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War Ace Campaign  Patch 5.2

War Ace Campaign Patch 5.2

Dieser Patch korrigiert diverse Fehler aus Version 5.0 oder 5.01 und korrigiert die Dateistruktur vieler Einheiten, welche möglicherweise unregelmäßige CTDs beim Spielen oder Laden verursachen.
DAW - Der andere Weg 19-01

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 18-02) sind enthalten: Darstellung von Meeresfeldern Die Meerestiles haben (auch für die ersten 3 Kampagnen) ein neues Grafikmuste
Amulet Mod Version 3.0

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Der Amulet Mod 3.0 ist für das PC-Spiel Panzer Corps Wehrmacht. Es ist der zur Zeit tiefgreifendste und umfangreichste Mod für deutsche Einheiten. Hier kurz die Merkmale: 77 neue Einheiten; 50
Modern Conflicts 1.1

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Endlich ist Version 1.1 live. Der erste Teil der russischen Kampagne ist verfügbar, außerdem sind viele Balance-, grafische und andere Verbesserungen implementiert worden. Da hat Akkula wieder gan
Total Realism Project

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TRP 1.04 ist eine Zusammenfassung der vielen kleineren Ideen, die wir zu unserer Mod hatten. Wir veröffentlichen sie nun auf Basis der neuen HoI 2 Darkest Hour-Version 1.05.
DAW - Der andere Weg 18-02

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 17-09) sind enthalten: Darstellung vereister Seen Die Landschaftstiles für Seen in der Winterdarstellung wurde (auch für die beid
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Changes in v1.9
Pazifik Korps Teil 4 Part 3

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Im 3. Teil der US-Kampagne "Nach den schwarzen Tränen der Arizona", geht es als erstes um die Befreiung der Philippinen. Hierbei werden Sie von einem lokalen Helden tatkräftig unterstützt. Die aus
War Ace Campaign 5.0

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Eine erhoffte Fortzetzung des War Ace Campaign Großmod für das Spiel Silent Hunter 3 wurde von HanSolo nach mehr als 2 Jahren intensiver Entwicklungszeit vollendet.
DAW - Der andere Weg 17-09

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur Version DAW 17-04 sind enthalten: Englische Texte DAW Kompendium + Credits, Install-Datei, sowie alle Briefingsdateien und Texte innerhalb der Kampagnen sin
Panzer War in Europe Mod

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Ein Mod des Users IronCross für das Spiel Panzer War in Europe. Es wurden vorhandene Grafiken berichtigt und einige Grafiken hinzugefügt. Es wurde noch weitere Änderungen vorgenommen. Die detaill
Italienische Kampagne 2 V1.91 Part 1

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Kampagne, kritische Fehler in Griechenland-1 Szenario berichtigt    


Das Thema

División Azul
Die Blaue Division!

 


Geschichte

Die Blaue Division (spanisch: División Azul), offiziell División Española de Voluntarios (dt.: „Spanische Freiwilligendivision“), war eine Infanteriedivision aus spanischen Freiwilligen, die unter der Führung der deutschen Wehrmacht von 1941 bis 1943 am Russlandfeldzug teilnahm.

Diese División Española de Voluntarios bestand aus:

- vier Infanterieregimentern
- einem Artillerie-Regiment

...ihre Mannstärke bestand aus 640 Offizieren, 2272 Unteroffizieren und 14.780 Mannschaften.

Offiziell wurde der freiwillige Charakter der Einheit betont, aber die meisten waren reguläre Armeeangehörige.

Ähnlich wie bei der Legion Condor fand ein ständiger Austausch der Mannschaften statt.
Ziel war es, Erfahrung im Kampf zu sammeln.....

Ein weiterer Grund für die Meldung zur Blauen Division waren die antikommunistischen Motive und speziell bei Offizieren eine Verbesserung der Karrierechancen. (Es wurden Männer mit Russland-Erfahrung bei Beförderungen generell bevorzugt!)

Am 13. Juli 1941 wurde die "Blaue Division" von Madrid aus mit 17.909 Mann ins Deutsche Reich zur Grundausbildung auf den Truppenübungsplatz Grafenwöhr in die Oberpfalz verlegt. Die Blaue Division war nicht motorisiert, stattdessen erhielt sie Pferde aus Serbien. Da aber in der kurzen Ausbildungszeit kaum auf die Pflege und Handhabung der Pferde eingegangen wurde, starben viele Tiere beim Marsch durch Russland.

Die Division stand unter dem Kommando von General Agustín Muñoz Grandes.
Er stand im Range eines Generalleutnants der Wehrmacht.


Munoz Grandes

Nach nur fünf Wochen Ausbildung wurde sie in die 250. Infanterie-Division (spanische) der Wehrmacht umbenannt.

Am 31. Juli 1941 folgte die Vereidigung auf Adolf Hitler und für den Kampf gegen den Kommunismus.

 

Dieser Ärmelaufnäher war der einzig wirklich sichtbare Unterschied in der Uniformierung!
Dazu kamen die blauen Falangehemden, die anstatt der regulären Uniformhemden getragen wurden, und so bekam die Blaue Division auch ihren Namen.

20. August 1941 - Die Division wird nach Russland in Marsch gesetzt.

26. September 1941 - Die Division wird der Heeresgruppe Nord unterstellt.
Sie wurde als Teil der 16. Armee zur Sicherung der Flanke beim Vorstoß nach Leningrad eingesetzt. Der Ruf dieser Division war nicht gerade gut und deswegen hatte die Blaue Division in der Deutschen Führung bisher keine weitere Beachtung gefunden. Dies änderte sich, als sie wiederholt schwere russische Angriffe abwehrten.

Dezember 1942 General Emilio Esteban Infantes übernimmt das Kommando über die Blaue Division.
Er war im Rang eines Generalleutnants der Wehrmacht.

20. Oktober 1943 - Die Division wird von Franco, nach Aussenpolitischem Druck, offiziell aufgelöst, nachdem sie nach Spanien zurückgeholt wurde.
Die veränderte innenpolitische- und Kriegslage veranlassten Franco zu diesem Schritt. Die Landung der Alliierten in Nordafrika und Sizilien waren eine Bedrohung für Spanien, also sah sich Franco gezwungen, zum Schutze Spaniens zu handeln.

 

Viele Freiwillige blieben jedoch in Deutschland zurück und bildeten die "Spanische Legion".
Diese wurde später zu zwei Freiwilligen-Kompanien (101 und 102) der Waffen-SS.
Beide Kompanien kämpften bis zum Letzten - im Frühjahr 1945 bei der Verteidigung von Berlin (Götterdämmerung) gegen die Rote Armee.

 

In der Blauen Division dienten insgesamt 47.000 Mann in Russland.

3500 bis 4500 fanden dabei den Tod.
Etwa 8000 wurden verwundet.
Von den 321 Mann, welche in sowjetische Kriegsgefangenschaft gingen, kamen die letzten erst 1956 heim nach Spanien.
Die spanischen Soldaten der Blauen Division wurden mehrfach ausgezeichnet. So erhielten 2359 von ihnen das Eiserne Kreuz Zweiter Klasse, 138 das Eiserne Kreuz Erster Klasse, dazu noch zwei Goldene Kreuze und zwei Ritterkreuze, eins davon mit Eichenlaub.

 



Quellen

wikipedia.org (Zugriff 28.06.09)
spanien-bilder.com (Zugriff 28.06.09)

Autor: Tiwaz



Das Thema

Die 501. schwere Panzerabteilung


 


Schwere Panzerabteilungen waren bataillonsgroße deutsche Panzerverbände des Zweiten Weltkrieges. Es handelte sich um selbstständige Einheiten, die ausschließlich mit schweren Kampfpanzern der Typen Tiger und Tiger II ausgestattet waren und zur Schwerpunktbildung herangezogen wurden.

 

Aufstellung: 10. Mai 1942 (2 Kompanien - s.Pz.Kp.501 und s.Pz.Kp.502 ) in Erfurt (Wehrkreis IX)
Wiederaufstellung am 17. September 1943 in Paderborn (3 Kompanien)

Hintergrund: Für die Heerestruppe (Afrika) mit 2 Kompanien aufgestellt

 


Definition

 

Schwere Panzerabteilung

Die schweren Panzerabteilungen waren selbstständige Verbände, welche der Schwerpunktbildung dienten. Dabei galt der Tiger Panzer als Durchbruchswaffe, welche für die deutsche Taktik auf dem Höhepunkt wichtig war. Während einer Operation wurden solche Abteilungen meist einem Armeekorps bzw. einer Division unterstellt. Der Einsatz als wirksame Waffe an der Front stand dabei im krassen Gegensatz zum hohen Wartungsaufwand. Man nutze bis zum Ende des Krieges diese Abteilung nie optimal aus, ließ Sie einzeln operieren und nahm Ihnen so die Wirkung eines konzentrierter Einsatzes. Die Einsatzdoktrin dieser Verbände wurde alsbald nur eine theoretische Angelegenheit, denn in der Praxis waren die schweren Panzerabteilungen nur noch mit Defensivarbeit beschafftet, zu welcher Sie einfach nicht taugten, da diese langwidrige Ausdauerkämpfe waren und nicht die kurzen und intensiven Kämpfe der Tiger.
Aus der Schwerpunktwaffe sollte ein Allzweckwaffe werden, dabei blieb die Doktrin und das Material dasselbe.


(Die s. SS-Pz.Abt. 501 im Schloss Holte, Sennelager im Oktober 1944.)


Entstehung

 

Entstehung

 

Die Aufstellung erfolgte aus dem Grundstock der verwendete man die schweren Panzer-Kompanien 501 und 502 am 16. Februar 1942, welche im August 1942 mit Tigern versorgt wurden. Für die Ersatzgestellung war zuerst die Panzer-Ersatz-Abteilung 1 zuständig. Ab dem 20. Dezember 1942 war dann die Panzer-Ersatz-Abteilung 500 für diese Aufgabe zuständig. In Afrika wurde die Abteilung auf 3 Kompanien verstärkt. ( Die 3. Kompanie erreichte nicht den afrikanischen Kontinent - Aufstellung am 6. März 1943. Die 3. Kompanie wird am 1. Juli 1943 zur 10. Kompanie vom Panzer-Regiment Großdeutschland umbenannt.
Am 21. Dezember 1944 wurde die Abteilung als schwere Panzer-Abteilung 424 in das XXIV. Panzerkorps eingegliedert.


Einsatz

 

Der Weg der 501.

Als endlich im Jahre 1942 die geforderten schweren Tiger-Panzer zur Verfügung standen wurden diese natürlich von allen Fronten gefordert. Leider war die Produktion sehr aufwendig und die Ressourcenknappheit trug auch seinen negativen Teil dazu bei, sodass die Tiger, trotz größter Anstrengungen, nicht im größeren Stil produziert werden konnten. Also musste man versuchen den großen Bedarf und die vorhandenen Fahrzeuge irgendwie im Einklang bringen. Man entschied sich dafür spezielle schwere Abteilungen von Tigern aufzustellen. Einer dieser Abteilungen war die 501. schwere Panzerabteilung. Am 10. Mai 1942 wurde diese Abteilung im Wehrkreis IX in Erfurt aufgestellt und sollte der Heeresgruppe Afrika mit 2 Kompanien unterstellt werden. Für Afrika würden sich diese Fahrzeuge speziell eignen, da sie dort ihre Feuerkraft sehr gut ausspielen konnten. Im Vergleich dazu hatten gegnerische Panzer eigentlich keine Chance gegen diese schweren Fahrzeuge der Wehrmacht. Zur Aufstellung verwendete man die am 16. Februar 1942 aufgestellten schweren Panzer Kompanien 501 und 502. Nachdem im August 1942 endlich die ersten Tiger bei der Truppe eintrafen, konnten diese dann im Winter 1942/43 nach Afrika überführt werden.


(Michael Wittman - erfolgreichster Tigermann der Abteilung)

Am 23. November 1942 war es dann endlich soweit und die ersten 3 Fahrzeuge erreichten ihren Bestimmungsort Tunesien. Zum ersten Feindkontakt der neuen Abteilung kam es am 1. Dezember 1942. Allerdings kann man nicht wirklich von einer Abteilung im Sinne der späteren wirklichen schweren Panzerabteilungen sprechen, da es nur 3 Tiger waren. Im späteren Verlauf wurden die Abteilungen nach und nach mit weiteren Tigern bestückt. So am 3. Dezember 1942 geschehen, als in Bizerta (im Norden Tunesiens gelegen) 3 weitere Tiger "E" entladen wurden. Auch wenn man am 9. Dezember 1942 bereits über 7 einsatzfähige Tiger und 5 Panzer III bei der 501. verfügte, ist das noch nicht die wahre schwere Panzerabteilung. Im weiteren Verlauf des Afrika-Feldzuges kam es wie erwähnt zu weiteren Verstärkungen der Tiger-Verbände. Diese konnten aber die Kapitulation der Achsenstreitkräfte in Nord-Afrika nicht verhindern. Es gingen alle Fahrzeuge verloren und die noch einsatzfähigen Panzerfahrzeuge wurden durch die eigenen Besatzungen gesprengt.

 


 
 
Gliederung einer schweren Panzerabteilung 1943

Da sich die schweren Abteilungen ,trotz ihrer kleinen Stückzahlen, bewährten, wurde die 501. neu aufgestellt. Dies geschah am 17. September 1943 in Paderborn in jeweils 3 Kompanien. Natürlich wurden dafür die übriggebliebenen "alten Hasen" der ersten Stunde der Abteilung herangezogen. Nach einigen Verlegungen und Ausbildung, sowie einer Auffrischung auf 45 Tiger I, wurde die Abteilung an die Ostfront zur Heeresgruppe Mitte bei Witebsk verlegt. Die mittlerweile volle Abteilungsstärke sollte die Verbände in diesem Raum unterstützen. Wie alle anderen schweren Panzerabteilungen so wurde auch die 501. als eine Art Feuerwehrmann eingesetzt. Überall da, wo größere Panzerverbände oder Offensiven des Feindes drohten, wurden diese Abteilungen heran gezogen. In Verbindung mit den bewährten Panzer IV wurden diese Abteilungen auf die meist stark überlegenen Feindkräfte angesetzt, um einen Durchbruch, Einkesselung oder ähnliches zu vermeiden. Dies hatte natürlich auch einen moralischen Hintergrund für die Truppe, mit dem Wissen, dass Tigerverbände neben einem waren und man sich so um einiges sicherer fühlte.


 
Abschusszahlen der 501.
eigene Verluste:
120
Abschüsse:
450
Verlustrate:
1 : 3,75
 
Einsatzgebiete:
Nordafrika
(November 1942 - Mai 1943)
Ostfront
(November 1943 - Dezember 1944)

 

 

Im weiteren Verlauf des Krieges wurde es natürlich immer schwerer die verloren gegangenen Panzer zu ersetzten. Ersatzteilmangel, Produktionsengpässe, gestörte Nachschubwege usw. erschwerten die Situation zunehmend. Die Abteilung wurde auch mit den neuen Tiger II "Königstiger" ausgestattet. Allerdings nur in sehr geringen Mengen und die letzten zwei Tiger II wurde bei Molodechno in Polen vernichtet. Erneut wurde die Abteilung aufgefrischt, aber durch einen Überraschungsangriff eines einzelnen T-34/85 wurden 3 Tiger II am 12. August 1944 vernichtet. Damit endete die Geschichte einer glorreichen schweren Panzerabteilung. Sie wurde zwar erneut aufgestellt, aber unter dem Namen 424. schwere Panzerabteilung in das XXIV. Panzerkorps eingegliedert. Es gibt sicherlich schwere Panzerabteilungen, die eine größere Abschussrate erzielen konnte wie die 501., aber diese Abteilung war quasi die erste seines Zeichens und wurde immer in schwere Gefechte und Situation befohlen, sodass man diese Zahlen immer im Verhältnis der Einsätze sehen muss.


Übersicht

 

 
Kommandanten
Major Hans-Georg Lueder (10. Mai 1942 - 26. Februar 1943)
Major August Seidensicker (17. März 1943 - 12. Mai 1943) Träger des Ritterkreuzes
Major Erich Löwe (September 1943 - Dezember 1943)
Träger des Ritterkreuzes mit Eichenlaub
Oberstleutnant von Legat (Januar 1944 - August 1944)
Major Saemisch (August 1944 - Dezember 1944)

 

 


Quellen

http://www.schwerepanzerabteilung501.de/ (Letzter Zugriff 7.01.2011)
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gli ... t501-R.htm (Letzter Zugriff 7.01.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwere_Panzerabteilung (Letzter Zugriff 7.01.2011)
http://www.forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=4730 (Letzter Zugriff 7.01.2011)
http://www.ss501panzer.com/ (Letzter Zugriff 7.01.2011)
http://www.deutsches-afrikakorps.de/htm ... g_501.html
http://www.zweiter-weltkrieg-lexikon.de ... g-501.html (Letzter Zugriff 7.01.2011)
http://www.axishistory.com/index.php?id=2159 (Letzter Zugriff 7.01.2011)
http://www.wehrmacht-lexikon.de/heer/ei ... lungen.php (Letzter Zugriff 7.01.2011)
http://www.fprado.com/armorsite/tigers.htm (Letzter Zugriff 7.01.2011)
http://www.panzer-archiv.de/forum/print ... 5&start=75 (Letzter Zugriff 7.01.2011)

Autor: Freiherr von Woye



Das Thema

Die 7. Panzerdivision

 

(Wehrmacht)

 

 

Truppenkennzeichen der 7. Panzerdivision, links von 1940, in der mitte von 1941-45 und rechts
das Truppenkennzeichen bei der Operation Zitadelle (Schlacht bei Kursk)


Entstehung

 

Entstehung

Die 7. Panzerdivision wurde am 18. Oktober 1939 in Gera im Wehrkreis IX (Hessen, West-Thüringen) aufgestellt. Entstanden ist sie aus der Umgliederung der 2. Leichten Division, nachdem im Feldzug gegen Polen (Fall Weiß), die mangelnde Ausrüstung an Panzern zu Tage gekommen war. Besonders bekannt wurde die 7. Panzerdivision durch Erwin Rommel im Westfeldzug (Fall Gelb und Fall Rot). Generalmajor Rommel übernahm das Kommando über die 7. Panzerdivision im Februar 1940 in Bad Godesberg. Nachdem dieser zuvor gegenüber Adolf Hitler den Wunsch geäußert hatte eine Panzerdivision zu führen. Als im Mai 1940 der Sitzkrieg im Westen ein Ende fand brausten Rommels Panzer 19 Tage als Speerspitze der 4. Armee durch Belgien.

 

 

(Der Weg der 7. Panzerdivision durch Belgien bis hinein in Frankreich.)


Die Gepensterdivision

 

Die Gespensterdivision

Getrieben von dem ehrgeizigen General und seiner Maxime, "mit größter Kühnheit vorzustoßen, ohne daran zu denken, dass Flanke und Rücken ungedeckt waren". Im Juni desselben Jahres rollten seine Panzer erneut nach vorn, dieses Mal tief durch Französisches Land, nachdem er die verlängerte Maginot-Linie in der Nähe von Maubeuge durchbrechen konnte immer weiter nach Süden bis hin nach Bordeaux. Da Rommel seine Einheiten von der vordersten Linie aus befehligte, wusste selbst sein eigener Divisionsstab nicht immer, wo sich ihr Kommandeur befand. Dabei erhielt die Division den Spitznamen "La Division Fantome" - "Gespensterdivision", da sie immer Blitzschnell vorstieß und es so schien das sie immer an mehreren Stellen zugleich war. Dieser Name blieb ihr bis zum Ende des Krieges erhalten, da auch die übergeordneten Kommandoebenen nie wirklich wussten, wo die Division und ihr Kommandeur sich aufhielten. Die konventionellen Militärs staunten darüber, denn so schnell war eine Panzerdivision noch nie bewegt worden, die 7. Panzerdivision bewältigte am Tag 60 bis 80 Kilometer.

Der rasche Durchbruch, durch die stark ausgebauten französischen Maasstellungen zwischen Dinant und Houx, versetzen die 7. PD und seinen Divisionsstab in eine Feierstimmung. Man stand den anderen Divisionen weit voraus und befand sich an der Spitze des Frankreich Feldzuges. Man war zufrieden, doch der Kommandeur, Generalmajor Rommel, wurmte die momentane Situation doch sehr und keiner seiner Untergebenen konnte das nachvollziehen.
Major Hekamp, Generalstabsoffizier Ia unter Rommel, war zufrieden die Truppe endlich mal ausgeruht zu wissen. Außerdem war nun der Kommandeur Rommel endlich wieder mal im Stabsquartier anwesend und nicht immer vor bzw. Hekamp mit der alleinigen Führung der Division von hinten beschäftigt.

Rommel:"Ist bei den Einheiten aufgetankt und aufmunitioniert?"

Hekamp: "Jawohl, die Betriebsstoffe- und Munitionskolonnen sind bereist von vorn wieder zurück."

Rommel: "Was macht der Feind?"

Hekamp (zögernd): "Nach Fliegermeldungen marschieren den ganzen Vormittag über die geschlagenen Truppen der französischen 9. Armee hinter die befestigte Grenzzone zurück. Dahinter geht wieder ihre Artillerie in Stellung."

Rommel (aufbrausend): "Da haben wir es! Jetzt sofort müsste man nachstoßen, den an der Maas errungenen Erfolg entschlossen weiter ausnützen, den Gegner nicht mehr zur Ruhe kommen lassen, ehe er sich wieder ordnen und zu neuem Widerstand festsetzen kann. Einfach hinterher mit allen Kräften!"

 

 

Rommel fühlte sich unwohl, sah die Initiative davon schwimmen und sich auf seiner Position versauern. Der obersten deutschen Führung waren mit einem mal Bedenken gekommen. Sie schien, durch den bisherigen schnelle Vormarsch durch feindliches Gebiet überrascht zu sein und zögert nun das Tempo. Man wollte keine ungeschützten Flanken und nicht übereilen. Man wollte Abwarten und Rommel wollte vorwärtsstürmen mit seiner Division. Für Rommel war aber vorn da wo gekämpft und gesiegt wurde, die Führung wollte aber Absicherung in der Breite. Seine Division war dafür bestens geeignet, schlagkräftig und schnell.
Den Vormarsch seiner Panzerdivision führte Rommel selbst, oft gegen die Befehle von oben. Er befiehlt, hält die Panzerbesatzungen zum ständigen Feuern aus der Bewegung mit höchster Geschwindigkeit an, gibt aus seinem Befehlspanzer durch:

Rommel:"Wie bei der Marine - Salven nach Back- und Steuerbord!"


Man stößt durch die Maginotlinie durch und der Weg nach Westen ist offen - Rommel kann nun schalten und walten, was die Panzerketten hergeben.

"Die Franzosen, Truppen wie Führung, wurden völlig überrascht - einmal davon, dass Generalmajor Rommel die Grenzbefestigung, die man zunächst für sicher hielt, so rasch durchbrochen hatte, und zum anderen, dass er gegen alle bisherigen Kriegsregeln den Panzerstoß auch bei der Nacht fortsetze. [...] Die Infanterie warf ihre Waffen fort, suchte ihr Heil in der Flucht und erhöhte dadurch noch die allgemeine Panik. Hätten sich die französischen Truppen zum Kampf gestellt, so wäre die Lage für die deutsche Panzerkolonne reichlich gefährlich geworden ..."

Die Name Gespensterdivision prägte sich ein und überall musste man nun mit dieser Division rechnen, auch weil Sie gegen jede Regel operierte. Rommel trieb an jedem Punkt an: Panzer - marsch! Weiter! Er operierte nach Belieben, macht Schwenks wie es ihm gefiel und dabei nannte man die 7. PD immer noch "Vorausabteilung" , richtiger wäre wohl eigens operierende Frontverband.

"Links ist Feind, rechts ist Feind, hinter uns ist nichts - aber vorn ist Rommel" (Diese Feststellung sollte in der ganzen Division bald zum geflügelten Wort werden.)

Man überraschte sich gerade sammelnde Verbände in Dörfer, man besiegte verdutze Kommandeure, die einfach nicht glauben konnte, dass die deutschen schon so nahe sind und man trieb ganze Kolonnen zur Flucht, die glaubten die Front ist gleich nebenan und Sie hätten keine Chance mehr. Ganze Fuhrparks wurden zurückgelassen und sich in die Wälder geschlagen. Die Gespensterdivison ging um, und die Franzosen hatten schon bei diesen Wort "nasse Hosen", dabei wusste selbst die Korps- oder Armeeführung oftmals keinen Schimmer wo Rommel stand bzw. was er bisher erreicht hatte.
Aber diese Vorgehen barg viele Risiken, einige Verluste waren in der 7. PD zu beklagen und auch Rommel hatte einige Momente, in denen er mit einem Fuß auf der Gefallenenliste stand. Hätten die gegnerischen Kanoniere nur gewusst, wer da fährt, hätte man einen der besten Kommandeure dieses Krieges schon früh aus dem Spiel genommen. Auch die eigenen Stukas hatten es nur zu oft auf die eigenen Panzer abgesehen, hätte ja keiner ahnen können, dass die eigenen Truppen so weit vorn fahren.

General:"Seit Stunden führen wir nun schon vom Korps aus die verschiedenen Einheiten der 7. Panzerdivision. Das ist doch nicht unsere Aufgabe, das ist Sache des Divisionskommandeurs! Was ist mit diesem Rommel eigentlich"

Oberstleutnant (Chef des Stabes):"Generalmajor Rommel hat mit seinem Panzerregiment in einem Zug die verlängerte Maginot-Linie durchbrochen ..."

General:"Nun gut, weiß ich - aber deswegen braucht er ja nicht gleich nach vorn davonlaufen. Und wo ist er jetzt?"

Oberstleutnant:"Soviel bekannt ist, führt Rommel weiterhin die Panzerspitze."

General:"Was - noch immer? Zum Deibel noch mal, das ist doch nicht seine Aufgabe. Er gehört nicht zur Vorausabteilung, sondern zu seinem Stab, und er hat die ganze Division zu führen und nicht etwa voraus herumzufahren. Geben Sie das sofort an ihn durch"

 

Oberstleutnant

    • :

"Keine Ahnung, wo er steckt, nicht mal bei seiner Division weiß man das genau. Aber ein Oberleutnant, den ich noch in der Nacht zur Verbindungsaufnahme losgeschickt hatte, ist vor zehn Minuten zurückgekommen"

 

General (erbost): "Und das sagen Sie erst jetzt? Na los doch, worauf warten wir denn noch? Herein mit dem Mann"

Oberleutnant (stramm stehend):"Unwahrscheinlich, Herr General, nicht zu glauben ... Die verlängerte Maginot Linie ist im Angriffsstreifen der 7. PD völlig durchbrochen - überall sind Truppen der Division im raschen Vormarsch - ich bin bis Avesnes gekommen - einfach unbeschreiblich . kilometerlang sind die Straßen voll von zerschossenen und stehen gelassenen Panzer, Geschützen, Fahrzeugen und voller französischer Soldaten, die den Kampf eingestellt haben und waffenlos hinter unsere Linien wandern ... Herr General, das ist der Sieg!"

General:"Nun beruhigen Sie sich mal wieder, von Sieg ist da noch lange nicht die Rede. Sicherlich scheibt dies eine ganz schöne Sache zu sein. Aber was mich im Augenblick mehr interessiert: haben Sie auch den Kommandeur der 7. PD angetroffen?"


Eine Begebenheit muss hier aber noch erwähnt werden. Als Rommel vorne führt, werden weiterhin Verstärkung und Nachschub herangeführt, da findet dieses Ereignis statt. Ein Leutnant mit einer Verstärkungseinheit trifft auf Einheiten der 7. PD:

Leutnant:

    • "Na endlich! Wo steckt ihr denn bloß? Hab' schon gedacht, ich hätte bereist die Panzerspitze überholt und wäre mitten im Feind ..."

Panzermann der 7. PD:"Da hinter uns im Spähwagen - der General"(deutet mit dem Daumen nach hinten)

Rommel:"Was gibst?"

Leutnant: "Leutnant Mader vom Schützenregiment 6 unterwegs zur Verbindungsaufnahme mit dem Panzerregiment 25. Ich dachte schon, ich wäre zu weit gefahren ..."

Rommel:"Da haben Sie aber falsch gedacht. Wenn Sie zum Panzerregiment wollen, dann müssen Sie noch ein gutes Stück weiter vor."

Leutnant: "Noch etwas, Herr General. Eben vorhin sind wir durch ein französische Kolonne gerast, da hätte man uns bald um ein Haar hochgenommen."


In diesem Moment ein voll bewaffnete französische Kompanie in Sicht. In voller Marschordnung marschiert Sie auf der Straße und kommt beim Anblick der deutschen Fahrzeuge ins Stocken. Rommel lasst den Spähwagen an die Spitze der Kolonne heranfahren:

Rommel:"Mon Capitaine, Sie haben die falsche Richtung - kehrt marsch und zurück! Und ihre Waffen brauchen Sie auch nicht mehr, lassen Sie diese ablegen."

 

 

(Der Weg durch Frankreich)

Jedoch wurde ihm vorgeworfen, dass er bei seinen Vorstößen die Sicherung seiner Flanken vernachlässigte und somit gegen jeder Regel der Kriegskunst verstieß. Außerdem, dass er seine Division allzu Rücksichtslos einsetzte, denn die 7. Panzerdivision habe die größten Verluste unter allen Divisionen im Feldzug gehabt.

 

 

(Links zu sehen der Start der Operation Barbarossa für die 7. PD und Rechts die Rückzugsgefechte bei Moskau - Rschev)


Ostfront

Im Osten

Nach dem Sieg über die Frankreich blieb die Division bis Februar 1941 dort um aufgefrischt zu werden, damit sie schließlich bereit für die Operation Barbarossa, den Krieg gegen die Sowjetunion, war. Dort wurde sie der Heeresgruppe Mitte unterstellt und fiel von Ostpreußen in die UdSSR ein. Ihr Weg führte sie über Olita, Minsk, Lepal, Vitebsk, bei Smolensk schließlich bis hin in die gewaltige Kesselschlacht von Viasma, wo sie in der Panzergruppe Guderian kämpfte. In dieser Schlacht konnten nach dem Sieg der Wehrmacht über 600.000 Rotarmisten gefangen genommen. Danach führte ihr Weg über Gshask und Klin bis nach Jachroma, 55 kilometer nördlich von Moskau. Nach der Niederlage in der Schlacht um Moskau wurde die Heeresgruppe Mitte bis nach Rschev zurückgedrängt, bei der im Januar 1942 die Sowjetischen Truppen aufgehalten werden konnten.

 
(Links zu sehen der Start der Operation Barbarossa für die 7. PD und Rechts die Rückzugsgefechte bei Moskau - Rschev)
 
 

 

Im Osten

Im Mai 1942 wurde die 7. Panzerdivision im besetzten Frankreich dann wieder aufgefrischt um ab Februar 1943 erneut an der Ostfront eingesetzt zu werden. Dieses Mal hingegen am südlichen Teilabschnitt als Teil der in Heeresgruppe Süd umbenannten Heeresgruppe Don. Dort nahm sie an den Schlachten um Kursk, Kiew, Shitomir, Charkov und später an dem langen Rückzug durch die Ukraine teil. Im Februar 1943 wurden die Reste der bei der Heeresgruppe Don vernichteten 27. Panzer-Division in die 7. Panzerdivision eingegliedert. Im Herbst 1943 wurden der Division die neuen Tiger-Panzer zugeführt, um den bis dahin überlegenen sowjetischen T-34-Panzern begegnen zu können.

 


(Ein Tiger Panzer der 7. Panzerdivision)

 

Ende

Im August 1944 wurde die Division ins Baltikum verlegt und verblieb dort bis zum November des gleichen Jahres. Anschließend wurde auch sie durch die Rote Armee nach Westen zurückgedrängt. Am 19. April 1945 wurde für die nur mit geringen Resten von Hela zurückgekommene Division bis zum 1. Mai 1945 eine kurzfristige Auffrischung im Raum Waren an der Müritz, im Wehrkreis II, befohlen, für die der Panzer-Ausbildungs-Verband Krampnitz den Grundstock abgeben sollte. Um der sowjetischen Gefangenschaft zu entgehen, ergab sich die 7. Panzer Division unter Oberst Hans Christern am 8. Mai 1945, der britischen Armee in Schwerin im Wehrkreis II (Pommern, Mecklenburg).


Übersicht

 

Liste der Kommandeure der 7. Panzerdivision
Generalmajor
Generalmajor
Generalmajor
Oberst
Generalmajor
Generalmajor
Oberst
Oberst/Generalmajor
Generalmajor
Generalmajor/Generalleutnant
Generalmajor
Generalleutnant
Generalmajor
Generalleutnant
Oberst
Georg Stumme
Erwin Rommel
Hans Freiherr von Funck
Wolfgang Gläsemer
Hasso von Manteuffel
Adelbert Schulz
Wolfgang Gläsemer
Karl Mauss
Gerhard Schmidhuber
Karl Mauss
Hellmuth Mäder
Karl Mauss
Max Lemke
Karl Mauss
Hans Christern
18. Oktober 1939 bis 5. Februar 1940
5. Februar 1940 bis 14. Februar 1941
15. Februar 1941 bis 17. August 1943
17. bis 20. August 1943
20. August 1943 bis 1. Januar 1944
1. bis 28. Januar 1944
28. bis 30. Januar 1944
30. Januar bis 2. Mai 1944
2. Mai bis 9. September 1944
9. September bis 31. Oktober 1944
31. Oktober bis 30. November 1944
30. November 1944 bis 5. Januar 1945
5. bis 23. Januar 1945
23. Januar bis 25. März 1945
26. März bis 8. Mai 1945

 


Gliederungen der 7.Panzerdivision
1940 1943
Panzer-Regiment 25
Panzer-Abteilung 66 (fino al 03/1942)
Schützen-Brigade 7
Schützen-Regiment 6
Schützen-Regiment 7
Kradschützen-Bataillon 7
Schwere Infanterie-Geschütz-Kompanie 705 (Hptm. Hans-Heinz Fischer vom IR10)
Artillerie-Regiment 78
Aufklärungs-Abteilung 37
Panzerjäger-Abteilung 42
Pionier-Bataillon 58
Nachrichten-Abteilung 83
Versorgungstruppen 58
Panzer-Regiment 25
Panzergrenadier-Regiment 6
Panzergrenadier-Regiment 7
Panzer-Artillerie-Regiment 78
Panzer-Aufklärungs-Abteilung 7
Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung 296
Panzerjäger-Abteilung 42
Panzer-Pionier-Bataillon 58
Panzer-Nachrichten-Abteilung 83
Panzer-Versorgungstruppen 58


Quellen

A. Bucher, Die Gespensterdivision - 1940. Erwins Rommels Panzer im Frankreich Feldzug, 1986.

Wikipedia.org (Letzter Zugriff 4.01.2011)
Lexikon-der-Wehrmacht.de (Letzter Zugriff 4.01.2011)
Spiegel.de (Letzter Zugriff 4.01.2011)
Okh.it (Letzter Zugriff 4.01.2011)

Autor: Kai / Freiherr von Woye



Das Thema

Legion Norwegen


 


Geschichte

Die "Norwegische Division" (Den Norske Legion), offiziell: "Freiwilligen-Legion Norwegen", war eine Infanteriedivision aus norwegischen Freiwilligen, die unter der Führung der deutschen Wehrmacht von 1942 bis 1943 am Russlandfeldzug teilnahm.
Die Gründe für eine Meldung zur "Norwegischen Division" waren antikommunistische Motive, den Finnen in ihrem Krieg gegen Russland zu helfen und Teil einer neuen norwegischen Armee zu sein. Es wurde zu Anfang betont, dass "Die Norwegische Division" eine reine norwegische Einheit sein sollte, das heißt mit norwegischen befehlshabenden Offizieren und norwegischen Uniformen. Diese Hoffnung der Freiwilligen wurde aber nicht erfüllt. Die größte Enttäuschung für die Männer war allerdings, dass sie nach Leningrad verlegt wurden und nicht ihren finnischen Kameraden helfen konnten.

 

Die wenigen Unterschiede zu deutschen Einheiten waren geänderte Kragenspiegel, ein Ärmelband und als Parteimitglied ein Hird-Abzeichen am Unterarm.

 


 
Kommandeure der Legion
Oberst Finn Hannibal Kjelstrup:
29. Juni - 01. Dezember 1941
Legion-Sturmbannführer Jørgen Bakke:
01. Dezember - 15. Dezember 1941
Legion-Sturmbannführer Arthur Quist:
15. Dezember 1941 - 20. Mai 1943
 
Battalionsaufteilung:
Ersatzbataillon Legion-Norwegen 1942-43

1. Kompanie Frw. Legion Norwegen
1. Polizeikompanie 1942-43
14. Panzerjägerkompanie Frw. Legion Norwegen
2. Kompanie Frw. Legion Norwegen
3. Kompanie Frw. Legion Norwegen
4. (schwere) Kompanie Frw. Legion Norwegen
5. Kompanie Frw. Legion Norwegen

Die Division bestand aus einem Battalion, genannt "Viken". Es waren noch mehr geplant aber die Anzahl der Freiwilligen war zu gering, um größere Verbände aufzustellen.

 


 
Dies zeigt auch die tatsächliche Truppenstärke
August 1941:
700
Dezember 1941:
1.218
16 März 1942:
1.150
Mai 1942:
600
1 Dezember 1942:
1.000
31 Dezember 1942
678
Mai 1943:
600

Am 29. Juni 1941 wurde durch den Reichskommissar für Norwegen, Josef Terboven verkündet, dass man eine norwegische Freiwilligen-Division aufstellen werde. Ursprünglich war eine Truppenstärke von bis zu 30.000 Mann geplant, diese Anzahl wurde jedoch nie erreicht. Die „Legion“ bestand aus den Regimentern der Viken 1, Viken 7 und einer Anzahl von Freiwilligen der Norges-SS. Die Einheit erlebte ihren ersten Einsatz im Februar 1942 an der Ostfront bei Leningrad, wo sie die 2. SS (motorisierte) Infanterie-Brigade und die 250. Spanische Blaue Abteilung unterstützte. Durch weitere Freiwillige konnten zwei weitere Abteilungen in die „Legion“ eingegliedert und somit die Stellungen vor Leningrad im September 1942 verstärkt werden. Durch die starken Gefechte und die damit verbundenen Verluste bei Leningrad, sowie dem Mangel an neuen Freiwilligen, wurde die „Legion“ im März 1943 von der Front abgezogen und schließlich am 20. Mai 1943 offiziell aufgelöst. Den verbliebenen Soldaten der "Norwegischen Freiwilligen-Legion" wurde angeboten, im neuen 23. SS Panzergrenadier-Regiment Norge weiterzukämpfen. Vierhundert der kampferprobten Männer machten von diesem Angebot Gebrauch.

 

 

Das Bild zeigt einen offiziellen Besuch am 17. Mai 1942 an der Leningradfront. Personen von links: Arthur Quist, Justizminister Sverre Riisnes und Ministerpräsident Vidkun Quisling begrüßen Soldaten der "Norwegischen Legion".


Quellen

frontkjemper.com (Zugriff 01.08.09)
wikipedia (Zugriff 01.08.09)
axishistory.com (Zugriff 01.08.09)

Autor: Markus



Das Thema

 

Rammjäger: Das Sonderkommando Elbe

Das Sonderkommando Elbe wurde zum Ende des 2. Weltkrieges, auch auf Initiative des Luftwaffen-Oberst Hajo Herrmann, gegründet. Vorgeschlagen hatte er diese "Taktik" schon im Herbst 1944 und ca. ein halbes Jahr später erfolgte die Umsetzung.

 

 

Hajo Herrmann


Geschichte

Da zum Ende des Krieges die materielle Überlegenheit der Alliierten immer größer wurde und viele erfahrene deutsche Piloten in der Reichsverteidigung fielen, suchte man nach Auswegen, um der Überlegenheit der Alliierten begegnen zu können.
In einer stark verkürzten Zeit wurden neue deutsche Piloten ausgebildet. Die Auswirkungen der verkürzten Ausbildung kann man sich vorstellen. Die neuen jungen Piloten fielen zumeist gleich bei ihrem ersten Einsatz.

Im Herbst 1944, also wenige Monate vor Kriegsende, kam dann die Idee auf, die gegnerischen Bomber durch Rammen zu vernichten. Es wurde mit den Vorbereitungen begonnen. Dazu wurden junge fanatische Jungen rekrutiert. Obwohl die Überlebenschance nicht allzu hoch war, sagte man ihnen, dass sie nach dem Rammstoß ja immer noch mit dem Fallschirm aussteigen könnten. Es bestand allerdings keine Möglichkeit, sich gegen feindliche Flugzeuge zu verteidigen, da die Maschinen nur mit einem 13-mm MG als Bewaffnung flogen. Bei den Maschinen wurde an allem gespart, was nicht dringend gebraucht wurde. So an der Panzerung rund um den Pilotensitz, dem Rundfunksender usw. Der Grund dafür war einfach. Es diente dazu, das Gewicht zu reduzieren und die Maschine auf eine Flughöhe von mindestens 10.000 m zu bekommen.
Im März 1945 wurde das Sonderkommando Elbe mit etwa 120 - 150 Piloten und 184 Maschinen vom Typ Bf 109 in Magdeburg aufgestellt. Ironischerweise auf dem Geburtsplatz der deutschen Fallschirmjäger.
Viele deutsche Fliegerkommandeure waren gegen so einen sinnlosen Verband.

 

Vielleicht wollte man so an die Ehre appellieren? Oder es war ein Zufall! Sicher dürfte sein, dass viele in diesem Unternehmen keinen Sinn mehr gesehen haben und es wahrscheinlich auch ihrer Art der Kriegsführung widersprach. In diesem Punkt kann man die Luftwaffe nicht mit Teilen des Heeres vergleichen, die in manchen Frontabschnitten bis zum bitteren Ende den wirren Befehlen ohne zu hinterfragen Folge leisteten. Gerade die Verteidigung von Breslau ist eines von mehreren Beispielen.
Dennoch führte auch die Luftwaffe diesen sinnlosen Befehl aus!

Der einzige Einsatz der bekannt ist, war das Unternehmen Werwolf. Es sollte die amerikanischen Bomberströme vom 7. April 1945 aufhalten, bzw. schwächen.
Er bestand aus 1300 Bombern und knapp 800 Begleitjägern. Das Sonderkommando Elbe flog mit 183 Maschinen nun seinen ersten Einsatz unter Begleitung des JG 7, das mit Me 262 ausgerüstet war.
Es wurden vernichtet durch Rammjäger: 23 Bomber und durch die Me262 des JG 7 28 Bomber.
Die deutschen Verluste bei den "Kämpfen" über dem Steinhuder Meer waren hoch, 133 Deutsche Flugzeuge gingen verloren.
Die Piloten, die sich nach dem Rammen retten konnten, wurden am Fallschirm hängend von amerikanischen Jagdfliegern abgeschossen.
77 junge Flieger kamen nicht zurück.

 

 

Ein speziell zum Rammen entwickeltes Flugzeug

Das war die traurige Bilanz des ersten und letzten Einsatzes dieses sinnlosen Kommandos.

Am 17. April wurde das Kommando aufgelöst und die jungen Flieger, die noch übrig waren, als Infanteristen im Endkampf um Berlin verheizt.

In Wienhausen-Bockelskamp bei Celle befindet sich ein Gedenkstein für die Opfer des Sonderkommandos Elbe. Er wurde von ehemaligen Angehörigen errichtet.

Quellen

wikipedia (Zugriff 03.08.09)
zdf.de/Wunderwaffen (Zugriff 03.08.09)
zdf.de/Deutsche Kamikaze (Zugriff 03.08.09)
versandbuchhandel..... (Zugriff 03.08.09)

Autor: hbw