereits den 250. Luftsieg melden, der ihm die Schwerter zum Eichenlaub und die Beförderung zum Oberleutnant einbrachte. Am 25.August waren es schon 300 Luftsiege und Hartmann erhielt die Brillanten zum Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern. Am 1.September folgte schließlich die Beförderung zum Hauptmann. Seinen letzten Luftsieg, den 352., errang Hartmann am 8.Mai 1945, dem Tag der bedingungslosen Kapitulation, über Brünn in der Tschechoslowakei, wo er auch am letzten Kriegstag zum Major befördert wurde.

Von allen Flugzeugtypen, die er während des Krieges flog, bevorzugte Hartmann die Messerschmidt Bf 109, selbst nachdem er die Gelegenheit hatte, die Me 262 zu fliegen.
Der mit Abstand erfolgreichste Jagdflieger in der Geschichte des Luftkampfes geriet am 17.Mai 1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Hartmann wehrte alle Bemühungen der sowjetischen Seite, den erfolgreichen Kriegshelden politisch zu instrumentalisieren, ab. Dafür wurde er in einem Schauprozess zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und kehrte erst 1955 als einer der letzten deutschen Soldaten in die Heimat zurück.

1956 trat Hartmann bereits wieder in die Bundesluftwaffe ein und baute das Jagdgeschwader 71 "Richthofen" auf, bis Hartmann, mittlerweile Oberst, 1970 den Dienst quittierte und als Fluglehrer arbeitete.

Am 20.09.1993 starb Hartmann in Weil am Schönbuch.
Im Januar 1997, über drei Jahre nach seinem Tod, wurde Erich Hartmann von russischer Seite rehabilitiert und von allen gegen ihn erhobenen Anschuldigungen entlastet. Ferner stellte eine russische Kommission fest, dass der hochdekorierte Jagdflieger damals zu unrecht abgeurteilt worden war.

 


Auszeichnungen

 

 
Auszeichnungen
 
Eisernes Kreuz II. und I. Klasse
Ehrenpokal für besondere Leistung im Luftkrieg am 13.09.1943
Deutsches Kreuz in Gold am 17. Oktober 1943
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten
Ritterkreuz am 29. Oktober 1943
Eichenlaub am 2. März 1944 (420. Verleihung)
Schwerter am 4. Juli 1944 (75. Verleihung)
Brillanten am 25. August 1944 (18. Verleihung)Frontflugspange für Jäger in Gold mit Anhänger Einsatzzahl „1.300“
Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen in Gold mit Brillanten am 25. August 1944

Nennung im Wehrmachtbericht am 24. und 25. August 1944


Erfolgreichster Jagdflieger

Erich "Bubi" Hartmann steht mit 352 bestätigten Luftsiegen zwischen November 1942 und Mai 1945 unangefochten an der Spitze der Luftkriegsgeschichte. Das As der Asse hatte in ebenfalls ungeschlagenen 1.404 Jagdeinsätzen nie einen ihm anvertrauten Rottenkameraden verloren und war trotz all seiner 825 Luftkämpfe nie verwundet worden. In punkto Feindflügen übertrafen ihn lediglich die beiden Schlachtflieger-Experten Rudel und Nordmann.
Sein Abschussrekord umfasste 261 einmotorige Jäger und Jagdbomber, darunter viele der schwergepanzerten Il-2 "Sturmovik", 90 zweimotorige Maschinen sowie einen schweren russischen Bomber.

Im Laufe des Krieges hatten Spitzenasse wie Hartmann, Graf (212), Barkhorn (301), Rall (275) Batz (237), Dickfeld (136), Fönnekold (136), Gratz (138), Lipfert (203), Hrabak (125), Obleser (120), Krupinski (197), Grislawski (133), Zwernemann (126), Sturm (158), Schmidt (173), Steinbatz (99) u.v.a. dafür gesorgt, dass das JG 52 mit über 11.000 Luftsiegen zum erfolgreichsten der Kriegsgeschichte wurde. Mit unglaublichen 70 Ritterkreuzverleihungen gehört das Geschwader zu den höchstdekorierten Einheiten der deutschen Streitkräfte.


 
 
1.404 Einsätze
825 Luftkämpfe
352 Siege
 


Quellen

Wikipedia (Zugriff: 29.05.2009)
Waffenhauptquatier (Zugriff: 29.05.2009)
Ritterkreuzträger 1939-1945 (Zugriff: 29.05.2009)

Autor: Staufenberg


Das Thema

Hans-Joachim Marseille - "Stern von Afrika"

 

"...unbesiegt vom Gegner..."

 

 

Hans-Joachim "Jochen" Marseille, genannt Stern von Afrika.
(* 13. Dezember 1919 in Berlin; † 30. September 1942 südl. Sidi-Abd-el-Rahman, Ägypten)
Er war deutscher Jagdflieger, Hauptmann und Fliegerass im Zweiten Weltkrieg.


Jugend und Ausbildung

Die Marseilles stammen aus einer alten Hugenottenfamilie ab, die vor den Übergriffen in Frankreich nach Preußen geflohen waren. Geboren wurde Hans-Joachim Marseille als Sohn eines Generalmajors der Luftwaffe. Vater-Marseille war im ersten Weltkrieg Jagdflieger gewesen und dieser vererbte die Flugbegeisterung auf den Sohn. Er besuchte das Prinz-Heinrich-Gymnasium in Berlin-Schöneberg, das er mit 17 Jahren erfolgreich beendete. Kaum die Schule verlassen trat er Im Jahr 1938 in die Luftwaffe ein. Obwohl der junge Mann bereits während seiner Ausbildung in Wien-Schwechat erstaunliche fliegerische Fähigkeiten bewies, war er nicht zum Soldaten geboren.

November 1936 - Hans-Joachim beginnt mit der fliegerischen Ausbildung.
Marseille war ein sehr guter Pilot. Er konnte sich jedoch nicht an die disziplinarischen Regeln des Militärs und dem damit einhergehenden Respekt gegenüber den Vorgesetzten gewöhnen.
So war es keine Seltenheit, dass er für Kunstflugeinlagen oder Ähnliches zurechtgewiesen wurde. Beispielsweise missachtete er des öfteren die Mindestflughöhen. Es waren phänomenale Showeinlagen die Marseille berühmt und berüchtigt machten! Einmal kappte er im Tiefstflug ein an einem nur ein Meter hohen Stock befestigtes Taschentuch mit der Tragfläche seiner Messerschmitt. Als Marseille sich mit einigen Piloten einmal auf einem Übungsflug nahe Braunschweig befand und plötzlich einen unangenehmen Drang verspürte, landete der freche Fähnrich einfach auf einer nahen Schnellstraße. Er erleichterte sich hinter einem Baum und flog dann einfach weiter.


2. Weltkrieg

August 1940 - Nach einer gründlichen Friedensausbildung wurde Oberfähnrich Marseille ins Lehrgeschwader 2 an die Kanalfront versetzt.

24. August 1940 - Während der Luftschlacht um England.
Sein erster Kampftag und sein ersten Luftsieg.

25. August 1940 - An seinem zweiten Kampftag schoss er seine zweite Maschine ab und erhielt dadurch das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

28. August 1940 - Sein fünfter Abschuss, er erhielt dafür das Eiserne Kreuz 1. Klasse.

 

Zu diesem Zeitpunkt hatte der hitzige Flieger aber auch bereits einen strengen Verweis und insgesamt acht Tage Arrest erhalten.

Oktober 1940 - Er wechselte in die 4. Staffel des Jagdgeschwaders 52, die zu dieser Zeit unter dem späteren Schwerterträger Steinhoff am Ärmelkanal lag. Mit seinem dortigen Chef, Johannes Steinhoff, kam er überhaupt nicht zurecht. Dieser erkannte den genialen Flieger in Marseille nicht und nutzte viele Dinge, um Marseille das Leben unnötig schwer zu machen.
In der Zeit an der Kanalküste bekam er zweimal eine Disziplinarstrafe, u. a. fünf Tage Arrest.

Bis Anfang 1941 konnte Marseille insgesamt 7 Abschüsse erzielen.

Er wurde jedoch selbst viermal vom Himmel geholt. Ihm gelang es jedoch jedes Mal mit seiner Messerschmitt an der französischen Küste Not zu landen.

Februar 1941 - Marseille schaffte es schließlich, zum Jagdgeschwader 27 versetzt zu werden.
Das JG 27 war vorerst in Döberitz stationiert.

April 1941 - Mit dem JG 27 geht es nach Nordafrika, auf den Fliegerhorst Gazala!


Afrika

Der Stern über Afrika

Als treffsicherster Vorhalteschütze und vielleicht bester Jagdflieger der Luftwaffe ging der junge Berliner Hans-Joachim Marseille in die Geschichte ein. "Stern von Afrika" genannt, wurde er zum Schreckgespenst der britischen Luftwaffe in Nordafrika. Bereits einen Tag nach der Verlegung stieg die 3. Staffel, der Marseille angehörte zum ersten Feindflug auf. Bei dieser Gelegenheit gelang es Marseille den ersten Luftsieg der Staffel zu erzielen indem er eine "Hurricane" vom Himmel holte. Beim gleichen Feindflug wurde Marseilles Maschine jedoch von einer zweiten "Hurricane" durchsiebt und zur Bruchlandung gezwungen. Marseille überstand diesen Abschuss unbeschadet, seine Messerschmitt hatte allerdings mehr als 30 zusätzliche Löcher im Rumpf. Erst nach einem langen Fußmarsch erreichte er unverletzt die eigenen Linien. Bei einem weiteren Einsatz seiner Staffel entdeckte Marseille einen einzelnen englischen Bomber. Aufgrund seiner außergewöhnlich guten Augen war er stets der erste, der den annahenden Feind erspähen konnte! Er löste sich aus dem Verband, schoss ihn ab und kehrte dann wieder in den Verband zurück. Dies widersprach jeglicher Regel von Luftkämpfen.
Marseille kannte auch hier keinerlei "Dienstweg". Im Normalfall sollte er den erkannten Gegner melden und auf Anweisungen des Staffelführers warten. Sein Gruppen-Kommandeur, Eduard Naumann, missfiel dies auch, doch erkannte er das große fliegerische Talent von Marseille. Obwohl solches Verhalten keinesfalls den Teamwork-Regeln einer guten Staffel entsprach, nahm Naumann sich des heißblütigen Piloten an, um ihm die Grenzen aufzuzeigen, jedoch ohne ihn zu entmutigen. In den folgenden Wochen erzielte Marseille wiederholt Luftsiege!

Mai 1941 - Marseille wird nach seinem 13. Abschuß, schließlich zum Leutnant befördert. Als Leutnant, bekam er damit das Privileg sich einen Burschen nehmen zu dürfen. Er suchte sich Mathias, einen Farbigen aus und es entwickelte sich eine gute freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden.

 

Der Stern von Afrika beginnt zu leuchten

In den folgenden Monaten besann sich Marseille immer mehr auf seine Pflichten als Soldat und Flieger. Obwohl noch immer brennend ehrgeizig, begann er mit seinen Kameraden in Luftkämpfen zusammenzuwirken und akzeptierte nun auch die militärischen Grundregeln.

22. November 1941 - Marseille gelangen zum ersten Mal mehrere Luftsiege bei einem einzigen Feindflug.

Zum Rottenführer ernannt, eignete er sich in unzähligen Einsätzen eine beachtliche Trefferpräzision an. In den unzähligen Geleitschutz- und Jagdeinsätzen dieser Zeit entwickelte Marseille eine unglaubliche Trefferpräzision, die ihm immer wieder wahre Wunderabschüsse ermöglichte. Er gehörte zur Gruppe der sog. Scharfschützen! Er versuchte den Gegner durch geschickte Wahl eines Vorhaltewinkels in der versetzten Bewegung und ggf. aus der eigenen Bewegung zu treffen. Und mit der Zeit, gelang ihm dies zunehmend häufig. Er erzielte dadurch seine vielen Siege mit sehr wenigen Schäden an der eigenen Maschine und einem sensationell geringen Munitionsverbrauch.

Er benötigte im Durchschnitt nur 15 Schuss Munition um einen Luftsieg zu erringen!!!
Kaum aufgestiegen, wurde Marseille zu einer absolut präzisen Kampfmaschine.

Er vereinigte in seiner Person, ein hervorragendes Sehvermögen, das perfektes räumliche Denken, eine absolut tödliche Treffsicherheit, sowie seine unerschrockene Furchtlosigkeit und seine tollkühne Angriffsfreude.

Weiterhin traf er besonders häufig die Kabine des Gegners von der schwächer geschützten Seite. Dies führte dann auch über britisch beherrschtem Gebiet zum dauerhaften Ausfall des Piloten durch Tod oder Verwundung. Sein Rottenflieger und Freund Rainer Pöttgen berichtete, dass er Treffer aus unglaublichen Entfernungen und Winkeln zustande brachte. Außerdem war es außerordentlich schwer, seinen tollkühnen Flugmanövern zu folgen.

Die UNWIRKSAME SCHUTZMASSNAHME der "Thommies":
Winter 41/42 - Eine wahre Begebenheit:

Die 3. Staffel traf auf 16 englische "Hurricanes".

Als die Britten, die Deutschen erkannten bildeten sie einen sogenannten Abwehrkreis, durch den sie sich gegenseitig decken konnten. Dies war die Universal-Schutzmaßnahme im Luftkampf mit feindlichen Jägern und bisher sehr wirksam. Der Deutsche Verband zögerte mit dem Angriff und so belauerte man sich eine Weile. Doch die "Thommies" und auch seine Rottenkammeraden, hatten nicht mir Marseille gerechnet!
Plötzlich brach Marseilles aus der Formation aus und stieg mit geschlossenen Augen in die Sonne hoch. Er drehte blitzschnell um und stürzte dann - nun die Sonne im Rücken - auf den Abwehrkreis herunter. Bereits mit den ersten Feuerstößen schickte er eine der "Hurricanes" zu Boden. Beim gleichen Anflug folgte noch eine weitere! Marseille wendete und stieg erneut der Sonne entgegen, während seine Staffel noch immer nicht angriff. Während er dann das zweite Mal aus der Sonne herabstieß löste sich die englische Formation auf. Die restlichen 14 "Hurricanes" schwenkten auf Marseille ein. Wieder fiel eine der britischen Maschinen den Waffen Marseilles zum Opfer.
Jetzt griff auch der Rest der Deutschen Staffel an und es entspann sich ein wilder Luftkampf, in dessen Verlauf Marseille erneut zwei Gegner abschoss! Seine Staffel-Kammeraden besiegten ebenfalls drei Gegner. Die sechs übriggebliebenen "Hurricanes" geben Fersengeld und die 3. Staffel kehrte ohne Verluste zu ihrem Einsatzflugplatz zurück.

2. Dezember 1941 - Feldmarschall Kesselring verleiht Marseille das Deutsche Kreuz in Gold, anlässlich seines 33. Luftsieges.

22. Februar 1942 - Marseille erzielte als erfolgreichster Pilot seines Geschwaders den 50. Abschuss!

Er wird dafür mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet und zum Oberleutnant befördert wurde.

Der "Junge Adler"

 

Marseilles Abschüsse erfolgten sehr schnell hintereinander. Dies erschwerte seinem Rottenflieger, Rainer Pöttgen, das Mitschreiben. Staffelintern trug der bereits den Namen "Rechenmaschine".

Ordensflut für den "jungen Adler":
Immer heller leuchtete der "Wüstenstern", wie man Marseille längst nannte.

Mai 1942 - Als Homuth die Gruppe übernahm, trat Marseille dessen Nachfolge als Kapitän der 3. Staffel an.

Aufgrund seiner großartigen Erfolge war er nicht nur bei höchsten Stellen des Afrikakorps, sondern bereits auch in Deutschland bekannt und äußerst beliebt. Ähnlich wie ein Filmstar unserer Zeit, erhielt er täglich Briefe von weiblichen Fans. Sein Bild wurde fast jeden Tag in einer Zeitung abgedruckt. Unter den großen Persönlichkeiten, die Marseilles Staffel besuchten, befanden sich u.a. GFM Kesselring, Erwin Rommel und Jagdfliegergeneral Adolf Galland.

3. Juni 1942 - Ihm gelangen 6 Abschüsse innerhalb von nur elf Minuten!

6. Juni 1942 - Er erhält für seinen 75. Abschuss das Eichenlaub.

März bis August 1942 - Marseille ist in absoluter Hochform. Täglich bis zu vier Einsätzen über der libyschen Wüste. Und er erzielte praktisch in jedem Luftkampf zwischen zwei und fünf Luftsiege.

Marseille beherrschte die Bf 109 F so perfekt, dass er es sich angeblich sogar erlauben konnte, die genaue Stelle der Treffer zu bestimmen. Meistens setzte er die Einschüsse im Motorblock oder in der Pilotenkanzel des Gegners. Marseille war nicht nur in Deutschland zu einer Berühmtheit geworden, sondern auch bei seinen Gegnern. Dieser Mann, der täglich ihre besten Piloten bezwang, wurde dem englischen Oberkommando in Afrika allmählich zum Begriff. In einem abgefangenen Funkspruch wurde den britischen Staffelkapitänen sogar befohlen, den jungen Deutschen entweder nur in Gruppen oder gar nicht anzugreifen.

"Kopfgeld" auf Marseille ?

Unter jenen Elitepiloten, die gezielt auf Marseille angesetzt wurden, befand sich auch das Fliegerass Clive "Killer" Caldwell, ein australischer Kittyhawk-Pilot, der bereits über ein Dutzend Deutsche abgeschossen hatte.

 

 

Clive "Killer" Caldwell

Unter diesen hatte sich auch der erste Eichenlaubträger des JG 27 befunden, Hauptmann Erbo von Kageneck (67 Siege). Später sollte ihm auch Marseilles Freund und erfolgreicher Staffelkamerad Oberleutnant Hans-Arnold Stahlschmidt (59) und der Spanienveteran Wolfgang Lippert (29) zum Opfer fallen. Doch Caldwell traf nie auf Marseille, wurde später vom Schwerterträger Oberleutnant Schröer bezwungen, konnte jedoch in den Kampfeinsatz zurückkehren.

Marseille und sein Bodenpersonal....

Mit seinem Bodenpersonal pflegte Marseille einen absolut lockeren und kameradschaftlichen Umgang. Als der erfolgreiche Jagdflieger seinen Mechanikern als Gegenleistung für die stets perfekt gewartete Bf 109 für jeden Abschuss spaßeshalber 50 Lire anbot, entgegneten diese: "Na, lieber nicht - dabei werden Herr Oberleutnant ja ein armer Mann."

6. Juni 1942 - Als zweiter Pilot seines Jagdgeschwaders, erhält Marseile nach 75 Luftsiegen das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Er war zu diesem Zeitpunkt der 97. Soldat, der diese Auszeichnung erhielt.

17. Juni 1942 - Sein 100. Abschuss!
Er war damit der erste Jagdflieger, der die Marke 100 gegen westalliierte Piloten erreicht hatte.

18. Juni 1942 - Die darauf folgende Verleihung der Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub fand direkt in Berlin statt. Zum damaligen Zeitpunkt war diese hohe Auszeichnung erst an 12 Soldaten verliehen worden. Es folgte die Beförderung des "Adlers der Wüste" zum jüngsten Hauptmann der Wehrmacht.

 

 

Eine englische Zeichnung von Marseille....


Heimaturlaub

Heimaturlaub - oder Propagandafeldzug?!

Auf dem anschließenden Heimaturlaub verlobte sich Marseille und plante die Hochzeit für Weihnachten. Der "Urlaub" war aber viel mehr eine Art Propagandatour durch das Reich. Marseille, längst zum Idol der Jugend geworden, wurde nun in ganz Deutschland gefeiert. Für Göbbels natürlich ein absolut willkommenes Mittel seiner riesigen Propaganda-Trommel, welche er auch heftig rührte. Auch auf der Fahrt zurück nach Afrika musste der "Stern von Afrika" noch weitere Stationen in Italien machen. In Rom verlieh man ihm die italienische Tapferkeitsmedaille in Gold, nur zwei weitere Deutsche bekamen diese Auszeichnung im 2. Weltkrieg und selbst Rommel erhielt die Medaille nur in Silber! Gerüchten zu Folge, soll Hans-Joachim in Rom, gemeinsam mit seiner jungen Braut, für einige Zeit verschollen und von diversen Militär- und Polizei-, wie auch Geheimdienst-Kräften gesucht worden sein. Der Duce wollte mit ihm speisen - er zog aber seine Frau vor!

Innerhalb des Afrikakorps gab es vier Anreden für Marseille.
1 - Von seinen Freunden wurde er Jochen genannt.
2 - Offiziell von seinen Staffelkameraden als "Chef" tituliert.
3 - im Funkverkehr trug er den Rufnamen "Elbe 1".
4 - Für Rommel war Marseille (zu französisch) einfach nur "Seille".


Sein Ende

Ein Helles Licht erlischt....

Nach Beendigung seines Heimaturlaubes, mußte Marseille feststellen, dass die Luftwaffe nun in Afrika endgültig in die Defensive war.

Die Luftmacht des Gegners war zahlenmäßig sechsfach überlegen!

Auf Grund dieser Tatsache hatten die eigenen Geschwader in dieser Zeit schwere Verluste zu verkraften. Doch Hans-Joachim hatte noch seinen alten, für ihn typischen Elan in sich!
Bereits am ersten Einsatztag nach seiner Rückkehr konnte er 10(!) Gegner abschießen. Diese großartige Leistung sollte aber immer noch nicht der Gipfel seines Könnens sein.

Der glorreiche September 1942:
1. September 1942 - Marseille schafft es, in drei getrennten Einsätzen, innerhalb eines einzigen Tages 17 bestätigte Abschüsse von britischen Jagdmaschinen! Er hat damit ein Gesamtergebnis von 121 Siegen.

Bericht des Piloten Ludwig Franzisket:

Als die Staffel nach dieser Leistung auf dem Feldflugplatz landete, waren alle von dem Gesehenen wie elektrisiert. Ludwig Franzisket, ein befreundeter Staffelkapitän und selbst Ritterkreuzträger, zeigte sich von Marseilles Angriffen überwältigt und sagte zu seinem Gruppenkommandeur: "Ich vergaß vor Staunen zu schießen, als ich Marseille im feindlichen Pulk beobachtete!"

02.September 1942 - Marseille unterlagen fünf weitere Gegner.

Für seinen 126. Luftsiegen erhielt Marseille nun als vierter Offizier der Wehrmacht die Brillanten zum Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern verliehen.

Nur 19 Monate waren vergangen zwischen seiner aller ersten Ankunft in Afrika und der Verleihung dieser höchsten Tapferkeitsmedaille. Der September war aber noch nicht vorbei!
Oberleutnant Marseille schaffte es, am 3. sechs, am 5. und 6. je vier und am 15. sieben Luftsiege erzielen!

24.September 1942 - Hans-Joachim Marseille wird mit erst 22 Jahren der bisher jüngsten Hauptmann der Luftwaffe. Es wundert nicht, dass er kurz zuvor zum bereits fünften Mal im Wehrmachtsbericht namentlich genannt wurde.

26.September 1942 - Als Staffelkapitän bezwingt Marseille mit insgesamt 7 britischen Spitfire-Jägern seinen 152. bis 158. Kontrahenten.

Der Luftkampf mit seinem letzten Gegner hatte ungewöhnlich lange 15 (unendliche) Minuten gedauert. Ein sicheres Zeichen, dass auch Marseille ausgelaugt und durch Dauerbelastung erschöpft war! Nach Berichten seiner Kameraden und Freunde begann zu dieser Zeit der Dauereinsatz in Marseilles Wesen Wirkung zu zeigen.
Oft war er übermüdet und abgekämpft.
Die Zeit war reif für eine Frontpause!

Jedoch, als ihm GFM Rommel persönlich eine solche Ende September anbot, lehnte Marseille jedoch ab - er wollte seine Staffel nicht alleine lassen. Außerdem war ein Weihnachtsurlaub bei und mit seiner Verlobten geplant. Und die Aussicht neben Rommel zu sitzen um den Worten des Führers zu lauschen, war denn wohl auch nicht sein "Ding"!!!

"...unbesiegt vom Gegner..."

Während der Schlacht um El Alamein flog das Jagdgeschwaders 27 rollende Jagd- und Abfangeinsätze über Ägypten.

30. September 1942 - Der Tag Kundgebung im Sportpalast! Wenn es nach Rommel gegangen wäre, würde jetzt Hans-Joachim neben dem "Wüstenfuchs" im Sportpalast sitzen!

Hauptmann Marseille führte seine komplette Staffel um Thommys zu suchen und abzufangen. Der hoch dekorierte Hauptmann flog in diesem Einsatz erstmals die neue G-Version der Messerschmitt Me 109 und diesmal mit der "Gelben 14" an der Seite. Ohne Feindberührung zu haben kehrte die Staffel um und flog wieder zum Einsatzhorst zurück. Während dieses Rückfluges von dem kampflosen Einsatz meldete ein Pilot plötzlich eine dünne Rauchfahne aus Marseilles Maschine. Aufgrund eines technischen Gebrechens fing nach kurzer Zeit der Motor an zu bocken, die Messerschmitt verlor an Höhe.

Gegen 11.20 Uhr trat plötzlich Qualm aus Marseilles Motor. Über Funk gab Marseille durch, dass er Rauch in der Kabine hätte und er kaum atmen könne.

Rainer Pöttgen, sein Rottenflieger, gab Marseille daraufhin Steueranweisungen über Funk, da Marseille auf Grund der Öl verschmierten Scheiben keine Sicht mehr hatte. Man hoffte ihn so - über Funk dirigiert - sicher über Deutsch besetztes Gebiet zu bringen! "Habe Motorschaden, ich steige aus!" rief er über Bordfunk und drehte die Maschine auf den Rücken. Vermutlich, erschien ihm eine Notlandung ohne Sicht zu gefährlich und so, entschied sich Hans-Joachim Marseille seine Maschine mit dem Fallschirm zu verlassen. Wie es im Handbuch stand drehte er seine "109" auf den Rücken und lies sich aus dem Sitz fallen. Seine Kameraden konnten beobachten, wie er das Kabinendach aufschob und sich aus der Maschine fallen ließ. Doch die Freude über den guten Ausgang der Aktion währte nur eine Sekunde!

Vermutlich hatte Marseille in dem ganzen Qualm nicht bemerkt, das die Maschine sich in den Sturzflug legte, bzw. leicht absackte! Marseille prallte gegen das Leitwerk und wurde bewusstlos geschlagen oder verstarb auf der Stelle. So hatte er keine Chance mehr, die Reißleine seines Fallschirms zu ziehen.

Hans-Joachim Marseille schlug am 30 September 1942, um 11.26 Uhr, einige Kilometer südlich von Sidi el Aman, nahe von Abd el Rahman auf den Wüstenboden Ägyptens auf und war sofort Tod.

Die Beerdigung:

 

Hans-Joachim Marseille wurde schließlich mit allen militärischen Ehren in Derna beerdigt. An der Absturzstelle wurde eine kleine Pyramide durch die 3. Staffel und deren italienische Freunde des Geschwaders errichtet. Auf der Bronzetafel der Pyramide stand geschrieben:

Hier ruht unbesiegt Hptm Hans Joachim Marseille.

 

Nach dem Krieg wurde Marseille nach Tobruk ins dortige Ehrenmal des Afrikakorps überführt und beigesetzt. Vom Gegner unbesiegt fand der 22 jährige Sieger über 158 englische Flugzeuge seine letzte Ruhestätte auf dem Kriegerfriedhof in Derna. Zu seiner Beerdigung kamen hunderte Deutscher und Italienischer Soldaten angereist, um dem "Stern von Afrika" die letzte Ehre zu erweisen.

Mathias, der Bursche und Freund Marseilles, legte eine Kette mit 158 Muscheln - für jeden Abschuss eine - auf den Sarg.

1989 wurde auf der ursprünglichen Stelle eine neue Pyramide (ca. 5x5m) durch seine alten Staffelkameraden erbaut mit der gleichlautenden Inschrift, in verschiedenen Sprachen (Arabisch, Deutsch & Italienisch).

 

 

 

Diese Pyramide ist unter Koordinaten 30° 53? 26,80? n. Br., 28° 41? 42.87? ö. L. Koordinaten: 30° 53? 26,80? n. Br., 28° 41? 42.87? ö. L. zu finden.
Pyramide an der Absturzstelle....

Seine Erfolge:

 

Die von Hans-Joachim Marseille erzielten 158 bestätigen Luftsiege über britische Piloten wurden bis Kriegsende auch nicht annähernd wieder erreicht (Schwerterträger Bär 124).
Der junge, sympathische Jagdflieger starb nach 388 Feindflügen!

 

Unter seine bestätigten 158 Luftsiegen, waren 154 Jagdflieger und 4 Bomber.


Daten und Filme

Eine kleiner Ausschnitt aus seinen unerreichten Serien-Abschüssen:


 
 
Luftsiege
Datum
Uhrzeiten der jeweiligen Abschüsse
88. - 91. Luftsieg:
15 Jun 42
19:02, 19:03, 19:04, 19:05
92. - 95. Luftsieg:
16 Jun 42
19:02, 19:10, 19:11, 19:13
96. - 101. Luftsieg:
17 Jun 42
12:02, 12:04, 12:05, 12:08, 12:09, 12:12
105. - 108. Luftsieg:
01 Sep 42
08:28, 08:30, 08:33, 08:39
(1. Einsatz dieses Tages)
109. - 116. Luftsieg:
01 Sep 42
10:55, 10:56, 10:58, 10:59, 11:01, 11:02, 11:03, 11:05
(2. Einsatz dieses Tages)
117. - 121. Luftsieg:
01 Sep 42
18:46, 18:47, 18:48, 18:49, 18:53
(3. Einsatz dieses Tages)
127. - 132. Luftsieg:
03 Sep 42
08:20, 08:23, 08:29, 16:08, 16:10, 16:11
137. - 140. Luftsieg:
06 Sep 42
18:03, 18:13, 18:14, 18:20
145. - 151.Luftsieg:
15 Sep 42
17:51, 17:53, 17:55, 17:57, 17:59, 18:00, 18:02
152. - 158.Luftsieg:
26 Sep 42
09:10, 09:13, 09:15, unbek, 16:56, 16:59, 17:15

 
Seine Beförderungen
13.03.1939
Fahnenjunker
01.05.1939
Fahnenjunker-Gefreiter
01.07.1939
Fahnenjunker-Unteroffizier
01.11.1939
Fähnrich
01.06.1941
Oberfähnrich
22.02.1942
Leutnant
01.05.1942
Oberleutnant
16.09.1942
Hauptmann

 
Seine Auszeichnungen
 
Italienisches Fliegerabzeichen
Italienische Tapferkeitsmedaille in Gold
Ehrenpokal für besondere Leistung im Luftkrieg
Ehrendolch des Heeres
Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen in Gold mit Brillanten
Frontflugspange für Jäger in Gold mit Anhänger Einsatzzahl "300"
Ärmelband Afrika
Eisernes Kreuz (1939) II. und I. Klasse
Deutsches Kreuz in Gold
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten
Ritterkreuz 22. Februar 1942
Eichenlaub (97.) 6. Juni 1942
Schwerter (12.) 18. Juni 1942
Brillanten (4.) 3. September 1942
Sechsmalige Nennung im Wehrmachtsbericht

VIDEOS zu Hauptmann Hans-Joachim Marseille:

http://www.youtube.com/watch?v=E2gHQGqKnGg

http://www.youtube.com/watch?v=Y7k1ilpbOUk

http://www.youtube.com/watch?v=2QHnPk6TrjA

http://www.youtube.com/watch?v=_RXU7C4paPU

http://www.youtube.com/watch?v=MvOE_ROg1RI

Freundlichst - rausgesucht und zur Verfügung gestellt von unserm guten Leonidas!!!

Die Verfilmung:

Der Stern von Afrika (1957)

Erstaufführung - Di, 13. 8. 1957
Deutschland-Start - Di, 13. 8. 1957
Regie - Alfred Weidenmann

Darsteller:
Erich Ponto
Carl Lange
Horst Frank
Marianne Koch
Joachim Hansen
Peer Schmidt
Christian Doermer
Roberto Blanco (...als sein Bursche Mathias...)
Gisela von Collande
Werner Bruhns

 

Video zum Spielfilm (Mit Roberto Blanko...):

http://www.youtube.com/watch?v=VBTXnSP_kes


Quellen

wiki (Zugriff 29.08.09)
lexikon-der-wehrmacht (Zugriff 29.08.09)
adlertag.de (Zugriff 29.08.09)
personenlexikon.net (Zugriff 29.08.09)

Autor: Tiwaz


Das Thema

Werner Baumbach - Erfolgreichster Bomberpilot des 2. Weltkrieges!

 


Militärische Laufbahn

Werner Baumbach wurde am 27.12.1916 in Cloppenburg geboren. Wie viele Deutsche Jugendliche der damaligen Zeit war auch Werner bei einem Segelfliegerverein. Mit 16 Jahren legte er bereits seine erste Flugprüfung ab. Er war sehr gelehrig und wissbegierig, voll Fleiß und ordnungsliebend. Sein Abitur legte er mit Auszeichnung ab. So war es dann auch naheliegend dass es ihn zur Luftwaffe zog. 1936 trat er als junger Fahnenjunker in die Deutsche Luftwaffe ein, wo er schließlich in Berlin-Gatow seine Pilotenausbildung absolvierte. An dieser Luftkriegsschule erhielt er eine sorgfältige Ausbildung in allen militärischen und fliegerischen Belangen. Er entschied sich jedoch recht frühzeitig für die Kampffliegerei.

Am 1. Januar 1938 wurde er zum Leutnant ernannt. Zu dieser Zeit war er bei der "Blindflugausbildung" als Fluglehrer tätig. Anfang 1939 wurde er an die Erprobungsstelle Rechlin (Mecklenburg) abkommandiert. Dort war der versierte Pilot zur Erprobung der nagelneuen Junkers JU 88 eingeteilt. Er war damit einer der ersten Piloten, die die neue Junkers Ju 88 flogen Aus diesem Erprobungskommando entstand schließlich das Kampfgeschwader 30. Mit diesem Geschwader ging Leutnant Werner Baumbach bei Kriegsbeginn in den Kampfeinsatz während des Polenfeldzuges.


2. Weltkrieg

Am 9. Oktober 1939 flog er dann erstmals gegen englische Seestreitkräfte in der nördlichen Nordsee. Er gehörte bald zu den bekanntesten Flugzeugführern seiner Gruppe. Während der Weserübung flog er Einsätze über der Nordsee und über Norwegen. Nach erfolgreichen Einsätzen über Narvik wurde Baumbach mit dem "Narvik-Schild" ausgezeichnet. Bei diesen Einsätzen kam es auch zur schicksalhaften Begegnung mit dem Französischen leichten Kreuzer Emil Bertin.
Das 8.480 BRT schwere Schiff war mit Baujahr 1934 eines der modernsten, aber auch eines der schnellsten Französischen Kriegsschiffe. Die Emil Bertin setzte im April 1940 - unter Deckung der HMS REPULSE - die 5. Französische Alpenjäger-Brigade bei Narvik ab. Welche gemeinsam mit den angelandeten Britischen Streitkräften den Deutschen Einheiten von Dietl schwer zusetzten.

Bei diesen Landeoperationen geschah es, dass Leutnant Werner Baumbach mit seiner Ju 88 den Kreuzer im Sturzflug angriff. Seine Bombenlast hatte den Französischen Kreuzer voll getroffen. Die Deutsche Aufklärung vermutete eine Versenkung, dass Schiff konnte jedoch, schwer beschädigt, gerettet werden. Es überstand den 2. Weltkrieg und tat noch Dienst bis in die 50er Jahre. Für diese - vermeintliche - Versenkung erhielt Baumbach das Eiserne Kreuz 1. Klasse. Und um die propagandistische Wirkung noch zu erhöhen wurde ihm, am 8. Mai 1940 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Während des Frankreichfeldzuges wurde Baumbach leicht verwundet. Am 1. Juni 1940 wurde er Oberleutnant befördert. Zu dieser Zeit war er bereits erfolgreicher Staffelkapitän. Nach dem Frankreichfeldzug wurde er, als verlässlicher und erfahrener Pilot für ein Sonderunternehmen heran gezogen. Er flog erfolgreich einen - bis Heute geheimnisvollen - Sondertransport von Berlin über Moskau bis nach Japan.

 

Nach diesem Sonderunternehmen flog er weiterhin Sturzkampfeinsätze gegen Schiffsziele rund um die britischen Inseln. Diese Einsätze führten ihn bis weit nach Norden, bis Scapa Flow. So war für ihn, aus der Schlacht um England, die Schlacht über den Weiten des Atlantiks geworden. Als Kampfflieger war er voll Begeisterung und Hingabe, ausgestattet mit Löwenmut, leidenschaftlichem Einsatzwillen und enormer Energie. Auch war er bei seinen Männern beliebt und darüber hinaus in jeder Lage immer ein Freund klarer Worte. Baumbach war längst zu einem gefragten Experten im Bereich moderner Luftkriegführung und Schiffsbekämpfung geworden. Er begann, neben seinen Kampfeinsätzen, aufsehenerregende Referate zu halten. Er wurde nie müde, auf Missstände hinzuweisen und unermüdlich eine Reorganisation der Kampfliegertruppe zu fordern.

Werner Baumbach wurde zum Schrecken der britischen Schiffe. Er versenkte Schiff auf Schiff. In wenigen Monaten hatte er mindestens 200.000 Bruttoregistertonnen feindlichen Schiffsraumes versenkt. (Andere Schätzungen gehen bis zu 240.000 BRT - Wobei es auch zu Fehleinschätzungen oder Falschmeldungen, wie bei der "Emil Bertin" gekommen sein kann.) Für diese enorme militärische Leistung wurde er am 14. Juli 1941 als zweiter Kampfflieger und 20. Soldat der Wehrmacht mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Weiters erhielt er als neuer, hochstilisierter Held der Luftwaffe, das Flugzeugführerabzeichen in Gold mit Brillianten verliehen.

Nach diesen erfolgreichen Einsätzen am Kanal wurde Baumbach andern Orts benötigt. Er flog nun - ebenso erfolgreich - Einsätze über dem Mittelmeer. Mit 20. Juli 1941 wurde Baumbach zum Hauptmann befördert. Er war nun Kommandeur der 1. Gruppe des Kampfgeschwaders 30. Bis Ende August 1941 konnte Baumbach die Zahl seiner Erfolge auf bis zu 300.000 BRT feindlichen Schiffsraum erhöhen. Dies war eine Leistung, welche im ganzen Krieg und bis Heute, von keinem anderen Piloten erreicht werden konnte.

Ab dem Frühjahr 1942 war das KG 30 und mit ihm auch Baumbach zur Krim Nikolajew abkommandiert. Auch dort wurden wieder Sturzflugsangriffe auf Feindschiffe vorgenommen. Ziele waren hier die Kaukasushäfen, aber auch Verteidigungsstellungen der russischen Seefestung Sewastopol. Wegen seiner unübertroffenen Leistungen wurden Hauptmann Werner Baumbach am 17. August 1942, als erstem Kampfflieger und 16. Soldaten der Wehrmacht die Schwerter zum Eichenlaub verliehen. Am 14. Oktober 1942 wurde Baumbach zum Major befördert.

Seinem Tatendrang wurde nun Einhalt geboten. Nach über 200 Einsatzflügen erhielt Baumbach nun ein strenges Startverbot. Seine unschätzbare Erfahrung sollte und durfte nicht verloren gehen. Er wurde nach Berlin befohlen und zum Luftwaffenstabversetzt. Als Kommodore beim neu aufgestellten KG 200, arbeitete Baumbach an neuen Waffensystemen. Unter anderem wurde auch die neue "Gleitbombe" Henschel Hs 293 unter seiner Führung erprobt. Diese ferngesteuerte Gleitbombe HS293 sollte noch einmal das Steuer für Deutschland herumreißen.
Hier ein Zitat von Werner Baumbach:
„Da der militärische Zusammenbruch des Reiches in wenigen Monaten besiegelt schien,
wollten wir durch ein derartiges Unternehmen noch versuchen, den Ausgang des Krieges so günstig wie irgend möglich zu beeinflussen."

Es folgten viele Missionen zur Erprobung verschiedenster Waffensysteme von revolutionären Ausmaßen. Modernste Waffensysteme, wie sie Heute noch in Form von Dronen und Cruse Missels eingesetzt werden. Diese ferngelenkten Körper, welche allgemein als "FK" bezeichnet wurden, gehörten zu den bedeutendsten Erfindungen und Entwicklungen des 2. Weltkrieges. Im Frühjahr 1943 waren die "FX" (...auch Fritz-X genannt) und die HS 293 nach langen Erprobungen fronteinsatzbereit. Doch Baumbach, welcher mit der Erprobung beauftragt war und nun auf den Einsatz brannte, sollte einen Kampf gegen Windmühlen der NS-Bürokratie antreten. Der zeitgerechte Einsatz dieser neuen Waffen wurde durch das Intrigenspiel von einflussreichen Persönlichkeiten in der Luftwaffenführung zunächst verboten. Es stand die Behauptung im Raume, dass angeblich aus Geheimhaltungsgründen der Einsatz von Hitler nicht freigegeben wurde. Es folgte ein Kampf Baumbachs gegen Unverstand und Kurzsichtigkeit.

Schließlich kam es - im Sommer 1943 - doch noch zu ersten Einsätzen der "FK" im Kampf gegen Schiffsziele. Doch die Intrigen gingen weiter - Es geschah Unglaubliches: Trotz sensationeller Erfolge unter schwierigsten Einsatzbedingungen wurde von hochstehenden Luftwaffenangehörigen die Weitermeldung der Lenkkörperwaffenversenkungen an die oberste Führung unterbunden oder gar verhindert. So unternahm es Baumbach höchst selbst, dem Chef der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring mit einer Filmvorführung den Beweis zu erbringen, dass das italienische Schlachtschiff "Roma" bei einem "FX"-Einsatz versenkt wurde. Tausende FK waren einsatzfähig, und wurden nun endlich, mit einer Erfolgsquote von 40 Prozent, trotz völliger gegnerischer Lufthoheit endlich eingesetzt. Wäre dies aber nicht so schleppend geschehen, hätte ihr Einsatz eine weit aus größere Gefahr für die alliierte Schifffahrt dargestellt.


Das Fernlenksystem zur Steuerung einer "FK" durch den Bombenschützen...

Eine Hs 293 fliegt auf ihr Ziel zu...

Baumbach war jedoch nicht nur mit Tests der beschriebenen "HK" beschäftigt. Er entwickelte auch ein neuartiges System von Fernlenkbomben einfachster Art. Diese Waffe sollte unter dem Namen "Huckepack-System", "Mistel-Gespann" oder kurz "Mistel" in die Geschichte eingehen. Ziel war es eine große Menge Sprengstoff ohne Gefahr für die Besatzung ins Ziel zu bringen. Zu diesem Zwecke wurde (wahlweise) eine Ju 88 oder He 111 umgebaut. Statt der Pilotenkanzel wurde der Sprengkopf eingebaut. Auf dieses unbemannte Kampfflugzeug wurde eine bemannte Fw 190 oder Bf 109 montiert.

 

Etwa 1 Kilometer vor dem anzugreifenden Ziel sollte die unbemannte Maschine ausgeklinkt werden und sich alleine auf das Ziel stürzen. Es wurden hier auch Hohlladungssprengköpfe zu Versuchszwecken herangezogen. Trotz vielversprechender Versuche wurde jedoch dieses Projekt wegen der Rohstoffnot zu Gunsten der Jagdfliegerproduktion eingestellt. Immer wieder geriet der Soldat Baumbach mit seinen Vorgesetzten in Konflikt. Mehrfach war es auch Göring selber mit dem er aneinander geriet. Seiner Karriere sollten diese Streitigkeiten jedoch nicht im Wege stehen. Zu sehr war er als Fliegerheld im Blickpunkt der Deutschen Öffentlichkeit. Am 15. November wurde Baumbach zum Oberstleutnant ernannt. Zeitweilig wurde er mit den Geschäften des Generals der Kampfflieger betraut. Am 5. Januar 1945 wird Baumbach zum Oberst befördert. Baumbach sollte die Deutsche Variante der Kamikazeflieger aufbauen. Er legte dieses Amt jedoch nieder, da er die Sinnlosigkeit und Menschenverachtung einer solchen Einsatzdoktrin erkannte. Das ganze gipfelte schließlich in der Niederlegung all seiner Ämter.


Nachkriegsjahre

Er forderte Mitte Januar 1945 in einem Brief an Hermann Göring auf, den Krieg nicht mehr weiterzuführen, da dies nur noch rücksichtslos auf Kosten des Deutschen Volkes geschah. In diesem Brief an den Reichsmarschall appellierte er Frieden zu schließen und wollte auch alle seine Orden zurück geben. Eine Reaktion von Göring blieb jedoch aus. Es war dies möglicherweise ein Zeichen von Menschlichkeit des Reichsmarschalls, da diese geschriebenen Worte, zu dieser Zeit, einem Todesurteil gleich kamen.

Oberst Werner Baumbach zeigte noch in den letzten Tagen und Wochen des Krieges seinen Intellekt und seine Menschlichkeit!
.) Er versuchte, gemeinsam mit dem befreundeten Albert Speer, sich dem Vernichtungsbefehlen Hitlers zu widersetzen.
.) Den Gauleiter Karl Kaufmann, konnte er nach eindringlichem Gespräch überzeugen die Stadt Hamburg nicht mehr zu verteidigen. Hamburg wurde kampflos übergeben und es wurde viel unnötiges Leid verhindert.

Nach Hitlers Selbstmord wurde Baumbach vom neuen Reichspräsident Dönitz als Mitarbeiter berufen. Nach der Kapitulation wurde Baumbach am 23. Mai 1945 in Flensburg verhaftet. Er verblieb ein halbes Jahr in britischer Kriegsgefangenschaft. Im Februar 1946 begann Baumbach, auf Einladung des Harvard-Historikers Bruce C. Hopper, an einer Studie über den 2. Weltkrieg mitzuarbeiten. 1948 kam eine Anfrage aus Argentinien - Eine Stelle als Militärberater der Argentinischen Luftwaffe schien ihm verlockend. Er arbeitete dort auch erfolgreich als Testpilot.

In dieser Zeit verfasste er zwei Bücher:
"Zu spät - Aufstieg und Untergang der Deutschen Luftwaffe" und "Zu früh - Raumkrieg und Weltrevolution"
Beide Fachbücher beschäftigten sich mit den unvermeidlichen künftigen Großraumstrategien.
Sie wurden zuerst in Argentinien und später auch in Deutschland verlegt.

Kurz vor seiner geplanten Rückkehr nach Deutschland, verunglückte Werner Baumbach am 20. Oktober 1953 bei einem Testflug. Nach dem er so viele Kampfeinsätze in seiner Ju 88 erfolgreich überstanden hatte, stürzte der Lancaster-Bomber in die La-Plata-Mündung vor Buenos Aires. Werner Baumbach kam bei diesem Unglück ums Leben - Er wurde in seiner Geburtstadt Cloppenburg beigesetzt.

Der Nachruf von Adolf Galland:
„Als immer hilfsbereiter Freund, als starke Persönlichkeit, als begeisterter Flieger und heldenhafter Kämpfer wirst Du unter uns und in unseren Herzen weiterleben."

 


Auszeichnungen

Werner Baumbachs Auszeichnungen
 
Eisernes Kreuz (1939) II. und I. Klasse
Ritterkreuz am 8. Mai 1940
Eichenlaub am 14. Juli 1941 (20. Verleihung)
Schwerter am 17. August 1942 (16. Verleihung)
Ehrenpokal für besondere Leistung im Luftkrieg
Frontflugspange für Kampfflieger in Gold mit Anhänger Einsatzzahl 200
Narvikschild


Quellen

ritterkreuzträger.de (Zugriff 29.08.09)
wiki (Zugriff 29.08.09)
lexikon-der-wehrmacht.de (Zugriff 29.08.09)

Autor: Tiwaz


Das Thema

Werner Mölders - Der ERSTE General der Jagdflieger

 

Von seinen Männern verehrt – von seinen Gegnern geachtet

 

 

Werner Mölders (* 18. März 1913 in Gelsenkirchen; † 22. November 1941 in Breslau) war ein deutscher Luftwaffenoffizier und Fliegerass im Zweiten Weltkrieg.
Er war einer der populärsten Jagdflieger im nationalsozialistischen Deutschland und einer der höchstdekorierten Soldaten der Luftwaffe.


Millitärische Laufbahn

Sein Leben:

Werner Mölders wollte schon von Kindesbeinen an Soldat werden. Nach bestandenem Abitur, 1932, meldete sich Mölders mit 17 Jahren freiwillig zur Reichswehr. Von 60 Offizieranwärtern seines Jahrgangs wurden drei eingestellt, unter ihnen auch Mölders. Er besuchte die Kriegsschule in Dresden, die er nach 2 Jahren als Leutnant verlies. Er erhielt zunächst eine Ausbildung zum Pionieroffizier und meldete sich schließlich freiwillig, als man heimlich damit begann, die Deutsche Luftwaffe aufzubauen. Ohne Probleme meisterte er alle schriftlichen Prüfungen und Untersuchungen, lediglich der Drehstuhl wurde ihm zum Verhängnis. Bei diesem Gerät, die die Reaktion auf das Trudeln testen sollte, wurde Mölders Luftkrank. Er wurde bei der Tauglichkeitsprüfung als "fliegeruntauglich" abgewiesen. Mölders war aber ebenso versessen aufs Fliegen wie Galland und wie er übte er so lange, bis er sich auf dem Drehstuhl soweit beherrschen konnte, dass er flugtauglich war.

Nach erneuter Prüfung wurde er jedoch als "bedingt tauglich" angenommen und begann seine Flugzeugführerausbildung an der Deutschen Verkehrsfliegerschule in Cottbus, die er als Lehrgangsbester abschloss. Dennoch hatte er damit die Luftkrankheit nicht überwunden, denn auch später bei der Deutschen Verkehrsfliegerschule und bei der Kampffliegerschule plagten ihn die Symptome. Dem 1935 in die Luftwaffe übernommenen Pionierleutnant wurde zusammen mit einigen älteren Offizieren die Aufgabe übertragen, ein Sturzkampfflugzeug-Geschwader aufzustellen. Nachdem er in Schleißheim die Sturzkampfausbildung durchlaufen hatte wurde er zum Sturzkampfgeschwader "Immelmann" versetzt, wo es ihm langsam gelang seine Krankheit zu überwinden. Im Mai desselben Jahres erhielt er das Flugzeugführerabzeichen der Luftwaffe.

Im März 1936 nahm Mölders als Teil des Jagdschutzes an der Besetzung des Rheinlandes teil.

1937 übernahm Mölders als Oberleutnant die 1. Staffel beim Jagdgeschwader 334 in Wiesbaden. Er diente dort auch als Ausbildner und brachte dort Piloten hervor wie Hans "Assi" Hahn, Walter Oesau und Helmut Wick, die später zu berühmten Fliegerassen werden sollten.

Einsatz bei der "Legion Condor"

Im April 1938 übernahm Mölders von Galland die 3. Staffel der J 88 der "Legion Condor". Einige Tage später wurde die Staffel mit der Bf 109 B ausgerüstet.

Am 15. April erzielte Mölders damit seinen ersten Luftsieg. Mölders machte dabei die Erfahrung, dass der erste Luftsieg immer der schwerste war, da es einem Anfänger beinahe unmöglich war einen kühlen Kopf zu behalten. Daher versuchte er von diesem Zeitpunkt an den Neuankömmlingen immer zum ersten Luftsieg zu helfen. Dies brachte ihm den respektvollen Spitznamen "Vati" ein.
In Spanien kämpfte die Luftwaffe, die jetzt durchgehend mit der neuen Messerschmitt ausgerüstet war, noch immer nach den Regeln des Doppeldecker-Kampfes aus dem ersten Weltkrieg. Mölders entwickelte in Spanien die Formation des Schwarms (4 Flugzeuge) und der im Schwarm befindlichen eigenständigen Rotten (2 Flugzeuge).

Im Juli 1938 - Die Jagdgruppe mit dem neuen Jagdflugzeug Messerschmitt Bf 109 flog in der Schlacht um den Ebro-Bogen Jagdschutz für die Bomber- und Stuka-Verbände. Die massiven Bombenangriffe auf Truppenansammlungen, Stellungen, Flussübergänge und Ortschaften hatten einen großen Anteil an der entscheidenden Niederlage der linken Volksfrontregierung der spanischen Republik unter Präsident Manuel Azaña gegen die Putschisten unter General Franco.

Am 31. Oktober 1938 erzielte Werner Mölders seinen 14. und letzten Abschuss in Spanien und kehrte daraufhin als der Jagdflieger mit den meisten Abschüssen im spanischen Bürgerkrieg nach Deutschland zurück. Vorzeitig, mit 25 Jahren, wurde er zum Hauptmann befördert und erhielt das Spanienkreuz in Gold mit Brillanten. Anschließend wurde er für kurze Zeit im Reichsluftfahrtministerium tätig, vermutlich zur Auswertung des Spanieneinsatzes. In der Folgezeit, reiste er durch Deutschland um den Jagdverbänden die neue Taktik beizubringen.


Hier schildert Oberstleutnant Mölders in Gegenwart von Generalmajor Osterkamp und Oberstleutnant Galland den Verlauf seines letzten Luftkampfes.


Im Westen

Sitzkrieg und Westfeldzug;

Den Beginn des Zweiten Weltkrieges erlebte Mölders als Staffelkapitän der 1. Staffel des Jagdgeschwaders 53 „Pik As“ (JG 53). Während die Deutschen Truppen nach Polen einmarschierten befand sich Mölders mit seinem Geschwader an der Westgrenze des Reiches. Am 20. September 1939 gelang ihm sein erster Abschuss im 2. Weltkrieg, eine französische Curtis "Hawk".

Im Oktober 1939 wurde er mit der Aufstellung der III. Gruppe des JG 53 in Wiesbaden-Erbenheim und mit Grenzüberwachungsaufgaben beauftragt.

April 1940 - Nach sieben Luftsiegen erhielt er das Eiserne Kreuz I. Klasse.

Am 28. Mai 1940 erreichte er als erster Luftwaffenpilot den 20. Abschuss und bekam dafür das Ritterkreuz von Reichsmarschall Hermann Göring verliehen.

Am 5. Juni 1940 traf Mölders mit einem Verband aus 15 "Bf 109" auf einige französische Jäger. Der gegnerische Verbandsführer hatte jedoch einen Trumpf im Ärmel, er hatte nämlich einen Schwarm in großer Höhe Deckung fliegen lassen. Dieser griff jetzt aus starker Überhöhung an und Mölders verlor augenblicklich zwei Maschinen. Während Mölders seinem Rottenflieger zu dessen erstem Luftsieg verhelfen wollte, schoss ihn ein französischer Pilot ab. Mölders stieg mit dem Fallschirm aus und geriet in französische Kriegsgefangenschaft, aus der er am 19. Juli nach Deutschland zurückkehrte. Am gleichen Tag wurde er zum Major befördert.

Am 20. Juli 1940 - Übernahm Mölders als Kommodore das Jagdgeschwader 51.

Emblem des JG 51....
 

Dieses Geschwader trug zu dieser Zeit die Hauptlast in der Luftschlacht um England.

Am 21. September 1940 - Mölders errang seinen 40. Luftsieg. Er war damit der erste Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg, der diese Zahl erreicht hatte!

 

Er erhielt darauf hin, als zweiter Soldat der Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Sein Geschwader war zu diesem Zeitpunkt das erfolgreichste der Luftwaffe.

Im Oktober 1940 erzielte er den 50. Luftsieg und wurde zum Oberstleutnant befördert.

Am 26. Februar 1941 - Seine Abschussliste war auf 60 angestiegen. Unmittelbar vor Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion wurde sein Geschwader an die Deutsche Ostgrenze verlegt. Mölders Geschwader gehörte zur Luftflotte 2, die im Abschnitt der Heeresgruppe Mitte eingesetzt war. Zu den Aufgaben der Piloten gehörte neben dem Begleitschutz für die Bomberstaffeln und der sogenannten "freien Jagd" auch die Bekämpfung von Bodenzielen mit Bordwaffen und Bomben. Am ersten Tag des Feldzugs gegen die Sowjetunion besiegte Mölders vier Gegner im Luftkampf. Es waren seine Luftsiege 69 bis 72.

Am 22. Juni 1941 - Werner Mölders erhält die Schwerter zum Ritterkreuz verliehen!

Am 30. Juni 1941 - Das Geschwader Mölders überschreitet das als erstes die Zahl von 1.000 Abschüssen.

Am 15. Juli 1941 erzielte er fünf weitere Luftsiege und steigerte damit die Gesamtzahl seiner Abschüsse auf inzwischen 101. Ihm wird darauf als erstem Soldaten der Wehrmacht, von Adolf Hitler mit der (damals) höchsten Deutschen Tapferkeitsauszeichnung, die Brillanten verliehen. Somit übertraf er die Leistungen des bis dahin erfolgreichsten Jagdfliegers Manfred von Richthofen.


Messerschmitt Bf 109 F-2, Stab/JG 51, Werner Mölders, 1941


Inspekteur und Tod

Inspekteur der Jagdflieger:

Kurz darauf erfolgte mit 28 Jahren die Beförderung zum Oberst. Nach seinem 115. Abschuss erteilte ihm die Luftwaffenführung ein Flugverbot, weil man nicht riskieren wollte, Mölders und seine wichtigen Erfahrungen und sein Können zu verlieren. Man versetzte ihn zum Oberkommando der Luftwaffe und beförderte ihn zum jüngsten Oberst der Luftwaffe.

Im September 1941 ernannte man den eifrigen Mölders zum Inspekteur der Jagdflieger. Seinen Schreibtisch sah der Oberst jedoch nur selten. Er war die meiste Zeit an der Ostfront anzutreffen, wo er die Probleme der Verbände direkt vor Ort zu lösen versuchte.

Im Herbst 1941 erhielt er den Auftrag, den Jagdschutz der zum Angriff auf die Halbinsel Krim angetretenen Verbände vom Boden aus zu führen. Es war Mölders einziger nachweisbarer Einsatz als Verbandsführer. Der Angriff auf die Krim war nicht erfolgreich.

Mölders Tod:

Als ihn die Nachricht vom Tode Ernst Udets erreichte verlor er keine Zeit nach Berlin zu reisen. Trotz schlechtem Wetter stieg er in eine He 111 und startete nach Lemberg. Nach einer Zwischenlandung sollte es weiter nach Berlin gehen. Auf dem Weg dorthin geriet die He 111 in schlechtes Wetter und in der Nähe von Breslau setzte der linke Motor aus. Als beim Landeanflug auf den Flugplatz Breslau-Schöngarten außerdem der rechte Motor ausfiel, stürzte die Maschine ab. Mölders und der Pilot, Oberleutnant Georg Kolbe, kamen bei diesem Absturz am 22. November 1941 ums Leben. Mölders fand den Tod in Folge eines Wirbelsäulenbruchs. Sein Adjutant und der Bordfunker überlebten den Unfall.

Nach einem Staatsakt im Ehrensaal des Reichsluftfahrtministeriums wurde der Sarg Mölders in einem Trauerzug durch die Stadt Berlin zum Invalidenfriedhof überführt. Er wurde neben Ernst Udet und Manfred von Richthofen, den beiden erfolgreichsten Jagdfliegern des Ersten Weltkrieges, beigesetzt.

 

Sein altes Geschwader, das JG 51, erhielt in Würdigung der Verdienste von Oberst Werner Mölders den Namen „Jagdgeschwader Mölders“, und wurde somit zu einem Traditionsgeschwader, dessen Angehörige das gleichnamige Ärmelband tragen durften.

Neues Emblem des JG 51....
 

 

Das Geschwader kämpfte bis zur Kapitulation 1945 an der Ostfront.

Die Grabstelle wurde 1975 zur Errichtung von Grenzanlagen eingeebnet, nach dem Fall der Berliner Mauer aber 1992 wieder hergestellt. Die ganze Luftwaffe wurde von Mölders Tod erschüttert. Ihm zu Ehren benannte man "sein" Jagdgeschwader 51 nach ihm.


Auszeichnungen

 

 
Seine Auszeichnungen
 
Spanische Medalla de la Campaña
Spanische Medalla Militar
Spanienkreuz mit Schwertern in Gold mit Brillanten
Frontflugspange für Jäger in Gold mit Brillanten
Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen in Gold mit Brillanten
Verwundetenabzeichen in Bronze
Eisernes Kreuz (1939) II. und I. Klasse am 20. September 1939 beziehungsweise 2. April 1940
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten

Ritterkreuz 29.05.1940
Eichenlaub 21.09.1940
Schwerter 22.06.1941
Brillanten 15.07.1941

Zehnmalige Nennung im Wehrmachtsbericht

Mölders erziehlte 115 Abschüsse...

Die Medalla Militar ist eine hohe militärische Tapferkeitsauszeichnung in Spanien.

Sie wurde 1918 gestiftet und wird seitdem unabhängig vom Rang an Angehörige der Spanischen Streitkräfte verliehen. Voraussetzung sind herausragende Leistungen vor dem Feind. Im Laufe ihrer Geschichte wurde sie auch an Deutsche verliehen, unter ihnen Adolf Galland und Werner Mölders.


Namensgeber

Mölders Nachleben:

Am 13. April 1968 taufte Mölders Mutter einen Lenkwaffenzerstörer der Bundesmarine auf den Namen "Mölders". Die Namensgebung war von Verteidigungsminister Gerhard Schröder angeordnet worden. Das Schiff befand sich von 1969 bis 2003 im Dienst und ist seit dem 24. Juni 2005 als zentrales Ausstellungsstück des Deutschen Marinemuseums in Wilhelmshaven für die Öffentlichkeit zugänglich.

Am 9. November 1972 erhielt unter der Verantwortung von Verteidigungsminister Georg Leber die Kaserne der II. Abteilung Fernmelderegiment 34 der Deutschen Luftwaffe in Visselhövede den Namen "Mölders".

Von 1973 bis 2005 trug das in Neuburg an der Donau stationierte Jagdgeschwader 74 (JG 74) der Luftwaffe den Traditionsnamen Werner Mölders. Mit dieser Benennung war, wie bereits zuvor beim JG 51 der Wehrmacht, das Recht verbunden, ein Ärmelband mit dem Ehrennamen an der Uniform zu tragen.

Am 28. Januar 2005 hat Verteidigungsminister Dr. Struck die Weiterverwendung des Namens „Mölders“ in der Bundeswehr beendet. Dem Jagdgeschwader 74 “Mölders” wurde am 11. März 2005 der Traditionsname in einem würdelosen Appell genommen, der angetretenen Truppe die Diskussion der Entscheidung untersagt.

Quellen

lexikon-der-wehrmacht.de (Zugriff 29.08.09)
waffenhq.de (Zugriff 29.08.09)
wiki (Zugriff 29.08.09)

Autor: Tiwaz


Das Thema

Adolf Galland - General der Jagdflieger

 

"Es ist, als wenn ein Engel schiebt."


Adolf Josef Ferdinand Galland (* 19. März 1912 in Westerholt, Westfalen; † 9. Februar 1996 in Remagen-Oberwinter) war ein Deutscher Luftwaffenoffizier, Jagdflieger und Fliegerass der Wehrmacht. Er erzielte insgesamt 104 Abschüsse allesamt an der Westfront.


Lebenslauf

Sein Leben:

Adolf Galland wurde am 19. März 1912 als zweiter von insgesamt vier Söhnen eines Gutsverwalters in Westerholt, Westfalen (heute Kreis Recklinghausen) geboren.
Sein Vater war Güterdirektor der reichsgräflichen Familie von Westerholt.

1927 trat Galland dem Luftfahrtverein Gelsenkirchen bei. Obwohl seine dortige Tätigkeit für die ersten 2. Jahre lediglich aus dem zum-Start-tragen des Segelflugzeuges bestand, nahm den jungen Mann die Faszination am Flugsport so in Anspruch, dass er deswegen eine Klasse wiederholen musste.

1929 - Nun Siebzehnjährig, saß Galland zum ersten Mal selbst hinter dem Steuer eines Segelflugzeuges und zauberte gleich beim ersten Flug eine ziemlich unsanfte Landung hin.

1931 - Galland machte endlich die Bekanntschaft mit der Wasserkuppe, dem Mekka der Deutschen Segelfliegerei. Wasserkuppe - Heute noch beliebt bei Gleitern und Seglern....
Um Galland auch schulisch wieder zu Höchstleistung anzuspornen versprach man ihm ein eigenes Segelflugzeug und als Galland sein Abitur bestanden hatte, kam er zu einem eigenen "Grunau Baby". Er sammelte auf der Wasserkuppe weitere Erfahrungen und legte die Prüfung für den Flugschein ab. Ein halbes Jahr später wurde er dann, ebenfalls auf der Wasserkuppe, mit gerade 19 Jahren, selbst Fluglehrer.

Februar 1932 - Galland bewarb sich bei der Verkehrsfliegerschule, um Pilot zu werden, in Braunschweig. Er behauptete sich gegenüber 4.000 anderen Bewerbern für eine von 20 Lehrstellen. Da er ständig fürchten musste, eine der gestellten Anforderungen nicht zu bestehen bewarb er sich nebenbei als Offiziersanwärter beim Infanterie-Regiment 18. Als Galland aber erfuhr, dass seine fliegerische Ausbildung gesichert sei, verwarf er allerdings diese Bewerbung wieder.


Millitärische Laufbahn

Militärische Laufbahn beginnt:

Die Ausbildung:

Ende 1932 - Galland wurde zu einem "Kunstfluglehrgang" abkommandiert, der, wie Galland sagte "ein Jagdfliegertraining ohne Waffen war".

Anfang 1933 - Galland erhielt seine Kommandierung nach Italien, um dort den praktischen Luftkampf zu lernen.

Ende 1933 - Galland machte eine streng geheime Jagdfliegerausbildung in der Sowjetunion, da das Deutsche Reich zu diesem Zeitpunkt durch den Versailler Vertrag keine Luftstreitkräfte unterhalten durfte.

Februar 1934 - Gallands "offizielle" militärische Ausbildung beginnt. Er wird Rekrut beim Infanterieregiment 10 in Dresden und absolviert dort die Kriegschule zur Offiziersausbildung.

1. Oktober 1934 - Galland beendet seinen Offiziersausbildungslehrgang und wird zum Leutnant ernannt.

März 1935 - Die Luftwaffe lässt nun ihre Tarnung fallen, Galland hatte zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Monate Jagdfliegertraining hinter sich. Er wurde zur 2. Gruppe des Jagdgeschwaders "Richthofen", I. Gruppe, nach Döberitz versetzt und flog von nun an das modernste Jagdflugzeug Deutschlands, die Heinkel "He 51".

 

Schluss mit der Fliegerei?

Oktober 1935 - Galland versuchte einige Kunstflugübungen mit einer "Stieglitz" zu fliegen. Diese Übung endete beim Trudeln.

Adolf Galland zu dieser Bruchlandung, wörtlich:

"...Auf meine Bemühungen das Trudeln zu beenden, reagierte der Vogel zudem ungewohnt träge. Ich war zwar schon aus der senkrechten Lage heraus, aber der Erdboden war plötzlich dummerweise hundert Meter zu hoch. Aufschlag."

Galland wurde schwerverletzt aus dem Wrack geborgen und ins Lazarett geschafft. Nach drei Monaten waren seine mehrfachen Schädelbrüche verheilt, seine Nase allerdings nahm eine "reichlich ausgefallene Form" an. Die größten Sorgen machte sich Galland aber um sein Auge, dessen Sehkraft stark eingeschränkt war. Die Ärzte schrieben ihn fluguntauglich, der Kommandeur des Geschwaders lies diesen Befund in den Akten verschwinden und Galland konnte weiterfliegen. Ziemlich genau ein Jahr nach diesem Absturz blieb Galland mit seiner Maschine am Mast einer Hindernisbefeuerung hängen und stürzte erneut ab. Seine Verletzungen waren diesmal nicht so schwer. Was aber schlimmer war, war die Tatsache, dass auf diese Art der Befund vom letzten Unfall ans Tageslicht kam. Galland behauptete jedoch, dass seine Sehkraft vollkommen in Ordnung war und so kam es zu einer Untersuchung der Fliegertauglichkeit. Bis auf sein linkes Auge war er in bester Verfassung. Es galt nur zu beweisen, dass die Glassplitter im Auge seine Sehfähigkeit nicht beeinträchtigten. Der Augentest begann und Galland musste Buchstaben von einer Tafel ablesen. Ohne Probleme las er dem Arzt die Reihen vor, Vorwärts und rückwärts. Dies erstaunte den Stabsarzt, der nicht wissen konnte, dass Galland sich die Tafel durch einen Freund heimlich besorgen lies und sie komplett auswendig gelernt hatte.

Legion Condor!!!

Die Deutsche Wehrmacht wie auch das Auswärtige Amt hielten nichts davon, sich auf das spanische Abenteuer einzulassen. Das Risiko eines Fehlschlags schien zu hoch. Bevor die aufständischen Generale im Sommer 1936 los schlugen, suchten sie um Unterstützung in Berlin nach, erhielten jedoch zunächst keine Zusagen. Franco wandte sich über die Auslandsorganisation der NSDAP direkt an Hitler, und das Reichsluftfahrtministerium leitete deren Abgesandte auch an Göring weiter, der sich über Admiral Canaris mit den zuständigen italienischen Stellen in Verbindung setzte. Hitler befahl, Franco mit Flugzeugen zu versorgen. General Franco erhielt als Soforthilfe zunächst drei Ju 52-Maschinen. Es sollten noch mehr Männer und vor allem Flugzeuge folgen.....

In der Legion Condor zum Schlachtflieger!

8. Mai 1937 - Galland erreicht Spanien, wo er als Teil der "Legion Condor" eingesetzt wurde.

Juni 1937 - Galland flog seine ersten Einsätze mit der "He 51" als Schlachtflieger. Bald darauf wurde Galland Kapitän der 3. Staffel der J 88, der sogenannten "Micky-Maus-Staffel". Da die "He 51" den gegnerischen Jägern unterlegen waren, bestand der größte Teil der Einsätze aus Bodenangriffen.

August 1938 - Nach 15 Monaten wurde Galland, dessen Erfahrungen als Schlachtflieger gefragt waren, durch Oberleutnant Werner Mölders abgelöst und in die Heimat zurückverlegt. Galland wurde befohlen zwei Schlachtgeschwader aus dem Boden zu stampfen, später wurde er Adjutant eines der Geschwaderkommodoren. Er war zwar froh vom Schreibtisch weggekommen zu sein, er wollte aber doch eigentlich viel lieber Jagdflieger werden. Obwohl er an der Bombardierung von Guernica nicht beteiligt war, verteidigte er sie nach dem Krieg als fehlgeschlagenen taktischen Angriff der Luftwaffe. Der Angriff habe eigentlich einer Straßenbrücke in der Nähe der Ortschaft gegolten, die den spanischen Republikanern und internationalen Brigaden als Nachschubweg diente. Galland führt das in seinem Buch "Die Ersten und die Letzten" auf die durch Rauch- und Explosionswolken schlechten Sichtverhältnisse und die primitive Zieloptik der Bomber zurück.


2. Weltkrieg

Der 2. Weltkrieg!

Den Polenfeldzug: erlebte Galland als Schlachtflieger mit. Für seine Verdienste wurden ihm das Eiserne Kreuz verliehen und er mit Wirkung vom 1. Oktober 1939 zum Hauptmann ernannt.

Im Westen - Frankreich und der Kanal:

Gleichzeitig bemühte sich Galland um Versetzung zu einem Jagdgeschwader, was ihm schließlich auch gelang und so wurde er zum Jagdgeschwader 27 versetzt.

 


Während des Geburtstagsempfangs im Mai 1941 bei Generalleutnant Theodor Osterkamp (r.) schildert der Jagdflieger der Deutschen Luftwaffe, Oberstleutnant Adolf Galland (2.v.l.) einen Luftkampf; 2.v.r. Oberstleutnant Werner Mölders.

Am 12. Mai 1940 gelangen ihm dann die ersten Abschüsse über der Westfront: Zwei englische "Hurricanes". Noch vor Ende des Westfeldzuges wurde Galland zur 3. Gruppe des Jagdgeschwaders 26 versetzt, deren Kommandeur er wurde.

Am 18. Juli 1940 wurde Galland zum Major befördert und am 1. August erhielt er aus Marschall Kesselrings Händen das Ritterkreuz anlässlich seines 17. Abschusses und zahlreicher Bodenangriffe.

 

Luftschlacht um England:

Am 24. August, befand Galland, als Kommandeur des Jagdgeschwader 26 "Schlageter", zum ersten Mal über England. Bei diesem Einsatz konnte er eine "Spitfire" abschießen.

Am 25. September 1940 hatte Galland 40. Luftsiege erreicht und erhielt das Eichenlaub.

Am 1. November wurde er zum Oberstleutnant ernannt.

Am 8. Dezember 1940 wird er zum Oberst befördert.

Neben dem Fliegen hatte Galland zu dieser Zeit nur eine weitere Leidenschaft, das Rauchen. Galland rauchte am Tag etwa 20 Zigarren und seine"Bf 109" war wohl die einzige, die einen besonderen Rüstsatz erhalten hatte, einen Zigarrenanzünder und einen Zigarrenhalter.Dies spiegelte sich auch in Gallands persönlichem Emblem am Flugzeug nieder. Es zeigte, in Erinnerung an seine Zeit bei der Micky-Maus-Staffel in Spanien, Micky mit einer Axt, einer Pistole und einer dicken Zigarre im Mund.

 

In den Reihen der RAF war Galland ob seines mondänen Lebensstils als "The Fighting Fob" bekannt. Galland trug durch sein ritterliches Verhalten wesentlich zum Ruf der "Kanaljäger" bei. So begegnete er in dieser Zeit den abgeschossenen und gefangenen alliierten Jagdfliegern Douglas Bader und Robert Stanford Tuck, die er beide auf seinen Stützpunkt nach St. Omer einlud.

22. November 1941 - Galland wird zum General der Jagdflieger ernannt und ersetzte in dieser Position den verunglückten Kameraden Werner Mölders. Er konnte auch diese Funktion erfolgreich ausfüllen. Unter anderem gelang ihm der Jagdschutz für die Passage der Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau sowie des schweren Kreuzers Prinz Eugen durch den Ärmelkanal gegen die Attacken der Royal Air Force (Unternehmen Cerberus).

28. Februar 1942 - Nach seinem 94. Luftsieg, erhielt er als zweiter Soldat der Wehrmacht die Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.


Dem Tod von der Schippe gesprungen:

Der 22. Juni 1941 sollte ein Tag bleiben, den Galland nie vergessen sollte.

Ein Verband englischer "Blenheim"-Bomber griff den Feldflugplatz an. Die Jäger, unter ihnen Galland starteten um die Bomber abzufangen. Nachdem Galland zwei der Bomber abgeschossen hatte durchsiebten zwei "Spitfires" seine "Bf 109", sodass er eine Bauchlandung durchführen musste. Nachmittags stieg er jedoch wieder auf, um einen weiteren Bomberverband abzufangen, der im Anflug war. Schnell hatte er seinen 70. Luftsieg erreicht. Er folgte seinem Opfer nach unten, um den Absturzort zu sehen, als eine weitere "Spitfire" Galland zum zweiten Mal an einem Tag abschoss. Die "Bf 109" fing Feuer und Galland versuchte die Kabinenhaube zu öffnen, welche jedoch klemmte. Nach einigen Versuchen bekam er sie jedoch auf und sprang aus dem brennenden Cockpit. Dabei verfing sich jedoch sein Fallschirm am Antennenmast und er wurde vom Flugzeug weiter nach unten mitgerissen. Schließlich kam er jedoch frei und landete etwas unsanft aber größtenteils unverletzt auf dem Boden.

 

Gegenseitige Schonung:

Es gab da noch die Geschichte - als Galland in seiner Me 109 über dem Kanal eine Hurricane erblickte, sie in Visier nahm und entsetzt feststellen mußte, das er eine Ladehemmung hatte.
Die Rohre blieben trocken! Beim Versuch abzudrehen und zu seinem Horst zurückzukehren, bemerkte er den gesichteten Gegner hinter sich. Aber es war nicht sein letztes Stündlein, die Hurricane feuerte auch nicht! Es war das erste und einzige Mal, das Galland nicht nur das gegnerische Flugzeug, sondern auch den Menschen darin wahrnehmen konnte!

Die "Gegner" winkte sich zu drehten ab!

Nach dem Krieg stellte sich bei einem Veteranentreffen heraus, das auch der Gegner (Ein Südafrikaner) ebenfalls Ladehemmung hatte und sich darüber freute am Leben gelassen zu werden!

Was England unter Humanität versteht:

Im July 1941 - der berühmte englische Jagdflieger Douglas Bader vom Geschwader Gallands abgeschossen. Dieser Douglas Bader war berühmt dafür, dass er mit Prothesen flog! Er hatte bei einem Flugunfall seine beiden Beine verloren. Als er abgeschossen wurde verlor er die rechte Beinprothese, die jedoch lädiert aus dem Wrack geborgen wurde. Bei einem Besuch auf dem Flugplatz des JG 26 bat Bader Galland darum eine Nachricht nach England zu schicken, mit der Bitte ihm von dort seine Ersatzprothesen, eine bequemere Uniform, eine neue Pfeife und Tabak zu schicken. Galland gab diese Bitte an Göring weiter, um sich von ihm die Erlaubnis zu holen mit den Engländern in Kontakt zu treten. Göring war einverstanden und man sendete die Wünsche Baders zusammen mit der Zusicherung freien Geleits für ein englisches Flugzeug über die Seenotwelle nach England.

Die Engländer kamen auch tatsächlich! Ein großer Verband englischer Bomber griff Ziele um den Flugplatz St. Omer, auf dem Galland lag, an und warf neben einigen Tonnen Bomben auch die versprochenen Prothesen ab.

Zum General der Jagdflieger und die Sache mit den Brillianten:

17. November 1941 - Galland erfuhr, seit 4 Tagen Oberst, dass er sich anlässlich des Begräbnisses von Ernst Udet in Berlin einzufinden habe. Er sollte dort zusammen mit fünf weiteren Jagdfliegern die Ehrenwache halten. Einer der fünf konnte jedoch, wegen schlechten Wetters hieß es, nicht erscheinen: Werner Mölders, der vor Kurzem zum General der Jagdflieger ernannt worden war. Als Galland auf dem Weg zurück zu seinem Geschwader war erfuhr er, dass Mölders tödlich abgestürzt war und auf dessen Begräbnis, Galland war wieder Teil der Ehrenwache, dass er nun General der Jagdflieger werden sollte.


Der General

 


Feierliches Staatsbegräbnis für Generaloberst Udet - Die Ritterkreuzträger begleiten die Lafette, geführt von Oberstleutnant Galland.

28. Januar 1942 - Galland bekam die Brillanten zum Ritterkreuz verliehen, als zweiter Soldat der Wehrmacht.

Er sollte sie insgesamt viermal erhalten.

Das 1 x ... die "üblichen" Brillanten aus der Hand Hitlers.

Das 2 x ... einige Zeit später erhielt er zusätzlich von Göring eine Spezialanfertigung.

Das 3 x ... Als Hitler, von Göring auf dessen Brillanten-"Splitter" angesprochen wurde, bestellte er Galland zu sich und verlieh ihm noch einmal eine neue Ausführung und eine besondere Urkunde, die einmalig in der Geschichte der Wehrmacht, sogar prunkvoller als Görings Urkunde zur Ernennung zum Reichsfeldmarschall, sein sollte.

Das 4 x ... Im Jahre 1944 wurde Gallands Büro ausgebombt wobei die Brillanten "Nummer 3" verloren gingen. Hitler lies Galland daraufhin die Auszeichnung nochmals anfertigen.

Im April 1943 wurde der Prototyp des Düsenjägers Messerschmitt Me 262 mit Erfolg getestet. Galland erkannte wie viele andere Offiziere mit Fronterfahrung, dass dieses Flugzeug dringend zur Reichsverteidigung gegen die immer massiveren Angriffe der 8. Luftflotte der USAAF mit ihren "Fliegenden Festungen" gebraucht wurde.

Konflikte mit der Führung:

Adolf Hitler jedoch wollte diese Me 262 als Blitzbomber gegen eine alliierte Invasion verwenden. Galland gelang es nur durch Rücktrittsdrohung, das "Kommando Nowotny" zur Erprobung des Düsenjägers als Jagdflugzeug im Fronteinsatz durchzusetzen. Von nun an verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Galland und Göring aber stetig. Galland, der als General der Jagdflieger für den Aufbau der Reichsverteidigung zuständig war drängte stets darauf, dass die Fertigung von Jagdflugzeugen vergrößert werden sollte. Göring, der seit der Schlacht um England den Jagdfliegern jeden Bomberverlust anlastete wollte die Jagdwaffe, auch im Hinblick auf die Bombenangriffe auf das Reich ganz auflösen und den Krieg alleine mit Bombern gewinnen.


Und die Me 262 "Schwalbe war ein weiterer Streitpunkt zwischen den beiden!

Vom Schreibtisch ins Cockpit - Galland und der JV 44:

Im Januar 1945 schließlich enthob Göring Galland seines Postens und versetzte ihn wieder zu einem Kampfverband. Galland sollte den Jagdverband 44, der mit "Me 262" ausgerüstet war, aufbauen. Dort sammelte Galland viele berühmte Jagdflieger und der Verband wurde zu Gallands berühmter "Expertenstaffel". Neben Galland flogen dort unter anderem Steinhoff, Lützow, Barkhorn und "Graf Punski" Walter Krupinski, der den ganzen Krieg über keinen einzigen Rottenflieger verloren hatte.

Wie Galland sagte: "Das Ritterkreuz gehörte sozusagen zum Dienstanzug unseres Verbandes."

Das Kriegsende:

26. April 1945 - Galland flog seinen letzten Einsatz mit der "Me 262". Dabei gelang es ihm - mit seinen Bordkanonen, da die Raketen nicht auslösten - einen amerikanischen B-26 Bomber abzuschießen. Unmittelbar darauf wurde sein "Turbo" jedoch von einer P-47 Thunderbold beschossen, die von James Finnegan, einem Piloten der 50th Fighter Group geflogen wurde. Geschosssplitter trafen Galland ins Knie. Er flüchtete und erreichte den Flugplatz, der gerade von feindlichen Jagdbombern angegriffen wurde. Galland landete und sprang aus dem noch rollenden Flugzeug. Das Ende des Krieges erlebte Galland in Salzburg.

Er wurde nach England in ein Gefangenenlager gebracht, wo er auf Douglas Bader traf, der sich für die freundliche Behandlung, die Galland ihm zukommen lies revanchierte.


Nachkriegsjahre

Galland nach dem Krieg:

1947 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen, folgte Adolf Galland dem Ruf Juan Peróns, der den Deutschen zum Aufbau seiner Luftstreitkräfte anwarb.

Galland half beim Aufbau einer Pilotenschule und wirkte an der taktischen Schulung der Piloten mit. Die von ihm entwickelten Grundlagen setzte die Argentinische Luftwaffe noch im Falkland-Krieg mit großem Erfolg ein. Diese Zeit in Argentinien gehörte, so sagte Galland in einem Interview, zu den schönsten Momenten in seinem Leben. Adolf Galland kehrte 1955 wieder nach Deutschland zurück und zog nach Bonn. Er wurde zweifacher Vater.

Im Jahre 1979 traf er James Finnegan, den Mann, der ihn am 26. April 1945 beinahe abgeschossen hätte. Die beiden wurden recht gute Freunde. Galland blieb noch lange Zeit als Luftfahrtberater tätig und war bis zu seinem Tod der inoffizielle Vertreter aller Deutschen Jagdflieger.


Auszeichnungen/Zitate

 


 
Seine Auszeichnungen
 
Spanische Medalla de la Campaña
Spanische Medalla Militar mit Diamanten
Spanienkreuz mit Schwertern in Gold mit Brillanten
Frontflugspange für Jäger in Gold mit Anhänger Einsatzzahl "400"
Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen in Gold mit Brillanten
Wehrmacht-Dienstauszeichnung IV. Klasse
Verwundetenabzeichen in Schwarz
Eisernes Kreuz (1939) II. und I. Klasse am 15. September 1939 beziehungsweise 22. Mai 1940
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten
Ritterkreuz 29. Juli] 1940
Eichenlaub 24. September 1940
Schwerter 21. Juni 1941
Brillanten 28. Januar 1942

Siebenmalige Nennung im Wehrmachtsbericht

16. August 1940, 25. September 1940, 2. November 1940,
18. April 1941, 22. Juni 1941, 30. Oktober 1941,
15. Februar 1942


Zitate von Galland:

- "Herr Reichsmarschall. Geben Sie mir eine Staffel Spitfire."
Auf die Frage Görings ob er einen Wunsch hätte. Vorangegangen war ein Streit über die Rolle der Jagdflieger bei der Luftschlacht um England.

- "Es ist, als wenn ein Engel schiebt." Gallands Kommentar nach seinem ersten Flug mit dem Düsenjäger Me-262 am 22. Mai 1943.

Generalleutnant a. D. Adolf Galland starb am 9. Februar 1996 im Alter von 83 Jahren.

 

Er hatte 104 Gegner - davon 16 mit der Me 262 - im Luftkampf besiegt.

Die Zitate Gallands stammen aus seinem Buch "Die Ersten und die Letzten", in dem er sein Leben bis 1945 beschreibt.


Quellen

wiki (Zugriff 30.08.09)
lexikon-der-wehrmacht (Zugriff 30.08.09)
Buch: "Die Ersten und die Letzten"

Autor: Tiwaz