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Das Thema

Landkreuzer

P 1000 - "Ratte"



Der Landkreuzer P-1000 „Ratte“ sollte als nächster Schritt der Waffentechnologie an der Front ein neues Kapitel des Krieges aufschlagen. Der P 1000 gilt als Weiterentwicklung des Maus Panzers bzw. als nächste Entwicklungsstufe der superschweren Panzer zu den Landkreuzern. Das Projekt ist Teil der Landkreuzer Serie, die den noch größeren Entwurf des P-1500 "Monster " beinhaltet und damit wohl nur als Zwischenschritt gedacht war. Das Konzept des Landkreuzers entsprang der Vision Hitlers und Teilen der Wehrmachtsführung, die den Panzerkrieg in einer neuen Dimension sahen. Vor allem Hitler zeigte sich von den überdimensionale Maße aus, die in den Panzerplanungen der deutschen Wehrmacht des Öfteren vorkam, begeistert.

Daten

 
Technische Daten
Länge: 35m
Breite: 14m
Höhe: 11m
 
Bewaffnung
Frontbewaffnung : 280mm Kanone
Heckbewaffnung : Zwei Kanonen (Kaliber unbekannt)
Flugabwehr : 20mm Flak (8 insgesamt)
Nahbereichsabwehr : Maschinengewehre (4 insgesamt)
 
Munition : Panzersprenggranate (330 kg / 1.260 mm)
Reichweite : 42,5 km
Panzerung : 150 mm bis 360 mm
Fortbewegung : Kettenantrieb (2x 3,6 m breit)
Gewicht : 1000 Tonnen
Leistung : 13.000 kw / 16.000 PS (Aus 8 Motoren Daimler Schnellbootmotoren)


Entwicklung

Der überschwere Panzer hatte dabei kein Entwicklungsmonopol bei den deutschen Entwicklern, auch die Sowjets und Alliierten sahen ähnliche Typen in ihrer langfristigen Planung vor. Auf dem Höhepunkt des Blitzkrieges, den enormen Panzerbewegung und der Divise, dass Panzerung und Kaliber über den Ausgang von Schlachten entscheiden, nahm man sich den überschweren Panzern an. Der Maus Panzer sollte dabei ein neuer Panzer für die Fließbandproduktion werden, allen Panzertypen der Gegner durch Panzerung und Kaliber überlegen. Das Kernstück der neuen und visionären Panzerverbände, sollten aber die Großgeräte übernehmen. Diese sogenannten Landkreuzer, welche ihren Namen den enormen Kanonen verdankten, die sonst nur auf Kriegsschiffen zu finden waren, sollten mit massiver Panzerung und Reichweite das Schlachtfeld für die anderen gepanzerten Fahrzeuge bereiten. Das Konzept sah vor, die gegnerische Linie zu überrollen. Somit sollte eine neue Art des Bewegungskrieges geboren werden, in dessen Wirken diese Stahlkolosse niemals anhalten sollten.
 

 

 

Adolf Hitler, von überdimensionalen Projekten angetan, stimmte der Entwicklung dieses überschweren Panzers zu und beauftrage die Firma Krupp daraufhin mit den Entwürfen. Die Entwickler sahen sich einer Mammutaufgabe gegenüber, welche sich parallel zu den steigenden Rüstungsanstrengungen wohl nur über Jahre hinweg realisierbar gewesen wäre.
Im Jahre 1942 sollte die Entwicklungsarbeit für den neuen Panzer starten. Man ging bei den Vorgaben von einem 1000 t schweren Panzerfahrzeug aus, wobei die Firma Krupp im Dezember selben Jahres die ersten Entwürfe an höhere Stelle vorlegte. vorgelegt. Das Projekt erhielt den Namen „Ratte“, warum man gerade diesen Namen genommen hat bleibt ein Rätsel, wobei es bei anderen überschweren Panzerprojekten bereits solche unpassenden Namen gefunden worden. Als Vorläufer kann man hier den Maus Panzer nennen. Dabei sollten die Maße des Maus Panzers noch bei weitem übertroffen werden. Geplant waren eine 35 m lange Fahrgestellwanne und als Geschütz ein Drehturm, der sonst nur bei der Kriegsmarine zum Einsatz kam. Dieser sollte mit zwei 28-cm Kanonen als Hauptbewaffnung ausgestattet sein und jeden Feind auf über 40 Kilometer das Fürchten lehren.

 

 



Der Drehturm war von Marine ursprünglich als Drillingsturm ausgelegt und wurde auch so auf den großen Kriegsschiffen installiert. Dieselben Geschütze wurden auf Schlachtschiffen Scharnhorst und Gneisenau als Hauptartillerie (dort in Drillingstürmen) eingesetzt. Zur Verteidigung gegen feindliche Flugzeuge waren acht Flugabwehrgeschütze des Kalibers 2 cm sowie zwei 15,1-mm-MGs 151/15 vorgesehen. Die Ladevorrichtung war dabei aber ein Hindernis für den geplanten Panzer und so wurde in den Planungen das mittlere Rohr weggelassen. Als Munition für die Kanone kamen nur Granaten aus Marinebeständen in Frage. Die 1.260 mm lange Panzersprenggranaten, mit einem Gewicht von 330 kg, sollte bei maximaler Rohrerhöhung eine Schussweite von 42,5 km erreichen. Den Planern war dabei durchaus bewusst, dass das Ungetüm zur Zielscheibe für feindliche Flugzeuge werden würde, ebenso gegenüber beweglichen Bodeneinheiten. So sollten zur Flugabwehr acht 2-cm Flakwaffen und vier Maschinengewehrinstallationen montiert werden. Die Panzerung spielt dabei auch eine wichtige Rolle trug bei im Schnitt 250 mm dicken Panzerstahlplatten enorm zum Gewicht von 1000 Tonnen bei. Die Panzerung entspricht in etwa der Frontpanzerung eines Jagdpanzers Jagdtigers und galt als unüberwindbar, selbst bei direkten frontalen Beschuss.

 

Modell eines P 1000 mit der Idee, spezielle Schienentransporte bis zur Front einzusetzen

 

 

Diese enormen Verteidigungsvorrichtungen und Panzerungen, entworfen für eine 14 m breite und 11 m hohe Wanne, standen auf 3,6 m breiten Ketten. Wobei der Transport zur Front ein völlig ungeklärtes Problem ist, denn Straßen kämen dafür nicht in Frage und für den Schienentransport müssten mindestens zwei parallel verlaufende Schienenstränge benutzt werden, dies gebieten schon die Ausmaße des Vehikels. Auch dürfte sich der Architekt Speer Gedanken gemacht und haben bzw. seine Überlegungen die Einstellung des Projektes leicht gemacht haben. Das Gefährt hätte an der Front schon allein durch die Bewegung eine enorme Schneise hinterlassen, die für nachkommende Fahrzeuge unpassierbar wäre, von feindlichen Flugzeugen schnell gefunden würde und vor allem das Einsatzgebiet enorm beschränkt hätte.

 

 

Bewegt wurde dieses Ungetüm von acht Daimler-Schnellbootmotoren (je 2000 PS), die zusammen 16.000 PS lieferten. Ein anderer Entwurf beinhaltete zwei Schiffsdieselmotoren von MAN mit je 6500 PS Leistung. Bei beiden Planungen dürften nicht mehr als 40 km/h auf jedem Gelände erreicht worden. Wobei sich dieses Ungetüm wohl ein eigenes Gelände durch sein Gewicht und extrem breiten Ketten geschaffen hätte. Man mag sich gar nicht vorstellen, was dieses Ungetüm bei russischen Verhältnissen, besonders Tauwetter, mit dem Gelände passieren würde oder wenn sich das Gefährt in dieses Gefilden fest gemacht hätte.


Konzepte

Der P-1000 sollte als Landkreuzer an das Konzept des Kampfpanzers angelegt sein, war aber eher eine mobile Festung, die sich durch die Gegend pflügte. Für die Rüstungsindustrie wie für die Wehrmacht, war das Projekt eine enorme Herausforderung. Die Idee kam dabei nicht aus den Denkfabriken deutscher Generäle, sondern direkt von Adolf Hitler, der von Feldmarschall Keitelschon mal als „größter Feldherr aller Zeiten“ betitelt wurde. Diese „Größe“ hat wohl auch seine Planung beim Kriegsmaterial neue Dimensionen annehmen lassen. Da Hitler die Anweisungen zum Entwurf und Bau der Landkreuzer auf dem Höhepunkt seines Erfolgs gegeben hat, scheinen die Maßstäbe der neuen überschweren Panzergeneration auch darauf zurückzuführen. Die Idee war so simpel, so einfach und genauso undurchführbar, denn Größe, Panzerung und Kaliber sind nur bis zu einem bestimmt Maßstab ausschlaggebend für einen Sieg. Fakt ist, die Firma Krupp sah ihre Auftragsbücher über Jahrzehnte hinweg gefüllt. Wobei die Schwierigkeiten und Investitionssummen bei immer neuen Eroberungen und Siegen noch überschaubar blieben. Die Planer sahen dieses wahnwitzige Projekt als Herausforderung und machten sich in ersten Machbarkeitsstudien an die Planung.
 


(P 1000 mit dem bis zur Erprobungsphase gebrachten Maus Panzer)

 

Die Planungen erwiesen schnell, das ein derartiges Projekt mehr Fragen als Antworten aufwarf und man zwar viele Vorgaben, vor allem das Geschütz und die grundlegende Technik, doch keinen Ansatz für den Antrieb und Technisierung in der Hand hatte. Eine Totgeburt der Panzertechnik, das von Anfang an auf ein Dasein in der Schublade verdammt war. Das betraf die gesamt „Landschlachtschiffklasse“, denn Hitler plante bei den Landkreuzern bereist im großen Stil und scheinbar auf Jahrzehnte hinaus. Der Entwurf eines Artilleriegeschützes auf Selbstfahrlaffette ungeahnter Größe, sollte den Höhepunkt dieser Entwicklung markieren – das P 1500 „Monster“. Bei diesem Entwurf war der Name mehr als treffend gewählt, wobei hier noch weniger Unterlagen erhalten blieben. Hatten man beim P 1000 eine grobe Vorstellung vom Konzept und Bewaffnung bzw. Aussehen, sind beim P 1500 keine Entwicklungen, Entwürfe oder Idee in Blaupausen bzw. genauen Zeichnungen oder anderem Material dauerhaft festzuhalten worden.

 

 

 

Bevor die Technik und die Umsetzung auf Ingenieurebene den Projekten einen Riegel vorschoben, tat der Krieg sein Übriges um die Landkreuzer als Vision ad acta zu legen. Anfang 1943 wurden beide Projekte von Rüstungsminister Albert Speer eingestellt, da er für solch überdimensionierte Landkreuzer keine Verwendung in einem Angriffskrieg sah. Vor allem waren schlichtweg keine Ressourcen für das Projekt vorhanden. Man hätte der Mengen an Stahl noch die ausreichend Treibstoff für die Ungetüme, selbst der sehr viel kleinere Maus Panzer konnte nur mit Mühe in die Erprobungsphase gebracht werden. Von diesem Panzer existieren schließlich 2 Stück, wobei beide keinen wirklichen Kampfeinsatz mitmachten. So ist heute Außer wagen Aufzeichnungen und der Idee nichts übrig von den Landkreuzern. Alle Bilder oder Konstruktionen, die heute im Umlauf sind, dürfen getrost als Spekulation abgeschrieben werden. Einige dieser möglichen Bauweisen lassen sich bestimmt aus den E-Serien der Wehrmacht ableiten, dennoch widersprechen sich die Entwürfe in der Machbarkeit.

 


Von Autoren der Military SF ersonnen, sollten Landkreuzer auch unter Wasser fahren können. Die Überquerung von Flüssen wäre dann zur Durchquerung geworden. Andere Autoren haben den Landkreuzer in einer eigenen fiktionalen Welt mit atomaren Antrieb wieder aufstehen lassen und durch ein wasserdichte Konstruktion den Ärmelkanal durchqueren lassen.

 

 



Wie passen solche Konzepte in den Zweiten Weltkrieg? Selbst die Generäle und erfahrenden Panzerkommandanten ließen in ihren Äußerungen nichts von ähnlich gearteten Konzepten verlauten. Auch an der Front setzte man eher auf erprobte und vor allem schnelle Panzereinheiten. So sollten die Landkreuzer eigentlich nur reines Wunschdenken sein und niemals wirklich in Erwägung gezogen worden sein. An der Front wäre der Koloss nur ein Hindernis gewesen, weil man einiges an Kräften für seinen Schutz abstellen müsste. Im taktischen Angriffskrieg hätte er mit seiner immensen Feuerkraft und der dicken Panzerung durchaus Eindruck geschindet, wäre aber auf Dauer von den Gegnern einfach umgangen worden. So wäre ein annehmbares Einsatzszenario wohl nur der Artillerieeinsatz im Hinterland denkbar gewesen. Die Geschütze waren zwar perfekt zur Vernichtung starker Abwehranlagen geeignet, wurden an der Ostfront von Manstein und anderen als solche eingesetzt, doch waren dies Ausnahmen im mobilen Angriffskrieg und kamen nur bei wichtigen geografischen Ankerpunkten auf der Karte zur Anwendung. Die Generäle, vor allem solche die aus dem Ersten Weltkrieg gelernt hatten, wollten in jedem Fall ein ähnliche Situation wie an der Westfront 1918, mit dem zerbombten Niemandsland und den unendlichen Gräben dazwischen, vermeiden. Auf der einen Seite sah man im mobilen Angriffskrieg keine dauerhaften Befestigungen vor, könnte aber argumentieren, dass die Grenzen des Deutschen Reiches von solchen Kolossen nach dem Krieg hätten beschützt werden müssen. Dennoch hätte jeder halbwegs intelligente Offizier der letzten zwei Kriegsjahre die Bedeutung der Luftwaffe nur schlecht übersehen können, denn der Krieg wurde aus der Luft gewonnen. Man setzte in den letzten Kriegsmonaten zwar vermehrt auf unterirdische Anlagen, aber nur als Reaktion auf die Lufthoheit der Alliierten. Diese Luftüberlegenheit wäre den Giganten aus Stahl zum Verhängnis geworden und selbst Panzerstahl auf dem hohen Niveau und einer Stärke, die den modernsten Jagdpanzern gerecht werden konnte, hätten massives Bombardement nur kurzfristig überstanden. Ähnliches lässt sich auch über die Marine sagen, die späteren Entwürfe der H-Klasse sprechen eine ähnliche Sprachen, so hätten diese Schiffe und ihre Ausmaße wohl in keinem deutschen Hafen ankern können.
 

 



Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass es ähnliche Bestrebungen, wenn auch nicht in den exakt gleichen Dimensionen, aber mit ähnlicher Zielsetzung, auch bei den Sowjets zu beobachten waren. Auch dort kann man Entwürfe für massive Waffenplattformen finden, die auch enormen Panzerwannen angebracht werden sollten. Einiges von diesen Projekten erreichte sogar die Erprobungsphase und wurde erst durch die nukleare Bedrohung ad acta gelegt. Eine Entwicklung, die bei den Alliierten nirgends zu finden ist bzw. eher in die andere Richtung läuft.
Man vermutet, dass bei den Alliierten man definitiv den Krieg in die Hände der Militärs, deren Sachverstand und strategischen Ideen legte. Die Generäle der Amerikaner und Briten nahmen sich die Panzerverbände der Wehrmacht, hier vor allem Rommel und Guderian, als Vorbild und erweiterten die Konzepte. Bei den Deutschen und den Sowjets lag dagegen das letzte Wort bei jedem militärischen Entschluss, vor allem bei strategischen Planungen dieser Reichweite, ausschließlich im Bereich der Person an der Spitze. Beide Systeme sind diktatorisch angelegt, wurden von militärischen Laien angeführt und übergingen nur zu oft die Warnungen, Vorschläge und Weisungen der Militärs. Bei Hitler war es der Wahn zur Gigantomie, der ihn zum Bau Germanias verleitete und auch jedes Detail des Kriegswesens auf seine Weise regeln ließ. Er dachte eher in Bahnen seines nationalsozialistischen Systems, der Sprache von Symbolen und Außenwirkung, nicht so sehr der Effektivität. Bei Stalin war es die Paranoia und ein Kontrollwahn, der nur selten wirklich fähige Militärs frei agieren ließ. War dies der Beweggrund diese Landschlachtschiffe im größten Krieg seit Menschengedenken auf die Schlachtfelder loszulassen? Ein Kampf der Ideologien, der durch den größten Panzer, die schwerste Panzerrung und brutalsten Geschützen entschieden werden sollte? Diese Konzepte passten so gar nicht in das Blitzkrieg System der Wehrmacht, ins Prinzip eines Ressourcen- Krieges oder der Technologie des 20. Jahrhunderts. Ehr schon in den totalen Krieg, der aber nicht durch einen Riesenpanzer, sondern dem kleinsten Bestandteil der Materie entschieden wurden – dem Atom. Die Atombombe klingt zwar nach Riesengeschütz, ist aber nur ein grundlegendes physikalisches Prinzip mit der Wirkung von tausenden solcher Landkreuzer!


Das Thema

Midgard-Schlange

Beispiel früher Gigantomanie der Rüstungsindustrie in Hitlers Reich

 


Die Midgardschlange (Weltenschlange), in der germanischen Mythologie eine die Welt umspannende Seeschlange, als Waffenentwurf bzw. Vorgeschmack eines neuen Weltkrieges.
So hätte vielleicht das Abzeichen eines der 20 geplanten Schlangen, welche als Erstschlagwaffen konzipiert waren, aussehen können.

Einleitung

Das Projekt der "Midgard-Schlange" beinhaltet das größte für die deutsche Rüstung entworfene Fahrzeug bzw. das größte geplante Fahrzeug des Zweiten Weltkrieges überhaupt. Hierbei handelt es sich um einen Entwurf der schon im Jahr 1934 erstellt wurde.
 


Angelehnt war das Konzept an die Grabenbautechnik des Ersten Weltkrieges, welche auch für den modernen Tunnelbau heute Vorbild war.


Ursprung (Name)

 

Wie man am Namen erkennen kann, entlieh sich die Münchner Ingenieurgruppe Ritter, die Denker hinter den Entwürfen, den Namen einer aus der germanischen Mythologie entstammenden Schlange, um wohl besonderes Interesse für dieses Projekt zu wecken. Die Midgard-Schlange war laut der germanischen Mythologie ein Ungeheuer, das mit ihrem Schlangenähnlichen Körper die Erde umschlang. Thor, der germanische Donnergott, war ihr Erzfeind und konnte sie schließlich bei der Götterdämmerung töten. Die Götterdämmerung, in der Mythologie Ragnarök genannt, wird die Schlange mit dem Hammer Mjölnir erschlagen, doch die Schlange versprüht vor ihrem Tode ein Gift, dass Thor am Ende doch tötet. Eine Geschichte, die den neuen Reichskanzler und Führer der NSDAP, der ein großer Wagner Liebhaber ist und vor allem des Heldenepos bzw. des Heldentod in alle Facetten verehrt, wohl zu einem genaueren Hinschauen bewogen hätte.
 


Oberst a.D. Ritter von Füchtbauer, Ingenieur und Erfinder der Schlange

 

Die Ingenieure des Konzepts der Schlange, ließen sich von den Erfahrungen und vor allem den Schützengräben, die Ersten Weltkrieg ausgehoben wurden, inspirieren. Beim Projekt der "Midgard-Schlange" wurde ein Fahrzeug erdacht, das sich einerseits überirdisch fortbewegen, aber auch unterirdisch sowie bzw. dem Wasserspiegel zum Einsatz kommen sollte. Man dachte dabei an eine Tiefe von etwa 100m. Durch diese unterschiedlichen Orte der Fortbewegung, sollten mit Hilfe von großen Mengen von Sprengstoff, verschiedenste gegnerische Verteidigungswerke angegriffen und zerstört werden. So hatte man bei der Entwicklung und dem Entwurf die Maginotlinie als ein Ziel im Auge aber auch englische Häfen umso den gegnerischen Schiffsverkehr, und damit die Versorgung der Insel, zu beeinträchtigen. Es gab solche Planungen bereits im Ersten Weltkriegs und im Alpenkrieg wurde feindliche Stellung mit Vorliebe durch herangeführte Stollen und enormen Ladungen Dynamit zerstört.

 


(Entwurfsskizze zur Schlange, die als gepanzertes Ungetüm durch die Erde graben und auch wasserdicht gegen Häfen vorgehen sollte.)


Konstruktion

Der Aufbau der Konstruktion sollte eigentlich sehr einfach sein. Man plante 77 Zellen von 6m Länge, 6,8m Breite und 3,5m Höhe zusammenzusetzen und damit eine riesige, Schlangen ähnliche Konstruktion zu erschaffen. Im zusammengezogene Zustand wäre sie dann 399m lang gewesen und in der größtmöglichen Ausdehnung 524m. Um sich im Erdreich fortbewegen zu können, besaß der "Wurm" vorn einen Bohrkopf mit 4 Bohrern zu je 1,5m Durchmesser. Zusätzlich befanden sich dort 12 Walzen um den entstandenen Abraum abtransportieren zu können. Es sollten insgesamt 4 verschiedene Bohrkopfsätze mitgeführt werden, um so unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten gerecht zu werden. Um den Bohrkopf anzutreiben, waren 9 Motoren mit insgesamt 8800PS geplant.
Damit sich das Fahrzeug insgesamt bewegen konnte waren Laufketten vorgesehen. Für diese standen 14 Elektromotoren mit zusammen 19800PS bereit, welche das Ungetüm bewegen sollten. Mit dieser Motorisierung war eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h überirdisch und je nach Beschaffenheit bis zu 10 km/h unterirdisch angedacht. Um den Strom für die Elektromotoren zu produzieren, waren 4 Dieselmotoren mit 10000PS und dazugehörige Generatoren geplant. Um genügend Kraftstoff mitzuführen, sollten insgesamt 930 Kubikmeter Stauraum in die Konstruktion integriert werden. Man hatte auch damit errechnet, dass bei den schwierigsten Gegebenheiten bzw. ungünstigster Fahrtumstände, etwa 10 Kubikmeter pro Stunde verbraucht werden würden. Da auch die Unterwasserfahrt vorgesehen war, wurden 12 Ruderpaare sowie 12 Motoren für diese eingebaut sein. Insgesamt verfügten diese Motoren über eine Leistung von 3000PS.
 


(Mögliche Entwurf für das "Grabgerät" an der Front des Gefährts. Ursprünge solcher Technik wurden bereits im Ersten Weltkrieg ersonnen und kamen in kleineren Maßstäben beim Grabenbau an der Westfront zum Einsatz.)


Besatzung

Eine Bedienmannschaft durfte natürlich nicht fehlen, gerade die Automatisierung noch in den Kinderschuhen steckte und ein solches Gerät bedient, gewartet und versorgt werden musste. So gab es eine elektrische Küche, einen Schlafraum, insgesamt 3 Werkstätten, mehrere Periskope und 580 Flaschen mit Pressluft. Eine Sende- und Empfangsstation sollte Verbindung zur Außenwelt halten und mit Hilfe von 1000 Sprengladungen á 250kg sowie 100 Sprengladungen á 10kg, sollte das Zerstörungswerk vollbracht werden. Das 60.000t schwere Fahrzeug hätte nach diesen Vorgaben eine Besatzung von 30 Mann gebraucht, welche sich mit 12 Zwillings-MG verteidigen sollten. Wie auch bei den später folgenden Entwürfen zum Landkreuzer, sollte auch die Schlage in ein umfassendes Projekt Konzept eingebunden werden. So legte man mit den Ideen zur Midgardschlange weitere Ergänzungsprojekte bzw. -objekte dazu. In diesem Fall sollten aber nicht weitere Vehikel die Schlange unterstützen, denn der Umfang des Projektes sah so etwas nicht vor. Was man aber für die kühnen Ideen einer sich durch den Boden wühlende Schlange brauchte, waren Waffen, die auf der Schlange wie bei einer Waffenplattform untergebracht werden sollte. Unter dem Namen "Fafnir", einem Drachen der germanischen Mythologie, sollte so ein Untererdtorpedo entwickelt werden. Dieser sollte 6m lang werden und hätte die Entwickler allein schon vor riesige Forschungsaufgaben gestellt. Um den Anfang für das Eingraben in die Erde zu schaffen, sollten Geschosse benutzt werden. Diese sollten unter der Bezeichnung "Mjölnir", also Thors Hammer, geführt werden. Auch war ein Beobachtungstorpedo in Planung. "Alberich" sollte mit Mikrophonen und Rundblickfernrohren bestückt werden. Falls die Bedienmannschaft im Notfall einmal das Fahrzeug hätte verlassen müssen, wenn es unter der Erde war, sollte dies mit dem Gerät "Laurin" durchgeführt werden. Nicht nur das Gerät an sich, die Schlange mit ihren enormen Abmessungen, hätte also in die Erprobungsphase gebracht werden müssen, auch die unterschiedlichen und dieser Form noch nicht dagewesenen Waffensysteme, musste der Aufwendung von Ressourcen entwickelt werden.
 


(Mögliches Aussehen eines Segments der Schlange, welche in diesem Fall mit Maschinengewehren bestückt, sich gegen Angriffe zur Wehr setzen sollte.)


Das Entwicklungsteam

Das Entwicklerteam wollte insgesamt 20 Exemplare bauen, wobei jedes etwa 30 Millionen Reichsmark gekostet hätte. Auch wurden schon Angriffspläne vom Team entwickelt. So sollte in einem neuen Krieg, man schrieb ja gerade das Jahr 1934, mit den Waffen schnellstmöglich zum Erstschlag ausgeholt werden. Die Rache für das Versailler Diktat sollte also in Form einer Schlange losschlagen. Bereits 3 Stunden nach Kriegsausbruch, sollten die ersten 15 feindlichen Häfen zerstört werden und damit die Infrastruktur und Moral des Gegners, bevor man mit den Truppen einrückte, am Boden liegen. Es ähnelte mehr einer fiktiven Idee und reinem Wunschdenken, so etwas bewerkstelligen können und zu wollen. Ein Phantasiegebilde, das in die Realität nicht umsetzbar war und die Einzelheiten des Konzeptes offenbarten es den Militärs. So kann man an einem einfachen Beispiel erkennen, dass es nicht nur am Einsatzkonzept haperte, sondern zu allererst am Entwurf selbst. Nimmt man an, dass der Bohrer sich durch leichten Boden arbeiten sollte und man die 10km/h die geplant waren dazu nimmt, hätte der Bohrkopf mit seinen 23,75 Quadratmetern etwa 237500 Kubikmeter Abraum erzeugt. Man stelle sich einen Würfel von fast 62 Meter Kantenlänge vor. Die Prüfer der Minister : Diese Masse hätten nie und nimmer weggeräumt werden können und von diversen Hochschulen beauftragte Experten, wollten daraufhin von den Entwicklern Erklärungen haben, wie man dieses Problem beseitigen wollte.
 


(Die Antwort an den Oberst zwecks seines Projektvorschlags.)

 

" und es zweitens absolut gegen meine Absicht geht brauchbare technische Einzelheiten aus der Hand zu geben, ehe nicht das Problem der Stelle vorgelegt ist, die maßgebend bestimmen kann - und das ist einzig der Führer. Abgesehen davon weiß ich nicht, wohin das bei den Ausmaßen des Projektes führen sollte, wenn ich anfinge, Einzelheiten schriftlich darzulegen... "
(Aus einem Schreiben der Prüfer dieses Projektentwurfs)



Vom Entwicklungsteam kam weder ein Vorschlag noch ein ansatzweise Erklärung. Dies führte auch zur späteren Ablehnung des Projektes. So kann man einem Schreiben des Adjutanten des "Führers" entnehmen, dass er die Verantwortung dafür übernimmt, dass die Pläne erst dann Hitler vorgelegt werden, wenn das Entwicklerteam Lösungen für die Probleme geben kann. Da es nie zu Lösungsvorschlägen kam, wurde schließlich der Entwurf 1935 abgelehnt und die Akten an den Chef der Konstrukteure, Oberst a. D. Ritter von Füchtbauer, zurückgegeben.
Hätte das Projekt dennoch eine Chance gehabt, wenn man die Pläne dem Führer selbst vorgelegt hätte? Man vermutet wohl eher nicht, auch weil Hitler aus eigener Erfahrung hatte miterleben müssen, wie zermürbend ein erneuter Grabenkrieg für die Moral das deutschen Volkes wäre. Die Vorschläge für erste größere Rüstungsvorhaben kamen von den Generälen bzw. Offizieren des Ersten Weltkrieges, die den Panzer als neue Waffe sahen. Man wollte einen Bewegungskrieg und die strategische Grundlage dafür. Die Schlange passte dabei so gar nicht ins Konzept.
 


(Hatten die Briten ähnliche Projekte in der Planung? Es ist wahrscheinlich, dass auch ihre Ingenieure ähnliche Schlüsse aus dem Ersten Weltkrieg zogen und deshalb sich mit der Materie befasst haben werden. Auf dem Bild soll der Entwurf eines NLE "Nellie" zu sehen sein. Die Echtheit des Fotos ist zu bezweifeln, dennoch halten sich Gerüchte um ein ähnliches Projekt bei den Briten hartnäckig.)


Das Thema

Antonow A-40
"Der fliegende Panzer"

 

 

Einleitung

Einleitung

 

Die Antonow A-40, auch „Kryl'ya Tanka"(Tank-Flügel) genannt, ging mit der unscheinbaren Abkürzung KT in die Militärgeschichte ein. Solche Projekte gab es viele während des Zweiten Weltkriegs, doch keines war derart dem Kriegsverlauf und taktischen Devise geschuldet, wie dieser Entwurf aus den Händen des berühmten Ingenieurs Antonow. Der sowjetische Flugzeug-Konstrukteur, mit vollem Namen Oleg Konstantinowitsch Antonow und geboren in Kiew, führte die Adaption der Panzerwaffe für andere Bereiche der Streitkräfte konsequent fort. Er inspirierte dabei die anderen Kriegsnationen des Zweiten Weltkriegs, welche ähnliche Projekte auf den Weg brachten.

 


 
Kenngröße
Daten
Konstrukteur(e): Oleg Antonow
Spannweite: 12,90 m
Länge: 11,50 m
Flügelfläche: 68 m²

 

Oleg Antonow, Sohn eines Bauingenieurs geboren, entwarf bereits als Schüler Flugzeuge, geprägt von seinen Erfahrungen im Segelflug. Im Jahre 1924 konstruierte er den Segler OKA-1 „Golub“ (Taube), der am ersten sowjetischen Segelflugwettbewerb in Koktebel auf der Krim teilnahm. So erwarb er seine ersten Meriten in diesem Bereich der Fliegerei bzw. Flugzeugskonstruktion. Der Segelflug war für ihn die Grundessenz der Fliegerei, der Baustein aller Flugzeugmodelle, auf die einfachsten aerodynamischen Gesetze angepasst. So war zu seinen Lebzeiten immer von der Einfachheit, Effizienz und Eleganz dieser Flugzeugtypen begeistert.

 

 

Entstehung

Entstehung



Im Jahr 1932 forderte das sowjetische Oberkommando neue Konzepte bei den Waffentechniken, Taktiken und Technologien, auch weil man aus dem Ersten Weltkrieg seine Lehren gezogen hat. Man erkannte den Panzer und das Flugzeug als zukünftige Instrument erfolgreicher Kriegsführung und man sah eine ideale Unterstützung der Armee durch die Kombination beider Elemente. Ein Panzer, der durch die Luft ans Ziel kommt und dort direkt bzw. durch seine gepanzerten Eigenschaften für die Front geschaffen, den gewünschten Erfolg erzielen wird. Das Konzept der Fallschirmjäger war zu dieser bereits bekannt und solche gepanzerten Fahrzeuge sollten sie vor Ort unterstützen. Das ursprüngliche Konzept war die Überführung bzw. der Lufttransport des 32 Tonnen Panzer mit Typenbezeichnung T-34. Dieser sollte in einem Segelflugzeug, abgeschleppt von Antonow 20 Schlepper ans Ziel gebracht werden.
Das Jahr 1939, der Beginn des Krieges und die Entwicklungsreife einiger militärischer Projekte, ließ den „fliegenden Panzer“ Wirklichkeit werden. Die sowjetischen Luftlandetruppen sollten fortan einen leichten Kampfpanzer an die Seite gestellt bekommen und der T-60 sollte der Panzer der Wahl für die Ausführung des Projektes werden. Für die ersten Erprobungen und Entwicklungen fand man keinen geringeren als den Konstrukteur Antonow. Dieser sollte die Idee und das Konzept in einen flugfähigen Transporter verwandeln. Natürlich konnte sich Antonow für ein Segelflugzeug begeistern und machte sich sofort an konkrete Designvorschläge. Um Partisanenverbände im Zweiten Weltkrieg mit stärkerer Bewaffnung auszustatten und auch Fallschirmjägereinheiten eine gewisse Panzerung zu geben, hatte Oleg Antonow die Idee, einen leichten Panzer mit Flügeln und allen Instrumenten auszustatten. Man setze beim Krieg gegen den Feind auf die Weiten des Landes und eine dementsprechende Einsatzdoktrin. Der Feind stören, zurückziehen und die Versorgungswege lang werden lassen. Dabei war es natürlich immens wichtig flexible und schlagkräftig zu sein, wobei die Kesselschlachten mit schnelle Flügelvorstößen bei der Planung mit einberechnet wurde. Der Prototyp dieses System der gepanzerten Luftlandeunterstützung wurde im Jahre 1941 gestartet und erhielt Bezeichnung A-40 KT - "Kryl'ya Tanka"

(geflügelte Tank).
 

 



Gleichzeitig forschten und entwarfen auch die Deutschen ähnliche Fluggeräte. Bei Ihnen wurde das Konzept eines Lastenseglers favorisiert. So die Messerschmitt Me 321 und Junkers Ju 322. Diese großen Segler liefen unter dem Namen Gigant und sollten in der Lage sein, kleine Kampffahrzeuge und sogar leichte Panzer zusammen mit vielen Truppen aufzunehmen und ans Ziel zu schleppen. Den Sowjets, durch einen Nichtangriffspakt in der günstigen Lage auch auf die deutschen Entwicklungen Zugriff zu haben, bzw. sogar Flugzeuge geliefert zu bekommen, konterten mit eigenen Projekten. Der „fliegende Panzer“ war nur ein Entwurf und neben großen bzw. übergroßen Bombern, die vollständig gepanzert sein sollten, wurden auch noch andere Transportmöglichkeiten direkt zur Front in Erwägung gezogen. So sollten in diesen sowjetischen Fluggeräten Kampffahrzeuge in den Bombenschacht des Flugzeugs eingebettet sein bzw. von dort abgeworfen werden. Der Panzer, in einen Segler integriert, erschien in seiner Konzeption als schnell umsetzbares und effektives Modell für alternative Transfort bzw. Supportunternehmungen. So sahen das auch die Alliierten auf der anderen Seite des Atlantiks und auf den britischen Inseln. Die “Baynes Bat” auf britischer Seite, welche als Segelentwurf an einem Tank konstruiert wurden. Bei den Amerikanern, von General Aircraft Hamilcar entworfen, ein ebenso ausgerichteter Militärtransporter speziell für den Transport von leichten Panzern.

Technik

Technik

 

Als endgültiger Panzer für die Segel-Panzer Kombination, wurde der 5,8 Tonnen schwere T-60 gewählt. Dazu kam ein zwei Tonnen schweres Flugwerk, an dem der Panzer angebracht wurde. Der T-60 war ein sowjetischer leichter Panzer, dessen Designer Nikolai Alexandrowitsch Astrow zu den führenden Spezialisten in der Entwicklung leichter Panzer zählte. Die Rote Armee nahm den Panzer im September 1941 an und die Betriebe der sowjetischen Militärindustrie produzierten ihn bis Februar 1943 in Serie. Wobei durch Antonov favorisiert und eingebaut wurden. Sein Gewicht war das überzeugendste Argument, was zwar zu Lasten der Bewaffnung und Feuerkraft des T-60 ging, aber ihn für den schnelle Einsatz bei den Luftlandetruppen umso wertvoller gemacht hätte. Sie hätten einen leichten und wendigen Panzer an ihrer Seite wissen wollen.

 


 
Aufbau: Schmaler Doppelrumpf als verbindendes Element von Panzer,
Tragflügel und Leitwerk.
Tragwerk: Verspannter Doppeldecker
in Gemischtbauweise
Leitwerk: großes Höhenleitwerk,
doppeltes Seitenleitwerk
Fahrwerk: Raupenketten des Panzers

 

Das Entwicklungsteam von Antonov entwickelte zu Anfang eine Reihe von Doppeldecker Flügel für den Panzer, wobei man immer von einem Einzelgerät ausging. Um den T-60 noch leichter und geeigneter für eine solche Transporttechnik zu machen, wurden die sekundäre Bewaffnung fast vollständig entfernt, ebenso der Munitions- und Treibstoffvorrat auf ein Minimum reduziert. Die Scheinwerfer wurden abmontiert und in die Wanne des Panzers spezielle Halterungen für die Flügelkonstruktion angebracht. Die Doppeldecker Flügel waren aus Sperrholz bzw. Stoff, wobei die gesamte Unterkonstruktion und auch die Heckauslegern, mit zwei senkrechten Flächen und einem hoch angebrachten einzigen horizontalen Fläche, für die nötige Stabilität sorgen sollen. Die Kontrolle der Konstruktion soll vom Panzer aus gesteuert werden, wobei sie nur aus einem einzigen Hebel für die aerodynamische Bedienung bestand. Alle Oberflächen für die Steuerung wurden aus der Position des Fahrers gesteuert. Die Oberflächen, die Konstruktionen und die mechanische Halterung sollten unmittelbar nach der Landung über Bord abgeworfen werden.

 

 

Testflug

Testflüge



Nach dem Entwurf, dem Bau und der Erprobungsphase, folgten die Testflüge. Beim einzigen Testflug kamen die Schwächen der Konstruktion voll zum Tragen, denn das Gewicht und der enorme Luftwiderstand der großen Oberflächen, verursachten beim schleppenden Flugzeug Petlyakov Pe-8 (Tupolew TB-3) eine Überhitzung Flugzeug-Motoren. Die TB-3 Bomber waren selbst bei Vollbelastung nicht der Aerodynamik der gesamten Konstruktion gewachsen. Der Schlepper bekam den fliegenden Panzer schlichtweg nicht hoch und so musste das Flugzeug den „flügellahmen“ T-60 nur abkoppeln. So gab es eine Bruchlandung des A-40 beim ersten Flug und beendet diesen mit einer sanften Landung auf holprigem Feld. Die Flugkonstruktion wurde nach der Landung wie geplant abgeworfen und der Tank fuhr zurück zur Basis. Der Pilot Sergej Anokin erstattete Bericht und der Test wurde als erfolgreich mit glatter Landung beurteilt. Der Mann, der "flog" hatte einen schnellen Kurs in Panzerfahren genommen. Die ganze Operation erforderte neben Flugkünste vor allem sorgfältiges Timing. Kurz vor der Landung musste der Fahrer/Pilot den Motor des Panzers starten und bei der Landung mit den Raupen in den Boden greifen, so dass der "geflügelte Tank"eine "sanfte Landung" hinlegen konnte. Der Test Pilot bezweifelte nach dem missglückten Flug, dass es während des Fluges je Kontrolle über die Konstruktion gehabt hat. Weitere Testflüge zeigten ähnliche Ergebnisse, denn der Luftwiderstand des Panzers war jedes Mal so erheblich, dass die Triebwerke überhitzten. Westliche Quellen behaupten, dass der A-40 KT den Boden nie verlassen hat. Die Sowjets behaupten bis heute, dass mindestens ein erfolgreicher Flug im Jahr 1942 stattgefunden hat. Die gesamte Testfluggeschichte scheint leicht zweifelhaft: Je nach Quelle gab es genau einen Testflug, eine Testflugserie oder gar nur einen Testflugversuch, bei dem man den A-40 nicht vom Boden bekam.
Das Konzept wurde nicht sofort fallen gelassen, da einige hohe Offiziere das Potential des Konzepts nicht aufgeben wollten. Auch Antonov hielt am fliegenden Panzer fest. Im weiteren Verlauf der Erprobung wurde allerdings klar, dass zu die wenig verfügbaren schwere Schleppen für den Panzer gibt. Ohne Leistung und sprichwörtlicher „Anhängerkupplung“ war es kaum möglich das Projekt weiterzuverfolgen, dazu kam das Ausbildungsproblem der Piloten/Panzerfahrer. Die Ketten des Panzers bei der Landung erwiesen sich auch als unzureichend geeignet, so wurden eher konventionellen Frontline-Rollen favorisiert. Durch die veränderte Kriegslage wurden die Arbeiten im September 1942 aufgegeben.

Entwicklung

Parallele Entwicklung

 

Für die Amerikaner und auch Briten war es die ständige Angst im Rüstungswettbewerb zurückzufallen. Dabei wollte man nicht nur Anschluss an die Achsenmächte halten, sondern auch den Sowjets nicht den technologischen Vorsprung zugestehen. Diese Situation spitze sich vor allem bei der Panzertechnik enorm zu, wurde doch jeder neue Panzer genau unter die Lupe genommen und stellte eine potentielle Wunderwaffe auf den neuen Schlachtfeldern des Krieges dar. Die moderne Kriegsführung brachte enorme Fortschritte mit sich und die Idee ein Flugzeug mit einem gepanzerten Fahrzeug zu kombinieren, versetze die Strategen in Angst und Schrecken.
So wurde von der US Army ein ähnliches Projekt wie die Antonov 40 angesetzt und den fähigen Händen von J. Walter Christie übergeben. Im Ergebnis sollte ein Panzerwagen stehen, der sich so schnell wie ein Flugzeug, unabhängig vom Gelände, sich bewegen kann. Anstelle von Bombenangriffen, sollten die Panzer landen und sehr viel effektiver bzw. zielsicherer als Bomben den Feind zerstören. Man plante eine ganze Staffel bzw. Verband von diesen fliegenden Panzern aufzustellen. Mit diesen Schwärmen über den Schlachtfeldern Europas, würde man die Infanterie alter Schule quasi abschaffen. Die Technik war dabei dem Antonov Projekt sehr ähnlich und stelle den Panzer mit Flügeln als Ausgangspunkt fest.

 

“The flying tank is a machine to end war. Knowledge of its existence and possession will be a greater guarantee of peace than all the treaties that human ingenuity can concoct. A flock of flying tanks set loose on an enemy and any war is brought to an abrupt finish.”
J. Walter Christie

 

 

 

Die Entwürfe überraschen deshalb nicht und waren bei den Zielen des Projekts nachvollziehbar. Diese fliegenden Festungen sollten mit einer 75 Millimeter Kanone bestehen, zusätzlichen Maschinengewehren ausgestattet und in leichter Bauweise gestaltet sein. Als Besatzung sah man für den leichten Panzer zwei Personen vor. Am Ende sollte ein vier Tonnen schwerer Panzer, 1000 PS Motor und Propellerzusatz vom Himmel stürzen und die mobile Kriegsführung auf Seiten der Alliierten zu einem neuen Höhepunkt bringen. Der Antrieb durch 8 Räder am Boden und durch Propeller in der Luft sollte kombiniert bzw. leicht handhabbar sein. Die Räder sollten über eine Lauffläche die Fortbewegung auch auf unwegsamem Gelände garantieren. Das System stammt vom Rüstungsbauer Caterpillar und sollte 70 Meilen pro Stunde auf unwegsamem Land und 100 Meilen pro Stunde auf einer glatten Oberfläche machen. So sollte er auch auf dem Boden ein schnelles Vehikel und gefährlicher Feind sein. Das Starten und Landen sollte dabei durch das Vehikel selber erfolgen, die Flugkonstruktionen abnehmbar und wiederverwendbar sein.

 

 

 

“The other hazardous stumbling-block, the landing of the flying tank, has also been overcome. My machine can alight on very limited space. The pilot can observe his air speed by means of his instrument board. When he switches from being a pilot to being a chauffeur he will know his land speed, both on the caterpillar tracks and on wheels, whichever he may choose to bring into use.
If he wants to liberate the tank from the wings, he has only to press a lever and that operation is completed in a jiffy. Then if he wants to, he can proceed along a highway on the rubber-tired wheels at a rate of 100 miles an hour.”

J. Walter Christie



Der Pilot/Kommandant/Panzerfahrer musste den Motorsegler nur landen und dann sofort losfahren. Bei der Entwicklung hatte Christie bereits weitere Stufen des Projektes im Sinn. Verschiedenen Panzertypen, passende Flugkonstruktionen und Einsatzszenarien für das gesamte Spektrum zu sichern. Wobei das „fliegender Panzerprinzip“ auch nach dem Krieg weiter eingesetzt werden sollte.


Das Thema

Panzer-Selbstfahrlafette IVa
10,5cm K18



"Dicker Max"




Bereits Mitte der 1930er Jahre wurde von der oberen deutschen Wehrmachtsführung über die Möglichkeiten nachgedacht, wie man die Feuerkraft von schweren Geschützen und die Mobilität von Fahrzeugen kombinieren könnte. Eine der Ideen war, dass Sturmgeschütz, eine weitere Möglichkeit die Geschütze auf vorhandene Panzerfahrgestelle zu setzen. Im Jahr 1939 erhielt die Firma „Krupp“ dann vom Heeresamt den Auftrag eine Selbstfahrlafette zu entwickeln um auch schwerste Panzer und Bunker zerstören zu können. Der Panzer IV bot aufgrund seiner Konstruktion eine Basis für die Entwicklung.

Daten

 
Technische Daten
 
Typ:
Panzerjäger-Selbstfahrlafette
Hersteller:
Krupp - Gruson
Gefechtsgewicht:
26000kg
Länge:
7520mm mit Rohr
Breite:
2840mm
Höhe:
3250mm
Motor:
Maybach HL120 TRM, 12-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
11870ccm
Leistung kw/PS:
221/300
Leistungsgewicht:
11,5PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
40km/h ( Straße ), 16km/h ( Gelände )
Kraftstoffvorrat:
470l
Fahrbereich:
210km ( Straße ), 130km ( Gelände )
Besatzung:
5 Mann
Bewaffnung:
1x 10,5cm K18 L/52, 1x 7,92mm MG34
Panzerung:
10 - 50mm
Furttiefe:
1m


Weitere Informationen

 

Anfang 1941 wurden dann die beiden Prototypen der Firma „Krupp“ fertiggestellt. Man hatte die Panzer IV mit je einer 10,5cm Kanone K18 L/52 ausgestattet und diese in einen hinten liegenden nach oben offenen Kampfraum eingebaut. Mit Panzergranaten konnte diese noch auf 2000 m eine 11 cm dicke Panzerstahlplatte (im Winkel von 30°) durchschlagen. Als Sekundärbewaffnung erhielt die 5Mann starke Besatzung ein "MG-34".
 

 

 

Man verwendete als Fahrgestell ein modifiziertes vom Panzer IV „Ausf. D“ behielt aber als Bezeichnung Panzer-Selbstfahrlafette IV a bei. Man verzichtete außerdem auf den drehbaren Turm, veränderte das Panzerkastenoberteil sehr stark und auch der Motorraum verlegte man in die Mitte des Fahrzeuges. Man versuchte auch die Geschwindigkeit und die Wendigkeit des Panzers IV zu erhalten. Auf Grund des hohen Gewichtes durch die Kanone konnte dies nur durch Abstriche bei der Panzerung erreicht werden. So lag die Stärke an der Stirnseite bei nur 30mm, an den Seiten bei 20mm und die Bodenplatte war 10mm stark. Durch diese Maßnahme blieb die Mobilität erhalten und eine Höchstgeschwindigkeit von 40km/h konnte erreicht werden.

 

 



Trotz einer guten Bewertung und dem von Hitler gewünschten sofortigen Produktionsstart ging der "Dicke Max" nie in die Serienproduktion. Die Wehrmacht entschied sich stattdessen für das schneller zu bauende Nashorn. So wurde dem "Dicken Max" ein schwächeres Modell zum Verhängnis. Man kam aber sagen das dies ein Fehler war, da auch später die Selbstfahrlafette IVa noch mehr als genug Feuerkraft hatte um z.B. Typen wie dem schweren sowjetischen Panzer „IS-2“ gefährlich zu werden.


 

Das Thema


Die leichten Panzerspähwagen der deutschen Wehrmacht

 

- Eigenkonstruktionen und Beutefahrzeuge -



Die geschichtliche Entwicklung der Aufklärer

 


Altes Barettabzeichen der früher eigenständigen Panzeraufklärungstruppe der Bundeswehr

 

Nicht erst durch die Entwicklung von kraftstoffbetriebenen Fahrzeugen kam es zur Entstehung von Aufklärungstruppen. Schon im Jahr 1743 entstand die erste richtige Aufklärungstruppe. König Friedrich der Große legte dort im Reglement für die Preußischen Husarenregimenter fest, dass diese auch Aufklärungsaufgaben zu übernehmen hatten. In der späteren Entwicklung und dann zu Zeiten des "deutsch-französischen Krieg 1870/71" gab es schließlich erstmals Eskadronen, als reine Aufklärungseinheiten, die in den Infanteriedivisionen eingesetzt waren. Dafür wurden hauptsächlich Husaren- und Dragonerregimenter ausgewählt, denn diese hatten Karabiner und konnten so auch infanteristisch eingesetzt werden. Die Hauptaufgabe war aber das Aufklären feindlicher Kräfte und die Erkundung unbekannten Geländes damit sich die obere militärische Führung ein Lagebild machen konnte umso das weitere Vorgehen zu planen.

 


" Eine Husaren-Patrouille während einer Rast in Galizien "



Auch in den Zeiten des Ersten Weltkrieges wurden wieder Kavallerieregimenter als Aufklärungskräfte eingesetzt. Als Spezialform trat dabei "Der Spähtrupp zu Pferde (Offizierspatrouille)" auf, hierbei konnte man den Weg zu kleinen und beweglicheren Aufklärungsformationen erkennen. Durch die Entwicklung und Einführung technischer Hilfsmittel wie Ballons, Flugzeuge und teilweise bereits auch Kraftfahrzeuge, verbesserten sich die Aufklärungsfähigkeiten. Zu den Zeiten der Reichswehr um 1930 stellte diese eigene Aufklärungsabteilungen auf. In diesen Einheiten kamen sowohl Reiter als auch Fahrradfahrer zum Einsatz, auch motorisierte Fahrzeuge, schwere Waffen und Nachrichtenmittel wurden eingegliedert um bessere Arbeit liefern zu können und gleichzeitig auch noch schlagkräftig gegen gegnerische Einheiten zu bleiben. Aus diesen Formationen bildeten sich dann später die Aufklärungsabteilungen der Wehrmacht heraus. Nachdem die deutsche Panzertruppe entwickelt und aufgebaut wurde kamen auch hier die Aufklärer zum Einsatz. Bis zum Jahr 1939 hatte man in der Wehrmacht elf Aufklärungsabteilungen (mot.) - bestehend aus Stab mit Nachrichtenzug, einer Kradschützenkompanie und einer schweren Kompanie - und drei Aufklärungsregimenter neu aufgestellt. Diese kamen dann im Zweiten Weltkrieg für die motorisierten Einheiten zum Einsatz.
 

 



Im folgenden Beitrag sollen nun die wichtigsten leichten Vierrad-Panzerspähwagen vorgestellt werden. Da in den Aufklärungsabteilungen nicht nur deutsche Fahrzeuge zum Einsatz kamen, sondern auch erbeutete Fahrzeuge des Gegners werden diese hier auch betrachtet.

Teil 1

Die Fahrzeuge

 

Maschinengewehr-Kraftwagen "Kfz. 13" und Funk-Kraftwagen "Kfz. 14"

 


 
Technische Daten
Typ:
leichter Panzerspähwagen
Hersteller:
Daimler Benz
Gefechtsgewicht:
2100kg
Länge:
4200mm
Breite:
1700mm
Höhe:
1460mm ( Kfz.13 )
Motor:
Adler Standard,
6-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
2916ccm
Leistung kw/PS:
44/60
Leistungsgewicht:
28,5 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
60km/h (Straße),
25km/h (Gelände)
Kraftstoffvorrat:
70l
Fahrbereich:
320km (Straße)
Besatzung:
2 (Kfz.13), 3 (Kfz.14)
Bewaffnung:
1x 7,92mm MG13 oder MG34
Panzerung:
5-8mm
Furttiefe:
0,5m

 

Diese beiden Fahrzeuge wurden im Jahr 1932 entwickelt. So wollte man der Reichswehr Spähfahrzeuge zur Verfügung stellen. Durch die "Adlerwerke" wurde das Projekt realisiert, sie entwickelten auf Basis eines ihrer zivilen Personenkraftwagen diese beiden Modelle. Man nahm das Chassis des "Standard 6" und setzte darauf einen nach oben offenen Panzeraufbau. Da dieser maximal 8mm stark war, gab es zwar einen Grundschutz gegen Handwaffen aber alle größeren Kaliber konnten dadurch nicht aufgehalten werden. Man hatte so sehr schnell ein einfaches und kostengünstiges Aufklärungsfahrzeug geschaffen. Insgesamt erreichte die Serienproduktion eine Stückzahl von 147 Kfz. 13 und 40 Kfz. 14. Obwohl die beiden Fahrzeuge über einen Vierrad-Antrieb verfügten war ihre Geländegängigkeit sehr beschränkt. Das Kfz.13 besaß als Bewaffnung ein 7,92mm MG13 das einen begrenzten Schwenkbereich besaß, das Kfz.14 war komplett unbewaffnet, dafür besaß es ein Funkgerät mit abklappbarer Rahmenantenne das im Maschinengewehr-Kraftwagen nicht vorhanden war.

 


"Maschinengewehr-Kraftwagen Kfz.13"

 

Für die Zeiten während der Weimarer Republik, der Reichswehr und vor allem den Friedenszeiten der Wehrmacht waren die Fahrzeuge ausreichend, mit dem Beginn des 2. Weltkrieges aber völlig veraltet. Trotzdem kamen sie bei den Aufklärungsabteilungen der Infanteriedivisionen noch beim Polen- und Westfeldzug zum Einsatz. Selbst beim Angriff auf die Sowjetunion waren noch einige Exemplare eingesetzt worden. Zu diesem Zeitpunkt waren sie schon völlig ungeeignet für ihren Aufklärungseinsatz, aber die katastrophale Ausrüstungslage der Wehrmacht war der Grund, dass sie trotzdem noch in kleineren Stückzahlen eingesetzt wurden. Die größte Zahl dieser beiden Fahrzeuge wurde nach dem Westfeldzug als Schulungsfahrzeuge für Ausbildungseinheiten eingesetzt. Hier wurden sie solange eingesetzt bis sie komplett aufgebraucht waren.

 


"Der Funk-Kraftwagen Kfz.14"

 

Leichter Panzerspähwagen (MG) "Sd.Kfz. 221"

 


 
Technische Daten
Typ:
leichter Panzerspähwagen
Hersteller:
Endmontage bei Weserhütte
Gefechtsgewicht:
4000kg
Länge:
4800mm
Breite:
1950mm
Höhe:
1800mm
Motor:
Horch/Auto-Union,
8-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
3517ccm
Leistung kw/PS:
55/75
Leistungsgewicht:
18,75 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
80km/h (Straße)
Kraftstoffvorrat:
110l
Fahrbereich:
320km (Straße),
200km (Gelände)
Besatzung:
2 Soldaten
Bewaffnung:
1x 7,92mm MG34
Panzerung:
5-14,5mm
Furttiefe:
0,6m



Schon Mitte der 1930iger Jahre hatte man erkannt, dass die bisher eingesetzten Fahrzeuge nicht mehr ausreichend waren und dringend neue Aufklärungsfahrzeuge entwickelt werden müssten. So entwickelte man neue Modelle auf Basis des "Einheitsfahrgestell I für schwere Personenkraftwagen" der Firma "Auto-Union". Diese Kfz besaßen einen Heckantrieb und wurden ausschließlich im Horch-Werk der Auto-Union im sächsischen Zwickau hergestellt. Als Bezeichnung erhielten diese Fahrzeuge die Kennung "Horch 801" beziehungsweise "801/EG I". Als Antrieb benutzte man einen 3,5l V8-Benzinmotor der eine Leistung von 75PS entwickelte. Des Weiteren war ein Allradantrieb vorhanden, es gab Sperrdifferenziale, eine 4-Radlenkung, mechanische Bremsen und Einzelradaufhängung. Mit diesen Leistungsmerkmalen hatte man ein Fahrzeug erschaffen das wesentlich mobiler und geländegängiger war als die beiden Vorgänger "Kfz.13" und "Kfz.14". Es gab aber auch negative Seiten. So war die Produktion zeitaufwendig und kompliziert, außerdem waren die Fahrzeuge störanfällig und die Wartung war zeitintensiv. Im Jahr 1936 kam dann das erste leichte Panzeraufklärungsfahrzeug, das auf dem "801/EG I" basierte, zur Truppe. Dabei montierte man einen winkligen, voll geschweißten und abgeschrägten Aufbau auf das Fahrgestell. Dies geschah bei den "Eisenwerken Weserhütte" in Bad Oeynhausen. Diese Firma hatte den Aufbau entwickelt und war für die Endmontage verantwortlich. Als Bewaffnung war ein 7,92mm MG34 in den per Hand drehbaren und nach oben hin offenen Turm eingebaut worden, eine Funkanlage fehlte aber auch hier. Der siebeneckige Turm besaß außerdem noch ausklappbare Gitter umso als Schutz gegen Handgranaten zu dienen. Die Panzerung des Kfz war vorn 14,5mm stark sonst schwankte sie zwischen 5 und 8mm. Die Besatzung bestand aus zwei Soldaten, dem Fahrer und dem Kommandanten/Schützen im Turm.
 

 

 

Bis 1940 wurden insgesamt 339 "Sd.Kfz. 221" produziert, 18 davon wurden an die nationalchinesische Regierung verkauft. Einige diese Fahrzeuge hatten ab September 1939 zusätzlich zum MG noch eine Panzerbüchse 39 (PzB 39) im Turm erhalten.

 

Leichter Panzerspähwagen (2,8cm) "Sd.Kfz. 221"

 


 
Technische Daten
Typ:
leichter Panzerspähwagen
Hersteller:
Endmontage bei Weserhütte
Gefechtsgewicht:
4100kg
Länge:
4800mm
Breite:
1950mm
Höhe:
1980mm
Motor:
Horch/Auto-Union,
8-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
3517ccm
Leistung kw/PS:
55/75
Leistungsgewicht:
18,75 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
80km/h (Straße)
Kraftstoffvorrat:
110l
Fahrbereich:
300km (Straße),
200km (Gelände)
Besatzung:
2 Soldaten
Bewaffnung:
1x 2,8cm sPzB 41
Panzerung:
5-14,5mm
Furttiefe:
0,6m



Diese Variante des "Sd.Kfz. 221" erhielt eine neue Bewaffnung, denn man hatte in den Anfängen des Krieges gemerkt, dass das MG-34 als Hauptbewaffnung zu schwach war. Man konnte damit zwar gegnerische Infanterie bekämpfen aber schon gegen feindliche Aufklärungskräfte hatte man damit keine Chance mehr. Auch die schon bei wenigen Fahrzeugen eingebaute Panzerbüchse 39 konnte diesen Umstand kaum verändern. So kam ab 1941 vom Heereswaffenamt die Anweisung die schwere Panzerbüchse 41 zu verwenden. Alle noch verfügbaren Fahrzeuge wurden daraufhin umgerüstet. Bei der "schweren Panzerbüchse 41" (sPzB 41) wurden Granaten verschossen die das Kaliber 2,8cm hatten. Dadurch das der Lauf der Panzerbüchse konisch verlief wurde das Geschoss beim Abschuss so zusammen gepresst, das es beim Austritt aus dem Rohr nur noch Kaliber 2cm hatte. Das Geschoss mit Wolframkarbidkern hatte einen Mantel mit Weichmetall damit dies auch funktionieren konnte. Durch diese Besonderheit besaß die schwere Panzerbüchse eine sehr hohe Austrittsgeschwindigkeit von 1400m/sek. Damit konnte das Geschoss selbst noch auf 500m Entfernung eine 66mm starke Panzerplatte bei einem Auftreffwinkel von 90° durchschlagen. Die sehr gute Durchschlagskraft hatte aber einen Haken, da Wolfram selten war wurde kaum Munition hergestellt und somit in nur geringe Anzahl für die Besatzung verfügbar. Auch war der Verschleiß der Rohre sehr hoch.
 


" Das Sd.Kfz. 221 mit der schweren Panzerbüchse 41. "

Teil 2

Leichter Panzerspähwagen (2cm) "Sd.Kfz. 222"

 


 
Technische Daten
Variante:
Ausf. A Ausf. B
Typ:
leichter Panzerspähwagen leichter Panzerspähwagen
Hersteller:
Endmontage bei MNH,
Schichau, Büssing-NAG
Endmontage bei MNH,
Schichau, Büssing-NAG
Gefechtsgewicht:
4800kg 4800kg
Länge:
4800mm 4800mm
Breite:
1950mm 1950mm
Höhe:
2000mm 2000mm
Motor:
Horch/Auto-Union,
8-Zylinder-Benzinmotor
Horch/Auto-Union,
8-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
3517ccm 3823ccm
Leistung kw/PS:
55/75 66/90
Leistungsgewicht:
15,6 PS/t 18,75 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
80km/h (Straße) 90km/h (Straße)
Kraftstoffvorrat:
100l 100l
Fahrbereich:
300km (Straße),
200km (Gelände)
300km (Straße),
200km (Gelände)
Besatzung:
3 Soldaten 3 Soldaten
Bewaffnung:
1x 2cm KwK 30/38 L/55,
1x 7,92mm MG34
1x 2cm KwK 30/38 L/55,
1x 7,92mm MG34
Panzerung:
5-14,5mm 5-14,5mm
(später bis zu 30mm)
Furttiefe:
0,6m 0,6m

 

1938 folgte dann das "Sd.Kfz. 222" als Nachfolger. Dieser Panzerspähwagen basierte ebenfalls auf dem Fahrgestell des "801/EG I" hatte aber eine verstärkte Bewaffnung. Der Aufbau ähnelte dem seines Vorgängers. Anstelle des siebeneckigen Turmes benutzte man nun einen größeren zehneckigen. In diesem war nun Platz für eine "2cm-KwK 30" oder "2cm-KwK 38" sowie ein koaxial angebrachtes MG-34. Für die KwK wurden 180 Schuss in 10-Schuss Magazinen mitgeführt. Mit einem großen Schwenkbereich von bis zu +80° konnte die Bewaffnung auch gut gegen feindliche Flugzeuge eingesetzt werden. Wie schon beim Vorgänger gab es auch hier die abklappbaren Gitter zum Schutz gegen Handgranaten. Die Besatzung hatte sich um einen Mann auf 3 Soldaten erhöht, es gab nun einen Fahrer, Kommandanten und Schützen. Bis 1940 wurden die leichter Panzerspähwagen (2cm) "Sd.Kfz. 222" auf Basis des "801/EG I" hergestellt und erhielten dafür die Zusatzbezeichnung "Ausf. A". Ab Mitte 1941 wurde dann die Produktion auf die "Ausf. B" umgestellt. Dabei benutzte man das verstärkte Fahrgestell des "801/v". Außerdem kam nun ein 3,8l Motor mit 90PS zum Einsatz. Es wurden auch noch andere Verbesserungen durchgeführt wie zum Beispiel die Verstärkung der Frontpanzerung auf 30mm. Neben den schon beschriebenen 18 "Sd.Kfz. 221" wurden auch 12 vom Typ "Sd.Kfz. 222" an China exportiert. In Polen und beim Westfeldzug konnten sich die Fahrzeuge beweisen und erwiesen hier einen guten Dienst. Auf Grund der schmalen Reifen und den damit verbundenen hohen Bodendruck musste man aber erkennen, dass die Fahrzeuge für Einsätze in Russland und Nordafrika weniger geeignet waren. Auch die zu geringe Bodenfreiheit senkte die Geländefähigkeit der Fahrzeuge weiter ab. Durch diese Tatsachen wurde auch der leichte Panzerspähwagen (2cm) "Sd.Kfz. 222" für die Ostfront als "nur bedingt kriegstauglich" eingestuft. Ende 1942 wurde dann die Serienproduktion eingestellt, insgesamt waren 989 Fahrzeuge dieses Typs gebaut worden. Noch bis zum Kriegsende kamen sie zum Einsatz.

 

 

 

Leichter Panzerspähwagen (Fu) "Sd.Kfz. 223"

 


 
Technische Daten
Variante:
Ausf. A Ausf. B
Typ:
leichter Panzerspähwagen (Funk) leichter Panzerspähwagen (Funk)
Hersteller:
Endmontage bei MNH Endmontage bei MNH
Gefechtsgewicht:
4400kg 4475kg
Länge:
4800mm 4800mm
Breite:
1950mm 1950mm
Höhe:
1750mm 1750mm
Motor:
Horch/Auto-Union,
8-Zylinder-Benzinmotor
Horch/Auto-Union,
8-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
3517ccm 3823ccm
Leistung kw/PS:
55/75 66/90
Leistungsgewicht:
17 PS/t 20,1 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
80km/h (Straße) 90km/h (Straße)
Kraftstoffvorrat:
100l 100l
Fahrbereich:
300km (Straße),
200km (Gelände)
300km (Straße),
200km (Gelände)
Besatzung:
3 Soldaten 3 Soldaten
Bewaffnung:
1x 7,92mm MG34 1x 7,92mm MG34
Panzerung:
5-14,5mm 5-14,5mm
(später bis zu 30mm)
Furttiefe:
0,6m 0,6m

 

Da auch für das "Kfz.14" dringend ein geeigneter Nachfolger benötigt wurde kam ab 1938 das "Sd.Kfz. 223" zum Einsatz. Dabei handelte es sich im ein "Sd.Kfz. 221 Ausf. A" das mit einer Funkanlage ausgestattet wurde und anstelle der KwK ein normales MG-34 erhalten hatte. Außerdem besaß das Fahrzeug nun einen neuneckigen Turm statt des normalen siebeneckigen. Ab 1940 diente dann auch die "Ausf. B" des "Sd.Kfz. 222" als Grundlage für die Herstellung der "Sd.Kfz. 223". Durch den Einbau der Funkanlage "FuG 10 SE 30", den dazu benötigten Funker und die Verwendung des "Ausf. B" stieg das Gesamtgewicht um fast 5 Tonnen an. Auch erhielt das Fahrzeug nun eine abklappbare Rahmenantenne. Durch ihre Konstruktion erwies sie sich aber als sehr auffällig und hinderlich bzw. wurde darum später durch eine Stabantenne ersetzt. Auch kam es zu einem späteren Zeitpunkt des Krieges noch zu einem Wechsel der Funkanlage. Die alte wurde ausgebaut und von der "FuG 12 SE 80" ersetzt. Bis zum Ende der Serienproduktion im Jahr 1943 wurden insgesamt 550 Exemplare hergestellt.

 

 

 

Leichter Panzerfunkwagen "Sd.Kfz. 260" und "Sd.Kfz. 261"

 


 
Technische Daten
Variante:
Sd.Kfz. 260 Sd.Kfz. 261
Typ:
leichter Panzerfunkwagen leichter Panzerfunkwagen
Hersteller:
Endmontage bei MNH Endmontage bei Weserhütte
Gefechtsgewicht:
4260kg 4300kg
Länge:
4830mm 4830mm
Breite:
1990mm 1990mm
Höhe:
1780mm 1780mm
Motor:
Horch/Auto-Union,
8-Zylinder-Benzinmotor
Horch/Auto-Union,
8-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
3517ccm 3823ccm
Leistung kw/PS:
55/75 66/90
Leistungsgewicht:
17,6 PS/t 20,9 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
80km/h (Straße) 90km/h (Straße)
Kraftstoffvorrat:
110l 100l
Fahrbereich:
320km (Straße),
200km (Gelände)
300km (Straße),
200km (Gelände)
Besatzung:
4 Soldaten 4 Soldaten
Bewaffnung:
keine keine
Panzerung:
5-14,5mm 5-30mm
Furttiefe:
0,6m 0,6m

 

Diese Fahrzeuge dienten in erster Linie als gepanzerte Funkstellen und sollten die Kommunikation zwischen Verbandsführern und Regiments- oder Divisionshauptquartier sicherstellen. Da sie aber ebenfalls auf den Fahrgestellen basieren wie die Sd.Kfz. 221, 222 und 223, werde ich hier kurz auf diese Baureihe eingehen. Das "Sd.Kfz. 260" hat ebenfalls das "801/EG I" als Grundlage und das "Sd.Kfz. 261" die verbesserte Variante "801/v". Das "Sd.Kfz. 260" kam für die mittleren Funkreichweiten zum Einsatz und hatte dafür eine Stabantenne, wenn es über weitere Strecken ging kam das "Sd.Kfz. 261" mit einer anfänglichen Rahmenantenne zum Einsatz, die dann später auch durch eine Stabantenne ersetzt wurde. Wie auch schon beim Vorgängen "Kfz.14" waren diese beiden Fahrzeugvarianten unbewaffnet. Diese Fahrzeuge kamen bis zum Kriegsende zum Einsatz und insgesamt wurden sie in einer Stückzahl von 493 Fahrzeugen produziert.

 


" Ein Sd.Kfz. 260 mit eingeklappter Rahmenantenne. "

Teil 3

Leichter Panzerspähwagen "Tp 4"(Prototyp)

 


 
Technische Daten
Typ:
leichter Panzerspähwagen
Hersteller:
Büssing-NAG
Gefechtsgewicht:
ca. 7000kg
Länge:
5330mm
Breite:
k.A.
Höhe:
2150mm
Motor:
TATRA,luftgekühlter
6-Zylinder-Dieselmotor
Hubraum:
k.A.
Leistung kw/PS:
78/125
Leistungsgewicht:
17,6 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
85km/h (Straße)
Besatzung:
4 Soldaten
Bewaffnung:
1x 2cm KwK 38,
1x 7,92mm MG42
Panzerung:
max 30mm

 

 



Da die Fahrzeuge der Varianten "Sd.Kfz. 221/222/223" viele Vorteile aber auch Nachteile hatten wurde schon früh an ein Nachfolgemodell gedacht. Hierbei war der Wunsch des Heereswaffenamtes auf möglichst viele Komponenten des sich in der Entwicklung befindlichen neuen 8-Rad-Spähwagens "Tp" zurückzugreifen. Dadurch sollte die Entwicklungszeit verkürzt werden sowie die späteren Produktionen beschleunigen, vereinfachen und kostengünstiger zu machen. Mit diesen Vorgaben erhielt die Firma "Büssing-NAG" im Juli des Jahres 1941 den Auftrag zur Entwicklung und den Bau eines Prototyps. "Büssing-NAG" griff bei den Planungen auf die Komponenten des schweren Fahrzeugs "Sd.Kfz. 234" zurück. Nur beim Motor, Federung und der Kraftübertragung gab es Veränderungen. Bis zum Frühjahr baute "Büssing-NAG" dann zwei Prototypen die sich nur in der Bewaffnung unterschieden. Der eine Prototyp besaß einen sechseckigen Turm mit eingebauter 2cm-KwK 38 und koaxialem MG42, der andere hatte im Turm eine 5cm KwK 39/1 und ebenfalls ein MG42 das koaxial eingebaut war. Die Entwicklungsarbeit und die Produktion der Prototypen endete mit der Auftragserteilung über die Produktion von 1000 Fahrzeugen. Aber obwohl die Genehmigung erteilt war und ab Herbst 1943 die Produktion beginnen sollte kann es nie zur Aufnahme der Serienproduktion.

 

Panzerspähwagen "PA-II"(t)

 


 
Technische Daten
Typ:
Panzerspähwagen
Hersteller:
Skoda
Gefechtsgewicht:
7360kg
Länge:
6000mm
Breite:
2160mm
Höhe:
2440mm
Motor:
Skoda,
4-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
9730ccm
Leistung kw/PS:
51/70
Leistungsgewicht:
9,5 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
70km/h (Straße)
Kraftstoffvorrat:
175l
Fahrbereich:
250km (Straße)
Besatzung:
4 - 5
Bewaffnung:
4x 7,92mm MG Maxim 08
Panzerung:
3 - 5,5mm
Furttiefe:
0,4m

 


"Aufgrund der abgerundeten Panzerung auch "Zelva" (Schildkröte) genannt"

 

Der Panzerspähwagen "PA-II"(t) war wie man am (t) erkennen kann eine tschechoslowakische Produktion. Bei Skoda, dem wohl bekanntesten Fahrzeughersteller, wurden die Fahrzeuge in den Jahren 1924 und 1925 hergestellt. Bei diesen Kfz handelte es sich um Fahrzeuge mit 4-Radantrieb und einem symmetrisch abgerundeten Aufbau. Dieser war zwar leicht gepanzert, besaß aber keinen drehbaren Turm. Des Weiteren war in den Fahrzeugen eine Vor- und Rückwärtslenkung eingebaut. Die Bewaffnung des Spähwagens bestand aus 4x MG Maxim mit dem Kaliber 7,92mm. Durch Kugelblenden waren diese Waffen im Aufbau eingefügt. Auf den Straßen verfügte das Fahrzeug über gute Fahreigenschaften, im Gelände war es schwerfällig und im Allgemeinen sehr stark eingeschränkt. Dieses erkannte man in der tschechoslowakischen Armee bei den Erprobungsfahrten, daraufhin wurde keine Serienproduktion angeregt. Stattdessen übergab man die 12 existierenden Exemplare an die Staatspolizei ab. Im Rahmen der Auslandspolitik des deutschen Reiches besetzte dieses schließlich im Jahr 1939 auch die Tschechoslowakei. Daraus resultierte auch, dass die Fahrzeuge der tschechoslowakischen Armee an die Wehrmacht übergingen. So kamen 9 der Panzerspähwagen "PA-II"(t) in die Gewalt der Wehrmacht. Eine genaue Beschreibung ihres Einsatzes im Rahmen der deutschen Armee ist nicht möglich, man kann nur anhand von Fotos erkennen, dass sie auch im Russlandfeldzug zum Einsatz kamen. Sie waren dort wohl als Funk-Panzerwagen zum Einsatz, denn auf manchen Fotos sind sie ohne Bewaffnung aber mit Rahmenantenne zu erkennen.

 


"Für das Deutsche Reich als Funkträger an der Ostfront im Einsatz"



Im Jahr 1927 hatte man schon die anderen 3 Fahrzeuge, die nicht im Besitz der Tschechoslowakei geblieben waren, an den Nachbar Österreich verkauft. Auch hier wurden sie im Rahmen der Polizeiarbeit eingesetzt. In den Zeiten des Krieges sollen sie schließlich bis 1945 noch im Einsatz gewesen sein. Angeblich waren sie bis zur Kapitulation in der Verteidigung der österreichischen Hauptstadt Wien eingebunden.

Teil 4

Panzerspähwagen "27"(t)

 


 
Technische Daten
Typ:
Panzerspähwagen
Hersteller:
Skoda
Gefechtsgewicht:
6600kg
Länge:
5350mm
Breite:
1950mm
Höhe:
2660mm
Motor:
Skoda,
4-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
5700ccm
Leistung kw/PS:
51/70
Leistungsgewicht:
10,6 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
35km/h (Straße),
20km/h (Gelände)
Fahrbereich:
250km (Straße)
Besatzung:
5 Soldaten
Bewaffnung:
2x 7,92mm MG vz. 7/24,
1x 7,92mm MG vz.26
Panzerung:
3 - 5,5mm

 

 

 

Als Nachfolger für die nicht militärisch nutzbaren Panzerspähwagen "PA-II" entwickelte Skoda ein neues Fahrzeug. Mit der Entwicklung begann man im Jahr 1927 und zwei Jahre später wurde es eingeführt. Die ursprünglich von Skoda genutzte Bezeichnung "PA-III" wurde dabei in "OA vs. 27" geändert. Im Aufbau ähnelte dieses Fahrzeug seinem Vorgänger, es war nur nicht ganz so stark abgerundet. Es fand auch wieder die Vor- und Rückwärtslenkung eine Verwendung im Fahrzeug. Ebenfalls war ein Vierradantrieb eingebaut und es wurden schusssichere Reifen verwendet. Auch kam als weitere Neuerung nun ein drehbares Turm mit einem 7,92mm MG vz. 7/24 zum Einsatz. Ein weiteres MG dieser Baureihe hatte Platz zwischen Fahrer und Beifahrer gefunden. Es war dort mit einer Kugelblende eingebaut wurden. Ein drittes MG vom Typ 7,92mm MG vz. 26 wurde im Kampfraum mitgeführt und war nicht starr im Fahrzeug eingebaut. Auch gab es nun am Heck des Turmes einen Suchscheinwerfer. Dieser war gepanzert um feindlichem Beschuss nicht direkt ausgesetzt zu werden.

 

 

 

Da man merkte das die Bewaffnung nicht ausreichend war wurden einige der Fahrzeuge umgerüstet. Sie erhielten eine 2cm Kanone als Ersatz für das Turm-MG. Insgesamt wurden von diesem Fahrzeugtyp 16 Exemplare hergestellt. Nachdem das Deutsche Reich die Tschechoslowakei eingenommen hatte, und es zur Auflösung dieser kam, gingen 3 Fahrzeuge zu den Verbündeten nach Rumänien. 3 weitere Kfz übernahm die Slowakei. Die restlichen Panzerspähwagen kamen zur Wehrmacht. Über den Einsatz und die Verwendung kam ich hier leider keine Angaben geben. Ich konnte nirgends brauchbare Informationen einholen.

 

Panzerspähwagen "P 204"(f)

 


 
Technische Daten
Typ:
Panzerspähwagen
Hersteller:
Panhard
Gefechtsgewicht:
8300kg
Länge:
5140mm
Breite:
2010mm
Höhe:
2330mm
Motor:
Panhard SS,
4-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
6330ccm
Leistung kw/PS:
78/105
Leistungsgewicht:
15,1 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
72km/h (Straße)
Kraftstoffvorrat:
125l
Fahrbereich:
350km (Straße),
130km (Gelände)
Besatzung:
4 Soldaten
Bewaffnung:
1x 2,5cm KwK,
1x 7,5mm MG
Panzerung:
7 - 20mm
Furttiefe:
0,6m

 

Der bei der Wehrmacht eingesetzte Panzerspähwagen "P 204" (f) war der Mitte der 1930ziger Jahre entwickelte und gebaute Panhard "AMD-178". Von diesen Fahrzeugen wurden für die französische Armee, bis zum Beginn des Westfeldzuges 1940, insgesamt etwa 480 Exemplare gebaut. Eine genaue Angabe wie viele Fahrzeuge nach der Niederlage Frankreichs übernommen wurden ist nicht möglich, man kann aber von mehr als 200 Kfz ausgehen. Man kann nur dazu sagen, dass diese Fahrzeuge dann im Panhard-Werk generalüberholt und umgerüstet wurden.

 

 

 

Von diesem Panzerspähwagen wurden 2 Varianten gebaut. Die schwerer bewaffnete Ausführung besaß eine 2,5cm Kanone mit koaxialen7,5 mm MG im drehbaren Turm. Die andere Variante hatte nur eine 7,5mm Zwillings-MG Bewaffnung. Beide Ausführungen besaßen die genietete Panzerung, die schwach und gefährlich für die Besatzung war. Bei Treffern konnte es passieren, dass die Nieten abrissen und so die Mannschaft verletzen oder töten konnten. Außerdem war bei beiden gleich, das ein zweiter Fahrer vorhanden war der rückwärts im Kfz saß. So konnte sehr schnell von Vorwärts- auf Rückwärtsfahrt umgeschaltet werden wenn feindliche Kräfte auftauchten und den Spähwagen beschossen. Die Panzerung wurde nach der Übernahme durch die Deutschen verbessert, so wurde an der Bugpanzerung ein Zusatz montiert um einen besseren Schutz für die Besatzung zu schaffen. Anfangs wurden die Panzerspähwagen "P 204" in den Panzeraufklärungsabteilungen eingesetzt, im späteren Verlauf des Krieges würden sie dann eher zu Sicherungsaufgaben genutzt. Dazu kamen sie zu den rückwärtigen Sicherungs- und Polizeieinheiten. Auch zur Sicherung des Bahnnetzes wurden sie verwendet, so baute man im Jahr 1942 insgesamt 43 Fahrzeuge so um das sie auf Eisenbahnschienen fahren konnten. Zu den Sicherungsaufgaben des Schienennetzes waren vor allem die Gebiete in Russland und auf dem Balkan angedacht umso den Angriffen der Partisanen entgegenwirken zu können. Im Jahr 1942 fielen der Wehrmacht auch noch etwa 40-50 Fahrzeuge in die Hände die zuvor von Vichy-Frankreich eingesetzt wurden. Teile dieser Fahrzeuge wurden umgebaut, man entfernte den Turm und setzte dort einen starren Aufbau mit einer 5cm KwK L/42 ein.

 


" Ein P204 (f) der für den Schieneneinsatz umgerüstet ist wurde von Soldaten der Roten Armee erbeutet. "



Die französischen Streitkräfte besaßen ebenfalls eine Funkwagenvariante des Panhard. Nach der Niederlage der Franzosen im Westfeldzug fielen auch diese, mit einem festen Aufbau und zwei Stabantennen ausgestatteten Fahrzeuge, an die Wehrmacht. Nach dem Umrüsten auf die deutschen Funkgeräte "FuG 11", mit einer Leistung von 100Watt, kamen diese größtenteils als Panzerfunkstellen zum Einsatz. Aber auch ein Einsatz in den Propaganda-Kompanien war möglich. Dazu wurden diese dann mit Tonbandaufnahmegeräten, Kameras und einem MG34 im festen Aufbau ausgestattet. Der Panhard AMD-178 war ein sehr guter und beliebter Spähpanzerwagen. Vor allem im Westen war er eine gute Ergänzung in den Aufklärungsabteilungen.

Teil 5

leichter Panzerspähwagen "BA-20 200"(r)

 


 
Technische Daten
Typ:
leichter Panzerspähwagen
Hersteller:
sowjetische Staatsbetriebe
Gefechtsgewicht:
2500kg
Länge:
4300mm
Breite:
1750mm
Höhe:
2310mm
Motor:
GAZ M1,
4-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
3300ccm
Leistung kw/PS:
37/50
Leistungsgewicht:
20 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
85km/h (Straße),
28km/h (Gelände)
Fahrbereich:
350km (Straße),
200km (Gelände)
Besatzung:
2 - 3 Soldaten
Bewaffnung:
1x 7,62mm MG Typ DT
Panzerung:
max. 10mm

 


" Ein BA-20 in der Benutzung durch die deutsche Feldgendarmerie "

 

Schon in den Anfängen des Russlandfeldzuges erbeuteten die Truppen der Wehrmacht viele Waffen und Fahrzeuge der Roten Armee. So kam auch die leichten Panzerspähwagen "BA-20 200"(r) in die Reihen der deutschen Armee. Für dieses Fahrzeug griff man auf die zivile Industrie zurück. Auf Basis des "GAZ-M1" entwickelte man diesen Panzerspähwagen und konnte ab 1936 mit der Serienproduktion beginnen. Da die Fahrzeuge nur einen Hinterrad-Antrieb hatten war ihre Beweglichkeit im Gelände eingeschränkt, so dass sie nicht für die Aufklärung im schweren Gelände eingesetzt wurden. Neben der Variante als Aufklärer gab es noch eine Funkwagen-Variante ("BA-20V") sowie die Version ("BA-20 ZhD") für eine Fahrt auf den Eisenbahngleisen. Ab 1938 kam dann eine verbesserte Version zum Einsatz. Man hatte dabei die Reichweite durch einen größeren Tank erhöht, die Turm verändert und es wurde eine Funkanlage eingebaut. Wie auch schon bei der Roten Armee setzte die Wehrmacht die erbeuteten Fahrzeuge vornehmlich für Sicherungsaufgaben ein, aber auch im Aufklärungseinsatz konnten sie ihren Beitrag erbringen.

 


" An der Ostfront in Reihen der Roten Armee "

 

Panzerspähwagen "AB 40 / 41 201"(i) und "AB 41 203" (i)

 


 
Technische Daten
Typ:
Panzerspähwagen (AB 41)
Hersteller:
SPA-Ansaldo
Gefechtsgewicht:
7500kg
Länge:
5200mm
Breite:
1920mm
Höhe:
2480mm
Motor:
SPA Abm 1,
6-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
4995ccm
Leistung kw/PS:
65/88
Leistungsgewicht:
11,7 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
78km/h (Straße),
38 km/h (Gelände)
Kraftstoffvorrat:
118l
Fahrbereich:
300km (Straße)
Besatzung:
4 Soldaten
Bewaffnung:
1x 2cm Kanone M35,
1x 8mm MG Breda M 38
Panzerung:
max. 9mm
Furttiefe:
0,7m

 


" Fertig zum Bahntransport an die Front "



Der Panzerspähwagen AB 40 war ein Fahrzeug das seit Mitte des Jahres 1940 für die italienische Armee als Aufklärer zum Einsatz kamen. Von einer Tochterfirma von Fiat, nämlich SPA, wurden diese Fahrzeuge mit Allradantrieb sowie Allradlenkung hergestellt. Auch besaßen sie jeweils ein Lenkrad vorn und hinten im Spähwagen, umso möglichst schnell aus brenzligen Situationen entkommen zu können. Durch eine sehr gute Geländegängigkeit ausgezeichnet kamen diese Fahrzeuge sowohl in Europa als auch auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz zum Einsatz. Als Bewaffnung war im AB 40 ein Zwillings-MG mit Kaliber 8mm eingebaut, ebenfalls befand sich noch ein normales Maschinengewehr mit einem Kaliber von 8mm im Drehturm. Dieses MG wurde durch den Rückwärtsfahrer bedient. Nach kurzer Einsatzzeit wurde aber schon klar, dass diese Bewaffnung nicht ausreichend war. Somit stellte man schon nach wenigen Exemplaren die Produktion um.
 


"Eine Aufklärungsabteilung in Nordafrika auf einem Kfz-Marsch"

 

Anstelle dieser leichten Bewaffnung kam nun eine 2cm Kanone mit koaxialem MG. Mit den neuen Waffen wurde auch gleich ein neuer Turm eingebaut. Hierbei handelte es sich um den Drehturm des leichten italienischen Panzers L6/40. Durch die Verwendung des neuen Turmes stieg aber auch das Gesamtgewicht, somit verstärkte man auch die Motorisierung. Diese verbesserte Version nannte man nun AB 41. Nicht nur die Serienproduktion wurde auf diese Variante umgestellt, auch die schon produzierten Spähwagen kamen zur Umrüstung ins Werk zurück. Auf Grund der guten Geländefähigkeit und der brauchbaren Motorisierung nutzte man sehr gern diese Fahrzeuge zur Aufklärung, es gab kaum Gelände wo es nicht eingesetzt werden konnte. Trotzdem gab es aber auch Probleme. Die Lenkung der Fahrzeuge war störungsanfällig, man versuchte schon früh daran zu arbeiten, konnte aber diese Probleme nie wirklich aus der Welt schaffen. Um die Einsatzfähigkeiten der Fahrzeuge zu erweitern gab es auch noch die Möglichkeit mit Hilfe eines speziellen Umrüstsatzes das Fahrzeug für das Fahren auf Schienen umzubauen. Dies wurde meist auf den Kriegsschauplätzen des Balkans eingesetzt um das Schienennetz so vor Anschlägen der Partisanen zu sichern.

 


"Der Autoblinda AB 41 203 (i)"



Als im September des Jahres 1943 der ehemalige deutsche Verbündete Italien einen separaten Frieden mit den Alliierten aushandelte, entschloss sich die Wehrmacht möglichst das komplette Material der Italiener in ihrem Einflussbereich zu übernehmen. So kamen etwa 200 Exemplare des "AB 41" in die Hände der Deutschen. Etwa 90 Fahrzeuge blieben bei der Wehrmacht, der Rest wurde an die kroatischen Verbündeten für Sicherungsaufgaben abgegeben. Da sich auch die Produktionswerke in den Händen der Deutschen befanden wurde in ihrem Auftrag der Produktion weiter fortgeführt. So entstanden weitere 23 Fahrzeuge, die von der Wehrmacht übernommen wurden. Gleichzeitig setzte man aber auch die Entwicklung des neuen Modells "AB 43" weiter fort. Diese neue Variante sollte neben der 2cm Kanone auch wahlweise mit der 4,7cm KwK L/32 oder L/40 ausgestattet werden können. Um dies sicherstellen zu können wurde auch ein neuer, flacherer aber geräumigerer Turm verwendet. Der neue Panzerspähwagen war auch breiter und hatte ein verändertes Heck. Nach der Erprobung erging noch im Oktober 1943 der Auftrag an den Hersteller für die deutsche Armee 310 Exemplare der neuen "AB 43" herzustellen. Es wurden aber nur bis Ende 1944 insgesamt 60 Fahrzeuge gebaut, die Anzahl des Jahres 1945 ist unbekannt.

Teil 6

leichter Panzerspähwagen "Lince 202"(i)

 


 
Technische Daten
Typ:
leichter Panzerspähwagen
Hersteller:
Lancia
Gefechtsgewicht:
3140kg
Länge:
3200mm
Breite:
1600mm
Höhe:
1760mm
Motor:
Lancia Astura,
8-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
2617ccm
Leistung kw/PS:
44/60
Leistungsgewicht:
19,1 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
86km/h (Straße)
Fahrbereich:
300km (Straße)
Besatzung:
2 Soldaten
Bewaffnung:
1x 8mm Breda-MG
Panzerung:
max. 14mm
Furttiefe:
1m

 

Dieser Panzerspähwagen war ein fast identischer Nachbau des "Daimler Scout Car" der britischen Armee. Im Afrikafeldzug fielen den Italienern einige dieser Fahrzeuge in die Hände, da sie sehr davon beeindruckt waren sollte Lancia die italienische Produktion durchführen. Eigentlich sollte diese dann im September 1943 beginnen, sie startete aber erst 1944 nachdem die deutsche Armee die Führung des Projektes übernommen hatte. Die obere militärische Führung der Wehrmacht erteilte Lancia den Auftrag 300 Fahrzeuge zu produzieren, bis Ende 1944 erreichten aber nur etwa 100 Fahrzeuge die Reihen der Wehrmacht und konnten von dieser übernommen werden.

 

 

 

Der "leichte Panzerspähwagen "Lince 202"(i)" kam als Verbindungsfahrzeug sowie als Panzerwagen in den Panzerspähzügen zum Einsatz. Als Bewaffnung war von der italienischen Firma "Breda" ein 8mm MG eingebaut worden. Somit konnte der Spähwagen nur gegen Infanterie vernünftig eingesetzt werden, da die Bewaffnung gegen gepanzerten Feind wirkungslos war.

 

leichter Panzerspähwagen "Mk I 202"(e)

 


 
Technische Daten
Typ:
leichter Panzerspähwagen
Hersteller:
Daimler, Humber
Gefechtsgewicht:
3000kg
Länge:
3180mm
Breite:
1710mm
Höhe:
1500mm
Motor:
Daimler,
6-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum:
2510ccm
Leistung kw/PS:
41/55
Leistungsgewicht:
18,4 PS/t
Höchstgeschwindigkeit:
88km/h (Straße)
Fahrbereich:
320km (Straße)
Besatzung:
2 Soldaten
Bewaffnung:
1x 7,92mm MG oder
1x 7,7mm MG
Panzerung:
max. 30mm
Furttiefe:
0,6m

 

 

 

Dieses englische Aufklärungsfahrzeug wurde 1938 bei "BSA" entwickelt und ab 1939 bei Daimler produziert. Es wurde als "Daimler Scout Car" beziehungsweise "Dingo" bezeichnet und bis zum Kriegsende hatte man über 6600 Fahrzeuge produziert. Auch in Kanada baute man dieses Fahrzeug, dort entstanden unter der Bezeichnung "Lynx" weitere 3255 Fahrzeuge. Beide Modelle hatten Allradantrieb sowie Allradlenkung, außerdem waren die Reifen schusssicher und es gab Einzelradaufhängung. Sie waren mit Funk ausgestattet und besaßen als Bewaffnung entweder ein 7,7mm MG oder eine 14mm Panzerbüchse. Auf den Kriegsschauplätzen in Afrika, Griechenland und Frankreich konnte die Wehrmacht eine große Anzahl dieser Fahrzeuge erbeuten. So kamen sie auch auf Seiten der deutschen Armee zum Einsatz. Dabei wurden sie größtenteils ohne Umbau eingesetzt, nur Teile erhielten ein deutsches Funkgerät sowie Bewaffnung. Wie schon die anderen Beutespähwagen wurden auch diese, die unter der Bezeichnung "leichter Panzerspähwagen "Mk I 202"(e)" in den Reihen der deutschen Truppen geführt wurden, als Späh-, Funk- und Sicherungsfahrzeuge eingesetzt. Neben dem Heer besaß auch die Marine Fahrzeuge dieser Baureihe und setzte sie zur Sicherung der eigenen Liegenschaften ein.

 


" In der Sonne Afrikas "