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Wir sind eine unabhängige und vorwiegend deutschsprachige Internetseite für Modding in Games. Seit 2005 hat sich das Projekt Designmodproject dem Modden bzw. dem Erstellen von Mods verschrieben (Mod; Abk. für engl. modification oder deutsch Modifikation). Dabei stand immer die historische Erweiterung von Spielinhalten des strategie- und militärhistorischen Genres der PC-Spiele im Vordergrund.

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Download News

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War Ace Campaign  Patch 5.2

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Dieser Patch korrigiert diverse Fehler aus Version 5.0 oder 5.01 und korrigiert die Dateistruktur vieler Einheiten, welche möglicherweise unregelmäßige CTDs beim Spielen oder Laden verursachen.
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Das Thema

 

 

Der Königstiger erschien auf den Schlachtfeldern zur Zeit der alliierten Landung und zuallererst in der Normandie, einem Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs. Die Panzerlehrdivision verfügte als erste über den Königstiger - dessen offizielle Bezeichnung "Panzer(-kampfwagen) VI Tiger II "Königstiger" war. Die Panzerlehrdivision wurde zu der Zeit zur Bekämpfung der alliierten Landung in der Normandie eingesetzt. Der Königstiger wurde also als erstes an der Westfront eingesetzt.


Maße/Gewicht

Mit einer Länge von über 10 Metern (10,28m), einer Breite von 3,75 Metern und einer Höhe von immerhin knapp 3 Metern (3,09m) brachte es der Königstiger auf stolze 70 Tonnen Gewicht (69,7t ohne Besatzung). Damit fiel er unter die Kategorie "Schwerer Panzer" der Deutschen Wehrmacht. Von den Alliierten wurde er jedoch häufig auch in die Kategorie "Superschwere Panzer" eingeordnet. Dies hin vor allem mit seiner Überlegenheit auf dem Schlachtfeld zusammen. Nicht zuletzt deswegen gaben ihnen die alliierten Soldaten den Spitznamen "King Tiger" oder auch "Royal Tiger". Der Begriff "Königstiger" ist also nur eine ins Deutsche übernommene Bezeichnung.


Bewaffnung

 

 

Auch beim Tiger II wurde die Priorität auf starke Bewaffnung und Panzerung ausgelegt. Ausgestattet mit einem V12-Ottomotor Maybach HL 230 P 30 brachte es der Königstiger immerhin auf 700PS (515 KW). Die daraus resultierende maximale Geschwindigkeit von 38 Km/h war nicht gerade Zeugnis von Beweglichkeit. Der Königstiger hatte allerdings immerhin eine Reichweite von rund 170km.
Ausgestattet mit einer sehr starken Panzerung, die an der dicksten Stelle immerhin 185mm betraf, war der Tiger II mehr als geeignet selbst den stärksten Beschuss zu wiederstehen. Die primäre Bewaffnung war ein 8,8cm KwK 43 L/71 Geschütz, welches dem Tiger II eine unglaubliche Feuerkraft verlieh. Die mitgeführte Munition von rund 80 Schuss garantierte einen gewissen Munitionsvorrat.
Der Königstiger brauchte den direkten Vergleich gegen seine Konkurrenten (den T-26 und den IS-2) nicht zu scheuen. Vor allem der von den Russen häufig eingesetzte T-34 (T-34-85) und der M4 Sherman der Alliierten waren dem Königstiger bei seinem Auftauchen auf dem Schlachtfeld hilflos ausgeliefert gewesen, da deren Beschuss auf den Panzer reine Munitionsverschwendung gewesen wäre. Häufig bestand ihre einzige Option also im Rückzug. Gefährlich konnten dem Tiger II nur die Jagdpanzer SU-100 und ISU-122 werden, dies jedoch nur auf nahe Distanz.


Einsatz

 

Bundesarchiv Bild: 101I-721-0397-29, Frankreich, Panzer VI

 

Eingesetzt wurde der Tiger II zu ungefähr gleichen Teilen an beiden Fronten, wobei er sich an beiden bewies. 85 Tiger II wurden bei der Ardennenoffensive eingesetzt. Bei der Ardennenoffensive gingen 5 Panzer verloren, 3 davon durch Aufgabe der Besatzung. Er wurde bis Ende des Krieges produziert. Trotz seiner Untermotorisierung war er der Schrecken aller feindlichen Verbände, vor allem wenn er aus einer vorbereiteten defensiven Stellung feuern konnte, wo seine Untermotorisierung kein allzu großes Manko darstellte. Er konnte einen Sherman oder Cromwell auf einer Entfernung von über 3200 m aus jedem Winkel zerstören. Gleichzeitig mussten Feindpanzer sehr nahe herankommen.
Die Frontpanzerung wurde kein einziges Mal von einem Panzer oder einer Pak im Gefecht durchschlagen, was seine Defensivstärke demonstriert. Letzten Endes war der Königstiger, wenn man von der Untermotorisierung absieht, ein hervorragender Defensiv-Panzer. Er konnte das Schlachtfeld dominieren und den Feinden die Angst in die Glieder treiben. Dies blieb bis Kriegsende so. Ein vergleichbarer Panzer war der IS-3, bei welchem die ersten einsatzbereiten Exemplare jedoch erst Mitte 1946 fertig waren. Wäre der Krieg so verlaufen, dass er erst zu dieser Zeit geendet hätte (Deutsche Defensive), wäre er vermutlich gar nicht so weit gekommen, da vorherige Kriegsentscheidende Schlachten ausgegangen gewesen wären. Der Königstiger wurde zu spät und in zu geringer Zahl gebaut, um etwas ausrichten zu können.
Wie so oft im Zweiten Weltkrieg kamen die Deutschen Wunderwaffen zu spät.



Das Thema

Selbstladegewehr Modell 5


 

Technische Daten

   
System : Gasdrucklader mit Zylinderverschluss
Kapazität : 10 Schuss
Mündungsgeschwindigkeit : 715m/s
Gesamtlänge : 1100mm
Lauflänge : 535mm
Masse ohne Patronen 4,14kg

Geschichte

Geschichte

 

Noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Japanische Streitkräfte mit Mehrlader-Gewehren ausgerüstet. Sie führten während ihres Eroberungsfeldzugs im asiatischen Raum mehrere Typen des Mauser Systems mit Zylinderverschluss. Dazu gehörten für die Patrone 6,5mm eingerichtete Gewehre und Karabiner Modell Arisaka Meiji 38, sowie Arisaka - Karabiner Modell 44. Diese hatte man 1905 bzw. 1911 eingeführt, ebenso wie die 1939 übernommenen Mehrlader Modell 99 mit Patronen vom Kaliber 7,7mm.
Die ersten Schnellfeuergewehre kamen erst nach dem Krieg durch die Amerikaner bzw. durch die Aufrüstung der Selbstverteidigungsstreitkräfte in Form des M1 Garand. Mit Schnellfeuergewehren hatten sich die Japaner schon vor dem zweiten, mit Selbstladegewehren sogar bereits vor dem ersten Weltkrieg beschäftigt. Da die Japanische Armee wie die anderer Länder konservativ eingestellt war, legte man lange Zeit auf solche Waffen, ebenso wenig wert wie auf Maschinenpistolen.
Erst vor Kriegsende erkannte man die Notwendigkeit solcher Waffen, doch zu diesem Zeitpunkt war es schon zu spät. Lediglich eine geringe Anzahl Selbstladegewehre wurde im März / April 1945 an die Marine zu Testzwecken ausgeliefert.

Interessanterweise stand bereits 1908 das erste automatische Gewehr zur Verfügung, entwickelt wurde es von Kijiro Nambu, dem Schöpfer der gleichnamigen Nambu Taisho 14 Pistole. Das Projekt wurde aber nicht weiter verfolgt, da kein Interesse vorhanden war. Erst 1931 müssen einige führende Militärs sich mit dem Problem automatischer Waffen befasst haben, und orderten Pedersen Gewehre aus den USA.
Bis 1937 sollen Intensive Versuche mit Nachbauten des Pederson Systems stattgefunden haben, schließlich fertigte man einige Gasdruck und Rückstosslader an. Dieser Versuch bzw. die Experimente mit diesen Gewehrvarianten wurden spätestens 1941 eingestellt.

Erst drei Jahre später setzte man die Arbeiten fort, und führte sie unter großen Anstrengungen bis März/April 1945 zu einem gewissen Teilerfolg. In fieberhafter Eile wurde das amerikanische Garand - System Kopiert, und für die Japanische 7,7mm Patrone eingerichtet.
Das bis dahin für die Serienproduktion vorbereitete Gewehr erhielt die Bezeichnung: Selbstladegewehr Modell 5

 

Das Thema

Die Baureihe 52 ( Kriegslok )

 

(Eine 52 im HBF Dresden - Privataufnahme die der Bibo freundlicherweise überlassen wurde. )

Vorwort

Vorwort

 

Eine Eisenbahn ?
Ja, die Eisenbahn wurde ein kriegswichtiges Verkehrsmittel während des Zweiten Weltkrieges. Zum Beispiel um Nachschubtransporte an die Front
oder Rohstoffe aus den besetzten Gebieten zu transportieren. Viele Bahntransporte gingen auch in die Konzentrationslager.

 

 
Die technischen Daten der BR 52
 
Baujahre
1942-1950
Bauart
1'Eh2
Gattung
G 56.15
Spurweite
1435 mm
Länge über Puffer
22.975 mm
Gesamtradstand
9.200 mm
Dienstmasse
84t
Dienstmasse mit Tender
102,7 t
Reibungsmasse
75,9 t
Höchstgeschwindigkeit
80 km/h
Indizierte Leistung
1.192 kW
Treibraddurchmesser
1.400 mm
Laufraddurchmesser vorn
850 mm
Zylinderanzahl
2
Zylinderdurchmesser
600 mm
Kolbenhub
660 mm
Kesselüberdruck
16 bar
Rostfläche
3,89 m²
Verdampfungsheizfläche
177,83 m²
Dienstmasse des Tenders
18,7 t
Wasservorrat
30,0/27,0 m³ (bei Verwendung eines ÖBB-Kabinentenders)
Brennstoffvorrat
10,0 t Kohle
Zugheizung
Dampf
Stückzahl
ca. 6000 bis 7000

Geschichte

Geschichtlicher Hintergrund



Im Zweiten Weltkrieg besann sich die deutsche Führung erst sehr spät auf die Eisenbahn als Transportmittel. Nachdem die verfügbaren Dampflokomotiven bei weitem nicht ausreichten und vor allem im Osten den extremen klimatischen und betrieblichen Verhältnissen nicht gewachsen waren, begann Anfang 1942, unter Zeitdruck, die Entwicklung besonderer Kriegslokomotiven, die in jeder Hinsicht der damaligen Krisensituationen und damit militärischen Belangen Rechnung tragen sollten. Bei der Normalspur standen zwei Baureihen von Güterzugdampflokomotiven der Achsfolge 1E im Vordergrund, eine von ihnen ist die Baureihe 52. In zweieinhalb Jahren sollten bis zu 7.000 Stück, gebaut worden sein.(Allerdings variieren die Stückzahlen je nach Autor, zwischen 6.100 bis 7.000)

Entwicklung

Die Entwicklung der Baureihe 52



Der BR 50 von 1938 folgte zunächst die stark vereinfachte Reihe 52. Damit sollte eine Fertigung in großer Stückzahl bei geringem Zeitaufwand erreicht werden.
Die Einsparung von Buntmetall, eine leichtere Instandhaltung und Instandsetzung durch die einheitliche Ausführung und eine hohe Verfügbarkeit, auch unter harten Einsatzbedingungen.
Um diesen gewaltigen Auftrag erfüllen zu können, der ja neben der enorm angestiegenen Waffenproduktion (Panzer, Flugzeuge, Munition usw.) lief, wurden die deutschen Lokomotivfabriken zur Gemeinschaft Großdeutscher Lokomotivhersteller (GGL) zusammengeschlossen, die dem 1942 gegründeten Hauptausschuss Schienenfahrzeuge (HAS) unterstand.
Allerdings ergaben sich wegen der laufenden Produktion aus früheren Aufträgen Übergangsfristen; Lokomotiven vor allem aus den Baureihen 50, 44 und 86 erhielten neben der Nummer den Zusatz "ÜK" als Abkürzung für Übergangs Kriegslokomotive.
Am 5.August 1942 wurde der Bau von 7.000 Lokomotiven der Baureihe 52 genehmigt,und sollte sofort beginnen. Nach 6 Wochen verließ am 19. September 1942 die 52 001 als erste Kriegslokomotive die Borsigwerke in Berlin.

Produktionsorte

 


 
Produktionsorte
Lokomotivfabrik Floridsdorf
1.053 Wien
Henschel
1.050 Kassel
Schwartzkopff
647 Berlin
Krauss-Maffei
613 München
Borsig
542 Berlin
Schichau-Werke
505 Elbing
Maschinenbau und Bahnbedarfs AG
(vormals Orenstein & Koppel)
400 Babelsberg
HCP
(damals zu Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik)
314 Poznań (Posen)
Fablok
(damals: Oberschlesische Lokomotivwerke Krenau)
264 Chrzanów (Krenau)
Maschinenfabrik Esslingen
250 Esslingen
Arnold Jung Lokomotivfabrik
231 Jungenthal, Kirchen
Skoda !Škoda
153 Plzeň (Pilsen)
Grafenstaden
139 Straßburg
Gesamtzahl bis Ende des Zweiten Weltkrieges
(nicht genau geklärt)
6.161

Einsatz

 

 

Die BR 52 im Einsatz



Bevor sie zum Einsatz kam, unternahm die 52 001 zu Präsentationszwecken mit einem Hakenkreuz auf der Rauchkammertür versehen, eine Rundfahrt zu allen Lokomotivfabriken die künftig die Baureihe 52 herzustellen hatten.
An der Ostfront löste sie als erstes die alten Lokomotiven der Baureihen 38, 55 und 56 ab. Neben Bomben und Geschossen, war vor allem der unter ca. 14 Bar Druck stehende Heißdampf für Lokführer und Heizer lebensgefährlich. Auf dem Führerstand herrschte an der Feuerung auch im tiefsten Winter eine große Hitze, im hinteren Teil war die Mannschaft dagegen Zugluft mit -40°C und weniger ausgesetzt. Gesundheitsschäden blieben dabei nicht aus.
Die meisten liefen in Deutschland im österreichischen Teil des damaligen Reiches, aber auch in Italien, weniger hingegen in den besetzten Gebieten Frankreich, Holland, Belgien und Luxemburg.

Nachkkriegszeit

Zuverlässigkeit und Einsatz nach dem Krieg



Trotz ihrer Sparkonstruktion erwiesen sich die Kriegslokomotiven auch auf schlechten Gleisen in engen Kurven und unter rauen Betriebsbedingungen als brauchbar und relativ Zuverlässig. Nach dem Kriegsende wurde die Produktion mit den bereits vorhanden Teilen fortgesetzt. Insgesamt 350 Lokomotiven wurden ab dem Sommer 1945 noch gebaut. In 1950er Jahren liefen nahezu überall in Europa, Lokomotiven der BR 52.
Die letzte 52 wurde bei der Bundesbahn 1963 ausgemustert, bei der Deutschen Reichsbahn der DDR, wurden noch viele umgebaut und konstruktiv verbessert, bis sie 1988 auch dort ausgemustert wurde.

Das Thema

Die Vergeltungswaffen 1 und 2
Die "Wunderwaffen" des Deutschen Reiches



Einleitung

Einleitung

In den letzten Lagebesprechungen der Wehrmacht, mit dem Führer Adolf Hitler im Mittelpunkt, wurde immer wieder eine neue Waffe als entscheidend versprochen - die Vergeltungswaffe V1 und V 2. Am 30. Januar 1945 versprach Adolf Hitler den "Endsieg", trotz aussichtloser Lage und pries dabei seine sogenannten Wunderwaffen an. Vor allem die NS Propaganda unter Goebbels reagierte damit auf die alliierten Luftangriffe und deren verheerende Wirkung auf die Moral der Zivilbevölkerung und den Kampfgeist der Soldaten. Man sollte daran glauben, man wollte daran glauben und man musste sogar daran glauben, weil das Ende allzu offensichtlich erschien, aber was ist dran an den fliegenden Bomben der Nazis.
Fakt ist, dass die euphorische Stimmung im Sommer 1944 bald in Skepsis um schlug, als die V-Raketen nicht die erwarteten Erfolge erzielen konnten. Dabei waren vor allem die wohl erfolgversprechendsten V - Waffen, der Marschflugkörper Fieseler Fi 103 (V1), die Großrakete A4 (V2) und die Fernkanone V3 mit keiner großer Wirkung beschienen und beeinflussten nur die Moral des Feindes, aber nicht die Frontverläufe. Auch weil ein Großteil dieser Waffensysteme nicht gegen militärische Ziele zum Einsatz kam, sondern wurde zu Angriffen gegen die Zivilbevölkerung des Kriegsgegners benutzt.
 


 
Fieseler Fi 103 "V1"
 
Kurze Info
Die V1 war ein unbemanntes Flugzeug, das mit einem Sprengkopf bewaffnet und mit einem automatischen Leitsystem ausgestattet war.
Entwickelt wurde die Fi 103 von Robert Lusser von der Firma Fieseler und von Fritz Gosslau von der Firma Argus, die das Triebwerk herstellte.
Der erste Test der Fi 103 fand am 24. Dezember 1942 in der Erprobungsstelle der Luftwaffe Peenemünde-West auf 3 eigens dafür errichteten Startrampen am nordwestlichsten Ende der Insel Usedom statt.
Weitere Startstellen für die Erprobung des Flugzeugs befanden sich in Zempin auf der Insel Usedom.
Der erste offizielle Start fand am 12. Juni 1944 statt - in den frühen Morgenstunden des 13. Juni schlug die erste Fi 103 in London ein.
Es war der Vorläufer der heutigen Cruise Missiles.
 
Allgemeine Daten/Masse und Gewichte
Gesamtlänge:
8,00 m
Spannweite:
5,72 m
Max. Startgewicht:
2.160 kg
Max. Nutzmasse:
847,11 kg
 
Leistungsdaten
Max. Geschwindigkeit:
800km/h
Antrieb:
Argus As 014 Pulso-Schubrohr mit 335 kp Maximalschub
Bewaffnung:
847,11 kg Sprengkopf aus Amatol
Bauzeit und Baukosten:
Eine V1 kostete 3500 Reichsmark und wurde in
ca. 280 Arbeitsstunden montiert.
Einsätze
 
V1-Flugkörper kamen in folgendem Umfang zum Einsatz
Vom Boden gestartet:
8.892
avon erfolgreich:
7.488
 
3.957 davon von den Briten abgeschossen (52,8 %)
durch Abfangjäger 1.847
durch die Flak 1.878
durch die Seile der Sperrballons 232
Aus der Luft gestartet: 1.600 (Flugzeug He 111 H-22, Verlust: 80 von 100 Maschinen)
Ziel London: 2.419 trafen und detonierten
Ziel Antwerpen/Brüssel (1945): 2.488


Entwicklung

Entwicklung der A4 (V2)

 

(Aus dem Archiv des DLR)



Die Raketenforschung in Deutschland begann schon vor der Hitlerregierung 1932 in der Weimarer Republik. Hitler ließ die Gruppe von Werner von Braun 1936 nach Peenemünde umsiedeln. Hitler selbst war anfangs nicht für die Raketentechnologie zu gewinnen, er sah darin einen Nutzen in ferner Zukunft, der in dem Krieg den er plante nicht mehr eingesetzt werde würde. Bei Kriegsbeginn wurde den Raketenforschern der Stahl gekürzt, da dieser für die Panzer gebraucht wurde. Erst als Albert Speer Rüstungsminister des dritten Reiches wurde, sollte die Raketenforschung höheres Ansehen erhalten. Speer brachte Hitler in einem Gespräch am 16.März den Nutzen der Raketen näher. Er soll auch davon gesprochen haben, Amerika so bombardieren zu können. Kurz darauf wurde Dornberger dazu ausgewählt die Kosten für 3000 der A4 Raketen zu berechnen. Am 18.März explodierte eine A4 Rakete bei einem Brennkammerversuch in Peenemünde. Im April gab Dornberger seinen Bericht Speer, worin er festhielt das 5000 Projektile unrealistisch wären, bezüglich des Treibstoffes. Speer hegte auch seit geraumer Zeit Zweifel an der Richtfähigkeit der A4 und unterrichtete Hitler über die beiden Probleme. Dieser setzte darauf mehr in die Forschung der Luftwaffe und dem Bau der Me-163. Erst am 14.Oktober des selben Jahres konnte der erste erfolgreiche Versuch einer A4 erreicht werden. Speer erzählte Hitler von einer Rakete mit einer Reichweite von 160 km und einer mit 700 km. Am 22.November schickte Speer einen weiteren Bericht über das Programm an Hitler, der Inhalt ist allerdings unbekannt. Im Dezember wurden noch mehrere Raketen getestet, wovon allerdings alle fehlschlugen. Speer gab am 22.Dezember trotzdem den Befehl zur Serienfertigung, der von Hitler unterschrieben wurde. Damit wurde Peenemünde zur Großanlage ausgebaut. Nachdem der Befehl zum Ausbau Peenemündes gegen wurde, erhielt Dornberger gleich diktatorische Vollmacht.
 

 

Produktion

Produktion der A4, aber die Luftwaffe macht Konkurrenz

 

Im Januar 1943 gab es eine Besprechung zwischen Hitler und Speer, wie man die Raketen am effektivsten einsetzen konnte. Speer machte den Vorschlag London von Cap Griz Nez aus zu beschießen. Dafür musste ein Bunker für die Abschussvorrichtungen, sowie mehrere Flakstellungen gebaut werden. Ohne Hitlers Wissen suchte Dornberger selber nach einer Position für die A4. Hitler stimmte dem Vorgehen Dornbergers später allerdings zu. Am 15.Januar 1943 wurde das A4-Programm Speers selbstverantwortlichen Organisation unterstellt. Gerhard Degenkolb wurde am selben Tag noch zum Leiter des Sonderausschusses A4 berufen. Die Forscher in Peenemünde mussten allerdings mit schlechter Lieferung auskommen, da der Stahl an der Ostfront für die Operation Zitadelle, gebraucht wurde. Daher bekam das A4-Programm dieselbe Dringlichkeitsstufe wie das Funkmessprogramm.

 


(Entnommen aus der ausgezeichneten Seite http://www.wernerfrueh.de/trag.htm)



Am 19.Juni mischte die Luftwaffe offiziell mit dem Projekt „Kirschlern“ (Fi-103) mit, wobei die Forschung in Peenemünde vorher begann. Damit begann das Wettstreiten zwischen der Luftwaffe mit der V1, sowie dem Heer mit der V2. Die Entwicklung wurde von Robert Lusser von der Firma Fieseler und von Fritz Gosslau von der Firma Argus, die das Triebwerk herstellte, voran gebracht. Die ersten Testflüge fanden im Dezember 1942 in West-Peenemünde statt. Dafür wurden extra 3 Startrampen in Usedom gebaut. Die V1 war keineswegs eine einfache Waffe, mit Verpuffungsstrahltriebwerk und dem Kreiselkompass zur Kurskorrektur war es eine komplexe Waffe der damaligen Zeit. Dazu war ein kleiner Propeller an der Spitze montiert, der ein Zählwerk zur Reichweitenkontrolle antrieb. Das Verpuffungsstrahltriebwerk war schneller zu bauen und günstiger als die Turbojet-Triebwerke. Die Fieseler-Fi 103 hatte einen 850 kg Sprengkopf und wurde von einer Waltherschleuder abgeschossen, später allerdings meisten von He111H-22 Bombern abgeworfen.
Am 9.April 1943 war Erhard Milch bei einem V1 Abschuss dabei und war am 27.April bei einer Besprechung des Reichsluftwaffenministeriums dabei, in der die 49er Nummer für das V1-Projekt gefordert wurde. Alleine VW sollte 3500 der Marschflugkörper bauen, andere Firmen noch 1500 weitere. Am 24. Februar stellte Dr. Stahlknecht seinen Plan, in dem er den Bau von 5150 A4-Raketen von März 1943-Dezember 1944 mit steigender Produktionszahl, vor. Alleine im Dezember 43 sollten 950 Raketen gebaut werden. Fromm, der Befehlshaber des Ersatzheers, forderte bis zum 1.November die Fertigstellung des Kraftwerkes Nord-West. Dornberger und von Braun drängten auf die Produktion, aber es fehlten die Arbeitskräfte. Deshalb wurden 1000 KZ-Häftlinge nach Peenemünde gebracht, um dort die Arbeiten an der A4 durchzuführen. Am 26.Mai waren Speer, Dönitz, Milch, Fromm und Saur bei einem Test der A4 dabei, während die Luftwaffe 2 Fehlversuche der V1 melden mussten. Auf Wunsch Hitlers liefen beide Projekte weiter. Darauf bekam das A4-Programm die Nummer SS49 48. Erhard Milch war darüber zwar nicht begeistert, arbeitete aber weiter an der V1. Er bestimmte, dass ab August 100 V1 und bis Dezember auf 500 im Monat gebaut werden sollen. Speer hatte große Zweifel an der V1, aber Hitler setzte sich durch und ließ Abschussrampen in den Benelux Staaten bauen. Am 10.September versprach Hitler den ersten Einsatz einer A4 Rakete Ende Januar 1944, während der erste V1 Abschuss für Dezember 1943 geplant war. Aufgrund technischer Probleme wurden beide Waffen erst nach der Landung der Alliierten in der Normandie eingesetzt. Die V1 wurde in 50 verschiedenen Firmen gebaut und kostete rund 3500 Reichsmark. Beide Projekte wurden auch im Dora Mittelbau, von KZ-Häftlingen, gebaut.

 

Einsatz-V1

Die Einsätze der V1

 

 

 

Anders als gehofft wurde die Fieseler Fi 103 erst am 12. Juni 1944 eingesetzt, 6 Tage nach dem D-Day. Das Ziel war die Stadt London, worauf 10 Flugkörper abgefeuert wurden. Von den 10 V1, wie sie nun hieß, kamen allerdings nur 4 an, die anderen gingen über See verloren. Von Juni bis August fand die Hauptzeit des V1-Angriffs statt. Die V1 wurde in mehreren Gruppen immer zu zehnt abgeschossen und trafen die Alliierten moralisch am meisten. Die Rüstungsindustrie oder die Truppen der Westmächte konnte ohne Probleme weiterlaufen, die Zivilbevölkerung bekam allerdings Panik und bis Kriegsende verließen ganze 2 Millionen Menschen London und reisten in den Norden Großbritanniens. Die V1 hatte einen lauten Benzinmotor, der erst 15 Sekunden vor dem Einschlag abgestellt wurde. Dadurch konnten sich die Menschen noch schnell in Sicherheit bringen, sofern es die Situation zuließ. Die 847,11 kg Sprengköpfe aus Amatol, sowie die Sprengwirkung von 100-600 Metern machten ein entkommen vor der V1 schwierig. Insgesamt wurden 8892 der V1 vom Boden abgeschossen, sowie weitere 1600 per Flugzeug abgeworfen.
Von den vom Boden gestarteten V1 wurden 3.957 abgefangen, was ca. 52,8% aller V1 waren. Von Britischen Abfangjägern wurden 1847, durch Flak wurden 1878 abgeschossen und durch Sperrballone weitere 232 aufgehalten. Britische Piloten entwickelten ein Manöver indem sie die V1 von oben anflogen und direkt neben ihr den eigenen Flügel unter dem der V1 lenkt. Danach wurde so abgedreht das die V1 angehoben wurde, aus dem Gleichgewicht geriet und abstürzte. In London explodierten insgesamt 2419 V1 und nach Antwerpen wurden 2488 abgeschossen, die Anzahl der Explosionen in Antwerpen ist allerdings nicht bekannt. In London starben ungefähr 6184 Menschen und weitere 17.981 wurden schwer verletzt. In Antwerpen wurden 10145 Menschen getötet oder Verletzt, während in Lüttich rund 4614 Menschen ihr Leben. Die V1 wurde Hauptsächlich gegen London, als Vergeltung für die Bomben auf Deutschland, eingesetzt. Antwerpen wurde während der Ardennenoffensive im Winter 44/45, wegen seines Hafens bombardiert. Das Projekt Selbstopfer, indem bemannte modifizierte V1 abgeworfen werden sollten, wurde eingestellt bevor es zu einem Einsatz kam.

 


Eine V1 wie sie beim Flug von einem Abfangjäger aus dem Gleichgewicht gebracht wird.

 

 
Technische Daten der V1
 
Flügelspannweite:
5,30 m
Länge:
7,742 m
Antrieb:
Ein Pulso-Schubrohr Argus As 014
mit 335 kp Maximalschub
Marschgeschwindigkeit:
576 km/h in 760 m Höhe
Reichweite:
257 bis 286 km
Dienstgipfelhöhe:
3000 m
Treffergenauigkeit:
im Umkreis von 12 km
Fluggewicht:
2160 kg
Bewaffnung:
847,11 kg Sprengkopf aus Amatol,

Einige Wenige mit Zusatzbewaffnung :
23 × 1-kg-Streubomben/ Propagandaflugblätter

Einsatz-V2

Die Einsätze der V2

 

 

 

Die V2 hatte ihren ersten Einsatz am 6.September 1944 und erreichte sofort einen nachhaltigen Psychologischen Eindruck in der britischen Zivilbevölkerung. Insgesamt wurden 1402 Raketen (1358 in London und 44 in Ipswich) auf England abgeschossen. Die Überschallgeschwindigkeit machte ein Orten vor dem Einschlag unmöglich, was sich an den Opferzahlen belegen lässt. Die meisten der V2 wurden mit Mobilen Abschussrampen abgeschossen, da die feindliche Luftüberlegenheit immer ein Gefahr für feste Abschussrampen hatte. Trotzdem wurden von Den Haag aus 1039 Raketen abgeschossen, bis ein britischer Luftangriff am 3.März 1945 die Startrampen zerstörte und 510 Menschen tötete. Nachdem Antwerpen von den Briten erobert wurde, begann am 7.Oktober der Beschuss des nun wichtigsten Nachschubwaffen der Alliierten mit V2 Raketen. Dabei wurden insgesamt 1610 Raketen auf die belgische Stadt abgeschossen. Weitere Ziele waren Lüttich mit 27, Paris mit 22, Lille mit 25, Tourcoing mit 19, Arras mit 6, Cambrai mit 4, Hasselt mit 13, Tournai mit 9, Mons mit 3, Diest mit 2 und Maastricht mit 19 V2-Raketen, in Deutschland wurden noch 11 Raketen auf die Ludendorff-Brücke in Remagen abgeschossen. In Remagen sollten die V2-Raketen die letzte intakte Brücke über den Rhein zerstören, was allerdings sehr misslang. Die letzte V2 wurde am 27.März 1945 mit dem Ziel Antwerpen gestartet. Augenzeugen berichten aber von V2 Abschüsse der Ausbildungsbatterie 444 Richtung Nordsee.
Der Einsatz der V2 als Terrorwaffe, brachte in London Diskussionen über den Einsatz von Giftgas, gegen deutsche Städte hervor, der von Winston Churchill entschieden abgelehnt wurde. Insgesamt starben ca. 8000 Menschen durch V2 Einschläge, der höchste in Antwerpen als eine V2 das vollbesetzte „Rex"-Kino traf und 567 Menschen tötete.

 


Antwerpen nach einem V2 Angriff, mit einem gefallenen US-Soldaten

 

 
Technische Daten der V2
 
 
Vollmasse:
12428 kg
Leermasse:
2850 kg
Treibstoff:
8610 kg (3710 kg Ethanol (75 %) + 4900 kg flüssiger Sauerstoff)
Sprengkopf:
975 kg
Länge:
14.0 m
max. Durchmesser:
3.56 m
Schub:
270 kN Boden, 300 kN Vakuum
Brenndauer:
63 Sekunden
max. Höhe:
90 km (als Höhenforschungsrakete 187 km)
Reichweite:
287-312 km

Zum Schluss

Weitere Raketenmodelle

 

 



Neben den Versuchsraketen A1, A2, A3 und A5, wurden auch weitere Raketen geplant. Die A4b ist dabei das einzige getestete Modell, was am 27. Dezember 1944, am 8. Januar 1945 und am 24. Januar 1945 in Peenemünde gestartet ist. Da allerdings alle Versuche fehlschlugen, wurden in diese Richtung keine weiteren Versuche unternommen. Die A9 und die A10 sollten ein gemeinsames Projekt werden. Die A10 sollte als Erstrakete fungieren und sobald der Treibstoff leer war abgeworfen werden. Danach wäre die A9 alleine weitergeflogen bis zum Zielort. Die A9/10 sollte die erste Interkontinentalrakete der Welt werden und Städte wie New York oder Washington treffen. Daher auch der Spitzname „Amerikarakete“. Diese Rakete war für das Atomprogramm Deutschlands von enormer Bedeutung, da sie Nuklearsprengköpfe transportieren sollte. Die A11 war für den Aufbau eines Satellitenträgers vorgesehen und die A12 sollte, in Verbindung mit der A10 und der A11, einen Raumtransporter bilden, der 10 Tonnen in den Orbit bringen konnte.
 


Alle Aggregat Raketen im Größenvergleich

 

Schlussbemerkung



Warum scheiterten nun diese V-Waffen, waren Sie doch ihrer Zeit weit voraus und setzen technische Maßstäbe, die teilweise bis heute die Waffenschmieden der Welt antreiben. Schlicht und ergreifend war ihre militärisch-strategische Wirkung sehr gering, da es ihnen u. a. an Zielgenauigkeit mangelte. Viele Dokumentationen sprechen von zu wenig Zeit, zu knappen Rohstoffen und falschem Einsatz, doch war es wohl auch mehr und wie in diesem Krieg so oft erkennbar, konnte Hitler hier nicht auf sein Glück des richtigen Zeitpunkts bauen. Dabei war die psychologische Wirkung auf die eigene Bevölkerung und den Feind war hingegen enorm, wobei man den Siegeswillen des Gegners nur anheizte und eigene Soldaten mit dem Irrglauben an eine neue Waffe an der Front gnadenlos verheizte.
Überlebt hat der technologische Vorsprung deutsche Waffentechniker den Krieg, wenn auch nicht mehr unter deutscher Flagge. Die Operation Overcast, also die gezielte Verbringung deutscher Wissenschaftler, Technik und technischer Unterlagen in die USA nach Kriegsende, konzentrierte sich auch verstärkt auf den Komplex der V-Waffen. Viele Unterlagen verschwanden schnell in geheime Labors und Einrichtungen, mit Ihnen die deutschen Wissenschaftler und es darf spekuliert werden, inwiefern der Kalte Krieg in seinem Kern die deutschen Waffen benutzte, um einen Vorteil der jeweiligen Supermacht zu etablieren. Viele Verschwörungstheoretiker sehen bis heute die deutsche Technik auf den Schlachtfeldern der modernen Kriege, doch haben die V2- und V1 ihren Beitrag auch zur zivilen, friedlichen Nutzung erbracht. So gelangten vor allem erbeutet Teil der V2-Rakete in amerikanische Hände und ebenso ihr Erbauer, Werner von Braun. Diese 14 Meter lang, 13 Tonnen schwere Flüssigstoff-Fernrakete, mit einer Reichweite von 380 Kilometern, war fortan der Ursprung der NASA.
Mit der Saturn V flog 1969 Neil Armstrong als erster Mensch auf den Mond und wer weiß was 1969 passiert wäre, hätte das Deutsche Reich nicht sein Wirken dem Krieg gewidmet, sondern dem Frieden, der Wissenschaft und der Menschheit - nicht seiner Vernichtung.

Quellen

Rainer Karlsch, Hitlers Bombe: Die geheime Geschichte der deutschen Kernwaffenversuche,Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 1 (7. März 2005).

Wikipedia (V1) (Letzter Aufruf 2.12.2010)
Wikipedia (V2) (Letzter Aufruf 2.12.2010)
Wikipedia (Selbstopfer) (Letzter Aufruf 2.12.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/A4_%28Rakete%29 (Letzter Aufruf 2.12.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/Vergeltungswaffe (Letzter Aufruf 2.12.2010)
http://www.wernerfrueh.de/trag.htm (Letzter Aufruf 2.12.2010)
http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/kriegsv ... index.html (Letzter Aufruf 2.12.2010)
http://www.hidden-places.net/index2.php ... f=1&id=269 (Letzter Aufruf 2.12.2010)
http://www.luftkrieg-ederbergland.de/carmen.htm (Letzter Aufruf 2.12.2010)
http://einestages.spiegel.de/external/S ... S1268.html (Letzter Aufruf 2.12.2010)
http://www.v2rakete.de/ (Letzter Aufruf 2.12.2010)
http://www.dlr.de/100Jahre/DesktopDefau ... e.37.2955/ (Letzter Aufruf 2.12.2010)



Autor: Dome / Freiherr von Woye

 

Das Thema

Der Deutsche Stahlhelm
Vom I. und II. Weltkrieg bis zu seinem heutigen Einfluss

Entstehung

 Entstehung



Im 19. Jahrhundert war die Pickelhaube die bestimmende Kopfbedeckung für die kaiserliche und davor preußische Armee. Sie war in der Paradeausführung vor allem reich verziert. Es gab aber durchaus auch Ausnahmen, so hatte die Kavallerie und die Jäger eine andere Kopfbedeckung. Die Pickelhaube in ihrer Grundform war eine lederne mit Metallverstärkung versehene Kopfbedeckung in Form eines Helms, die durch die markante Spitze an der Oberseite ihren Namen erhielt. Eine Kopfbedeckung, die zum Vorbild für andere europäische Staaten wurde und auch in den USA angenommen wurde (verändert versteht sich).
Im 1. Weltkrieg waren die deutschen Truppen zuerst auch noch mit der Pickelhaube unterwegs, d.h. mit einer stoffüberzogenen (grau) unverzierten Variante. Doch zeigten sich in Grabenkämpfen und vor allem unter Artilleriebeschuss die Nachteile dieses Ausrüstungsstückes. So waren es vor allem die Kopfverletzungen, die zuerst die Franzosen einer stählernen Kopfbedeckung einführten (1915) und dann auch im deutschen Heer eine neue Kopfbedeckung, erstmals vor Verdun (Januar 1916), eingeführt wurde.
Als Vorreiter ging der Leutnant Gaede in die Geschichte ein, der, nachdem sich die deutsche Armee bei der Entwicklung eines effektiven Kopfschutzes zögerlich verhielt, einen provisorische Helme für seine Einheit einführte. Die in den Vogesen stationierte Einheit entwickelte einen Helm, der aus einer mit Stoff gefütterten Lederkappe bestand, wurde Eine 6 mm dicke Stahlplatte, auf der Vorderseite der Kappe, sollte neben Stirn, auch Augen und Nase schützte. Der "Gaede"-Helm wog 2 Kilogramm und war knapp ein Jahr lang gebräuchlich.

Im Ersten Weltkrieg, 1915, wurde beim XVIII. Armeekorps eine Untersuchung durchgeführt, die erbrachte, dass 83 % der Kopfverletzungen von Splittern herrührten, die zumeist winzig klein waren. Nur 17 % wurden durch Infanteriegeschosse verursacht.
 

 



Nach ähnlichen Erkenntnissen auf französischer Seite, musste ein neues Modell eines Helmes her. Die kriegstechnische Entwicklung hatte nun den Soldaten direkt eingeholt und somit das militärische Symbol der Pickelhaube überrollt. Nicht mehr Säbelhiebe oder Stiche gegen den Kopf des Soldaten, sondern gegen die Auswirkungen eines mechanisierten Krieges musste nun der Kopf geschützt werden. Die Lederhaube oder auch die Mütze war im Kampfeinsatz dagegen absolut nicht gewappnet.
Bereits im Februar des Jahres 1916 wurde die Einführung eines "Stahlschutzhelmes" beschlossen. Initiator des Namens war der damalige Chef des Generalstabes des Feldheeres General von Falkenhayn, der oftmals auch als Erfinder angeführt wurde. Die Erfinder waren eine Gruppe von 3 Mann:
 

- Prof. Dr. Friedrich Schwerd (Techn. Hochschule Hannover und Hauptmann der Landwehr)
- Professor Dr. August Bier (Chirurg und Marinegeneralarzt )
- beratende Arzt des XVIII. Armeekorps

 

Dabei mussten technische und anatomische Probleme gelöst werden, so dass man sich schließlich auf einen einteiligen aus vergütetem Chromnickelstahl, einem Augen- und einem Nackenschutz ausgestatten Helm einigte. Interessant ist, dass die endgültige Form durch die Gattin des Professors Schwerd ausgesucht bzw. angefertigt wurde.
Die ersten Versuche auf dem Artillerieschießplatz in Kummersdorf verliefen gut und der mit einer Metallstärke von 1 mm versehene Helm tat einen ausgezeichneten ersten Einsatz. Selbst Schrappnellkugeln aus nächster Entfernung konnten den Helm nicht durchschlagen.

 


(Der M16)

 

Ende Januar 1916 lieferte dann das Eisenhüttenwerk Thale/Harz die ersten 30.000 Helme. General von Falkenhayn ließ die Stahlhelme ab Februar an die Fronteinheiten verteilen. Zu Beginn der Schlacht um Verdun waren manche der dort kämpfenden deutschen Einheiten bereits mit den neuen Helmen ausgerüstet.

Bei der k.u.k. Armee kam es 1916 zur Einführung von Stahlhelmen. Erste österreichische Helmmuster von der Berndorfer Metallwarenfabrik waren jedoch nicht zufriedenstellend. In Verwendung kam schließlich der Stahlhelm „nach deutschem Muster“, der von 1916 bis 1918 mit deutschen Maschinen von österreichischen Firmen erzeugt wurde.

Die Form, das Metall und die Verarbeitung waren eine echte Innovation dieser Zeit und bis zum Ende des 1. Weltkrieges wurden 7,5 Millionen Stück Stahlhelme produziert und an die Truppe ausgeliefert.

 

 


Fertigung

Ausstattung und Fertigung

 

Das deutsche Modell war anders als der französische und britische Stahlhelm tief in den Nacken heruntergezogen und an den Schläfen gestuft, damit auch Stirn, Augen und Halsschlagader geschützt wurden. Die offizielle Bezeichnung des Helmes war Modell 1916 (M1916) In der Folgezeit wurden einige kleine Veränderungen vorgenommen, aber der Helm blieb bei verbesserter Legierung und Reduktion des Gewichts, auch im etwas flacheren Modell 35 für die Wehrmacht maßgeblich.

 


(Die an den Helmseiten hervorstehenden Bolzen dienten zum Einhängen des Stirnschildes für Beobachter zum Schutz gegen Scharfschützen. Diese Bolzen sind innen hohl, um eine Belüftung unter dem Helm zu schaffen.)

 

Der Stahlhelm wurde in 6 Arbeitsschritten aus einer 1,1 mm dicken Stahlplatte gefertigt. Eine Besonderheit sollten dabei die Ausstattung für die MG Schützen darstellen (5 % alles Stahlhelme), die mit einer zusätzlichen 1 cm dicken Platte an der Stirn (Stirnpanzer) ausgestatten werden sollten. Diese Neuerung stellte sich wegen der ungünstigen Gewichtsverlagerung zu einer Behinderung der Soldaten im Feld und so wurde diese Stirnplatte oftmals Zweckentfremdet und zur Verstärkung der Grabenwände benutzt.

 

 

 

Die Verbündeten Österreich-Ungarn und Bulgarien übernahmen nach kurzer Zeit den M1916 und auch die Piloten der deutschen Jagdflugzeuge gingen 1917 dazu über, anstatt der ledernen Fliegerkappe den M1916 zu tragen.

Die tiefe und markante Krempe des M1916 war oftmals Grund für Hörbeeinträchtigungen des Soldaten und sollte beim M1918 (Sondermodell) eigentlich ersetzt. Beim M1918 wurde an der Ohrenpartie ein Stück ausgeschnitten und somit den Soldaten das Hören erleichtert, doch erreichten die geringen Stückzahlen zum Ende des Krieges nur wenige Soldaten. Auch die türkische Exportversion mit einem "Sonnenschutz" in Form eines nach vorn gezogenen Schirms, konnte sich nicht durchsetzen. Grund war hier die Behinderung des Schirms bei den Panzerbesatzungen, die nicht mehr bzw. nur schwer durch die Sehschlitze damit sehen konnte.
Schon damals sah man die Möglichkeit eines Tarnanstrichs für die Helme gegeben (Befehl Oberste Heeresleitung vom Juli 1918 - "Buntfarbenanstrich"):

 


(Lt. Order II Nr. 91 366, die von General Ludendorff am 7.7.1918 unterzeichnet wurde, bekam dieser Helm eine Tarn-Bemalung in verschiedenen Farben, die durch fingerbreite schwarze Striche getrennt waren.)

 

Zwar noch etwas primitiv, entwickelte sich diese Anstrich in den 30er Jahren weiter und trug zum Schutz des Kopfes wesentlich bei. Ebenso die Ausführungen: "Adrian" (nach dem französischen General - im Dezember 1914 eingeführt) und "Brodie" (nach dem britischen Ingenieur John Brodie, auch MK I Helm genannt - im Sommer 1915 entwickelt), die durch diverse Modifikationen die Trage- und Schutzfunktion verbesserte.
Exportiert wurde der Helm vor allem in die Türkei und er bekam in der Nachkriegszeit bzw. der Weimarer Republik eine symbolische Bedeutung für die Freikorps, die in ihm eine Verkörperung von Kampfeswillen und alten (vor allem konservativen) Tugenden sahen:

 


(Zeichen des Bund der Frontsoldaten - gegründet Dezember 1918 als Sammelpunkt für konservative und republikfeindliche Elemente.)

 


 
Herstellerliste WK1-Stahlhelme (Kürzel)
Gebrüder Bing A.G., Nürnberg = G.B.N.
F.C. Bellinger, Fulda = B.F.
Gebrüder Gnüchtel A.G., Lauter i/Sa. = G.
Vereinigte Deutsche Nickelwerke, Schwerte i/Westf. = Ni.
R. Lindenberg A.G., Remscheid-Hasten = „Glockensymbol“ L.
Herm. Weissenburger & Co., Stuttgart-Cannstatt = W.
C. Thiel & Söhne, Lübeck = T.J.
Eisenhüttenwerk Thale A.G., Thale a/Harz = E.T.
Eisenhütte Silesia, Paruschowitz O/Schlesien = Si.
Siemens & Halske A.G., Siemenstadt bei Berlin = verschlungenes Symbol S und H
Körting & Mathissen, Stuttgart = kleines Dreieck + K
Berndorf, Österreich = Bär-Symbol bzw. „B“ auf Helmglockendach


(War in den Helmen zu finden.)

Einsatz

Weiterer Einsatz (Zweiter Weltkrieg)

 

Der Stahlhelm war ein Uniformstück an den man den deutschen Soldaten nicht nur sofort erkannte, sondern auch die Qualität deutscher Ausrüstungen zu bewerten wusste. Der Versailler Vertrag und seine Restriktionen, sorgten dafür, dass die meisten Stahlhelme aus dem Ersten Weltkrieg zerstört wurden und nur wenige noch heute zu finden sind. Der M 17 wurde später nachgebaut und fand bei Armee wie Polizei wieder Verwendung.
Das Modell von 1935 (M35) war leichter als das Gegenstück aus dem ersten Weltkrieg und aus einen Stück gepresst. Er sah dem M17 sehr ähnlich, war aber Funktioneller gestaltet und in vielen Aspekten aktualisiert worden. Die Helme wurden in fünf Größen hergestellt und wogen 0,82 bis 1,2 kg. Dazu ein leichter Helm aus Plastik für Offiziere und für die Paradeuniform hergestellt. Alle Helme hatten zwei Belüftungslöcher und waren Innen und Außen grau lackiert. Der M35 wurde während des Krieges mehrmals geändert und angepasst - jede Änderung ergab einen neuen Typ (siehe oben). Im Frieden und in den ersten Kriegsjahren waren 2 Plaketten an dem Helm angebracht, die eine Seite zeigte ein Schild mit den Nationalfarben und eine Plakette mit dem Reichsadler. Beide wurden ab 1943 eingespart. Natürlich spielte auch die Tarnung wieder ein Rolle und so wurden verschiedene Formen von Stoffbezüge hergestellt : Vom Tarnnetz über verschiedene Muster (Sand, Olivgrün und gepfleckt) bis zum Kalkanstrich im Winter.


M-35

Ging als Neuauflage des WK I Musterstahlhelms in Produktion und war vor allem in den frühen Dreißigern im Einsatz. Markant ist das stromlinienförmige Aussehen und die kleineren Ausmaße wie beim WK I Modell. Ausgeliefert wurde er erst 1936, weil er sehr beliebt im Ausland war und von dort vielfach bestellt wurde - mit Vorrang vor der Reichswehr! Bei der Exportvariante findet sich keine Herstellercode bzw. Produktionskennziffer im Helm, auch passte kein "deutsches" Innenfutter in den Helm.
Schnell erkannt wird der Helm durch sein nach innen gerollten Rand, den Lüftungslöchern an beiden Seiten und die jeweils an jeder Seite hohleingesetzte Niete. Auch hat der Helm eine nach hinten ausgehende ovale Form, der bei seinen Nachfolgern weniger ausgeprägt ist.

M-40

Dieser Stahlhelm hat die gleichen gerollten Ränder entlang der niedrigen Kanten wie sein Vorgänger. Dabei ist einer Verwechslung natürlich vorprogrammiert. Die Lüftungslöcher sind nun nicht mehr genietet (Senkung der Produktionskosten) und durch die Stanzung hat er eine etwas abweichende Form.

 

 

 

M-42

Diese Version wurde am meisten gebaut und ist am Verbreitesten gewesen (ist der heute noch am meisten gefundene Helm auch ehemaligen Schlachtfeldern - "Fundhelm"). Er wurde von 1942-45 produziert und hat anders als seine Vorgänger keinen gerollten Rand mehr. Nur so konnten die Produktionskosten niedrig gehalten werden und trotzdem eine steigende und schnelle Herstellung gewährleistet werden. Meistens hatte dieser Helm keine Abzeichen - ein Reichsadler ist nur selten auf ihm zu finden - ein Resultat der schnellen Produktion.

 

 



M-38 (Fallschirmjägerhelm)

Bei der Variante vom Modell 35 wurde der Augenschirm fast ganz weggelassen und der Nackenschirm, der am Rand umgebörtelt war, auf 1,8 cm Breite gekürzt. Der Nackenriemen wurde unter dem Kinn am Kinnriemen befestigt. Der Kinnriemen wurde auf Schläfenhöhe mit Karabinerhaken an Ösen, die an der Inneneinrichtung 31 befestigt waren befestigt. Der Nackenriemen wurde hinten am Helm ebenfalls mit Karabinerhaken an der Inneneinrichtung befestigt.

M-34 (Polizeihelm)

Quasi die verkleinerte Form des M17 mit Belüftungslöchern und niedrigen Nackenschirm. Ein Zwischenstück aus M-38 und M17. Das Wappen bestand aus einem grünen/silbernem Polizeiadler, mit schwarzem Hakenkreuz, mit einem grünen/silbernen Kranz auf schwarzem Untergrund.

Trageweise

Trageweise

 

 



Der Stahlhelm war so zu tragen, dass zwischen Kopf und Helm "ein Finger breit" Platz war, für eventuelle Einbeulungen des Helms durch Splitter. Der Rand des Augenschirms schnitt die Augenbrauen ab, der Stahlhelm M 18 war dabei leicht nach hinten geneigt, der etwas kleinere Stahlhelm M 35 wurde jedoch waagerecht getragen. Der Kinnriemen, aus schwarzem Leder, wurde normalerweise unter dem Kinn getragen, durfte aber auch auf dem Augenschirm getragen werden.

Gegenwart

Nachkriegszeit bis Heute

 

Nach dem Krieg verwendete die, zur Vermeidung von Reminiszenzen, den Amerikanischen Topfförmigen Stahlhelm, kehrte aber 1987 näherungsweise zur alten Form zurück, die auch bei den US-Streitkräften eingeführt wurde, bei denen dieser Stahlhelm den Spitznamen "Fritz" erhielt.

Der M1-Helm und mit seiner Topfform prägte noch langer die US-Armee und viele andere Länder der Welt. Erst seit den Konflikten in Vietnam und im ersten Golfkrieg, wurde die Form der Deutschen Stahlhelme als wohl effektivste und schützendste Lösung angesehen und in die neue Generation von Helmen eingepasst. Ende der 70er Jahre hatte dann aber der Stahl endgültig seinen Dienst getan und wurde durch den aus Kevlar bestehenden PASGT-Helm (US) und den GS Mk 6 aus Aramidfasern (GB) abgelöst. Der Stahlhelm war zwar weiterhin eine billige Alternative für mehreren Mitgliedsstaaten der NATO und des Warschauer Pakts bis in die 90er Jahre hinein, aber nicht mehr die beste Lösung. (Vor allem in Staaten der Fall, in denen die Wehrpflicht galt und wo deshalb eine größere Anzahl an Soldaten mit Helmen ausgestattet werden musste)

In den Armeen diverser Entwicklungsländer werden nach wie vor Stahlhelme verwendet.

 


(Der Bundeswehrhelm heute)


Quellen

James Lucas, Handbuch der Wehrmacht 1939-45, 2001.

http://de.wikipedia.org/wiki/Stahlhelm (Letzter Zugriff 27.04.2010)
http://www.erft.de/schulen/abtei-gym/remarque/helm.htm (Letzter Zugriff 27.04.2010)
http://www.balsi.de/Weltkrieg/Waffen/Au ... hlhelm.htm (Letzter Zugriff 27.04.2010)
http://www.history-revisited.de/detail/ ... -weltkrieg (Letzter Zugriff 27.04.2010)
http://www.zweiter-weltkrieg-lexikon.de ... ?f=8&t=648 (Letzter Zugriff 27.04.2010)
http://www.infobitte.de/free/lex/wpdeLe ... hlhelm.htm (Letzter Zugriff 27.04.2010)



Autor: Viper / Freiherr von Woye