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Das Thema

15-cm Schwere Feldhaubitze 18



 



Die 15-cm sFH 18 war das Standardgeschütz der Divisionsartillerie der Wehrmacht. Sie wurde 1935 eingeführt und basierte auf der Synthese zweier konkurrierender Entwürfe der späten 1920er-Jahre von Rheinmetall und Krupp, welche jeweils als Ersatz für die veraltete kurzrohrige 15-cm sFH 13 aus dem Ersten Weltkrieg dienen sollten.

 

Technische Daten

Militärische Bezeichnung: 15-cm sFH 18
Typ: schwere Feldhaubitze
Kaliber: 150 mm
Rohrlänge: 4400 mm (Kaliberlänge: L/29,5)
Marschgewicht: 6.304 kg
Gefechtsgewicht: 5.512 kg
Seitenrichtbereich 60°
Höhenrichtbereich: -3°/+45°
Höchstschussweite: 13.325 m
Mündungsgeschwindigkeit: 520 m/s
Geschossgewicht: 43,5 kg (SprGr), 24,63 kg (HL-Gr), 38,97 kg (NbGr)
Feuergeschwindigkeit: 4 Schuss/Minute
Entwickler: Krupp, Essen (Lafette); Rheinmetall, Düsseldorf (Rohr)
Hersteller: Spreewerke, Berlin; MAN, Augsburg; Dörries-Fullner, Bad Warmbrunn; Skoda-Werke, Dubnica
Stückzahl: ca. 7.950

 

Entwicklung

Entwicklung und Konstruktion

Obwohl die Waffenproduktion durch den Versailler Vertrag stark eingeschränkt war, begann man in der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre mit der Konstruktion neuer Geschütze. Bei den schweren Feldhaubitzen entstand die 15-cm schwere Feldhaubitze 18. Ob man die Modellnummer 18 aus Tarnungsgründen wählte oder in Anlehnung an die "15-cm Versuchshaubitze 18 (Rh)", den Prototyp von Rheinmetall für das Geschütz, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Die sFH 18 wurde von den Unternehmen Rheinmetall in Düsseldorf und Krupp in Essen zwischen 1926 und 1930 getrennt voneinander entwickelt; da beide Modelle das Heereswaffenamt nicht vollständig überzeugten, beschloss man dort, die jeweils besten Elemente des einen mit denen des anderen zu vereinen, sodass die Waffe schließlich eine Krupp-Lafette und ein Rheinmetall-Rohr erhielt. Die sFH 18 war eine solide, aber konservative Konstruktion mit Spreizlafette und - wie bei der leichten Feldhaubitze 18 - vollgummibereiften Leichtmetallscheibenrädern und Eisenfelgen.
Wegen der fehlenden Achsfederung war die sFH 18 nicht für den schnellen Motorzug geeignet. Ihr Gewicht von über 5.500 kg war andererseits für den Pferdezug zu hoch.
Das Geschütz wurde am 23. Mai 1935 offiziell eingeführt. Der Herstellungspreis des Geschützes im Jahre 1938 betrug 44.000 RM.
Die Splitterwirkung der Sprenggranate betrug 15 Meter nach vorn, 40 bis 50 Meter nach den Seiten und 3 Meter nach hinten. Bei direkten Treffern konnten bis zu drei Meter Erddeckung durchschlagen werden.


Einsatz

Einsatz und Weiterentwicklung

Die sFH 18 fand in den schweren Abteilungen der Artillerieregimenter Verwendung und wurde dort zu je vier (später sechs) Geschützen je Batterie eingesetzt. Bei Kriegsbeginn 1939 befanden sich in den Infanterie-Divisionen in der IV. (schweren) Abteilung eines Artillerie-Regiments zwölf schwere Feldhaubitzen 18.
In den Panzerdivisionen befanden sich acht schwere Feldhaubitzen 18 zusammen mit vier 10-cm-Kanonen in der III. (schweren) Abteilung eines Panzerartillerieregiments.
 

 

sFH 18 im Einsatz an der Ostfront

 

Im Pferdezug wurde das Geschütz mit je sechs Pferden bespannt in zwei Lasten mit Lafetten- und Rohrwagen hinter je einer Protze gefahren. Vor dem Marsch wurde das Rohr vollständig aus der Wiege heraus und auf einen zweirädrigen Transportwagen gezogen. Die Lafette wurde mit den zusammengeklappten Holmen ebenfalls auf einen Transportwagen gehoben. Trotz dieser zwei Zuglasten war das Geschütz im späteren Verlauf des Ostfeldzuges bei den schlechten Wetter- und Wegeverhältnissen viel zu schwer, und es wurden oft Gespanne von bis zu zehn Pferden für ein Vorwärtskommen benötigt. Beim in Stellung gehen musste der Rohrwagen vor die abgeprotzte Lafette gezogen und nach dem Abprotzen des Rohrwagens das Geschützrohr übergezogen werden.
Im motorisierten Zug wurde die Feldhaubitze hinter einen mittleren Zugkraftwagen 8t (Sd.Kfz. 7) oder einen schweren Zugkraftwagen 12t (Sd.Kfz. 8) in einer Last gefahren.

 



sFH 18 hinter Mittlerem Zugkraftwagen 8t



Eine Höchstschussweite von nur reichlich 13 km war für ein Geschütz dieser Art zu gering, was sich in den Kämpfen an der weiträumigen Ostfront schmerzlich bemerkbar machte. Vergleichbare Geschütze der Roten Armee, wie die 15,2-cm-Haubitze "ML-20" oder die 12,2-cm-Kanone "A-19" hatten eine wesentlich höhere Schussweite. Ab 1942 versuchte man daher, ein leistungsfähigeres Nachfolgemodell zu entwerfen (z.B. sFH 43 und sFH 44), die jedoch nicht über das Modellstadium hinauskamen. Weitere Versuche galten der Erhöhung der Schussweite des bestehenden Geschützes. Dazu erhielt die sFH 18 eine Mündungsbremse (sFH 18M) sowie ein auswechselbares Futter des Ladungsraums, sodass eine größere Treibladung verwendet werden konnte, welche die Schussweite auf 15 km steigerte. Trotz der Mündungsbremse war das Rücklaufsystem jedoch auf Dauer nicht in der Lage, die erhöhten Rückstoßkräfte aufzunehmen, sodass es langfristig zu Schäden an der Lafette kam.
Zusätzlich wurde für die sFH 18 weltweit erstmalig Munition mit Raketenzusatzantrieb eingeführt (15 cm RGr 19, Gewicht 45,25 kg), die zwar die Schussweite auf 19 km steigerte, aber nicht besonders zielgenau war und zu hohem Rohrverschleiß führte.

Obwohl die Haubitze aufgrund dieser Mängel - zu geringe Schussweite und zu hohes Gewicht - den steigenden Anforderungen nicht mehr genügte, setzte sie die Wehrmacht mangels Alternative bis zum Kriegsende weiter ein. Bei Kriegsausbruch befanden sich 1.353 Stück bei der Truppe, bis Mai 1945 entstanden 5.403 weitere Haubitzen. Am 1. Januar 1945 waren noch etwa 3.000 Stück im Einsatz. Zum Einbau in die Selbstfahrlafette "Hummel" wurden ab 1943 zusätzlich über 1.200 leicht modifizierte sFH 18/1 produziert. Außerdem sollte das modifizierte Verschlussteil der sFH 18 als Bodenstück der geplanten "V3" Verwendung finden.
 

 Bild

15-cm Panzerhaubitze Hummel im Einsatz an der Ostfront; Verschluss der sFH 18, für die V3 vorgesehen

 

Nicht nur die deutschen Streitkräfte, auch Finnland (unter der Bezeichnung "150 H/40") und Italien ("Obice da 149/28") setzten diese Waffe ein; nach 1945 befanden sich Geschütze dieses Typs in den Arsenalen Albaniens, Bulgariens, Chinas, der Sowjetunion, Portugals, der Tschechoslowakei und einiger südamerikanischer Staaten und wurden, zum Teil modernisiert, noch lange verwendet.
Aktuell werden noch 47 modernisierte sFH 18 in den finnischen Streitkräften unter der Bezeichnung "152 H 88-40" eingesetzt, welche ein neues 152-mm-Rohr erhalten haben.

 


"152 H 88-40" der finnischen Streitkräfte (2005)



Quellen

Typenkompass: Deutsche Artillerie-Geschütze 1933-45, Alexander Lüdeke, Motorbuch Verlag, ISBN 978-3-613-03150-0

Wikipedia (12.08.2012)
Englische Wikipedia (13.08.2012)
Lexikon der Wehrmacht (12.08.2012)
Military Images (Bild; 13.08.2012)



Autor: Gross

 

Das Thema

12,8-cm-PaK 44

 

 

 

Die 12,8-cm-PaK 44 der Wehrmacht war das schwerste Panzerabwehrgeschütz, das während des 2. Weltkrieges eingesetzt wurde. Entwickelt auf Grundlage der Erfahrungen an der Ostfront, konnte selbst aus einer Schussentfernung von 2 Kilometern praktisch jeder damals existierende Panzer frontal durchschlagen werden.


 


Militärische Bezeichnung: 12,8-cm-PaK 44
Typ: schweres Panzerabwehrgeschütz
Kaliber: 128 mm
Rohrlänge: 7023 mm (Kaliberlänge: L/55)
Gewicht: 10.160 kg
Seitenrichtbereich 360°
Höhenrichtbereich: -7,5°/+45°
Höchstschussweite: 24.410 m
wirksame Schussweite: ca. 3.000 m
Feuergeschwindigkeit: 5 Schuss/Minute
Geschützbedienung: 8 Soldaten
Hersteller: F. Krupp AG Bertha-Werke, Breslau
Stückzahl: 51

Entwicklung

Entwicklung

Im Jahre 1943 beauftragte das Heereswaffenamt Krupp und Rheinmetall mit der Konstruktion einer Feldkanone, die den 12,2-cm-Geschützen der Roten Armee vom Typ A-19 überlegen sein sollte. Anfangs war daher die Entwicklung einer Feldkanone der Bezeichnung „Kanone K 44“ mit dem Kaliber 12,8 cm geplant.
Aufgrund des Auftauchens neuer schwerer sowjetischer Panzer verschob sich der Schwerpunkt der Entwicklung jedoch zunehmend in Richtung PaK. Während Krupp die bereits bewährte 12,8-cm-Flak als Grundlage nahm, konstruierte Rheinmetall ein von Grund auf neues Geschütz. Ende 1944 stellten beide Konzerne einander ähnliche Prototypen vor, die beide Kreuzlafetten für 360° Schwenkbarkeit besaßen. Das Geschütz war mit einem Schubkurbelkeilverschluss sowie einem elektrischen Abfeuerungsmechanismus ausgestattet. Während der Krupp-Entwurf nur vier Räder aufwies, war die Transport-Lafette von Rheinmetall mit insgesamt sechs Rädern bestückt.
 


(v.l.n.r. Rheinmetall-Entwurf, Krupp-Prototyp in Transportposition, Krupp-Prototyp in Feuerstellung)



Nach ersten Erprobungen wurde schließlich die Krupp-Kanone für die weitere Entwicklung und Vorserienproduktion ausgewählt. Im Laufe dieser Versuche stellte sich allerdings heraus, dass die über 10 t schwere gezogene PaK unter Kriegsbedingungen kaum sinnvoll einzusetzen war. Zur Serienfertigung kam es daher nicht mehr, nur wenige Exemplare entstanden. Dennoch stellte die PaK 44 eine konstruktive Meisterleistung dar und gehört zu den schlagkräftigsten Panzerabwehrkanonen, die je entwickelt wurden. Neben der Bezeichnung „PaK 44“ firmiert diese Waffe auch als „PaK 80“, „12,8-cm-PaK 43, „Kanone 44“ oder „Panzerjägerkanone 44“.


Munition

Munition

Es konnten 3 Munitionsarten verschossen werden, die Panzergranate 39/43 APC, die Panzergranate 40/43 APBC mit ballistischer Haube gegen besonders schwer gepanzerte Ziele und Sprenggranaten gegen Gebäude, befestigte Stellungen oder Truppenansammlungen.
Die Geschosse mussten aufgrund des hohen Gewichts getrennt (Granate und Kartusche) geladen werden, wodurch die Feuergeschwindigkeit herabgesetzt wurde.
 


Munitionsart: Panzergranate 40/43 APC mit ballistischer Haube Sprenggranate
Geschossgewicht: 28,3 kg 28,0 kg
Sprengladung: 0,55 kg 3,6 kg
Treibladung: 15 kg 12,2 kg
Länge der Granate: 49,65 cm 62,3 cm
Mündungsgeschwindigkeit: 930 m/s 750 m/s

 

 

 

12,8-cm-Granate in einem Museum

 

Zwar war die Durchschlagsleistung im Nahbereich kaum besser als die der PaK 43, auf weite Entfernung zeigte die beinahe dreimal so schwere 12,8-cm-Panzergranate 43 jedoch eine weitaus höhere Wirkung im Ziel.

 

Durchschlagsleistung der 12,8-cm-PaK 44 (bei 30° Auftreffwinkel)
  Panzergranate 39/43 APC Panzergranate 40/43 APC mit ballistischer Haube
aus 500 m Entfernung 166 mm 178 mm
aus 1000 m Entfernung 143 mm 167 mm
aus 2000 m Entfernung 117 mm 148 mm


Einsatz

Einsatz

Abgesehen von den Prototypen wurden nahezu alle Geschütze auf bereits vorhandene Lafetten aufgesetzt, da sich die Fertigung sehr aufwendig gestaltete und die verfügbaren Industriekapazitäten aufgrund steigender Verluste an der Front sowie durch Luftangriffe bereits stark gesunken waren. Ein Großteil der einsatzfähigen Exemplare wurde als Hauptbewaffnung des Jagdtigers verbaut.
Die 12,8-cm-PaK war als Standardbewaffnung für die zukünftigen schweren Panzer, wie der Maus oder dem E-100, vorgesehen. Außerdem sollte sie auf der Selbstfahrlafette L/61 "Sturer Emil" in verlängerter Form Anwendung finden.

Folgende Varianten wurden realisiert:

  • 12,8-cm-PaK 44: auf werkseigener Lafette
  • 12,8-cm-Kanone 81/1: K 44 auf ehemals französischer Lafette 155mm GPF-T
  • 12,8-cm Kanone 81/2: K 44 auf ehemals sowjetischer Lafette 152mm-Haubitze Modell 1937
  • 12,8-cm Kanone 81/2: K 44 auf mittlerem Waffenträger "Gerät 579"
  • 12,8-cm-PaK 80 (Pjk 80): PaK 44 als Hauptgeschütz des Jagdtigers

Quellen


Typenkompass: Deutsche Artillerie-Geschütze 1933-45, Alexander Lüdeke, Motorbuch Verlag, ISBN 978-3-613-03150-0

Wikipedia
Englische Wikipedia
Lexikon der Wehrmacht
ww2photo.se (Bild)
aquaundco.cwsurf.de (Bild)
http://www.deadlybirds.com.br (Bilder)
WoT-Forum (Bild)



Autor: Gross

 

 

Portrait

M4 Sherman

mittlerer Panzer der Amerikaner im 2. Weltkrieg

 

M-4A1 Sherman 

Urheber Joe Mabel

 

Der in den USA produzierte Panzer, benannt nach General of the Army William T. Sherman (1820–1891), war der meistgebaute mittlere Panzer der US-Streitkräfte während des 2. Weltkrieges. Aber auch darüber hinaus kam er noch zum Einsatz, so wurden Panzer dieses Typs noch während des Koreakrieges eingesetzt.


Entwicklungsgeschichte

Entwicklungsgeschichte

 

Nachdem der 2. Weltkrieg ausgebrochen war und die bis dahin neutralen USA immer weiter auf Seiten der Alliierten in den Krieg gezogen wurden, forcierte man die amerikanische Panzerentwicklung um den deutschen Modellen Paroli bieten zu können, wenn dies erforderlich wäre. Die bisherige Panzerentwicklung der USA wurde bis dahin nur zaghaft vorangetrieben, durch die Erfolge der deutschen Panzer und motorisierten Einheiten wurde diese aber stark beeinflusst. So suchte man auf amerikanischer Seite nach Panzermodellen die den deutschen ebenbürtig waren. Aus diesen Planungen heraus entstand der M4 Sherman. Die Grundlage dieses Panzers bildete der Prototyp des „T6“ der weiter entwickelt wurde. Die Entwicklung schritt 1941 so schnell voran, dass bereits 1942 die Serienproduktion gestartet werden konnte. Die ersten Serienfahrzeuge kamen aber nicht unter amerikanischer Führung zum ersten Kampfeinsatz, diese Fahrzeuge gingen an den Verbündeten Großbritannien und wurden von diesen in Afrika erstmals eingesetzt. Bei der Zweiten Schlacht um El Alamein standen sie dem Deutschen Afrika Korps gegenüber und konnten sich dort beweisen.
Obwohl sie Erfolge erzielen konnten muss man hier ansprechen das dies eher an der Zahl der Panzer lag und weniger an der Qualität der Fahrzeuge. Die eingebaute Technik und die Komponenten waren der Stand der damaligen Zeit, müssen aber eher als Mittelmaß angesehen werden. Die einzige Innovation war die horizontal selbst-stabilisierende Kanone. Zu diesem Vorteil kam noch die sehr geringen Herstellungskosten und eine sehr breit angelegt Produktion. Auch war der Stand der Standardisierung von Bauteilen für die damalige Zeit sehr hoch, so konnte sehr schnell ein hoher Produktionsausstoß geschaffen werden. Dieser Ausstoß führte aber auch zu Nachteilen. So konnte die Zahl der benötigten Motoren nie vollständig erreicht und gebaut werden. Aus diesem Grund wurden verschiedenen Motorenmodelle eingebaut, dies führte zu Qualitätsunterschieden bei den Panzern.

 

 

"Der Sherman als Raketenwerfer Calliope"


Bewaffnung / Panzerung

Bewaffnung

 

In die ersten Versionen des Sherman wurde eine 7,5-cm-Kanone L/40 als Hauptbewaffnung eingebaut. Für die Kämpfe in Afrika war diese Bewaffnung noch ausreichend, gegen die späteren deutschen Panzermodelle auf dem europäischen Festland hatte man damit aber wenig Chancen. So führte man im Verlauf des Krieges den Sherman mit einer 7,62-cm-Kanone L/52 ein. Die erhöhte Feuerkraft war immer noch nicht ausreichend um ernsthafte frontale Gefechte zu führen, aber durch die Angriffe aus der Flanke oder in den Rücken waren die Sherman gefährlich.
Als Sekundärbewaffnung wurden im M4 Sherman 2x MG Browning M1919 (7,62mm) und ein MG Browning M2 (Kaliber 12,7 mm) eingebaut. So war der Panzer wehrhaft gegen feindliche Infanterie was ihn zu einem sehr guten Unterstützungspanzer für die eigene Infanterie machte.

 

 

Panzerung

 

Der M4 Sherman war für einen mittleren Panzer durchschnittlich gepanzert. Die frontale Panzerung schwankte von 63mm an der Rumpffront über 76mm an der Turmfront bis zu 91 mm an der Kanonenblende. Für den Einsatz in Afrika kann man dies zwar noch als ausreichend anerkennen, in den weiteren Kämpfen auf dem europäischen Festland erwies sie sich aber oft als zu schwach und anfällig gegen die Geschosse der deutschen Panzer und Panzerabwehrwaffen.
Die Schwäche der Panzerung zeigte sich oft bei Treffern des Kampfraumes, dadurch kam es des öfteren zu Motorbränden und Explosionen im Munitionslager. Dies führte schnell zu einem Beinahmen des Sherman. So wurde er von den Amerikanern als Ronson bezeichnet, eine Feuerzeugmarke die mit dem Slogan warb, „Ronson brennt immer“. Auf deutscher Seite erhielt er den Beinamen „Tommykocher“. Dieses Problem wurde erst mit den Modellen teilweise behoben, die ab 1944 produziert wurden. Bei diesen Fahrzeugen hatte man Wasserkanister in den Stauräumen der Munition verbaut, die bei einem Treffer eine Explosion verhindern sollten. Dieses „wet storage“ war sehr erfolgreich.

 

 

"Der Sherman Firefly"

 

Im Krieg

 

Verwendung im Verlaufe des Krieges

 

Der M4 Sherman war im Verlaufe des Krieges an vielen Fronten vertreten. Hier zeigte sich aber, spätestens ab Ende 1943, dass er den schweren deutschen Panzern deutlich unterlegen war. Durch die hohe Feuerkraft konnten die Tiger, Panther, etc. den Sherman-Verbänden extreme Verluste zufügen. Nur durch die Quantität und die sehr einfache Reparatur der Fahrzeuge konnten die Ausfälle einigermaßen human ausgeglichen werden. So wurde der Sherman eher dazu verwendet die angreifende Infanterie zu unterstützen als sich Panzergefechte mit den deutschen Verbänden zu liefern. Auch wenn es Weiterentwicklungen gab hatten die Sherman nur geringe Chancen die deutschen Fahrzeuge frontal zu bekämpfen. So wurde die Taktik eher so umgestellt das man die Schnelligkeit und die Überzahl nutzen wollte. Man versuchte durch diese beiden Attribute die Deutschen zu flankieren oder gar von hinten zu bekommen, dann hatten auch die Sherman eine Chance gegen Tiger, Panther, etc. zu bestehen. Auch wenn diese Taktik zu hohen Verlusten führte wurde sie sehr oft eingesetzt, denn nur so war ein amerikanischer Erfolg möglich.

 

Verwendung unter dem Hakenkreuz/Balkenkreuz


In den Kämpfen des DAK konnten, mit Beginn des Jahres 1943, die ersten M4-Sherman erbeutet werden. Einige der Fahrzeuge blieben in Afrika um unter dem Balkenkreuz der Wehrmacht zum Einsatz zu kommen, andere wurden in das Deutsche Reich verschifft um dort von Heereswaffenamt untersucht zu werden. Die Fahrzeuge die im Rahmen der Wehrmacht und der Waffen-SS zum Einsatz kamen erhielten die Bezeichnung „Panzerkampfwagen (PzKpfW) M4 748(a)“ und kamen an vielen Fronten zum Einsatz. Viele wurden als Kampfpanzer eingesetzt um die eigene Schlagkraft zu erhöhen, es gab aber auch Umbauten zu Bergepanzern und Munitionsschlepper um die Versorgung der eigenen Truppe zu verbessern. Die jeweilige Anzahl der Sherman in den deutschen Verbänden war zwar nie sehr hoch, sie leisteten aber trotzdem gute Arbeit. Die M4 Sherman wurden aber auf deutscher Seite nicht nur von Panzer- oder motorisierten Verbänden eingesetzt. Auch normale Infanterie-Verbände verwendeten öfters Beutepanzer dieses Typs um die eigene Kampfkraft zu erhöhen. Um die Fahrzeuge als deutsche Panzer zu kennzeichnen wurden sie mit, wie bei fast allen Beutefahrzeugen, übergroßen Balkenkreuzen bemalt um Eigenbeschuss zu verhindern.


Modelle

Die verschiedenen Versionen



Der M4 Sherman

War die erste standardisierte Version dieser Fahrzeugreihe. Ab Juli 1942 ging diese Version in die Produktion. Als dabei wichtigsten Komponenten konnte man die geschweißte Walzstahlwanne nennen wie auch das Vertikalkegelfederwerk und der wassergekühlte Continental-Wright Motor mit 400 – 460 PS. In dieser Zusammenstellung wurde die Produktion bis in den Februar 1944 hinein durchgeführt. Ab da wurde eine Umstellung der Hauptbewaffnung vorgenommen. Man verwendete ab diesem Zeitpunkt dann eine 105mm Haubitze. Es gab ebenfalls eine Veränderung im Federwerk, die vertikale Federung wurde nun durch eine Horizontalkegelfederung ersetzt. Eine der Fahrzeuge dieser Produktionslinie erhielten auch Aufbauten aus Gussstahl, die aufgeschweißt wurden, als Ersatz für die normalen Bugplatten.

 

 

Der M4A6 Sherman mit der gegossenen / gewalzten Fahrerfront



Der M4A1

Diese erste Variante in Serienproduktion ist im Allgemeinen technisch identisch zum M4. Sie besitzt ebenfalls das Vertikalkegelfederwerk und die Gussstahlwanne. Ab 1944 wurde dann ein 76mm-Geschutz in den neukonstruierten Turm eingebaut und das vorhing schon erklärte „wet storage“ eingebaut. Auch bei dieser Variante wurde zum Ende der Produktion auf das Horizontalkegelfederwerk umgestellt.

Der M4A2

Dieses Model verwendete eine geschweißte Walzstahlwanne mit Vertikalkegelfederwerk. Auch erhielten die Fahrzeuge dieser Baureihe als einzige Version einen Dieselantrieb. Dabei baute man 2 Motoren vom Typ General Motors 6-71 ein und konnte den Fahrzeugen damit 375PS Leistung verschaffen. Ebenfalls ab Februar 1944 kamen das „wet storage“ und das 76-Geschütz im neuen Turm zum Einsatz. Die meisten dieser Fahrzeuge lieferte man an die Sowjetunion. Dort kamen sie bei der Roten Armee, vorzugsweise in den Garderegimentern, zum Einsatz.

 



Der M4A3

Diese Fahrzeuge erhielten wieder einen Benzinmotor. Diesmal vom Fahrzeughersteller Ford. Dabei handelte es sich um einen V8-Motor mit anfangs 450PS und letztendlich 500PS Leistung. Es kam wieder die Walzstahlwanne zum Einsatz, diese erhielt aber leichte Veränderungen am Heck. Diese Änderungen traten 1944 in Kraft, gemeinsam mit der neuen Bewaffnung, dem neuen Turm und dem „wet storage“.

Der M4A4

Diese Fahrzeuge wurden nur bis 1944 produziert. Sie wurden zum größten Teil als Basis für die Sherman-Firefly verwendet. Der Motor war ein „Multibank“-Reihensternmotor und lieferte 425 PS.

Der M4A5

Diese Version wurde nie von den Amerikanern produziert. Bei diesen Fahrzeugen handelte es sich um RAM-Panzer die in Kanada hergestellt wurde. Abschließend ist zu diesen Fahrzeugen zu sagen, dass sie nie in Kämpfen eingesetzt wurden.

Der M4A6

Diese Version war ein Prototyp. Hier kam ein Motor von Caterpillar zum Einsatz. Dieser Dieselmotor leistete wieder 450PS Leistung. Die Panzerung und Kanone und viele weiteren Komponenten entsprechen denen des Version M4A4. Es wurden insgesamt 75 Fahrzeuge hergestellt und getestet.

 

 

"Der Einsatz als Flammpanzer Crocodile"

 

Abarten und Modifikationen auf Basis des M4 Sherman



Dies ist nur ein kurzer Auszug aus den verschiedenen Modifikationen und Abarten die aus dem vielseitig einzusetzenden M4 Sherman entwickelt wurden. Alle hier nicht aufgeführten Versionen würden den Rahmen des Beitrages sprengen oder waren eher nicht von militärischer Bedeutung. Somit begrenze ich die Auswahl auf die folgenden Modelle:

M10 Wolverine / 17 pdr SP Achilles

In dieser Modifikation handelte es sich um eine PaK-Selbstfahrlafette. Sie wurde entweder mit einer 76,2mm Kanone der Amerikaner ausgestattet und hieß dann "Wolverine" oder erhielt eine 76,2mm Kanone der Briten und lief dann unter der Bezeichnung "Achilles". Die britische Version war dabei mit einer höheren Feuerkraft ausgestattet. Die Kanone wurde dabei in einen drehbaren fünfseitigen Turm eingebaut der nach oben offen war. Der Panzer erhielt dadurch einen großen Vorteil gegenüber den deutschen Jagdpanzern. Man musste nur den Turm drehen um Feinde die in der Flanke auftraten zu bekämpfen wobei die deutschen Jagdpanzer dafür immer manövrieren mussten.

Der T14 "Sturmpanzer"

Der Vorschlag für diese Abart wurde Anfang 1944 gegeben. Er sollte schwer gepanzert sein und zur Unterstützung der Infanterie dienen. Dafür verstärkte man die Panzerung der Wanne auf bis zu 100mm und der Turm wurde auf eine Panzerung von 150mm verstärkt. Die Kanone mit 75 mm wurde beibehalten. Es gab aber auch Feldumbauten. Dabei baute man aus zerstörten Sherman mit einer 76mm Kanone diese aus und setzte sie in die Sturmpanzer ein. Diese wurden dann als "Jumbo" bezeichnet. Mit diesem Fahrzeug erhielt die Infanterie einen guten Unterstützungspanzer der oft sehr hilfreich beim Angriff war.

 

 

Der von Ford gebaute M4A3 Sherman



Tank Recovery Vehicle M32

In dieser Modifikation zeigte sich der Wunsch nach einem vernünftigen Bergepanzer um beschädigte oder zerstörte Panzer zu bergen. Dabei wurden der normale Turm und die Bewaffnung entfernt, man ersetzte diesen durch einen starren Turm mit einem 81 mm Mörser. Dieser diente dazu um Nebelgranaten zu verschießen und so das Bergen von Fahrzeugen zu erleichtern. Ebenso baute man eine Winde und einen Hebekran ein, der Umbau zum Abschlepper wurde mit dem Anbau von Abschlepphaken, Abschleppstangen, Flaschenzügen und weiteren Bergeutensilien abgeschlossen. Es gab eine Vielzahl von verschiedenen Bergepanzermodellen die auf dem M4 Sherman basierten.

Full-Track Prime Mover M34

Hierbei handelte es sich um eine Vollketten-zugmaschine auf Basis des M4. Dazu verwendete man Fahrzeuge die identisch mit den Bergepanzern waren ohne aber die Bergeausstattung einzubauen. So modifiziert wurden die Panzer vor allem als Zugmaschinen für die schwere Artillerie eingesetzt.

M4 Dozer

Einige M4 Sherman erhielten Räumschilde von Planierraupen umso ein Durchbrechen durch Sperren, Gebäude, Buschgruppen etc. zu ermöglichen und den schnellen Vormarsch zu unterstützen. Eigentlich war dies nur als Notlösung für den Einsatz in Italien gedacht. Da aber die Erwartungen bei weitem übertroffen wurden wurde aus der Notlösung eine eigene Modifikation die vor allem in der Normandie sehr erfolgreich eingesetzt werden konnte. Die Panzer gab es in zwei Versionen, einmal für die Kampftruppe mit Turm und Bewaffnung und für die Pioniere ohne Turm.

 

 

"Der Sherman als Minenräumpanzer"
links: mit Dreschschlegel rechts: mit Scheibenwalzen



Der M4 Mobile Assault Bridge

Wie man im Namen schon erkennen kann handelt es sich hierbei um einen Brückenlegepanzer auf Basis des M4. So konnten schnell Gewässereinschnitte überwunden werden, aber es gab auch einen großen Nachteil. Der M4 war nicht in der Lage die abgelegte Brücke ohne fremde Unterstützung wieder aufzunehmen. So wurde die Produktion nach wenigen Fahrzeugen wieder eingestellt.

Dert M4 Sherman als Minenräumgerät

Auch hier gab es eine Vielzahl verschiedener Modelle auf Basis des M4. Die Basis des Fahrzeuges blieb dabei meist gleich, allein die Räumgeräte unterschieden sich. So gab es Versionen mit Scheibenwalzen die an der Front des Panzers befestigt waren, Versionen mit einem Dreschschlegel, einem Minenräumkolben, einer Walze oder einem Minenräumpflug. Besonders die Fahrzeuge mit dem Dreschschlegen zeigten sich erfolgreich. Mit dieser Ausrüstung konnten die Kampfpanzer selber Breschen in feindliche Sperren schlagen und den Vormarsch sicherstellen.

Der M4 als Flammpanzer

Auch hier gab es verschiedene Versionen die einen Flammenwerfer erhielten, um so die Infanterie zu unterstützen. Besonders bekannt wurde der "M4 Crocodile". Dabei wurde der Flammenwerfer, der auch beim "Churchill Crocodile" zum Einsatz kam, auf einen M4 befestigt. Dieser Unterstützungspanzer kam vor allem im Nordwesten Europas zum Einsatz.

Der M4 als Raketenwerfer

Um die Feuerkraft zu erhöhen und die Infanterie somit weiter zu unterstützen kamen Versionen zum Einsatz auf denen Raketenwerfer montiert waren. Besonders der "Raketenwerfer T34 (Calliope) ist dabei zu benennen. Hier hatte man einen Abschussrahmen über dem Turm montiert der Platz für 60 Raketen mit 116mm Kaliber Platz bot. Durch den drehbaren Turm konnte man auch den Raketenwerfer bewegen und musste dafür nicht den Panzer umfahren. Diese Fahrzeuge kamen auch vor allem im Nordwesten Europas zum Einsatz. Man muss aber auch sagen, dass die Anzahl der Kampfeinsätze mit dem "Calliope" begrenzt waren.

Der Sherman Firefly

Hierbei handelte es sich um einen britischen Umbau des Sherman. Dabei wurde die eigentliche Kanone durch eine 76,2mm Kanone der Briten ersetzt. So wurde die Feuerkraft stark verbessert, dies führte auch dazu das diese Fahrzeuge die einzigen britischen Panzer waren die in der Normandie angelandet wurden und es einigermaßen mit den deutschen "Tigern" und "Panthern" aufnehmen konnten.

Der Sherman als Amphibienfahrzeug

Auch schwimmfähige bzw. wattfähige Panzer wurden entwickelt. Hierbei gingen die Briten und Amerikaner wieder verschiedene Wege. Bei den Briten sollte ein faltbarer Segeltuchmantel den nötigen Auftrieb für die Fahrzeuge erzeugen und mit den Schrauben, die mit dem Antrieb verbunden waren, an Land fahren. Einige Fahrzeuge nahmen an der Invasion in der Normandie teil, durch das rauhe Wetter gingen aber die meisten verloren. Die Amerikaner gingen einen anderen Weg indem sie die Fahrzeuge abdichteten und die Luftzufuhr sowie deren Abfuhr durch länge Schächte sicherstellten. Die Fahrzeuge konnten so durch tiefes Wasser waten und so an Land kommen.


Quellen

"Britische und amerikanische Panzer des Zweiten Weltkrieges"; P. Chamberlain, C. Ellis; J.F. Lehmanns Verlag München (1972); ISBN: 3 469 00362 9 (Ln)
"Waffentechnik im Zweiten Weltkrieg"; A. Lüdeke; Parragon Verlag; ISBN: 978-1-4054-8584-5

 

Autor: Panzermeyer

 

Das Thema

DSchK 1938

 

Degtjarjowa Schpagina Krupnokalibernyj

Geschichte

Geschichtliches



Der erfolgreiche Waffenkonstrukteur Wassili Degtjarjow, wurde Ende der 1920er Jahre, von der Führung der Sowjetischen Streitkräfte beauftragt, ein schweres Maschinengewehr zu entwerfen. Wie damals weltweit üblich, versprach sich auch die Führung der Roten Armee eine gegen leicht gepanzerte Fahrzeuge und Flugzeuge wirkungsvolle Waffe. Der Entwurf gelang und wurde schließlich zum echten Klassiker. Degtjarjow konstruierte einen Gasdrucklader für die Patrone 12,7 x 108.
Bereits 1934 kam das Anfangsmodell DK in eine erste Klein-Serien-Fertigung. Die Kadenz von lediglich 360 Schuss in der Minute befriedigte jedoch nicht sonderlich. Degtjarjow bekam Unterstützung vom Waffenkonstrukteur Schpagin, welcher die Patronenzufuhr dermaßen veränderte das sich die Kadenz auf 600 Schuss/Minute erhöhte. Die neue Waffe - nun mehr DSCHK genannt - ging 1938 in die Serienfertigung und wurde 1939 bei der Roten Armee eingeführt. Das sMG wurde nicht nur der Infanterie als Unterstützungs- und Flugabwehr-Waffe zugeteilt, es fand auch als Bordwaffe für Panzer und als Fla-MG auf Panzerzügen und auf Schiffen Verwendung. Der erste Panzer welcher das DSCHK 1938 als Fla-MG auf seinem Turm erhielt, war ab 1943 der IS-2 (Josef Stalin 2). Während des Krieges wurde der Zuführmechanismus geändert, so dass diese nunmehr über Metallgurt aus einer aufgehängten Kassette erfolgte. Die Lafette wurde mehrfach verbessert und modifiziert. Ein schneller Umbau von Rad- auf Dreibein- und Fla-Lafette wurde konzipiert. Der Laufwechsel wurde mechanisch vereinfacht und die Lebensdauer wichtiger Bauteile durch bessere Konstruktion und ausgewogene Materialwahl erhöht. Das DSCHK 1938 galt als unverwüstliche Waffe mit hoher Wirkung im Ziel. Nach dem 2. Weltkrieg wurde eine verbesserte Variante, das DschKM 38/46 produziert. Die Sowjetunion verkaufte die Waffe - welche sich als Verkaufsschlager erwies - in großen Zahlen in alle möglichen Länder. Noch heute steht das sMG in über 40 Ländern in Verwendung. Die Waffe ist ein wahrer Klassiker und nunmehr seit über sieben Jahrzehnten in Verwendung. Das letzte Panzermodell, der das DSCHKM als Fla-MG führte, war der T-72. Es war auch bei der NVA in Verwendung.

 


Technik

Technik



Das Maschinengewehr war ein Gasdrucklader für das eigentlich ein 30 Schuss Trommelmagazin vorgesehen war. Es war luftgekühlt und gut an seinen radialen Kühlrippen zu erkennen. Dieser als DK bezeichnete Entwurf war aber schwerfällig und hatte eine geringe Feuerrate. Die Leistungsstarken Patronen (12,7 x 108 mm) abzufeuern erforderte halt und zusätzliche Masse. Aber erst als es die Umstellung auf einen Patronengurt durch Georgii Semjonowitsch Schpagin erlebte, konnte man die Konstruktion entscheidend verbessern. Im Jahr 1938 bestand das DSchK alle Eignungstests und wurde in die Ausrüstung der Roten Armee übernommen.


Daten

 
Daten
 
 
Allgemeine Informationen
Zivile Bezeichnung:
schweres Maschinengewehr
Degtjarjow-Schpagin DSchK, Duschka
Einsatzland:
Sowjetunion, Warschauer Pakt Staaten,
Volksrepublik China, Pakistan
Entwickler/
Hersteller:
Wassili Alexejewitsch Degtjarjow
Herstellerland:
Sowjetunion
Produktionszeit:
1938 bis 1975
Modellversionen:
DSchK, DSchKM 38/46
Waffenkategorie:
Maschinengewehr
 
Maße
Gesamtlänge:
1.626 mm
Gewicht:
(mit leerem Magazin): 33,30 kg
Gewicht:
(mit maximaler Ausrüstung): 150 (auf Radlafette) kg
Lauflänge:
1.070 mm
 
Technische Daten
Kaliber:
12,7 x 108 mm
Munitionszufuhr:
Patronengurt
Effektive Reichweite:
800 m
Maximale Schussweite:
2.000 m
Kadenz:
600 Schuss/min
Feuerarten:
Vollautomatisch
Mündungsgeschwindigkeit
Projektil (V0):
850 m/s
Mündungsenergie (E0):
18.000 Joule
Anzahl Züge:
4
Drall:
Rechts
Visier:
Kimme und Korn
Verschluss:
Gasdrucklader,
starr verriegelt durch seitliche Stützklappen
Ladeprinzip:
Trommelmagazin (anfänglich), Patronengurt


Quellen

Wikipedia.org (Zugriff: 15.11.2009)
militaertechnik-der-nva.de (Zugriff: 15.11.2009)
panzerregiment4.de (Zugriff: 15.11.2009)



Autor TIWAZ / Kai der Große