DMP Modding Community

BECOME A PART OF THE PROJECT

Wir sind eine unabhängige und vorwiegend deutschsprachige Internetseite für Modding in Games. Seit 2005 hat sich das Projekt Designmodproject dem Modden bzw. dem Erstellen von Mods verschrieben (Mod; Abk. für engl. modification oder deutsch Modifikation). Dabei stand immer die historische Erweiterung von Spielinhalten des strategie- und militärhistorischen Genres der PC-Spiele im Vordergrund.

Aus dem DMP Hobbyforum hat sich eine innovative Community entwickelt, welche ergänzende Inhalte zu den Spielen und dessen Hintergründe einbringt. So existieren heute neben einem vielfältigen Downloadbereich, einer aktiven Forengemeinde und der Informationsplattform zu verschiedenen Spielen, auch eine Anlaufstelle für interessierte Modder, Spieler und Spieleentwickler.

Seit 2015 arbeitet das Design Mod Project mit Entwicklerstudios zusammen und dient als Sprachrohr für die Community an die Hersteller von PC Spielen. Wir stehen für den aktuellen Trend zurück zu den Wurzeln von Spielen zu gehen und wollen diesen Weg mit den Spielern zusammen bestreiten. Wir bieten eine Plattform für Modding und vor allem für das Teilen von Spielerlebnissen.

 

Download News

Battlefield: Europe 2.0

Battlefield: Europe 2.0

McGuba war wieder fleißig und hat seinen Mod Battlefield: Europe für Panzer Corps weiter fortgesetzt.
War Ace Campaign  Patch 5.2

War Ace Campaign Patch 5.2

Dieser Patch korrigiert diverse Fehler aus Version 5.0 oder 5.01 und korrigiert die Dateistruktur vieler Einheiten, welche möglicherweise unregelmäßige CTDs beim Spielen oder Laden verursachen.
DAW - Der andere Weg 19-01

DAW - Der andere Weg 19-01

Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 18-02) sind enthalten: Darstellung von Meeresfeldern Die Meerestiles haben (auch für die ersten 3 Kampagnen) ein neues Grafikmuste
Amulet Mod Version 3.0

Amulet Mod Version 3.0

Der Amulet Mod 3.0 ist für das PC-Spiel Panzer Corps Wehrmacht. Es ist der zur Zeit tiefgreifendste und umfangreichste Mod für deutsche Einheiten. Hier kurz die Merkmale: 77 neue Einheiten; 50
Modern Conflicts 1.1

Modern Conflicts 1.1

Endlich ist Version 1.1 live. Der erste Teil der russischen Kampagne ist verfügbar, außerdem sind viele Balance-, grafische und andere Verbesserungen implementiert worden. Da hat Akkula wieder gan
Total Realism Project

Total Realism Project

TRP 1.04 ist eine Zusammenfassung der vielen kleineren Ideen, die wir zu unserer Mod hatten. Wir veröffentlichen sie nun auf Basis der neuen HoI 2 Darkest Hour-Version 1.05.
DAW - Der andere Weg 18-02

DAW - Der andere Weg 18-02

Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 17-09) sind enthalten: Darstellung vereister Seen Die Landschaftstiles für Seen in der Winterdarstellung wurde (auch für die beid
Battlefield: Europe 1.9

Battlefield: Europe 1.9

Changes in v1.9
Pazifik Korps Teil 4 Part 3

Pazifik Korps Teil 4 Part 3

Im 3. Teil der US-Kampagne "Nach den schwarzen Tränen der Arizona", geht es als erstes um die Befreiung der Philippinen. Hierbei werden Sie von einem lokalen Helden tatkräftig unterstützt. Die aus
War Ace Campaign 5.0

War Ace Campaign 5.0

Eine erhoffte Fortzetzung des War Ace Campaign Großmod für das Spiel Silent Hunter 3 wurde von HanSolo nach mehr als 2 Jahren intensiver Entwicklungszeit vollendet.
DAW - Der andere Weg 17-09

DAW - Der andere Weg 17-09

Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur Version DAW 17-04 sind enthalten: Englische Texte DAW Kompendium + Credits, Install-Datei, sowie alle Briefingsdateien und Texte innerhalb der Kampagnen sin
Panzer War in Europe Mod

Panzer War in Europe Mod

Ein Mod des Users IronCross für das Spiel Panzer War in Europe. Es wurden vorhandene Grafiken berichtigt und einige Grafiken hinzugefügt. Es wurde noch weitere Änderungen vorgenommen. Die detaill


Das Thema

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt

 

Die Berichte der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg

(01. - 30. Juni 1940)

Zussamenfassender Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht
OPERATIONEN IM WESTEN
vom 10. Mai bis 4. Juni

Der Begriff Wehrmacht bezeichnet die Streitkräfte im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die Wehrmacht ging durch das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 aus der damaligen Reichswehr hervor und wurde im August 1946 offiziell aufgelöst. Die Berichte der Wehrmacht sind in die sogenannte „Wehrmachtpropaganda“ einzuordnen, wurden vom 1. September 1939 bis zum 9. Mai 1945 jeweils in den Mittagsnachrichten ausgestrahlt und beinhalteten neben dem Bericht über militärische Situation, auch Namensnennung und Auszeichnung des Oberbefehlshaber.

 

„Ich habe den Wehrmachtbericht immer als wohl das wertvollste Propagandainstrument der Wehrmachtpropaganda betrachtet, allerdings unter der einen unabänderlichen Voraussetzung, daß er nur die Wahrheit bringen durfte und sich niemals der Lüge bediente. […] In dieser Auffassung war ich auch einig mit dem Chef des Wehrmachtführungsstabes, einem Fanatiker der Wahrheit.“

(Die Wehrmachtberichte. Band I, Köln 1989, ISBN 3-423-05944-3)

 


01.06. - 07.06.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 1. Juni 1940

 

Der Widerstand der letzten in Nordostfrankreich eingeschlossenen Teile des französischen Heeres wurde gebrochen.
Allein bei der Säuberung des Gebietes um Lille wurden hierbei bisher 26.000 Gefangene eingebracht.
Der Angriff auf die Reste des britischen Expeditionsheeres beiderseits Dünkirchen ist gegenüber zähem Feindwiderstand in dem sehr schwierigen Gelände in gutem Fortschreiten.
Trotz schlechter Wetterlage hat unsere Luftwaffe am 31. Mai weitere Einschiffungen in Dünkirchen mit Erfolg bekämpft und zur Unterstützung des Heeres in den Erdkampf eingegriffen.
Es wurden fünf Transporter versenkt und drei Kreuzer oder Zerstörer sowie zehn Handelsschiffe, insgesamt 70.000 Tonnen, durch Bombentreffer schwer beschädigt.
Eine Schnellbootflottille versenkte einen feindlichen Zerstörer und ein feindliches Unterseeboot, womit sich die Zahl der im Kanalgebiet durch Schnellboote versenkten Zerstörer auf sechs und die der Unterseeboote auf zwei erhöht.
Ein Unterseeboot torpedierte vor Ostende ein feindliches Kriegsschiff.
Bei der Vernichtung englischer Truppen bei Cassel am 30. Mai, die zur Erbeutung von 65 englischen Panzerkampfwagen führte,zeichnete sich eine von Oberst Koll geführte Gefechtsgruppe einer Panzerdivision besonders aus.
An der Südfront scheiterten bei Abbeville feindliche Panzerangriffe.
Im Nachstoß konnten wir dort Boden gewinnen.
Südlich Abbeville belegte die Luftwaffe feindliche Truppenansammlungen in den Wäldern erfolgreich mit Bomben.
Der Feind, der sich noch in einem kleinen Brückenkopf bei Le Chesne auf dem
Nordufer des Canal des Ardennes hielt, wurde über den Kanal zurückgeworfen.

In Norwegen haben die von Drontheim nach Norden vorstoßenden Truppen nördlich von Fauske
feindlichen Widerstand gebrochen und weiter Raum gewonnen.
Die Gruppe Narvik hat gegenüber starken feindlichen Angriffen gestern ihre Stellungen gehalten.

Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft betrugen am 31. Mai 49 Flugzeuge, davon wurden im Luftkampf 39, durch Flak zehn Flugzeuge abgeschossen. Neun eigene Flugzeuge werden vermisst.

SONDERMELDUNG

Reste des geschlagenen britischen Expeditionsheeres versuchten am heutigen Tage, mit kleinen Fahrzeugen aller Art auf die vor der Reede von Dünkirchen liegenden Kriegs- und Transportschiffe zu entkommen. Die deutsche Luftwaffe vereitelte diese Versuche durch laufende Angriffe, besonders von Sturzkampfflugzeugen auf Kriegs- und Transportschiffe.
Nach den bisher vorliegenden Meldungen gelang es, drei Kriegsschiffe sowie acht Transporter mit einer Gesamttonnage von etwa 40.000 Tonnen zu versenken.
Weitere vier Kriegsschiffe und 15 Handelsschiffe wurden durch schwere und schwerste Bomben in Brand geworfen und stark beschädigt.
Von dem zum Schutze der britischen Schiffseinheiten eingesetzten Feindjägern wurden 40 abgeschossen.
Die Angriffe werden zur Zeit noch fortgesetzt, so dass mit weiteren Erfolgen zu rechnen ist.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 2. Juni 1940

 

In hartem Kampf wurde der von den Engländern auch gestern zäh verteidigte Küstenstreifen beiderseits Dünkirchen von Osten her weiter eingedrückt.
Nieuport und die Küste nordwestlich davon sind in deutscher Hand. Adinkerke, westlich Furnes, und Ghyvelde, zehn Kilometer ostwärts Dünkirchen, sind genommen.
Die Gefangenen- und Beutezahlen stiegen auch gestern erheblich.
Allein bei einer Armee wurden 200 Geschütze aller Kaliber erbeutet.
An der Südfront keine besonderen Ereignisse.
Die Luftwaffe bekämpfte am 1. Juni, wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, Versuche von Resten des geschlagenen britischen Expeditionsheeres, auf die vor Dünkirchen liegenden Schiffe zu entkommen.
Die Erfolge der Stuka-, Kampf-, Zerstörer- und Jagdgeschwader haben sich gegenüber den bereits bekanntgegebenen Zahlen noch wesentlich erhöht.
Insgesamt sind vier Kriegsschiffe und elf Transportschiffe mit einer Gesamttonnage von 54000 Tonnen versenkt, 14 Kriegsschiffe, nämlich zwei Kreuzer,
zwei Leichte Kreuzer, ein Flakkreuzer, sechs Zerstörer, zwei Torpedoboote und ein Schnellboot sowie 38 Handelsschiffe mit einer Gesamttonnage von
160.000 Tonnen durch Bombentreffer beschädigt. Zahlreiche Boote, Barkassen und Schlepper wurden zum Kentern gebracht und Truppenansammlungen
am Strand von Dünkirchen erfolgreich mit Bomben angegriffen.
Bei einem erneuten Vorstoß deutscher Schnellboote gegen den noch in Feindeshand befindlichen Teil der belgisch-französischen Küste
gelang es einem dieser Boote, einen schwer beladenen Transportdampfer von 4.000 BRT durch Torpedoschuss zu versenken.

Zum ersten Male griffen Kampfverbände der Luftwaffe den Hafen von Marseille an und setzten dort zwei große Handelsschiffe durch Bombentreffer in Brand.
Die Eisenbahnstrecke Lyon-Marseille wurde an mehreren Stellen durch Bombentreffer beschädigt.

Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft betrugen am 1. Juni 58 Flugzeuge, davon wurden 42 im Luftkampf, acht durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. 15 eigene Flugzeuge werden vermisst. Von unseren von Drontheim nach Norden vorgegangenen Gebirgsjägern wurde am 1. Juni Bodö genommen und hierbei neben anderem Kriegsgerät eine englische Batterie erbeutet.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 3. Juni 1940

 

Der Angriff gegen Dünkirchen von Westen, Süden und Osten macht langsam Fortschritte. Das schwierige, von zahlreichen Gräben durchzogene und überschwemmte Gelände erschwert die Operationen.
Trotzdem gelang es, im Zusammenwirken mit der Luftwaffe, in die stark befestigte Stadt Bergues einzudringen.

Der ganze noch im Besitz des Feindes befindliche Raum um Dünkirchen liegt dauernd unter schwerem Artilleriefeuer.
Auch Kampf- und Stukaverbände setzten am 2. Juni ihre Angriffe auf Dünkirchen fort. Dabei wurden zwei Zerstörer, ein Wachtboot und ein Handelsschiff von 5.000 BRT versenkt, ein Kriegsschiff, zwei Zerstörer und zehn Handelsschiffe durch Bombentreffer beschädigt.
Im übrigen dehnten sich die Angriffe der Luftwaffe bis in das Rhonetal und bis Marseille aus.

Vor unseren beiderseits Forbach vorstoßenden Truppen wich der Feind auf die Maginotlinie zurück und ließ Gefangene, Waffen und Gerät in unserer Hand.
Die im Zuge der großen Vernichtungsschlacht in Flandern und im Artois gefangenen Engländer und Franzosen haben nach den vorläufigen Feststellungen die Zahl von 330.000 erreicht.

Der schwere Abwehrkampf unserer Gebirgsjäger und an Land eingesetzten Schiffsbesatzungen
im Berggelände um Narvik gegen ungeheure Überlegenheit dauert an.
In Nord-Norwegen wurden am 1. Juni der Sender und das Sendehaus in Vadsö durch Bomben zerstört, ein feindliches Handelsschiff am Westausgang des Ofoten-Fjords versenkt.

In der Nacht zum 3. Juni setzte der Feind seine Luftangriffe gegen nichtmilitärische Ziele
in West- und Südwestdeutschland fort, ohne nennenswerten Schaden anzurichten.

Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft betrugen gestern insgesamt 59 Flugzeuge, davon wurden 27 im Luftkampf, zehn durch Flak abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. 15 eigene Flugzeuge werden vermisst.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 4. Juni 1940

 

SONDERMELDUNG

Am gestrigen Tage griff die Luftwaffe mit starken Verbänden aller Waffen vom Feinde belegte Flugplätze und Anlagen der französischen Luftwaffe in und um Paris an.
In kraftvollem, überraschendem Einsatz gelang es schnell, die feindliche Luftverteidigung auszuschalten und in konzentriertem Hoch- und Tiefangriff die Anlagen und Rollfelder sowie zahlreiche Flugzeuge am Boden zu zerstören. An vielen Stellen wurden Brände und Explosionen hervorgerufen.
In Luftkämpfen wurden 70 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Fünf eigene Flugzeuge werden vermisst.
Der Kampf um Dünkirchen steht vor dem Abschluss. Unsere Truppen sind in die Stadt eingedrungen und haben dem verzweifelt sich wehrenden Feind des Fort Louis entrissen.
Der Häuserkampf mit französischen Truppen, denen die Aufgabe zuteil geworden war, die Flucht der englischen Soldaten auf die Schiffe zu decken, ist noch im Gange.
Die Luftwaffe griff, wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, am 3. Juni mit starken Verbänden aller Waffen die Basis der französischen Luftwaffe um Paris überraschend an.
Es gelang, die feindliche Luftverteidigung auszuschalten und in zusammengefassten Hoch- und Tiefangriffen auf Häfen und Industriewerke der französischen Luftwaffe stärkste Wirkung zu erzielen.
Zahlreiche Brände und Explosionen wurden beobachtet. In Luftkämpfen wurden 104 Flugzeuge abgeschossen, in Hallen oder am Boden 300 bis 400 Flugzeuge zerstört.
Die Flakartillerie erzielte am 3. Juni 21 Abschüsse. Gegenüber diesen außerordentlichen Erfolgen werden nur neun eigene Flugzeuge vermisst.

In der Nacht vom 3. zum 4. Juni hat der Gegner seine Einflüge und Bombenangriffe in Holland, West- und Südwestdeutschland fortgesetzt.
Die Erfolge waren ebenso gering wie bisher. Dabei gelang es bei Rotterdam und in Westdeutschland, je ein Flugzeug durch Flakartillerie, zwei weitere feindliche Flugzeuge durch Nachtjäger abzuschießen.

SONDERMELDUNG

Die Festung Dünkirchen wurde nach schwerem Kampf genommen. 40.000 Gefangene und unübersehbare Beute fielen in unsere Hand.
Damit ist die gesamte belgische und französische Kanalküste bis zur Sommemündung restlos von deutschen Truppen besetzt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 5. Juni 1940

 

Wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurde am 4. Juni die Festung Dünkirchen nach schwerem Kampf genommen.
Drei Generale und etwa 40.000 Mann verschiedener französischer Verbände ergaben sich unseren siegreichen Truppen.
Bei Abbeville ist ein mit starkem Artillerie- und Panzereinsatz geführter feindlicher Angriff abgewiesen worden.
Ebenso scheiterte ein Angriff auf unsere Gefechtsvorposten südlich Longwy unter schweren Verlusten des Feindes.
Mit Kampf- und Sturzkampffliegern griff die Luftwaffe feindliche Ansammlungen südlich Abbeville sowie die Hafenanlagen von Le Havre erfolgreich an.
In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages haben neue Angriffsoperationen aus der bisherigen Abwehrfront in Frankreich begonnen.

Sondermeldung:
Unsere Armeen sind heute früh in breiter Front zum Angriff gegen das Heer Frankreichs angetreten. Der Übergang über die Somme zwischen der Mündung und Harn und dem Aisne-Oise-Kanal wurde erzwungen
und die dahinter im Bau befindliche sogenannte Weygand-Linie an verschiedenen Stellen zu Fall gebracht.

 

Zussamenfassender Bericht
des Oberkommandos der Wehrmacht

OPERATIONEN IM WESTEN
(10. Mai bis 4. Juni)

 

Der große Kampf in Flandern und im Artois ist zu Ende. In die Kriegsgeschichte wird er als die bisher größte Vernichtungsschlacht aller Zeiten eingehen.
Als am Morgen des 10. Mai die deutsche Wehrmacht zur Entscheidung im Westen antrat, war ihr durch den Führer und Obersten Befehlshaber als strategisches Ziel gesteckt, den Durchbruch durch die feindlichen Grenzbefestigungen und südlich Namur zu erzwingen und dadurch die Vorraussetzung für die Vernichtungsschlacht der englischen und französischen Armee nördlich der Aisne und der Somme zu schaffen. Gleichzeitig sollte Holland rasch in Besitz genommen und dadurch als Basis für die beabsichtigten englischen Operationen zu Lande und in der Luft in der Nordflanke des deutschen Heeres ausgeschaltet zu werden.
Am 4. Juni konnte die Wehrmacht ihrem Obersten Befehlshaber die Erfüllung dieser gewaltigen Aufgabe melden.
Dazwischen liegt ein Heldentum des deutschen Soldaten und ein Ruhmesblatt deutschen FÜhrertums, wie es in diesem Ausmaße nur in einer Wehrmacht möglich sein konnte, die von einem Willen geführt, von einer Idee beseelt und von der Begeisterung und Opferwilligkeit eines geeinten Volkes getragen ist.
Eine genauere Betrachtung und Würdigung der Operationen des Heeres, der Luftwaffe und der Kriegsmarine muß einer späteren Zeit vorbehalten werden. Aus diesem kurzen Überblick soll das deutsche Volk nur entnehmen, wie es zu diesem gewaltigen Sieg in so kurzer Zeit kommen konnte, und die Gewißheit schöpfen, daß der Endsieg unser ist.
Seit Monaten sah sich die deutsche Führung der täglichen Gefahr gegenüber, daß die alliierten beweglichen Armeen unter dem Vorwand einer Hilfeleistung für Holland und Belgien gegen das Ruhrgebiet vorstießen. Dieser Gefahr galt es, am 10. Mai im letzten Augeblick noch zuvorzukommen.
Mit einem mühsamen, wochenlang dauernden Abringen um die gesperrten Grenzzonen und die neuzeitlich ausgebauten Festungen Hollands und Belgiens konnte ihr nicht mehr begegnet werden. Unter dem schlagartigen Einsatz der deutschen Luftwaffe, die in wenigen Stunden durch rücksichtslose Angriffe auf die feindlichen Luftstreitkräfte die Sicherheit des eigenen Luftraumes herstellte, ist es gelungen, durch eine große Zahl bin ins einzelne vorbereiteter Überraschungsaktionen von ausgesuchten Verbänden des Heeres und der Luftwaffe nicht nur wichtige Brücken unzerstört in die Hand zu bekommen, sondern auch Sperrforts zu nehmen, die der Feind bisher für uneinnehmbar gehalten hatte. Es gelang ferner, durch Fallschirm- und Luftladetruppen sich im Inneren der Festung Holland trotz stärkster Gegenwehr festzusetzen und die Einfalltore vom Süden her über die gewaltigen Brücken bei Moerdyk so lange offenzuhalten, bis Panzer- und motorisierte Verbände zur Stelle waren und zusammen mit der Luftwaffe gegen Rotterdam eingriffen.
Dieser erstmalige Einbruch in einen Festungsbereich aus der Luft und der rasche Entsatz dieser Sturmtruppen von außen in Verbindung mir dem gleichzeitigen Durchbruch durch die Grebbe-Linie bis südostwärts von Utrecht hat die Kapitulation von Holland am 14. Mai nach einem Kampf von knapp fünf Tagen erzwungen.
Inzwischen waren in Nord- und Südbelgien nicht nur alle Grenzfestungen und befestigten Stellungen rasch durchgestoßen, sondern auch die entgegengeworfenen feindlichen Panzerverbände geschlagen und die Überlegenheit der deutschen Panzerwaffe, ihrer Organisation, ihrer Führung und ihres Materials bewiesen.
Den Infanteriedivisionen vorrausstürmend erreichten die Panzerkorps schon am 13. Mai die Maas zwischen Dinant und Sedan und fanden vor sich nicht nur das tief eingeschnittene Tal, sondern auch die stark ausgebauten Grenzbefestigungen, in denen sich die französische 9. Armee zur Verteidigung eingerichtet hatte. Entgegen allen bisherigen Auffassungen und allen Berechnungen der feindlichen Führung zuwider, überwanden die Panzertruppen schon am nächsten Tag in einem unerhört kühnen Einsatz, begleitet und gefolt von Infanteriedivisionen, die in Gewaltmärschen herangekommen waren, von der Luftwaffe immer wieder vorbildlich unterstützt, den Fluß samt seinen Grenzbefestigungen, zerschlugen die feindliche Abwehr und alle Gegenstöße und bahnten sich den Weg bis an die Oise.
Damit war die Bresche in die feindliche Front geschlagen.
Und wieder erlebte die feindliche Führung eine Überraschung, die sie für unmöglich gehalten hatte. Die Panzer- und motorisierten Verbände stießen mit solcher Schnelligkeit weiter durch bis zum Meere, daß sie in Abbeville sogar noch übende Truppen auf dem Exerzierplatz überraschten; denn die deutsche Führung hatte Vorsorge getroffen, daß in schneller Folge ein Schutzband von Divisionen von der Südgrenze Luxemburgs, der Maginotlinie, der Aisne und der Somme entlang abrollte und damit die Sicherheit schuf, daß sich ein "Marne-Wunder" von 1914 nicht wiederholen konnte. Dadurch waren die beweglichen Verbände in der Lage, unbekümmert um ihren Rücken nach Norden einzuschwenken, mit ihrem linken Flügel am Meere entlangstreifend, während in ihrer rechten Flanke bei Cambrai und bei Arras verzweifelte Durchbruchsversuche feindlicher Panzertruppen unter schwersten Verlusten scheiterten.
Schon am 22. Mai zeichnete sich die Vernichtung aller noch im Artois und in Flandern befindlichen Kräfte ab. Während der frontale Druck in Nordbelgien immer mehr zunahm und den tapfer kämpfenden Belgier aus Antwerpen, der Dyle- und Dendre-Stellung warf, zerschlug unsere nach Norden eingeschwenkte Durchbruchsarmee die französische 1. und 7. Armee, überwältigte die Festung Maubeuge, nahm am linken Flügel Boulogne und Calais und in der Mitte das im Weltkriege heiß umkämpfte Höhengelände von Vimy und Souchez.
Als am 28. Mai der Ring um die Reste von vier feindlichen Armeen von Ostende über Lille-Armentiéres nach Gravelines geschlossen war und die belgische Armee nur mehr die Aufgabe vor sich sah, die in vollem Gang befindliche Einschiffung des englischen Expeditionsheeres und die Zerstörung aller Kunstbauten des Landes durch die Engländer zu decken, entschloß sich der belgische König zur Kapitulation. Damit ist das Schicksal des französischen und englischen Armee nicht herbeigeführt und kaum beschleunigt worden. Was sich an den folgenden sieben Tagen vollzog, ist nicht, wie es die englische Propaganda darzustellen versucht, der heldenhafte Rückzug der englischen Armee, sondern eine der größten Katastrophen in der Geschichte. Mögen auch Tausende das nackte Leben gerettet haben, ihr Material und ihre Ausrüstung liegen unübersehbar auf den flandrischen und nordfranzösischen Straßen.
Am 4. Juni feil nach erbittertem Kampf Dünkirchen.
Der erste Abschnitt dieses Feldzugs ist beendet. Der gewaltige Erfolg wurde möglich durch den beispiellosen Einsatz der deutschen Luftwaffe, denn alle Tapferkeit und Stoßkraft des Heeres konnte sich nur auswirken in dem von unserer Luftwaffe abgeschirmten Raum. Sie hat sich vom ersten Tage an die Herrschaft in der Luft erkämpft, die feindlichen Landstreitkräfte und ihre Bodenorganisation zerschlagen. Sie hat darüber hinaus in ununterbrochenen todesmutigen Angriffen mit der zermürbenden Wirkung ihrer Bomben sowohl als durch den Einsatz der Flakwaffe direkt und indirekt das Heer in seinem schweren Kampf unterstützt. Sie hat feindliche Infanterie- und Panzeransammlungen in ihrer Vorbereitung zu Gegenstößen rechtzeitig erkannt und mitgeholfen, sie zu vernichten. Sie hat endlich der deutschen Führung durch todesmutig geflogene Luftaufklärung ein laufendes Bild der Lage vermittelt.
Den alliierten Streitkräften zur See fügte sie schwerste Verluste bei. Die Zerstörung der Kampfmoral der feindlichen Verbände sowie die Lähmung des feindlichen Führungsapparates ist ihr Verdienst.
Die ganze Größe des Sieges in Holland, Belgien und Nordfrankreich geht aus den Verlusten des Feindes und dem Umfang des erbeuteten Kriegsgerätes hervor. Die Verluste der Franzosen, Engländer, Belgier und Holländer betrugen an Gefangenen zusammen über 1,2 Millionen Mann. Hinzu kommt noch die nicht schätzbare Zahl der Gefallenen, Ertrunkenen und Verwundeten. Die Waffen- und Geräteausstattung von rund 75-80 Divisionen mit Geschützen bis zu den schwersten Kalibern, Panzerwagen und Kraftfahrzeugen aller Art wurde zerstört oder erbeutet.
Die deutsche Luftwaffe schoß vom 10. Mai bis 3. Juni 1.841 feindliche Flugzeuge ab, davon im Luftkampf 1.142, durch Flak 699. Mindestens 1.600 bis 1.700 weitere Maschinen wurden am Boden vernichtet.
Auch zur See kostete der Versuch der Rettung des britischen Expeditionsheeres durch Kriegs- und Handelsschiffe den Feind schwere Verluste.
Versenkt sind durch Bombenangriffe: fünf Kreuzer, sieben Zerstörer, der Unterseeboote, neun sonstige Kriegsschiffe, sowie 66 Handels- und Transportschiffe.
Außerdem wurden durch Bombentreffer beschädigt und teilweise vernichtet: zehn Kreuzer, 24 Zerstörer, drei Torpedoboote, 22 sonstige Kriegsschiffe, sowie 117 Handels- und Transportschiffe.
Durch den wagemutigen Einsatz leichter Seestreitkräfte wurden versenkt: sechs Zerstörer, zwei Unterseeboote, ein Transporter, ein Hilfkreuzer, ein sonstiges Kriegsschiff.
Demgegenüber stehen die im Verhältnis zur Größe des Erfolges geringen Verluste der eigenen Wehrmacht vom 10. Mai bis 1. Juni.
Es starben den Heldentod 10.232 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften.
Die Zahl der Vermißten beträgt 8.463. Mit dem Tode eines kleinen Teils dieser Vermißten muß noch gerechnet werden.
42.523 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften wurden verwundet.
Die deutsche Luftwaffe verlor in der Zeit vom 10. Mai bis 3. Juni 432 Flugzeuge, während die deutsche Kriegsmarine vor der holländisch-belgischen und nordfranzösischen Küste kein Schiff einbüßte.
Wetteifernd im Angriffsmut und im Ertragen von Strapazen, oft im Kampf gegen überlegenen Feind, haben alle eingesetzten Verbände der Wehrmacht eine in der Kriegsgeschichte einzig dastehende Leistung vollbracht. Unzählig sind die Beispiele heroischer Tapferkeit, aufopfernder Pflichterfüllung und unbeirrbaren Siegeswillens. Sie werden als Beweise deutschen Soldatentums in unsere Geschichte eingehen. In gläubigen Vertrauen zum Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht, in bester Waffenkameradschaft innerhalb der Wehrmachtsteile und Waffengattungen hat der deutsche Soldat das unmöglich Scheinende möglich gemacht.
Holland und Belgien haben kapituliert, Frankreichs und Großbritanniens Stoßarmeen sind vernichtet, einer der größten Siege der Weltgeschichte ist errungen.
Großdeutschland beherrscht das gesamte Ost- und Südufer der Nordsee und den Kanal.
Da die Gegner den Frieden auch weiterhin verneinen, wird sie der Kampf bis zur völligen Vernichtung treffen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 6. Juni 1940

 

Die gestern begonnenen Operationen in Frankreich verlaufen planmäßig. Unsere Truppen haben überall nach Südwesten Raum gewonnen.
Die Zahl der Gefangenen bei Dünkirchen hat sich auf 58.000 erhöht. Die Beute an Waffen und Kriegsgerät aller Art ist unübersehbar.
Die Luftwaffe belegte am 5. Juni Truppenansammlungen und Kolonnen hinter der angegriffenen feindlichen Front mit Bomben.
Sie griff ferner mehrere wichtige Flugplätze in Mittelfrankreich, den Kriegs- und Handelshafen Cherbourg und in der Nacht zum 6. Juni zahlreiche Flugplätze an der Ost- und Südostküste Englands mit gutem Erfolg an.
Die Gesamtverluste des Gegners betrugen 143 Flugzeuge, 49 wurden im Luftkampf, 19 durch Flak abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. 19 deutsche Flugzeuge werden vermisst.

Der Feind wiederholte seine Luftangriffe gegen nichtmilitärische Ziele in der Nacht zum 6. Juni in Nord- und Westdeutschland.
Wesentlicher Schaden ist nicht angerichtet worden.
Drei feindliche Flugzeuge wurden hierbei abgeschossen, davon zwei über Hamburg durch Nachtjäger, ein drittes in den Niederlanden durch Flak.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 7. Juni 1940

 

Die Operationen des Heeres und der Luftwaffe südlich der Somme und des Aisne-Oise-Kanals schreiten planmäßig und erfolgreich fort.
Die Weygand-Linie wurde auf der ganzen Front durchbrochen.
Deutsche Kampfkräfte griffen in der Nacht zum 7. Juni erneut britische Flugplätze mit Erfolg an und kehrten ohne Verluste zurück.
Der Küstenabwehr unserer Kriegsmarine gelang es, an der nordfranzösischen Küste ein feindliches Schnellboot zu vernichten.
Die Gesamtverluste des Gegners betrugen am 6. Juni 74 Flugzeuge, davon wurden 64 im Luftkampf, zehn durch Flak abgeschossen. Neun eigene Flugzeuge werden vermisst.
Die Luftwaffe zerstörte das Sendehaus des norwegischen Senders Ingöy bei Hammerfest.

Dem Oberleutnant und Kompaniechef eines Pionierbataillons Gerhard Voigt ist es am 2. Juni bei der Erstürmung des befestigten Ortes Bergues, südlich Dünkirchen, durch kühnes und entschlossenes Handeln gelungen, mit seinem Stoßtrupp ein französisches Bataillon zu überwältigen und gefangenzunehmen.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Dieser Tage werden weitere Truppen aus Dünkirchen abtransportiert, wobei es wieder Zehntausende schaffen es auf der Britischen Insel abtransportiert zu werden. Dabei werden die Zerstörer Keith (Flaggschiff), Basilisk und Havant, der französische Zerstörer Foudroyant und das große Transportschiff Scotia von Bomben getroffen und sinken. Die Evakuierungen werden zwar massiv erschwert, aber stoppen kann man Sie nicht. Die deutsche Luftwaffe spielt dabei eine wesentliche Rolle, doch kann Sie den Erwartungen nicht gerecht werden. Zudem ist Sie in die Eroberung von Frankreich fest mit eingebunden. Die letzten Evakuierungsschiffe verlassen in der Nacht vom 3. auf den 4. Juni Dünkirchen und haben damit den Großteil des Expeditionskorps retten können. Diese wird dann die Grundlage für die britischen Verteidigungskräfte auf den Inseln sein, welche eine erfolgreiche Invasion der Deutschen zu verhindern weiß. Insgesamt wurden evakuiert: 338.226 Mann, einschließlich etwa 120.000 Franzosen und Belgier. 861 Schiffe und viele Privatboote wurden eingesetzt, wovon 243 gesunken sind. Die deutsche Luftwaffe verlor über 130 Flugzeuge, die englische RAF 106 (87 Piloten gefallen oder in Kriegsgefangenschaft geraten). Als die Deutschen dann endlich Dünkirchen erobern, nehmen sie 40.000 Franzosen gefangen und finden an den Stränden große Mengen zurückgelassenes englisches Kriegsmaterial. Die 2.472 Kanonen, 84.427 Fahrzeuge und Motorräder sowie 657.566 Tonnen an Munition und anderen Versorgungsgütern werden von der Wehrmacht requiriert. Winston Churchill sieht Anfang Juni die ''die größte militärische Katastrophe in der englischen Geschichte“ als abgewendet.

'Wir werden unsere Insel verteidigen, egal was es kostet, wir werden an den Stränden kämpfen . . . wir werden niemals kapitulieren. ...'
(Winston Churchill)

 

 

Derweil setzt sich die deutsche Wehrmacht, mit entscheidender Hilfe der Luftwaffe, mit der Eroberung von Paris auseinander, dass schwer bombardiert wird. Auch die Franzosen und Briten fliegen Angriffe auf deutsche Städte, wenn auch mit wenig Wirkung auf die Infrastruktur. Vor allem weil alle verfügbaren Mittel in der Schlacht um Frankreich benötigt werden. Unternehmen Rot beinhaltet 119 deutsche Divisionen (davon 10 Panzer-Divisionen) gegen 65 französische Divisionen (davon 3 Panzer- und 3 mechanisierte Kavallerie-Divisionen) sowie noch eine englischen Division.
Die deutsche Heeresgruppe B greift an der Somme mit 50 Divisionen an. Die Heeresgruppen A und C stehen zum Angriff bereit. Die 7. Panzer-Division von General Rommel steht am 5. Juni, bei Einbruch der Dunkelheit, 13 Kilometer südlich der Somme. Auch schafft dieser junge General, trotz starken französischen Widerstandes, westlich von Amiens durchzubrechen und stößt 32 km vor. Die Gespensterdivision verbreitet Schrecken und Angst in diesem ersten Blitzkrieg der Geschichte. Schon am 6. Juni stößt Rommel 48 km bis Forges-Ies-Eaux, nördlich von Rouen, vor und bildet somit die Spitze des Angriffskeils, wobei seine Vorgesetzten nur selten wissen wo sich der Panzergeneral aufhält.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Panzerkampfwagen VIII "Maus"

"Goliath" und "Borgward B IV" - Ladungsträger der Wehrmacht


08.06. - 19.06.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 8. Juni 1940

 

Unsere Operationen südlich der Somme und des Aisne-Oise-Kanals schreiten weiter erfolgreich fort. Auch südlich der unteren Somme wurde der Feind geworfen.
Zur Unterstützung des Heeres griff die Luftwaffe mit starken Kräften südlich der Somme in den Erdkampf ein und belegte Truppenansammlungen, Kolonnen, Infanterie- und Artilleriestellungen erfolgreich mit Bomben.
Die Zahl der bei Dünkirchen eingebrachten Gefangenen hat sich auf 88.000 erhöht.
Im Zuge der bewaffneten Aufklärung gegen die britische Ost- und Südküste sind einige englische Flugplätze sowie der Seehafen Dover mit Bomben belegt worden.

Bei Narvik unterstützte die Luftwaffe den dort kämpfenden Heeresverband durch wirksame Angriffe auf feindliche Stellungen.
Ein Tanklager wurde in Brand gesetzt, ein feindlicher Kreuzer erhielt zwei schwere Bombentreffer.

Ein deutsches Unterseeboot versenkte nordwestlich Irland einen feindlichen Hilfskreuzer von 14.000 BRT.

Die nächtlichen feindlichen Luftangriffe auf das deutsche Heimatgebiet richteten im allgemeinen nur unwesentlichen Schaden an.
In einer Stadt wurden Wohnviertel getroffen und zehn Zivilpersonen getötet.
Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft betrugen gestern 71 Flugzeuge, davon wurden im Luftkampf 29, durch Flak 25 abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Fünf eigene Flugzeuge werden vermisst.

In den letzten erbitterten Kämpfen um die Festung Dünkirchen tat sich vor allem ein Infanterieregiment unter seinem
Kommandeur Oberst Recknagel und ein Infanteriebataillon unter seinem Kommandeur Major Schaller besonders hervor.

 

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 9. Juni 1940

 

In viertägiger Schlacht im Somme- und Oisegebiet haben deutsche Infanterie-und Panzerdivisionen in enger Zusammenarbeit mit der Luftwaffe starke feindliche Kräfte zerschlagen und andere, zum Teil neu in den Kampf geworfene feindliche Truppen zum Rückzug gezwungen.
Der Versuch des Feindes, den deutschen Angriff um jeden Preis aufzuhalten, ist gescheitert.
In Richtung auf die untere Seine wurden rückwärtige Verteidigungslinien des Feindes durchbrochen und umfangreiche Versorgungseinrichtungen und Vorräte des Gegners erbeutet.
Die Luftwaffe unterstützte das Vorgehen des Heeres südlich der Somme. Artillerie- und Flakstellungen sowie Kolonnen aller Art sind mit Bomben belegt, Truppen- und Panzeransammlungen zersprengt worden.
Weiter ostwärts verfolgen unsere Divisionen den Feind.
Beiderseits Soissons ist die Aisne im Kampf überschritten.
Heute früh sind weitere Teile der deutschen Front in Frankreich zum Angriff angetreten.

Den Hafen von Cherbourg griff die Luftwaffe erneut mit Erfolg an, mehrere Flugplätze nord- und südostwärts
von Paris sowie Straßen und Eisenbahnstrecken nordwestlich von Paris wurden mit Bomben belegt.

Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft betrugen gestern 58 Flugzeuge und einen Fesselballon, davon sind 39 Flugzeuge im Luftkampf, 13 durch Flak abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Neun eigene Flugzeuge werden vermisst.
Deutsche Seestreitkräfte, darunter die beiden Schlachtschiffe „Gneisenau" und „Scharnhorst", operierten unter Führung des Admirals Marschall zur Entlastung der um Narvik kämpfenden Truppen im Nordmeer.
Hierbei wurden am 8. Juni durch eine Kampfgruppe der englische Flugzeugträger „Glorious" (22.500 t) und ein feindlicher Zerstörer in Grund geschossen.
Eine zweite Kampfgruppe vernichtete den 21.000 BRT großen Truppentransporter „Orama", den englischen Marinetanker „Oilpioneer" (9.100 BRT) und einen modernen Unterseeboot-Jäger.
Sie brachte ferner mehrere hundert Gefangene ein. Die eigenen Streitkräfte setzen ihre Operationen fort.

Der Feind wiederholte auch in der Nacht zum 9. Juni seine Einflüge in das westdeutsche Gebiet. Militärischer Schaden wurde nicht angerichtet.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 10. Juni 1940

 

Unsere, auf einer Breite von rund 350 Kilometer eingeleiteten Operationen nehmen in Richtung auf die untere Seine und Marne sowie in der Champagne den geplanten und erwarteten Verlauf.
Große Erfolge sind schon errungen, größere bahnen sich an. Alle feindlichen Gegenstöße, auch dort, wo sie mit Panzerkampfwagen unternommen wurden, sind gescheitert.
An mehreren Stellen ist der Kampf in Verfolgung übergegangen.
Deutsche Fliegerverbände aller Waffen unterstützten das Vorgehen des Heeres mit starken Kräften am Unterlauf der Seine und in der Champagne.
Um Reims wurden Stabsquartiere, Barackenlager, Truppenansammlungen, Feldstellungen, Befestigungen, Batterien und Marschkolonnen, an der unteren Seine Verkehrsanlagen, Straßen sowie rückläufige Truppenbewegungen mit großem Erfolg angegriffen.
Die Hafen- und Kaianlagen von Cherbourg und Le Havre wurden mit Bomben aller Kaliber belegt und Schiffe in diesen Häfen sowie auf der unteren Seine getroffen, zahlreiche durch Bombentreffer beschädigt, ein Transporter von 5.000 BRT in Brand gesetzt und vernichtet.

Nördlich Harstad erhielt ein 8.000-BRT-Handelsschiff einen schweren Bombentreffer, auf den eine starke Explosion folgte.
Ein von Fernfahrt zurückgekehrtes Unterseeboot unter dem Kommando von Kapitänleutnant Oehrn meldet die Versenkung von 43.000 BRT feindlichen Schiffsraumes.

Feindliche Flugzeuge flogen wiederum während der Nacht in Nord- und Westdeutschland ein und verursachten durch planlose Bombenabwürfe an einzelnen Stellen Flur- und Gebäudeschäden.
Ein feindliches Flugzeug wurde durch Flak abgeschossen.
Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft betrugen gestern 91 Flugzeuge, davon wurden im Luftkampf 68, durch Flak 14 abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Fünf eigene Flugzeuge werden vermisst.

SONDERMELDUNG

Der heldenhafte Widerstand, den die Kampfgruppe des Generalleutnants Dietl seit vielen Wochen, vereinsamt unter den schwersten Bedingungen, in Narvik gegen eine überwältigende feindliche Übermacht geleistet hat, erhielt heute seine Krönung durch den vollen Sieg.
Ostmärkische Gebirgstruppen, Teile der Luftwaffe sowie der Besatzungen unserer Zerstörer haben in zwei Monate lang andauernden Kämpfen einen Beweis ruhmvollen Soldatentums für alle Zeiten gegeben.
Durch ihr Heldentum wurden die alliierten Land-, See- und Luftstreitkräfte gezwungen, die Gebiete von Narvik und Harstad zu räumen. Über Narvik selbst weht endgültig die deutsche Flagge.
Die norwegischen Streitkräfte haben in der Nacht vom 9. zum 10. Juni ebenfalls ihre Feindseligkeiten eingestellt.
Die Kapitulationsverhandlungen sind im Gange.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 11. Juni 1940

 

Die große Schlacht zwischen der Kanalküste und der Maas ist immer noch in vollem Gange. Am rechten Flügel und in der Mitte wird die Verfolgung der geschlagenen französischen Armee rastlos fortgesetzt, zwischen Reims und den Argonnen noch erbittert, aber erfolgreich gerungen.
An mehreren Stellen sind starke feindliche Kräfte abgesprengt und umschlossen und gehen ihrer Vernichtung entgegen.
Infolge der schweren blutigen Verluste und der großen Einbuße an Gefangenen und Material aller Art schwindet die feindliche Widerstandskraft zusehends dahin.
Kampf- und Sturzkampfverbände griffen wiederum den Hafen und die Kaianlagen von Le Havre an, zerstörten die Schleusen, versenkten einen Zerstörer und beschädigten weitere Schiffe, darunter einen Zerstörer und zwei Transporter von 10.000 BRT, durch schwere Bombentreffer.
Neben den dichten Kolonnen des zurückgehenden Feindes, Transporten, Ansammlungen, Batteriestellungen, die mit Bomben belegt wurden, gelang es der Luftwaffe auch, mehrere Brücken über die Marne und die untere Oise zu treffen und teilweise zu zerstören und so den feindlichen Rückzug empfindlich zu hemmen.

Am 9. Juni wurden im Nordmeer ein Kreuzer und vier Transportschiffe mit Bomben angegriffen und so schwer getroffen, dass die Mehrzahl dieser Schiffe ausbrannte.

Feindliche Flugzeuge warfen wieder im Schutz der Dunkelheit einzelne Bomben über Nord- und Westdeutschland ab. Wesentlicher Sachschaden ist nicht entstanden.
Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft betrugen gestern 29 Flugzeuge, davon wurden im Luftkampf 19, durch Flak sechs abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Ferner wurden drei Sperrballons abgeschossen. Acht eigene Flugzeuge werden vermisst.

Der Oberleutnant und Kompaniechef in einem Infanterieregiment Volker Paeckelmann hat an der Spitze seiner Kompanie durch vorbildliche Kaltblütigkeit acht angreifende feindliche Panzerwagen zur Übergabe gezwungen.

 

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 12. Juni 1940

 

Die am 5. Juni zwischen dem Ärmelkanal und südlich Laon begonnene neue Operation hat zu einem vollen Erfolg geführt. Nachdem die Weygand-Zone südlich der Somme genommen war, wurde der zurückflutende Feind an mehreren Stellen durchbrochen und seine Reste unter schwersten Verlusten über die untere Seine zurückgeworfen.
Ronen ist seit einigen Tagen in deutscher Hand, die Seine unterhalb Paris an mehreren Stellen von unseren Truppen schon überschritten.
Eine abgesprengte Feindgruppe ist bei St. Valery an der Küste eingeschlossen. Nordwestlich Paris stehen unsere Divisionen an der Oise 20 Kilometer vor Paris und vor der beiderseits Senlis verlaufenden Schutzstellung von Paris.
Compiegne, der Schauplatz des schmachvollen Waffenstillstandsdiktates des Jahres 1918, und Villers-Cotterets sind in unserer Hand.
Ostwärts des Ourq ist die Marne auf breiter Front mit starken Kräften erreicht.
Auch unsere am 9. Juni zwischen dem Aisne-Oise-Kanal und der Maas erneut zum Angriff angetretenen Armeen haben in schweren Kämpfen den vor ihnen stehenden Feind geschlagen und ihn zum Rückzug gezwungen.
Reims ist genommen, in der Champagne ist die Suippes überschritten.
Trotz zahlreicher, zum Teil von Panzern unterstützter Gegenangriffe in der Champagne gelang es auch gestern den Franzosen nicht, unser Vorgehen zum Stehen zu bringen.
Im Verlauf der neuen Operationen verlor der Feind außer schwersten blutigen Verlusten eine hohe Zahl von Gefangenen, Waffen und Kriegsmaterial aller Art. Eine auch nur vorläufige Zählung war bisher nicht möglich.
Die Luftwaffe, welche durch fortgesetzten Einsatz wesentlich zu den großen Erfolgen des Heeres seit dem 5. Juni beigetragen hat, griff gestern neben der unmittelbaren Unterstützung des Heeres wieder die Hafenanlagen von Le Havre und feindliche Transportschiffe an der Westküste des Kanals mit Erfolg an.
Hierbei wurden sieben Transportschiffe, davon ein 5.000-Tonner versenkt, zehn weitere, davon drei zwischen 10.000 und 15.000 BRT durch Bombentreffer beschädigt. Auf mehreren Schiffen brachen starke Brände aus.

Bei den in der Nacht zum 12. Juni vereinzelten Bombenwürfen feindlicher Flugzeuge in Westdeutschland wurden Brandbomben in das Innere einer Stadt geworfen.

Am 11. Juni versuchten einige britische Flugzeuge ohne Erfolg Drontheim und Bergen anzugreifen. Sie erlitten hierbei empfindliche Verluste; von etwa zwölf Angreifern wurden drei durch Jäger, einer durch Flakartillerie abgeschossen.
Die feindlichen Flugzeugverluste betrugen gestern insgesamt 59 Flugzeuge, davon wurden 20 im Luftkampf abgeschossen, 19 durch Flak vernichtet, der Rest am Boden zerstört. Außerdem wurden wiederum drei Sperrballons abgeschossen. Drei eigene Flugzeuge werden vermisst.

SONDERMELDUNG

Die bei St. Valery eingeschlossene französisch-englische Kräftegruppe hat nach dem Scheitern weiterer Versuche, auf dem Seeweg die Truppen abzutransportieren, kapituliert.
Ein französischer Korpsgeneral, ein englischer und vier französische Divisionskommandeure haben sich ergeben. Die Zahl der Gefangenen übersteigt bereits 20.000. Das erbeutete Material an Geräten und Waffen ist unübersehbar.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 13. Juni 1940

 

Die Versuche der an der Küste von St. Valery eingeschlossenen französisch-englischen Truppen, über See zu entkommen, sind gescheitert.
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, hat diese Kräftegruppe kapituliert, über 26.000 Gefangene, darunter fünf französische und ein englischer General, sowie unübersehbare Beute fielen in deutsche Hand.
Unsere Artillerie zwang einen beladenen Transporter beim Versuch auszulaufen durch mehrere Treffer zur Umkehr. Ein weiteres Schiff explodierte im Feuer deutscher Panzerabwehrgeschütze.

An der gesamten Angriffsfront sind die Operationen im raschen Fortschreiten. Die Marne ist an vielen Stellen im Kampf überschritten.
In der Champagne haben unsere Divisionen in der Verfolgung Chalons sur Marne genommen und die Schlachtfelder von 1915 überschritten.
Auch zwischen den Argonnen und der Maas gewann der Angriff Boden.
Nach den bisherigen vorläufigen Meldungen beträgt seit dem 5. Juni,
dem Beginn der neuen Operationen, die Zahl der Gefangenen über 100.000.
Auch die Verluste des Feindes an Kriegsgerät sind erheblich.
Allein bei zwei Armeen des Westflügels gelang es unter Beteiligung aller Waffengattungen über 200 feindliche Panzerkampfwagen zu vernichten oder zu erbeuten.
Trotz schlechter Wetterlage griffen auch am 12. Juni Kampf- und Sturzkampfverbände zur Unterstützung des Heeres, insbesondere im Raum um Chalons-sur-Marne und an der Küste, ein.
Es gelang hierbei, einen Transporter und einen großen, mit Truppen besetzten Schlepper zu versenken, einen anderen Transporter von etwa 10.000 BRT sowie eine größere Anzahl von kleineren Schiffen schwer zu beschädigen.
Bei Le Havre wurden 20 feindliche Sperrballons abgeschossen.

In Norwegen schossen unsere Zerstörer im Luftkampf vier von 15 britischen Flugzeugen ab, die einen Angriffsversuch auf einen Flugplatz in der Nähe von Drontheim unternahmen.

Vereinzelte Bombenabwürfe des Feindes in Norddeutschland trafen keine militärischen Ziele.
Die Gesamtverluste des Feindes in der Luft betrugen 19 Flugzeuge, hiervon wurden sechs im Luftkampf, neun durch Flak abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Vier eigene Flugzeuge werden vermisst.

Eines unserer Unterseeboote versenkte beim Angriff auf einen starken feindlichen Geleitzug mehrere Dampfer.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 14. Juni 1940

 

SONDERMELDUNG

Der völlige Zusammenbruch der ganzen französischen Front zwischen dem Ärmelkanal und der Maginotlinie bei Montmedy hat die ursprüngliche Absicht der französischen Führung, die Hauptstadt Frankreichs zu verteidigen, zunichte gemacht.
Paris ist infolgedessen zur offenen Stadt erklärt worden. Soeben findet der Einmarsch der siegreichen deutschen Truppen in Paris statt.
Der zweite Abschnitt des gewaltigen Feldzuges im Westen ist siegreich beendet.
Die Widerstandskraft der französischen Nordfront ist zusammengebrochen.
Die Seine abwärts Paris ist in breiter Front überschritten. Le Havre genommen.
Auf der ganzen Front von Paris bis an die Maginotlinie bei Sedan ist der Feind im vollen Rückzug.
An mehreren Stellen haben unsere Panzer- und motorisierten Divisionen die Rückmarschbewegungen durchstoßen und überholt.
Dort floh der Feind unter Preisgabe seiner ganzen Ausrüstung.
Von Infanteriedivisionen wurde die Schutzstellung von Paris durchbrochen.
Die feindlichen Kräfte reichten zum Schutz der französischen Hauptstadt nicht mehr aus.
Unsere siegreichen Truppen marschieren seit heute Vormittag in Paris ein.

Östlich der Marne ist Vitry-le-Francois genommen, der Südrand des Argonner­Waldes erreicht.
Der Höhenrücken 304 (Toter Mann), nordwestlich von Verdun, wurde gestern abend gestürmt.
Montmedy, der starke Eckpfeiler der Maginotlinie, ist erobert.
Der dritte Abschnitt der Verfolgung des Feindes bis zur endgültigen Vernichtung hat nunmehr begonnen.

Heute früh sind unsere Truppen an der Saarfront auch zum Frontalangriff gegen die Maginotlinie angetreten.
Trotz Behinderung durch die Wetterlage griffen auch am 13. Juni unsere Kampf-, Sturzkampf- und Zerstörerverbände zur Unterstützung des Heeres an vielen Stellen der Front in den Erdkampf ein.
Truppenansammlungen, Marsch- und Transportkolonnen im Rücken des Gegners wurden erfolgreich mit Bomben und Maschinengewehrfeuer belegt, umfangreiche Zerstörungen auf Flugplätzen, Bahnhöfen und Bahnlinien besonders im Räume ostwärts der Marne durchgeführt.

Im Küstengebiet von Le Havre gelang es, zwei Transportdampfer zu versenken, drei weitere erlitten Beschädigungen, darunter ein Schiff von 10.000 BRT.
Flakartillerie versenkte nordlich Le Havre sechs feindliche Transportschiffe, beschädigte drei weitere erheblich und zwang einen englischen Zerstörer zum Abdrehen.
Die Verluste des Gegners in der Luft betrugen gestern 19 Flugzeuge. Drei wurden im Luftkampf, drei durch Flak abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Zwei eigene Flugzeuge werden vermisst.

Ein Unterseeboot versenkte am 13. Juni den britischen Hilfskreuzer „Scotstown" von 17.000 BRT, einem anderen Unterseeboot gelang es, nördlich der Hebriden aus einem Geleitzug mit schärfster Sicherung einen 12.000 BRT großen Transporter herauszuschießen und zu versenken.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 15. Juni 1940

 

Die Verfolgung ist zwischen der unteren Seine und der Maas überall im Gange. Die Auflösung der geschlagenen französischen Armeen schreitet fort.
An verschiedenen Stellen ergaben sich feindliche Truppenteile kampflos. In den letzten Tagen neu aufgetretene Verbände des Feindes sind aus eilig zusammen
gerafften Resten geschlagener Divisionen und aus Ersatztruppen gebildet.
Seit dem 5. Juni wurden bisher über 200.000 Gefangene gezählt, die Beute an Material kann noch nicht übersehen werden.
Paris wurde gestern kampflos besetzt und durchschritten.
Über dem Schloss von Versailles, in dem 1871 deutsches Schicksal gestaltet und 1919 deutsche Schmach besiegelt wurde, weht die Reichskriegsflagge.
Südlich des Argonner-Waldes wurde der Feind nach Südosten geworfen und von seiner Rückzugsrichtung abgedrängt.
Am 14. Juni griffen Fliegerverbände aller Waffen im Großeinsatz an der Saarfront die Maginotlinie an. Befestigungswerke, Bunker, Artillerie- und Infanterie-Stellungen, sowie Kolonnen, wurden während des ganzen Tages mit Bomben aller Kaliber belegt.
Truppen des Heeres brachen gleichzeitig, durch starke Artillerie unterstützt, in das Festungskampffeld der Maginotlinie ein und entrissen dem Feind zahlreiche Befestigungsanlagen.
Die starke Werkgruppe Saaralben-West wurde genommen.
Im Raum Verdun-Metz-Belfort richteten sich wirksame Luftangriffe gegen Truppenansammlungen und Bewegungen auf Bahnen und Straßen.
Zahlreiche Eisenbahnzüge wurden zerstört. Viele Einsenbahnstrecken unterbrochen. Auch im übrigen Frankreich erzielten unsere Kampfverbände gute Angriffserfolge gegen Flugplätze, wichtige Eisenbahnstrecken und zurückgehende Kolonnen.

Während der Nacht zum 15. Juni unternahm der Gegner die üblichen Einflüge nach West- und Südwestdeutschland
und warf dabei wiederum planlos und ohne militärische Ziele zu treffen, Bomben ab.
Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft betrugen gestern 43 Flugzeuge, davon wurden 13 im Luftkampf, neun durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Fünf eigene Flugzeuge werden vermisst.
Die Verluste des Gegners am 13. Juni erhöhen sich um zehn Flugzeuge auf insgesamt 29, die eigenen um vier Flugzeuge auf insgesamt sechs.

Im Raum um Narvik wurden in den letzten Tagen Harstad und Tromsö kampflos besetzt. Eine Abteilung ausgesuchter Gebirgstruppen, die am 2. Juni aus der Gegend von Fauske über das wegelose Gebirge nach Norden angetreten ist, hat am 13. Juni die Vereinigung mit der Gruppe Narvik vollzogen.
Besonders ausgezeichnet haben sich: der Staffelkapitän Hauptmann Balthasar, indem er bisher zwanzig feindliche Flugzeuge im Luftkampf abschoss und elf weitere am Boden zerstörte; der Leutnant Weber in einem Schützenregiment, indem er im letzten Augenblick unter rücksichtslosem persönlichen Einsatz fünf Zündleitungen an einer wichtigen Brücke durchschnitten und so den Übergang unversehrt in unsere Hand gebracht hat.

SONDERMELDUNG

Beim Angriff auf die Festung Verdun haben unsere Truppen heute Vormittag das aus dem Weltkrieg bekannte Fort Vaux gestürmt und das an der Nordwestfront gelegene Fort Marre genommen. Sie sind im weiteren Vorgehen auf Verdun.

SONDERMELDUNG

Nach Durchbruch durch die Frontlinie beiderseits der Maas sind Stadt und Zitadelle der im Weltkrieg schwer umkämpften Festung Verdun von uns genommen.

SONDERMELDUNG

Nach schweren Kämpfen haben unsere Truppen die Maginotlinie südlich Saarbrücken in breiter Front durchbrochen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 16. Juni 1940

 

Die gesamte Front vom Kanal bis zur Schweizer Grenze ist in siegreichem Vorwärtsstürmen. Bei der Verfolgung des geschlagenen Feindes auf die Loire zu wetteifern motorisierte und nichtmotorisierte Verbände in gewaltigen Marschleistungen und überholen vielfach den flüchtenden und erschöpften Feind. Die Zahl der Gefangenen ist ständig im Steigen.
Rollende Angriffe der Luftwaffe richteten sich mit starker Wirkung gegen die auf Bahnen und Straßen auf die Loire zurückgehenden Teile des Feindes.
Südostwärts von Paris und an der oberen Marne sind starke Panzer- und motorisierte Verbände im rastlosen Vorstoß nach Süden.
Das Plateau von Langres ist überschritten. Die Rückzugslinien der von Saar und Rhein zurückweichenden französischen Kräfte sind damit durchstoßen.
Die Festung Verdun mit allen ihren Forts ist erobert. Auch die starken Befestigungen in der Gegend von Longuyon sind genommen.
An der Saarfront ist die Maginotlinie zwischen St. Avold und Saaralben durchbrochen.
Der Oberrhein ist ostwärts Colmar in breiter Front im Angriff überschritten. Kampfflieger- und Flakverbände unterstützten hier erfolgreich das Vorgehen des Heeres.
Kampf-, Stuka- und Jagdverbände griffen im übrigen an der ganzen Front die rückwärtigen Verbindungen des Gegners in großem Umfange an.
An zahlreichen Stellen wurden Marschkolonnen versprengt und Eisenbahnstrecken durch Bomben unterbrochen.
Etwa 30 Züge wurden getroffen, mehrere Munitionszüge flogen in die Luft.
Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft betrugen gestern 40 Flugzeuge, davon wurden zwölf im Luftkampf, neun durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Sieben eigene Flugzeuge werden vermisst.

Die deutsche Unterseebootwaffe hat zwei neue Erfolge zu verzeichnen.
Ein zurückkehrendes Unterseeboot meldet die Versenkung eines vollbesetzten Truppentransporters von 12.000 BRT
am 30. Mai. Ein anderes Unterseeboot hat einen britischen Hilfskreuzer von rund 14 000 BRT torpediert.

Beim Durchbruch durch die Maginotlinie an der Saarfront hat sich der schon zweimal genannte
Oberleutnant eines Infanterieregiments Otto Schulz durch besondere Tapferkeit erneut ausgezeichnet.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 17. Juni 1940

 

SONDERMELDUNG

Schnelle Truppen haben heute bei Pontarlier südostwärts Besancon die Schweizer Grenze erreicht. Damit ist der Ring um die feindlichen Kräfte in Lothringen und im Elsaß geschlossen.

Die zusammengebrochenen französischen Armeen fluten in der Masse, unter starken Auflösungserscheinungen, scharf verfolgt von unseren Truppen, nach Süden und Südwesten zurück.
Dort, wo Teilkräfte sich noch zu geordnetem Widerstand aufrafften, wurden sie unter schweren Verlusten geworfen.
Durch kühnen Zugriff einer beweglichen Abteilung, die durch den Divisionskommandeur persönlich geführt wurde, gelang es, Orleans und einen dortigen Loire-Übergang unversehrt in Besitz zu nehmen.
Gegen die zurückgehenden feindlichen Kolonnen setzte die Luftwaffe ihr Vernichtungswerk fort. Zahlreiche Loire-Brücken wurden getroffen.
Dichte Kolonnen, die sich vor diesen Brücken stauten, wurden mit Bomben und Maschinengewehren angegriffen.
Die in Burgund und über Langres vorbreschenden schnellen Truppen haben weit nach Süden Raum gewonnen. Zwei Flugplätze mit 39 startbereiten und mit Bomben beladenen Flugzeugen wurden hier genommen.
Südöstlich Besancon wurde die Schweizer Grenze erreicht und damit der Ring um die aus Lothringen und aus dem Elsaß weichenden französischen Kräfte geschlossen.
Im nördlichen Lothringen nähern sich unsere Truppen von Nordwesten der Stadt St. Mihiel.
In Ausnutzung des Durchbruchs durch die Maginotlinie südlich Saarbrücken sind unsere Divisionen dort trotz
stellenweisen hartnäckigen Widerstandes des Feindes im zügigen Vorgehen gegen den Rhein-Marne-Kanal.
Chateau-Salins, Dieuze und Saarburg sind genommen.
Auch auf dem Westufer des Oberrheins ist unser Angriff über den Rhein-Rhone-Kanal auf die Vogesen zu im siegreichen Fortschreiten.
Im Elsaß unterstützten Kampf- und Sturzkampfverbände sowie Flakartillerie das Heer wirksam im Erdkampf.
Befestigungswerke und Bunker wurden mit Bomben schwersten Kalibers angegriffen.
Die Verluste des Feindes in der Luft betrugen insgesamt acht Flugzeuge, davon wurden fünf im Luftkampf, drei durch Flak abgeschossen. Drei eigene Flugzeuge werden vermisst.

Die deutsche Unterseebootwaffe versenkte in den letzten Tagen über 100.000 BRT.
Ein Unterseeboot unter Führung des Kapitänleutnants Frauenheim meldet die Versenkung von 41.500 BRT Schiffsraum, darunter den britischen Dampfer „Wellington-Star" von 11.400 BRT.
Ein zweites Unterseeboot unter der Führung von Oberleutnant z. S. Endraß meldet 53.000 BRT als vernichtet, darunter den britischen Hilfskreuzer „Carinthia" von 22.300 BRT.
Einem weiteren Unterseeboot gelang es, im Moray-Firth einen britischen Hilfskreuzer von rund 9.000 BRT zu versenken.

Beim Rheinübergang zeichnete sich der Major eines Pionierbataillons Gantke durch tapferen persönlichen Einsatz besonders aus.

SONDERMELDUNG

Die Festung Metz hat sich heute Nachmittag einer deutschen Abteilung ergeben.

 

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 18. Juni 1940

 

SONDERMELDUNG

Die Festungen Belfort und Dijon sind eingenommen. Unseren in Burgund nach Süden vorstoßenden Truppen fiel außerdem die Waffenschmiede Frankreichs, Le Creuzot, in die Hand.

Der militärische Zusammenbruch Frankreichs schreitet unter dem Druck unserer rastlosen Verfolgung rasch vorwärts.
Zwischen Caen und Le Mans ist die Orne an mehreren Stellen überschritten, die Loire aufwärts Orleans bis Nevers und südöstlich davon erreicht.
Wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben Schnelle Truppen das französische Rüstungszentrum Le Creuzot besetzt und die Festung Belfort genommen. Die Festung Dijon ist kampflos gefallen.
Einer kühn vorstoßenden beweglichen deutschen Abteilung hat sich auch die Festung Metz ergeben.
Von dort aus wurden nunmehr die noch verteidigten Abschnitte der Maginot-Linie beiderseits Diedenhofen auch von rückwärts angegriffen.

Der Durchbruch durch die Maginot-Linie südlich Saarbrücken wurde bis an den Rhein-Marne-Kanal erweitert.
Am Oberrhein schreitet der Angriff gegen die Vogesen vorwärts. Colmar ist genommen.
Allein am gestrigen Tage sind weit über 100.000 Gefangene eingebracht worden.
Die Beute umfasst die gesamte Ausstattung zahlreicher französischer Divisionen und mehrerer Festungen.
Die Luftwaffe setzte den Verfolgungskampf gegen den zwischen der Atlantischen Küste und der oberen Loire zurückflutenden Gegner fort.
Besonders erfolgreich war ein Luftangriff auf den mit Transport-, Munitions- und Betriebsstoffzügen überfüllten Bahnhof Rennes.
Mit gewaltigen Explosionen flogen ganze Züge in die Luft, unter den Truppen brach eine ungeheure Panik aus.
In der Loire-Mündung gelang es, die bisher größte Angriffswirkung auf feindliche Transportschiffe zu erzielen.
Gewaltiger Schiffsraum wurde vernichtet oder schwer beschädigt.
Unter den getroffenen, zum Teil als beladen erkannten Schiffen befanden sich zwei Transporter von je 30.000 BRT, zwei Transporter von 25.000 BRT,
ein Transporter von 20.000 BRT, vier Transporter von je über 10.000 BRT und mehrere kleinere Kriegs- und Handelsschiffe.
Neun Schiffe sind gesunken, andere unter Explosionserscheinungen teils vollständig ausgebrannt, teils gekentert.

In der Nacht zum 18. Juni nahmen englische Flugzeuge ihre Angriffe
gegen nichtmilitärische Ziele in Nord- und Westdeutschland wieder auf.
Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft betrugen gestern fünf Flugzeuge, ein eigenes Flugzeug wird vermisst.

Durch entschlossenen persönlichen Einsatz haben der Kommandeur eines Schützenregiments Major Zimmermann, der Oberleutnant eines Panzerregiments Malguth und der Leutnant einer Beobachtungsabteilung Dann, die Sprengung wichtiger Brücken durch den Feind im letzten Augenblick verhindert.

Der am 17. Juni bekanntgewordene Erfolg eines Unterseebootes gegen einen britischen Hilfskreuzer im Moray-Firth ist
durch ganz besonders tapferen und vollen Einsatz des Bootes unter Führung von Kapitänleutnant Kuppisch erzielt worden.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 19. Juni 1940

 

Die französische Wehrmacht löst sich immer mehr auf. Schnelle Truppen haben in der Normandie Cherbourg genommen. Bei Rennes ist die Bretagne erreicht, Le Mans nach Süden durchschritten.
Zwischen Orleans und Nevers gelang es an vielen Stellen, die Loire zu überschreiten. In Burgund stoßen Schnelle Truppen schon in Richtung auf Lyon vor.
Westlich Mülhausen sind Panzer- und Mot.-Divisionen, von Belfort kommend, im Begriff, sich mit den Truppen zu vereinigen, die über den Oberrhein angegriffen haben und die bei Münster schon tief in die Vogesen vorgestoßen sind.
Weiter nördlich ist Nancy (Nanzig) genommen und der Rhein-Marne-Kanal östlich Nancy (Nanzig) in breiter Front überschritten.
In der Maginotlinie beiderseits Diedenhofen leistet der Feind noch Widerstand.
Kampf- und Sturzkampf-Verbände wirkten durch Angriffe auf Befestigungen, Feldstellungen, Eisenbahnstrecken, Truppenansammlungen und Kolonnen mit, den Widerstand des in Lothringen eingeschlossenen Feindes zu brechen.
Vor Cherbourg wurde ein Handelsschiff von 10.000 BRT durch Bomben versenkt.
In England griffen deutsche Kampffliegerverbände zahlreiche Flugplätze sowie die Großtanklager an der Themsemündung mit Bomben an und setzten diese in Brand.
Hierbei zeichneten sich besonders die von Generalmajor Coeler geführten Fliegerverbände aus.

Britische Flugzeuge flogen auch in der Nacht zum 19. Juni in Nord- und Westdeutschland ein, um wie bisher ihre Bomben über nichtmilitärischen Zielen abzustreuen.
Dabei sind etwa achtzehn Tote unter der Polizei und der Zivilbevölkerung zu beklagen, darunter eine Anzahl Personen, die sich nicht in die Luftschutzkeller begeben hatten.
Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft betrugen gestern sechs Flugzeuge. Fünf deutsche Flugzeuge werden vermisst.

Der Leutnant in einem Schützenregiment Dietz hat eine wichtige Brücke durch kühnen Zugriff unversehrt in unsere Hand gebracht.

SONDERMELDUNG

Luneville und die Festung Toul sind genommen. Die deutsche Flagge weht auf dem Straßburger Münster.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag
'Lasst uns es so tragen, dass falls das Britisch Commonwealth und Empire für tausend Jahre Bestand hat, die Leute sagen werden "Das war ihre größte Stunde!" '
Churchill erklärt im Unterhaus

Rommel ist der Mann der Stunde und tritt als Akteur täglich in der Propaganda des Reiches auf. So stößt er am 8. Juni 72 km vor und erreicht den Fluß Seine. In die Kämpfe um Frankreich greift nun auch die deutsche Heeresgruppe A mit 45 Divisionen ein und setzt über den Fluß Aisne. Durch seinen schnellen Vormarsch, kann Rommel das französische IX. Korps und die englische 51. Hochland-Division in Richtung der Küste drücken, nördlich von Le Havre.Manstein's XXXVIII. Infanterie-Korps folgt der Spitze Rommels und überquert die Seine. Der schnelle Vormarsch trägt erste Vorhuteinheuten der Wehrmacht am 9./10. Juni in die Vororte on Paris.
Paris wird im Zuge der unmittelbaren Bedrohung durch anrückenden deutschen Truppen zur 'offenen Stadt' erklärt und alle französischen Streitkräfte werden auf Positionen südlich der Hauptstadt zurückgezogen. Mit der Eroberung von Le Havre ist das Schicksal Frankreich s besiegelt. Das franz. Staatsoberhaupt Reynaud teilt Churchill mit, das Frankreich einen Separatfrieden mach muss, oder es wird dem Deutschen Reich in seiner Gesamtheit einverleibt. Die USA halten sich weiter raus und die Briten können nicht helfen, so ist der Einmarsch deutscher Truppen in Paris ein bezeichnendes Bild für die neue deutsche Vorherrschaft in Europa. General von Bock, Oberbefehlshaber der Heeres-Gruppe B, nimmt die Siegesparaden am Place de la Concorde und am Arc de Triomphe ab. Die Deutschen erobern die intakte Renault-Panzerfabrik in Billancourt und die Schneider-Creusot Rüstungsbetriebe. Die französische Regierung verlässt Paris und geht nach Tours am Fluss Loire
In der Folge dieser Ereignisse, erklärt Italien England und Frankreich den Krieg. Die Alliierten erklären diesen sofort im Gegenzug:

'An diesem zehnten Tag des Juni 1940 hat die Hand, welche das Messer gehalten hat, in den Rücken seines Nachbarn eingestochen.'
Präsident der USA Roosevelt

So nutzt Italien die Gunst der Stunde und den Stahlpakt, um sich sofort ein Stück vom franz. Kuchen abzuschneiden. Die französischen Kolonien in Afrika sind erste Ziele der italienischen Streitkräfte. Wobei die Engländer schon länger diesen Kontinent als Basis nutzen und so enden die ersten Scharmützel, an der libysch-ägyptischen Grenze ungünstig für die Italiener.

'Mussolini hat den Verbündeten, mit denen Italien im letzten großen Krieg gemeinsam gekämpft hat, ... und welche Italien vor dem Untergang gerettet haben, den Krieg erklärt.'
Duff Cooper, der Informationsminister Englands

 

Die Heeres-Gruppe C beginnt mit dem anderen Sichelschnitt und startet seinen Angriff mit 24 auf die Maginot-Linie. Der Rhein soll überquert und der Süden Frankreichs ebenfalls in deutsche Hände übergehen. Die französische Regierung verlässt sogleich Tours und geht nach Bordeaux.
Deutsche Soldaten erobern Verdun und nehmen diesen so wichtigen Ort des Ersten Weltkrieges mit nur wenig Aufwand. Die deutsche 7. Armee der Heeres-Gruppe C überquert den Rhein gegenüber Colmar und das französische Heeres-Oberkommando befindet sich auf dem Rückzug. Neben die in Auflösung befindlichen Kräfte an Stellen der Front, werden alle noch in Frankreich befindlichen britischen Kräfte evakuiert. Doch nicht nur die Armeeführung befindet sich in einem heillosen Durcheinander, auch die Politik streckt nun die Waffen. Das Kabinett von Reynaud tritt zurück und der Kriegsheld Marschall Petain bildet eine neue Regierung, welche sogleich eine 'Staatliche Union' zwischen Frankreich und Großbritannien ablehnt.

'...es ist notwendig den Kampf zu beenden.'
Petain in einer Rundfunkansprache zur zur französischen Armee und Bevölkerung

Man lasse sich nicht von den Inseln in der Not okkupieren. Lieber die Deutschen als Besatzer dulden, als das Land den Briten zu überlassen. Rommel stürmt an selben Tag 241 Kilometer in Richtung Cherbourg vorwärts. Er erobert die Stadt und entlang der sich ständig verschiebenden Frontlinien, durch flexible eingesetzt Panzerverbände, strecken die meisten Franzosen die Waffen. Einige versuchen über den Kanal zu entkommen und andere gehen in den Untergrund. General de Gaulle spricht über Rundfunk von London aus und ruft zum Kampf gegen die Besatzer auf.

'Wir sind nun nur noch die einzigen Kämpfer, welche die Welt verteidigen.'
Rundfunkansprache von Churchill

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Generalfeldmarschall Erwin Rommel

Generaloberst Heinz Guderian


13.06.1940

 

Die Berichte des Tages

ZUSAMMENFASSUNG Feldzug Dänemark/Norwegen

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 13. Juni 1940

 

Zusammenfassender Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht
Operationen in Dänemark und Norwegen

 

Nach dem siegreichen Abschluss der Kämpfe um Narvik gibt das Oberkommando der Wehrmacht über den Verlauf der militärischen Operationen in Dänemark und Norwegen zusammenfassend folgendes bekannt:

 

Die Pläne der Alliierten auf dem Wege über Skandinavien dem Krieg eine für sie günstige Wendung zu geben, waren dem Oberkommando der Wehrmacht seit langem bekannt und zwangen dazu, einen blitzschnellen Gegenschlag vorzubereiten.
Teile des Heeres und der Luftwaffe sowie die gesamte Flotte wurden daher zur Vorbereitung einer einheitlichen Aktion unter persönlicher Leitung des Führers zusammengefasst.
Nach wiederholtem flagranten Verletzungen der Neutralität Norwegens durch britische Seestreitkräfte löste ein unmittelbar drohender Handstreich der englischen Flotte die Operationen am 9. April bei Morgengrauen aus. Sie begannen mit dem Einmarsch über die deutsch-dänische Grenze sowie mit der Landung in zahlreichen Häfen und Flughäfen Dänemarks und Norwegens.
Ihr Ziel war diese beiden Länder dem Zugriff unserer Feinde als Basis für eine strategische Umfassung von Norden her und für die wirtschaftliche Erdrosselung Deutschlands ein für alle Mal zu entziehen.
Die Sicherung Dänemarks ließ sich noch am 9. April in Folge der verständnisvollen Haltung des Königs und seiner Regierung nach kürzeren Gefechten an der Grenze reibungslos durchführen. In Norwegen landeten am 9. April, und zwar sowohl durch Schiffe als auch in Flugzeugen - zum Teil an den englischen Seestreitkräften in nächster Nähe vorbeistoßend - deutsche Truppen.
Narvik, Drontheim, Bergen, Stavanger, Egersund, Kristiansand, Arendal und Oslo wurden besetzt. In Narvik musste der Widerstand norwegischer Seestreitkräfte, in Drontheim, Kristiansand und vor allem Oslo die Küstenverteidigung durch die Kriegsmarine, die Luftwaffe und gelandete Stoßtrupps des Heeres niedergekämpft werden.

 

 

Die Heldentaten, die dabei von deutschen Führern und ihren Einheiten sowie von einzelnen Soldaten vollbracht wurden, bleiben einer späteren Berichterstattung vorbehalten. An ihrer Spitze wird für immer der heroische Kampf und Untergang des Kreuzers "BLÜCHER" stehen.
Am 21. April waren die gewonnenen Stützpunkte ausgebaut, gesichert und nach allen Seiten erweitert, der Raum um Oslo befriedet, die befestigte Zone Frederikstadt-Askim in deutscher Hand, Kongswinger genommen und die Landverbindung von Oslo über Kristiansand nach Stavanger hergestellt.
Weiter nördlich befand sich die Bahn von Drontheim bis zur schwedischen Grenze und ostwärts Narvik der größte Teil der Erzbahn in deutscher Gewalt.
Nachdem es den Engländern gelungen war, die zum Schutz des Hafens von Narvik vorgesehenen Küstenbatterien zu versenken, konnte der Einbruch überlegener britischer Seestreitkräfte in den Ofoten-Fjord nicht verhindert werden. Ihnen fielen unsere Zerstörer nach tapferem Widerstand, nachdem sie erst ihre letzte Granate verschossen und dem Gegner schwere Verluste zugefügt hatten, zum Opfer.
Die Besatzungen reihten sich dann als willkommene Verstärkung in die kleine Schar unserer Gebirgsjäger ein, die sich an der schneebedeckten felsigen Küste festkrallten und in den folgenden Wochen dem schweren Feuer feindlicher Schiffsgeschütze und allen Landungsversuchen trotzten.

Noch waren die Kämpfe mit Eilen verschiedener norwegischer Divisionen in den Hochgebirgstälern zwischen Oslo und Bergen im Gange und die notwendigen deutschen Verstärkungen zum Angriff aus dem Raum um Oslo in Richtung Drontheim erst in Anmarsch, als die Alliierten zum Gegenschlag ausholten.
Unter stärkstem Einsatz von Seestreitkräften und Handelsschiffen warfen sie in Andalsnes, Namsos und Harstad Truppen an Land. Ihre Absicht war, den erlahmenden norwegischen Widerstand neu zu beleben, Drontheim durch konzentrischen Angriff von Norden und Süden her wieder zu nehmen, die schwache deutsche Kampfgruppe im Raum von Narvik zu vernichten, und, wie aus vorgefundenen englischen Befehlen einwandfrei hervorgeht, bei günstiger Gelegenheit gegen das schwedische Erzgebiet von Gaellivare vorzustoßen. Dieser Versuch fand überall ein klägliches Ende.
Zunächst scheiterten unter schweren Verlusten alle Anstrengungen des Gegners, der deutschen Luftwaffe die Herrschaft über den norwegischen Raum streitig zu machen, an der deutschen Jagd- und Flakabwehr. Dann warfen sich junge deutsche Regimenter - von der Luftwaffe hervorragend unterstützt - auf die norwegischen und englischen Kräfte, die versuchten, die Vereinigung der von Oslo nach Norden und von Drontheim nach Süden angreifenden deutschen Kampfgruppen zu verhindern.
Unter schwersten Geländeverhältnissen, alle Sprengungen und Brückenzerstörungen überwindend, wurde der Feind in den Gebirgstälern von Enge zu Enge geworfen, und schon am 30. April reichten sich die in Oslo und in Drontheim gelandeten deutschen Truppen bei Stören, 50 km südlich Drontheim, die Hand.
Damit waren die britischen Operationspläne gescheitert. Fluchtartig zogen sich die Engländer auf Andalsnes zurück, um sich dort unter den verlustbringenden Angriffen der deutschen Luftwaffe, große Mengen an Material und Vorräten im Stich lassend, wieder einzuschiffen. Am 2. Mai hißten unsere Truppen in Andalsnes die deutsche Flagge.
Von Drontheim aus hatte schon am 25. April eine deutsche Abteilung mit Unterstützung leichter Seestreitkräfte die Enge von Steinkjer genommen und dort dem von Namsos ausgehenden feindlichen Vorstoß Halt geboten. Mit den inzwischen eingetroffenen Verstärkungen wurde der Vormarsch nach Norden unverzüglich weiter fortgesetzt.
Aber die in Namsos gelandeten britischen und französischen Kräfte nahmen den Kampf nicht mehr an. Unter schmählichen Umständen ließen sie die Norweger im Stich und schifften sich ein. Erst daraufhin streckten auch diese verbittert die Waffen.
Am 6. Mai wurden Grong, Namsos und Mosjoen von unseren Truppen genommen. Von dort aus bahnten sich nunmehr Gebirgstruppen im Kampf mit norwegischen und englishcen Bataillonen und dem außerordentlich schwierigen Gelände den Weg bis nach Fauske und Bodö, das, über 500 km von Drontheim entfernt, am 1. Juni erreicht wurde.
Damit war die nördlichste Basis gewonnen, von der aus über völlig wegeloses und hochalpines Gelände der bedrängten Gruppe Narvik auch zu Lande die notwendige Hilfe gebracht werden sollte. Diese war inzwischen von einer fast sechsfachen Überlegenheit, von See aus, in den beiden Flanken und im Rücken angegriffen worden.
Engländer, französische Alpenjäger, polnische Gebirgsschützen und starke Teile der norwegischen sechsten Division versuchten die schwachen deutschen Kräfte einzukesseln und zu vernichten.


Wohl mußten die Küstenstellungen - und am 28. Mai auch die Stadt Narvik - aufgegeben werden, aber in den Bergen beiderseits des Rombakken-Fjords und an der Erzbahn konnte der Feind den Widerstand dieser stahlharten Truppen und den unbeugsamen Willen ihres vorbildlichen Führers nicht brechen.
So hielten sie stand, einzig und allein durch die Luftwaffe unterstützt, mit allem Notwendigen nur spärlich versorgt und durch abgesetzte Gebirgs- und Fallschirmjäger ergänzt und verstärkt, immer wieder durch Gegenangriffe sich Luft schaffend, bis die deutschen Kampfverbände von ihren weit nach Norden vorgeriebenen Flugplätzen aus die Verluste der feindlcihen Kriegs- und Handelsschiffe bis ins Unerträgliche steigerten.
Da erst gab der Feind auch dieses letzte Stück norwegischen Bodens auf. In seinen Rückmarsch stießen am8. Juni deutsche Seestreitkräfte und vernichteten den Flugzeugträger "GLORIOus" mit seinen beiden Begleitzerstörern und Transport- und Handelsschiffe mit einem Tonnengehalt von fast 30000 BRT.
Zu Lande wurden Narvik und Elvegardsmoen wieder besetzt und am 10. Juni die Kapitulationsverhandlungen zwischen dem deutschen Oberkommando unterzeichnet. Die gesamten noch vorhandenen norwegischen Streitkräfte legten die Waffen nieder. Der Feldzug in Norwegen ist seitdem zu Ende.
Sein besonderes Gepräge erhält er als eine Wehrmachstoperation, die in bisher unbekannten Ausmaße Teile des Heeres und der Luftwaffe mit der Kriegsmarine unter einheitlicher Führung zum taktischen Einsatz brachte.

Die Kriegsmarine hat eine bisher unmöglich erscheinende Aufgabe gelöst. Sie hat unter verwegenem Einsatz von Schiffen und Besatzungen, weit entfernt von den eigenen Stützpunkten und fast unter den Augen der stark überlegenen britischen Flotte, eine Landungsoperation in den durch zahlreiche schwere Küstenbatterien geschützten Häfen teils erzwungen, teils überraschend durchgeführt.
Sie hat in einer gewaltigen Transportleistung von rund 2,3 Millionen BRT die Masse der deutschen Seestreitkräfte und ihres Nachschubs in ununterbrochenem, dichtem Seeverkehr nach Norwegen übergeführt. Das geschah trotz andauernder Flankenbedrohung durch die weit überlegene britische Flotts und des Einsatzes zahlreicher feindlicher Unterseeboote.
An dem Gelingen dieses Massentransportes waren - gestützt auf die größeren Einheiten - besonders unsere Torpedo-, Minensuch- und Minenräumboote, Unterseebootjäger und Schnellboote, Geleitfahrzeuge und Vorpostenboote in Tag- und Nachtdienst und im engen Zusammenwirken mit Küstenfliegerverbänden beteiligt.
Der Erfolg ist um so höher zu bewerten, als die zum Teil der englischen Küste gegenüberliegenden Zielhäfen dem Gegner bekannt und die engen Gewässer des Kattegatts und des Skagerraks passiert werden mußten. Handelsschiffsbesatzungen haben in wochenlangen Fahrten mit der gleichen freudigen Opferberitschaft wie die Soldaten der Kriegsmarine ihre Pflicht erfüllt.
Bei Drontheim und Bergen beteiligten sich leichte Seestreitkräfte, an verschiedenen Stellen, besonders aber bei Narvik an Land gesetzte Marine-Abteilungen in hervorragender Waffenbrüderschaft an den Operationen und Kämpfen des Heeres. Die Küste in ihrer weiten Ausdehnung wurde durch übernommene und neu zugefügte Batterien stark gesichert.
Die deutsche Kriegsmarine fügte den britischen und französischen Flotten folgende Verluste zu: ein Flugzeugträger, ein Kreuzer, zehn Zerstörer, ein Unterseebootjäger, 19 Unterseeboote, zusammen rund 65 000 t, ferner: ein Transportschiff und ein tanker mit insgesamt 29100 BRT.
Weiter wurden elf norwegische Kriegsschiffe vernichtet, zwei Küstenpanzerschiffe, drei Zerstörer, sieben Minenleger, zwei Minensuchboote, 41 Topedoboote und einige Unterseeboote sowie viele kleiner Fahrzeuge sichergestellt.
Die Luftwaffe erwies sich in Norwegen als der ausschlaggeende Faktor für das Gelingen der Operation. Sie hat die Hauptlast des Kampfes gegen die unsere Kriegsmarine zahlenmäßig weit üerlegene feindliche Flotte getragen, und sie allein vermochte bis zum 10. Juni der vereinsamt ohne jede Land- und Seeverbindung kämpfenden Gruppe Narvik Nachschub, Verstärkung und Entlastung zu bringen.
Sie hat den für die zukünftige Entwicklung entscheidenden Beweis erbracht, dass keine noch so starke Flotte im nahen Wirkungsbereich einer überlegenen feindlichen Luftwaffe auf die Dauer operieren kann. So ist es der deutschen Luftwaffe gelungen, die in der Nähe der norwegischen Küste nach unserer Landung auf- und abstehenden feindlichen Seestreitkräfte zu vertreiben. Den feindlichen Schiffsbewegungen, sei es zur Landung bei Namsos oder Andalsnes oder beim Abtransport von dort, fügte sie ungeheure Verluste bei.
Ihr stolzester Erfolg war dabei die Vernichtung eines englishcne Schlachtschiffes am 3. Mai im Seegebiet von Namsos. Die rasche Besitznahme von Oslo und Stavanger schon am 9. April war nur durch den Einsatz von Fallschirmjägern und Luftlandetruppen möglich. Kampf- und Sturzkampfflieger erschütterten die Besatzungen der feindlichen Küstenbatterien im Oslo-Fjord und in Kristiansand und beschleunigten deren Übergabe.
Wie immer griff die Luftwaffe auch in die Erdkämpfe wirksam ein, so zwischen Oslo und Bergen, und vor allem zwischen Oslo und Drontheim, unterbrach die rückwärtigen Verbindungen und störte den Nachschub.

Bevor die Landverbindung zwischen Oslo und Drontheim hergestellt war, hat sie viele tausend Mann an Verstärkungen nach Drontheim übergeführt. Sie hat mit ihren Jägern und Zerstörern vom ersten Tage an den Luftraum beherrscht und ist vor keinen noch so großen Schwierigkeiten bei der Neuanlage von Flugplätzen zurückgeschreckt.
Daß der heldenmütige Widerstand der Gruppe Narvik mit einem vollen sieg endete, ist neben den großen Erfolgen auf dem westlichen Kriegsschauplatz dem Einsatz der Luftwaffe zu danken. Der Erfolg ihrer Kampfhandlungen spiegelt sich auch in den Verlusten des Gegners wider.
Es wurden vernichtet: 87 feindliche Flugzeuge, ohne die auf den britischen Flugzeugträgern befindlichen, die am 25. Mai im Ofoten-Fjord und am 8. Juni im Nordmeer versenkt wurden, 28 Kriegs- und Hilfskriegsschiffe mit etwa 90 000 Tonnen, 71 Handelsschiffe mit etwa 280 000 BRT.
Außerdem wurden 80 Kriegs- und Hilfskriegsschiffe, sowie 39 Handelsschiffe durch Bombentreffer beschädigt.
Das Heer: Die Divisionen des Heeres haben, abgesehen von den französischen und englischen Kräften, sechs norwegische Divisionen zerschlagen, gefangengenommen, zur Kapitulation gezwungen oder über die schwedische Grenze geworfen.

Die eigenen Verluste der Wehrmacht betragen an Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften:
gefallen: 1317
verwundet: 1604
Auf Seetransport oder sonst vermisst: 2375

Die Kriegsmarine hat drei Kreuzer, zehn Zerstörer, ein torpedoboot, sechs Unterseeboote und etwa 15 kleinere Kriegs- und Hilfsfahrzeuge verloren.
Die Luftwaffe büßte 90 Flugzeuge beim Einsatz gegen den Feind und durch Notlandung in See ein; 27 Flugzeuge wurden durch Notlandung über Land und durch feindliche Einwirkung am Boden beschädigt.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Anfang Juni enden die letzten Evakuierungen von 24.000 alliierten Truppen aus Narvik und Harstad vollständig. Die Hafenanlagen in Narvik wurden während der Kämpfe vollkommen zerstört. König Haakon und die norwegische Regierung sind auf der Flucht in England angekommen und müssen aus der Ferne die letzten Akte der deutschen Besetzung von Norwegen mit ansehen. Am 9. Juni kommt es zum Deutsch-Norwegischen Waffenstillstand. General Dietl erhält von General Ruge in Narvik eine Kapitulationserklärung. Damit endet dieses Kapitel des Zweiten Weltkrieges, wobei das Unternehmen Weserübung, als die größte triphibische Operation der damaligen Kriegsgeschichte galt. Diese militärische Aktion, gegen jedwede diplomatische Vereinbarung und Vernunft, belastetet die Beziehung zwischen den Ländern auch dem 1945 noch schwer. Es spricht für das Kalkül und die Machtinteressen Hitlers, dessen einziges Streben in dieser Angelegenheit die erweiterte geostrategische Ausgangsbasis im kommenden Kriegsaktionen war, wie auch die wichtigen Erzgüter, welche für die Rüstung immens wichtig waren, zu nutzen.

 

Durch die Besetzung Dänemarks und Norwegens blieb die Ostsee unter deutscher Kontrolle. Es wurde wahrscheinlich ein Dritte Front auf dem Schlachtfeld Europa verhindert und hat den Erfolg in Frankreich erst möglich gemacht. Der Mythos der „unbesiegbaren Wehrmacht“ und dessen „glorreichen Elitetruppen“ nahmen hier seinen Ausgangspunkt. Es war die letzte derart erfolgreiche Operation dieser Art auf deutscher Seite.

 

DMP empfiehl zu diesem Thema

Großadmiral Karl Dönitz

Der Marschallstab - Sichtbares Symbol von Herrschaft, Autorität, Würde und Recht


20.06. - 30.06.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 20. Juni 1940

 

In der Bretagne ist der französische Kriegshafen Brest genommen.
In der Normandie ist auch der Unterlauf der Loire von Nantes bis Tours erreicht und an einzelnen Stellen überschritten.
Im Bogen der mittleren Loire geht die Verfolgung über den Cher-Abschnitt und über Bourges weiter.
Südlich der Loire griffen Kampffliegerverbände den zurückflutenden Gegner auf den Rückzugsstraßen laufend an.
Wo sich noch Widerstandsnester bildeten, unterstützte die Luftwaffe das Vorgehen des Heeres.
Im nördlichen Lothringen werden Trümmer der geschlagenen französischen Ostarmee - soweit sie nicht gefangen genommen wurden - im Gebiet der Mosel zwischen Epinal und Toul sowie im mittleren und in einem Teil der oberen Vogesen immer enger zusammengedrängt.
Epinal, Toul und Luneville sind in unserer Hand. Um die Maginotlinie beiderseits Diedenhofen wird weiter gekämpft.
Westlich Weißenburg wurde die Maginotlinie erneut durchbrochen. Stuka- und Kampfverbände zerstörten einen großen Teil von Befestigungswerken durch Volltreffer.
Das deutsche Straßburg wurde von Süden und Osten genommen, auf dem Straßburger Münster weht die Reichskriegsflagge.
In der Burgundischen Pforte ist die Vereinigung der von Belfort und vom Oberrhein her vorgehenden Truppen vollzogen.
Die Zahl der allein am 19. Juni eingebrachten Gefangenen übersteigt 200.000, darunter der Oberbefehlshaber der französischen 10. Armee, General Altmeyer, mit seinem Chef.

Seit 10. Mai haben feindliche, und zwar vorwiegend britische Flugzeuge, fortgesetzt in der Nacht, offene deutsche Städte angegriffen.
Auch in der vergangenen Nacht fielen diesen Angriffen wieder acht Zivilpersonen zum Opfer.
Die deutsche Luftwaffe hat nunmehr mit der Vergeltung gegen England begonnen.

In der Nacht vom 19. zum 20. Juni griffen Kampfflieger-Verbände das als britisches Rüstungszentrum besonders wichtige Stickstoff-Großwerk Billingham mit zahlreichen Bomben schweren Kalibers an. Starke Brände wiesen bereits auf 50 Kilometer Entfernung den nachfolgenden Verbänden den Weg. Weiters wurden Tanklager in Hull in Brand geworfen.

Zwei deutsche Schnellboote vernichteten westlich von Dungeness, dicht vor der englischen Kanalküste, einen Dampfer von 4.000 BRT. Ein Unterseeboot versenkte einen feindlichen Tanker von 8.000 BRT.
Einem weiteren Unterseeboot gelang es, aus einem feindlichen Geleitzug drei Schiffe herauszuschießen.

Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft betrugen gestern 21 Flugzeuge. Sechs deutsche Flugzeuge werden vermisst.

Die rasche Eroberung der starken Festung Verdun mit ihrem neuzeitlichen Forts am 15. Juni ist dem kühnen und entschlossenen Einsatz vieler Führer zu danken.
Besonders ausgezeichnet haben sich dabei die Oberleutnante Stein und von Witzendorff und der Oberfeldwebel Samel,
sämtlichst von Infanterieregimentern, sowie der Leutnant Roennecke und der Unteroffizier Claus einer Panzerjägerabteilung.

Beim Durchbruch durch die Maginotlinie sowie bei der schnellen Einschließung des Feindes in Elsaß-Lothringen und Burgund, zeichneten sich vor allem die von Generalleutnant Ritter von Greim und Generalmajor von Richthofen geführten Fliegerverbände,sowie eine von Hauptmann Steiner geführte Schlachtfliegergruppe aus.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 21. Juni 1940

 

Die Bewegungen unserer Truppen zur Besetzung der Normandie, der Bretagne und des Raumes zwischen der Loire-Mündung und dem Rhonetal verlaufen planmäßig.
Die durch Burgund vorstoßenden schnellen Truppen haben Lyon im Kampf genommen. Bei der Eroberung von Nevoy bei Gien fielen unseren Truppen 700 neue Panzerkampfwagen in die Hand.
In Lothringen und im Elsaß ist die Säuberung von Teilen der Maginotlinie von teilweise hartnäckig kämpfendem Feind im Gange.
Die im nördlichen Lothringen zusammen gepressten Franzosen-Reste sind durch unseren Angriff in mehrere Teile zerrissen.
Einzelne eingeschlossene Feindgruppen halten sich noch im Westteil der Vogesen. Der im Weltkrieg stark umkämpfte Hartmannsweiler Kopf in den Vogesen ist in unserem Besitz.
Die Luftwaffe setzte auch am 20. Juni ihre Angriffe auf die Rückzugsstraßen des Gegners fort. Vor dem Pfälzer Wald setzten unsere Stukas wiederum eine Reihe von Werken der Maginotlinie außer Gefecht und halfen damit, den Widerstand des hier noch haltenden Feindes zu brechen.
Bei den Kämpfen im Elsaß, die zur Einnahme von Straßburg, Schlettstadt und Colmar führten, sowie bei der Öffnung der Burgundischen Pforte wurden die Truppen des Heeres in hervorragender Weise, durch Flakverbände im Einsatz gegen Erdziele unterstützt.
Kampf- und Stuka-Verbände griffen am 20. Juni Schiffsziele vor La Rochelle und der Gironde-Mündung an und versenkten einen Transporter von 10.000 BRT sowie ein Hilfskriegsschiff von 4.000 BRT.

In der Nacht zum 21. Juni unternahmen britische Flugzeuge wieder zahlreiche Einflüge nach Nord- und
Westdeutschland, um dort ihre Bomben wie bisher, auf nichtmilitärische Ziele abzuwerfen.
Der angerichtete Sachschaden ist unerheblich, dagegen wurden wieder einige Zivilpersonen getötet.
Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft betrugen gestern sechs Flugzeuge, davon wurden allein vier durch Flak abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermisst.

Unsere Unterseeboot-Waffe meldet die Versenkung von vier englischen Handelsschiffen, unter denen sich ein Royal-Mail-Dampfer von 11.000 BRT befindet.
Bei den schnellen Durchbrüchen durch das Panzer- und Beton-Bollwerk der Maginotlinie vollbrachten Infanterie und Pioniere in schwerem Kampf mit zähem Gegner Ruhmestaten, deren Würdigung einer späteren Zeit vorbehalten bleibt.

Durch ganz besondere Kühnheit und Unerschrockenheit haben sich in diesen Kämpfen ausgezeichnet: der Kommandeur eines Infanterieregiments Oberst Schwalbe, der Bataillonskommandeur in einem Infanterieregiment Major Wildermuth und der Oberleutnant in einem Infanterieregiment von Kettelhodt.

 

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 22. Juni 1940

 

In der Bretagne sind die wichtigen Hafenstädte St. Malo und Lorient genommen. An der Unteren Loire wurden die Brückenköpfe erweitert, Thouars besetzt.
In Lothringen und in den Vogesen führte unser Angriff zu weiterer Auflösung einzelner eingeschlossener Feindgruppen. Gerardmer ist genommen.
Die Zahl der hier in den letzten Tagen gemachten Gefangenen übersteigt 200.000, darunter eine ganze Spähbrigade. Auch an den übrigen Fronten wächst die Zahl der Gefangenen ständig.
Unter ihnen befinden sich der Befehlshaber der Seestreitkräfte Nord und andere Admirale, ein Kommandierender General und mehrere Divisionskommandeure.
Außer großer Beute an Waffen und Kriegsgerät aller Art fielen bei der Wegnahme verschiedener Flugplätze 260 Flugzeuge in unsere Hand.

Kampf- und Sturzkampfverbände griffen im Raume westlich Straßburg und südwestlich Weißenburgsowie südlich der Loire feindliche Befestigungen, Truppenansammlungen und Transportbewegungen an.
In der Gironde- und Loire-Mündung wurde ein Handelsschiff von 8.000 BRT versenkt, ein anderes von 4.000 BRT beschädigt und zwei Flugboote vernichtet.
Bei erfolgreichem Angriff auf militärisch wichtige Ziele an der Ostküste Englands wurden u.a. auch die Angriffe auf das Rüstungszentrum Billingham wiederholt und eine große Anzahl von Treffern erzielt.
In den Nachmittagsstunden wurden bei der holländischen Insel Texel drei von sechs feindlichen Flugzeuge nach kurzem Luftkampf abgeschossen, der Rest zum Abdrehen gezwungen.

Bei einem erfolglosen Angriff von britischen Bomben- und Torpedoflugzeugen auf ein deutsches Schlachtschiff, erzielte die Flakartillerie des Schiffes sechs Abschüsse.
In den Kampf eingreifende eigene Jagdflugzeuge vernichteten weitere sieben Flugzeuge.

Die feindlichen Flugzeugverluste am 21. Juni betrugen insgesamt 25 Flugzeuge, davon wurden im Luftkampf elf, durch Flak sechs, durch Flak-Artillerie von Kriegsschiffen weitere sechs Flugzeuge abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Ein eigenes Flugzeug wird vermisst.

Aus nachträglich eingegangenen Meldungen geht hervor, dass in der Zeit vom 4. bis 20. Juni über die bisher bekanntgegebenen Zahlen hinaus 63 feindliche Flugzeuge vernichtet wurden, so dass die Gesamtzahl der gegnerischen Verluste in diesem Zeitraum 765 Flugzeuge beträgt.
Die Gesamtzahl der seit Beginn der Offensive im Westen durch Flakartillerie vernichteten feindlichen Flugzeuge beträgt bis zum 15. Juni 854 Flugzeuge.

Ein zurückgekehrtes Unterseeboot unter dem Kommando von Korvettenkapitän Rösing meldet die Versenkung von 42 686 BRT.
Einem anderen Unterseeboot gelang es, den englischen Truppentransporter „Ettrick" von rund 11.000 BRT zu torpedieren.
Ein weiteres Unterseeboot griff einen großen britischen Geleitzug mit Erfolg an.

Auch in der Nacht zum 22. Juni unternahmen feindliche Flugzeuge Einflüge nach Nord- und Westdeutschland und griffen erstmals auch die Umgebung von Berlin mit Bomben an.
Wie bisher richteten die abgeworfenen Bomben nur geringen Sachschaden an nichtmilitärischen Objekten an, wohl aber wurde eine Anzahl Zivilpersonen getötet oder verletzt.

In den Kämpfen der letzten Tage haben sich durch unerschrockenen Einsatz in kühnen Einzeltaten besonders hervorgetan: der Oberst und Kommandeur einer Schützenbrigade Neumann-Silkow, der Oberleutnant und Chef einer Reiterschwadron Freiherr von Böselager, der Leutnant Michael in einem Reiterregiment und der Leutnant Meder in einer Panzerjägerabteilung.

SONDERMELDUNG

Die in Elsaß-Lothringen eingeschlossenen französischen Armeen haben nach verzweifeltem Widerstand kapituliert.
Insgesamt etwa eine halbe Million Mann französischer Soldaten haben sich damit unseren Truppen ergeben.
Unter ihnen befinden sich außer vielen anderen Generalen die Oberbefehlshaber der 3., 5. und 8. Armee.
Nur einzelne Abschnitte der Maginotlinie im Unter-Elsaß und in Lothringen und versprengte Teile in den Vogesen leisten noch Widerstand. Er wird im Laufe kürzester Zeit gebrochen sein.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 23. Juni 1940

 

Sondermeldung: Am 22. Juni, 18.50 Uhr deutscher Sommerzeit, wurde im Walde
von Compiegne der deutsch-französische Waffenstillstand unterzeichnet.

Die Unterzeichnung nahmen vor:
Auf deutscher Seite als Beauftragter des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht
der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel.
Auf französischer Seite als Beauftragter der französischen Regierung General Huntziger.

Eine Einstellung der Feindseligkeiten ist damit noch nicht verbunden.
Sie erfolgt vielmehr erst sechs Stunden, nachdem die italienische Regierung dem deutschen Oberkommando
der Wehrmacht den Abschluss des italienisch-französischen Waffenstillstandsvertrages mitgeteilt haben wird.
Über den Inhalt des Waffenstillstands-Vertrages kann zunächst nichts bekanntgegeben werden.

Die Schlacht in Elsaß-Lothringen hat, wie durch Sondermeldung schon bekanntgegeben, mit der Kapitulation der eingeschlossenen französischen Armeen am 22. Juni ihr Ende gefunden.
Wieder ist damit nach schweren Kämpfen durch die Tapferkeit unserer Truppen und die kühne und entschlossene Führung ein Sieg größten Ausmaßes errungen, durch welchen die letzte noch voll kampfkräftige Gruppe des französischen Heeres nieder gerungen ist.
Über 500.000 Gefangene, darunter die Oberbefehlshaber der 3., 5. und 8. Armee und eine Anzahl anderer Generale, und eine gewaltige noch nicht übersehbare Beute an Waffen und Kriegsmaterial aller Art fielen in unsere Hand.
Das stärkste Werk der Befestigungen von Straßburg, die Feste Mutzig am Ortsrand der Vogesen, wurde gestern genommen.
Widerstand leisten nur noch einzelne Abschnitte der Maginotlinie im Unter-Elsaß und in Lothringen und versprengte Abteilungen in den Vogesen. Er wird in kürzester Zeit gebrochen sein.

Im Küstenbereich des Atlantischen Ozeans stießen bewegliche Abteilungen bis in Höhe von La Rochelle vor.
Der französische Kriegshafen St. Nazaire wurde genommen.
Bei der riesigen Beute befinden sich auch Panzerkampfwagen, die schon zum Abtransport verladen waren.

Im Rhonetal drangen unsere Truppen von Lyon und ostwärts in südlicher Richtung weiter vor.
Sie erzwangen an den Ausgängen der Savoyischen Alpen südwestlich Genf den Übergang über die Rhone.

Im Zuge der bewaffneten Luftaufklärung vor der französischen Atlantikküste zwischen St. Nazaire und der Gironde wurden insgesamt fünf Handelsschiffe
zwischen 3.000 und 10.000 BRT durch Bombentreffer stark beschädigt, ein Transporter von 10.000 BRT und ein weiterer von 4.000 BRT versenkt.

Angriffe von Kampf- und Sturzkampfverbänden richteten sich im Laufe des 22. Juni in der Hauptsache gegen belegte feindliche Flugplätze im Raume nördlich von Bordeaux.
Hierbei wurden auf dem Flugplatz Rochefort zehn Flugzeuge in Brand geworfen, 20 Flugzeuge bei mehrmaligen Tiefangriffen durch Beschuss zerstört, eine Halle durch Bombentreffer vernichtet.

Die Verluste des Feindes betrugen am 22. Juni insgesamt 49 Flugzeuge, davon sechs im Luftkampf abgeschossen, der Rest am Boden zerstört; vier eigene Flug­zeuge werden vermisst.

Ein Unterseeboot versenkte aus einem Geleitzug heraus einen feindlichen Tanker von 16.090 BRT.

In der Nacht zum 23. Juni flogen keine feindlichen Flugzeuge in deutsches Reichsgebiet ein.

In den Kämpfen der letzten Zeit haben sich durch ihr vorbildliches Verhalten in kühnem, persönlichem Einsatz ausgezeichnet: der Oberleutnant und Ordonnanz­offizier einer Division Moeller, der Leutnant Glas in einem Infanterieregiment und der Leutnant Berndt von Buggenhagen in einer Beobachtungsabteilung.

 

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 24. Juni 1940

 

Am Atlantik wurde die Küste bis zur Gironde-Mündung besetzt, La Rochelle und Rochefort genommen, weiter ostwärts die Gegend nördlich Poitiers erreicht.
Unter der ungeheuren und ständig wachsenden Beute fiel hier ein großes Lager mit Artilleriemunition in unsere Hand. In Elsaß-Lothringen haben sich weitere versprengte feindliche Gruppen ergeben, weitere Werke in der Maginotlinie wurden genommen.
Südostwärts Lyon dringen unsere Truppen, zähen Widerstand des Feindes brechend, auf Grenohle und Chambery vor.
Deutschen Schnellbooten gelang es in der Nacht zum 24. Juni im Seegebiet von Dungeness einen bewaffneten englischen Dampfer
von 3.500 BRT und einen weiteren Dampfer von 5.000 BRT durch Torpedoschuß zu versenken.
Ein Unterseeboot meldet die Versenkung von 23.500 BRT.
Die Tätigkeit der Luftwaffe beschränkte sich gestern auf Aufklärungsflüge über dem Nordseeraum. Unsere Jäger schossen zwei britische Kampfflugzeuge bei Calais ab.
Von etwa neun britischen Flugzeugen, die am Nachmittag in die Niederlande einzufliegen versuchten, wurden sechs durch Jäger und Flak abgeschossen.
Unter dem Schutz der Wolkendecke gelangten zwei bis drei von sieben Flugzeugen bis nach Westfalen, wo sie bei dem kleinen Ort Wiescherhöfen Bauernhäuser mit Bomben belegten und die Bewohner mit Maschinengewehren beschossen. Hierbei wurden zwei Zivilpersonen schwer, vier weitere leicht verletzt.
Bei Nacht setzte der Feind seine Flüge über Nord- und Westdeutschland fort.
Die an zahlreichen Stellen auf nichtmilitärische Ziele abgeworfenen Bomben richteten Sachschaden an und erforderten wieder Todesopfer und Verletzte unter der Zivilbevölkerung.
Einige Bomben fielen in ein Kriegsgefangenenlager an der Ostseeküste, wobei eine Anzahl Franzosen getötet und verletzt wurde.

In den Kämpfen südlich Toni in der Nacht vom 21. auf 22. Juni zwang der Oberleutnant Klote in einem Infanterieregiment, nur von zwei Zugführern und zwanzig Mann seiner Kompanie begleitet, durch unerschrockenes und energisches Handeln drei französische Infanterie- und zwei Artillerieregimenter zur Übergabe und Entwaffnung.

SONDERMELDUNG

Heute mittag hat der am Donon in den Vogesen umschlossene Feind die Waffen gestreckt.
Über 22.000 Gefangene, dabei ein Kommandierender General eines Armeekorps, drei Divisionskommandeure und rund 1.000 Offiziere und zwölf ganze Artillerie-Abteilungen, darunter sechs motorisierte, fielen neben einer riesigen Beute in unsere Hand.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 25. Juni 1940

 

Der Feldzug in Frankreich hat nach einer Dauer von nur sechs Wochen
mit einem unvergleichlichen Siege der deutschen Waffen geendet.

Seit heute 1.35 Uhr herrscht Waffenruhe.

Im Verlauf des gestrigen letzten Kampftages rückten unsere Divisionen an der Atlantikküste nach Brechung kurzen Widerstandes bis zur Linie Royan an der Gironde-Mündung-Angouleme vor.
An der Rhein-Front und in Lothringen verlor der Gegner weitere Festungswerke.
Am Donon in den Vogesen kapitulierte, wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, eine Feindgruppe von über 22.000 Mann, darunter ein Kommandierender General und drei Divisionskommandeure.
Südwestlich von Lyon wurden St. Etienne und Annonay genommen.
In Savoyen gelang es unseren Truppen unter Einsatz von Gebirgsjägern, die zäh verteidigten Feindstellungen an mehreren Stellen zu durchbrechen. Aix-les-Bains wurde genommen.

Im Zuge der bewaffneten Luftaufklärung vor der französischen Atlantikküste wurde ein britisches Transportschiff von 5.000 bis 6.000 BRT erfolgreich mit Bomben angegriffen.
Weitere Aufklärungsfluge erstreckten sich auf Teile der Nordsee.
In der Nacht zum 25. Juni unternahmen deutsche Kampfverbände einige Angriffsflüge nach Mittelengland
und belegten Flugplätze und Anlagen der Flugzeugindustrie mit Bomben.
Ein britisches Flugzeug flog bei Tage den Flugplatz Stavanger-Sola an. Vor Abwurf von Bomben wurde es von unseren Jägern abgeschossen.
Britische Flugzeuge setzten ihre Einflüge nach Nord- und Westdeutschland auch in der letzten Nacht fort, ohne irgendwelchen Schaden an militärischen Anlagen anzurichten.
Der Flakartillerie unserer Kriegsmarine gelang es, an der Nordseeküste zwei englische Flugzeuge abzuschießen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 26. Juni 1940

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.

In der Nacht zum 26. Juni griffen unsere Kampfflugzeuge in Mittelengland mehrere Flugplätze und Anlagen der Flugzeugindustrie erfolgreich mit Bomben an.

Nachträglich wird bekannt, dass am 24. Juni auf der Höhe von Bayonne auf ein feindliches Transportschiff von etwa 7.000 BRT ein Bombenangriff unternommen wurde, der heftige Detonationen und Brände zur Folge hatte.
Ein deutsches Unterseeboot torpedierte südwestlich Irland den bewaffneten britischen Tanker „Saranac" (12.000 BRT) und zwei weitere bewaffnete feindliche Handelsdampfer.

Von drei britischen Bristol-Blenheim-Flugzeugen, die gestern erneut versuchten, den Flugplatz Stavanger-Sola anzugreifen, wurden zwei durch unsere Jäger abgeschossen. Das Dritte verschwand, ohne zum Angriff zu kommen.

Bombenwürfe britischer Flugzeuge in der Nacht zum 26. Juni in Nord- und Westdeutschland trafen keine militärischen Ziele und richteten nur geringfügigen Schaden an.
Soweit bisher bekannt, wurden vier Personen getötet.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 27. Juni 1940

 

Den Bestimmungen des Waffenstillstandsvertrages entsprechend, rückten unsere Truppen bis zum Dordogne-Abschnitt, ostwärts Bordeaux, vor.

Erkundungsvorstöße schwächerer feindlicher Seestreitkräfte an der nordfranzösischen Küste, in der Nacht vom 24. zum 25. Juni, wurden mühelos abgewiesen.
Ein Unterseeboot meldet die Versenkung von 35.000 BRT feindlichen Schiffsraumes.

In der Nacht vom 26. zum 27. Juni griffen deutsche Kampfflugzeuge erneut Hafenanlagen sowie Werke der Flugzeugindustrie in England mit Bomben an.
Ein eigenes Flugzeug kehrte nicht zurück.
Britische Flugzeuge setzten ihre Bombenabwürfe in Westdeutschland auch in dieser Nacht fort, ohne militärischen Schaden anzurichten.
Mehrere Zivilpersonen wurden getötet oder verletzt.
Zwei britische Flugzeuge wurden durch Flakartillerie, ein weiteres durch Jäger abgeschossen.

Beim Rhein-Übergang am 15. Juni, bei den nachfolgenden Durchbruchskämpfen und bei der Erstürmung eines Vogesen-Passes,
zeichnete sich der Major Schüler an der Spitze des von ihm befehligten Infanterieregiments durch persönlichen tapferen Einsatz aus.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 28. Juni 1940

 

Wie im Waffenstillstandsvertrag vorgesehen, erreichten unsere im Küstenstreifen vorgehenden schnellen Abteilungen gestern Abend südlich Bayonne die spanische Grenze.
Damit ist die gesamte Kanal- und Atlantikküste Frankreichs in unserem sicheren Besitz.
Kapitänleutnant Prien meldet die Versenkung von 40.100 BRT feindlichen Handelsschiffsraums.

Kampfverbände der Luftwaffe griffen auch in der Nacht zum 28. Juni Rüstungswerke sowie Hafenanlagen in Süd- und Mittelengland erfolgreich mit Bomben an.
Explosionen und starke Brände wurden teilweise noch lange nach den Angriffen beobachtet.

Am 27. Juni flogen tagsüber an verschiedenen Stellen der niederländisch-belgischen Küste britische Flugzeuge ein.
Sie wurden von unseren Jagdflugzeugen angegriffen, wobei an einer Stelle alle sechs eingeflogenen Flugzeuge abgeschossen wurden.
Zwei anderen Flugzeugen gelang es, im Schütze tief hängender, durchbrochener Wolkenfelder bis in die Gegend von Hannover vorzustoßen und Bomben abzuwerfen.
Mehrere Tote und Verletzte sowie einiger Sachschaden sind zu verzeichnen.

Auch in der Nacht zum 28. Juni flogen wiederum britische Flugzeuge nach West- und Norddeutschland ein. An verschiedenen Stellen, darunter auch auf Wohnhäuser, wurden Bomben geworfen, wobei mehrere Personen getötet oder verletzt wurden.
Unsere Nachtjäger schossen drei feindliche Flugzeuge ab.
Bei einem Angriffsversuch auf den Flugplatz Stavanger-Sola wurde ein britisches Flugzeug noch während des Anflugs über See abgeschossen.
Die Flakartillerie der Kriegsmarine schoss zwei feindliche Flugzeuge ab.
Insgesamt verlor der Gegner am 27. Juni zwölf Flugzeuge in Luftkämpfen und vier durch Flakabschuss. Ein eigenes Flugzeug wird vermisst.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 29. Juni 1940

 

In Frankreich keine besonderen Ereignisse.

Ein Unterseeboot meldet die Versenkung von 38.000 BRT feindlichen Handelsschiffsraums.
Ein weiteres Unterseeboot hat drei bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 11.000 BRT versenkt.
Wie an den Vortagen griffen Kampfverbände der Luftwaffe auch am 28. und in der Nacht zum 29. Juni in Süd- und Mittelengland gelegene Rüstungswerke und Hafenanlagen mit sichtbarem Erfolg an.
Besonders wirkungsvoll waren auch Bombenangriffe auf Truppenansammlungen und Verladungen auf den britischen Kanalinseln Jersey und Guernsey, wo in den Hafenanlagen große Brände und starke Explosionen beobachtet wurden.

Britische Flugzeuge setzten ihre nächtlichen Einflüge über Belgien und Holland nach Nord- und Westdeutschland fort und warfen an verschiedenen Stellen Bomben ab.
Diese richteten nur Sachschaden an Wohnhäusern an und verletzten einige Zivilpersonen.
Vier der angreifenden Flugzeuge wurden abgeschossen, davon zwei durch Flakartillerie. Eigene Verluste sind nicht zu verzeichnen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 30. Juni 1940

 

In Frankreich und auf See keine besonderen Ereignisse.

In der Nacht zum 30. Juni griffen deutsche Kampfflugzeuge Hafenanlagen und Rüstungswerke in England und Schottland mit Bomben an. An vielen Stellen wurden Explosionen und Brände beobachtet, so besonders in den Häfen Cardiff und Bristol, wo mehrere Tanklager in Flammen aufgingen.
Flugplätze bei Lincoln, Nottingham und York waren das Ziel weiterer erfolgreicher Luftangriffe.
Britische Flugzeuge griffen bei Nacht in Nord- und Westdeutschland an mehreren Stellen nichtmilitärische Ziele mit Bomben an. Der angerichtete Sachschaden ist unbedeutend.
In einer westdeutschen Stadt beschoß ein britisches Flugzeug die zum Löschen eines Hauses eingesetzte Feuerwehr mit Maschinengewehren.
Vier feindliche Flugzeuge wurden durch Flakartillerie abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Der deutsche Vormarsch in Frankreich ist nicht mehr zu stoppen, nach der Besetzung Lyons reicht die Front bist zum Mt.Blanc. Auch die Italiener nutzen die letzten Aktionen des Krieges im Westen für eigenen Besetzung aus, so das Riviera-Resort von Menton. Dies war die einzig erfolgreiche Besetzungsaktion der Italiener in diesem Krieg. General Petain spricht von einer unausweichlichen Niederlage und beschuldigt vor allem die Alliierten, welche im ersten Weltkrieg noch mit 185 britischen, amerikanischen und italienischen Divisionen auf französische Seite kämpften und nun mit nur 10 englischen Divisionen Frankreich im Stich gelassen haben.
Die deutsche Marine wie Luftwaffe nutzen die Besetzung unverzüglich aus, verlegen Einheiten in die besetzten Flug- und Seehäfen, welche sofort für Operationen gegen England direkt genutzt werden sollen. Die euphorischen Generäle und Admirale sehen nun die besten Voraussetzungen jedwede Blockade zu verhindern, selbst eine solche erfolgreich anzugehen und schnell für eine Lufthoheit zu sorgen.

 

Am 25. Juni 1949 herrscht eine Waffenruhe an allen Fronten (1.30 deutscher Zeit). Doch die deutschen bauen nicht nur ihre besetzten Stellung aus, weitere Wehrmachtseinheiten landen auf den Britischen Kanalinseln. Die Inseln sind das einzige britische Heimat-Territorium, was während des 2. Weltkrieges besetzt wird. Auf der Gegenseite plant man bereits eine Invasion zur Rückeroberung. Daran indirekt beteiligt sollen vor allem die USA sein, die für Operationen gegen das besetzte Europa im großen Stil Waffen liefern und produzieren sollen.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

U-Deutschland

Browning M1917 A1


22.06.1940

 

Die Berichte des Tages

Waffenstillstands-Vertrag von Compiegne

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 22. Juni 1940

 

Waffenstillstands-Vertrag Deutsches Reich und Frankreich
Eisenbahnwagon im Wald von Compiegne

 

Zwischen dem vom Führer des Deutschen Reiches und Obersten Befehlshaber der deutschen Wehrmacht beauftragten Chef des Oberkommandos
der Wehrmacht, Generalobersten Keitel, einerseits und den mit ausreichenden Vollmachten versehenen Bevollmächtigten der französischen Regierung: Armeegeneral Huntziger, Vorsitzendem der Delegation, französischen Botschafter Noel, Vizeadmiral Leluc, Armeekorpsgeneral Parisot und
General der Luftwaffe Bergeret andererseits ist der nachstehende Waffenstillstands-Vertrag vereinbart worden:

 

Die französische Regierung veranlasst in Frankreich sowie in den französischen Besitzungen, Kolonien, ProtektoratsGebieten und Mandaten sowie auf dem Meere die Einstellung des Kampfes gegen das Deutsche Reich. Sie bestimmte die sofortige Waffen-Niederlegung der von den deutschen Truppen bereits eingeschlos­senen Verbände.

Zur Sicherstellung der Interessen des Deutschen Reiches wird das französische Staatsgebiet nördlich und westlich der in anliegender Karte gezeichneten Linie von deutschen Truppen besetzt.
Soweit sich die zu besetzenden Teile noch nicht in Gewalt der deutschen Truppen befinden, wird diese Besetzung unverzüglich nach Abschluss dieses Vertrages durchgeführt.
In den besetzten Teilen Frankreichs übt das Deutsche Reich alle Rechte der besetzenden Macht aus. Die französische Regierung verpflichtet sich, die in Ausübung dieser Rechte ergehenden Anordnungen mit allen Mitteln zu unterstützen und mit Hilfe der französischen Verwaltung durchzuführen. Alle französischen Behörden und Dienststellen des besetzten Gebietes sind daher von der französischen Regierung anzuweisen, den Anordnungen der deutschen Militärbefehlshaber Folge zu leisten und in korrekter Weise mit diesen zusammenzuarbeiten.

Es ist die Absicht der deutschen Regierung, die Besetzung der Westküste nach Einstellung der Feindseligkeiten mit England auf das unbedingt erforderliche Ausmaß zu beschränken. Der französischen Regierung bleibt es überlassen, ihren Regierungssitz im unbesetzten Gebiet zu wählen, oder, wenn sie es wünscht, auch nach Paris zu verlegen. Die deutsche Regierung sichert in diesem Falle der französischen Regierung und ihren Zentralbehörden jede notwendige Erleichterung zu, damit sie die Verwaltung des besetzten und nicht besetzten Gebietes von Paris aus durchzuführen in der Lage ist.

Die französische Wehrmacht zu Lande, zu Wasser und in der Luft ist in einer noch zu bestimmenden Frist demobil zu machen und abzurüsten. Ausgenommen sind nur jene Verbände, die für die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung nötig sind. Ihre Stärke und Bewaffnung bestimmen Deutschland bzw. Italien.

Die in dem von Deutschland zu besetzenden Gebiete befindlichen Verbände der französischen Wehrmacht werden beschleunigt in das nicht zu besetzende Gebiet zurückgeführt und sind zu entlassen.
Diese Truppen legen vor ihrem Abmarsch ihre Waffen und ihr Gerät an dem Platz nieder, wo sie sich zur Zeit des Inkrafttretens dieses Vertrages befinden. Sie sind für eine ordentliche Übergabe an die deutschen Truppen verantwortlich.

Als Garantie für die Einhaltung des Waffenstillstandes kann gefordert werden die unversehrte Auslieferung aller jener Geschütze, Panzerkampfwagen, Panzerabwehrwaffen, Kriegsflugzeuge, Flakgeschütze, Infanteriewaffen, Zugmittel und Munition von Verbänden der französischen Wehrmacht, die im Kampf gegen Deutschland standen und sich zur Zeit des Inkrafttretens dieses Abkommens in den von Deutschland nicht zu besetzenden Gebieten befinden. Den Umfang der Auslieferungen bestimmt die deutsche Waffenstillstands-Kommission.
Die verbleibenden Waffen, Munitionsmengen und Kriegsgeräte jeder Art im unbesetzten Teil Frankreichs sind - soweit sie nicht zur Ausrüstung der zugebilligten französischen Verbände freigegeben werden - unter deutscher bzw. italienischer Kontrolle zu lagern bzw. sicherzustellen. Es bleibt dem deutschen Oberkommando vorbehalten, hierbei alle jene Maßnahmen anzuordnen, die erforderlich sind, um den unbefugten Gebrauch dieser Bestände auszuschließen. Die Neuanfertigung von Kriegsgerät ist im unbesetzten Gebiet sofort einzustellen.

In dem zu besetzenden Gebiet sind alle Land- und Küstenbefestigungen mit Waffen, Munition und Gerät, Beständen und Anlagen jeder Art unversehrt zu übergeben. Die Pläne dieser Befestigungen sowie die Pläne der von den deutschen Truppen bereits eroberten sind auszuliefern. Die genauen Angaben über vorbereitete Sprengungen, angelegte Landminensperren, Zeitzünder, Kampfstoffsperren usw. sind dem deutschen Oberkommando vorzulegen. Diese Hindernisse sind bei deutscher Aufforderung durch französische Kräfte zu beseitigen. Die französische Kriegsflotte ist - ausgenommen jener Teil, der für die Wahrung der französischen Interessen in ihrem Kolonialreich der französischen Regierung freigegeben wird -in näher zu bestimmenden Häfen zusammenzuziehen und unter deutscher bzw. italienischer Kontrolle demobil zu machen und abzurüsten. Maßgebend für die Bestimmung der Häfen soll der Friedensstandort der Schiffe sein.

Die deutsche Regierung erklärt der französischen Regierung feierlich, dass sie nicht beabsichtigt, die französische Kriegsflotte, die sich in den unter deutscher Kontrolle stehenden Häfen befindet, im Kriege für ihre Zwecke zu verwenden, außer solchen Einheiten, die für Zwecke der Küstenwacht und des Minenräumens benötigt werden. Sie erklärt weiterhin feierlich und ausdrücklich, dass sie nicht beabsichtigt, eine Forderung auf die französische Kriegsflotte bei Friedensschluss zu erheben. Ausgenommen jenen zu bestimmenden Teil der französischen Kriegs­flotte, der die französischen Interessen im Kolonialreich zu vertreten hat, sind alle außerhalb Frankreichs befindlichen Kriegsschiffe nach Frankreich zurückzurufen. Das französische Oberkommando hat dem deutschen Oberkommando genaue Angaben über alle von Frankreich ausgelegten Minen sowie über alle sonstigen Häfen- und Küstenvorfeldsperren und Verteidigungs- und Abwehranlagen zu machen. Die Räumung der Minensperren ist, soweit es das deutsche Oberkommando fordert, durch französische Kräfte durchzuführen.

---

Die französische Regierung verpflichtet sich, mit keinem Teil der ihr verbliebenen Wehrmacht und in keiner Weise weiterhin feindselige Handlungen gegen das Deutsche Reich zu unternehmen. Ebenso wird die französische Regierung verhindern, dass Angehörige der französischen Wehrmacht außer Lande gehen und dass Waffen und Ausrüstungen irgendwelcher Art, Schiffe, Flugzeuge usw. nach England oder in das sonstige Ausland verbracht werden.
Die französische Regierung wird französischen Staatsangehörigen verbieten, im Dienst von Staaten, mit denen sich das Deutsche Reich noch im Kriege befindet, gegen dieses zu kämpfen. Französische Staatsangehörige, die dem zuwider handeln, werden von den deutschen Truppen als Freischärler behandelt werden.

---

Den französischen Handelsschiffen aller Art einschließlich der Küsten- und Hafenfahrzeuge, die sich in den französischen Häfen befinden, ist bis auf weiteres das Auslaufen zu verbieten.
Die Wiederaufnahme des Handelsverkehrs unterliegt der Genehmigung der deutschen bzw. der italienischen Regierung. Französische Handelsschiffe, die sich außerhalb französischer Häfen befinden, wird die französische Regierung zurückrufen, oder, falls dies nicht ausführbar ist, in neutrale Häfen beordern. Alle in französischen Häfen befindlichen aufgebrachten deutschen Handelsschiffe sind auf Anforderung unversehrt zurückzugeben.

Für alle auf französischem Boden befindlichen Flugzeuge ist ein sofortiges Startverbot zu erlassen. Jedes ohne deutsche Genehmigung startende Flugzeug wird von der deutschen Luftwaffe als feindlich angesehen und demgemäß behandelt werden. Die im unbesetzten Gebiet befindlichen Flugplätze und Bodeneinrichtungen der Luftwaffe werden von deutschen bzw. italienischen Kontrollen überwacht.
Ihre Unbrauchbarmachung kann verlangt werden. Die französische Regierung ist verpflichtet, alle im unbesetzten Gebiet befindlichen fremden Flugzeuge zur Verfügung zu stellen bzw. am Weiterflug zu verhindern. Sie sind der deutschen Wehrmacht zuzuführen.

Die französische Regierung verpflichtet sich, dafür Sorge zu tragen, dass in den durch deutsche Truppen zu besetzenden Gebieten alle Anlagen, Einrichtungen und Bestände der Wehrmacht unversehrt den deutschen Truppen übergeben werden. Sie wird ferner dafür sorgen, dass Häfen, Industrieanlagen und Werften im derzeitigen Zustand belassen und in keiner Weise beschädigt oder zerstört werden.
Das Gleiche gilt für alle Verkehrsmittel und Verkehrswege, insbesondere für Eisenbahnen, Straßen und die Binnen-Schiffahrtswege, für das gesamte Fernmeldenetz sowie für die Einrichtungen der Fahrwasser-Bezeichnungen und Küstenbefeuerung. Ebenso verpflichtet sie sich auf Anordnung des deutschen Oberkommandos, alle hier erforderlichen Wiederherstellungsarbeiten zu leisten.

Die französische Regierung sorgt dafür, dass in dem besetzten Gebiet das erforderliche Fachpersonal, die Menge an rollendem Eisenbahnmaterial und die sonstigen Verkehrsmittel vorhanden sind, so wie sie den normalen Verhältnissen des Friedens entsprechen.

Für alle auf französischem Boden befindlichen Funksendestationen gilt ein sofortiges Sendeverbot.
Die Wiederaufnahme des Funkverkehrs aus dem unbesetzten Teil Frankreichs bedarf der besonderen Regelung.

Die französische Regierung verpflichtet sich, den durch das unbesetzte Gebiet führenden Gütertransitverkehr zwischen dem Deutschen Reich und Italien in dem von der deutschen Regierung geforderten Umfang durchzuführen.

Die französische Regierung wird die Rückführung der Bevölkerung in die besetzten Gebiete im Einvernehmen mit den zuständigen deutschen Stellen durchführen.
Die französische Regierung verpflichtet sich, jedes Verbringen von wirtschaftlichen Werten und Vorräten aus dem von den deutschen Truppen zu besetzenden Gebiet in das unbesetzte Gebiet oder in das Ausland zu verhindern. Über diese im besetzten Gebiet befindlichen Werte und Vorräte ist nur im Einvernehmen mit der deutschen Regierung zu verfügen.
Die deutsche Regierung wird dabei die Lebensbedürfnisse der Bevölkerung der unbesetzten Gebiete berücksichtigen.

Die Kosten für den Unterhalt der deutschen Besatzungstruppen auf französischem Boden trägt die französische Regierung. Alle in französischem Gewahrsam befindlichen deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen einschließlich der Haft- und Strafgefangenen, die wegen einer Tat zugunsten des Deutschen Reiches festgenommen und verurteilt sind, sind unverzüglich den deutschen Truppen zu übergeben.
Die französische Regierung ist verpflichtet, alle in Frankreich sowie in den französischen Besitzungen, Kolonien, Protektoratsgebieten und Mandaten befindlichen Deutschen, die von der deutschen Regierung namhaft gemacht werden, auf Verlangen auszuliefern. Die französische Regierung verpflichtet sich, zu verhindern, dass deutsche Kriegs- und Zivilgefangene aus Frankreich in französische Besitzungen oder in das Ausland verbracht werden. Über bereits außerhalb Frankreichs verbrachte Gefangene sowie über die nicht transportfähigen kranken und verwundeten deutschen Kriegsgefangenen sind genaue Listen mit Angabe ihres Aufenthaltsortes vorzulegen.

Die Aufsicht über die kranken und verwundeten deutschen Kriegsgefangenen übernimmt das deutsche Oberkommando. Die in deutscher Kriegsgefangenschaft befindlichen französischen Wehrmachtsangehörigen, bleiben bis zum Abschluss des Friedens Kriegsgefangene.

---

Die französische Regierung haftet für die Sicherung aller Gegenstände und Werte, deren unversehrte Übergabe oder Bereithaltung zu deutscher Verfügung in diesem Vertrag gefordert oder deren Verbringung außer Landes verboten ist. Die französische Regierung ist zum Schadenersatz für alle Zerstörungen, Schädigungen oder Verschleppungen, die dem Vertrag zuwider laufen, verpflichtet.

Die Durchführung des Waffenstillstandsvertrages regelt und überwacht eine deutsche Waffenstillstandskommission, die ihre Tätigkeit nach den Weisungen des deutschen Oberkommandos ausübt. Aufgabe der Waffenstillstandskommission ist ferner, die erforderliche Übereinstimmung des Vertrages mit dem italienisch-französischen Waffenstillstands-Vertrag sicherzustellen. Die französische Regierung stellt zur Vertretung der französischen Wünsche und zur Entgegennahme der Durchführungsanordnungen der deutschen Waffenstillstandskommission eine Abordnung an den Sitz der deutschen Waffenstillstandskommission.
Dieser Waffenstillstandsvertrag tritt in Kraft, sobald die französische Regierung auch mit der italienischen Regierung ein Übereinkommen über die Einstellung der Feindseligkeiten getroffen hat.
Die Feindseligkeiten werden sechs Stunden nach dem Zeitpunkt, zu dem die italienische Regierung der Reichsregierung von dem Abschluss dieses Übereinkommens Mitteilung gemacht hat, eingestellt werden. Die Reichsregierung wird der französischen Regierung diesen Zeitpunkt auf dem Funkwege mitteilen.

Der Waffenstillstandsvertrag gilt bis zum Abschluss des Friedensvertrages. Er kann von der deutschen Regierung jederzeit mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, wenn die französische Regierung die von ihr durch den Vertrag übernommenen Verpflichtungen nicht erfüllt.

Dieser Waffenstillstandsvertrag ist im Walde von Compiegne, am 22. Juni 1940, 18.50 Uhr deutscher Sommerzeit unterzeichnet worden.

 

gez. Huntziger

gez. Keitel

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Die Kriegshandlungen in Frankreich werden, wie auch Ersten Weltkrieg, im Wald von Compiegne, in einem Eisenbahnwagon, beendet. Die feierliche Unterzeichnung findet in Marschall Fochs altem Eisenbahnwaggon statt, welcher bereits am 11. November 1918 für den Waffenstillstand am Ende des Ersten Weltkrieges verwendet wurde. Nur diesmal in vertauschter Ausgangsposition. Dies war ein Anliegen von Hitler und seinen Generälen. Hitler selbst wohnt den französisch-deutschen Waffenstillstandsverhandlungen im Wald von Compiegne nur bei, wobei die Generale Keitel (Deutschland) und Huntziger (Frankreich) die Führung übernehmen. Bereits im Vorfeld kapitulieren drei französische Armeen, mit 400.000 Mann, im Vogesen-Kessel, westlich der Maginot-Linie. Die Gegenwehr der franz. Streitkräfte war zu dieser Zeit mehr ein symbolische Größe als ein militärischer Bestand.
Die Waffenstillstandsbedingungen lauten derart, daß Deutschland etwa 2/3 des französischen Mutterlandes besetzt - einschließlich der gesamten Kanal- und Atlantik-Küste, aller großen Industriegebiete, Elsaß-Lothringen und Paris. Die französischen Streitkräfte sind zu entwaffnen und aufzulösen, mit Ausnahme einer 100.000 Mann starken Sicherungs- und Verteidigungsarmee. Die französische Flotte ist unter deutscher und italienischer Aufsicht zu entwaffnen und zu demobilisieren, Frankreich trägt die Kosten der deutschen Besatzung. Alle französischen Kriegsgefangenen bleiben solange in Deutschland, bis ein Friedensvertrag unterzeichnet ist. Nur wenig später wird ein ähnliches Abkommen mit Italien, in Villa Inchesa, in der Nähe von Rom, getroffen. Wieder sitzt General Huntziger auf der einen und diesmal der italienische Marschall Badoglio auf der anderen Seite. Der Beschluss besagt, dass entmilitarisierte Zonen an der französisch-italienischen Grenze und zwischen den italienischen und französischen Territorien in Nord- und Ostafrika eingerichtet werden. Die französischen Truppen müssen diese innerhalb von 10 Tagen geräumt haben. Die französischen Marine- und Luftwaffenstützpunkte im Mittelmeer-Raum müssen innerhalb von 15 Tagen entmilitarisiert werden. In beiden Abkommen wird eine Waffenstillstandskommission installiert, welche wenige Tage später ihre Arbeissitzungen in Wiesbaden abhält.

 

Der letzte Akt dieses kurzen Krieges, der den Krieg im Westen vorerst entschied, war die Kapitulation von 220.000 französischen Soldaten, welche in den unterirdischen Festungsanlagen der Maginot-Linie. Die letzte Festung fällt, wobei diese Linie eigentlich jeden neuen Versuch der Deutschen abhalten sollte, das Mutterland Frankreich zu überfallen. Die Linie war in der neuen Kriegsführung und Taktik unbedeutend geworden. Frankreich geht in die Knie und General de Gaulle, der "letzte kämpfende franz. General" bildet das Französische National-Komitee in London. Von hier aus will er den Kampf um Frankreich weiter führen, im Untergrund der Résistance!
Derweil startet Hitler zu einer Besichtungsreise durch Paris, die schon früh am Morgen beginnt und ihren Höhepunkt am Eifelturm hat. In Frankreich selbst gilt der Tag Nationaler Trauer: Flaggen auf Halbmast. Im Deutschen Reich wird ebenso auf staatlichen Weg das Ende des Krieges eingeläutet - einer Siegesfeier. Diese Feierlichkeiten zum 'Ende des Krieges im Westen' und 'der glorreichste Sieg aller Zeiten !' soll durch gehisste Flaggen für 10 Tage und läutenden Kirchenglocken für 7 Tage gewürdigt werden.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Politiker Deutschland (Deutsches Reich bis 1945)

Dienstauszeichnung der Wehrmacht


25.06.1940

 

Die Berichte des Tages

Waffenstillstands-Vertrag von Compiegne

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 25. Juni 1940

 

Schlussbericht des Oberkommandos der Wehrmacht
Verlauf der Operationen in Frankreich
5. bis 25. Juni 1940

 

Die Vernichtungsschlacht in Flandern und im Artois war kaum zu Ende, als Luftwaffe und Heer, in seinen Reihen viele Divisionen, die bisher überhaupt noch nicht im Kampfe gestanden hatten, zum zweiten entscheidenden Schlag gegen Frankreich ausholten.
Als Auftakt für die neuen Operationen griffen am 3. Juni starke Kräfte der deutschen Luftwaffe die Flugplätze und die Luftrüstungsindustrien um Paris mit vernichtender Wirkung an.
Am Tage darauf standen vom Heer unter dem Oberbefehl des Genralobersten von Brauchitsch drei Heeresgruppen unter den Generalobersten von Rundstedt, von Bock und Ritter von Leeb zum Einsatz bereit. Ziel des neuen Operationsabschnittes war der Durchbruch durch die französische Nordfront, die Abdrängung der auseinandergerissenen französischen Heeresteile nach Südwesten und Südosten und anschließend ihre Vernichtung.
Als die Divisionen der Heeresgruppe des Generalobersten von Bock am 5. Juni über die untere Somme und den Aisne-Oise-Kanal zum Angriff antraten, fanden sie einen zur Abwehr bereiten Feind vor sich. Die französische Führung war entschlossen, unter Aufbietung aller noch verfügbaren Kräften die "Weygand-Zone" und anschließend die Maginot-Linie bis zum letzten zu verteidigen. Ein neues Verteidigungsverfahren war erdacht worden, von dem man sich vor allem Erfolg gegen den gefürchteten raschen Durchbruch motorisierter Verbände erhoffte.
In viertägigem schweren Ringen durchstießen die Infanterie- und Panzerdivisionen der Armeen des Generalobersten von Kluge, des Generalobersten von Reichenau und des Generals der Infanterie Strauß die feindliche Front. Am 9. Juni war die Verfolgung gegen die untere Seine und in Richtung auf Paris in vollem Gange. Schnelle Truppen unter dem Befehl des Generals der Infanterie Hoth erreichten im ungestümen Vorwärtsdrang am gleichen Tage Rouen und leiteten die Einkreisung starker feindlicher Kräfte an der Küste bei Dieppe und St. Valery ein.
Damit war der feindliche Westflügel zertrümmert und die Westflanke der nunmehr beginnenden Hauptoperationen gesichert.
Durch ihre zusammengefaßten und straff geführten Massenangriffe erleichterte die Luftwaffe auch hier dem Heere den Erfolg. Sie hat ihren besonderen Anteil an dem schnellen Durchbruch bis zur Seine, wo unter ihren Bomben feindliche Infanterie- und Panzerverbände, die zum Gegenstoß bereitstanden, schon in der Versammlung zersprengt wurden. Indem sie die Bahnlinien unterbrach und das Eisenbahnmaterial zerstörte, nahm sie dem Gegner die Möglichkeit, Reserven zu verschieben und an die Durchbruchsstelle zu werfen.
Als in Le Havre, Cherbourg und Brest die ersten Anzeichen eines Abtransportes bemerkt wurden, griffen in schnellem Wechsel Teile der Luftwaffe auch dort gegen die Hafenanlagen, die Öltanks und Schiffe mit sichtbarem Erfolg ein.
Die Hauptoperation auf der Erde begann am 9. Juni mit dem Angriff der Heeresgruppe des Generalobersten von Rundstedt in der Champagne und auf dem westlichen Maasufer.
Hier waren es zunächst allein die Infanteriedivisionen der Armeen des Generals der Kavallerie Freiherrn von Weichs, des Generalobersten List und des Generals der Infanterie Busch, die in zweitägigen schweren Kämpfen mit dem sich erbittert wehrenden Feind, wiederum von der Luftwaffe vortrefflich unterstützt, die Aisnestellung durchbrachen und den bereitgestellten zahlreichen schnellen Truppen den Weg öffneten.
Schon am 11. Juni konnten die Panzer- und motorisierten Infanteriedivisionen des Generals der Kavallerie von Kleist und des Generals der Panzertruppen Guderian in den Champagne mit weit gesteckten Zielen über Troyes und St. Dizier angesetzt werden. Zum dritten Male innerhalb eines Vierteljahrhunderts überschritten deutsche Truppen die Marne. Nach anfänglichen harten Kämpfen mit feindlichen Nachhuten, später mit völlig überraschten Teilen des feindlichen Gros, stießen die schnellen Truppen durch die geschlagene breite Bresche an den folgenden Tagen nach Südosten in Richtung auf die Schweizer Grenze vor.
Bewegung und Versorgung der überaus großen Zahl von Infanteriedivisionen und schnellen Verbänden auf engem Raum waren eine Meisterleistung der Führung. Inzwischen hatten unsere Truppen die untere Seine rasch überwunden und waren in die Pariser Schutzstellung eingebrochen. Dadurch sah sich auch der feindliche Westflügel gezwungen, weiteren Widerstand aufzugeben.
Truppen des Generals der Artillerie von Küchler marschierten am 14. Juni in Paris ein. Die feindliche Nordfront war zusammengebrochen, unsere Verfolgung überall in vollem Gang.
Infanteriedivisionen und schnelle Verbände wetteiferten in gewaltigen Marschleistungen. Die Auslösungserscheinungen der feindlichen Armeen stiegerten sich unter diesem gewaltigen Druck von Stunde zu Stunde.
Da griff am 14. Juni auch die Heeresgruppe des Generalobersten Ritter von Leeb in den Kampf ein. In zweitägigen schweren Kämpfen gegen stärkste Befestigungswerke durchbrach die Armee des Generalobersten von Witzleben, durch starke Artillerie wirkungsvoll unterstützt, die Maginot-Linie, den als unbezwingbar geltenden Schutzwall Frankreichs. Sie zerbrach damit die schon im Rücken bedrohte feindliche Nordostfront nochmals in zwei Teile und erschütterte den letzten Glauben des Feindes, sich noch weiter behaupten zu können.
Dasselbe Schicksal erlitt die französische Ostfront, als am 15. Juni auch die Armee des Generals der Artillerie Dollmann bei Colmar das gewaltige Hindernis de befestigten Oberrheins im Angriff überwand und in die Vogesen eindrang.
In engster vorbidlicher Zusammenarbeit mit dem Heere trug die Luftwaffe zu dem schnellen Durchbruch durch die Maginot-Linie südlich Saarbrücken und später bei Colmar und Mühlhausen wesentlich bei. Mit schwersten Bomben griffen STUKA- und Kampfverbände, wann immer die Wetterlage es erlaubte, die Festungswerke an und brachten ihre Waffen zum Schweigen. Auch Flakeinheiten unterstützten dabei die stürmende Infanterie auf das wirkungsvollste. Zur selben Zeit halfen andere Teile der Luftwaffe dem Vorstoß der schnellen Truppen auf Besancon und bis zur Schweizer Grenze vorwärts.
Die Tage nach dem 15. Juni standen im Zeichen einer beispiellosen Verfolgung von der Küste bis zur Maas. Nach dem Fall von Paris fluteten die französischen Kolonnen vor der ganzen deutschen Heeresfront nach Süden und Südwesten, auf allen Rückzugsstraßen von den deutschen Kampffliegerverbänden immer wieder angegriffen. Diese scharfe Verfolgung auf der Erde und aus der Luft vereitelte die Absicht der Franzosen, sich hinter der Loire erneut aufzubauen.
Über die Trümmer der geschlagenen französischen Armeen hinweg eilten unsere Divisionen vorwärts, erfüllt von dem Gedanken an den Sieg und von der endlichen Wiedergutmachung des Unrechts von Versailles. Selbst die Festung Verdun, Symbol des französischen Widerstandes im Weltkrieg, konnte diesen Ansturm nicht widerstehen. Sie fiel am 15. Juni.
Am 17. Juni erreichten schnelle Verbände die Schweizer Grenze südostwärts Besancon und schlossen damit den Rung um die französischen Kräfte in Lothringen, im Elsaß und um die Maginot-Linie.
Kühne Vorstöße über die Loire ließen erkennen, daß der Feind sich auch zu keinem Widerstand mehr aufraffen konnte. Das Heer Frankreichs hatte seine Schlagkraft verloren und begann, die Waffen zu strecken. In dieser Lage wandte sich der französische Ministerpräsident, Marschall Pétain, an die Deutsche Reichsregierung mit der Bitte um Bekanntgabe der Waffenstillstandsbedingungen.
Am 21. Juni wurde an der historischen Stätte im Walde von Compiégne in Gegenwart des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht durch einen feierlichen Akt die Schmach von 1918 getilgt.
Anschließend nahm die französische Delegation die Waffenstillstandsbedingungen durch den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht entgegen. Sie wurden am 22. Juni, 18:50 Uhr, unterzeichnet.
Am 25. Juni um 1:35 Uhr stellten die deutsche und die italienische Wehrmacht die Feindseligkeiten gegen Frankreich ein.
Der größte Feldzug aller Zeiten endete nach sechs Wochen auch mit dem größten Sieg der deutschen Wehrmacht.
In welch hohem Maße die Luftwaffe zu den ungewöhnlich schnellen und vollständigen Entscheidungen beigetragen hat, wurde schon in dem Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht über den ersten Abschnitt im Westen gewürdigt. Für den zweiten Teil des Feldzuges gilt das nicht minder.
Unter dem Oberbefehl des Generalfeldmarschalls Göring konnte die Luftwaffe ihre zu Beginn des Feldzugs errungene Vorherrschaft in der Luft in vollem Maße in die Waagschale des Sieges werfen. Diese Kämpfe führten im wesentlichen die Luftflotten II und III unter der Tatkraft und überlegenen Führung der Generale der Flieger Kesselring und Sperrle.
Die großen Flieger- und Flakverbände der Generale der Flieger Grauert und Keller, des Generals der Flakartillerie Weise, der Generalmajore Coeler, Deßloch und Freiherr von Richthofen bewiesen in der Führung und im Kampf ihren unerschrockenen und nie erlahmenden Angriffsgeist.
Das Heer hat in seinem oft schweren und verlustreichen Kampf die opferwillige Hilfsbereitschaft der Luftwaffe ebenso dankbar wie begeistert begrüßt.
Die Kriegsmarine wurde durch die Besetzung der holländischen, belgischen und französischen Kanalküste vor neue Aufgaben gestellt. Den Operationen des Heeres folgend, wurden die Häfen zu Stützpunkten für leichte Streitkräfte ausgebaut und zur Verteidigung eingerichtet. Von hier aus konnten die Schnellboote in Seegebieten eingesetzt werden, die für sie bisher nicht erreichbar waren und die bei ihrem Charakter als Küstenvorfeld besonders gute Erfolgsmöglichkeiten boten. In laufenden Einsatz gelang es den Schnellbooten, eine Anzahl feindlicher Zerstörer und Transportschiffe zu vernichten und hierdurch die Wirkung unserer Luftwaffe auf die zur Räumung Dünkirchens eingesetzte feindliche Transportflotte durch Nachtangriffe zu steigern und zu ergänzen.
Am 6. Juni konnte die von unserer Marineartillerie übernommene Küstenverteidigung bereits den ersten Erfolg mit der Versenkung eines britischen Schnellbootes melden.
Minensuchstreitkräfte säuberten die Hafeneinfahrten und Schiffartswege an der eroberten Küste von Minen. Schon am 8. Juni war es möglich, der neutralen Schiffahrt das Auslaufen aus holländischen, belgischen und nordfranzösischen nach deutschen, dänischen, schwedischen und den übrigen Ostseehäfen zu gestatten.
Unsere Unterseeboote waren während dieser Zeit vor den britischen Inseln und der französischen Küste mit beträchtlichem Erfolg tätig.
Diesen beispiellosen Sieg der deutschen Waffen hat die Welt mit Bewunderung, mit Erstaunen oder mit Schrecken je nach ihrer Einstellung verfolgt. Allen gemeinsam aber ist die Frage, wie derartige Erfolge und noch dazu in solch kurzer Zeit zu erklären sind.
Wenn die ehemaligen Alliierten die Gründe in der deutschen zahlenmäßigen Überlegenheit zu sehen glauben, so entspricht das nicht der historischen Wahrheit; wohl war die deutsche Luftwaffe zahlenmäßig wesentlich stärker als die der Alliierten.
Das deutsche Westheer aber trat am 10. Mai zunächst mit einer geringeren Anzahl Divisionen zum Angriff an als ihr an französischen, englischen, belgischen und holländischen gegenüberstanden.
Die Operatinen im Westen begannen auch nicht, wie in Polen, aus einer strategisch günstigen Ausgangsstellung heraus; im Frontalangriff gegen stärkste Befestigungen, meist hinter Flüssen, Kanälen gelegen, mußten die deutschen Truppen einen Durchbruch erzwingen, der erst die Vorraussetzung für die Umfassung und Vernichtung des Feindes schuf und den Einsatz weiterer Divisionen ermöglichte.
Die Gründe für die deutschen Erfolge liegen tiefer; sie sind dort zu suchen, wo Deutschlands Feinde unsere Schwäche zu sehen glaubten, in der revolutionären Dynamik des Dritten Reiches und seiner nationalsozialistischen Führung.
Sie hat das beste neuzeitliche Kampfinstrument mit einer straffen und einheitlichen obersten Führung geschaffen, sie hat die Synthese zwischen nüchtern abwägender und sorgfältigster Vorbereitung und der größten Kühnheit in der Anlage und Führung der Operationen gefunden, sie hat die zu allen Zeiten berühmten Leistungen des deutschen Soldaten in einem Ausmaß gesteigert, wie es nicht mehr mit der Erfüllung einer vaterländischen Pflicht, sondern einer das ganze Volk tragenden und bewegenden Idee erklärt werden kann.
Ein Ruhmesblatt wird für alle Zeiten der vorbildliche persönlich EInsatz aller militärischer Führer des Heeres und der Luftwaffe bis zu den untersten Dienstgraden sein.
Im Erdkampf in vorderster Linie und an der Spitze ihrer Verbände in der Luft rissen sie ihre Truppen und ihre Geschwader vorwärts und nutzten kühn, wendig und entschlußfreudig jede Lage aus, ohne zu zaudern oder auf Befehle zu warten.

An der Spitze seines Armeekorps starb der kommandierende General Generalleutnant Ritter von Speck den Heldentod.
Gleich ihn ließen in der Zeit vom 5. bis 25. Juni 16.812 tapfere Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der drei Wehrmachtteile ihr Leben für Führer, Volk und Reich; 9.921 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften werden vermißt. Von ihnen wird ein Teil ebenfalls den Heldentod gestorben sein; 68.511 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften wurden verwundet.
Wenn irgendetwas geeignet ist, die Leistungen der deutschen Wehrmacht in noch höherem Licht erscheinen zu lassen, so sind es diese, für den einzelnen bitter und schmerzlich empfundenen, für das ganze deutsche Volk aber fast unglaubwürdig geringen Verluste, mit denen der Sieg über Frankreich errungen wurde.
Sie betragen vom 10. Mai bis zum Waffenstillstand nach den bisherigen Feststellungen: Gefallen 27.074, vermißt 18.384, verwundet 111.034, insgesamt 156.492 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften. Demgegenüber betrugen unsere Verluste im Weltkrieg: Im Jahre 1914 im Westen: 638.000 Mann, darunter 85.000 Gefallene; beim Angriff auf Verdun im Jahre 1916: 310.000 Mann, darunter 41.000 Gefallene; in der Sommeschlacht 1916: 417.000 Mann, darunter 58.000 Gefallene; in der großen Schlacht in Frankreich vom 21. März bis 10. April 1918: 240.000 Mann, darunter 35.000 Gefallene. Über die Verluste des Feindes im Jahre 1940 fehlen Anhaltspunkte. Fest steht, daß allein an französischen Gefangenen über 1.900.000, darunter fünf Oberbefehlshaber von französischen Armeen und rund 29.000 Offiziere, eingebracht wurden.

Seit dem 5. Juni fiel über die bisherige Beute hinaus die gesamte Bewaffnung und Ausrüstung von etwa 55 weiteren französischen Divisionen in deuthsce Hand, nicht gerechnet die Bewaffnug und Ausrüstung der Maginotlinie und der übrigen französischen Befestigungen. Unter der Beute befindet sich zudem fast die gesamte schwere und schwerste Artillerie Frankreichs sowie unübersehbare Mengen sonstiger Bewaffnung, Ausrüstung und Vorräte.
Die feindliche Luftwaffe verlor seit dem 4. Juni: In Luftkämpfen 383, durch Flakbeschuss 155, am Boden zerstört 239, fraglich ob durch Flak oder im Luftkampf 15, insgesamt 792 Flugzeuge, dazu 36 Sperrballons und einen Fesselballon.
Eine Zerstörergruppe hat bis 14. Juni den 101. Abschuss, eine Jagdgruppe bis 11. Juni den 50. Abschuss erzielt.
Durch die Kriegsmarine wurden an Hilfkreuzern, anderen Hilfskriegs-, Transport- und Handelsschiffen versenkt: Hilfskreuzer "Carinthia" 23.000, Hilfkreuzer "Scotstown" 17.000, Truppentransporter "Orama" 21.000, Marinetanker "Oilpioneer" 9.100, ein Transporter 14.000, ein Hilfskreuzer 9.000, außerdem wurden von unseren Unterseebooten an Handelsschiffsraum seit Mitte Mai über 400.000 BRT versenkt, insgesamt 493.100 BRT.
Die Luftwaffe vernichtete seit dem 5. Juni: ein Hilfskriegsschiff und einen Zerstörer mit zusammen 5.100 sowie 40 Handelsschiffe mit 299.000 BRT. Beschädigt wurden: Drei Kreuzer, ein Zerstörer und 25 Handelsschiffe.
Über diese gewaltigen feindlichen Verluste hinaus sind durch die Bestimmungen des Waffenstillstandsvertrages auch die noch verbliebenen Reste der französischen Wehrmacht für den weiteren Verlauf des Krieges ausgeschaltet.

Nach diesem gewaltigsten Sieg der deutschen Geschichte über den als stärkste Landmacht der Welt angesehenen Gegner des Großdeutschen Reiches, der ebenso geschickt wie tapfer gekämpft hat, gibt es keine Alliierten mehr.

Es bleibt nur noch ein Feind: ENGLAND!

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

„Erst wenn dies in Deutschland vollständig begriffen sein wird, daß man den Lebenswillen der deutschen Nation nicht mehr bloß in passiver Abwehr verkümmern läßt, sondern zu einer endgültigen aktiven Auseinandersetzung mit Frankreich zusammenrafft und in einen letzten Entscheidungskampf mit deutscherseits größten Schlußzielen hineinwirft: erst dann wird man imstande sein, das ewige und an sich so unfruchtbare Ringen zwischen uns und Frankreich zum Abschluß zu bringen; allerdings unter der Voraussetzung, daß Deutschland in der Vernichtung Frankreichs wirklich nur ein Mittel sieht, um danach unserem Volke endlich an anderer Stelle die mögliche Ausdehnung geben zu können.“
Adolf Hitler: Mein Kampf

Der Frankreich-Feldzug oder Westfeldzug bezeichnet die Eroberung der Niederlande, Belgiens, Luxemburgs (Fall Gelb) und Frankreichs (Fall Rot) durch die deutsche Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges (10. Mai bis 25. Juni 1940).

 

Nach der Kriegserklärung von Frankreich und Großbritannien an Deutschland am 3. September 1939 herrschte an der deutsch-französischen Grenze nur ein "Sitzkrieg". Nur die Propaganda zwischen beiden Nationen focht die Kämpfe durch Flugblätter und öffentliche Verunglimpfung aus. Der Angriff selbst kam er erst später und fußte auf der
Angriffsstrategie von Generalleutnant Erich von Manstein. Man wollte die Fehler des ersten Weltkrieges nicht wiederholen und umging die stark befestigte französische Maginot-Linie im Norden. Die Streich der Operationsplan "Sichelschnitt" wurde mit dem Angriff der Heeresgruppe B auf die neutralen Niederlande und Belgien unterstützt. Wobei die Heeresgruppe A durch die dicht bewaldeten Ardennen bis zur französischen Kanalküste vorstoßen sollte. Nur so und des unkonventionell denkenden Manstein, dessen Plan nur durch das Wirken Hitlers umgesetzt werden konnte, machte es möglich, dass 141 deutschen Divisionen einen an militärischer Stärke gleichwertigen Gegner in wenigen Wochen zu besiegen konnte. Die Panzerverbände und deren tollkühne Kommandanten, nahmen mit ungeheuren Tempo an den Spitzen der Armeen, unter Vernachlässigung jedweden Flankenschutzes, Geländegewinne quasi im Handstreich. Die "Sichelschnittbewegung" trennte die Alliierten vom Rückraum und der Versorgung wie Fluchtmöglichkeiten. Die deutsche Wehrmacht befand sich in diesem Krieg auf dem Höhepunkt ihrer operativen und taktischen Fähigkeiten.
Während der Westoffensive starben rund 27.000 deutsche Soldaten, 18.400 galten als vermisst,
etwa 111.000 Mann wurden verwundet. Frankreich hatte rund 92.000 Tote und 200.000 Verwundete zu beklagen. 1,9 Millionen alliierte Soldaten gerieten in deutsche Kriegsgefangenschaft.
Die starre und veraltete Führung der alliierten Armee, wurde durch Kühnheit und überlegender Technik quasi ausgehebelt. Die Besetzung Frankreichs war dabei nur ein Frage der Zeit, welche nur 6 Wochen betrug.

 

DMP empfiehl zu diesem Thema

Großkreuz des Eisernen Kreuz

Minen der Wehrmacht


Quellen

Die Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht 1939-1945, 5 Bände, GLB Parkland Vlgsges.Mbh, Juni 2004. (ISBN-10: 389340063X)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... 12-Mai.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... 9-Juni.htm (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... 12-Mai.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... 9-Juni.htm (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/kriegsv ... index.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... 9-Juni.htm (Letzter Aufruf 23.03.2011)

Autor: Schwarzenberg



Das Thema

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt

 

Die Berichte der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg

(01. - 31. Mai 1940)

Der Begriff Wehrmacht bezeichnet die Streitkräfte im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die Wehrmacht ging durch das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 aus der damaligen Reichswehr hervor und wurde im August 1946 offiziell aufgelöst. Die Berichte der Wehrmacht sind in die sogenannte „Wehrmachtpropaganda“ einzuordnen, wurden vom 1. September 1939 bis zum 9. Mai 1945 jeweils in den Mittagsnachrichten ausgestrahlt und beinhalteten neben dem Bericht über militärische Situation, auch Namensnennung und Auszeichnung des Oberbefehlshaber.

 

„Ich habe den Wehrmachtbericht immer als wohl das wertvollste Propagandainstrument der Wehrmachtpropaganda betrachtet, allerdings unter der einen unabänderlichen Voraussetzung, daß er nur die Wahrheit bringen durfte und sich niemals der Lüge bediente. […] In dieser Auffassung war ich auch einig mit dem Chef des Wehrmachtführungsstabes, einem Fanatiker der Wahrheit.“

(Die Wehrmachtberichte. Band I, Köln 1989, ISBN 3-423-05944-3)

 


01.05. - 09.05.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 1. Mai 1940

 

In Norwegen geht der deutsche Vormarsch weiter. Bei Dombas wurde gestern noch gekämpft.
Die Waffenstreckung norwegischer Truppen nordwestlich Lille­hammer hat sich als umfangreicher erwiesen, als gestern gemeldet wurde.
Es handelt sich um die Reste der zweiten norwegischen Division, die mit 200 Offizieren und 3.500 Mann verschiedener Regimenter, sowie 40 Briten gefangen genommen wurden.
An Beute sind sieben Geschütze, 125 Maschinengewehre und 250 betriebsfähige Kraftwagen eingebracht worden.
Weitere 1.200 Mann ergaben sich im Gebirge bei Lomen zwischen Fagerness und dem Sogne-Fjord.
Die Luftwaffe griff britische Seestreitkräfte vor Namsos mit Erfolg an. Ein Flak-Kreuzer wurde durch zwei Volltreffer mittleren Kalibers versenkt, ein Schwerer Kreuzer durch Volltreffer gleichen Kalibers auf das Achterschiff schwer beschädigt.
Ferner sanken nach Treffern ein Zerstörer und fünf britische Transportschiffe, fünf andere erlitten schwere bzw. schwerste Beschädigungen.
Bei einem britischen Luftangriff auf Stavanger wurden acht feindliche Flugzeuge durch Jäger und Flak, bei einem Angriff auf den Flugplatz Fornebu bei Oslo in der Nacht zum 30. April ein britisches Flugzeug durch Flakartillerie abgeschossen.
Bei einem erneuten Angriff der Briten auf diesen Flugplatz in der Nacht zum 1. Mai wurde geringer Sachschaden angerichtet.
An der Westfront keine besonderen Ereignisse.
Ein französisches Flugzeug vom Muster Potez wurde im Luftkampf abgeschossen.

SONDERMELDUNG

Am 1. Mai näherte sich ein starker britischer Flottenverband, dem u. a. auch Flugzeugträger angehörten, der norwegischen Westküste. Sofort nach Eingang dieser Aufklärungsmeldung wurde eine Staffel deutscher Kampfflugzeuge von ihrer norwegischen Basis aus hiergegen eingesetzt.
Trotz der starken feindlichen Jagdabwehr und des konzentrierten Abwehrfeuers sämtlicher Kriegsschiffe stießen die Deutschen, unbeirrbar ihrem Auftrag folgend, gegen ihre Ziele vor und schossen dabei zwei feindliche Jagdflugzeuge ab.
Ein Flugzeugträger erhielt einen Volltreffer mittleren Kalibers auf das Vorschiff. Starke Feuererscheinungen und Rauchentwicklung waren die Folgen des wohlgezielten Bombenwurfs.
Auch ein anderer Flugzeugträger wurde erfolgreich mit Bomben belegt. Die Wirkung konnte jedoch infolge einer sich dazwischen schiebenden Nebelwand im einzelnen nicht beobachtet werden.
Ferner wurde ein Zerstörer mit einer Bombe mittleren Kalibers auf das Achterschiff getroffen und sofort zum Stoppen gebracht.
Durch diese Angriffe wurde der feindliche Verband zersprengt. Die meisten Kriegsschiffe liefen nach Beendigung des Kampfes mit hoher Fahrt in entgegengesetzter Richtung - mit Kurs West - ab.
Ein deutsches Flugzeug ist von diesem Flug nicht zurückgekehrt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 2. Mai 1940

 

Die Operationen in Norwegen zwischen Oslo und Drontheim sind in Verfolgungskämpfe übergegangen. Die Briten räumen überstürzt und in Auflösung das Gebiet um Andalsnes.
Unübersehbare englische Vorräte sind bei Dombas in die Hände unserer Truppen gefallen, die mit ihren Anfängen schon 40 km südostwärts Andalsnes stehen.
Dort wurden 300 noch Widerstand leistende Norweger, die den Rückzug der Briten decken sollten, gefangengenommen.
Unter dem Eindruck dieser Ereignisse hat der norwegische Befehlshaber des Gebietes Maren und Romsdal die Kapitulation angeboten und seinen Truppen Befehl zur Einstellung des aussichtslosen Widerstandes gegeben.
Die unzerstörte Bahnlinie zwischen Dombas und Ulsberg (südlich Drontheim) ist in ihrer ganzen Ausdehnung in unserer Hand.
Die von Bergen nach Osten und aus dem Raum nördlich Oslo nach Westen vorstoßenden deutschen Truppen haben sich an der Bahnlinie Bergen-Oslo die Hand gereicht.
Die Gefangenen- und Beute-Zahlen erhöhen sich ständig.
Bei Narvik und Drontheim keine besonderen Ereignisse.
Die Luftwaffe setzte ihre planmäßigen Störungs- und Vernichtungs-Angriffe gegen die feindlichen Landungsräume erfolgreich fort.
Auch bei Narvik wurden feindliche Batterien bekämpft. Den feindlichen Seestreitkräften wurden weitere Verluste zugefügt. Ein Kreuzer erhielt einen Treffer auf das Heck, der einen Brand und Detonationen zur Folge hatte.
Ein britisches Handelsschiff wurde versenkt, sechs weitere wurden schwer beschädigt. Sechs britische Flugzeuge wurden abgeschossen.
An der Westfront keine besonderen Ereignisse.

SONDERMELDUNG

In rastloser Verfolgung der in wilder Flucht zurückgehenden Engländer haben die deutschen Truppen Andalsnes erreicht und um 15 Uhr dort die deutsche Reichskriegsflagge gehisst.

 

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 3. Mai 1940

 

Nachdem die letzten britischen Truppen das Gebiet von Andalsnes geräumt haben und die Stadt selbst sich in deutscher Hand befindet, schreitet die Befriedungsaktion in ganz Norwegen schnell fort.
Die Demobilmachung norwegischer Truppen in West-Norwegen ist im Gange. Deutschen Streif-Abteilungen wird nur noch an einzelnen Stellen von versprengten norwegischen Einheiten, die ohne Kenntnis der Gesamtlage sind, Widerstand geleistet.
Nördlich Drontheim verhielt sich der Feind ruhig.
Im Gelände nördlich und südwestlich von Narvik schieben sich feindliche Kräfte langsam gegen unsere Stellungen heran. Angriffe wurden durch die deutschen Sicherungen abgewiesen.
Deutsche Seestreitkräfte haben bei erfolgreicher Fortsetzung der Unterseebootjagd im Skagerrak zwei weitere feindliche Unterseeboote vernichtet. Wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, gelang es der Luftwaffe, am 1. Mai einen feindlichen Flottenverband zu zersprengen, wobei mit Sicherheit ein Flugzeugträger und ein Zerstörer, wahrscheinlich noch ein zweiter Flugzeugträger durch Bomben mittleren Kalibers getroffen und zwei feindliche Jagdflugzeuge abgeschossen wurden.
Am 2. Mai griff die Luftwaffe wiederum feindliche Seestreitkräfte an. Ein Kreuzer wurde durch zwei Volltreffer auf das Vorschiff schwer beschädigt.
Die Bombenwirkung auf einen zweiten Kreuzer konnte wegen Nebel nicht im einzelnen beobachtet werden. Ein größeres Transportschiff wurde durch zwei Volltreffer mittleren Kalibers versenkt.
Einige Flugplätze in Norwegen und Dänemark wurden erfolglos von den Briten mit Bomben angegriffen.
An der Westfront keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 4. Mai 1940

 

Nördlich Narvik haben deutsche Gefechts-Vorposten Angriffsversuche feindli­cher Kräfte abgewiesen. In Narvik selbst ist die Lage unverändert.
Deutschen Abteilungen, die von Drontheim aus nach Norden vorgingen, leisteten nur noch norwegische Truppen Widerstand, da die Streitkräfte der Westmächte den Raum von Namsos überstürzt verlassen haben.
Der Befehlshaber der norwegischen Truppen im Drontheim-Abschnitt hat einen Tagesbefehl erlassen, in dem er verbittert feststellt, dass die Westmächte ihre Truppen, ohne ihn zu verständigen oder zu warnen, sich aus Namsos zurückgezogen haben.
Da die norwegischen Truppen durch das Verhalten des englischen Oberbefehlshabers in Flanke und Rücken gefährdet sind, hat der norwegische Befehlshaber um Waffenruhe gebeten.
Die Befriedung in ganz Norwegen schreitet fort.
Rjukan wurde heute Vormittag den deutschen Truppen kampflos übergeben.
Im Raum von Andalsnes ergaben sich ein General, 127 Offiziere und 2.500 Mann.
Die Beute ist noch nicht zu übersehen.
Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärungstätigkeit über Norwegen und der gesamten Nordsee fort. Ein feindliches Frachtschiff wurde durch einen Treffer mittleren Kalibers im Solberg-Fjord nördlich Narvik schwer beschädigt.
Statt eines gemeldeten Schlachtschiffes wurden die britischen Zerstörer "Afridi" und "Bison" von deutschen Stukas versenkt.
Am Nachmittag des 3. Mai wurde, wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, im Seegebiet westlich Namsos, ein britisches Schlachtschiff auf westlichem Kurs von deutschen Sturzkampfflugzeugen angegriffen und getroffen. Nach einer gewaltigen Explosion ist das Schiff gesunken.
Fünf britische Kampfflugzeuge griffen in der Nacht vom 3. zum 4. Mai ein deutsches Vorpostenboot in der Nordsee erfolglos an. Zwei feindliche Flugzeuge wurden dabei abgeschossen.
An der Westfront keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 5. Mai 1940

 

Starke feindliche Kräfte haben, unterstützt durch Flieger, unsere Sicherungen nördlich Narvik wiederholt angegriffen. Sie wurden im Zusammenwirken mit eigenen Kampffliegern abgewehrt.
Von Steinkjer nördlich Drontheim sind unsere Truppen im Vormarsch nach Norden. Namsos und Grong wurden genommen. Der Befehlshaber der in diesem Gebiet stehenden norwegischen Truppen hat bedingungslos kapituliert.
Auf dem Flugplatz Lesjaskop, südostwärts Andalsnes, wurden 20 verbrannte, englische Flugzeuge aufgefunden.
Im Gebiet von Röros und Trysil sind Säuberungsaktionen im Gange.
Die Luftwaffe versenkte bei Namsos am 3. Mai, wie bereits gemeldet, ein englisches Schlachtschiff, einen Schweren Kreuzer und ein großes Transportschiff, am 4. Mai zwei feindliche Handelsschiffe und vor Narvik einen ehemals polnischen Zerstörer.
Ein eigenes Flugzeug musste wegen Brennstoffmangel notlanden.
Zahlreiche leichte Streitkräfte der Kriegsmarine sind seit dem 9. April zur Sicherung der Truppentransporte und des Nachschubs nach Norwegen eingesetzt.
Ge­genüber den feindlichen Unterseebooten und der bestehenden Flanken-Bedrohung durch Seestreitkräfte, haben diese
Einheiten ihre Aufgabe in vollem Umfang gelöst und so zum raschen Erfolg des Feldzuges in Norwegen beigetragen.
Minensuchboote, Vorpostenboote, Unterseebootjäger und Überwachungsflugzeuge haben dabei seit dem 9. April 23 feindliche Unterseeboote vernichtet.
Trotz stärkster Beanspruchung unserer Unterseebootwaffe während der Aktion in Norwegen wurde der Handelskrieg gegen England auch im Monat April erfolgreich fortgesetzt.
Die Versenkungsziffer an feindlichem und für den Feind nutzbarem neutralen Handelsschiffsraum hat 2.000.000 BRT überschritten und beläuft sich jetzt auf rund 2.300.000 BRT.
Hierbei muss berücksichtigt werden, dass die zum Teil durch Minentreffer eingetretenen Handelsschiffsverluste vom Feinde nur dann bekannt werden, wenn sie von deutscher oder von neutraler Seite festgestellt worden sind und ohnehin nicht mehr verheimlicht werden können.
Es darf also angenommen werden, dass die feindlichen Verluste im Handelskrieg durch die deutschen Seekriegsmaßnahmen höher als bisher angegeben sind.
Die Küstenverteidigung in den besetzten Abschnitten Norwegens wurde durch Aufstellung von weiteren Seezielbatterien leichten, mittleren und schweren Kalibers verstärkt.
An der Westfront keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 6. Mai 1940

 

Im Raum von Narvik ist es gestern nicht zu größeren Kampfhandlungen gekommen, doch führte der Feind weiter Verstärkungen an Artillerie von Norden heran.
Den zur Unterstützung der Gruppe Narvik eingesetzten deutschen Kampffliegern gelang es, ein feindliches Schlachtschiff mit einer schweren Bombe zu treffen, ein Truppenlager anzugreifen und dabei ein Munitionslager zur Explosion zu bringen.
Von Grong aus - ostwärts Namsos - haben unsere Truppen den Vormarsch nach Norden angetreten.
In Mittel- und Südnorwegen ist die Befriedungsaktion im allgemeinen abgeschlossen.
Die Bergfestung Hegra ist gefallen.
Die deutschen Sicherungen stehen nunmehr ostwärts Röros nahe der schwedischen Grenze.
Zwei britische Sunderland-Flugboote wurden im nord-norwegischen Küstengebiet vor Anker mit MG-Feuer angegriffen und beschädigt.
Ein britisches Unterseeboot wurde, nachdem es durch einen Minentreffer beschädigt war, am 5. Mai durch zwei deutsche Flugzeuge im Kattegatt gestellt. Diese gingen kurz entschlossen neben dem Unterseeboot auf See nieder.
Der Kommandant des Unterseebootes und ein Unteroffizier wurden gefangen genommen und an Bord der Flugzeuge gebracht.
Sicherungsstreitkräfte der deutschen Kriegsmarine schleppten dann das britische Unterseeboot in einen deutschen Hafen ein.
Bei Terschelling wurden zwei britische Bristol-Blenheim-Flugzeuge abgeschossen.
An der Westfront keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 7. Mai 1940

 

Bei Narvik hat sich die Lage bisher nicht verändert.
Deutsche Kampfflugzeuge griffen britische Kolonnen mit Bomben und Maschinengewehren an und zersprengten sie.
Ein vor Narvik liegender Kreuzer wurde durch eine Bombe mittleren Kalibers getroffen, ein Sunderland-Flugboot durch Bombenwurf versenkt.
Die aus dem Raum von Namsos und Grong nach Norden vorstoßenden deutschen Truppen erreichten Mosjoen.
Eine deutsche Unterseeboot-Jagd-Flottille versenkte im Skagerrak ein feindliches Unterseeboot.
Bei einem Einflugversuch in die Deutsche Bucht wurden zwei britische Flugzeuge von deutschen Jägern abgeschossen.
An der Westfront keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, den 8. Mai 1940

 

Die Luftwaffe griff erneut feindliche Seestreitkräfte bei Narvik an. Zwei Kreuzer erhielten Treffer. Feindliche Stellungen und Marschkolonnen wurden wirkungsvoll mit Bomben belegt.
Im Luftkampf wurde ostwärts Narvik ein britisches Jagdflugzeug abgeschossen.
In Narvik selbst ist die Lage unverändert.

    • Unter der umfangreichen Beute, die bisher im Raum um Andalsnes sichergestellt werden konnte, befinden sich:

 

    • 460 englische Tankbüchsen mit Munition

 

    • 49 Geschütze, darunter 40 englische Flak

 

    • 60 Granatwerfer

 

    • 355 Maschinengewehre

 

    • 5.300 Gewehre

 

4,5 Millionen Schuss Infanterie-Munition und ein Munitionszug mit 300 Tonnen Munition.


Die letzten Reste norwegischen Widerstandes in Süd- und Mittelnorwegen wurden nunmehr beseitigt. Bei Vinje ergaben sich Teile eines norwegischen Infanterie-Regiments.
Große Mengen an Gerät, Waffen und Sprengstoff-Vorräten wurden hierbei sichergestellt.
An der Westfront wurde südlich Saarlautern der Angriff eines feindlichen Stoßtrupps mit starken Verlusten für den Feind abgewiesen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 9. Mai 1940

 

Deutsche Kampfflugzeuge griffen feindliche Seestreitkräfte bei Narvik an. Dabei wurde ein Transporter von 7000 BRT durch eine Bombe mittleren Kalibers zum Sinken gebracht.
Nördlich Narvik griffen Kampfverbände wiederholt in den Erdkampf ein, belegten Marschkolonnen mit Bomben und bekämpften feindliche Batteriestellungen.
Die Luftwaffe vernichtete im Skagerrak ein feindliches Unterseeboot durch Bombentreffer.
An der Westfront verlief der Tag ruhig.

 

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

In Norwegen sind die britischen Truppen weiter auf dem Rückzug und evakuieren die Städte. Sind aus Alesund evakuiert. Die Deutsche Spitzen vereinigen sich in Oslo und Bergen und lassen somit Norwegen faktisch in deutsche Hand fallen. Auch in Lillehammer und Trondheim kapitulieren die letzten norwegischen Soldaten, ohne Aussicht auf einen Sieg begeben Sie sich in Deutsche Hand. Kritisch bleibt die Lage nur in Narvik, wo der deutsche Gegenangriff bis zum 2. Mai zurückgeschlagen wird. Dort landen auch immer wieder englische Truppen um den deutschen Truppen jeden Meter norwegischen Bodens wieder abzuringen. Die Fallschirmjäger und Gebirgsjägertruppen der Wehrmacht beweisen ihre Klasse und Qualität in den Kämpfen um Norwegen.

 

An der Westfront spitzt sich die Lage dagegen zu, wenn auch nur im Geheimen. An den Fronten herrscht weiter Ruhe, doch in den Kasernen und Maschinenparks bereitet man sich auf den Ernstfall vor, wohingegen die Militärs und Politiker bereits einen Termin für den offenen Konflikt in der Mitte Europas festlegen. Hitler sieht seine Stunde der Rache für die Schmach von 1918 nun gekommen, er will weiter erobern und befiehlt den Fall Gelb zum Angriff auf Holland, Belgien und Frankreich. In den nächsten Tagen bis zum 9. Mai wird er den Termin immer wieder verschieben, die Militärs damit den ein oder anderen Nerv rauben und doch den Zweiten Weltkrieg bzw. die großen Schlachten dieses Krieges einleiten. In den folgenden Tagen wird die deutsche Luftwaffe nicht nur mehr Aufklärungsflüge über der Westfront fliegen, sondern erstmalig auch Waffen abwerfen. So in der Nacht vom 9. auf den 10. Mai, wo einhundert Minen vor holländischen und belgischen Häfen die Bombenschächte der deutschen Flieger verlassen. Die Vorbereitung diese Aktionen liegen nicht nur in der Planung der deutschen Militärs, allen voran von Manstein, sondern auch an der enormen Produktionsleitung der deutschen Rüstungskonzerne. Dies weiß auch der Führer und ist sich auch der Bedeutung dieser Kriegswirtschaft bewusst, wobei er den Krupp-Rüstungsbetrieb in Essen, für seine herausragenden Dienste für das Dritte Reich, als 'Nationalsozialistischer Musterbetrieb' ausgezeichnet. Dabei ist den Alliierten die „Aufmarsch“ auf deutscher Seite nicht verborgen geblieben. So berichten französische Piloten, welche in der Nacht vom 7. auf den 8. Mai von einem Einsatz zum Flugblätter-Abwurf über Düsseldorf zurückkehren, berichten dass sie die Lichter einer 100 Kilometer langen deutschen motorisierter Kolonne sehen konnten, welche nach Westen in Richtung der Ardennen zieht. Die Ironie der Geschichte dabei ist, dass zur gleichen Zeit die franz. Führung an der Westfront Panzersperren in den Ardennen abreißen lässt – in großer Zahl. Dieser General mit Namen Huntziger, Befehlshaber der 2. französischen Armee, befiehlt den Abriss von Panzersperren und Hindernissen auf den zwei Hauptverbindungsstrassen aus den Ardennen. Der Grund dafür war, dass diese ohne den ausdrücklichen Auftrag und Befehl aus dem Hauptquartier geschehen ist. Gerade die Auswechselungen von französischen Militärs in großer Zahl, so gerät auch der französischen Oberbefehlshaber General Gamelin für sein Versagen in der Abwehr der deutschen Invasion von Norwegen in die Kritik. Die gesamte Militärführung in Frankreich ist mehr mit den politischen Querelen beschäftigt, als mit den Nachrichten aus den Geheimdiensten ihrer Nation. So springt der deutschen Kapitän Hermann Goertz von der Abwehr (deutscher Auslandsgeheimdienst) mit dem Fallschirm in der Nähe von Dublin ab. Sein einziger Auftrag ist, dort Kontakte zur irischen Armee und der IRA aufzubauen. Erfahren tun dies die Nachrichtendienste nur durch seine Festnahme im November 1941 von den irischen Behörden verhaftet. Der bereits im Vorfeld sind viele ähnlicher Spione auch in Frankreich im Einsatz, durchaus bekannt bei der franz. Abwehr. Dieser Abwehr kommen auch weitere Beweise für eine Zuspitzung der Lage zu Ohren, so auch, dass der Papst Nuntios König Leopold von Belgien davor warnt, dass ein deutscher Angriff kurz bevorsteht.

Am Vormittag befiehlt Hitler, dass Fall Gelb - die Offensive im Westen - am 10. Mai um 5:35 Uhr morgens beginnen soll. Um 9 Uhr wird das Code-Wort 'Danzig' an die Befehlshaber an der Westfront übermittelt. Hitler verlässt Berlin in einem Sonderzug in sein vorgeschobenes Führerhauptquartier in der Nähe von Münstereifel an der belgischen Grenze.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Generalfeldmarschall Erich von Manstein

Normandie-Niemen


10.05. - 19.05.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 10. Mai 1940

 

SONDERMELDUNG

Angesichts der unmittelbar bevorstehenden feindlichen Kriegsausweitung auf belgisches und holländisches Gebiet und der damit verbundenen Bedrohung des Ruhrgebiets ist das deutsche Westheer am 10. Mai bei Morgengrauen zum Angriff über die deutsche Westgrenze auf breitester Front angetreten.
Gleichzeitig hat die Luftwaffe mit großem Erfolg die feindlichen Flugplätze angegriffen und mit starken Verbänden zur Unterstützung des Heeres in den Erdkampf eingegriffen.
Um die Gesamtoperationen der Wehrmacht zu leiten, hat sich der Führer und Oberste Befehlshaber an die Front begeben.
Die deutschen Truppen haben heute um 5.30 Uhr die holländische, luxemburgische und belgische Grenze überschritten.
Feindlicher Widerstand in Grenznähe wurde überall in scharfem Zugriff, vielfach in engstem Zusammenwirken mit der Luftwaffe, gebrochen.
Ein deutsches Unterseeboot hat im Seegebiet Terschelling ein britisches Unterseeboot versenkt.
Ein deutsches Schnellboot versenkte im Laufe von Operationen in der Nordsee einen feindlichen Zerstörer durch Torpedoschuß.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 11. Mai 1940

 

Das deutsche Westheer hat nach Überschreiten der holländischen, belgischen und luxemburgischen Grenze die feindlichen Grenztruppen in Holland und Belgien überall geworfen und ist, trotz Zerstörung von zahlreichen Brücken und Sperren aller Art, in rasch fortschreitendem Angriff.
Fallschirm- und Luftlandetruppen sind an verschiedenen Plätzen abgesetzt und im Begriff, die ihnen obliegenden Sicherungsaufgaben durchzuführen.
Im rollenden Einsatz unterstützten Verbände der Luftwaffe das Vorgehen des Heeres, indem sie Befestigungsanlagen und Stellungsbauten, Marschkolonnen und Truppenlager angriffen, Straßen, Eisenbahnlinien und Brücken durch Bombentreffer beschädigten oder zerstörten. Die weitreichende Aufklärung brachte Klarheit über die feindlichen Heeresbewegungen.
Mit massierten Kräften führte die deutsche Luftwaffe ferner am 10. Mai den ersten Großangriff gegen die Basis der feindlichen Luftwaffe in Frankreich, Belgien und den Niederlanden. 72 Flugplätze wurden angegriffen, 300 bis 400 feindliche Flugzeuge am Boden vernichtet, zahlreiche Flugplatzanlagen und Hallen durch Brände und Explosionen zerstört.
Besonders empfindlich wurden die französischen Luftstützpunkte Metz, Nancy, Reims, Romilly, Dijon und Lyon getroffen.
In Luftkämpfen verlor der Feind 23 Flugzeuge. Elf eigene Flugzeuge wurden abgeschossen, 15 weitere werden vermißt.
Der Feind griff, wie schon gemeldet, am 10. Mai die Stadt Freiburg mit Bomben an und warf in der Nacht vom 10. zum 11. Mai Brand- und Splitterbomben auf drei Orte im Ruhrgebiet, wobei zwei Zivilpersonen getötet, mehrere verletzt und geringer Sachschaden verursacht wurde. Drei feindliche Flugzeuge wurden durch Flak abgeschossen.
Versenkt wurden: Durch Bomben zwei Handelsschiffe mit 5000 und 2000 BRT zwischen Calais und Dünkirchen, durch ein eigenes Unterseeboot ein feindliches Unterseeboot, durch ein Schnellboot ein feindlicher Zerstörer.
In Norwegen ist die Lage unverändert.
Vor Narvik gelang es, ein britisches Schlachtschiff und einen Kreuzer mit mehreren Bomben verschiedenen Kalibers zu treffen.

SONDERMELDUNG

Das stärkste Fort der Festung Lüttich, Eben Emael, das die Übergänge über die Maas und den Albert-Kanal bei und westlich Maastricht beherrscht, hat sich Sonnabendnachmittag ergeben. Der Kommandant und 1000 Mann wurden gefangen genommen.
Das Fort wurde schon am 10. Mai durch eine ausgesuchte Abteilung der Luftwaffe unter Führung von Oberleutnant Witzig und unter Einsatz neuartiger Angriffsmittel kampfunfähig gemacht und die Besatzung niedergehalten. Als es einem von Norden angreifenden Verband des Heeres nach hartem Kampf gelungen war, die Verbindung mit der Abteilung Witzig herzustellen, hat die Besatzung ihre Waffen gestreckt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 12. Mai 1940

 

In engem Zusammenwirken zwischen Heer und Luftwaffe ist auf der gesamten Front der deutsche Angriff im Westen in raschem Fortschreiten.
Im Norden von Holland haben die deutschen Truppen die Provinz Groningen besetzt. Harlingen und die Ostküste der Zuidersee wurden erreicht.
Nach dem Durchstoßen der Jissel-Stellung wurde im Vorgehen nach Westen auch die von Amersfoort auf Rhenen verlaufende Grebbe-Linie und weiter südlich die Peel-Stellung durchbrochen.
Zwischen Hasselt und Maastricht ist der Übergang über den Albert-Kanal erzwungen. Das Fort Eben Emael, südlich Maastricht, der stärkste Eckpfeiler Lüttichs, ist, wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, in deutscher Hand. Der Kommandant und die Besatzung von 1000 Mann haben sich ergeben.
Vor Lüttich sind die deutschen Truppen teilweise tief in das Festungsvorland eingedrungen.
Auch die durch Südbelgien vorgehenden Teile des deutschen Heeres haben trotz feindlichen Widerstandes rasch Boden gewonnen.
Ganz Luxemburg ist in deutscher Hand.
Die deutsche Luftwaffe setzte am 11. Mai den tags zuvor begonnenen Großangriff gegen die feindlichen Luftwaffen in Frankreich, Belgien und in den Niederlanden fort.
Eine große Anzahl von Flugplätzen wurde erneut angegriffen und dabei Hallen in Brand gesetzt, Werften zerstört und Tank- und Munitionslager zur Explosion gebracht.
Allein auf dem Flugplatz Vraux gelang es 30, auf dem Flugplatz Orleans 36 Flugzeuge zu zerstören. Im Luftkampf wurden 52, durch Flakartillerie zwölf Flugzeuge abgeschossen.
Es kann mit Sicherheit angenommen werden, daß insgesamt auch am gestrigen Tage 300 feindliche Flugzeuge unserem Angriff und der Luftabwehr zum Opfer fielen. Truppenansammlungen, Transportzüge, Bahnanlagen, Marschkolonnen und Kraftwagentransporte hinter der belgischen und französischen Front waren das Ziel wirkungsvoller Angriffe.
An der belgisch-holländischen Küste wurden Seestreitkräfte, Transportschiffe und Ausladungen angegriffen, in Vlissingen drei Transportschiffe und ein Tankdampfer getroffen, in der mittleren Nordsee ein feindlicher Zerstörer durch Bombentreffer beschädigt.
In der Nacht vom 11. zum 12. Mai flogen einzelne Flugzeuge in Westdeutschland ein und griffen wiederum eine Reihe nichtmilitärischer Ziele ohne besondere Wirkung an. Die eigenen Flugzeugverluste sind im Verhältnis zum Erfolg wiederum als gering zu bezeichnen. 35 Flugzeuge werden vermißt.

In Norwegen ist die Lage unverändert. Bei Narvik wurden feindliche See- und Landstreitkräfte durch die Luftwaffe angegriffen, ein Zerstörer versenkt, ein weiterer beschädigt.

SONDERMELDUNG

Die harten Schläge der Luftwaffe werden fortgesetzt. Im Laufe des heutigen Vormittags wurden bereits 58 feindliche Flugzeuge, davon allein 30 Flugzeuge vom Baumuster Spitfire, abgeschossen.
In der mittleren Nordsee versenkten unsere Kampfflieger einen britischen Kreuzer neuester Bauart. Ein anderer Kreuzer wurde im Ofoten-Fjord schwerstens beschädigt.

 

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 13. Mai 1940

 

Der Angriff der deutschen Wehrmacht im Westen machte am 12. Mai gute Fortschritte.
In Holland gehen deutsche Truppen westlich des Süd-Willem-Kanals vor. Sie haben die Verbindung mit den um Rotterdam auf dem Luftwege gelandeten Truppen hergestellt.
In Belgien wurde der Übergang über den Albert-Kanal auch nordwestlich Hasselt erzwungen. Unsere Truppen sind westlich Lüttich im Vorgehen nördlich der Maas nach Westen und sind in die Stadt Lüttich eingebrochen.
Auf der Zitadelle weht seit 13. Mai vormittags die deutsche Flagge, während einzelne Außenforts der Festung noch Widerstand leisten.
Westlich der Ourthe und in Südbelgien wurden französische Truppen geworfen. Unsere Divisionen sind dort in flüssigem Vormarsch und nähern sich mit ihren Anfängen schon den gesteckten Zielen.
Südlich Saarbrücken und südöstlich Zweibrücken wurden unsere Stellungen vorverlegt und dabei mehrere hundert Gefangene gemacht.
Das Vorgehen des Heeres wurde durch Angriffe der Luftwaffe gegen Truppenansammlungen, Marschkolonnen und Eisenbahnen wirkungsvoll unterstützt.
Im übrigen setzte die Luftwaffe ihren Großkampf um die Luftüberlegenheit über dem westlichen Operationsraum mit fühlbarem Erfolg fort.
Insgesamt wurden am 12. Mai etwa 320 Flugzeuge vernichtet, davon 58 im Luftkampf, 72 durch Flak, die übrigen am Boden.
Allein 25 Flugzeuge wurden bei einem britischen Angriff auf die Maasübergänge bei Maastricht durch die Flakartillerie zum Absturz gebracht.
Eine einzige Jagdstaffel erzielte 16 Abschüsse.
Die eigenen Verluste waren gegenüber denen des Feindes und gemessen an den Erfolgen auch am gestrigen Tage gering. Sie betrugen 31 Flugzeuge.
Auch auf See erlitt der Feind starke Einbuße.
Vor der holländischen Küste wurde ein Kreuzer durch Bombentreffer schwer beschädigt, ein Kreuzer der „Southampton"-Klasse sowie ein Transporter von 15.000 BRT versenkt und sieben weitere Handelsschiffe getroffen und in Brand geschossen.

Vor Narvik, wo verstärkte feindliche Seestreitkräfte auftraten, erlitten ein Zerstörer und vor Hemmesöy ein Kreuzer durch Bombentreffer schwere Beschädigungen.
Den in Mittel-Norwegen bei Mosjoen und Mo operierenden deutschen Truppen sind weitere Verstärkungen zugeführt worden.
Die Gruppe Narvik steht im Abwehrkampf gegen einen weit überlegenen Feind.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 14. Mai 1940

 

In Holland ist es gelungen, den Einbruch in die Grebbe-Linie südostwärts Amersfoort zu erweitern und in Richtung Utrecht Raum zu gewinnen.
Weitere Kräfte werden von Süden her in die Festung Holland hineingeführt, in der unsere Truppen nach Vernichtung einer feindlichen Kräftegruppe bei Dordrecht bis Rotterdam durchgestoßen sind.
Weiter südlich drangen unsere Truppen über Breda gegen die Scheide-Mündung vor. Rosendaal wurde genommen.
In Belgien wurde gestern auch der Turnhout-Kanal südostwärts der gleichnamigen Stadt überschritten und weiter südlich die Große Gette erreicht.
Nördlich Namur stoßen unsere Panzerkräfte den auf die befestigte Dyle-Stellung zurückgehenden feindlichen Panzern nach, die durch die vorausgegangenen Angriffe aus der Luft und auf der Erde stark erschüttert sind.
Die Stadt Lüttich ist in deutscher Hand.
Im Raume südlich der Linie Lüttich-Namur haben unsere Truppen die Ardennen
hinter sich gelassen und mit Anfängen die Maas zwischen Namur und Givet erreicht.
Auch in Süd-Belgien verlaufen unsere Bewegungen rasch und planmäßig.
Die französisch-luxemburgische und französisch-belgische Grenze ist bis in die Höhe von Mezieres-Charleville fast überall erreicht und an vielen Stellen überschritten.
Unter dem Schutz von ununterbrochen angreifenden deutschen Kampf-, Stuka- und Zerstörerverbänden und deren niederschmetternder Wirkung gelang es, die Maas auch auf französischem Gebiet zu überschreiten.
Südlich Saarbrücken zeichnete sich der Leutnant eines Infanterie-Regiments Otto Schulz durch besondere Tapferkeit aus.

In Erweiterung der gestrigen Angriffserfolge brachen wir in der Gegend von Merzig und südlich Pirmasens in die feindlichen Stellungen ein und nahmen Engländer und Franzosen gefangen.
Außer der starken Unterstützung des Heeres griff die Luftwaffe verschiedene feindliche Flugplätze an. Auf dem Flugplatz Hamstede wurden allein 26 am Boden stehende Flugzeuge zerstört.
Im ganzen betrugen die Verluste des Gegners am 13. Mai etwa 150 Flugzeuge, davon wurden im Luftkampf 47, durch Flakartillerie 37 abgeschossen. 27 eigene Flugzeuge werden vermisst.

SONDERMELDUNG

Unter dem gewaltigen Eindruck der Angriffe deutscher Sturzkampfflieger und des bevorstehenden Panzerangriffs auf die Stadt hat Rotterdam kapituliert und sich dadurch vor der Vernichtung bewahrt.

In Nordbelgien haben deutsche Panzerverbände in der Verfolgung des zurückflutenden Feindes Ligny, das historische Schlachtfeld von 1815, erreicht.

SONDERMELDUNG

Nach der Kapitulation von Rotterdam und angesichts der bevorstehenden Bedrohung der holländischen Hauptstadt hat der holländische Befehlshaber den aussichtslosen Widerstand aufgegeben und seinen Truppen den Befehl zur Einstellung des Kampfes erteilt.

In Zeeland geht der Kampf weiter.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 15. Mai 1940

 

Die Festung Holland hat angesichts des aussichtslosen Kampfes gegen die überlegenen Angriffe der deutschen Truppen zu Lande und aus der Luft kapituliert.
In Belgien haben unsere dem weichenden Gegner scharf nachdrängenden Divisionen die Dyle-Stellung erreicht.
Zwischen Namur und Givet ist der Übergang über die Maas in breiter Front erzwungen. Auf dem Westufer mit Panzern unternommene Gegenangriffe der Franzosen wurden abgeschlagen. Deutsche Kampfflieger- und Zerstörerverbände griffen in diesen Kampf ein und vernichteten eine große Anzahl Panzerwagen.
Beim Übergang über die Maas im Räume von Sedan ist in engstem Zusammenwirken mit der Luftwaffe der Schutzwall Frankreichs, die Maginotlinie, in ihrer Verlängerung nach Nordwesten durchbrochen. Auch hier scheiterten französische Gegenangriffe unter schweren Verlusten für den Feind.
Bei den Angriffen an der Saarfront zeichnete sich der Oberleutnant eines Infanterieregiments Hans Schoene mit seiner Kompanie bei der Erstürmung eines beherrschenden Felsenstützpunktes südlich Pirmasens durch hervorragende Tapferkeit aus.
Das Schwergewicht der deutschen Luftoperationen lag gestern im Angriff gegen die rückwärtigen Verbindungen des Feindes, seine Transportstraßen und Ausladebahnhöfe.
Feindliche Versuche, die deutsche Kampftätigkeit durch Einsatz starker Fliegerkräfte zu verhindern, wurden mit schweren Verlusten für den Gegner abgeschlagen, ohne die eigene Handlungsfreiheit in der Luft wesentlich zu stören.
An einer Stelle wurden allein über 70 britische und französische Kampf- und Jagdflugzeuge abgeschossen. Die Gesamtverluste des Gegners betrugen am 14. Mai über 200 Flugzeuge, davon wurden im Luftkampf etwa 170, durch Flak 17 abgeschossen, der Rest am Boden vernichtet. 35 eigene Flugzeuge werden vermisst.
Die bewaffnete Aufklärung vor der niederländischen Küste führte zu großen Erfolgen.
Wie durch Sondermeldung schon bekanntgegeben, wurden zwei Kreuzer und ein Zerstörer durch Bombentreffer versenkt, ein weiterer Kreuzer durch eine Bombe schwer getroffen, ein Handelsschiff von 29.000 BRT und vier Transportschiffe zerstört.

Der Abwehrkampf um Narvik dauert an.

SONDERMELDUNG

Die Kapitulation der holländischen Armee ist heute 11 Uhr von dem deutschen Oberbefehlshaber und dem Oberbefehlshaber der holländischen Armee und Marine unterzeichnet worden.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 16. Mai 1940

 

In Holland rückten deutsche Truppen nach Abschluß der Kapitulationsverhandlungen in Den Haag und in Amsterdam ein.
In Belgien hat sich der Feind in der Festung Antwerpen, in der Dyle-Stellung und in der Festung Namur zum Kampf gestellt. Südwestlich Namur erweiterten unsere Divisionen ihre Erfolge auf dem Westufer der Maas und schlugen dabei erneut französische Panzerkräfte.
Südlich Sedan wurden französische Gegenangriffe, die unter Einsatz schwerster Panzer geführt wurden, abgewiesen. Mehrere schwerste Panzer wurden dabei vernichtet.
Zwischen Mosel und Rhein konnten unsere Stellungen westlich Saarlautern und bei Lauterburg vorverlegt werden.
Die Luftwaffe griff auch am 15. Mai mit starken Kräften feindliche Truppen und ihre Verkehrsverbindungen an. Marschkolonnen und Truppenansammlungen wurden zersprengt, zahlreiche feindliche Panzerwagen durch Volltreffer vernichtet.
Über dem Kampfraum des Heeres wurden in Luftkämpfen 46 feindliche Flugzeuge, durch Flakartillerie weitere zwei Flugzeuge abgeschossen. Bei Angriffen gegen feindliche Flugplätze sind zahlreiche Flugzeuge am Boden zerstört worden. Die sicher festgestellten Gesamtverluste des Gegners am 15. Mai belaufen sich auf 98 Flugzeuge. 18 eigene Flugzeuge sind verloren gegangen.
Im Seegebiet der niederländischen und belgischen Küste wurden durch Bomben zwei Zerstörer und drei Handelsschiffe, darunter ein Dampfer mit 12.000 BRT, versenkt, zwei Zerstörer und vier Handelsschiffe schwer getroffen, durch eines unserer Unterseeboote ein TankDampfer und ein bewaffnetes Handelsschiff torpediert.

Auch in der letzten Nacht unternahmen feindliche Flugzeuge Einflüge nach Westdeutschland.
Sie warfen dabei planlos eine Anzahl von Bomben, die unbeträchtlichen Sachschaden anrichteten und eine Anzahl von Zivilpersonen töteten und verletzten. Militärische Objekte wurden weder angegriffen noch getroffen.

Die Gruppe Narvik schlug erneut Angriffe mit schweren Verlusten für den Feind ab.
Sie hat ihre weit vorgeschobenen Sicherungen im Raume nördlich von Narvik befehlsgemäß stärker zusammengefasst.

 

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 17. Mai 1940

 

In der Schlacht zwischen Antwerpen und Namur wurde die Dyle-Stellung südlich Wavre durchstoßen und die Nordostfront der Festung Namur genommen.
Südlich Maubeuge bis nach Carignan, südlich von Sedan, ist die Maginotlinie auf einer Breite von 100 Kilometern durchbrochen. Französische Panzerkräfte, die sich westlich Dinant unseren Panzern entgegen warfen, sind geschlagen.
Verbände des Heeres und der Luftwaffe verfolgen überall den nach Westen zurückgehenden Feind.
In den Kämpfen südostwärts Sedan errang der Kommandeur eines motorisierten Schützenregiments Oberstleutnant Balck, durch rücksichtslosen persönlichen Einsatz besondere Erfolge mit seiner Truppe.
Bisher wurden an diesem Teil der Front 12.000 Gefangene gemacht, darunter zwei Generale, und zahlreiche Geschütze erbeutet.
Auf dem Südflügel wehrten eigene starke Kräfte feindliche Entlastungsangriffe ab und konnten im Nachstoß auch hier Boden gewinnen.
An der Saar-Front wurde die Erkundungstätigkeit gegen die Maginotlinie fortgesetzt. Gestern wurde durch französische Fernkampf-Artillerie, ohne militärische Gründe, die unverteidigte Stadt Rastatt beschossen. Deutsche schwerste Batterien haben daraufhin als Vergeltung das Feuer auf Hagenau eröffnet.
In Holland ist die Eroberung der Inseln in der Provinz Zeeland im Gange. Die Insel Tholen hat gestern kapituliert.
Hauptangriffsziele der Luftwaffe bildeten am 16. Mai die rückwärtigen Verbindungen des Feindes in Frankreich und Belgien. Zahlreiche Eisenbahnstrecken und Straßen sind nachhaltig zerstört, Truppentransportzüge vernichtet, Truppenansammlungen und Marschkolonnen zersprengt worden.
Durch Angriffe gegen feindliche Seestreitkräfte und Transportschiffe sind vor der niederländisch-belgischen Küste ein feindlicher Kreuzer und ein Kanonen-Boot versenkt, ein Transportschiff so schwer getroffen, dass es auf Strand gesetzt werden musste und zwei französische Zerstörer beschädigt worden.
In der mittleren Nordsee erhielt ein getauchtes Unterseeboot einen Bombentreffer, seine Vernichtung ist wahrscheinlich.

Vor Narvik gelang es, auf einem Schlachtschiff und einem Leichten Kreuzer Bombentreffer zu erzielen, und einen Tanker von 15.000 BRT in Brand zu werfen.
Ein feindlicher Jäger wurde dort im Luftkampf abgeschossen.
Unsere Gebirgsjäger konnten in ihrem Abwehrkampf durch Luftangriffe auf feindliche Ausladungen und Ansammlungen entlastet werden. Verstärkungen wurden ihnen zugeführt.

Am gestrigen Tage hat der Feind im Westen insgesamt 59 Flugzeuge verloren. Davon sind 30 Flugzeuge im Luftkampf, acht durch Flakartillerie abgeschossen worden, der Rest am Boden zerstört, 15 eigene Flugzeuge werden vermisst.

SONDERMELDUNG

Nach dem Zusammenbruch der südlich Löwen gelegenen britisch-französischen Stellung sind Freitag gegen Abend die deutschen Truppen in Brüssel einmarschiert.

SONDERMELDUNG

Die deutsche Luftwaffe erzielte bereits in den Morgenstunden des 17. Mai eine Reihe von bemerkenswerten Angriffserfolgen.
An der belgischen Front schoss heute innerhalb einer Stunde eine deutsche Staffel von sechs Messerschmitt-Jägern 13 britische Kampfflugzeuge des Musters Blenheim ab, ohne selbst irgendwelche Verluste zu haben.

Im Hafen von Dünkirchen wurde ein Zerstörer durch zwei Volltreffer schweren Kalibers innerhalb weniger Minuten zum Sinken gebracht.
Außerdem wurden ein Kreuzer und ein Handelsschiff vor Dünkirchen durch Bombentreffer schwer beschädigt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 18. Mai 1940

 

In Holland macht die Säuberung der zeeländischen Inseln rasche Fortschritte. Nur östlich Vlissingen auf der Insel Walcheren wurde gestern noch gekämpft. Der holländische Kommandant hat nunmehr die Kapitulation angeboten.
Auf den Inseln Schouven und Süd-Beveland wurden über 2.000 Holländer und Franzosen gefangengenommen.
Teile der holländischen Kriegsmarine, soweit sie in den Häfen lagen, wurden in Besitz genommen, ebenso die holländischen Küstenbatterien besetzt.
In Nordbelgien gelang es an zwei Stellen, in den äußeren Gürtel der Festung Antwerpen einzubrechen.
Wie gestern schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurden Mecheln und Löwen in hartem Kampf genommen, Brüssel dagegen kampflos durch den Oberbürgermeister unseren einrückenden Truppen übergeben.
Der aus der Dyle-Stellung zurückgehende Feind wird verfolgt.
Südlich Maubeuge durchstießen deutsche Panzerkorps die französischen Grenzbefestigungen, zerschlugen zwei feindliche Divisionen und verfolgten den weichenden Feind über die obere Sambre weiter südlich bis an die obere Oise. Infanterie-Divisionen folgen in gewaltigen Märschen dichtauf.
Zahlreiche Gefangene der zerschlagenen französischen Truppen und große Beute wurden eingebracht.
Auch südlich Sedan gewannen wir nach Süden Raum.
Die Luftwaffe griff hauptsächlich die rückwärtigen Verbindungen und die mit dichten Kolonnen belegten Rückzugsstraßen des Feindes in Belgien und Frankreich an. Unter der Wirkung dieser Angriffe ging der Feind an verschiedenen Stellen fluchtartig zurück.
Bei der bewaffneten Aufklärung an der niederländisch-belgischen Küste gelang es, einen feindlichen Zerstörer zu versenken.

Im Seegebiet von Narvik wurden feindliche Ausladungen bekämpft und je ein schwerer Treffer auf einen Schweren Kreuzer und einen großen Transporter erzielt.

Der Gegner verlor im Laufe des Tages 108 Flugzeuge, davon 53 im Luftkampf, elf durch Flakartillerie, der Rest wurde am Boden zerstört. 26 eigene Flugzeuge werden vermisst.

Feindliche Luftangriffe richteten sich gegen verschiedene Städte im norddeutschen Küstengebiet, insbesondere Hamburg und Bremen, und in Westdeutschland.
Wie in allen bisherigen Fällen wurden, abgesehen von einer Kaserne, ausschließlich nichtmilitärische Ziele planlos angegriffen.
Dies stellt das deutsche Oberkommando der Wehrmacht im Hinblick auf die sich daraus ergebenden Folgerungen ausdrücklich fest.

Einheiten der deutschen Kriegsmarine haben vor südafrikanischen Häfen, die feindlichen Seestreitkräften als Stützpunkte dienen, Minen gelegt.

Sondermeldung: Durch schnellen Angriff ist die Festungsfront von Antwerpen durchbrochen. Deutsche Truppen sind in das Stadtinnere eingedrungen. Die deutsche Kriegsflagge weht auf dem Rathaus von Antwerpen.

 

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 19. Mai 1940

 

Nach der Beseitigung des letzten Widerstandes auf der Insel Walcheren, ist ganz Holland mit sämtlichen Inseln in deutscher Hand.
In Nordbelgien drängen unsere Truppen nach der schon durch Sondermeldung bekanntgegebenen Einnahme von Antwerpen den hinhaltend kämpfenden Feind immer weiter nach Westen zurück.
Westlich Antwerpen wurde die Scheide überschritten, westlich Brüssel der Abschnitt der Dendre erreicht.
Zwischen Maubeuge und La Fere wird der Angriff fortgesetzt. Sambre und Oise sind überschritten, Le Cateau und St. Quentin in deutscher Hand.
Auf dem Südflügel erreichten wir mit starken Kräften die Gegend nördlich von Laon und die Aisne bei Rethel.
Bei den Kämpfen nordwestlich Montmedy ist in der Maginotlinie das starke Panzerwerk 505 genommen worden.
Hierbei hat sich der Oberleutnant eines Pionierbataillons Germer besonders ausgezeichnet.
Die Gefangenen- und Beutezahlen steigen.
Bis jetzt wurden 110.000 Gefangene ohne die holländische Armee und zahlreiche Geschütze bis zu 28cm Kaliber gezählt.
Die Luftwaffe unterstützte wirksam das Vorgehen des Heeres.
Ihr Schwergewicht lag weiterhin auf den rückwärtigen Verbindungen, Verkehrsanlagen und Rückzugswegen des Feindes. Bombenwurf auf mehrere Flugplätze zerstörte Hallen, Werften und am Boden stehende Flugzeuge.
Vor der französisch-belgischen Küste wurde ein Handelsschiff von 6.000 BRT durch Bombentreffer versenkt und ein Zerstörer schwer beschädigt.
Die Verluste des Feindes betrugen 147 Flugzeuge; hiervon sind 47 im Luftkampf, 13 durch Flak abgeschossen, der Rest am Boden zerstört worden. 27 eigene Flugzeuge werden vermisst.

In Norwegen steht die Gruppe Narvik, unterstützt durch die Luftwaffe, noch immer in schwerem Abwehrkampf.
Ein Handelsschiff von 1.500 BRT und ein Transporter von 6.000 BRT wurden hier versenkt, ein feindliches Flugboot im Luftkampf abgeschossen.

Feindliche Flugzeuge griffen wiederum verschiedene Städte im norddeutschen Küstengebiet und in Westdeutschland mit Bomben an. Militärische Ziele wurden nicht getroffen.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Das Schlachtfeld Europa ist nun in die heiße Phase des Krieges eingetreten. Ohne eine Kriegserklärung marschieren Verbände der Wehrmacht in Holland, Belgien und Luxemburg ein. Es kommen dabei 77 Divisionen (einschließlich 10 Panzer- und 2 Luftlande-Divisionen) sowie 3.500 Flugzeugen zum Einsatz. Gleichzeitig wagen drei Panzer-Korps - Guderians XI, Reinhardts XLI und Hoths XX den Schlag auf die Ardennen Richtung der Maas. Die Franzosen gehen mit 32 Divisionen, einschließlich den englischen Expeditionskorps BEF, in ihre Verteidigungsstellungen und vertrauen auf die kriegserprobte bzw. modernisierte Grenze zwischen Deutschland und Frankreich:

'Deutschland fordert uns zum Krieg auf Leben und Tod heraus ... habt Mut, Kraft und Zuversicht.'
(General Gamelin, der alliierte Oberbefehlshaber)

'Soldaten der Westfront! Die Schlacht, welche heute beginnt, wird für die nächsten tausend Jahre das Schicksal der deutschen Nation entscheiden.'
(Hitlers Tagesbefehl)



Die Luftwaffe des deutschen Reiches wird mit den Bodentruppen zu einer kombinierten Streitmacht zusammengefasst und bereitet den Weg der Truppen Richtung Frankreich vor. Deutsche Flugzeuge bombardieren irrtümlich Freiburg. 57 Einwohner kommen ums Leben und Propagandaminister Goebbels beschuldigt die Franzosen. Luftlandtruppen sollen bei den zielgerichteten Aktionen eine wichtige Rolle spielen und entscheidende Punkte auf der strategischen Karte besetzen.
Guderian und seine Panzer spielen beim Vormarsch ihre Qualitäten und Gerät bestens aus. So zersprengen die französische Kavallerie und leichte mechanisierte Kräfte in den Ardennen und erreichen Sedan noch vor dem Zeitplan. In Belgien und Südwest-Holland stellt sich dagegen die französische mechanisierte 7. Armee Breda den Invasoren. Beim Kampf um Belgien spielen vor allem die Luftwaffen eine entscheidende Rolle, so können nur die Briten der Luftwaffe einigermaßen Paroli bieten, die französischen Flugzeuge werden reihenweise abgeschossen. So ist es die Luftwaffe und die revolutionäre StuKa Baureihe, die die französische 7. Armee (General Giraud) stark bedrängt. Die Zusammenarbeit von der 9. Panzer-Division und Stukas und lässt die französischen Truppen schnell weichen.
Die Maas wird an der Westfront zum Zünglein an der Waage und soll die Wehrmacht durch zerstörte Brücken bzw. verschanzte Truppen aufhalten. Dennoch, die Panzer-Korps von Guderian, Hoth und Reinhardt errichten mit Hilfe von starker Luftunterstützung Brückenköpfe und vernichten bis zum 17. Mai die französische 9. Armee und schlagen eine 80 Kilometer breite Bresche in die alliierte Linie. Jedweder Gegenangriff der Alliierten wird zurückgeschlagen und die rollende Panzerwaffe der deutschen erweist sich als durchschlagendes bzw. entscheidendes Mittel.

 

Am 15. Mai erringen Hoth's Panzer einen weiteren entscheidenden Sieg und schlagen die französische 1. Panzer-Division westlich von Dinant, welche dabei 125 ihrer 175 Panzer verliert. Die Franzosen befinden sich nun auf dem Rückzug und die deutsche 6. Armee führt einen Großangriff gegen die alliierte Front in Belgien (Dijle-Line) durch. Man ist dem Ziel, einen Einmarsch in Frankreich von zwei Seiten schon sehr nahe, als die formale Kapitulation der holländischen Armee, die am 10. Mai überrannt wurde. In diesem Kämpfen sticht ein Oberst de Gaulles von der 4. Panzer-Division heraus, er führt einen Gegenangriff gegen Guderians XIX. Panzer-Korps durch, der zwar zurückgeschagen wird, aber den Widerstandswillen dieses Mannes zeigt.
Interessant in diesem modernen Krieg der Panzerspitzen ohne Flankenschutz ist, dass die alten Generäle, allen voran von Kleist, die Art des Vorrückens auf schärfste Ablehnen. Vor allem Guderian wird für seine 'exzessive' Geschwindigkeit und zu weites Vordringen‘ gerügt. Sein Erfolg spricht für sich und mit v.List und v.Rundstedt auf seiner Seite, kann der Oberst weiter von vorn führen.
Die deutschen Politiker rechtfertigen ihren Angriff in einem Memorandum, in dem von einer Provokation ausgehen. Die Proteste der bestzen Länder Holland, Belgien und Luxemburg erreichen vor allem England, dass zu dieser Zeit einen neuen Premierminister bekommt – Winston Churchill:

'Ich habe nichts anzubieten, außer Blut, Mühsahl, Tränen und Schweiß.'
(Winston Churchill)

In Frankreich überwirft sich die Regierung mit ihrem Oberbefehlshaber (General Gamelin), der nach vorheriger Versöhnung und proklamierter Einigkeit von Politik und Militär doch entlassen wird. Der neuen Oberbefehlshaber (General Weygand) steht vor der schweren Aufgabe die ein Frankreich einbrechende Wehrmacht in Frankreich zu bekämpfen und möglichst zurückzuschlagen. Ministerpräsident Reynaud telefoniert mit Churchill und sagt ihm:

'Wir sind geschlagen, wir haben die Schlacht verloren!'
(Ministerpräsident Reynaud)

Spanien und sein General Franco verweist auf seine 'strikten Neutralität'. Die USA und ihr Präsident Roosevelt gibt der amerikanischen Flugzeugindustrie ein Produktionsziel von 50.000 Militärflugzeugen je Jahr vor.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Generaloberst Heinz Guderian

Frontflugspange für Kampf- und Sturzkampfflieger


20.05. - 31.05.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 20. Mai 1940

 

In Belgien wird die Verfolgung im Kampf gegen feindliche Nachhuten fortgesetzt. Die Dendre ist überschritten und in der Verfolgung die obere Scheide erreicht.
Englische Truppen streben in Eilmärschen den Kanalhäfen zu, während bei Maubeuge und südlich Valenciennes Angriffe einer nach Süden einen Ausweg suchenden französisch-belgischen Armee abgewiesen wurden.
Der Feind hatte dabei schwerste Verluste, besonders auch an Panzern und geht nach diesem vergeblichen Durchbruchsversuch nunmehr stark erschüttert nach Westen zurück.
Südwestlich davon gewannen unsere Panzer- und motorisierten Verbände das Schlachtfeld der Somme-Schlacht von 1916 an der Straße Cambrai-Peronne.
Stuka-, Kampf- und Zerstörerverbände zerschlugen eine von Laon nach Norden marschierende Panzerkolonne und zwangen sie zur Umkehr.
Der gesamte innere Fort-Gürtel von Lüttich sowie alle Forts von Namur bis auf eines sind in unserer Hand.
In den Panzerkämpfen der letzten Tage in Belgien zeichnete sich der Oberleutnant in einem Panzerregiment Baron Nolde durch besondere Kaltblütigkeit aus.
Am 19. Mai verstärkte die deutsche Luftwaffe ihre Angriffe auf rückwärtige Verbindungen und Rückzugswege des Gegners in Nord-Frankreich und Belgien.
Die Angriffe gegen feindliche Flugplätze wurden mit Erfolg fortgesetzt.
Im Verlauf der bewaffneten Aufklärung im Seegebiet vor der französisch-belgischen Küste wurden zwei feindliche Zerstörer vernichtet, ein Zerstörer und das französische Torpedoboot „Incomprise" sowie drei Handelsschiffe mit insgesamt etwa 15.000 BRT schwer beschädigt.
Die Gesamtverluste des Gegners betrugen am gestrigen Tage 143 Flugzeuge. Davon wurden im Luftkampf 95, durch Flak 15 Flugzeuge abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. 31 deutsche Flugzeuge werden vermisst.

In der Nacht vom 19. zum 20. Mai wiederholten britische Flugzeuge ihren planlosen Bombenwurf in Westdeutschland, wobei eine Reihe von Zivilpersonen getötet und verletzt wurde. Das einzige militärische Ziel, das getroffen wurde, ist ein Kriegsgefangenenlager.
Eine Anzahl von Kriegsgefangenen wurde getötet.

SONDERMELDUNG

Deutsche Truppen haben heute Laon gestürmt. Auf der Zitadelle von Laon weht die deutsche Kriegsflagge. Im Vorgehen von Laon nach Südwesten wurde der Aisne-Oise-Kanal erreicht.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 21. Mai 1940

 

Die größte Angriffsoperation aller Zeiten im Westen findet nach einer Reihe großer taktischer Einzelerfolge ihre erste operative Auswirkung.
Die französische 9. Armee, die an der Maas zwischen Namur und Sedan die Verbindung zwischen der starken feindlichen Operationsgruppe in Belgien und der Maginotlinie südlich Sedan herzustellen und zu halten hatte, ist zerschlagen und in der Auflösung begriffen.
Der Armeestab und der bisherige Oberbefehlshaber der französischen 7. Armee, General Giraud, der den Befehl über die 9. Armee übernommen hatte, wurde gefangen genommen.
In die durch den deutschen Angriffsschwung geschlagene Bresche ergießen sich unsere Divisionen. An ihrer Spitze haben Panzerkorps und motorisierte Truppen Arras, Amiens und Abbeville genommen und damit die Abdrängung aller noch nördlich der Somme befindlichen französischen, englischen und belgischen Armeen gegen die Kanalküste eingeleitet.
In Belgien greifen unsere Truppen den Feind an, der sich ostwärts Gent und weiter südlich an der Scheide erneut zum Kampf gestellt hat.
Versuche des Feindes, sich aus dem Raum Valenciennes einen Ausweg nach Süden zu bahnen, sind gescheitert.
Am Südflügel unseres Angriffs nahmen deutsche Truppen, wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, Laon und stürmten über den Chemin des Dames bis an den Aisne-Oise-Kanal vor. Bei der Abwehr französischer Gegenangriffe wurden hier zahlreiche Panzerwagen vernichtet.
Die Stadt Rethel, in der sich Teile des Feindes noch behaupteten, ist genommen.

An diesem Siegeszug des deutschen Heeres hat die Luftwaffe hervorragenden Anteil.
Durch die völlige Beherrschung des Luftraumes, durch die Zerstörung von Flussübergängen und Verkehrsanlagen, durch ihre Angriffe auf Marsch- und Transportkolonnen hat sie die Auflösung der französischen 9. Armee beschleunigt und alle bisherigen Versuche, die Flanken unseres Durchbruches zu bedrohen, im Keime erstickt.
Bei der Seeaufklärung vor der französischen Küste sind ein französischer Zerstörer, der französische Marinetanker „Niger" von 5.482 BRT, der französische Frachter „Pavon" und zwei weitere Frachter schwer beschädigt worden.
In der Nacht zum 21. Mai wurden in der Straße Dover-Calais sechs Transportschiffe und Tanker mit einer Tonnage von 43.000 BRT durch Bomben versenkt, vier weitere Schiffe mit insgesamt 13.000 BRT schwer beschädigt.
Die Gesamtverluste des Gegners in der Luft betrugen am Montag 47 Flugzeuge, 15 deutsche Flugzeuge werden vermisst.

SONDERMELDUNG

Bei Narvik griffen am 20. Mai Kampfverbände der Luftwaffe wirkungsvoll in den Erdkampf ein und entlasteten die eigenen Truppen.
Der Angriff im Seegebiet vor Narvik gegen dort operierende Teile der britischen Flotte brachte große Erfolge.
Ein Schlachtschiff, wahrscheinlich der „Resolution"-Klasse, erhielt zwei schwere Bombentreffer in Höhe des vorderen Turms, ein Schwerer Kreuzer einen Bombentreffer schweren Kalibers zwischen Gefechtsmast und vorderen Schornstein. Starke Brand- und Explosionswirkung wurde auf beiden Kriegsschiffen beobachtet.
Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass zum mindesten der Schwere Kreuzer aufgegeben werden musste. Außerdem wurden zwei weitere Kriegsschiffe und drei Handelsschiffe durch Bombentreffer beschädigt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 22. Mai 1940

 

Der Durchbruch der deutschen Truppen zur Kanalküste wurde gestern auch nach Nordwesten in Richtung auf St. Pol und Montreuil sur Mer erweitert.
Die Hafenanlagen von Ostende, Dünkirchen, Calais, Boulogne und Dieppe sind von der deutschen Luftwaffe wiederum erfolgreich angegriffen worden.
In Flandern leistet der Feind zur Deckung seines Rückzugs an der Scheide immer noch zähen Widerstand.
Bei Valenciennes ist der Angriff gegen die hier zusammengedrängten französischen Kräfte unter hartnäckigen Kämpfen im Gange.
Versuche des Gegners, im Artois über Arras und westlich nach Süden auszubrechen, wurden abgewiesen.
Bei Arras trugen Junkers-Stuka-Flugzeuge zum Scheitern eines englischen Panzerangriffes wesentlich bei.
Bei den am 19. Mai in Zeeland abgeschlossenen Kämpfen wurden von weit unterlegenen deutschen Truppen 1.600 Franzosen und 13.000 Holländer gefangengenommen.
Die neuzeitlich ausgebaute starke Werkgruppe Neufchäteau der Festung Lüttich ist gefallen. Zwölf Offiziere und 500 Mann fielen in unsere Hand.
Am 21. Mai war die deutsche Luftwaffe mit großem Erfolg hauptsächlich zur Störung des feindlichen Rückzuges eingesetzt.
Mehrere stark belegte Flugplätze wurden außerdem mit Bomben angegriffen, Flugplatzanlagen und Flugzeuge am Boden zerstört.
Die Bahnhöfe von Compiegne und Creil brennen. In und vor den belgisch-französischen Häfen wurden ein Kreuzer und elf Handels- und Transportschiffe vernichtet, mehrere weitere Schiffe beschädigt.
Schnellboote der deutschen Kriegsmarine versenkten bei einem Vorstoß gegen die französischen Kanalhäfen einen feindlichen Hilfskreuzer.

Die Verluste des Gegners betrugen gestern insgesamt 120 Flugzeuge, davon wurden 35 im Luftkampf, 14 durch Flak abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Zehn deutsche Flugzeuge werden vermisst.

Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, griffen am 20. Mai Kampfverbände der Luftwaffe bei Narvik operierende Teile der britischen Flotte an.
Ein Schlachtschiff und ein Schwerer Kreuzer erhielten schwere Bombentreffer, außerdem wurden zwei weitere Kriegsschiffe und drei Handelsschiffe durch Bombentreffer beschädigt. Bei erneutem Angriff am 21. Mai sind ein Zerstörer und ein Transporter schwer getroffen worden.
Im Seegebiet von Bergen wurden fünf kleine norwegische Kriegsfahrzeuge von eigenen Seestreitkräften sichergestellt und in unsere Kriegsmarine übernommen.
Die Kämpfe der Gruppe Narvik gegen weit überlegenen Feind dauern an.
Die von Drontheim nach Norden angreifenden Gebirgsjäger haben 400 Kilometer nördlich Drontheim Mo und Storforshei genommen und zahlreiche dort operierende Norweger und Engländer gefangengenommen. Letztere wurden schon am 7. April in England eingeschifft, zunächst nach Narvik und dann nach Mo überführt.

In der Nacht zum 22. Mai warfen feindliche Flugzeuge über Westdeutschland planlos Bomben, die meist auf freies Gelände fielen.
Militärische Anlagen sind nicht getroffen. Zwei feindliche Flugzeuge wurden durch Flak abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 23. Mai 1940

 

In Flandern gewinnt unser Angriff über die Scheide gegenüber starkem feindlichen Widerstand langsam Boden. Bei Valenciennes ist der Kampf noch im Gange.
Das Waldgelände von Mormal, südostwärts Valenciennes, in dem französische Kräfte Zuflucht gesucht hatten, wurde gesäubert.
Auch gestern wurden Ausbruchsversuche feindlicher Panzerkräfte bei Cambrai im Zusammenwirken zwischen Heer und Luftwaffe unter schweren Verlusten für den Gegner abgewiesen.
Im westlichen Artois sind deutsche Truppen aus dem Durchbruchskeil heraus im Vorgehen nach Norden in allgemeiner Richtung Calais.
An der gesamten Südfront von der Somme bis zur Maas ist der Feind überall in der Abwehr.
In der Festung Lüttich hat sich auch die zweite neuzeitliche Werksgruppe Battice mit 20 Offizieren und 650 Mann unseren Truppen ergeben.
An der Südfront von Namur hält der Feind noch einige Werke.
Angriffe der Luftwaffe trafen in erster Linie die rückwärtigen Verbindungen des Gegners sowie Rückzugsbewegungen und Truppenansammlungen in Flandern und im Artois.
Durch bewaffnete Aufklärung vor der Kanalküste wurden drei Transporter und ein Tanker mit insgesamt etwa 20.000 BRT versenkt und ein Zerstörer schwer beschädigt. Die Hafenanlagen von Dünkirchen und Dover sind wirksam mit Bomben belegt worden. Deutsche Schnellboote haben vor Dünkirchen einen feindlichen Zerstörer durch Torpedoschuss versenkt.
Im übrigen war die Tätigkeit der beiderseitigen Luftwaffen durch die Wetterlage beschränkt. Der Gegner verlor neun Flugzeuge. Fünf deutsche Flugzeuge werden vermisst.

Bei Narvik gelang es, einen Schlachtkreuzer am Bug schwer zu treffen, einen Transporter von 3.000 BRT zu versenken und einen weiteren Transporter schwer zu beschädigen.
Ferner wurden Zelt- und Munitionslager in Brand geworfen, Nachschubkolonnen zersprengt, Batteriestellungen und Landungsanlagen erfolgreich angegriffen.

Auch in der letzten Nacht setzte der Gegner seine planlosen Luftangriffe gegen nichtmilitärische Ziele fort.
In den Niederlanden wurden die Orte Nymwegen und Waalwyk von britischen Flugzeugen angegriffen und dabei mehrere Zivilpersonen getötet.
Auf Grund nachträglich eingelaufener Meldungen beträgt, wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, die Zahl der durch Flakartillerie in der Zeit vom 10. bis 15. Mai abgeschossenen feindlichen Flugzeuge 342.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 24. Mai 1940

 

Der Raum, in dem die feindlichen Armeen in Nordfrankreich und Belgien eingeschlossen sind, wurde am 23. Mai durch erfolgreiche Angriffe unserer Truppen von allen Seiten weiter eingeengt.
In Flandern durchbrachen unsere Divisionen die befestigte Scheide-Stellung und stießen bis auf das Westufer der Lys vor. Tournay ist genommen. Die hinter der Front liegende französische Festung Maubeuge ist nach Einnahme der letzten Außenwerke in deutscher Hand.
Im Artois eroberten unsere Truppen die im Weltkrieg stark umkämpfte Loretto-Höhe nordwestlich Arras.
Die zwischen Arras und dem Meere nach Norden vorgegangenen starken deutschen Panzerkräfte näherten sich am 23. Mai den französischen Kanalhäfen. Ein schwacher feindlicher Vorstoß von Süden auf Amiens wurde abgewiesen.
An der Südfront sonst keine besonderen Ereignisse.
Die Luftwaffe unterstützte mit starken Kräften den Kampf des Heeres gegen die im belgisch-französischen Raum eingeschlossenen feindlichen Armeen.
Auch an der Südfront bekämpfte die Luftwaffe Verkehrsanlagen, Transportbewegungen und Truppenansammlungen.
Bei der bewaffneten Aufklärung an der Kanalküste wurden vor Boulogne ein großes Kriegsfahrzeug, wahrscheinlich ein Kreuzer, und drei Zerstörer durch schwere Bomben getroffen. Unsere Flugzeuge stießen dabei auf starke Flakabwehr. Es gelang außerdem, sechs beladene Transporter zu versenken.

Wie nachträglich bekannt wird, sind am 21. und 22. Mai bei den verzweifelten Durchbruchs-Versuchen des Feindes nach Süden außer zahlreichen sonst vernichteten Panzern allein durch Einsatz der Flakartillerie 56 feindliche Panzerkampfwagen vernichtet worden.
Die Verluste des Gegners in der Luft betrugen gestern insgesamt 49 Flugzeuge davon wurden im Luftkampf 25, durch Flakartillerie 8 Flugzeuge abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. 16 deutsche Flugzeuge werden vermisst.

Bei Narvik griff die Luftwaffe massierte Erdziele, Zelte und Tragtierkolonnen, Truppenansammlungen und Ausladungen mit Erfolg an. Ein feindlicher Jäger wurde abgeschossen, ein Kreuzer und ein Transporter durch Bombentreffer beschädigt.

Auch in der Nacht zum 24. Mai flog der Gegner nach West- und Süddeutschland ein und wiederholte seine planlosen Bombenabwürfe auf nicht-militärische Ziele.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 25. Mai 1940

 

Der Ring um die belgische Armee, Teile der 1., 7. und 9. französischen Armee und die Masse des englischen Expeditionsheeres, wurde am 24. Mai erheblich verstärkt und ist damit endgültig geschlossen.
Im Osten des Ringes wurden Gent und Kortryk genommen, die Lys im Angriff überschritten. Zwischen Roubaix und Valenciennes sind unsere Truppen im Angriff auf die französischen Grenzbefestigungen.
Auch im Süden zwischen Valenciennes und Vimy schreitet der Angriff beiderseits Douai in nordwestlicher Richtung fort.
Die Vimy-Höhen sind genommen.
In hartem Kampf mit feindlichen Land- und Seestreitkräften fiel Boulogne.
Calais ist umschlossen, das Höhen-Gelände von Vimy über Lillers-St. Omer bis Gravelines ist in unserem Besitz. Die Gefangenenzahl erhöht sich ständig und ist ebenso wie die Beute noch nicht zu übersehen.
Deutsche Kampf- und Jagdfliegerverbände griffen im belgisch-nordfranzösischen Raum Truppenansammlungen, Kolonnen sowie Flakstellungen mit gutem Erfolg an und belegten in den belgischen und französischen Kanalhäfen Kai- und Tankanlagen, Werften, Docks, Artilleriestellungen und Molen mit Bomben.
Dabei gelang es, einen Zerstörer und sieben Handelsschiffe bzw. Transporter mit einer Gesamttonnage von rund 20.000 BRT durch Bombentreffer zu vernichten bzw. schwer zu beschädigen.
Ein weiterer Zerstörer wurde, wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, durch Flakartillerie zum Sinken gebracht.

An der Südfront wurden an einigen Punkten schwache feindliche Entlastungsangriffe abgewiesen.
Südlich Sedan entrissen unsere Truppen in den letzten Tagen dem Feind in zähem Kampf eine wichtige Höhenstellung und behaupteten sie gegen starke Gegenangriffe.
Bei den Kämpfen der letzten Tage im Gebiet von Maubeuge zeichneten sich der Kommandeur eines Infanterie-Regiments Oberst Jordan und der Oberleutnant in einem Pionier-Bataillon Langenstraß durch besondere Tapferkeit aus.
Vor der Südfront erzielte die Luftwaffe gegen Bahnanlagen, Flugplätze, Marschkolonnen und Kampfwagenansammlungen große Wirkung.

Im Raum von Narvik setzten deutsche Kampfverbände ihre Luftangriffe gegen Seeziele fort und griffen mit gutem Erfolg auch in den Erdkampf ein.
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurden dabei am 23. Mai zwei Kreuzer so schwer getroffen, dass mit ihrem Totalverlust zu rechnen ist.
Auch ein Schlachtschiff und ein Kreuzer oder Zerstörer wurden stark beschädigt.
Bei der Wiederholung dieser Angriffe am 24. Mai erhielt das schon am 23. Mai beschädigte Schlachtschiff drei weitere schwere Treffer auf das Heck, so dass es bewegungslos und ohne weitere Abwehr liegen blieb.
Ein Flugzeugträger wurde in Brand geworfen; mit seinem Verlust ist zu rechnen.
Ferner wurde ein Kreuzer mittschiffs getroffen, ein Transporter und zwei Handelsdampfer versenkt, zwei weitere beschädigt und ein großer Tanker nach einem Treffer mit Schlagseite auf Strand gesetzt.
Zur Verstärkung der bei Narvik kämpfenden Truppen gelang es, Gebirgsjäger-Einheiten durch Fallschirmabsprung abzusetzen.

Die Gesamtverluste des Feindes in der Luft betrugen gestern 84 Flugzeuge, davon wurden 27 im Luftkampf, 14 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Sieben deutsche Flugzeuge werden vermisst.

 

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 26. Mai 1940

 

In Flandern und im Artois setzten wir den konzentrischen Angriff gegen die eingeschlossenen feindlichen Armeen unter ständiger Verengung ihres Kampfraumes auf der ganzen Front fort. Der Feind leistet verschiedentlich noch zähen Widerstand. Um ihn rascher zu brechen, griff die Luftwaffe an vielen Stellen in den Erdkampf ein.
An der belgisch-französischen Küste belegte die Luftwaffe erneut die Hafenanlagen von Zeebrügge, Ostende und Dünkirchen mit Bomben. In Ostende wurden ein Pulvermagazin und das Marinedepot durch Bombentreffer in Brand gesetzt, ein Transporter schwer beschädigt.
In der Nacht vom 24. zum 25. Mai griff die Luftwaffe ferner zahlreiche Flugplätze im Osten und Südosten Englands unter guter Wirkung mit Bomben an.
Im Seegebiet von Calais wurden zwei große Handelsschiffe mit je 5000 BRT, zwei kleinere Handelsschiffe und ein Kriegsschiff getroffen.
An der Südfront keine besonderen Ereignisse. Die Luftwaffe setzte dort ihre Angriffe gegen Eisenbahnstrecken, Artilleriestellungen und Truppenansammlungen, besonders in den Wäldern, fort. Die Verluste des Gegners am 25. Mai betrugen insgesamt 59 Flugzeuge, davon wurden 19 im Luftkampf, 17 durch Flakartillerie abbeschossen, der Rest wurde am Boden vernichtet. Elf deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Im Raum von Narvik erhielten ein großes Kriegsschiff sowie ein Kreuzer je einen schweren Treffer. Brandwirkung wurde beobachtet. Gestern sind weitere Gebirgsjäger zur Unterstützung der bei Narvik kämpfenden Truppen mit Fallschirm abgesprungen.

SONDERMELDUNG

Nachdem unsere Truppen ihren Vormarsch bis Gravelines fortgesetzt hatten, fiel heute nach hartem Kampf auch Calais in unsere Hand.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 27. Mai 1940

 

In Flandern und im Artois haben unsere Truppen ihre Angriffe fortgesetzt und die eingeschlossenen feindlichen Armeen weiter zusammengedrängt. Besonders nördlich Menin gelang ein tiefer Einbruch in die feindliche Front bis dicht vor Ypern.
Wie an den Vortagen griffen starke Einheiten der Luftwaffe in die Kampfhandlung im Westen ein und erleichterten das Vorwärtskommen des Heeres. Der Schwerpunkt lag mit stärkster Wirkung über dem Raum der eingeschlossenen feindlichen Armee.
Die nordostwärts Lens angreifenden deutschen Truppen wiesen Gegenangriffe französischer Kolonialtruppen mit blutigen Verlusten für den Feind ab.
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, fiel Calais, das hinter der Front umschlossen war, nach hartem Kampf in unsere Hand.
Bei Boulogne schoß der Oberleutnant in einem Panzerregiment von Jaworski mit seinen Panzerkampfwagen im Feuer mehrerer feindlicher Kriegsschiffe einen Zerstörer in Brand.
Gegen den Versuch der Engländer, Teile ihrer eingeschlossenen Truppen über den Kanal nach England zu retten, griff die Luftwaffe erneut die noch in Feindeshand verbliebenen Häfen an der belgisch-französischen Kanalküste an. In Dünkirchen gingen die Hafenanlagen in Flammen auf.
An der Südfront keine besonderen Ereignisse.
In den Kämpfen der letzten Tage südlich Sedan schoß der Leutnant in der Panzerabwehrkompanie eines Infanterieregiments Mueller fünf von elf schweren feindlichen Panzern ab und beschädigte die übrigen so schwer, daß ihr Angriff zusammenbrach.
Angriffe der Luftwaffe richteten sich auch gegen die Flugplätze in der Umgebung von Paris, Verkehrsanlagen südlich Reims und gegen feindliche Truppenbewegungen. Allein auf einem Flugplatz fielen 20 feindliche Flugzeuge der Vernichtung anheim.
Die Verluste des Gegners betrugen gestern 73 Flugzeuge, davon wurden 32 in Luftkämpfen, 15 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden vernichtet. 15 eigene Flugzeuge werden vermißt.

Im Kampfraum um Narvik wurden auch gestern wieder Gebirgsjäger durch Fallschirmabsprung abgesetzt.
Nachdem bereits am 24. Mai ein feindlicher Flugzeugträger im Ofoten-Fjord bei Narvik einen schweren Bombentreffer erhalten hatte, wurde dieses Schiff, wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, am 25. Mai vor Harstadt erneut durch drei Bomben, darunter eine Bombe schwersten Kalibers, getroffen und zum Sinken gebracht. Es gelang ferner, ein Handelsschiff von 8000 BRT durch Bombentreffer zu versenken und außerdem ein großes Kriegsschiff und zwei Kreuzer sowie einen Transporter von 18 000 BRT mit schweren Bomben unter Brand- und Explosionserscheinungen zu treffen.
Auf dem Flugplatz Barduvos sind mehrere Flugzeuge am Boden zerstört worden.

Der Feind setzte in der Nacht zum 27. Mai seine planlosen Luftangriffe gegen nichtmilitärische Ziele in Westdeutschland fort, ohne hierbei größeren Schaden anzurichten.

SONDERMELDUNG

Bei einem Vorstoß gegen den noch in feindlicher Hand befindlichen Kanalhafen Ostende gelang es einem unserer Schnellboote, einen britischen Zerstörer durch Torpedoschuß zu vernichten. Außerdem vernichteten unsere Schnellboote vor Den Helder ein feindliches Unterseeboot.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 28. Mai 1940

 

SONDERMELDUNG

Unter dem Eindruck der vernichtenden Wirkung der deutschen Waffen hat der König der Belgier den Entschluß gefaßt, dem weiteren sinnlosen Widerstand ein Ende zu bereiten und um Waffenstillstand zu bitten. Er hat der deutschen Forderung nach bedingungsloser Kapitulation entsprochen.
Die belgische Armee hat damit am heutigen Tage die Waffen niedergelegt und zu existieren aufgehört.

Die große Schlacht in Flandern und im Artois hat ihren Höhepunkt erreicht. In scharfem Angriff brachen unsere Truppen zum Teil erbitterten Widerstand und drängten die eingeschlossenen feindlichen Armeen auf immer engerem Raum zusammen, in dem auch die Luftwaffe mit starken Kräften vernichtend wirkte.
Gegen die belgische Armee gewannen wir nach harten Kämpfen schnell Boden und stehen zehn Kilometer vor Brügge und vor Thourout. Thielt wurde durchschritten und die dort befindliche starke feindliche Artilleriegruppe im Nahkampf gestürmt.
In Erkenntnis dieser hoffnungslosen Lage hat, wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, die belgische Armee unter Führung ihres Königs in Stärke von etwa 400 000 bis 500 000 Mann die Waffen gestreckt.
Gegen die umschlossenen Engländer und Franzosen geht der Kampf weiter. Nördlich Valenciennes haben unsere Truppen in breiter Front die starken französischen Grenzbefestigungen durchbrochen und westlich Valenciennes den Scheide-Kanal überschritten. Orchies und Douai sind genommen.
An dem Erfolg ist der Kommandeur eines Infanteriebataillons Major Boehme hervorragend beteiligt.
Auch von Westen her wurde an der ganzen Front der Feind zurückgeworfen. La Bassee, Merville, Hazehrouk und Bourbourg-Ville sind in deutscher Hand.
Die Luftwaffe belegte die nach Zeebrügge, Nieuport, Ostende und Dünkirchen führenden Straßen und Eisenbahnlinien, die Hafenanlagen sowie die in den Häfen
liegenden Schiffe mit Bomben.
In Dünkirchen ist die Hafenbrücke zerstört worden. Zwischen Calais und Dover erhielt ein feindlicher Zerstörer einen schweren Treffer.
An der Südfront wurden einzelne, mit Panzern geführte feindliche Angriffe an der unteren Somme abgewiesen.
Dabei wurden 30 feindliche Panzer vernichtet, allein neun hiervon durch den Schützen Bringforth.
Unteroffizier Hubert Brinkforth schoß innerhalb von 20 Minuten neun Panzer ab, einige davon auf nur 100 Meter. Für diese Tat wurde er zum Gefreiten befördert und erhielt das EK II.
Am 7. März 1941 wurde er als erster Soldat aus dem Mannschaftsdienstgrad mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Südlich Carignan wurden unsere Stellungen verbessert und starke feindliche Gegenangriffe abgewiesen.
Die Verluste des Gegners in der Luft betrugen gestern insgesamt 91 Flugzeuge. Davon wurden im Luftkampf 63, durch Flakartillerie elf abgeschossen. Auf einem Flugplatz wurden 15 Flugzeuge am Boden zerstört. 23 deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Auch im nördlichen Norwegen griff die Luftwaffe mit Erfolg an. In Bodö wurde ein Sender zerstört, ein zweiter stark beschädigt, zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen.
Deutsche Schnellboote vernichteten, wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, vor der belgischen Küste, einen britischen Zerstörer und ein feindliches Unterseeboot. In der Nacht zum 28. Mai gelang es einem Schnellboot, auch noch einen schwer beladenen feindlichen Transporter von 3000 BRT zu versenken.

Die englische Luftwaffe setzte ihre planlosen Angriffe auf nichtmilitärische Ziele in Nord- und Westdeutschland fort. Mehrere Zivilpersonen wurden getötet.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 29. Mai 1940

 

Das Schicksal der französischen Armeen im Artois ist besiegelt. Ihr Widerstand im Raum südlich Lille ist zusammengebrochen.
Die englische Armee, die im Raum Dixmuiden-Armentieres-Bailleul-Bergues - westlich Dünkirchen zusammengedrängt ist, geht durch unseren konzentrischen Angriff ebenfalls ihrer Vernichtung entgegen.
Durch raschen Vorstoß in Nordflandern wurde Brügge durchschritten, Ostende genommen und Dixmuiden erreicht.
An der Yser und dem Yser-Kanal, nördlich Ypern, leistet der Feind noch verzweifelten Widerstand.
Über dem Mahnmal der deutschen Jugend bei Langemarck, dem Schauplatz ihres heldenmütigen Kämpfens 1914, weht die Reichskriegsflagge.
Lille ist im Angriff von Osten und Westen erreicht, die Stadt genommen.
Im Vorgehen von Westen her ist Armentieres besetzt.
Bei Bailleul wird noch gekämpft.
Ostwärts Cassel wurde die befestigte französische Grenzstellung, die der Gegner mit verkehrter Front verteidigte, durchbrochen und die belgische Grenze erreicht.
Bei Wormhoudt sind noch Kämpfe im Gange.
Dünkirchen liegt unter dem Feuer unserer schweren Artillerie.
Die deutsche Luftwaffe bekämpfte am 28. Mai zurückflutende Kolonnen aller Art, Truppenansammlungen und Panzerwagen.
Bei der bewaffneten Aufklärung vor der belgisch-französischen Küste und im Kanal wurden drei Zerstörer, zwei Transporter und zwei Frachtschiffe mit Bomben angegriffen und schwer beschädigt, in der mittleren Nordsee durch Bombentreffer ein feindliches Unterseeboot versenkt.
Die Vernichtung eines weiteren Unterseebootes ist wahrscheinlich.
Deutschen Schnellbooten gelang es, trotz ungünstiger Wetterlage, vor dem belgischen Kanalhafen Nieuport wiederum einen nach England flüchtenden großen feindlichen Zerstörer durch Torpedoschuss zu versenken.
An der Südfront wurden einzelne Vorstöße feindlicher Infanterie mit Panzerkampfwagen abgewiesen.
Die Verluste des Gegners in der Luft betrugen am 28. Mai insgesamt 24 Flugzeuge, davon wurden im Luftkampf 16, durch Flak acht abgeschossen. Drei deutsche Flugzeuge werden vermisst.
Die Abschüsse durch Flakartillerie haben sich nach genaueren Feststellungen in der Zeit vom 16. bis 25. Mai von 100 bisher bekanntgegebenen auf 265 erhöht.
Die Gesamtzahl der seit dem 10. Mai durch die Flakartillerie erzielten Abschüsse beträgt damit 607.
Außerdem vernichtete die Flakartillerie im gleichen Zeitraum 101 feindliche Panzerwagen.

In Norwegen ist der Feind gestern, von zahlreichen Kriegsschiffen unterstützt, an der Erzbahn gelandet und von Norden her in Narvik eingedrungen.
Deutsche Kampfverbände griffen die dort liegenden feindlichen Seestreitkräfte an.
Ein größeres Kriegsschiff erhielt einen schweren Treffer mittschiffs und stellte unter starker Rauchentwicklung das Feuer ein.
Drei Kreuzer und ein Zerstörer sowie ein Frachter erhielten schwere Bombentreffer.
Truppenausladungen bei Ankenes wurden mit zahlreichen Bomben belegt.

SONDERMELDUNG

Im fortschreitenden Angriff zur Vernichtung der englischen Armee stürmten unsere Truppen Ypern und Kemmel.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 30. Mai 1940

 

SONDERMELDUNG

Am Nachmittag und Abend des 29. Mai griffen stärkere Verbände zweier Fliegerkorps, die unter Führung der Generale Grauert und von Richthofen standen, im Hafen und Seegebiet Dünkirchen-Ostende britische Kriegs- und Transportschiffe an, die die Reste des geschlagenen britischen Expeditionsheeres nach der Heimat abtransportieren sollten.
Der Angriff, an dem sich Verbände aller Waffen beteiligten, erstreckte sich auf über 60 Schiffe. Drei Kriegsschiffe und 16 Truppentransporter, darunter Schiffe von über 15 000 Tonnen, wurden durch die anhaltenden konzentrierten Bombenangriffe versenkt. 31 weitere Schiffe erhielten Volltreffer, wurden schwer beschädigt, teils bewegungsunfähig gemacht, teils in Brand geworfen. Die Schleusen des Hafens von Dünkirchen sind völlig zerstört, die Hafenbecken ausgelaufen.
Jagdflieger, die gemeinsam mit den Bombenfliegern den Kampf gegen die englische Transportunternehmung führten, erzielten 68 Abschüsse. Hierbei zeichneten sich besonders die Verbände des Oberst von Massow aus. Zehn weitere Flugzeuge, die die Einladungen schützten, wurden durch Flakartillerie abgeschossen. Die Flakartillerie versenkte außerdem ein kleineres Kriegsschiff und brachte fünf weiteren durch direkte Treffer schwere Beschädigungen bei.

Die große Schlacht in Flandern und im Artois geht mit der Vernichtung der dort im Kampf gestandenen englischen und französischen Armeen ihrem Ende entgegen. Seit gestern ist auch das englische Expeditionsheer in völliger Auflösung. Sein gesamtes unübersehbares Kriegsmaterial zurücklassend, flüchtet es zum Meer. Schwimmend und auf kleinen Booten versucht der Feind, die auf der Reede liegenden englischen Schiffe zu erreichen, auf die sich unsere Luftwaffe - wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben - mit verheerender Wirkung stürzte. Über 60 Schiffe wurden getroffen, davon drei Kriegsschiffe und 16 Transporter versenkt, zehn Kriegsschiffe und 21 Handelsschiffe aller Größen schwer beschädigt oder in Brand gesetzt. Auch Flakartillerie versenkte ein feindliches Vorpostenboot und beschädigte fünf weitere sowie fünf Schnellboote.
Südlich der Linie Poperinghe-Cassel haben sich unsere von Westen, Osten und Süden angreifenden Armeen vereinigt, indem sie zahlreiche starke feindliche Gruppen absplitterten und einschlossen.
Bei der Erstürmung des befestigten Stützpunktes Hazebrouck am 28. Mai tat sich ein Panzerpionierbataillon unter seinem Kommandeur Oberstleutnant von Bodecker besonders hervor.
An der Südfront wurde ein feindlicher Angriff mit Panzern an der unteren Somme abgewiesen. Südlich und südwestlich von Amiens wurden Truppenansammlungen in den Wäldern mit Bomben belegt.
Die feindlichen Verluste betrugen gestern insgesamt 89 Flugzeuge, davon 68 im Luftkampf, 17 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. 15 deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Der Kampf um Narvik dauert mit unverminderter Stärke an. Unsere Truppen haben Bergstellungen außerhalb der Stadt bezogen und werden verstärkt. Kampfflieger griffen einen feindlichen Flugplatz an. Mehrere am Boden stehende Flugzeuge wurden vernichtet. Unsere von Drontbeim nach Norden vorstoßenden Gebirgsjäger haben Fauske ostwärts Bodö genommen.
Eines unserer Unterseeboote meldete die Versenkung von sieben feindlichen Dampfern mit einer Tonnage von 38480 BRT.

 

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 31. Mai 1940

 

Während die Masse der französischen Truppen in Nordfrankreich aufgerieben oder gefangen ist, leisten an wenigen Stellen versprengte und eingeschlossene Abteilungen noch Widerstand. Er wird in kurzer Zeit gebrochen sein.
Der Angriff gegen die Reste des englischen Heeres in dem flachen, nur mehr wenige Kilometer tiefen und durch Anstauungen der Kanäle geschützten Boden längs der Küste zwischen Furnes-Bergues und westlich Dünkirchen ist im Gange.
Der Gegner wehrt sich zähe in dem Bestreben, möglichst Soldaten, wenn auch ohne Gerät, auf die Schiffe zu retten. Die um Cassel eingeschlossenen englischen Kräfte wurden bei dem Versuch, nach Norden durchzubrechen, aufgerieben.
Die Masse der deutschen Divisionen im Artois und in Flandern ist für neue Aufgaben freigeworden. Die Gefangenen- und Beutezahlen konnten auch noch nicht überschlägig ermittelt werden.
Der Einsatz der Luftwaffe war im Laufe des 30. Mai durch die Wetterlage stark beeinträchtigt. Trotzdem wurden die Hafenanlagen von Dünkirchen erneut angegriffen.
Die Kriegsmarine übernahm im gesamten holländischen und in dem in unserer Hand befindlichen belgischen und französischen Küstengebiet die Küstenverteidigung.
Einem deutschen Schnellboot gelang es, vor der belgischen Küste einen feindlichen Zerstörer durch Torpedoschuss zu versenken.

In der Nacht zum 31. Mai griffen wiederum britische Flugzeuge in Norddeutschland nicht-militärische Ziele an.
Wesentlicher Schaden ist nirgends angerichtet worden.
In Süd-Holstein wurde ein feindliches Flugzeug durch Nachtjäger abgeschossen.
In Nordfrankreich verlor der Feind drei französische, vor Stavanger ein britisches Kampfflugzeug in Luftkämpfen.
Zwei eigene Flugzeuge werden vermisst.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag


An der Westfront steht der Wehrmacht der Weg ins Herz von Frankreich offen. Zum Tragen kommt dabei der Sichelschnittplan. Man schneidet die französischen und englischen Verbände mit einem Schwenk zur Kanal-Küste ab. Die 1. Panzer-Division und die 2. Panzer-Division erreicht Abbeville und Noyelles nach einem Vorstoß über 386 km in 11 Tagen. Deutsche Truppen stehen nur knapp über hundert Kilometer vor Paris. Neben Guderian kann sich der Kommandant mit dem Namen Rommel beweisen, er und seine 7. Panzer-Division schlagen sich bei Arras ausgezeichnet. Die schnellen Vorstöße der Panzertruppe, kombiniert mit Angriffen der Luftwaffe, lässt den Feind unkoordiniert vorgehen und überrascht ihn meist unvorbereitet. Die Kombination von schnell vorrückenden Panzerspitzen, die oftmals nur anhalten um Sprit aufzunehmen und aufschließen zu lassen, können vom Oberkommando nur selten auf der Karte zeitnah festgehalten werden. Diese Geschwindigkeit macht den Alliierten am meisten zu schaffen und lässt so den Mythos der Gespensterdivision Rommels entstehen, der auf den Karten noch 100km entfernt stand und im nächsten Moment in französische Stellung einrollt, die ihm kampflos mit Mann und Maus in die Hände fallen.
Neben den alliierten Armeen und deren Kommandospitzen, sind auch die Regierungen auf einer heillosen Flucht. Der Effekt des „Blitzkriegs“ lässt den Verteidigern keine Ruhe, keine Planungsmöglichkeit und auch keine Fronten entstehen. Der Kavallerist des ersten Weltkriegs hat mit den Panzern seine Erfüllung gefunden und übernimmt nun kriegsentscheidende militärische Aktionen in Angriff.

'Frankreich kann nicht sterben ! .... sollte ich morgen hören, daß nur ein Wunder Frankreich retten könnte, sollte ich erwiedern: Ich glaube an Wunder, denn ich glaube an Frankreich!'
(Ministerpräsident Reynaud)

Wie schon in Norwegen, werden die Engländer an der Küste evakuiert und die Royal Navy kann von der Küste aus nur zusehen, wie die eigenen Truppen auf die Küste zugetrieben werden. Nur die Royal Air Force kann mit ihren Spitfires mit der Luftwaffe mithalten und immer wieder für Rückschläge am Himmel sorgen!
Hunderttausend Mann sind nach der Erstürmung der alten Zitadelle von Boulogne durch Guderian in Calais eingeschlossen. Englische Kreuzer und Zerstörer geben Unterstützungsfeuer im Abschnitt von Calais. Die englische Garnison der Zitadelle von Calais wehrt einen Angriff ab und lehnt auch eine Kapitulationsaufforderung ab. Hitler und Rundstedt halten die deutschen Panzerverbände bei Gravelines, südwestlich von Dünkirchen, an. Andere Festungen der Franzosen fallen, entweder eingeschlossen, von Panzerspitzen umgangen oder von Pionieren gesprengt. Die deutsche Luftwaffe verliert am Himmel weiter an Boden, der Grund sind nicht alleine die gleichwertigen Spitfire, sondern vor allem die Erfolge der Code and Qypher School der englischen Regierung, die den Code der Luftwaffe geknackt hat und regelmäßigen Meldungen aus den entschlüsselten deutschen Enigma-Nachrichten an das britische Oberkommando, das BEF und das RAF-Hauptquartier in Frankreich sendet. So verlieren zwar die koordinierten Angriffe von Bodentruppen und Luftwaffe an Wirkung, doch Frankreich liegt schon am Boden und wird angezählt. Dennoch wird dieser Nachteil die deutsche Luftwaffe den Sieg in der Luftschlacht um England kosten. Weiter Pannen beim deutschen Nachrichtendienst tuen sich auf, so fallen höchstgeheime Dokumente über einen deutschen Angriff mit zwei Armeekorps in die alliierte Frontlücke zwischen Menin und Ypres in alliierte Hände. Immer wieder sind Dokumente unzureichend gesichert und verschlüsselt unterwegs, gehen im schnellen Vormarsch abhanden oder werden von Alliierten erbeutet.

 

Seit dem 26. Mai läuft die Evakuierung von Dünkirchen, die Royal Navy schafft jedes schwimmfähige Gerät über die Kanalküste. Der Luftwaffe fällt die Aufgabe zu, den Abzug der Alliierten zu einem Desaster umzukrempeln, aber die entschlüsselten Nachrichten und die dilettantisch eingesetzten Luftverbände schaffen es nur unzureichend die Flucht aufzuhalten. Deutsche Bodentruppen fällt es zu, die Sache zum Guten zu wenden. Sie zerschlagen den hartnäckigen englischen Widerstand in der Zitadelle von Calais und rücken vor. Hitler genehmigt zuvor Rundstedt den Vormarsch mit 'gepanzerten Kampfgruppen und Infanterie-Divisionen in Richtung Tournai-Dünkirchen' fortzusetzen – leider zu spät. Panzer-General Guderian wird es von seinen Vorgesetzten gestattet, mit motorisierter Infanterie vom Fluß Lys in Richtung Dünkirchen vorzustoßen. Gleichzeitig geht die 6. Armee gegen die letzten Reste der belgischen Truppen vor, die die alliierte linke Flanke halten und die Invasion noch den sprichwörtlichen Riegel vorschieben könne. Es gelingt den Belgiern sogar, mit Hilfe des englischen Expeditionskorps, mehrere deutsche Brückenköpfe über die Somme östlich von Amiens zurückerobern und zusammen mit den Franzosen so etwas wie wehrhaften Widerstand zu organisieren. Am 30. Mai scheitert dieser Versuch eines Gegenangriffs auf den Invasionskeil und das deutsche XXXVIII. Korps kann den deutschen Nachschub über die Somme bei Abbeville weiter sichern.
Das Ritterkreuz wird dieser Tage immer wieder vergeben und zum Symbol des deutschen Heldentums im Krieg gegen den Erbfeind. Der erste deutsche Ritterkreuzträger aus dem Mannschaftsstand, während der Abwehrkämpfe bei Abbeville dazu auserkoren, war der Gefreite Hubert Brinkforth, der als vorgeschobenem Posten als Richtschütze hinter seiner Panzerabwehrkanone den Angriff eines starken englischen Panzerverbandes zum Stehen. In zwanzig Minuten vernichtete er auf Entfernungen von nur hundert Metern elf Panzer.
Die belgische Armee kapituliert bedingungslos und stellt am 29. Mai jeglichen Widerstand ein. Bei den Franzosen läuft es derweil nicht besser, ihre Verbände müssen zunehmend isoliert agieren und in der Nähe von Lille wird sogar die französische 1. Armee mit sechs Divisionen wird durch sieben deutsche Divisionen eingeschlossen. Der Blitzkrieg trägt nun die Früchte und der schnell Vormarsch macht sich bezahlt. Nur die Briten können ihr Expeditionskorps aus Dünkirchen evakuieren und kommen relativ ungeschoren aus der ersten großen alliierten Niederlage in Europa. Somit wird Dünkirchen zum letzten Aufbäumen von Franzosen und Engländern gegen die Invasion der Wehrmacht in Frankreich, im übrigen Teil des Landes ist die Besetzung nur noch eine Formsache. Die französische 1. Armee kapituliert nach viertägiger Belagerung bei Lille. Das englische Expeditionskorps setzt sich in der Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni von den belgischen Stellungen im Kessel von Dünkirchen ab.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Oradour-sur-Glane

Junkers Ju 87 „Stuka“



Quellen

Die Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht 1939-1945, 5 Bände, GLB Parkland Vlgsges.Mbh, Juni 2004. (ISBN-10: 389340063X)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... -Maerz.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... 12-Mai.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... 12-Mai.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

Autor: Schwarzenberg



Das Thema

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt

 

Die Berichte der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg

(01. - 30. April 1940)

Der Begriff Wehrmacht bezeichnet die Streitkräfte im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die Wehrmacht ging durch das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 aus der damaligen Reichswehr hervor und wurde im August 1946 offiziell aufgelöst. Die Berichte der Wehrmacht sind in die sogenannte „Wehrmachtpropaganda“ einzuordnen, wurden vom 1. September 1939 bis zum 9. Mai 1945 jeweils in den Mittagsnachrichten ausgestrahlt und beinhalteten neben dem Bericht über militärische Situation, auch Namensnennung und Auszeichnung des Oberbefehlshaber.

 

„Ich habe den Wehrmachtbericht immer als wohl das wertvollste Propagandainstrument der Wehrmachtpropaganda betrachtet, allerdings unter der einen unabänderlichen Voraussetzung, daß er nur die Wahrheit bringen durfte und sich niemals der Lüge bediente. […] In dieser Auffassung war ich auch einig mit dem Chef des Wehrmachtführungsstabes, einem Fanatiker der Wahrheit.“

(Die Wehrmachtberichte. Band I, Köln 1989, ISBN 3-423-05944-3)

 


01.04. - 08.04.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 1. April 1940

 

Im Westen geringe Spähtrupptätigkeit und schwaches Artilleriefeuer.
Südlich Saarbrücken über französischem Boden kam es am Nachmittag des 31. März zu verschiedenen größeren Luftkämpfen zwischen deutschen und französischen Jagdflugzeugen. Trotz zahlenmäßiger Überlegenheit der Franzosen schossen die deutschen Jäger ohne eigene Verluste sieben Morane-Flugzeuge ab.
Tagsüber wurde über Ostfrankreich und der Nordsee bis zu den Sehtland-Inseln aufgeklärt. Die eingesetzten Flugzeuge kehrten mit wertvollen Ergebnissen unversehrt zurück.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 2. April 1940

 

An der Westfront keine besonderen Ereignisse.
Die Aufklärung über der Nordsee und gegen Ostfrankreich wurde am 1. April in verstärktem Maße fortgesetzt. Dabei kam es zu wiederholten Luftkämpfen zwischen einzelnen deutschen Aufklärungsflugzeugen und feindlichen Jägern. Ein Dornier-Aufklärungsflugzeug schoß ein französisches Jagdflugzeug vom Muster Curtiss, ein anderes Aufklärungsflugzeug schoß eine Morane ab. Ein englisches Aufklärungsflugzeug, das in die Deutsche Bucht einzufliegen versuchte, wurde von einer Rotte Me 109 abgeschossen. Ein deutsches Aufklärungsflugzeug kehrte vom Feindflug nicht zurück.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 3. April 1940

 

An der Westfront stellenweise rege Spähtrupptätigkeit.
Am 2. April wurde die Luftaufklärung über der gesamten Nordsee, der englischen Ostküste bis zu den Sehtland-Inseln und über Ostfrankreich fortgesetzt. Ein deutsches Aufklärungsflugzeug musste nach einem Luftkampf mit drei britischen Jägern auf See notlanden. Die Besatzung wurde von einem anderen deutschen Aufklärungsflugzeug aufgenommen.
In den Abendstunden wurden erneut britische Seestreitkräfte in Scapa Flow angegriffen. Obwohl die Wetterlage ungünstig und die Abwehr sehr stark war, gelang es, mehrere Schiffe durch Bombentreffer bzw. Bombeneinschläge in nächster Nähe zu beschädigen.
Im Westen kam es an verschiedenen Stellen zu Luftkämpfen. Dabei wurden drei feindliche Jagdflugzeuge abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 4. April 1940

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.
In der nördlichen Nordsee und vor der britischen Ostküste wurden am Nachmittag der 3. April durch deutsche Kampfflugzeuge britische Kriegsschiffe, Geleitzüge und bewaffnete Handelsschiffe angegriffen. Trotz wiederholter Luftkämpfe mit britischen Jägern und heftiger Flakabwehr von den Kriegs- und Handelsschiffen gelang es den deutschen Angreifern einen nachhaltigen Erfolg zu erreichen. Schwer getroffen wurden ein Zerstörer, ein Vorpostenboot und zwei Handelsschiffe (mit einer Gesamttonnage von 7000 BRT), drei Vorpostenboote und ein Handelsschiff mit 5000 BRT wurden durch die Brandwirkung der Bomben zerstört. Durch Bombentreffer wurden ferner beschädigt ein Vorpostenboot und drei Handelsschiffe (mit einer Gesamttonnage von 17000 BRT)
Zwei deutsche Flugzeuge mußten notlanden. Die Besatzungen sind gerettet. Ein Flugzeug wird vermißt. Ein englisches Jagdflugzeug wurde im Luftkampf abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 5. April 1940

 

Im Westen hob ein Stoßtrupp einen feindlichen Stützpunkt im Grenzgebiet südwestlich Saarlautern aus. Die feindlichen Verluste betrugen etwa 15 Tote.
Im übrigen keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 6. April 1940

 

Keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 7. April 1940

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Die Luftwaffe führte am 6. April Luftaufklärung über Nord- und Mittelfrankreich durch. Ein deutsches Dornier-Aufklärungsflugzeug wurde hierbei von vier Curtiss-Flugzeugen angegriffen. Das Aufklärungsflugzeug setzte sich so lange zur Wehr, bis der Gegner aus Brennstoffmangel von ihm ablassen musste. Es landete wohlbehalten in seinem Heimathafen.
Am Spätnachmittag des 6. April flogen mehrere feindliche Flugzeuge nordwestlich Trier über luxemburgisches Gebiet nach Deutschland ein und über luxemburgischem Hoheitsgebiet auch wieder zurück.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 8. April 1940

 

Im Laufe des 7. April unternahmen deutsche Flugzeuge Erkundungsflüge über der mittleren Nordsee, sowie über Nord- und Mittelfrankreich und führten Bewachungsflüge über der Deutschen Bucht und der Westfront durch.
Nördlich von Sylt sichtete ein Schwarm Messerschmitt Flugzeuge 24 britische Wellington-Bomber. Unsere Jäger schossen zwei britische Flugzeuge ab und zwangen die anderen zum Abdrehen nach Westen.
An der Westfront kam es wiederholt zu Luftkämpfen. Hierbei schossen unsere Jagdflugzeuge viel feindliche Flugzeuge ab, ein weiteres wurde durch Flakartillerie zum Abschuss gebracht.
Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.

SONDERMELDUNG

In den Abendstunden des 8. April griffen deutsche Heinkel-Kampfmaschinen wiederum in Scapa Flow liegende Teile der gegnerischen Seestreitkräfte mit großem Erfolg an. Zwei große Einheiten, darunter ein Schlachtschiff, wurden durch Bombentreffer stark beschädigt, drei weitere schwere Einheiten durch Einschläge in nächster Nähe ebenfalls erheblich beschädigt.
Tagsüber wurden ausgedehnte Aufklärungsflüge über der Nordsee bis zum 65. Breitengrad sowie über Nord- und Ostfrankreich unternommen. Zwei britische Flugzeuge, ein Jagdflugzeug und ein Sunderland-Flugboot wurden abgeschossen.
Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Die Rüstung für die Eskalation in Europa geht weiter. Die Staaten haben nun auf Rüstung umgestellt und Frankreich fängt, per Dekret der Regierung, mit dem Bau von 53 Kriegsschiffen: 2 Schlachtschiffe, 1 Flugzeugträger, 3 Kreuzer, 27 Zerstörer, 20 U-Boote an. Dabei scheint sich die erste große Kampfhandlung auf See anzubahnen. Deutsche Flugzeuge greifen Scapa Flow an und die RAF im Gegenzug deutsche Zerstörer vor Wilhelmshaven an. Dabei sind es neben den angepeilten Zielen zur See vor allem die Auseinandersetzungen bzw. Verluste in der Luft, die einen Vorgeschmack auf den kommenden Krieg machen.

 

Erste deutsche Schiffe laufen zur Invasion von Norwegen/Dänemark aus (Unternehmen 'Weserübung') - 11 Schiffsgruppen: 2 Schlachtkreuzer, 3 Schwere und 4 Leichte Kreuzer, 14 Zerstörer, 31 U-Boote und viele kleinere Schiffe – zu den Zielen: Narvik, Trondheim, Bergen, Kristiansand, Oslo, Nyborg und Kopenhagen anlaufen. Eine Konfrontation mit der Royal Navy wollte man vermeiden, darum setze man auf eine blitzschnelle Verlegung und Losschlagen. Die englische Home Fleet läuft aus Scapa Flow in Richtung der norwegischen Gewässer aus.
Fast gleichzeitig spricht Chamberlain spricht auf dem Treffen der Conservative Party (Konservativen Partei) in London. Er zieht die Vorteile der Alliierten wachsen, hat doch die beste Möglichkeit und höchsten Punkt technischer Überlegenheit verpasst bzw. muss sich jetzt mit einem erstarkenden Großbritannien auseinandersetzen. Göring bereitet derweil die deutsche Bevölkerung vor. Seine Visionen vom großen Sieg, dem größte Reich der Welt und eines kurzen Krieges wirken, wobei die deutsche Jugend dazu den Anstand und die Moral „nicht nur im Sonnenschein, sondern auch während der Finsternis haben muss!“

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Flaktürme - Hochbunker des Deutschen Reichs

Erinnerungsmedaille Winterkrieg 1939/40


09.04. - 12.04.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 9. April 1940

 

SONDERMELDUNG

Um dem im Gang befindlichen britischen Angriff auf die Neutralität Dänemarks und Norwegens entgegenzutreten, hat die Deutsche Wehrmacht den bewaffneten Schutz dieser Staaten übernommen.
Hierzu sind heute morgen in beiden Ländern starke deutsche Kräfte aller Wehrmachtsteile eingerückt bzw. gelandet.
Zum Schutze dieser Operationen sind umfangreiche Minensperren gelegt worden.

Am Dienstag früh haben deutsche motorisierte Truppen und Panzerkräfte die deutsch-dänische Grenze bei Flensburg und Tondern überschritten und sind im Vormarsch über Apenrade und Esbjerg nach Norden.
Im Morgengrauen sind deutsche Truppen im Kleinen Belt bei Middelfahrt gelandet und haben sich in den Besitz der dortigen Beltbrücke gesetzt.
Deutsche Seestreitkräfte sind im Grossen Belt eingedrungen und haben Truppen in Korsör und Nyborg gelandet.
Von Warnemünde kommend sind Truppen und ein Panzerzug mit der Fähre in Gjedser gelandet und haben von dort den Vormarsch nach Norden angetreten. Gleichzeitig wurde die Brücke Vordingborg im Südteil der Insel Seeland besetzt.
Deutsche Truppen sind im Morgengrauen in Kopenhagen gelandet. Die Zitadelle und die Rundfunkstation wurden besetzt. Seit 8 Uhr befindet sich die ganze Stadt in deutscher Hand.

Der Vormarsch der deutschen Truppen in Jütland nach Norden und auf den Inseln macht schnelle Fortschritte. Die dänische Regierung hat die dänischen Truppen angewiesen, keinen Widerstand zu leisten. Die deutschen und dänischen Kommandostellen haben Dienstag vormittag gegenseitig Verbindung aufgenommen.
Die Besetzung der wichtigsten militärischen Stützpunkte in ganz Norwegen durch deutsche Truppen schreitet schnell fort. Einheiten aller drei Wehrmachtsteile arbeiten dabei erfolgreich zusammen. An den meisten Punkten hat der geringe örtliche Widerstand der norwegischen Truppen aufgehört.
Auf den Flugplätzen in Jütland und Südnorwegen sind deutsche Luftstreitkräfte gelandet.

Die Operationen im Zuge der Besetzung Dänemarks und der norwegischen Küste sind am 9. April planmäßig verlaufen.
Beim Einmarsch und bei den Landungen in Dänemark ist es nirgends zu Zwischenfällen gekommen.
An der Küste Norwegens wurde nennenswerter Widerstand nur bei Oslo geleistet, er wurde in den Nachmittagsstunden gebrochen. Oslo selbst besetzt.

 

Am Ende des heutigen Tages befinden sich alle militärisch wichtigen Stützpunkte Norwegens fest in deutscher Hand. Insbesondere sind unter anderem Narvik, Drontheim, Bergen, Stavanger, Kristiansand und Oslo von starken Kräften besetzt.
Dort wo überhaupt stärkerer Widerstand geleistet wurde, wie in Oslo und Kristiansand, ist er gebrochen. Die Küstenbefestigungen, die zum Teil in eingerem Zusammenwirken von Kriegsmarine und Luftwaffe mit Stoßtruppen des Heeres genommen wurden, sind zur Abwehr feindlicher Angriffe ebenso bereit, wie starke Teile der Luftwaffe.
Ihr gelang es, mir den zum Teil in die norwegischen Flughäfen verlegten Kampfverbänden heute abend einem englisch-französischen Flottenverband westlich Bergen starke Verluste beizubringen. Nach den bisher vorliegenden Teilergebnissen sind zwei Schlachtschiffe und zwei schwere Kreuzer von schweren Bomben mehrfach getroffen worden.
In Dänemark und Norwegen herrscht Ruhe.
Der Anmarsch weiterer starker deutscher Kräfte vollzieht sich, von feindlicher Einwirkung ungehemmt, nunmehr in schneller Planmäßigkeit.

Auf Grund eingegangener Aufklärungsmeldungen starteten in den Nachmittagsstunden des Dienstag stärkere Einheiten der deutschen Luftwaffe von Dänemark und Norwegen aus gegen britische Seestreitkräfte. Festgestellt waren in der nördlichen Nordsee feindliche Schlachtschiffe, Schwere und Leichte Kreuzer sowie Zerstörer. Nach bisher eingegangenen Funkmeldungen ist als erstes Teilergebnis festzustellen, daß getroffen wurden durch Bomben schweren Kalibers:
Zwei Schlachtschiffe durch je 3 Volltreffer,
zwei Schwere Kreuzer, gleichfalls druch schwere Volltreffer,
ein Schiff liegt gestoppt mit schwerer Schlagseite,
ein anderes brennt.
Große Ölflecke bedecken weiterhin die Oberfläche.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 10. April 1940

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Die militärischen Maßnahmen zum Schutz der Neutralität von Dänemark und Norwegen wurden am 9. April von starken Einheiten des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe unter dem Oberbefehl des Generals der Infanterie von Falkenhorst, von Seestreitkräften unter dem Befehl des Generaladmirals Saalwächter und des Admirals Carls und von zahlreichen Verbänden der Luftwaffe unter Führung des Generalleutnants Geißler in engster Zusammenarbeit durchgeführt.
Motorisierte Truppen und Panzerkräfte unter Führung des Generals der Flieger Kaupisch überschritten am Morgen die deutsch-dänische Grenze und besetzten im schnellen Vormarsch über Apenrade und Esbjerg planmäßig Jütland. Vereinzelt kam es infolge mangelhafter Befehlsübermittlung an die dänischen Truppen zu kurzen Gefechten. Sie wurden durch Aufklärung der dänischen Befehlshaber über die Anordnung ihrer Regierung, keinen Widerstand zu leisten, beendet. Gleichzeitig mit der Besetzung von Jütland, landeten im Zusammenwirken von Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe deutsche Truppen im Kleinen Belt bei Middelfahrt, im Grossen Belt bei Korsör und Nyborg und in Gjedser zur Besetzung der Inseln.
Kopenhagen wurde bereits in den frühen Morgenstunden kampflos besetzt. Die Luftwaffe klärte während des ganzen Tages über Dänemark auf und sicherte den Vormarsch.
Bei der Besetzung der militärisch wichtigen Stützpunkte in Norwegen wurde an verschiedenen Stellen von der norwegischen Wehrmacht zunächst Widerstand geleistet, so vor allem bei Horten südlich Oslo und in Kristiansand. Er wurde jedoch überall in vorbildlicher Zusammenarbeit der Wehrmachtsteile gebrochen. Die Forts im Oslo-Fjord wurden im Laufe des Tages niedergekämpft und zum Schweigen gebracht. Unter anderem sind Narvik, Drontheim, Bergen, Stavanger, Egersund, Kristiansand, Arendal und Oslo fest in deutscher Hand.
Die Kriegsmarine hat die ihr gestellte Aufgabe gelöst. Sie bestand darin, die Gesamtoperation gegen die um ein Vielfaches überlegenen britischen und französischen Seestreitkräfte zu sichern und die Transporte und Landungen unter vollem Einsatz zu ermöglichen.
Die Landung der deutschen Truppen ist an allen Stellen von Oslo bis Narvik gelungen, eine in der Seekriegsgeschichte bisher einzig dastehende Leistung.
Beim Einlaufen in die Häfen wurde von der Kriegsmarine anfänglicher Widerstand gebrochen. Vor Oslo brachten unsere Schiffsgeschütze schwerste Küstenbatterien zum Schweigen. Beim Niederkämpfen ein 28cm-Batterie erhielt der Kreuzer „Blücher“ schwere Beschädigungen. Er stieß beim weiteren Vordringen auf eine von den Norwegern gelegte Sperre und ging durch Minentreffer verloren.
Der Kreuzer „Karlsruhe“ wurde nach Überwindung ähnlichen starken Widerstandes in Kristiansand, nachdem er die Landung der Truppen sichergestellt hatte, schwer beschädigt und sank.
Die Besatzungen beider Schiffe sind zum größten Teil gerettet und an Land eingesetzt worden.
Die See-Operationen sind noch im Gange. Erst nach ihrem Abschluss werden auch die den englischen und französischen Seestreitkräften von der deutschen Kriegsmarine zugefügten Verluste und Beschädigungen im vollen Umfange übersehen werden können.
Die von England vorgesehene Besetzung wichtiger norwegischer Stützpunkte sollte sofort im Anschluß an die Anlegung der Minensperre in den norwegischen Hoheitsgewässern stattfinden.
Die deutsche Aktion ist diesem Versuch knapp um zehn Stunden zuvorgekommen.
Die zu diesem Zweck bestimmten und von Aufklärern festgestellten britischen Seestreitkräfte und Transportschiffe wurden gestern in den späten Nachmittagsstunden von der deutschen Luftwaffe angegriffen und vernichtend geschlagen.
Fast alle feindlichen Kriegsschiffe erhielten Volltreffer schweren Kalibers.
Im einzelnen wurden getroffen:
Vier Schlachtschiffe mit je zwei oder drei Bomben,
zwei Schlachtkreuzer mit je einer Bombe,
zwei Schwere Kreuzer mit zwei bzw. einer Bombe,
ein Schwerer Kreuzer wurde mit Bombentreffern in Brand gesetzt,
zwei Transportschiffe wurden mit je einer Bombe belegt.
Jagdfliegerverbände sicherten die Unternehmungen durch Überwachung der Westküste Dänemarks und Norwegens sowie die innere Deutsche Bucht.
Ein britisches Flugboot vom Typ Sunderland wurde abgeschossen.
Die weitere Besetzung Norwegens schreitet schnell und planmäßig fort.

SONDERMELDUNG

 

Im Morgengrauen des 10. April versuchten englische Seestreitkräfte in Narvik einzudringen. Der Angriff wurde von den dort liegenden Einheiten der Kriegsmarine mit schweren Beschädigungen und Verlusten für die Engländer abgewiesen. Drei britische Zerstörer wurden vernichtet. Bei einem weiteren Zerstörer gibt die britische Admiralität schwere Beschädigungen und Kampfunfähigkeit zu.
Am 8. April ist bei anderer Gelegenheit schon ein britischer Zerstörer versenkt worden.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 11. April 1940

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Die Luftaufklärung über Mittel- und Nordfrankreich wurde trotz schwieriger Wetterlage und starker Abwehr fortgesetzt.
Am Nachmittag des 10. April sind deutsche Truppen auf Bornholm ohne Zwischenfälle gelandet. Im übrigen verlief der Tag bei den in Dänemark eingesetzten Einheiten der Wehrmacht ruhig.
In Norwegen wurden im Laufe des 10. April die von den deutschen Truppen erreichten Räume planmäßig ausgebaut und erweitert. Elverum (25km ostwärts Hamar) wurde in den Vormittagsstunden des 10. April besetzt.
In Oslo herrscht Ruhe. Alle Befestigungen im Oslo-Fjord sind in deutscher Hand, besetzt, und wie auch die übrigen norwegischen Küstenbefestigungen zur Abwehr eingerichtet. Die norwegischen Wehrmachtsdienststellen in Oslo haben ihre Bereitwilligkeit erklärt, am Luftschutz gegen englische und französische Flieger aktiv teilzunehmen.
In Narvik haben, wie bereits gemeldet, englische Seestreitkräfte versucht, in den Hafen einzudringen. Bei der erfolgreichen Abwehr wurden drei feindliche Zerstörer vernichtet, ein Zerstörer schwer beschädigt.
Die Verstärkung der deutschen Truppen in Norwegen vollzog sich planmäßig.
Entgegen den englischen Falschmeldungen sind Bergen und Drontheim fest in deutscher Hand. Angriffsversuche haben nirgends stattgefunden.
Die Luftwaffe führte am 10. April wiederum im verstärkten Umfang Luftaufklärung über der gesamten Nordsee durch und brachte wichtige Meldungen über Stand und Bewegungen feindlicher Seestreitkräfte.
Die zur bewaffneten Aufklärung eingesetzten Kräfte hatten infolge schlechter Sichtverhältnisse nur an zwei Stellen Gefechtsberührung mit dem Gegner. Ein britischer Zerstörer wurde durch Bomben schweren Kalibers getroffen, eine Flak- und eine Scheinwerferbatterie im Gebiet von Scapa Flow durch Bombeneinschläge außer Gefecht gesetzt.
Britische Jagdflugzeuge griffen mehrmals deutsche Aufklärer ohne Erfolg an. Ein britisches Jagdflugzeug vom Muster Hawker-Hurricane wurde vor den Shetlands abgeschossen. Zwei eigne Flugzeuge werden vermißt.
Jagdfliegerverbände überwachten Norwegen sowie die dänische Westküste und sicherten mit starken Kräften das norwegische Seeküstengebiet vor feindlichem Einflug. Feindliche Einflüge wurden lediglich über der norwegischen Westküste festgestellt, wo der mit deutschen Fliegertruppen belegte Flugplatz Stavanger durch einzelne britische Kampfflugzeuge im Tiefflug erfolglos angegriffen wurde.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 12. April 1940

 

In Dänemark verlief der Tag ruhig. Überwachungsflüge der Luftwaffe an der dänischen Westküste trafen auf keinen Feind.
In Norwegen wurde das von deutschen Truppen besetzte Gebiet von Narvik aus erweitert und Evenes besetzt. Kämpfe fanden hier nicht statt.
In Gegend Drontheim wurde ein Angriff britischer Flugzeuge erfolgreich abgewiesen. Am Nachmittag versuchten englische leichte Seestreitkräfte vergeblich, in den Drontheim-Fjord einzudringen. Ein zu gleicher Zeit stattfindender Angriff britischer Torpedoflugzeuge blieb ohne jegliche Wirkung. Bei Drontheim wurden weitere norwegische Küstenbatterien übernommen und abwehrbereit gemacht.
In den besetzten Räumen Bergen, Stavanger und Kristiansand verlief der Tag ruhig. Feindliche Angriffsversuche haben mit Ausnahme eines erfolglosen britischen Luftangriffs auf Stavanger nicht stattgefunden. Dort wurde ein Vickers-Wellington-Flugzeug durch Flakartillerie abgeschossen.
Die bei Oslo eingesetzten deutschen Kräfte erweiterten planmäßig den besetzten Raum nach allen Seiten.
Die Kriegsmarine setzt in Laufe des 11. April ihre Operationen fort. Wie bereits gemeldet, wurden vor Narvik zwei englische Zerstörer versenkt.
Einheiten der Luftwaffe unterstützten die deutschen Truppen in Norwegen durch zahlreiche Erkundungs- und Sicherungsflüge. In den neu errichteten Luft- und Seestützpunkten sind seit dem 10. April mittags zahlreiche Flakbatterien feuerbereit.
Aufklärungsflugzeuge sicherten das Seegebiet vor der norwegischen Küste und stießen bis weit über die nördliche Nordsee zur Erkundung feindlicher Seestreitkräfte vor. Auf Grund der Aufklärungsergebnisse griff ein Kampffliegerverband in den Abendstunden feindliche Kriegsschiffe 200km nordwestlich Drontheim an. Ein Flugzeugträger wurde durch Volltreffer einer schweren Bombe schwer beschädigt, ein Schwerer Kreuzer durch zwei Bomben getroffen und bewegungsunfähig gemacht.
Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Die Luftaufklärung über Nord- und Mittelfrankreich wurde am 11. April bis Paris ausgedehnt.
Zwei eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt.

SONDERMELDUNG

 

Heute Abend versuchten britische Kampfflugzeuge deutsche Stützpunkte an der norwegischen Küste anzugreifen. Durch rechtzeitigen Einsatz deutscher Messerschmitt-Flugzeuge wurde dieser Versuch blutig abgeschlagen. Insagesamt wurden acht britische Bombenflugzeuge modernster Bauart abgeschossen.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Die deutsche Invasion von Norwegen (Nord) und Dänemark (Süd) startet. Im sogenannten Unternehmen Weserübung Nord werden eingesetzt: 6 Regimentern, 1 Fallschirmjäger-Bataillon, 888 Flugzeugen (345 Kampf-, Sturzkampf- und Jagdflugzeuge, 543 Transportflugzeuge und Aufklärer), 2 Schlachtkreuzern, 1 Westentaschen-Schlachtschiff, 7 Kreuzern, 14 Zerstörern und 30 U-Booten. Die Deutschen landen wie geplant und müssen dabei „nur“ den Kreuzer Blücher im Oslo-Fjord einbüßen. König Haakon kann vor den Deutschen in Oslo entkommen und Norwegen gilt als schwer angeschlagen bzw. besiegt. Beim Unternehmen Weserübung Süd werden eingesetzt: 2 Divisionen, 1 gemischten Brigade und 1 Bataillon von Fallschirmjägern, 60 Flugzeugen, 2 alten Linienschiffen, leichten Kriegsschiffe und Hilfsschiffe. Neben vereinzelten Widerstand rücken die deutsche Truppen geschlossen vor. Das dänische Heer, Marine und auch die Luftwaffe werden entweder vor dem Einsatz entscheidend geschwächt oder sehen von einem Einsatz ab. Die Welt schaut zu und die Royal Navy kommt zu spät, wobei die englische Home Fleet in Richtung Bergen ausläuft zieht sich wieder zurück. Der Beschuss aus der Luft ist zu groß und einige Schiffe werden beschädigt. Nur die Unterseeboote können gegen die Karlsruhe einen Achtungserfolg erringen.

 

Die Deutschen begründen ihren Erfolg schnell und lassen durch die diplomatischen Kanäle per Memorandum mitteilen, dass beiden Ländern durch Deutschland 'Schutz' für die Dauer des Krieges gegeben wird.
Erst nach der Landung in Norwegen kommt die Royal Navy an den Ort des Geschehens. In der ersten Schlacht von Narvik greifen fünf englische Zerstörer zehn deutschen Zerstörer und die besetzten Küstenbatterien im Ofot-Fjord westlich von Narvik an. Verluste auf beiden Seiten und das englische U-Boot Thistle wird durch das deutsche U-4 vor Stavanger versenkt.
Die dänische Verwaltung der Faerör-Inseln ist damit einverstanden unter britischen Schutz gestellt zu werden. Englische Truppen landen auf den Inseln am 13. April.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Harry Giese - Die Stimme der NS-Wochenschau

Großadmiral Erich Raeder


13.04. - 19.04.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 13. April 1940

 

Die Gesamtlage in Norwegen hat sich im Laufe des 12. April nach planmäßigem Eintreffen weiterer Verstärkungen gefestigt.
Die im Raum Narvik eingesetzten deutschen Truppen waren weiterhin damit beschäftigt, das besetzte Gebiet zu erweitern und militärisch wichtige Punkte in der Umgebung zu sichern. Landungsversuche der Briten fanden an keiner Stelle statt. Ein am Nachmittag des 12. April erfolgter Luftangriff auf den Hafen von Narvik blieb erfolglos. Ein britisches Flugzeug wurde hierbei abgeschossen.
Im Raum von Drontheim blieb die Lage unverändert ruhig. Der Ausbau der Küstenverteidigung machte weitere Fortschritte.
Auf Bergen versuchten die Engländer am Nachmittag des 12. April einen Luftangriff mit stärkeren Kräften. Die Abwehr der deutschen Luftwaffe konnte jedoch so rechtzeitig einsetzen, daß nach bisherigen Feststellungen acht feindliche Flugzeuge, davon eines durch Flakartillerie, abgeschossen wurden. Zwei deutsche Flugzeuge werden vermißt.
Ein am späten Nachmittag in mehreren Fällen durchgeführter Luftangriff auf Stavanger blieb erfolglos, ein Feindflugzeug wurde abgeschossen.
Im Raum Oslo verlief der Tag ohne besondere Kampfhandlungen. Die dort vorgesehenen Bewegungen konnten planmäßig durchgeführt werden.
Auf See ist es gestern nirgends zu nennenswerten Kampfhandlungen gekommen.
Im Westen verlief der Tag ohne besondere Ereignisse.
Die Luftwaffe führte mehrere Aufklärungsflüge über Nord- und Ostfrankreich bis über Paris durch.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 14. April 1940

 

Deutsche Zerstörer unter Führung des Kommodore Bonte, die die Landung in Narvik und die erste Einrichtung der Truppen gesichert hatten, bestanden in den letzten Tagen, unterstützt von deutschen Unterseebooten und Flugzeugen, schwere Kämpfe gegen die wiederholten Einbruchsversuche der englischen Streitkräfte.
Am 13. April mittags, führte der Feind abermals einen Großangriff durch. Er setzte zu diesem Zweck ein Geschwader, bestehend aus zwei Schlachtschiffen, Flugzeugträgern, Kreuzern und zahlreichen Zerstörern ein. Trotzdem sind unsere eigenen Zerstörer wieder zum Angriff auf die britische Überlegenheit angetreten.
Bei diesen schweren Kämpfen wurde der britische Zerstörer „Cossack“ von Marine- und Luftstreitkräften in Brand geschossen und strandete.
Der Zerstörer „Eskimo“ sowie weitere Zerstörer wurden desgleichen schwer beschädigt bzw. vernichtet.
Die Gesamtverluste des Feindes sowohl als unsere eigenen sind noch nicht in vollem Umfange zu übersehen.
Schwere Seestreitkräfte sicherten während einer mehrtägigen Operation die Landung der deutschen Truppen in den norwegischen Häfen. Sie wiesen am 9. April einen Angriff schwerer britischer Seestreitkräfte ab, bei dem der britische Schlachtkreuzer „Renown“ beschädigt wurde. Unsere schweren Seestreitkräfte sind unversehrt.
In Drontheim, Bergen, Stavanger und Kristiansand verlief der Tag ruhig. Auch hier wurden die deutschen Verteidigungsanlagen ausgebaut und verstärkt.
Im Raum von Oslo sind die deutschen Truppen nach Norden, Osten und Westen im stetigen Vorgehen. Unter anderem wurden Sarpsborg und Askim besetzt. In Heidstadtmoen legten 100 Offiziere und 1500 Mann der norwegischen Wehrmacht die Waffen nieder.
In Dänemark wurden wichtige Punkte der Küste durch Einsatz schwerer Batterien abwehrbereit gemacht.
Ein deutsches Unterseeboot hat nördlich der Shetlands einen Kreuzer der „Glasgow“-Klasse torpediert. Unterseeboot-Jagdverbände vernichteten im Skagerrak drei feindliche Unterseeboote.
Britische Luftangriffe richteten sich am 13. April gegen Narvik, Stavanger und Bergen. Hierbei wurden auch die Stadt Bergen mit Bomben belegt. Auf militärische Ziele blieben die Angriffe erfolglos.
Eigene Kampffliegerverbände griffen an verschiedenen Stellen britische Seestreitkräfte an. Zwei feindliche Unterseeboote wurden, wie bereits gemeldet durch Bombentreffer vernichtet.
An der Westfront zwischen Mosel und Pfälzer Wald stellenweise lebhaftere Artillerie- und Stoßtrupptätigkeit. Zwei eigene Stoßtrupps drangen im Morgengrauen bei Zeringen, mehrere Kilometer jenseits der Grenze, südwestlich Merzig, in die feindliche Stellung ein, vernichteten die Besatzung zerstörten vier Unterstände und brachten Gefangene ein. Südwestlich Saarlautern auf französischem Boden brachte ein eigener Stoßtrupp dem Feind starke Verluste bei und machte Gefangene. Ein feindliches Stoßtruppunternehmen mit starker Artillerievorbereitung südlich Zweibrücken wurde unter starken Verlusten des Feindes abgewiesen.
An der Oberrheinfront in Gegend Istein überschritt ein Spähtrupp den Rhein und drang in die feindliche Postenlinie auf einer Rheininsel ein.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 15. April 1940

 

In den südnorwegischen Raum wurden am 14. April weitere Truppen, Material und Ergänzungen aller Art zugeführt, die Lage damit zunehmend gesichert und gefestigt.
Irgendwelche nennenswerten feindlichen Aktionen von See aus gegen diesen Raum fanden nicht statt.
In Narvik verlief der Tag ruhig. Starke englische Seestreitkräfte blockieren die Hafeneinfahrt.
In Bergen griffen zwei britische Kampfflugzeuge einen deutschen Handelsdampfer mit Bomben an und brachten ihn zum Sinken. Beide Flugzeuge wurden kurz darauf von deutschen Jägern abgeschossen.
Im Raum von Stavanger und Kristiansand verlief der Tag ruhig. Bei dem erfolglosen Angriff der britischen Flugzeuge vom 13. April wurden zwei Vickers-Wellington durch Messerschmitt-Jäger abgeschossen.
Im Raum von Oslo nehmen deutsche Truppen Hoenevoss. Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß im Raum von Oslo der Versuch eine norwegischen Mobilmachung zerschlagen ist. Bei geringen eigenen Verlusten fielen größere Mengen an Kriegsmaterial in deutsche Hand.
Im Skagerrak vernichteten unsere dort operierenden Streitkräfte zwei weitere feindliche Unterseeboote, so daß sich die Zahl der in den letzten Tagen von See- und Luftstreitkräften versenkten feindlichen Unterseeboote auf sieben erhöht.
Das norwegische Torpedoboot „Hval“ wurde genommen. Es wird mit deutscher Besatzung in Dienst gestellt.
Einheiten der Luftwaffe klärten im Laufe des 14. April über der Nordsee und der ganzen norwegischen Küste auf.
Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Die Luftwaffe führte Grenzüberwachungsflüge durch. Ein deutscher Jäger schoß in Gegend Emmerich ein britisches Flugzeug vom Muster Bristol-Blenheim ab. Ein weiteres britisches Flugzeug erhielt nördlich Offenburg Flakfeuer und stürzte ab.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 16. April 1940

 

Auch am 15. April sind an keiner Stelle in den von deutschen Truppen besetzten Räumen englische Landungsversuche unternommen worden.
Gegen Narvik führten die Briten am Vormittag des 15. April einen erfolglosen Angriff. Die Bewegungen starker englischer Seestreitkräfte, bei denen auch Trans­porter festgestellt sind, wurden in den Gewässern vor Narvik und vor Harstad bestätigt.
Im Raume von Drontheim und Bergen verlief der Tag ruhig.
Bei mehrfachen britischen Luftangriffen gegen Stavanger wurden zwei Lockheed Flugzeuge abgeschossen.
Nördlich Kristiansand haben bei Evjemoen nach kurzem Angriff deutscher Truppen 150 Offiziere und 2.000 Mann der 3. Norwegischen Division die Waffen gestreckt.
Die Bewegungen der deutschen Truppen im Räume von Oslo verliefen planmä­ßig. Die Befriedung Süd-Ost-Norwegens macht weitere Fortschritte. 36 Geschütze werden hierbei erbeutet.
Die Kriegsmarine baute in Drontheim, Bergen und Stavanger die Sicherung der Häfen aus und verstärkte den Küstenwachdienst.
Die Unterseeboot-Bekämpfung wurde fortgesetzt, so dass die Operationsmöglichkeiten für feindliche Untersee­boote weiter eingeschränkt worden sind.
Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärung über der Nordsee und an der norwegi­schen Westküste bis Narvik fort.
Ein britisches Flugzeug, das einen Einflug in die Deutsche Bucht versuchte und in der Wesermündung ohne Erfolg Bombern warf, wurde nordwärts
Helgoland im Luftkampf von einem Angehörigen des Jagdgeschwaders Schumacher, das damit seinen 70. Luftsieg errang, abgeschossen. Ein anderes britisches Flugzeug ist im Westeingang des Skagerrak durch deutsche Jäger zum Absturz gebracht worden. Ein deutsches Flugzeug ist vom Feindflug nicht zurückgekehrt.
An der Westfront Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
Im Grenzgebiet hart ost­wärts der Mosel, in Gegend Spichern und zwischen Pfälzer Wald und Rhein,
wurden feindliche Stoßtruppunternehmen unter starken Verlusten für den Feind abgewiesen.

 

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 17. April 1940

 

Die allgemeine Lage in Norwegen ist im Laufe des 16. April durch weitere Verstärkung der deutschen Truppen und durch die Sicherstellung wichtiger Ei­senbahnverbindungen gefestigt worden.
Im Raum von Narvik haben deutsche Truppen die Erzbahn bis zur schwedi­schen Grenze besetzt. Eine Widerstand leistende norwegische Abteilung wurde nach kurzem Gefecht mit blutigen Verlusten für den Gegner zersprengt. Ein Teil wurde gefangen, der Rest rettete sich über die schwedische Grenze.
Bei Harstad auf der Insel Hinnoöy, 60 km nördlich Narvik, landete der Feind Truppen. In der näheren Umgebung von Narvik wurden solche Versuche nicht unter­nommen.
Im Raum von Drontheim stießen deutsche Truppen bis zur schwedischen Grenze vor und besetzten die Bahn über Meraaker.
Im Raum von Bergen verlief der Tag ruhig.
Bei Stavanger führte die britische Luftwaffe in der Nacht vom 15. zum 16. April erneut Luftangriffe durch, die jedoch keinen militärischen Schaden anrich­teten.
Den deutschen Truppen im Raum von Kristiansand ergaben sich weiterhin zwei norwegische Batterien.
Die Ausdehnung des von deutschen Truppen besetzten Gebietes im Raum von Oslo schreitet weiter fort. Die Bahnverbindung Oslo-Frederikstad-Halden-Kornsjoe zur schwedischen Grenze ist hergestellt. Eine deutsche Kampfgruppe hat Kongsvinger am frühen Nachmittag des 16. April genommen und ist im wei­teren Vormarsch nach Norden.
Nördlich Hoenevoss griffen deutsche Panzer er­folgreich in den Kampf ein.
Die Kriegsmarine sicherte den Personal- und Materialnachschub nach nor­wegischen Häfen.
Im planmäßigen Ausbau des Küstenschutzes wurden die Kü­stenbefestigungen im Oslo-Fjord in vollem Umfange gefechtsbereit gemacht.
Bei der Verteidigung von Narvik fiel der Führer der Zerstörer, Kapitän zur See und Kommodore Bonte, in heldenmütigem Kampf gegen britische Über­macht. Rund zwei Drittel der Besatzungen der beschädigten und nicht mehr gefechtsbereiten Zerstörer, die ihre Munition restlos verschossen haben, wurden in die Verteidigung Narviks zur Verstärkung der im dortigen Raum eingesetzten Heeres-Truppenteile eingegliedert.
Ein deutsches Unterseeboot versenkte nordöstlich der Shetland-Inseln einen Zerstörer der „Tribal"-Klasse.
Mehrere norwegische Torpedoboote wurden von der Kriegsmarine in Dienst gestellt.
Die Luftwaffe setzte am 16. April ihre Aufklärung über der mittleren und nördlichen Nordsee sowie an der Norwegischen Westküste mit wertvollen Erkun­dungs-Ergebnissen fort. Trotz des schlechten Wetters wurden Einheiten der britischen Seestreitkräfte durch deutsche Kampfflugzeuge angegriffen. Ein großes Transportschiff wurde durch Volltreffer schwersten Kalibers getroffen, ein feindliches Unterseeboot und - wie bereits gemeldet - ein feindlicher Kreuzer 150 km nordwestlich des Molde-Fjords durch schweren Bombentreffer versenkt.
Bei der Jagd-Überwachung an der Südwestküste Norwegens schossen deutsche Jäger am 15. April eine Lockheed-Hudson und ein Sunderland-Flugboot ab. Ein deutsches Flugzeug ist vom Feindflug nicht zurückgekehrt.
An der Westfront sprengten südöstlich Merzig eigene Stoßtrupps vier feindliche Unterstände, rieben die über 50 Mann starke britische Besatzung auf und brachten Gefangene, Waffen und Munition als Beute ein.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 18. April 1940

 

Im Raum von Narvik versuchten am 17. April zum erstenmal schwache engli­sche Kräfte im Herjangs-Fjord in der Gegend von Elvegardsmoen zu landen. Der Versuch wurde durch die dort stehenden deutschen Truppen abgewiesen.
Ein im Laufe des 17. April angesetzter britischer Luftangriff gegen Drontheim blieb infolge der rechtzeitig einsetzenden deutschen Abwehr ohne jeden Erfolg.
Im Raum von Bergen verlief der Tag ruhig.
Die HMS Suffolk wurde vor Stavanger so schwer von deutschen Bombern getroffen, dass sie sich mit vollgelaufenen Achterdeck nach Scapa Flow zurückschleppen musste. Stavanger wurde in den Morgenstunden des 17. April durch britische Kreuzer aus weiter Entfernung beschossen. Vier eigene Flugzeuge wurden durch Splitter­wirkung beschädigt.
Deutsche Kampfflugzeuge griffen darauf die beim Angriff beteiligten sowie weiter nördlich stehende Schiffseinheiten an. Ein Kreuzer er­hielt, wie bereits bekanntgegeben, einen Volltreffer schwersten Kalibers und sank sofort. Ferner wurden insgesamt vier Volltreffer schweren und schwersten Kali­bers auf Leichte und Schwere Kreuzer erzielt, auch ein Zerstörer erhielt einen Volltreffer schweren Kalibers.
Bei den Kreuzern handelt es sich u. a. um Schiffe der „Suffolk"- und „ London"-Klasse. Stoppen eines Schiffes, Schlagseite bei ei­nem anderen, Zerstörungen an Bord und Öl-Flecke im Wasser wurden beobachtet. Zwei britische Flugzeuge wurden über Stavanger abgeschossen.
Im Raum von Oslo machten die deutschen Truppen an allen Stellen erhebliche Fortschritte und erreichten überall ihre Tagesziele.
Der Vormarsch der Kampf­gruppe bei Kongsvinger in nördlicher Richtung hält an.
Deutsche Flugzeuge griffen zwei norwegische Torpedoboote in der Gegend nordostwärts Arendal an. Eines derselben wurde schwer getroffen, auf Strand gesetzt und von der Besatzung fluchtartig verlassen,
die Verfolgung des zweiten aufgenommen.
Auf der gesamten mittleren und nördlichen Nordsee brachte die fortgesetzte Erkundung durch die deutsche Luftwaffe neue wichtige Aufklärungsergebnisse über Stand und Bewegungen feindlicher Seestreitkräfte.
Die Unterseeboot-Jagd im Skagerrak und Kattegatt wurde weiter durchgeführt.
Die planmäßige Versorgung der norwegischen Häfen wurde trotz schwierigster Wetterlage in verstärktem Maße fortgesetzt.
Im Westen wiesen unsere Gefechts-Vorposten südwestlich Saarbrücken einen in Stärke einer Kompanie angesetzten feindlichen Vorstoß unter Verlusten für den Gegner ab.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 19. April 1940

 

Nördlich Narvik wurden feindliche Seestreitkräfte und Transportdampfer, die eine Landungsaktion vorbereiteten, durch Kampfflieger angegriffen und schwer getroffen. Ein feindliches Unterseeboot wurde durch Bombentreffer sofort ver­senkt.
Neu zugeführte Kräfte verstärkten die um Drontheim stehenden deutschen Truppen. Kampfhandlungen fanden nicht statt.
Der von uns besetzte Raum um Bergen und Stavanger wurde nach allen Seiten erweitert.
Bei Kristiansand verlief der Tag ruhig.
Im Raum von Oslo kamen die deutschen Truppen in nord-ostwärtiger und nord-­westlicher Richtung flüssig vorwärts. Der Raum süd-ostwärts Oslo ist bis zur schwedischen Grenze besetzt und ruhig.
Allein in diesem Gebiete sind den nor­wegischen Truppen unter zahlreicher anderer Beute 83 Geschütze und 80 MGs mit 20.000 Schuss Artilleriemunition und einer Million Schuss Infanterie-Munition abge­nommen worden.
Die Kriegsmarine setzte die Unterseeboot-Jagd im Skagerrak und Kattegatt fort. Die Vernichtung von drei feindlichen Unterseebooten ist wahrscheinlich.
Die Minen-Operationen zum Schutz der norwegischen Häfen und zur Abriegelung des Skagerraks nahmen ihren Fortgang. Bei der Sichtung der in norwegischen Häfen vorgefundenen Munitionsbestände wurde zahlreiches englisches Kriegsge­rät, u. a. Minen, sichergestellt.
Im Hardanger-Fjord vernichteten Schnellboote bei einer Patrouillenfahrt ein norwegisches Torpedoboot. Zu der schon bekanntgegebenen Torpedierung eines Kreuzers der „Glasgow"-Klasse nördlich der Shetland-Inseln, meldet der von Fernfahrt zurückgekehrte Unterseeboot-Kommandant, dass der von feindlichen Zerstörern stark gesicherte Kreuzer, durch eine unmittelbar nach dem Torpedo-Treffer ausgelöste innere Deto­nation vernichtet wurde.
Die von diesem Unterseeboot-Kommandanten, Korvettenkapitän Hartmann, versenkte
Tonnage beläuft sich nach der letzten Fernfahrt auf insgesamt rund 197.000 BRT.
Der Nachschub für die in Norwegen eingesetzten Truppen vollzog sich planmäßig.
Im Westen verlief der Tag ruhig.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Die zweite Schlacht von Narvik führt zur Versenkung von acht deutschen Zerstörern, drei englische Zerstörer werden beschädigt und die deutschen Matrosen schließen sich nach dem Verlust ihrer Schiffe den Gebirgsjägern in Narvik an. Den isolierten deutschen Truppen in Narvik wird befohlen, 'so lange auszuhalten wie möglich'. Dabei versucht die Luftwaffe durch Abwurf von Minen und Bomben die Besetzung von Norwegen weiter zu behindern. Wobei die Engländer ihr North Western Expeditionary Force (Nordwestliche Expeditionsstreitmacht) einsetzen, um in der Nähe von Narvik und Trondheim. Eine Situation, mit der sich der Befehlshaber der deutschen Truppen in Norwegen, General von Falkenhorst, auseinandersetzen muss.

 

König Haakon verkündet eine Proklamation an alle Norweger, dass diese alles in ihrer Macht tun müssten, um 'die Freiheit und Unabhängigkeit unseres geliebten Landes zu retten.' Er verurteilt diesen Blitzkrieg 'durch ein Volk, zu dem wir immer freundschaftliche Beziehungen hatten.' Nach langer Verzögerung entschließt sich die norwegische Regierung zu einer Kriegserklärung an Deutschland. Dennoch muss er sich allein auf die Alliierten verlassen, denn seine Truppen waren zu keiner Zeit in der Lage der Besetzung entgegenzuwirken. Dabei spielen vor allem die alliierten Flotten eine große Rolle! Dessen Aktionen laufen aber alles andere als glatt, denn das Unternehmen Hammer wurde in diesen Tagen abgesagt. Der englische Plan, unterstützt von Churchill und Admiral Keyes, sah eine direkte Landung bei Trondheim durch 4.500 Soldaten, unterstützt von der britischen Home Fleet, vor. Zu gefährlich ist der Plan und zu unerprobt die Truppen.
Dänemark steht vor der vollständigen Besetzung und die Demobilisierung der dänischen Armee ist im Gange. An der Westfront planen die Alliierten derweil, dass ein Angriff auf Deutschland, über Süd-Holland (Plan D), durch teilweise motorisierten und mechanisierten französischen 7. Armee (General Giraud) vorgesehen ist.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Deutsches Liedgut

Admiräle - Dienstgrad und Verkörperung der Marine


20.04. - 30.04.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 20. April 1940

 

Aus den von deutschen Truppen besetzten Räumen um Narvik, Drontheim, Bergen, Stavanger und Kristiansand sind keine besonderen Ereignisse zu melden. Die deutschen Truppen konnten die ihnen gestellten Aufgaben planmäßig weiter durchführen.
Der An-Transport neuer deutscher Verbände und umfangreichen Materials wur­de unbehindert vom Gegner fortgesetzt.
Ein feindliches Flugzeug warf am Abend des 19. April fünf Bomben auf den Südrand von Narvik, ohne Schaden anzurichten.
Die im Raum von Bergen eingesetzten deutschen Truppen besetzten eine Reihe vorgelagerter Inseln.
Im Raum von Kristiansand wurden bei Haegeland weitere norwegische Trup­peneinheiten entwaffnet.
Im gesamten Gebiet um Oslo sind die deutschen Truppen trotz Geländeschwie­rigkeiten in stetigem Vorgehen. Die Gefangenen- und Beute-Zahlen sind in ständigem Steigen begriffen. Eine am 18. April Nachmittags abgeschlossene Zählung, meldet 180 Geschütze und 200 MGs als Beute.
Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärungstätigkeit in starkem Umfange weiter fort. Feindliche Kriegsschiffe und Transporte wurden an der norwegischen Westküste trotz ungünstigster Witterungsverhältnisse angegriffen. Ein Kreuzer und zwei Truppentransporter erhielten Volltreffer schweren Kalibers. Starke Rauchent­wicklung auf den Schiffen und große Öl-Flecke im Wasser ließen die zerstörende Wirkung der Bombentreffer deutlich erkennen.Ein eigenes Flugzeug wird ver­misst.
Im Westen rege Spähtrupp-Tätigkeit.
Durch eigene Späh- und Stoßtrupp-Unternehmungen im Grenzgebiet westlich Merzig, südwestlich Saarbrücken und südlich Zweibrücken gelang es, dem Feinde erhebliche Verluste beizubringen und eine Anzahl Gefangene zu machen und Waffen und Gerät zu erbeuten. Feindliche Spähtrupp-Unternehmen südwestlich Saarbrücken und südlich Zwei­brücken wurden unter Verlusten für den Feind abgewiesen.
Ein feindliches Flugzeug, das im westlichen Grenzgebiet von eigenen Jägern gestellt wurde, entzog sich dem Kampf durch Einflug in belgisches Hoheitsgebiet.
Ein eigenes Flugzeug wird vermisst.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 21. April 1940

 

Am 20. April nachmittags erschienen feindliche Seestreitkräfte vor Narvik und nahmen eine Zeitlang Hafen und Stadt unter Feuer. Landungsversuche wurden nicht unternommen.
Die im Raum von Narvik stehenden deutschen Truppen stellten eine Beute von 8.000 Gewehren und 315 Maschinengewehren mit dazuge­höriger Munition sicher.
Nach Drontheim wurden weitere Verstärkungen an Infanterie und Artillerie planmäßig zugeführt.
Bei Bergen und Stavanger sind deutsche Truppen damit beschäftigt, den von ihnen besetzten Raum zu erweitern und von kleineren norwegischen Abteilungen zu säubern.
Im Raum von Oslo setzten die weiterhin verstärkten deutschen Truppen ihr Vorgehen in allen Richtungen schnell fort. Eine Kampfgruppe steht kurz vor Aamot, eine weitere ist 50 km über Hamar nach Norden gestoßen. Deutsche Truppen stehen vor Gjoevik.
Deutsche Seestreitkräfte versenkten im Hardanger-Fjord einige kleinere nor­wegische Kriegsfahrzeuge, darunter den norwegischen Minenleger „Tyr", und kämpften eine Land-Batterie nieder.
Die Mannschafts- und Materialtransporte nach Norwegen laufen in erhöhtem Maße weiter.
Ein ehemaliger polnischer Zerstörer wurde durch ein Unterseeboot nordostwärts der Shetland-Inseln versenkt.
Durch die bereits gemeldeten Angriffe deutscher Kampfflugzeuge auf englische Seestreitkräfte am 19. April wurden insgesamt ein Schwerer, ein Leichter Kreuzer sowie vier Transportschiffe getroffen. Der Ansatz starker Kampffliegerverbände gegen die feindlichen Landungsver­suche bei Namsos und Andalsnes am 20. April war von außerordentlicher Wir­kung. Bei Andalsnes wurde ein Kreuzer mit einer Bombe schwersten Kalibers getroffen und versenkt. Ein anderer Kreuzer erhielt von zwei Flugzeugen Bom­bentreffer mittleren Kalibers, zeigte Stichflamme und setzte sich anschließend auf Strand.
An einer anderen Stelle wurde ein Truppentransportschiff von 15.000 BRT durch mehrere Bombentreffer in Brand gesetzt. Ein zweiter Truppentransporter erhielt durch Bombeneinschlag starke Schlagseite.
Gelandete britische Truppeneinheiten wurden an beiden Stellen wirksam mit Bomben bekämpft und erlitten starke Verluste an Personal und Material. Die Bahnhöfe von Namsos und Andalsnes wurden in Brand geworfen, Vormarschstra­ßen und Brücken durch Bombentreffer zerstört.
Im Westen wurden süd-westlich Saarlautern und südwestlich [Bad] Bergzabern feind­liche Spähtrupp-Unternehmen für den Feind verlustreich, ohne eigene Verluste, abgewiesen.
Im deutsch-französischen Grenzgebiet kam es im Verlauf des 20. April zu meh­reren Luftkämpfen. Ein eigenes Flugzeug stürzte bei einem Luftkampf ab. Fünf feindliche Flugzeuge verschiedenen Musters wurden über eigenem und Feindge­biet durch deutsche Jäger und Flakartillerie abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 22. April 1940

 

Narvik wurde am 21. April erneut durch feindliche Seestreitkräfte beschossen, ohne dass es zu einem Landungsversuch gegen den von deutschen Truppen besetz­ten Raum kam.
Die im Raum von Drontheim eingesetzten deutschen Verbände erreichten für die Fortführung der Operationen wichtige Punkte. Zu ernsteren Kämpfen ist es hierbei nirgends gekommen.
Im Raum von Bergen erhöhte sich die durch deutsche Gruppen sichergestellte Beute um eine Anzahl moderner Geschütze und wesentliche Materialmengen.
Die Landverbindung zwischen den von deutschen Truppen besetzten Räumen von Oslo über Kristiansand bis Stavanger ist hergestellt.
Die im Raum von Oslo in nördlicher und nordwestlicher Richtung vorgehenden deutschen Truppen haben norwegische Abteilungen zum Kampf gestellt und ge­worfen. Hierbei nahmen unsere Truppen nach Kampf Gjoevik und Lillehammer sowie den Höhenrücken Lundehaedge. Der Gegner hatte starke Verluste.
Stärkere Kampffliegerverbände bekämpften britische Landungsversuche bei Namsos und Andalsnes mit Erfolg und zerstörten die mit feindlichen Truppen belegten Orte und die Bahnanlagen. Ein britischer Zerstörer wurde getroffen, zwei feindliche Handelsschiffe versenkt.
Trotz schlechten Wetters halfen deutsche Kampfflugzeuge mit, den feindlichen Widerstand nördlich Hamar zu brechen, und zerstörten die rückwärtigen Bahn­verbindungen des Gegners.
Das mit großen Munitionsvorräten gefüllte Arsenal der Garnison Oslo wurde in Hevedöya entdeckt und sichergestellt.
Bei der Unterseebootjagd im Skagerrak und Kattegatt wurden zwei feindliche Unterseeboote vernichtet.
In der norwegischen Marinewerft Horten wurde der Betrieb wieder aufge­nommen.
Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärung im Seegebiet um Narvik, an der Westküste Norwegens und über der nördlichen Nordsee fort. Britische Flugzeuge griffen den Flugplatz Aalborg an, ohne irgend einen Personen- oder Sachschaden anzurichten. Dabei wurden drei britische Flugzeuge, ein weiteres in der Nacht über deutschen Küstengebiet abgeschossen.
Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Deutsche Flugzeuge stießen bei der Fernaufklärung bis Bordeaux vor. Im Laufe des Tages kam es zu einer Riehe von Luftkämpfen, in deren Verlauf zwei britische und zwei französische Flugzeuge abgeschossen wurden. Drei deutsche Flugzeuge kehrten nicht zurück. Ein Flugzeug musste wegen Benzinmangels auf Schweizer Gebiet notlanden.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 23. April 1940

 

Auch am 22. April machten die Engländer in dem von deutschen Truppen besetzten Raum von Narvik keine Landungsversuche. Dagegen beschossen engli­sche Seestreitkräfte erneut die Stadt und den Hafen.
Die um Drontheim versammelten deutschen Truppen stießen, unterstützt von leichten Seestreitkräften, bis auf hundert Kilometer in nord-ost-wärtiger Richtung vor, warfen den dort befindlichen Feind und sperrten die von Namsos nach Süden führenden Verbindungswege. Im Vaksdal-Fjord wurde ein norwegischer Bewacher vernichtet.
Im Raum von Bergen und Stavanger dauert der Kampf mit zersprengten nor­wegischen Truppenteilen in der weiteren Umgebung der Städte noch an. Dabei fielen weitere Geschütze in deutsche Hand.
Im Norden von Oslo setzten die deutschen Truppen ihr Vorgehen über Aamot und Lillehammer trotz Geländeschwierigkeiten und feindlicher Sperren fort.
Kampfverbände der Luftwaffe griffen erfolgreich in den Kampf ein. Ein norwegi­sches Flugzeug wurde zerstört.
Vor der mittleren norwegischen Westküste und im Seegebiet von Andalsnes griffen Kampfverbände erneut britische Kriegs- und Transportschiffe an. Sie ver­senkten trotz heftiger Abwehr einen britischen Zerstörer und einen Trans­port-Dampfer. Ein weiterer Zerstörer wurde durch Bomben mittleren Kalibers getroffen, ein Transportschiff von etwa 5.000 BRT durch Brandwirkung ver­nichtet.
Weitere Bombenangriffe richteten sich gegen die wichtigen Bahnhöfe von Dom­bas und Grong im mittleren Norwegen sowie gegen die von hier ausgehenden Bahnlinien und Straßen. Bahnhöfe, Gleisanlagen und Straßen wurden zerstört und damit dem Gegner von Andalsnes und Namsos her jede rasche Operationsmög­lichkeit genommen.
In der Nacht zum 23. April wurde ein erneuter erfolgloser britischer Bomben­angriff auf Aalborg abgewiesen. Ein britisches Flugzeug wurde durch Flak abge­schossen.
Die Unterseeboot-Jagd im Kattegatt brachte einen weiteren Erfolg.
Die Versorgung der norwegischen Häfen wurde fortgesetzt.
Ein Unterseeboot schoss in der Höhe von Stadlandet aus einem nach Norwegen bestimmten Geleitzug einen Nachschub-Dampfer von 6.000 BRT heraus.
Im Westen keine besonderen Ereignnisse.
Es fanden Grenz-Überwachungs- und Aufklärungsflüge statt. Bei Nacht flogen einzelne feindliche Aufklärungsflugzeuge nach Westdeutsch­land ein.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 24. April 1940

 

Die feindlichen See- und Landstreitkräfte im Gebiet von Narvik haben sich weiter verstärkt, ohne bisher zum Angriff zu schreiten.
Nordostwärts Drontheim nahmen deutsche Truppen nach kurzem Kampf die wichtige Enge von Steinkjer an der äußersten Nordostspitze des Drontheim-Fjords. 80 Gefangene wurden eingebracht.
Ostwärts von Bergen schreitet der Angriff gegen die bei Voss befindlichen nor­wegischen Kräfte fort.
Die Kämpfe im Räume von Stavanger sind abgeschlossen. Zwei norwegische Regimenter wurden dort im Zusammenwirken mit der Luftwaffe angegriffen und nach kurzem, hartnäckigem Kampf entwaffnet.
Die von Oslo aus nach Norden und Nordwesten vorgehenden deutschen Hauptkräfte haben, von Panzertruppen und der Luftwaffe unterstützt, den feind­lichen Widerstand überall gebrochen und sind in flottem Vorgehen. Weitere Verstärkungen schließen auf und treffen täglich in Oslo ein.
Ein Angriffsversuch englischer Flugzeuge auf die Umgebung der Flugplätze von Oslo hatte keinen Erfolg. Einige Privathäuser wurden beschädigt.
Die Luftaufklärung am 23. April erstreckte sich wiederum auf die gesamte Nordsee, insbesondere gegen die Orkneys und das Seegebiet vor der norwegischen Westküste.
Die Angriffe der deutschen Kampfflieger-Verbände richteten sich mit Schwer­punkt gegen die Ausladungen der Briten an der norwegischen Küste sowie gegen die von ihr ins Landesinnere führenden Straßen und Eisenbahnlinien.
Im Namsos-Fjord wurde ein Zerstörer schwer beschädigt, vor Andalsnes ein weiterer Zerstörer und ein Transporter so getroffen, dass auf beiden Schiffen Feuer ausbrach.
Am Eingang zum Molde-Fjord erhielt ein anderes Transportschiff zwei Volltreffer, die das Schiff manövrierunfähig machten.
An einer anderen Stelle wurde ein feindli­cher Frachtdampfer mit mehreren Bomben belegt. Er zeigte kurz darauf schwere Schlagseite.
Bei den ins Landesinnere führenden Eisenbahnen wurden an mehre­ren Stellen die Schienenstränge durch Bombentreffer aufgerissen, Bahnhöfe zerstört und Lagerschuppen in Brand gesetzt. Ein feindlicher Transportzug erhielt einen Volltreffer und brannte aus.
Von feindlichen Truppen belegte Orte und Truppenlager wurden zerstört.
Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Bei einem nächtlichen Einflug in die Deutsche Bucht wurde ein britisches Flug­zeug über Sylt durch Flakartillerie abgeschossen.
Bei einem Luftkampf südlich Diedenhofen schossen deutsche Jäger zwei Hurricane-Flugzeuge ab.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 25. April 1940

 

Dreißig Kilometer nordostwärts Narvik sind Kämpfe unserer Sicherungen mit stärkeren feindlichen Kräften im Gange. Narvik selbst wurde von englischen Seestreitkräften erneut heftig beschossen.
Nördlich Drontheim haben deutsche Truppen nach der Einnahme von Steinkjer gegen geringen feindlichen Widerstand weitere wichtige Übergänge und Engen besetzt. Der Raum von Drontheim und die von dort nach der schwedischen Gren­ze führende Bahn ist damit gegen Norden gesichert.
Der schnelle Vormarsch im Raum von Oslo nach Norden und Nordwesten hält an. Unterstützt von der Luftwaffe, brachen die deutschen Truppen jeden Versuch des Gegners, sich erneut zu setzen, und zwangen ihn zu teilweise regellosem Rückzug.
Bei der Unterseebootjagd im Skagerrak wurden zwei feindliche Unterseeboote vernichtet.
Eine Vorposten-Flottille sichtete bei diesigem Wetter am Westausgang des Skagerraks eine Gruppe großer französischer Zerstörer auf nahe Entfernung. Trotz erheblicher Überlegenheit der feindlichen Streitkräfte griffen die Vorposten-Boote sofort an. Nach kurzem Gefecht lief der Feind mit höchster Fahrt ab und kam mit westlichem Kurs außer Sicht.
Zwei moderne norwegische Zerstörer wurden mit deutschen Besatzungen in Dienst gestellt.
Die Luftwaffe klärte am 24. April über der mittleren und nördlichen Nordsee bis in Höhe der Shetland-Inseln und über Mittel-Norwegen auf.
Kampfflieger-Verbände unterbrachen die Verbindungen des Gegners im Raum nördlich Lillehammer-Drontheim-Bergen und bekämpften, zum Teil im Tiefan­griff, feindliche Marschkolonnen, Truppenansammlungen und Stützpunkte.
Vor der norwegischen Küste wurden durch die Luftwaffe feindliche Seestreit­kräfte angegriffen. Ein britischer Flak-Kreuzer erhielt dabei einen schweren Treffer und stellte unter Feuererscheinung seine Kampftätigkeit ein. Über der Nordsee wurden drei britische Flugzeuge vom Muster Lockheed-Hudson und ein britisches Flugzeug vom Muster Hampton-Hereford, bei Aal­borg ein weiteres Flugzeug abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden ver­misst.
Bei dem bereits gemeldeten Einflug britischer Flugzeuge auf die Insel Sylt wurde der Badeort Wenningstedt mit Bomben belegt und mehrere Häuser be­schädigt.
Auch am Rande der kleinen Stadt Heide in Schleswig-Holstein warfen feindliche Flugzeuge in der Nacht zum 24. April mehrere Bomben ab, obwohl sich weder in Heide noch in seiner weiteren Umgebung irgendwelche militäri­schen Ziele befinden. Der Feind hat damit den Luftkrieg gegen unverteidigte Orte ohne militärische Bedeutung eröffnet.
Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Zwei französische Flugzeuge wurden an der Grenze durch Flak abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug kehrte vom Feindflug nicht zurück.

 

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 26. April 1940

 

Britische Seestreitkräfte beschossen auch am 25. April den Hafen von Narvik.
In Drontheim trafen Verstärkungen an Truppen und Material ein.
Im Raum von Bergen sind deutsche Truppen im Begriff, die Gegend von Voss von norwegischen Abteilungen zu säubern. Vereinzelter feindlicher Widerstand wurde gebrochen.
Die von Oslo aus nach Norden und Nordwesten in mehreren starken Kampf­gruppen vorgehenden deutschen Verbände haben auch am 25. April in engem Zusammenwirken mit der Luftwaffe weiter an Raum gewonnen. An einzelnen Punkten sind die Kämpfe noch im Gange.
Kampfflieger-Verbände belegten Truppenansammlungen und Marschbewegun­gen, Verkehrsanlagen und Transporte mit Bomben. Vom Feind benutzte Hafenanlagen wurden durch Bombenwurf zerstört, auf einem
Feldflugplatz zwischen Dombas und Andalsnes elf feindliche Flugzeuge vernichtet.
Im Seegebiet vor der Norwegischen Westküste wurden mehrere britische Schiffe mit Bomben angegriffen. Ein Minensucher und ein Transporter setzten sich nach Bombentreffern auf Strand. Ein Torpedoboot zeigte starke Rauchentwicklung und stoppte. Ein Tank-Dampfer erhielt durch einen Treffer starke Schlagseite und wurde von der Besatzung verlassen. Durch Bombentreffer explodierten die Kesselanla­gen eines anderen Nachschubschiffes.
Durch einen britischen Luftangriff auf einen Flugplatz bei Drontheim wurden einige Flugzeuge durch Splitterwirkung beschädigt.
In der Nacht vom 25. zum 26. April wurde Oslo von britischen Kampfflug­zeugen angegriffen und mit Bomben belegt. Während militärischer Schaden auf dem Flugplatz nicht angerichtet wurde, steht
der Umfang der Bomben-Wirkung in der Stadt Oslo noch nicht im einzelnen fest.
Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Ein deutsches Aufklärungsflugzeug musste in Belgien notlanden; die Besat­zung ist unversehrt.
Bei Nacht fanden einige Einflüge feindlicher Flugzeuge in die Deutsche Bucht statt. Ein britisches Flugzeug wurde in der Gegend Sylt abgeschossen und stürzte ins Meer.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 27. April 1940

 

Aus militärischen Gründen hat das Oberkommando der Wehrmacht bis heute keinerlei Nachrichten über den Zusammenstoß deutscher Truppen in Norwegen vom 22. April an mit englischen Landungsabteilungen gebracht. Diese Zurück­haltung ist jetzt nicht mehr erforderlich.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt daher bekannt:
Als es am 22. und 23. April unseren Truppen gelang, in Lillehammer und in Treuen überraschend einzubrechen, stießen sie zum ersten Male auf englische, von Andalsnes vorgeworfene Kräfte und zersprengten sie. Völlig überrascht flüchtete der Feind unter Hinterlassen von Waffen und Gerät in Richtung Dombas. Fast 200 Gefangene, darunter ein englischer Truppenstab und Kom­mandeur, fielen in deutsche Hand, mit ihm eine große Anzahl politisch und militärisch höchst bedeutungsvoller englischer Operationsbefehle und Doku­mente. Weitere englische Gefangene wurden dort am 25. April eingebracht.
Eine andere englische Landungsabteilung wurde bei Steinkjer nördlich Drontheim angegriffen und nach kurzem Kampf geworfen. Hier gelang es, zwei englische Offiziere und 80 Mann gefangen zunehmen. Sie gehörten dem Royal Rgt. Kings Own Yorkshire Light Inf.-Rgt. und dem 4. Lincolnshire Rgt. an. Die Anwesenheit deutscher Truppen in Norwegen war ihnen von der Füh­rung verschwiegen worden.
An beiden Stellen zeigte sich bald nach der Kampfberührung die Überlegen­heit der deutschen Wehrmacht. Den Engländern gelang es nicht, unseren Vor­marsch aufzuhalten. Die überlegene Kampfführung der deutschen Truppen er­möglichte es, die feindlichen Stellungen mit geringen eigenen Verlusten in kur­zer Zeit zu nehmen.
In raschem Vordringen nach Norden überschritten am 26. April starke deut­sche Kräfte Tynset und Röros und sind damit nach einem Marsch von 350 Kilo­metern von Oslo aus nur mehr 100 Kilometer von Drontheim entfernt. Ost­wärts Bergen wurde Voss von unseren Truppen nach Kampf mit Norwegen ge­nommen.
Das Artilleriefeuer englischer Seestreitkräfte auf den Hafen und die Verteidi­gungsanlagen in der Umgebung von Narvik hielt auch am 26. April an.
Ein norwegisches Bataillon wurde nördlich Narvik durch den Gegenangriff unserer Gebirgsjäger aufgerieben und dabei 144 Gefangene gemacht.
Die Luftwaffe setzte ihre Angriffe zur mittelbaren und unmittelbaren Unter­stützung des Heeres im norwegischen Kampfraum mit großem Erfolg fort. Dabei wurde ein britischer Kreuzer im Sogne-Fjord durch vier Bomben getroffen und durch die anschließende Explosion seiner Munition schwer beschädigt und kampf­unfähig gemacht.
Bei einem erfolglosen Angriff auf den Flugplatz Aalborg gelang es, ein briti­sches Flugzeug abzuschießen.
Durch rege Stoß- und Spähtrupptätigkeit im Westen brachten wir dem Feinde Verluste bei und nahmen ihm 32 Gefangene ab.

 

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 28. April 1940

 

Die deutschen Truppen in Norwegen kämpften auch am 27. April mit großem Erfolg.
An allen Punkten, an denen sich der Feind unserem Vorgehen entgegen­stellte, wurde er von unseren Truppen geworfen. Sie setzten ihren schnellen Vor­marsch fort.
Hierbei unterstützte die Luftwaffe die Heeresverbände durch fortge­setztes unmittelbares Eingreifen in den Erdkampf und durch Angriffe gegen die rückwärtigen Verbindungen und Bewegungen des Feindes.
Unter den am 27. April eingebrachten Gefangenen befanden sich wiederum Engländer, darunter ein Oberst, der Kommandeur der Leicester.
Die Befriedungsaktion schreitet in ganz Norwegen ständig fort.
Nach der Ein­nahme von Voss, im Raum ostwärts von Bergen, warfen die Reste der dort versprengten norwegischen Abteilungen die Waffen fort und flüchteten in die Berge.
Im Raum von Stavanger hat sich die Gefangenenzahl auf 241 Offiziere, darunter mehrere englische Flieger, und somit auf 2.921 Mann erhöht.
Mit der umfangrei­chen Waffen- und Materialbeute in diesem Raum fielen u. a. allein 22 Geschütze und 267 Maschinengewehre in unsere Hand.
Außerdem wurden ortsfeste Batte­rien durch die Kriegsmarine übernommen.
Die Briten setzten die Beschießung von Narvik in der Nacht vom 26. zum 27. April fort.
Die Luftwaffe bekämpfte britische Landungs-Truppen bei Harstad und Andalsnes trotz heftiger Flak-Abwehr erfolgreich.
Vor Narvik wurde ein britischer Kreu­zer mit einer Bombe schwersten Kalibers mittschiffs getroffen.
Vor Andalsnes erhielt ein britischer Flak-Kreuzer mehrere Treffer verschiedener Kaliber und wur­de außer Gefecht gesetzt.
Im Molde-Fjord wurden drei britische Transport-Damp­fer mit einer Gesamttonnage von 12.000 BRT versenkt, vier weitere mit einer Gesamttonnage von 23.000 BRT schwer getroffen.
Ein britisches Flugzeug wur­de über der Nordsee abgeschossen, zwei feindliche Flugzeuge am Boden zer­stört. Ein eigenes Flugzeug wird vermisst.
Im Westen keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 29. April 1940

 

Unterstützt durch die Luftwaffe, die in den Erdkampf eingreift und die rück­wärtigen Verbindungen des Feindes unterbricht, nehmen die Operationen in Norwegen ihren planmäßigen Verlauf.
Die Befriedung im Innern Norwegens schreitet fort. Es wurden weitere sechs Batterien mit insgesamt 24 Geschützen mit der gesamten Ausstattung und Mu­nition sichergestellt. Eine Dynamit-Fabrik wurde besetzt.
Im Küstengebiet von Mittel-Norwegen erhielten zwei britische Kreuzer Voll­treffer mittleren Kalibers. Bei elf Transport- und Nachschubschiffen mit insge­samt 50.000 BRT wurden schwere Bombentreffer erzielt,
so dass ein Teil der Schiffe vernichtet wurde.
Bei Lesjaskop wurden drei am Boden stehende feindliche Flugzeuge durch Bombenangriff zerstört, zwei deutsche Flugzeuge werden vermisst.
Im Westen keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 30. April 1940

 

Die auf allen Straßen in Richtung Drontheim und Dombas vordringenden deutschen Truppen haben den Feind auch am 29. April überall geschlagen und zum Rückzug gezwungen.
Von Oslo, aus, wo große Vorräte und Lager aller Art erbeutet wurden, ist die Verfolgung in Richtung Dombas im Gange.
Auch die Bewegungen und Kämpfe in der Richtung auf Bergen schreiten rasch vorwärts. Das weiter hinter der Front ins Gebirge abgedrängte norwegische Infanterie­regiment 4 hat in Stärke von 2500 Man mit seinem Kommandeur nordwestlich Lillehammer die Waffen gestreckt.
Von Voss ostwärts Bergen, nach Osten verfolgende deutsche Truppen nahmen 260 Mann gefangen und erbeuteten fünf Geschütze.
Die feindlichen Landungen, Versammlungen und Bewegungen in und aus dem Raum von Namsos und Andalsnes erlitten durch die Angriffe unserer Luft­waffe schwerste Einbußen. Barackenlager, Speicher, Kasernen und Tankanlagen wurden in Brand gesetzt, sechs Schiffe versenkt und weitere schwer beschädigt.
Nordwestlich Kristiansand schossen wir am 28. April ein britisches Flugzeug ab.
Unserer Unterseebootjagd im Skagerrak und Kattegatt sind zwei bis drei weite­re feindliche Unterseeboote zum Opfer gefallen.
An der Westfront keine besonderen Ereignisse.

SONDERMELDUNG

Dem zurückgehenden Feind scharf nachdrängend, erreichten unsere im Gudbrandsdal vorgehenden Truppen heute mittag den wichtigen Bahn-und Straßenknotenpunkt Dombas. Im Vormarsch von Norden nach Süden entlang der Bahnlinie Drontheim-Dombas wurde Opdal besetzt. Damit ist auch die Hauptbahnverbindung Oslo-Drontheim in deutscher Hand!

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Die Luftwaffe greift mit Bombern in Norwegen massiv ein und greift in englische Kriegsschiffe vor Norwegen an. Auch der Flottenstützpunkt Scapa Flow in Nord-Schottland ist immer wieder Ziel der deutschen Flugzeuge. Genauso wie die RAF, welche vor allem gegen die Bodentruppen Einsätze fliegt. Die Royal Navy übernimmt dabei auch einen wichtigen Teil, denn die Schlachtschiffe beschießen Narvik und machen es den deutschen Truppen dort sehr schwer zu agieren. Die Landung von englischen Truppen misslingt dabei erneut. Erst Ende April kann England erfolgreich eine größere Anzahl eigener Truppen bei Bodo, südlich von Narvik landen.
Der norwegische Oberbefehlshaber, General Ruge, veröffentlich einen optimistischen Tagesbefehl: 'nun ist die Zeit des Rückzuges beendet..., bleibt standhaft ... und der Sieg wird unser sein!' Man kann die deutschen Truppen an manchen Punkten aufhalten, doch sind diese Erfolge nur temporär. Die Briten sind weniger zum Kämpfen auf die Insel gekommen, sondern helfen eher bei der Evakuierung befreundeter Truppen bzw. der eigenen Einheiten dort. Bis Anfang Mai sind Andalsnes, Molde und Alesund in Mittel-Norwegen evakuiert. Dort treffen deutsche Kolonnen von Oslo und Trondheim zusammen - Hitler gibt ein Glückwunschschreiben in einem Tagesbefehl heraus.

 

In England beobachtet man die Entwicklung in Norwegen genau und man bereitet sich weiter bzw. intensiver auf die Kriegswirtschaft vor. Die Einkommensteuer wird erhöht und Sondersteuern für Genussmittel auferlegt. Dazu sollen nun Männer im Alter von 26 Jahren für den Kriegsdienst registriert werden. In Deutschland hingegen wird nicht nur der Krieg in Norwegen nun auch offiziell als dieser bezeichnet, wobei sich Reichsaußenminister Ribbentrop für die deutsche Invasion in Norwegen als Hilfe rechtfertigt. Er argumentiert mit einer riesigen und sorgfältig geplanten englischen, französischen und norwegischen 'Verschwörung', wobei Dänemark und seine schnelle Besetzung sorgfältig verschwiegen werden. Die Deutschen sind sich ihres Sieges in Norwegen schon sicher, sind doch die wichtigsten Orte besetzt und die flächenmäßige Besetzung nur eine Frage der Zeit. Man geht schon soweit in der Planung, dass der bisherige Gauleiter von Essen, Terboven zum Reichskommissar für Norwegen ernannt wird.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben

Generalfeldmarschall Friedrich Paulus


Quellen

Die Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht 1939-1945, 5 Bände, GLB Parkland Vlgsges.Mbh, Juni 2004. (ISBN-10: 389340063X)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... -Maerz.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... -Maerz.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... -Maerz.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... 05-Mai.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

Autor: Schwarzenberg



Das Thema

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt

 

Die Berichte der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg

(01. - 31. März 1940)

Der Begriff Wehrmacht bezeichnet die Streitkräfte im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die Wehrmacht ging durch das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 aus der damaligen Reichswehr hervor und wurde im August 1946 offiziell aufgelöst. Die Berichte der Wehrmacht sind in die sogenannte „Wehrmachtpropaganda“ einzuordnen, wurden vom 1. September 1939 bis zum 9. Mai 1945 jeweils in den Mittagsnachrichten ausgestrahlt und beinhalteten neben dem Bericht über militärische Situation, auch Namensnennung und Auszeichnung des Oberbefehlshaber.

 

„Ich habe den Wehrmachtbericht immer als wohl das wertvollste Propagandainstrument der Wehrmachtpropaganda betrachtet, allerdings unter der einen unabänderlichen Voraussetzung, daß er nur die Wahrheit bringen durfte und sich niemals der Lüge bediente. […] In dieser Auffassung war ich auch einig mit dem Chef des Wehrmachtführungsstabes, einem Fanatiker der Wahrheit.“

(Die Wehrmachtberichte. Band I, Köln 1989, ISBN 3-423-05944-3)

 


01.03. - 11.03.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 1. März 1940

 

Im Westen örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
Wie durch Sondermeldung bereits bekanntgegeben, hat ein von Fernfahrt zurückgekehrtes, unter dem Kommando von Korvettenkapitän Werner Hartmann stehendes Unterseeboot die Versenkung von 45 000 BRT gemeldet. Das Unterseeboot hat damit in zwei Unternehmungen die Gesamtversenkungsziffer von 80 000 BRT erreicht.
Die Luftwaffe führte am 29. Februar erneut, trotz ungünstiger Wetterlage, Aufklärungsflüge über Ostfrankreich und der Nordsee durch.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 2. März 1940

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Die Luftwaffe führte Aufklärungsflüge über der gesamten Nordsee bis zu den Orkney-Inseln durch. Hierbei griffen deutsche Flugzeuge an verschiedenen Stellen englische Kriegsschiffe und in englischem Geleit fahrende Handelsschiffe erfolgreich an. Ein Schiff sank sofort, bei einem andern wurden erhebliche Brandwirkungen festgestellt. Weitere vier Schiffe sind durch Bomben so schwer getroffen worden, daß ihr Verlust wahrscheinlich ist.
Nach einem Nachtflug über Nordwestdeutschland flog ein feindliches Flugzeug am 1. März morgens, bei Nymwegen über niederländisches Hoheitsgebiet zurück.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 3. März 1940

 

An der Westfront keine besonderen Ereignisse.
Die Luftwaffe klärte in der Zeit vor Morgengrauen bis zum Spätnachtmittag des 2. März über der gesamten Nordsee auf. Vor der britischen Ostküste wurden zwei Vorpostenboote und elf bewaffnete oder im Geleit fahrende Handelsschiffe angegriffen und teils versenkt, teils schwer getroffen.
Tagsüber wurde über Nordostfrankreich bis in die Gegend von Paris aufgeklärt. Bei der Grenzüberwachung fanden verschiedene Luftkämpfe an der deutsch-französischen Grenze statt. Hierbei wurden drei französische Flugzeuge durch deutsche Jäger abgeschossen, zwei deutsche Aufklärer werden vermißt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 4. März 1940

 

Zwischen Saar und Pfälzer Wald wurden durch einen Spähtrupp sieben, an einer anderen Stelle 2 französische Gefangene eingebracht.
Die deutsche Luftwaffe setzte in der Nacht vom 2. zum 3. März ihre Erkundungstätigkeit an der englischen Ostküste und über Ostfrankreich fort. Einzelne Feindflugzeuge flogen in großer Höhe von der Deutschen Bucht her nach Nordwestdeutschland ein. Dabei überflog ein englisches Flugzeug die deutsch-dänische Grenze.
Deutsche Jagdflugzeuge stießen bei Grenzüberwachung in Gegend Diedenhofen auf französische Jagdflugzeuge. Es kam zu einem Luftkampf zwischen vier Masserschmitt-Flugzeugen und zwölf Marone-Flugzeugen. Nachdem ein französisches Flugzeug abgeschossen war, entzogen sich die Franzosen trotz ihrer dreifachen Überlegenheit dem weiteren Kampf.
Ein deutsches Heinkel-Aufklärungsflugzeug mußte nach einem Luftkampf mit drei französischen Jägern in der Gegend von Metz, in dessen Verlauf beide Motoren aussetzten, mitten in der französischen Festungslinie notlanden. Die Besatzung verbrannte ihr Flugzeug. Zwei Mann, von denen einer einen schweren Oberschenkelschuß erhalten hatte, schlugen sich durch die französischen Linien bis in die deutsche Stellung durch.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 5. März 1940

 

Zwischen Mosel und Pfälzer Wald teilweise lebhafteres Artilleriefeuer und beiderseitige Spähtrupptätigkeit.
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, hat ein von Fernfahrt zurückgekehrtes Unterseeboot die Vernichtung von 36 000 BRT gemeldet.
Die Luftwaffe setzte am 4 März trotz ungünstiger Wetterlage ihre Aufklärungsflüge über Ostfrankreich fort.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 6. März 1940

 

Ostwärts der Mosel hob ein Stoßtrupp einen von den Engländern besetzten Unterstand unter starken Verlusten für den Gegner aus und nahm 16 Mann der Besatzung gefangen.
Sonst keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 7. März 1940

 

An der Westfront keine besonderen Ereignisse.
Die eigene Luftaufklärung gegen England wurde fortgesetzt.
Einzelne britische Flugzeuge flogen in der Nacht vom 5. zum 6. März in die Deutsche Bucht ein und berührten hierbei das nordwestdeutsche Küstengebiet. Ein britisches Flugzeug flog nördlich Sylt über dänisches Hoheitsgebiet ein.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 8. März 1940

 

An der Westfront außer örtlicher Artillerietätigkeit keine besonderen Ereignisse.
In der Nacht vom 6. zum 7. März und vom 7. zum 8. März fanden wiederum erfolgreiche Vorstöße der Luftwaffe gegen die britische Ostküste statt. Hierbei wurden trotz starker Gegenwehr insgesamt elf in britischem Geleit oder abgeblendet längs der britischen Ostküste fahrende Handelsschiffe versenkt oder schwer getroffen. Alle deutschen Flugzeuge, die zu dieser Unternehmung eingesetzt waren, kehrten ohne Verluste zurück. Ein zu Aufklärung gegen Nordschottland eingesetztes Flugzeug wird vermißt.
In der Nacht vom 6. zum 7. März flogen einzelne englische Flugzeuge in die Deutsche Bucht ein. Bis auf ein Flugzeug traten alle übrigen noch vor dem Erreichen der deutschen Küste den Rückflug an.
Bei feindlichen Einflügen nach Nord- und Westdeutschland in der Nacht vom 7. zum 8. März wurde dänisches und luxemburgisches Hoheitsgebiet verletzt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 9. März 1940

 

An der Westfront Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärungstätigkeit gegen Großbritannien sowie über Nord- und Ostfrankreich fort. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 10. März 1940

 

Zwischen Mosel und Pfälzer Wald an verschiedenen Stellen lebhaftere Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
Seit Kriegsbeginn sind durch deutsche Seestreitkräfte insgesamt 46 feindliche und nach England fahrende neutrale Tankschiffe mit 331 543 BRT versenkt worden. Auf England entfallen davon 32 Tanker mit 230 125 BRT. Damit wurden 10 v. H. der englischen Tankerflotte vernichtet.
Die Luftwaffe klärte über Ostfrankreich auf. Am Nachmittag kam es an der deutsch-französischen Grenze zu einem Luftkampf zwischen sieben Messerschmitt-Flugzeugen und zehn französischen Jägern vom Muster Morane und Curtiss. Hierbei wurde ein Morane-Flugzeug abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 11. März 1940

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärungstätigkeit über Ostfrankreich fort. Der Gegner versuchte mehrfach in deutsches Gebiet einzufliegen. Hierbei überflogen am 10. März abends zwei feindliche Flugzeuge sowohl auf dem Hin- wie auf dem Rückflug luxemburgisches Gebiet.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Der finnische Winterkrieg nimmt weiter an Fahrt zu und die Situation Finnlands verschärft sich. Die Stadt Wyborg fällt in russische Hände dieser Tage. Die zugefrorene Wyborg-Bucht ist dabei Schauplatz harter und erbitterte Kämpfe, wobei die finnischen Truppen eisern versuchen auszuhalten. Wyborg gilt als Schlüsselstelle in diesem Krieg und die finnische Regierung ist sich dieser Tatsache bekannt. In aller Eile wird eine Friedensdelegation nach Moskau entsendet und ein finnisches Kommuniqué räumt ein, dass die Russen im Nordwesten der Wyborg-Bucht einen Brückenkopf errichtet haben. Man versucht auch politisch die Stellung zu halten, räumt Niederlagen ein, doch den Sieg der Russen räumen Sie unter keinen Umständen ein. Trotzdem ist die karelische Landenge, nach der Eroberung von Äli (nordöstlich von Wyborg), Vilajoki und Ruhelä, eine unumstößliche Tatsache. Der finnische Marschall Mannerheim hat die militärische Ausweglosigkeit bewusst und fordert seine Regierung dazu auf, Frieden mit der UdSSR zu machen.

 

Die Situation in der Mitte Europas, der Westfront und Höhe der Maginot Linie. Eine hochfliegende Spitfire der englischen RAF fotografiert das gesamte Ruhrgebiet in nur einem Einsatz. Damit kommt nach Abtastung die umfangreiche Aufklärung. Auch die deutschen Truppen gehen nun immer wieder in die Offensive und erobern einen mit Engländern besetzten Vorposten der Maginot-Linie. Zwar wird der Vorposten später von den Alliierten zurückerobert, doch sind dies erste Signale, dass der Sitzkrieg bald ein Ende hat. Die alliierte Propaganda fliegt auch weiter „Angriffe“, werfen Flugblätter in polnischer Sprache über West-Polen ab, sowie auf ihrem Rückflug über Leipzig und das Ruhrgebiet weitere Flugblätter in deutscher Sprache. Dabei wird in England weiter für zivilen Krieg gerüstet und einer Fleisch-Rationierung beginnt. Jeder Person steht je Woche Fleisch im Wert von 9 Pence zur Verfügung. Der Krieg zu See, um die Einschränkung der Versorgung zu bewerkstelligen, führt zu dieser Einschränkung. Aber auch die Engländer lassen nicht locker, und so halten englische Kriegsschiffe dreizehn italienische Kohleschiffe mit in Deutschland gekaufter Kohle an. Ein für Deutschland nachteiliger Kompromiss, eine alternative Transportroute (über Land) für die Belieferung mit deutscher Kohle, wurde gefunden. Der deutsche Außenminister Ribbentrop hat eine Audienz beim italienischen Diktator Mussolini und lädt ihn ein, Hitler zu treffen. Der Zusammenstoß scheint hier die Achse näher zueinander zu bringen.
Auch die U-Boote spielen eine größere werdende Rolle, was die Ereignisse in dieser Zeit zeigen.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Generalfeldmarschall Walter von Reichenau

Generalfeldmarschall Wilhelm List


02.03.1940/Halbjahresbericht

 

Die Berichte des Tages

HALBJAHRESBERICHT DES OBERKOMMANDOS DER WEHRMACHT

 

HALBJAHRESBERICHT DES OBERKOMMANDOS DER WEHRMACHT
VOM 2. MÄRZ 1940:

 

Nach einer Kriegführung von sechs Monaten zu Lande, zur See und in der Luft ist als Militärisches Ergebnis festzustellen:
In einem Feldzug von 18 Tagen wurde die polnische Wehrmacht zerschlagen, die polnischen Divisionen vernichtet und das Gebiet des ehemals polnischen Staates bis zur deutsch-russischen Interessengrenze besetzt. Damit wurde die Absicht der Gegner, Deutschland in einen Zweifrontenkrieg zu zwingen, in kürzester Frist vereitelt.
Im Westen wurde der Westwall planmäßig besetzt und bis zur Küste verlängert. An keiner Stelle hat der Gegner es gewagt, auch nur in den Wirkungsbereich des Westwalles vorzustoßen, geschweige denn ihn anzugreifen. In kühnen Spähtrupp- und Stoßtruppunternehmungen hat das deutsche Heer immer wieder seinen Angriffsgeist bewiesen und den hohen Stand seiner Ausbildung und Ausrüstung gezeigt. Wo der Gegner versuchte, im Vorfeld des Westwalls in deutsches Gebiet einzudringen, warfen ihn Verbände des Heeres in raschem Zufassen in seine Ausgangsstellung zurück.
Die deutsche Kriegsmarine hat nach Vernichtung der polnischen Seemacht bis auf die Einheiten, die vor Beginn des Feldzuges geflüchtet waren oder später in neutralen Häfen interniert wurden, den Seekrieg gegen England und Frankreich mit steigendem Nachdruck und wachsenden Erfolgen geführt.
In der Nordsee lag neben der Sicherung des Seegebietes und dem Schutz des deutschen Handelsverkehrs der Schwerpunkt auf dem Handelskrieg mit Über- und Unterwasserstreitkräften. Gleichzeitig wurden auf die Seegebiete der englischen Ost- und Westküste Minenangriffe unternommen.
Im Atlantik waren zur Kreuzerkriegsführung die Panzerschiffe „Admiral Graf Spee“ und „Deutschland“ eingesetzt. Bei Vorstößen in den Nord-Atlantik, die auch mit schweren Streitkräften durchgeführt wurden, konnte dem Feinde erheblicher Schaden zugefügt werden.
Als Ergebnis der deutschen Seekriegsführung wurden vernichtet:

 

Das Schlachtschiff „Royal Oak“,
der Flugzeugträger „Courageous“,
der Hilfskreuzer „Rawalpindi“,
die acht Zerstörer „Blanche“, „Gypsy“, „Duchess“, „Grenville“, „Exmouth“, „Viscount“, „Daring“ und „Jersey“
Ferner etwa 20 Kriegsfahrzeuge des Vorposten-, Minensuch- und Bootjagddienstes – diese unter Mitwirkung von Luftstreitkräften – sowie mehrerer Unterseeboote.
Schwer beschädigt wurden das Schlachtschiff „Nelson“,
das Schlachtschiff „Barham“,
der Schlachtkreuzer „Repulse“,
der schwere Kreuzer „Exeter“,
ein schwerer Kreuzer der London-Klasse,
der Kreuzer „Belfast“
und eine größere Anzahl von Zerstörern, Vorpostenbooten und Unterseebooten.

Im gleichen Zeitraum wurden 532 Schiffe mit 1 904 913 BRT feindlicher und dem Feind dienstbarer neutraler Handelsschifftonnage vernichtet.
Gemessen an diesen Erfolgen, waren die eigenen Verluste gering. Sie betragen: ein Panzerschiff, zwei Zerstörer, sechs Vorposten- oder Minensuchboote und elf Unterseeboote, im Monatsdurchschnitt also 2 Unterseeboote.

Die deutsche Luftwaffe war an der siegreichen Entscheidung des polnischen Feldzuges in hervorragender Weise beteiligt. Gleichzeitig mit dem Zerschlagen der polnischen Luftwaffe sicherte sie mit anderen Teilen den deutschen Luftraum im Westen. Ihre Überlegenheit hinsichtlich der Einsatzbereitschaft der Besatzungen und der Güte des Materials trat immer wieder in Erscheinung. Die auch bei ungünstigen Witterungsverhältnissen gegen England und Frankreich durchgeführten Erkundungsflüge ergänzten die vorhandenen Unterlagen über die Maßnahmen des Gegners. In der Aufklärung gegen England gelangten die deutschen Flugzeuge trotz feindlicher Gegenwehr immer wieder bis zu den Orkney- und Shetland-Inseln.
Wiederholt wurden Angriffe auf feindliche Seestreitkräfte, bewaffnete Handelsschiffe und Geleitzüge durchgeführt. Es wurden 65 Schiffe mit rund 75 000 BRT versenkt. Es handelt sich hierbei in der Mehrzahl um feindliche oder mit Banngut für England fahrende neutrale Handelsschiffe sowie um einige Schiffe britischer leichter Seestreitkräfte.
Durch Bombentreffer wurden außerdem schwer beschädigt und zum Teil zerstört 52 Schiffe mit rund 200 000 Tonnen. Davon:


40 britische Schiffe leichter Seestreitkräfte,
zwei britische Kreuzer mit 15 300t,
zwei britische Schlachtschiffe mit 63 350t
ein britischer Flugzeugträger mit 22 600t.


Seit Kriegsbeginn sind die deutsche Luftabwehr und die Bodenorganisation in dem geplanten Umfang voll ausgebaut, der Flugmeldedienst eingespielt und erprobt, sowie Luftschutzmaßnahmen und Luftschutzeinrichtungen im ganzen Reich vervollkommnet worden. Wo der Gegner versuchte, mit stärkeren Verbänden in das deutsche Gebiet einzufliegen, wurde er durch Jagd- und Flakabwehr erfolgreich abgewiesen.
Insgesamt wurden bisher 285 britische und französische Flugzeuge abgeschossen. Hinzukommen 50 Flugzeuge eines britischen Flugzeugträgers, so daß die Gesamtverluste der Westmächte seit Kriegsbeginn mindestens 335 Flugzeuge betragen. Ferner wurden neun feindliche Fesselballone abgeschossen.
Demgegenüber verlor die deutsche Luftwaffe in diesen sechs Monaten an der Westfront und über dem britischen Kampfraum insgesamt durch unmittelbare Feindeinwirkung 35 Flugzeuge und auf Feindflug verunglückt (Notlandungen, Abstürze usw.) 43 Flugzeuge.
Im sicheren Schutz der deutschen Wehrmacht konnte die Wehrkraft des 82-Millionen-Volkes voll entwickelt, die Wehrmacht weiter verstärkt und ausgebaut werden. Die bisherigen Kriegserfahrungen sind bei den drei Wehrmachtsteilen für die weitere Führung des Krieges, für die Ausbildung und für die technische Vervollkommnung des Materials ausgewertet worden. Die Leistungen der deutschen Rüstungsindustrie sind durch die feindliche Blockade nicht gemindert, sondern zu einem Höchstmaß gesteigert worden. Stärkste Reserven an ausgebildeten Kämpfern aller Art sowie technischen Personal, an Waffen und Gerät stehen an der Front und in der Heimat zu weiterem Einsatz bereit.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

„Erst wenn dies in Deutschland vollständig begriffen sein wird, daß man den Lebenswillen der deutschen Nation nicht mehr bloß in passiver Abwehr verkümmern läßt, sondern zu einer endgültigen aktiven Auseinandersetzung mit Frankreich zusammenrafft und in einen letzten Entscheidungskampf mit deutscherseits größten Schlußzielen hineinwirft: erst dann wird man imstande sein, das ewige und an sich so unfruchtbare Ringen zwischen uns und Frankreich zum Abschluß zu bringen; allerdings unter der Voraussetzung, daß Deutschland in der Vernichtung Frankreichs wirklich nur ein Mittel sieht, um danach unserem Volke endlich an anderer Stelle die mögliche Ausdehnung geben zu können.“
(Adolf Hitler: Mein Kampf)

Schon in der Geheimrede vor den Generälen der Wehrmacht zeigte den Weg des Deutschen Reiches bzw. der Wehrmacht bereits 1937 vor. Zuerst der Schlag noch Osten, dann der folgende Sitzkrieg an der Westfront, der natürlich nur als Übergangsphase bestehen konnte. So war Anfang März die Zeit gekommen, den Krieg in Europa in die nächste Phase übergehen zu lassen. Hitler gab dafür die Weisung für den "Fall Weserübung" heraus. Die Hintergründe liegen in der Situation des Krieges in Finnland, dort soll nun die Wehrmacht eingreifen zum Zweck "englischen Übergriffen nach Skandinavien und der Ostsee vorzugebeugen, unsere Erzbasis in Schweden zu sichern und für Kriegsmarine und Luftwaffe die Ausgangsstellung gegen England zu erweitern."
Als letzten Akt vor dem unvermeidlichen Feldzug gegen Westen, kann die Veranstaltung am 23.11.1939 Hitlers und den obersten militärischen Führungsschichten gesehen werden. Mit größter Deutlichkeit legte er die Lage dar und überzeugte die Generale von einer Revanche gegen Frankreich bzw. versprach einen Sieg im Westen. Unbestätigten Eindrücken von der Konferenz, die später von Zeitzeugen dargelegt wurden, wollte Hitler zunächst seine operativen Ansichten darlegen und dann in sehr massiver Form die Angriffsfreudigkeit der Wehrmacht zu „fanatischer Entschlossenheit“ heben. Er lobte die Waffengattungen, die fähig waren „die Nordsee von den Briten frei zu fegen“ und schwor vor allem das Heer ein „brutale Entschlüsse zu fassen“ und „jeden zu vernichten, der gegen ihn“ sei.

 

Die größte Angst der Generäle, wie auch die Hitlers war die Maginot-Linie bzw. die Reaktion der Franzosen auf den Einmarsch. Alles hing vom Überraschungseffekt und der Frage, ist das deutsche Militär in der Lage dazu, den Fluch des Ersten Weltkrieges zu brechen.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Generalfeldmarschall Werner von Blomberg

Geschütz "Dicke Bertha"


12.03. - 21.03.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 12. März 1940

 

An der Westfront keine besonderen Ereignisse.
Die Luftwaffe klärte über Ostfrankreich auf. Ein französisches Flugzeug vom Muster Potez 63 wurde durch Flakartillerie abgschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 13. März 1940

 

In der Gegend des Pfälzer Waldes überfiel ein deutscher Spähtrupp auf französischem Boden einen auf dem Marsch befindlichen feindlichen Trupp mit Tragtieren, zersprengte ihn und brachte mehrere Gefangene ein.
Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärung über Frankreich fort.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 14. März 1940

 

An der Westfront keine besonderen Ereignisse.
Südlich Strassburg wurde ein französisches Flugzeug vom Muster Mureaux durch deutsche Flakartillerie abgeschossen.
Kapitänleutnant Schuhart konnte nach Rückkehr seines Unterseebootes von der letzten Fahrt gegen den Feind die Versenkung von 24 000 BRT melden. Damit hat Kapitänleutnant Schuhart, der im September des vergangenen Jahres auch den britischen Flugzeugträger „Courageous“ vernichtet, im Verlauf zweier Feindfahrten insgesamt 66 566 BRT versenkt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 15. März 1940

 

Keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 16. März 1940

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Die Luftwaffe klärte über Ostfrankreich und der gesamten Nordsee auf. Hierbei wurden britische Vorpostenfahrzeuge angegriffen. Eines derselben wurde versenkt, ein anderes schwer beschädigt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 17. März 1940

 

Südwestlich Zweibrücken wurde am 15. März ein feindlicher Spähtrupp in Zugstärke abgewiesen. Ein eigener Stoßtrupp sprengte am 16. März an der Saarfront einen französischen Beobachtungsstand ohne eigene Verluste.
Die Luftwaffe klärte über der Nordsee und Ostfrankreich auf. Deutsche Jäger schossen einen französischen Fesselballon westlich Breisach brennend ab.
Aufgrund der Aufklärungsergebnisse der letzten Tage unternahmen stärkere deutsche Kampffliegerverbände in den Abendstunden des 16. März einen Vorstoß nach Nordwesten und griffen in Scapa Flow liegende Teile der britischen Flotte an.
Hierbei wurden drei Schlachtschiffe und ein Kreuzer durch Bomber getroffen und schwer beschädigt. Die Beschädigung von zwei weiteren Kriegsschiffen ist wahrscheinlich.
Außerdem wurden die Flugplätze Stromness, Earth-House und Kirkwall, sowie eine Flakstellung angegriffen und mit Bomben belegt.
Trotz starker Jagd- und Flakabwehr des Feindes führten die deutschen Kampfflugzeuge ihre Aufträge erfolgreich durch und kehrten ohne Verluste zurück.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 18. März 1940

 

Hart ostwärts der Mosel und im Grenzgebiet südlich Zweibrücken wurden feindliche Spähtrupps unter Verlusten für den Gegner abgewiesen und dabei mehrere Gefangene gemacht.
Die beiderseitige Artillerietätigkeit war etwas lebhafter als an den Vortagen.
Die Luftwaffe setzte die Aufklärung gegen Frankreich und Großbritannien fort. An der schottischen Ostküste wurden feindliche bewaffnete Handelsschiffe und Vorpostenboote angegriffen. Ein Vorpostenboot wurde versenkt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 19. März 1940

 

Zwischen Mosel und Pfälzer Wald Spähtrupptätigkeit und Artilleriefeuer. Zwei feindliche Stoßtrupps wurden abgewiesen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 20. März 1940

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Am 19. März gegen 20 Uhr, griffen britische Flugzeuge die Insel Sylt an. Die Angriffe wurden von einigen Flugzeugen bis 2.40 Uhr fortgesetzt. Ein Haus wurde getroffen, sonst dank der deutschen Abwehr kein Schaden angerichtet. Die meisten Bomben fielen ins Wasser. Ein britisches Kampfflugzeug wurde durch deutsche Flak abgeschossen.
Im Zusammenhang mit dem Angriff wurde von den britischen Flugzeugen dänisches und niederländisches Hoheitsgebiet überflogen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 21. März 1940

 

An der Westfront zwischen Mosel und Pfälzer Wald örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
Deutsche Kampfflugzeuge griffen am 20. März gegen Abend einen durch Kreuzer, Zerstörer und Flugzeuge stark gesicherten Geleitzug in der Höhe von Scapa Flow sowie ein bewaffnetes Handelsschiff im englischen Kanal erfolgreich an. Der Geleitzug wurde zersprengt. Neun Kriegs- und Handelsschiffe mit einer Gesamttonnage von etwa 42 000 Tonnen sind versenkt worden. Zwei weitere Handelsschiffe mit einer Gesamttonnage von etwa 11 000 BRT wurden schwer getroffen, eines der feindlichen Flugzeuge im Luftkampf abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.
Am Vormittag des 20. März wurden einzelne britische Aufklärungsflugzeuge in der Nähe der ost- und nordfriesischen Inseln gesichtet und von der deutschen Abwehr abgewiesen.
Die Verluste der britischen Fliegertruppe bei ihrem Angriffsversuchen gegen die Insel Sylt in der Nacht vom 19. zum 20. März haben sich nach den abschließenden Feststellungen auf drei Flugzeuge erhöht.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Der Friede von Moskau beendet den 104-tägigen Russisch-Finnischen Winterkrieg. Finnland verliert die Karelische Landenge einschließlich der Stadt Wyborg und dem Industriegebiet am Vuoksi-Fluss, die Marinebasis von Hangö sowie Grenzgebiete nordwestlich vom Ladoga-See, in der 'Taille' und an der Arktis-Küste. Der Waffenstillstand trat an allen Fronten um 11 Uhr in Kraft. Feldmarschall Mannerheim letzter Tagesbefehl für die finnische Armee lautet: 'Ein schwer erträglicher Friede wurde geschlossen, welcher Russland nahezu alle Schlachtfelder überlässt, welche wir mit unserem Blute getränkt haben. Die Taten, welche ihr vollbracht habt, werden für hunderte von Jahren in unseren Geschichtsbüchern hervorstechen.'

 

Die englische Home Fleet bereitet sich der Tage mit Zusammenlegungen auf einen sich zuspitzenden Konflikt vor. U-Boot-Abwehrmaßnahmen und Luftaufklärung wurden verstärkt. Wenn man sich die steigenden Verluste: drei englische, ein französisches, vier neutrale und drei deutsche Schiffe, ansieht wird das Ausmaß der Bedrohung bewusst. Auf die Verlegung nach Scapa Flow reagierten die Deutschen mit einem Luftangriff durch 32 Bomber (2 verloren). Die britische RAF reagiert mit einem Angriff durch 50 Bomber (1 verloren) auf die Wasserflugzeug-Basis auf Sylt in Nordwest-Deutschland.
In derselben Woche trifft Mussolini mit Hitler am Brenner-Pass an der österreichisch-italienischen Grenze zusammen. Mussolini erklärt seine Bereitschaft zum Kriegseintritt gegen England und Frankreich 'in der entscheidenden Stunde'. Dr. Todt wird zum Rüstungsminister ernannt.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Großadmiral Erich Raeder

Generalfeldmarschall Erhard Milch


22.03. - 31.03.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 12. März 1940

 

An der Westfront keine besonderen Ereignisse.
Die Luftwaffe klärte über Ostfrankreich auf. Ein französisches Flugzeug vom Muster Potez 63 wurde durch Flakartillerie abgschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 22. März 1940

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Die Luftwaffe klärte trotz ungünstiger Wetterlage bis in die nördliche Nordsee auf.
Die Unternehmungen unserer Seestreitkräfte im Handelskrieg waren weiterhin erfolgreich. Im Verlauf allein von drei Tagen wurden 32 694 BRT feindlichen und dem Feinde nutzbaren Handelsschiffraumes versenkt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 23. März 1940

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Die deutsche Luftwaffe führte am 22. März trotz heftiger feindlicher Jagd- und Flakabwehr zahlreiche Aufklärungsflüge über Frankreich durch. An der Westfront flogen einige feindliche Aufklärungsflugzeuge in das deutsche Grenzgebiet ein. Ein englisches Flugzeug wurde in der Gegend von Cleve durch ein Messerschmitt-Flugzeug in großer Höhe gestellt und zum Absturz gebracht.
Am 22. März und in der Nacht vom 22. zum 23. März wurde die Verletzung neutralen Hoheitsgebieten durch feindliche Flugzeuge mehrfacht festgestellt, und zwar die Verletzung niederländischen Hoheitsgebietes um 12.22 Uhr, 22.31 Uhr und 23.14 Uhr, belgischen Hoheitsgebietes um 0.47 Uhr und luxemburgischen Hoheitsgebietes um 1.11 Uhr.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 24. März 1940

 

An der Westfront örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
Die Luftwaffe führte trotz der ungünstigen Wetterlage Aufklärungsflüge über Ostfrankreich durch.
In der Nacht vom 23. zum 24. März flogen zahlreiche feindliche Flugzeuge nach Nordwestdeutschland und in den Abschnitt Mosel-Rhein ein. Ein Vickers-Wellington-Langstreckenflugzeug wurde durch unsere Flakartillerie abgeschossen.
Beim Rückflug verletzte der Gegner in acht Fällen niederländisches Hoheitsgebiet zwischen 23.45 und 2.45 Uhr.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 25. März 1940

 

Im Westen verlief der Tag ruhig.
Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärungstätigkeit über Frankreich fort.
Bei der Grenzüberwachung im Westen wurde im Luftkampf in Gegend Zweibrücken ein französischer Aufklärer von deutschen Jägern abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 26. März 1940

 

An der Westfront keine besonderen Ereignisse.
In Gegend Saarbrücken fand zwischen Messerschmitt-Jägern und französischen Morane-Jagdflugzeugen ein Luftkampf statt, in dessen Verlauf ein feindliches Flugzeug abgeschossen wurde.
In der Nacht vom 24. zum 25. März unternahm die deutsche Luftwaffe einige erfolgreiche Erkundungsflüge nach Nord- und Ostfrankreich, ohne auf Gegenwehr zu stoßen. Feindliche Flugzeuge flogen um die gleiche Zeit nach Nord- und Südwestdeutschland ein, wobei sie teils auf dem Hin-, teils auf dem Rückflug mehrfach niederländisches, belgisches, luxemburgisches und schweizerisches Hoheitsgebiet verletzten.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 27. März 1940

 

Im Westen gelang es bei einem Stoßtruppunternehmen im Grenzgebiet südlich Pirmasens mehrere Gefangene zu machen. Der Feind erlitt außerdem Verluste an Toten und Verwundeten.
Nördlich Weissenburg wurde ein feindlicher Stoßtrupp unter Verlusten abgewiesen.
Trotz starker feindlicher Jagd- und Flakabwehr erzielten die zur Aufklärung über Frankreich eingesetzten deutschen Flugzeuge wichtige Erkundungsergebnisse.
In der Nacht vom 25. zum 26. März flogen mehrere feindliche Flugzeuge in Nord- und Westdeutschland ein. Hierbei wurde erneut in mehreren Fällen dänisches, niederländisches, belgisches und luxemburgisches Hoheitsgebiet bei Ein- und Ausflügen verletzt.
Im Laufe des 26. März versuchten feindliche Flugzeuge mehrfach die deutsch-französische Grenze zu überfliegen. Deutsche Jagdflugzeuge vertrieben den Gegner und schossen ohne eigene Verluste ein britisches Hurricane- und ein französisches Morane-Flugzeug ab.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 28. März 1940

 

An der Westfront keine besonderen Ereignisse.
Bei erfolgreichen Angriffen einzelner britischer Flugzeuge auf Vorpostenboote in der Deutschen Bucht wurde durch deutsche Jagdflugzeuge ein britisches Bristol-Blenheim-Flugzeug abgeschossen.
Von den feindlichen Flugzeugen, die in der Nacht zum 28. März abermals unter Verletzung dänischen, holländischen, belgischen und luxemburgischen Hoheitsgebietes über die deutsche Grenze ein- uns ausflogen, wurde ein britisches Flugzeug durch unsere Flak brennend abgeschossen. Ein Teil der Besatzung wurde gefangengenommen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 29. März 1940

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Deutsche Kampfflugzeuge griffen in den Abendstunden des 28. März unter schwierigen Wetterbedingungen einen britischen Geleitzug im Seegebiet der Shetlands erfolgreich an.
Der Geleitzug wurde zersprengt. Sechs große Handelsschiffe erhielten Treffer, ein Schiff geriet in Brand und ein Bewachungsfahrzeug wurde versenkt. Alle eingesetzten Kampfflugzeuge kehrten unversehrt zurück.
Tagsüber wurde im verstärkten Maße über der Nordsee, Großbritannien und Frankreich aufgeklärt. Die Flüge erstreckten sich bis nach den Orkney- und Shetland-Inseln. Sie erbrachten trotz heftiger Gegenwehr wertvolle Erkundungsergebnisse. Zwei Aufklärungsflugzeuge sind vom Feindflug nicht zurückgekehrt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 30. März 1940

 

Im Westen wurden mehrere Vorstöße feindlicher Spähtrupps abgewiesen.
Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärungsflüge trotz ungünstiger Witterung bis in die Abendstunden über der Nordsee, gegen die britische Ostküste und über Frankreich fort.
Hierbei wurde ein feindlicher Geleitzug nördlich Flamborough Head angegriffen. Ein den Geleitzug sichernder Kreuzer wurde durch Bombentreffer beschädigt, ein Handelsschiff versenkt und ein anderes getroffen. Ein deutsches Flugzeug kehrte von diesem Unternehmen nicht zurück.
An der Westfront kam es zu Luftkämpfen zwischen deutschen und französischen Jagdflugzeugen. Drei feindliche Jäger vom Muster Morane erhielten schwere Treffer und mußten unmittelbar hinter der feindlichen Linie notlanden. Ein deutsches Jagdflugzeug wurde abgeschossen.
Eines der am Vortage als vermißt gemeldeten Aufklärungsflugzeuge ist von einem deutschen Unterseeboot in der Nordsee treibend gesichtet worden. Die Besatzung wurde an Bord genommen, das Flugzeug versenkt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 31. März 1940

 

An der Westfront zwischen Mosel und Rhein kam es am 29. und 30. März mehrfach zu Zusammenstößen eigener und feindlicher Spähtrupps im Vorfeld. Nördlich Saargemünd gelang es einem Stoßtrupp mehrere Gefangene einzubringen.
Sonst keine besonderen Ereignisse.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

An der Westfront bleibt es ruhig, wobei die Patrouillen beider Seiten sich aus dem Weg gehen. England beteiligt sich dieser Tage auch an dieser Front, mit der 51. (Highland) Division an der Saar. England bereitet sich vor und ist sich dennoch sicher, dass eine Fortsetzung des Krieges unwahrscheinlich ist. So werden die im September 1939 aus den englischen Städten evakuierten Menschen wieder in ihre Häuser zurückgelassen. Nur noch 300.000 Schulkinder, von der ursprünglich über einer Million, befinden sich noch außerhalb auf dem Lande. Die RAF-Bomber leisten durch den Abwurf von Flugblättern ihren Teil zum Krieg.

 

Gleichzeitig tagt der Obersten Alliierte Kriegsrat in London und zusammen unterzeichnet man eine feierliche Erklärung, dass weder England noch Frankreich einen Waffenstillstand oder Frieden abschließen ohne gegenseitiges Einvernehmen. Eine ähnliche Vereinbarung wurde schon zu Beginn des Ersten Weltkrieges geschlossen.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Großadmiral Erich Raeder

Generalfeldmarschall Erhard Milch


Quellen

Die Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht 1939-1945, 5 Bände, GLB Parkland Vlgsges.Mbh, Juni 2004. (ISBN-10: 389340063X)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... -Maerz.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.zweiter-wk.de/Download/kv091939.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... -Maerz.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)


http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... -Maerz.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

Autor: Schwarzenberg



Das Thema

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt

 

Die Berichte der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg

(01. - 29. Februar 1940)

Der Begriff Wehrmacht bezeichnet die Streitkräfte im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die Wehrmacht ging durch das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 aus der damaligen Reichswehr hervor und wurde im August 1946 offiziell aufgelöst. Die Berichte der Wehrmacht sind in die sogenannte „Wehrmachtpropaganda“ einzuordnen, wurden vom 1. September 1939 bis zum 9. Mai 1945 jeweils in den Mittagsnachrichten ausgestrahlt und beinhalteten neben dem Bericht über militärische Situation, auch Namensnennung und Auszeichnung des Oberbefehlshaber.

 

„Ich habe den Wehrmachtbericht immer als wohl das wertvollste Propagandainstrument der Wehrmachtpropaganda betrachtet, allerdings unter der einen unabänderlichen Voraussetzung, daß er nur die Wahrheit bringen durfte und sich niemals der Lüge bediente. […] In dieser Auffassung war ich auch einig mit dem Chef des Wehrmachtführungsstabes, einem Fanatiker der Wahrheit.“

(Die Wehrmachtberichte. Band I, Köln 1989, ISBN 3-423-05944-3)

 


01.02. - 11.02.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 1. Februar 1940

 

Im Westen geringes Artilleriefeuer.
Ein eigener Stoßtrupp vernichtete am 30. Januar eine feindliche Sicherung im Grenzgebiet westlich Saarlautern und kehrte ohne Verluste zurück.
Die deutsche Luftwaffe setzte die Aufklärungstätigkeit gegen Großbritannien fort.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 2. Februar 1940

 

Keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 3. Februar 1940

 

Keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 4. Februar 1940

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, hat die deutsche Luftwaffe im Rahmen der Aufklärung über der Nordsee am 3. Februar britische Kriegsfahrzeuge und bewaffnete oder im Geleit fahrende Handelsdampfer angegriffen und trotz stärkster Flak- und Jagdabwehr ein Minensuchboot, vier Vorpostenboote und neun Handelsdampfer versenkt. Zahlreiche weitere bewaffnete Handelsdampfer wurden teilweise erheblich beschädigt. Sämtliche versenkten Handelsdampfer wurden in britischen Geleitzügen angegriffen. Drei eigene Flugzeuge sind vom Feindflug nicht zurückgekehrt.
Nach zuverlässigen Nachrichten betrugen die in der Zeit vom 21. bis 31. Januar 1940 als Folgen des Seekrieges entstandenen Verluste an englischen, französischen und neutralen Handelsschiffen zusammen 145 603 BRT.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 5. Februar 1940

 

Der Tag verlief ruhig.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 6. Februar 1940

 

Keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 7. Februar 1940

 

Keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 8. Februar 1940

 

An der Saarfront etwas lebhaftere Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
Die Verluste der feindlichen und neutralen Handelsschifffahrt – soweit sie allein durch die Kampfmaßnahmen der deutschen Kriegsmarine verursacht sind – haben von Kriegsbeginn bis Ende Januar die Summe von 409 Schiffen mit 1 493 431 BRT erreicht.
In demselben Zeitraum wurden ferner von deutschen Seestreitkräften 354 Schiffe mit insgesamt 607 881 BRT zur weiteren prisenrechtlichen Untersuchung in deutsche Häfen eingebracht.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 9. Februar 1940

 

In Forbach stieß eine eigene Sicherung mit einem stärkeren feindlichen Spähtrupp zusammen. Dabei verlor der Gegener mehrere Gefangene.
Grenzüberwachungsflüge der Luftwaffe blieben ohne Berührung mit dem Feind.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 10. Februar 1940

 

An der Westfront keine besonderen Ereignisse.
Durch deutsche Fliegerverbände, die zur bewaffneten Aufklärung über die Nordsee eingesetzt waren, wurden sechs britische oder im britischen Geleit fahrende Schiffe mit einer Gesamttonnage von etwa 15 000 BRT, sowie zwei britische Vorpostenboote versenkt oder so schwer beschädigt, daß mit ihrem Totalverlust gerechnet werden muss. Trotz starker Flak- und Jagdabwehr wird nur ein deutsches Flugzeug vermißt.
In den Nachmittagsstunden versuchten einzelne britische Flugzeuge in die Deutsche Bucht einzudringen. Sie wurden, ohne einen Erfolg gehabt zu haben, durch unsere Abwehrkräfte vertrieben.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 11. Februar 1940

 

An der Westfront verlief der Tag ruhig.
Die deutsche Luftwaffe setzte trotz Schlechtwetters ihre Aufklärungstätigkeit gegen Großbritannien fort. Ein britisches Vorpostenboot wurde versenkt. Alle Flugzeuge kehrten unversehrt zurück.
Wie durch Sondermeldung bereits bekanntgegeben, hat ein von Fernfahrt zurückkehrendes deutsches Unterseeboot die Versenkung von 38 000 BRT, zum Teil wiederum aus Geleitzügen, als Gesamtergebnis seiner Tätigkeit gemeldet.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Im finnischen Winterkrieg zerschlägt die Rote Armee in der zweite Schlacht von Summa die Mannerheim-Linie. Bis 11. Februar konnten die Finnen die Linie noch halten, danach brach aber der Wiederstand. Nach diesem Tag überwältigt die russische 123.Division das verteidigende finnische Bataillon an der Linie. Die Finnen starten verzweifelte Gegenangriffe. In der Luft bauen die Russen ihre Lufthoheit aus, greifen 141 Ziele (Ortschaften, Eisenbahnknotenpunkte, Häfen) über das Wochenende vom 3./4. Februar an und werfen dabei etwa 6.800 Bomben ab.
Die Seekriegsleitung der Engländer übernimmt die Kontrolle über den Bau von Handelsschiffen und deren Reparaturen bzw. will so für die Blockade bestens gerüstet sein. Dabei kündigte die US-Marine-Kommission an, dass Frankreich und England 113.000 Tonnen alter US-Frachtschiffe kaufen.

 

Die Japan sorgen ihrerseits mit einem über fünf Jahre ausgelegten Aufrüstungsprogramm vor. Während sich die Engländer auf eine Blockade vorbereiten, können Sie ihre Blockade gegen die Deutschen effizient durchsetzen. So verlassen sechs deutsche Handelsschiffe Vigo in Spanien um die alliierte Blockade zu durchbrechen. Alliierte Kriegsschiffe fangen vier ab, eines läuft vor Nord-Norwegen auf Grund und nur eines (Wangoni) erreicht Kiel.
An der Westfront geht der Sitzkrieg mit der gewohnten Inaktivität weiter. Zwei französische Soldaten nehmen eine deutsche Patrouille im Forbach-Wald gefangen, doch meist heißt das Tages-Kommuniqué des franz. Militärs: Rien a signaler ('nichts zu vermelden'). Die Deutschen führen den Krieg auch im Geheimen weiter, so führt 'Harry Sawyer' (Sebold) das deutsche Agenten-Netzwerk in den USA als deutscher Agent und ebenso im Auftrag des amerikanischen FBIs - ein Doppelagent.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Generalleutnant Bernhard Ramcke

Deutsches Afrika Korps


12.02. - 20.02.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 12. Februar 1940

 

Keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 13. Februar 1940

 

Im Westen außer geringer Artillerietätigkeit keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 14. Februar 1940

 

Keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 15. Februar 1940

 

Bei Spähtrupptätigkeit im Grenzgebiet südlich Saarbrücken wurden mehrere Gefangene eingebracht.
Der 14. Februar war für die deutsche Seekriegsführung, vor allem für die deutschen Unterseeboote, besonders erfolgreich.
An diesem Tage wurden allein 58 000 BRT Schiffsraum versenkt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 16. Februar 1940

 

Keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 17. Februar 1940

 

Im Westen wurden bei Spähtruppunternehmen am Warndt südwestlich Saarbrücken mehrere Gefangene eingebracht.
An der Oberrheinfront stellenweise lebhaftes beiderseitiges MG- und Gewehrfeuer.
Ein deutsches Jäger schoß über der Nordsee ein englisches Flugzeug des Musters Bristol-Blenheim ab.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 18. Februar 1940

 

Bei einem Stoßtruppunternehmen westlich Merzig wurden mehrere Gefangene eingebracht.
Wie durch Sondermeldung bereits bekanntgegeben, sind in der Woche vom 11. bis 17. Februar durch Einsatz der Seekriegsmittel an britischer, französischer und dem Feind nutzbarer Tonnage 32 Schiffe mit 128 174 BRT versenkt worden.
Über der Nordsee kam es auch gestern wieder zu einem Luftkampf zwischen einer Bristol-Blenheim und einem Messerschmitt-Flugzeug. Das englische Flugzeug wurde zum Absturz gebracht.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 19. Februar 1940

 

Im Westen geringer örtliche Artillerietätigkeit.
In verschiedenen Seegebieten wurden wiederum vier feindliche Geleitzüge von Unterseebooten erfolgreich angegriffen. Aus drei Geleitzügen heraus wurden Dampfer und Tankschiffe, aus dem vierten ein Zerstörer versenkt, der zu den Sicherungskräften dieses Geleitzuges gehörte.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 20. Februar 1940

 

Südostwärts Busendorf, auf französischem Boden, vernichtete ein Spähtrupp einen feindlichen Lastkraftwagen mit etwa 20 Mann.
Die Luftwaffe führte Aufklärungsflüge bis in die nördliche Nordsee durch.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Der Winterkrieg in Finnland scheint beendet, denn das finnische Kabinett gibt nach und beschließt prinzipiell Frieden mit Russland zu schließen. Gleichzeitig setze man eine finnische Protestnote an die UdSSR auf, welche die Kriegsführung der Roten Armee scharf verurteilt. Die vielen toten Zivilisten sprechen eine eigene Sprache. Die finnischen Truppen ziehen sich auf die rückwärtigen Stellungen der Mannerheim Line zurück. Der Rückzug und damit ein Nachgeben auf der so tief im Bewusstsein der Finnen geprägten Linie, ist bis zum 17. Februar beendet. Die Schweden unter dem Wortführer König Gustav von Schweden bleiben weiter entschlossen neutral zum russisch-finnischen Konflikt: "von der ersten Stunde an habe ich Finnland darüber informiert, dass es leider nicht mit einer militärischen Intervention durch Schweden rechnen kann."Die Kämpfe gehen trotz der Entwicklung zu Ungunsten der Finnen weiter, man hofft und kämpft weiter für die eigene Freiheit.

 

Im Atlantik sind ist das erste Vorgehen gegen die Blockade ein Signal für einen sich ausprägenden Seekrieg. Es gibt Verluste auf deutscher Seite (U-33) und die Briten verfolgen eine Strategie der Überlegenheit, welche der englische Kreuzer HMS Dorsetshire beim Abfangen des deutschen Blokadebrecher Wakama unter Beweis stellt. Im gleichen Zeitraum verkaufte die United States-Schifffahrtsgesellschaft ihr Passagierschiff President Harding und sieben Frachtschiffe an einen belgischen Konzern, um das Verbot des amerikanischen Seehandels mit Europa durch die Neutralitäts-Akte zu umgehen.
Die Deutschen selber können durch ihre Dickschiffe (Schlachtkreuzer Gneisenau und Scharnhorst, schwere Kreuzer Admiral Hipper keine Erfolge erzielen, nur die begleitenden U-Boote können 12 Handelsschiffe und den englischen Zerstörer HMS Daring versenken.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Deutschlands U-Bootbau 1935 bis 1945

Finnisch-Sowjetischer Winterkrieg


21.02. - 29.02.1940

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 21. Februar 1940

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Aufklärungs- und Grenzüberwachungsflüge der Luftwaffe blieben ohne Kampfberührung. Im Rahmen der gegen die britische und schottische Ostküste bis zu den Shetlands unternommenen Aufklärungsflüge wurden zwei britische Minenleger durch Bombenabwurf versenkt und ein bewaffnetes Handelsschiff so schwer getroffen, daß mit einem Verlust zu rechnen ist. Sämtliche Flugzeuge sind unversehrt in ihren Heimathäfen gelandet.
Nach Mitternacht flogen mehrere feindliche Flugzeuge aus Westen und Nordwesten unter Verletzung niederländischen Hoheitsgebietes in die innere Deutsche Bucht ein.
Ein von Fernfahrt zurückgekehrtes Unterseeboot hat die Versenkung von 27 795 BRT gemeldet.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 22. Februar 1940

 

Im Westen klärte die Luftwaffe in verstärktem Maße über Ostfrankreich auf. Trotz feindlicher Jagdabwehr erlitten die deutschen Aufklärer keine Verluste. Der Versuch feindlicher Flieger, über die Westfront nach Deutschland einzufliegen scheiterte.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 23. Februar 1940

 

An der Westfront zwischen Mosel und Pfälzer Wald lebhaftere Tätigkeit im Vorfeld. Bei einem erfolgreichen Spähtruppunternehmen gegen Apach und bei einem erfolgreichen Überfall auf die Besatzung des Heydt-Waldes westlich Merzig wurden mehrere Gefangene eingebracht. Unsere Spähtrupps erlitten keine Verluste.
Die Luftwaffe führte in größerem Umfange Aufklärungsflüge über der Nordsee, den britischen Inseln und Ostfrankreich durch. Zwei deutsche Flugzeuge kehrten vom Englandflug nicht zurück.
Von drei in die Deutsche Bucht eingeflogenen britischen Flugzeugen wurde eines vom Muster Vickers-Wellington durch ein Messerschmitt-Flugzeug abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 24. Februar 1940

 

Im Westen verlief der Tag ruhig.
Französische Flugzeuge überflogen mehrmals die deutsche Westgrenze, wurden jedoch durch sofort einsetzende deutsche Jagd- und Flakabwehr zur Umkehr gezwungen.
Eigene Flugzeuge, die nach Frankreich hinein aufklärten, stießen an mehreren Stellen auf starke feindliche Flak- und Jagdabwehr; sie waren dennoch in der Lage, ihre Aufträge auszuführen, und erreichten ohne Verluste die Heimatflughäfen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 25. Februar 1940

 

Zwischen Mosel und Pfälzer Wald örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
In der Luft schwache Aufklärungstätigkeit und Jagdüberwachung an der deutsch-französischen Grenze und über der Deutschen Bucht. Ein französisches und ein britisches Flugzeug wurden abgeschossen. Eigene Verluste traten nicht ein.
Durch Einsatz der Seekriegsmittel wurden während der ersten fünf Kriegsmonate bis zum 20. Februar 1940 496 feindliche und mit Bannware für England fahrende neutrale Handelsschiffe mit 1 810 315 BRT versenkt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 26. Februar 1940

 

Im Westen geringes örtliches Artilleriefeuer sowie beiderseitige Aufklärungstätigkeit in der Luft.
Eigene Jagdüberwachung an der Westfront und über der Deutschen Bucht blieb ohne Feindberührung. Ein französisches Flugzeug vom Muster Potez 63 wurde in der Eifel durch Flakartillerie abgeschossen.
Ein Unterseeboot unter Führung des Kapitänleutnants Herbert Schultze hat, von Fernfahrt zurückgekehrt, die Versenkung von 34 130 BRT gemeldet. Damit hat dieses Unterseeboot insgesamt 16 Schiffe mit 114 510 BRT versenkt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 27. Februar 1940

 

Keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 28. Februar 1940

 

In Gegend Perl, dich ostwärts der Mosel, wurde heute Nacht der Angriff eines stärkeren mit Artillerieunterstützung vorgehenden feindlichen Stoßtrupps erfolgreich abgewiesen.
Die deutsche Luftwaffe unternahm in der Nacht vom 26. zum 27. Februar ausgedehnte Vorstöße in den französischen Luftraum, wobei auch Paris von mehreren Flugzeugen längere Zeit überflogen wurde.
Die am 27. Februar über der Nordsee und den britischen Inseln und im beschränkten Umfang gegen Frankreich durchgeführte Erkundung der Luftwaffe stieß an verschiedenen Stellen auf starke feindliche Abwehr. Zwei deutsche Flugzeuge sind vom Flug gegen England nicht zurückgekehrt.
Ein englisches Aufklärungsflugzeug vom Muster Bristol-Blenheim wurde abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 29. Februar 1940

 

Bei örtlichen Spähtruppunternehmen im Grenzgebiet westlich Merzig und nordwestlich Weissenburg erlitt der Feind Verluste und mußte mehrere Gefangene in unserer Hand lassen.
In der Nacht vom 27. zum 28. Februar flogen vereinzelte feindliche Flugzeuge in Nordwestdeutschland ein, darunter zwei über die niederländisch-deutsche Grenze.
Am 28. Februar war die Fliegertätigkeit gering. Die Luftwaffe führte lediglich Grenzüberwachungsflüge durch.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Die Zuspitzung des Seekrieges war ein Warnsignal an die Staaten Europas. England sieht sich in Handlungszwang, sie erhöhen den Verteidigungshaushalt für die Armee, Marine und Luftwaffe. Die Rationierung wird strenger und die Menschen spüren im Alltag den Krieg bevor die ersten Schüsse gegen britische Soldaten fielen. Erste Maßnahmen gegen den Feind startet nach den Seestreitkräften auch die englische RAF. Sie starten Aufklärungsmissionen bis nach Prag und werfen dabei Flugblätter ab. Auch auf der politischen/diplomatischen Ebene wird der Ton schärfer und kündigt schon bald eine Verschärfung an der Westfront an. Chamberlain geht direkt auf die Ziele der Nazis ein und bereitet sein Volk auf das Kommende vor: 'Vernichtung dieser Nation (Großbritannien) und Beherrschung der Welt', dennoch lässt er der deutschen Regierung einen Ausweg - den Frieden. Im Geheimen hoffen die Briten dennoch, vor allem durch fortschrittliche Technik, einen möglichen Krieg bestens gerüstet gegenüber zu stehen. Erste erfolgreiche Tests einer Magnetfeldröhre lassen England an die Spitze der Technologie um ein Kurzwellen-Radar treten. Ein nötiger Schritt um England zu einem Bollwerk gegen Luftangriffe zu machen. In Zusammenarbeit mit Royal Navy soll so eine Invasion verhindert werden.

 

Die Deutschen sehen den Zeitpunkt gekommen gegen die Westalliierten vorzugehen. Der sogenannte Sicherschnittplan von General Manstein wurde dazu vom OKH (Oberkommando des Heeres) angenommen. General von Manstein, die Generäle von Rundstedt und Guderian können den Plan bei Hitler durchsetzen und bereiten den Einmarsch in Frankreich, unter dem Operationsnamen Fall Gelb, vor. Neben eines konzertierten Angriffes durch mobile Panzer-Divisionen, motorisierte Infanterie-Divisionen und die Luftwaffe, vor allem die Stukas, sollen neue Taktiken der Zusammenarbeit die feindliche Armee schnell in die Knie zwingen. Durch den schwächsten Punkt der alliierten Front, in den hügligen und angeblich für Panzer unpassierbaren Ardennen, soll die deutsche Werhmacht durchbrechen, dann die Maas bei Sedan überschreiten und bis an die Kanalküste in Nordfrankreich vorstoßen. Damit ist der Sitzkrieg beendet und im März soll nach Plan der Krieg in Europa in die nächste Phase eintreten. Hitler sieht sich dabei bereits als Gewinner und rühmt sich seiner Leistungen in einer Ansprache in München zum zwanzigsten Jahrestag der Gründung der NSDAP. Er behauptet: 'Deutschland hätte den letzten Krieg nicht verloren, wenn ich 1918 der Reichskanzler gewesen wäre !'.
Gleichzeitig brechen die Finnen langsam ein und beginnen damit sich auf die letzten Auffangstellungen der Mannerheim-Linie zurückzuziehen. Die Russen unternehmen alle Anstrengungen um den Widerstand auf der Karelischen Landenge zu brechen und schließen die Stadt Wyborg durch das Erreichen der Straße Wyborg-Helsinki bis zum 13.März ein.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Zündapp KS 750

Wilhelm Franz Canaris


Quellen

Die Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht 1939-1945, 5 Bände, GLB Parkland Vlgsges.Mbh, Juni 2004. (ISBN-10: 389340063X)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... ebruar.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Winterkrie ... nfang_1940 (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... ebruar.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... ebruar.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

Autor: Schwarzenberg


Unterkategorien