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Wir sind eine unabhängige und vorwiegend deutschsprachige Internetseite für Modding in Games. Seit 2005 hat sich das Projekt Designmodproject dem Modden bzw. dem Erstellen von Mods verschrieben (Mod; Abk. für engl. modification oder deutsch Modifikation). Dabei stand immer die historische Erweiterung von Spielinhalten des strategie- und militärhistorischen Genres der PC-Spiele im Vordergrund.

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Das Thema

T-34

 

танк 34

Entwicklung

Entwicklung

Der T-34 Panzer war eine Weiterentwicklung der BT-Serie. Dabei entsprach er bereits auf dem Reißbrett den Vorstellungen der Militärs: relativ flach, mit einem einfachen Laufwerk, solider Panzerung und Bewaffnung und - was auf den Schlachtfeldern des Ostens entscheidend sein sollte - robuster Konstruktion. Auch war er das genaue Gegenteil der deutschen Panzer, denn der T 34 kam ohne komplizierte Technologie aus. (Den T-34 konnte man auch ohne großartige Ausbildung fahren, was durchaus auch vorkam) Daher konnte er später auch in gewaltigen Mengen hergestellt werden, meist auch ohne Fachpersonal. Derweil wurden aufgrund der angespannten Lage der UdSSR (aufgrund der militärischen Misserfolge im Winterkrieg) die Änderungen angenommen und die sofortige Bereitstellung von 200 Panzern gefordert. Die ersten Prototypen wurden Anfang 1940 fertig und ausgiebigen Tests unterzogen, die erfolgreich endeten. Die Konstruktionspläne wurden zur selben Zeit fertig und so konnte die Serienproduktion beginnen. Das Einzige was am Ende noch fehlte war eine Bezeichnung. Der Hauptentwickler Koschkin brachte den Mut auf, dem Volkskommissar der Verteidigung der Sowjetunion Kliment J. Woroschilov zu erklären, dass der Panzer nicht nach ihm zu benennen sondern in T-34. (T = Tank (Panzer), 34 = 1934 - das Jahr in dem die Verstärkung der Panzertruppe gefordert wurde). Ein besonderes Merkmal am T-34 war, dass man im Gegensatz zu anderen Panzern weltweit eine schräge Panzerung einsetzte. Dies hatte zur Folge, dass die Panzerungswirkung erhöht wurde, ohne gleich eine dickere Panzerung zu verwenden.
Es waren die Blaupausen des Konstrukteurs Michail Koschkin, die die Generale überzeugt haben. Wegen fehlender Mittel und Ressourcen wurde die Entwicklung stark verkürzt, doch der Stahlkoloss war ein absoluter Glücksfall. Er entsprach bereits auf dem Reißbrett den Vorstellungen der Militärs und war extrem erfolgreich. Die Gründe sind eine relative flache Fahrwerkskonstruktion, das einfache Laufwerk mit hoher Belastbarkeit und natürlich die solide Panzerung bzw. starke Bewaffnung. Die robuste Konstruktion war ein Garant für den Erfolg auf den Schlachtfeldern und bewies sich nicht nur in Stalingrad, wo die höchste Anzahl neugebaute T-34 zum Einsatz kamen. Er wurde dabei nicht als Pendant zu den deutschen schweren Panzern gebaut, sondern sollte das Gegenteil dazu sein und effektiv die Schwächen deutscher Panzerbauten ausnutzen. Die deutschen Panzer waren geprägt von komplizierte Technologie, was den Massenheeren, den Materialschlachten und den unterschiedlichen Schlachtfelden nicht immer gewachsen war. Nicht nur die schnelle und leichte Herstellung machte den T-34 deshalb erfolgreich, sondern auch dessen vielseitiger Einsatz für die unterschiedlichsten Aufgaben, auch nach dem Krieg.
Im September 1940 rollten in der Sowjetunion die ersten T 34 in der Panzerfabrik No. 138 im ukrainischen Charkow vom Band. Leider starb ihr Konstrukteur Koschkin, nur 42-Jährig, wenige Tage später.

Das "T" steht für "tank" (Panzer) und die 34 für das Jahr, in dem das Oberkommando den Ausbau einer eigenen Panzertruppe anordnete - wartete noch auf seine Feuertaufe.


Einsatz

Ein Panzer gegen die Wehrmacht


Die Produktion für die Massenherstellung des T-34/76 begann im Jahr 1940. Die ersten Modelle wiesen noch eine Reihe von Mängeln auf. Der deutschen Panzer III waren bis dato absolut überlegen. Die Sowjetunion hatte nämlich zu Testzwecken drei dieser Panzer erworben. Obwohl der T-34/76 besser gepanzert und bewaffnet war, erwies sich der deutsche Panzer als überlegen

Die Sowjets gingen mit ihren ersten 1225 T-34 falsch um und setzten Sie meist als reine Infanterie-Unterstützungsfahrzeuge ein. Doch schon damals wurde den deutschen Panzermännern klar, dass hier ein neuer Panzer auf die Bühne trat und allen Witterungen wie Anforderungen trotzte - der T 34 war in diesem Krieg in seinem Element. Doch die deutschen Ingenieure wollten und konnten diesen einfachen Panzer nicht in ihre eigenen Pläne einbauen, zu primitiv war dieses Modell, als dass es ihre hoch entwickelten Panzer schlagen könne. Als neue Panzerwaffen kamen die "Panther" und "Tiger" an die Ostfront, besser ausgerüstet, besser bewaffnet und ihrer Zeit voraus, doch die Russen hatten T-34 in derartigen Mengen hergestellt, dass schon allein dessen Übermacht der deutschen Panzerwaffe das Rückgrat brach.
"Die größte Panzerschlacht der Geschichte, bei Kursk im Sommer 1943, zeigte zwar die technische Überlegenheit der deutschen Panzer, aber die Zahlen sprachen für die Sowjets. Hatten die deutschen Waffenschmieden bis 1945 insgesamt knapp 20 000 mittlere und schwere Panzer gebaut, so waren bei den Sowjets allein an T 34 genau 53 500 Stück vom Band gelaufen."

Die deutschen Kampfwagen fügten den Russen zwar immer wieder große Verluste, aber die neuen T-34/85 des Jahres 1944, wiesen den Panzer IV in seine Schranken. Die vielumwogenden Tiger Panzer konnten den T-34 einfach nicht Parolie bieten, zu klein war ihre Zahl und immer besser wussten die sowjetischen Generale mit ihren Panzer umzugehen. Der T-34 stach dabei mit seiner ausgewogenen Gesamtsystemkonstruktion: Feuerkraft, überlegene Feuerkraft, Beweglichkeit, besseren Panzerschutz und Schutz hervor. Dabei war die geschossabweisende Formgebung, später auch als sog. Sonderpanzerungen in die Militärtechnik eingegangen, dem Dieselmotors als Panzerantrieb und einem robusten Fahrwerk mit der breiten Plattenkette auch nach dem Krieg das Maß aller Dinge!

Manche Fachleute behaupten, dass die gesamte Auslegung des T-34 mit der eines überschweren Traktors vergleichbar sei; die Anforderungen und die Umgebungsbedingungen seien auf die überwiegend aus der Landwirtschaft stammenden Besatzungen abgestimmt. Im Gegensatz zu westlichen Verhältnissen wurden z.B. die zur Bedienung des T-34 erforderlichen Kräfte und der fehlende Komfort von dieser Bevölkerungsschicht nicht als Mangel empfunden.



Bis 1945 hatte die deutsche Kriegsmaschinerie ca. 20.000 mittlere und schwere Panzer gebaut, während in der Sowjetunion allein vom T-34 ca. 53.000 gebaut wurden. In der Nachkriegszeit wurde dieser Panzertyp auch einer der Hauptpanzer in den sozialistischen Bruderländern der Sowjetunion (z.B. DDR, Polen, in der Volksrepublik Korea sogar bis heute noch eingesetzt). Und so spielte er eine Rolle im Koreakrieg auf Seiten Nordkoreas sowie im Vietnamkrieg auf Seiten der Vietcong.

Ausführungen

T-34/76

Die ersten Fahrzeuge (vor der Serienproduktion) wurden ab 1940 gebaut, jedoch in geringen Stückzahlen (117 Stück) Die Serienproduktion begann 1941. Seine Hauptverwendung fand der T-34 in diesem Jahr als Kompanie- und Zugführungspanzer. Der technische Schwachpunkt dieser noch frühen Version lag bei dem Getriebe. Wegen dieses Problems gingen mehr Panzer verloren als durch Feindeinwirkung. Außerdem hatte der T-34 im Gegensatz zu den deutschen Panzern insgesamt 4 Mann Besatzung, denn der Kommandant musste gleichsam auch als Richtschütze dienen, dies erschwerte im Gefecht die Übersicht. Außerdem war eine weitere Schwäche, das nur die Kompanieführerpanzer ein Funkgerät hatten. Wenn dieser Panzer ausgeschaltet wurde, waren die übrigen faktisch ohne Führung und handelten dann auf eigene Faust. Trotz alledem zeigten sich seine Stärken, nämlich die hervorragende Mobilität sowie Panzerung. Die deutsche 3,7-cm-Pak konnte der Panzerung des T-34 – abgesehen von Glückstreffern in den Turmdrehkranz – nichts anhaben. Die 5-cm-KwK L/42 des Panzer III konnte dem T-34 nur an den Seiten und am Heck gefährlich werden. Die 8,8-cm-Flak diente oft als improvisierte PaK. Erst die 7,5-cm-Pak 40 stellte eine wirkungsvolle Abwehrwaffe dar. Mit dem Erscheinen des Panzer IV F2 mit der 7,5-cm-KwK L/43 war das Gleichgewicht zumindest bei der Bewaffnung wiederhergestellt. Als Vorteil erwiesen sich bald auch die breiten Ketten, welche die Geländegängigkeit gegenüber den deutschen Kampfpanzern mit ihren schmalen Gleisketten erhöhten. Der Dieselmotor erhöhte die Reichweite und verringerte die Brandgefahr. Der T-34/76 Modell 1940 verfügte über eine 76,2-mm-Kanone L/30 (ab dem Modell 1941 in längerer Version). Damit war er weit besser bewaffnet, als die meisten Panzer zu Beginn der 1940er-Jahre. Die Turmkonstruktion wurde mehrfach überarbeitet und variierte teilweise je nach Herstellungsort. Während die Modelle bis 1942 einen kompakten Turm mit einer großen Luke besaßen, wurde ab 1943 ein größerer Turm mit zwei Luken verwendet. Die Kommandantenluke wurde bald darauf durch eine Kuppel ergänzt, die dem Kommandanten auch bei geschlossener Luke einen Rundumblick ermöglichte.

 



T-34/85

Damit der T-34 auf dem gleichen hohen Niveau wie die neuesten Deutschen Panzer blieb, wurde der Auftrag erteilt eine neue Kanone zu entwickeln und in den Panzer einzubauen. Zu dieser Zeit wurden Kanonen des Kalibers von 85mm entwickelt und so bot es sich an eine von jenen zu verwenden. Von den Werken Roter Sormowo und dem Uralsker Panzerwerk wurden Versuchspanzer hergestellt. Beide Werke verwendeten dazu die Kanonen der Muster D-5T, LB-1, S-50 sowie S-53. Außerdem entwickelte das Uralsker Panzerwerk einen neuen Turm, dieser war ursprünglich für den KV-85 gedacht. Um den neuen Turm aufnehmen zu können, musste der Drehkranz von 1420 mm auf 1600 mm vergrößert werden. Nachdem die Erprobung abgeschlossen war, begann die Serienfertigung. Als Waffe war die S-53 vorgesehen, allerdings mussten die ersten Modelle von Januar bis März 1944 mit der D-5 ausgerüstet werden. Die S-53 war zum Produktionsstart noch nicht fertig entwickelt, nach ihrer Fertigstellung wurde sie unter der Bezeichnung SIS-S-53 als Hauptwaffe des T-34/85 aufgenommen. Mit dem Erscheinen der deutschen Panzer V (Panther) und Panzer VI (Tiger) verlor der T-34 einen Teil seines Schreckens für die Deutschen. Die zahlenmäßige Überlegenheit des T-34 glich die höhere Qualität und die bessere Bewaffnung der späten deutschen Kampfpanzer jedoch aus. Vom T-34 wurden etwa zehnmal so viele Exemplare gebaut wie vom Panther (60.000 : 6.000). Insgesamt wurden während des Krieges etwa 54.600 T-34 gebaut, davon 19.430 T-34/85.

 



T-34/57

Zwischen 1940 und 1943 wurden etwa 200 T-34 gebaut, die mit einer 57-mm-Kanone bewaffnet waren. Sie besaß eine höhere Durchschlagskraft als die herkömmliche 76-mm-Kanone. Im Winter 1941–1942 sollen auch einige vor Moskau gekämpft haben, jedoch gingen alle damals eingesetzten T-34/57 verloren. Es wurden zwar noch weitere T-34/57 gebaut. Da die 57-mm-Munition nicht ausreichend zur Verfügung stand ist ein jedoch Einsatz fraglich.

T-34/100

1944 und 1945 gab es Versuche, eine 100-mm-Kanone in den Turm des T-34 einzubauen. Es wurden zwei unterschiedliche Prototypen angefertigt. Probleme mit dem Rückstoß der Kanone führten jedoch dazu, dass die Treffgenauigkeit des ersten Prototyps sehr gering war. Beim zweiten Prototyp konnte dieses Problem behoben werden, allerdings wurde der neue T-34/100 nicht mehr für die Massenfertigung freigegeben.


Daten

 
Technisches
 
Allgemeines
Besatzung:
4 (Kommandant, Fahrer, Richtschütze, Ladeschütze)
Länge:
8,20 m (incl. Rohr)
Breite:
3,02 m
Höhe:
2,76 m (Turm Oberseite)
Gewicht:
33 Tonnen
 
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung:
Turm 20–70 mm, Wanne 20–60 mm
Hauptbewaffnung:
1 × 85-mm-Kanone vom Typ ZiS-S-53 mit 60 Schuss
Sekundärbewaffnung:
2 × 7,62-mm-MGs Degtjarjow DT
 
Beweglichkeit
Antrieb:
V12-Aluminiumdieselmotor W-2 - 500 PS (368 kW)
Federung:
Christie-Federung
Höchstgeschwindigkeit:
53 km/h
Leistung/Gewicht:
15,1 PS/Tonne
Reichweite:
400 km


Quellen

Wikipedia.org(zugriff: 20.12.2009)
Panzer-archiv.de(zugriff: 20.12.2009)
bredow-web.de(zugriff: 20.12.2009)
axishistory.com (Englisch)(zugriff: 20.12.2009)
megakam.ru (Russisch)(zugriff: 20.12.2009)
bwb.org(zugriff: 12.3.2010)
achtungpanzer.com(zugriff: 12.3.2010)

Sonstiges

T-34 TANK A BATTLE Video über den T-34



Autor: Kai / Freiherr von Woye

Das Thema

Das Sturmgeschütz (StuG) III


Vorgeschichte

Vorgeschichte



Bereits 1927 gab die Reichswehr den Auftrag zur Entwicklung von Selbstfahrlafetten. Gedacht war ein 7,7 cm Infanteriegeschütz auf einem Raupenschlepper wobei Fahrzeug und Geschütz nur teilweise gepanzert werden sollten. Man wollte damit den Gedanken der „Sturmbatterien“ aus dem Ersten Weltkrieg wieder aufnehmen.
Aufgrund der geringen Umfänge der Reichswehr wurde die Entwicklung 1932 zugunsten von anderen Projekten eingestellt. Im Jahre 1935 schon forderte der damalige Oberst Erich von Manstein, Entwickler des deutschen Blitzkriegkonzeptes, ein Infanterieunterstützungsfahrzeug. Dieses sollte befähigt sein, feindliche Bunker, Stellungen etc. wirksam bekämpfen zu können. Daher ging im Juni 1936 der Auftrag an Daimler Benz, ein solches Fahrzeug zu entwickeln.
Da der Panzer III zu jener Zeit bereits in Produktion war, nutzte Daimler diesen als Ausgangsbasis. Weil das StuG vorerst als reine artilleristische Unterstützung der Panzergrenadiere geplant war, verzichtete man zugunsten einer niedrigen Silhouette auf einen Turm, was zudem noch die Kosten für das StuG senkte und sie dadurch schneller und leichter zu produzieren waren als gewöhnliche Panzerkampfwagen. Er bekam also statt den für Panzer üblichen Turm einen rundum geschlossen Aufbau mit der 7,5 cm Sturmkanone L/24, das auf das Fahrwerk des Panzers III aufgesetzt wurde.
Die ersten Prototypen wurden 1937 bei Alkett gebaut und getestet, Ihre Bezeichnung war "0 ( Null ) - Serie".
 

Nach Ausarbeitung wurden folgende Forderungen gestellt:

- Mindestens ein Geschütz mit dem Kaliber 7,5 cm soll zum Einbau gelangen.
- Der Schwenkbereich der Waffe sollte ohne Bewegung des Fahrgestelles mehr als 30 Grad betragen.
- Eine Mindestschussweite von 6000 Metern
- Für das Geschütz wurde eine Durchschlagskraft für alle damals bekannten Panzerstärken auf 500 Meter verlangt.
- Eine rundum Panzerung mit oben offenen Aufbau.
- Die Gesamthöhe sollte die eines stehenden Menschen nicht überschreiten.

Weitere Auflagen gab es für Ausstattung mit Munition und Nachrichtengeräten sowie der Besatzungsstärke.

 

Neben den Überlegungen welches Fahrgestell hergenommen werden soll war auch die Frage der Zugehörige der Fahrzeuge. Da sie zur Unterstützung der Infanterie dienen sollten gab es Stimmen die eine Zuordnung zur Infanterie forderten. Aus logistischer Sicht war dies aber nicht möglich. Letztlich wurde sie der Heersartillerie zugeteilt, da die technische als auch die Schießausbildung dort sichergestellt war. Im Jahre 1937 wurde eine Versuchsbatterie aufgestellt um mit zwei Panzer III Fahrgestellen mit darauf montierter Geschützattrappen erste Tests im Gelände durchzuführen. Aus Geheimhaltungsgründen wurde nur von einer "3,7 cm PAK (Sfl)" gesprochen.
Die Entwicklungfirma Daimler-Benz AG in Berlin-Marienfelde war für Fahrgestell und Aufbau zuständig. Die Friedrich Krupp AG in Essen für den Geschützeinbau. Es wurden mehrer Prototypen gebaut doch wurde im Herbst 1938 aus unbekannten Gründen die Ausbildung eingestellt und die vorhandenen Fahrzeuge wurden abgestellt. Es wurden im Polenfeldzug keine Sturmgeschütze verwendet, doch zeigten die Erfahrungen, dass eine solche Waffe zur Unterstützung der Infanterie notwendig ist. Bereits im Herbst 1939 wurde mit Nachdruck die Aufstellung von Sturmgeschütz-Batterien gefordert.

 

Der Zusammenbau der Sturmgeschütze wurde ausschließlich von der Firma Alkett in Berlin vorgenommen. Zulieferer für die Panzerghäuse waren:

- Brandenburgische Eisenwerke GmbH in Brandenburg/Havel, Werk Kirchmöser
- Stahlwerke AG in Hannover-Linden und Königs- und Bismarckhütte

Ausführung A-B

StuG III Ausführung A



 
 
Allgemein
Gewicht:
19.600 kg
Länge:
5,38 m
Breite:
2,92 m
Höhe:
1,95 m
Hauptbewaffnung:
7,5 cm StuK 37 L/24
Sekundärbewaffnung:
-----
Munitionsvorrat:
44 Schuss
 
Panzerung
Front:
50 mm
Seiten:
30 mm
Heck:
30 mm
Dach / Bodenwanne:
19 mm
 
Sonstiges
Motor:
Maybach HL 120 TRM
V - 12
Benzin
Wasserkühlung
11.870 ccm
300 PS
Leistungsgewicht:
15,3 PS / t
Geschwindigkeit:
Straße 40 km/h
Gelände 19 km/h
Fahrbereich:
160 km ( Straße )
Besatzung:
4



 

Die Serienproduktion des StuG III Ausf. A startete im Januar 1940 auf Basis des Panzers III Ausf. F und mit der 7,5 cm StuK L/24.
Dabei wurde die Wanne des dem StuG III angepasst und die Frontpanzerung von 30 mm auf 50 mm erhöht. Motor und Laufwerk waren unverändert vom Panzer III Ausf. F übernommen worden. Es war ausgestattet mit einem Ultra - Kurzwellenempfänger und die Besatzung benutzte zur Verständigung untereinander sog. " Sprechschläuche ".
Während des Frankreich-Feldzuges kamen die ersten drei Sturmgeschützbatterien mit insgesamt 18 Sturmgeschützen zur Erprobung und bewährten sich dort bestens, woraufhin die Weiterentwicklung begann. Insgesamt wurden 30 StuG III Ausf. A gebaut.

 

StuG III Ausführung B



 
 
Motor:
Maybach HL 120TR
265 PS
Getriebe:
ZF SSG 77 Aphon 6 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang
Laufwerk:
6 mittelgroße Doppellaufräder in Reihe und 3 Stützrollen
HGschw.:
40 km/h
Reichweite:
Straße 140 km
Gelände 90 km
Besatzung:
4 Mann
Bewaffnung:
7,5 cm Stu. K. L/24 oder L/33
Panzerung:
Wanne vorne 50mm seitlich u. hinten 30mmm
Stückzahl:
mit Ausf. A bis E 734


Die Fertigung des StuG III Ausf. B lief im Juni 1940 bei Alkett an. Es wurden 250 Stück dieser Ausführung produziert, die bis November 1940 an die Truppe ausgehändigt wurden. Geändert wurde zum einen der Motor ( Maybach HL 120 TRM mit Trockensumpfschmierung und Schnappermagnet ), ein neues 6 - Gang - Aphon - Getriebe kam zum Einbau und die Gleisketten wurden um 20 mm verbreitert , sodass sie auf eine Gesamtbreite von 400 mm kamen. Die Bewaffnung und Panzerung blieb die Alte.

Ausführung C-E

StuG III Ausführung C


 


Ab März 1941 lief die Fertigung des StuG III Ausf. C an.Es wurde auch hier nichts an der Bewaffnung und Panzerung verändert, jedoch erhielt diese Serie das neue Selbstfahrlafetten - Zielfernrohr, wodurch der Optikschacht der alten Modelle überflüssig war. Aufgrund dieses Umbaus musste das Dach des Panzeraufbaufs leicht verändert werden, um das Zielfernrohr einbauen zu können. Ansonsten wurden keine Änderungen vorgenommen. Es wurden 100 StuG III Ausf. C produziert.

 

StuG III Ausführung D


 


Die Bezeichnung " StuG III Ausf. D " war nicht wegen markanter Veränderungen am Fahrzeug benutzt worden, sondern nur aus Fertigungstechnischen Gründen, damit die verschiedenen Aufträge nicht durcheinander gerieten. Einzige Änderung war der Einbau einer Bordsprechanlange, sodass die Sprechschläuche ( siehe Ausf. A ) ersetzt wurden.
Alkett lieferte ab Mai 1941 150 StuG III Ausf. D.

 

StuG III Ausführung E


 



 

Alkett fertigte ab September 1941 284 StuG III Ausf. E. Diese konnten nun 50 Schuss für die 7,5 cm StuK L/24 transportieren statt 44 Schuss, wie es bei den älteren Modellen üblich war. Zudem war dieses StuG erstmals mit einem bewaffnet. Weitere Änderungen war eine Halterung an der Wannenstirnwand zur Aufnahme von 11 Ersatzkettengliedern, die gleichzeitig als zusätzliche Frontpanzerung fungierten. An der Rückwand des Panzeroberkastenaufbaus wurden Leitbleche zum Ablenken austretender Kühlluft von der Erde angebracht und 2 Ersatzlaufrollen konnten nun auf der Kettenabdeckung mitgeführt werden.
Zudem wurde die Stabdrehfederung geändert und mit Voranschreiten des Herbstes und Winters, vor allem in Russland, wurden StuG III nachträglich mit einer Warmluftheizung ausgestattet.

 

Ausführung F-G

StuG III Ausführung F



 
 
Allgemein
Gewicht:
23.200 kg
Länge:
6,3 m
Breite:
2,95 m
Höhe:
2,16 m
Hauptbewaffnung:
7,5 cm StuK 40/L 43
Sekundärbewaffnung:
MG 34
Munitionsvorrat:
50 Schuss 7,5 cm
600 Schuss 7,92 mm
 
Panzerung
Front:
80 mm
Seiten:
30 mm
Heck:
30 mm
Dach / Bodenwanne:
19 mm
Seitenschürzen ( ab 1943 ):
5 mm
 
Sonstiges
Motor:
Maybach HL 120 TRM
V - 12
Benzin
Wasserkühlung
11.870 ccm
300 PS
Leistungsgewicht:
12,5 PS / t
Geschwindigkeit:
Straße 40 km/h
Gelände 19 km/h
Fahrbereich:
155 km ( Straße )
Besatzung:
4


Mit zunehmender Zahl an Feindpanzern wurden die StuGs öfter Zweckentfremdet und als Jagdpanzer eingesetzt. Da die kurze 7,5 cm StuK L/24 jedoch aufgrund der geringen Mündungsgeschwindigkeit zu wenig Leistung besaß, konnten sie nicht wirksam gegen Feindpanzer eingesetzt werden. Daher erhielt die Ausführung F die StuK 40 L/43.
Diese war in der Lage, auf 1000 m 82 mm Panzerstahl bei einem Auftreffwinkel von 30° zu durchschlagen.
Ab der Ausf. F lautete die Kennnummer Sd.Kfz 142/1 und wurde wegen der Sturmkanone 40 auch als " StuG 40 " bezeichnet. Alkett baute von März bis September 1942 346 StuG III Ausf. F.

Kurz danach lief die Fertigung der Ausführung F/8 an. Diese war mit einer 7,5 cm StuK 40 L/48 ausgerüstet, die auf 1000 m 85 mm Panzerstahl bei einem Auftreffwinkel von 60° durchschlug.
Sie erhielten zudem die Fahrgestelle der Panzer III Ausf. J - N während der Aufbau nahezu unverändert blieb.
Viele Fahrzeuge älterer Ausführungen wurden mit StuK 40 nachgerüstet und ab 1943 wurden Seitenschürzen zum Schutz vor Panzerbüchsen - und Hohlladungsgeschossen angebracht. Alkett produzierte die Ausf. F/8 von September 1942 bis Dezember 1942 mit einer Stückzahl von 250.

 

StuG III Ausführung G



 
 
Allgemein
Gewicht:
23.900 kg
Länge:
6,7 m
Breite:
3,4 m
Höhe:
2,16 m
Hauptbewaffnung:
7,5 cm StuK 40/L 48
Sekundärbewaffnung:
MG 34
Munitionsvorrat:
54 Schuss 7,5 cm
600 Schuss 7,92 mm
 
Panzerung
Front:
80 mm
Seiten:
30 mm
Heck:
50 mm
Dach / Bodenwanne:
19 mm
Seitenschürzen ( ab 1943 ):
5 mm
 
Sonstiges
Motor:
Maybach HL 120 TRM
V - 12
Benzin
Wasserkühlung
11.870 ccm
300 PS
Leistungsgewicht:
12,5 PS / t
Geschwindigkeit:
Straße 40 km/h
Gelände 19 km/h
Fahrbereich:
155 km ( Straße )
80 km ( Gelände )
Besatzung:
4

 

Die auffälligsten Änderungen am StuG III Ausf. G war eine neue zylindrische Kommandantenkuppel und ein klappbares MG - Schild, sowie ab Februar 1944 eine Saukopfblende anstelle der Kastenblende. Bei der Ausf. G waren Seitenschürzen und auch Zimmeritbeschichtung ( gegen das Anbringen von Haftladungen ) Standard.
Alkett und MIAG fertigten von Dezember 1942 - März 1945 7720 StuG III Ausf. G und 113 dazu umgebaute Panzer III.

Gegen Kriegsende waren die Sturmgeschütze die wichtigsten Panzerfahrzeuge der Wehrmacht. Sie waren billig und schnell anzufertigen, da kein Turm benötigt wurde.
So hatte sich das Konzept des Sturmgeschützes 10 Jahre lang ( 1935 - 1945 ) gehalten und im Kampf äußerst gut geschlagen.

 

StuG 40 F/8 und G



 
 
Motor:
Maybach HL 120TR
265 PS
Getriebe:
ZF SSG 77 Aphon 6 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang
Laufwerk:
6 mittelgroße Doppellaufräder in Reihe und 3 Stützrollen
HGschw.:
40 km/h
Reichweite:
Straße 130 km
Gelände 80 km
Besatzung:
4 Mann
Bewaffnung:
7,5 cm Stu. K. 40 L/48 + 1 MG 34
Panzerung:
Wanne vorne 50mm seitlich u. hinten 30mm
Stückzahl:
mit Ausf. F und G 7900



Die StuG 40 F/8 und G wurden als Panzerjägerfahrzeuge eingesetzt.


StuH 42 Ausf. G



 
 
Motor:
Maybach HL 120TR
265 PS
Getriebe:
ZF SSG 77 Aphon 6 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang
Laufwerk:
6 mittelgroße Doppellaufräder in Reihe und 3 Stützrollen
HGschw.:
40 km/h
Reichweite:
Straße 130 km
Gelände 80 km
Besatzung:
4 Mann
Bewaffnung:
10,5 cm StuH 42 40 L/28 + 1 MG 34
Panzerung:
Wanne vorne 50mm seitlich u. hinten 30mm
Stückzahl:
Stückzahl: 1114

Geschütz 33

Sturm-Infanteriegeschütz 33



 
 
Motor:
Maybach HL 120TR
265 PS
Getriebe:
ZF SSG 77 Aphon 6 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang
Laufwerk:
6 mittelgroße Doppellaufräder in Reihe und 3 Stützrollen
HGschw.:
20 km/h
Reichweite:
Straße 110 km
Gelände 85 km
Besatzung:
5 Mann
Bewaffnung:
15 cm sIG 33 L/11 + 1 MG 34
Panzerung:
Wanne vorne 50mm seitlich u. hinten 30mm
Aufbau vorne 80mm seitlich 50mm hinten 15mm
Stückzahl:
12

Einsatz

Einsatz



Leibstandarte SS AH Hermann Göring

Die zur Truppengattung der Artillerie gehörenden Sturmgeschütze wurden vorerst in selbstständigen Batterien zu je 6 Einheiten zusammengefasst. Ab 1941 wurden sie dann in Sturmgeschützabteilungen ( 3 Batterien / 18 Einheiten ) gegliedert , die den Infanteriedivisionen der Wehrmacht dann bei Bedarf unterstellt werden konnten. Am 1. Juni 1941 gab es im Heer bereits 15 selbständige Sturmgeschützabteilungen und fünf selbständige Sturmgeschützbatterien.
Außerdem hatte das Infanterieregiment Großdeutschland und die eine eigene Sturmgeschützbatterie.
Alle Sturmgeschützeinheiten wurden beim Angriff auf die Sowjetunion als Schwerpunktwaffe zur Infanterieunterstützung eingesetzt. Dadurch wechselten die Unterstellungen häufig. Bis Jahresende gingen von den 377 im Osten eingesetzten Sturmgeschützen 95 verloren.
Letztendlich wurden auch vermehrt Sturmgeschütze in die Panzerjägerabteilungen eingegliedert.
Dazu erließ das OKH am 15. Juli 1943 einen Befehl, dass jeweils eine Panzerjägerkompanie aller Infanteriedivisionen an der Ostfront mit 14 StuG III ausgestattet werden soll.
Die 6. und 7. Infanteriedivision gehörten zu den ersten Verbänden deren Panzerjägerabteilung ab Oktober 1943 mit einer Kompanie Sturmgeschützen ausgerüstet war. Die Umgliederung der Panzerjägerverbände mit Sturmgeschützen zog sich bis Mitte 1944 hin und wurde nicht bei allen Divisionen zum Abschluss gebracht.
Auch Erdkampfverbände der Luftwaffe erhielten Sturmgeschützeinheiten. So hatte die Brigade zum Jahreswechsel 1941/42 eine Sturmgeschützbatterie. Als aus der Brigade später die Panzerdivision Hermann Göring wurde, erhielt die III. Abteilung ihres Panzerregimentes ebenfalls Sturmgeschütze. Die im Januar 1944 aufgestellten I. und II. Fallschirmjägerkorps hatten ebenfalls jeweils eine Sturmgeschützabteilung.
1944 wurde die Sollstärke der Sturmgeschützabteilungen erneut erhöht. Die nun in Heeres-Sturmgeschütz-Brigade oder Heeres-Sturmartillerie-Brigade umbenannten Sturmgeschützabteilungen waren mit 45 Geschützen (je 14 in drei Batterien und drei für den Abteilungsstab) ausgestattet.
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg fanden die verbliebenen Sturmgeschütze bis in die 1960er-Jahre Verwendung in der finnischen Armee. Die Sowjetunion übergab nach dem Zweiten Weltkrieg Syrien erbeutete Wehrmachtssturmgeschütze, die dort bis zum Sechstagekrieg (1967) eingesetzt wurden.

 

Quellen


http://de.wikipedia.org/wiki/Sturmgesch%C3%BCtz_III
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Waffen/sturmgeschutze.htm

      Bücher:

 

      Waffentechnik im 2. Weltkrieg

 

      Alexander Lüdeke

 

      Parragon Books Ltd

 

      ISBN: 978 - 1 - 4054 - 8584 - 5



      Buch "Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr", Motorbuchverlag

 

      Buch "Der Panzerkampfwagen III und seine Abarten", Motorbuchverlag



    Internet (Letzter Zugriff 22.04.2011)

(Letzter Zugriff 22.04.2011)
http://www.army-guide.com/eng/museum_product346.html (Letzter Zugriff 23.04.2011)
http://hosted.wargamer.com/Panzer/stugc.html (Letzter Zugriff 23.04.2011)
http://www.wehrmacht-history.com/heer/a ... z-33-b.htm (Letzter Zugriff 23.04.2011)



Autor: Hando / Maximus2980


Das Thema

Leichter Ladungsträger Sd.Kfz.302
"Goliath" und "Borgward B IV"

Entwicklung

 

Ende der 30iger Jahre des 20. Jahrhunderts entwickelte die französische Firma "Kégresse" einen Ladungsträger, ein kleines Fahrzeug um Sprengladungen zu transportieren. Als die Wehrmacht den "Westfeldzug" begann, wurde dieses Fahrzeug in der Seine versenkt umso das Fahrzeug nicht in die Hände der Deutschen kommen zu lassen. Es konnte aber geborgen werden und im November 1940 wurde die Firma "Borgward" beauftragt auf Basis dieses Fahrzeuges eigene Entwicklungen zu beginnen. So sollte ein Fahrzeug entwickelt werden, das ferngesteuert und geländegängig war, um so Sprengladungen von mindestens 50kg transportieren zu können, ohne dabei Personal in Gefahr zu bringen. Das Einsatzgebiet sollte die Zerstörung von Bunkern und Befestigungslinien sein sowie Fahrzeuge und andere wichtigen und strategischen Objekte des Feindes. Aus dieser Entwicklung entstand der leichte Ladungsträger "Goliath" (Sd.Kfz. 302). Dieser drahtgelenkte Kleinstpanzer, mit einer Sprengmasse von 60kg, entsprach den gesetzten Vorgaben. Ab April 1942 wurde diese Variante an die Truppe ausgeliefert. Mit Hilfe eines speziellen Transportanhängers, der die Laufrollen des "leichten Zugkraftwagen 3t" hatte, konnte der "Goliath" zum Einsatzort gebracht werden. Dort wurde er dann einsatzbereit gemacht und mit Hilfe der Fernsteuerung und des Elektromotors konnte der Ladungsträger zum Zielobjekt gelenkt und dort zur Detonation gebracht werden.
 

 

 

Vom Goliath "E", "E" für Elektromotor, wurden bis Juli 1944 insgesamt 2650 Exemplare gebaut. Da der Ladungsträger beim Einsatz immer zerstört wurde, da die Sprengladung nicht abgesetzt werden konnte, und der Elektromotor recht teuer war wurden auch Varianten mit Benzinmotor entwickelt. Ab April 1943 wurden die ersten Fahrzeuge des "Goliath" (Sd.Kfz. 303a) ausgeliefert. Insgesamt wurden von dieser Reihe dann 4593 Stück produziert. Diese Ladungsträger konnten 75kg Sprengstoffmasse zum Einsatz bringen.
Ab November 1944 kam ein weiteres Model zum Einsatz. Der "Goliath" (Sd.Kfz. 303b) konnte 100kg Sprengstoffmasse verbringen und wurde mit einer Zahl von 325 Fahrzeugen produziert.

Obwohl die Ladungsträger "Goliath" vom Konzept ihrer Zeit weit voraus waren wurden sie nur in geringer Zahl eingesetzt. Die technischen Möglichkeiten dieser Zeit reichten noch nicht aus um den Ladungsträger zu einem großen Erfolg zu führen. So waren am Ende des Krieges immer noch 2527 Exemplare mit Elektromotor und 3797 Fahrzeuge mit Benzinmotor vorhanden. Auf Grund der schwierigen Handhabung, der hohen Empfindlichkeit und der zu kleinen Sprengladungen kam der "Goliath" nie zum großen Durchbruch.

 

 


Ausführungen


 


 
Sd.Kfz. 302
Hersteller:
Borgward
Zeitraum der Herstellung:
April 1942 bis Juli 1944
Stückzahl:
2650
Stückpreis:
ca. 3000 RM
Gewicht:
370kg
Sprengladung:
60kg
Länge:
1,50m
Breite:
0,85m
Höhe:
0,56m
Motor:
2x Elektromotor,
(Bosch MM/RQL 2500/24 RL2)
Geschwindigkeit:
10 km/h
Fahrbereich:
0,8 - 1,5km
Panzerung:
5mm (Front)

 

 

 


 
Sd.Kfz. 303a
Hersteller:
Borgward
Zeitraum der Herstellung:
April 1943 bis September 1944
Stückzahl:
4594
Stückpreis:
ca. 1000 RM
Gewicht:
365kg
Sprengladung:
75kg
Länge:
1,62m
Breite:
0,84m
Höhe:
0,60m
Motor:
2-Zylinder-Zweitaktmotor;
703 cm³ / 4500 1/min, 12,5 PS (Zündapp SZ7)
Geschwindigkeit:
10 km/h
Tankinhalt:
6 Liter
Fahrbereich:
6 - 12km (Straße),
6 -8km (Gelände)
Panzerung:
10mm (Front)

 


Amerikanische Soldaten bei der Untersuchung erbeuteter "Goliath"-Ladungsträger

 

 
Sd.Kfz. 303b
Hersteller:
Borgward
Zeitraum der Herstellung:
November 1944 bis Kriegsende
Stückzahl:
325
Stückpreis:
ca. 1000 RM
Gewicht:
430kg
Sprengladung:
100kg
Länge:
1,63m
Breite:
0,91m
Höhe:
0,62m
Motor:
2-Zylinder-Zweitaktmotor; 703 cm³ / 4500 1/min, 12,5 PS (Zündapp SZ7)
Geschwindigkeit:
11,5 km/h
Tankinhalt:
6 Liter
Fahrbereich:
6 - 12km (Straße),
6 -8km (Gelände)
Panzerung:
10mm (Front)


Borgward

Schwerer Ladungsträger
Sd.Kfz.301 "Borgward B IV"

 


Borgward IV

 

Dieses, eigentlich als Munitionsschlepper konstruierte Automobil, konnte in der eigentlichen Funktion nicht überzeugen. Ebenfalls war die Verwendung als ferngelenkter Minensucher nicht von Erfolg gekrönt. So entschied man auf höchster Ebene, im Heereswaffenamt, dass man den Borgward als Ladungsträger umkonstruieren sollte. So begann man im April 1942 mit dem Umrüsten der Fahrzeuge. Ab November 1942 kamen diese dann bei der Truppe zum Einsatz. Um größere Strecken zurücklegen zu können, besaßen die Fahrzeuge ausklappbare Fahrererker. So konnte ein Kraftfahrer dieses Kfz über weite Entfernungen fahren. Zum Einsatz wurde der Borgward dann aber per Fernsteuerung gelenkt. Dabei hatte der Bediener mit seiner Fernbedienung eine Reichweite von bis zu 1km.

 


 
Sd.Kfz. 303a
Hersteller:
Borgward
Stückzahl:
1178
Gewicht:
3450kg
Sprengladung:
500kg
Länge:
3,35m
Breite:
1,80m
Höhe:
1,25m
Motor:
Borgward 6M RTBV,
6-Zylinder-Benzinmotor;
2310 cm³, 49 PS
Geschwindigkeit:
38 km/h (Straße)
Fahrbereich:
120km (Straße)
Panzerung:
20mm (Front)



Wenn der Ladungsträger am Ort des Geschehens angekommen war, konnte die 500kg schwere Sprengladung, die vorn am Kfz befestigt war, abgelegt werden. Nachdem dann das Fahrzeug den Gefahrenbereich verlassen hatte, konnte die Zündung erfolgen. Somit hatte diese Variante der Ladungsträger zwei Vorteile gegenüber dem "Goliath". Der Borgward konnte eine stärkere Ladung transportieren und er war wiederverwendbar bzw. wurde nicht beim Einsatz mitvernichtet. Von den Schweren Ladungsträgern "Borgward B IV" wurden 3 verschiedene Ausführungen mit einer Gesamtstückzahl von insgesamt 1178 Exemplaren hergestellt. Diese unterschieden sich nur durch stärkere Panzerung und verstärkter Motorisierung.

Einsatz

Mit Ladungsträgern ausgestattete Truppenteile

 

 



Panzerabteilung ( F.L. ) 300

Die Panzerabteilung 300 wurde am 15. September 1940 mit 2 Kompanien aufgestellt. Dies geschah durch die Umbenennung der " Minenräum-Abteilung 1 ". Wie der Name schon sagt war der eigentlich Auftrag dieser Einheit gewesen Minensperren zu räumen oder durch Schaffen von Minengassen, durch die feindlichen Sperren, den Vormarsch der eigenen Teile zu unterstützen. Am 9.Februar 1942 bekam sie die Zusatzbezeichnung " F.L." und wurde mit den ferngelenkten Ladungsträgern "Goliath" und "Borgward B IV! ausgerüstet. Die Abteilung erhielt des Weiteren eine dritte Kompanie. Sie wurde als Heerestruppe in Südrussland bei der 1. Panzerarmee eingesetzt. Am 9. September wurde sie in " Panzerabteilung ( Fkl. ) 301 " umbenannt.

Panzerabteilung ( Fkl. ) 302

Die Abteilung wurde am 15. Oktober 1942 in Neuruppin, Wehrkreis III, aufgestellt. Die Abteilung wurde aus dem Stab der aufgelösten III. Abteilung vom Panzer-Regiment 10, deren 9. und 10. Kompanie, sowie der 2. Kompanie von der Panzer-Abteilung (Fkl) 301 aufgestellt. Die Abteilung wurde als Heeresgruppe eingesetzt. Am 25. Januar 1943 wurde die Abteilung aufgelöst. Der Stab, die Stabskompanie, die 1. und 2. Kompanie kamen zur Panzer-Abteilung (Fkl) 301, die 3. Kompanie bildete die selbständige Panzer-Kompanie (Fkl) 312. Erneut aufgestellt wurde die Abteilung im Juli 1944 durch den Oberbefehlshaber West. Zur Aufstellung wurden die selbständigen Panzer-Kompanien (Fkl) 311, 315, 316 und 317 herangezogen. Die Abteilung wurde erneut als Heerestruppe aufgestellt und kam zuerst in Frankreich zum Einsatz. Nach erfolgter Auffrischung, verlegte die Abteilung im Dezember 1944 nach Ostpreußen. Im Januar 1945 kam die 4. Kompanie zur Abteilung. Diese wurde aber bald darauf, ca. Ende Februar 1945, zur Bildung der Panzer-Abteilung (Fkl) 303 abgegeben. Zuletzt stand die Abteilung bei der 4. Armee im Einsatz.

Panzerabteilung ( Fkl. ) 303

Die Panzer-Abteilung (Fkl.) 303 wurde am 2. Januar 1945 in Eisenach, im Wehrkreis IX, aufgestellt. Die Abteilung wurde zu 3 Kompanien mit 45 Sturmgeschützen aufgestellt. Dabei wurden neben der Panzer-Kompanie 319 (Fkl.) auch die beiden 4. Kompanien der Panzer-Abteilungen (Fkl) 301 und 302 verwendet. Am 12. Januar 1945 wurde die Verlegung der aufstellenden Kompanien auf den Truppenübungsplatz Grafenwöhr, im Wehrkreis XIII, befohlen. Am 20. Januar 1945 wurde die Herauslösung der Panzer-Kompanie 319 (Fkl.) aus der Front und die Verlegung auf den Truppenübungsplatz Grafenwöhr befohlen. Am 17. Februar 1945 wurde nur noch die Ausstattung der Abteilung mit 31 Sturmgeschützen befohlen. Die Abteilung wurde jetzt auch in Panzer-Abteilung 303 umbenannt. Die weitere Aufstellung sollte als normale Panzer-Abteilung mit Sturmgeschützen, ohne Fkl-Gerät, erfolgen. Am 20. Februar 1945 erging dann der Befehl die Abteilung zur Panzer-Abteilung Döberitz umzubenennen.

 


Quellen

"Waffentechnik im Zweiten Weltkrieg" von Alexander Lüdeke, Parragon-Verlag, ISBN: 978-1-4054-8584-5
"Panzer der Wehrmacht 1933-1945" von Alexander Lüdeke, Motorbuch-Verlag, ISBN: 978-3-613-02953-8
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de
Bundesbildarchiv



Autor: panzermeyer

Das Thema

Pz.Kpf.Wg. VI „Tiger“ Ausf. E Sd.Kfz. 181

 


Entwicklung

Entwicklung



Die Entwicklung des Tigers war vor allem ein Machkampf zwischen Porsche und Henschel. So wurde der Konstruktionsauftrag Anfang 1941 ausgestellt, aber das Heereswaffenamt verlangte schon 1937 einen schweren Infanterie-Panzer. Dieser Panzer sollte den Panzer IV ablösen, der ebenfalls noch in der Entwicklung stand. Dennoch wurde 1938 das Projekt abgebrochen, nachdem Henschel 2 Prototypen entwickelt hat.
Nachdem das Heereswaffenamt neue Forderungen an den Panzer stellte, entwickelte Henschel den "VK 3001 (H)“. Davon wurden 3 Lafetten gebaut, eines wurde später für Versuche benutzt und die anderen beiden zum "Sturen Emil umgebaut". Zur selben Zeit entstand bei Henschel der „VK 3601“. Dieser Panzer hatte eine stärkere Panzerung und eine bessere Bewaffnung und gilt als direkter Vorläufer des Tigers.
Zuerst sollte die Waffe eine 7,5-cm-Kanone mit konischem Rohr sein, aber durch den Mangel an Wolfram entschloss man sich die 8,8-cm-FlaK 37 als Hauptwaffe zu benutzen. Damit ging der Entwicklungsauftrag an Henschel und Porsche.
 



Die erste Vorführung der Prototypen war am 20. April 1942, dem Geburtstag Hitlers.Aus Zeitmangel benutzten beide Unternehmen Bauteile ihrer alten Prototypen. Porsches Panzer war mit einem Benzin-Elektro-Motor ausgestattet und sehr anfällig. Der Panzer von Henschel wurde mit einem Krupp-Turm versehen, da dieser aber nicht passte musste die Chassis umgebaut werden und der Tiger war 12 Tonnen zu schwer. Eine neue Planung mit dem Turm von Rheinmetall-Borsig wurde schnell gestrichen.
Ein Vorteil für Porsche war die Freundschaft zu Hitler. Dieser gab der Porsche-Konstruktion von Anfang an mehr Aufmerksamkeit. Doch dieser fiel auf der Straße schon aus, während der Henschel Panzer leichte Geländefahren absolvieren konnte.
Hitler gab beiden Entwicklern bis Sommer 42 Zeit. Der Henschel Tiger schaffte 1000 km Fahrt im Juli, doch durch viele Defekte blieb er zuerst Front untauglich. Erst als Albert Speer im Oktober 1942 eine Tiger-Kommission einsetzte, fiel die Entscheidung zur Serienfertigung auf den Henschel-Tiger.

 

Erster Einsatz

Erster Einsatz: Leningrad



Der erste Einsatz der neuen Wunderwaffe erfolgte an der Ostfront am 29.August in einem Vorort von Leningrad dem Dorf Mga. Auf Drängen Hitlers wurde der Panzer viel zu früh eingesetzt.
Neben 4 Panzer, waren auch Techniker von Henschel anwesend. Das hügelige, bewaldete und nicht selten versumpfte Gebiet war für den Einsatz des Schweren Panzers mehr als ungeeignet und so vielen 3 der 4 Panzer aus und mussten aufwendig geborgen werden. Reparaturen wurden durch extra aus Deutschland eingeflogenen Ersatzteilen durchgeführt. Der nächste Einsatz der Tigerpanzer endete noch katastrophaler. So fielen alle 4 Panzer aus, wovon einer nicht mehr Berge fähig war und gesprengt wurde. Somit war vor allem der so wichtige Überraschungseffekt zunichte der bei dem späteren Unternehmen Wintergewitter notwendig gewesen wäre.
 

 

Weitere Einsätze

Unternehmen Wintergewitter: Entsatz von Stalingrad



Unternehmen Wintergewitter war der Endsatzangriff der Panzergruppe 4, unter Generaloberst Hermann Hoth, und der 4.Rumänischen Armee auf die seit dem 22.November 1942 eingeschlossene Festung Stalingrad.
In der Stadt an der Wolga waren ein Korps der Panzergruppe 4 und die gesamte 6. Armee eingeschlossen. Dabei waren auch einige Rumänische und Italienische Infanteristen.
Die Panzergruppe 4 hatte für den Frontalstoß auf Stalingrad nur 3 Panzerdivisionen zur Verfügung, wobei nur eine voll ausgerüstet war mit 160 Panzer IV. Die Hoffnung des Angriffes lag bei dem Tiger Panzer, der die Sowjetischen Panzerspitzen stark anschlagen sollte. Und die Überraschung gelang! Die Hälfte der 100 km langen Strecke zwischen HKL und Stalingrad war in 3 Tagen zurückgelegt.
Die Rote Armee warf allerdings immer mehr Verbände vom Einschliessungsring in den Kampf gegen die Panzergruppe 4 und vor allem der 6.Panzerdivision. Der Tiger Panzer war es der die Sowjets aufhielt und danach zurück warf. Besonders hier zeigte sich wie überlegen der Tiger gegen alle Panzertypen der Roten Armee war. Nur die materielle Überlegenheit des Feindes machte es der Tigerbesatzung schwer. Im Kessel von Stalingrad sah man die Leuchtkugeln der Befreier und hörte Nachts den Gefechtslärm immer näher an den Kessel kommen.
Bis Weihnachten 1942... die Rote Armee startete eine Großoffensive gegen die Armeeabteilung "Hollidt" und so drohte der Endsatzarmee selbst die Einkesselung. Die 6. Panzerdivision musste abgetreten werden und so standen hauptsächlich Panzer III und wenige Tiger vor den feindlichen T-34. Nun ging es nicht mehr vorwärts, sondern immer tiefer zurück bis auf die Ausgangsstellung, die wenig später ebenfalls aufgegeben werden musste.
Die 6. Armee konnte nie ausreichend Versorgt werden und so verhungerten die meisten der Gefallenen. Generalfeldmarschall Paulus kapituliertet mit der 6. Armee am 30. Januar 1943. Allerdings nur der Südkessel! Der Nordkessel kapitulierte 3 Tage später. Ca. 10000 weitere Soldaten leisteten bis Mitte März weiteren Widerstand, was erst viele Jahre später bekannt wurde.

 

Das Fazit für den Tiger wie bisher: Stärkster Panzer auf dem Schlachtfeld, aber die technischen Mängel verursachten zu viele Ausfälle.

 

 

Panzerschlacht von Kursk

 

Die Panzerschlacht von Kursk war der erste große Einsatz der Tiger-Panzer. Und genau deshalb war diese Schlacht eine Niederlage für die Wehrmacht. Statt im Frühjahr die Offensive gegen den Frontbogen zuführen, der nach der Winteroffensive der roten Armee von Stalingrad bis zum Don führte, verschob Hitler den Angriffstermin immer wieder um genügend Tiger- und Pantherpanzer an die Front zuwerfen. In dieser Zeit hatte die Rote Armee genügend Zeit ihre Stellungen auszubauen und Minen zulegen. Außerdem stellte Schukow eine riesige Reservearmee, die Steppenfront, hinter dem Schlachtfeld auf.
Die deutschen Streitkräfte griffen am 5. Juli an. Dabei war eine Umklammerung des Frontbogens geplant gewesen. Die nördliche Zange verfügte aber über nicht genügend Truppen und wurde von den Sowjets aufgehalten, so griff nur Erich von Manstein von Süden her an. Dabei waren die Tigerabteilungen 503 und 505 im Einsatz. Allerdings wurde diese katastrophal schlecht eingesetzt. Statt den Schwerpunkt des Angriffes zu bilden, wurde die 503 in 3 Kompanien aufgeteilt und jede Kompanie einer Panzerdivision überstellt. Die 505 blieb zwar komplett, war aber einer Infanteriedivision unterstellt. Die Tiger fielen vor allem an Motorschäden und durch Russische Minen aus. Die Schlacht endete am 16. Juli in einer Niederlage der Wehrmacht. Es waren insgesamt 113 Tiger einsatzbereit und im Kampf.
Die Abschusszahlen sprechen trotz der Niederlage für sich. Die schwere Panzerabteilung 505 schoss in den ersten zwei Tagen der Offensive 111 Sowjetische Panzer ab. Auf dem Höhepunkt der Schlacht bei Prochorowka konnten 15 Tiger an einem Tag 120 Feindpanzer ausschalten.
Die Sowjetischen Panzertruppen gerieten nicht selten in Panik und flohen, statt sich dem Kampf zu stellen. Dies hatte Militärgerichte der Roten Armee zur Folge. Der T-34 war lediglich schneller als der Tiger und so wurden die Sowjetischen Panzerbesatzungen angewiesen, mit Höchstgeschwindigkeit auf den Tiger los zu stürmen und ihn von der Seite und von Hinten kampfunfähig zuschießen. Am Ende verlor die Wehrmacht gerade einmal 13 Tigerpanzer. Bei den folgenden Gegenoffensiven befahl die Sowjetische Führung den Beschuss aller Waffengattungen, auf die nur vereinzelt aufkommenden Tiger. So wurden meist Sekundärschäden, wie z.B. kaputte Optiken und Schäden am Laufwerk, erzielt.

 

 


 

Einsatz in Italien



Nach der Niederlage in Tunesien formierten sich die Truppen der Achsenmächte in Italien neu. Auf der Konferenz von Casablanca schlossen Churchill und Roosevelt die Landung in Frankreich noch aus und entschieden sich für die Besetzung Italiens, um den Mittelmeerraum für sich zu gewinnen.
Die Briten ließen einen toten englischen Soldaten mit Plänen einer Landung in Griechenland an der spanischen Küste aussetzen um Hitler und Mussolini zu täuschen. Am 10. Juli, noch während der Panzerschlacht von Kursk, landete die 7. US-Armee an der Südküste von Sizilien und die 8. Armee der Royal Army an der Südostküste.
Patton nutzte seine 7. Armee und das günstige Gelände und stieß direkt auf Palermo zu, was am 23. Juli fiel. Danach stieß er neben der 8. britischen Armee nach Messina vor. Hier waren 17 Tiger der Panzerdivision "Hermann Göring", wovon nur einer aufs Festland entkam. Die anderen wurden gesprengt.
Von 230.000 Soldaten der Achse entkamen 70.000 Deutsche und 70.000 Italiener. Bereits am 25. Juli wurde Mussolinis Regierung gestürzt und die neue Regierung nahm geheime Verhandlungen mit den Alliierten auf, der am 3. September vereinbart wurde. Das XIII. Korps überquerte einen Tag darauf die Straße von Messina und stieß Richtung Kalabrien, der durch Sabotage Akte der deutschen Wehrmacht verlangsamt wurde.
Am 9. September, einen Tag nach dem der Waffenstillstand Italiens mit den Westalliierten verkündet wurde, landete die 5. US-Armee in Salerno. Montgomery, Befehlshaber der 8. Armee, hatte nun auch die 6. Armee der Briten und landete bei Tarent. Mit 16 Divisionen besetzte die Wehrmacht die viel gerühmte Gustav-Linie/Bernhardt-Linie. Dort folgte der erste Einsatz von 35 Tigerpanzer. Nordwestlich von Monte Cassino hatten die Tiger eine ähnliche Aufgabe wie in Tunesien: das gebirgige Gelände verteidigen.
Später stieß eine schwere Panzerabteilung dazu. Das überraschende war das es so gut wie keine Ausfälle durch die Kinderkrankheiten des Tigers gab. So war für die Tiger nur die Alliierte Luftüberlegenheit eine Gefahr, da die Westmächte über keinen auch nur ansatzweisen Panzer verfügten der dem Tiger gewachsen war. Dieser sollte erst mit dem Pershing kommen. Die alliierten Armeen konnten die Gustav-Linie lange Zeit nicht durchbrechen und so entschlossen sie sich eine Landung in Anzio zu starten. Diese war allerdings ein Desaster und der Brückenkopf wurde am 30. Dezember durch Gegenangriffe des neuen Oberbefehlshaber Süd, Generalfeldmarschall Kesselring, fast vollständig zerstört. Gleichzeitige Angriffe auf die Gustav-Linie führten ebenfalls zu keinem Fortschritt und die beiden Schlachten um Monte Cassino waren Blutverschwendung der Soldaten.
Nach dem Durchbruch der Alliierten am 23. Mai 1944 während der Operation "Diadem" zogen sich die Truppen der Achse zur Albert Linie zurück und danach zur "Gotische Linie". Im schwierigen Gelände fielen viele Fahrzeuge aus und so musste 64 Tiger abgeschrieben werden. An der Gotischen Linie waren darauf nur noch wenige Tiger im Einsatz und fochten bis April 1945 tapfer gegen die Alliierte übermacht. Danach folgte lediglich die Kapitulation der Südfront.
 

Westfront Einsatz



Nach der Landung der Alliierten am D-Day in der Normandie, wurden 3 Schwere Panzerabteilungen mit Tigern dorthin verlegt. Durch Marschausfälle und ähnlichen Problemen konnten nur wenige Tiger gleichzeitig eingesetzt werden und so hatten sie keinen Einfluss auf die Schlacht.
Der britische "Sherman Firefly" war dem Tiger in der Feuerkraft überlegen, sonst konnte niemand dem Tiger etwas anhaben. Bis mitte August wurden durch die wenigen Tiger 500 Panzer der Westmächte abgeschossen, die aber schnell ersetzt wurden.
Nach dem Kessel von Falaise waren keine Tiger mehr an der Westfront. Die meisten wurden gesprengt und nur 37 von 105 abgeschossen, wovon 13 von Fliegern zerstört wurden. Nach der Niederlage in der Normandie, wurden weitere Schwere Panzerabteilungen an die Westfront geschickt. Einer der berühmtesten Tigerkommandanten war Michael Wittmann. Dieser stürmte bei der Schlacht um Schlacht um Villers-Bocage mit seinem Tiger Panzer erst allein, dann mit mehreren anderen Panzern, gegen eine Panzerkompanie der "Desert Rats" und zerstörte 25 Feindpanzer. Beim hinein fahren in die die Stadt wurde sein Tiger von einem Cromwell Panzer ausgeschaltet, aber Wittmann konnte zu Fuß fliehen. So wurde ihm danach die Schwerter zum Ritterkreuz verliehen und er zum SS-Hauptsturmführer befördert.
Wittmann fiel am 08.August 1944, 55 km nördlich von Caen in seinem Tigerpanzer. Die Tiger wurden von den Alliierten meist umgangen und so mussten sich die Abteilungen auf verlustreiche Rückzüge begeben. Erst bei der Ardennenoffensive, vom 16.Dezember 1944 bis zum 30. Januar 1945, wurden die Tiger wieder konzentriert eingesetzt. Dort nahmen 35 Tiger teil. 17 Davon waren bei der Einschließung von Bastogne beteiligt und die anderen 18 beim Vorstoß zur Maas. Während der gesamten Offensive gab es keinen Totalverlust der Tiger-Panzer. Im März 1945 gab es nur noch 13 Tiger an der Westfront.
 

 

Abwandlungen

Abwandlungen des Tigers

 

Befehlspanzer

 

Der Befehlspanzer war die am meisten Produzierte Abwandlung des Tigers. So wurden bis Kriegsende 89 Stück produziert, was sehr gering zu allen anderen deutschen Panzern war. Äußerlich war der Befehlspanzer vom normalen Tiger nur durch eine Sternenantenne oben auf dem Turm zuerkennen. Das MG wurde abmontiert und die Munition auf 66 Schuss reduziert (vorher 92).
Im Turm war ein zweites Funkgerät eingebaut, was vom Ladeschützen genutzt wurde.

 

Sturmtiger

 

Der Sturmtiger besaß vom Tiger nur das Fahrgestell. Auf dem Fahrgestell wurde ein abgeschrägter Kastenaufbau dran montiert. Der Sturmtiger feuerte mit einem 38cm-Raketenmörser und wog ca. 65t. Davon wurden insgesamt 18 Stück hergestellt, die vor allem an der Westfront und den Ardennen eingesetzt wurden.

 

 

 

Bergetiger



Der Bergetiger ist die wohl berühmteste Abwandlung des Tigers. Statt der 8,8cm Kanone war ein kleiner Kran montiert worden. Die ersten dieser Bergetiger wurden direkt an der Ostfront konstruiert. Später wurden 5 Fahrgestelle des Porsche-Tigers zu Bergetigern umgebaut. Beide Varianten konnten nur kleine Lasten tragen.
 

Elefant

 

Der Panzerjäger "Elefant" wurde aus den 90 verbliebenen Fahrgestellen des Porsche-Tigers gebaut. Nach dem der Vorschlag von Porsche abgelehnt wurde, waren die Fahrgestelle nutzlos. So befahl Hitler im Februar 1943 den Bau eines Panzerjägers mit den Fahrgestellen. Der Hybridmotor war eine hochmoderne Technik des Elefants, aber viel zu Stör anfällig und verbrauchte durch den Energieverlust Unmengen an Benzin.
Der Elefant wurde in der Schlacht von Kursk zum ersten Mal eingesetzt. Dort wurde er an die schweren Panzerjägerabteilung 653 und die Schweren Panzerjägerabteilung 654 aufgeteilt.
Der Jagdpanzer wurde aber offensiv eingesetzt und nicht defensiv, was ein totaler Fehleinsatz des Elefants war. Die meisten Fahrzeuge fielen durch Ausfälle des Motors aus. Sobald der Elefant defensiv eingesetzt wurde, war er das Wunderwerk der deutschen Wehrmacht. So konnte ein Elefant an einem Vormittag 22 sowjetische Panzer abschießen.
Die schwere Panzerjägerabteilung 653 konnte von Beginn der Offensive bis zum 27. Juli insgesamt 320 Abschüsse bei 13 eigenen Verlusten erzielen - nur durch de Elefant. Danach wurde der Elefant noch in Italien und an der Ostfront eingesetzt. Die letzten dieser Panzerjäger kämpften im April bei Zossen, südlich von Berlin, und gingen mit der 9.Armee unter.

 

 

Nachfolger

Nachfolgepanzer, der Königstiger



Der Tiger II, auch Königstiger genannt, wurde von Henschel entwickelt und produziert. Dieser Panzer wurde Anfang 1943 zwar bestellt, aber ,da man die Wartung und Produktion mit dem geplanten Panther II gleichstellen wollte, wurde der Prototyp erst im Oktober 1943 ausgeliefert. Die Serienproduktion fand von Dezember 1943 bis März 1945 statt und es wurden 492 Tiger II gebaut. Wobei der August 1944, mit 94 gebauten Königstigern, der Produktionsreichste Monat war. Eine monatliche Produktion von 140 Panzern, konnte nie erreicht werden. Bis August wurde der Tiger II neben dem Tiger I gebaut, dann wurde nur noch der Königstiger hergestellt.
Der erste Einsatz erfolgte bei der Invasion der Alliierten in Frankreich, wo die Panzerlehrdivision mit 5 Königstiger antrat. Am 27. Juni 44 wurde die schwere Panzerabteilung 503 an die Westfront verlegt, dort waren 12 Tiger II eingesetzt worden.
Die schwere Panzerabteilung 501 hatte den ersten Einsatz der Königstiger an der Ostfront. Dort war sie der Heeresgruppe Nordukraine unterstellt und besaß 45 der Giganten. Nach den Niederlagen der deutschen Armeen im Osten und Westen wurden die schweren Panzerabteilungen nacheinander wieder nach Deutschland verlegt und teilweise komplett mit Tigern II ausgestattet. Bei der Ardennenoffensive im Winter 1944/45 waren 86 Tiger II im Einsatz, wovon 2 abgeschossen und 3 aus technischen Mängeln gesprengt wurden. Danach wurde der Tiger II nur noch in Alarmeinheiten eingesetzt.
 

 

Daten

 
 
Hauptbewaffnung:
1 x 8,8 cm KwK 36 L/56
Mitgeführt 92 Schuss.
Nebenbewaffnung:
2 x 7,92 mm MG 34
Mitgeführt 3.920 Schuss.
Ballistische Angaben:
Die 8,8 cm PzGr 39
Geschoßgewicht (kg) 10,16
V0 (m/sec) 810
Durchschlagsleistung bei 90° Auftreffwinkel:
500 m Entfernung ... 111 mm
1000 m Entfernung ... 100 mm
1500 m Entfernung ..... 92 mm
2000 m Entfernung ..... 84 mm
Ballistische Angaben:
Die 8,8 cm PzGr 40
Geschoßgewicht (kg) 7,5
V0 (m/sec) 930
Durchschlagsleistung bei 90° Auftreffwinkel:
500 m Entfernung ... 156 mm
1000 m Entfernung ... 140 mm
1500 m Entfernung ... 125 mm
2000 m Entfernung ... 110 mm
Ballistische Angaben:
Die 8,8 cm H.L.Gr.
Geschoßgewicht (kg) 7,65
V0 (m/sec) 600
Durchschlagsleistung bei 90° Auftreffwinkel:
500 m Entfernung ... 90 mm
1000 m Entfernung ... 90 mm
1500 m Entfernung ... 90 mm
2000 m Entfernung ... 90 mm
 
Produktionszahlen
1942:
78 Stück
1943:
649 Stück
1944:
623 Stück
Gesamt:
1350 Stück

 

 

 
Technische Daten
 
Typ:
VK.4501 (H)
Hersteller:
Henschel
Baujahr:
1942-44
Motor:
Maybach HL 210 P 45,
Maybach HL 230 P 45
(ab Fahrgestell Nr. 250.251)
Zylinderzahl,
Anordnung:
12, V Form 60°
Hubraum (ccm):
21.353
Drehzahl, normal/
maximal (U/min):
25.00/3.000
Höchstleistung (PS):
650 (HL 210), 700 (HL 230)
Leistungsgewicht (PS/t):
11,4
Höchstgeschwindigkeit (km/h):
45,4
Dauergeschwindigkeit (km/h):
Straße 40/Gelände 20 bis 25
Getriebe:
Maybach OVLAR "OG 401216 A"
Anzahl der Gänge V/R:
8/4
Federung:
Drehstäbe, quer
Länge über alles (mm) :
8.450
Breite über alles (mm):
3.705
Höhe über alles (mm):
3.000
Bodenfreiheit (mm):
470
Spurweite (mm):
2.822 bei Einsatzkette/
2.622 bei Verladekette
Kettenbreite (mm):
725 bei Einsatzkette/
520 bei Verladekette
Anzahl der Glieder pro Kette:
96
Gefechtsgewicht (kg):
56.900
Bodendruck (kg/cm²):
1,04
Kraftstoffvorrat (l):
534 (in vier Behältern)
Kraftstoffverbrauch (l/100km):
Straße 535/Gelände 935
Fahrbereich (km):
Straße 100/Gelände 60
Steigfähigkeit:
35°
Kletterfähigkeit (mm):
790
Watfähigkeit (mm):
1.200
Besatzung:
5 Mann

 

 

 
Panzerung
 
 
Wanne
Fahrerfront
100 mm Neigung: 81°
Bug
100 mm Neigung: 10°
Seite
60 mm Neigung: 90°
Heck
80 mm Neigung: 81°
Decke
25 mm Neigung: 0°
Boden
25 mm Neigung: 0°
 
Turm
Blende
110 mm Neigung: 90°
Front
100 mm Neigung: 80°
Seite
80 mm Neigung: 90°
Heck
80 mm Neigung: 90°
Decke
25 mm Neigung. 0-9°


Quellen

Buch:
Hilary Dyole, Der Panzer VI Tiger und seine Abarten
Paul Carell, Unternehmen Barbarossa
Paul Carell, Die Wüstenfüchse
Guido Knopp, Stalingrad - Das Drama
A.A. Evans und David Gibbsons, Der Zweite Weltkrieg

Internet:
Wikipedia Tiger (letzter Zugriff 17.05.2011)
Wikipedia Tiger II (letzter Zugriff 17.05.2011)
Wikipedia Wittmann (letzter Zugriff 17.05.2011)

Video:
Stalingrad - Der Kessel

Autor: Dome

Das Thema

Panzerkampfwagen II (Sd.Kfz. 121)


Allgemeines

Allgemeines



Dieser Beitrag wird sich mit dem leichten Panzerkampfwagen "PzKpfw II" und seinen Varianten beschäftigen. Wie auch der PzKpfw. I. war der PzKpfw. II nur eine Zwischenlösung. Durch die Firmen Krupp, Henschel und MAN sollte ein 10-Tonnen Panzer entwickelt werden der unter dem Tarnnamen "Landwirtschaftlicher Schlepper 100" (LaS 100) laufen sollte. Man entschied sich nach Erprobungen und Beratungen in der Heeresleitung für das Fahrzeug der Firma MAN. 1935 kamen von diesen Panzern die ersten Vorserienmodelle der Ausführungen "a/1", "a/2" und "a/3" zur Auslieferung. Insgesamt wurden 75 Panzer dieser Variante gebaut.
 

 



Trotz mehrerer Varianten die von diesem Panzer gebaut wurden, siehe im weiteren Text, war schnell erkennbar, dass die Panzerung und Bewaffnung zu gering ausfiel. Sein größter Vorteil lag eindeutig in seiner Zuverlässigkeit. Aus diesem Grund wurden die Panzer II bei den Feldzügen in Polen, Frankreich, Russlands und im Wüstensand Nordafrikas eingesetzt. So entschied man im Laufe des Krieges, dass der Panzer II nicht mehr als Kampfpanzer eingesetzt werden sollte. Somit wandelte sich seine Funktion zum gepanzerten Aufklärer und auf der Grundlage des Fahrwerks der Panzer II wurden weitere Umbauten entwickelt und produziert. So entstanden auf dieser Basis zum Beispiel auch 52 schwimmfähige Fahrzeuge für die geplante Invasion in England, aber auch die PaK- und Artillerieselbstfahrlafetten Marder-II (Sd.Kfz. 131 und 132), Sturmpanzer II bzw. Bison II ( Sd.Kfz. 121/122) und Wespe ( Sd.Kfz. 124 ). Eine weitere Verwendung war die Aufgabe eines Munitionsschleppers oder eines Pionierpanzers ohne Turm.
 

 

Ausführung B - F

Die Ausführungen des PzKpfw. II mit Serienreife


 

Ausführung "B"

 

technische Daten
 
 
Hersteller MAN, Daimler Benz
Gefechtsgewicht 7,9 Tonnen
Länge 4760mm
Breite 2140mm
Höhe 1960mm
Motor Maybach HL 62 TRM, 6-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum 6191ccm
Leistung kw/PS 103/140
Leistungsgewicht 17,7 PS/t
Höchstgeschwindigkeit 40 km/h (Straße),20 km/h (Gelände)
Kraftstoffvorrat 170 Liter
Fahrbereich 200km (Straße),125km (Gelände)
Besatzung 3 Soldaten
Bewaffnung 1x 2cm KwK 30, 1x 7,92mm MG-34
Panzerung 5-13mm, die Blende bis 15mm
Wattiefe 0,92m

 

In der "Ausführung a" kam der Maybach-Motor HL 57 TR mit 130 PS zum Einsatz. Im Februar und März des Jahres 1937 wurden dann von MAN und Daimler Benz 25 Stück der Ausführung "b" gebaut. Der Unterschied von Ausf. "a" und der Ausf. "b" waren der stärkere Motor sowie das verbesserte Abgas-, Kühl- und Getriebesystem. Obwohl es sich bei diesen beiden Ausführungen des Panzerkampfwagens II nur um Vorserienmodelle handelte kamen diese in den Anfangsmonaten des 2. Weltkrieges zum Einsatz. Um Verwirrungen zu vermeiden noch eine Anmerkung. Wenn bei den einzelnen Ausführungen von a,b, oder c gesprochen wird handelt es sich um die Vorserienmodelle ( kleine Buchstaben ). Bei der Verwendung von z.B. A, B oder C handelt es sich um die Modelle der Serienproduktion ( große Buchstaben ).

 

 


 

Ausführung "C"

 

technische Daten
 
 
Hersteller MAN, Wegmann, Famo
Gefechtsgewicht 8,9 Tonnen
Länge 4810mm
Breite 2280mm
Höhe 2020mm
Motor Maybach HL 62 TRM, 6-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum 6191ccm
Leistung kw/PS 103/140
Leistungsgewicht 15,7 PS/t
Höchstgeschwindigkeit 40 km/h (Straße),19 km/h (Gelände)
Kraftstoffvorrat 170 Liter
Fahrbereich 200km (Straße),100km (Gelände)
Besatzung 3 Soldaten
Bewaffnung 1x 2cm KwK 30, 1x 7,92mm MG-34
Panzerung 5-14,5mm, die Blende bis 16mm
Wattiefe 0,92m

 

Im März 1937 kam ein weiteres Vorserienmodel zum Einsatz. Der PzKpfw. II Ausf. "c" hatte gegenüber seiner Vorgänger ein neues Laufwerk. Dieses besaß 5 einzeln gefederte mittelgroße Laufrollen und wurde später auch in den Serienversionen benutzt. Die Ausführung "c" hatte auch noch eine stärkere Panzerung erhalten. Aber schon im Polenfeldzug wurde klar, dass auch diese Verstärkung nicht ausreichend war. Bis April 1940 entstanden von den Ausführungen "c, A, B, C" insgesamt 1113 Panzer. Sie waren somit am Anfang der deutschen Panzertruppe als "Rückgrat" anzusehen. Durch Umbauten von Panzern der Ausführung "B" entstanden etwa 200 Panzerbefehlswagen. Diese hatten einen starren Turm sowie ein zusätzliches Funkgerät.

 

 


 

Ausführungen "D" und "E"

 

technische Daten
 
 
Hersteller MAN, Daimler Benz
Gefechtsgewicht 10 Tonnen
Länge 4650mm
Breite 2300mm
Höhe 2060mm
Motor Maybach HL 62 TRM, 6-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum 6191ccm
Leistung kw/PS 103/140
Leistungsgewicht 14 PS/t
Höchstgeschwindigkeit 55 km/h (Straße),19 km/h (Gelände)
Kraftstoffvorrat 200 Liter
Fahrbereich 200km (Straße),130km (Gelände)
Besatzung 4 Soldaten
Bewaffnung 1x 2cm KwK 30 L/55, 1x 7,92mm MG-34
Panzerung 5-30mm
Wattiefe 0,92m


 

Die Ausführung D, die ab Mai 1938 produziert wurde, war abgesehen vom Turm und der Bewaffnung praktisch gesehen neu. Anstatt eines 5-rädrigen Laufwerkes waren nun 4 Laufrollen vorhanden. Durch dieses neue Fahrwerk konnte, trotz gleichem Motor wie in den Vorgängerausführungen, eine höhere Geschwindigkeit auf der Straße erreicht werden. Durch das gestiegene Gewicht sank aber die Geländegängigkeit. Außerdem waren in dieser Ausführung 4 Mann Besatzung vorgesehen. Die Ausführung "E" unterschied sich nur in sehr kleinen Details von der Ausführung "D". So waren nur kleine Veränderungen an Gleisketten und Laufwerk durchgeführt worden. Insgesamt wurden 250 Panzer der Ausf. "D" und "E" produziert, die größtenteils in den leichten Divisionen eingesetzt wurden.

 

 


 

Ausführung "F"

 

technische Daten
 
 
Hersteller MAN, Wegmann, Famo, Miag
Gefechtsgewicht 9,5 Tonnen
Länge 4810mm
Breite 2280mm
Höhe 2150mm
Motor Maybach HL 62 TRM, 6-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum 6191ccm
Leistung kw/PS 103/140
Leistungsgewicht 14,7 PS/t
Höchstgeschwindigkeit 40 km/h (Straße),19 km/h (Gelände)
Kraftstoffvorrat 170 Liter
Fahrbereich 200km (Straße),100km (Gelände)
Besatzung 3 Soldaten
Bewaffnung 1x 2cm KwK 38, 1x 7,92mm MG-34
Panzerung 5-35mm
Wattiefe 0,92m



Obwohl die leichte Panzerung und Bewaffnung als Mangel erkannt wurde gab es ab März 1941 eine weitere Ausführung des PzKpfw. II die in die Wehrmacht eingeführt wurde. Diese Variante hatte eine bessere und modernere KwK und einige Details am Fahrzeug wurden verändert. Trotzdem war der Panzer II Ausf. "F" zu schwach gepanzert um gut gegen andere Kampfpanzer bestehen zu können. Diese Tatsache führte dazu das die Ausf. "F" nicht mehr als Kampfpanzer eingesetzt wurde sondern eher als gepanzertes Aufklärungsfahrzeug. Von dieser Ausführung entstanden insgesamt 524 PzKpfw. die jedoch ab 1943 beginnend aus den Frontverbänden herausgezogen wurden.

Flamingo/Luchs

Ausführung "Flamingo"

 

technische Daten
 
 
Hersteller Umbau durch Wegmann
Gefechtsgewicht 10,5 Tonnen
Länge 4650mm
Breite 2300mm
Höhe 1850mm
Motor Maybach HL 62 TRM, 6-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum 6191ccm
Leistung kw/PS 103/140
Leistungsgewicht 13,3 PS/t
Höchstgeschwindigkeit 55 km/h (Straße),19 km/h (Gelände)
Kraftstoffvorrat 200 Liter
Fahrbereich 200km (Straße),130km (Gelände)
Besatzung 3 Soldaten
Bewaffnung 2x Flammenwerfer, 1x 7,92mm MG-34
Panzerung 5-30mm
Wattiefe 0,92m

 

Diese Ausführung des PzKpfw. II. wurde als Flammenwerfer-Panzer eingesetzt. Ab Mai 1940 entstanden bei der Firma Wegmann in Kassel 90 dieser Panzer. Als Basis für den Umbau diente das Fahrgestell der Ausf. " D" und "E." Auf dieses Fahrzeug wurde vorn auf der Kettenabdeckung je ein kleiner Turm mit Flammenwerfer angebaut. Mit je 160 Liter Flammöl pro Turm konnten bis zu 80 Feuerstöße von zwei bis drei Sekunden ausgeführt werden. Die Ausführung "Flamingo" kam nur an der Ostfront zum Einsatz, bewährte sich aber nicht und wurde Ende 1942 wieder aus der Front gezogen. Die Fahrgestelle wurden darauf meist dafür genutzt um sie zu "Marder II" umzubauen.


 

Ausführung "L" "Luchs"

 

technische Daten
 
 
Hersteller MAN
Gefechtsgewicht 11,5 Tonnen
Länge 4630mm
Breite 2480mm
Höhe 2210mm
Motor Maybach HL 66 P, 6-Zylinder-Benzinmotor
Hubraum 6754ccm
Leistung kw/PS 132/180
Leistungsgewicht 15,6 PS/t
Höchstgeschwindigkeit 60 km/h (Straße),42 km/h (Gelände)
Kraftstoffvorrat 236 Liter
Fahrbereich 290km (Straße),175km (Gelände)
Besatzung 3 Soldaten
Bewaffnung 1x 2cm KwK 38, 1x 7,92mm MG-34
Panzerung 10-30mm
Wattiefe 1,40m



Schon seit 1939 war man daran beschäftigt den PzKpfw. II. grundlegend zu verändern. Durch die Firma MAN wurde versucht ein mobiles, gut gepanzertes Aufklärungsfahrzeug zu entwickeln. Es gab viele Versuchsmodelle eines Panzer II "Neuer Art (n/A)", das waren die Ausf. "G", "H" und "J", die schließlich zur Serienreife des Panzers VK 1303 führten. Diese Ausführung, die später als "Luchs" bekannt wurde, hatte eine verstärkte Panzerung und ein verschachteltes Laufwerk. Der "Luchs" sollte in einer Stückzahl von 3600 Panzern entstehen. 100 Fahrzeuge mit einer KwK 38 wurden gebaut und an die Truppe ausgeliefert. Die restlichen Fahrzeuge, die eine 5cm KwK 39/L 60 erhalten sollten und einen nach oben offenen Turm besaßen, wurden nie produziert.