DMP Modding Community

BECOME A PART OF THE PROJECT

Wir sind eine unabhängige und vorwiegend deutschsprachige Internetseite für Modding in Games. Seit 2005 hat sich das Projekt Designmodproject dem Modden bzw. dem Erstellen von Mods verschrieben (Mod; Abk. für engl. modification oder deutsch Modifikation). Dabei stand immer die historische Erweiterung von Spielinhalten des strategie- und militärhistorischen Genres der PC-Spiele im Vordergrund.

Aus dem DMP Hobbyforum hat sich eine innovative Community entwickelt, welche ergänzende Inhalte zu den Spielen und dessen Hintergründe einbringt. So existieren heute neben einem vielfältigen Downloadbereich, einer aktiven Forengemeinde und der Informationsplattform zu verschiedenen Spielen, auch eine Anlaufstelle für interessierte Modder, Spieler und Spieleentwickler.

Seit 2015 arbeitet das Design Mod Project mit Entwicklerstudios zusammen und dient als Sprachrohr für die Community an die Hersteller von PC Spielen. Wir stehen für den aktuellen Trend zurück zu den Wurzeln von Spielen zu gehen und wollen diesen Weg mit den Spielern zusammen bestreiten. Wir bieten eine Plattform für Modding und vor allem für das Teilen von Spielerlebnissen.

 

Download News

War Ace Campaign  Patch 5.2

War Ace Campaign Patch 5.2

Dieser Patch korrigiert diverse Fehler aus Version 5.0 oder 5.01 und korrigiert die Dateistruktur vieler Einheiten, welche möglicherweise unregelmäßige CTDs beim Spielen oder Laden verursachen.
DAW - Der andere Weg 19-01

DAW - Der andere Weg 19-01

Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 18-02) sind enthalten: Darstellung von Meeresfeldern Die Meerestiles haben (auch für die ersten 3 Kampagnen) ein neues Grafikmuste
Amulet Mod Version 3.0

Amulet Mod Version 3.0

Der Amulet Mod 3.0 ist für das PC-Spiel Panzer Corps Wehrmacht. Es ist der zur Zeit tiefgreifendste und umfangreichste Mod für deutsche Einheiten. Hier kurz die Merkmale: 77 neue Einheiten; 50
Modern Conflicts 1.1

Modern Conflicts 1.1

Endlich ist Version 1.1 live. Der erste Teil der russischen Kampagne ist verfügbar, außerdem sind viele Balance-, grafische und andere Verbesserungen implementiert worden. Da hat Akkula wieder gan
Total Realism Project

Total Realism Project

TRP 1.04 ist eine Zusammenfassung der vielen kleineren Ideen, die wir zu unserer Mod hatten. Wir veröffentlichen sie nun auf Basis der neuen HoI 2 Darkest Hour-Version 1.05.
DAW - Der andere Weg 18-02

DAW - Der andere Weg 18-02

Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 17-09) sind enthalten: Darstellung vereister Seen Die Landschaftstiles für Seen in der Winterdarstellung wurde (auch für die beid
Battlefield: Europe 1.9

Battlefield: Europe 1.9

Changes in v1.9
Pazifik Korps Teil 4 Part 3

Pazifik Korps Teil 4 Part 3

Im 3. Teil der US-Kampagne "Nach den schwarzen Tränen der Arizona", geht es als erstes um die Befreiung der Philippinen. Hierbei werden Sie von einem lokalen Helden tatkräftig unterstützt. Die aus
War Ace Campaign 5.0

War Ace Campaign 5.0

Eine erhoffte Fortzetzung des War Ace Campaign Großmod für das Spiel Silent Hunter 3 wurde von HanSolo nach mehr als 2 Jahren intensiver Entwicklungszeit vollendet.
DAW - Der andere Weg 17-09

DAW - Der andere Weg 17-09

Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur Version DAW 17-04 sind enthalten: Englische Texte DAW Kompendium + Credits, Install-Datei, sowie alle Briefingsdateien und Texte innerhalb der Kampagnen sin
Panzer War in Europe Mod

Panzer War in Europe Mod

Ein Mod des Users IronCross für das Spiel Panzer War in Europe. Es wurden vorhandene Grafiken berichtigt und einige Grafiken hinzugefügt. Es wurde noch weitere Änderungen vorgenommen. Die detaill
Italienische Kampagne 2 V1.91 Part 1

Italienische Kampagne 2 V1.91 Part 1

Kampagne, kritische Fehler in Griechenland-1 Szenario berichtigt    

Portrait

Das Springfield Gewehr Model 1861

 



Das Springfield Gewehr 1861 war die Standardwaffe der Union im amerikanischen Bürgerkrieg und wurde sowohl von der Army, als auch von den U.S. Marines benutzt. Allgemeinhin wurde es nur “Springfield” genannt, nach dem Ort der Waffenfabrik in Springfield, Massachusetts. Obwohl von der späteren Version 1863 weitaus höhere Stückzahlen produziert wurden, gilt das Modell 1861 als das meistverbreitetste Gewehr des Krieges, da das 1863 Modell nur als Erweiterung gesehen werden kann. Es war sowohl für seine Reichweite als auch für seine Treffsicherheit und Zuverlässigkeit bekannt.

Eigenschaften

 

 

Der Lauf war 40 Zoll lang und feuerte eine Kaliber 58 Kugel ab. Das Gesamtgewicht betrug ca. 4,7 Kg. Die effektive Reichweite des Springfield 1861 lag bei 70-100 Metern (200-300 yards).

Für die Zündung wurden sogenannte Zündkappen benutzt (zuvor war die Zündung mit Feuersteinen in einem Schloss üblich). Dieses ermöglichte eine höhere Feuersicherheit auch bei schlechter Wetterlage. Ein geübter Schütze konnte bis zu 3 Schüsse pro Minute abfeuern. Gezielt wurde mit einem Kreuz-Klappvisier, welches auf 300 und 500 yards gestellt werden konnte.

Zum damaligen Zeitpunkt kostete ein Springfield Gewehr ca. 20$ ab Werk. Völlig überfordert von der Nachfrage, vergab Springfield Lizenzen für den Nachbau an mehr als 20 private Hersteller, um dem Bedarf Herr zu werden. Ein der berühmtesten Lizenzbauer war die Firma Colt, die einige kleine Modelländerungen durchführte und das Gewehr “Colt Special” nannte. Dieses Modell hatte einen modifizierten Laufgriff sowie einen neu konstruierten Hahn. Viele dieser Verbesserungen flossen dann auch in das spätere Springfield Modell 1863 mit ein, deshalb die Ähnlichkeit. Das Springfield Modell 1861 verfügte über einen dreieckigen Sockel für den Anbau eines Bajonettes.

 


Geschichte

 

 

 

Zu Beginn des Krieges war das Modell 1861 noch recht rar auf dem Schlachtfeld. Zu diesem Zeitpunkt wurden überwiegend ältere Gewehre des Typs 1842 ohne gezogenen Lauf, sowie völlig veraltete Musketen vom Typ 1816/1822 verwendet, welche mit Zündplättchen Vorrichtungen nachgerüstet worden waren und das Kaliber 69 verschossen. Während es in der Schlacht von Bull Run vermutlich noch keine 1861er Modelle gab, verbreitete es sich schnell in den Regimentern, hierbei allerdings schneller in den östlichen Kriegsschauplätzen. Mehr als 700.000 Stück (!) des Springfield Model 1861 wurden während des Krieges produziert.
Das Modell 1861 war ein großer schritt in der Militär- aber auch Wirtschaftsgeschichte der USA, da zuvor noch nie eine Feuerwaffe in dieser Menge produziert wurde. Es war der Anbeginn der Massenproduktion und Serienfertigung. Es gibt dennoch Stimmen, die den Einsatz des Springfield 1861 als überbewertet sehen. Während das Gewehr in den Händen eines erfahrenen Schützen überdurchschnittliche Leistung brachte, so war es doch für unerfahrene und Rekruten schwer zu beherrschen, da die Ausbildung des Schießens mit der Waffe zugunsten der höheren Feuerrate und des Ladetrainings vernachlässigt wurde. Der Vorteil der höheren Treffsicherheit auf größere Entfernungen ging nicht auf, da zumeist auf kurze Distanz in Linie gefeuert wurde und das Modell 1861 so nicht seine volle Leistung erbringen konnte. Aufgrund der Starken Gas und Flammenaustritte, sowie des hohen Rückschlages, schossen viele unerfahrene Soldaten über die Köpfe hinweg. In dieser Zeit entstand auch die bekannte Anweisung “tief zielen” um durch das “Verreißen” wenigstens nicht über Feinde hinwegzuschießen.



{youtube}TYfM-85o86U|600px|380px{/youtube}



Quellen

vorderlader.com (Zugriff 22.02.2010)
bigcountry.de (Zugriff 22.02.2010)
Youtube (Zugriff 22.02.2010)



Autor: Gastronaut

Portrait

Uniformen der Konföderierten

Uniformen der Konföderierten Armee
von 1861 bis 1865.

 


 

Kriegsfahne der Konföderation 'Southern Cross'
(dunkelblaues, diagonal verlaufendes Kreuz mit weißen Rändern auf rotem Grund.
In den blauen Kreuzbändern zählt man 13 weiße Sterne eigentlich - Army of Northern Virginia.
---Ab Mai 1862 wurde erstmals die Version mit 13 Sternen eingesetzt, bis dahin verwendete man 12 Sterne---)

 

 

Soldat der Kavallerie in Felduniform

 

 

Einleitung

Wichtig für den vorliegenden Beitrag ist, dass der Kongress der Konföderierten Staaten von Amerika die Aufstellung eines (sogenannten) Freiwilligenheeres genehmigte (28. Februar 1861). Die Provisional Army of the Confederate States (PACS) sollte bis Kriegsende die Streitmacht sein, die die Last der Kämpfe auf ihre Schultern trug. Am 6. März 1861 genehmigte der Kongress auch noch die Aufstellung eines Berufsheeres, der Army of the Confederate States of America (ACSA). Diese sollte ca. 15.000 Mann umfassen jedoch wurde sie nie vollständig in Dienst gestellt. So haben wir es mit einer Vielzahl von Verbänden, Einheiten und unterschiedlichen Strukturen zu tun. Für die Uniformen dieser Soldaten trifft im Umkehrschluss natürlich dasselbe zu. Verschiedene Uniformtypen mit unterschiedlichen Vorschriften, die von einer Armee der Südstaaten aufgestellt wurde, die nur aus Staatsmilizen bestand. Reguläre Truppen (Regimenter) der ACSA kamen de fakto nie zum Einsatz, waren also auch nie einer den Staaten übergeordneten Befehlsgewalt allein unterstellt, so es auch nie einheitliche, durch obersten Befehl verordnete, Uniformvorschriften bestehen bzw. sich durchsetzen konnten.
 

 

 

Hintergrund: Corporal der Infanterie mit 1. Nationalflagge (hier als Fahne); Vordergrund: Soldat der Infanterie mit Kriegsfahne
(Die erste Nationalflagge »Stars and Bars« - Rechts - der Konföderation wurde am 4. März 1861 eingeführt
Benannt nach den drei breiten Streifen und den kreisförmig auf dem blauen Feld angeordneten sieben weißen Sternen.)


Allgemein

 

Skizze zu den verschiedenen Uniformen der Konföderation. Erschienen am 17. August, 1861 in der Ausgabe von Harper's Weekly.

 

Nicht weniger als 26 verschiedene Arten von Uniformen werden auf diesem Bild vorgestellt. Damit spiegelt es die Uniform-Situation aus dem Jahre 1861 zum Teil wieder. Der Grund für diese Vielfalt waren die Lage der Armee, Einschränkungen bei der Lieferung von Stoffen und anderen Materialien, und die Kosten für Materialien, die während des Krieges stetig anstiegen. Vor allem gegen Ende des Krieges wurde die Lage im schlechter und die Ausrüstung sowie Uniformen immer mehr zur Mangelware. Oftmals kleideten sich die Soldaten aus einer Mischung von eigener Kleidung und einheitlich Stücken der Armee. So entstand eine große Vielfalt an Uniformen, Ergänzungen dieser und diverser anderer Ausstattung. Dazu kamen noch die unterschiedlichen Ausrichtungen der Uniformen je nach Herkunftsland des Soldaten bzw. seiner Einheit. So gehörten die Milizuniformen im Süden noch lange zum ganz normalen Erscheinungsbild, wurden erweitert und wurden in einigen Staaten, durch eigene Vorschriften, zu ganz individuellen Erkennungsmerkmalen. Im Norden verschwanden die Milizuniformen sehr schnell aus dem Alltag und wurden durch die Standard-Regulations-Uniform ersetzt. Im Norden wurde jedoch auch nicht die volle Regulations-Uniform von den Einheit getragen (auch hier aufgrund von Ressourcen und Nachschubproblemen).
Grundmaterial der damaligen Bekleidungsindustrie war Wolle und Baumwolle, mit all den Nachteilen, welche diese Stoffe in dicken Geweben mit sich brachten. Das Material war schwer, zog sich bei Nässe zusammen, wobei oft die Nähte platzten oder Knöpfe absprangen, und saugte den Schweiß auf. Besonders im Sommer waren die hochgeschlossenen Jacken und Überröcke alles andere als bequem und wurden daher gewöhnlich auch offengelassen.
Aufgrund der Vorgeschichte und der vorherigen Einheitlichkeit der Armee, war auch das Original der Konföderierten-Uniformen eng an die Vorgaben der Uniformen der Union angelehnt. Das führte anfangs oft zu Verwechslungen auf dem Schlachtfeld. So trug der Süden oftmals blaue Kleidung und der Norden, vor allem die Miliz, auch in manchen Einheiten graue Uniformen. Bis 1863 wurden dann alle Truppen, die sich zum Süden bekannt hatten, mit grauen Uniformen ausgestattet bzw. verpflichtet solche zu tragen.(Artikel 47 des Statuts für die Armee der Konföderierten Staaten)
Der bis zum Oberschenkel reichende Mantel, mit zweireihiger Knopfreihe, wurde nun zum unverwechselbaren Merkmal der konföderierten Truppen. Was die Abzeichen und "Uniformschmuck" anging, so war der Süden nicht so reich wie der Norden eingerichtet. Die Kopfbedeckungen mussten mit der Rang bzw. der Rangfarbe übereinstimmen. Oftmals aber, besonders in Zeiten von Materialknappheit, trugen die Soldaten andere Hüte oder was sie finden konnten. Leider sind nur wenige Uniformstücken, besonders Hüte erhalten geblieben. Der Grund ist so logisch wie einfach, man brauchte vor allem nach dem Krieg auch wieder Material für Kleidung. So wurden die Uniformen oft einfach umgearbeitet, auch wegen des verlorenen Krieges, und so sind von den vielfältigen Uniformen nur wenige bis in die heutige Zeit gerettet worden.

 

 

Von Links: -1- Leutnant, Washington-Artillerie -2- Offizier, A-Batterie, 1. Tennessee leichte Artillerie (Rutledge’s Battery) -3- Hauptmann der Artillerie im großen Dienstanzug -4- Kanonier der Artillerie im Dienstanzug -5- ( alle 4. Texas-Freiwilligenregiment) Sergeant, B-Kompanie -6- Soldat, H-Kompanie -7- Soldat, A-Kompanie -8- Soldat, McLellans Zuaven -9-
Soldat, Chichester Zuavenkadetten -10- Kadett, Virginia Military Institute

 

Ende Mal 1861 veröffentlichte das Kriegsministerium der Konföderation die Vorschriften
über die Uniformierung und Rangabzeichen aller Waffengattungen.



Als Grundfarbe wurde das »Kadettengrau« genommen und die Musterentwürfe für den Schnitt sahen eine halblange Jacke oder Rock mit Stehkragen und Saum und Rang in der Waffenfarbe vor, angelehnt an die alten U.S. Vorschriften rot für Artillerie, gelb für Kavallerie, blau für Infanterie und grün für leichte Truppen, Jäger. Der Schnitt der Uniform und besonders die Doppelreihe von je sieben Knöpfen, soll auf den deutschen Einwanderer Nicola Marschall zurückgehen, der diesen ersten Entwurf von der Uniform österreichischer Feldjäger kopierte. Zwar dienten die Vorschriften als Maßgabe für die Rangabzeichen, die Knopfinsignien - allein die verschiedenen Knöpfe stellen ein Sammelgebiet dar - und die Farbe der Waffengattungen, aber darüber hinaus hatten sie wenig Einfluss auf die von »Johnny Reb« (Spottname für die Südstaatensoldaten) getragene Montur.

 

Als der Nachschub zu Ende ging, ersetzte man die Arbeitsjacke (Frockcaot) oft durch eine graue, eng anliegende, kurze Feldjacke (Sackcoat), die meist keine Aufschläge, aber manchmal einen hellblauen Kragen hatte. Auch die grauen Hosen sah man mit und ohne hellblaue Biesen, und nachdem das schwarze Färbemittel ausgegangen war, gab es auch bald nur mehr braunes oder naturfarbenes Lederzeug. So fand man die eigentlich vorgesehenen Waffenfarben so gut wie nie bei den konföderierten Soldaten, die Offiziere dabei ausgenommen. Auch fanden die hellblauen Hosen der US-Armee auch großteils bei der Konföderation Verwendung. Je länger der Krieg andauerte, desto mehr war man darauf angewiesen, Ausrüstungsgegenstände vom Feind zu erbeuten. So war es gängige Praxis, dass viele konföderierte Soldaten mit Nordstaaten-Ausrüstung in den Kampf zogen. So waren vor allem der hellblaue Wintermantel, Hosen und Schuhe, eigentlich von schlechterer Qualität als der von der US Provisional Department ausgegebene 'homespun' Dress, deshalb so begehrt, weil diese Kleidungsstücke nun mal verfügbar waren. So machten es sich die Konföderierten beispielsweise zum Spaß, ein erbeutetes Koppelschloss verkehrt herum zu tragen, sodass die Initialen »U.S.« auf dem Kopf standen.

 

Von Links: --1 u. 2 --Infanteriesoldaten in »Walnussbraun«, 1865 -3- Soldat in Felduniform -4- Corporal in Felduniform (Beide 3. Texas-Infanterieregiment) -5- Soldat -6- Oberleutnant (Beide 1. Bataillon Louisiana-Zuaven) -7- Soldat, Maryland Guard-Zuaven -8- Soldat, A-Kompanie, 5. Georgia-Regiment, in Dienstuniform -9- Soldat ( gleiche Kompanie, gleiches Regiment, im großen Dienstanzug)

 

Kavallerie, Artillerie und Infanterie folgte dem gleichen Bezeichnungen und Insignien, aber Kavalleristen und Artilleristen trug hüftlange Jacken. Auf den Füßen hatten sie den knöchelhohen "Jefferson Boot war", der für alle Offiziere und Soldaten der Armee geliefert werden sollte. Mäntel wurden auch grau gestaltet, waren aber vom Schnitt eng an die Vorgaben für die Unions Mäntel angelehnt. Die Marine Uniformen des Südens war da hingegen leichter vom Norden zu unterscheiden. Die vorgeschriebene Farbe grau war hier auch die vorherrschende Farbe.
Am Ende des Krieges waren sogar die grauen Farbstoffe schwer zu bekommen. Dies zwang sogar Offiziere der Konföderation, "Butternut"-farbige Uniformen zu tragen. Neuester Nachforschungen (Ende 90er Jahre des 20. Jahrhunderts) des Smithsonian Instituts zeigen, dass die Nachschubproblematik der Südstaaten-Armee größtenteils auf eine Legendenbildung des 'Lost Cause' beruht. De fakto weisen viele Quellen darauf hin, dass die Versorgungslage der konföderierten Armee im Jahr 1862 und 1. Hälfte 1863 sogar bei weitem besser war, als die der Unionsarmee.
Das 'Butternut' entstand nicht wegen dem fehlenden 'grauen' Farbstoff, sondern aus dem Grund, dass eine große Anzahl von Uniformen sehr schnell und in Massen angefertigt wurden. Aus diesem Grunde wurde auf eine Einfärbung der Baumwollstoffe weites gehend verzichtet und dadurch entstand dieses Braun. Das sogenannte 'Butternut' als Farbe, trat nicht nur gegen Ende des Krieges auf, sondern war schon im Jahr 1862 weit verbreitet, wahrscheinlich sogar verbreiteter als zum Ende hin. So wurden viele 'homespun' Jackets in dieser Farbe hergestellt. Doch muss beachtet werden, dass die späteren Depots (auch 1864) grundsätzlich graue Jacken heraus gaben. Der Farbton schwankte von Depot zu Depot (und Staat zu Staat). Am Ende wurde das vorgesehene 'Kadettgrau' nie erreicht.

Einheiten aus North Carolina beispielsweise hatten bis zum Kriegsende ausgezeichnete, stahlgraue (ein sehr dunkles graublau) Uniformröcke, die sich deutlich von denen anderer Staaten unterschieden.

Die Kavallerie war in einer hervorragenden Lage, sich durch Überfälle auf Züge und Wagenkolonnen neu auszustatten. Es ist daher keine Übertreibung, wenn ein Soldat aus Mississippi Weihnachten 1862 seiner Mutter von einer sechstausend Mann starken Reitertruppe schrieb, die von Kopf bis Fuß mit Yankee-Uniformen eingekleidet waren. Solche Beutepraktiken führten immer wieder dazu, dass konföderierte Truppen aufeinander schossen, weil sie sich angesichts der vielen blauen Uniformen verwechselten. Stellenweise orderten Armeekommandeure Erkennungszeichen an, wie um den Arm gewickelte Tücher. Kennzeichnend für den Materialmangel im Süden ist der Grund, warum Gettysburg zum Schlachtfeld wurde: in diesem kleinen Straßenknotenpunkt befand sich ein Schuhdepot!

(Zitat aus der hervorragenden Website über den Civil War -

 

www.bigcountry.de



Ganz allgemein aber verwendete man einfacheres Gerät als die Unionskavallerie. Man improvisierte auf allem Ebenen. So benutzte man statt Satteltaschen, die in dieser Form nur sehr schwer zu bekommen waren, kleine Segeltuchsäcke oder -beutel für den Transport. Die Steigbügel fand man, schlicht und einfach gearbeitet, aus Holz und, was beliebter war, aus Messing und in den verschiedensten Ausführungen. Die wenigsten davon zeigten die vorgeschriebenen, reliefartig ausgehobenen Buchstaben »C.S.« oder »C.S.A.«. So kam durchaus vor, dass einfacher Soldat und Offizier die gleichen Ausrüstungsgegenstände benutzen. Das fing beim Sattelzeug an und endete oftmals beim einfachen Überzieher. Man glich sich dem einfachen Soldaten an, und darüber hinaus konnte man noch eine Vielzahl anderer Kleidungsstücke sehen, leider heute kaum mehr erhalten, da sie in keiner offiziellen Uniformvorschrift erwähnt werden.

Rangabzeichen

 

(General im großen Dienstanzug - Links; Major der Pioniere im großen Dienstanzug - Mitte; Brigadegeneral - Rechts)

Das Bild zeigt den Südstaatengeneral G. W. C. Lee im Vordergrund

 

Auf dem Stehkragen der Uniformjacke trugen die generals, lieutenant generals, major generals und brigadier generals 3 goldenen Sternen in einen Kranz. Der Stern in der Mitte ist größer als die anderen.

 

 

 

 

alle Generalsränge der Konföderierten

 

Die Colonels trugen 3 goldenen Sternen der gleichen Größe. Die Lieutenant colonels trugen 2 Sterne am Kragen, die majors 1 Stern und die captains 3 goldene horizontale Balken.



      

 ---  ---  ---

Colonel (Infanterie - Blau) -- Lieutenant colonel (Stabsoffizier - Beige) -- Major ( Arzt - Schwarz) -- Captain (Marine Corps - Blau)
 

       


Die First Leutnants zwei goldene Balken und die Second Leutnants einen golden Balken.

 


  --- 

 


First Lieutenant (Artillerie/Ordonanz - Rot) -- Second Lieutenant (Kavallerie - Gelb)

 

Regiments Offiziere trugen die Farben ihrer Zugehörigkeit an der äußeren Naht ihrer Hose in Form von 1/4-inches Streifen. Generals trugen 2 mal 5/8-inches Streifen an jedem Bein. Die Adjutanten, Quartiermeister, Kommissär und technische Offiziere trugen einen goldenen 1 1/4-inches Außennaht Streifen.
Die Offiziere hatten zumeist eine Seidenschärpe umgebunden, wie es die Anzugvorschrift verlangte. Die Farben der Schärpe waren wie die der Nordstaaten, nur die Kavallerie machte mit gelben Schärpen eine Ausnahme. Die Schärpe sparte man sich meistens und auch den Säbel, der sich ohnehin keiner großen Beliebtheit erfreute und den man lieber durch eine Pistole ersetzte.

Obwohl es diverse Schwierigkeiten mit dem Stoff und weiteren Material gab wurden die Unteroffiziers-Dientsgrade mit Winkeln angegeben - die sogenannten sergeants chevrons. So trugen alle sergeants 3 Winkeln auf den Ärmeln und die corporals jeweils 2. Jeweils in den verschiedenen Rangstufen bei den sergeants nochmals unterschiedlich ausstaffiert. Wichtig sind die unterschiedlichen Farben der Winkel, nach denen musste sich auch die Farbe der Mütze richten.


   

 -  -  -  -  -
Sergeant Major - Quartiermeister Sergeant - Ordnance Sergeant - First Sergeant - Sergeant - Corporal


 

Von den Unteroffizieren wurde erwartet, dass sie auf ihrer Hose eine äußere Naht mit einem 1 1/4-inches Streifen tragen. Privates, d.h. Gefreite hatten keine besonderen Rangabzeichen, genauso wie die Musiker auf dem Schlachtfeld. Die Hosen musste anders als bei den Offizieren in himmelblau sein.

 

 


1. general / 2. Kavallerie - colonel / 3. Infanterie - captain / 4. Artillerie - lieutenant


Die Käppi war auch Standard-Ausgabe an alle Armeeangehörigen, mit dunkelblauen Kronen für Generale, Stabsoffiziere und Ingenieure, rot für Artillerie-Offiziere, gelb für Kavallerie-Offiziere, und Licht oder hellblau für die Infanterie-Offiziere. Die Kepi's (Bummer's Cap - die Schirmmütze der einfachen Soldaten) und Chicken Cuts wurden von der zu der Zeit am meisten bewunderten Armee der Welt übernommen: den französischen Streitkräften, die bis 1870/71 als 'die' Vorbildstreitkraft in Europa galt. Auch die 'Zouaven' (einige Miliz-Regimenter trugen diese doch eher unpraktischen Uniformen, besonders solche aus Louisiana) gehen auf die bewunderte französische Armee zurück. Die Käppie unterscheiden sich durch den Streifen in den Rängen, wurde aber eigentlich nur selten getragen. So fand auch der vorgeschriebene Zweispitz bei der Konföderation dieselbe Ablehnung vor wie die entsprechende vorgeschriebene Kopfbedeckung bei der Union. Die meisten Soldaten bevorzugten einfache Schlapphüte, aber oft sah man auch ein einfaches Kepi mit vierstrangiger Goldlitzenverzierung. Die Schlapphüte boten einfach besseren Schutz vor den Unbilden des Wetters.

 


Wichtig an dieser Stelle ist noch zu nennen, das die »General Order No. 4«. Im Januar 1862 veröffentlich und eingeführt, sollte von nun an die Feldmütze für alle Dienstgrade zum großen Dienstanzug zwingend vorgeschrieben sein. Nach der Spezifikation hatte der Mützendeckel hellblau und der Randstreifen dunkelblau zu sein. Auch hier war eine Durchsetzung nur kaum denkbar. Es war im Endeffekt nur eine weitere Order, welche versuchen sollte der Uniformvielfalt wenigstens kleine Flecken von Kontinuität zu geben. So gab es auch eine Verordnung zu den Kepis, doch da es kein Standardversorgungssystem gab, konnte weder Produktion noch Verteilung einheitlich geschehen. Angelegt dafür war eigentlich, dass General Quartermaster in Richmond doch ein ACSA wurde, in dieser Form nie aufgestellt. So war die Armee, was die Uniformen angeht, weit von modernen Heeren dieser Zeit entfernt. So waren es vor allem die Offiziere, eigentlich in einer Vorbildfunktion, die sich ihre Uniformen selber haben machen lassen und sich so jeweils voneinander unterschieden.




Allgemein

»Warum die Preußen, bei all ihrer Erfahrung, ihre schweren unnachgiebigen Helme und die Franzosen ihre kleinen Kappen tragen, bleibt ein Geheimnis für einen Konföderierten, der die Wohltaten eines alten Schlapphutes genossen hat ...«




(Zeichen der jeweiligen Waffengattung auf dem Hutdeckel)

 

Die knöchelhohe Jefferson Boot war auf alle Offiziere und Soldaten versorgt werden. Diesen sogenannten Standardstiefel gab es nur in einer Größe (passt oder passt nicht) und es gab keinen Unterschied zwischen linken und rechten Fuß - diese hatten sich 'einzulaufen' - etwas, was heute nur schwer vorstellbar ist. Größere bzw. höhere Stiefel mussten persönlich erworben werden, was sich der Großteil der kämpfenden Truppe aber gar nicht leisten konnte.

 

» Die Erfahrung zeigte uns, dass Stiefel nicht sehr angenehm auf einem langen Marsch waren. Sie waren schwer und ermüdend, und sobald die Hacken etwas abgetreten nach einer Seite waren, stellte der Träger fest, dass sein Knöchel bei jeder Unebenheit der Straße fast aus dem Gelenk gedreht wurde. Wenn richtig nass, war es ein arbeitsreiches Unterfangen, sie auszuziehen und, schlimmer noch, sie rechtzeitig zum Morgenappell wieder anzukriegen. Und so traten gute, starke Feldschuhe oder »brogans« mit breiten Sohlen und großen, flachen Absätzen die Nachfolge der Stiefel an.«
(Erinnerungen des Soldaten Carlton McCarthy von den Richmond Howitzers.)

Ausführungen

 

Major der Kavallerie - Ganz Links;

General der Kavallerie - Links;

Soldat, 26. Texas-Kavallerieregiment (Debray’s Mounted Riflemen) - Mitte;
Soldat, Texas-Kavallerie, mit Standarte - Rechts;

Soldat, 1. Kentucky-Kavalleriebrigade - Ganz Rechts


 

Die Beschaffung des Nachschubs in den konföderierten Streitkräften war in Hinsicht auf Bekleidung und Schuhwerk ein Mosaik, das chaotisch anmutet. Die von Fabriken und Werkstätten gewebten Stoffballen und gegerbten Lederhäute wurden zwar in den Bundesstaaten in zentrale Depots eingelagert, aber dies schuf bei weitem nicht die Zentralisierung bei den Uniformen, die es brauchte um eine einheitlich gekleidete konföderierte Armee aufzustellen. Der Name "Konföderation" sagt dabei schon alles, den neben diesen "zentralen" Anstrengungen des Kriegsministeriums stand die Verantwortlichkeit der einzelnen Staaten, ihre Regimenter einzukleiden und auszurüsten. So gingen die gesammelten Materialen, die in den Depots eingelagert waren von dort an Frauengruppen und Fabrikationsstätten an die einzelnen konföderierten Staaten, welche dann die Endproduktion in Angriff nahmen. Auch wurden viele Uniformen der Konföderation von Privathaushalten produziert.
In diesem System offenbarte sich die große Schwäche der Konföderation, die gleichzeitig ihre Stärke war, der Lokalpatriotismus. So hatte North Carolina vierzig Textilfabriken, die nur die eigenen Regimenter belieferte.

 

»Mir wurde gesagt, dass selbst ein Regiment, welches in der vorgeschriebenen Uniform von der Regierung eingekleidet wird, innerhalb einer Woche wieder viele Farben annehmen würde, da die Soldaten die festen, hausgewebten Jacken und Hosen vorziehen, welche von ihren Müttern und Schwestern daheim genäht wurden. Die Generale sind so weise, die Soldaten in dieser Beziehung nach ihrem Sinn verfahren zu lassen und bestehen nur darauf, dass Waffen und Ausrüstung in gutem Zustand gehalten werden.«
Oberstleutnant A. J. L. Fremantle - britischen Coldstream Guards (Beobachter im Süden)

Die Rechte der einzelnen Bundesstaaten wurden ins Absurde verkehrt, und während Lees Armee im Winter 1864 auf 1865 in Lumpen und ohne Schuhwerk durchleiden musste, stapelten sich zur gleichen Zeit in den Warenhäusern North Carolinas über 92.000 Uniformen, Leder, Decken und die Truppen dieses Staates waren komfortabel ausgerüstet.
Meistens kamen Vorschriften, Uniformmodelle und Farbtafeln nicht über das Reißbrett hinaus. Vor allem die Mannschaftsdienstgrade waren davon betroffen, wenn es um den großen Dienstanzug ging. Wenn solche Uniformstücke dann produziert wurden, gingen sie zumeist erst an die Offiziere, damit wenigstens diese einigermaßen nach Vorschrift gekleidet waren.

 

 

Sergeant, 1. Texas-Kavallerieregiment, 1861 - Ganz Links; Soldat, Charleston Leichte Dragoner - Links, 1860; Corporal der Kavallerie im großen Dienstanzug mit Standarte - Rechts; Sergeant, 1. Kavallerieregiment - Ganz Rechts

 

 

Von Links: -1 u. 2- Soldaten, Louisiana-Tiger-Zuaven -3- Soldat, Sumter Light Guard -4- Trommler, Sumter Light Guard -5- Offizier, Sumter Light Guard -6- Soldat, Sussex Leichte Dragoner, 1861 -7- Hauptmann, Sussex Leichte Dragoner, 1861 -8- Soldat, Jäger-Freiwilligenregiment -9- Soldat, Palmettogarde -10- Soldat, Infanterie-Freiwilligenregiment

 

Beispiele für die Individualität und Eigenständigkeit der Truppenkontingente der Konföderation:


- Der Südstaatler Wade Hampton (Plantagenbesitzer) stellte eine größten Teils selbst finanzierte Freiwilligenlegion auf.
6 Infanteriekompanien/ 4 Kavalleriekompanien / 1 Artilleriebatterie (6 englischen Blakeley-Feldgeschützen)
Die meisten Freiwilligenkompanien behielten nach ihrer Aufstellung ihre eigenen Uniformen und wurden auch nicht umgruppiert.

-Die B-Kompanie des 15. Virginia-Infanterieregiments »Virginia Life Guard«, trugen Uniformen, die in den Crenshaw Wooden Mills in Richmond, Virginia, hergestellt wurden. Diese waren aus einem blauen Flanell-Jagdhemd mit blauen Fransen, blauer Mütze, schwarzen Hosen und weißen Handschuhen bestanden. Sie hoben sich damit selbst aus der "bunten" Vielfalt der Freiwilligenregimenter ab.

- Eine Ausnahme waren die Uniformen des 1. Texas-Kavallerieregiments (Texas Mounted Rifles oder Partisan Rangers - gehörte zu Fitzburgh Lees Brigade). Sie entsprachen, abgesehen von den schwarzen Kragen- und Ärmelaufschlägen und den ausgefallenen Patten am unteren Ärmel, genau den militärischen Anzugvorschriften. Das allein machte dieses Regiment schon zu einer Besonderheit und einzigartig in der konföderierten Armee. Wie bei fast allen texanischen Einheiten durfte der »Lone Star« nicht fehlen.

- Das 26. Texas-Kavallerieregiment (auch Debray's Mounted Riflemen) trug Uniformen mit stark französischem Einfluss. Das hieß grünen Ärmelaufschlägen und Kragen sowie Schulterstücken aus Messing (Unteroffiziersdienstgrade und Mannschaften). Die in Messinglettern geprägte Zahl »26« am Kragen bezeichnete die Regimentsnummer.

- Besonders beliebt waren Husarenuniformen als Vorbild für die Uniformen. Die Governor's Horse Guards von Georgia nahmen sich diesem Vorbild an, kombinierten das Grau der Freiwilligenuniformen mit den schwarzen Schnürverzierungen und trugen dazu einen Hut mit Federbusch, dazu ungewöhnliche weiße Kreuzbandelier.

- Die Woodis-Jäger, eine 1858 in Norfolk im Staat Virginia aufgestellte Milizkompanie, hatte die wohl prunkvollste Uniform dieser Zeit. Sie war aus jägergrünem Stoff gearbeitet, mit schwarzem Samt und goldenen Knöpfen besetzt und verschwenderisch mit Goldschnüren verziert.
Die Buchstaben »W.R.« wiederholten sich als Hutabzeichen und am Koppelschloss. Da die Uniformen in dieser Form nie durch den Soldaten ersetzt werden konnte, wurde sie wohl getragen, bis sie in Stücke zerfiel, denn an Ersatz war wohl nicht zu denken.

- Die Alexandria-Jäger (6. Bataillon der Virginia-Freiwilligen) hatten ebenfalls grüne Uniformen, aber in einer Art Halbtarnfarbe gehalten.

- Das Louisiana-Zuavenbataillon war ihrem Namen nach sehr speziell gekleidet (siehe Bild). Sie formierten sich aus in New Orleans ansässigen Europäern. Der Hauptunterschied zwischen Offiziers- und Mannschaftsuniform bestand in der Machart der Jacke.

- Die indianischen Einheiten, die zeitweise in 15 Regimenter und Bataillone zusammengefasst, waren die wohl individuell gekleidetes Truppe der Konföderierten. Sie kleideten sich ganz nach ihrer Tradition und ließen ganz ab von irgendwelchen Kleidervorschriften.

 

„Unsere Ausgehuniform bestand aus einem Ausgehrock aus dunkelgrünem Stoff mit goldenen Knöpfen und goldener Paspelierung. Die Mütze war dunkelgrün mit einem hellgrünen Pompon und besetzt mit einem goldenen Kranz, darin die Buchstaben C.R. Unser Dienstanzug bestand aus einem dunkelgrünen, golden paspelierten Rock, einem grünem Kepi und schwarzen Hosen."

(Die Clinch Rifles waren die A-Kompanie des 5. Georgia-Infanterieregiments, das sich aus mehreren Freiwilligeneinheiten (z. B. gehörten die Griffin Light Rifles und die Hardee Rifles dazu) zusammensetzte. Dementsprechend gab es auch eine bunte Vielfalt an Uniformen. Von grün bis grau!)

 

 

Von Links: -1- Soldat der Infanterie -2- Soldat der Infanterie; Soldat, B-Kompanie, 15. Virginia-Infanterieregiment -3- Soldat, Alexandria-Rifles -4- Soldat, Woodis Rifles, im großen Dienstanzug -5- Tambourmajor, 1. Virginia-Freiwilligenregiment -6- Sergeant mit Staatsfahne, Texas-Infanterie, 1863 -7- Sergeant Major mit Staatsfahne, South Carolina-Freiwilligenregiment, 1861 -8- Soldat, E-Kompanie, 23. Virginia-Freiwilligenregiment, in Dienstuniform -9- Soldat, gleiches Regiment, gleiche Kompanie, im großen Dienstanzug -10- Soldat, Savannah-Volunteer Guard, im großen Dienstanzug

Quellen

http://www.bigcountry.de/index.php?Seite=/Uniformen.htm (Letzter Zugriff 28.01.2010)
http://www.sonofthesouth.net/leefoundat ... iforms.htm (Letzter Zugriff 28.01.2010)
http://en.wikipedia.org/wiki/Uniforms_o ... ary_forces (Letzter Zugriff 28.01.2010)
http://www.civilwarhome.com/uniformsconfederate.htm (Letzter Zugriff 28.01.2010)
http://www.rootsweb.ancestry.com/~laudc/uniforms.htm (Letzter Zugriff 28.01.2010)

Weiterführende Quellen:

William C. Davis: Fighting Men of the Civil War, Salamander Books Ltd. 1990 - ISBN 0 8317 3264 4
William C. Davis: Commanders of the Civil War, Salamander Books Ltd. 1990 - ISBN 0 8317 1505 7

http://www.ushist.com/american_civil-wa ... cs_f.shtml (Letzter Zugriff 28.01.2010)
http://www.fcsutler.com/fccsuniforms.asp (Letzter Zugriff 28.01.2010)



Autor: Freiherr von Woye

 

 

 

Portrait

Uniformen der Union

 

Uniformen der U.S. Armee
von 1861 bis 1865


 

 


 

Jedes Bürgerkriegsregiment hatte zwei Flaggen

(regimental color / national color).


   
 

(Links: 1861 - 63 / Rechts: 1863 - 65)

 

Die Nationalfahne wird NIEMALS zum Salut gesenkt. Die Fahne der USA gehört den Bürgern und beugt sich vor Niemanden. Die Regimentsfahnen können sehr wohl zum Salut gesenkt werden. Jedes Regiment der Infanterie sollten zwei Farben haben. Die Erste, oder auch Nationale Farbe, mit Sternen und Streifen. Die Flagge ist besetzt mit der Nummer und dem Namen des jeweiligen Regiments, silbern in die Mitte der Streifen. Die Zweite, oder Regiments Farbe, mit dem Wappen der Vereinigten Staaten aus Seide mittig auf blauen Grund gestickt. Der Name des Regiments in der Rolle unter dem Adler.

 

Ausführungen

Die Standard-US-Uniform beim Ausbruch des Krieges, war nach den Vorschriften aus dem Jahre 1858 ausgerichtet bzw. gestaltet. Sie bestand aus einem Kampfanzug, eine Parade Uniform und Dienst Uniform.

 

 

Von Links: -1- Corporal der Kavallerie mit Kompaniestandarte -2- Soldat der Kavallerie mit Standortfahne des
Kavalleriereserve-Hauptquartier (Potomac-Armee) -3- Soldat der Kavallerie mit gummibeschichteter Plane -4- Corporal der Kavallerie mit Regimentsfahne -5- Sergeant der Kavallerie (Custers Standarte tragend) -6- Offizier (1. Rhode Island - Kavallerie) -7- First Sergeant (Hauptfeldwebel und Kompaniefeldwebel - Kavallerie - Sheridans Standarte tragend) -8- Hauptmann der Kavallerie im großen Dienstanzug

 

 

Dienst-Uniform

 

 

 

Kopfbedeckung: Schwarzer Filz Schlapphut mit einer breiten Krempe. Die aufgebogene Krempe (die Seite wechselte öfter während des Krieges) war mit einer Messingspange festgesteckt, die von Tschako stammte und den U.S.-Adler zeigte.

Jacke: In Preußischen Blau gehalten, war eng anliegende und fast knielangen, jeweils zugeschnitten für Unteroffiziere und Mannschaften. Diese Standarduniformjacke war manchmal auch mit gelben Litzen eingefasst. Den Gehrock trug man im täglichen Dienstgebrauch neben dem eng anliegenden Uniformrock oder der Arbeitsjacke, wie sie auch bei anderen Rängen üblich war. Den Rang erkannte man an den Dienstgradabzeichen.
Die Kavallerie und reitende Artillerie verwendet eine kurze Jacke, weil diese praktischer fürs Reiten war. Generale und Offiziere trugen eine zweireihige Version mit schwarzem Samtkragen und Manschetten. Die Kompanieoffiziere (Leutnants und Hauptleute) trugen einreihige Gehröcke (der Doppelreiher war den Stabsoffizieren vorbehalten).Die Dienstgrade vom Major bis zum Oberst trugen einen doppelreihigen Gehrock, wobei in jeder Reihe sieben Knöpfe in gleichem Abstand aufgenäht waren.

Mantel: In Himmelblau gehalten und mit einem Stehkragen, war der Mantel in seiner Form fest und kurz, ganz dem französischen Uniformrock angepasst. Offiziere konnten diese oder eine dunkelblaue Variante tragen. Die hellblaue Hose war das meist verbreitetste Modell, denn es wurden nur wenige dunkelblaue an die Truppe ausgegeben. Die Hosen konnten in den Stiefeln oder darüber getragen werden konnten.

Hosen: Für Mannschaften hellblau. Für Unteroffiziere mit vertikale Streifen in den Farben der Waffengattung versehen. Die Offiziere trugen himmelblaue Hosen bzw. die dunkelblaue für Stabsoffiziere und Generäle. Die Hosen der Offiziere hatten 1 cm breite Seitenstreifen. Die Unteroffiziere hatten an den seitlichen Nähten einen 3 cm breiten Zierstreifen.

Der Überzieher: Der Überzieher für das »Fußvolk« war blassblau, einreihig und hatte eine bis zu den Ellenbogen reichende Pelerine, deren Kragen man hochstellen oder ausschlagen konnte. Das Lederzeug war über dem Überzieher, aber unter dem Cape zu tragen. Die dunkelblauen Übermäntel der Offiziere hatten vier oder mehr Schlaufenverzierungen über der Brust. Der Mantel war mit einer Paspel aus 1 cm breitem Seidenband eingefasst.
Dazu kam noch einer (wenn vorhanden) gummibeschichtete, wasserdichte Plane, die sich für verschiedene Zwecke gebrauchen ließ (ponchoartiger Überwurf / Ein-Mann-Zelt / Transportbeutel).

 

 

(Schwarze Filzhut - M1858)
»Hardee«-, »Kossuth«- oder »Jeff Davis«-Hut

 

Dieser Hut war Standardbekleidungsstück zum großen Dienstanzug bei allen Waffengattungen. Dazu gehörte bei Generalen eine goldene, bei Offizieren eine gold-schwarze und bei Mannschaften eine gelbe Hutkordel, die bei Offizieren an den Enden Eicheln und bei Mannschaften Fransen hatte. Bei Paraden wurde ein schwarzer Federbusch aufgesteckt. Vorne am Hut war das Truppengattungsabzeichen (Branch Insignia) mit den zwei gekreuzten Säbeln angebracht. Dazu kam dann die Regimentsnummer und die Kennbuchstaben der Kompanie. Dabei wurden die Kennbuchstaben bei den Company Officers (Leutnante bis Hauptmann) angeben und nur die Regimentsnummer waren bei Field Officers (Major bis Oberst) aufgeführt. Der Unterschied bei den Ausführungen war außerdem, dass dieses Abzeichen bei Offizieren gestickt war und bei den Mannschaften aus Metall.


 

 

(Links: Abzeichen der Kavallerie (Kennbuchstabe und Regimentsnummer)/ Rechts: Abzeichen der Infanterie (Nur Regimentsnummer))

Parade Uniform


 

 

 

(Schärpenfarben Offizieren (Seide):
Generale: hellbraune
Offiziere: karmesinrote
Ärzte: grüne

 


Schärpenfarbe Unteroffiziere(Kammgarnschärpen):
Feldwebel ab First Sergeant: scharlachrote )

 

 

(Von Links: -1- Ordnance Sergeant im großen Feldanzug -2- First Sergeant der Pioniere im großen Dienstanzug -3- Oberleutnant (2. Artillerieregiment) im großen Dienstanzug -4- Oberleutnant (14. leichtes Ohio-Freiwilligen-Artillerieregiment - 1864) -5- Kanonier der leichten Artillerie im großen Dienstanzug -6- Soldat (20. Maine-Regiment) -7- Corporal (Iron Brigade) -8- Soldat (Iron Brigade) in Dienstuniform -8- Sanitäter im großen Dienstanzug -9- Sanitätsoffizier (Arzt) im Rang eines Oberstleutnants im Überzieher)

 

Kopfbedeckung: Der Hut war mit Farben der Waffengattung und des Ranges verziert. Einige Einheiten, wie die Marinesoldaten und reitende Artillerie, behielten die Tschakos auch für zeremonielle Zwecke bei. (Generäle trugen eine Vielzahl von verschieden von Hüten, aber die beliebtesten waren Schlapphüte, Käppis und Feldmütze.)

Jacke: Im Grunde dieselbe Ausführung wie die Dienst-Uniform nur mit Epauletten und Rangabzeichen versehen. Die Offiziere trugen dabei Epauletten und Schärpe im französischen Stil. Die regulären, kurzen, eng anliegenden Uniformjacken mit gelbem Vorstoß und je zwei Litzenschlaufen auf dem linken und dem rechten Kragen. An diesen Schlaufen erkannte man die Freiwilligenregimenter, obwohl dies keine durchweg praktizierte Regelung ist. Für den großen Dienstanzug hatte man sich die Epauletten von der Kavallerie abgeschaut; ansonsten waren die Rangabzeichen auf Stoffunterlagen aufgestickt und auf den Schultern aufgenäht.

Eine von der rechten Schulter schräg über der Brust getragene Schärpe kennzeichnete den „Offizier vom Tagesdienst”. Die Offiziersdienstgrade erkannte man schon von Weitem an der großen Schärpe. Die zum großen Dienst- und Feldanzug getragenen Schärpen wurden zweimal um die Hüfte geschlungen und an der linken Seite verknotet. Die scharlachrote Schärpe sah man im Felde fast nie. Jeder Offizier war mit einem bewaffnet, viele trugen aber zusätzlich noch das Kurzschwert.
(Die weißen Handschuhe durften nur bei Paraden angelegt werden.)

Mantel: Dieselbe Ausführung wie bei der Dienst-Unifom.

Hose: In den offiziellen Bestimmungen werden dunkelblaue Hose für alle Waffengattungen des Heeres mit Ausnahme der Artillerie angegeben. Doch wurden laut Verordnung vom 16. Dezember 1861 die bekannteren himmelblauen Hosen zugelassen. (Von den dunkelblauen waren nur sehr wenige ausgegeben worden.)

 


(Der leichte Kavalleriesäbel, Modell 1860, war die reguläre Bewaffnung, doch einige Einheiten behielten auch weiterhin den Dragonersäbel, Modell 1840, beide Säbel waren fast gleich lang; der einzige größere Unterschied bestand in der Form des Knaufs. Als Seitengewehr wurde das sogenannte Kurzschwert (Short Sword Mod. 1832) der Artillerie zu Fuß getragen. Obwohl als Abwehrwaffe gedacht, wurde es meist als Faschinenmesser beim Bau von Artilleriestellungen benutzt. Nur wenige Feldherren brauchten ein Schwert für etwas anderes als den zeremoniellen Anlass. Das Schwert eines Generals war lediglich Teil seiner Uniform und keine Waffe, den Bildern und Darstellungen verschiedener Generale zum Trotz.
Der Tragegurt für die Fahne (wie übrigens alles Lederzeug) wurde unter dem Cape getragen und über dem Mantel getragen. Die Lanzen waren bei den Soldaten sehr unbeliebt und bewährten sich nicht im Kampf. Sie wurden bei den betreffenden Einheiten zum Teil durch die Sharp-Karabiner ersetzt und brachten den jeweiligen Einheiten ganz neue Eigenschaften, die sich im Kampf bezahlt machten.)

 

 

 

 

 

(Feldmütze Modell 1858)

 

Zum Kampfanzug trug der Soldat gewöhnlich ein dunkelblaues Kepi (Feldmütze, Modell 1858 oder 1861 - siehe unten) aus Tuch. Das offizielle Abzeichen mit den gekreuzten Säbeln, das ursprünglich vorne an der Feldmütze angesteckt war, rückte bei den Mannschaften nach oben auf den Mützendeckel. So konnte man das Kepi, ganz nach der Mode, herunterdrücken und nach vorne ziehen konnte. Im weiteren Verlauf des Krieges verzichtete man oft ganz auf Mützenabzeichen.
Wichtig zu erwähnen ist, dass die Kavallerieformationen der Union keine Korpsabzeichen hatten, wie das bei der Infanterie üblich war. Nur zwei Korps hatten ähnliche Abzeichen am Hut oder an der Feldmütze.


  

 

(Links: Feldmütze für Offiziere (Chasseur-Stil) mit gesticktem Abzeichen auf der Vorderseite - Oberleutnant (ähnliche Verzierungen wie Konföderation) / Rechts: Modell 1861 - McDowell’s Cap oder Bummer’s Cap)


Kampfanzug

 

 

Kopfbedeckung: Eine Feldmütze mit einem Floppy-Crown. Offiziere verwendeten meist eine private und somit aufwendigere Version der Kopfbedeckung nach dem französischen Armee-Modell. Auch als anschließend als Chasseur Caps oder Jäger Kappen bekannt. Generale trugen eine Variante mit einem Band aus schwarzem Samt.

Jacke: Sie war zumeist ein billig gemachter, dunkelblauer Sack-Mantel. Das Design war einfach und zweckmäßig. Sie war locker geschnitten, niedrigem Kragen und hatte keine Taschen.

Mantel: Dieselbe Ausführung wie bei der Dienst-Unifom. Für den Einsatz im Felde trugen Generale in der Regel den locker sitzenden Sackmantel.

Hose: Dieselbe Ausführung wie bei der Dienst-Unifom.

 

Im Laufe des Krieges wurden die einheitlichen Dienstuniformen von einer billigeren und praktischeren Fassung eines Drillichanzugs ersetzt. Auf jeden Fall ist es nicht ungewöhnlich, dass auf Bilder aus jener Zeit die Soldaten verschiedene, kombinierte Elemente aller Ausführungen trugen. So wurden später Gehröcke, Felsmützen und verschiedenen Versionen der Mäntel in unterschiedlichen Kombinationen miteinander getragen.

 

 

(Von Links: -1- Oberleutnant der Kavallerie im Dienstanzug -2- Soldat der Kavallerie im Dienstanzug -3- Corporal des 2. Kavallerieregiments im großen Dienstanzug 1860/61)

 

Bei den hier abgebildeten Uniformen lässt sich die Anzugordnung noch einmal gut nachvollziehen. So ist die einfache Felduniform aus einem schlichten, dunkelblauen, doppelreihigen Uniformrock mit dem Rang entsprechender Knopfanordnung (wie beim großen Dienstanzug) und Stehkragen zu sehen. Auch sind die durchgängig getragenen, (ebenso) schlichten, dunkelblauen Hosen gut zu erkennen. Dabei sticht der Uniformrock mit seinen verschiedenen Längen, bei den höheren Offizieren oftmals individuell und nicht immer vorschriftmäßig getragen, hervor. Gut zu sehen sind dabei die unterschiedlichen Kragenformen des ausgeschlagenen Kragen bis zum französischen Stehkragen.

 

 

(Farbe der Kordel und den Troddeln des Horns:

hellblau - Infanterie
gelb - Kavallerie
rot - Artillerie
grün - Scharfschützen)

 

 

 

(Hutabzeichen

Reihe oben von Links: Generals / Staffs / Engineers / Topographical Engineers / Ordonanz
Reihe mitte von Links: Cavalry / Artillery / Infantry / Signal Corps / Sharpshooters
Reihe unten von Links: Medical Staff / Chaplain / Field Musician)



Generale veränderten ihre Uniformen wie sie für angebracht hielten bzw. wie es ihrem individuellen Geschmack gefiel. So brachte General George A. Custer 's unverschämt buntes Gewand ein anderen General zu dem Ausruf: "Er sieht aus wie ein Zirkus Fahrer verrückt geworden!" General Ulysses S. Grant, auf der anderen Seite war bekanntlich ungepflegt und behauptete er liebe Uniformen. Als er Robert E. Lee, strahlend in seiner Uniform, in Appomattox traf, trug Grant seinen gewöhnlichen und geliebten Sackmantel mit seinen Rang auf die Schulter genäht.

Rangabzeichen

Auf den Ärmeln der Mäntel befanden sich ähnliche Schnurabzeichen wie bei den Südstaaten. Die Stärke der dafür verwendeten Litze zeigte den Dienstgrad an: Für den General fünfstränige Litzen, doppelt geschlungen; für den Oberst fünfstränige Litzen, einfach geschlungen; dem Oberstleutnant standen vier-, dem Major drei-, dem Hauptmann zwei- und dem Oberleutnant einstränige Litzen zu.
 

 

 

Ulysses Simpson Grant

 

Ein wichtiger kommandierender General einer Armee konnte auch ein Drei-Sterne-Schultergurt mit dem mittleren Stern größer als die beiden anderen tragen. Sehr schön zu sehen auf dem Foto von Ulysses Simpson Grant, dem späteren Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

 

 

(Von Links: General / Colonel / Lieutenant Colonel / Major / Captain / First Lieutenant )

 

Weil die Rangabzeichen im Feld zu auffällig waren gestattete man ab 1861 den Offizieren, Mannschaftsmäntel zu tragen. Um den Dienstgrad kenntlich zu machen, wurden am Unterarm runde Abzeichen (Circlets) angebracht (ähnlich den Epaulettenabzeichen).

 

 

(oben: Lieutenant General / unten: Lieutenant Colonel)


 

      Q.M. — Quatermaster Department (Quartiermeister-Abteilung)


      M.S. — Medical Staff (Sanitätsdienst)


    P.D. — Pay Department (Zahlmeister-Abteilung)

 

 

(Links: Brigadier General / Mitte: Major General / Rechts: Lieutenant General)

 

Eine knotenartige Verzierung zeigte je nach der Stärke der dafür verwendeten Litze den Dienstgrad an: Für den General fünfsträngige Litzen, doppelt geschlungen; für den Oberst fünfsträngige Litzen, einfach geschlungen; dem Oberstleutnant standen vier-, dem Major drei-, dem Hauptmann zwei- und dem Oberleutnant einsträngige Litzen zu.

 

 

(Oben: Regimental Quartermaster - First Lieutenant (Quartermaster Department)
Mitte: Sanitätsoffizier Arzt - Major (Medical Staff)
Unten: Lieutenant Colonel - Pay Department)

 

Sowohl die Nord- als auch die Südstaaten verwendeten die gleichen Symbole bei Rangabzeichen, nur die Form der Abzeichen und bestimmte Details markierten die wesentlichen Unterschiede. Es kam also durchaus vor, dass Unionsoffiziere die gleichen Rangabzeichen wie die Konföderierten trugen und umgekehrt. Darum wurde ein System von „Waffenfarben" entwickelt, dass man die Truppengattungen unterscheiden konnte. Somit konnte man die diversen Ausführungen und Kombination in den verschiedenen Farben an den Uniformen, an den Mützen und als Litzen bei Rangabzeichen der Unteroffiziere erkennen. Trotz und gerade wegen der Engpässe bei den Uniformen, vornehmlich auf konföderierter Seite, war das nicht oft ein augenscheinliches Erkennungsmerkmal für die sich gegenüberstehenden Armeen.


 

      Generals & Staff (Generale und Offiziere im Stabsdienst) - dunkelblau

      Infantry (Infanterie) - hellblau

      Cavalry (Kavallerie) - gelb

      Artillery ( Artillerie) - rot

      Ordnance Corps (Feldzeugtruppe) - rot

    Signal Corps (Nachrichtentruppe) - gelb

 

 

(Links: Major (Artillerie - rot) Ordonanz (Zeichen Epaulette) / Mitte: Lieutenant Colonel (Staff Officer -blau) Medical Staff (Zeichen Epaulette) / Rechts: Colonel (Infanterie - hellblau / Zeichen Epaulette))

 

Bei den Amerikanern wurden alle Offiziere, die nicht direkt zur kämpfenden Truppe einer Einheit der Kavallerie, Infanterie oder Artillerie gehörten, als StaffOfficers bezeichnet, z.B. die Sanitätsoffiziere und Quartiermeisteroffiziere in den Regimentern sowie die Feldzeug- und Pionieroffiziere und andere Offiziere in den höheren Stäben und Staff Departments. Beim großen Dienstanzug gab es natürlich Ausnahmen, die sich auf den Epauletten widerspiegelten.

 

 

(Links: 2nd Lieutenant (Artillerie - rot / Regimentsnummer siehe Zeichen Epaulette) / Mitte: 1nd Lieutenant (Kavallerie - gelb / Regimentsnummer siehe Zeichen Epaulette) / Rechts: Captain (Infanterie - hellblau) Ingenieurkorps (Siehe zwei Türme auf den Epauletten))

 

Gewöhnlich hatten die Sanitätsoffiziere (Ärzte) den Rang von Oberstleutnants und Majoren, Assistenzärzte den von Oberleutnants oder Hauptleuten, deren jeweilige Dienstgradabzeichen auf dunkelblauer Unterlage sie trugen. Obwohl nicht der Anzugordnung entsprechend, hatten viele Ärzte privat beschaffte Schulterstücke, die mit den silbernen Initialen »M.S.« (Medical Staff) bestickt waren

 

 

(Abzeichen auf den Epauletten

Reihe oben von Links: Medical Department / Pay Department / Corps of Engineers / Tropographical Engineers / Ordance Department
Reihe unten von Links: Artillery / Infantry / Cavalry)


 

 

 

(Rangabzeichen Unteroffiziere / Abzeichen Waffenfarbe

Reihe oben von Links: Sergeant-Major (Sharpshooter) / Regimental Quartermaster Sergeant (Cavalry) / Ordnance Sergeant (Ordnance Corps) / First Sergeant (Infantry) / Battery Quartermaster Sergeant (Artillery) / Sergeant (Signal Corps)
Reihe mitte von Links: Sergeant (Sharpshooter) / Corporal (Infantry) / "Farrier" Blacksmith (Cavalry) / "Farrier" Blacksmith (Cavalry) / Hospital Steward
Reihe unten von Links (Waffenfarbe Soldat): Infantry / Cavalry - Engineers - Medical Corps - Signal Corps / Artillery - Ordnance / Sharpshooter)

Die hier aufgeführten zwei half chevrons stehen für 10 Jahre Dienstzeit des jeweiligen Soldaten

 

Längerdienende Soldaten durften auf beiden Unterärmeln waffenfarbige Streifen (Half Chevrons) tragen. Somit bekamen die Soldaten auch ein hervorhebenes Abzeichen, dass für je 5 Jahre Dienstzeit vergeben wurde. Eine rote bzw. blaue Einfassung kennzeichnete einen Kriegseinsatz.


Krieg und Uniformen

 

 

 

Natürlich hatten die wenigsten Offiziere derart prunkvolle Uniformen, wie sie vorgestellt worden sind und auch die Unteroffizier bzw. Mannschaften hatten, abgesehen von ausgefallenen und individuellen Uniformen, eigentlich nur selten Uniformen die sich genau an die Vorschriften hielten. Dieser Zustand verschlimmerte sich je mehr es auf das Kriegsende zuging.

Die Bekleidung der Massenarmeen in Amerika, auch bei denen im Norden nach Manassas aufgestellten Truppen, war einem chaotischen Engpass, in den Jahren 1861 und 1862, gegenübergestellt. Doch konnte die damalige Form der Industrialisierung für eine schnelle Erhöhung der Produktionsziffern innerhalb kurzer Zeit nur zum Teil sorgen. Die großen Mengen und Bedürfnisse der Union konnten angesichts einer nur beschränkten Anzahl von Fabriken und ausgebildeter Facharbeiter nur zögernd beschafft werden. Erst im Jahr 1863 verbesserte sich die Versorgungslage der Armeen einigermaßen. Doch war das eher im Norden als im Süden der Fall. So wurden vom Quartermaster Department 3 Millionen Hosen, 5 Millionen Hemden und 7 Millionen Paar Strümpfe gekauft, ferner 325.000 Essgeschirre, 207.000 Töpfe und 13.000 Trommeln neben 14.830 Querflöten. Zusätzlich zu den Produktionsschwierigkeiten wurde die Versorgungslage noch durch andere Faktoren verschlimmert: Korruption und schlechte Fabrikation.
 

 

 

Generalmajor im großen Dienstanzug
(Das Bild soll Generalmajor George A. Custer darstellen, einen der prominentesten Generale der Union, nur leider nicht erfolgreichste und wohl auch nur mit einem zweifelhaften Ruhm versehenste Anführer einer Unionsarmee.)

»Dann erhielten wir unsere Uniformen und das meiste von unserer Ausrüstung, was auch alte Enfield-Gewehre einschloss. Das waren unmögliche Stücke, die uralt aussahen. Wir trugen diese Gewehre für einige Wochen mit uns herum, aber bevor wir in den aktiven Dienst gingen, wurden sie gegen Springfield Musketen ausgetauscht, eine weitaus bessere Waffe. Mit unserer Ausrüstung erhielten wir unsere Tornister, in die wir unser gesamtes Gepäck und unsere Habseligkeiten packen sollten. Eines der Rätsel, dem wir uns gegenüber sahen: Wie sollten wir in dem begrenzten Platz alle die guten Sachen unterbringen, die uns Freunde mit den besten Absichten gegeben hatten? Eine Liste der Sachen, die mir geschickt wurden, hätte eine ganz schöne Inventarliste abgegeben, und hätte ich es einpacken können, hätte es zum Tragen eines Samson bedurft. Es war unmöglich, auch nur die Hälfte davon in meinem Tornister zu stopfen, und nach dem Aussortieren und Wegwerfen ... schickte ich schließlich ein größeres Bündel nach Hause, als ich selbst mitnahm. Selbst so beulte sich mein Tornister nach allen Seiten aus und wäre für einen alten Soldaten das Ziel des Gespötts gewesen. Später lehrte uns die Erfahrung, wie wenig tatsächlich notwendig war.«

Rice C. Bull, USA, 123rd N. Y. Volunteers

Die Union, hier nachgewiesen für die Potomac-Armee, hatten große Probleme bei den Stiefeln. So waren ganze Kompanien zeitweise barfuß, sodass sich die Soldaten Lumpen oder Rohhautleder um die Füße wickeln mussten. Der Union ging es aber weit besser als großen Teilen des Südens. Mögen hier und da gleiche Umstände geherrscht haben und auch der Norden mit argen Versorgungsschwierigkeiten zu kämpfen gehabt haben, so war das Gesamtbild doch auf Seiten der Union. Dabei versorgte die Union wahrscheinlich die Hälfte der konföderierten Truppen ungewollt durch die Beutebestände, welche besonders in den ersten zwei Kriegsjahren noch reichlich waren.

 

 

(Von Links: -1- Corporal (6. Pennsylvania-Kavallerieregiment - Rush Ulanen) -2- Offizier (3. Pennsylvania-Kavallerieregiment - 60. Freiwilligenregiment) -3- Offizier (4. Pennsylvania-Kavallerieregiment - 64. Freiwilligenregiment) -4- Soldat (3. New Jersey-Kavallerieregiment) -5- Soldat (Benton-Husaren) -6- Offizier (1. Kavallerieregiment) -7- Offizier (9. Vermont-Kavallerieregiment) -8- General der Kavallerie)

Auch auf die Gefahr hin, bei Gefangennahme als Spione behandelt zu werden, entsprechende Befehle wurden Anfang 1863 im Norden erlassen, zogen Südstaatler immer wieder Beutekleidung der Union an. Bei manchen Regimentern galt es sogar als Zeichen des grünen Rekrutentums, wenn ein Mann mit einer konföderierten Feldflasche angetroffen wurde. Veteranen hatten sich längst mit dem besseren nördlichen Produkt versehen. Besonders Schuhe und Hosen waren gesuchtes Beutegut, so sehr, dass der Satz »Ein Yankee ist nur seine Schuhe wert!« bei den Johnny Rebs zum geflügelten Wort wurde.

(An dieser Stelle meinen Dank an die ausgezeichnete Website

 

BigCountry.de

 

 

und ihre tollen Bilder und umfangreichen Angaben, die ich hier oft verwendet habe und damit meine Verehrung für die Leistungen der Autoren und Macher dieser Website widerspiegeln möchte.)

 

 

(Von Links: -1- Corporal der Infanterie mit Nationalfahne -2- Musiker (Bugler) der Infanterie im großen Dienstanzug -3- Soldat der Infanterie im großen Dienstanzug -4- Offizier der Infanterie in Felduniform -5- Sergeant (2. Infanterieregiment) im großen Dienstanzug -6- Offizier der Infanterie im großen Dienstanzug) -7- Soldat (22. New York-Milizregiment) -8-
Soldat der Infanterie mit vorschriftsmäßigem Überzieher -9- Offizier der Infanterie im Dienstuniform -10- Tambourmajor der Infanterie im großen Dienstanzug -11- Soldat (42. Pennsylvania-Freiwilligenregiment »Bucktails«) -12- First Sergeant der Infanterie in Felduniform)

 

In den ersten Kriegsmonaten plagten sich die Soldaten mit schwarzen Überziehern aus Shoddy (alte Stoffreste und Lumpen vermischt mit Öl oder Milch und maschinell zu Wolle verarbeitet - sehr kurze Haltbarkeit), die schon beim kleinsten Regenschauer auf die Uniformen darunter abfärbten. Die Qualität war einfach unter jeder Norm, sodass bald darauf Übermäntel entsprechend der Anzugsordnung ausgegeben wurden.
Die zumeist unbequemen Uniformen waren ein generelles Ärgernis für die Soldaten der Union. So bestanden die Kleidungsstücke, die kurzen Mänteln ohne Schöße und Hosen, aus dickem, grauem Wollstoff, die »sicherlich vorzüglich für den strengen Winter in Grönland geeignet gewesen wären«. Auch die Hemden, aus schwerem, grauen, grobem Flanell, beengten und machte die Männer mürrisch. Der schlechte Schnitt tat sein Übriges zur Unbeliebtheit der ersten Uniformen ab 1861. Die Mäntel waren zu weit, genau wie die Hosenbünde, und in der Länge hatte es der Schneider nicht selten um volle 10 cm zu gut gemeint; bei anderen Hosen hatte er dafür ziemlich unmotiviert 10 cm weniger gerechnet. Die schweren grauen Filzhüte waren bei Feuchtigkeit und großer Hitze mehr eine Belastung als Schutz.

 

Besonderheiten

 

 

(Von Links: -1- Soldat (36. New York-Freiwilligenregiment - »Garibaldi Guard«) -2- Soldat (1. Massachusetts-Milizregiment) -3- Corporal (Vermont-Brigade) -4 u. 5- Soldat (4. Michigan-Freiwilligenregiment) -6- Offizier (11. Indiana-Freiwilligenregiment) -7- Trommler -8- Soldat (Beide 1. Artillerieregiment und im großen Dienstanzug) -9- Soldat (4. New Hampshire-Regiment) -10- Soldat (22. New York-Regiment) -11- Hauptmann (Invalidenkorps))


 

 

- Farbige-Regimenter wurden mit der normalen Arbeitsuniform ohne irgendwelche Extras eingekleidet.

- Die Uniformen des 3. New Jersey-Kavallerieregiments »The Butterflies« (1. U.S.-Husaren / Trenton-Husaren) erkennt man deutlich den französischen Einfluss, nämlich der französischen Husarenregimenter mit typisch europäischen Merkmalen, die auch bei zahlreichen anderen Modellen deutlich zum Ausdruck kam. Die kurzschössige Schnürjacke mit der typischen Kopfbedeckung (»Pillbox«).

Es war die einzige Kavallerieeinheit der Nordstaatenarmee, die statt der üblichen Uniformfarben die Jacken hellblau und die Hosen dunkelblau gewählt hatte. Die schwarzen Verschnürungen an der Jacke waren obligatorisch, wenn man auch in der Erscheinung der ehrenvollen Titulierung »Husaren« gerecht werden wollte.

- Das 10. New York-Regiment (National-Zuaven) mit ihren ursprünglich rot besetzten dunkelbraune Zuaven-Uniformen fielen besonders auf. Die Kopfbedeckung war ein Fes, und an den Beinen trug man weiße, hohe Segeltuchgamaschen.

- Das 13. New York-Regiment bekamen ihren schlechten Ruf nicht nur durch die Schlacht am Bull Run (1. Schlacht), sondern auch wegen ihrer erbärmlich schlechten Uniformen. Diese schmutzig grauen Uniformen wurden von den Soldaten als »Sträflingskleider« bezeichnet.

 

 

 

(Von Links: -1- Offizier (5. New York-Zuavenregiment) im großen Dienstanzug -2- Zuave in Felduniform -3- Soldat (5. New York-Zuavenregiment) im großen Dienstanzug -4- Soldat (9. New York-Freiwilligenregiment) -5- Offizier (9. New York-Freiwilligenregiment) -6- Sergeant mit Fahne (14. New York-Freiwilligenregiment) -7- Sergeant (D-Kompanie - 19. Illinois-Freiwilligenregiment) Ellsworth-Zuavenkadetten -8- Soldat (83. Pennsylvania-Freiwilligenregiment) -9- Trommler (114. Pennsylvania-Freiwilligenregiment) -10- Soldat (114. Pennsylvania-Freiwilligenregiment))

 

"... einige trugen Kleidung aus feinem Wollstoff und Hüte aus Seide, häufig sah man die roten Hemden der Flößer, einige waren mit Kleidungsstücken aus tweedartigem Wollgewebe angetan, einer trug einen Mantel aus Kattun"

- Die »Iron Brigade« (die eiserne Brigade) (2., 6. und 7. Wisconsin-Regimentern und 19. Indiana-Regiment) aus Freiwilligen von Kleinstädten der westlichen Staaten (Oktober 1861). Die ursprünglichen Uniformen der Brigade hatten die gleiche graue Farbe wie die der anderen Freiwilligenregimenter. Die graue Felduniform (2. Wisconsin-Regiment), die Zivilkleidung (6. Wisconsin-Regiment) und das feine graue Kammgarn (19. Indiana-Regiment - Washington) machte eine unvergleichbare Vielfalt in der Union aus. Eine Vielfalt, die den Gegner so manches Mal in die Irre führte. So traten die Konföderierten den Rückzug an, weil sie die gegnerischen Soldaten irrtümlich für Angehörige der eigenen Armee gehalten hatten.

- Das 1. wie auch das 2. Rhode Island-Freiwilligenregiment hatten mindestens zwei, wenn nicht sogar drei verschiedene Feldjacken, die als »Burnside« oder »Rhode Island«-Jacken bekannt wurden. Eine - aus einfachem blauen Tuch - ähnelte stark dem klassischen amerikanischen Jagdhemd, einer kittelartigen Jacke, die von Generationen von (meist einfachen) Leuten heiß geliebt wurde.

- Die Iron Brigade of the West (2., 24., 30. und 84. New York-Regimentern und den U.S. Sharpshooters zusammensetzte) Diese im Mai 1863 aufgelöste Brigade war ein erstaunlicher Anblick. Wie es sich für ein Regiment schottischer Herkunft geziemte, trugen die Soldaten dieses Regiments auch solche Kleidung. Der große Dienstanzug bestand aus einer schottischen, wamsartigen Jacke. Die roten Patten an den Ärmeln waren hellblau paspeliert, der Kragen entweder rot mit hellblauer Einfassung oder hellblau mit roten und weißen Aufsätzen aus Stoff. Die hinteren Rockschöße hatten gelbe Granaten aufgestickt.

 

 

 

(Von Links: -1- Soldat im großen Dienstanzug -2- Soldat im Feldanzug -3- Sergeant im großen Dienstanzug ( Alle 79. New York-Freiwilligenregiment - 1861) -4- Offizier -5- Corporal (Beide 1. U.S.-Scharfschützenregiment))

 

 

- Der »Jäger« hat in Amerika Tradition. Hiram Berdam formierte zwei Regimenter und wurde zum Obersten des 1. U.S.-Scharfschützenregiments ernannt. Das 2. Scharfschützenregiment stand unter dem Kommando von H. A. Post. Die Uniform der beiden Scharfschützenregimenter war so ungewöhnlich wie ihre Aufgabenstellung.

 

 


Das dunkelgrüne Kepi trug als Symbol zwei gekreuzte Gewehre, darunter auf dem Abzeichen die Insignien »S.S.« (für Scharfschützen) und bei den Mannschaftsdienstgraden meist noch die Initialen »U.S.«. Offiziere hatten die Initialen »U.S.S.S.«, eingerahmt durch einen aus Goldgespinst gestickten Kranz, auf dem Mützendeckel

 

 



- Das 14. New York-Milizregiment (später 84. New York Infanterieregiment "Brooklyn Chasseurs") orientierte sich in seinem Uniformgeschmack an den Chasseurs à Pied (leichte Infanterie) der französischen Armee. Bestechende Merkmale waren die Zahl »14« an der Vorderseite ihrer Kepis, die blaue Stoffeinfassung am Mützenoberteil. Von der Form her entsprach alles den Vorschriften (Gehrock-Offiziersbekleidung), auch wenn man dabei von roten Regimentshosen mit der Goldlitzen absehen muss.
Jacke und »Hemd« waren ein einziges Kleidungsstück, was in der Tat einzigartig in der Armee der Union war. Sie blauen Vorderteile waren einfach auf den roten Stoff aufgenäht und mit einer blinden, rein dekorativen Knopfreihe verziert. Dazu gab es gleichen abnehmbaren, kleeblattförmigen Epauletten (alle Ränge) und das Gesamtbild bestach durch seine vielen Verzierungen und Beiwerk. So auch die Segeltuchgamaschen mit seitlicher Knöpfung, die am Koppel eingehängte Zündhütchentasche mit dem Staatsemblem und das Koppelschloss mit den eingravierten Initialen »S.N.Y.« (Staat New York - bei der Konföderation auch »Snotty Nosed Yanks« genannt).

- Die Soldaten des 23. Massachusetts-Regiment waren durch ihren Zuavenjacken aus grauem Flanell mit blauen Aufschlägen, den dunkelblauen Hosen und der grauen Kappe eine auffällige Erscheinung. Alle Kleidungsstücke waren dazu einheitlich rot eingefasst. Die Offiziere trugen einreihige, graue Waffenröcke mit blauen Kragen- und Ärmelaufschlägen, dunkelblaue Hosen und blaue Feldmützen. Kepi und Uniformrock waren mit Goldlitze besetzt. Die Auffälligkeit wurde diesen Soldaten oft zum Verhängnis, sodass man sich schon bald noch ihrer Aufstellung für einen einfachen Kampfanzug entschied.

 

 

 

(Von Links:-1- Sergeant (1 st Heavy Artillery-Regiment - Corps d’ Afrique) -2- First Sergeant (56. U.S. Farbigen-Infanterieregiment) -3- Soldat (U.S. Farbigen-Infanterie) -4- Soldat (7. New York-Nationalgarde-Regiment) -5- Corporal (7. New York-Nationalgarde-Regiment) -6- Sergeant (New York-Milizregiment) -7- Soldat (21. Michigan-Regiment) in Dienstuniform -8- Soldat (Irish-Brigade) -9- Soldat (8. Wisconsin-Regiment) in Dienstuniform -10- Offizier (1. Rhode Island-Freiwilligenregiment) -11- Soldat (Rhode Island-Freiwilligenregiment) -12- Soldat (2. New Hampshire-Freiwilligenregiment))



Vor allem zu Beginn des Krieges war die Situation bei den Uniformen bzw. der Versorgung der Unionstruppen mit Kleidungsstücken ähnlich schlecht wie bei den Südstaaten. Es war um alles schlecht bestellt, was mit größerem Aufwand hergestellt werden musste. Erst mit der Wende des Krieges und besseren Versorgungslage des Nordens, änderte sich die Situation und die Uniformen wurden einheitliche und auch die Qualität verbesserte sich. Fakt ist, dass auch bei der Union die Vorschriften für die Uniformen in die Welt der Fiktion und der Theorie gehören. Nur allzu oft musste man auch hier mit dem Vorlieb nehmen was man zur Hand hatte und kombinieren um halbwegs intakte Uniformen zu haben. Das galt aber vorrangig nur für die Unteroffiziere und Mannschaften.
Das die Südstaaten sich gern bei den Unionstruppen bei den Uniformen bedienten ist bekannt und genauso die folgende Verwirrung auf dem Schlachtfeld. Die Schlussfolgerung ist, dass die Union wohl einfach besser ausgestattet und wohl nicht nur zum Ende des Krieges in den Schlachten die Nase vorn hatte, sondern auch bei den Uniformen eine sehr viel bessere "Quote" vorweisen konnte.

 

 


Quellen

Quellen:

Patricia L. Faus (Hrsg.), Historical Times - Encyclopedia of the Civil War.

http://www.bigcountry.de/index.php?Seit ... _us-cs.htm (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://en.wikipedia.org/wiki/Uniform_of_the_Union_Army (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://howardlanham.tripod.com/newindex.html (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://www.kidport.com/RefLib/usaHistor ... iforms.htm (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://www.civilwar.si.edu/soldiering_u ... iform.html (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://www.civilwarhome.com/uniformsunion.htm (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://www.sonofthesouth.net/leefoundat ... iforms.htm (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://civilwar.bluegrass.net/FlagsUnif ... forms.html (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://uniforms.lovetoknow.com/Union_So ... TleDRUhr-w (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://www.visit-gettysburg.com/civil-w ... forms.html (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://www.wtv-zone.com/civilwar/uniongen.html (Letzter Zugriff 24.02.2010)



Autor: Freiherr von Woye

 

Portrait

Parrot Geschütze

 

 

Daten

 

Technische Daten 10-Pfünder Parrot
Kaliber:
2,9inch und 3,0inch
Reichweite:
5000yards bei 20°(Flugzeit 21sec) 1330yards bei 5°(Flugzeit 7sec)
Ladung:
1 Pfund Schwarzpulver (0,45 kg)
Geschoss:
10 Pfund (4,5 kg) Granaten oder Vollgeschoss
Gewicht:
816kg (Kaliber 2.9) 783kg (Kaliber 3.0)
Besatzung:
6 Mann
Typ:
Vorderlader, Feldkanone
Hersteller:
West Point Foundry, Cold Springs, NY
Indienststellung:
1861 und 1863 (MK1863)
 
Versionen der Parrot Geschütze
 

10-Pfünder Parrot
Parrot Feldversion:
10-Pfünder (2.9 und 3.0 inch) 6 Mann Besatzung
20-Pfünder (3.67 inch) 6 Mann Besatzung
 
 

20-Pfünder Parrot
 
 
Parrot Marineversion (nur Union)

 

20-Pfünder (3.67 inch) 7 Mann Besatzung
30-Pfünder (4.2 inch) 9 Mann Besatzung
60-Pfünder (5.3 inch) 14 Mann Besatzung
100-Pfünder ( 6.4 inch) 17 Mann Besatzung


100-Pfünder Belagerungsgeschütz
 
Belagerungs-/Festungsgeschütze

 

100-Pfünder (6.4 inch) 17 Mann Besatzung
200-Pfünder (8.0 inch)
300-Pfünder (10.0 inch)

 

zerstörter 300-Pfünder Parrot
 
Der 300-Pfünder

 

Als sich im Jahre 1863 die Rückeroberung von Fort Sumter durch die Unionstruppen als schwerer als erhofft abzeichnete,
verlangte General W.T. Sherman nach einer besseren Lösung.
Er ließ 300-Pfünder Parrots (10 inch Kaliber, 250mm) in Stellung bringen.

Alles in allem wurden für die Belagerung folgende Geschütze bereitgestellt:

 

2x80-Pfünder Whitworth
9x100-Pfünder Parrots
6x200-Pfünder Parrots
1x300-Pfünder Parrot


Vorwort

Das Parrot Geschütz, oder besser gesagt die Parrot Geschütze wurden von Robert Parker Parrot, einem ehemaligen West Point Absolventen, der 1836 den Dienst quittierte, 1860 entwickelt und 1861 schließlich das Design patentiert.

Bei den Parrots handelte es sich um gusseiserne Kanonen mit gezogenem Lauf. Diese hatte es bereits zuvor gegeben, die Innovation bestand jedoch nunmehr aus der Ummantelung mit einem starken Eisenring am Ende der Kanone. Dieser Ring ermöglichte eine höhere Haltbarkeit und Stabilität, der ansonsten für Risse und Brüche recht anfälligen, bereits existierenden gusseisernen Kanonen. Der Ring wurde auf die noch rot glühenden gegossenen Kanonen gesetzt und mit Wasser abgeschreckt, dadurch wurde eine genaue Passform gewonnen. Bis zum Ende des Krieges waren die Parrott Geschütze (oder auch „Parrot Rifles“ genannt) auf beiden Seiten der Kriegsparteien in großer Anzahl im Einsatz.
Obwohl die Parrots zielgenau und günstig waren, hatten sie den ruf der Unzuverlässigkeit, besonders auf dem Feld. Einige tragische Unfälle durch explodierende Läufe sowohl auf Testgeländen als auch im Feld führten 1862 zu einem Antrag von Henry J. Hund die Geschütze aus der Army of Potomac zu nehmen und durch die alternativen 3-Inch Guns zu ersetzten. Dem Antrag wurde nicht stattgegeben, 1889 schließlich, nach immerhin 29 Jahren wurden die Geschütze vollständig ausgemustert.

Das besondere an den Parrott Geschützen war, dass sie zwar mit einem charakteristischen Design, aber zahlreichen Größen und Kalibern gefertigt wurden.
So gab es Versionen von feldbeweglichen „kleinen“ 10-Pfündern bis hin zu den legendären aber seltenen und gewaltigen 100, 200 und sogar 300-Pfündern. Letztere waren fest als Küsten oder Festungsbatterien im Einsatz und nicht auf dem Feld mobil. Für die Marine gab es zusätzlich eine Hinterladerversion des 30-Pfünders. Auf dem Schlachtfeld fanden sich 10- und 20-Pfünder Parrots in beiden Armeen im Einsatz. Der 20-Pfünder war die größte im Krieg eingesetzte Feldkanone und alleine das Rohr wog 1,800 Pfund (ca. 900kg!). Die kleinere 10-Pfünder Version wurde sogar in verschiedenen Kalibern gefertigt. Zum einen als 2.9 inch (74mm) und als 3.0 inch (76mm). Während die Konföderierten Truppen beide Kaliber nutzten, was unausweichlich zu einem Versorgungsproblem führte, da das richtige Kaliber an Munition nicht immer verfügbar war, beschränkte sich die Union der Einfachheit halber auf die Verwendung des Kaliber 2.9. Das Modell M1863 mit 3 gezogenen Läufen wurde später eingeführt war zwar dem früheren Modell ähnlich, unterschied sich aber optisch durch das Fehlen einer Wulst am Ende des Rohres, war somit völlig glatt.
Der 10-Pfünder Parrot zählt zu den "großen Drei" (gemeint ist die Verbreitung) Geschützen des amerikanischen Bürgerkrieges neben der "Napoleon" und dem "3,5 Ordnance". Er war auf allen Schlachtfeldern sowohl bei Union, als auch bei den Konföderierten im Einsatz. Allgemein wurde angenommen, dass angesichts eines solch massiven Artillerie Aufgebotes, vor allem des 300-Pfünder, die Mauern von Fort Sumter, die so lange den Angriffen standgehalten hatten, nun schließlich brechen würden.

 

 

200 Pfünder im Einsatz


Ein Artikel des „Washington Rebublican“ beschreibt die Fähigkeiten des 10inch-300Pfünder Parrot wie folgt: Die Durchlagskraft des 300Pfünder wird am ehesten deutlich, wenn man es mit einer gewöhnlichen 24-Pfünder Belagerungskanone vergleicht, welche die größte Kanonen zum Durchbrechen von Festungsmauern bis dahin im Italienischen Krieg war.

Der 24-Pfünder kann bei einer Austrittsgeschwindigkeit von 1,625 Fuß pro Sekunde ein Ziel in 3,500 yards Entfernung mit immerhin 300 Fuß (100m) pro Sekunde treffen. Der 300-Pfünder Parrot hingegen hat zwar nur eine Austrittsgeschwindigkeit von 1,111 Fuß pro Sekunde, behält aber auf 3,500yards immer noch eine Geschwindigkeit von 700Fuß (230m) pro Sekunde. Nach der Natur gesetzmäßigen Berechnung ergibt sich daraus eine 19,6 fach höhere Durchlagskraft des schnelleren und schwereren 300-Pfünder Geschosses. Bei einem Schuss auf 3,500 yards auf eine massive Ziegelmauer kann das 24-Pfünder Geschoss 6.2 Inch (ca. 15cm) tief eindringen. Beim 300-Pfünder sind es 6-7 Fuß (2-2,3 Meter!).
Zum Vergleich, die Durchschlagskraft eines 300-Pfund Parrot Geschosses ist mit der von 200 Schlaghämmern (Gewicht 50Kg) die alle gleichzeitig auf dieselbe Stelle aus einer Höhe von 10 Metern auf einen 3cm dicken Bolzen treffen zu vergleichen.


-The Washington Republican, August 12, 1863-


200 Pfünder

Ein weiteres berühmtes Geschoss ist der sogenannte “Swamp Angel” (Sumpfengel), ein 8-Inch 200-Pfünder Parrot Geschütz, welches von General Quincy Adams Gillmore für das Bombardement auf Charleston genutzt wurde. Geführt wurde es von den Männern des 11th Maine Volunteer Infantry Regiment.
Am 21. August 1863 schickte Gillmore ein Ultimatum an Beauregard die schwer befestigten Stellungen in Morris Island und Fort Sumter aufzugeben, oder er würde die Stadt Charleston beschießen. Als die Stellungen nicht geräumt wurden, befahl er eine erste Salve auf die Stadt.
Zwischen 22. und 23. August 1863 feuerte die „Swamp Angel“ 32 mal auf die Stadt (wobei sie beim 32 Schuss zerplatze). Diese Schlacht diente als Vorlage für Herman Mellvilles (Autor: Moby Dick) Gedicht: „The swamp angel“
 

 

 

Der "Swamp Angel" in seiner Stellung

 


Herman Melville - The Swamp Angel


There is a coal-black Angel
With a thick Afric lip,
And he dwells (like the hunted and harried)
In a swamp where the green frogs dip.
But his face is against a City
Which is over a bay of the sea,
And he breathes with a breath that is blastment,
And dooms by a far decree.

By night there is fear in the City,
Through the darkness a star soareth on;
There's a scream that screams up to the zenith,
Then the poise of a meteor lone --
Lighting far the pale fright of the faces,
And downward the coming is seen;
Then the rush, and the burst, and the havoc,
And wails and shrieks between.

It comes like the thief in the gloaming;
It comes, and none may foretell
The place of the coming -- the glaring;
They live in a sleepless spell
That wizens, and withers, and whitens;
It ages the young, and the bloom
Of the maiden is ashes of roses --
The Swamp Angel broods in his gloom.

Swift is his messengers' going,
But slowly he saps their halls,
As if by delay deluding.
They move from their crumbling walls
Farther and farther away;
But the Angel sends after and after,
By night with the flame of his ray --
By night with the voice of his screaming --
Sends after them, stone by stone,
And farther walls fall, farther portals,
And weed follows weed through the Town.

Is this the proud City? the scorner
Which never would yield the ground?
Which mocked at the coal-black Angel?
The cup of despair goes round.

Vainly she calls upon Michael
(The white man's seraph was he),
For Michael has fled from his tower
To the Angel over the sea.

Who weeps for the woeful City
Let him weep for our guilty kind;
Who joys at her wild despairing --
Christ, the Forgiver, convert his mind.



Vorwort

Während des amerikanischen Bürgerkrieges wurden Pistolen und Revolver, seiner Zeit auch „Handguns“ genannt, in zahlreichen Modellen und Varianten verwendet. Dennoch blieben Handfeuerwaffen überwiegend im Gebrauch der Kavallerie. Für die grundsätzlich kürzere Waffen wie z.B. auch Karabiner praktischer in der Handhabung waren, im Gegensatz zu langen Gewehren. Offiziere und teilweise auch Artillerie-Mannschaften verfügten auch über Handfeuerwaffen, das sie auch für diese besser geeignet waren. Besonders die Eigenschaft eine Pistole in einer Seitentasche mit führen zu können ermöglichte größere Beweglichkeit bzw. Handfreiheit, wie sie z.B. bei der Artillerie von Nöten war. Dennoch musste eine Waffe immer „griffbereit“ sein, da auch Artillerie-Mannschaften in Nahkämpfe verwickelt werden konnten. Der „gemeine“ Infanterist wurde in der Regel nicht mit einer Pistole ausgestattet. Viele dennoch verwendete Pistolen stammten aus Eigenbesitz und wurden mehr oder weniger inoffiziell, dennoch geduldet, mitgeführt (oft handelte es sich um Erbstücke oder Beutewaffen). Die mit der Pistole verbundene Assoziation mit einem Offizier oder höheren Dienstgraden führte somit oft zu einer Begehrlichkeit, diese zu besitzen. Der damalige Preis von 20-40$ ließ es dennoch nicht jedem möglich werden eine Waffe zu erwerben.
Die große Vielzahl der verschiedenen Modelle und deren Einsatz lassen keine genaue Zuweisung als Standardwaffe der Nord- oder Südstaaten zu. Dennoch war das Colt Modell 1851 und 1860 besonders in der Union verbreitet, während neben den Colt Modellen im Süden zusätzlich der Remington Revolver 1858 oft zu finden waren. Diese Modelle können mehr oder weniger als die Standard Handfeuerwaffen des amerikanischen Bürgerkrieges gesehen werden.


Grundsätzlich wurde zwischen Pistolen, einschüssigen, meist Vorderlader-Handfeuerwaffen, welche Pulver und Kugel (Ball, rund) benötigen, sowie mehrschüssigen Revolvern, die Patronen, bestehend aus Hülse und Kugel (Bullet, spitz) mit integriertem Zündplättchen nutzen unterschieden. Die in der Regel in Trommeln befindlichen Revolverpatronen ermöglichten ein schnelles schießen durch die integrierte Mechanik, die entsprechend die nächste Patrone vor den Lauf bringt. Somit war der Revolver, der Pistole in Feuergeschwindigkeit, Schusssicherheit, Handhabung und Genauigkeit weit überlegen. Im Laufe der Jahre wurden Vorderladerpistolen fast vollständig abgelöst und behielten lediglich Zeremonielle oder traditionelle Aufgaben bei (z.B. Duell-Pistolen). Erst die Einführung der Magazin beladenen Automatikwaffen beendete den Siegeszug des Revolvers. Entsprechende Revolverkonstruktionen wurden ebenfalls an verschiedenen Gewehren getestet (im Prinzip ein Revolver mit Armstütze und langem Lauf), setzten sich aber aufgrund der unmöglichen Verwendung von Langmunition nicht durch.
Bei der Bezeichnung der verschiedenen Modelle wurde zumeist das Jahr der Serienreife bzw. Entwicklung als Modellname gepflegt, auch wenn die Waffe viele Jahre im Einsatz war. Der 1851 Navy Colt z.B. war zwischen 1850 und 1876 im Einsatz. Die Bezeichnung 1851 blieb aber bestehen.

Colt Modelle 1850/60 und 1861

Das Colt Model 1860 war vermutlich das meist produzierte und verwendete Modell des Bürgerkrieges auf beiden Seiten. Der gravierte Zylinder inklusive Gravur der Patentnummer wurde zum Markenzeichen von Colt und ließ, trotz zahlreicher Nachbauten der Konstruktion, immer das Original erkennen. Sowohl der Colt 1860, als auch das Navy Model 1861 nutzen einen runden gezogenen Lauf, sowohl im Kaliber .36 als auch Kaliber .44.
Alle Colt Modelle wurden mit einem Stahlrahmen gefertigt. Spätere Reproduktionen wurden teilweise aus Messing hergestellt. Im Gegensatz zum Modell 1860 besaß das Navy Modell 1850 einen 8-eckigen gezogenen Lauf und wurde nur im Kaliber .36 (Navy-Kaliber) gebaut.
 

Remington Medell 1858

Obwohl drei unterschiedliche Varianten des Remington Revolvers geläufig waren, wurden sie alle weitläufig Modell 1858 oder einfach nur Remington genannt. Wie bereits bei den Colt Modellen wurden zahlreiche Nachbauten schon seiner Zeit getätigt, lediglich mit kleinen Änderungen um Patentstreitigkeiten auszuschließen.
Der Name 1858 entstand, als in besagtem Jahr Remington das Patent für den Revolver von der Firma Beals erwarb. Bis 1875 wurde der Revolver produziert.
Im Gegensatz zu den Colt Modellen hatte der Remington Revolver drei Vorteile

 
      1. Die Trommel befand sich in einem „Gehäuse“, war somit von oben und unten im Rahmen eingeschlossen. Diese führte zu einer längeren Haltbarkeit und Schussgenauigkeit nach längerer Verwendung.



      2. Der Schlagbolzen ruhte nach jedem Schuss in einer kleinen Kerbe. Bei den Colt Modellen lag der Schlagbolzen immer auf der nächsten Patronenkammer, was zu Fehlschüssen bei einem Stoß auf den Bolzen oder fallen gelassener Waffe führen konnte. Um einen Fehlschuss zu vermeiden, wurden Colt Modelle oft nur in 5 von 6 Kammern geladen, um dem Bolzen eine „Ruheposition“ zu erlauben (leere Kammer).



    3. Der austauschbare Zylinder erlaubte es dem Schützen sozusagen ein „weiteres Magazin“ mitzuführen, indem er den leeren Zylinder einfach durch einen geladenen ersetzte. Das Colt Modell musste jeweils wieder einzeln beladen werden.



Der „Südstaaten“ Remington Revolver wurde mit einem Messingrahmen gefertigt, was eher auf die Rohstoffknappheit des Südens, als auf ästhetische Gründe zurückzuführen ist. Die Modelle der Union konnten weiterhin in Stahl gefertigt werden. Wie die Colt Revolver wurden ebenfalls die Remington Modelle in Kaliber .36 (Navy) und .44 gefertigt.


LeMat Revolver

Hierbei handelte es sich um eine der interessantesten Waffen des Bürgerkrieges. Entworfen und geplant für die Armee des Südens, handelte es sich beim LeMat Revolver um den vermutlich einzigen doppelläufigen Revolver, der jemals entwickelt wurde. Er besaß einen 9-schüßigen Revolverzylinder, der durch ein Kaliber .40-.42 Lauf schoss, sowie einen darunter liegenden Kaliber .60 Lauf, der von einer Kammer in der Mitte der Trommel „gefüttert“ wurde und Schrot verschoss. Der Rahmen und der achteckige Lauf wurden aus dunklem Stahl gefertigt. Dem kürzeren „Schrot-Lauf“ konnte eine Verlängerung angesteckt werden um einem Schrotgewehr näher zu kommen. Das komplizierte Design führte leider zu erheblichen Schwierigkeiten in der Produktion.
Entworfen wurde diese Handfeuerwaffe von Colonel Lemat und General Beauregard. Es war die Lieblingswaffe von J.E.B. Stuart. Ca. 3.000 Stück wurden produziert.
Zu den Späteren „Verehrern“ gehörte selbst noch im letzten Jahrhundert General George S. Patton.

Pistolen und Equipment

Pistolen und Exoten
Folgende Bilder sollen einen kleinen Einblick in die Vielfalt der verwendeten Waffen geben.

 


Virginia Manufactory Flintlock Pistol


J&F Garret Pistol


Palmetto Pistol Model 1842


Wesson & Leavitt Dragoon


Plant 3rd. Model


Kerr Revolver


Bacon Revolver