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Das Thema

Jagdpanzer VI „Jagdtiger“ Sd.Kfz. 186


Entwicklung

Entwicklung



Da während des Zweiten Weltkrieges auf Basis eines beinahe jeden neuen Panzerkampfwagens ein Jagdpanzer mit festem Aufbau entwickelt wurde, begann man auch schon frühzeitig mit der Planung eines Jagdpanzers auf Basis des Panzerkampfwagens "Tiger II". Die Gründe dafür sind relativ schnell zu nennen. Auf Grund des fehlenden Turmes konnte man Ressourcen und Geld einsparen und gleichzeitig bestand die Möglichkeit eine, im Vergleich zum entsprechenden Kampfpanzer, stärkere Bewaffnung einzubauen. Somit gab das Oberkommando des Heeres am 22. Februar 1943 den Auftrag an die Firmen Krupp und Henschel aus um eine Neukonstruktion eines Jagdpanzers zu entwickeln. So wurde schon, während der "Tiger B" sich noch bei Henschel in Entwicklung befand, mit der Planung und Entwicklung des "Jagdtiger" mit einer 12,8-cm-Kanone ausgerüstet begonnen. Somit kümmerte sich die "Abteilung Artillerie-Konstruktion in Essen" von der Firma Krupp um die Bewaffnung und die Firma "Henschel und Sohn" in Kassel um den Aufbau und das Fahrgestell.
 

 

 


 
Hersteller
Typ:
VK.4503
Hersteller:
Nibelungenwerke
Baujahr:
1944-45
 
Produktionszahlen
1944
48
1945:
ca. 22
Gesamt:
70-80 (es gibt verschiedene Angaben)

 

Bereits am 12. April 1943 konnte die Firma Henschel zwei Entwürfe vorstellen. Dabei besaß ein Entwurf einen hinten liegenden Motor und bei der anderen Variante war der Motor vorverlegt. Nach langen Überlegungen entschied das Heereswaffenamt am 5. Mai 1943 das Fahrgestell des Tigers II dafür zu nutzen, da dieses die ideale Basis für Henschels Entwurf mit dem hinten liegenden Motor war. Entscheidend für diesen Vorschlag war aber nicht nur das das Fahrgestell des "Tiger II" schon da war, sondern das man durch die Nutzung vom bereits vorhandenem Fahrgestell eine teure Neukonstruktion verhinderte. Des Weiteren war so eine schnellere und kostengünstigere Fertigung möglich.

 

 



Im Oktober 1943 konnte auf dem ostpreußischem Truppenübungsplatz Arys dem "Führer" bereits ein Holzmodel vorgestellt werden. Im Februar 1944 wurden zwei Prototypen zur Erprobung an das Heereswaffenamt in Kummersdorf ausgeliefert. Dabei besaß ein Prototyp das Laufwerk von Porsche und der andere Prototyp eins von Henschel. Das Laufwerk von Porsche war, im Gegensatz zu dem von Henschel, platzsparender sowie einfacher und billiger zu produzieren. Des Weiteren war es leichter als das seines Pendants und man konnte so fast 2000 kg am Gesamtgewicht sparen. Allerdings war es nicht so robust wie das von Henschel, so wurden nur elf Fahrzeuge mit Porsche-Fahrgestell gebaut. Der Grund für die serienmäßige Verwendung des Henschel-Laufwerkes war die Erprobung und Vergleichsprüfungen. Dort wurde bei der Laufwerkserprobung am 5. Mai 1944 festgestellt, dass das Porschelaufwerk zu einer fast unerträglichen Beschleunigung der Nickbewegung führte. Da man versuchte dieses Manko auf die Ketten vom Typ Gg 24/800/300 zu schieben, gab es beim Jagdtiger mit der Fahrgestellnummer 305004 den Versuch durch Ketten vom Typ Kgs 62/640/130, vom Jagdtiger Ferdinand, diesen Mäkel zu beseitigen. Aber auch dieser Versuch zeigte die gleiche Aufschaukelung der Federung. Somit erhielt das Henschel-Laufwerk den Zuschlag.
 


 
Maße und Gewichte
Gewicht:
69,9 t (Porsche-Laufwerk),
71,7 t (Henschel-Laufwerk)
Gewicht des Geschützes:
7 t (12,8-cm-Kanone)
Gefechtsgewicht:
75,2 t
 
Länge über alles,
mit Rohr nach vorn:
10,37 m (Porsche),
10,654 m (Henschel)
Breite über alles:
3,59 m (Porsche),
3,625 m (Henschel)
Höhe:
2,92 m (Porsche),
2,945 m (Henschel)
Rohrüberstand:
3,05 m (12,8-cm-Kanone)
Feuerhöhe:
2,172 m
Bodenfreiheit:
0,56 m (Porsche), 0,48 m (Henschel)
Kletterfähigkeit:
0,88 m
Steigfähigkeit:
bis zu 35°
Watfähigkeit:
1,75 m
Grabenüberschreitfähigkeit:
2,50 m



Trotz des mangelhaften Laufwerkes entstanden insgesamt 10 Jagdtiger mit dem Porsche-Laufwerk. Der Grund hierfür war, dass das Niebelungenwerk die Betriebsmittel umstellen musste, um in die Serienproduktion des Henschel-Laufwerkes gehen zu können. In diesem Zeitraum wurden die 10 Jagdpanzer hergestellt. Ab September 1944 war die Umstellung beendet und nur noch die Henschel-Laufwerke wurden zur Produktion benutzt.

Produktion

Produktion

 

Trotz der Anlaufschwierigkeiten bei der Produktion konnten die Niebelungenwerke bis September 1944 insgesamt 14 Jagdtiger herstellen und ausliefern. Durch einen schweren Bombenangriff am 16. Oktober 1944, der das Werk mit 143t Bomben traf, wurde die Produktionsleistung so beeinflusst das nur 9 Jagdtiger im Oktober ausgeliefert werden konnten. Im November war die Produktion immer noch eingeschränkt und es wurden nur 6 Fahrzeuge ausgeliefert. Erst im Dezember 1944 konnten 20 Jagdpanzer ausgeliefert werden und somit die Produktion wieder stark steigern.

 

 



Im Oktober 1944 wurde auf einer Konferenz beschlossen, dass nur eine Serie der Jagdtiger in Stärke von 150 Fahrzeugen hergestellt werden sollte. Nach diesen Fahrzeugen sollte die frei gewordenen Produktionskapazität für die Fertigung der Kampfpanzerwagen "Panther" verwendet werden. Diese Entscheidung hielt bis zum Januar 1945. Dort entschied Adolf Hitler die Produktion nicht, wie bisher besprochen, einzustellen sondern noch weiter zu steigern. So sollten vom Niebelungenwerk, von Januar bis April 1945, zusätzlich weitere 100 Jagdtiger produziert werden und danach sofort auf die Produktion von Kampfpanzerwagen "Tiger II" umzusteigen. Da weitere Jagdtiger hergestellt werden sollten, wäre ab April 1945 die Firma Jung in Jungenthal mit der Produktion beauftragt worden. Diese Firma hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch kein einziges gepanzertes Fahrzeug produziert. Die Firma Jung sollte im Mai 5, im Juni 15 und von Juli bis Dezember je 25 Stück herstellen. Das blieb aber Utopie, da durch Personalengpässe, Bombardierungen und anderen Schwierigkeiten diese Produktionen nicht stattfinden konnten.
 

 

 

Dies ist auch der Grund das Jagdtiger mit 8,8cm L/71 PaK ausgerüstet wurden. Durch einen Engpass bei den 12,8cm Geschützen wurde der Befehl heraus gegeben die schon fertigen Jagdtiger-Fahrgestelle mit den 8,8cm L/71 PaK aufzurüsten um die Fahrzeuge einsatzbereit zu bekommen und in die Einheiten zu schicken.

 

 

Veränderungen

Veränderungen an den Jagdtigern

 

Im Laufe der Herstellung der Jagdtiger gab es einige Veränderungen die mit in die Produktion einflossen. Folgend gibt es eine Auflistung der wichtigsten Veränderungen.

 

 

 

Juli 1944: Die Blechabdeckungen um die Auspuffrohre entfallen bei der Fertigung
August1944: Die Rohrstütze für die Hauptbewaffnung wird am oberen Bugblech angebracht. Bei älteren Fahrzeugen wird sie nachgerüstet.
September 1944: Auf Grund starrer Verbindungskettenglieder konnte jeder zweite Zahn beim Antriebsrad entfallen. Dadurch gibt es eine Reduzierung von 18 auf 9 Zähne. Die fabrikmäßige Anbringung von "Zimmerit" als Schutzanstrich entfällt auf Anordnung des OKH.
November 1944: Die Halterungen und der Holzklotz für die 20t-Wagenwinde wird am Fahrzeug nicht mehr angebracht. Die Winde ist zu leicht für den Jagdtiger und somit unbrauchbar.
Dezember 1944: Anstelle der je 4 Paar Gleisketten pro Seite wird begonnen je 6 Paar Gleisketten pro Seite an das Fahrzeug anzubringen.
Februar 1945: Es wird begonnen "Pilze" am hinteren Aufbau und an der oberen Ecke der Seitenbleche anzubringen. Diese "Pilze" sollen als Aufnahme für den Behelfskran 2t dienen.

Bewaffnung

Bewaffnung und Munition

 

Die Bewaffnung des "Jagdtigers" bestand aus der 12,8 cm Panzerjägerkanone 80 L/55. Diese hatte einen Schwenkbereich im Seitenrichtfeld von 20 Grad, 10 Grad zu jeder Seite, im Höhenrichtbereich +15Grad und -7,5Grad und eine extreme Durchschlagskraft. Mit dieser Panzerjägerkanone 80 L/55 konnten gegnerische Panzerfahrzeuge bis zu 3.500 m vernichten (auf 3.000 m durchschlug die Panzergranate 43 noch 155 mm Panzerstahl). Auf Grund des Gewichtes der Geschosse wurden diese als getrennte Munition verwendet, welche während der Ladeprozedur in der Kanone zusammengesetzt werden musste. Denn der Geschosskopf der 12,8 cm Panzergranate 43 wog 28,3 kg und damit mehr als eine komplette Patrone für die 8,8 cm KwK 43. Die dazu gehörende Kartusche wog insgesamt sogar 26,6 kg, denn die 11,6 kg schwere Hülse enthielt eine Treibladung von 15 kg Gewicht, und damit war ein Gesamtgewicht von fast 60 kg nach jedem Schuss zu bewegen. Auch die Sprenggranate die mit dem Jagdtiger verschossen werden konnte hatte ein ähnliches Gewicht. Die 623 mm lange und 28 kg schwere Sprenggranate trug 3,6 kg Sprengstoff und konnte mit Hilfe einer 12,2 kg schweren Treibladung, ebenfalls in einer 11,6 kg schweren Hülse befindlich, auf bis zu 12.200 m weit verschossen werden.

 


 
Bewaffnung
Hauptbewaffnung:
12,8 cm Pak 44 L/55 (40 Schuss)
Länge des Rohres:
7,02 m
Seitenrichtfeld:
zu beiden Seiten 10°
Alternativbewaffnung:
8,8-cm-PaK 43/3 L/71



Da durch diese Maßnahme der Nachladeprozess verlängert wurde, bestand die Besatzung des Jagdtigers, nicht wie üblich aus 5 sondern, aus 6 Soldaten. Es kamen nämlich zwei Ladeschützen zum Einsatz. Somit besteht die Panzerbesatzung beim Jagdtiger aus Kommandant, Richtschütze, zwei Ladeschützen, Fahrer und Bordfunker. Als Sekundärbewaffnung stand dem Bordfunker in der rechten Seite der Wanne, ein 7,92 mm MG 34 zur Verfügung mit dem feindliche Infanterieangriffe abgewehrt werden konnten. Der mitgeführte Munitionsvorrat bestand aus 40 getrennten Panzergranaten (jeweils 40 Treibladungen und 40 Geschosse) sowie 1500 Patronen für das 7,92 mm MG 34.
 


 
Munitionsarten
 
Panzergranate 43
Länge:
49,65 cm
Gewicht der Granate:
28,3 kg
Sprengladung:
0,55 kg
Gewicht der Treibladung:
15 kg
V°:
920 m/sek
 
Sprenggranate
Länge:
62,3 cm
Gewicht der Granate:
28,0 kg
Sprengladung:
3,6 kg
Gewicht der Treibladung:
12,2 kg
V°:
750 m/sek
 
 



Zum Ende des Krieges bestand ein Engpass bei der Herstellung der 12,8 cm Panzerjägerkanone 80 L/55. Aus diesem Grund wurde bei einigen der Jagdtiger die in den letzten Kriegsmonaten hergestellt wurden die 8,8-cm-PaK 43/3 L/71 eingebaut. Diese Variante erhielt die Bezeichnung Panzerjäger Tiger für 8,8 cm PaK 43/3 (Sf) (Sd.Kfz. 185).

Panzerung/Motor

Panzerung

 


 
Panzerung
Wanne
150 mm Fahrerfront / Neigung: 40°
100 mm Fahrerfront unten / 40°
80 mm Wannenseiten / 65°
80 mm Heck / 60°
40 mm Decke am Heck / 0°
40 mm Wannendecke an der Front / 0°
Turm
Blende: 250 mm / rund
Turmfront: 250 mm / 75°
Seiten: 80 mm / 65°
Heck: 80 mm / 80°
Decke: 45 mm / 0°
 

 

Die Panzerung des Jagdtigers machte den Großteil des Gesamtgewichtes aus. Dies lag daran das die Frontpartie stark gepanzert war. Allein an der Front der Wanne betrug die Stärke der Panzerung 150 mm und an der Panzerscharte des Aufbaus waren es sogar 250 mm. An den Seiten des Jagdtigers war immer noch eine Wandstärke von 80mm vorhanden und die 12,8cm Panzerabwehrkanone wurde durch eine effektive Saukopfblende geschützt. Somit kann man mit gutem Recht behaupten das der Jagdtiger einer der bestgepanzerten Fahrzeuge des 2. Weltkrieges war. Auf Grund der extremen Frontpanzerung ist auch kein Treffer bzw. Abschuss durch einen frontalen Treffer bekannt. Der Vorteil der Panzerung musste aber mit dem Preis der geringen Beweglichkeit und dem schnellen Ausfall von Motor und Getriebe bezahlt werden.

 

 

 

Motor und Getriebe

 

Für den Jagdtiger wurden die Motoren der Serie "Maybach HL 210/HL 230" verwendet. Diese wurden auch schon für die schweren deutschen Kampfpanzern "Tiger I", "Panther", "Tiger II" und deren Abarten verwendet. Die Entwicklung des HL 210 begann bereits im Juni 1941 und dauerte insgesamt gerade mal 8 Monate. Da aufgrund der akuten Lage an der Ostfront schnell die neuen Panzerkampfwagen Panther und Tiger an die Front kommen sollten, entfiel die sonst sehr ausgiebige Erprobung durch die Firma Maybach. Deshalb hatten die Motoren der HL 210/230-Serie bis Anfang 1944 mit schweren "Kinderkrankheiten" zu kämpfen die oft zu Ausfällen der Panzerkampfwagen führten. Die Motoren HL 210 fanden in den Tigern Ausf. E Verwendung. Diese Triebwerke hatten einen Zylinderblock aus Leichtmetall. Nach einer Umstellung der Serienproduktion von Leichtmetall auf Grauguß entstand der HL 230. Diese Variante hatte zwar ein höheres Gewicht von 250kg, dadurch wurde aber andererseits eine größere Steifigkeit garantiert und durch die dadurch mögliche Erhöhung des Hubraumes konnten 37kW / 50PS mehr Leistung erzielt werden.

 


 
Motor und Reichweite
Motor:
700 PS Maybach HL 230 P 30, 12-Zylinder-Ottomotor
Hubraum (ccm):
23.095
Drehzahl, normal/maximal (U/min):
2.600/3.000
Höchstleistung (PS):
600/700
Getriebe:
Maybach OLVAR "B 401216"
Anzahl der Gänge V/R:
8/4
Federung:
Drehstäbe, quer
Spurweite (mm):
2.790/2.610 bei Verladekette
Kettenbreite (mm):
800/660 bei Verladekette
Höchstgeschwindigkeit:
Straße: 38 km/h
Gelände: 17 km/h
Kraftstoffvorrat:
865 l
Reichweite:
170 km (Straße),
120 km (Gelände)

 

Aber auch diese Leistungssteigerung konnte die Motorprobleme des Jagdtigers nicht lösen. Das Gesamtgewicht von ca. 70 Tonnen sorgte dafür, dass der Panzer immer den Motor und das Getriebe überlastete, da sie ständig im Grenzbereich laufen mussten. Denn der Motor war ursprünglich für ein Panzerfahrzeug der Gewichtsklasse eines Panthers ausgelegt worden, so kam er zwar mit dem 55 t schweren Tiger I noch einigermaßen gut zurecht aber mit dem 70 t schweren Jagdtiger war er klar überfordert. Das "Maybach Achtgang-OLVAR OG 40 12 16-B" Getriebe wurde im "Tiger II" standardmäßig benutzt und leistete dort gute Dienste, aber mit dem Gewicht des Jagdtigers war es überlastet. Diese beiden Baugruppen sorgten dafür, dass der Jagdtiger oft ohne Feindeinwirkung ausfiel. Deshalb wurde der "Jagdtiger" weniger als Jagdpanzer, sondern eher als "fahrende Bunker" zur Infanterieunterstützung eingesetzt.

 

 

 

Gründe für die technischen Ausfälle der Jagdtiger

 

- durch die doppelteilige Kette kommt es zu starken Stößen da das Fahrwerk zu hart gefedert ist. Dies führt zur Dejustierung der Kanone.
- seitliche Überlastung der Kette im Gelände, z.B. bei Fahrten in Hohlwege oder auf steinigem Untergrund, führt zum Aufbiegen der Kette oder zum Brechen der Kettenbolzen
- Motor-Pleullager-Schäden
- Getriebeschäden
- Kurzschlüsse als Folgeerscheinung von Motorbränden
- Schäden an der Ventilsteuerung der Motoren
- Bruch der Lüfterwellen mit der Folge des Überhitzens oder eines Motorbrandes

Einsatz

Einsatz der Jagdtiger

 

 

 

Der Jagdpanzer "Jagdtiger" wurde auf Grund der geringen Stückzahl nicht großflächig an die Wehrmacht ausgegeben. Die erste Einheit die Jagdtiger erhalten sollte, war die 3. Kompanie der Panzerjäger-Lehrabteilung 130. Sie sollte die ersten 14 Jagdpanzer erhalten, aber durch die Produktionsverzögerungen geschah dies nicht. Die Einheit erhielt stattdessen 9 Jagdpanzer IV.

 

In der Schwere Panzerjägerabteilung 653

 

 



Diese Einheit war die erste die die neuen Jagdtiger erhielt. Der Grund hierfür war recht einfach. Die schwere Panzerjäger-Abteilung 653 hatte schon im Russlandfeldzug sowie in Italien Kampferfahrungen mit dem Elefanten gesammelt und konnte sich so leichter auf die schweren Jagdtiger umstellen. Im Oktober 1944 erhielt die Abteilung die ersten zwölf fabrikneuen Jagdpanzer VI Jagdtiger. Die Abteilung, die vorher mit dem Jagdpanzer "Elefant" ausgerüstet war, begann sofort mit der Umschulung auf die "Jagdtiger", wobei Soldaten der Abteilung direkt im Nibelungenwerk mitarbeiteten, um sich mit den Jagdpanzern vertraut zu machen. Nach dem Erhalt weiterer Jagdpanzer im November, verlegte die Abteilung im Dezember 1944 mit 16 Jagdpanzern an die Westfront. Sie sollte im Rahmen der Ardennen-Offensive zum Einsatz kommen. Dazu wurde die 1. Kompanie der Panzerjäger-Abteilung mit 14 Jagdpanzern per Bahntransport in Richtung Westfront verlegt um schließlich in Wittlich-Wengerohr anzukommen. Die Entladung dort fand am 12. Dezember 1944 statt. Um näher an den Bereitstellungsraum für die Offensive zu kommen wurden 3 Züge angefordert, aber nur ein Zug erreichte die Kompanie. So wurde am 19. Dezember mit der Beladung von 6 Jagdtiger begonnen. Am 21. Dezember wurden diese Fahrzeuge dann in Blankenheim wieder entladen. Der Verlauf der Offensive verhinderte aber einen Einsatz der Abteilung. Sie war nur ein Teil der Reserve gewesen und sollte sie deshalb an der Operation Nordwind teilnehmen. Hierbei versuchte die Wehrmacht vom 31. Dezember 1944 bis zum 25. Januar 1945 im Elsass und in Lothringen eine letzte militärische Offensive an der Westfront durchzuführen. Diese Operation war als Unterstützung zur Ardennen-Offensive geplant gewesen. Um an dieser Operation teilnehmen zu können erhielt die 653. am 23. Dezember den Befehl nach Zweibrücken zu verlegen. Hierzu sollte am 26. Dezember 1944 ein Bahntransport stattfinden. Aber auf Grund fehlender Züge konnte dieser Transport nicht stattfinden. So erhielt die 653. den Befehl die 14 Jagdtiger auf der Straße zu verlegen. Die 8 Jagdtiger aus Wittlich-Wengerohr sollten nach Boppard verlegen und die 6 Jagdtiger von Blankenheim nach Reifsdorf. Die 8 Jagdtiger, fast alle mit Porsche-Laufwerk, kamen nie in Boppard an. Sie lagen im Februar 1945 immer noch, durch mechanische Probleme ausgefallen, verstreut im Moseltal. Von den 6 Jagdtigern aus Blankenheim fielen 2 aus, der Rest erreichte am 2. Januar Zweibrücken. Dort wurden die restlichen 4 Jagdpanzer mit drei zusätzlich, aus Döllersheim in Österreich angelieferten Fahrzeugen, zusammengefasst. Diese 7 Kfz wurden der 17. SS-Panzergrenadier-Division "Götz von Berlichingen“, im Rahmen der 1. Armee der Heeresgruppe G, unterstellt. Es ist kein Einsatz der Jagdtiger während der Operation "Nordwind" bekannt. Nach dieser Offensive meldete die Schwere Panzerjäger-Abteilung 653. 6 Jagdtiger als einsatzfähig, ein Fahrzeug war defekt und musste in die Instantsetzung.
 

 

 

Ende des Jahres 1944 sollte dann eine 2. Kompanie aufgestellt werden. Diese traf dann, ab dem 23. Januar 1945 beginnend, bei den Abteilungen an der Front ein. Dieser Einheit waren 33 Jagdtiger direkt zugewiesen worden. Zusätzlich erging der Befehl 11 Jagdtiger, davon 7 mit Porsche-Laufwerk, vom Ersatzheer an die 653. zu unterstellen. Somit bestand, nach dem Eintreffen aller Panzer, die 653. aus 3 Kompanien mit je 14 Jagdtigern.
Anfang Februar wurde die Abteilung in das Gebiet Hagenauer Forst/Wissembourg verlegt, ging dort in Bereitschaft und bildete das Personal weiter aus. Am 15. März setzten französische Truppen zum Angriff über die Moder an. Nach 2-tägigen Kämpfen konnten sie dann die Moder überqueren. Die 653. wurde wiederholt für Gegenangriffe eingesetzt, hatte aber durch schwere Kämpfe und Raketen- und Artilleriebeschuss bis zum Ende des Monats 9 Jagdtiger verloren. Im April führte die Abteilung Rückzugskämpfe über Nordheim–Ludwigsburg–Crailsheim bis nach Nürnberg durch. Dort angekommen ging es dann kämpfend ausweichend in Richtung München–Salzburg weiter. Am 5. Mai ergaben sich die ersten Teile der Schweren Panzerjäger-Abteilung 653. den amerikanischen Truppen in Strengberg in Österreich. Der Rest kapitulierte letztendlich am 8. Mai 1945.

 

In der schweren Panzerjäger-Abteilung 512

 

Diese Abteilung wurde am 11. Februar 1945 durch Umstrukturierung, Auffrischung und Umbenennung der schweren Panzer-Abteilung 424 gebildet. Mitte Februar konnte die Abteilung ihre ersten 11 Jagdtiger empfangen. Daraufhin begann in Döllersheim die Ausbildung der Besatzungen um sich mit den neuen Jagdpanzern vertraut zu machen. Am 3. März 1945 wurden dann die ersten Teile der Abteilung auf den Truppenübungsplatz Sennelager verlegt. Hierbei handelte es sich um die 2. Kompanie mit 5 Jagdtigern. Bis zum 13. März 1945 folgte dann die 1. Kompanie nach. Somit waren dann die ersten beiden Kompanien mit insgesamt 20 Jagdtigern in Sennelager vereint. Die 3. Kompanie übernahm einiges Personal der schweren Panzer-Abteilung 511, sie verlegte nicht nach Sennelager.

 

 



Am 21. März 1945 erfolgte die komplette Unterstellung der Abteilung unter das LIII. Armeekorps. Die 1. und 2. Kompanie verlegte mit ihren Jagdtigern in den Raum Remagen. Von dort ging es dann am 31. März 1945 weiter in den Raum Siegen. Im April 1945 wurden die 1. und 2. Kompanie im Ruhrkessel vernichtet. Die 3. Kompanie kämpfte in diesem Zeitraum im Bereich von St. Andreasberg und Braunlage im Harz gegen die amerikanischen Truppen und wurde bei diesen Kämpfen vernichtet.
 


Von Amerikanern erbeuteter Jagdtiger

 

Ein bekannter Kommandant eines Jagdtigers

 

Eine der bekanntesten Jagdtiger-Kommandanten war Otto Carius. Der im Ostfeldzug berühmt gewordene Soldat erhielt bei den Kämpfen im Osten eine schwere Verwundung im Juli 1944. Durch diese Verletzung war er gezwungen für längere Zeit einen Aufenthalt im Lazarett über sich ergehen zu lassen. Nach seiner Genesung wurde er an die Westfront versetzt und zum Chef der 2. Kompanie der "schweren Panzerjägerabteilung 512" ernannt. Einer seiner größten Erfolge bei der "schweren Panzerjägerabteilung 512" war während der Kämpfe bei der Friedrich-Wilhelm-Höhe beim Bismarck-Turm zwischen Unna und Langschede. Dort vernichtete er am 11. April 1945 in einem Gefecht 15 alliierte Panzer.

 


Oberleutnant Otto Carius, hochdekorierter Panzerkommandant

Quellen

Walter j. Spielberger, Hilary L. Doyle, Thomas Jentz, "Schwere Jagdpanzer" - Entwicklung, Fertigung, Einsatz, Motorbuch Verlag; ISBN: 978-3-613-03296-5 ( Text und Bilder )

http://www.ig-fallschirmpioniere.de/ges ... /harz.html (Text)
http://www.cybermodeler.com/hobby/kits/ ... 351a.shtml (Bild)
http://www.123people.de/s/otto+carius (Bild)
http://www.oocities.org/pentagon/2833/h ... tiger.html
http://www.peacemaker2.de/tiger.html
http://www.the-blueprints.com/blueprint ... jagdtiger/

(Letzter Aufruf 14.11.2011)



Autor: panzermeyer

Das Thema

Panzerspähwagen „Puma“ Sd.Kfz. 234/2


 

 

Einleitung

Der "Puma" war der bekannteste Panzerspähwagen der Wehrmacht. Dieser 8-Rad Spähwagen hatte die gleiche Wanne und das gleiche Fahrgestell wie der Panzerspähwagen 234/1, er unterschied sich aber im Turm und in der Bewaffnung. So kam hier die 5cm KwK 39/1 L/60 zum Einsatz, eine aus der PaK 38 entwickelte Kanone. Als Turm benutzte man die Ausführung des Panzers "Leopard". Dieser wurde zwar entwickelt kam aber nie in die Serienreife. Um die schon produzierten Türme zu nutzen kamen sie im "Puma" zum Einsatz. Mit dem Turm und der guten Kanone war der schwere Panzeraufklärungswagen gut ausgerüstet und konnte auch den Feuerkampf gegen leichte Panzer und Aufklärungsfahrzeuge des Gegners führen.


Daten

 
Technische Daten
 
Motor:
Tatra "103", luftgekühlter V-12-Dieselmotor,
Hubraum 14.825 ccm, 2.200 U/min
Motorleistung:
220 PS
Höchstgeschwindigkeit:
90 km/h (Straße)
Radstand:
2,75 m (1,35 m Drehgestell)
Länge:
6,70 m (mit Rohr)
Breite:
2,33 m
Höhe:
2,38 m
Gewicht:
11,7 t
Kraftstoffvorrat:
360 l
Krafftstoffverbrauch:
Straße 40 l/100 km, Gelände 60 l/100 km
Fahrbereich:
Straße 900 km, Gelände 600 km
Steigfähigkeit:
30°
Bewaffnung:
5 cm L/60 (55 Schuss), MG 42 (2850 Schuss)
Besatzung:
Fahrer, Kommandant, Richtschütze
und Funker/Rückwärtsfahrer
Panzerung:
5-30mm
( Turmblende 100mm )
Furttiefe:
1,2m


 

 


 

Neben der Kanone war im Turm auch ein koaxial eingebautes MG vorhanden. Somit war auch eine Waffe für die Nahverteidigung gegen Infanterie vorhanden. Mit dem seitlich am Turm angebauten Wurfbecher für Nebel- oder Sprengkörper, konnte auch das eigene Ausweichen des Fahrzeuges mit Nebelmitteln gedeckt und die Sicht verschleiert werden. Durch den Einsatz des Funkers, der gleichzeitig der Heckfahrer war, konnte der "Puma" bei frontalem Feindkontakt schnell nach hinten ausweichen. Da dies durch den Heckfahrer schnell und ohne viel rangieren passierte, war man so auch gut vor feindlicher Aufklärung besser geschützt. In der Variante Sd.Kfz. 234/2 "Puma" war der schwere Panzerspähwagen der Wehrmacht richtungsweisend. Die Entwicklung der Spähpanzerwagen wurde durch dieses Fahrzeug extrem geprägt, auch nach Ende des 2. Weltkrieges. Trotzdem wurden nur ganze 101 Exemplare im Zeitraum September 1943 bis Kriegsende 1945 produziert.


 


 
Folgende Einheiten erhielten dieses Fahrzeug
 
1. Panzer-Aufklärungs-Lehr-Abteilung der Panzer-Lehr-Division
1. Panzer-Aufklärungs-Abteilung 2 der 2. Panzer-Division
SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 1 der 1. SS-Panzer-Division
Panzer-Aufklärungs-Abteilung 20 der 20. Panzer-Division
1. Panzer-Aufklärungs-Abteilung 7 der 7. Panzer-Division


Varianten

weitere Varianten des schweren Panzerspähwagen
Sd.Kfz. 234


 

Sd.Kfz. 234/1 (2cm)


 

 




Im Jahr 1940 erhielt die Firma "Büssing-NAG" den Auftrag einen neuen schweren Panzerspähwagen zu entwickeln. Man konstruierte ein Fahrzeug mit dem Vorgängerfahrzeugen, "GS-Wagen" (Sd.Kfz. 231, 232, 233), als Vorbild. Man entwickelte eine neue selbsttragende Wanne, verstärkte die Panzerung behielt aber den Allradantrieb und -lenkung bei sowie die Möglichkeit mit gleicher Geschwindigkeit vorwärts und rückwärts zu fahren. Man baute einen luftgekühlten Dieselmotor ein um den Fahrbereich zu erhöhen. Man konnte zwar schon Mitte 1941 den ersten Prototypen vorweisen, aber durch Probleme mit dem Motor und der neu hinzugekommenen Forderung, den Motor tropentauglich zu machen, dauerte das Erreichen der Serienreife fast noch zwei Jahre. Das Fahrzeug erhielt auch einen Drehturm, der von "Daimler-Benz" und "Schichau" entwickelt wurde, und der dem des Sd.Kfz. 222 ähnelte. In diesem, oben offenen aber durch Gitter schließbar, war eine 2cm-"KwK 38" eingebaut worden. Ebenso besaß das Fahrzeug ein koaxial eingebautes MG 42. Bis Ende 1944 wurden insgesamt 200 Exemplare des Schweren Panzerspähwagens "Sd.Kfz. 234/1" produziert.

 

 


 


 
Technische Daten
Motor:
Tatra "103", luftgekühlter V-12-Dieselmotor,
Hubraum 14.825 ccm, 2.200 U/min
Motorleistung:
220 PS
Höchstgeschwindigkeit:
90 km/h (Straße)
Radstand:
2,75 m (1,35 m Drehgestell)
Länge:
6,00 m (ohne Rohr)
Breite:
2,33 m
Höhe:
2,10 m
Gewicht:
11,5t
Kraftstoffvorrat:
360 l
Krafftstoffverbrauch:
Straße 40 l/100 km, Gelände 60 l/100 km
Fahrbereich:
Straße 900 km, Gelände 600 km
Steigfähigkeit:
30°
Bewaffnung:
1x 2cm KwK 38,
1x 7,92mm MG 42
Besatzung:
Fahrer, Kommandant, Richtschütze
und Funker/Rückwärtsfahrer
Panzerung:
5-30mm
( Turmblende 100mm )
Furttiefe:
1,2m


 

Sd.Kfz. 234/3 (7,5cm)


 

 


 

Um den Aufklärungseinheiten, die mit den "Sd.Kfz. 234/1" ausgerüstet waren, Feuerunterstützung bieten zu können entwickelte man die "Sd.Kfz 234/3". Hierbei setzte man in die oben offene Panzerwanne des 234/1 eine 7,5cm "KwK 51 L/24". Mit einem eingeschränkten Schussfeld von 12° zu den beiden Seiten und mit einem 7,92mm MG42 als Nebenbewaffnung, war das Fahrzeug geeignet gegen Fahrzeuge und Infanterie gutes Unterstützungsfeuer zu liefern. Auf Grund der geringen Mündungsgeschwindigkeit der "KwK 51" und der daraus resultierenden stark gekrümmten Flugbahn war ein Einsatz gegen feindliche Panzer nicht sehr sinnvoll. Die insgesamt 88 hergestellten Fahrzeuge ähnelten sehr dem "Sd.Kfz. 233".


 

 


 


 
Technische Daten
Motor:
Tatra "103", luftgekühlter V-12-Dieselmotor,
Hubraum 14.825 ccm, 2.200 U/min
Motorleistung:
220 PS
Höchstgeschwindigkeit:
90 km/h (Straße)
Radstand:
2,75 m (1,35 m Drehgestell)
Länge:
6,00 m (ohne Rohr)
Breite:
2,33 m
Höhe:
2,10 m
Gewicht:
11,5t
Kraftstoffvorrat:
360 l
Krafftstoffverbrauch:
Straße 40 l/100 km, Gelände 60 l/100 km
Fahrbereich:
Straße 900 km, Gelände 600 km
Steigfähigkeit:
30°
Bewaffnung:
1x 7,5cm KwK 51 L/24,
1x 7,92mm MG 42
Besatzung:
Fahrer, Kommandant, Richtschütze
und Funker/Rückwärtsfahrer
Panzerung:
5-30mm
(Turmblende 100mm )
Furttiefe:
1,2m


 

Sd.Kfz. 234/4 (7,5cm PaK 40)


 

 




Der "PaK-Wagen" sollte als Panzerabwehrfahrzeug eingesetzt werden und entstand auf persönliche Initiative von Hitler. So platzierte man eine 7,5cm "PaK 40 L/46" im Kampfraum des Sd.Kfz. 234. Im November 1944 war die Entwicklung abgeschlossen und die ersten Prototypen einsatzbereit. Für die PaK, die im oben offenen Kampfraum eingesetzt war, konnten nur 12 Schuss mitgeführt werden. Als Nebenbewaffnung kam wieder das MG 42 zum Einsatz. Obwohl das Gewicht der PaK das Fahrzeug an seine Belastungsgrenzen brachte war es immer noch sehr mobil und kampfstark. Da Hitler der Meinung war, das mit diesem Fahrzeug einer der besten Panzerjäger des Krieges entwickelt wurde, befahl er die monatliche Produktion von 100 Exemplaren. Jedoch entstanden bis Kriegsende nur 89 "PaK-Wagen". Wie viele davon die Truppe erreichten ist unklar.

 

 


 


 
Technische Daten
Motor:
Tatra "103", luftgekühlter V-12-Dieselmotor,
Hubraum 14.825 ccm, 2.200 U/min
Motorleistung:
220 PS
Höchstgeschwindigkeit:
90 km/h (Straße)
Radstand:
2,75 m (1,35 m Drehgestell)
Länge:
6,00 m (ohne Rohr)
Breite:
2,33 m
Höhe:
2,10 m
Gewicht:
11,5t
Kraftstoffvorrat:
360 l
Krafftstoffverbrauch:
Straße 40 l/100 km, Gelände 60 l/100 km
Fahrbereich:
Straße 900 km, Gelände 600 km
Steigfähigkeit:
30°
Bewaffnung:
1x 7,5cm PaK 40 L/46,
1x 7,92mm MG 42
Besatzung:
Fahrer, Kommandant, Richtschütze
und Funker/Rückwärtsfahrer
Panzerung:
5-30mm
( Turmblende 100mm )
Furttiefe:
1,2m


Quellen

"Waffentechnik im Zweiten Weltkrieg" von Alexander Lüdeke, Parragon-Verlag, ISBN: 978-1-4054-8584-5
"Panzer der Wehrmacht 1933-1945" von Alexander Lüdeke, Motorbuch-Verlag, ISBN: 978-3-613-02953-8



Autor: panzermeyer

Das Thema

7.62cm Pak 36 (r) Auf 5t Zugkraftwagen (Diana) Sd.Kfz.6/3

 

 

 


 
Technische Daten
 
Version
Gewicht
Besatzung
Antrieb
Geschwindigkeit
Reichweite
Bewaffnung
Munition
Panzerung
Erstbau
(6 Stück)
10150kg 5 Mann Maybach HL54TUKRM Straße
ca. 50 km/h
222 km 7,62 cm FK 296(r) 64-100 3-5 mm
Zweitbau
(3 Stück)
11200kg 6 Mann 6 Zyl. 115 PS Straße
ca. 50 km/h
317 km 7,62 cm Pak 36(r) L/51 64-100 10 mm
Abmessungen
Länge
Breite
Höhe
6.10m (1. Version)
2.22m (1. Version)
3.05m (1. Version)
6.33m (2. Version)
2.26m (2. Version)
2.98m (2. Version)

 

 



Wie so oft im Krieg, sind es die Improvisationen, die oftmals ganz Schlachten entscheiden.Das 5t Zugkraftwagen (Sd.Kfz.6) ist so ein Gerät, vom Deutschen Afrika Korps mit einem erbeuteten russischen Geschütz (7,62 cm) versorgt und gegen die schweren britischen Panzer eingesetzt, hat es seinen Zweck erfüllt. Die Basis, das Sd.Kfz. 6 wurde von 1935 bis 1943 von Büssing und Daimler-Benz gefertigt. Ingesamt wurde die Umrüstungmethode flächendeckend bei produzierten 3.660 Sd.Kfz. 6 angewendet, 757 waren im März 1945 noch im Einsatz.
Von Januar bis Februar 1942 wurden die Gefährt an die Panzerjäger-Abteilung 605 ausgegeben, in geringen Stückzahlen und durch das Wetter Nordafrikas nur selten einsatzfähig.
 

 


 

Das Thema

10,5-cm leichte Feldhaubitze 18

 


Entwicklung

Vorgeschichte/Entwicklung

Der Vorgänger der leichten Feldhaubitze 18 war die le. Feldhaubitze 16 der Firma Krupp.
Sie hatte ein Gewicht von 1.525 kg, eine Rohrlänge von 2.310 mm (l/22), eine Kadenz von 6 bis 8 Schuss die Minute und eine Reichweite von 9.225 m. Es wurde eine 14,8 kg schwere Granate mit einer V0 von 395 m/s verschossen. Die Rohrerhöhung war von -10 bis +40° ausgelegt.
Sie besaß eine genietete Kastenlafette mit Klappsporn, Holzspeichenräder mit Stahlfelgen und Schleifbremsen. Unter dem Rohr in der Wiege befanden sich die Rücklaufbremse und der Vorholer. Sie besaß einen großen nach hinten gebogenen Schild. Die Lafette entsprach im Wesentlichen derjenigen der 7,7 cm Feldkanone 16, sie war für den Pferdezug ausgelegt. Die le. Feldhaubitze 16 war lange Zeit die Standardhaubitze der Divisionsartillerie und war vereinzelt noch bis zum Kriegsende, 1945 im Einsatz.
 

le. Fleldhaubitze 16



Die Firma Rheinmetall begann 1928 mit den Planungen zu einem Nachfolgegeschütz und schloss diese ein Jahr später ab. Dieses Geschütz wurde leichte Feldhaubitze 18 genannt, da der Versailler Vertrag die Weiterentwicklung von Geschützen verbot. Im Jahr 1935 wurde sie als Standardhaubitze der Divisionsartillerie übernommen.

Das Geschütz hatte eine Spreizlafette mit genieteten Kastenholmen und großen Klappspornen.
Zuerst wurden weiter die Holzspeichenräder mit Stahlfelgen hergestellt, jedoch verbesserte man diese und verwendete Stahlgussspeichenräder mit Vollgummiauflage die an, gefederten Stummelachsen aufgehängt waren. Zudem wurde eine Trommelbremse eingebaut.
Das Rohr war aus einem Stück gefertigt, das Bodenstück mit dem horizontal gleitenden Schubkurbel Flach Keilverschluss, war aber abnehmbar. Die Abfeuerung erfolgte mittels eines Schlagbolzen. Um das Geschütz sichern zu können, musste der Verschluss ganz geschlossen sein, sonst verhinderte die Schussauslösung dies. Zudem gab es eine handbediente Sicherung. Als Richtmittel war ein Rundblickfernrohr vorhanden. Der Vorholer befand sich bei dieser Waffe im Gegensatz zum Vorgänger über dem Rohr, die Rücklaufbremse darunter in der Wiege.
Jede leichte Abteilung hatte drei Batterien l.FH 18 10,5 cm zu vier Geschützen.
 

 


Die le F.H. 18 wurde mit einer von 6 Pferden gezogenen Protze oder im Motorzug fortbewegt.
Sie war ein gut zu handhabendes Geschütz mit einer standfesten Lafette, das ein schnelles Richten auch gegen bewegliche Ziele, wie Panzer ermöglichte.
Die verwendete Treibladung wog 1,35 kg. Es wurde Kartuschenmunition verschoßen, die aus 5 Ladungen und einer Sonderkatusche bestand. Die Angaben beziehen sich auf die jeweils größte Ladung, mit der auch die größte Schussweite erzielt wurde.


Daten

 
Technische Daten
 
 
Maße
Kaliber:
105 mm
Rohrlänge:
2,941 mm (L/28)
Drall :
Zunehmender Rechtsdrall 6-12°
Züge :
32
Verbrennungsraum:
212 mm
Breite:
1,977 mm
Höhe:
1,880 mm
Gewicht in Fahrstellung:
3,490 kg
Gewicht in Feuerstellung:
1,985 kg
 
Schussleistung
Mündungsgeschwindigkeit:
470 m/s (SpG 38- Sonderkatusche)
Kammerdruck:
2300 atü
Schussweite:
10.675 m
Geschossgewicht:
14,81 kg
Höhenrichtbereich:
-5° bis +42°
Seitenrichtbereich:
56°
Kadenz:
6 - 8 Schuss/min
 
Einsatzländer:
Deutschland,
CSSR, Finnland,
Jugoslawien, Niederlande,
Österreich, Portugal,
Spanien und Ungarn
Kosten:
16.400 RM

 


 

 
Für die Haubitze gab es ein Vielzahl
von Granaten
 
FH.Gr 15,81 kg Spreng-Granate
Stg 15,55 kg Stahlguss
PG 14,81kg Perlitguss
Bo.Pr. 14,81kg Bohrgeschoss-Pressstahl
Nb. 14,00 kg Nebel-Granate
Fern 14,81 kg Fern-Granate
rot 15,00 kg Sprenggranate
rot Bo-Pr 15,00 kg Sprenggranate
Brand 15,18 kg Brand-Granate
Spr.Br. 15,25 kg Spreng-Brand-Granate
Weiß-Rot 13,65 kg enthält 0,5 kg Flugblätter
Kh 14,00 kg für Kampfstoff
ZB 13,23 kg für Kampfstoff
35 15,70 kg Sprenggranate
38 14,81 kg Sprenggranate
38 Stg 14,81 kg Spreng-Granate
38 Nb 14,71 kg Nebel-Granate
38 Kh 14,85 kg für Kampfstoff
40 Nb 15,25 kg Nebel-Granate
40 Deut 14,63 kg Markierungs-Granate
40 AB 14,00 kg für Kampfstoff
39 HL/A 12,35 kg Hohlladungs-Granate
39 HL/B 12,10 kg Hohlladungs-Granate
39 HL/C 12,35 kg Hohlladungs-Granate
39 rot HL/A 12,35 kg Hohlladungs-Granate
39 rot HL/B 12,10 kg Hohlladungs-Granate
39 rot HL/C 12,35 kg Hohlladungs-Granate
39 ZB 13,45 kg für Kampfstoff
41 14,81 kg Sprenggranate
Sprgr. 42 13,40 kg Perlit-Guss
Leucht-Gesch. 14,10 kg Leucht-Granate
Stg (A) 14,81 kg Ausstoßladung
Stg (LS) 14,81 kg Leuchtsatz
AL 14,81 kg Ausstoßladung
Buntrauch 14,81 kg Markierungsgranate
PzGr. 14,00 kg Panzer-Granate
PzGr. rot 14,00 kg Panzer-Granate
Sprgr. 39 TS 7,70 kg Treibspiegel
Sprgr. 42 TS 10,90 kg Treibspiegel
Sprgr. 43 14,85 kg Sprenggranate
Ex.Gr.FH. 14,00 kg Exerziermunition
Ex.Pz.Gr. 14,00 kg Exerziermunition
Ex.Fh.Gr.Nb. 14,00 kg Exerziermunition
Üb 14,81 kg Übungsgranate
Üb/B 14,81 kg Übungsgranate
Stg Üb/B 14,81 kg Übungsgranate
38 Üb/T 14,81 kg Übungsgranate
38 Stg Üb/T 14,81 kg Übungsgranate
Anschießgeschoss 15,60 kg Erprobung der Waffe
BL 14,81 kg Blinde Granate (Teerfüllung)


Einsatz

Einsatzgeschichte/Weiterentwicklungen

Bei Kriegsbeginn standen dem Heer 4.845 Feldhaubitzen 16 und 18 zur Verfügung, für die 16 Millionen Sprenggranaten bereitstanden. Zusätzlich waren auch 214.000 Gasgranaten produziert worden.
1940 wurde die Waffe modifiziert und bekam ein neues Rohr mit Mündungsbremse, diese reduzierte den Rückschlag um 27%. Zudem wurde der Drall auf 5-8° geändert.
Die leichte Feldhaubitze 18 M benannte Waffe, hatte ein 3.271 mm langes Rohr und es wurde eine, auf 1,77 kg, erhöhte Treibladung verwendet, wodurch die V0 auf 540m/s erhöht wurde. Die Schussleistung mit der neuen 524 mm langen und 14,75 kg schweren Ferngranate betrug 12.325m.
Nach der Besetzung Hollands entstand die leichte Feldhaubitze 18/39. Das waren zuvor exportierte Waffen, die allerdings eine nicht mit der deutschen identischen Munition verschossen. Um sie verwenden zu können, wurden sie mit Rohren der le. Feldhaubitze 18 M ausgestattet.
1942 wurde aufgrund der Forderung des Waffenamtes nach einer leichteren Waffe, das Rohr der le.F.H. 18M in die Lafette der 7,5 cm Pak 40 eingebaut, diese Waffe bekam die Bezeichnung leichte Feldhaubitze 18/40. Die Entscheidung für diese Lösung erfolgte hauptsächlich aus fertigungstechnischen Gründen, da die Lafette der Pak 40 in großen Stückzahlen zur Verfügung stand. Das Gewicht wurde auf 1.900 kg reduziert und die neue Mündungsbremse minderte den Rückstoß um 42%. Die Lafette erwies sich trotz einiger Modifikationen, wie breiteren Felgen und doppelter Drehstabfederung als zu schwach und versagte oft mit bei längeren Einsatzzeiten.
Eine weitere Verwendung für die le.F.H. 18 war der Einbau in Selbstfahrlafetten oder Sturmgeschützen. Die bekanntesten Modelle waren die Wespe und das Stug 42.
Die Reichweite der leichten Feldhaubitze blieb aber immer ein Problem, das sich vor allem an der Ostfront auswirkte. Dort konnte die gegnerische Divisionsartillerie deutlich weiter schießen.
Es wurden etliche Prototypen von neuen Haubitzen gebaut, die diesen Mangel beheben sollten und auch teils moderne Kreuzlafetten hatten, aber es wurde keine Versuchsreihe beendet. Besonders erwähnenswert ist hier der Entwurf 10,5 le.F.H. 43 l/30 von Skoda, das für die Nachkriegszeit richtungweisend war.
Zudem wurde mit neuer Munition experimentiert, wie Granaten aus Perlitguss oder Geschossen mit Treibspiegel oder Raketentreibsatz. Auch hier wurden die Versuchsreihen nicht abgeschlossen.
 

 





Videos:

Quellen

F. M. von Senger und Etterlin: Die deutschen Geschütze 1939–1945. Bonn 1998.
F. Hahn: Waffen und Geheimwaffen des deutschen Heeres 1933–1945. Bonn 1998.
Lexikon der Wehrmacht
Wikipedia


Autor: Georg von Frundsberg

Das Thema

Sturmgeschütz 40/43 Zrinyi

 

 

 

 
Technische Daten
 
Besatzung:
4 Mann
Länge:
5,90 m
Breite:
2,89 m
Höhe:
1,90 m
Gewicht:
21,5 t
Bodenfreiheit:
38 cm
Spurweite:
2,14 m
Kettenbreite:
42 cm
Triebwerk:
Manfred Weisz V-8H
Höchstgeschwindigkeit:
43 Km/h
Steigung:
45 Grad
Kletter:
0,8 m
Watet:
0,9 m
Überbrückt:
2,2 m
Reichweite:
220 km
Gänge:
6 vor, 6 zurück
Panzerung:
13 – 75 mm
Hauptbewaffnung:
105 mm MAVAG 40/43M Haubitze,
52 Granaten
Sekundärbewaffnung:
8 mm Danuvia 34/40 MG
Höchstgeschwindigkeit:
40 km/h
Leistung/Gewicht:
12,2 PS/Tonne

 

Kurzbeschreibung:

Auf Basis der Turan Chassis, war das Sturmgeschütz mit einer 105 mm Haubitze ausgestattet. Gefertigt wurde es bei Manfred Weisz und der Firma Ganz & MAVAG.

Vorgeschichte

Vorgeschichte:

Durch die Erfolge der deutschen Sturmgeschütze, den hohen Verlusten der 2. Ungarischen Armee bei Stalingrad, wurde innerhalb der ungarischen Armee entschieden, ein Sturmgeschütz auf Basis des vorhandenen mittleren Panzers „Turan“ zu entwickeln. Es wurden zwei Versionen geplant, eines mit einer 76mm PaK und eines mit einer 150mm Haubitze. Beide Versionen sollten als Infanterieunterstützung dienen.

Der Motor, das Getriebe und das Chassis wurden vom Turan übernommen. Das Chassis wurde allerdings um 45cm verbreitert um mehr Raum für die Bewaffnung zu schaffen.
Im Jahre 1942 hatte die Firma Manfred Weisz den ersten Prototypen des Zrinyi II fertiggestellt. Der Prototyp verfügte über eine 105mm 40/43M (L/20.5) Haubitze, welche von MAVAG Dios-Gyor produziert wurde.

Die ersten Tests mit dem neuem Prototypen „Zrinyi II“ auf dem Artillerie-Übungsgelände bei Hajmasker in West-Ungarn verliefen größtenteils positiv, woraufhin der nun bezeichnete 43M Zrinyi II rohamtarack (Sturmgeschütz) für die Firma Manfred Weisz zur Produktion frei gegeben wurde. Der Umfang des Auftrages wurde zunächst mit 40 Stück beziffert, die später auf 104 Produktionseinheiten erhöht wurden. Von diesen konnten jedoch zwischen 1943 und 1944 nur 60 stück produziert. Durch den Kriegsverlauf und damit verbundene Wirtschaftslage Ungarns konnten die weiteren Bestellten 44 Stück nicht mehr geliefert werden.

Einsatz

Einsätze:

Berichten zufolge wurden die Zrinyi Sturmgeschütze 1943 an der Ostfront eingesetzt. Der erfolgreichste Panzerkommandeur eines Zrinyi Sturmgeschützes war Boszoki János. Er erzielte mit seiner Einheit 17 Abschüsse sowjetischer Panzer vom Typ T-34 in einer Schlacht, bei der nur 6 Zrinyi II außer Gefecht gesetzt wurden. Nachdem die Schlacht vorüber war, schleppte er diese mit seinem Zrinyi Sturmgeschütz zum Hauptquartier ab. Durch diese Leistung konnten alle 6 Sturmgeschütze wieder kampftüchtig gemacht werden. Er erhielt daraufhin den ungarischen „Offiziersverdienst Orden in Gold“.

Prototypen:
Das Sturmgeschütz Zrinyi I, auf Basis eines 76mm Paks entwickelt, wurde zu Gunsten des Zrinyi II nie zur Serienfertigung freigegeben.

Bilder vom Sturmgeschütz: