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Wir sind eine unabhängige und vorwiegend deutschsprachige Internetseite für Modding in Games. Seit 2005 hat sich das Projekt Designmodproject dem Modden bzw. dem Erstellen von Mods verschrieben (Mod; Abk. für engl. modification oder deutsch Modifikation). Dabei stand immer die historische Erweiterung von Spielinhalten des strategie- und militärhistorischen Genres der PC-Spiele im Vordergrund.

Aus dem DMP Hobbyforum hat sich eine innovative Community entwickelt, welche ergänzende Inhalte zu den Spielen und dessen Hintergründe einbringt. So existieren heute neben einem vielfältigen Downloadbereich, einer aktiven Forengemeinde und der Informationsplattform zu verschiedenen Spielen, auch eine Anlaufstelle für interessierte Modder, Spieler und Spieleentwickler.

Seit 2015 arbeitet das Design Mod Project mit Entwicklerstudios zusammen und dient als Sprachrohr für die Community an die Hersteller von PC Spielen. Wir stehen für den aktuellen Trend zurück zu den Wurzeln von Spielen zu gehen und wollen diesen Weg mit den Spielern zusammen bestreiten. Wir bieten eine Plattform für Modding und vor allem für das Teilen von Spielerlebnissen.

 

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Das Thema

Das Ehrenkreuz des Weltkrieges (1914/18)

 

 

 

Einleitung

Das Ehrenkreuz des Weltkrieges wurde vom Reichspräsidenten am 13.07. 1934, zur Erinnerung an die Leistungen des Deutschen Volkes im Weltkriege 1914/18, gestiftet und in drei Ausführungen verliehen:

 

Allgemeines

 

Für Frontkämpfer (Frontkämpferkreuz) - (mit Schwertern)

Für sonstige Kriegsteilnehmer (ohne Schwerter)

Für Hinterbliebene(ohne Schwerter, schwarz lackiert)

 

 




Die Unterteilung war in dem Sinne notwendig, als das die verschiedenen Leistungen getrennt gewürdigt werden sollten. So galt als Frontkämpfer jeder Reichsdeutsche Kriegsteilnehmer, der bei der kämpfenden Truppe an einer Schlacht, einem Gefecht, einem Stellungskampf oder an einer Belagerung teilgenommen hatte (Auch das Personal des freiwilligen Motorbootkorps, des freiwilligen Automobilkorps und der freiwilligen Krankenpflege zählte hierzu, soweit der Einsatz zumindest zeitweise im Kriegsgebiet stattfand.).
Somit hatte man den Frontkämpfer eine besondere Ehrungsstufe zukommen lassen. Natürlich gehörte jeder Kriegsteilnehmer auf seine Weise geehrt. So erhielt jeder Reichsdeutsche, der auf deutscher Seite oder auf Seite der Verbündeten Deutschlands, Kriegsdienste geleistet hatte, ebenfalls den Orden nur ohne Schwerter. Damit sollten jedoch nicht alle zu Ehrenden „abgedeckt“ werden. Bei der Stiftung des Ehrenkreuzes übersah man nicht die Kriegsanstrengungen der Bevölkerung, auch wenn diese weder gekämpft nur in einer anderen Weise Kriegsdienst geleistet haben.
Vor allem die Hinterbliebene sollten den geleisteten „Blutzoll“ nicht umsonst erbracht haben. Wobei der Verlust eines geliebten Menschen nicht zu ersetzen ist und der Stifter wohl eher an eine „allgemeine“ militärübergreifende Ehrung gedacht hat. So stand den Witwen und den Eltern gefallener, d.h. an den Folgen von Verwundungen oder in Gefangenschaft gestorbener oder verschollener Kriegsteilnehmer, das Ehrenkreuz in der schwarzen Ausführung zu.


Form/Ausstattung

 

Die Form des Kreuzes ist der Rückseite der Kriegsgedenkmünze 1870/71 nachgebildet. Somit war die preußische Tradition einer allgemeinen Kriegehrung gewahrt und auch im europäischen Vergleich war Form und Ausstattung durchaus angemessen.
Das Ehrenkreuz besteht aus Eisen und trägt im Mittelschild die Jahreszahlen 1914/18. Die beiden Kriegsteilnehmerkreuze sind bronzefarben, das Ehrenkreuz für Hinterbliebene schwarz.
Das Frontkämpferkreuz zeigt einen Lorbeerkranz und zwei Schwertern. Die Ehrenkreuze für sonstige Kriegsteilnehmer und für Hinterbliebene sind ohne Schwerter und tragen anstelle des Lorbeerkranzes einen Eichenkranz.
Die beiden Kreuze für Kriegsteilnehmer werden an einem schwarzen, zweimal weißen und in der Mitte rot durchzogenen Band an der Ordensschnalle getragen. Das Band des Ehrenkreuzes der Hinterbliebenen ist weiß und wird zweimal schwarz und in der Mitte durchzogen.
Das Ehrenzeichen wurde auf der linken Brust getragen, an Ordensschnallen unmittelbar nach dem Eisernen Kreuz (soweit der Träger dieses verliehen bekommen hatte), aber vor allen Auszeichnungen der deutschen Länder.

Verleihungs

Die Verleihung des Ordens musste beantragt werden und erfolgte persönlich oder posthum durch die Stadtverwaltungen, Polizeidirektionen oder andere höhere Stellen des Reiches im Namen des Stifters, des am 2. August 1934 verstorbenen Reichspräsidenten Hindenburg. Mit der Durchführung der Stiftungsverordnung wurde der Reichsminister des Inneren, Wilhelm Frick beauftragt. Dem Beliehenen wurde ein Besitzzeugnis ausgestellt.

Die Statuten des Ordens wurden dem „territorialen Zuwachs“ des Reiches angepasst. Den Anfang machte der „Anschluss“ Österreichs und des Sudetenlandes. Hier wurde die Verleihung des Ehrenkreuzes auf die Kriegsteilnehmer dieser Gebiete ausgedehnt. Auch für die nach dem 1. September 1939 angegliederten Gebiete wurde die Verleihung an Wehrmachtsangehörige, die den Ersten Weltkrieg auf deutscher oder österreichischer Seite mitgemacht hatten, wurde durch Erlass vom 20. Juni 1942 angeordnet. Das ging soweit, dass im Jahre 1944 eine Ausdehnung auf Wehrmachtsangehörige der deutschen Volksgruppen im Südosten erfolgte. Hervorzuheben ist die Ehrung dieses Veteranen und Kriegsteilnehmer des ersten Weltkrieges. Zu bemerken ist trotzdem der Hintergrund solcher Ausweitungen. Diese stehen nämlich im Zusammenhang mit territorialen Ansprüchen, rassistischer Einstellungen und propagandistischer Überlegungen. So wurde das Ehrenkreuz lange nicht allen zugestanden und mit dem Orden vor allem eine „Anbindung“ an das Reich bzw. der dort lebenden (deutschen) Bevölkerung postuliert.

Ein Beispiel solch rassistischer Vorbehalte ist die schwierige Situation der deutschen „Schutztruppler“, die den Ersten Weltkrieg auf dem afrikanischen Kontinent ausfochten. Problematisch waren dabei nicht die deutschstämmigen Mitglieder der Schutztruppe für die Kolonien, sondern für die „farbigen“, also afrikanischen Soldaten im Dienste des Deutschen Kaisers. Im nun nationalsozialistischen Deutschland war diese Auszeichnung, laut Stellungnahme des Auswärtigen Amtes, nur für „Weiße“ vorgesehen. Man verwies auf andere, extra für afrikanische Soldaten geschaffene, Orden und Ehrenzeichen des ersten Weltkrieges. Man war bis zu einem bestimmte Grade kompromissbereit, doch auch wegen des kaum erwähnenswerten Einsatz eines Paul von Lettow-Vorbeck, oberster „Freund“ der Askari, wurde beschlossen, die Auszeichnung auf die Europäer beschränkt zu lassen. Man berief sich auf die Folgen einer solchen (Ausnahme-)Regelung und es sprach wahrscheinlich auch für die neuen politischen Verhältnisse in Deutschland.
Fakt ist, dass damit verdiente Veteranen des Krieges von einer Ihnen zustehenden Ehrung ausgeschlossen wurden. Soldaten die ihr Leben gaben und in Sachen Treue ihren deutschen Kameraden in nichts nachstanden.
Eine hervorzuhebende Ausnahme war die Einstellung des Stifters in Bezug auf die jüdischen Kriegsteilnehmer. So wurde am 15. Mai 1934 der Entwurf einer Verordnung, des Reichsministers des Innern, beim Stifter vorgelegt. Demnach sollte dieses Kreuz nicht an Juden zu verliehen werden. Der Hintergrund lag in der rassistischen Politik bzw. Einstellung Hitlers, der strikt dagegen war. Doch blieb Hindenburg unnachgiebig und duldete keine Ausnahmen. Als hochdekorierter Veteran und „Held von Tannenberg“ wusste er um die Opfer der Soldaten. Opfer die auch jüdische Soldaten gebracht haben.

 


Daten/Fakten

Daten und Fakten



Das Ehrenkreuz für Frontkämpfer wurde nachweislich an 6.202.883 Personen (Stand 1936) verliehen, die Schätzungen für die Gesamtzahl gehen bis zu 10.000.000 Auszeichnungen bis 1945.
1.120.449 Exemplare wurden an Kriegsteilnehmer und 718.082 Stück an Hinterbliebene ausgegeben. Noch nicht mitgerechnet sind die tausenden nicht bearbeiteten Anträge, zudem waren die Wehrmacht, das Saarland und das Ausland in diesen Zahlen nicht enthalten.
Bei dieser großen Stückzahl litt vor allem die einheitliche Form, Verarbeitung und Qualität des Materials enorm. Es gab nicht nur die unterschiedlichsten Verarbeitungen, je nach Herstellungsort und Datum, sondern auch eine große Differenz bei den Ausführungen. Mögen manche Exemplar heute als „plump“ erscheinen, so war das der zum Teil schlechten Verarbeitung anzukreiden.

 

Bedeutung

Bedeutung des Ehrenkreuzes



Im Jahre 1934 wurde durch Adolf Hitler angeordnet, dass das Ehrenkreuz für Fronkämpfer an allen Standarten und Fahnen des alten Heeres und der alten Marine anzubringen seien. Die feierliche Übergabe fand, für das alte Heer, am 17. März 1935, dem Heldengedenktag, statt. Die Flaggen der alten Marine wurden am Skagerrak -Tag ausgezeichnet.
Somit wurden die Träger des Ehrenkreuzes auf eine Weise geehrt, die über die einfache Verleihung des Ordens hinaus hing.

Quellen

Marianne Bechhaus-Gerst, Treu bis in den Tod. Von Deutsch-Ostafrika nach Sachsenhausen. Eine Lebensgeschichte, Ch. Links Verlag 2007.

von Gerhard Hirschfeld/ Gerd Krumeich/ Irina Renz (Hrsg.), Enzyklopädie Erster Weltkrieg, UTB Stuttgart 2009.

http://www.auszeichnungen-online.de/Sei ... nkreuz.htm (Letzter Aufruf 1.10.2009)
http://www.ww2awards.com/award/139 (Letzter Aufruf 1.10.2009)
http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenkreuz_des_Weltkrieges (Letzter Aufruf 1.10.2009)
http://www.wehrmacht-awards.com/reserac ... solved.htm (Letzter Aufruf 1.10.2009)



Autor: Freiherr von Woye