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Wir sind eine unabhängige und vorwiegend deutschsprachige Internetseite für Modding in Games. Seit 2005 hat sich das Projekt Designmodproject dem Modden bzw. dem Erstellen von Mods verschrieben (Mod; Abk. für engl. modification oder deutsch Modifikation). Dabei stand immer die historische Erweiterung von Spielinhalten des strategie- und militärhistorischen Genres der PC-Spiele im Vordergrund.

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War Ace Campaign  Patch 5.2

War Ace Campaign Patch 5.2

Dieser Patch korrigiert diverse Fehler aus Version 5.0 oder 5.01 und korrigiert die Dateistruktur vieler Einheiten, welche möglicherweise unregelmäßige CTDs beim Spielen oder Laden verursachen.
DAW - Der andere Weg 19-01

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 18-02) sind enthalten: Darstellung von Meeresfeldern Die Meerestiles haben (auch für die ersten 3 Kampagnen) ein neues Grafikmuste
Amulet Mod Version 3.0

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Der Amulet Mod 3.0 ist für das PC-Spiel Panzer Corps Wehrmacht. Es ist der zur Zeit tiefgreifendste und umfangreichste Mod für deutsche Einheiten. Hier kurz die Merkmale: 77 neue Einheiten; 50
Modern Conflicts 1.1

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Endlich ist Version 1.1 live. Der erste Teil der russischen Kampagne ist verfügbar, außerdem sind viele Balance-, grafische und andere Verbesserungen implementiert worden. Da hat Akkula wieder gan
Total Realism Project

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TRP 1.04 ist eine Zusammenfassung der vielen kleineren Ideen, die wir zu unserer Mod hatten. Wir veröffentlichen sie nun auf Basis der neuen HoI 2 Darkest Hour-Version 1.05.
DAW - Der andere Weg 18-02

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 17-09) sind enthalten: Darstellung vereister Seen Die Landschaftstiles für Seen in der Winterdarstellung wurde (auch für die beid
Battlefield: Europe 1.9

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Changes in v1.9
Pazifik Korps Teil 4 Part 3

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Im 3. Teil der US-Kampagne "Nach den schwarzen Tränen der Arizona", geht es als erstes um die Befreiung der Philippinen. Hierbei werden Sie von einem lokalen Helden tatkräftig unterstützt. Die aus
War Ace Campaign 5.0

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Eine erhoffte Fortzetzung des War Ace Campaign Großmod für das Spiel Silent Hunter 3 wurde von HanSolo nach mehr als 2 Jahren intensiver Entwicklungszeit vollendet.
DAW - Der andere Weg 17-09

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur Version DAW 17-04 sind enthalten: Englische Texte DAW Kompendium + Credits, Install-Datei, sowie alle Briefingsdateien und Texte innerhalb der Kampagnen sin
Panzer War in Europe Mod

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Ein Mod des Users IronCross für das Spiel Panzer War in Europe. Es wurden vorhandene Grafiken berichtigt und einige Grafiken hinzugefügt. Es wurde noch weitere Änderungen vorgenommen. Die detaill
Italienische Kampagne 2 V1.91 Part 1

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Kampagne, kritische Fehler in Griechenland-1 Szenario berichtigt    

Das Thema

Oberkommando der Wehrmacht

 Besprechung beim Führer

(23.11.1939)

 Dokumente des Krieges

 

23.11.1939

Besprechung beim Führer

Anwesend: alle Oberbefehlshaber

 

Der Führer trägt Folgendes vor:

Zweck der Zusammenkunft ist es, Ihnen Einblick zu geben in die Gedankenwelt, die mich angesichts der bevorstehenden Ereignisse beherrscht, und Ihnen meine Entschlüsse zu sagen. Der Aufbau der Wehrmacht war nur möglich im Zusammenhang mit der weltanschaulichen Erziehung des deutschen Volkes durch die Partei. Als ich meine politische Arbeit 1919 begann, basierte mein starker Glauben an den endgültigen Erfolg auf gründlicher Beobachtung der Zeitereignisse von damals und dem Studium der Ursachen der damaligen Geschehnisse. Deshalb habe ich auch bei Rückschlägen, die mir während meiner Kampfzeit nicht erspart blieben, niemals den Glauben verloren. Die Vorsehung hat das letzte Wort gesprochen und mir den Erfolg gebracht. Darüber hinaus hatte ich die klare Erkenntnis des voraussichtlichen Ablaufs der geschichtlichen Ereignisse und den festen Willen, brutale Entschlüsse zu ziehen. Der erste Entschluß war 1919, als ich nach langen inneren Kämpfen Politiker wurde und den Kampf gegen meine Feinde aufnahm. Das war der schwerste Entschluß von allen. Ich hatte aber die feste Überzeugung, daß ich mein Ziel erreichen würde. Vor allem strebte ich ein neues Auslese-Verfahren an.

Ich wollte eine Minorität heranziehen, die die Führung übernehmen sollte. Nach 15 Jahren habe ich das Ziel erreicht, nach schweren Kämpfen und vielen Rückschlägen. Als ich 1933 zur Macht kam, lag eine Periode des schwersten Kampfes hinter mir. Alles was vorher da war, hatte abgewirtschaftet. Ich mußte alles neu reorganisieren, angefangen vom Volkskörper bis zur Wehrmacht. Erst innere Reorganisation, Beseitigung der Erscheinungen des Zerfalls und des defaitistischen Geistes, Erziehung zum Heroismus. Im Zuge der inneren Reorganisation nahm ich mir die zweite Aufgabe vor: Lösung Deutschlands aus den internationalen Bindungen. Zwei besondere Merkmale sind hierbei hervorzuheben: Austritt aus dem Völkerbund und Absage an die Abrüstungs-Konferenz. Es war ein schwerer Entschluß. Die Zahl der Propheten, die erklärten, es werde zur Besetzung des Rheinlands führen, war sehr groß, die Zahl der Gläubigen war sehr gering. Ich führte meine Absicht durch, gedeckt durch die Nation, die geschlossen hinter mir stand. Danach Befehl zur Aufrüstung. Auch hier wieder zahlreiche Propheten, die das Unglück kommen sahen, und nur wenige Gläubige. 1935 folgte die Einführung der Wehrpflicht. Danach Remilitarisierung des Rheinlands, wieder damals ein Vorgang, den man zunächst nicht für möglich hielt. Die Zahl derer, die an mich glaubten, war sehr gering. Dann Beginn der Befestigung des ganzen Gebiets, vor allen Dingen im Westen.

Ein Jahr später kam Österreich, auch dieser Schritt wurde für sehr bedenklich angesehen. Er brachte eine wesentliche Stärkung des Reichs. Der nächste Schritt war Böhmen, Mähren und Polen. Aber dieser Schritt war nicht in einem Zuge zu tun. Zunächst mußte im Westen der Westwall fertiggestellt werden. Es war nicht möglich, das Ziel in einem Anhieb zu erreichen. Vom ersten Augenblick an war mir klar, daß ich mich nicht mit dem sudetendeutschen Gebiet begnügen könnte. Es war nur eine Teil-Lösung. Der Entschluß zum Einmarsch in Böhmen war gefaßt. Dann kam die Errichtung des Protektorats, und damit war die Grundlage für die Eroberung Polens gelegt, aber ich war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht im Klaren, ob ich erst gegen den Osten und dann gegen den Westen oder
umgekehrt vorgehen sollte. Moltke hat seinerzeit oft die gleichen Überlegungen angestellt. Zwangsläufig kam es erst zum Kampf gegen Polen. Man wird mir vorwerfen: Kampf und wieder Kampf. Ich sehe im Kampf das Schicksal aller Wesen. Niemand kann dem Kampf entgehen, falls er nicht unterliegen will. Die steigende Volkszahl erforderte größeren Lebensraum. Mein Ziel war, ein vernünftiges Verhältnis
zwischen Volkszahl und Volksraum herbeizuführen. Hier muß der Kampf einsetzen. Um die Lösung dieser Aufgabe kommt kein Volk herum oder es muß verzichten und allmählich untergehen. Das lehrt die Geschichte...

Mein Entschluß ist unabänderlich. Ich werde Frankreich und England angreifen zum günstigsten und schnellsten Zeitpunkt. Verletzung der Neutralität Belgiens und Hollands ist bedeutungslos. Kein Mensch fragt danach, wenn wir gesiegt haben. Wir werden die Verletzung der Neutralität nicht so idiotisch begründen wie 1914. Wenn wir die Neutralität nicht verletzen, so tun es England und Frankreich. Ohne Angriff ist der Krieg nicht siegreich zu beenden. Ich halte es für allein möglich, den Kampf durch einen Angriff zu beenden. Die Frage, ob der Angriff erfolgreich sein wird, kann niemand beantworten. Alles hängt von der günstigen Vorsehung ab. Die militärischen Bedingungen sind günstig. Vorbedingung ist aber, daß die Führung von oben Beispiel einer fanatischen Entschlossenheit gibt. Wenn die Führung im Völkerleben immer den Mut gehabt hätte, wie ihn jeder Musketier haben muß, so gäbe es keine Mißerfolge. Wenn, wie 1914, Oberbefehlshaber schon Nervenzusammenbrüche hatten, was sollte man dann vom einfachen Musketier verlangen.
Alleinige Erkenntnis: Der Gegner muß geschlagen werden nur durch Angriff. Chancen sind heute anders als bei der Offensive 1918. Zahlenmäßig verfügen wir über mehr als 100 Divisionen. Menschenmäßig kann Ersatz gestellt werden. Die Materiallage ist gut. Was im übrigen heute nicht geschieht, muß morgen geschehen. Das Ganze bedeutet den Abschluß des Weltkrieges, nicht eine Einzelaktion. Es handelt sich nicht um eine Einzelfrage, sondern um Sein oder Nichtsein der Nation. Ich bitte Sie, den entschlossenen Geist nach unten weiterzugeben.

 

  1. Entschluß ist unabänderlich.
  2. Nur Aussicht auf Erfolg, wenn ganze Wehrmacht geschlossen ist.

 

Der Geist der großen Männer unserer Geschichte muß uns alle beseelen. Von uns fordert das Schicksal nicht mehr als von den Großen der deutschen Geschichte. So lange ich lebe, werde ich nur an den Sieg meines Volkes denken. Ich werde vor nichts zurückschrecken und jeden vernichten, der gegen mich ist. Ich bin entschlossen, mein Leben so zu führen, daß ich anständig bestehen kann, wenn ich sterben muß. Ich will den Feind vernichten. Hinter mir steht das deutsche Volk, dessen Moral nur schlechter werden kann. Nur wer mit dem Schicksal kämpft, kann eine günstige Vorsehung haben. In den letzten Jahren habe ich viele Beispiele der Vorsehung erlebt. Auch in der jetzigen Entwicklung sehe ich die Vorsehung.
Wenn wir den Kampf erfolgreich bestehen, - und wir werden ihn bestehen, - wird unsere Zeit eingehen in die Geschichte unseres Volkes. Ich werde in diesem Kampf stehen oder fallen. Ich werde die Niederlage meines Volkes nicht überleben. Nach außen keine Kapitulation, nach innen keine Revolution.

 

„ Als ich noch nicht Reichskanzler war, habe ich gemeint, der Generalstab gleiche einem Fleischerhund, den man fest am Halsband haben müsse, weil er sonst jeden Menschen anzufallen drohe. Nachdem ich Reichskanzler geworden war, habe ich feststellen müssen, daß der deutsche Generalstab nichts weniger als ein Fleischerhund ist. Dieser Generalstab hat mich immer gehindert, das zu tun, was ich für nötig halte. Der Generalstab hat der Aufrüstung, der Rheinlandbesetzung, dem Einmarsch nach Österreich, der Besetzung der Tschechei und schließlich sogar dem Krieg gegen Polen widersprochen. [...] Ich bin es, der diesen Fleischerhund immer erst antreiben muß. “

18./19. Januar 1942 in der Wolfsschanze

(Werner Jochmann (Hrsg.): Monologe im Führer-Hauptquartier 1941-1944. Hamburg 1982)

 

Kommentar

Hitler als gestandener Antibolschewist ist ein Bild, das sich wohl am längsten in der Geschichte gehalten hat. Ein oftmals angeführter Grund, um Hitlers Terror im Osten als europäischen Verdienst zu rechtfertigen und vor allem zu verherrlichen. In der Propaganda wird diese Weltanschauung Hitlers als Fügung des Schicksals gedeutet, welche Deutschland vor einer kommunistischen Diktatur gerettet hat. Seine Bündnisse mit zahlreichen Regierungen und Gruppen aus Europa, haben den Kampf gegen den Bolschewismus geschürt und Hitler dadurch Europa "geeint".

Diese Argumente sind Fehlinterpretation und gehen weit an der Wirklichkeit vorbei. Wenn man die Fakten objektiv betrachtet, so ist schon das Prinzip der Totalität bzw. der totalitären Herrschaftsform an ein Feindbild gekoppelt. Dieses Feindbild dient vor allem dazu den Menschen zu binden, zu einen und zur ständiger Wachsamkeit wie äußersten Anstrengungen zu bringen. Faktisch also einen ständigen Ausnahmezustand zu legitimieren. Bereits in den frühen Regierungsjahren wendet Hitler dieses System an und etabliert durch seine Gesetze: Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat (Reichstagsbrandverordnung) dem das Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich (Ermächtigungsgesetz) folgte. Diese Gesetze, basierend auf den Artikel 48 (Notstand) der Weimarer Reichsverfassung erlassen, schufen eine ständigen Ausnahmezustand „zur Abwehr kommunistischer staatsgefährdender Gewaltakte“.

Das Feindbild war geschaffen und mit nur 2 Gesetzen wurde ab dem 28. Februar 1933 bzw. 24. März 1933 die Verfassung für die kommenden 12 Jahre ausgehebelt. Das Feindbild zur Machtsicherung und Etablierung einer Schreckensherrschaft.
Dabei wirkte die Argumentation Hitlers geradezu zynisch und naiv, wenn er in aller Öffentlichkeit behauptete, dass die Juden gezeitigt als Plutokrat Wallstreet und als Bolschewist den Kreml beherrschen. Die internationale Weltverschwörung der Juden in Deutschland bedrohe den rassisch wertvollsten Teil der Welt. Nicht nur das er Feindbilder aus dem Nichts erschuf, außerdem erhob er eine Religion gleich zur Rasse, dessen eigentlich durch die Geschichte aufgezwungene Isolation und Abschottung in der Gesellschaft durch ihn als langfristiger Plan zur Vernichtung der arischen Rasse gedeutet wurden. Unglaublich aber wahr, ganz nach Murphys Gesetz: "Der komplizierteste Lösungsansatz ist meist der Falsche und das Ergebnis immer eine Katastrophe".

Dabei ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass Hitler sich dieser Tatsache bewusst war und dieses Feindbild sogar bewusst eingesetzt hat: "Es gehört zur Genialität eines großen Führers, selbst auseinander liegende Gegner immer als nur zu einer Kategorie gehörend erscheinen zu lassen." Schlauer Politiker und gerissener Schurke? Wahrscheinlich von beidem etwas, bis zu dem Punkt an dem Hitler die Macht zu Kopf steigt und seine Hirngespinste für ihn wahr werden, was Murphys Gesetz nur untermauert: „Was man seinem Unterbewusstsein als wahr übermittelt, wird wahr.“ An einem Punkt in seiner Karriere wird aus dem Feindbild Jude eine wahrer Hass und Vernichtungswahn, und aus dem verlorenen Krieg in der Realität nur schlecht eingesetzte Kräfte auf dem Schlachtplänen im bereits eingekreisten Bunker unter Berlin.

Die marxistische Ideologie war dem selbsternannten Führer eigentlich schon immer egal, auch weil Sie der eigenen Ideologie doch sehr nahe war. Hitler sah in Russland bzw. die Sowjetunion, vor allem der Unkenntnis der marxistischen Ideologie in seinen Grundzügen und der inneren Entwicklung nur den "Jüdischen Vampir." Dazu kam sein Ziel und Streben in der Außenpolitik, dass nur die "Rasse" und den "Lebensraum" sah, das politische war doch nur ungeliebtes Theater.
Dabei stellt sich nun die Frage, wie kommen die Anhänger Hitler auf den Gedanken, er könnte mit seinem Antibolschewismus Europa gar geeint haben? Das wird wohl ein großes Rätsel bleiben, denn Europa bzw. die Länder außerhalb des Deutschen Reiches, waren geprägt von Misstrauen und Ablehnungen gegenüber Hitler. Nicht wegen des Antibolchewismus, sondern wegen der Gleichartigkeit beider totalitären Herrschaftsformen. Dabei waren die Menschen ja sogar antibolschewistisch eingestellt und fanden so gar keinen Anreiz am marxistischen Lebensideal, aber Hitlers postulierter Kampf gegen die Marxisten, gepaart mit der Rassen- und Lebensraumtheorie, machte ihnen schlichtweg Angst. Man konnte diese Ziele im Zusammenhang einfach nicht gutheißen.

Wenn wir uns nun die diplomatisch-politischen Ereignisse bis zum Angriff auf die Sowjetunion ansehen mutete es nicht nach strikter Ablehnung gegenüber dem ideologischen Feind an, sondern eher nach einem Zickzack Kurs. Die deutsch-sowjetischen Beziehungen sind von Anerkennung der jeweiligen Revolution zur "Rettung des Volkes" geprägt, aber auch von einem Bündnissystem zur Absicherung gegen den anderen. Fakt ist, dass Hitler den Angriffsbefehl ohne Rücksicht auf die diplomatische Situation gab, die Sowjetunion an einen (kurzfristigen) Erhalt des Status quo interessiert war, dass Stalin Hitler schlichtweg unterschätzt hat und der von Hitler argumentierte Präventivkrieg gegen die "bolschewistische Bedrohung" eine Farce ist, wenn man den Zusammenhang von NS-Ideologie und Hitlers Expansionspolitik betrachtet. Also kein Retter in der Not, sondern Kriegsherr zum eigenen Wohl und Sieg.
Schon in seinem Werk "Mein Kampf" schließt er Bündnisse mit der Sowjetunion aus, hielt sich immer für klüger als Stalin und schwenkte seine Politik gegenüber der SU (und auch allen anderen Staaten) nach Gutdünken um. So schließt er einen Nichtangriffspakt mit der SU und erklärt dennoch auf dem Reichstag "Der Bolschewismus ist eine Lehre der Weltrevolution, d.h. der Weltzerstörung. Diese Lehre als einen gleichberechtigen Lebensfaktor in Europa aufzunehmen, heißt ihm Europa auszuliefern [...]" Was ist dieser Mann also nun, ein Politiker wider Willen ohne diplomatisches Feingefühl, ein gerissener und von sich eingenommer Politiker oder ein launischer Diktator ohne Gewissen und Skrupellosigkeit? Wie die Geschichte gezeigt hat, war er letzteres wobei man die Unberechenbarkeit noch hinzufügen muss.

Es wird zu einem Feldzug der Vernichtung, der brutalen Besatzungspolitik von selbsternannten "Herrenmenschen" und des Völkermords hinter den Kulissen der großen Siege an der Ostfront. Es sollte beherrscht, verwaltet und ausgebeutet werden - von Befreiung und Freiheit war keine Rede mehr. Aus den Antibolschewisten in Hitlers Stab macht der Führer schnell Leiter von Wirtschaftsstellen, Himmler zum "Reichskommissar zur Festigung des deutschen Volkstums", die SS zum Aufpasser und Vernichter der zu Untermenschen erniedrigten Religionsgemeinde und er selbst wurde zu letzten Instanz aller diese Fäden.

 

„Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: dass der Krieg schließlich nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde.“

(Eugen Gerstenmaier, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. März 1975)

 

Soldateneid auf den Führer

 
„Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid,
dass ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes,
Adolf Hitler,
dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht,
unbedingten Gehorsam leisten und als tapferer Soldat bereit sein will,
jederzeit für diesen Eid mein Leben einzusetzen.“

(Eid für jeden Soldaten, gültig ab 2. August 1934)

 
„Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid,
dass ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes,
Adolf Hitler,
dem Obersten Befehlshaber der Wehrmacht unbedingten Gehorsam leisten und als tapferer Soldat bereit sein will,
jederzeit für diesen Eid mein Leben einzusetzen.“

(Endgültige Fassung vom 20. Juli 1935)

 

Diese Besprechungen zeigt Hitlers Ziele in Sachen Macht, Machtbestrebungen und der Wehrmacht als sein Werkzeug. Der verkappte Künstler, als einfacher Gefreiter einen fehlgeleiteten Lebensinhalt gefunden wird durch den Ersten Weltkrieg „ geprägt in die Politik entlassen“. Er kann diese Zeit als Soldat nicht vergessen, die Schmach des Versailler Vertrag die Deutschland in seinen Augen zu seinem Schicksal verdammt – des „Unschuldig“ bestraften. So will er die Geschehnisse nach 1918 umkehren, sich die Zeiten einer klaren Hierarchie zurückholen und sich in die Glückseligkeit emporschwingen. Er schafft es dabei immer wieder „ nur das Fallende (zu stürzen), tötete er nur das schon Sterbende." Dieser Instinkt ist nicht erlernbar, er war Hitler angeboren und zeigt sich schon in seinen jungen Jahren, doch hat Haffner zum Schluss richtig bemerkt, dass diese Gabe "weniger dem Blick des Adlers als der Witterung eines Geiers" entspricht. So lebt er mit diesen glücklichen Fügungen, baut eine Tradition des „Dritten Reiches“ ohne die von ihm entlarvten Fehler der Demokratie auf und schafft einen „Führerkult“, der dem siegreichen Deutschland in der Tradition des Kaiserreiches in seinen letzten Zügen gerecht wird. Hitler lebt so nach 1933 sein Ideal der Militär-Politik, eines Führerstaates, Parteiarmee und Volksgemeinschaft. Als Krönung dieser Bestrebungen macht er sich zum Führer der militärischen Kräfte des Landes, lässt sich nur zu gerne mit „größten Feldherr aller Zeit“ titulieren und als Beweis seiner Reputation trägt er bis zum Ende sein Eisernes Kreuz an der immerbraunen Uniform.

Mit dem Krieg, der für ihn so unausweichlich wie nötig ist, wird die „Kriegskunst“ nun sein Lebensinhalt und gleichzeitig soll es sein Lebenswerk werden. Dies macht er in vielen Reden und Monologen klar, und rechtfertig sein Schlachtenglück nachträglich mit der Übernahme alle operativen Entscheidungen im Russlandfeldzug, der alle Erwartungen der Militärs bis Ende 1941 übertrifft. Kein General sollte ihm noch reinreden und sein militärisches Hauptquartier wurde nun Zentrum des Reiches. Hatte er als Reichskanzler nur unregelmäßig gearbeitet und überwogen vor dem Krieg die bohemienhaften Phasen des Nichtstun sein Leben, so war Hitler als Feldherr täglich 12-14 Stunden an der Arbeit. Von nun an sprechen die Memoiren der Generäle von damals von einer Energie, Fanatismus, Unduldsamkeit und einem faszinierenden-dämonischen Willen bzw. Wirken auf sein Umfeld. Ohne dieses Charisma und Wirkung auf Menschen um ihn, wäre wohl der Krieg nie so verlaufen.

Er verstand es Privilegien im Führerhauptquartier zu verteilen, die an das Versaille Ludwig XIV. erinnerten. Ein goldener Käfig für seine Generäle, die durch das "Hof-"Zeremoniell des Führers geprägt und gefesselt sind. Wer darf wo beim Essen sitzen, wer wo am Kartentisch stehen oder Gast seines inneren Zirkels sein. Spaziergänge zur Beratung und anregendem Gespräch werden zu Audienzen, für die so mancher General alles stehen und liegen lässt. "Der Führer wünscht Sie zu sprechen ..." gilt als Ritterschlag und die Verleihungen von Ritterkreuzen werden wie zu absolutistischen Zeiten zelebriert. Die Wolfschanze und ihr tägliches Ritual wurden zum Kompass des Krieges. Während der Operation Barbarossa bestimmte der "größte Feldherr aller Zeiten" nicht nur das Vorgehen nach seinem Willen, sondern musste sich die ganze Planung seinen Schlaf- und Wachgewohnheiten unterordnen. Der Boheme Hitler hatte seinen ganz eigenen Tagesrhythmus, so verließ er sein Bett nicht vor 12 Uhr, woraufhin er ein kleines Frühstück zu sich nahm, meist im Stehen oder während eines Spaziergangs mit Hund Blondi. Meist wurde nach diesen Spaziergängen die erste Lagebesprechung abgehalten - "Mittagslage" - welche oft bis 14 oder 16 Uhr ging. Die Termine des Führers verschoben sich danach meist nach hinten, oder wurden kurzfristig abgesagt. Ein Faktum, dass so manchen Attentatsversuch auf Hitler scheitern ließ - Unpünktlichkeit als Überlebensgarant.

 

„Krieg ist nur die Fortsetzung von Diplomatie mit anderen Mitteln“  (Clausewitz)

„Politik ist nur die Weiterführung von Krieg in Friedenszeiten“  (Versinnbildliches Ideal Hitlers)

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Adolf Hitler - Vom Feldherr zum Massenmörder

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes

 

Das Thema

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt

Die Berichte der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg

(01. - 31. Januar 1942)

 

Begriff Wehrmacht

Der Begriff Wehrmacht bezeichnet die Streitkräfte im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die Wehrmacht ging durch das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 aus der damaligen Reichswehr hervor und wurde im August 1946 offiziell aufgelöst. Die Berichte der Wehrmacht sind in die sogenannte „Wehrmachtpropaganda“ einzuordnen, wurden vom 1. September 1939 bis zum 9. Mai 1945 jeweils in den Mittagsnachrichten ausgestrahlt und beinhalteten neben dem Bericht über militärische Situation, auch Namensnennung und Auszeichnung des Oberbefehlshaber.

 

„Ich habe den Wehrmachtbericht immer als wohl das wertvollste Propagandainstrument der Wehrmachtpropaganda betrachtet, allerdings unter der einen unabänderlichen Voraussetzung, dass er nur die Wahrheit bringen durfte und sich niemals der Lüge bediente. […] In dieser Auffassung war ich auch einig mit dem Chef des Wehrmachtführungsstabes, einem Fanatiker der Wahrheit.“

(Die Wehrmachtberichte. Band I, Köln 1989, ISBN 3-423-05944-3)

 

01.01. - 10.01.1942

Die Berichte des Tages

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

 

Donnerstag, 1. Januar 1942

Die in Feodosia gelandeten sowjetischen Kräfte und Nachschubwege über das Schwarze Meer wurden von starken Verbänden der Luftwaffe angegriffen. Der Feind erlitt erhebliche Verluste an Menschen und Material.
Im mittleren Abschnitt der Ostfront hielten auch gestern die schweren Kämpfe an. Die Luftwaffe setzte die planmäßige Störung der feindlichen Angriffsbewegungen fort. Mehrere Ortschaften wurden in Brand geworfen. Bahnlinien unterbrochen und rollendes Material vernichtet. Am Ilmen-See wurde eine größere Anzahl sowjetischer Flugzeuge durch Bombenangriff am Boden zerstört.

In Nordafrika nahmen die Kämpfe der deutsch-italienischen Kräfte im Raum um Agedabia auch in den letzten Tagen einen günstigen Verlauf. Weitere 48 Panzerkampfwagen und zahlreiche Panzerspähwagen wurden vernichtet. In Luftkämpfen wurden drei britische Jäger abgeschossen.
Auf der Insel Malta wurden Flugplätze bei Tag und Nacht von der Luftwaffe angegriffen.

 

Freitag, 2. Januar 1942

Im Osten setzte der Feind seine Angriffe an zahlreichen Stellen fort. Einzelne Einbruchstellen wurden abgeriegelt, andere im Gegenstoß beseitigt.
Die Luftwaffe unterstützte den Abwehrkampf des Heeres und führte nachhaltige Zerstörungsangriffe gegen die rückwärtigen Verbindungen des Feindes.

Starke Kampf- und Jagdfliegerverbände bekämpften auch gestern die bei Feodosia auf der Krim gelandeten feindlichen Kräfte sowie die Hafenanlagen. Ein Handelsschiff mittlerer Größe und ein kleines Kriegsschiff wurden versenkt, drei größere Frachter in Brand geworfen und vier Transporter schwer beschädigt.

In Nordafrika fanden auf der Erde keine größeren Kampfhandlungen statt. Die bei Agedabia zurückgeworfenen Briten wurden von starken deutschen Kampffliegerverbänden angegriffen und erlitten empfindliche Verluste.

Die rollenden Luftangriffe gegen Flugplätze auf der Insel Malta wurden erfolgreich fortgesetzt.

In der Zeit vom 24. bis 31. Dezember verlor die britische Luftwaffe 58 Flugzeuge, davon 33 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 18 eigene Flugzeuge verloren.

 

Sonnabend, 3. Januar 1942

Im südöstlichen und nördlichen Abschnitt der Ostfront nur örtliche Kampfhandlungen. Die Abwehrkämpfe im mittleren Abschnitt dauern bei starker Kälte an. Zahlreiche Angriffe des Gegners sind am entschlossenen Widerstandswillen unserer Truppen gescheitert.

Die Luftwaffe griff mit Kampf- und Jagdfliegerverbänden in die Erdkämpfe ein und zerschlug an mehreren Stellen im Tiefangriff die Bereitstellung sowjetischer Kräfte.
Bei Nachtangriffen auf Moskau erzielten deutsche Kampfflugzeuge Volltreffer in einem Bahnhof und in Lagerhallen.

In Nordafrika wurde nach mehrwöchigem heldenhaften Widerstand deutsch­italienischer Truppen Bardia vom Feinde besetzt. Im Raum von Agedabia lebhafte beiderseitige Aufklärungstätigkeit. Britische Kraftwagenkolonnen wurden durch Luftangriffe zersprengt.

Wirkungsvolle Luftangriffe richteten sich gegen britische Flugplätze auf der Insel Malta.

 

Sonntag, 4. Januar 1942

Im Südabschnitt der Ostfront beschränkt sich die Kampftätigkeit bei strengem Frost auf örtliche Spähtruppunternehmen und Artilleriestörungsfeuer.
Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt setzte der Gegner seine Angriffe fort. Sie wurden in harten Kämpfen, zum Teil im Gegenstoß, abgewiesen. Örtliche Einbrüche wurden abgeriegelt.
Die Luftwaffe griff bei Tag und Nacht Hafenanlagen und Schiffsziele sowie den Flugplatz von Feodosia an. Mehrere Flugzeuge wurden am Boden zerstört und beschädigt. Im Hafen sank ein kleines Schiff nach Bombentreffer; ein größeres Handelsschiff und ein Schwimmkran wurden schwer beschädigt.

Weitere mit Schwerpunkt im Raum um Moskau geführte Angriffe trafen Marsch- und Fahrzeugkolonnen, Panzerbereitstellungen, belegte Ortschaften, Eisenbahnen und Flugplätze der Sowjets. Der Feind erlitt hierdurch erhebliche Verluste an Menschen und Material.

Im hohen Norden wurde die Murman-Bahn durch Bombenangriffe mehrfach unterbrochen.

In Nordafrika lebhafte beiderseitige Aufklärungstätigkeit; im Raum um Agedabia scheiterten einzelne britische Angriffe. Feld- und Barackenlager sowie Fahrzeugkolonnen der Briten wurden mit Bomben und Bordwaffen erfolgreich angegriffen. Wirkungsvolle Luftangriffe richteten sich ferner gegen Tobruk. Auf einem Flugplatz bei Bengasi konnten zahlreiche Bombentreffer zwischen abgestellten Flugzeugen erzielt werden. Im Seegebiet um Bengasi wurde ein feindlicher Zerstörer durch Bombenvolltreffer schwer beschädigt.

Die bei Tag und Nacht fortgesetzten Angriffe starker deutscher Kampf- und Jagdfliegerverbände riefen schwere Zerstörungen auf den britischen Flugplätzen der Insel Malta hervor. Durch Bombenvolltreffer in den Hallen und zwischen abgestellten Flugzeugen entstanden starke Brände und Explosionen.

In der Zeit vom 27. Dezember 1941 bis zum 2. Januar 1942 verlor die sowjetische Luftwaffe 98 Flugzeuge. Davon wurden 72 in Luftkämpfen und 13 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront zwölf eigene Flugzeuge verloren.

Die britische Kriegsmarine erlitt auch im Dezember schwere Verluste. Deutsche See- und Luftstreitkräfte versenkten drei Kreuzer, einen Flugzeugträger, drei Zerstörer, drei Schnellboote, ein Kanonenboot, ein Unterseeboot. Außerdem wurden, zum Teil schwer, beschädigt: sechs Kreuzer, fünf Zerstörer, vier Schnellboote, ein Minenleger, zwei Bewacher, zwei Unterseeboote.
Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt wurden im Dezember 1941 74 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 257.200 BRT versenkt. Davon vernichtete die Unterseebootwaffe 23 Schiffe mit 115.700 BRT.

 

Montag, 5. Januar 1942

Im mittleren Abschnitt der Ostfront wurden wiederum zahlreiche feindliche Angriffe und Vorstöße erfolgreich abgewehrt. In den übrigen Frontabschnitten nur örtliche Kampftätigkeit.
Angriffe starker Kampf- und Jagdfliegerverbände richteten sich gegen feindliche Stellungen und Schiffe im Raum von Feodosia. Fünf große Schiffe gerieten nach Bombentreffern in Brand. Zwei Zerstörer und ein großes Handelsschiff wurden durch Volltreffer beschädigt.

Im Zuge bewaffneter Aufklärung gegen Großbritannien griffen Kampfflugzeuge bei Tage Hafen- und Funkanlagen auf den Faröern und Shetlands sowie Industrieanlagen an der englischen Ostküste erfolgreich an.

Unterseeboote versenkten im Atlantik, im Eismeer und im Mittelmeer vier Schiffe, darunter einen großen Tanker, mit zusammen 20.000 BRT. Zwei weitere Schiffe wurden durch Torpedotreffer beschädigt.

In Nordafrika fanden keine größeren Kampfhandlungen statt. Verbände der deutschen Luftwaffe griffen britische Flugplätze, Molen und Flakstellungen bei
Bengasi an und belegten die Küstenstraßen wirksam mit Bomben. In Luftkämpfen wurden fünf Flugzeuge abgeschossen.

Auf der Insel Malta wurden die Luftangriffe gegen britische Flugplätze erfolgreich fortgesetzt.

Versuche einzelner britischer Bomber, das norddeutsche Küstengebiet anzugreifen, blieben erfolglos. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verletzte.

 

Dienstag, 6. Januar 1942

Die Kämpfe im mittleren Abschnitt der Ostfront dauern an. Unsere Truppen fügen dem Feinde durch Abwehrfeuer und Gegenstöße überall schwere Verluste zu.
Im Rahmen der Kampfführung aus der Luft hat sich ein kroatischer Fliegerverband durch kühn geführte Tiefangriffe besonders ausgezeichnet.

Die bei Feodosia gelandeten sowjetischen Kräfte sowie Schiffsziele vor Jewpatoria wurden von Kampf- und Jagdfliegerverbänden erfolgreich angegriffen. Ein Schnellboot wurde versenkt, drei Transporter beschädigt.

Bei den Faröern und an der englischen Westküste wurden zwei feindliche Handelsschiffe durch Bombenwurf beschädigt.

In Nordafrika lebhafte Aufklärungs- und Artillerietätigkeit im Raum von Sollum und bei Agedabia. Wirksame Luftangriffe richteten sich gegen britische Stellungen und Nachschubwege.
Auf der Insel Malta wurden britische Flugplätze bombardiert.

 

Mittwoch, 7. Januar 1942

Auf der Krim wurden feindliche Kräfte, die unter dem Schutz von Kriegsschiffen in Jewpatoria gelandet waren, durch raschen Zugriff in zähem Häuserkampf vernichtet. Eine südwestlich Feodosia gelandete kleine Kräftegruppe wurde von rumänischen Verbänden zerschlagen. Deutsche Kampf-, Sturzkampf- und Jagdfliegerverbände führten wirkungsvolle Angriffe gegen die Landungskräfte der Sowjets auf der Krim und deren Nachschubwege über das Schwarze Meer.

Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront scheiterten bei nachlassendem Frost auch gestern zahlreiche Angriffe des Feindes.
Im Raum nordostwärts Charkow wurde ein örtlicher Einbruch des Gegners in unsere Linien durch Gegenangriff beseitigt. Zwei sowjetische Bataillone wurden hierbei aufgerieben.

An der englischen Ostküste wurde ein Handelsschiff von 4.000 BRT durch Bombenwurf versenkt und mehrere Bombenvolltreffer in einem größeren Industriewerk erzielt.

In Nordafrika keine wesentlichen Kampfhandlungen. Deutsche Kampfflugzeuge griffen britische Flugplätze in der Marmarica und auf der Insel Malta wirksam an.

 

Donnerstag, 8. Januar 1942

Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront wiederholte der Feind auch gestern unter blutigen Verlusten seine Angriffe. An einzelnen Stellen sind die Kämpfe noch im Gange.

Die Luftwaffe griff Kaianlagen und Schiffsziele im Hafen von Feodosia erfolgreich an. An den übrigen Frontabschnitten setzte sie die wirksame Bekämpfung der angreifenden Sowjets fort und bombardierte rückwärtige Verbindungen des Feindes.

Vor der schottischen Küste versenkten Kampfflugzeuge bei Tage ein Handelsschiff von 6.000 BRT. Ein weiteres Schiff wurde durch Bombenwurf schwer beschädigt.

In Nordafrika lebhaftes feindliches Artilleriefeuer im Raum von Sollum. An den übrigen Abschnitten der Front keine wesentliche Kampftätigkeit.
Die Luftangriffe auf britische Flugplätze auf der Insel Malta wurden mit Erfolg fortgesetzt.

In den frühen Morgenstunden des 7. Januar warfen einige britische Flugzeuge wahllos Bomben auf Orte in Westdeutschland und im norddeutschen Küstengebiet. Schaden entstand nicht.

 

Freitag, 9. Januar 1942

Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront dauern die erbitterten Abwehrkämpfe an. Dabei wurden Bereitstellungen des Gegners durch zusammengefaßtes Artilleriefeuer zerschlagen und zahlreiche feindliche Angriffe abgewiesen. Kampf-, Sturzkampf- und Jagdfliegerverbände unterstützten die Abwehrkämpfe des Herres.

In Nordafrika hielt das feindliche Artilleriefeuer auf die deutsch-italienischen Stellungen bei Sollum an. Im Raum von Agedabia beiderseitige Aufklärungstätigkeit. Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge bombardierten britische Kraftfahrzeugkolonnen. In Luftkämpfen schossen deutsche Jäger ohne eigene Verluste sechs feindliche Flugzeuge ab.
Britische Flugplätze auf der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht erfolgreich mit Bomben belegt.

 

Sonnabend, 10. Januar 1942

Auf der Krim und im südlichen Abschnitt der Ostfront nur geringe Kampftätigkeit. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge versenkten im Seegebiet von Sewastopol und Feodosia einen Transporter von 4.000 BRT und beschädigten zwei größere Handelsschiffe sowie einen Leichten Kreuzer durch Bombenwurf. Vor der Ostküste des Schwarzen Meeres wurde ein weiteres Handelsschiff in Brand geworfen.
Im mittleren und einem Teil des nördlichen Frontabschnittes halten die schweren Abwehrkämpfe in unverminderter Stärke an.

In Nordafrika verstärkte der Feind sein Artilleriefeuer und seine Luftangriffe im Raum von Sollum. Im Gebiet von Agedabia beiderseitige Spätrupptätigkeit.
Die Angriffe auf Flugplätze der Insel Malta wurden erfolgreich fortgesetzt.

Bei Versuchen britischer Bomber, die französische Küste anzugreifen, wurden vier feindliche Bomber abgeschossen.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreten bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet.

 

Der Tag

An der Ostfront scheint die Lage stabil und dennoch hat die Rote Armee leichte Vorteile auf ihrer Seite. So nimmt man Rückeroberung des von der Wehrmacht zuvor zerstörten Stariza, 48 km nordöstlich von Rschew, durch die Rote Armee ernsthaft auf. Die Führung weiß um die Gefahr und mögliche Instabilität der Front im Osten. In den nächsten Tagen wird sich diese Lage noch zuspitzen, denn die Russen schlagen 3 deutsche Divisionen und erobern Malojaroslawez zurück, 129 km südwestlich von Moskau. Die sowjetische Hauptstadt ist nun wieder sicher in der Hand der Roten Armee, dabei verliert die Wehrmacht zunehmend Material und Initiative.
Stalin befiehlt derweilen eine massive Gegenoffensive auf ganzer Front. Die Stavka (Hauptquartier des sowjetischen Oberkommandos) soll nun kein Boden russischer Erde mehr preisgeben und auf den vier Frontabschnitten Leningrad, Moskau, Ukraine und Krim die Deutschen zurückgeschlagen werden. Stalins erfolgreichster Marschall Schukow dagegen fordert, dass alle Anstrengungen auf die Zerschlagung der in Auflösung befindlichen deutschen Heeresgruppe Mitte, westlich von Moskau, konzentriert werden sollten. Er sieht hier die wichtigste Stütze der deutschen Militärmaschinerie an der Ostfront, welche wenn sie fällt, den Weg nach Berlin frei macht. Stalin schmettert diesen Rat aber ab. Die Offensive hat Erfolg, wenn auch nicht durchschlagenden, den sich Stalin gewünscht hat. Die Rückeroberung des Eisenbahnknotenpunktes Kirichi an der Front bei Leningrad und die Verkündung der Befreiung von 572 bevölkerten Ortschaften an der mittleren Front vor Moskau durch die Russen, haben dennoch Eindruck auf das Volk gemacht. Der Kampf um Mütterchen Russland und die von Stalin ausgerufene Aufbegehren des Volkes, nimmt langsam Fahrt auf. Die russische Beute zwischen dem 1. und 5. Januar beträgt 462 Kanonen, 86 Panzer und andere Panzerfahrzeuge, 202.000 Granaten, 75.210 Landminen, 3.091 Feldkarren, 9 Eisenbahnzüge und 1.235 Tonnen an Lebensmitteln. Dieses Material fehlt an der Front und hindert die deutschen Verbände an weiteren Offensiven. Dies weiß Schukow zu nutzen, der 51 Ortschaften in zwei Tagen erobern kann. Insgesamt kämpfen 3 sowjetische 'Fronten' (Gruppen aus Armeen, wobei jede Armee etwa nur einem deutschen Korps entspricht) gegen die Wehrmacht und können dabei große Erfolge verbuchen. Die Russen können 113 Kilometer tief zwischen Smolensk und dem Illmensee durchbrechen und neun Ortschaften zurückerobern. Auch bei Sewastopol versuchen die Sowjets einen Ausbruch aus der Belagerung. Die Garnison führt einen Gegenangriff durch, während die sowjetische Schwarzmeer-Flotte Verstärkungen anlandet. Ebenso in Leningrad, wo die Rote Armee wichtige Orte zurückerobern konnte. Die spanischen Freiwilligen der Blauen Division, welche vor Leningrad kämpfen, erleiden schwere Verluste, vor allem durch Erfrierungen.
Dieser Schlag hat die Wehrmacht in ihrem Siegestaumel schwer erschüttert und die Führung weiß nun, dass die Rote Armee noch lange nicht geschlagen ist. Derweilen lässt die Führung der Wehrmacht erstmalig nicht alle Nachrichten an den Führer mehr durch stellen, auch wird der Geheimdienst nicht mehr an den Besprechungen es Generalstabs teilnehmen. Admiral Canaris warnt nun zunehmend vor den Massen der Roten Armee, die sich hinter den Fronten mobilisieren, doch wird er nicht mehr bis zum Führer vordringen und seine Meldungen schon gar nicht. Es gelingt dem OKW zwar die Lage an den Fronten im Osten zu stabilisieren, aber an Offensive ist nicht zu denken. Radio Berlin meldet, dass die deutschen Truppen an der Ostfront ihre Stellungen in einem 'Meer aus Blut' verteidigen.
An den anderen Fronten scheint die Lage noch besser auszusehen, zwar verliert man in Afrika hier und da an Boden, Britische und südafrikanische Verbände erobern das nun weit hinter der Front liegende Bardia, aber die Lage ist stabil. In Ostindien landen die Japaner auf der Labuan-Insel (vor Borneo) und auf den Philippinen besetzen sie Manila und die Cavite Marinebasis.

 

Die britische Marine verkriecht sich nicht in den Häfen, sondern kann man dem 'Port T', einen geheimen britischen Marinestützpunkt auf dem Addu-Atoll (Malediven) in nur 3 Monaten einrichten. Man will versuchen die Initiative auf See zurückzugewinnen, gerade wo man weiß, dass die amerikanische Marine nun in den Krieg ein gewichtiges Wort mitzureden haben wird. In seiner Erklärung zur Lage der Nation erklärt Roosevelt vor dem Kongress, dass 60.000 Flugzeuge und 8 Millionen Tonnen Handelsschiffraum im Jahr 1942 gebaut werden sollen und im Jahre 1943 125.000 Flugzeuge und 10 Millionen Tonnen Schiffsraum. Die Briten wollen ihren Verbündeten möglichst viel beisteuern und organisieren ihre Bevölkerung zu einem Befreiungskampf Europas. Die Gründungserklärung der Vereinigten Nationen, in welcher sich 26 Nationen verpflichten keinen Separatfrieden mit den Achsenmächten einzugehen und alle ihre Ressourcen im Kampf gegen diese einzusetzen, unterstützt nun die Briten in diesem Kampf.

 

11.01. - 20.01.1942

Die Berichte des Tages

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

 

Sonntag, 11. Januar 1942

Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Osstfront fügten die deutschen Truppen dem Gegner bei der Abwehr zahlreicher, teilweise mit zusammengefaßten Kräften und mit Panzerunterstützung geführter Angriffe am gestrigen Tage besonders hohe Verluste an Menschen und Material zu.
Die Luftwaffe bombardierte Hafenanlagen in Feodosia sowie an der Ostküste des Schwarzen Meeres und griff an den übrigen Abschnitten der Ostfront erfolgreich in den Erdkampf ein.

In der Nacht zum 11. Januar wurden kriegswichtige Hafenanlagen auf der Britischen Insel mit Bomben belegt.

In Nordafrika dauert der Druck des Feindes auf die Stellungen bei Sollum an. Im Gebiet von Agedabia lebhafte Spähtrupptätigkeit. Deutsche Sturzkampf- und Kampffliegerverbände griffen Truppenansammlungen des Feindes im Raum von Agedabia sowie britische Flugplätze in der Marmarica wirksam an. In Luftkämpfen wurden vier feindliche Flugzeuge abgeschossen.

Die Luftangriffe auf Flugplätze der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht mit guter Wirkung fortgesetzt.

Britische Bomber griffen in der Nacht zum 11. Januar Orte im norddeutschen Küstengebiet an. Die Bevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten. Sechs der angreifenden Bomber wurden abgeschossen.

In der Zeit vom 3. bis 9. Januar verlor die sowjetische Luftwaffe 112 Flugzeuge. Davon wurden 82 in Luftkämpfen und zwölf durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 16 eigene Flugzeuge verloren.

 

Montag, 12. Januar 1942

Die Kämpfe im mittleren Abschnitt der Ostfront und im Waldai-Gebiet dauern an. An den übrigen Abschnitten der Front keine wesentlichen Kampfhandlungen.

Eine Fernkampfbatterie der Kriegsmarine beschoß Dover mit beobachteter Trefferwirkung.

Unterseeboote versenkten einen britischen Zerstörer im Atlantik und torpedierten einen im Mittelmeer.

In Nordafrika lebhafte Aufklärungstätigkeit. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten die Küstenstraße der Cyrenaika sowie britische Flugplätze auf der Insel Malta.

In der Zeit vom 1. bis 10. Januar verlor die britische Luftwaffe 42 Flugzeuge, davon 19 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien neun eigene Flugzeuge verloren.
Bei dem im Wehrmachtbericht vom 7. Januar gemeldeten sowjetischen Landungsunternehmen in Jewpatoria auf der Krim ließ der Gegner in zähen Häuser-und Straßenkämpfen 600 tote Soldaten und 1.300 Partisanen auf dem Kampffeld. 203 Gefangene fielen in unsere Hand.
Dieser Erfolg ist in besonderem Maße dem entschlossenen Zupacken des Oberstleutnants von Boddien zuzuschreiben, der als Kommandeur der Aufklärungsabteilung einer Infanteriedivision in diesem Kampf gefallen ist.
Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat diesem tapferen Offizier nachträglich das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

 

Dienstag, 13. Januar 1942

Auf der Krim und im Donez-Bogen nur geringe Gefechtstätigkeit.

Im Raum ostwärts Charkow führten unsere Truppen erfolgreiche Erkundungsvorstöße gegen feindliche Stützpunkte durch. Der Gegner verlor 219 Tote und 93 Gefangene.

Die Kämpfe im mittleren Frontabschnitt und im Waldai-Gebiet halten an.
Bei einem Stoßtruppunternehmen an der Einschließungsfront von Leningrad wurden 22 feindliche Bunker mit ihrer Besatzung vernichtet.
Starke Kampf-, Sturzkampf- und Jagdfliegerverbände griffen in die Erdkämpfe ein. Die Sowjets erlitten besonders hohe blutige Verluste und büßten umfangreiches Kriegsmaterial ein. Zahlreiche belegte Ortschaften und Eisenbahnzüge wurden in Brand geworfen.

In Nordafrika wurden heftige britische Angriffe im Raum von Sollum abgeschlagen. Die schweren Kämpfe dauern an. Südwestlich von Agedabia scheiterte ein feindlicher Panzerverstoß. Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge bombardierten britische Kraftfahrzeug- und Panzeransammlungen im Raum von Agedabia sowie Flugplätze und Hafenanlagen in der Cyrenaika. In Luftkämpfen wurden drei feindliche Flugzeuge abgeschossen.

Die Luftangriffe auf Flugplätze der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht erfolgreich fortgesetzt.

 

Mittwoch, 14. Januar 1942

Im südlichen Abschnitt der Ostfront wurden mehrere Vorstöße des Feindes abgewiesen.
Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt dauern die schweren Kämpfe an. Durch das Abwehrfeuer und die Gegenangriffe der deutschen Truppen sowie durch das Eingreifen der Luftwaffe in die Erdkämpfe erlitt der Feind auch gestern hohe blutige Verluste.

Im Nördlichen Eismeer versenkten Kampfflugzeuge ein Handelsschiff von 5.000 BRT.
Ein Unterseeboot unter Führung des Kapitänleutnants Lüth versenkte in zähen Angriffen aus einem stark gesicherten Geleitzug im Atlantik vier feindliche Handelsschiffe mit zusammen 21.000 BRT.

An der englischen Ostküste griffen deutsche Kampfflugzeuge bei Tage ein Industriewerk sowie Hafenanlagen erfolgreich mit Bomben an und versenkten ein Handelsschiff von 8.000 BRT. Ein weiteres, gleich großes Schiff wurde durch Bombenwurf schwer beschädigt.

In Nordafrika setzte der Gegner seine heftigen Angriffe, unterstützt durch das Feuer seiner Seestreitkräfte, auf die deutsch-italienischen Stellungen im Raum von Sollum fort. In der westlichen Cyrenaika beiderseitige Aufklärungs- und Artillerietätigkeit. Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge bombardierten britische Kolonnen, Kraftfahrzeugansammlungen und Flugplätze.
Bei Tag und Nacht richteten sich Luftangriffe gegen die Hafenanlagen von La Valetta und gegen die britischen Flugplätze auf der Insel Malta. Hierbei wurden drei feindliche Bomber abgeschossen.

 

Donnerstag, 15. Januar 1942

Bei Feodosia und auf der Halbinsel Kertsch griff die Luftwaffe feindliche Truppenansammlungen, Flakstellungen und Flugplätze mit guter Wirkung an. Im Schwarzen und Asowschen Meer wurden drei feindliche Handelsschiffe durch Bombenwurf beschädigt.

Im Raum von Taganrog wiederholte der Gegner nach starker Artillerievorbereitung seine Vorstöße ohne Erfolg.

Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront nimmt die Abwehrschlacht ihren Fortgang. Bei einem Gegenangriff erbeutete von Sturmgeschützen begleitete deutsche Infanterie acht Geschütze sowie zahlreiches anderes Gerät. Der Feind verlor hierbei etwa 600 Tote.
Bei einem erfolgreichen Stoßtruppunternehmen an der Front von Leningrad brachen Teile einer von Pionieren unterstützten Infanteriekompanie in 200m Breite in die feindliche Stellung ein und vernichteten 20 Bunker mit ihren Besatzungen.

In Nordafrika dauert das feindliche Artilleriefeuer auf die deutsch-italienischen Stützpunkte im Raum von Sollum mit unverminderter Heftigkeit an. Der Feind hatte einige örtliche Erfolge. Angriffe deutscher Kampf- und Sturzkampfflugzeuge richteten sich gegen britische Kraftfahrzeugkolonnen sowie Hafen- und Flugplatzanlagen im Raum südlich Agedabia und in Tobruk,
La Valetta und britische Flugplätze auf der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht wirkungsvoll bombardiert.

Britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht Bomben auf mehrere Orte im norddeutschen Küstengebiet. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten. Mehrere Häuser wurden zerstört oder beschädigt. Drei der angreifenden Bomber wurden abgeschossen.

 

Freitag, 16. Januar 1942

Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront dauern die Kämpfe an. Beim Angriff gegen starke feindliche Kavallerie im mittleren Frontabschnitt nahm ein deutsches Infanteriebataillon am 14. Januar nach harten Kämpfen eine wichtige Ortschaft und erbeutete zehn Geschütze, zahlreiche Maschinengewehre, Granatwerfer, Hunderte von Gewehren und 850 Pferde. Der Feind ließ mehr als 1.300 Tote zurück.

Durch unsere Luftangriffe auf Schiffsziele bei Feodosia und Kertsch wurde ein Transporter von 1.500 BRT versenkt, ein größerer Transporter und ein Zerstörer schwer beschädigt.
Im Westfahrwasser des Weißen Meeres wurde ein Eisbrecher der Stalin-Klasse durch mehrere Bombenvolltreffer schwer beschädigt.

In der Nacht zum 16. Januar griffen Kampfflugzeuge Hafenanlangen an der englischen Ostküste an und erzielten mehrere Volltreffer in einer größeren Hochofenanlage.

In Nordafrika setzte der Feind die Beschießung der deutsch-italienischen Stützpunkte im Raum von Sollum durch Land- und Seestreikräfte fort. In der westlichen Cyrenaika keine wesentlichen Kampfhandlungen. Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge griffen britische Kraftfahrzeugkolonnen und Flugplätze in der Cyrenaika sowie bei Marsa Matruk an.
Die Luftangriffe auf britische Flugzplätze und Verteidigungsanlagen auf der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht wirksam fortgesetzt.

Deutsche Transportflugzeuge schossen am 13. Januar über dem Mittelmeer zwei angreifende britische Zerstörerflugzeuge ab.

Britische Bomber griffen in der letzten Nacht Emden und weitere Orte im norddeutschen Küstengebiet an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Drei der angreifenden britischen Bomber wurden abgeschossen.

 

Sonnabend, 17. Januar 1942

An der Front von Sewastopol wiesen deutsche und rumänische Truppen wiederholte feindliche Verstöße unter hohen Verlusten für den Gegner ab. An der Westküste der Krim zwang eine deutsche Küstenbatterie feindliche Kriegsschiffe zum Abdrehen.

Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront fügten Truppen des deutschen Heeres, durch starke Verbände der Luftwaffe unterstützt, dem Feind in hartem Abwehrkampf auch gestern schwere Verluste zu. Im Raum ostwärts Kursk wurden bei einem Stoßtruppunternehmen drei feindliche Geschütze und mehrere Maschinengewehre erbeutet oder vernichtet.

Vor der englischen Ostküste wurde ein britischer Minensucher durch Bombenwurf schwer beschädigt.

In Nordafrika dauern die lebhaften Angriffe und das heftige Artilleriefeuer auf die deutsch-italienischen Stellungen im Raume von Sollum an. Britische Panzer- und Kraftwagenkolonnen sowie Flugplätze und Zeltlager in der Cyrenaika und an der ägyptischen Küste wurden erfolgreich bombardiert.

Deutsche Kampfflugzeuge führten bei Tag und Nacht wirksame Angriffe gegen Schiffsziele und Hafenanlagen in La Valetta sowie gegen britische Flugzeuge auf der Insel Malta.

 

Sonntag, 18. Januar 1942

Auf der Krim wurden erneute Angriffe des Feindes vor Sewastopol unter hohen Verlusten für den Gegner abgeschlagen.

Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront wiesen die deutschen Truppen im Verlaufe der weiterhin anhaltenden schweren Kämpfe zahlreiche Angriffe des Feindes ab. An mehreren Stellen wurden erfolgreiche Gegenangriffe geführt. Im Rahmen dieser Kämpfe kam es zu starkem Einsatz deutscher Kampf- und Jagdfliegerverbände. Sie vernichteten, zum Teil in kühnen Tiefangriffen, Hunderte von Fahrzeugen und anderen Transportmitteln sowie zahlreiche schwere Waffen und anderes Kampfgerät des Gegners. Bei Luftangriffen auf Eisenbahnanlagen wurden mehrere beladene Transportzüge der Sowjets beschädigt.

Bei einem Angriff einer deutschen Panzerdivision im mittleren Frontabschnitt wurde der Feind unter Zurücklassung von 450 Toten geworfen.
Ein Verband der Waffen-SS sprengte bei Stoßtruppunternehmungen vor Leningrad 15 Bunker und Kampfstände, erbeutete zahlreiche Waffen und fügte dem Gegner schwere Verluste zu.

Im Eismeer wurde durch die deutsche Unterseebootwaffe ein feindliches Unterseeboot versenkt.
Im Atlantik versenkten deutsche Unterseeboote vier feindliche Schiffe mit zusammen 21.000 BRT. Außerdem wurde ein großer Transporter durch zwei Torpedotreffer schwer beschädigt.
Bei bewaffneter Luftaufklärung über der Nordsee wurde in der letzten Nacht vor der englischen Ostküste ein größerer Geleitzug angegriffen und zersprengt. Mehrere Schiffe wurden schwer beschädigt.
Andere Kampfflugzeuge belegten Häfen an der englischen Südwestküste mit Bomben mittleren und schweren Kalibers.

Britische Überwasserstreitkräfte griffen im Kanal einen deutschen Geleitzug erfolglos an. In den Kampf griff auch unsere Küstenabwehr ein. Ein englisches Schnellboot sank brennend.

In Nordafrika hat die von allen Verbindungen abgeschnittene schwache Besatzung der deutsch-italienischen Stützpunkte im Raum von Sollum, nachdem sie in wochenlangem heldenhaften Widerstand ihre Munitions- und Verpflegungsvorräte aufgebraucht hatte, die Übergabe angeboten. Die Luftwaffe führte erfolgreiche Angriffe gegen britische Marsch- und Nachschubkolonnen auf der Küstenstraße.

Deutsche Unterseeboote vernichteten ostwärts von Sollum einen englischen Zerstörer und erzielten drei Treffer auf einen Geleitzug im Seegebiet von Tobruk; das Sinken der Schiffe konnte nicht beobachtet werden.

Der Feind warf in der letzten Nacht Bomben auf verschiedene Orte in Nordwestdeutschland. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. In den Wohnvierteln einiger Städte entstanden Gebäudeschäden. Zwei britische Flugzeuge wurden zum Absturz gebracht.

In der Zeit vom 10. bis 16. Januar verlor die sowjetische Luftwaffe 105 Flugzeuge. Davon wurden 66 in Luftkämpfen und 14 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostküste 15 eigene Flugzeuge verloren.

 

Montag, 19. Januar 1942

Deutsche und rumänische Truppen unter dem Oberbefehl des Generals der Infanterie von Manstein haben im Zusammenwirken mit den Luftwaffenverbänden des Generals der Flieger Ritter von Greim nach mehrtägigen harten Kämpfen die an der Südküste der Krim gelandeten sowjetischen Kräfte zurückgeworfen und die Stadt Feodosia in entschlossenem Angriff wieder in Besitz genommen. Bisher wurden mehr als 4.600 Gefangene eingebracht sowie 73 Panzerkampfwagen, 7 Geschütze und zahlreiches anderes Kriegsmaterial erbeutet.

Im mittleren und nördlichen Abschnitt hatte der Feind bei der Fortsetzung seiner Angriffe erneut schwere Verluste. Bei einem am 17. und 18. Januar durchgeführten Gegenangriff deutscher Infanterie und Panzerverbände wurden insgesamt 35 Geschütze, 23 Granatwerfer, 45 Maschinengewehre sowie zahlreiches sonstiges Material erbeutet. Der Feind verlor hierbei 430 Tote und 140 Gefangene.

Die Luftwaffe beschädigte im Seegebiet von Murmansk ein großes Handelsschiff durch Bombenwurf.

Kampfflugzeuge bombardierten Hafenanlagen an der englischen Südwestküste und erzielten Bombenvolltreffer in einem Munitionslager auf den Shetlands.

In Nordafrika wurde bei erfolgreichen Spähtruppunternehmungen der deutsch-italienischen Truppen in der Cyrenaika eine Anzahl von Gefangenen eingebracht. Deutsche Kampfflugzeuge griffen Hafenanlagen und Flugplätze an der Küste der Cyrenaika an. In der Großen Syrte wurden bei einem Luftangriff auf einen britischen Geleitzug mehrere große Handelsschiffe durch Bombenwurf schwer beschädigt.

Bei der Wiedereroberung von Feodosia hat sich der Ritterkreuzträger Oberst Müller erneut durch hervorragende persönliche Tapferkeit, Entschlußkraft und umsichtigte Führung seines Regiments ausgezeichnet.

 

Dienstag, 20. Januar 1942

Auf der Krim wurden die im Raum nordostwärts Feodosia kämpfenden feindlichen Kräfte weit nach Osten zurückgeworfen.
An der Donez-Front sowie im mittleren und nördlichen Frontabschnitt dauern die Abwehrkämpfe an. Bei erfolgreichen Stoßtruppunternehmungen fügten slowakische Truppen dem Gegner blutige Verluste zu.

Die Luftwaffe unterstützte an der gesamten Ostfront zum Teil unter schwierigsten Einsatzbedingungen die Kämpfe auf der Erde. Die Murman-Bahn wurde an mehreren Stellen durch Bombenwurf unterbrochen, ein Betriebsstoffzug wurde in Brand geworfen.

In Nordafrika beiderseitige Spähtrupp- und Artillerietätigkeit. Wirkungsvolle Luftangriffe richteten sich in der Cyrenaika gegen Hafenanlagen und gegen die Küstenstraße. Im Raum südlich Agedabia wurden britische Kraftfahrzeugansammlungen und Zeltlager mit Bomben belegt.

Im Seegebiet von Tobruk beschädigten deutsche Kampfflugzeuge ein größeres Handelsschiff durch mehrere Bombentreffer.
Die Bombardierung von La Valetta und britischen Flugplätzen auf der Insel Malta durch deutsche Kampfflugzeuge wurde mit starker Wirkung fortgesetzt.

 

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreten bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet.

 

Der Tag

An der Ostfront nimmt die Rote Armee nun Fahrt auf und kann mit Rückeroberung von Ljudinowo, südwestlich von Kaluga, und dem Eisenbahnknotenpunkt Tikhonovo Pustyn, nordwestlich von Kaluga, sowie von Popovka im Donezbecken (Ukraine), eine wichtige strategische Position für weiteres Vorrücken einnehmen. In der Schlacht von Moschaisk kann die Rote Armee die Deutschen westlich von Moskau zu vertreiben. Schukow hat es vor allem auf die Eisenbahnen abgesehen, nur Sie können die Massen von Panzern schnell genug nach vorn bringen. Schon vor einer größeren Offensive, will er Nachschublinien aufbauen, die unbegrenzt Nachschub liefern können. In gleichem Atemzug gehen die russischen Panzerspitzen gegen Charkow vor, erobern Medyn, westlich von Malojaroslawez, zurück und können eine neue Frontlinie etablieren.
Natürlich weiß Stalin, dass neben dem militärischen Kampf auch der Kampf um die Herzen der eigenen Armee wichtig ist. Der Fakt, dass man weiter mehr Russen opfern muss, als man Deutsche besiegt, ist auch der Truppe bewusst. Das russische Oberkommando veröffentlicht darum ein Dokument, welches von Feldmarschall von Reichenau, dem Oberbefehlshaber der deutschen 6. Armee unterzeichnet ist, und bei Kalinin nordwestlich von Moskau gefunden wurde. Darin weißt dieser die deutschen Truppen an, sich 'gnadenlos' gegenüber der russischen Zivilbevölkerung zu verhalten. Damit will man den Rotarmisten bewusst machen, dass der Feind schlimmeres mit einem vorhat und die Taten der Vorgesetzten bzw. Opferungen die einzige Lösung sind.
Die weiteren Hauptangriffe der Sowjets gehen gegen die Heeresgruppe Mitte, welche bis Smolensk zurückgedrängt werden kann. Timoschenko beginnt mit einer Großoffensive an der Front in der Ukraine und kommt bis auf 97 km an den Fluß Dnjepr und der wichtigen Industriestadt und Nachschubdepot Dnjepropetrowsk heran. General Gretchko, welcher nach dem Krieg Marschall der Sowjetunion und sowjetischer Verteidigungsminister wird, zeichnet sich dabei besonders aus. Ebenso zeichnen sich die russischen Fallschirmjäger-Brigaden und Luftlanderegimenter aus, welche hinter den deutschen Linien bei Wjasma landen und sich mit den dortigen Partisanen vereinigen.

 

Einziger Erfolgsgarant dieser Tage scheint die deutsche Kriegsmarine zu sein, welche im Unternehmen Paukenschlag mit 5 deutschen U-Booten gegen die Handelsschifffahrt vor der amerikanischen Ostküste vorgeht. Bis zum 11. Februar werden 20 Schiffe versenkt. Auch starten deutsche U-Boote Angriffe auf den Arktis Konvoi.
In Deutschland findet in jenen Tagen die Wannsee Konferenz statt. Dabei bespricht Heydrich die Pläne für die 'Endlösung' der 'Judenfrage'. Alle Juden im deutschen Machtbereich sollen nach Osteuropa deportiert werden und dort, entweder durch Zwangsarbeit oder durch Liquidierung, ums Leben kommen.

 

21.01. - 31.01.1942

Die Berichte des Tages

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:


Mittwoch, 21. Januar 1942

An der Donez-Front kam es auch gestern zu erbitterten Kämpfen. Feindliche Kräfte, die am Oberlauf des Flusses in die deutschen Linien eingebrochen waren, wurden im Gegenangriff zurückgeworfen. Dabei verloren die Sowjets 1.100 Tote und einige hundert Gefangene sowie 19 Geschütze und 30 Maschinengewehre.

Auch im mittleren und nördlichen Frontabschnitt setzte der Feind seine Angriffe fort. Bei den Abwehrkämpfen und bei erfolgreichen Gegenangriffen erlitt der Feind erneut schwere Verluste an Menschen und Material.

Die Beute in der Schlacht um Feodosia hat sich nunmehr auf 10.605 Gefangene, 85 Panzer und 177 Geschütze erhöht. Die Luftwaffe beschädigte in der Straße von Kertsch ein größeres feindliches Handelsschiff durch Bombenwurf und griff an der gesamten Ostfront erfolgreich in den Abwehrkampf ein.

Ein Unterseeboot versenkte im Eismeer aus einem stark gesicherten feindlichen Geleitzug heraus einen Zerstörer und einen Dampfer. Ein weiterer Zerstörer und zwei Dampfer wurden durch Torpedotreffer beschädigt.

Bei bewaffneter Aufklärung über dem Seegebiet um England erzielten Kampfflugzeuge Bombentreffer in Hafenanlagen und einem großen Industriewerk der englischen Ostküste, sowie in einer Funkstation in Südostengland.

In Nordafrika schwache beiderseitige Artillerietätigkeit. Bewegungen britischer Truppen auf der Küstenstraße und Schiffsziele vor der nordafrikanischen Küste wurden mit guter Wirkung bombardiert.

Erfolgreiche Luftangriffe richteten sich bei Tag und Nacht gegen La Valetta und britische Flugplätze auf der Insel Malta.

In der letzten Nacht warf der Feind mit schwachen Kräften Bomben im nordwestdeutschen Küstengebiet. Es entstand einiger Häuserschaden. Vier der angreifenden britischen Bomber wurden abgeschossen.
Hierbei errang Oberleutnant Becker seinen neunten, zehnten und elften Nachtjagdsieg.

 

Donnerstag, 22. Januar 1942

Auf der Krim scheiterten mehrere feindliche Vorstöße gegen die Einschließungsfront von Sewastopol.
An der Donez-Front sowie im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront nehmen die Abwehrkämpfe bei starkem Frost ihren Fortgang. Zahlreiche feindliche Angriffe wurden abgewiesen. Eigene Gegenangriffe waren erfolgreich.

Vor Leningrad scheiterten wiederholte Ausbruchsversuche der Sowjets.

In der Straße von Kertsch beschädigten Kampfflugzeuge ein großes sowjetisches Handelsschiff durch Bombenwurf.

Bei bewaffneter Aufklärung im Seegebiet von Großbritannien versenkten deutsche Kampfflugzeuge vor der schottischen Nordwestküste ein Handelsschiff von 6.000 BRT und einen Kohlenleichter von 600 BRT. Vor der englischen Südwestküste wurde ein größeres Handelsschiff durch Bombenwurf beschädigt. Auf einer den Shetlands vorgelagerten Insel erzielten Kampfflugzeuge mehrere Volltreffer in kriegswichtige Anlagen.

In Nordafrika haben deutsch-italienische Panzertruppen in überraschendem Vorstoß die vor unseren Stellungen in der Cyrenaika aufmarschierten britischen Kräfte angegriffen und geworfen. Der Feind ging fluchtartig in Richtung auf Agedabia zurück. Starke Verbände der deutschen und italienischen Luftwaffe griffen in die Kämpfe auf der Erde ein und bombardierten Truppen- und Panzeransammlungen des Feindes. An der ägyptischen Küste wurden Vorratslager der Briten in Brand geworfen.

Der Feind warf in der letzten Nacht Bomben auf Wohnviertel im nordwestdeutschen Küstengebiet. Die Zivilbevölkerung hatte keine Verluste. Militärischer Schaden entstand nicht. Fünf der angreifenden britischen Bomber wurden zum Absturz gebracht.

In der Zeit vom 11. bis 20. Januar verlor die britische Luftwaffe 36 Flugzeuge, davon 16 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 16 eigene Flugzeuge verloren.

 

Freitag, 23. Januar 1942

Im Osten weiterhin heftige Kämpfe.

Bei einem Gegenangriff im mittleren Frontabschnitt wurden dem Feinde wiederum hohe blutige Verluste zugefügt. 35 Geschütze, sowie zahlreiche schwere Waffen fielen in unsere Hand.

Im Seegebiet um England beschädigten Kampfflugzeuge durch Bombenwurf einen größeren Frachter. Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen Häfen und militärische Anlagen in Süd- und Südostengland.

In Nordafrika stießen deutsche und italienische Truppen dem geschlagenen Feinde nach. Bisher wurden zehn britische Panzer, 46 Geschütze und über 100 Kraftfahrzeuge erbeutet oder vernichtet. Verbände der deutschen und italienischen Luftwaffe fügten den im Raum südlich Agedabia geworfenen britischen Truppen neue schwere Verluste zu.
Auf der Insel Malta wurden Flug- und Seestützpunkte des Feindes bei Tag und Nacht von deutschen Kampfflugzeugen bombardiert.

Britische Bomber warfen in der letzten Nacht an einigen Orten Westdeutschlands - unter anderem auf Wohnviertel und öffentliche Gebäude in Münster Spreng- und Brandbomben. Einheiten der Kriegsmarine schossen drei britische Bomber ab.

 

Sonnabend, 24. Januar 1942

An mehreren Stellen des mittleren Abschnittes der Ostfront führten unsere Truppen erfolgreiche Angriffe und fügten dem Feind hohe Verluste an Menschen und Material zu.
Im Hohen Norden wurden Teilstrecken der Murman-Bahn durch Bombentreffer zerstört und eine Industrieanlage schwer getroffen.
Die Sowjets verloren am gestrigen Tage 27 Flugzeuge, während nur ein eigenes Flugzeug vermißt wird.

Im Kampf gegen Großbritannien bombardierte die Luftwaffe bei Tage Versorgungsbetriebe des Hafens Great-Yarmouth sowie einen Flugplatz in Schottland.

Vor der norwegischen Küste beschädigte ein Minensuchboot ein feindliches Unterseeboot durch Wasserbomben.

Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche Unterseeboote bei ihrem ersten Auftreten in nordamerikanischen und kanadischen Gewässern der feindlichen Versorgungsschiffahrt schweren Schaden zugefügt. Unmittelbar vor der feindlichen Küste versenkten sie 18 Handelsschiffe mit zusammen 125.000 BRT. Ein weiteres Schiff und ein Bewacher wurden torpediert.
Bei diesen Kämpfen hat sich besonders das Unterseeboot des Kapitänleutnants Hardegen ausgezeichnet; es versenkte allein acht Schiffe mit 53.000 BRT, darunter drei Tanker, vor New York.

In Nordafrika verlief der Angriff der deutschitalienischen schnellen Verbände, unterstützt von Kampf- und Sturzkampffliegerverbänden, weiterhin erfolgreich. Starke britische Kräfte wurden über Agedabia hinaus nach Osten zurückgeworfen.
Deutsche Kampfflugzeuge setzten die Angriffe auf militärische Anlagen der Insel Malta mit guter Wirkung fort.

 

Sonntag, 25. Januar 1942

Im Osten dauern die Kämpfe bei großer Kälte an.
Bei der Abwehr eines feindlichen Angriffs im Raum südostwärts Charkow wurden mehrere sowjetische Panzer abgeschossen.

Deutsche und finnische Luftstreitkräfte fügten dem Feinde an der karelischen Front erhebliche Verluste an Menschen und Material zu.
In den Gewässern der Fischer-Halbinsel wurde ein kleiner Transporter durch Bombenwurf versenkt.

Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, hat der Angriff der deutsch-italienischen Verbände in Nordafrika zu einem vollen Erfolg geführt. Nordostwärts von Agedabia wurden starke britische Kräfte unter schwersten Verlusten geschlagen und nach Nordosten zurückgeworfen. Zahlreiche Gefangene
fielen in unsere Hand. 143 Panzer und 80 Geschütze wurden erbeutet oder vernichtet.

Auf der Insel Malta belegten deutsche Kampfflugzeuge die Anlagen der Flugplätze Luca und Hal Far mit Bomben schweren Kalibers.

In der Zeit vom 17. bis 23. Januar verlor die sowjetische Luftwaffe 110 Flugzeuge; davon wurden 59 in Luftkämpfen und 17 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 16 eigene Flugzeuge verloren.

 

Montag, 26. Januar 1942

Im Osten anhaltende Kämpfe.

Im Seegebiet um England beschädigten Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht westlich Pembroke einen größeren Frachter durch Bombenwurf so schwer, daß mit seinem Verlust zu rechnen ist. Weitere Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen einen Hafen an der Südwestküste der Insel.

In Nordafrika stießen die deutsch-italienischen Verbände dem geschlagenen Gegner nach und fügten ihm in heftigen Kämpfen weitere schwere Verluste an Menschen und Material zu. Allein am gestrigen Tage wurden 96 Panzer, 38 Geschütze und zahlreiches sonstiges Kriegsmaterial erbeutet oder vernichtet.

Im Mittelmeergebiet stellten deutsche Kampfflugzeuge nördlich Tobruk einen britischen Flottenverband und erzielten Bombenvolltreffer auf einem leichten Kreuzer.

Bei einem Tagesangriff deutscher Kampffliegerkräfte auf den Flugplatz Hal Far auf der Insel Malta wurden Bombeneinschläge in Hallen und zwischen abgestellten Flugzeugen erzielt.
Deutsche Jäger schossen hierbei in Luftkämpfen ohne eigene Verluste acht britische Jagdflugzeuge ab.

 

Dienstag, 27. Januar 1942

Im Osten fügten die deutschen Truppen in andauernden harten Kämpfen dem Feinde erneut schwere Verluste an Menschen und Material zu. Die Luftwaffe unterstützte diese Kämpfe trotz schwieriger Wetterlage. Die Beschießung kriegswichtiger Ziele in Leningrad wurde fortgesetzt.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseeboote an der nordamerikanischen und kanadischen Küste in Fortsetzung ihrer Angriffe auf die feindliche Schiffahrt in diesen Gewässern weitere zwölf Handelsschiffe mit zusammen 103.000 BRT, darunter sechs große Tanker. Bei diesen Angriffen war das Unterseeboot des Korvettenkapitäns Zapp besonders erfolgreich.
Seit ihrem am 24. Januar gemeldeten ersten Auftreten am Westrande des Atlantischen Ozeans haben unsere Unterseeboote damit 30 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 228.000 BRT versenkt.

Kampfflugzeuge, die zu bewaffneter Aufklärung eingesetzt waren, griffen militärische Anlagen an der schottischen Ostküste und in Südwestengland an.

In Nordafrika hat sich die Beute der deutsch-italienischen Truppen in den Kämpfen vom 21. bis 25. Januar auf 283 Panzerfahrzeuge, 127 Geschütze und 563 Kraftwagen erhöht; außerdem wurde zahlreiches sonstiges Kriegsmaterial erbeutet. Durch Einheiten des Heeres wurden 28, durch Einheiten der Luftwaffe 12 britische Flugzeuge abgeschossen oder am Boden zerstört.

In den Gewässern um Malta erzielten deutsche Kampfflugzeuge Bombenvolltreffer auf einen britischen Zerstörer. Ein größeres feindliches Handelsschiff wurde schwer getroffen. Luftangriffe auf Flug- und Seestützpunkte der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht fortgesetzt.

Britische Bomber warfen in der letzten Nacht Spreng- und Brandbomben auf einige Orte in Nordwestdeutschland. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Einzelne feindliche Flugzeuge drangen bis in die weitere Umgebung der Reichshauptstadt vor. Drei der angreifenden Bomber wurden abgeschossen.

Wie im Wehrmachtbericht vom 26. November gemeldet wurde, griff ein deutsches Unterseeboot unter Führung des Kapitänleutnants Freiherr von Tiesenhausen vor Sollum ein britisches Schlachtschiff an und beschädigte es schwer durch Torpedotreffer. Wie inzwischen festgestellt werden konnte, handelt es sich um das Schlachtschiff Barham, das nach drei Torpedotreffern gesunken ist.

 

Mittwoch, 28. Januar 1942

Eine an der Südküste der Krim gelandete feindliche Kräftegruppe wurde in mehrtägigen Kämpfen zurückgeworfen und bis auf kleine Reste vernichtet.
An zahlreichen Stellen der Ostfront führten die deutschen Truppen erfolgreiche örtliche Angriffe. Panzer, Geschütze und anderes Kriegsmaterial wurden erbeutet oder vernichtet. Vor Leningrad zerstörten Verbände der Waffen-SS bei einem Stoßtruppunternehmen 58 feindliche Bunker und Kampfstände.
Die Luftwaffe führte wirksame Angriffe gegen Truppenbewegungen, Nachschubkolonnen, Eisenbahnzüge und Flugstützpunkte der Sowjets.

Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten Barackenlager und Kraftfahrzeugansammlungen der Briten in der nördlichen Cyrenaika.
Tag- und Nachtangriffe deutscher Kampffliegerkräfte richteten sich gegen Hafennlagen auf der Insel Malta. Bombenvolltreffer schweren und schwersten Kalibers richteten vor allem in der Staatswerft Schäden an.

Bei der Abwehr eines Angriffs britischer Bomber auf das Reichsgebiet in der Nacht zum 27. Januar erzielte eine Nachtjagdstaffel unter Führung von Hauptmann Lent und Oberleutnant Prinz zu Lippe-Weißenfeld ihren 100. Abschuß.

 

Donnerstag, 29. Januar 1942

Auf der Krim und im südlichen Abschnitt der Ostfront infolge heftigen Schneetreibens geringe Kampftätigkeit.

Bei der im gestrigen Wehrmachtbericht gemeldeten Vernichtung einer feindlichen Kräftegruppe an der Südküste der Krim fielen 840 Gefangene, zwölf Geschütze sowie 111 Maschinengewehre und Granatwerfer in die Hand der deutschen und rumänischen Truppen.
An der Donez-Front wiesen deutsche und slowakische Verbände örtliche Angriffe der Sowjets ab. Eigene Gegenangriffe waren erfolgreich.
Im mittleren Frontabschnitt griff der Feind an mehreren Stellen erfolglos an. Bei eigenen Angriffen wurden zahlreiche Ortschaften nach heftigen Kämpfen genommen und eine Anzahl Geschütze erbeutet.
Im Nordteil der Ostfront setzte der Feind seine Angriffe fort. Die Kämpfe sind zum Teil noch im Gange.
Südostwärts des Ilmen-Sees, an der Einschließungsfront von Leningrad und an der deutsch-finnischen Front in Lappland erfolgreiche eigene Stoßtruppunternehmen.
Starke Kampf- und Jagdfliegerverbände griffen besonders im mittleren und nördlichen Abschnitt in die Erdkämpfe ein. Zahlreiche sowjetische Flugzeuge wurden in Brand gesetzt.

In Nordafrika lebhafte Spähtrupptätigkeit in der Cyrenaika. Erfolgreiche Luftangriffe richteten sich gegen britische Kraftfahrzeugkolonnen, Truppenansammlungen und Treibstofflager im nordafrikanischen Küstengebiet von Bengasi bis Marsa Matruk.

Bei Tag- und Nachtangriffen auf britische Flugzeuge der Insel Malta wurden mehrere Flugzeuge am Boden beschädigt.

Britische Bomber, die in der letzten Nacht versuchten, Münster anzugreifen, wurden durch starke Abwehr vertrieben und warfen planlos Bomben in Nordwestdeutschland. Die Zivilbevölkerung hatte geringe Verluste. An einigen Orten entstand Häuserschaden. Drei britische Bomber wurden abgeschossen.

 

Freitag, 30. Januar 1942

Sondermeldung:

Deutsche und italienische Truppen haben Donnerstag früh Bengasi genommen.

 

Sondermeldung:

Deutsche Unterseeboote haben in Fortsetzung ihrer Angriffe auf die feindliche Versorgungsschiffahrt in nordamerikanischen und kanadischen Gewässern weitere 13 Schiffe mit zusammen 74.000 BRT versenkt. Hierbei hat sich das Unterseeboot des Korvettenkapitäns Kals besonders ausgezeichnet.
Seit ihrem ersten Auftreten jenseits des Atlantischen Ozeans haben unsere Unterseeboote damit vor der dortigen Küste 43 feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 302.000 BRT versenkt.

An der Ostfront anhaltende Kampftätigkeit.

Auf den Faröern und an der schottischen Nordostküste bombardierten Kampfflugzeuge Hafenanlagen und Versorgungsbetriebe. Vor der Südwestküste Englands versenkte die Luftwaffe ein Handelsschiff von 4.000 BRT.

Wie ebenfalls durch Sondermeldung bekanntgegeben, nahmen in Nordafrika deutsch-italienische Truppen Bengasi. Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge zersprengten britische Fahrzeugkolonnen bei Barce und ostwärts Sollum sowie im Wüstengebiet der Cyrenaika. Bei Luftangriffen gegen den Hafen Tobruk wurden Bombentreffer in Verladeeinrichtungen und Flakstellungen erzielt. Flugplätze auf der Insel Malta wurden von Kampffliegerkräften bei Tag und Nacht mit Bomben belegt.

 

Sonnabend, 31. Januar 1942

An mehreren Stellen der Ostfront fügten deutsche, italienische, rumänische und slowakische Truppen bei der Abwehr örtlicher feindlicher Angriffe sowie bei eigenen Angriffs- und Stoßtruppunternehmungen dem Gegner erneut schwere Verluste zu. Dabei wurden 19 feindliche Panzer vernichtet und zahlreiche feindliche Kampfstände zerstört.
Im Raum nordostwärts von Kursk führte ein Gegenangriff deutscher Infanterie und Panzertruppen unter Führung des Generalmajors Breith nach mehrtägigen Kämpfen zu einem vollen Erfolg. Eine in die deutschen Linien eingebrochene­ feindliche Kräftegruppe von mehreren Divisionen und Panzerverbänden wurde unter hohen feindlichen Verlusten geschlagen und nach Osten zurückgeworfen.

Im Seegebiet um England griffen Flugzeuge im Rahmen der bewaffneten Aufklärung eine militärische Anlage an der Ostküste der Insel an und beschossen Eisenbahnziele in Nordirland mit Bordwaffen.

In Nordafrika Aufklärungstätigkeit.
In der nördlichen Cyrenaika zersprengten deutsche Kampf-, Sturzkampf- und Zerstörerverbände Kraftfahrzeugansammlungen der Briten.
Die Angriffe der deutschen Luftwaffe auf Flugzeug- und Seestützpunkte der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht mit Erfolg fortgesetzt. Die Staatswerft in La Valetta wurde mit Spreng- und Brandbomben belegt.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreten bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet.

 

Der Tag

Diesmal starten wir in Nordafrika, dort ergreift Rommel wieder die Initiative und erobert Agedabia zurück, wenig später sogar Bengasi. Währenddessen geht es an der Ostfront für die Wehrmacht weiter nur zurück. Die Rote Armee erobern Uvarovo, 32 km westlich von Moshaisk, ebenso Losowaja, ein Eisenbahnknotenpunkt und Nachschubbasis südlich von Charkow, zurück. Bei Leningrad schaffen es die Russen außerdem immer mehr Leute über den zugefrorenen Ladoga-See zu evakuieren. Dennoch geschehen zu dieser Zeit in der belagerten Stadt unmenschlicher Gräueltaten. Die Leute verhungern, sterben an Typhus, Ruhr, Herzinsuffizienz usw. beläuft sich von Januar bis Februar auf mehr als 200.000. Es kommen Fälle von Kannibalismus vor.
Der See- und Luftkrieg im Pazifik gewinnt derweilen an Fahrt auf, die Schlacht in der Makassar-Strasse und das Zusammentreffen von japanischen wie amerikanischen Verbänden nimmt an Häufigkeit zu.

 

Verluste Handelsschiffskrieg (Januar 1942)

62 alliierte Schiffe im Atlantik (293.136 Tonnen)
44 alliierte Schiffe anderweitig (123.771 Tonnen)
8 Handelsschiffe der Achsenmächte im Mittelmeer (40.274 Tonnen)
17 japanische Schiffe im Pazifik (73.865 Tonnen)

 

Quellen

Die Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht 1939-1945, 5 Bände, GLB Parkland Vlgsges.Mbh, Juni 2004. (ISBN-10: 389340063X)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... Jan-42.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://www.zeitgeschichte-online.de/zol ... n/xxpt.pdf (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... Jan-42.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://www.zeitgeschichte-online.de/zol ... n/xxpt.pdf (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... Jan-42.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://www.zeitgeschichte-online.de/zol ... n/xxpt.pdf (Letzter Aufruf 23.06.2011)

Autor: Schwarzenberg

 


Das Thema

 

Oberkommando der Wehrmacht

 

Rede Hitlers

(11.12.1941)

 


Hitlers Rede

 

Wichtiges zum Tage

 

Rede vor dem Großdeutschen Reichstag

Abgeordnete!

Männer des Deutschen Reichstages!

Ein Jahr weltgeschichtlicher Ereignisse geht zur Neige, ein Jahr größter Entscheidungen steht vor uns. In dieser ernsten Zeit spreche ich zu Ihnen, Abgeordnete des Reichstags, als den Vertretern der deutschen Nation. Allein darüber hinaus soll das ganze deutsche Volk von diesem Rückblick Kenntnis nehmen und von den Entscheidungen, die uns Gegenwart und Zukunft aufzwingen.
Nach der abermaligen Ablehnung meines Friedensangebotes im Jahre 1940 durch den derzeitigen britischen Ministerpräsidenten und der ihn tragenden oder beherrschenden Clique, war es im Herbst klar, dass dieser Krieg gegen alle Gründe der Vernunft und der Notwendigkeit mit den Waffen bis zum Ende durchgekämpft werden muss. Sie kennen mich. meine alten Parteigenossen, dass ich stets ein Feind halber oder schwächlicher Entschlüsse war. Wenn die Vorsehung es so gewollt hat, dass dem deutschen Volk dieser Kampf nicht erspart werden kann, dann will ich ihr dafür dankbar sein, dass sie mich mit der Führung eines historischen Ringens betraute, das für die nächsten 500 oder 1000 Jahre nicht nur unsere deutsche Geschichte, sondern die Geschichte Europas, ja, der ganzen Welt, entscheidend gestalten wird.
Das deutsche Volk und seine Soldaten arbeiten und kämpfen heute nicht nur für sich und ihre Zeit, sondern für kommende, ja, fernste Generationen. Eine geschichtliche Revision einmaligen Ausmaßes wurde uns vom Schöpfer aufgetragen, die zu vollziehen wir nunmehr verpflichtet sind. Der schon kurz nach der Beendigung des Kampfes in Norwegen mögliche Waffenstillstand im Westen zwang die deutsche Führung zuallererst, die gewonnenen politisch, strategisch und wirtschaftlich wichtigen Gebiete militärisch zu sichern. So haben die damals eroberten Länder seitdem ihre Widerstandsmöglichkeit wesentlich verändert. Von Kirkenes bis zur spanischen Grenze erstreckt sich ein Gürtel von Stützpunkten und Befestigungen größten Ausmaßes.
Zahllose Flugplätze wurden gebaut oder im hohen Norden zum Teil aus dem Urgestein des Granits gesprengt. Marinebasen erhielten Schutzbauten für U-Boote in einem Ausmaß und in einer Stärke, dass sie sowohl von See aus als auch von der Luft aus praktisch unverletzbar sind. Der Verteidigung selbst dienen mehr als eineinhalb tausend neue Batterien, deren Stellungen erkundet, geplant und ausgebaut werden mussten. Ein Netz von Straßen und Eisenbahnen wurde angelegt, so dass heute die Verbindung zwischen der spanischen Grenze bis Petsamo unabhängig vom Meere sichergestellt ist. Pioniere und Baubataillone der Marine, des Heeres und der Luftwaffe in Verbindung mit der Organisation Todt haben hier Anlagen geschaffen, die dem Weestwall in nichts nachstehen. An ihrer Verstärkung wird unentwegt weitergearbeitet. Es ist mein unbeirrbarer Entschluss, diese europäische Front für jeden Feind unangreifbar zu machen. Diese auch über den letzten Winter hin fortgesetzte Arbeit defensiver Art fand ihre Ergänzung durch eine offensive Kriegführung, wie sie durch die jahreszeitlichen Verhältnisse bedingt möglich war. Deutsche Überwasser- und Unterwasser-Seestreitkräfte führten ihren stetigen Vernichtungskrieg gegen die britische und die ihr dienstbare Kriegs- und Handelsmarine weiter. Die deutsche Luftwaffe unterstützte durch Angriffe, durch Aufklärung die Schädigung der feindlichen Tonnage und brachte in zahllosen Vergeltungsflügen dem Engländer eine bessere Vorstellung über den "reizenden Krieg" bei, dessen Urheber mit in erster Linie sein heutiger Premierminister ist. In diesem Kampf wurde in der Mitte des vergangenen Jahres Deutschland vor allem durch seinen italienischen Bundesgenossen unterstützt. Viele Monate lastete das Gewicht eines großen Teiles der britischen Macht auf den Schultern des mit uns verbündeten italienischen Staates. Nur infolge der enormen Überlegenheit an schweren Panzern gelang es den Engländern, in Nordafrika vorübergehend eine Krise herbeizuführen.
Schon am 24. März des vergangenen Jahres aber begann eine kleine Gemeinschaft deutsch-italienischer Verbände unter der Führung Rommels zum Gegenangriff anzutreten. Am 2. April fiel Agedabia. Am 4. wurde Benghasi erreicht. Am 8. zogen unsere gemeinsamen Verbände in Derna ein, am 11. wurde Tobruk eingeschlossen und am 12. April Bardia besetzt. Das Deutsche Afrika-Korps hat umso Hervorragenderes geleistet, als den Deutschen rein klimatisch dieser Kriegsschauplatz vollkommen fremd und ungewohnt war. So wie einst in Spanien sind nunmehr in Nordafrika Deutsche und Italiener dem gleichen Feinde stets gemeinsam gegenübergetreten. […]
Von Monat zu Monat mehr wurde schon im Jahr 1940 die Erkenntnis gewonnen, dass die Pläne der Männer im Kreml bewusst auf die Beherrschung und damit Vernichtung ganz Europas hinzielten. Ich habe der Nation schon ein Bild des Aufmarsches der russischen militärischen Machtmittel im Osten gegeben, zu einer Zeit, in der Deutschland nur wenige Divisionen in den an Russland angrenzenden Provinzen besaß. Nur ein Blinder konnte es übersehen, dass sich hier ein Aufmarsch von weltgeschichtlich einmaligen Dimensionen vollzog. Und zwar nicht um etwas zu verteidigen, sondern nur um etwas anzugreifen, was zur Verteidigung nicht mehr fähig zu sein schien. Wenn die blitzartige Beendigung des Feldzuges im Westen den Moskauer Machthabern auch die Möglichkeit nahm, mit einer sofortigen Erschöpfung des Deutschen Reiches rechnen zu können. so beseitigte dies keineswegs ihre Absichten, sondern verschob nur den Zeitpunkt des Angriffes. Im Sommer 1941 glaubte man den günstigsten Moment des Losschlagens zu sehen. Nun sollte ein neuer Mongolensturm aber Europa hinwegbrausen. Für die gleiche Zeit aber versprach Mister Churchill auch die Wende des englischen Kampfes gegen Deutschland Er versucht heute in feiger Weise abzuleugnen, dass er in den Geheimsitzungen des Jahres 1940 im englischen Unterhaus als wesentlichen Faktor für die erfolgreiche Fortführung und Beendigung dieses Krieges auf den sowjetischen Kriegseintritt hinwies, der spätestens im Jahr 1941 kommen sollte und der England dann in die Lage versetzen würde, auch seinerseits zum Angriff überzugehen.
Im Frühling dieses Jahres verfolgten wir deshalb in gewissenhafter Pflicht den Aufmarsch einer Weltmacht, die an Menschen und Material über unerschöpfliche Reserven zu verfügen schien. Schwere Wolken begannen sich über Europa zusammenzuziehen. Denn, meine Abgeordneten, was ist Europa? Es gibt keine geographische Definition unseres Kontinents, sondern nur eine volkliche und kulturelle. Nicht der Ural ist die Grenze dieses Kontinents, sondern immer jene Linie, die das Lebensbild des Westens von dein des Ostens trennt. […] Als die deutschen und italienischen Armeen am 6. April dieses Jahres zum Angriff gegen Jugoslawien und Griechenland antraten, war dies die Einleitung des großen Kampfes, in dem wir uns zurzeit noch befinden. Denn die Revolte, die in Belgrad zum Sturz des ehemaligen Prinzregenten und seiner Regierung führte, war bestimmend für den weiteren Ablauf der Geschehnisse in diesem Raum Europas. Wenn auch England an diesem Putsch maßgebend beteiligt war, so spielte doch die Hauptrolle Sowjet-Russland. Was ich Herrn Molotow anlässlich seines Besuches in Berlin verweigert hatte, glaubte Stalin nunmehr auf dem Umweg einer revolutionären Bewegung auch gegen unseren Willen erreichen zu können. Ohne Rücksicht auf die abgeschlossenen Verträge weiteten sich die Absichten der bolschewistischen Machthaber. Der Freundschaftspakt mit dem neuen revolutionären Regime erhellte blitzartig die Nähe der drohenden Gefahr.
Was von der Deutschen Wehrmacht in diesem Feldzuge geleistet wurde, fand im Deutschen Reichstag am 4. Mai 1941 seine Würdigung. Was auszusprechen mir damals aber leider versagt bleiben musste, war die Erkenntnis, dass wir mit rasender Schnelligkeit der Auseinandersetzung mit einem Staat entgegengingen, der im Augenblick des Balkanfeldzuges nur deshalb noch nicht eingriff, weil sein Aufmarsch noch nicht vollendet und die Benützung der Flughäfen vor allem infolge der um diese Jahreszeit erst einsetzenden Schneeschmelze und damit der Grundlosmachung der Rollfelder unmöglich war.

Meine Abgeordneten! So wie mir im Jahre 1940 durch Mitteilungen aus dem englischen Unterhaus und durch Beobachtung der russischen Truppenverschiebungen an unseren Grenzen die Möglichkeit der Entstehung einer Gefahr im Osten des Reiches bewusst wurde, erteilte ich sofort die Anweisung zur Aufstellung zahlreicher neuer Panzer-, Mot- und Infanterie-Divisionen. Die Voraussetzungen dafür waren sowohl personell als auch materiell reichlich vorhanden. Wie ich Ihnen, meine Abgeordneten, und überhaupt dem ganzen deutschen Volk nur eine Versicherung geben kann: wenn man auch in den Demokratien von Rüstung, wie leicht begreiflich, sehr viel redet, dann wird aber trotzdem im nationalsozialistischen Deutschland dafür immer noch mehr gearbeitet. Es war in der Vergangenheit so und es ist dies auch heute nicht anders. Jedes Jahr wird uns mit vermehrten und vor allem auch besseren Waffen dort finden, wo die Entscheidungen fallen. Trotz aller Einsicht in die Notwendigkeit, unter keinen Umständen dem Gegner die Möglichkeit zu bieten, den ersten Stoß in unser Herz tun zu können, war der Entschluss in diesem Fall doch ein sehr schwerer. Wenn die Artikelschreiber unserer demokratischen Zeitungen heute erklären, dass ich bei genauerer Kenntnis der Stärke des bolschewistischen Gegners mir überlegt haben würde, zum Angriff zu schreiten, so verkennen sie ebenso sehr die Lage wie meine Person. Ich habe keinen Krieg gesucht, sondern habe im Gegenteil alles getan, um ihn zu vermeiden. Ich würde aber pflichtvergessen und gewissenlos handeln, wenn ich es trotz der Kenntnis der Unvermeidbarkeit eines Waffenganges versäumen würde, die daraus einzig möglichen Konsequenzen zu ziehen. Weil ich Sowjet-Russland für die tödlichste Gefahr nicht nur des Deutschen Reiches, sondern für ganz Europa hielt, habe ich mich entschlossen, wenn möglich noch wenige Tage vor Ausbruch dieser Auseinandersetzung selbst das Signal zum Angriff zu geben. Für die Tatsache der Absicht aber des russischen Angriffes liegt heute ein wahrhaft erdrückendes und authentisches Material vor. Ebenso sind wir uns im Klaren über den Zeitpunkt, an dem dieser Angriff stattfinden sollte. Angesichts der uns vielleicht im ganzen Umfang aber wirklich erst heute bewusst gewordenen Größe der Gefahr kann ich dem Herrgott nur danken, dass er mich zur richtigen Stunde erleuchtet hat und mir die Kraft schenkte, das zu tun, was getan werden musste. Dem verdanken nicht nur Millionen deutscher Soldaten ihr Leben, sondern ganz Europa sein Dasein. Denn das darf ich heute aussprechen: Wenn sich diese Welle von über 20 000 Panzern, Hunderten an Divisionen, Zehnlausenden an Geschützen, begleitet von mehr als 10 000 Flugzeugen, unversehens über das Reich hin in Bewegung gesetzt haben würde, wäre Europa verloren gewesen! Das Schicksal hat eine Reihe von Völkern bestimmt, durch den Einsatz ihres Blutes diesem Stoß zuvorzukommen bzw. ihn aufzufangen. Hätte sich Finnland nicht sofort entschlossen, zum zweiten Male die Waffen zu er,-reifen. dann würde die gemächliche Bürgerlichkeit der anderen nordischen Staaten schnell ihr Ende gefunden haben. Wäre das Deutsche Reich nicht mit seinen Soldaten und Waffen vor diesen Gegner getreten, würde ein Strom über Europa gebrandet sein, der die lächerliche britische Idee der Aufrechterhaltung des europäischen Gleichgewichts in ihrer ganzen Geistlosigkeit und stupiden Tradition einmal für immer erledigt hätte. Würden nicht Slowaken, Ungarn und Rumänen den Schutz dieser europäischen Welt mit übernommen haben, dann wären die bolschewistischen Norden wie der Hunnenschwarm eines Attila über die Donauländer gebraust, und an den Gefilden des Ionischen Meeres würden heute Tataren und Mongolen die Revision des Vertrages von Montreux erzwingen. Hätten nicht Italien, Spanien, Kroatien ihre Divisionen gesendet, dann würde nicht die Abwehr einer europäischen Front entstanden sein, die als Proklamation des Begriffs des neuen Europas ihre werbende Kraft auch auf alle anderen Völker ausstrahlen ließ. Aus diesem ahnungsvollen Erkennen heraus sind von Nord- und Westeuropa die Freiwilligen gekommen: Norweger, Dänen, Holländer, Flamen, Belgier usw., ja, selbst Franzosen, die dem Kampf der verbündeten Mächte der Achse im wahrsten Sinne des Wortes den Charakter eines europäischen Kreuzzuges geben. Es ist noch nicht die Zeit, über die Planung und Führung dieses Feldzuges zu sprechen. Allein ich glaube schon jetzt, in diesem gewaltigsten Kampfe alter Zeiten, bei dem sich durch die Größe des Raumes, die Vielzahl und Gewalt der Ereignisse nur zu leicht die einzelnen Eindrücke verwischen, in der Erinnerung verblassen, in wenigen Sätzen auf das Erreichte hinweisen zu dürfen.
Am 22. Juni begann im grauenden Morgen der Angriff. Mit unwiderstehlicher Kühnheit waren jene Grenzbefestigungen durchstoßen worden, die bestimmt waren, den russischen Aufmarsch gegen uns vor jeder Überraschung zu sichern.
Schon am 23. Juni war Grodno gefallen.
Am 24. Juni waren nach der Einnahme von Brest-Litowsk die Zitadelle niedergekämpft und ebenso Wilna und Kowno genommen. Am 26. Juni fiel Dünaburg.
Am 10. Juli wurden die ersten beiden großen Umfassungsschlachten bei Bialystok und Minsk abgeschlossen. 324 000 Gefangene, 3332 Panzer und 1809 Geschütze fielen in unsere Hand.
Schon am 13. Juli erfolgte an fast allen entscheidenden Stellen der Durchbruch durch die Stalin-Linie.
Am 16. fiel nach schweren Kämpfen Smolensk, während am 19. Juli deutsche und rumänische Verbände den Übergang über den Dnjestr erzwangen.
Am 6. August wurde in vielen Kesseln die Schlacht von Smolensk beendet. Wieder marschierten in deutsche Gefangenschaft 310 000 Russen, während 3205 Panzer und 3120 Geschütze teils als vernichtet, teils als Beute gezählt werden konnten. Schon drei Tage später vollendete sich das Schicksal einer weiteren russischen Heeresgruppe.
Am 9. August wurden in der Schlacht von Uman wieder 103 000 Sowjetrussen gefangen, 317 Panzer, 1100 Geschütze zerstört oder erbeutet.
Am 17. August fiel Nikolajew, am 21. wurde Cherson genommen. Am selben Tag fand die Schlacht bei Gomel ihren Abschluss mit 84 000 Gefangenen und 144 Panzern und 848 Geschützen, die abermals teils erbeutet, teils vernichtet worden waren.
Am 21. August wurden die russischen Stellungen zwischen dem Ilmen- und Peipus-See durchbrochen, während am 26. August der Brückenkopf um Dnjepropetrowsk in unsere Hängte kam.
Schon am 23. des gleichen Monats zogen deutsche Truppen nach schweren Kämpfen in Roval und Baltisch Port ein, während am 30. Viipuri durch die Finnen genommen wurde.
Mit der am 8. September erfolgten Eroberung von Schlüsselstellung bei Leningrad endgültig auch nach dem Süden hin abgeschlossen.
Am 16. September gelang es, die Brückenköpfe über den Dnjepr zu bilden, und schon am 13. September fiel Poltawa in die Hand unserer Soldaten.
Am 19. September erstürmten deutsche Verbände die Zitadelle von Kiew und am 22. wurde die Eroberum, von Oesel durch die Einnahme der Hauptstadt gekrönt. Nunmehr aber erst reiften die größten Operationen zu den erwarteten Erfolgen heran.
Am 27. September war die Schlacht bei Kiew abgeschlossen. 665 000 Gefangene setzten sich in endlosen Kolonnen nach Westen in Bewegung. 884 Panzer, 3178 Geschütze aber blieben in den Kesseln als Beute liegen.
Schon am 2. Oktober begann die Durchbruchsschlacht nunmehr in der Mitte der Ostfront, während am 11. Oktober die Schlacht am Asowschen Meer ihren erfolgreichen Abschluss fand. Wieder wurden 107 000 Gefangene 212 Panzer und 672 Geschütze gezählt.
Am 16 Oktober erfolgte nach hartem Kampf der Einzug der deutschen und rumänischen Verbände in Odessa.
Am 18. Oktober war die am 2. Oktober begonnene Durchbruchsschlacht in der Mitte der Ostfront mit einem neuen weltgeschichtlich einmaligen Erfolg beendet. 663 000 Gefangene waren das eine Ergebnis, 1242 Panzer, 5452 Geschütze, teils vernichtet und teils erbeutet, das andere.
Am 21. Oktober wurde die Eroberung von Dagö abgeschlossen.
Am 24. Oktober das Industriezentrum Charkow genommen.
Am 28. Oktober in schwersten Kämpfen der Zugang zur Krim endgültig erzwungen und schon am 2. November die Hauptstadt Simferopol erstürmt.
Am 16. November war die Krim durchstoßen bis Kertsch.
Am 1. Dezember aber betrug die Gesamtzahl der gefangenen Sowjetrussen 3 806 865. Die Zahl der vernichteten oder erbeuteten Panzer betrug 21 391, die der Geschütze 32 541 und die der Flugzeuge 17 322. Im gleichen Zeitraum wurden 2191 britische Flugzeuge abgeschossen, durch die Kriegsmarine 4 170 611 Bruttoregistertonnen, durch die Luftwaffe 2 346 180 Bruttoregistertonnen versenkt, also zusammen: 6 516 791 Bruttoregistertonnen vernichtet.

Meine Abgeordneten! Mein deutsches Volk!

Das sind nüchterne Tatsachen und vielleicht trockene Zahlen. Mögen sie aber nie der Geschichte und vor allem dem Bewusstsein und der Erinnerung unseres eigenen deutschen Volkes entschwinden! Denn hinter diesen Zahlen verbergen sieh die Leistungen, Opfer und Entehrungen, stehen der Heldenmut und die Todesbereitschaft von Millionen der besten Männer unseres eigenen Volkes und der mit uns verbündeten Staaten. Alles das musste erkämpft werden mit dem Einsatz der Gesundheit und des Lebens und unter Anstrengungen, von denen die Heimat wohl kaum eine Ahnung hat. In endlose Fernen marschierend, gequält von Hitze und Durst, oft fast bis zur Verzweiflung gehemmt durch den Schlamm grundloser Wege, vom Weißen bis zum Schwarzen Meer den Unbilden eines Klimas ausgesetzt, das von der Glut der Juli- und Augusttage sich senkte bis zu den Winterstürmen des November und Dezember, gepeinigt von Insekten, leidend unter Schmutz und Ungeziefer, frierend in Schnee und Eis, haben sie gekämpft, die Deutschen und die Finnen, die Italiener, Slowaken, Ungarn und Rumänen, die Kroaten. die Freiwilligen aus den nordischen und westeuropäischen Ländern, alles in allem: die Soldaten der Ostfront! Der Einbruch des Winters allein wird dieser Bewegung nunmehr eine Hemmung auferlegen. Der Einbruch des Sommers wird die Bewegung wieder nicht mehr verhindern können.
Ich will an diesen Tag keine einzelnen Waffen nennen, will keine Führung rühmen, sie haben alle ihr Höchstes gegeben. Und doch verpflichten Einsicht und Gerechtigkeit, eines immer wieder festzustellen: von all unseren deutschen Soldaten trägt so wie einst auch heute die schwerste Last des Kampfes unsere einzig dastehende Infanterie. Vom 22. Juni bis 1. Dezember hat das deutsche Heer in diesem Heldenkampf verloren: 158 773 Tote, 563 082 Verwundete und 31 191 Vermisste. Die Luftwaffe 3231 Tote, 8453 Verwundete und 2028Vermißte. Die Kriegsmarine 310 Tote, 232 Verwundete und 115 Vermisste. Mithin die deutsche Wehrmacht zusammen. 162 314 Tote, 571 767 Verwundete und 33 334 Vermisste. Also an Toten und Verwundeten etwas mehr als das Doppelte der Somme-Schlacht des Weltkrieges, an Vermissten etwas weniger als die Hälfte der damaligen Zahl, alles aber Väter und Söhne unseres deutschen Volkes. Und nun lassen Sie mich demgegenüber zu jener anderen Welt Stellung nehmen, die ihren Repräsentanten in dem Mann hat, der, während die Völker und ihre Soldaten in Schnee und Eis kämpfen, in taktvoller Weise vom Kaminteuer aus zu plaudern pflegt, und damit also vor allem von jenem Mann, der der Hauptschuldige an diesem Kriege ist. Als sich im Jahre 1939 die Lage der Nationalitäten im damaligen polnischen Staat als immer urerträglicher erwies, versuchte ich zunächst auf dem Wege eines billigen Ausgleichs die untragbar gewordenen Zustände zu beseitigen. Es schien eine gewisse Zeit so, als ob die polnische Regierung selber ernstlich erwogen hätte, einer vernünftigen Lösung zuzustimmen. Ich darf hier noch einfügen, dass bei all diesen Vorschlägen von deutscher Seite nichts gefordert wurde, was nicht schon früher deutsches Eigentum gewesen war, ja, dass wir im Gegenteil auf sehr viel Verzicht leisteten, was vor dem Weltkrieg Deutschland gehörte. Sie erinnern sich noch der dramatischen Entwicklung dieser Zeit, der sich fortgesetzt erhöhenden Opfer der deutschen Volksgruppe. Sie sind, meine Abgeordneten, am besten in der Lage, die Schwere dieser Blutopfer zu ermessen, wenn Sie sie in Vergleich setzen zu den Opfern des jetzigen Krieges. Denn der bisherige Feldzug im Osten hat die gesamte deutsche Wehrmacht rund 160 000 Tote gekostet, allein im tiefsten Frieden sind damals in wenigen Monaten in Polen über 62 000 Volksdeutsche zum Teil unter den grausamsten Martern getötet worden. […] (Weitere Ausschweifende Erklärungen zum Kriegswillen der USA gegen Deutschland, ein Weg, der nach Hitlers Meinung unwiderruflich eintreten müsse, auch wegen des Ersten Weltkrieges und des Verhaltens der USA in den folgenden Jahren)
Am 6. bis 7. Juli erfolgt die Besetzung des in der deutschen Kampfzone gelegenen Island auf den Befehl Roosevelts durch amerikanische Streitkräfte. Er hofft dadurch nun bestimmt,
1. Deutschland endlich zum Kriege zu zwingen,
2. ansonsten den deutschen U-Bootkrieg genauso wertlos zu machen wie etwa im Jahre 1915-1916.
Zum gleichen Zeit schickt er ein amerikanisches Hilfsversprechen an die Sowjetunion ab. Am 10. Juli gibt plötzlich der Marineminister Knox bekannt, dass die USA-Marine einen Schießbefehl gegen die Achsenkriegsschiffe besitze. Am 4. September operiert der USA.-Zerstörer "Greer" entsprechend dem ihm gegebenen Befehl mit englischen Flugzeugen gegen deutsche U-Boote im Atlantik. Fünf Tage später stellt ein deutsches U-Boot USA.-Zerstörer als Geleitfahrzeuge im englischen Konvoi fest. Am 11. September endlich halt Roosevelt jene Rede, in der er selbst den Befehl zum Schießen gegen alle Achsen-Schiffe bestätigt und neu erteilt. Am 29. September greifen USA.-Bewacher ein deutsches U-Boot östlich Grönland mit Wasserbomben an. Am 17. Oktober bekämpft der USA.-Zerstörer "Kearny", im Geleitschutz für England fahrend, wieder ein deutsches Ü-Boot mit Wasserbomben, und am 6. November endlich kapern USA-Streitkräfte völkerrechtlich den deutschen Dampfer "Odenwald", schleppen ihn in einen amerikanischen Hafen und setzen die Besatzung gefangen. […] Aber abgesehen davon kann ich von Herrn Roosevelt überhaupt nicht beleidigt werden, denn ich halte ihn so, wie einst es Woodrow Wilson war, ebenfalls für geisteskrank. […] Wir wissen, welche Kraft hinter Roosevelt steht. Es ist jener ewige Jude, der seine Zeit als gekommen erachtet, um das auch an uns zu vollstrecken, was wir in Sowjetrussland alle, schaudernd sehen und erleben mussten. Wir haben das jüdische Paradies auf Erden nunmehr kennengelernt. Millionen deutscher Soldaten haben den persönlichen Einblick gewinnen können in ein Land, in dem dieser internationale Jude Mensch und Gut zerstörte und vernichtete. Der Präsident der Vereinigten Staaten mag das vielleicht selbst nicht begreifen. Dann spricht dies nur für seine geistige Beschränktheit.
(Weitere Erklärungen Hitlers folgen, die alle den ideologischen und rassistischen Bewegrund und einzigen Auswegs Deutschland im Krieg gegen die USA suchen)
Wir aber wissen, dass dies das Ziel seines ganzen Kampfes ist: Auch wenn wir nicht im Bündnis mit Japan stünden, wären wir uns darüber im Klaren, dass es die Absicht der Juden und ihres Franklin Roosevelt ist, einen Staat nach dem andern allein zu vernichten. Das heutige Deutsche Reich hat aber nun nichts mehr gemein mit dem Deutschland von einst. Wir werden daher auch von unserer Seite nun das tun. was dieser Provokateur seit Jahren zu erreichen versuchte. Nicht nur, weil wir Verbündete von Japan sind.. sondern weil Deutschland und Italien in ihrer derzeitigen Führung genügend Einsicht und Stärke besitzen, um zu begreifen, dass in dieser historischen Zeit das Sein oder Nichtsein der Nationen bestimmt wird, vielleicht für immer. […] Deutschland und Italien haben demgegenüber sich nunmehr endlich gezwungen gesehen, getreu den Bestimmungen des Dreimächtepakts vom 27. September 1940, Seite an Seite mit Japan den Kampf zur Verteidigung und damit zur Erhaltung der Freiheit und Unabhängigkeit ihrer Völker und Reiche gegen die Vereinigten Staaten von Amerika und England gemeinsam zu führen. Die drei Mächte haben deshalb (las folgende Abkommen abgeschlossen und am heutigen Tage in Berlin unterzeichnet:
In dem unerschütterlichen Entschluss, die Waffen nicht niederzulegen, bis der gemeinsame Krieg gegen die Vereinigten Staaten von Amerika und England zum erfolgreichen Ende geführt worden ist […] Dieses Abkommen tritt sofort mit seiner Unterzeichnung in Kraft und bleibt ebenso lange wie der Dreimächtepakt vom 27. September 1940 in Geltung. Die Hohen Vertragschließenden Teile werden sich rechtzeitig vor Ablauf dieser Geltungsdauer über die weitere Gestaltung ihrer im Artikel 3 dieses Abkommens vorgesehenen Zusammenarbeit verständigen.

Abgeordnete! Männer des Deutschen Reichstags!

Wir sind uns schon seit der Ablehnung meines letzten Friedensvorschlages vom Juli 1940 im Klaren, dass dieser Kampf bis zur letzten Konsequenz durchgekämpft werden muss, dass sich die angelsächsisch-jüdisch-kapitalistische Welt mit dem Bolschewismus dabei in einer Front befindet, ist für uns Nationalsozialisten keine Überraschung. Wir haben sie im Inneren stets in der gleichen Gemeinschaft gefunden. Allein wir haben diesen Kampf im Innern erfolgreich bestanden und unsere Gegner endlich nach sechzehnjährigem Ringen um die Macht vernichtet. […] Heute stehe ich an der Spitze des stärksten Heeres der Welt, der gewaltigsten Luftwaffe und einer stolzen Marine. Hinter mir und um mich als eine verschworene Gemeinschaft weiß ich die Partei, mit der ich groß geworden bin und die durch mich groß geworden ist. Die Gegner, die ich vor mir sehe, sind die bekannten Feinde seit über zwanzig Jahren. Allein der Weg, der vor mir liegt, ist nicht zu vergleichen mit dem Weg, auf den ich zurückblicken kann. Das deutsche Volk steht in der Erkenntnis der entscheidendsten Stunde seines Daseins. Millionen von Soldaten erfüllen unter den schwersten Bedingungen gehorsam und treu ihre Pflicht. Millionen deutscher Bauern und Arbeiter, deutscher Frauen und Mädchen stehen in den Fabriken und Kontoren, auf den Feldern und Ackern und schaffen im Schweiße ihres Angesichts der Heimat das Brot und der Front die Waffen. Mit uns im Bunde sind starke Völker, die von der gleichen Not gequält, die gleichen Feinde vor sich finden. […]
Ich habe Ihnen in meiner ersten Rede am 1. September 1939 versichert, dass in diesem Krieg weder Waffengewalt noch Zeit Deutschland niederzwingen werden. Ich will meinen Gegnern auch versichern, dass uns nicht nur die Waffengewalt oder die Zeit nicht bezwingen werden, sondern dass uns auch kein innerer Zweifel wankend machen kann in der Erfüllung unserer Pflicht. Wenn wir an die Opfer unserer Soldaten denken, an ihren Einsatz, dann ist jedes Opfer der Heimat gänzlich belanglos und unbedeutend. Wenn wir aber die Zahl all jener uns überlegen, die in den Generationen schon vor uns für das deutschen Volkes Bestehen und Größe gefallen sind, dann wird uns erst recht die Größe der Pflicht bewusste, die auf uns selbst lastet.

Wer aber dieser Pflicht sich zu entziehen beabsichtigt, der hat keinen Anspruch darauf, in unserer Mitte als Volksgenosse bewertet zu werden. So wie wir mitleidslos hart gewesen sind im Kampf um die Macht, werden wir genauso mitleidslos und hart sein im Kampf um die Erhaltung unseres Volkes. In einer Zeit, in der Tausende unserer besten Männer, Väter und Söhne unseres Volkes fallen, soll keiner mit dem Leben rechnen, der in der Heimat die Opfer der Front entwerten will. Ganz gleich, unter welchen Tarnungen jemals der Versuch gemacht werden würde, diese Front zu stören, den Widerstandswillen unseres Volkes zu untergraben, die Autorität des Regimes zu schwächen, die Leistungen der Heimat zu sabotieren. Der Schuldige wird fallen! Nur mit einem Unterschied, dass der Soldat an der Front dieses Opfer in höchster Ehre bringt, während der andere, der dieses Ehrenopfer entwertet, in Schande stirbt. Unsere Gegner sollen sich nicht täuschen. In den zweitausend Jahren der uns bekannten deutschen Geschichte ist unser Volk niemals geschlossener und einiger gewesen als heute. Der Herr der Welten hat so Großes in den letzten Jahren an uns getan, dass wir in Dankbarkeit uns vor einer Vorsehung verneigen, die uns gestattet hat, Angehörige eines so großen Volkes sein zu dürfen. Wir danken ihm, dass wir angesichts der früheren und kommenden Generationen des deutschen Volkes auch uns in Ehren eintragen können in das unvergängliche Buch der deutschen Geschichte!

 

Deutsche Kriegserklärung an die USA
11. Dezember 1941

Herr Geschäftsträger!

Nachdem die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika von Ausbruch
des durch die englische Kriegserklärung an Deutschland vom 3.
September 1939 heraufbeschworenen europäischen Krieges an alle Regeln
der Neutralität in immer steigendem Maße zugunsten der Gegner
Deutschlands auf das Flagranteste verletzt, sich fortgesetzt der
schwersten Provokationen gegenüber Deutschland schuldig gemacht hat,
ist sie schließlich zu offenen militärischen Angriffshandlungen
übergegangen.

Am 11. September 1941 hat der Herr Präsident der Vereinigten Staaten
von Amerika öffentlich erklärt, daß er der amerikanischen Flotte und
Luftwaffe den Befehl gegeben habe, auf jedes deutsche Kriegsfahrzeug
ohne weiteres zu schießen. In seiner Rede vom 27. Oktober ds. Js. hat
er noch ausdrücklich bestätigt, daß dieser Befehl in Kraft sei. Gemäß
diesem Befehl haben seit Anfang September ds. Js. amerikanische
Kriegsfahrzeuge deutsche Seestreitkräfte systematisch angegriffen. So
haben amerikanische Zerstörer, z. B. die "Greer", die "Kearny" und die
"Reuben James", planmäßig das Feuer auf deutsche U-Boote eröffnet. Der
Staatssekretär der amerikanischen Marine, Herr Knox. hat selber
bestätigt, daß amerikanische Zerstörer deutsche U-Boote angegriffen
haben. Ferner haben die Seestreitkräfte der Vereinigten Staaten von
Amerika auf Befehl ihrer Regierung deutsche Handelsschiffe auf dem
offenen Meere völkerrechtswidrig als feindliche Schiffe behandelt und
gekapert.

Die Reichsregierung stellt daher fest: Obwohl sich Deutschland
seinerseits gegenüber den Vereinigten Staaten von Amerika während des
ganzen gegenwärtigen Krieges streng an die Regeln des Völkerrechts
gehalten hat, ist die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika
von anfänglichen Neutralitätsbrüchen endlich zu offenen
Kriegshandlungen gegen Deutschland übergegangen. Sie hat damit
praktisch den Kriegszustand geschaffen.

Die Reichsregierung hebt deshalb die diplomatischen Beziehungen zu den
Vereinigten Staaten von Amerika auf und erklärt, daß sich unter diesen
durch den Präsidenten Roosevelt veranlaßten Umständen auch Deutschland
von heute ab als im Kriegszustand mit den Vereinigten Staaten von
Amerika befindlich betrachtet"

Mit vorzüglicher Hochachtung

Unterschrift:
Ribbentrop 11. Dezember 1941


Hintergrund

 

 

 

„Schließlich sei noch erwähnt, daß Hitler zwar stets seine soldatische Einstellung betonte und gern erwähnte, daß er seine militärischen Erfahrungen als Frontsoldat gewonnen habe. In Wahrheit lag seinem innersten Wesen soldatischens Denken und Fühlen fern. Ebenso wie das Gebaren seiner Partei mit preußischem Wesen, auf das sie sich so gern berief, nichts zu tun hatte. Wohl war Hitler über die Zustände an der Front durch die Berichte der H.Gr., Armeen usw. völlig eindeutig unterrichtet. Er ließ sich auch öfters durch Frontoffiziere unmittelbar mündlich vortragen. Er kannte also nicht nur die Leistungen unserer Truppen, sondern wußte auch von dem, was sie infolge dauernder Überbeanspruchung [...] zu erdulden hatten. Vielleicht ist dieses Wissen mit ein Grund dafür gewesen, daß es im Osten nicht gelungen ist, Hitler an die Front zu bringen.“
Erwin von Mahnstein

Die Rede ist hier nur in Ausszügen festgehalten, auch weil sich der Hauptteil der Rede in ausladendem ErläuterungenHitlers zur "ideologischen Sinnhaftigkeit" eines "unabwendbaren" Krieges dreht. Der Bolschewismus wird als einer der Hauptfeinde des Menschen dargestellt, gepaart mit der "jüdischen Rasse", die Rede strotzt nur so vor NS-Phrasen. Dabei griff Hitler auf einen altbewährten, immer wieder aufgegriffenen Feind der Menschen zurück – die Juden. Sie mussten immer wieder Pogrome erleiden, sind von jeher aus der Gesellschaft ausgeschlossen und Stossfänger jeder gesellschaftlichen Kränkung. So nahm Hitler die allgegenwärtigen antisemitischen und nationalistischen Bestrebung auf und nahm dazu, für alle Erklärungen seines undankbaren Daseins offen, die Abneigung gegen Marxismus und Liberalismus mit auf. Für Hitler ist dieses Feindbild anscheinend allgegenwärtig und auf alles bzw. jeden Anwendbar, der Bolschewismus, der Kapitalismus und jedwede feindliche bzw. gegen Hitlers Pläne agierende/bestehende Idee, Person oder Institution.
Hitler als gestandener Antibolschewist ist ein Bild, das sich wohl am längsten in der Geschichte gehalten hat. Ein oftmals angeführter Grund, um Hitlers Terror im Osten als europäischen Verdienst zu rechtfertigen und vor allem zu verherrlichen. In der Propaganda wird diese Weltanschauung Hitlers als Fügung des Schicksals gedeutet, welche Deutschland vor einer kommunistischen Diktatur gerettet hat. Seine Bündnisse mit zahlreichen Regierungen und Gruppen aus Europa, haben den Kampf gegen den Bolschewismus geschürt und Hitler dadurch Europa "geeint".
Diese Argumente sind Fehlinterpretation und gehen weit an der Wirklichkeit vorbei. Wenn man die Fakten objektiv betrachtet, so ist schon das Prinzip der Totalität bzw. der totalitären Herrschaftsform an ein Feindbild gekoppelt. Dieses Feindbild dient vor allem dazu den Menschen zu binden, zu einen und zur ständiger Wachsamkeit wie äußersten Anstrengungen zu bringen. Faktisch also einen ständigen Ausnahmezustand zu legitimieren. Bereits in den frühen Regierungsjahren wendet Hitler dieses System an und etabliert durch seine Gesetze: Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat (Reichstagsbrandverordnung) dem das Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich (Ermächtigungsgesetz) folgte. Diese Gesetze, basierend auf den Artikel 48 (Notstand) der Weimarer Reichsverfassung erlassen, schufen eine ständigen Ausnahmezustand „zur Abwehr kommunistischer staatsgefährdender Gewaltakte“.
Das Feindbild war geschaffen und mit nur 2 Gesetzen wurde ab dem 28. Februar 1933 bzw. 24. März 1933 die Verfassung für die kommenden 12 Jahre ausgehebelt. Das Feindbild zur Machtsicherung und Etablierung einer Schreckensherrschaft.
Dabei wirkte die Argumentation Hitlers geradezu zynisch und naiv, wenn er in aller Öffentlichkeit behauptete, dass die Juden gezeitigt als Plutokrat Wallstreet und als Bolschewist den Kreml beherrschen. Die internationale Weltverschwörung der Juden in Deutschland bedrohe den rassisch wertvollsten Teil der Welt. Nicht nur das er Feindbilder aus dem Nichts erschuf, außerdem erhob er eine Religion gleich zur Rasse, dessen eigentlich durch die Geschichte aufgezwungene Isolation und Abschottung in der Gesellschaft durch ihn als langfristiger Plan zur Vernichtung der arischen Rasse gedeutet wurden. Unglaublich aber wahr, ganz nach Murphys Gesetz: "Der komplizierteste Lösungsansatz ist meist der Falsche und das Ergebnis immer eine Katastrophe". Dabei ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass Hitler sich dieser Tatsache bewusst war und dieses Feindbild sogar bewusst eingesetzt hat: "Es gehört zur Genialität eines großen Führers, selbst auseinander liegende Gegner immer als nur zu einer Kategorie gehörend erscheinen zu lassen." Schlauer Politiker und gerissener Schurke? Wahrscheinlich von beidem etwas, bis zu dem Punkt an dem Hitler die Macht zu Kopf steigt und seine Hirngespinste für ihn wahr werden, was Murphys Gesetz nur untermauert: „Was man seinem Unterbewusstsein als wahr übermittelt, wird wahr.“ An einem Punkt in seiner Karriere wird aus dem Feindbild Jude eine wahrer Hass und Vernichtungswahn, und aus dem verlorenen Krieg in der Realität nur schlecht eingesetzte Kräfte auf dem Schlachtplänen im bereits eingekreisten Bunker unter Berlin.
Die marxistische Ideologie war dem selbsternannten Führer eigentlich schon immer egal, auch weil Sie der eigenen Ideologie doch sehr nahe war. Hitler sah in Russland bzw. die Sowjetunion, vor allem der Unkenntnis der marxistischen Ideologie in seinen Grundzügen und der inneren Entwicklung nur den "Jüdischen Vampir." Dazu kam sein Ziel und Streben in der Außenpolitik, dass nur die "Rasse" und den "Lebensraum" sah, das politische war doch nur ungeliebtes Theater. So schließt er einen Nichtangriffspakt mit der SU und erklärt dennoch auf dem Reichstag "Der Bolschewismus ist eine Lehre der Weltrevolution, d.h. der Weltzerstörung. Diese Lehre als einen gleichberechtigen Lebensfaktor in Europa aufzunehmen, heißt ihm Europa auszuliefern [...]" Was ist dieser Mann also nun, ein Politiker wider Willen ohne diplomatisches Feingefühl, ein gerissener und von sich eingenommer Politiker oder ein launischer Diktator ohne Gewissen und Skrupellosigkeit? Wie die Geschichte gezeigt hat, war er letzteres wobei man die Unberechenbarkeit noch hinzufügen muss.

„So sehr Hitler gelegentlich seine frühere Frontkämpfereigenschaft hervorhob, so habe ich doch nie das Gefühl gehabt, daß sein Herz der Truppe gehört hätte. Verluste waren für ihn nur Zahlen, die die Kampfkraft verminderten. Menschlich dürften Sie ihn kaum ernstlich berührt haben. Ein früherer Offizier des OKW, der dorthin nach schwerer Verwundung, als Frontoffizier versetzt worden war und dessen Stellung es mit sich brachte, daß er Hitler fast täglich, [...] erlebte, schreibt mir zu Vorstehendem: "Ich erkenne die Berechtigung dieses subjektiven Gefühls [...] durchaus an. Er erschien so im größeren Kreis, in Wirklichkeit aber war es fast gegenteilig. Er war vom Soldatischen her gesehen vielleicht sogar zu weich, in jedem Fall zu gefühlsabhängig. Es war symptomatisch, daß er die Begegnung mit dem Grauen des Krieges nicht ertrug. Er fürchtete sich vor seiner eigenen Weichheit und Empfindsamkeit, die ihn daran gehindert hätten, Entschlüsse zu fassen, die sein politischer Wille von ihm forderte. Verluste, mit denen er sich auseinandersetzen mußte, oder die plastisch geschildert wurden, waren ihm furchtbar, er litt förmlich darunter. [...] Es war ganz sicher kein Mangel an persönlichem Mut, sondern Angst vor dem Grauen des Erlebens. In inoffiziellem Kreis gab es oft Gelegenheiten, wo man bei Unterhaltungen über Leistungen und Anstrengungen der Truppe - ohne Unterschied der Dienstgrade - sichtbar merkte, daß er für die kämpfende Truppe viel Verständnis und Herz hatte." Das Urteil dieses Offiziers, der nicht zu den Anhängern oder Bewunderern Hitlers gehört hat, zeigt zum mindesten, wie gegensätzlich der Eindruck sein konnte [...] War Hitler - wie vorstehend gesagt wird - wirklich zu "weich", wie kann man dann die grausame Brutalität erklären, die, immer zunehmend, sein Regime kennzeichnete?“
Erwin von Mahnstein

 

„Wir haben Heeresgruppen, die sind rein landwirtschaftliche Genossenschaftsunternehmen: Sie versorgen sich mit allem Lebensnotwendigen selbst [...]
Wir werden, einschließlich Baumwolle, der autarkste Staat, den es gibt. Das einzige, was wir nicht haben werden, wird der Kaffee sein; aber eine Kaffeekolonie werden wir schon irgendwo zusammenkratzen [...]
Eine Bezahlung der Kriegsschuld durch den Gegner kann ich nicht erzwingen. Ich glaube nicht, daß wir von den Engländern etwas kriegen. Wenn der Engländer morgen kommen würde, er möchte jetzt Frieden schließen auf der Basis, jeder trägt seine Kosten, da würde ich wahrscheinlich sagen: Gut. Eigentlich sind wir bezahlt [...] Das billigste für uns ist der Frieden.“

(Monologe Hitler 8. bis 11. August 1942)

Die Rede ist eine Aufzählung der bisherigen Erfolge im Krieg, eine Erläuertung des Herrschaftsanspruchs des Deutschen Reiches wie der NS Ideologie über Europa (wenn nicht gar die Welt) und eine Kriegserklärung Deutschlands an die USA. Dabei mutet die Erklärung auf der einen Seite einfach (Bündnissystem mit Japan und Italien verpflichtet), wie auf der anderen Seite als alte Angewohnheit antiker Herrscher, seinen Stammbaum auf Herakles zurückzuführen. Hitler verschiebt in seinen Phrasen der Erklärung historische Thesen und mythische Behauptungen nach Belieben ineinander. Vor allem seine persönlichen Vergleiche mit Roosevelt, die Generalschuld USA, welche zum Zweiten Weltkrieg führte und die Verklärung der eigenen über alles stehende Gesellschaftsordnung, lässt die Rede zu "Propagandaschmalz" aller erster Güte aufsteigen. Dabei war allen Zuhörern und allen Kriegsparteien bereits schon lange bewusst, dass das Deutsche Reich den USA 1941 den Krieg zwar erklärte, obwohl diese schon längere Zeit zu Gunsten des Kriegsgegners Großbritannien logistische und aufklärende Unterstützung geleistet hatten, ohne dass danach offene Kriegshandlungen gefolgt waren. Wollte Hitler amerikanische Kräfte aus dem Pazifikkrieg durch seine Kriegserklärung abziehen, abzuziehen, kurzfristig Japan entlasten und gleichzeitig eine zweite Front durch die Japaner gegen die Sowjetunion unterstützen? Das hätte den schnellen Zusammenbuch Russlands zur Folge gehabt und Hitler hätte rechtzeitig die Westfront aufrüsten können. Oder war Hitler nur dermaßen überzeugt von seiner Unbesiegbarkeit, gegen jeden Gegner, dass auch die USA nur als eine zukünftige Trophäe auf dem Plan stand? Japan hatte inzwischen fast ganz Ostasien besetzt. Hatte gezeigt wie stark es ist durch die Zerstörung fast der gesamten US-Pazifikflotte. Bessere Bedingungen hätte Hitler nicht antreffen können, um den USA den Krieg zu erklären. Europa fest in deutscher Hand und im Osten stand man kurz vor Moskau. Dennoch sind die meisten Generäle geschockt von der Kriegserklärung und sehen in dieser Handlung des Führers nicht nur übermenschliche Aufgaben auf die Truppe zukommen, sondern auch eine Niederlage in den Bereich des Möglichen aufrücken.
Fakt ist, einen militärischen Grund, den USA den Krieg zu erklären, gab es nicht. Doch diese Rede, seine konfusen Erklärungen und eine neue Stufe deutscher Aggressivität gegen eine anders denkende Welt, spielte F. D. Roosevelt quasi in die Karten. Die amerikanische Bevölkerung wollte nicht in den europäischen Krieg hineingezogen werden, man hatte einfach keine Angst, weil man durch zwei Ozeane sich in Sicherheit wägte. Sie unterstützten Großbritannien materiell und weiteten auch den Bereich aus, in dem Schiffskonvois über den Atlantik Schutz durch US-Kriegsschiffe bekamen. Erst ein militärischer Zwischenfall machte es politisch möglich aktiver in den Zweiten Weltkrieg einzusteigen. Der Angriff auf Pearl Harbor, der persönliche Angriff Hitlers auf den Präsidenten und die amerikanische Lebensart, sowie die Bedrohung der freien westlichen Welt, ließ die US-Bevölkerung umschwenken. Die unsinnige deutsche Kriegserklärung am 11.Dezember 1941 war nun endlich der Funken, der einen Kriegsantritt mit Unterstützung der breiten Masse des amerikanischen Volkes möglich machte.

Schaut man sich den Krieg in der Weltgeschichte an, dann erkennt man, dass der "Krieg aus dem Staatensystem ebenso wenig zu verbannen ist wie der Stuhlgang aus dem biologischen System des menschlichen Körpers" (Sebastian Haffner). Kriege sind mit dem Staatengebilde in einer Symbiose verbunden und werden niemals verschwinden können, wenn man nun versucht zu Hitlers Krieg eine Schuldfrage zu treffen, dann ist das ein Witz. Hitler plante eine Weltherrschaft basierend auf Rassenideologischen Säuberungen - weltweit! Diese Schuld war ihm bewusst, darum war dieser Krieg keine Frage des Sieges oder der Niederlage, sondern um Leben und Tod. Dieses Schicksal verband Hitler mit seinem Krieg und er verband es mit ganz Deutschland!
Der Feldherr Hitler schwört schon zu Beginn seines militärischen Wirkens allen militärischen Statuten und Regeln ab. Er wird im Laufe des Krieges zu einer paradoxen und naiven Persönlichkeit, für den die in den letzten dreieinhalb Kriegsjahren zu einer Art Wettlauf kulmunieren. "Wer würde früher am Ziele sein: Hitler mit seiner Judenausrottung oder die Alliierten mit ihrer militärischen Niederwerfung Deutschlands? Die Alliierten brauchten dreieinhalb Jahre, bis sie am Ziel waren. Und inzwischen war auch Hitler seinem Ziel immerhin schrecklich nahe gekommen."

„Liebte er die Deutschen?
Er hatte sich Deutschland ausgesucht - ohne es zu kennen; und eigentlich kennengelernt hat er es nie. Die Deutschen waren sein erwähltes Volk, weil sein angeborener Machtinstinkt wie eine Magnetnadel auf sie hindeute als auf das zu seiner Zeit größte Machtpotential Europas; was sie ja waren.
Und nur als Machtinstrument haben sie ihn je wirklich interessiert.“

(Aus Sebastian Haffner, ' Anmerkungen zu Hitler')

 

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Das Thema

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt

 

Die Berichte der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg

(01. - 31. Dezember 1941)

 

Der Begriff Wehrmacht bezeichnet die Streitkräfte im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die Wehrmacht ging durch das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 aus der damaligen Reichswehr hervor und wurde im August 1946 offiziell aufgelöst. Die Berichte der Wehrmacht sind in die sogenannte „Wehrmachtpropaganda“ einzuordnen, wurden vom 1. September 1939 bis zum 9. Mai 1945 jeweils in den Mittagsnachrichten ausgestrahlt und beinhalteten neben dem Bericht über militärische Situation, auch Namensnennung und Auszeichnung des Oberbefehlshaber.

 

„Ich habe den Wehrmachtbericht immer als wohl das wertvollste Propagandainstrument der Wehrmachtpropaganda betrachtet, allerdings unter der einen unabänderlichen Voraussetzung, daß er nur die Wahrheit bringen durfte und sich niemals der Lüge bediente. […] In dieser Auffassung war ich auch einig mit dem Chef des Wehrmachtführungsstabes, einem Fanatiker der Wahrheit.“

(Die Wehrmachtberichte. Band I, Köln 1989, ISBN 3-423-05944-3)

 


01.12. - 10.12.1941

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 1. Dezember 1941

 

Im Raum von Rostow setzte der Feind auch gestern seine Gegenangriffe unter rücksichtslosem Einsatz von Menschen und Material fort. Er erlitt dabei wieder schwerste blutige Verluste.
Im Raum von Moskau angreifende Infanterie- und Panzerverbände sind in weiterem Vordringen gegen die sowjetische Hauptstadt.

Vor Leningrad setzte der Gegner seine vergeblichen Ausbruchsversuche auch gestern fort. Bei der Abwehr eines mit stärkeren Kräften über das Eis der Newa geführten Angriffes verlor der Feind bei hohen blutigen Verlusten zahlreiche Gefangene sowie 30 Panzer, darunter sechs schwerste.

Die Luftwaffe bekämpfte im Mittel- und Nordabschnitt der Front mit guter Wirkung Nachschubwege der Sowjets. Ostwärts des Wolchow wurden Truppenunterkünfte und Materiallager bombardiert. In den Gewässern um Kronstadt versenkten Kampfflugzeuge einen Eisbrecher, ein größerer Frachter wurde durch Bombenwurf schwer beschädigt. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Moskau und Leningrad.

An der schottischen Ostküste griff die Luftwaffe bei Tage einen Flugplatz mit Bomben und Bordwaffen an. In Hallen und Unterkünften wurden Volltreffer erzielt und mehrere am Boden abgestellte Flugzeuge beschädigt. Bei Nacht griffen Kampfflugzeuge Hafenanlagen in Südwestengland an.

In Nordafrika dauern die Kämpfe südostwärts Tobruk noch an. Von Süden hergeführte britische Gegenangriffe wurden erfolgreich abgewiesen. Deutsche und italienische Kampf- und Jagdfliegerverbände unterstützten die Operationen.

Britische Bomber griffen in der letzten Nacht das norddeutsche Küstengebiet an. In Hamburg und Emden hatte die Zivilbevölkerung Verluste an Toten und Verletzten. Die britische Luftwaffe erlitt bei diesen Angriffen wieder schwere Verluste. Sie verlor 15 Flugzeuge, von denen zehn durch Einheiten der Kriegsmarine abgeschossen wurden.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 2. Dezember 1941

 

An der Ostfront dauern die Kämpfe im Raum von Rostow an.
Im Kampfgebiet vor Moskau drangen die deutschen Truppen an weiteren Abschnitten tief in das feindliche Verteidigungssystem ein.

Vor Leningrad wurden mehrere nach starker Artillerievorbereitung unternommene Ausbruchsversuche sowjetischer Kräfte abgewiesen.
Die Luftwaffe erzielte Bombenvolltreffer in einem Flugzeugwerk bei Rybinsk an der Wolga, bekämpfte feindliche Transportbewegungen auf dem Eis des Ladoga-Sees und setzte die Zerstörung von Eisenbahnverbindungen ostwärts Tichwin fort.

Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Nacht Leningrad sowie sowjetische Flugstützpunkte im Nordabschnitt der Front.

Im Seegebiet um England versenkte die Luftwaffe einen Frachter von 2.000 BRT. Zwei weitere Handelsschiffe wurden durch Bombenwurf beschädigt. Weitere Luftangriffe richteten sich in der letzten Nacht gegen Hafenanlagen und Versorgungsbetriebe in Westengland.

In Nordafrika verliefen die wechselvollen Kämpfe südostwärts Tobruk in den letzten Tagen zugunsten der deutsch-italienischen Truppen. Bei dem Versuch eingeschlossene Kräfte zu befreien, wurde der Feind unter starken Verlusten zurückgeworfen.
Deutsche Kampfflugzeuge belegten die britische Nachschubbahn zur Sollum-Front mit Bomben und richteten schwere Schäden an Transportanlagen bei Sidi Barani und Marsa Matruk an.

Nach den bisher vorliegenden Meldungen wurden seit Beginn der Kämpfe über 9.000 Gefangene, darunter drei Generale, eingebracht. Neben zahlreichen Geschützen wurden 814 britische Panzerfahrzeuge erbeutet oder vernichtet und 121 britische Flugzeuge abgeschossen.

Die britische Kriegsmarine erlitt im Monat November empfindliche Verluste. Insgesamt wurden durch deutsche See- und Luftstreitkräfte versenkt: ein Flugzeugträger, ein Kreuzer, drei Zerstörer, vier Schnellboote, ein Bewacher und ein Vorpostenboot. Außerdem wurden zwei Schlachtschiffe, zwei Zerstörer, sieben Schnellboote und drei weitere Kriegsfahrzeuge schwer beschädigt.

Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt versenkten Kriegsmarine und Luftwaffe im Monat November 48 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 231.870 BRT. Daneben wurden 39 Schiffe zum Teil schwer beschädigt. Weitere Verluste an Schiffsraum erlitt der Feind durch Minenunternehmungen in verschiedenen Seegebieten.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 3. Dezember 1941

 

An der Front vor Moskau gewannen die von starken Kampf- und Sturzkampffliegerverbänden unterstützten Angriffe unserer Infanterie- und Panzerverbände trotz zähen Widerstandes und örtlicher Gegenstöße des Feindes weiter an Boden. Bei diesen Kämpfen wurden gestern insgesamt 20 feindliche Panzer vernichtet.

Im Finnischen Meerbusen ist ein großer sowjetischer Transporter auf eine deutsch-finnische Minensperre gelaufen und gesunken.

Im Seegebiet um England wurde ein größeres Handelsschiff durch Bombenwurf schwer beschädigt. In der Nacht zum 3. Dezember bombardierte die Luftwaffe eine Hafenanlage an der englischen Südwestküste.

In einem Gefecht mit britischen Schnellbooten im Kanal erzielten Minenräumboote mehrere Artillerietreffer auf feindlichen Einheiten. Der Gegner brach darauf das Gefecht ab.

Vor der Australischen Küste kam es zu einem Seegefecht zwischen dem deutschen Hilfskreuzer „Cormoran" und dem australischen Kreuzer „Sydney".
Unter dem Komando des Fregattenkapitäns Detmers hat der deutsche Hilfskreuzer den an Bewaffnung und Geschwindigkeit weit überlegenen Gegner niedergekämpft und versenkt. Der 6.830 BRT große Kreuzer „Sydney" ist mit der gesamten Besatzung von 42 Offizieren und 603 Mann untergegangen. Infolge der Beschädigung, die das deutsche Schiff in dem schweren Gefecht erlitten hatte, mußte es nach siegreichem Kampf aufgegeben werden.
Ein großer Teil der Besatzung wurde gerettet und erreichte die australische Küste.
Der Hilfskreuzer „Cormoran" hat im Kreuzerkrieg in überseeischen Gewässern unter seinem tapferen Kommandanten eine große Anzahl feindlicher Handelsschiffe versenkt.

In Nordafrika wurden die südostwärts von Tobruk eingeschlossenen britischen Kräfte - die Masse einer neuseeländischen Division - teils vernichtet, teils gefangengenommen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 4. Dezember 1941

 

Im Donez-Becken wurden stärkere feindliche Angriffe unter blutigen Verlusten für den Gegner abgewiesen.
Vor Leningrad scheiterten erneute Ausbruchsversuche des Feindes. Die Luftwaffe zerstörte eine Teilstrecke der Murman-Bahn und bombardierte Leningrad bei Tag und Nacht.

Finnische Truppen haben Hangö besetzt. Bei der Flucht aus Hangö lief der 12.000 BRT große sowjetische Truppentransporter „Stalin" auf eine deutsch-finnische Minensperre und wurde durch drei Minentreffer beschädigt.
Zwei deutsche Vorpostenboote mit einer Besatzung von zusammen 80 Mann nahmen den Transporter in Schlepp und brachten ihn mit den an Bord befindlichen 6.000 Soldaten aller Dienstgrade sowie reichlichem Kriegsmaterial in einen deutschen Stützpunkt ein.

Bei einem Seegefecht im Kanal versenkte ein Sperrbrecher zwei britische Schnellboote und beschädigte zwei weitere durch Volltreffer. Vorpostenboote griffen in den Kampf ein, versenkten ein britisches Kanonenboot und beschädigten ein Schnellboot schwer.

In Nordafrika fanden gestern keine größeren Kampfhandlungen statt.

In der Zeit vom 26. November bis 2. Dezember schossen Verbände der deutschen Luftwaffe und Einheiten der deutschen Kriegsmarine 44 britische Flugzeuge ab. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien sechs eigene Flugzeuge verloren.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 5. Dezember 1941

 

Im Südabschnitt der Ostfront sind erneute Angriffe des Gegners gescheitert.

Bei der Beschießung kriegswichtiger Ziele in Leningrad wurden in einem Munitionslager starke Explosionen und ausgedehnte Brände hervorgerufen.

Nach der Flucht aus Hangö sind außer dem Truppentransporter „Stalin" noch mehrere andere sowjetische Schiffe auf deutsch-finnische Minensperren gelaufen. Dabei sind ein Truppentransporter von 3.000 BRT, ein Dampfer von 700 BRT und ein sowjetisches Schnellboot gesunken.

Starke Verbände der Luftwaffe führten im Südabschnitt der Front und im Kampfraum um Moskau Angriffe auf Truppenbereitstellungen und Feldbefestigungen des Feindes. Die Sowjets erlitten hohe blutige Verluste und büßten eine erhebliche Zahl von Geschützen und Fahrzeugen ein. Erfolgreiche Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen Moskau und Leningrad.

In Nordafrika wiesen die deutsch-italienischen Truppen Vorstöße feindlicher Aufklärungskräfte zurück. Deutsche und italienische Sturzkampffliegerverbände zersprengten britische Panzeransammlungen in der südlichen Marmarica. Bei Nacht wurden Bombenvolltreffer in Flugstützpunkten und auf Nachschublager des Feindes im Raum Sidi Barani, Marsa Matruk erzielt. In Luftkämpfen schossen deutsche Jäger sieben britische Jagdflugzeuge ab.

Ein deutsches Unterseeboot beschädigte vor der Küste der Cyrenaika einen britischen Zerstörer durch Torpedotreffer.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 6. Dezember 1941

 

An verschiedenen Stellen der Ostfront wurde der Feind durch örtliche Angriffe geworfen.
Im Donez-Bogen wurden starke sowjetische Angriffe unter schweren Verlusten für den Gegner abgewiesen.
Ein feindlicher Ausbruchsversuch aus Leningrad scheiterte unter hohen blutigen Verlusten.

Im Finnischen Meerbusen wurde die Insel Osmussar durch eine Marinestoßtruppabteilung besetzt.

Die Luftwaffe erzielte Bombenvolltreffer auf mehrere Transportzüge im Wologda-Gebiet und griff in der letzten Nacht Bahnanlagen und Versorgungsbetriebe von Moskau an. Das Flugzeugwerk Rybinsk an der Wolga wurde mit Bomben schweren Kalibers belegt.

Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt versenkten Unterseeboote fünf Schiffe mit zusammen 25.500 BRT.

Kampfflugzeuge griffen in der letzten Nacht Hafenanlagen in Südwestengland an.

Bei Angriffsversuchen der britischen Luftwaffe im Kanalgebiet und an der holländischen Küste wurden acht feindliche Flugzeuge abgeschossen.

Vor der norwegischen Küste griffen zwei Unterseebootjäger der Kriegsmarine ein britisches Unterseeboot an, zwangen es durch Wasserbomben zum Auftauchen und versenkten es durch Artilleriefeuer.

In Nordafrika sind erneute schwere Kämpfe entbrannt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 7. Dezember 1941

 

Trotz starker Kälte errangen im Donez-Becken deutsche und italienische Truppen örtliche Angriffserfolge.
An mehreren Stellen der Ostfront wurden sowjetische Angriffe abgewiesen.

Vor Leningrad scheiterte ein unter Einsatz von Panzern und Schlachtfliegern unternommener Ausbruchsversuch. Die Beschießung kriegswichtiger Anlagen im Bereich der Stadt wurde fortgesetzt.

Die Luftwaffe unterstützte an der gesamten Ostfront die Kämpfe des Heeres durch Angriffe auf feindliche Stellungen, Truppenansammlungen und Eisenbahnen. Südostwärts des Ladoga-Sees wurden sowjetische Flugstützpunkte bombardiert. An der Westküste des Golfes von Onega erzielten Kampfflugzeuge Volltreffer schweren Kalibers in einer Industrieanlage.

Im Kanalgebiet kam es zu einem Gefecht zwischen deutschen Minensuchbooten und mehreren britischen Schnellbooten. Ein feindliches Boot wurde versenkt, ein weiteres schwer beschädigt. Unsere Boote erlitten weder Verluste noch Beschädigungen.

In Nordafrika dauern die Kämpfe an. Vor der Küste der Cyrenaika griff ein deutsches Unterseeboot einen britischen Geleitzug mit Nachschub für Tobruk an und erzielte Treffer auf einem Zerstörer, einem Tanker und einem Frachter. Das Sinken der Schiffe konnte wegen starker Abwehr nicht beobachtet werden.

Nachtangriffe deutscher Kampfflugzeuge richteten sich gegen britische Flugplätze auf der Insel Malta. Bombentreffer in Hallen und Unterkünften wurden beobachtet.

In der Zeit vom 29. November bis 5. Dezember verlor die sowjetische Luftwaffe 228 Flugzeuge. Davon wurden 136 in Luftkämpfen und 67 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 21 eigene Flugzeuge verloren.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 8. Dezember 1941

 

Die Fortsetzung der Operationen und die Art der Kampfführung im Osten sind von jetzt ab durch den Einbruch des russischen Winters bedingt. Auf weiten Strecken der Ostfront finden nur noch örtliche Kampfhandlungen statt.
An der Westküste der Krim wurde ein feindlicher Landungsversuch vereitelt.

Im Donez-Becken brachte der Angriff deutscher und italienischer Truppen weitere Fortschritte. Vor Leningrad setzte der Gegner seine Ausbruchsversuche vergeblich fort.

Die Luftwaffe führte trotz schlechter Wetterlage schwere Angriffe gegen sowjetische Truppenansammlungen, Panzerbereitstellungen und Feldbefestigungen durch. Der Feind hatte wieder hohe Verluste an Menschen, schweren Waffen und rollendem Material. Die nach Moskau führenden Eisenbahnstrecken wurden an vielen Stellen durch Bombenangriffe zerstört.

Im Seegebiet um England wurde bei Tage nordostwärts Aberdeen ein Handelsschiff mittlerer Größe durch Bombenwurf beschädigt. Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen Hafenanlagen an der Ostküste und im Südwesten der Insel.

Die schweren Kämpfe in Nordafrika nehmen ihren Fortang. In Tobruk wurden Hafenanlagen und Artilleriestellungen des Feindes bei Tage und bei Nacht mit Bomben schweren und schwersten Kalibers belegt.

Vor der nordafrikanischen Küste beschädigten deutsche Kampfflugzeuge einen großen britischen Truppentransporter so schwer, daß mit seinem Verlust zu rechnen ist. Ein leichter britischer Kreuzer erhielt Bombentreffer.

Bei wirkungslosen Luftangriffen auf einige Orte in Westdeutschland und in den besetzten Westgebieten wurden in der letzten Nacht drei britische Bomber abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 9. Dezember 1941

 

An der Ostfront nur örtliche Kampfhandlungen.

Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt versenkte die Luftwaffe am gestrigen Tage in den Gewässern ostwärts Dundee aus einem Geleitzug einen Zerstörer und vier Handelsschiffe mit zusammen 14.000 BRT. Kampfflugzeuge bombardierten in der vergangenen Nacht den wichtigen Schiffbauplatz Newcastle. Heftige Explosionen und ausgebreitete Brände in Dockanlagen und Versorgungsbetrieben der Stadt ließen den Erfolg dieses zum Teil aus geringer Höhe geführten Angriffs erkennen.

An der Kanalküste verlor der Feind am gestrigen Tage durch Jagdabwehr zehn, durch Marineartillerie weitere zwei Flugzeuge.

In Nordafrika dauern die Kämpfe an. Deutsche Jäger schossen in Luftkämpfen sechs britische Flugzeuge ab.

In der Nacht zum 8. Dezember wurden Hafenanlagen und Flugplätze auf Malta von deutschen Kampfflugzeugen bombardiert.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 10. Dezember 1941

 

An der Ostfront wurden örtliche Angriffe des Feindes erfolgreich abgewehrt. Hierbei erlitt der Gegner erneut schwere blutige Verluste.

Die Luftwaffe zersprengte mit starken Kräften im Südabschnitt der Ostfront Truppenansammlungen sowie Panzerbereitstellungen und bombardierte wirksam Flugplätze der Sowjets. Auch im Raum um Moskau sowie nordostwärts des Ilmen-Sees erlitt der Feind durch Angriffe von Kampfflugzeugen erhebliche Verluste.

In Nordafrika dauern die schweren Kämpfe an. Deutsche und italienische Sturzkampfflugzeuge bekämpften wirksam britische Fahrzeugkolonnen und Flakstellungen. Deutsche Jäger schossen bei Tobruk fünf feindliche Flugzeuge ab.

 

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet.

Der Tag

 

'Trotz dieser ungewöhnlich ernsten Signale wurden keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen, um das Land zur Verteidigung vorzubereiten und das Überraschungsmoment auszuschließen. Hatten wir Zeit und Möglichkeiten für solche Vorbereitungen? Ja, wir hatten die Zeit und die Möglichkeiten. Unsere Industrie war bereits auf einem solchen Niveau, dass sie die Sowjetarmee mit allem, was sie benötigte, versorgen konnte. Das wird schon dadurch bestätigt, dass das sowjetische Volk, nachdem wir im Verlauf des Krieges fast die Hälfte un-serer gesamten Industrie wegen der Besetzung der Ukraine, des Nordkaukasus, der West-gebiete des Landes, wichtiger Industrie- und Getreidegebiete durch die Deutschen verloren hatten, in der Lage war, die Produktion von militärischer Ausrüstung in den östlichen Ge-bieten des Landes zu organisieren, die dorthin aus den westlichen Industrierevieren transpor-tierten Ausrüstungen in Betrieb zu setzen und unsere Streitkräfte mit allem zu versorgen, was zur Zerschlagung des Feindes gebraucht wurde. Wenn unsere Industrie rechtzeitig und aus-reichend zur Versorgung der Armee mit Waffen und nötigem Gerät mobilisiert worden wäre, dann hätten wir unermesslich weniger Opfer in diesem Krieg davongetragen. Eine solche Mobilisierung wurde jedoch nicht rechtzeitig vorgenommen. Und bereits in den ersten Kriegstagen zeigte sich, dass unsere Armee schlecht ausgerüstet war, dass sie nicht genügend Artillerie, Panzer und Flugzeuge zur Abwehr des Feindes besaß.'
Zur Rolle Stalins im Großen Vaterländischen Krieg - Nikita S. Chruschtschow - Aus: Über den Personenkult und seine Folgen Rede auf dem XX. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion 25. Februar 1956

Mit unermüdlichen Willen und dem Drängen Hitlers, beginnt die deutsche 4. Armee und Guderians und Hoepners Panzer-Armeen einem letzten Versuch, Moskau einzuschließen und zu erobern. Man muss sich dabei gegen sibirische Truppen erwehren, genauso wie den Willen so viele russische Soldaten zu opfern, wie nötig sind um in Moskau weiterhin sowjetische Herrschaft zu garantieren! Eine Abteilung deutscher Infanterie erreicht die Khimki-Straßenbahnhaltestelle, von der es nur noch 19 Kilometer bis zum Zentrum von Moskau sind. Sie werden jedoch von russischen Arbeiter-Milizen (Opolchenie) zurückgeworfen. Dabei lassen die sowjetischen Kommissare Massen von Sowjets auf die deutsche Stellungen einrennen, solange bis die deutschen Invasoren zum Halten gebracht sind. Dabei baut man vor allem auch auf Propaganda und will den Willen der Moskauer Bevölkerung und eingesetzten Soldaten stärken. General Sikorski, Ministerpräsident der polnischen Exil-Regierung, spricht von Moskau aus über Radio zum russischen Volk. Man kann die Deutschen solange aufhalten, dass die Rote Armee eine Gegenoffensive starten kann. Insgesamt 4 Armeen, gut ausgerüstet und im winterlichen Klima erprobt, greifen nördlich der Stadt an. Guderian hatte bereits zuvor beschlossen, seine 2. Panzer-Armee nach schweren Verlusten durch die Russen, Erfrierungen und kältebedingten Ausfällen an Fahrzeugen zurückzunehmen. Damit müssen die Deutschen erstmals in diesem Kriegs, trotz Offensive und koordinierten Kräften, den Rückzug in Kauf nehmen! Im weiteren Verlauf werden sogar 10 Armeen russische Armeen in einem gewaltigen Schlag gegen die Deutschen geführt, sie greifen auf einer Frontlänge von 322 km an. Darunter befinden sich viele sibirische Eliteeinheiten und tausend T-34 Panzer. Für die Deutschen ist diese Übermacht, bei überdehnter Front und nur unzureichend vorbereiteten Soldaten ein Schlag ins Gesicht.

'Die sowjetische Wissenschaft und Technik hatte vor dem Krieg ausgezeichnete Typen von Panzern und Artillerie entwickelt. Doch es wurde für all das keine Massenproduktion organi-siert, und wir sind praktisch erst am Vorabend des Krieges zur Modernisierung der Armeeaus-rüstung übergegangen. Infolgedessen hatten wir im Augenblick des Überfalls des Feindes auf das Sowjetland weder ausreichende Mengen an altem Gerät, das wir ja aus der Ausrüstung herausgenommen hatten, noch an neuem Gerät, dessen Einführung wir erst beabsichtigten. Sehr schlecht stand es um die Luftabwehrgeschütze, nicht organisiert worden war die Pro-duktion von Panzerabwehrmunition. Viele befestigte Räume erwiesen sich im Augenblick des Überfalls als ungeschützt, weil die alten Waffen von ihnen abgezogen und neue noch nicht verfügbar waren.'
Zur Rolle Stalins im Großen Vaterländischen Krieg - Nikita S. Chruschtschow - Aus: Über den Personenkult und seine Folgen Rede auf dem XX. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion 25. Februar 1956

 

'Leider galt dies nicht nur für Panzer, Artillerie und Flugzeuge. Im Moment des Kriegsausbruchs hatten wir nicht einmal eine ausreichende Zahl von Gewehren zur Bewaffnung der Einberufenen. Ich erinnere mich, dass ich in jenen Tagen von Kiew aus Malenkow anrief und ihm sagte: „Die Menschen melden sich zur Armee und verlangen Waffen. Schickt uns Waffen.“ Darauf sagte mir Malenkow: „Wir können keine Waffen schicken. Alle Karabiner haben wir nach Leningrad geschickt. Sie müssen sich selbst bewaffnen.“ So stand die Sache mit der Bewaffnung.'
Zur Rolle Stalins im Großen Vaterländischen Krieg - Nikita S. Chruschtschow - Aus: Über den Personenkult und seine Folgen Rede auf dem XX. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion 25. Februar 1956

Der Wortlaut der sogenannten „Geheimrede“ Chruschtschows auf dem XX. Parteitag der KPdSU wurde in Russisch erstmalig veröffentlicht in: Iswestija ZK KPSS, 1989, Nr. 3, S. 128-170. Eine deutsche Übersetzung erschien 1990 im Dietz Verlag unter dem Titel „Die Geheimrede Chruschtschows. Über den Personenkult und seine Folgen“

Die Belagerung von Lenigrads dagegen geht bereits in den 90. Tag, wobei jede Person in der Stadt nicht nur hungert, sondern auch jeden Tag in Fabriken und Versorgungsreinrichtungen arbeitet. Die 'Straße des Lebens', welche 322 km über den zugefrorenen Ladogasee führt, wird zur Lebensader der Stadt ausgebaut und wird in diesen ersten Dezembertagen von den ersten LKW mit Versorgungsgütern befahren. Die Fahrzeuge werden per Eisenbahnverbindung zum Ladoga-See gebracht und müssen dort übersetzen. Jedes Fahrzeug kann an einem Tag jedoch nicht mehr als 32 Kilometer zurücklegen.

"Ich will Moskau, ich werde Moskau haben. Sie (die 'archaische und dumme Kaste von Berufssoldaten') werden mich nicht daran hindern, Moskau zu bekommen ... fanatischen Widerstand, ohne Rücksicht auf den durchbrechenden Feind in Flanke und Rücken ..."
Hitler zum Rückzug der Wehrmacht vor Moskau

Auf See scheint dagegen alles für die Alliierten richtig zu laufen und mit der formierten 'Force Z' aus dem Schlachtschiff Prince of Wales, dem Schlachtkreuzer Repulse und 4 Zerstörern, scheint der Pazifik in fester Hand der US Navy zu sein. Unentdeckt kann eine japanische Invasionsflotte dennoch aus Süd-China in Richtung Thailand und Malaya auslaufen. Währenddessen Roosevelt sich persönlich für den Frieden im Pazifik an Kaiser Hirohito von Japan wendet. Dies alles kann aber nicht den so einprägsamen und ernüchternden 7. DEZEMBER 1941 verhindern. Die Japaner haben die ganzer Zeit geblufft und die US Navy hatte seine Augen zu sehr auf den Atlantik und zu wenig Glauben an die Bedrohung durch die Japaner gehabt. So erfolgt der japanische Angriff auf Pearl Harbor: 350 Sturzkampfbomber, Torpedobomber und Zero-Jäger greifen in 2 Wellen von 6 Flugzeugträgern aus die US-Pazifikflotte und Luftwaffenstützpunkte auf Hawaii an. Das Schlachtschiff Arizona explodiert, California, Nevada, Oklahoma und West Virginia sinken. Die Schlachtschiffe Maryland, Pennsylvania und Tennessee werden beschädigt. 10 andere Kriegsschiffe sinken oder werden schwer beschädigt. 188 US-Flugzeuge werden zerstört. Amerikanische Verluste: 2.403 Tote und 1.178 Verwundete. Japanische Verluste: 55 Tote (29 Flugzeuge abgeschossen). Gleichzeit landen japanische Truppen bei Singora und Patani in Thailand sowie bei Kota Bharu im nördlichen Malaya, nördlichen Philippinen, erobern Guam, besetzen die Atolle Tarawa und Makin und bei Formosa. Die ‚Force Z‘ der Amerikaner wird vernichtet und Opfer der hochtechnisierten Horizontal- und Torpedobombern der Japaner. Damit haben die Japaner ihren Anspruch auf Vormachtstellung in Asien unter Beweis gestellt. So erklärt Japan den USA und GB den Krieg.

„Unser Kaiserreich wird zum Zweck der Selbstverteidigung und Selbsterhaltung die Kriegsvorbereitungen vollenden“ und ist „entschlossen, falls nötig mit den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden in den Krieg zu treten. Unser Reich wird gleichzeitig alle möglichen diplomatischen Mittel gegenüber den USA und dem Vereinigten Königreich einsetzen, um dadurch zu versuchen unsere Ziele zu erreichen […]. Wenn es bis zum 10. Oktober keine Aussicht gibt, dass unsere Forderungen durch die oben genannten diplomatischen Verhandlungen erfüllt werden, werden wir sofort entscheiden, Feindseligkeiten gegen die USA, das Vereinigte Königreich und die Niederlande aufzunehmen.“
4. September 1941, Japanisches Kabinett zu den vom Kaiserlichen Generalhauptquartier vorbereiteten Kriegspläne

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Armeekorps der Wehrmacht

Divisionen der Wehrmacht

Heeresgruppen der Wehrmacht


11.12. - 20.12.1941

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 11. Dezember 1941

 

Im Osten wurden dem Gegner bei der Abwehr örtlicher Angriffe schwere Verluste zugefügt.

Die Luftwaffe unterstützte die Kämpfe des Heeres durch erfolgreiche Angriffe auf feindliche Kolonnen, Panzeransammlungen, befestigte Stellungen und rückwärtige Verbindungen.

In Nordafrika fanden gestern keine größeren Kampfhandlungen statt. Deutsche Kampfflugzeuge zersprengten Panzer- und Kraftfahrzeugansammlungen.

Vor der nordafrikanischen Küste wurden ein britischer Kreuzer und ein Zerstörer durch deutsche und italienische Flugzeuge angegriffen und schwer beschädigt.

Hauptmann Müncheberg errang seinen 60. Luftsieg.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 12. Dezember 1941

 

An der Ostfront fanden auch gestern nur örtliche Kampfhandlungen statt.

Im Atlantik versenkten deutsche Unterseeboote vier britische Schiffe mit zusammen 27.700 BRT, darunter einen großen Tanker. Außerdem wurden zwei Bewachungsfahrzeuge und ein Tanker durch Torpedotreffer schwer beschädigt.

In Nordafrika gehen die Kämpfe weiter. Verbände der deutschen und italienischen Luftwaffe zersprengten Panzer- und Kraftfahrzeugkolonnen der Briten. Bei den sich entwickelnden Luftkämpfen schossen deutsche Jäger sechs feindliche Flugzeuge ab. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Nacht den Hafen von Tobruk und Eisenhahnziele bei Sidi Barani.

Wirkungslose Störangriffe der britischen Luftwaffe richteten sich am gestrigen Tage gegen den Raum der Deutschen Bucht, in der vergangenen Nacht gegen Nord- und Westdeutschland. Hierbei wurden zwei feindliche Bombenflugzeuge abgeschossen.

In der Zeit vom 3. bis 9. Dezember verlor die britische Luftwaffe 69 Flugzeuge, davon 34 im Mittelmeer und in Nordafrika. In der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 18 eigene Flugzeuge verloren.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 13. Dezember 1941

 

An der Ostfront wurden örtliche Angriffe des Feindes abgewiesen. Die Luftwaffe bekämpfte mit guter Wirkung Truppenbereitstellungen sowie Eisenbahnziele im Donez-Bogen, am unteren Don und an der Nordfront. Sie bombardierte ferner Flugstützpunkte der Sowjets südostwärts des Ladoga-Sees und griff in der vergangenen Nacht militärische Ziele in Moskau an.

In der Nacht zum 13. Dezember wurden Hafenanlagen an der Ost- und Südwestküste Englands von Kampffliegerkräften mit Bomben belegt.

Das Schwergewicht der in Nordafrika noch in vollem Gange befindlichen Kämpfe hat sich in die Gegend westlich Tobruk verschoben, ohne daß es dem Gegner gelungen wäre, entscheidende Erfolge zu erzielen. Bardia und Sollum widerstehen mit großer Hartnäckigkeit dem wachsenden Druck des Gegners.

Im Schutze tiefliegender Wolken warfen einzelne feindliche Flugzeuge Bomben auf einige Orte des holländisch-deutschen Grenzgebietes, die geringe Opfer unter der Zivilbevölkerung forderten. Bei diesen Einflügen und bei wirkungslosen Nachtangriffen auf die besetzten Westgebiete verlor die britische Luftwaffe zwei Bomber.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 14. Dezember 1941

 

Im Osten bekämpfte Artillerie des deutschen Heeres feindliche Schiffe im Hafen von Sewastopol und kriegswichtige Ziele in Leningrad mit guter Wirkung.
Im übrigen beschränkten sich die Kampfhandlungen auf die Abwehr örtlicher feindlicher Angriffe.

Bei Angriffen auf Transportbewegungen, belegte Ortschaften, Kolonnen und Barackenlager fügte die Luftwaffe an der Ostfront dem Feind starke Verluste an Menschen und Kriegsmaterial zu.

Im Seegebiet um England wurde ein feindlicher Zerstörer am Eingang zum Bristol-Kanal durch Bombentreffer so schwer beschädigt, daß mit seiner Vernichtung gerechnet wird.
In der Nacht zum 14. Dezember belegte die Luftwaffe an der britischen Ostküste militärische Ziele erfolgreich mit Bomben.

Bei Versuchen, an der Kanalküste einzufliegen, verlor der Feind sieben Flugzeuge.

In Nordafrika wiesen die deutsch-italienischen Truppen im Räume westlich Tobruk Angriffe zusammengefaßter britischer Kräfte ab und vernichteten mehrere Batterien sowie elf Panzerkampfwagen.
Deutsche und italienische Sturzkampfflugzeuge fügten feindlichen motorisierten Kolonnen starke Verluste zu. Jagdflugzeuge der Achsenmächte schossen in Luftkämpfen 15 Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. Ferner wurden von deutschen Kampfflugzeugen Flugplätze, Versorgungslager, Panzer- und Kraftfahrzeugkolonnen des Gegners im Räume von Tobruk mit guter Wirkung bombardiert.

Die bolschewistische Luftwaffe verlor in der Zeit vom 6. bis 12. Dezember insgesamt 125 Flugzeuge. Davon wurden 88 in Luftkämpfen, 32 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest wurde am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront sieben eigene Flugzeuge verloren.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 15. Dezember 1941

 

Im Osten wurden an mehreren Stellen der Front feindliche Angriffe unter starken Verlusten des Gegners abgewiesen.

Die Luftwaffe bekämpfte erfolgreich Ansammlungen des Feindes im Donez-Bogen sowie Eisenbahnziele zwischen Don und Donez. Starke Kräfte von Kampf- und Sturzkampfflugzeugen führten unter Jagdschutz vernichtende Schläge gegen Panzerbereitstellungen und Nachschubkolonnen der Sowjets im Mittelabschnitt der Front. Der Feind erlitt hier besonders empfindliche Verluste an schweren Waffen und rollendem Material. Auch im Wolchow-Abschnitt sowie an der Murman-Bahn waren Angriffe der Luftwaffe erfolgreich.

Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine beschädigten im Ägäischen Meer durch Wasserbomben ein britisches Unterseeboot, mit dessen Verlust zu rechnen ist.
In Nordafrika wurden erneute britische Angriffe zurückgeschlagen. Deutsche und italienische Sturzkampfverbände erzielten Bombenvolltreffer schweren Kalibers in feindliche Kolonnen und Geschützstellungen südwestlich Tobruk. Auf einem Flugstützpunkt warfen Kampfflugzeuge Betriebsstofflager in Brand.

Marineartillerie schoß an der Atlantischen Küste zwei britische Kampfflugzeuge ab.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 16. Dezember 1941

 

Bei örtlichen Kampfhandlungen an mehreren Abschnitten der Ostfront erlitt der Feind auch gestern hohe Verluste. Die Luftwaffe bombardierte Ziele bei Sewastopol und im Raum um Woroschilowgrad und griff mit starken Kampf- und Sturzkampfverbänden in die Erdkämpfe ein.

Im Wolchow-Gebiet sowie auf der Eisstraße des Ladoga-Sees wurde der feindliche Nachschub von der Luftwaffe schwer getroffen. Im hohen Norden belegten Sturzkampfflugzeuge Eisenbahnziele der Murman-Strecke, Flakbatterien und Barackenlager der Sowjets mit Bomben.

In Nordafrika kam es im Raum westlich Tobruk erneut zu schweren Abwehrkämpfen. Im Gegenangriff zerschlugen die deutsch-italienischen Truppen starke Teile des Gegners. Hierbei wurden mehrere hundert Gefangene, darunter ein Brigadegeneral, eingebracht und eine größere Anzahl Panzer und Geschütze erbeutet oder vernichtet. Deutsche Kampfflugzeuge warfen Kaianlagen des Hafens von Tobruk in Brand. Weitere Angriffe richteten sich gegen den wichtigen Bahnendpunkt Abu Schaidan in Nordägypten.

Ein Unterseeboot unter Führung von Kapitänleutnant Paulsen griff im östlichen Mittelmeer vor Alexandria einen britischen Kreuzerverband an und versenkte durch Torpedotreffer einen Kreuzer, der nach gewaltiger Explosion in der Mitte durchbrach und innerhalb weniger Minuten unterging.

Bei Einflügen schwacher britischer Luftstreitkräfte in die Deutsche Bucht und in die besetzten Westgebiete verlor der Feind ein Bombenflugzeug.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 17. Dezember 1941

 

Im Zuge des Übergangs aus den Angriffsoperationen zum Stellungskrieg der Wintermonate werden zur Zeit an verschiedenen Abschnitten der Ostfront die erforderlichen Frontverbesserungen und Frontverkürzungen planmäßig vorgenommen.
Die Luftwaffe setzte mit starken Kampf- und Jagdfliegerverbänden ihre Angriffe gegen sowjetische Truppen im Don-Gebiet und im Mittelabschnitt der Ostfront fort. Truppen- und Panzeransammlungen wurden zersprengt, Batterien außer Gefecht gesetzt und eine größere Zahl von Kraftfahrzeugen vernichtet. Auch im Wolchow-Abschnitt erlitt der Feind durch Luftangriffe starke Verluste.

An der englischen Südküste bombardierten Kampfflugzeuge in der letzten Nacht Hafenanlagen sowie Versorgungsbetriebe von Plymouth und Dover. Im Seegebiet nordostwärts Fraserburgh wurde ein Handelsschiff mittlerer Größe durch Bombenwurf beschädigt.

In Nordafrika nahmen die schweren Abwehrkämpfe westlich Tobruk auch gestern ihren Fortgang. Starke feindliche Angriffe bei Bardia wurden unter erheblichen Verlusten für den Gegner abgewiesen.

Schwache Kräfte der britischen Luftwaffe warfen in der Nacht zum 17. Dezember Spreng- und Brandbomben auf einige Orte des nordwestdeutschen Küstengebietes. In Wohnvierteln entstanden Gebäudeschäden. Vier britische Flugzeuge wurden abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 18. Dezember 1941

 

Durch unsere Luftangriffe im Mittelabschnitt der Ostfront erlitt der Feind auch gestern hohe Einbuße an Menschen, Panzern und rollendem Material.

Westlich der Kandalakscha-Bucht belegten Kampfflugzeuge Eisenbahnziele an der Murman-Strecke sowie einen Flugstützpunkt mit Bomben.

An der englischen Ost- und Südwestküste wurden in der letzten Nacht Hafenanlagen bombardiert.

In Nordafrika kam es gestern nicht zu größeren Kampfhandlungen. In den Gewässern der Cyrenaika stellten deutsche Kampfflugzeuge einen größeren Verband britischer Seestreitkräfte und erzielten zwei Lufttorpedotreffer auf einem schweren Kreuzer. Deutsche Jäger und Flakartillerie schossen sieben britische Flugzeuge ab.

Bei Nachtangriffen der britischen Luftwaffe auf die besetzten Westgebiete verlor der Feind vier Bomber.
In der Zeit vom 10. bis 16. Dezember schossen Verbände der deutschen Luftwaffe und Einheiten der deutschen Kriegsmarine 74 Flugzeuge ab, davon 52 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Im gleichen Zeitraum gingen im Kampf gegen Großbritannien 17 eigene Flugzeuge verloren.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 19. Dezember 1941

 

Bei der Abwehr feindlicher Angriffe kam es an mehreren Stellen der Ostfront zu harten Kämpfen. Der Feind erlitt schwere Verluste.
Die Luftwaffe bekämpfte trotz schlechter Wetterlage Truppenansammlungen, Artilleriestellungen, Panzerkräfte und Nachschubwege des Gegners.

In der Kola-Bucht wurde ein Handelsschiff mittlerer Größe durch Bombenwurf schwer beschädigt.

Im Mittelmeer versenkte ein Unterseeboot unter Führung von Kapitänleutnant Driver vor Alexandria einen britischen Kreuzer der Leander-Klasse.

Der Versuch eines starken Verbandes britischer Bomber und Jäger, einen Hafen in den besetzten Westgebieten anzugreifen, brach gestern unter schweren Verlusten für den Feind zusammen. Deutsche Jäger und Flakartillerie schossen zwölf britische Flugzeuge ab, darunter fünf viermotorige Bomber. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 20. Dezember 1941

 

Im mittleren Abschnitt der Ostfront dauern die schweren Kämpfe an. Der Gegner erlitt neue starke Verluste. Kampf-, Sturzkampf- und Jagdfliegerverbände vernichteten feindliche Feld- und Batteriestellungen und zersprengten durch Bombenwurf und Beschuß mit Bordwaffen berittene und motorisierte sowjetische Kolonnen. Weitere wirksame Luftangriffe richteten sich gegen Flugstützpunkte und Eisenbahnanlagen. Ein Frachter erhielt in der Barents-See Bombentreffer schweren Kalibers.

In der Barents-See kam es zu einem nächtlichen Seegefecht zwischen deutschen und sowjetischen Zerstörern. Ein feindlicher Zerstörer wurde durch Torpedotreffer versenkt, ein anderer durch Artillerietreffer beschädigt. Die deutschen Zerstörer liefen nach erfolgreichem Gefecht unbeschädigt in einen Stützpunkt ein.

Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt versenkten Unterseeboote im Atlantik vier feindliche Schiffe mit zusammen 17.000 BRT. Außerdem wurden zwei Tanker und ein Frachter durch Torpedotreffer beschädigt. Im St. Georgs-Kanal vernichteten Flugzeuge, die zu bewaffneter Seeaufklärung eingesetzt waren, in der vergangenen Nacht aus einem Geleitzug heraus einen Tanker von 8.000 BRT.

In Nordafrika setzten sich die deutsch-italienischen Truppen nach Abwehr feindlicher Angriffe planmäßig vom Gegner ab. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum 20. Dezember mit guter Trefferlage militärische Anlagen im Hafen von Tobruk.

 

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet.

Der Tag

 

'In der Reinheit und Echtheit nationalsozialistischer Weltanschauung darf sich das Offizierskorps von niemanden übertreffen lassen ... Es ist selbstverständlich, dass der Offizier in jeder Lage den Anschauungen des Dritten Reiches gemäß handelt.'
Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945., 2. Aufl., Frankfurt a.M. 2007, S. 71.
(Anpassung des Zitats an die ref. dt. Rechtschr.)

Die Amerikaner wehren sich erbittert gegen den japanischen Angriff im Pazifik, so wird Wake Island (kleine Garnison US-Marines) zum Symbol der amerikanischen Gegenwehr. Dort kann man zu mindestens den ersten Versuch einer japanischen Landungsflotte abwehren. Ein zweiter Invasionsversuch am 23./24. Dezember zerschlägt schließlich jeden Widerstand. Die US Pazifik-Flotte erreicht Wake zu spät, um noch einzugreifen. Die Japaner setzen ihre Invasion in Gesamt-Ostasien fort und setzen auf breiter Front von Kaulun auf die Insel von Hong Kong über.
Ein Sturmangriff sibirischer Infanterie zeigt den Deutschen die Entschlossenheit der Roten Armee auf dem winterlichen Schlachtfeld. Stalin befiel Mitte Dezember einen Großangriff entlang der gesamten Front und schon wenige Tage später wird Kalinin, nordwestlich von Moskau, zurückerobert. Hitler will die Niederlage nicht glauben und gibt den deutschen Offizieren die Schuld, nun sollen die Deutschen Soldaten halten um jeden Preis. Wo die Truppe steht, dort soll Sie bleiben und fanatisch Widerstand leisten, sich in den Boden 'einkrallen', auch dann, wenn die Russen überflügeln oder abschneiden. Ein solcher Widerstand würde die benötigte Zeit verschaffen, um Verstärkungen aus dem Reich und dem Westen heranzubringen, was bei der russischen Großoffensive an breiter Front illusorisch erscheint.

 

Hitler entlässt auch gleich den Oberbefehlshaber des Heeres von Brauchitsch und übernimmt von nun an persönlich den Oberbefehl über alle Militäroperationen. Hitler befiehlt den deutschen Armeen, Stalins Taktik der 'Verbrannten Erde' zu übernehmen und verlangt, dass alles auf was der Roten Armee nützlich erscheint, sofort vernichtet wird. Goebbels ruft dazu auf, Wintersachen für die im tiefen Schnee und bei Temperaturen unter null Grad an der Ostfront kämpfenden deutschen Landser zu spenden. Bei der Heeresgruppe Süd startet in jenen Tagen ein zweiter deutsch-rumänischer Angriff vom 17. bis 31. Dezember und zwingt die russische Garnison, sich auf die letzte Verteidigungslinie 8 km nördlich der Stadt zurückzuziehen.

'Hitler war Deutschlands Schicksal, und dieses Schicksal war nicht abzuwenden.'
Generalfeldmarschall Walter von Brauchitsch, Oberbefehlshaber des Heeres 1938-1941

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Der deutsche Offizier (Offizierskorps im Deutschen Heer)

Befehlsdoktrin


21.12. - 31.12.1941

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 21. Dezember 1941

 

Die Kämpfe im mittleren Abschnitt der Ostfront halten mit unverminderter Härte an. Mehrere starke Angriffe des Gegners wurden abgeschlagen. Im Abschnitt eines Armeekorps wurden hierbei 20 sowjetische Panzer vernichtet. Auch an der Einschließungsfront von Leningrad wurden heftige, von Panzern unterstützte Ausbruchsversuche unter erheblichen Verlusten für den Gegner abgewiesen. Hierbei wurden 19 feindliche Panzer abgeschossen.

Die Luftwaffe bekämpfte mit starker Wirkung feindliche Truppen- und Fahrzeugkolonnen, Panzeransammlungen, Batterie- und Bunkerstellungen. Im nördlichen und im finnischen Abschnitt der Ostfront wurden Transportbewegungen des Feindes durch Vernichtung von Nachschubmaterial, Eisenbahnzügen und Gleisanlagen erfolgreich gestört.

An der englischen Ostküste erzielte die Luftwaffe in der letzten Nacht Bombentreffer in einem großen Industriewerk. Aufklärungsflugzeuge beschädigten im Seegebiet um England zwei feindliche Schiffe durch Bombentreffer.

In Nordafrika dauern die Kämpfe unter heldenhaftem Einsatz aller Erd- und Luftstreitkräfte der Verbündeten an. Ein deutscher Kampffliegerverband vernichtete beim Angriff auf einen britischen Flugplatz und auf Fahrzeugansammlungen des Feindes mehrere Flugzeuge und zahlreiche Lastkraftwagen.

In der Zeit vom 13. bis 19. Dezember 1941 verlor die sowjetische Luftwaffe 81 Flugzeuge, davon wurden 45 in Luftkämpfen und 30 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 18 eigene Flugzeuge verloren.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 22. Dezember 1941

 

Im mittleren Abschnitt der Ostfront scheiterten zahlreiche sowjetische Angriffe am zähen Widerstand unserer Truppen. Die Luftwaffe unterstützte die harten Kämpfe des Heeres durch starken Einsatz gegen Feldstellungen, Panzeransammlungen, Fahrzeugkolonnen und Eisenbahnverbindungen des Feindes.

An der englischen Südostküste warfen Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht Bomben auf Hafenanlagen.

In Nordafrika fanden keine größeren Kampfhandlungen statt. In Luftkämpfen wurden sieben britische Jagdflugzeuge abgeschossen.

Auf der Insel Malta belegten Verbände der deutschen Luftwaffe bei Tage und bei Nacht Schiffsziele sowie Betriebsstoff- und Munitionslager im Hafen La Valetta mit Bomben schweren und schwersten Kalibers. Vier feindliche Jagdflugzeuge wurden ohne eigene Verluste abgeschossen.

Bei wirkungslosen Angriffsversuchen einzelner britischer Kampfflugzeuge im Kanalgebiet und in der Deutschen Bucht verlor der Feind zwei Bomber.

 

Sondermeldung:

Ein im Atlantik operierendes Unterseeboot unter Führung von Kapitänleutnant Bigalk torpedierte einen englischen Flugzeugträger. Das Schiff ist gesunken.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 23. Dezember 1941

 

Die schweren Kämpfe im Mittleren Abschnitt der Ostfront dauern fort. An mehreren Stellen wehrten unsere Truppen starke Angriffe des Feindes erfolgreich ab und vernichteten hierbei 19 sowjetische Panzer. Kampf- und Sturzkampffliegerverbände unterstützten die Kämpfe auf der Erde. Sie fügten dem Feind hohe blutige Verluste zu, vernichteten zahlreiche Panzer- und Fahrzeuge aller Art und setzten mehrere Batterien außer Gefecht.

In den Gewässern von Sewastopol beschädigte die Luftwaffe ein sowjetisches Kriegsfahrzeug durch Bombenvolltreffer. Ostwärts der Fischerhalbinsel versenkten Kampfflugzeuge einen Frachter mittlerer Größe, ein weiteres Handelsschiff wurde in der Kola-Bucht durch Bombenwurf beschädigt.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, griff ein Unterseeboot unter Führung des Kapitänleutnants Bigalk im Atlantik einen britischen Flugzeugträger an, der zur Sicherung eines Geleitzuges eingesetzt war. Das Unterseeboot machte den Flugzeugträger durch Torpedotreffer in die Schraube manövrierunfähig. Nach zwei weiteren Torpedotreffern im Vorschiff und in der Mitte ist der Flugzeugträger über das Vorschiff gesunken.

In Nordafrika kam es am gestrigen Tage im Räume ostwärts von Bengasi zu Kämpfen, die noch andauern. Deutsche Kampfflugzeuge zersprengten in der westlichen Cyrenaika britische Truppenansammlungen und Lastkraftwagenkolonnen.

Militärische Anlagen auf der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht bombardiert. Deutsche Jäger schossen hierbei zwei britische Flugzeuge ab.
Die britische Luftwaffe warf in der vergangenen Nacht mit schwachen Kräften eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben auf Wohnviertel einiger Orte an der Deutschen Bucht. Marineartillerie schoß einen feindlichen Bomber ab.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 24. Dezember 1941

 

Im Osten hat der Gegner seine unter hohem Bluteinsatz geführten Angriffe auch gestern fortgesetzt. Einzelne örtliche Einbrüche wurden im Gegenstoß beseitigt. An anderen Stellen wurden feindliche Bereitstellungen durch eigenen Vorstoß zerschlagen.

An der Nordostküste des Schwarzen Meeres warfen Kampfflugzeuge Öllager und Bahnhofsanlagen im Hafen Tuapse in Brand und führten erfolgreiche Angriffe auf feindliche Bahntransporte im Südteil der Ostfront. Starke Kräfte der Luftwaffe griffen in die Erdkämpfe ein und fügten dem Feinde erhebliche Verluste an Menschen und Material zu.
Sowjetische Kolonnen auf der Eisstraße des Ladoga-Sees wurden bei Tag und bei Nacht mit Bomben belegt. Im hohen Norden setzten Kampffliegerverbände durch Bombentreffer feindliche Batterien außer Gefecht und vernichteten Nachschubzüge auf der Murman-Bahn. Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen Moskau.

Im Kampf gegen Großbritannien versenkten Unterseeboote vier feindliche Handelsschiffe, darunter einen großen Transporter, mit zusammen 23.500 BRT.
Das durch das Unterseeboot des Kapitänleutnants Bigalk versenkte britische Kriegsschiff ist inzwischen als der Flugzeugträger „Unicorn" festgestellt worden. Es handelt sich hierbei um das neueste, erst während des Krieges fertiggestellte Schiff dieser Gattung, das in den britischen Flottenlisten als Flugbootträger geführt wird.

In Nordafrika gehen die Kämpfe weiter. Deutsche Truppen vernichteten in entschlossenem Gegenangriff zwei britische Batterien und acht Panzerkampfwagen. Deutsche Kampfflugzeuge zersprengten Ansammlungen des Feindes in der nördlichen Cyrenaika.

Über Malta wurden in Luftkämpfen zwei britische Jagdflugzeuge abgeschossen, an einer anderen Stelle des Mittelmeerraumes ein großes Flugboot.

Die britische Luftwaffe warf in der letzten Nacht Spreng- und Brandbomben auf einige Orte Westdeutschlands und der besetzten Westgebiete. Die Schäden sind unerheblich. Der Feind verlor zwei Bomber.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 25. Dezember 1941

 

Im Osten auch gestern starke Kampftätigkeit. Bei der Abwehr sowjetischer Angriffe im Mittleren Frontabschnitt wurden durch die Truppen eines Armeekorps 21 sowjetische Panzer abgeschossen. Kampf-, Sturzkampf- und Jagdverbände griffen im Mittel- und Nordabschnitt Truppenbereitstellungen an und zersprengten feindliche Kolonnen aller Waffen. Ostwärts Tichwin und auf der Murman-Strecke wurden mehrere sowjetische Transportzüge von der Luftwaffe schwer getroffen.

Eine Fernkampfbatterie der Kriegsmarine beschoß in der letzten Nacht einen feindlichen Geleitzug vor Dover.

In Nordafrika verlaufen die Bewegungen unserer Truppen planmäßig. Deutsche Kampffliegerverbände griffen in der Cyrenaika britische Kraftfahrzeugansammlungen an und erzielten auf einem Flugstützpunkt Bombentreffer zwischen abgestellten Flugzeugen.

Vor der Lybischen Küste versenkte ein deutsches Unterseeboot einen feindlichen Zerstörer.

Auf der Insel Malta bombardierten deutsche Kampfflugzeuge bei Tag unter Jagdschutz Hafenanlagen in La Valetta.

In der Zeit vom 17. bis 23. Dezember verlor die britische Luftwaffe 54 Flugzeuge, davon 19 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 16 eigene Flugzeuge verloren.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 26. Dezember 1941

 

Im Donez-Bogen wurden starke feindliche Angriffe unter hohen Verlusten für den Gegner abgewiesen. An der erfolgreichen Abwehr waren auch italienische und slowakische Truppen hervorragend beteiligt.
Im Mittleren Abschnitt der Ostfront dauern die harten Abwehrkämpfe an. Zahlreiche sowjetische Panzer wurden vernichtet.

Vor Leningrad scheiterte ein von stärkeren Kräften geführter Ausbruchsversuch, der von 30 Panzern unterstützt wurde. Der Feind verlor hierbei über 1.000 Tote und 19 zum Teil schwere und schwerste Panzer. Sechs weitere Panzer wurden in Brand geschossen.

Verbände der Luftwaffe bekämpften im Mittelabschnitt der Ostfront sowie an der Front vor Leningrad feindliche Kolonnen, Truppenquartiere und Eisenbahnanlagen mit Bomben und Bordwaffen. Kampfflugzeuge erzielten Bombentreffer auf Nachschubzügen der Murman-Strecke. An einer anderen Stelle der Ostfront schossen italienische Jagdflieger vier sowjetische Flugzeuge ab.

Im Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt versenkte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht vor der Englischen Ostküste einen Frachter von 3.000 BRT. Vier weitere große Handelsschiffe wurden durch Bombentreffer zum Teil schwer beschädigt.

In Nordafrika dauern die Kämpfe an. Bengasi wurde planmäßig geräumt und vom Feind ohne Kampf besetzt. Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten militärische Anlagen an der Nordküste der Cyrenaika.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 27. Dezember 1941

 

Die Abwehrkämpfe im Osten dauern fort. An mehreren Abschnitten der Front werden sowjetische Kräfte in der Bereitstellung zerschlagen oder durch Gegenangriffe vernichtet.
Starke Verbände von Kampf- und Sturzkampfflugzeugen versenkten in der Straße von Kertsch vier feindliche Truppentransporter mit zusammen 7.000 BRT. Fünf weitere Transporter sowie zahlreiche kleinere Fahrzeuge wurden durch Bombenwurf beschädigt. Der Feind erlitt hierdurch schwere Verluste an Menschen und Material.

An der Karelischen Front erzielten Sturzkampfflugzeuge Bombenvolltreffer in einem Kraftwerk nördlich Kandalakscha.
Unterseeboote versenkten aus dem bereits hart getroffenen feindlichen Geleitzug ostwärts Gibraltar vier weitere Schiffe mit zusammen 13.000 BRT.
Damit wurde nach mehrtägigen harten Angriffen folgendes Gesamtergebnis erzielt:
ein Flugbootträger,
neun Handelsschiffe mit zusammen 37.000 BRT versenkt,
zwei Handelsschiffe schwer beschädigt.

Im Seegebiet um England beschädigten Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht ein größeres Handelsschiff durch Bombenwurf.

In Nordafrika wurden Vorstöße des Feindes gegen die deutsch-italienischen Stellungen abgewiesen. Deutsche Kampfflugzeuge zerstörten Flugplatzanlagen der Briten in der Cyrenaika. Mehrere Flugzeuge wurden hierbei am Boden vernichtet oder beschädigt.

Auf Malta belegten Verbände der deutschen Luftwaffe den Flugplatz Lucca und den Hafen La Valetta mit Bomben schweren Kalibers. In mehreren Anlagen entstanden große Brände. Der Feind verlor in Luftkämpfen einen Bomber und zwei Jagdflugzeuge.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 28. Dezember 1941

 

Im Südlichen Abschnitt der Ostfront wurde der Gegner, der einige örtliche Einbrüche in unsere Stellungen erzielt hatte, durch schwungvolle Gegenangriffe zurückgeworfen. Deutsche, italienische und slowakische Truppen sowie die aus dänischen, deutschen, finnischen, flämischen, niederländischen und norwegischen Freiwilligen zusammengefaßte SS-Division „Wiking" haben sich erneut im Kampf bewährt.
Im Mittleren Abschnitt der Ostfront wurden stärkere feindliche Angriffe in harten Kämpfen zum Stehen gebracht.
Schwächere Angriffe des Gegners im Nördlichen Frontabschnitt wurden ebenfalls abgeschlagen.

Die Luftwaffe unterstützte an allen Frontabschnitten die Kämpfe des Heeres durch wirksame Angriffe auf Bereitstellungen, rückwärtige Einrichtungen und Eisenbahnanlagen des Gegners.
In der Straße von Kertsch setzten starke Kampf- und Sturzkampffliegerverbände die Angriffe gegen feindliche Schiffe fort. Sie versenkten drei Transporter mit zusammen 2.800 BRT und beschädigten ein Kanonenboot sowie vier weitere Schiffe.

An der Englischen Ostküste versenkten Kampfflugzeuge in der Nacht zum 28. Dezember ein Handelsschiff von 6.000 BRT.
Britische Seestreitkräfte versuchten am 27. Dezember eine handstreichartige Unternehmung an zwei entlegenen Punkten der Norwegischen Küste. Nach kurzen heftigen Gefechten mit den örtlichen Wachmannschaften des Heeres und der Kriegsmarine wurden die britischen Landungstrupps vertrieben. Sie zogen sich auf ihre Schiffe zurück. Deutsche Kampfflugzeuge versenkten aus einem flüchtenden Kriegsschiffsverband einen Zerstörer und beschädigten einen Kreuzer sowie einen weiteren Zerstörer. In Luftkämpfen und durch Flakartillerie wurden zehn feindliche Bomber abgeschossen.

Bei Annäherung des Feindes wurde das deutsche Vorpostenboot „Föhn" durch zahlreiche britische Bomber angegriffen. Das Vorpostenboot schoß ein feindliches Flugzeug ab und ist dann in heldenmütigem Kampf gegen das überlegene Feuer eines britischen Kreuzers und mehrerer Zerstörer verlorengegangen. Einige norwegische Handelsschiffe, die in friedlicher Küstenfahrt beschäftigt waren, wurden von den Briten überfallen und versenkt.

In Nordafrika sind britische Angriffe gegen die deutsch-italienischen Stellungen gescheitert. Verbände der deutschen Luftwaffe griffen britische Flugplätze, Kraftfabrzeugkolonnen und Zeltlager in der Cyrenaika mit Erfolg an.

Bei Bombenangriffen auf Flugplätze und Hafenanlagen in Malta wurden von den begleitenden deutschen Jägern drei britische Flugzeuge abgeschossen.
Britische Bomber griffen in der letzten Nacht Westdeutschland an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Nach bisherigen Meldungen schossen Nachtjäger und Flakartillrie zehn feindliche Bomber ab.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 29. Dezember 1941

 

An der Ostfront halten die Abwehrkämpfe in unverminderter Härte an. Vor Leningrad erzielte schwere Artillerie des Heeres fünf Treffer auf einem sowjetischen Schlachtschiff.

Bei erneuten Luftangriffen gegen feindliche Truppen und Schiffsbewegungen in der Straße von Kertsch wurden ein Transporter versenkt und sechs weitere Transporter sowie zahlreiche kleinere Fahrzeuge beschädigt.

In Nordafrika fühlte der Feind gegen die deutsch-italienischen Stellungen im Räume von Agedabia vor. Im erfolgreichen Gegenangriff wurden 58 britische Panzerkampfwagen sowie eine größere Anzahl von Panzerspähwagen und Kraftfahrzeugen vernichtet. In der Cyrenaika wurden Flugplätze und Truppenansammlungen des Feindes bombardiert.
Im Seegebiet nördlich Tobruk erzielten deutsche Kampfflugzeuge mehrere Treffer auf einem britischen Zerstörer und einem im Geleit fahrenden Handelsschiff.
Ein deutsches Unterseeboot griff auf der Höhe von Marsa Matruk einen militärischen Geleitzug an, versenkte zwei britische Transporter mit zusammen etwa 9.000 BRT und beschädigte ein weiteres Schiff durch Torpedotreffer.

Auf der Insel Malta griffen deutsche Kampfflugzeuge bei Tag und Nacht mit guter Wirkung britische Flugplätze und Hafenanlagen an.

Britische Bomber griffen in der Nacht zum 29. Dezember Orte in Westdeutschland und im Norddeutschen Küstengebiet an. Die Zivilbevölkerung hatte besonders in Emden Verluste an Toten und Verletzten. Neun der angreifenden britischen Bomber wurden abgeschossen. Ein weiteres britisches Flugzeug wurde beim Versuch, am Tage in die besetzten Gebiete einzufliegen, zum Absturz gebracht.

Bei den Abwehrkämpfen der letzten Tage zeichnete sich Oberleutnant Mügge als Führer eines Infanteriebataillons in hervorragendem Maße aus. Mit den sehr schwachen Kräften seines Bataillonsstabes warf er eingebrochenen, weit überlegenen Feind aus eigenem Entschluß im Gegenangriff zurück, nahm eine vom Feind besetzte Ortschaft und hielt diese gegen weitere starke Angriffe.
Der Führer hat dem Oberleutnant Mügge das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 30. Dezember 1941

 

An verschiedenen Abschnitten der Ostfront wurden starke feindliche Angriffe in engem Zusammenwirken des Heeres und der Luftwaffe zerschlagen.
Im Schwarzen Meer versenkten Kampfflugzeuge einen sowjetischen Zerstörer und beschädigten einen Kreuzer.
An der Murman-Front schlugen deutsche Truppen in der Zeit vom 21. bis 26. Dezember hartnäckige Angriffe der Sowjets bei strengstem Frost und Schneesturm mit vollem Erfolg ab. Der Feind hatte schwere blutige Verluste.

Starke Verbände von Kampfflugzeugen griffen in der Nacht zum 30. Dezember einen kriegswichtigen Versorgungshafen an der Englischen Ostküste mit guter Trefferlage an. Bei Tage wurde westlich der Faröer ein Handelsschiff durch Bombenwurf versenkt.

Im Geleitdienst eingesetzte Unterseebootjäger schossen drei von sechs angreifenden britischen Bombern ab. Alle geleiteten Schiffe erreichten sicher ihre Bestimmungsorte.

In Nordafrika erzielten die deutsch-italienischen Truppen im Raum um Agedabia weitere örtliche Erfolge. Die Zahl der beim Gegenangriff abgeschossenen feindlichen Panzer hat sich auf 74 erhöht. Mehrere hundert Briten wurden gefangengenommen.

Auf der Insel Malta wurden Flugplätze des Feindes bei Tage und Nacht angegriffen. Vor La Valetta versenkten deutsche Kampfflugzeuge ein größeres Segelschiff. In Luftkämpfen schossen deutsche Jäger fünf britische Flugzeuge ab, ein weiteres Flugzeug wurde am Boden zerstört.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 31. Dezember 1941

 

Unter Zusammenfassung aller auf der Krim verfügbaren deutschen und rumänischen Kräfte ist seit dem 17. Dezember der planmäßige Angriff auf die Festung Sewastopol im Gange. Trotz heftigster Gegenwehr wurde eine große Zahl der zum Teil stark gepanzerten sowjetischen Verteidigungsanlagen in schweren Einzelkämpfen genommen und tiefe Einbrüche in das feindliche Stellungssystem erzielt.

Zur Entlastung der Verteidigung von Sewastopol hat der Gegner in den letzten Tagen auf der Halbinsel Kertsch und bei Feodosia wieder stärkere Kräfte gelandet. Die erforderlichen Gegenmaßnahmen sind eingeleitet.

An mehreren anderen Abschnitten der Ostfront kam es bei strengem Frost zu erbitterten Abwehrkämpfen. Schwere Artillerie des Heeres nahm kriegswichtige Anlagen in Leningrad unter wirksames Feuer.

Die Luftwaffe unterstützte vor allem im mittleren Frontabschnitt den Abwehrkampf des Heeres durch wirkungsvolle Tiefangriffe. An verschiedenen Stellen wurden zum Angriff bereitgestellte Infanterie und Kavallerie des Feindes unter hohen Verlusten zerschlagen.

In Nordafrika erfolgreiche Gefechtstätigkeit im Raum ostwärts Agedabia. Bombenangriffe gegen Kraftfahrzeugkolonnen, Betriebsstoff- und Zeltlager der Briten in der Cyrenaika und Marmarica riefen starke Brände hervor.

Auf der Insel Malta wurden mehrere Flugplätze und andere militärische Einrichtungen erneut von deutschen Kampfflugzeugen angegriffen.

 

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet.

Der Tag

 

„Ein Freund, wie ich 18 Jahre alt, ging eines Abends auf die Straße und erfror [...] Man hatte sich so daran gewöhnt, dass man die Leichen auf der Straße gar nicht mehr sah [...] Wir wussten, es kann jeden Tag zu Ende sein. Nur die tägliche Arbeit hat uns abgelenkt.“
Anna Reid, „Blokada“

Russische Kriegsschiffe transportieren zwischen dem 21. und 27. Dezember 10.000 Mann Verstärkung nach Sewastopol und beschießen die deutschen Stellungen vor der Stadt. Russische Landungen zwischen dem 26. und 30. Dezember auf der Halbinsel Kertsch, um die Verteidiger von Sewastopol zu entlasten. Guderian wird von Hitler entlassen, nachdem er gegen dessen 'Halte-Befehl' verstoßen hatte. Ostfront: Rückeroberung von Kaluga, südwestlich von Moskau, durch russische Streitkräfte. Die Belagerung von Leningrad geht in 115 Tag, wobei 52.000 Menschen sterben während des Monats an Hunger oder dem Mangel an medizinischer Behandlung gestorben.

 

Verluste Schlacht im Atlantik (Dezember 1941)

26 alliierte Handelsschiffe (124.000 BRT)
10 deutsche U-Boote (80 einsatzbereit).


Seekrieg, gesamte Handelsschiffsverluste 1941

Alliierte und Neutrale: 1.299 Schiffe mit insgesamt 4.398.031 Tonnen.
Achse: 35 deutsche U-Boote, 18 italienische Unterseeboote, 3 japanische Unterseeboote.
Grund der Handelsschiffsverluste 1941

„Wir wurden zweifach belagert, von innen und von außen“
Dmitri Lichatschow, junger Sprachwissenschaftler, der die Belagerung überlebte
Anna Reid: Blokada. Die Belagerung von Leningrad 1941-1944

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Der deutsche Offizier (Offizierskorps im Deutschen Heer)

Befehlsdoktrin


Quellen

Die Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht 1939-1945, 5 Bände, GLB Parkland Vlgsges.Mbh, Juni 2004. (ISBN-10: 389340063X)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... 01-Dez.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://www.zeitgeschichte-online.de/zol ... n/xxpt.pdf (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... 01-Dez.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://www.zeitgeschichte-online.de/zol ... n/xxpt.pdf (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... Jan-42.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://www.zeitgeschichte-online.de/zol ... n/xxpt.pdf (Letzter Aufruf 23.06.2011)

Autor: Schwarzenberg



Das Thema

 

Oberkommando der Wehrmacht

 

Rede Hitlers

(10.11.1941)

 


Hitlers Rede

 

Wichtiges zum Tage

 

Rede vor der alten Garde

Parteigenossen und -genossinnen!

Deutsche Volksgenossen!

Ich bin wieder auf wenige Stunden hierhergekommen, um dem alten Brauche treu, zu Ihnen, meine ersten Anhänger und Mitkämpfer, zu sprechen und diejenigen zu ehren, die damals das größte Opfer, das sie bringen konnten, für unsere Bewegung und damit für Deutschland gebracht hatten. Als ich das letzte Mal hier vor Ihnen stand, lag dahinter ein ruhmvolles Jahr großer Geschehnisse. Ich weiß nicht, wie viele außerhalb des Reiches sich vor dem Jahre 1940 eine klare Vorstellung gemacht hatten, was passieren würde können und was geschehen wird. Selbst in unserem eigenen Volk gab es wohl nur ganz wenige, die eine Kenntnis besaßen von dem, was bevorstand, was gelingen musste und was gelingen würde. Nachdem im Jahre 1939 abschließend auch meine letzten Bemühungen, die notwendigen Revisionen auf friedlichem Wege zu erreichen, gescheitert waren, nachdem es damals endlich den internationalen demokratischen Hetzern gelang, Europa in den Krieg zu stürzen, war zunächst unsere erste Aufgabe, den einen Feind im Osten zu beseitigen. Es geschah dies in 18 Tagen. Eigentlich hätten sich die nicht ganz vom Geist Verlassenen schon nach diesen wenigen Wochen Rechenschaft darüber ablegen müssen, wie aussichtslos ihr Versuch war, das Deutsche Reich noch einmal niederzuzwingen. Sie taten es nicht, im Gegenteil, die Friedenshand, die ich ihnen entgegenstreckte, wurde zurückgestoßen, ja, ich persönlich wurde dafür sogar noch beschimpft und als Feigling bezichtigt. So blieb nichts anderes übrig, als das Jahr 1940 zu beginnen mit dem Entschluss, nunmehr den westlichen Gegner des Reiches endgültig niederzuwerfen.
Nur durch Unvorsichtigkeiten, durch Schwatzhaftigkeit unserer Gegner erfuhren wir, dass man einen Handstreich, unter dem Motto, Finnland helfen zu wollen, gegen Norwegen, in Wirklichkeit gegen die schwedische Erzbahn und die schwedischen Erzgruben, plante. Sie haben damals schon nicht gerechnet mit unserer und mit meiner Entschlusskraft. Sie haben das Bild meiner Persönlichkeit sich zeichnen lassen von jenen Emigranten, die vor meiner Persönlichkeit Deutschland verlassen mussten. Dieses Bild stimmte nicht ganz genau; es war falsch. Ich habe mich daher im Gegensatz zu den Erwartungen dieser Gegner sehr schnell entschlossen, zunächst die norwegische Frage in unserem Sinn zu lösen. Es ist das damals gelungen. Und dann kam kurze Zeit darauf jener beispiellose Siegeszug, der den Gegner im Westen niederwarf und England zu jenem "ruhmvollen" Rückzug zwang, der, wie man behauptet, einer der Ruhmestitel der britischen Militärgeschichte sein wird für alle Zeiten. Ich habe die Spuren dieser "ruhmvollen" Aktion persönlich gesehen; sie sahen sehr unordentlich aus. Ich habe mich dann wieder noch einmal und zum letzten Male - ich habe es damals betont - entschlossen, England die Hand hinzuhalten und hinzustrecken und es darauf hinzuweisen, dass eine Weiterführung dieses Krieges gerade für England selbst nur sinnlos sein könnte, dass es nichts gebe, was einen vernünftigen Friedensschluss verhindern könnte, ja, dass zwischen England und zwischen Deutschland an sich keine Gegensätze vorhanden seien, außer solchen, die künstlich gemacht würden. Der wahnsinnige Säufer, der nun seit Jahren England dirigiert, hat auch darin sofort wieder ein neues Zeichen meiner Schwäche erblickt. Ich wurde abermals als ein Mann hingestellt, der die Zukunft in schwarz erblickt und deshalb nicht mehr sich getraut, den Kampf fortzusetzen. Ich habe nun die Zukunft nicht anders gesehen, als sie sich abspielte. Aber ich habe neben all dem Glorreichen auch die Opfer vorausgesehen, und ich wollte diese Opfer nur ersparen, auf allen Seiten. Ich wollte sie selbstverständlich zuerst unserem eigenen Volk ersparen, aber auch der übrigen Welt gegenüber glaubte ich es verantworten zu können, als Sieger ihr die Hand hinzuhalten. Das wurde, wie gesagt, von jenen nicht begriffen, die ja selbst noch nie in ihrem Leben ein Opfer gebracht hatten und die auch nicht eine nähere Berührung mit den Opfern ihres eigenen Volkes besaßen.
So blieb ihnen nichts anderes übrig, als nunmehr den Helm endgültig festzuschnallen und den Weg anzutreten, der uns für alle Zeiten von den Gefahren befreien wird, die nicht nur das Deutsche Reich, sondern ganz Europa bedrohen.
Als ich das letzte Mal hier zu Ihnen sprach, meine alten Parteigenossen, da konnte ich im Vollgefühl eines Sieges sprechen wie vielleicht kaum je ein Sterblicher vor mir. Und trotzdem lastete damals auf meiner Einsicht eine schwere Sorge: Ich war mir im Klaren, dass hinter all diesem Weltgeschehen derjenige als letzter Brandstifter zu suchen ist, der den Händen der Nationen gelebt hat: der internationale Jude! Ich wäre kein Nationalsozialist mehr gewesen, wenn ich mich von dieser Erkenntnis je entfernt hätte. Wir haben seine Spuren verfolgt durch so viele Jahre, wir haben wohl in diesem Reich zum ersten Mal planmäßig, wissenschaftlich dieses Problem und Phänomen der Menschheit geklärt und haben so recht die Worte eines großen Juden selber begriffen, der sagt, die Rassenfrage sei der Schlüssel zur Weltgeschichte. Wir wussten daher auch ganz genau, und ich wusste es vor allem, dass auch hinter diesem Geschehen der Jude die treibende Kraft war, dass er - wie immer in der Geschichte - teils Strohköpfe fand, die bereit waren, für ihn einzutreten, teils charakterlose bezahlte Subjekte, Leute, die Geschäfte machen wollten und die bereit waren und bereit sind, für solche Geschäfte jederzeit Blut zu vergießen. Ich habe diesen Juden als den Weltbrandstifter damals kennen gelernt. Man sah es ja, wie er über den Umweg von Presse, von Rundfunk, von Film, von Theater usw. langsam die Völker in den Jahren vorher vergiftet hatte, und man sah, wie seine Vergiftung weiterlief, man sah, wie sein Geldinteresse in diesem Sinne ja arbeiten musste. Und in den ersten Tagen des Krieges, da haben ja bestimmte Engländer es ganz offen ausgesprochen - es waren nur Rüstungsaktieninhaber: "Der Krieg muss mindestens drei Jahre dauern. Er wird vor drei Jahren nicht enden!" So sagten sie. Es war das verständlich, sie hatten ja ihre Kapitalien festgelegt und konnten nicht hoffen, dass sie unter drei Jahren eine Amortisation dieser Betriebskapitalien würden erreichen können. Gewiss, für uns Nationalsozialisten, meine Parteigenossen und -genossinnen, ist das fast unverständlich. Aber in dieser demokratischen Welt ist es ebenso. Man ist Ministerpräsident oder man ist Kriegsminister und zugleich der Inhaber zahlloser Aktienpakete von Rüstungsfabriken. Die Interessen sind damit geklärt.
Wir haben diesen Gegner einst als die treibende Kraft in unserem inneren Kampf kennengelernt. Wir hatten diese Koalition vor uns, die schwarz-rot-goldene, diese Vermischung von Heuchelei, Missbrauch von Religion auf der einen Seite, Kapitalsinteressen auf der anderen Seite, und endlich die wirklich jüdisch-marxistischen Interessen. Wir sind mit dieser Koalition im Innern in einem harten Kampf restlos fertig geworden. Damit aber stand dieser Feind im Äußeren natürlich noch vor uns, und er war ja der Inspirator der Weltkoalition gegen das deutsche Volk und gegen das Deutsche Reich. Er hatte einst Polen vorgeschoben, er hatte dann später Frankreich, Belgien und Holland und Norwegen in den Bann seiner Dienste gezwungen. England war von vornherein eine treibende Kraft. Was war verständlicher, als dass eines Tages die Macht gegen uns antreten würde, die diesen jüdischen Geist als klarsten Herrscher besitzt? Denn dieser urgrößte Diener des Judentums war nun einmal Sowjetrussland. Die Zeit hat unterdes alles das bestätigt, was wir Nationalsozialisten viele Jahre hindurch behauptet hatten; ein Staat, bei dem die gesamte nationale Intelligenz abgeschlachtet worden war, ein geistloses, mit Gewalt proletarisiertes Untermenschentum übrigblieb und darüber eine Riesenorganisation jüdischer Kommissare, das heißt in Wirklichkeit Sklavenhalter. Es gab oft Zweifel, ob nicht vielleicht doch in diesem Staat plötzlich die nationale Tendenz siegen würde. Man hat dabei nur ganz vergessen, dass es die Träger einer bewussten nationalen Einsicht dort gar nicht mehr gab, dass letzten Endes der Mann, der vorübergehend der Herr dieses Staates wurde, doch nichts anderes ist, als ein Instrument in der Hand dieses allmächtigen Judentums und dass, wenn Stalin vor der Bühne steht oder vor dem Vorhang, dann hinter ihm jedenfalls Kaganowitsch und alle diejenigen Juden, die in einer zehntausendfachen Verästelung bis herunter dieses gewaltige Reich führen.
Als ich damals im vergangenen Jahr zu Ihnen hier sprach. da bedrückte mich bereits die Einsicht in eine Entwicklung, die nicht mehr missdeutet werden könnte. Während wir gerade den Aufmarsch im Westen durchführten, begann Sowjetrussland bereits den Aufmarsch im Osten. Es trat ein Moment ein, da standen von uns in Ostpreußen drei Divisionen, in dem baltischen Raume hatte Russland bereits 22 Divisionen mobilisiert. Und das verstärkte, sich nun von Monat zu Monat. Und es blieb uns das nicht verborgen. Jeden einzelnen Verband konnten wir fast Monat für Monat genau feststellen, wo, wie und wann er einrückte. Damit verbunden war eine ungeheure Arbeit an unserer Front, die auch nicht übersehen werden sollte. Im Laufe von wenigen Monaten wurden nicht hundert, sondern einhundert Flugplätze in Bau gegeben, begonnen,. teils fertiggestellt, angelegt. Man konnte sich ausrechnen, zu welchem Zweck eine so gigantische, über alle Vorstellungen hinausreichende Massierung - der russischen Flugwaffe stattfand. Dazu begann nun das Auffüllen einer Basis für einen Aufmarsch, einer Basis, die so gigantisch war, dass man schon daraus auch wieder auf die Größe des Aufmarsches schließen konnte. Parallel damit ging eine unerhörte Steigerung der Rüstungsproduktion. Neue Fabriken wurden eingerichtet, Fabriken, von denen Sie sich, meine Parteigenossen, zum Teil vielleicht gar keine Vorstellung machen können; Fabriken, die vor zwei Jahren noch ein Bauerndorf gewesen sind, in zwei Jahren aufgerichtet wurden und nunmehr 65 000 Arbeiter hatten. Die Arbeiter in Lehmhöhlen, nur die Fabrikgebäude, Verwaltungsgebäude der GPU. vorne als Paläste, rückwärts als Gefängnisse mit Zellen für die grausamsten Martern und Torturen. Parallel damit ging nun eine Verschiebung von Truppen nicht nur aus dem Innern, sondern sogar aus dem fernen Osten des Weltreiches an unsere Grenze. Division reihte sich an Division. Die Zahlen gingen endlich schon weit über 100, 120, 140, 150, 170 Divisionen hinaus. Unter diesen bedrückenden Erkenntnissen habe ich damals Molotow nach Berlin geladen. Sie wissen ja die Ergebnisse dieser Berliner Besprechung. Sie ließen keinen Zweifel mehr darüber, dass Russland entschlossen war, spätestens in diesem Herbst vorzugehen, möglicherweise bereits im Sommer. Man verlangte, dass wir selbst, ich möchte sagen, das Tor des Aufmarsches friedlich öffnen würden. Ich gehöre nun nicht zu den Menschen, die gewisse Tiere nachahmen, die sich ihre Schlächter selbst aussuchen. Ich habe daher auch Molotow damals in Berlin kurz verabschiedet. Und ich war mir im Klaren, dass nunmehr die Würfel gefallen waren und dass uns der schwerste Gang nicht erspart bleiben würde. Dies wurde bestätigt durch die Tätigkeit Russlands vor allem auf dem Balkan, durch jene unterirdische Tätigkeit, die wir ja von Deutschland her zur Genüge kennen. Überall bolschewistische Agenten, überall neue Juden, überall Zersetzungsschriften. Es begann jene unterirdische Arbeit, die man gar nicht mehr nach kurzer Zeit verheimlichen konnte und endlich auch nicht mehr verheimlichen wollte. Auch bei uns begann man mit der neuen Propaganda wieder. Sie war nicht sehr erfolgreich, denn die Wirksamkeit der nationalsozialistischen Arbeit hatte sich unterdes doch gezeigt.
Endlich kam der Moment, da man den Abschluss des russischen Aufmarsches daran erkennen konnte, dass es -ausgenommen ein paar Divisionen um Moskau, die man ersichtlich zurückhielt als Garde gegen das eigene Volk, und ehemalige Divisionen im Osten - nichts mehr gab, was nicht an der Westfront war. Und zu all dem brach nun in Serbien der Ihnen bekannte Aufstand los, von Russland geschürt, der Putsch von bolschewistischen Agenten und englischen Emissären angezettelt, und gleich darauf der Freundschaftspakt. der Unterstützungspakt Russlands mit Serbien. Damals war Herr Stalin der Überzeugung, dass schon dieser Feldzug uns vielleicht das ganze Jahr festhalten würde, und dass dann der Moment kommen konnte, in dem er nicht nur mit Waffen und Material, sondern endlich mit seinem gigantischen Menschenreservoir würde in Erscheinung treten können. Aber heute kann ich es zum ersten Mal aussprechen: Es war noch etwas weiteres, was uns darüber belehrt hat
Im Jahre 1939 und 1940 fanden in London eine große Anzahl von sogenannten Geheimsitzungen des britischen Unterhauses statt. Und in diesen Geheimsitzungen hat der whiskybeseligte Herr Churchill seine Gedanken geäußert und seine Hoffnungen und endlich seine Überzeugung, nämlich, dass Russland auf dem Marsch sei zu England hin, dass er von Mister Cripps die absoluten Unterlagen besitze, dass es höchstens ein bis anderthalb Jahre dauern würde, bis dann Russland in Erscheinung tritt, höchstens ein bis anderthalb Jahre also man noch aushalten müsste. Das war auch der Grund für diesen damals nicht begreiflichen Mut dieses Herrn. Wir haben davon Kenntnis erhalten, laufend Kenntnis erhalten. Und ich habe nun daraus die Konsequenzen gezogen. Die erste Konsequenz war die der Freimachung unserer Südostflanke. Ich kann nur sagen, wir müssen heute, nach Kenntnis von all dem, was vorgefallen war, Mussolini wirklich danken, dass er noch im Jahre 1940 in diese Eiterbeule hineingestoßen und gestochen hat. Es war uns gelungen, noch im Frühjahr eigentlich in wenigen Wochen endgültig mit Hilfe der zu uns stehenden europäischen Staaten dieses Problem zu lösen und die Frage endgültig zu klären, ruhmvoll abgeschlossen mit der Einnahme von Kreta und damit mit dem Vorlegen eines Riegels vor die Dardanellen.

Ich habe so oft schon über die Leistungen unserer Wehrmacht gesprochen. Sie hat sich auch in diesem Feldzug ruhmvoll bewährt, besonders nicht nur das Heer, sondern auch die Luftwaffe. Und nun achtete ich auf jede Bewegung unseres großen Gegners im Osten. Ich war seit April und Mai, ich möchte sagen, fortgesetzt auf der Beobachtungsstation und sah mix nun ununterbrochen jeden Vorgang an, entschlossen, in jedem, Moment, in dem mir bewusst wurde, dass der Gegner nun Anstalten machte, seinerseits anzugreifen, wenn notwendig 24 Stunden vorher loszuschlagen. Mitte Juni wurden die Anzeichen drohend, und so in der zweiten Hälfte des Juni konnte es keinen Zweifel mehr geben, dass es sich hier um eine Frage von vielleicht Tagen, von vielleicht Wochen noch handeln würde. Und so gab ich denn den Befehl für den 22. Juni, nun unsererseits sofort anzutreten. Glauben Sie mir, meine alten Parteigenossen, es war das der schwerste Entschluss meines ganzen bisherigen Lebens, ein Entschluss, von dem ich wusste, dass er uns in einen sehr schweren Kampf verwickeln würde, von dem ich aber hoffte, dass die Chancen, ihn zu gewinnen, umso größer waren, je schneller wir dem anderen zuvorkommen würden.
Denn wie war nun damals die Lage? Der Westen war an sich gesichert. Ich möchte gleich eines vorwegnehmen. Es gibt so ganz geniale Politiker im Lager unserer Gegner, die jetzt sagen, ich hätte gewusst, dass man im Westen uns nicht angreift, und daher hätte ich den Mut gehabt, im Osten anzugreifen. Diesen Genies kann ich nur sagen. sie verkennen meine Vorsicht. Ich habe mich im Westen so vorbereitet, dass sie jederzeit antreten können. Wenn es den Herren Engländern beliebt, sei es in Norwegen oder sei es an unserer deutschen Küste oder sei es in Holland oder in Belgien oder in Frankreich, eine Offensive zu unternehmen, so können wir nur sagen: Tretet an, ihr werdet schneller wieder abtreten, als ihr gekommen seid! - Wir haben diese Küsten heute in einen anderen Zustand versetzt, als sie noch vor einem Jahr gewesen waren. Es ist dort gearbeitet worden, und zwar mit nationalsozialistischer Gründlichkeit gearbeitet worden. Und der Chef eines großen Teiles dieser Arbeit - ich brauche nur einen einzigen Namen zu sagen - war unser Todt. Und es wird dort noch dauernd natürlich weitergearbeitet. Sie kennen mich ja aus unserer Parteizeit her. Ich habe niemals den Stillstand gekannt, sondern -wenn irgendwo zehn Batterien stehen, dann kommen noch fürnf dazu vorsichtigerweise, und wenn fünfzehn stehen, dann noch einmal fünf weitere Batterien dazu, und weitere, - und unsere Gegner liefern uns ja die Batterien selber genügend.
Wir haben auch genügend Kräfte überall gelassen, um jederzeit bereit zu sein. Sie sind nicht gekommen. Auch gut. Ich will ja gar kein Blut vergießen. Aber wenn sie gekommen wären, dann - wie gesagt - wären sie schon längst wieder gegangen. Hier waren wir also sicher. Den Balkan hatten wir auch gesichert. In Nordafrika war es unseren gemeinsamen Bestrebungen gelungen, ebenfalls eine stabile Ordnung herzustellen. Finnland erklärte sich bereit, an unsere Seite zu treten. Rumänien desselben. Bulgarien begriff die Gefahr und tat nichts, was uns irgendwie hätte Abbruch tun können. Ungarn erkannte ebenfalls die große historische Stunde und fasste einen heroischen Entschluss, so dass, als der 22. Juni kam, ich es glaubte vor meinem Gewissen verantworten zu können, dieser Gefahr - und wenn auch nur mit wenigen Tagen Vorsprung - entgegenzutreten.
Das ist das nun, meine alten Parteigenossen, ein Kampf wirklich nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa, ein Kampf um Sein oder um Nichtsein!
Sie kennen unsere Verbündeten, angefangen vom Norden das tapfere kleine Heldenvolk der Finnen, das sich wieder so über alle Maßen bewährt hat. Aber dazu sind dann gekommen Slowaken, Ungarn, Rumänen, dazu endlich - denn Sie dürfen nicht vergessen, es handelt sich hier um ungeheure Märsche, um ungeheure Transportwege - Verbündete fast aus ganz Europa: Italiener, Kroaten, Holländer, dänische Freiwillige, schwedische Freiwillige, norwegische Freiwillige, selbst französische Freiwillige, belgische Freiwillige. Ich kann wirklich sagen, dass im Osten vielleicht zum ersten Male in einer Erkenntnis ganz Europa kämpft: so wie einst gegen die Hunnen, diesmal gegen diesen Mongolenstaat eines zweiten Dschingis Khan. Das Ziel dieses Kampfes war die Vernichtung der feindlichen Macht, das heißt, der feindlichen Streitkraft, und zweitens die Besetzung der feindlichen Rüstungs- und Ernährungsgrundlagt. Ich brauche Ihnen nicht zu versichern, dass Prestigemomente überhaupt keine Rolle spielen. Wenn daher einer heute sagt, wir sind in Leningrad ja in der Defensive, -: wir waren vor Leningrad genau solange offensiv, als es notwendig war, um Leningrad einzuschließen. Jetzt sind wir defensiv, der andere muss jetzt ausbrechen; er wird verhungern in Leningrad, oder er wird kapitulieren! Ich werde aber sicher nicht einen Mann mehr opfern, als unbedingt notwendig ist. Wenn heute jemand da wäre, um Leningrad zu entsetzen dann würde ich den Befehl geben, es zu stürmen, und wir würden es brechen. Denn wer von der ostpreußischen Grenze bis zehn Kilometer vor Leningrad marschiert ist, der kann auch noch die zehn Kilometer vor Leningrad bis in die Stadt hineinmarschieren. Das kann man uns schon glauben. Aber das ist nicht notwendig. Die Stadt ist umklammert, niemand wird sie mehr befreien, und sie fällt in unsere Hand. Und wenn man sagt: "Nur als Trümmerhaufen" - ich habe gar kein Interesse an irgendeiner Stadt Leningrad, sondern nur an der Vernichtung des Industriezentrums Leningrads. Wenn es den Russen gefällt, ihre Städte in die Luft zu sprengen, ersparen sie uns vielleicht die Aufgabe. Ich möchte also noch einmal betonen: Prestigemomente spielen hier überhaupt keine Rolle. Oder wenn man sagt: "Warum marschieren Sie denn jetzt nicht?" - Weil es momentan regnet oder schneit, oder weil wir vielleicht die Bahnen noch nicht ganz fertig haben. Das Tempo unseres Vormarsches bestimme nicht jene wunderbaren britischen Strategen, die das Tempo ihrer Rückzüge bisher bestimmt haben, sondern das bestimmen wir selber!
Zweitens: Besetzung der feindlichen Rüstungs- und Ernährungsgrundlagen. Auch hier werden wir planmäßig vorgehen! Es genügt manchesmal die Zerstörung eines einzigen Werkes, um sehr viel endgültig lahmzulegen.
Wenn ich nun zusammenfassend den Erfolg dieses Feldzuges bisher umreißen will, dann hat die Zahl der Gefangenen nuninehr rund 3,6 Millionen erreicht - das heißt. 3 600 000 Gefangene. Und ich verbitte mir, dass hier ein englischer Strohkopf kommt und sagt, das sei nicht bestätigt. Wenn eine deutsche militärische Stelle etwas abgezählt hat, dann stimmt das! Anders, als wenn das ein Börsengauner abzählt. Denn zwischen einem deutschen Offizier und einer britischen Börsenjobber ist immerhin noch ein wesentlicher Unterschied. Das stimmt also genau so, wie ja auch die Zahlen gestimmt haben unsere Angaben über die französischen Gefangenen. Sie haben genau gestimmt. Die Engländer wissen es selber ja sehr gut, weil sie sich ja dauernd darum kümmern wollen.
Wenn ich nun 3,6 Millionen Gefangene auf der einen Seite sehe, und ich nehme nur Weltkriegsverhältnisse, dann entspricht dies mindestens der gleichen Zahl an Gefallene. Es würde ein schlechtes Zeugnis sein für Herrn Stalin, wenn etwa jetzt seine Leute weniger tapfer kämpfen würden, als sie das im Weltkrieg getan haben; im Gegenteil, sie kämpfen ja teils aus Angst, aus Furcht und teils aus tierisch-fanatischem Wahnwitz. Und wenn ich nun annehme, dass in Russland ähnlich wie bei uns auf einen Gefallenen drei bis vier Verwundete kommen, dann ergibt das eine Zahl, die einen absoluten Ausfall von mindestens acht bis zehn Millionen Mann bedeutet, und zwar endgültigen Ausfall, ohne die leichter Verwundeten, die vielleicht noch einmal geheilt werden können.
Meine Parteigenossen, davon erholt sich keine Armee, der Welt mehr, auch die russische nicht!
Wenn nun Herr Stalin plötzlich sagt, wir hätten 4,5 Millionen verloren, und Russland hätte nur 350 000 Vermisste -das können also dann jetzt Gefangene sein - , 350 000 Tote und 1 000 000 Verwundete, dann fragt man sich nur. Warum sind die Russen dann 1,5 tausend Kilometer zurückgelaufen, wenn sie bei ihren Riesenzahlen nur die Hälfte der Opfer hatten, die wir hatten? Also, es ist wirklich schon stark jüdisch, was dieser Kremlgewaltige hier von sich gibt. Im Übrigen werden ja sich die Gefangenen langsam den europäischen Gefilden nähern. Wir werden sie hier nützlich in Produktionen einbauen, und man wird ja dann sehen, dass es nicht 350 000, sondern wirklich 3,5 Millionen sind.
Das Material, das wir in dieser Zeit erbeuteten, ist unermesslich. Zurzeit über 15 000 Flugzeuge, über 22 000 Panzer, über 27 000 Geschütze. Es ist ein unermessliches Material. Die ganze Industrie der Welt, einschließlich selbst unserer deutschen, könnte dieses Material nur langsam ersetzen. Die Industrie unserer Demokratien jedenfalls ersetzt es in den nächsten Jahren nicht!

Und nun komme ich zum Territorialen.. Wir haben bisher 1 670 000 Quadratkilometer besetzt. Das ist also immerhin ein Gebiet, das etwa dreimal oder viermal Frankreich und etwa fünfmal England umfasst. In diesem Gebiet liegen 60 bis 75 % aller Industrien und aller Rohstoffe, die Russland besitzt. Ich hoffe, dass wir in kurzer Zeit noch ein paar weitere Schritte machen können, um ihnen so Strang um Strang langsam aber sicher abzuschneiden.
Wenn nun jemand sagt: "Ja, aber sie haben sich in der Zeit geirrt" - die Leute wissen genau, was ich für Zeitmaße habe! Wir haben Frankreich in rund sechs Wochen besiegt. Das besetzte Gebiet ist nur ein Bruchteil dessen, was wir im Osten besetzten. Jetzt kommt jemand und sagt, wir hätten erwartet, dass wir im Osten das in eineinhalb Monaten machen. Blitzkriege in allen Ehren! Aber marschieren muss man dabei trotzdem.
Und was nun unsere Infanterie hier geleistet hat im Marschieren, ist weltgeschichtlich überhaupt einmalig. Natürlich, wenn mg von Ostende nach Dünkirchen läuft, oder von Dünkirchen nach Ostende, dann geht das leichter, das gebe ich zu. Aber wenn man immerhin von der deutschen Grenze bis vor Rostow marschiert oder jetzt bis zur Krim oder bis nach Leningrad, dann sind das Einteilungen, besonders wenn man die Straßen des "Paradieses der Arbeiter und der Bauern" berücksichtigt. Ich habe noch nie das Wort Blitzkrieg verwendet, weil es ein ganz blödsinniges Wort ist. Wenn man es aber überhaupt auf einen Feldzug anwenden könnte, dann wäre es auf den Feldzug! Noch niemals ist ein Riesenreich in kürzerer Zeit zertrümmert worden und niedergeschlagen worden als dieses Mal Russland. Geschehen und gelingen konnte dies nur durch die unerhörte einmalige Tapferkeit, Opferwilligkeit, durch das auf sich nehmen von unvorstellbaren Strapazen unserer deutschen Wehrmacht. Was hier alle die deutschen Waffen geleistet haben, das ist zum Teil unvorstellbar. Wir können uns nur vor unseren Helden auf das tiefste verneigen.
Ich habe schon in Berlin gesagt: ob wir unsere Panzerschätzen nehmen oder ob wir unsere Pioniere nehmen oder ob wir unsere Artillerie nehmen, unsere Nachrichtentruppen oder unsere Flieger, unsere Sturzkampfbomber, unsere AufkIärer, unsere Jäger, was wir immer nehmen, am Ende kommt man doch immer wieder zu dem Resultat: Die Krone gebührt dem deutschen Infanteristen, dem deutschen Musketier. Er marschierte in endlosen Weiten auf grundlosen Wegen, durch Moraste, durch Sümpfe, er marschierte im Sonnenbrand über die endlosen Felder der Ukraine und er kämpft Bunker um Bunker nieder. Mit seinen Sturmpionieren reißt er Front um Front auf. Es ist wirklich ein Heidenlied, was er sich hier selber singt.
Hinter dieser Front aber, da steht nun die zweite Front, und das ist die deutsche Heimat. Und hinter dieser deutschen Heimat steht eine dritte Front, und die heißt Europa. Wenn mir in letzter Zeit so oft gesagt wird, dass nunmehr die Demokratien rüsten, - ich habe schon so oft es erwähnt, dass wir doch auch nicht nichts tun, sondern ich habe ja nicht die deutsche Rüstung etwa im Jahre 1939 oder 1940 oder 1941 eingestellt. Was wir bisher auf dem Gebiete leisteten, war doch allerhand. Und wir rüsten weiter, und zwar gründlich. Und ich habe die Rüstung jetzt auf einige besondere Gebiete verlagert. Wenn die anderen Herren dauernd mit ihren Zahlen kommen, - ich rede nicht von Zahlen, aber ich spreche nur das eine aus: Sie werden staunen, nur was wir eines Tages antreten.
Wir haben das, meine alten Parteigenossen, ja auch im Innern immer erlebt. Jedes Jahr hörten wir, was die Demokraten machen, was die Sozialdemokraten machen, was das Zentrum oder die Bayerische Volkspartei macht, was meinetwegen die bürgerlichen sonstigen Gruppen al)es machen usw., oder was gar die Kommune macht. Wir haben auch etwas gemacht, und zwar am Ende mehr als diese ganze Koalition, denn wir haben sie niedergeschmettert. Man sagt mir: "Ja, aber da ist Amerika mit 125 Millionen Menschen." - Das Reichsgebiet mit Protektorat und mit Gouvernement umfasst nämlich auch 125 Millionen Menschen! Das Gebiet, das heute direkt für uns arbeitet, umfasst weit mehr als 250 Millionen Menschen! Das Gebiet. das in Europa indirekt aber für diesen Kampf arbeitet, durch unsere Verbündeten, umfassen schon jetzt über 350 Millionen Menschen. Soweit es sich nun um das deutsche Gebiet handelt, das Gebiet, das wir besetzt haben, das Gebiet, dass wir jetzt in unsere Verwaltung genommen haben, - man soll nicht darüber zweifeln, wir bringen es fertig, das in die Arbeit einzuspannen. Das kann man uns glauben! Es ist nicht mehr das Deutschland des Weltkrieges. Es ist ein ganz anderes Deutschland. Und es ist das Unglück unserer Gegner, dass sie dar, nicht begriffen haben und dass sie diesem jüdischen Strohkopf nachlaufen, der ihnen immer wieder erklärt: "Man braucht es nur genauso zu machen, wie man es schon einmal gemacht hat." - Das tue nicht einmal ich, obwohl ich meine Gegner nicht für gescheit halte. Selbst ich mache zweimal nicht das gleiche, sondern immer wieder etwas anderes. Sie sollten auch etwas Neues lernen, und nicht immer auf das Alte hoffen! So sagen sie zum Beispiel: "In der Etappe wird ein Aufruhr ausbrechen." - Es kann irgendeinen Dummkopf geben, der auf englische Rundfunkmitteilungen sich plötzlich rührt. Aber nicht lange! Wir werden damit fertigt Die Aufruhr-Aktionen - man soll sich darüber keiner Täuschung hingeben -, die Aufruhr-Aktionen brechen sehr schnell zusammen, denn heute tritt ihnen nicht mehr ein bürgerliches Deutschland mit Glacéhandschuhen entgegen, sondern das nationalsozialistische, das hat rohe Fäuste.
Wir sind überall dort, wo wir Gebiete besetzen, sehr höflich und sehr anständig zur Zivilbevölkerung, vielleicht manches Mal zu anständig, sehr entgegenkommend. Bei uns wird niemand vergewaltigt da drüben, aus vielerlei Gründen nicht. Es finden auch keine Einbruchsdiebstähle statt. Der deutsche Soldat, der dort auf Raub oder Plünderung ausgeht, der wird härter bestraft sogar, als in der Heimat einer bestraft würde. Wir schützen diese Bevölkerung. Wenn aber einer glaubt, sich gegen die Besatzung auflehnen zu können oder durch Meuchelmord sie vielleicht erschüttern zu können, dann werden wir zuschlagen, so wie wir zu Hause zugeschlagen haben in den Jahren, wo auch unsere Gegner glaubten uns terrorisieren zu können. Am Ende sind wir mit dem Terror fertig geworden; wir haben uns die Organisationen dafür geschaffen. Und wir werden auch mit dem Terror dieser Gegner fertig! Dann kommt nun die allerblödeste Hoffnung, nämlich, in Deutschland bricht ein Aufstand aus, eine Revolution. Die Leute, die hier eine Revolution machen könnten, die sind gar nicht mehr da. Die sind nämlich sowieso schon alle in England und in Amerika und in Kanada usw. Die haben wir nicht mehr. Die Leute, die vielleicht eine machen wollten, die sind so wenige und so belanglose, dass es geradezu ein Witz ist, auf eine solche Hilfe zu hoffen. Sollte aber irgendeiner auch bei uns noch glauben, diese Front stören zu können, ganz gleich, woher er stammt, aus welchem Lager er kommt, so - Sie kennen meine Methode - sehe ich ihm eine gewisse Zeitlang zu. Das ist die Bewährungsfrist, die ich jedem gebe. Er kann sein, was er will, ich sehe ihm eine Zeitlang zu. Aber dann kommt der Augenblick, wo ich blitzartig zuschlage und so etwas sehr schnell beseitige. Und dann hilft alle Tarnung nichts, auch nicht die Tarnung mit der Religion. Aber, wie gesagt, das wird ja bei uns gar nicht notwendig sein, weil ja vor allem dieses ganze deutsche Volk heute in einer Bewegung organisiert ist, was unsere Gegner nur nicht begriffen haben, eine Bewegung, die bis in jedes Haus hineinreicht und die eifersüchtig dafür sorgt, dass sich ein November 1918 niemals mehr wiederholt. Ich hin so oft Prophet gewesen in meinem Leben. Man hat mich ja immer ausgelacht, aber ich habe immer Recht bekommen. Ich möchte es wieder sein: Niemals wird in Deutschland sich ein November 1918 wiederholen. Er kann sich gar nicht wiederholen. Alles wäre denkbar, nur eines nicht: dass Deutschland jemals kapituliert!
Wenn unsere Gegner sagen: "Ja, dann dauert eben der Kampf bis zum Jahre 1942" - er kann dauern, solange er will -, das letzte Bataillon auf diesem Feld wird ein deutsches sein. Es ist auch ganz zwecklos, mich irgendwie einschüchtern zu wollen. Sie wissen, dass ich oft monatelang, ja oft jahrelang über eine Sache schweige. Das heißt nicht, dass ich sie nicht sehe, das heißt nicht, dass ich sie nicht berücksichtige oder, dass ich sie nicht erkenne. Wenn heute, besonders von Amerika aus, immer neue Drohungen gegen Deutschland ausgestoßen werden, so habe ich auch das beizeiten ins Auge gefasst. Ich habe schon vor über einem Jahr erklärt: Was immer für ein Schiff Kriegsmaterial bringt, also Material, um Menschen zu töten, wird torpediert werden Wenn nun der amerikanische Präsident Roosevelt, der einst schon verantwortlich war für den Eintritt Polens in den Kampf, der, wie wir es heute ja genau belegen können, Frankreich bestimmte, in diesen Kampf einzutreten, glaubt, durch einen Schießbefehl uns vielleicht mürbe machen zu können, dann kann ich diesem Herrn nur eines zur Antwort geben: Herr Präsident Roosevelt hat seinen Schiffen befohlen. sowie sie Deutsche sehen, auf sie zu schießen. Ich habe den deutschen Schiffen befohlen, sowie sie amerikanische sehen, nicht darauf zu schießen, sowie aber ein deutsches Schiff angegriffen wird, sich zu wehren. Sonst stelle ich einen Offizier, der sich nicht wehrt, vor ein Kriegsgericht. Wenn also ein amerikanisches Schiff auf Grund des Befehls seines Präsidenten schießt, dann wird es auf eigene Gefahr hin das tun. Das deutsche Schiff wird sich wehren, und unsere Torpedos treffen.
Ich habe mich nicht mit diesen lächerlichen Fälschungen abzugeben, z. B. dass wir eine Landkarte fabriziert hätten, und zwar Experten, deutsche Experten. Ich kann dem Herrn Präsidenten Roosevelt nur sagen: Ich habe auf gewissen Gebieten überhaupt keine Experten. Bei mir genügt immer mein Kopf ganz allein. Ich habe keinen Gehirntrust zur Unterstützung notwendig. Wenn also wirklich eine Veränderung irgendwo stattfinden soll, dann entsteht das zunächst in meinem Gehirn und nicht im Gehirn anderer, auch nicht bei Experten. Und ich bin nun kein Gymnasiast, der in einem Atlas, in einem Schulatlas Karten einzeichnet. Südamerika liegt uns so weit wie meinetwegen der Mond weg. Es sind das dümmste, plumpste Fälschungen. Oder die Behauptung, wir wollten alle Religionen der Welt auslöschen. Ich bin jetzt 52 Jahre alt, und ich habe etwas anderes zu tun, als mich mit Kindereien oder Dummheiten zu beschäftigen. Außerdem interessiert es mich gar nicht, welche Arten von Religionen in der Welt sind und wie die Völker zu diesen Religionen stehen. Das interessiert nur den Herrn amerikanischen Präsidenten Wilson oder Roosevelt, aber mich überhaupt nicht. Im Deutschen Reich und nach unserer Auffas8ung kann jeder nach seiner Fasson selig werden.
Ich habe nun gelesen, dass in Amerika es verboten ist, dass ein Prediger gegen den Staat predigt, und dass Soldaten verboten ist, da solche Predigten zu besuchen. Das ist genau wie bei uns. Es ist bei uns das gleiche. Im Übrigen ist da nur noch ein Unterschied, nämlich, dass im Deutschen Reich die Konfessionen fast 900 Millionen Mark jährlich von Staats wegen usw. bekommen, während in Amerika keinen Pfennig! Es ist auch im Deutschen Reich nicht ein Priester je verfolgt worden wegen Glaubensgrundsätzen, sondern nur dann, wenn er von Glaubensgrundsätzen weg sich in Staatsgrundsätze hineinmischte. Das haben aber immer nur sehr wenige getan. Die größte Mehrzahl steht auch trotz allem in dem Kampf hinter dem deutschen Staat. Sie weiß ganz genau, dass, wenn dieser Kampf für das Deutsche Reich verloren würde, dass unter dem Protektorat von Stalin jedenfalls die Religionen schlechter fahren würden als unter unserem. Alle anderen Versuche, von außen her vielleicht auf das deutsche Volk einzuwirken, sind kindisch und lächerlich. Das deutsche Volk kennt nun das nationalsozialistische Regime als Partei seit bald zwanzig Jahren, aber als Staatsführung jetzt ebenfalls schon acht Jahre, und ich glaube, dass es keine Zeit der deutschen Geschichte gibt, innerhalb der in acht Jahren so Gewaltiges geleistet worden wäre als im Deutschen Reich unter der Führung der nationalsozialistischen Bewegung.
Die größten Zeugen aber für das Wirken unserer Bewegung werden diejenigen sein, die von der Front zurückkommen und ein 23jähriges Wirken des Kommunismus mit unserem Wirken vergleichen. Die können erst ein Urteil abgeben, was der Nationalsozialismus geleistet hat und was unserem Europa bevorstünde, wenn diese andere Weit siegreich sein sollte. Und das ist die große Zielsetzung: dass wir in diesem Kampf nunmehr endlich die Gefahr des Ostens von Europa wegnehmen und dass wir diesen Osten in seiner unermesslichen Fruchtbarkeit, in seinem unermesslichen Bodenreichtum, in seinem Reichtum an Bodenschätzen, an Erzen usw., dass wir diesen Osten nicht mehr mobilisieren lassen gegen Europa, sondern dass wir diesen Osten für Europa in den Dienst Europas stellen. Das ist nun ein gewaltiges Ziel, das weit über die Grenzen unserer Partei, ja, unseres Deutschen Reiches hinausreicht, gewaltig nicht nur als Leistung, sondern auch gewaltig in den Folgen. Es ist doch ein Wahnsinn, wenn wir heute dieses Europa besehen, in dem auf manchen Gebieten - ich brauche nur an den Westen zu denken - bis zu 260 Menschen auf dem Quadratkilometer leben!
Ich sehe alle diese Dinge von einer - ich darf wohl sagen - etwas höherer Warte. Ich unterscheide zwischen dem Franzosen und seinen Juden, zwischen den Belgiern und ihren Juden, zwischen den Holländern und ihren Juden. Ich weiß, dass dort zahllose Menschen sind, die auch die Opfer dieser wahnwitzigen europäischen Konstruktion sind, nach der tatsächlich der reichste Teil Europas gegen Europa fortgesetzt mobilisiert wird, ohne dass dabei die eigenen Menschen dort auch nur den primitivsten Gewinn, auch nur den primitivsten Lebensstandard besitzen. Denn das haben ja auch unsere Soldaten gesehen: In einem Land, in dem die fruchtbarste Erde aus dem Boden so herausquillt, in einem Land, in dem man mit einem Bruchteil der Arbeit ein Vielfaches an Gewinn erzielen würde wie bei uns, da haben die Menschen selbst kaum so viel, dass sie auch nur einen Kochtopf besitzen, in elenden Katen hausen sie, verkommen, verlaust und verdreckt. Ich habe vor wenigen Tagen gelesen, dass man bei einem deutschen Kriegsgefangenen Läuse gefangen haben soll im Osten. Das lässt Herr Stalin verbreiten. Ich nehme an, er wird doch nicht glauben, dass dieser Kriegsgefangene die Läuse etwa nach Russland von München oder von Berlin mitgebracht hat. Er hat sie doch dort bekommen. Es ist doch wirklich das Miserabelste, was man an Sklaventum überhaupt auf dieser Welt feststellen konnte, verängstigte, unterdrückte, verkommene Menschen, halbverhungert. Und darüber allerdings ein Regime von Kommissaren, zu 90 Prozent jüdischer Herkunft, die diesen ganzen Sklavenstaat dirigieren. Es wird für Europa eine Erlösung sein, wenn nicht nur diese Gefahr verschwindet, sondern wenn diese Fruchtbarkeit und wenn dieser Reichtum des Bodens und der Erde ganz Europa zugutekommt. Das ist eine gewaltige Aufgabe, die uns gestellt ist, und ich bin nun so viel Materialist, dass ich diese Aufgabe als viel wichtiger ansehe, als mich etwa darum zu kümmern, was in Amerika für Religionen herrschen.
Wir haben ein Ziel, das diesen Kontinent umfasst, primär unser Vaterland, dann darüber hinaus aber auch alle diejenigen, die in gleicher Not leben wie wir auch. Und dann bin ich der Überzeugung, dass dieser Kontinent nicht der zweite der Welt sein wird, sondern dass er nach wie vor der erste bleiben wird. Denn wenn Herr Willkie, dieser Ehrenmann, erklärt, es gebe nur zwei Möglichkeiten, entweder Berlin wird Welthauptstadt oder Washington wird Welthauptstadt, dann kann ich nur sagen: Berlin will gar nicht Welthauptstadt sein, und Washington wird nie Welthauptstadt werden! Da würden in Europa, so, ich glaube, ein halbes Hundert von Mittelstädten so-ar protestieren gegen eine derartige Kulturbelastung der Menschheit. Dieses große Ziel ist im Grunde genommen nur die letzte Auswertung unseres Programms, nach dem wir einst angetreten sind, dieses nüchternen Programms, das die Menschen ihre Arbeit und damit den Menschen selbst in den Mittelpunkt des Handelns, des Strebens und auch des Erfüllens rückt.
Wir haben damals gegen die Begriffe von Gold und Kapital den Begriff Mensch, Volksgenosse und Arbeit gesetzt, und wir setzen heute gegen diese Begriffe wieder den Menschen und seine Arbeit. Wir umfassen damit auch alle diejenigen, die mit uns heute als Verbündete stehen, vor allem in erster Linie den Staat, der unter der gleichen Not, zum Teil unter einer noch viel größeren leidet, als Deutschland selbst: Italien. Der Duce - ich weiß es - er empfindet diesen Kampf nicht anders als wir: ein armes Land, übervölkert, immer benachteiligt, nicht wissend, woher das tägliche Brot genommen werden soll. Er hat sich mit mir verschworen, und diesen Bund wird und kann keine Gewalt der Welt lösen! Es sind zwei Revolutionen, die zu verschiedenen Zeiten, in verschiedenen Formen, aber doch mit gleichem Ziel angetreten sind. Sie werden gemeinsam ihre Ziele erreichen.
Und zu uns sind nun gestoßen eine ganze Anzahl weiterer europäischer Staaten. Wir können sagen, dass fast ganz Südost-Europa heute in unserem Lager steht, und dass große Teile des übrigen Europa sich, wenn auch nicht staatlich, dann wenigstens gesinnungsmäßig in unserer Front befinden. So kämpfen wir als Nationalsozialisten heute nicht mehr allein, sondern in einer gewaltigen europäischen Front. Und wir können am Ende dieses Jahres wohl sagen, dass von dieser europäischen Front die größte Gefahr bereits abgewendet worden ist.
Als ich neulich in Berlin sprach, da standen wir gerade vor dem Anlauf zu einem letzten gigantischen Hieb. Er ist über alle Maßen gelungen. Rund 75 Divisionen wurden mit einem Schlag ausgelöscht und vernichtet. Und die Führung dieses Kampfes sowohl als die Ausführung wird nicht ermüden und wird nicht ermatten. Was der Heldenmut an der Front geleistet hat, ist unsterblich, und für eine so unsterbliche Tat wird auch - das können wir als Menschen, die an eine Vorsehung glauben, annehmen - auch ein unvergänglicher Lohn kommen.
Wir dürfen keinen Zweifel darüber haben, dass in diesen Zeiten jetzt das Schicksal Europas für die nächsten tausend Jahre entschieden werden wird. Und wir alle können glücklich sein, dass wir diese Zeit anbahnten, und Sie, meine Freunde aus alter Zeit, Sie können stolz darauf sein, dass Sie mir, der ich von der Vorsehung nun bestimmt wurde, diesen Weg zu beschreiten, dass Sie mir schon damals folgten in einer Zeit und unter Umständen, in denen ich noch als unbekannter Mann in dieser Stadt meinen Weg zu beschreiten anfing. Und wir dürfen gerade in diesem Jahr mit noch mehr Stolz vor die Gräber unserer damaligen Kameraden hintreten. Im vergangenen Jahr konnte uns leise etwas belasten. Wir haben alle damals gegen Rotfront gekämpft, und das Schicksal hatte uns gezwungen, nun mit Rotfront einen Waffenstillstand zu schließen. Ich habe diesen Waffenstillstand treu und redlich gehalten. Es ist nun von der anderen Seite die Entbindung von dieser Verpflichtung erfolgt. Und ich trete jetzt last wie erlöst in diesem Jahr vor die Gräber unserer Parteigenossen hin; denn ich weiß, dass diese Parteigenossen ja alle nur dieses eine Ziel hatten: Kampf gegen diesen Weltfeind, gegen diesen marxistischen Weltfeind, und Kampf gegen seine Verbündeten. Sie sind damals unter den Kugeln dieser Front, die sich von einer dummen Reaktion bis zu dieser fanatisierten wahnwitzigen Front des Bolschewismus hin erstreckte, gefallen.
Wir erinnern uns gerade in diesem Jahr dieser Gefallenen mit besonderer Rührung und mit besonderer Ergriffenheit. Meine eigenen Empfindungen, die werden Sie verstehen. Ich bin nur wenige Stunden hier wieder in dieser Stadt, von der ich einst auszog, aber ich bin so glücklich, Sie wieder hier zu sehen, meine alten Gefährten, meine alten Kampfgenossen. Und Sie dürfen mir schon glauben, dass mir in diesem Jahr eine ungeheure Last vom Herzen genommen worden war. Ich empfinde so recht die ganzen Opfer, die wir bringen mussten: alle, unsere vielen jungen und alten Freunde, die jetzt wieder mit ihrem Blut Deutschlands Rettung bezahlen mussten und vielleicht noch bezahlen müssen.
Allein es ist der alte, ewige Streit und der alte, ewige Kampf. Er hat eben im Jahre 1918 kein Ende gefunden. Damals hat man uns eben um den Sieg betrogen. Wir haben damals zwei Millionen Tote geopfert, wir haben über 7,5 Millionen Verwundete damals gehabt, und wir sind um den Sieg damals durch den Wahnwitz einer inneren Revolution wirklich betrogen worden. Das war aber nur der Anfang, das erste Stück dieses Dramas, das zweite, und der Schluss werden jetzt geschrieben, und wir werden dieses Mal nun das einholen, um was man uns damals betrogen hat, Punkt um Punkt und Position um Position wird jetzt wieder in Rechnung gestellt und einkassiert werden. Und damit sind nicht nur die 16 Männer als erste Blutzeugen unserer Bewegung an der Feldherrnhalle gefallen, sondern all die Millionen vorher auch. Auch sie sind jetzt nicht mehr umsonst gefallen.
Es wird die Stunde kommen, da wir auch vor ihre Gräber hintreten können und sagen können: Kameraden, Ihr seid nicht umsonst gefallen! Das, was wir einst vor der Feldherrnhalle aussprachen. "Ihr habt doch gesiegt", das werden wir noch mit einem tausendmal größeren Recht vor den Gräbern unserer Weltkriegssoldaten aussprechen können: "Kameraden, Ihr habt doch gesiegt!"



Hintergrund

 


 


 

„Als ich noch nicht Reichskanzler war, habe ich gemeint, der Generalstab gleiche einem Fleischerhund, den man fest am Halsband haben müsse, weil er sonst jeden Menschen anzufallen drohe. Nachdem ich Reichskanzler geworden war, habe ich feststellen müssen, daß der deutsche Generalstab nichts weniger als ein Fleischerhund ist. Dieser Generalstab hat mich immer gehindert, das zu tun, was ich für nötig halte. Der Generalstab hat der Aufrüstung, der Rheinlandbesetzung, dem Einmarsch nach Österreich, der Besetzung der Tschechei und schließlich sogar dem Krieg gegen Polen widersprochen. Der Generalstab hat mir abgeraten, gegen Frankreich offensiv vorzugehen. Der Generalstab hat mir abgeraten, gegen Rußland Krieg zu führen. Ich bin es, der diesen Fleischerhund immer erst antreiben muß.“
8./19. Januar 1942 in der Wolfsschanze
(Werner Jochmann (Hrsg.): Monologe im Führer-Hauptquartier 1941-1944. Hamburg 1982)

Diese Rede lässt Hitler auf dem Höhepunkt seiner Macht, Machtbestrebungen und dem Glauben an seine eigene Unfehlbarkeit ankommen. Der verkappte Künstler, als einfacher Gefreiter einen fehlgeleiteten Lebensinhalt gefunden wird durch den Ersten Weltkrieg „ geprägt in die Politik entlassen“. Er kann diese Zeit als Soldat nicht vergessen, die Schmach des Versailler Vertrag die Deutschland in seinen Augen zu seinem Schicksal verdammt – des „Unschuldig“ bestraften. So will er die Geschehnisse nach 1918 umkehren, sich die Zeiten einer klaren Hierarchie zurückholen und sich in die Glückseligkeit emporschwingen. Er schafft es dabei immer wieder „ nur das Fallende (zu stürzen), tötete er nur das schon Sterbende." Dieser Instinkt ist nicht erlernbar, er war Hitler angeboren und zeigt sich schon in seinen jungen Jahren, doch hat Haffner zum Schluss richtig bemerkt, dass diese Gabe "weniger dem Blick des Adlers als der Witterung eines Geiers" entspricht. So lebt er mit diesen glücklichen Fügungen, baut eine Tradition des „Dritten Reiches“ ohne die von ihm entlarvten Fehler der Demokratie auf und schafft einen „Führerkult“, der dem siegreichen Deutschland in der Tradition des Kaiserreiches in seinen letzten Zügen gerecht wird. Hitler lebt so nach 1933 sein Ideal der Militär-Politik, eines Führerstaates, Parteiarmee und Volksgemeinschaft. Als Krönung dieser Bestrebungen macht er sich zum Führer der militärischen Kräfte des Landes, lässt sich nur zu gerne mit „größten Feldherr aller Zeit“ titulieren und als Beweis seiner Reputation trägt er bis zum Ende sein Eisernes Kreuz an der immerbraunen Uniform.
Mit dem Krieg, der für ihn so unausweichlich wie nötig ist, wird die „Kriegskunst“ nun sein Lebensinhalt und gleichzeitig soll es sein Lebenswerk werden. Dies macht er in vielen Reden und Monologen klar, und rechtfertig sein Schlachtenglück nachträglich mit der Übernahme alle operativen Entscheidungen im Russlandfeldzug, der alle Erwartungen der Militärs bis Ende 1941 übertrifft. Kein General sollte ihm noch reinreden und sein militärisches Hauptquartier wurde nun Zentrum des Reiches. Hatte er als Reichskanzler nur unregelmäßig gearbeitet und überwogen vor dem Krieg die bohemienhaften Phasen des Nichtstun sein Leben, so war Hitler als Feldherr täglich 12-14 Stunden an der Arbeit. Von nun an sprechen die Memoiren der Generäle von damals von einer Energie, Fanatismus, Unduldsamkeit und einem faszinierenden-dämonischen Willen bzw. Wirken auf sein Umfeld. Ohne dieses Charisma und Wirkung auf Menschen um ihn, wäre wohl der Krieg nie so verlaufen. Er verstand es Privilegien im Führerhauptquartier zu verteilen, die an das Versaille Ludwig XIV. erinnerten. Ein goldener Käfig für seine Generäle, die durch das "Hof-"Zeremoniell des Führers geprägt und gefesselt sind. Wer darf wo beim Essen sitzen, wer wo am Kartentisch stehen oder Gast seines inneren Zirkels sein. Spaziergänge zur Beratung und anregendem Gespräch werden zu Audienzen, für die so mancher General alles stehen und liegen lässt. "Der Führer wünscht Sie zu sprechen ..." gilt als Ritterschlag und die Verleihungen von Ritterkreuzen werden wie zu absolutistischen Zeiten zelebriert. Die Wolfschanze und ihr tägliches Ritual wurden zum Kompass des Krieges. Während der Operation Barbarossa bestimmte der "größte Feldherr aller Zeiten" nicht nur das Vorgehen nach seinem Willen, sondern musste sich die ganze Planung seinen Schlaf- und Wachgewohnheiten unterordnen. Der Boheme Hitler hatte seinen ganz eigenen Tagesrhythmus, so verließ er sein Bett nicht vor 12 Uhr, woraufhin er ein kleines Frühstück zu sich nahm, meist im Stehen oder während eines Spaziergangs mit Hund Blondi. Meist wurde nach diesen Spaziergängen die erste Lagebesprechung abgehalten - "Mittagslage" - welche oft bis 14 oder 16 Uhr ging. Die Termine des Führers verschoben sich danach meist nach hinten, oder wurden kurzfristig abgesagt. Ein Faktum, dass so manchen Attentatsversuch auf Hitler scheitern ließ - Unpünktlichkeit als Überlebensgarant.

„Die Aufnahmefähigkeit der großen Masse ist nur sehr beschränkt, das Verständnis klein, dafür jedoch die Vergeßlichkeit groß. Aus diesen Tatsachen heraus hat sich jede wirkungsvolle Propaganda auf nur sehr wenige Punkte zu beschränken und diese schlagwortartig so lange zu verwerten, bis auch bestimmt der Letzte unter einem solchen Wort das Gewollte sich vorzustellen vermag.“
8./19. Januar 1942 in der Wolfsschanze
(Werner Jochmann (Hrsg.): Monologe im Führer-Hauptquartier 1941-1944. Hamburg 1982)

 

„Wenn in diesen kommenden Tagen und Wochen jeder Soldat an der Ostfront seine Pflicht tut, wird der letzte Ansturm Asiens zerbrechen, genauso, wie am Ende auch der Einbruch unserer Gegner im Westen trotz allem scheitern wird. [...] In dem Augenblick, in dem das Schicksal den größten Kriegsverbrecher aller Zeiten [ Franklin D. Roosevelt ] von dieser Erde weggenommen hat, wird sich die Wende des Krieges entscheiden.“
Tagesbefehl vom 15. April 1945
(John Toland: Adolf Hitler. Bergisch Gladbach 1977, S. 1005.)

Er schuf sich eine Clique um seine Person, die abhängig von seinem Tun war und jede Niederlage würde auch Sie unvermeidlich treffen. Die Generäle ließ er fortan außen vor, vor allem die es wagten ihm zu wiedersprechen bzw. die die Realität dieses Krieges Ende 1941 begriffen haben. Hitler schwelgt lieber in seinem ach so vergänglichen Erfolg und sieht den militärischen Teil seines Vernichtungskrieges bereits hinter sich liegen. Für ihnen wurden die Planungen seines „Lebenszieles“ im wichtiger und auch in der Rede spricht nun vielmehr vom allgegenwärtigen und vor allem allseits schuldigen Judentum, das vernichtet gehört und getilgt. Allmachtphantasien einen Wahnsinnigen, der sich zum Feldherrn erkoren und zum Massenmörder berufen fühlt. Der Winter naht, die überdehnte Front und der lange Feldzug haben an allen Enden der kämpfenden Wehrmacht ihre Spuren hinterlassen und so war es nur eine Frage der Zeit bis die Front im Osten ins Stocken geriet. Als Guderian in draufhinweist, dass seine militärischen Berater es an Fronterfahrung und Blick fürs Wesentliche fehlte, antwortete Hitler nur entrüstet: "Ich kann mich jetzt von meiner Umgebung nicht trennen." Diese Umgebung agierte nun mittlerweile wie ihr Führer, Geier, für die das Aas der Niederlage mit den richtigen Worten gewürzt durchaus als Festmahl durchgeht. Gefügige Wehrmachtsgeneralen, geschmückt mit den Siegesorden, die Ihnen im Ersten Weltkrieg verwehrt blieben, SS-Prätorianer, die ideologisch geschult den Rassenwahn des Führer in die russischen Weiten tragen und daneben die Parteibonzen, die sich nur zu gern mit der Aura des Führers schmücken und die monetäre Macht eroberter Gebiet lockt. So entwickelte sich das Führerhauptquartier zu einer realitätsfernen Kommandoeinrichtung, die eher einem absolutistischen Hofstaat glich als einem militärischen Nervenzentrum. Die Rede an diesem 10. November spiegelt dieses nationalsozialistischen-rassistisch patriarchalen – absolutistischen Wahn eines siegesgewissen Regimes vor, dessen Führer den Ersten Weltkrieg gerächt sieht, die deutsche Schande in einen germanischen Sieg umgedeutet hat. Dennoch sollte nach den siegreichen Kesselschlachten die Quittung kommen, denn die russische Rüstungsproduktion hinter dem Ural lief bereits auf Hochtouren und ließen täglich Mengen an Panzer vom Band laufen, die das Deutsche Reich nicht in Wochen hätte produzieren können. Die Clique um den Führer weiß zu diesem Zeitpunkt um das bevorstehende Fiasko, ist aber schon im blinden Kadergehorsam verfallen. Ihr Führer hält dagegen eine Rede, die von Inhalt eher einer Wagner Oper als einer politischen Rede ähnelt. Er der germanische Fürst, der omnipotent das Reich rettet und dabei zehntausende deutsche Soldaten mit heroischen Befehlen dem sicheren Tod ausliefert. Schon bald heißt der Tagesbefehl „ohne Rücksicht auf durchgebrochenen Feind in Flanke und Rücken“ halten und kämpfen. Die Generäle mit Verstand und offenen Auge für die massiv gestiegenen Verluste entlässt er und die Rede gibt sein Handeln vor: „Und die Führung dieses Kampfes sowohl als die Ausführung wird nicht ermüden und wird nicht ermatten. Was der Heldenmut an der Front geleistet hat, ist unsterblich, und für eine so unsterbliche Tat wird auch - das können wir als Menschen, die an eine Vorsehung glauben, annehmen - auch ein unverginglicher Lohn kommen.“ Nach dieser Rede wird der Vernichtungskrieg endgültig losbrechen, hinter den Fronten durch die erbarmungslosen Einsatzkommandos, die vor keinem Greuel zurückschrecken und dazu die organisierten Lager für das Massensterben. An der Front der Kampf gegen übermächtige und an der Zahl mehrfach überlegenden Gegner, gegen das Klima, den Hunger, die Angst und der unvermeidlichen Tod. Dieser Feldzug wird ca. 27 Millionen Sowjetbürger das Leben, darunter 15 Millionen Zivilisten das Leben kosten.
Das Jahr 1941 endet als letztes Jahr im Siegestaumel und wird abgelöst durch ein Jahr der Stagnation und Lügen der Propaganda. Hitler selbst wird nur noch für wenige Untergebene direkt anzusprechen sein, seine Clique schirmt ihn ab und verliert sich im Glauben an seine Unfehlbarkeit. Aufgerüttelt werden alle erst mit dem nahe Artilleriefeuer, das den Führerbunker in Berlin erschüttert und das „Dritte Reich“ nur noch knapp 3 Kilometer an der breitesten Stelle hat!

„Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: dass der Krieg schließlich nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde.“
(Eugen Gerstenmaier, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. März 1975)

 

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