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Wir sind eine unabhängige und vorwiegend deutschsprachige Internetseite für Modding in Games. Seit 2005 hat sich das Projekt Designmodproject dem Modden bzw. dem Erstellen von Mods verschrieben (Mod; Abk. für engl. modification oder deutsch Modifikation). Dabei stand immer die historische Erweiterung von Spielinhalten des strategie- und militärhistorischen Genres der PC-Spiele im Vordergrund.

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Einleitung

Generäle



Die Generalität als Spitze des Militärs

 

 

 

Einleitung

 

Was ist ein General, was bedeutet es General zu seine und wie ist dieses militärische Rang überhaupt entstanden? Alle diese Fragen sollen in diesem Beitrag geklärt werden. So müssen wir ganz am Anfang der militärischen Kriegsführung anfangen. Bereits in der Antike gab es Äquivalent zum General, den Feldherren. Befehlshaber über ein Heer, des vom Imperator oder Konsul gestellt worden ist. Diese Feldherren waren dennoch - wie bei Pompeius - ein Produkt ihres Heeres bzw. die weltlichen wie militärischen Herren ihrer Soldaten. Also waren Sie weniger eine Position aus einem Rang hervorgehend, als ein Landesherr oder Adliger der kommandierte. Dies änderte sich im Mittelalters, einem Zeitalter voller Kriege und Kriegsherren. So wurden die europäischen Armeen von Capitanos und Feldhauptleuten geleitet. Später wurden dann die wachsenden Armeen von Colonel (Wort hat einen französischen Ursprung ) und Feldobersten geleitet. Bei Kriegsausbruch sollten dann diese Colonel / Obersten für den kriegführenden Landesherrn Truppen werben (Regimenter zu Fuß oder zu Pferde). Die Werber wurden sogleich zu dessen Anführer, also im Prinzip dieselbe Vorgehensweise wie im Altertum, doch hatte sich nun ein Rang entwickelt, der eine Kommandoebene zwischen Heer und Landesfürst herstellte. Diese neue Ebene, die einen solchen innewohnenden Rang brauchte, war ein logische Konsequenz anwachsender Heere.

 


(Links: Ludwig Yorck von Wartenburg / Mitte: Generalfeldmarschall von Manteuffel/ Rechts: General der Infanterie Graf Tauenzien)

Entstehung


 


(Kragenspiegel: Oben - General / Unten - Generalfeldmarschall und Generaloberst)

 

Aus diesen Obristen wurde dann der General. Ein einfaches Wort machte den Übergang aus, Generalis aus dem lateinischen, d. h. "allgemein". Man brauchte einen allgemeinen, allem vorstehenden Obristen. So wurde mit Beginn des 16. Jahrhunderts der jeweilig älteste Obrist zum General-Obristen bestellt. Aus den Strukturen des Deutschen Ordens ging der Oberste Marschall hervor, ein Planer und Organisator der Kriegszüge.
Schon dort übernahm er eine übergeordnete Position, leitete die Ritterbrüder vom Hochmeistersitz aus und verband als erster Marschall eine amtliche und militärische Funktion. Dieser Posten, direkt unter dem Herrscher bzw. nur diesem verantwortlich, als Befehlshaber der militärischen Streitkräfte eines Herrschers (Regionalfürst), war im Sinne eines Boten zu verstehen. So trugen Hof- und Feldmarschalle gleichermaßen den Stab und vereinten (noch) beide Rollen in einer Person." Außerdem hatte der Marschall (ursprünglich Stallmeister) zunächst die Befehlsgewalt über die Reiterei. Erst nach dem 30jährigen Krieg entstand der General-Feldmarschall und stieg nach dem Generalissimus zum höchsten Generalsrang auf.
Es hat wieder mit dem Anwachsen der Heere, des unterschiedliche Ausweitung und Spezialisierung auf Waffengattungen und dem Rängegeplänkel alter europäischer Hoftradition, aber auch anwachsender Armeebürokratie, dass sich im Laufe der Zeit die verschiedensten Variationen des Generals-Dienstgrades ausbildeten.
So gab es den General-Feldzeugmeister als Befehlshaber der Artillerie oder den General-Wachtmeister. Die historische frühe Neuzeit bildete den ersten Höhepunkt des Generalstums in den europäischen Armeen. Ab dem Ende des 17. Jahrhundert etablierte sich in Deutschland folgende Rangfolge der Generalität:

 

      • Generalissimus (als Vertreter des Kaisers)

 

      • General-Feldmarschall

 

      • General der (Kav., Inf.) Feldzeugmeister

 

      • Generalleutnant

 

      • Generalwachtmeister (-Major)

 

    • Brigadier (als Generalsstellung, nicht als Rang)

 


(Brigadegeneral - Wehrmacht)

 

Das anwachsen der Herrscherhäuser, der Zerteilung der Landesheerschaften, das Anwachsen der Bevölkerung und der dadurch implizierten Zunahme von kriegerischen Akten - vor allem in Europa - trug zu einer Militarisierung von Herrscherzielen aus. Der Militär-Haushalt wurde immer wichtiger im Wesen eine Landes, es wurde erobert um die Armee zu finanzieren und andersrum dasselbe. Dieser Kreis des Krieges hatte eine beträchtliche Steigerung des Militärbudgets im Gesamt-Haushalt der selbstständigen Staaten zur Folge.
Mit dem Ende des dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) gingen die europäischen Staaten dazu über, ständige Truppen mit festem Sold zu unterhalten. Der Söldner oder des dienstverpflichtete Bauer konnte den neuen militärischen Ansprüchen dieser Neuen Zeit nicht mehr genügen. Es folgte die Bildung eines Offizierskorps, dass durchaus nicht an die verschiedenen regionale Abstammung der Offiziere Rücksicht nahm, sondern vor allem nur die adlige Geburt als Voraussetzung hatte. Es bildeten sich feste Dienstgrade und Dienststellungen, welche eine solide Basis jeder Armee sein sollte.
Die obersten bzw. ältesten Offiziere bildet seitdem die Generalität. Ein militärische Klasse, die mit größer werdenden Heeren, höheren Kostenaufwand - im Krieg und Frieden - nahmen auch die Privilegien und Machtbefugnisse der Generale zu ( das Plural Generäle kommt aus dem österreichischen).
Dem General und seinem Rang wurde seither ein gewisse Ehrfurcht und Verherrlichung zu Teil. Man beschäftigte sich mit diesen Personen, sie wurden Teile der höheren Gesellschaft und ihre Macht wuchs zum Teil über das Militärische hinaus. Sie waren die Heerführer der Neuzeit und ihr Wort hatte Gewicht - ihre Posen als antike Heerführer auf großer Leinwand sprechen für sich und vermitteln uns, dass sich diese Personen dessen durchaus bewusst waren. Ein Würdigung fand 1788-1791 in dem vom Ordensrat des König verfasstem "Biographisches Lexikon aller Helden und Militär-Personen" statt. In welchem sich die Generale wiederfanden, die in Preußischen Diensten berühmt wurden und verdient gemacht haben. Verbunden wurden solche Biographien und Berichte immer mit ihren Werdegang durch die Regimenter des Landesherrn, welche durch die Personen an Ruf gewannen und diesen dann auch andersherum an ihre Befehlshaber zurückgaben.

 


(Links: General Eduard von Boehm Ermolli/ Mitte: Otto Meixner/ Rechts: General von Trollman)

 

Österreich / K.u.K Monarchie

K.u.K. Monarchie
• Feldmarschall (FM)
• Generaloberst (seit 1915)
• Feldzeugmeister (FZM), General der Kavallerie (GdK), General der Infanterie (GdI - 1908)
• Feldmarschalleutnant (FML)
• Generalmajor

Österreich (Erste Republik)
• Oberstbrigadier
• General (Differenzierung: Infanterie, Artillerie usw.)
• Feldmarschalleutnant (seit 1933)
• Generalmajor

Österreich (Zweite Republik - ab 1980)
• General (ohne Zusatz oder Differenzierung)
• Korpskommandeur
• Divisonär
• Brigadier

Österreich (nach 2002)
• General
• Generalleutant
• Generalmajor
• Brigadier


Preußen

Das preußische Herr, welches seit 1701 mit ihren Königen an Macht und Größe gewann, hatte hier ein Vorreiter Rolle. Das Königreich Preußen, geführt von Soldatenkönigen und solchen, die sich mit der Armee identifizieren und ihre Macht durch den preußischen Soldaten verifizierten.





 


 


(von Links: Generalfeldmarschall (bis 1942)/ Generalfeldmarschall (nach 1942) / Generaloberst i. R. e. Gfm / Generaloberst / General / Generalleutnant / Generalmajor)



 


(Von Links: Reichsmarschall. Dieser lediglich von Hermann Göring geführte Titel wurde 1940 geschaffen / Generalfeldmarschall / Generaloberst / General der Flieger der Flak-Artillerie / Generalleutnant / Generalmajor)

 


(1. Reihe von Links: Brigadeführer und Generalmajor; Kragenspiegel zur Uniform vor 1942 / Gruppenführer und Generalleutnant; Kragenspiegel vor 1942)
(2. Reihe von Links: Obergruppenführer und General; Kragenspiegel vor 1942 / Oberstgruppenführer und Generaloberst / Ehrenwinkel, getragen am rechten Oberarm als Zeichen längerer Dienstzugehörigkeit bereits in der Vorkriegszeit)

Preußen/Kaiserreich

• Generalmajor
• Generalleutnant
• General (der Waffengattung, zum Beispiel General der Infanterie oder General der Kavallerie)
• Generaloberst (seit 1854)
• Generalfeldmarschall (für besondere Verdienste oder ehrenhalber zum Beispiel als Herrscher eines Landes)

Generaloberst war die Bezeichnung des höchsten regulär erreichbaren Generalsranges in der preußischen Armee, welcher im Jahre 1854 für Prinz Wilhelm von Preußen eingeführt wurde. Mitglieder des Königshauses konnten traditionell nicht zum Generalfeldmarschall ernannt werden und so wurde dieser Umstand durch einen neuen Generalsrang umgangen. Zunächst aber waren alle Generalobersten im Rang dem Generalfeldmarschällen gleichgestellt (auf den Epauletten trugen sie die gekreuzten Marschallstäbe und drei Sterne). Unter Kaiser Wilhelm II. wurde eine eindeutige Einordung des Generaloberst in die Hierachie und die Uniformierung eingeführt, so wurde der Rang als Generalfeldmarschall mit 4 Sterne festgelegt und Generaloberst mit 3 Sterne eingeführt bzw. eingeordnet.

• Generalmajor
• Generalleutnant
• General (der Waffengattung, zum Beispiel General der Infanterie)
• Generaloberst

• Generalmajor
• Generalleutnant
• General (der Waffengattung, zum Beispiel General der Artillerie)
• Generaloberst
• Generalfeldmarschall
• Reichsmarschall (1940 nur für Hermann Göring)


SS

• SS-Brigadeführer (entsprach Generalmajor)
• SS-Gruppenführer (entsprach Generalleutnant)
• SS-Obergruppenführer (entsprach General)
• SS-Oberstgruppenführer (entsprach Generaloberst)
• Reichsführer-SS (entsprach Generalfeldmarschall)

• SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS
• SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS
• SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS
• SS-Oberstgruppenführer und Generaloberst der Waffen-SS

 

Während 1767 Friedrich der Große noch die Veröffentlichung von militärischen Biographien zu verhindern suchte, was seiner eigenen Schlichtheit und Einfachheit im Wesen zugrunde liegen möchte, erschienen nach 1815 über fast jeden bedeutenderen General Memoiren. Es setzte eine Militarisierung des preußischen Staates ein, der den General glorifizierte und seinen Rang wie seine Uniform verehrte.

 

Liste preußischer Generäle und Adjutanten


Struktur


(Links: George S. Patton / Mitte: Général de Gaulle/ Rechts: John Pershing)

 

Struktur nach europäischen Vorbild

Feldmarschall oder Generalfeldmarschall
Generaloberst
General oder Captain General
Generalleutnant
Sergeant Major General oder Generalmajor
Brigadier (General)

 


(Schulterstücken eines Generalfeldmarschall des Heeres - Deutsche Wehrmacht)

 

Heute sind die Generale ein Sammelbegriff für die höchste Dienstgradgruppe bei den meisten Staaten (im Frieden) beim Heer und Luftwaffe. Bei der Marine heißt diese Gruppe Admirale. Im Krieg konnte allerdings eine weitere, höhere Rangstufe erreicht werden. Dieser, für besondere Verdienste verliehene Rang eines Marschalls, Feldmarschalls, Generalfeldmarschall oder General of the Army, ist dem General übergeordnet.
Bei den Rangabzeichen haben wir es ebenfalls mit einer gleichen bzw. gleichgewordenen Entwicklung zu tun. So sieht man vor allem an der Schulterklappe bzw. Kraggenplatte den Rang eines Generals. Dabei sind diese Schulterstücke meist Goldfarbend oder Silberfarbend bei in den Vereinigten Staaten und der Schweiz. Die Sterne auf den Schulterklappen entscheiden dabei die Rangstufe des Generals:

 

      • Generalleutnant (3 Sterne)

 

      • Generalmajor (2 Sterne)

 

    • Brigadegeneral (1 Stern)

 

Der "reine" General trägt dabei 4 Sterne, bei der NATO beispielsweise als Viersternegeneral bezeichnet, gibt es diesen Rang in Deutschland normalerweise nicht mehr. In Amerika, aufgrund der großen Armee und vielen Kriegsschauplätzen, aber es ist durchaus eine gängige Praktik einen führenden General mit dem Vierten Stern zu bekleiden.
Der Generalfeldmarschall der deutschen Wehrmacht, Reichswehr und kaiserlichen Armee, war Statusgemäß nicht mit 5 Sternen bestückt (Generaloberst hatte 3 Sterne - besonders angeordnet), sondern mit zwei gekreuzten Marschallstäben auf den Schulterstücken seines Ranges würdig ausgezeichnet. Ein solcher Marschallstab war nur in Europa die Regel und etablierte sich nie in Amerika bzw. den Vereinigten Staaten von Amerika. Doch gab es dort einen 5 Sterne General, den sogenannten General of the Army:

 


 


 
(Rechts: Army / Links: Air Force)

 

George C. Marshall 16. Dezember 1944
Douglas MacArthur 18. Dezember 1944
Dwight D. Eisenhower 20. Dezember 1944
Henry H. Arnold 21. Dezember 1944
Omar N. Bradley 20. September 1950

 

 
(Links: Fieldmarschall GB / Rechts: Marschall der Sowjetunion)

 

In der Sowjetunion/Russland als Marschall bezeichnet und mit einem großen Stern auf den Schulterstücken versehen, ebenso in Frankreich gab es diesen Rang. In Großbritannien und seiner Armee ist der Fieldmarschall der höchste Rang im Kriege. Als Marinependant ist der Fleetadmiral eingeführt worden, in Deutschland ist dies der Großadmiral gewesen.
Vor allem die an Kriegen reichen Vereinigten Staaten haben einen weiteren Generalsrangeingeführt. Den General of the armies of the United States, als bezeichnenden Rang für George Washington, der in seiner Position 1775 den Titel Continental Army General and Commander In Chief war. Dieser Rang wird mit 6 Sternen geehrt, wobei der zweite Träger dieses Amtes John J. Pershing, als Anerkennung seiner Dienste als Kommandeur der American Expeditionary Force in Europa während des Ersten Weltkrieges, als Insignien 4 goldene Sterne auf den Schulterklappen für sich wählte.
Der Sinn dieser Auszeichnung war es, dass kein General nach Washington je einen höheren Rang einnehmen sollte. Diese Regelung wurden zur Zweihundertjahrfeier der Vereinigten Staaten am 11. Oktober 1976 postum „für die Vergangenheit und Gegenwart“ als der höchste Dienstgrad eingeführt.

 


(6 Sterne Washingtons)




(4 goldene Sterne Pershings)

 

      Andere Varianten:



      • Generaladjutant

 

      • Generalkommandant

 

      • Generalinspekteur

 

      • Generalkapitän

 

      • General-in-Chief

 

      • General der Armee (Armeegeneral)

 

      • General der Air Force (nur USA)

 

      • General der Jagdflieger

 

      • General der Armeen der Vereinigten Staaten (von Amerika), ein Titel, General geschaffen für John J. Pershing und anschließend gewährt posthum George Washington .

 

      • General Admiral (Deutsche Marine)

 

      • Luft-General (chilenischen Luftwaffe ; entspricht in etwa Air Chief Marshall und Air Vice-Marshall)

 

      • Wing General and Group General (Mexikanische Luftwaffe; entspricht in etwa einem Commodore)

 

      • Lieutenant-Colonel General (Oberstleutnant General - serbischer Rang unmittelbar unter dem Generaloberst und entspricht in etwa US Major General)

 

      • Generaldirektor (eine gemeinsame administrative Begriff oder auch für militärische Diensten)

 

      • Generaldirektor des Nationalen Verteidigungsrates (höchsten Rang in der mexikanischen Streitkräfte)

 

      • Director of Intelligence Bureau (4-Sterne- Polizist in Indien)

 

      • Controller General (allgemein Offiziersrang in der Französisch National Police )

 

      • Generalpräfekt (der oberste Rang der argentinischen Marine-Präfektur )

 

      • General der Artillerie

 

      • General in der Medizin

 

      • Generalkaplan

 

    • General in der Technik

 


(Nordstaaten General William Tecumseh Sherman)



(Oben: US Army General insignia 1872 / Unten: US Army General insignia 1866)


 

Aufgaben und Einsatz des Generals

 


(Links: Alfred Jodl / Mitte: General der Panzertruppe Leo Freiherr Geyr von Schweppenburg / Rechts: General der Panzertruppe Erich Brandenberger)

 

Welche Aufgaben haben nun Generale? Sie führen Armeen und als die Armee als Ganzes immer größer wurde und auf einen kämpfenden Soldaten drei versorgende und unterstützende Soldaten. So ist der General nicht mehr für ein ganzes Heer da, sondern übernimmt nun jeweils größere Teile einer Armee. Eine Brigade wird von einem Brigadegeneral geführt. Zudem fungieren sie als stellvertretende Divisionskommandeure. Warum sind also Generale nicht immer Führer eines Armeeteils, sondern dienen im Stab oder in anderen unterstützenden Verbänden? Es gibt ganz einfach zu viele davon, einfach ausgedrückt. General wird man in der Offizierslaufbahn heutiger Armee einfacher als früher. In einer Zeit, als der Herrscher noch den General ernannte, die Armeen kleiner waren und nicht so aufgeblasen, war der General an der Spitze einer Armee. Heute sind die Planstellen für solche beliebten, begehrten und ruhmreichen Positionen knapp. General, die heute oftmals auch durchs Alter, d.h. Dienstjahren und bestimmte Karriereschritte diesen Rang erreichen, waren oftmals nie an der Front. Die Anzahl von sogenannten "Kasinogeneralen" wurde im Laufe der Neuzeit immer größer.
Der Generalmajor war in der Regel Chef einer Division. Ein Generalleutnant konnte ein Korps führen. Auch können Sie als Inspekteure der Organisationsbereiche (Heer, Luftwaffe, Marine, Zentraler Sanitätsdienst und Streitkräftebasis) dienen. Desweiteren dienen Generale in Ministerien oder in verschiedenen Kommandobehörden, Ämtern und Schulen. Der Rang des Generals "full general" bleibt in der Bundesrepublik dem Generalinspekteur vorbehalten. Weitere Vier-Sterne-Generalsdienstposten können von Offizieren der Bundeswehr im multinationalen Bereich (NATO) wahrgenommen werden.
Die früheren Generalobersten des deutschen Heeres wurden für größere Teile eingesetzt. Sie befehligten ganze Armeen und teilweise sogar ganze Expeditionskorps, wie das DAK. Die Heeresgruppen waren den Generalfeldmarschallen vorbehalten.



 


(4 Sterne General der Bundeswehr)

      DDR



      • Generalmajor

 

      • Generalleutnant

 

      • Generaloberst

 

      • Armeegeneral (entsprechend der Ordnung des Warschauer Vertrages)

 

      • Marschall der DDR (1982–1989)




      Bundeswehr



      • Brigadegeneral / Generalarzt / Generalapotheker (1 Stern)

 

      • Generalmajor / Generalstabsarzt (2 Sterne)

 

      • Generalleutnant / Generaloberstabsarzt (3 Sterne)

 

    • General (4 Sterne)

 


(Von Links: General / Generalleutnant / Generalmajor / Brigadegeneral / Kragenspiegel Generale)

Besonderheiten

Interessant und beispielhaft für die Wichtigkeit einer Generalität in der Neuzeit ist die Sowjetunion. Dort wurden nach der Oktoberrevolution (1917) alle Vorrechte des Adels und Rangunterschiede aufgehoben, so auch Rangstaffelung in der Armee. Jeder sollte gleich sein, und anstelle der Dienstgrade wurden sogenannte Dienststellungen gesetzt. . Erst 1940 wurden die Dienstgrade wieder eingeführt, die sich an denen des Zarenreichs orientierten, weil man keine wirkliche Hierarchie und Ordnung in der Roten Armee herstellen konnte. Änderungen blieben dennoch erhalten, so musste der bourgeoise Generalfeldmarschall und Generaladmiral der kommunistische und volksgetreue Marschall der Sowjetunion bzw. der Flottenadmiral der Sowjetunion weichen. Außerdem wurden neue Ränge: Hauptmarschälle und Marschälle einer bestimmten Waffengattung, die dem Armeegeneral gleichgestellt waren, eingeführt. (Die Ränge wurden nach 1991 weitestgehend übernommen - für Sowjetunion stand nur Russische Föderation an die Ränge angehängt.)
Beispiellos ist die Erschießung und Verschleppung von 20 000 sowjetischen Offiziere und Generälen. Stalin raubte seiner Armee so die Organisation. Eine Tat, die er wohl beim Einmarsch der Deutschen bereute.
In der israelischen Armee - zahal - bestehen nur drei Generalsränge, mit der Anmerkung, dass gleichen Ränge für Heer, Marine und Luftwaffe galten. Den höchsten Dienstgrad Raw-Aluf hat jeweils nur der Generalstabschef von Tzahal inne - quasi Generalleutnant, entspricht eher einem General.
 


 


(Oben von Links: General der Schweiz / Generals Kolumbiens / General der Niederlande / General Mexikos / General Brasiliens)
(Unten von Links: General Thailands / General Italiens / General Schwedens / General Indiens / General Frankreichs /  General Estland / General Polens)


Zum Schluss


(Links: Gen. Patraeus / Mitte: General Naumann / Rechts: MajGen Neller)



Wie die vielen und unterschiedlichen Rangabzeichen der verschiedenen nationalen Generale belegen, hat sich in den letzten 200 Jahren ein gewisses Muster durchgesetzt. Die Schulterklappen und die dort angezeichneten, meist goldenen oder silbernen Sterne, zeigen dann Generalsrang an. Eine Entwicklung, die auf der einen Seite den Nationalbestrebungen geschuldet ist und auf der anderen Seite einer gewissen Globalisierung des Krieges. Die kleinen Kriegen und Fehden unterschiedlicher Fürstentümer sind passé, die letzten 100 Jahre sind von Weltkriegen bestimmt worden, wobei sich die Länder nicht nur in Sachen Technik und Taktik aufeinander einstellen mussten, sondern auch in Sachen Uniform und Ausgestaltung der Ränge. Eine Entwicklung die in 60 Jahren des Kalten Krieges und weltübergreifenden militärischen Pakten noch zugenommen hat. Der General sollte innerhalb der Allianzen anderen gleichgestellt werden und auch als solche in Rängen gleich aussehen. Der Stern als Zeichen für einen General hat sich durchgesetzt, auf Preußens bzw. dem europäischen Vorbild aufgebaut, hat sich die Generalität als Spitze und Gesicht der Armee durchgesetzt.
An den Generalszeichen lässt sich auch die militärische Geschichte eines Landes ablesen. So hat die USA einen Generalsrang mit 6 Sternen nicht umsonst eingeführt, aufbauend auf vielen siegreich geführten Konflikten, Verehrung ihrer glorreichen Heerführer und einer wachsenden Eitelkeit der Generalität. Eine ähnliche wenn nicht sogar gleich Entwicklung konnte man in Preußen/Deutschen Kaisereich/NS-Reich sehen. Die vielen siegreichen Konflikte, angefangen mit 1870/71 bis zum 1. Weltkrieg, schufen einen Militarismus der den General wie seine Uniform verherrlichte. Ein Militär, dass sich als Staat im Staat postulierte, dass sich mit Orden schmückte und den Marschallstab als höchstes Zeugnis militärischer Führerschaft besaß. Das NS-Reich und seine Ämtervielfalt geben dann die Eitelkeit einer auf Krieg basierende Politik und Staatswesens wider. Ämter und Position wie das des Reichsmarschalls oder eine eigene Parteiordenvielfalt, zeigen die Wichtigkeit und Stellung an. Die Uniform als gesellschaftliches Aushängeschild war nach dem 2. Weltkrieg verpönt und trotz erhaltener Traditionen beim Gewand des deutschen Generals wird eine solche Entwicklung von Gesellschaft und Staat nicht mehr toleriert werden.
Ganz anders in den Vereinigten Staaten, einem Land mit ausgeprägten Sinn für die Militärgeschichte, in dem längst verstorbene Generäle immer wieder mit neuen Rängen versehen und auf Sockel gehoben werden. Dies ist nicht negativ zu verstehen, denn die Folge ist nur logisch, wenn man sich die militärische Entwicklung der USA ansieht, die geführten Kriege, die Einsatzgebiete, das immense Militärbudget einer Nation, die nur verschwindend geringe Verluste auf eigenem Boden zu beklagen hatte. Der amerikanischer General ist wie der preußische zu einer politischen Person geworden, oftmals Spielball und dennoch - gerade im wirtschaftlichen Sinne - wichtiger Machtfaktor.
Der General und die Person, die diesen Rang bekleidet wird für die Forschung und die Gesellschaft immer eine gewisse Faszination haben. Sie sind nun mal seit der Antike der Heerführer der Armeen, manchmal Triumpfvator oder auch Personifizierung der Niederlage. Sie sind Beschützer des Volkes bzw. der Nation und ziehen als oberste Instanzen einer der striktesten Hierarchien dieser Welt eine ganz besondere Aufmerksamkeit auf sich.

 

 

Quellen

http://www.lexikon-deutschegenerale.de/welcome.html (Letzter Zugriff 29.09.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/General_of_the_Army (Letzter Zugriff 29.09.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/General (Letzter Zugriff 29.09.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/Marschall (Letzter Zugriff 29.09.2010)
http://www.loc.gov/rr/program/bib/ourdo ... ssion.html (Letzter Zugriff 29.09.2010)
http://en.wikipedia.org/wiki/General_officer (Letzter Zugriff 29.09.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalit%C3%A4t (Letzter Zugriff 29.09.2010)



Autor: Freiherr von Woye

Portrait

Generalfeldmarschall Erwin Eugen Rommel

Erwin Eugen Rommel Generalfeldmarschall

Von Bundesarchiv, Bild 146-1973-012-43 / Unbekannt / CC-BY-SA 3.0
geboren: 15. November 1891, Heidenheim
gestorben: 14. Oktober 1944, Herrlingen (Selbstmord)

Vorwort

Vorwort:

Erwin Rommel gehört bis heute zu den berühmtesten Generälen des Zweiten Weltkriegs. Als »Wüstenfuchs« wurde er zur Legende. Der "Mythos Rommel" ist nicht zuletzt ein Produkt der nationalsozialistischen Propaganda. Erwin Rommel stellte sich ihr dennoch durchaus bereitwillig zur Verfügung. Mit den seinerzeit modernsten Medien Film, Fotografie und Hörfunk ließ er sich mit großem Erfolg zur Ikone aufbauen. Selbst in Großbritannien und den Vereinigten Staaten wurde Rommel als Feldherr gefeiert. Seine überraschenden Erfolge, bedingt durch unkonventionelle Maßnahmen und die nur bedingte Nähe zu den Gräueln des Nazi-Regimes ließen in der Öffentlichkeit den Ruf eines ritterlichen und „sauberen“ Krieges und Feldherren entstehen. Dieses trug zu seinem bis heute fast heldenhaften Ansehens bei, es sollte aber nicht vergessen werden, dass auch in Afrika sowohl gestorben als auch unritterlich gekämpft wurde. Tragisch in der Person Rommel ist, dass er neben seinem kometenhaften Aufstieg zuletzt auch ein Opfer des Systems wurde, welches er jahrelang mehr oder weniger freiwillig getragen hatte. Außer Frage bleibt, dass Erwin Rommel zu den charismatischsten Persönlichkeiten und berühmtesten Feldherren gezählt wurde und auch immer bleiben wird.

1. Weltkrieg

Erster Weltkrieg:

Der Sohn eines Gymnasium-Professors trat 1910 als Freiwilliger in die Armee ein. In der ersten Kriegsphase diente Rommel im IR 124 an der Westfront. Für Tapferkeit vor dem Feind wurde ihm das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Rommel kam weiterhin als Kompaniekommandant im Württemberger Gebirgsjägerbataillon in Rumänien, Italien und Frankreich zum Einsatz. Am 25. Oktober 1917 konnte Oberleutnant Rommel die heftig verteidigte Höhe Matajur (Italien) erstürmen, wofür er als einer der wenigen jungen Infanterieoffiziere den Pour-le-Merite erhielt. Rommel heiratete seine Frau Lucie, aus deren Ehe ihr Sohn Manfred hervorging.
 

 

Weiterer Lebensweg

Zweiter Weltkrieg:

Nach dem Polenfeldzug bat Rommel um das Kommando einer Panzerdivision, obwohl er eigentlich immer Infanterist war. Am 5. Februar 1940 übernahm er das Kommando über die 7. Panzerdivision. Diese führte er im Westfeldzug, erkämpfte den Übergang über die Maas und stieß tief in das feindliche Hinterland vor, was der Division den Spitznamen "Gespensterdivision" einbrachte. Am 1. Januar 1940 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 26. Mai 1940 wurde Rommel das Ritterkreuz verliehen. Im Februar 1941 gab Rommel das Kommando über die 7te wieder ab und übernahm eine neue Aufgabe, in Afrika.

 

Rommel wurde die Führung des neu gebildeten Sperrverbandes Afrika (5. leichte Division, 90. leichte Division, 15. Panzerdivision) übertragen. Kurz darauf wurden auch schon die ersten Truppen nach Libyen verschifft, um die Front der Italiener zu stabilisieren. Bereits bei den ersten kleinen Gefechten gegen überlegene britische Kräfte, die siegreich erfolgten, schuf sich Rommel den Ruf eines einfallsreichen Taktikers und listigen Panzergenerals. Am 20. März wurde Rommel das Eichenlaub verliehen. In Folge blieb er bei El Agheila und in der Großen Syrte siegreich, überrannte die gesamte Cyrenaika, vertrieb die Briten aus Benghasi und kesselte Tobruk im April 1941 ein. Im Juli wurde er zum General der Panzertruppen befördert. Nach schweren Kämpfen bei Sollum und am Hafaya-Pass wurden die Achsenkräfte im November 1941 durch die britische Gegenoffensive "Crusrader" zum Rückzug gezwungen. Tobruk konnte entsetzt werden und im Januar 1942 war Rommel am Ausgangspunkt von 1941 angelangt. Am 20. Januar wurden Rommel die Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub verliehen.

Tobruk

Die Schlacht von Tobruk:

Im Jahr 1942 wurde Rommel wieder offensiv und es gelang ihm die Wiedereinnahme der verlorenen Gebiete, Tobruk wurde dieses mal erobert, Im Mai 1942 war die Stadt während des Unternehmen Theseus erneut Ziel deutsch-italienischer Vorstöße und erst nach zwei Wochen heftiger Kämpfe wurde die Abwehr schließlich durchbrochen. Die Verteidiger kapitulierten am 21. Juni 1942. 32.000 alliierte Soldaten gerieten in Gefangenschaft und den Eroberern fielen rund 5.000 Tonnen Versorgungsgüter und 10.000 Tonnen Treibstoff zu wofür er am 22. Juni 1942 zum Generalfeldmarschall befördert wurde.
 

Bericht zu den Ereignissen der Schlacht von Tobruk:
Rommel vergewissert sich noch einmal, dass die Absprachen mit der Luftwaffe „wasserdicht“ sind. Drüben stürzt sich die erste Welle der Stukas auf die südöstlichen Befestigungswerke, besetzt von Indern. Mächtige Staubfontänen schießen hoch, zerfetzte Hindernisse fliegen durch die Luft, im Brüllen der Bomben gehen weitere Detonationen unter: Der Minengürtel fliegt in die Luft. In der Gasse stürmt deutsche und italienische Infanterie, mahlen die Panzer der 15. Und 21. Pz. Div. vorwärts….Das Zusammenspiel klappt perfekt. Jede Panzerbesatzung hat Handrauchzeichen bekommen. Die Flügel des Einbruchs werden durch Nebelgranaten markiert. Selbst Wünsche können die Erdtruppen bei den „Artilleristen der Luft“ anmelden: Ein Richtungsschuß mit Markierungsgranaten bedeutet: Schafft mir die vom Hals…..Das Fort Gabr Gasem und Pilastrino kapitulieren, von der Luftwaffe schwer beschädigt….Der britische Festungskommandant, General Klopper von der südafrikanischen Division, wird ausgebombt, entkommt mit knapper Not aus den Trümmern seines Gefechtsstandes. Kurze Zeit später wird auch sein neues Quartier getroffen und verfügt über keine Nachrichtenmittel mehr um den Kampf zu leiten…Verzweifelt funkt Klopper nach Kairo. „Die Lage ist hoffnungslos. Ich werde versuchen nach Westen auszubrechen.“ Doch es war bereits zu spät. Die meisten der verfügbaren Transportmittel wurden zerstört. Die Truppe ist in Auflösung. Einige der Soldaten waren sogar mit General Kloppers Stabswagen geflohen. Tobruk war nicht mehr zu halten und Rommel erkämpfte sich den größten seiner Siege, für den er immer in Erinnerung bleiben sollte. Um 9:40 am 21, Juni nahm General Rommel auf der Via Balbia die Kapitulation von General Klopper entgegen….Zu diesem Zeitpunkt traf sich Englands Kriegspremier Winston Churchill mit Präsident Roosevelt in Washington und es wurde Ihm folgendes Telegramm wortlos vorgelegt: „Tobruk hat kapituliert…“

Hitler reagierte sofort und gab die Beförderung Rommels zum Generalfeldmarschall bekannt. Durch die Beförderung zum Generalfeldmarschall geriet Rommel in Konflikt zur Generalstabsführung, die ihn wegen des engen Verhältnisses zu Hitler und seines schnellen Aufstiegs wegen ablehnte.

Kurz nach der Beförderung überquerten seine Panzerspitzen, gefeiert von deutschen Zeitungen, die ägyptische Grenze und bedrohten den Suezkanal. Doch damit waren die deutschen Kräfte an ihre Grenze gestoßen, die schwierige Versorgung der Truppen mit Nachschub konnte die Eroberung Tobruks auch nicht verbessern und es kam zur Wende bei El Alamein. Im August 1942 musste sich Rommel wegen Magenbeschwerden in Berlin behandeln lassen, kehrte aber wieder nach Afrika zurück. Im November 1942 konnten britische Kräfte die Front durchbrechen und die amerikanischen Streitkräfte landeten in Marokko.

Rommel gelang es, seine Truppen nach Tunesien zurück zuziehen, die Niederlage konnte er aber auch nicht abwenden. Am 11. März 1943 wurde er seines Kommandos enthoben. Vergeblich versuchte er Hitler davon zu überzeugen die Truppen aus Afrika zurück zu nehmen, was dieser aber ablehnte. Die Reste der Panzerarmee Afrika kapitulierten am 12. Mai 1943.

Rommel wurde 1944 Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B und ab Dezember 1943 verantwortlich für die Vorbereitungen der Abwehr einer bevorstehenden Invasion Frankreichs. Wegen Differenzen mit v. Rundtstedt blieben Panzerkräfte im Hinterland und könnten nicht mehr entscheidend in die Kämpfe eingreifen.

Ein Idol ?

Rommel – seine umstrittene Rolle als Idol im Reich

Wie sehr zeigte ein Artikel in der NS-Wochenzeitung „Das Reich“ von 1941.
Darin wurde Rommel als SA-Mann der ersten Stunde und Sohn eines Maurermeisters vorgestellt. Als sich der Porträtierte beschwerte, bekam er zur Antwort: Wenn es auch nicht stimme, wäre es doch gut, wenn es stimmen würde. Rommel insistierte, und „Das Reich“ druckte an entlegener Stelle eine Berichtigung.
In der Literatur wird immer wieder von dem engen Verhältnis zwischen Hitler und Rommel gesprochen. Hitler förderte Rommels Karriere persönlich. Als Kommandant des Führerhauptquartiers befand er sich schon früh in direkter Nähe des Diktators. Beide Männer sollen einander respektiert und sich äußerst gut verstanden haben. Rommel galt allgemein als Hitlers „Lieblingsgeneral“ Laut Albert Kesselring übte er auf Hitler einen „fast hypnotischen Einfluss“ aus. Goebbels notierte im Oktober 1942 nach einem Gespräch mit Hitler:
„Rommel hat auf ihn [Hitler] einen sehr tiefen Eindruck gemacht. Er ist weltanschaulich gefestigt, steht uns Nationalsozialisten nicht nur nahe, sondern ist ein Nationalsozialist.

Als „Gespensterdivision“ brachte es seine 7. Panzerdivision zu einer gefürchteten Berühmtheit, sodass Rommel bald zu den bekanntesten Generalen der Wehrmacht zählte. Die Propaganda tat ein Übriges, um aus dem schlichten Schwaben einen nationalen Helden zu machen, ein Bild, dem seine Eitelkeit und Selbstdarstellung durchaus entgegenkamen.
Gegen den Willen der düpierten Wehrmachtsführung betraute Hitler Anfang 1941 seinen Lieblingsgeneral mit der Führung des Afrika-Korps, das die zusammenbrechende italienische Front in Libyen stützen sollte. Das war die Aufgabe seines Lebens. Binnen weniger Wochen wendete er das Blatt.

Im März 1944 unterzeichnet Erwin Rommel das Treuegelöbnis der Generalfeldmarschälle und übergibt es Hitler. Trotz einer heutzutage vorherrschenden Meinung der Unbeflecktheit und Unantastbarkeit muss dieses Ritual durchaus bedacht werden. Ein Widerstand gegen Hitler war zumindest in der Öffentlichkeit nicht zu erkennen.
Nach den alliierten Invasionen erkannte er beizeiten, dass der Krieg verloren war. Wieder bewies er den Mut des Außenseiters, als er von Hitler persönlich die Beendigung des Krieges forderte und dafür brüsk des Zimmers verwiesen wurde. Aber den Kontakt zum militärischen Widerstand, den ihm der Diktator unterstellte, hat er nicht gesucht. Am 15. Juli trat Rommel für einen Waffenstillstand ein, da er zur Ansicht kam das der Krieg nicht mehr zu gewinnen sei. Zwei Tage später wurde er bei einem Luftangriff verwundet.
Mit dem Ungehorsam gegenüber dem Diktator wachsen erste Zweifel. Rommel, bis dahin ein überzeugter Nationalsozialist und bedingungsloser Anhänger Hitlers, glaubt nun nicht mehr an den "Endsieg". Die mörderische Dimension des Regimes erkennt er noch nicht; in Kriegsverbrechen lässt er sich nicht verwickeln. Dass er einem Verbrecher dient, hat Rommel dennoch niemals ernsthaft hinterfragt. Im Zusammenhang mit der Frage, wie weit Rommel in den Widerstand eingebunden war, sagte Rommels Witwe erhellend im September 1945 unter anderem: „Ich möchte nochmals feststellen, dass mein Mann nicht an den Vorbereitungen und der Ausführung des 20. Juli 1944 beteiligt war, da er es als Soldat ablehnte, diesen Weg zu beschreiten.“ Als Rommel im Krankenlager vom gescheiterten Attentat erfuhr, schrieb er seiner Frau: „Zu meinem Unfall hat mich das Attentat auf den Führer besonders stark erschüttert. Man kann Gott danken, dass es so gut abgegangen ist“. Melchior von Schlippenbach, ein Offizier Rommels, erinnert sich jedoch an folgende Worte, die Rommel später in einer Unterhaltung einmal herausgerutscht seien: „Glauben Sie nicht, es wäre besser gewesen, es hätte am 20. Juli geklappt?“

Dokumente belegen zum ersten Mal eindeutig – Rommel weiß vom geplanten Attentat auf Hitler; er billigt es am Ende auch und will sich der neuen Regierung nach dem gelungenen Umsturz zur Verfügung stellen. Mehr noch! Rommel verfolgt einen eignen Plan, der dem Krieg ein Ende setzen soll. Er hat die Absicht, die Westfront zu öffnen und den Alliierten so den Vorstoß ins "Reich" zu ermöglichen.
Da Rommels Name auch auf einer Liste des führenden Widerständlers und früheren Leipziger Oberbürgermeister Carl Friedrich Goerdeler, ein möglicher Nachfolger Hitlers als Reichskanzler, geführt wurde, hatten Rommels Widersacher im Oberkommando der Wehrmacht genügend gegen ihn in der Hand. Nach dem 20. Juli 1944 vor die Wahl gestellt, vor den Volksgerichtshof abgeurteilt zu werden oder Selbstmord zu begehen, entschied er sich für Gift, um der Familie Repressalien zu ersparen. Was das Regime nicht hinderte, die Farce eines Staatsbegräbnisses zur „Förderung des Wehrwillens in der Bevölkerung“ zu inszenieren. Es bleibt immer noch fraglich, ob Hitler nicht Rommel als Sündenbock für die geglückte Invasion der Alliierten sah, ihn aber nicht als staatstragenden Helden vergangener Tage zur Rechenschaft ziehen konnte und somit bedingt durch das missglückte Attentat ihn persönlich unter Druck setzten konnte und zum Freitod zwang. Nach Rommels Tod betonte Hitler, dass es „in diesem Krieg keinen weiteren Feldmarschall mehr geben werde“.
Über Rommel schrieb kein Geringerer als der britische Kriegs-Premier Winston Churchill: „Auch verdient er unsere Achtung, weil er, obgleich ein loyaler deutscher Soldat, Hitler und alle seine Taten hassen lernte und sich an der Verschwörung im Jahre 1944 beteiligte, um Deutschland durch die Beseitigung des wahnsinnigen Tyrannen zu retten. Er hat dafür mit seinem Leben bezahlt.“

Rommel hinterließ seine Frau Lucie und seinen Sohn Manfred Rommel, welcher von 1974 bis 1996 Oberbürgermeister von Stuttgart war.

Quellen

Haus der Geschichte Baden-Württemberg (http://www.hdgwb.de)
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/RommelErwin
Zeitung „Die Welt“, 21. Dezember 2008
de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Rommel
Der Zweite Weltkrieg, Paul Carell, 1985
http://www.unser-laichingen.de/geschich ... ommel.html
http://www.bundesarchiv.de
http://www.d-nb.de (Deutsche Nationalbibliothek)

Autor: Maro / Gastronaut

Portrait

Generalfeldmarschall Werner von Blomberg

Generalfeldmarschall Werner von Blomberg

Von Bundesarchiv, Bild 183-H28122 / CC-BY-SA 3.0
* 02. September 1878 in Stargard/Pommern
† 14. März 1946 in Nürnberg

Kaiserreich

Kaiserreich

Werner Eduard Fritz von Blomberg wurde am 02. September 1878 in Stargard/Pommern als Sohn des späteren Oberstleutnants und Garnisonsverwaltungsdirektors Emil Leopold von Blomberg geboren. Als 13jähriger trat er 1891 in Bensberg in das preußische Kadettenkorps ein und besuchte von 1894 bis 1897 die Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde, ehe von Blomberg als Fähnrich in das Füsilierregiment "Generalfeldmarschall Prinz Albrecht von Preußen" Nr. 73 in Hannover übernommen wurde. Noch 1897 erfolgte seine Beförderung zum Leutnant und 1904 seine Kommandierung, als Oberleutnant, zur Kriegsakademie nach Berlin. Nach deren erfolgreichem Besuch wurde er bereits 1908 zum Hauptmann befördert und in den Großen Generalstab versetzt. Seine hervorragenden militärischen Kenntnisse, sein gewandtes, weltmännisches Auftreten und seine Aufgeschlossenheit allem Neuen gegenüber kamen ihm dabei zugute. Dem Generalstabsdienst folgte 1911 wieder ein Truppenkommando als Kompaniechef beim 1. Lothringischen Infanterieregiment Nr. 130 in Metz.

 

 

Adolf Hitler, Franz von Papen und Werner von Blomberg am 25. Februar 1934 vor der Berliner Staatsoper


1. Weltkrieg

Erster Weltkrieg

Bei Kriegsausbruch im August 1914 wurde von Blomberg zunächst 1. Generalstabsoffizier (Ia) der 19. Reserve-Infanteriedivision. In dieser Division erhielt er seine "Feuertaufe" beim Vormarsch durch Belgien. Außerdem machte von Blomberg die Kämpfe bei St. Quentin, von Mai bis Juli 1915 jene vor Verdun, die Winterschlacht 1915 in der Champagne sowie die erbitterten Kämpfe um den Hartmannsweilerkopf im Elsass im Dezember 1915 mit. 1916 wurde er, inzwischen zum Major i. G. (im Generalstab) avanciert, als Ia zum XVIII. Reservekorps versetzt, welches damals vor Verdun eingesetzt war. Das Jahr 1917 erlebte von Blomberg beim Oberkommando der 7. Armee, wo er sich erneut in den Abwehrschlachten am Chemin des Dames und bei Soissons, sowie während der deutschen Sommeroffensive 1918 bewährte. Für seine hervorragende Mitwirkung bei der Anlage und Durchführung dieser Operation erhielt Werner von Blomberg am 3. Juni 1918 den höchsten preußischen Kriegsorden, den Pour le Mérite. Dass er sich selbst in diesen Kämpfen nicht schonte, beweist die Tatsache, dass ihm auch das Verwundetenabzeichen verliehen wurde.

Weimarer Republik

Weimarer Republik

Nach Kriegsende 1918 wurde von Blomberg in die Reichswehr übernommen, zunächst 1920 als Chef des Stabes der Brigade Döberitz (benannt nach jener Garnisonstadt bei Berlin) und ab dem 1. Mai 1921 als Oberstleutnant und Chef des Stabes der 5. Division in Stuttgart. 1925 wurde der inzwischen zum Oberst avancierte, als Chef der Ausbildungsabteilung (T 4) ins Reichswehrministerium nach Berlin berufen. Hier nahm er, entsprechend der von ihm gemachten Kriegserfahrungen, maßgeblich Einfluss auf die gesamte Truppenausbildung und auf die Neugestaltung der Dienstvorschriften. Noch größere Aufgaben erwarteten von Blomberg jedoch, als er 1927 an die Spitze des Truppenamtes trat und damit inoffizieller Generalstabschef (offiziell war dem Deutschen Reich durch den Versailler Vertrag die Bildung eines Generalstabes untersagt worden) der Reichswehr wurde. In dieser Dienststellung, am 1. April 1928 erfolgte seine Beförderung zum Generalmajor, unternahm er zahlreiche Studienreisen nach Österreich, Ungarn und die Sowjetunion, mit der es damals auf militärischem Gebiet eine enge Zusammenarbeit gab. 1929 wurde von Blomberg, inzwischen Generalleutnant, für vier Jahre als Kommandeur der 1. Division und Befehlshaber im Wehrkreis I nach Königsberg berufen. Dabei kam es jedoch zu zweimaliger Unterbrechung seines Dienstes. Einmal im Herbst 1930 anlässlich einer Studienreise durch die USA und dann zu einem Abstecher aufs politische Parkett, nämlich als Delegationsleiter des Heeres bei der deutschen Delegation auf der Genfer Abrüstungskonferenz vom 1. Februar 1932 bis zum 30. Januar 1933. Der Sprachbegabte von Blomberg erwies sich dabei als diplomatisch geschickter und vorzüglicher Verhandlungspartner.

NS-Staat

Nationalsozialismus

Als Reichspräsident Paul von Hindenburg am 30. Januar 1933 Adolf Hitler mit der Bildung einer neuen Reichsregierung beauftragte, berief dieser, auf Vorschlag von Hindenburgs, den parteilosen Generalleutnant von Blomberg zum neuen Reichswehrminister. Der neue Minister, seit 1918 war das Amt erstmals durch einen aktiven Soldaten besetzt, wurde zunächst am 30. Januar 1933 zum General der Infanterie und bereits am 30. August 1933 zum Generaloberst befördert. Der Ausbau der Reichswehr zur neuen Wehrmacht war dann auch die wehrgeschichtliche Leistung von Blombergs und seines Chefs des Ministeramtes, Oberst Walter von Reichenau, dem späteren Generalfeldmarschalls. Militärisch hochbegabt hatte Werner von Blomberg viel für die Weiterentwicklung der Ausbildung getan, war allem Neuen gegenüber aufgeschlossen und neigte offenbar dazu, immer modern sein zu wollen. Werner von Blomberg stand dem Nationalsozialismus zunächst nicht ablehnend gegenüber, waren doch neue kräftige Impulse deutlich zu spüren, die schließlich zu einer dringend notwendig gewordenen Wiederaufrüstung und auch zu wirtschaftlichem Aufschwung führten. Als Adolf Hitler am 30. Juni 1934 die oberste SA-Führung liquidieren ließ, wusste die Reichswehrführung längst, dass sich zwischen der NSDAP und ihrer „Parteiarmee“ der SA ein Konflikt angebahnt hatte. Auch die Reichswehrführung hatte ein Interesse an der Ausschaltung der SA, deren Wunsch die Bildung eines Volksheeres war. Nach der seitens von Blomberg mitgetragenen Zerschlagung der SA, sah er die Stellung der Wehrmacht als alleinigen Waffenträger im Dritten Reich als gesichert an. Aus dem Reichswehrminister wurde am 1. Juni 1935 der neue Reichskriegsminister. Am 20. April 1936 avanciert Werner von Blomberg zum ersten Generalfeldmarschall des Dritten Reiches. Hitler wollte damit auch „eine Ehrung für die gesamte deutsche Wehrmacht, für jeden einzelnen Offizier und für jeden deutschen Soldaten“ vollziehen. Zugleich war darin auch der Dank Hitlers zu sehen, dass er sich bei der Entmachtung der SA am 30. Juni 1934 auf die Loyalität der Reichswehr verlassen konnte und dass von Blomberg es schließlich gewesen war, der nach dem Tod des Reichspräsidenten von Hindenburg am 2. August 1934 die Vereidigung der Reichswehr auf Adolf Hitler befohlen hatte. Am 20. August 1934 dankte Hitler in einem Schreiben von Blomberg dafür: „So, wie die Offiziere und Soldaten sich dem neuen Staat in meiner Person verpflichteten, werde ich es jederzeit als meine höchste Pflicht ansehen, für den Bestand und die Unantastbarkeit der Wehrmacht einzutreten in Erfüllung des Testaments des Verewigten Generalfeldmarschalls und getreu meinem eigenen Willen, die Armee als einzigen Waffenträger in der Nation zu verankern.“

Am 5. November 1937 äußerten Generalfeldmarschall von Blomberg und Generaloberst von Fritsch bei einer Besprechung in der Reichskanzlei gegen Hitlers außenpolitische Pläne Bedenken. Jedoch zeigten beide keine grundsätzliche Ablehnung von Hitlers Plänen, es ging vielmehr um die Art und Weise der Durchführung. Im weiteren Verlauf der Besprechung kam es zu einem Wortwechsel zwischen von Blomberg und Generaloberst Göring, in den schließlich auch von Fritsch eingriff. Es ging um die Zuteilung der Rohstoffe für die Rüstung. Später wurde behauptet, die erzwungenen Rücktritte von Generalfeldmarschall von Blomberg und Generaloberst von Fritsch im Folgejahr seien durch Intrigen von Göring inszeniert worden. Dies ist so aber nicht richtig, denn zumindest im Falle von Blomberg traf Göring keine Schuld, da dieser sich selbst in diese Lage brachte. Seit 1932 war von Blomberg Witwer und vermählte sich 1938 erneut. Am 12. Januar 1938 (Görings 45. Geburtstag) fand die Trauung statt, bei der Adolf Hitler und Hermann Göring die Trauzeugen waren. Wenige Tage später wurde aber bekannt, dass es sich bei von Blombergs Frau um eine ehemalige Prostituierte handelte. Man warf ihm vor, durch die Vertuschung der Wahrheit oder auch ungenügende Unterrichtung das Staatsoberhaupt in eine unmögliche Lage gebracht zu haben. Daher wurde ihm die Einreichung des Abschieds „aus gesundheitlichen Gründen“ vorgeschlagen, welcher am 4. Februar 1938 gewährt wurde.

Nach seinem ehrenvollen Abschied, unter Geheimhaltung der wahren Umstände, unternahm von Blomberg eine ihm nahegelegte, längere Auslandsreise. Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst Werner Freiherr von Fritsch, als Nachfolger von Blombergs vorgesehen, musste ebenfalls aus „gesundheitlichen Gründen“ seinen Abschied nehmen, nachdem gegen ihn unberechtigte Vorbehalte wegen homosexuellen Verhaltens erhoben worden waren. Dafür entschuldigte sich Hitler allerdings im Nachhinein bei von Fritsch. Am 11. August 1938 wurde er auf dem Truppenübungsplatz Groß-Born vollständig rehabilitiert. Das Amt des Reichskriegsministers wurde aufgehoben. An seine Stelle trat das neue Oberkommando der Wehrmacht, zu dessen Chef der frühere Leiter der Organisationsabteilung des Truppenamtes und dann ab 1935, des Wehrmachtamtes im Reichskriegsministerium General der ArtillerieWilhelm Keitel berufen wurde. Hitler machte sich selbst zum Oberbefehlshaber der Wehrmacht, nachdem einige andere Kandidaten, wie etwa Admiral Erich Raeder, abgelehnt hatten und ernannte Generaloberst von Brauchitsch zum neuen Oberbefehlshaber des Heeres. Im gleichen Zuge wurden über 40 ältere Generäle pensioniert und 34 weitere auf andere Posten versetzt. Hermann Göring wurde am 4. Februar 1938 zum Generalfeldmarschall befördert und war somit der ranghöchste Soldat in Deutschland. Werner von Blomberg wurde zwar noch aus Anlass seines 40jährigen Dienstjubiläums zum Chef des Infanterieregiments 73 ernannt, aber eine offizielle militärische Funktion hat er nie wieder ausgeübt. Seiner Ämter enthoben, gesellschaftlich gemieden, persönlich diffamiert, zog er sich in den Ruhestand zurück.

2. Weltkrieg

Zweiter Weltkrieg

Während des Krieges hat auch die Familie von Blomberg Opfer gebracht. Einer seiner Söhne der Major i. G. (im Generalstab) der Luftwaffe Axel von Blomberg fand im Mai 1941 bei einem Einsatz beim „Sonderkommando Junck“ über Syrien den Fliegertod und hat auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Bagdad seine letzte Ruhestätte. Der zweite Sohn, Henning von Blomberg, starb am 22. November 1942 als Major und Kommandeur einer Panzerabteilung in Nordafrika.

Nachkriegszeit

Generalfeldmarschall Werner von Blomberg überlebte zwar das Kriegsende, starb allerdings am 14. März 1946 in einem Nürnberger Gefängnis an einem Schlaganfall. Er war dort als wichtiger Zeuge für das Internationale Militärtribunal interniert. Kurz vor seinem Tod bekundete Werner von Blomberg: „Wenn ich dem Vaterland eine Schuld abzutragen habe, dann haben sie meine Söhne bezahlt.“

 

Auszeichnungen

Eisernes Kreuz (1914) II. Klasse am 26. November 1914
Eisernes Kreuz (1914) I. Klasse am 10. Oktober 1915
Preußisches Dienstauszeichnungskreuz
Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern
Kronen-Orden IV. Klasse
Fürstlich Hohenzollernscher Hausorden III. Klasse mit Schwertern und mit der Krone
Pour le Mérite
Bayerischer Militärverdienstorden IV. Klasse mit Schwertern
Bayerischer Militärverdienstorden IV. Klasse mit Schwertern und mit der Krone
Ritterkreuz I. Klasse des Albrechts-Ordens mit Schwertern
Hessische Tapferkeitsmedaille
Braunschweiger Kriegsverdienstkreuz II. Klasse
Braunschweiger Kriegsverdienstkreuz I. Klasse
Friedrich-August-Kreuz II. Klasse
Friedrich-August-Kreuz I. Klasse
Hanseatenkreuz Bremen
Kreuz für Verdienste im Kriege (Sachsen-Meiningen)
Lippisches Kriegsverdienstkreuz
Kreuz für treue Dienste 1914 (Schaumburg-Lippe)
Verwundetenabzeichen (1918) in Schwarz
Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP am 30. Januar 193

Quellen

Die deutschen Generalfeldmarschälle und Großadmirale 1936-1945, Peter Stockert, Pour le Mérite, ISBN 978-3-932381-47-8
http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Blomberg Zugriff am 20.03.10
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Per ... ernerv.htm Zugriff am 20.03.10



Autor: Kurt Ralle