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Wir sind eine unabhängige und vorwiegend deutschsprachige Internetseite für Modding in Games. Seit 2005 hat sich das Projekt Designmodproject dem Modden bzw. dem Erstellen von Mods verschrieben (Mod; Abk. für engl. modification oder deutsch Modifikation). Dabei stand immer die historische Erweiterung von Spielinhalten des strategie- und militärhistorischen Genres der PC-Spiele im Vordergrund.

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McGuba war wieder fleißig und hat seinen Mod Battlefield: Europe für Panzer Corps weiter fortgesetzt.
War Ace Campaign  Patch 5.2

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Dieser Patch korrigiert diverse Fehler aus Version 5.0 oder 5.01 und korrigiert die Dateistruktur vieler Einheiten, welche möglicherweise unregelmäßige CTDs beim Spielen oder Laden verursachen.
DAW - Der andere Weg 19-01

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 18-02) sind enthalten: Darstellung von Meeresfeldern Die Meerestiles haben (auch für die ersten 3 Kampagnen) ein neues Grafikmuste
Amulet Mod Version 3.0

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Der Amulet Mod 3.0 ist für das PC-Spiel Panzer Corps Wehrmacht. Es ist der zur Zeit tiefgreifendste und umfangreichste Mod für deutsche Einheiten. Hier kurz die Merkmale: 77 neue Einheiten; 50
Modern Conflicts 1.1

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Endlich ist Version 1.1 live. Der erste Teil der russischen Kampagne ist verfügbar, außerdem sind viele Balance-, grafische und andere Verbesserungen implementiert worden. Da hat Akkula wieder gan
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TRP 1.04 ist eine Zusammenfassung der vielen kleineren Ideen, die wir zu unserer Mod hatten. Wir veröffentlichen sie nun auf Basis der neuen HoI 2 Darkest Hour-Version 1.05.
DAW - Der andere Weg 18-02

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 17-09) sind enthalten: Darstellung vereister Seen Die Landschaftstiles für Seen in der Winterdarstellung wurde (auch für die beid
Battlefield: Europe 1.9

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Changes in v1.9
Pazifik Korps Teil 4 Part 3

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Im 3. Teil der US-Kampagne "Nach den schwarzen Tränen der Arizona", geht es als erstes um die Befreiung der Philippinen. Hierbei werden Sie von einem lokalen Helden tatkräftig unterstützt. Die aus
War Ace Campaign 5.0

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Eine erhoffte Fortzetzung des War Ace Campaign Großmod für das Spiel Silent Hunter 3 wurde von HanSolo nach mehr als 2 Jahren intensiver Entwicklungszeit vollendet.
DAW - Der andere Weg 17-09

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur Version DAW 17-04 sind enthalten: Englische Texte DAW Kompendium + Credits, Install-Datei, sowie alle Briefingsdateien und Texte innerhalb der Kampagnen sin
Panzer War in Europe Mod

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Ein Mod des Users IronCross für das Spiel Panzer War in Europe. Es wurden vorhandene Grafiken berichtigt und einige Grafiken hinzugefügt. Es wurde noch weitere Änderungen vorgenommen. Die detaill

Das Thema

 

Der Unabhängige Staat Kroatien

 

Während der zweite Weltkrieg in Europa tobte und die Wehrmacht auf der Siegerstrasse schien, befürchtete Hitler einen Angriff der Allierten auf den Balkan um so wieder auf dem Kontinent Fuß zu fassen. Um den Allierten zuvor zu kommen befahl Hitler den Angriff am 6. April 1941. Die kroatische Bevölkerung begrüßte die Wehrmacht mit Blumen als Befreier vom serbischen Joch Jugoslawiens. Am 10. April 1941 proklamierte ein ehemaliger Oberst Österreich-Ungarns Slavko Kvaternik den Unabhängigen Staat Kroatien (kroatisch: Nezavisna Država Hrvatska; NDH). Am 12. April übernahm die faschistische Ustascha unter der Führung von Ante Pavelic die Regierungsgeschäfte.


Vorgeschichte

 

Die Vorgeschichte

Kurz nach dem Ende des ersten Weltkriegs, am 1.12.1918, wurde das Königreich der Slowenen, Kroaten und Serben, besser bekannt unter dem Namen Königreich Jugoslawien, ausgerufen. Zu Spannungen kam es vor allem weil man an Italien Istrien abgab.

 

Erster Regent war Peter I. Karadjordjevic, er schaffte im Juni 1920 den Grenzvertrag mit Italien, in dem er Italien endgültig Istrien überließ. Ein Jahr später verstarb er am 16.8.1921, neuer König wurde Alexander I. Im Gegensatz zu seinem Vater war Alexander ein serbischer Nationalist, nach und nach zentralisierte er Jugoslawien, dagegen wehrte sich vor allem die kroatische Bauernpartei unter Stjepan Radic. Im Juni 1928 wurde er im Parlament in Belgrad von dem serbischen-montegrinischen Nationalisten Punisa Racic niedergeschossen, an den Folgen des Attentats verstarb er 2 Monate später. Der Attentäter selbst wurde deswegen im Königreich Jugoslawien nie dafür belangt. Am 6. Januar 1929 führte Alexander die Königsdiktatur ein, sie Verbot alle nationalen Präfixe und zentralisierte den Staat nun ganz. Einen Tag später gründete Ante Pavelic die nationalistische Bewegung Ustascha (kommt von dem kroatischen Wort Ustani, aufstehen), er emigrierte nach Italien und wurde dort von Mussolinis Faschisten unterstützt und finanziert, aber auch interniert in Lager. Am 3.10.1930 verschwand auch das SHS, was für die drei Bevölkerungsgruppen stand und der Staat hieß von nun an nur noch Jugoslawien.
Am 9. Oktober 1934 wurde Alexander gemeinsam von der bulgarischen-mazedonischen IMRO und den Ustascha in Marseille erschossen. Sein Nachfolger wurde der 11 jährige Peter II. die Amtsgeschäfte übernahm aber sein Onkel Prinz Paul. Am 25. März 1941 unterschreibt Prinz Paul den Beitritt Jugoslawiens zum Dreimächtepakt, 2 Tage später putscht das Militär erfolgreich dagegen, am 6. April befiehlt Hitler den Angriff. Am 17. April kapituliert die Königliche Armee.

Flagge der Ustascha (kroatisch: Ustaša, Mehrzahl: Ustaše, zu dt. „die Aufständischen“). Oben links das Symbol der kroatisch faschistischen Bewegung, die 1929 von Ante Pavelić gegründet wurde.
Die Ustascha bediente sich ideologisch an Elementen der damals modernen Staatssysteme des Faschismus von Mussolini und des Nationalsozialismus unter Hitler. Diese Elemente umfassten auch den Antisemitismus, Antikommunismus und Rassismus. Es war außerdem keine Massenbewegung wie die Entsprechungen in Deutschland und Italien, sondern wurde von höchstens 10 % der Bevölkerung unterstützt.


2. Weltkrieg

 

Der Zweite Weltkrieg

Nach der schnellen Kapitulation Jugoslawiens und der Proklamierung der NDH unterschrieb die Regierung Pavelic Anfang Juni 1941 die Römische Verträge in dem sie sich von Teilen Dalmatiens (Split und Zadar), Istrien und der Stadt Rijeka lossagte. Dies löste viel Unmut bei der kroatischen Bevölkerung in diesen, aber auch in anderen Regionen aus. Als am 21. Juni das Unternehmen Barbarossa gegen die Sowjetunion startete, riefen die Kommunisten und Antifaschisten unter Josip Broz Tito einen Tag später den Aufstand gegen den Ustaschastaat und gegen die deutschen Besatzer. In Familien war es oft der Fall das ein Bruder für die Ustascha kämpfte, der andere für Titos Partisanen. Anfangs waren die Partisanen doch sehr unorganisiert und verfolgten eine Guerillataktik mit Überfällen auf militärischen Anlagen. Die Wehrmacht mit ihren Verbündeten Italiener und Kroaten starteten mehrere Offensiven gegen die Partisanen. Berühmte Offensiven waren die Operation Trio, die Schlacht an der Neretva (Unternehmen Weiß) und die Schlacht an der Sutjeska (Unternehmen Schwarz), dies alle waren zwar Erfolge im militärischen Sinne, sie schafften es aber nie die Partisanen endgültig zu vernichten. Der Unabhängige Staat Kroatien selbst war alles andere als Unabhängig, er war nur eine Marionette des 3. Reichs und der Italiener.
Die militärische Lage im Land selber war mehr als chaotisch. Der Unabhängige Staat Kroatien hatte 2 Armeen, eines waren die Domobrani diese bestand aus regulären Rekruten und der Ustascha welche aus freiwilligen Bestand. Die berühmteste Einheit der Ustascha war die 1. Ustaschabrigade, die so genannte Schwarze Legion. Neben diesen beiden Armeen war natürlich noch die Wehrmacht und Italienischen Verbände, serbische Tschetniks und Titos Partisanen, wobei die Tschetniks untereinander gespalten war, ursprünglich war der Gedanke den gestürzten König wieder in das Amt zu bringen, einige Gruppen kämpften dabei an der Seite der Achsenmächte, die anderen wiederum an der Seite Titos und den Allierten.
Alle diese Gruppen und militärischen Verbände richteten während des Krieges grausame Verbrechen an der Zivilbevölkerung an. Die Ustascharegierung selber führte Rassengesetze ein und errichteten Konzentrationslager, das berüchtigtste war in Jasenovac wo mehr als 70.000 Menschen ermordet wurden. Hauptsächlich Juden, Serben und kroatische Antifaschisten.
Dazu änderte sich die militärische Lage im September 1943, die italienische Divisionen die in Kroatien stationiert waren, wurden bei kämpfen gegen die Partisanen vollkommen aufgerieben, dazu zerschlugen die Partisanen die Kräfte der Tschetniks, dies alles passierte in der berühmten Schlacht an der Neretva. Zwar gliederte Pavelic nun wieder die Teile die 2 Jahre zuvor abgegeben wurden wieder in Kroatien ein, aber die Bevölkerung dort hatte sich schon längst auf die Seite der Partisanen geschlagen, um gegen die italienische Besatzung zu kämpfen. Viele Domobrani wechselten auch die Seite und liefen zu den Partisanen über. Die kroatischen Faschisten hatten keine Unterstützung mehr in der eigenen Bevölkerung.

 

Ende des Jahres 1944 versuchten die beiden Ranghohen Ustaschapolitiker Mladen Lorkovic und Ante Vokic einen Umsturz, um den Staat zu retten und sich den Allierten anzuschließen. Der Umsturz wurde frühzeitig erkannt und verhindert, damit war das Schicksal des Unabhängigen Staates Kroatiens besiegelt. Als im Mai 1945 die so genannte Zvonimirstellung (30 km vor Zagreb) nicht mehr zu halten war, weil auch nun die Rote Armee im ehemaligen Jugoslawien mitmischte, flohen kroatische Truppen und Regierung Richtung Österreich. Am 9. Mai 1945 eroberten die Partisanen Zagreb. Kroatien wurde Teilrepublik in der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien.

 

Das Massaker von Bleiburg

Am 15. Mai trafen ca. 350.000 Soldaten der NDH bei Bleibug ein um sich den englischen Allierten in Österreich zu ergeben. Die Engländer die das NDH-Regime nie anerkannt haben, behandelten die kroatischen Soldaten aber nicht als reguläre Armee, sondern als Miliz. Man gab den Soldaten und der Führung 1 Stunde Zeit sich zu ergeben, ansonsten würde das Feuer auf sie eröffnet. Viele der Ustaschasoldaten ergaben sich nicht und setzten sich entweder über Italien nach Südamerika oder Spanien ab, von dort aus wanderten dann auch viele Richtung Australien aus. Die anderen die sich zu Hunderttausenden ergaben wurden in so genanten Todesmärschen zurück nach Jugoslawien geschickt und den kommunistischen Partisanen übergeben. Diese rechneten mit ihren ehemaligen Gegnern nun ab und es fanden Massenerschießungen statt. Über die genaue Opferzahlen wird heute noch diskutiert, die Zahlen bewegen sich zwischen 70 bis 250 Tausend.


Exilregierung

 

Exilregierung

Die Ustascha die es bis nach Argentinien geschafft hatten, bildeten mit Pavelic eine Exilregierung. Pavelic selber wurde 1957 durch ein Attentat durch den jugoslawischen Geheimdienst UDBA verletzt und floh anschließend nach Spanien zu Franco. An den Spätfolgen des Attentats verstarb er am 28. Dezember 1959 und wurde in den nähe des Stadions von Atletico Madrid beigesetzt. Mit ihm erlosch dann auch jegliches Bemühen in irgendeiner Form eine Art Exilregierung weiterzubilden.

 

Die kroatische reguläre Armee (Hrvatsko Domobranstvo) bei ihrer Entstehung am 17. Juli 1941. Es wurden 5 Divisionen gegründet (Gesamtstärke 55.000 Mann) die sich wie folgt einteilten:

 


Streitkräfte

 

 
Oberkommandierender:
Feldmarschall Slavko Kvaternik
Stellvertreter:
Generaloberst Vladimir Laxa
Vorsitzender des Stabes:
Generalleutnant August Marich
 
Sava Division mit HQ in Zagreb:
Generalmajor Emanuel von Baley
1. Infanterie Regiment - Bjelovar
2. Infanterie Regiment - Zagreb
3. Infanterie Regiment - Karlovac
1. Artillerie Battallion - Varazdin
2. Artillerie Battallion - Zagreb
Zagreber Kavallrie Regiment 2. Battallion - Zagreb
2. Kavallerie Regiment - Zagreb
1. Pionier Regiment - Karlovac
1. Motorisiertes Infantrie Battallion - Zagreb
Mobile Sava Kompanie -Zagreb
 
Osijek Division mit HQ in Osijek:
Generalmajor Mihajlo Lulic
4. Infantrie Regiment - Osijek
5. Infanterie Regiment - Pozega
6. Infanterie Regiment - Vinkovci
3. Artillerie Battalion - Osijek
4. Artillerie Battalion - Petrovaradin
Zagreber Kavallrie Regiment 1. Battallion - Virovitica
1. Ingenieur Battallion - Osijek
3. Motorisiertes Infantry Battallion - Osijek
Eisenbahn Sicherheits Battallion - Brod na Savi
Mobile Osijek Kompanie - Osijek
 
Bosnische Division mit HQ in Sarajevo:
Generalmajor Pero Blaskovic
7. Infanterie Regiment - Sarajevo
8. Infanterie Regiment - Tuzla
9. Infanterie Regiment - Travnik
5. Artillerie Battallion - Sarajevo
6. Artillerie Battallion - Tuzla
Unabhängiges Kavallrie Battallion - Kalinovik
2. Motorisiertes Infanterie Battallion - Sarajevo
Mobile Bosnische Kompanie - Sarajevo
 
Vrbas Division mit HQ in Banja Luka:
Generalmajor Dragutin Rumler
10. Infanterie Regiment - Banja Luka
11. Infanterie Regiment - Sisak
12. Infanterie Regiment - Otocac
7. Artillerie Battallion - Banja Luka
8. Artillerie Battalion - Bihac
4. Motorisiertes Infantry Battallion - Banja Luka
Vrbas Mobile Company - Banja Luka
Jadran Division mit HQ in Mostar:
Generalmajor Ivan Prpic
13. Infanterie Regiment - Mostar
14. Infanterie Regiment - Trebinje
15. Infanterie Regiment - Knin
9. Artillerie Battallion - Mostar
10. Artillerie Battallion - Knin
5. Motorisiertes Infanterie Battallion - Mostar
Mobile Jadran Kompanie - Mostar
 
Ustascha Brigaden
1. Aktive Ustascha Brigade (Schwarze Legion)
Oberst Jure Francetic mit HQ in Sarajevo
(hatte 7 Battallione)
2. Aktive Ustascha Brigade
Oberst Franjo Simic mit HQ in Osijek
3. Aktive Ustascha Brigade
Oberst Ivo Stipkovic mit HQ in Mostar
4. Aktive Ustascha Brigade
Oberst Ivo Herencic mit HQ in Banja Luka
5. Aktive Ustascha Brigade
Oberst Vjekoslav Luburic mit HQ in Jasenovac
6. Aktive Ustascha Brigade
Oberst Vjekoslav Servatzy mit HQ in Knin
Poglavnik Schutzbrigade
Oberst Ante Moskov mit HQ in Zagreb

 

Dies waren nur die erstformierten Einheiten bei Gründung des Staates.

Jure Francetić
(* 3. Juli 1912 in Prozor, Otočac; † 28. Dezember 1942 Slunj)
Ustascha-Offizier und Oberbefehlshaber der Schwarzen Legion (kroatisch Crna Legija)

Anfang 1941: Feldwebel
20. Juni 1941: Hauptmann
15. November 1941: Major
6. März 1942: Oberstleutnant
24. Juni 1942: Oberst
8. April 1943: General (postum)

Schwarze Legion
Jure Francetić ist der Gründer der Schwarzen Legion.

Vom „Unabhängigen Staat Kroatien“ glorifiziert postum zum Ritter und General ernannt, ist die Person Jure Francetić dennoch umstritten. Er war gegen die italienische Besetzung und Verwaltung in Teilen Kroatiens und war bei den Ustascha unbeliebt. Seine Ruf im Volk machte ihn trotzdem zu einem Helden, vor allem ist er heute noch einer der verehrtesten Männer Kroatiens, weil er mehrmals die rassistische Politik gegenüber Juden, Roma und Serben seine Landes kritisiert hat. Sein Flugzeugabsturz, so vermuten noch heute seine Verehrer, war wohl mehr als nur ein Defekt an Francetićs Flugzeug.[/color]


Bündniss

 

Das Deutsche Reich und Kroatien

Kroatien galt im zweiten Weltkrieg als treuester Bundesgenosse Großdeutschlands. Mussolini und auch Hitler unterstützten, nach der Kapitulation Jugoslawiens vor den Achsenmächten, den neuen Staatschef Dr.Ante Pavelić des neugeschaffenen Unabhängigen Staates Kroatien. Am 10. April 1941 proklamiert, sollte das neue Kroatien nun an der Seite der Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg ihren Beitrag leisten. Der von der Ustascha regierte "Unabhängige Staat Kroatien" umfasste flächenmäßig etwa zwei Fünftel des ehemaligen jugoslawischen Territoriums und zwar somit stärkste Kraft im Balkan. Einen großen Teil Dalmatiens musste man zwar an Italien abtreten, andererseits konnten größere Gebiete in Bosnien-Herzegowina und Syrmien an Kroatien angeschlossen werden. So waren nur knapp über der Hälfte seiner Einwohner Kroaten, knapp ein Drittel hingegen Serben und eine weitere große Gruppe Bosniaken. Unter den übrigen Minderheiten waren auch 40.000 Juden. Dr.Ante Pavelić führte Kroatien ganz nach dem Vorbild seiner italienischen und deutschen Vorbilder und Protektoren. Schon damals verfolgte der Staatschef eine "serbenfreie" Politik, was sich als ethnischen Säuberungswelles widerspiegelte und zum Ende des 20. Jahrhundert zum Balkankrieg führte.
Mag Kroatien am Anfang unter dem Einfluss der Italiener gestanden haben, so waren es doch später die Deutschen, die die kroatische Politik bestimmten. Zwischen Italienern und Kroaten bestand stets eine Rivalität, aufgrund des italienischen Expansionsdrang und vor allem an den schon am 18.05.1941 abgegebenen Gebieten an die Italiener. Die quasi Fremdherrschaft über Kroatien führte bis zur militärischen Oberhoheit durch die Italiener bzw. später durch die Wehrmacht. Es durfte zwar eine kroatische Luftwaffe, sah aber keine Kriegsmarine vor, denn Italien duldete in der Adria nur die eigene Flotte. So hatte zwar der kroatische Staat die Unabhängigkeit gesichert, doch durfte er„ keine internationalen Verpflichtungen einzugehen, die nicht mit der Garantie und dem Geist des Abkommens vereinbar sind“ eingehen, was ihn zu einem lupenreinen Satellitenstadt machte.


Vojnički rot Željezni trolist
Militärische Orden des Eisernen Dreiblatt

Auszeichnung für Tapferkeit und Verdienst. Die höchsten kroatischen militärischen Ehren für die zweite Dem Zweiten Weltkrieg.

Großkreuz mit Eichenkranz (0)
Grand Cross (0)
Kreuz 1 Klasse mit einem Eichenkranz (1)
Kreuz 1 Klasse (3)
Kreuz 2 Klasse mit einem Eichenkranz (5)
Kreuz 2 Klasse (12)
3. Querstraße Klasse mit einem Eichenkranz (50)
3. Querstraße Klasse (64)
4. Cross Klasse mit einem Eichenkranz (256)
4. Cross Klasse (577)

Von DMP als Quelle besonders empfohlen, die Angaben des nexusboard zu diesem Thema.

Hitlers Siege in Europa beeindruckten das kroatische Militär und ließ die Traditionen aus der alten k.u.k.-Armee, die die deutsche Wehrmacht als einstigen Waffenbruder ansah, wieder aufleben. Dies ging sogar soweit, dass die Kroaten die deutsche Wehrmacht in Kroatien als natürliche Verbündete gegen die italienische Hegemonie ansahen. Man wollte die Deutschen als militärischer Führer und keinesfalls italienische Kommandeure ihre Armee führen lassen. Denn als im Juni 1941 der Krieg im Osten ausbrach, war es deshalb nur eine Frage der Zeit bis die Kroaten sich der Sache anschlossen und einen in die deutsche Wehrmacht eingegliederten kroatischen Verband nach Russland entsenden wollten. Militärisch erhoffte man sich von den Vorbildern zu lernen und politisch dem Deutschen Reich so den Hof machen zu können. Aus der kroatischen Armee sollte ein Kader für eine neue kroatische Militärmacht entstehen, die mit politischer Unterstützung der Deutschen, die italienischen Vorherrschaft auf kroatischen Hoheitsgebiet brechen sollte.
Das OKW beantwortete den kroatischen Wunsch positiv. „Da in der österreichisch-ungarischen Armee vor 1918 die kroatischen Truppenteile hohes Ansehen genossen und der kroatische Soldat als besonders tapfer galt, wurde erwartet, dass Kroatien auch jetzt wieder einen wertvollen militärischen Beitrag leisten werde!“ Hitler selbst versprach : „dass die Kriegsfreiwilligen innerhalb der einzelnen Wehrmachtsteile – Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine – geschlossen zum Einsatz gelangen werden.“


(Schild mit dem kroatischen Wappen mit der Aufschrift „Kroatien“ oder „Hrvatska“
Getragen am linken Ärmel der Uniform, ebenso auf den Helmen und teilweilse auch Fahrzeugen zu finden)

So erhielten die Kroaten erhielten deutsche Uniformen, trugen jedoch am linken Ärmel ein Schild mit dem kroatischen Wappen mit der Aufschrift „Kroatien“ oder „Hrvatska“. Dabei leisteten die Angehörigen des kroatischen Regiments hatten neben dem Poglavnik und Kroatien den Soldateneid auch auf Adolf Hitler geleistet und sich verpflichtet, an der Ostfront gegen die Bolschewisten „unerschrocken und tapfer zu kämpfen“.
Man verwendete die Osteuropäer in den eigenen Reihen geschickt, sodass die Wehrmacht sich auf sprachkundige Soldaten und bei der Bevölkerung nur wenig Verwirrung stiftende Uniformierte verlassen konnte.
Auch in der Luftwaffe gab es die Kroatischen Formationen, sie trugen deutsche Fliegeruniformen, mit dem an der rechten Brustseite der Feldbluse aufgenähten das geflügelte, rotweiße „U“-Wappen. Auch die Flugzeuge, die sie flogen, waren mit dem kroatischen Staatswappen versehen. So erwiesen sich die integrierten kroatischen Soldaten als ideale Umsetzung ausländischer Verstärkung für die deutschen Feldzüge. Sie waren tapfer, kämpften für die Sache und erwiesen sich als loyal. Man nahm ihre eigenen Traditionen im begrenzten Umfang auf, legte ihnen dazu die deutschen Muster und Methoden an und konnte so auf eine Truppe zurückgreifen, die den deutschen Truppen mehr als nur Unterstützung leisten konnten. So wurde die im Entstehen befindliche kroatische Armee dem OKW unterstellt und die soeben aufgestellte erste kroatische Legionsdivision wurde in die deutsche Wehrmacht eingereiht werde. So sollte der Partisanenkampf 1942 besser unterstützt werden und die Militärhoheit in deutsche Hände gelegt werden, was den Kroaten allemal lieber war als in die italienischen Militärstrukturen eingebettet zu werden. „Von allen Verbündeten sind die Kroaten die besten Soldaten“, rühmte Generaloberst Paulus seine kroatischen Soldaten. Er machte auch keinen Hehl aus seiner Meinung über den Wert der anderen „Hilfsvölker“ (Aufgrund der erhofften propagandistischen Wirkung auf die islamische Welt, sollten aus der 700.000 Muslime um¬fassenden Bevölkerung Bosnien-Herzegowinas eine kampfkräftige Division formiert werden). „Slowaken und Rumänen können auch noch kämpfen. An letzter Stelle stehen jedoch die Ungarn und die Italiener.“ Doch kamen im Krieg große Opfer auf die Kroaten hinzu, denn aufgrund der innenpolitischen Lage und des Kampfes gegen Titos Partisanen, wurden sie langsam aber sicher ausgelaugt. Man brauchte aber die Nachbarn um die Fronten im Hinterland zu halten und die Löcher in der Wehrmacht zu stopfen, so wurden etwa 15.000 Bosnier in der ersten kroati¬schen SS-Freiwilligen-Division zusammengezogen und das SS-Hauptamt plante die Aufstellung einer zweiten Division. Hierzu sollten die neuen Jahrgänge 1926 und 1927 komplett zur Waffen-SS eingezogen sowie weitere Freiwillige ange¬worben werden. Als trotz aller Bemühungen nicht mehr als 3.500 Männer eingestellt werden konnten, wurde die neue Division bald wieder aufgelöst. Insgesamt dienten ca. 20.000 muslimische und 3.000 katholische Kroaten in Reihen der Waffen-SS.

 


Quellen

5 Bänder vom Zagreber Verlag Globus, Bogdan Krizman (1978-1986)
- Ante Pavelic i Ustase, Zagreb: Globus, 1978
- Pavelic izmedju Hitlera i Mussolinija, Zagreb: Globus, 1980
- Ustase i Treci Reich, Band 1 u. 2, Zagreb: Globus, 1983
- Pavelic u bjekstvu, Zagreb: Globus, 1986

http://sammler.com/bm/weltkrieg2-balkankrieg.htm (Letzter Aufruf 28.04.2011)
http://www.nexusboard.net/sitemap/6365/ ... s-t276383/ (Letzter Aufruf 28.04.2011)
http://www.balkanforum.info/f16/beruehm ... ndex4.html (Letzter Aufruf 28.04.2011)
http://de.valka.cz/viewtopic.php/t/39232 (Letzter Aufruf 28.04.2011)
http://forum.valka.cz/attachments/12593/005_1_.jpg (Letzter Aufruf 28.04.2011)
http://lexikon.freenet.de/Ustascha (Letzter Aufruf 28.04.2011)

Autor: Jure Francetic / Freiherr von Woye


 

Das Thema

 

Politiker der USA
(United States of America)

(Die Gliederung, Benennung und der Titel des Beitrages basieren auf den Strukturen des PC-Spiels Hearts of Iron und das Gesamtbild mag deshalb unvollständig bzw. historisch fraglich erscheinen.)

 

 


Präsident/Vizepräsident

 

Präsident

 

 

Dr. Franklin Delano Roosevelt wurde 1882 in Hyde Park (New York) geboren. Roosvelt entstammte einer wohlhabenden New Yorker Familie, die das Stadtgeschehen und das politische Geschehen der USA schon immer mitgeprägt hatten. Der 26. Präsident der USA Theodore Roosevelt entstammte ebenfalls dem einflußreichen Roosevelt-Clan. Der junge Delano besuchte die Groton School, eine Eliteschule für Söhne aus wohlhabenden Familien und wechselte anschließend an die Harvard University, die er mit dem Bachelor of Arts abschloss. Anschließend belegte Roosevelt Rechtswissenschaften an der Columbia-University. Nach Abschluss des Jurastudiums war er als Anwalt tätig. Im Jahr 1921 erkrankte Roosevelt schwer. Bis heute ist nicht gesichert, ob es sich um Kinderlähmung oder eine Nervenkrankheit gehandelt hat, die den späteren Präsidenten an den Rollstuhl fesselte. Die poltische Karriere von Roosevelt hatte bereits 1910 begonnen, als er für die Demokraten den Bezirk Dutchess County erkämpfte und in den Senat von New York einzog. 1913 folgte die Berufung als Staatssekretär ins Marineministerium. In dieser Funktion trat Roosevelt bereits am Anfang des 1. Weltkrieges für einen Kriegsbeitritt der USA ein. In den 20er Jahren folgte ein Intermezzo als Anwalt in New York, ehe er 1930 zum Gouverneur von New York gewählt wurde. 1932 wurde Roosevelt schließlich zum 32. Präsidenten der USA gewählt. Seine Politik war durch das Arbeitsbeschaffungsprogramm das als "New Deal" in die Geschichte einging geprägt.
In seiner zweiten Amtszeit, die 1937 begann, verabschiedete der amerikanische Kongress den Neutralitätsakt, der Waffenlieferungen an kriegsführende Nationen untersagte. Gleichzeitig begann man aber mit der Aufrüstung. Vor allem der Marinesektor sollte mit Langstrecken-U-Booten ausgebaut werden um gegen Japan eine Blockade zu verhängen.
Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges unterstütze Roosevelt von Beginn an die Front gegen die Achsenmächte. Trotz der offiziellen Neutralität der USA unterstützen diese Großbritannien und später die UDSSR mit großzügigen Lieferungen die unter dem Namen "Leih- und Pachtgesetz" in die Geschichte eingehen sollten. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor traten die USA nun auch offiziell in den 2. Weltkrieg ein. Roosevelt brach ein ungeschriebenes Gesetz indem er zum dritten Mal für das Amt des Präsidenten kandidierte und auch wiedergewählt wurde. Im Jahr 1944 beschließt Roosevelt gemeinsam mit Churchill den sogenannten Morgenthau-Plan. Dieser sieht eine Umwandlung Deutschlands zum Agrarstaat vor. Im November des gleichen Jahres wird Roosevelt zum vierten Mal zum Präsidenten der USA gewählt.
Franklin Delano Roosevelt verstarb am 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia an einer Hirnblutung.

 

 

Harry S. Truman wurde 1884 in Lamar, Missouri in sehr einfachen Verhältnissen geboren. Truman arbeitete als Bankangestellter und trat 1917 nach zwei gescheiterten Geschäftsprojekten der US-Army bei. 1918, kurz vor Kriegsende befehligte er als Artillerieoffizier eine Batterie des 129. Feldartillerieregiments. Im darauffolgenden Jahr verließ er als Hauptmann die Armee und wurde Verwaltungsleiter eines Countys. Bereits 1934 wurde er für die Demokraten in den US-Senat gewählt und während des Zweiten Weltkrieges war Truman Leiter des Kongressausschusses für die Überwachung der Kriegsproduktion. 1944 folgte der Aufstieg zum Vize-Präsidenten der Vereinigten Staaten und nach dem Tod von Roosevelt übernahm Truman das Amt des Präsidenten. In dieser Funktion unterzeichnete Truman die Gründungsurkunde der Vereinten Nationen, die von seinem Vorgänger ausgearbeitet worden war. Ebenfalls in seine Amtszeit fielen die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki aber auch das Wiederaufbauprogramm für Europa - der Marshallplan.
1948 stellte sich Truman der Wiederwahl und gewann wider Erwarten das Rennen. Harry S. Truman verstarb 1972 in Kansas City.

Auszeichnungen

Mann des Jahres des Time Magazine 1945 und 1948

 

Alfred "Alf" Mossman Landon wurde 1887 in Pennsylvania geboren. Landon studierte an der University of Kansas und war danach im Bank- und Ölgeschäft tätig. Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant in der Truppe für chemische Kriegsführung. 1932 wurde der Republikaner Landon zum Gouverneur von Kansas gewählt. Landon, der bis 1937 im Amt blieb, trat vor allem gegen Gewerkschaften und gegen Teile des von Roosvelt initiierten New Deals auf. 1936 kandidierte Landon für das Amt des Präsidenten, sein Vizepräsident sollte Frank Knox werden. Landon erlitt eine vernichtende Niederlage und kehrte ins Ölgeschäft zurück. Hätte Landon die Wahl gewonnen, hätte sich an der Politik der USA vermutlich nicht viel geändert. Landon war gegen den Isolationismus seines Landes - er war jedoch ebenfalls ein Gegner der Leih- und Pachtlieferungen an Großbritannien. Landon verstarb im Alter von 100 Jahren in Topeka.

 

 

Dr. Robert Douglas Stuart Jr. wurde 1916 als Erbe des Lebensmittelimperiums "Quaker Oats Company" in Winnetka geboren. Stuart studierte Rechtswissenschaften in Princeton und Yale und gründete noch während seiner Studienzeit das "America First Committee". Diese Organisation machte es sich zur Aufgabe, den Neutralitätsakt von 1930 durchzusetzen und die Vereinigten Staaten aus dem 2. Weltkrieg heraus zu halten. Prominente Weggefährten fand Stuart im späteren Präsidenten Gerald Ford, dem zum Kennedy-Clan gehörenden Sargent Shriver und dem späteren Richter am United States Supreme Court, Potter Stewart. Weitere Unterstützer der Bewegung waren der hochdekorierte Brigadegeneral Robert Elkington Wood und der Flugpionier Charles Augustus Lindbergh. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor löste sich die Organisation umgehend auf. Zu ihrer Hochzeit hatte die Bewegung 800.000 Mitglieder.
Stuart trat der US Army bei und erlangte den Rang eines Majors. Nach dem Krieg führte Stuart das Familienunternehmen weiter und baute es erfolgreich aus. Unter anderem wurde "Fisher-Price" gekauft und die Gewinne stiegen von 500 Millionen auf 2 Milliarden US-Dollar. Von 1984 bis 1989 war der Republikaner Stuart Botschafter in Norwegen.


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Vizepräsident der Vereinigten Staaten

 

 

Dr. John Nance Garner wurde 1868 bei Detroit in Texas geboren. Garner studierte Rechtswissenschaften in Clarksville und arbeitete anschließend als Anwalt. 1932 wurde er Vizepräsident und 1933 zog Garner für die Demokraten ins Repräsentantenhaus ein. Garner war ein Gegner der New Deal Politik von Roosevelt und er trat auch entschieden gegen eine 3. Amtszeit des Präsidenten auf. Auf Grund dieser Meinungsverschiedenheiten legte er 1941 sein Amt nieder und trat als Gegenkandidat Roosvelts zur Wahl an. Garner verstarb 1967 in Uvalde.

 

 

Henry Agard Wallace wurde 1888 auf einer Farm in Iowa geboren. Er war der Sohn des späteren US-Landwirtschaftsministers Henry Cantwell Wallace. Die Familie von Wallace war republikanisch geprägt. Er selbst wechselte doch im Jahre 1928 zu den Demokraten, da er von der Politik der Republikaner enttäuscht war. 1933 folgte der erste Höhepunkt seiner politischen Karriere. Wallace wurde von Roosevelt zum Landwirtschaftsminister ernannt. Im September 1940 legte Wallace das Amt des Landwirtschaftsministers nieder um zum Vizepräsidenten aufzusteigen. 1941, nachdem Roosevelt die Wahl gewonnen hatte, wurde Wallace als 2. Mann angelobt. Am 20. Januar 1945 endete seine Amtszeit und da ihm Nahebeziehungen zum Kommunismus nachgesagt wurden, wurde er nicht für eine zweite Amtszeit nominiert. Im März des gleichen Jahres wurde Wallace zum Handelsminister ernannt, verblieb aber nur bis zum September 1946 im Amt. Im Jahr 1948 kandidierte Wallace erfolglos für die Progressive Partei um das Amt des Präsidenten. Wallace verstarb 1965 in Connecticut.


Harry S. Truman
siehe Harry S. Truman

 

 

Dr. Alben William Barkley wurde 1877 in Kentucky als Sohn eines Tabakfarmers geboren. Barkley studierte Jura an der University of Virginia Law School. Zuerst arbeitete Barkley als Staatsanwalt und später als Bezirksrichter im McCracken County. 1913 zog Barkley ins US-Repräsentantenhaus ein und 1927 in den US-Senat. Im Jahr 1948 verhalf er als 2. Mann Truman zum Präsidentschaftsamt und wurde zum Vizepräsidenten gewählt. Dieses Amt bekleidete er bis ins Jahr 1953. Alben William Barkley verstarb 1956 in Lexington, Virginia.


Minister I

 

Außenminister der Vereinigten Staaten

 

 

Dr. Cordell Hull wurde 1871 als Sohn eines Farmers in Tennessee geboren. Hull studierte Rechtswissenschaften an der Cumberland University Law School und arbeitete danach als Rechtsanwalt und Richter. Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges diente Hull als Hauptmann auf Kuba. Nach diversen politischen Ämtern zog Hull 1930 in den US-Senat ein und 1933 wurde er von Roosevelt als Außenminister ins Kabinett berufen. Hull war ein Verfechter der Nichteinmischungspolitik der Vereinigten Staaten. Die amerikanischen Truppen verließen in seiner Amtszeit Panama und Haiti und 1939 wurde die MS St. Louis, die jüdische Flüchtlinge nach Kuba brachte auf seine Intervention hin nach Europa zurückgeschickt. In der Kriegszeit arbeitete Hull an der Ausarbeitung der Charta der Vereinten Nationen, was ihm auch den Friedensnobelpreis einbringen sollte. Hull protestierte ebenfalls scharf gegen den Morgenthau-Plan und nannte ihn „ein Verbrechen gegen die Zivilisation“. Am 30. November 1944 trat Hull von seinem Amt als Außenminister zurück, er verstarb 1955 in Maryland.


 

Auszeichnungen

 
Friedensnobelpreis

 

 

Edward Reilly Stettinius Jr. wurde 1900 in Chicago geboren. Stettinius stammte aus einer wohlhabenden Familie. Er besuchte die University of Virginia, ohne das Studium aber erfolgreich abzuschließen. In den folgenden Jahren arbeitete er in der Chefetage von General Motors und stieg bis zum Vizepräsidenten auf. 1934 wurde Stettinius von Roosevelt ins Büro für Produktionsmanagement geholt. 1941 war er somit der Verantwortliche für die Abwicklung der Leih- Pachtlieferungen an die Alliierten. 1944 wurde er wegen des schlechten Gesundheitszustandes von Cordell Hull zum Außenminister ernannt. Am 27. Juni 1945 legte er dieses Amt nieder und wurde der erste amerikanische Botschafter bei den Vereinten Nationen. Im Juni 1946 legte er dieses Amt aus Frustration gegenüber der Politik von Truman nieder. Stettinius verstarb im Alter von nur 49 Jahren an einem Herzinfarkt in Connecticut.

 

 

Dr. James Francis Byrnes wurde 1882 in Charleston in ärmlichsten Verhältnissen geboren. Bereits im Alter von 14 Jahren musste er seine schulische Ausbildung abbrechen um für seinen Lebensunterhalt sorgen zu können. Byrnes arbeitete als Protokollführer bei Gericht und absolvierte nebenbei sein Jurastudium. Danach arbeitete er als Staatsanwalt und zog 1911 für die Demokraten ins Repräsentantenhaus ein. Es folgten eine kurze Zeit als Anwalt, 1931 der Einzug in den Senat und 1941 eine Berufung an den Supreme Court. 1943 wurde Byrnes Direktor der Mobilmachungsbehörde der USA. In dieser Position verblieb er bis ins Jahr 1945. Am 3. Juli 1945 holte ihn Truman als Außenminister in sein Kabinett. Dieses Amt sollte Byrnes bis 1947 inne haben. Spannungen mit dem Präsidenten veranlassten Byrnes von seinem Amt zurückzutreten. In den folgenden Jahren wurde Byrnes zum Gouverneur von South Carolina gewählt. James Byrnes verstarb 1972 in Columbia.


 

Auszeichnungen

 
Das Time Magazine wählte Byrnes 1946 zum Mann des Jahres


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Finanzminister der Vereinigten Staaten

 

 

Henry Morgenthau wurde 1891 in Poughkeepsie, New York als Sohn eines Botschafters geboren. Die Großeltern Morgenthaus waren jüdische Einwanderer aus Mannheim. Morgenthau studierte Architektur und Agronomie an Cornell Universität, beendete jedoch sein Studium nicht. Als enger Vertrauter von Präsident Roosevelt wurde Morgenthau 1933 Staatssekretär im US-Finanzministerium.
Entgegengesetzt der amerikanischen Isolationspoltik versuchte Morgenthau bereits in den späten 30er Jahren die Auslandsguthaben des Deutschen Reiches einzufrieren und deutschen Besitz und deutsche Firmen im Ausland zu beschlagnahmen. 1942 setzte er dieses Vorhaben schließlich in die Tat um und dehnte diese Politik auch auf damals noch neutrale Staaten aus. Im September 1944 veröffentlichte Morgenthau eine Denkschrift, die vorsah, Deutschland in kleinere Staaten aufzuspalten, jegliche Industrie zu demontieren und in Agrarländer umzuwandeln. Auch ein möglicher Bevölkerungsschwund wurde von Morgenthau in Kauf genommen. Desweiteren forderte er die top 50 bis 100 deutschen Kriegsverbrecher ohne Verfahren hinrichten zu lassen, wenn der Krieg einmal gewonnen wäre. Als der Plan publik wurde, löste dies massive Proteste aus und Morgenthau musste sein Vorhaben ad acta legen. Truman unterzeichnete den Plan aber unter einem abgeänderten Namen, der Direktive JCS 1067. Morgenthau trat 1945 zurück, als Truman neuer Präsident der USA wurde. Nach dem Krieg wurde Morgenthau Finanzberater des neu gegründeten Staates Israels und war für den Internationalen Währungsfonds tätig. Morgenthau verstarb 1967 in Poughkeepsie, New York.

 

 

Dr. Frederick Moore Vinson wurde 1890 in Kentucky geboren. Vinson studierte Jura und war später als Rechtsanwalt, dann als Staatsanwalt tätig. Im ersten Weltkrieg diente er als Soldat in der US-Army. 1931 zog Vinson für die Demokraten ins US-Repräsentantenhaus ein. Sechs Jahre später bestellte ihn Roosevelt zum Richter am United States Court of Appeals und 1942 wurde Vinson zum Obersten Richter des Bundesberufungsgerichts in Eilsachen ernannt.
Am 23. Juli 1945 ernannte ihn Truman zum Finanzminister. Von diesem Amt trat Vinson am 23. Juni 1946. Bereits drei Tage zuvor war Vinson zum Präsidenten des Obersten Gerichtshofs ernannt worden. Vinson verstarb 1953 in Washington D.C..

 

 

John Wesley Snyder wurde 1895 in Jonesboro geboren. Er brach sein Ingenieursstudium ab um der US-Army beizutreten und am ersten Weltkrieg teilzunehmen. Nach dem Krieg arbeitete Snyder als Bankangestellter, ehe er einen Posten als Beamter beim Währungsprüfungsamt annahm. Von 1940 bis 1943 war er Geschäftsführender Vizepräsident und Direktor der Gesellschaft für Verteidigungsbetriebe. Am 25. Juni 1946 folgte Snyder Vinson als Finanzminister nach. Er verblieb bis 1953 im Amt. Snyder verstarb 1985 in seiner Heimatstadt.


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Kriegsminister der Vereinigten Staaten

 

 

Harry Hines Woodring wurde 1890 in Elk City geboren. Woodring ist ein Beispiel für den amerikanischen Traum. Er begann als Portier in der First National Bank of Neodesha zu arbeiten und arbeitete sich kontinuierlich hoch bis er der Eigentümer der Bank war. Danach trat er den Streitkräften als einfacher Soldat bei und wurde bald zum Offizier befördert. Nach dem Krieg verkaufte Woodring seine Bank, um in die Politik zu gehen. 1930 holte er für die Demokraten den Gouverneurssessel von Kansas. 1933 wurde Woodring nicht mehr in seinem Amt bestätigt, die Ursache dafür dürfte die Weltwirtschaftskrise und die steigende Zahl der Arbeitslosen gewesen sein. Roosevelt holte Woodring im gleichen Jahr in sein Kabinett wo er das Amt des stellvertretenden Kriegsministers bekleidete. 1936 wurde Woodring Kriegsminister und verblieb bis 1940 in dieser Position. Woodring galt als Anhänger der Isolationspolitik, trat aber gleichzeitig für eine Aufrüstung der USA ein. Als 1940 die Hilfslieferung des offiziell neutralen Amerikas an Großbritannien begannen, reichte Woodring seinen Rücktritt ein. Woodring verstarb 1967 in Topeka.

 

 

Dr. Henry Lewis Stimson wurde 1867 in New York geboren. Stimson studierte Rechtswissenschaften in Yale und Harward und war danach als Anwalt tätig. Stimson trat in die Republikanische Partei ein und bekleidete von 1911 bis 1913 das Amt des Kriegsministers. Von 1927 bis 1929 war Stimson Gouverneur der Philippinen und danach bis 1933 Außenminister der Vereinigten Staaten. Stimson wurde 1940 erneut zum Kriegsminister ernannt und war dies den gesamten Krieg über bis ins Jahr 1945.
Tagebucheintrag von Stimson zehn Tage vor dem Angriff auf Pearl Harbor:

 

"angesichts drohender feindlicher Auseinandersetzungen mit Japan [habe ich] mit Präsident Roosevelt diskutiert habe, wie die Japaner dazu zu bringen wären, den ersten Schuss abzugeben, ohne die USA zu großen Gefahren auszusetzen"


(Quelle Wikipedia Anmerkung: Das Buch ist aus allen Bibliotheken der Welt verschwunden, Fotokopien sollen aber noch erhalten sein.)

Im Kabinett setzte er sich erfolgreich gegen den Plan von Finanzminister Morgenthau ein und bezeichnete diesen wörtlich als „Verbrechen gegen die Zivilisation“. Stimson veranlasste ebenfalls, dass die Kaiserstadt Kyōto von der Liste der Ziele für die Atombombenabwürfe gestrichen wurde. Stimson verstarb 1950 in Huntington.

 

 

Dr. Robert Porter Patterson wurde 1891 in Glens Falls geboren. Patterson studierte Jura an der Harvard Law School und arbeitete anschließend als Anwalt. Im ersten Weltkrieg diente Patterson als Major in Frankreich und wurde für seinen Heldenmut mit dem Distinguished Service Cross ausgezeichnet. 1930 begann Pattersons Karriere als Richter, die 1939 in die Berufung an den United States Court of Appeals for the Second Circuit mündete. Im darauffolgenden Jahr wechselte Patterson ins Kriegsministerium wo er als Vizekriegsminister tätig war.
Am 27. September 1945 erfolgte die Ernennung zum Kriegsminister. Dieses Amt hatte er bis zum 18. Juli 1947 inne. Patterson verunglückte 1952 mit einem Flugzeug tödlich.

 

 

Auszeichnungen

 
Distinguished Serice Cross


Minister II

 

Marineminister der Vereinigten Staaten

 

 

Dr. Claude Augustus Swanson wurde 1862 in Swansonville, Virginia geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an der University of Virginia und arbeitete anschließend als Anwalt. 1892 wurde er für die Demokraten ins Repräsentantenhaus gewählt, im Anschluss war Swanson Gouverneur von Virginia. In seiner Amtszeit wurde der elektrische Stuhl anstelle des Erhängens eingeführt. Anschließend wurde Swanson in den US-Senat gewählt. 1933 berief Roosvelt Swanson als Secretary of the Navy in sein Kabinett. Er blieb Marineminister bis zu seinem Tod im Juli 1939.

 

 

Dr. Charles Edison wurde 1890 in West Orange geboren. Er war der Sohn von Thomas Alva Edison und studierte, wie könnte es bei diesem Vater anders sein am Massachusetts Institute of Technology. Nach Abschluß des Studiums arbeitete Edison für die Firma seiner Familie die "Thomas A. Edison, Inc". 1937 wurde der Demokrat Edison stellvertretender Marineminister und vom 2. Januar bis zum 24. Juni 1940 rückte er auf den Posten des Secretary of the Navy auf. In seiner kurzen Amtszeit wurde mit dem Bau der Schlachtschiffe der Iowa-Klasse begonnen. Im Juni legte Edison sein Amt nieder um für den Gouverneursposten von New Jersey zu kandidieren. Edison verstarb 1969 in New York.

 

 

William Franklin Knox wurde 1874 in Boston geboren. Knox arbeitete als Vertreter und meldete sich beim Ausbruch des Krieges mit Spanien freiwillig zu Theodore Roosevelts „Rough Riders“ in Kuba. Im ersten Weltkrieg diente er als Artillerieoffizier in Frankreich und verließ nach der Kapitulation der Mittelmächte die Army im Rang eines Colonels. Nach dem Krieg arbeitete Knox für das Medienimperium von William Randolph Hearsts. Er hatte die Leitung über 27 Zeitungen landesweit inne. 1930 erwarb er eine eigene Zeitung die "The Chicago Daily News". In ihr forderte er in zahlreichen Artikeln, den Isolationismus der USA zu beenden und sich auf einen Krieg vorzubereiten. 1936 bewarb er sich als Präsidentschaftskandidatur der Republikaner, zog seine Nominierung aber kurz darauf zurück. 1940 übernahm der Republikaner Knox auf Drängen des Demokraten Roosvelts hin das Marineministerium.

"I am an American first and a Republican after that."


Knox galt als miserabler Marinestratege, die Amtsgeschäfte führten inoffiziell sein Nachfolger Forrestal und der Stabschef Ernest J. King. Trotzdem blieb Knox bis zu seinem Tod am 28. April 1944 im Amt.


 

Auszeichnungen

 
Namensgebung:
Zerstörer USS Frank Knox
Namensgebung:
The Frank Knox Memorial Fellowship-Stipendienprogramm von Harvard

 

 

James Vincent Forrestal wurde 1892 in Matteawan geboren. Er studierte in Princeton, schloss sein Studium jedoch nicht ab. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges trat Forrestal der Navy bei und wurde Marineflieger. An Kampfeinsätzen nahm Forrestal nicht mehr teil, er musterte als Lieutenant Junior Grade 1918 ab. Nach dem Krieg trat Forrestal den Demokraten bei und arbeitete in seinem alten Beruf als Aktienhändler. 1940 nominierte ihn sein alter Bekannter Roosevelt für den Posten als Unterstaatssekretär im United States Department of the Navy. 1944 übernahm er schließlich das Amt des Secretary of the Navy. Im Jahr 1947 wurde Forrestal der erste Verteidigungsminister der USA. Bereits 1949 trat Forrestal auf Grund eines Nervenzusammenbruches von seinem Amt zurück. Forrestal wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo er sich am 22. Mai durch einen Sprung aus dem Fenster das Leben nahm.


 

Auszeichnungen

 
Namensgebung:
Flugzeugträger USS Forrestal (CVA-59)
Namensgebung:
Forrestal-Klasse


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Justizminister der Vereinigten Staaten

 

 

Dr. Homer Stille Cummings wurde 1870 in Stamford geboren. Cummings studierte Philosophie in Yale und anschließend Rechtswissenschaften. Danach arbeitete Cummings als Anwalt und später als Bezirksstaatsanwalt. Der Demokrat wurde 1933 von Roosevelt als Justizminister in sein Kabinett berufen. In seiner Amtszeit stärkte Cummings das Federal Bureau of Investigation indem er der Organisation erweiterte Rechte bei der Verbrechensbekämpfung einräumte. 1939 trat Cummings vom Amt des Justizministers zurück. Cummings verstarb 1956 in Greenwich.

 

 

Dr. William Francis Murphy wurde 1890 als Sohn eines Rechtsanwaltes in Harbor Beach geboren. Murphy trat in die Fußstapfen seines Vaters und studierte Rechtswissenschaften an der University of Michigan. Im ersten Weltkrieg kämpfte Murphy in Europa und stieg bis zum Hauptmann auf. Nach dem Krieg arbeitete Murphy als Anwalt und bald darauf als Richter in Detroit. Von 1930 bis 1933 bekleidete er auch das Amt des Bürgermeisters von Detroit. 1933 wurde Murphy Generalgouverneur der Philippinen und verblieb bis ins Jahr 1936 auf den Inseln. Am 1. Januarr 1939 wurde er zum Justizminister der Vereinigten Staaten ernannt und blieb dies bis zum Februar 1940. Anschließend war Murphy bis zu seinem Tod im Jahr 1949 Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten.

 

 

Dr. Robert Houghwout Jackson wurde 1892 als Sohn eines Farmers in Pennsylvania geboren. Er studierte Jura an der Law School von Albany. Anschließend arbeitete er für die oberste Finanzbehörde der Vereinigten Staaten. Im Jahre 1940 war Jackson für einige Monate Justizminister und wechselte anschließend an den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. 1945 arbeitete er mit anderen die "Londoner Charta des internationalen Militärtribunals" aus und wurde der Chefankläger der Vereinigten Staaten bei den ersten Nürnberger Prozessen. Jackson verstarb 1954 in Washington D. C..

 

 

Dr. Francis Beverley Biddle wurde 1886 in Paris als Sohn eines Rechtsprofessors geboren. Biddle studierte Rechtswissenschaften in Harvard. Anschließend arbeitete Biddle als Sekretär am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten und dann als selbstständiger Rechtsanwalt. 1941 wurde Biddle von Roosevelt zum Justizminister ernannt. In diesem Amt verblieb er bis ins Jahr 1945 als ihn Truman zum Richter am Internationalen Militärgerichtshof bei den Nürnberger Prozessen ernannte. Biddle verstarb 1968 in Hyannis.

 

 

Dr. Tom Campbell Clark wurde 1899 in Dallas geboren. Im ersten Weltkrieg war Clark Infanterist der Nationalgarde von Texas und studierte anschließend Jura an der Law School der University of Texas. Danach arbeitete er als Rechtsanwalt und trat 1937 ins Justizministerium ein. In Ministerium war Clark während des zweiten Weltkrieges für die Umsiedlung von japanisch stämmigen amerikanischen Staatsbürgern in Kalifornien zuständig. Am 27. Juni 1945 wurde er von Truman zum Justizminister ernannt. In dieser Funktion unterstützte Clark das rigorose Vorgehen gegen Kommunisten in den Vereinigten Staaten. Im August 1949 erfolgte Clarks Berufung an den Supreme Court of the United States. Sein Sohn Ramsey Clark folgte trat am 10. März 1967 in die Fußstapfen seines Vaters, als er zum Justizminister ernannt wurde. Clark verstarb 1977 in New York.


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Innenminister der Vereinigten Staaten

 

 

Harold LeClair Ickes wurde 1874 in Frankstown Township geboren. Ickes studierte an der University of Chicago und war danach Reporter bei der Chicago Tribune. 1933 holte ihn Roosevelt in sein Kabinett. Dort bekleidete er den Posten des Innenminister bis ins Jahr 1946. Er war damit der am längsten dienende Innenminister der Vereinigten Staaten. Ickes arbeitete zahlreiche Land-Lease Abkommen aus unter anderem auch mit Saudi Arabien um die Ölinteressen Amerikas zu schützen. 1938 arbeitete er einen Plan aus, der vorsah Alaska für jüdische Flüchtlinge aus Europa zu öffnen. Dieser Plan wurde sowohl vom Präsidenten als auch vom jüdischen Weltkongress abgelehnt. Harold LeClair Ickes verstarb 1952 in Washington D.C..

 

 

Julius Albert Krug wurde 1907 in Madison geboren. Krug studierte an der University of Wisconsin und arbeitete danach als Stellvertretender Vorsitzender der Behörde für Kriegsproduktion. Von 1944 bis 1945 war Krug Vorsitzender des War Production Board und am 18. März 1946 wurde er von Truman zum Innenminister ernannt. In diesem Amt blieb er bis zum 1. Dezember 1949. Krug verstarb 1970 in Knoxville.


Minister III

Landwirtschaftsminister der Vereinigten Staaten

 

 

Henry Agard Wallace
siehe Henry Agard Wallace

Amtszeit: 1933-1940

 

 

Claude Raymond Wickard wurde 1893 als Sohn eines Farmers in Indiana geboren. Wickard machte seinen Bachelor-Abschluss in Landwirtschaft an der Purdue University und arbeitete anschließend in der Landwirtschaft. 1927 wurde er als „Master Farmer of Indiana“ ausgezeichnet. 1932 zog Wickard in den US-Senat ein und arbeitete anschließend in der neu geschaffenen Agricultural Adjustment Administration. 1940 ernannte ihn Roosevelt zum Landwirtschaftsminister. In diesem Amt prägte er den Slogan "Food Will Win the War and Write the Peace".
Wickard sah es als patriotische Pflicht eines jeden Farmers an, den Ernteertrag zu steigern, um so zum Sieg Amerikas beizutragen. 1945 trat Wickard von seinem Posten zurück und ein Amt für die Elektrifizierung ländlicher Gebiete. 1967 verstarb Wickard bei einem Autounfall.

 

 

Clinton Presba Anderson wurde 1895 in Centerville geboren. Er studierte an der University of Michigan und war anschließend als Reporter und Versicherungsmakler tätig. 1940 zog der Demokrat ins Repräsentantenhaus ein und am 30. Juni 1945 ernannte ihn Truman zum Landwirtschaftsminister. In diesem Amt verblieb Anderson bis 1948 anschließend zog er in den US-Senat ein. Anderson verstarb 1975 in Albuquerque.


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Handelsminister der Vereinigten Staaten

 

 

Dr. Daniel Calhoun Roper wurde 1887 im Marlboro County und studierte Rechtswissenschaften an der National University in La Jolla. Danach schlug Roper die Beamtenlaufbahn ein arbeitete im Senatsausschuss für überstaatlichen Handel und danach für die Bundeszollkommission. 1933 holte Roosvelt den Demokraten Roper in sein Kabinett und ernannte ihn zum Handelsminister. Dieses Amt hatte Roper bis zum 23. Dezember 1938 inne. Anschließend bekleidete er den Botschafterposten in Kanada. Daniel Calhoun Roper verstarb 1943 in Washington D.C..

 

 

Harry Lloyd Hopkins 1890 in Sioux City. Hopkins arbeitete einige Jahre für das Rote Kreuz. Der enge Freund von Roosvelt leitete in den 30er Jahre das größte Arbeitsbeschaffungsprogramm Amerikas, die Federal Emergency Relief Agency. 1938 ernannte ihn Roosvelt zum Handelsminister. Hopkins geriet ins Kreuzfeuer der Politik und der Presse, da er öffentlich den Anspruch auf die Nachfolge Roosvelts erhob. 1940 wechselte Hopkins nach Großbritannien und war dort für die Abwicklung der Leih- und Pachtlieferungen verantwortlich. Harry Hopkins verstarb 1946 in New York.

 

 

Jesse Holman Jones wurde 1874 als Sohn eines Tabakfarmers im Robertson County geboren. Jones stammte aus einfachen Verhältnissen und begann schon früh in der Holzindustrie zu arbeiten. 1916 gründete er seine erste eigene Firma, die ebenfalls im Holzgeschäft tätig war. Der republikanische Präsident Hoover holte den Demokraten Jones 1930 in sein Team und übergab ihm die Leitung des "Reconstruction Finance Corporation board". In diesem Amt blieb er auch unter Hoovers Nachfolger Roosevelt. Roosvelt gab Jones, ob seiner Fähigkeiten den Spitznamen "Jesus H. Jones" und ernannte ihn 1940 zum Handelsminister. In diesem Amt verblieb Jones bis zum Jahr 1946. Jesse Holman Jones verstarb 1956 in Houston.


Henry Agard Wallace
siehe Henry Agard Wallace

Amtszeit: 1945 - 1946

 

 

Dr. William Averell Harriman kam 1891 als Sohn des Eisenbahnbarons Edward Henry Harriman in New York zur Welt. Harriman studierte in Yale und erbte nach seinem Studienabschluss das damals größte Vermögen der USA. Harriman kümmerte sich in den folgenden Jahren um seine zahlreichen Unternehmen und Beteiligungen. Seine Firmen hatten auch enge Kontakte zu deutschen Unternehmen, wie etwa zu Thyssen. 1943 trat Harriman den Botschafterposten in der Sowjetunion an, den er bis 1946 inne hatte. Danach war er für einige Monate Botschafter in Großbritannien und übernahm noch im gleichen Jahr das Handelsministerium. Als Handelsminister blieb Harriman 2 Jahre lang im Amt.
Harriman bekleidete noch viele weitere Posten in der US-Administration. Er verstarb 1986 in New York.


 Auszeichnungen
 
 
Presidential Medal of Freedom


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Arbeitsminister der Vereinigten Staaten

 


 

Dr. Frances Coralie Perkins wurde 1882 in Boston geboren. Perkins studierte Soziologie an der Columbia University und wurde von Roosevelt zum Wirtschaftskommissar von New York ernannt. 1933 ernannte Roosevelt Perkins zur Arbeitsministerin der Vereinigten Staaten. Sie war somit die erste Frau, die einem US-Kabinett angehörte. In diesem Amt verblieb sie bis ins Jahr 1945. Perkins verstarb 1965 in New York.

 

 

Dr. Lewis Baxter Schwellenbach wurde 1884 in Wisconsin geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an der University of Washington. Im ersten Weltkrieg diente er als Corporal im 12. Infanterieregiment und arbeitete nach Kriegsende als Anwalt und in von 1940 bis 1945 als Staatsanwalt. Am 1. Juli 1945 wurde Schwellenbach zum Arbeitsminister ernannt. In dieser Position verblieb er bis zu seinem Tod im Juni 1948.


Minister/Stabschefs

 

Bureau of the Budget

 

 

Daniel W. Bell wurde 1891 in Illinois geboren. Bell studierte Jura an der National University in Washington. 1934 holte ihn Roosevelt in sein erweitertes Kabinett und ernannte ihn zum Chef des Bureau of the Budget. In diesem Amt verblieb er bis zum Jahr 1939 als er zum Staatssekretär im Finanzministerium ernannt wurde.

 

 

Harold Dewey Smith

Amtszeit: 1939-1946

 

 

James Edwin Webb

Amtszeit: 1946-1949


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Chief of Staff of the Army

 

 

General Malin Craig wurde 1875 in Missouri in eine Soldatenfamilie hinein geboren. Craig absolvierte die Militärakademie in West Point und nahm als Kavallerieoffizier an der Eroberung Kubas teil. Im Jahr 1900 nahm Craig an der Niederschlagung des Boxeraufstandes in China teil. Im ersten Weltkrieg diente Craig als Stabschef der 41. Division in Frankreich. Von 1918 bis 1919 war Craig, mittlerweile zum Oberstleutnant befördert, Stabschef der Besatzungsarmee in Deutschland.
In den 20er Jahren leitete Craig die Ausbildung an der Kavallerieschule und anschließend war er Befehlshaber der Küstenartillerie auf den Philippinen. 1935 erfolgte die Ernennung zum General und gleichzeitig wurde er zum Stabschef der Armee ernannt. Diesen Posten bekleidete er vom 2. Oktober 1935 bis zum 31. August 1939. Craig drängte in seiner Zeit als Stabschef auf die Aufrüstung der Army mit Gerät und Männern. Er verstarb am 25. Juli 1945 in Washington D.C..


 

Auszeichnungen

 
Distinguished Service Medal with Oak Leaf Cluster
Spanish Campaign Medal
China Service Medal
Philippine Service Medal
Mexican Border Service Medal
Victory Medal (World War I) with three Campaign Bars
Army of the Occupation of Germany Medal
American Defense Service Medal
American Campaign Medal
World War Two Victory Medal
British Companion of the Order of the Bath
French Legion of Honor
French Croix de guerre with two Palms
Belgian Order of the Crown
Italian Order of the Crown

 

 

General of the Army George Catlett Marshall wurde 1880 in Pennsylvania geboren. Marshall besuchte das Virginia Military Institute und trat danach in die Army ein. Zuerst diente Marschall auf den Philippinen und im ersten Weltkrieg war er im amerikanischen Hauptquartier in Frankreich mit Planungen beschäftigt. So war er zum Beispiel federführend bei der Planung und Durchführung der Meuse-Argonne-Offensive von 1918. In den 20er Jahren diente Marshall unter John Joseph „Black Jack“ Pershing und beschäftigte sich vor allem mit den neuen Konzepten der mechanisierten Kriegsführung. 1939 erfolgte die Ernennung zum Chief of Staff of the Army. Diesen Posten hatte Marshall bis 1945 inne. Unter anderem ernannte er seinen Nachfolger Dwight D. Eisenhower zum Oberbefehlshaber für Europa und modernisierte die Streitkräfte der USA grundlegend. Churchill bezeichnete Marshall als den „Organisator des alliierten Sieges". Im Dezember 1944 wurde er zum General of the Army befördert. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges sollte sich Marshall zunächst um Frieden in China bemühen, diese Mission scheiterte jedoch, dennoch wurde er 1947 zum Außenminister ernannt. In einer seiner ersten Reden skizzierte Marshall das Wiederaufbauprogramm für Europa, das "European Recovery Program" oder den später nach ihm benannten Marshallplan. 1950 war Marshall noch für ein Jahr Verteidigungsminister, zog sich aber anschließend aus der Politik zurück. Marshall verstarb 1959 in Washington D.C..


 

Auszeichnungen

 
Distinguished Service Medal with one Oak Leaf Cluster
Silver Star
Philippine Campaign Medal
World War I Victory Medal with four battle clasps
Army of Occupation of Germany Medal
American Defense Service Medal
American Campaign Medal
World War II Victory Medal
Brazilian Order of Military Merit
British Order of the Bath (Knight Grand Cross)
Chilean Order del Merito
Colombian Grand Cross of the Order of Boyacá Cherifien
Cuban Order of Military Merit, First Class
Ecuadorian Star of Abdon Calderon, First Class
French Croix de Guerre
French Legion of Honor
Greek Grand Cross Order of George I with swords
Liberian Centennial Medal
Montenegro Silver Medal for Bravery
Netherlands Grand Cross with Swords in the Order of Orange Nassau
Order of Saints Maurice and Lazarus (Italy)
Order of the Crown of Italy
Moroccan Grand Cross of Ouissam Alaouite
Soviet Grand Cross Order of Military Merit
Soviet Order of Suvorov
Panamanian Medal of La Solidaridad, Second Class
Peruvian Gran Official del Sol del Peru
Friedensnobelpreis
Karlspreis

Time Magazine Mann des Jahres 1943 und 1947

 

 

General of the Army Dwight „Ike“ David Eisenhower wurde 1890 in Denison geboren. "Eisenhauer", seine Vorfahren stammten aus dem Saarland, besuchte die US Military Academy in West Point, die er mit viel Mühe abschließen konnte. Zuvor war er an der Marineakademie abgelehnt worden. Den ersten Weltkrieg verbrachte er in Texas und danach wurde er der 3. Kommandeur des neu aufgebauten Panzerkorps. In dieser Zeit entwickelte sich auch eine enge Freundschaft zu George S. Patton. In dieser Zeit befasste er sich auch sehr intensiv mit Karl von Clausewitz, der sein Denken entscheidend prägen sollte. 1935 begleitete Eisenhower General Douglas MacArthur auf die Philippinen, wo er als Militärberater tätig war. 1939 kehrte er nach Washington zurück wo er einige Stabspositionen inne hatte. Erst 1941 erfolgte die Beförderung zum Brigadegeneral und 1942 übernahm Ike als kommandierender General die Truppen auf dem europäischen Schauplatz. Im November erfolgte die Ernennung zum Supreme Commander Allied (Expeditionary) Force of the North African Theater of Operations. Im Dezember 1943 ernannte Roosvelt überraschend Eisenhower und nicht Marshall zum alliierten Oberkommandierenden in Europa. 1944 erfolgte die Ernennung zum General of the Army. Eisenhower, der niemals selbst ein Frontkommando geführt hatte, hatte widersprüchliche Auffassungen über Strategie und Kriegsführung vor allem mit den englischen Verbündeten Churchill und Montgomery. Mit Schukow kam er hingegen bestens aus. Nach der Kapitulation Deutschlands wurde Eisenhower zum Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone bestimmt. Ende 1945 kehrte Ike in die USA zurück und übernahm den Posten des Stabschefs von Marshall. 1950 wurde er Oberkommandierender der NATO und 1952 kandidierte er für die Republikaner um das Amt des Präsidenten. Eisenhower wurde 1953 zum 34. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. In diesem Amt verblieb er für eine weitere Amtszeit bis ins Jahr 1961. Eisenhower verstarb 1969 in Washington D.C..


 

Auszeichnungen

 
Army Distinguished Service Medal with 4 oak leaf clusters
Navy Distinguished Service Medal
Legion of Merit
Mexican Border Service Medal
World War I Victory Medal
American Defense Service Medal
European-African-Middle Eastern Campaign Medal w/ 9 service stars
World War II Victory Medal
Army of Occupation Medal w/ "Germany" clasp
National Defense Service Medal w/ 1 service star
Order of the Liberator San Martin, Grand Cross (Argentine)
Order of Merit (Austria), Type II, Grand Cross (Austria)
Order of Leopold, Grand Cordon (Belgium)
Croix de guerre w/ palm (Belgium)
Order of the Southern Cross, Grand Cross (Brazil)
Order of Military Merit, Grand Cross (Brazil)
Order of Aeronautical Merit, Grand Cross (Brazil)
War Medal (Brazil)
Campaign Medal (Brazil)
Order of the Merit of Chile, Grand Cross (Chile)
Order of Cloud and Banner, Grand Cordon, Special Class (China)
Order of the White Lion, Grand cross (Czechoslovakia)
War Cross 1939-1945 (Czechoslovakia)
Order of the Elephant, Knight (Denmark)
Order of Abdon Calderón, First Class (Ecuador)
Order of Ismal, Grand Cordon with Star (Egypt)
Order of Solomon, Knight Grand Cross with Cordon (Ethiopia)
Order of the Queen of Sheba, Member (Ethiopia)
Legion of Honor, Grand Cross (France)
Order of Liberation, Companion (France)
Military Medal (France)
Croix de guerre w/ palm (France)
Royal Order of George I, Knight Grand Cross with Swords (Greece)
Royal Order of the Savior, Knight Grand Cross (Greece)
Cross of Military Merit, First Class (Guatemala)
National Order of Honour and Merit, Grand Cross with Gold Badge (Haiti)
Order of the Holy Sepulchre, Knight (Holy See)
Military Order of Italy, Knight Grand Cross with Swords (Italy)
Order of the Chrysanthemum, Grand Cordon (Japan)
Order of the Oak Crown, Grand Cross (Luxembourg)
Luxembourg War Cross (Luxembourg)
Order of the Aztec Eagle, Collar (Mexico)
Medal of Military Merit (Mexico)
Medal of Civic Merit (Mexico)
Order of Ouissam Alaouite, Grand Cross (Morocco)
Order of the Netherlands Lion, Knight Grand Cross (Netherlands)
Royal Norwegian Order of St. Olav, Grand Cross (Norway)
Order of Nishan-e-Pakistan, First Class (Pakistan)
Orden Vasco Núñez de Balboa, Grand Cross (Panama)
Order of Manuel Amador Guerrero, Grand Collar (Panama)
Order of Sikatuna, Grand Collar (Philippines)
Shield of Honor Medal, Chief Commander (Philippines)
Distinguished Service Star, (Philippines)
Order of Polonia Restituta, Knight (Poland)
Order of Virtuti Militari, First Class (Poland)
Cross of Grunwald, First Class (Poland)
Order pro merito Melitensi, Knight Grand Cross (Sovereign Military Order of Malta)
Order of the Royal House of Chakri, Knight (Thailand)
Order of Nichan Iftikhar, Grand Cordon (Tunisia)
Order of the Bath, Knight Grand Cross (United Kingdom)
Order of Merit, Member (United Kingdom)
Africa Star, with "8" and "1" numerical devices (United Kingdom)
Order of Victory, Star (USSR)
Order of Suvorov, First Class
The Royal Yugoslav Commemorative War Cross

 

 

General of the Army Omar Nelson Bradley wurde 1893 in Missouri geboren. Bradley stammte aus einfachen Verhältnissen und besuchte die Militärakademie in West Point. Im ersten Weltkrieg diente Bradley im 14. US-Infanterieregiment an der Heimatfront. In den 20er Jahren unterrichtete Bradley Mathematik in West Point und wechselte 1938 ins Kriegsministerium. 1943 erhielt der inzwischen zum Brigadegeneral beförderte Bradley sein erstes Frontkommando. Bradley nahm an der Operation Torch teil und später unter Patton an der Operation Husky. Am D-Day befehligte Bradley die Anlandung der amerikanischen Truppen in der Normandie und anschließend die Operation Cobra.
Nach dem Krieg wurde Bradley 1950 zum General of the Army befördert. 1948 hatte er den Posten des Stabchefs übernommen, den er bis 1950 bekleidete. Im selben Jahr wurde er Generalssekretär der Nato und übte dieses Amt 3 Jahre lang aus.
Omar Nelson Bradley verstarb 1981 in New York.


 

Auszeichnungen

 
Army Distinguished Service Medal (With three oak leaf clusters)
Navy Distinguished Service Medal
Silver Star
Legion of Merit (w/oak leaf cluster)
Bronze Star
Mexican Border Service Medal
World War I Victory Medal
American Defense Service Medal
European-African-Middle Eastern Campaign Medal with one silver and three campaign stars
World War II Victory Medal
Army of Occupation Medal with Germany clasp
National Defense Service Medal with star
British Honorary Knight Commander of the Order of the Bath
Order of Polonia Restituta
French Croix de guerre with palm
Order of Kutuzov (1st class)
Order of Suvorov (1st class)
Luxembourg War Cross


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Chief of Staff of the Air Force

 

 

Generalmajor Benjamin Delahauf Foulois wurde 1879 in Washington geboren. Mit 18 benutzte er den Ausweis seines Bruders um in Army aufgenommen zu werden und kämpfte im Spanisch-Amerikanischen Krieg. Danach wurde er auf die Philippinen verlegt, wo er an der Niederschlagung mehrerer Revolten beteiligt war. 1908 besuchte er die Infanterie- und Kavallerieschule in Fort Leavenworth, Kansas. Dort schrieb er in seiner Abschlussarbeit über die kommenden Bedeutung von Ballonen und Flugzeugen auf den Kriegsschauplätzen. Ebenfalls 1908 steuerte er den ersten manövrierfähigen Ballon der US-Army. In den folgenden Jahren unterstütze er die Gebrüder Wright bei ihren ersten Flugversuchen und überzeugte die Army schließlich 1909 das erste Flugzeug zu kaufen - das Wright Model A, Serial No. 1.
Nach mehreren Unfällen gelang Foulois schließlich 1911 der erste Aufklärungsflug für das amerikanische Militär. 1917 folgte die Beförderung zum Brigadegeneral und die Ernennung zum Air Service Chief. Im Dezember 1931 wurde Foulois schließlich zum Chief of the Air Corps ernannt. In diesem Amt verblieb er bis zum Jahre 1935. Foulois verstarb 1967.


 

Auszeichnungen

 
US Army Distinguished Service Medal
Légion d'honneur, Officer Cross
Order of the Crown of Italy
Congressional Air Force Medal of Recognition

 

 

Generalmajor Oscar Westover wurde 1883 in Michigan geboren. Westover besuchte die Militärakademie in West Point und wechselte im Jahr 1920 von der Infanterie zum Air-Service der Army. Anschließend besuchte er verschiedene Ballon- und Flugschulen und wurde 1926 zum kommandierenden Offizier von Langley Field, der taktischen Flugschule der USA ernannt. Am 22. Dezember 1935 folgte er Benjamin Foulois als Chief of the Air Corps nach und wurde zum Generalmajor ernannt. In dieser Funktion setzte er sich fortan stark für eine Unabhängigkeit der Luftwaffe von der Army ein. Westover verstarb am 21. September 1938 bei einem Flugzeugabsturz.

 

 

General of the Air Force Henry Harley "Hap" Arnold wurde 1886 in Pennsylvania geboren. Er besuchte die Militärakademie in West Point und ersuchte bereits 1911 um eine Versetzung zur Nachrichtentruppe der Army, die als einzige Einheit mit Flugzeugen ausgerüstet waren. Arnold wurde der erste Fluglehrer der US-Army und stellte bereits im Jahre 1911 einen neuen Höhenrekord mit 900 Metern auf. Weitere Höhenjagden und Rekorde folgten. 1917 übernahm er das Kommando über die 7th Aero Squadron, die in der Kanalzone stationiert war. Arnold beantragte mehrmals seine Versetzung nach Frankreich, diese wurde jedoch abgelehnt, da man qualifizierte Piloten für die Ausbildung brauchte. Stattdessen wurde er 1917 zum jüngsten Colonel der Army befördert. Nach dem Flugzeugabsturz von Westover ernannte Roosvelt Arnold persönlich zum Chief of the Air Corps und beförderte ihn zum Generalmajor. Arnold trieb in den folgenden Jahren vor allem die Forschung massiv voran. 1940 kam es mit Henry Morgenthau zu massiven Meinungsverschiedenheiten über die Verschiffung von amerikanischen Flugzeugen an die Briten. Roosevelt rügte Arnold und stellte ihm eine Versetzung nach Guam in Aussicht, wenn er nicht kooperieren würde. Außerdem durfte er das Weiße Haus für die nächsten acht Monate nicht mehr betreten. Am 20. Juni 1941 erfolgte schließlich die Gründung der United States Army Air Forces. Arnold machte sich sofort daran einen Plan für die ausreichende Produktion von Flugzeugen für zwei Kriegsschauplätze zu erstellen. Mit dem Kriegseintritt der USA im gleichen Jahr wurde Arnold zum Generalleutnant befördert. Arnold arbeitete nun an Plänen für die strategische Bombardierung von Deutschland und Japan und legte den Produktionsfokus auf Langstreckenbomber. Ebenso forcierte er die Produktion von abwerfbaren Tanks um die Reichweite der Jäger zu erhöhen. Zwischen 1943 und 1945 erlitt Arnold vier Herzattacken, 1944 wurde er zum General of the Army ernannt. 1946 zog er sich nach einem weiteren Herzanfall vom aktiven Dienst zurück, im gleichen Jahr erhielt er den neu geschaffenen Rang eines Generals of the Air Force. Arnold verstarb 1950 in Sonoma.


 

Auszeichnungen

 
Legion of Merit
American Defense Service Medal
World War II Victory Medal
Distinguished Flying Cross
American Campaign Medal
Air Medal
European-African-Middle Eastern Campaign Medal
World War I Victory Medal with 2 campaign stars
Asiatic-Pacific Campaign Medal
Grand Cross of the Légion d'honneur (France)
Grand Commander of the Order of the Sun (Peru)
Grand Cross of the Order of the Southern Cross (Brazil)
Grand Cross of the Order of Ouissam Alaouite (Morocco)
Knight Grand Cross of the Order of the Bath (United Kingdom)
Grand Cross of the Order of the Aztec Eagle (Mexico)
Medal of Military Merit (Mexico)

 

 

General of the Air Force Carl Andrew „Tooey“ Spaatz wurde 1891 in Boyertown geboren. Spaatz besuchte die Militärakademie in West Point und wechselte nach einem Jahr bei der Infanterie zur Aviation Section des Signal Corps.
Im ersten Weltkrieg war Spaatz in Frankreich stationiert und kommandierte die 31st Aero Squadron. Dort erzielte er auch drei Abschüsse und erhielt für sein Kommando das Distinguished Service Cross. In den 20er Jahren stellte der begeisterte Flieger einen Rekord im Dauerfliegen auf. Nach einem Generalstabslehrgang wurde Spaatz 1935 zum Oberstleutnant befördert.
Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges in Europa wurde Oberst Spaatz nach England versetzt und fungierte dort als Militärbeobachter für die Air Force. 1942 wurde Spaatz zum Kommandeur der 8. Luftflotte ernannt - ihm unterstanden somit alle Luftoperationen in Europa. Im gleichen Jahr wurde er zur 12. Luftflotte nach Nordafrika versetzt und kommandierte dort alle alliierten Luftstreitkräfte. In den folgenden Kriegsjahren ernannte man Spaatz zum Kommandanten der U.S. Strategic Air Forces in Europe. Dies bedeutete, dass nun alle Langstreckenbomber unter seinem Befehl standen. Nachdem der Krieg in Europa beendet war übernahm er das Kommando über die U.S. Strategic Air Forces in the Pacific. Spaatz war somit der befehlshabende Kommandant, der die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki anordnete. Im Februar 1946 wurde Spaatz zum Commanding General of the Army Air Forces und 1947 zum Stabschef der neu gegründeten Luftwaffe ernannt. Spaatz verstarb 1974 in Washington D.C..


 

Auszeichnungen

 
Command pilot
Distinguished Service Cross
Distinguished Service Medal (with two oak leaf clusters)
Legion of Merit
Distinguished Flying Cross
Bronze Star
Mexican Interior Campaign Medal
World War I Victory Medal with three battle stars
American Defense Service Medal
American Campaign Medal
Asiatic-Pacific Campaign Medal
European-African-Middle Eastern Campaign Medal with six battle stars
World War II Victory Medal
Knight Grand Cross and Knight Commander of the Order of the British Empire
Order of the Crown with palms (Belgium)
Belgian Croix de Guerre, with palm
Grand Cross of the Legion of Honor (France)
Croix de Guerre with Palm (France)
Commander's Cross (Krzyz Komandorski), Order of Polonia Restituta (Poland)
Grand Officer, Order of Orange-Nassau (Netherlands)
Order of Suvorov 2d Class (Soviet Union)
Combat Observer


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Marine Corps/FBI

 

Kommandanten Marine-Korps

 

 

General Thomas Holcomb 1879 in New Castle im Bundesstaat Delaware geboren. Er war der erste Marine, der in den Rang eines Generals aufsteigen sollte. Holcomb besuchte eine Privatschule und trat anschließend ins Marinecorps ein. Anfangs war er auf den Philippinen stationiert und danach für die Sicherheit der amerikanischen Diplomaten in Peking zuständig. Mit dem 6. Marine Regiment bereitete sich Holcomb für seinen Fronteinsatz in Europa vor. 1918 erfolgte die Verlegung nach Frankreich. Holcomb nahm an zahlreichen Offensiven teil und diente danach in der Besatzungsarmee in Deutschland. Für seine Tapferkeit wurde Holcomb mit dem Silver Star mit drei Oak Leaf Clusters, dem Purple Heart und dem Navy Cross ausgezeichnet. Die französische Regierung ehrte ihn mit dem Kreuz der Ehrenlegion und dem Croix de Guerre.
In den 20er Jahren kommandierte Holcomb den Marinestützpunkt Guantanamo auf Kuba und besuchte anschließend die Generalstabsschule in Fort Leavenworth. 1935 erfolgte die Ernennung zum Brigadegeneral und er wurde Kommandant der Marine-Schule in Quantico.
Am 1. Dezember 1936 wurde Holcomb offiziell zum Kommandanten des Marine-Korps ernannt. 1942 erfolgte die Beförderung zum Generalleutnant. Damit war Holcomb der ranghöchste Offizier, der jemals das Marine-Korps befehligt hatte. Als Holcomb 1943 das Pensionsalter erreicht hatte bewegte ihn Präsident Roosevelt persönlich noch bis Jahresende im Amt zu bleiben. Unter der Regie des Generalleutnants wuchs das Korps von 16.000 auf über 300.000 Marines an. Am 1 Januar 1944 trat Holcomb nach 44 Dienstjahren in den Ruhestand und wurde zum General befördert. Holcomb verstarb 1965 in seinem Heimatort.


 

Auszeichnungen

 
Navy Cross
Navy Distinguished Service Medal
Silver Star with 3 oak leaf clusters
Purple Heart
Marine Corps Expeditionary Medal
World War I Victory Medal
Spangen: Aisne-Marne, St. Mihiel, Meuse-Argonne, & Defensive Sector
Army of Occupation of Germany Medal
American Defense Service Medal w/ Base clasp
American Campaign Medal
Asiatic-Pacific Campaign Medal w/ 1 star
World War II Victory Medal
Légion d'honneur, Knight grade
Croix de guerre with 3 palms
Naval Order of Merit, First Class Cuba
Military William Order, Knight Grand Cross

 

 

General Alexander Archer Vandegrift wurde 1887 als Sohn eines Architekten bei Charlottesville geboren. "Archer" studierte 3 Jahre an der University of Virginia und wurde 1909 unter zahlreichen Kandidaten ins U.S. Marine Corps aufgenommen. Während seiner Zeit auf der Marine-Schule schrieb er einen prophetischen Artikel mit dem Titel "Aviation, the Cavalry of the Future". Vandegrift wäre wegen Disziplinlosigkeit und schlechter Noten in den Anfangsnoten beinahe aus dem Korps entlassen worden, entwickelte sich aber später zu einem hervorragenden Soldaten. Nach abgeschlossener Ausbildung diente Vandegrift zuerst in Kuba und Nicaragua und nahm 1914 an der Besetzung von Vera Cruz teil. Während des Ersten Weltkriegs war Vandegrift abermals in der Karibik stationiert, diesmal um gegen Rebellen in Haiti vorzugehen. In den 20er Jahren war Vandegrift stellvertretender Stabschef der Marinebasis in San Diego. 1936 diente er kurz an der amerikanischen Botschaft in Peking um anschließend im Generalstab in Washington D.C. zu arbeiten. 1940 wurde er zum Brigadegeneral ernannt. Nach dem Angriff auf Pear Harbor wurde Vandegrift der 1st Marine Division zugewiesen und nahm mit dieser, inzwischen zum Generalmajor befördert, 1942 die Salomonen-Inseln ein. Es folgten die Angriffe auf Guadalcanal, Tulagi, und Gavutu - wofür er mit dem Navy Cross und der Ehrenmedaille ausgezeichnet wurde. 1943 übernahm er das Kommando über das 1st Marine Amphibious Corps und errichtete den ersten amerikanischen Brückenkopf auf den nördlichen Salomonen-Inseln. Am 1. Januar 1944 wurde Vandegrift zum 18. Kommandanten des Marine-Corps ernannt und zum Generalleutnant befördert. 1945 folgte die Beförderung zum vollen General. Am 31. Dezember 1947 schied Vandegrift aus dem aktiven Dienst. General Vandegrift verstarb 1973 in Bethesda, Maryland.

Auszeichnungen

 
Medal of Honor
Navy Cross Navy
Distinguished Service Medal
Navy Presidential Unit Citation with 1 star
Navy Unit Commendation with 1 star
Marine Corps Expeditionary Medal with 3 stars
Nicaraguan Campaign Medal
Mexican Service Medal
Haitian Campaign Medal with 1 star
World War I Victory Medal with West Indies clasp & 1 star
Yangtze Service Medal
American Defense Service Medal
American Campaign Medal
Asiatic-Pacific Campaign Medal with 4 stars
World War II Victory Medal
Haitian Distinguished Service Medal
Medaille Militaire with 1 silver star
Haiti Companion (Honorary) of the Military Division of the Most Honorable Order of the Bath Honorary Knight Commander
Military Division of the Most Excellent Order of the British Empire
Cruz de Aviación de Primera Clase Peru
Abdon Calderon of the 1st Class
Ecuador Knights Grand Cross in the Order of Orange-Nassau with swords
Netherlands Order of Pao Ting (Precious Tripod) with Special Cravat China
Legion of Honor, Grand Officer

 

 

General Clifton Bledsoe Cates wurde 1893 in Tiptonville geboren. Cates besuchte die Missouri Military Academy, die er mit Auszeichnung beendete. Im ersten Weltkrieg kämpfte Cates in Frankreich und nahm unter anderem an den Schlachten von Bouresches, Belleau Wood und Soissons, sowie in der Schlacht von St. Mihiel und an der Meuse-Argonne-Offensive teil. Cates wurde schwer verwundet und für seine Tapferkeit mit dem Navy Cross, dem Purple Heart, dem Silver Star, mit dem Kreuz der Ehrenlegion und dem Croix de Guerre ausgezeichnet. Nach dem Krieg wurde Cates Militärberater von Präsident Woodrow Wilson und verbrachte danach einige Jahre in Shanghai. In den 30er Jahren besuchte Cates das Industrial College of the Armed Forces und die Marine Corps Schools in Quantico. Danach arbeitete er im Hauptquartier des Marine-Corps in der Sektion für strategische Planung. Cates bekam nach dem Überfall auf Pearl Harbor das Kommando über das 1. US-Marineinfanterieregiment und kämpfte unter Vandegrift im Pazifik. 1944 kämpfte Cates auf Tinian und 1945 auf Iwojima.
Am 1. Januar 1948 trat Cates die Nachfolge von General Vandegrift an und wurde ebenfalls zum General befördert. 1952 wurde er abgelöst und ging 2 Jahre später in den Ruhestand. Cates verstarb 1970 in Annapolis.

Auszeichnungen

 
Navy Cross
Distinguished Service Cross with 1 oak leaf cluster
Navy Distinguished Service Medal with 1 star
Silver Star with 1 oak leaf cluster
Legion of Merit with valor device
Purple Heart with 1 oak leaf cluster
Navy Presidential Unit Citation with 3 stars
World War I Victory Medal with 5 stars
Army of Occupation of Germany Medal
Marine Corps Expeditionary Medal
Yangtze Service Medal
China Service Medal
American Defense Service Medal
American Campaign Medal
Asiatic-Pacific Campaign Medal with four Bronze Stars
World War II Victory Medal
National Defense Service Medal
Croix de Guerre with Gilt Star & 2 palms
Legion of Honor, Knight grade
Order of Orange-Nassau, rank of Grand Officer with crossed swords


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Federal Bureau of Investigation

 

 

Dr. John Edgar Hoover kam 1895 in Washington D.C. zur Welt. Hoover studierte Rechtswissenschaften an der George Washington University und arbeitete anschließend im Justizministerium. Dort wurde er schnell befördert und hatte die Abteilung der "Enemy Aliens Registration Section" über. Bereits 1919 wurde er Chef der "General Intelligence Division of the Bureau of Investigation", die damals noch im Justizministerium eingegliedert war. 1924 wurde Hoover von Präsident Calvin Coolidge zum 6. Direktor des Bureau of Investigation ernannt. Als Hoover sein Amt antrat waren 650 Mitarbeiter beim F.B.I. beschäftigt.
Im Jahr 1935 erfolgte die Umbenennung in Federal Bureau of Investigation. Die Befugnisse der Behörde wurde erweitert, der Personalstand massiv aufgestockt und man ging gegen das organisierte Verbrechen und deutsche Spione und Saboteure vor - das F.B.I. befasste sich nun auch mit der Gegenspionage.
Hoover bekam in den folgenden Jahren immer mehr Machtfülle. Vor allem in den Nachkriegsjahren war nichts und niemand vor seiner Behörde sicher. Die Black Panther Party, Martin Luther King, Jr.'s SCLC, der Ku Klux Klan, die American Nazi Party und vor allem die Kommunisten standen unter ständiger Beobachtung. Kein Präsident hatte den Willen oder den Mut Hoover aus seinem Amt zu entlassen. Harry Truman, John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson wagten diesen Schritt nicht. Hoover verstarb 1972, noch immer im Amt, in Washington D.C..

Auszeichnungen

 
Ehrendoktorwürde der Oklahoma Baptist University
Honorary knighthood in the Order of the British Empire
National Security Medal
Distinguished Service Award
Namensgebung:
F.B.I. Hauptquartier "J. Edgar Hoover Building"

 

Alternativen für Modder:

 

Office of Naval Intelligence

 

 

Admiral Alan Goodrich Kirk wurde 1888 in Philadelphia geboren. Kirk besuchte die US-Marineakademie und diente im ersten Weltkrieg auf diversen Kriegsschiffen. 1939 wurde er zum Marineattaché in London ernannt. 1941 wurde er zum Chef des Office of Naval Intelligence - dem Marinegeheimdienst ernannt. Auf Grund von Widerständen gelang es ihm nicht den Marinegeheimdienst in eine effektive Behörde umzuwandeln. Frustriert ersuchte er 1942 um seine Versetzung und wurde Marinekommandant im Mittelmeer. Unter anderem war er für die Anlandung auf Sizilien und in der Normandie verantwortlich. Admiral Kirk verstarb 1963 in Washington D.C..

Auszeichnungen

 
Distinguished Service Medal
Legion of Merit

 

 

Vizeadmiral Theodore Stark "Ping" Wilkinson wurde 1888 in Annapolis geboren. Wilkinson besuchte die Marineakademie und versah anschließend seinen Dienst auf den Schlachtschiffen USS Kansas und USS South Carolina. 1914 landete er mit der Kompanie "Florida's 2d" heldenhaft in Veracruz an und wurde dafür mit der Medal of Honor ausgezeichnet. Im ersten Weltkrieg versah Wilkinson zuerst seinen Dienst im Mittelmeer und wurde dann der Marineversuchsabteilung zugeteilt. Unter anderem war er dort für die Erfindung eines Tiefenortungsgerätes, für die Entwicklung von Minenzündsätzen und für Einführung von künstlichen Nebelwänden zur Schiffstarnung zuständig. Im Oktober 1941 übernahm der zum Konteradmiral ernannte Wilkinson die Leitung des Marinegeheimdienstes. 1942 übernahm Wilkinson kurzzeitig das Kommando über die 2. Schlachtschiffdivision im Pazifik. Seine Strategie im Pazifikkrieg wird bis heute als ein maßgeblicher Faktor der zum Kriegsgewinn führte angesehen. Wilkinson kommandierte die Task Force, die auf den Philippinen und im Golf von Leyte anlandete. Wilkinson verstarb 1946 in Norfolk.

 

 

Auszeichnungen

 
Medal of Honor
Navy Distinguished Service Medal 3x


Quellen

Autor: Gebirgsjäger / Hasso von Manteuffel / Freiherr von Woye

 

Einleitung

Eintritt der Staaten in die Union

 

Die Vereinigten Staaten von Amerika, eine präsidialdemokratische Republik mit bundesstaatlicher Verfassung, gingen aus den dreizehn britischen Kolonien hervor, die 1776 ihre Unabhängigkeit erklärten. Aus dem Unabhängigkeitskrieg ging eine neue Nation hervor, die mit dem Inkrafttreten der Verfassung 1788, einer Bundesrepublik gleichzusetzen ist. Die Erforschung Amerikas und der Expansionsdrang der noch jungen Nation, vertrieb die anderen europäischen Mächte aus Nordamerika und erschloss weitere Territorien. Die Ureinwohner mussten dieses Expansion weichen und neu entstandene Bundesstaaten in die Union aufgenommen, zuletzt 1959 Alaska und die Inselgruppe Hawaii.
Heute sind die Vereinigten Staaten der flächenmäßig drittgrößte Staat und die größte Volkswirtschaft der Erde. Ein Fakt, dass die Republik ihrer Struktur und politischen Ordnung verdankt. Nur eine Zentralregierung konnte dieses Land leiten und einen, dazu musste man aber auf die Souveränität der einzelnen Staaten bauen. Die Föderalisten und Anti-Föderalisten, ihre Position bei der Diskussion um die Struktur der neuen Nation, ließ den Vorgänger des modernen Zweiparteiensystems der Vereinigten Staaten entstehen. So war es nur logisch, dass der ehemalige Revolutionsgeneral und Vorsitzende des Verfassungskonvents George Washington erster Präsident wurde, stand er doch für eine starke Zentralregierung in Bezug auf seine militärische Laufbahn und für die Souveränität der Staaten, wenn man sich auf seine Herkunft als Landbesitzer in Virginia besinnt.

Für die westliche Welt existiert der Kontinent Amerika erst seit 1492 und doch dominiert dieser Kontinent die Welt bis heute. Hatte die Gemeinschaft aus Bundesstaaten aus dem europäischen Vorbild gelernt und schon 1772 eine Union geschaffen, die erst 1991 in Europa im Entstehen begriffen war? Es scheint, als ob dieser Neuanfang ein guter war und die Siedler sich nicht das europäische System zum Vorbild genommen haben, nicht auf die Monarchie setzen sondern ein Utopia schaffen wollten. Aus diesem Utopia der Bundesstaaten reife über 200 Jahre eine der größten Wirtschafts-, Militär- und Politischen Mächte der Welt heran.
Die beiden Häuser des US-Kongresses verwalten die Verfassung und nur eine 2/3 Mehrheit kann diese ändern bzw. neue Staaten aufnehmen. In besonderen Fällen muss ein Nationalkonvent einberufenen werden und unter der Zustimmung einer Dreiviertelmehrheit in den Parlamenten der Bundesstaaten Änderungen vornehmen.

Die Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika steht bis heute wie keine andere Flagge dieser Welt für das föderale System der USA. Das sogenannte „Sternenbanner“ (engl: Star-Spangled Banner, Spitzname Stars and Stripes) besteht aus 7 roten und 6 weißen Streifen, die für die 13 Gründungsstaaten stehen, und aus einem blauen Flaggenfeld („Gösch“) im linken oberen Eck, dessen derzeit 50 weiße Sterne die 50 Bundesstaaten der USA symbolisieren. Nach § 2 des Flaggengesetzes der USA wird nach Aufnahme eines weiteren Staates mit Wirkung vom folgenden 4. Juli (Unabhängigkeitstag) ein weiterer Stern zugefügt. Ob weitere Staaten hinzukommen ist zwar im Moment unwahrscheinlich wird aber nicht ausgeschlossen. Diese Aufnahmegesetze wurden auch von der EU verwendet, basierend auf dem Anliegen der Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg die Vereinigten Staaten von Europa zu gründen. Wie bei der EU Flagge soll auch diese Flagge eine besondere Bedeutung haben.
Die Flagge wird in der Nationalhymne der Vereinigten Staaten The Star-Spangled Banner besungen. Am 14. Juni begeht man dort den Flag Day („Flaggentag“), der aber nur in Pennsylvania und Amerikanisch-Samoa (am 17. Juni) staatlicher Feiertag ist.

Unabhänigigkeits-Erklärung

Unabhängigkeits-Erklärung der Vereinigten Staaten

gegeben im Kongreß am 4. Juli 1776
Einstimmige Erklärung der dreizehn Vereinigten Staaten von Nord-Amerika


Wenn im Laufe menschlicher Begebenheiten ein Volk genöthigt wird, die politischen Bande aufzulösen, die es bisher mit einem anderen vereinten, und unter den Mächten der Erde die gesonderte und gleiche Stellung einzunehmen, zu welcher es durch die Gesetze der Natur und des Schöpfers derselben berechtigt ist, so erheischt die geziemende Achtung vor den Meinungen des Menschengeschlechts, daß es die Ursachen öffentlich verkünde, welche jene Trennung veranlassen.

Wir halten die nachfolgenden Wahrheiten für klar an sich und keines Beweises bedürfend, nämlich: daß alle Menschen gleich geboren; daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt sind; daß zu diesem Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit gehöre; daß, um diese Rechte zu sichern, Regierungen eingesetzt sein müssen, deren volle Gewalten von der Zustimmung der Regierten herkommen; daß zu jeder Zeit, wenn irgend eine Regierungsform zerstörend auf diese Endzwecke einwirkt, das Volk das Recht hat, jene zu ändern oder abzuschaffen, eine neue Regierung einzusetzen, und diese auf solche Grundsätze zu gründen, und deren Gewalten in solcher Form zu ordnen, wie es ihm zu seiner Sicherheit und seinem Glück eam zweckmäßigsten erscheint. - Klughait zwar gebiete, schon lange bestehende Regierungen nicht um leichter und vorübergehender Ursachen willen zu ändern, und dieser gemäß hat alle Erfahrung gezeigt, daß die Menschheit geneigter ist, zu leiden, so lange Leiden zu ertragen sind, als sich selbst Rechte zu verschaffen, durch Vernichtung der Formen, an welche sie sich einmal gewöhnt. Wenn aber eine lange Reihe von Mißbräuchen und rechtswidrigen Ereignissen, welche unabänderlich den nämlichen Gegenstand verfolgen, die Absicht beweis, ein Volk dem absoluten Despotismus zu unterwerfen, so hat dieses das Recht, so ist es dessen Pflicht, eine solche Regierung umzustürzen, und neue Schutzwehren für seine künftige Sicherheit anzuordnen. Dieser Art war das nachsichtige Dulden dieser Kolonien, und dieser Art ist nun auch die Nothwendigkeit, durch welche sie gezwungen werden, das frühere System der Regierung zu ändern. Die Geschichte des gegenwärtigen Königs von Großbritannien ist eine Geschichte von wiederholten Ungerechtigkeiten und eigenmächtigen Anmaßungen, die alle die direkte Absicht haben, eine unumschränkte Tyrannei über diese Staaten zu errichten. Um dieses zu beweisen, seien hiermit Thatsachen der unpartheiischen Welt vorgelegt:

Er hat seine Genehmigung den heilsamsten und nothwendigsten Gesetzen für das allgemeine Wohl verweigert.
Er hat seinen Statthaltern verboten, Gesetze von unaufschiebbarer und dringender Wichtigkeit rechtskräftig zu machen, oder deren Anwedung suspendirt, bis seine Genehmigung dazu erhalten worden, und die so aufgeschobenen hat er zu beachten gänzlich vernachlässigt.
Er hat es verweigert, andere Gesetze für die Erleichterung ausgedehnter Volksdistrikte zu genehmigen, es sei denn, daß dieses Volk auf sein Vertretungsrecht in der gesetzgebenden Versammlung Verzicht geleistet habe - auf ein Recht, das dem Volke unschätzbar, und nur dem Tyrannen furchtbar ist.
Er hat gesetzgebende Körper in ungewöhnliche, unbequeme, und von den Bewahrungsörtern ihrer öffentlichen Urkunden entfernte Plätze zusammenberufen, aus der alleinigen Absicht, sie durch Ermüdung zur Willfährigkeit mit seinen Maßregeln zu zwingen.
Er hat zu wiederholten Malen die Häuser der Abgeordneten aufgelöst, weis sie sich mit männlicher Festigkeit seinen Einriffen in die Rechte des Volkes wiedersetzt.
Er hat nach solchen Auflösungen für eine lange Zeit sich geweigert, die Wahl anderer Abgeordneten zu gestatten, wodurch die gesetzgebende Gewalt, die nicht vernichtet werden kann, wiederum vollständig zum Volke, um von diesem ausgeübt zu werden, zurückgekehrt ist; und der Staat blieb mittlerweile allen Gefahren eines feindlichen Einfalls von Außen und Erschütterungen im Innern ausgesetzt.
Er hat sich bestrebt, das Steigen der Bevölkerung dieser Staaten zu verhindern, und zu diesem Zwecke den gesetzen für die Naturalisation Fremder Schwierigkeiten in den Weg gelegt, andere Gesetze zu erlassen sich geweigert, durch welche die Einwanderung ermuntert werden kann, und die Preisbedingungen zu neuem Ländererwerb erhöht.
Er hat die Handhabung der Gerechtigkeitspflege gestört, indem er Gesetzen seine Zustimmung verweigerte, welche die Errichtung richterlicher Gewalten bezweckten.
Er hat die Richter von seinem Alleinwillen abhängig gemacht, hinsichtlich der Dauer ihrer Aemter, und des Betrags und der Bezahlung ihrer Gehalte.
Er hat eine Unzahl neuer Aemter errichtet, und Schwärme von Beamten hierhergesendet, um unser Volk zu erschöpfen und seinen Lebensunterhalt aufzuzehren.
Er hat unter uns in Friedenszeiten stehende Heere gehalten, ohne Zustimmung unserer gesetzgebender Behörden.
Er hat sich bestrebt, die Kriegsmacht unabhängig zu machen von der bürgerlichen Gewalt, und sie über die letztere zu stellen.
Er hat sich mit Andern verbindet, uns einer Gerichtsbarkeit zu unterwerfen, die unsrer Verfassung fremd, und durch unsre Gesetze nicht anerkannt ist, und hat seine Genehmigung folgenden Aussprüchen dieser anmaßlichen Gesetzgebung ertheilt:
zur Einquartierung straker, bewaffneter Truppenkorps bei uns;
zur Beschützung derselben durch ein Scheingericht, vor der Strafe auf Todtschlag, wenn sie einen solchen an den Bewohnern dieser Staaten gehen würden;
zur Abschniedung unsres Handels mit allen Theilen der Welt;
zur Auflage von Abgaben auf uns, ohne unsere Zustimmung;
zur Beraubung der Wohlthaten der Untersuchung durch Geschwornen-Gerichte, in machen Fällen;
zu unserer Transportierung über das Meer, um, angebliche Verbrechen wegen, gerichtet zu werden;
zur Aufhebung (Vernichtung) des freien Systems der englischen Gesetze in einer benachbarten Provinz, Einführung einer Willkührregierung in derselben, und Erweiterung derer Grenzen, um sie zu gleicher Zeit als Muster und als taugliches Werkzeug für die Einführung derselben absoluten Herrschaft in diesen Kolonien gebrauchen zu können;
zur Hinwegnahme unsrer Freibriefe, Vernichtung unsrer werthvollsten Gesetze, und Umänderung unsrer Regierungsformen, von Grund aus;
zur Suspendierung unsrer eigenen, gesetzgebenden Versammlungen, und hat derselben die Macht verliehen, uns in allen und jeglichen Fällen Gesetze zu geben.
Er hat der Regierung hier entsagt, indem er uns außerhalb seines Schutzes erklärte, und Krieg gegen uns begann.
Er hat unsere Meere geplündert, unsere Küsten verwüstet, unsere Städte verbrannt, und das Lebens unsres Volkes vernichtet.
Er hat, indem er gegenwärtig große Heere ausländischer Söldner überschifft, um das Werk des Todes, der Verwüstung und der Tyrannei zu vollenden, bereits mit Handlungen der Grausamkeit und Persidie begonnen, die kaum ihres Gleichen in den barbarischsten Zeitaltern haben, und völlig unwürdig des Hauptes einer civilisirten Nation sind.
Er hat unsre Mitbürger, die auf der hohen See gefangen wurden, gezwungen, die Waffen gegen ihr eigenes Vaterland zu führen, die Henker ihrer eigenen Freunde und Brüder zu werden, oder selbst durch deren Hände zu fallen.
Er hat unter uns innere Aufstände erregt, und gegen die Bewohner unsrer Grenzen jene unbarmherzigen Indianer aufzubringen getrachtet, deren bekannte Kriegsweise ein rücksichtsloses Vertilgen jedes Alters, Geschlechts und Standes ist.


Bei jedem grade dieser Unterdrückungen haben wir in den unterthänigsten Ausdrücken um Abhülfe gebeten: unsere wiederholten Bitten wurden nur durch wiederholtes Unrecht beantwortet. - Ein Fürst, dessen Charakter so durch jede seiner Handlungen als Tyrann bezeichnet wird, ist untüchtig, der Herrscher eines freien Volkes zu sein.

Wir haben es nicht an Aufforderungen an unsere britischen Brüder fehlen lassen. Wir haben sie von Zeit zu Zeit vor den Versuchen gewarnt, durch ihre Gesetzgebung eine unerlaubte Rechtspflege über uns auszuüben. Wir haben sie an die Zeitumstände unserer Auswanderung und hiesigen Niederlassung erinnert. Wir haben an ihre angeborene Gerechtigkeitsliebe, ihre Hochherzigkeit appellirt, und sie bei de Banden unsrer gemeinschaftlichen Abkunft beschworen, jenen rechtswidrigen Eingriffen zu entsagen, die unvermeidlich unsere Verbindungen und unser Einverständnis unterbrechen würden. Doch auch sie waren taub gegen die Stimme der Gerechtigkeit und der Blutsverwandschaft. Wir müssen daher der Nothwendigkeit nachgeben, welche unsre Trennung erheischt, und die Briten für das halten, wofür uns die ürbige Menschheit gilt, für - Freinde im Krieg, für Freunde im Frieden.

Wir daher, die Volksvertreter der Vereinigten Staaten von Amerika, versammelt im Generalkongreß, und den höchsten Richter der Welt zum Zeugen für die Reinheit unsrer Absichten anrufend, verkünden hiermit feierlichst im Namen und aus Machtvollkommenheit des guten Volks dieser Kolonien, daß diese vereinten Kolonien freie und unabhängige Staaten sind, und es zu sein, das Recht haben sollen; daß sie losgesprochen sind von allem Gehorsam gegen die britischen Krone, und daß alle politische Verbindung zwischen ihnen und dem britischen Reiche gänzlich aufgelöst ist und sein soll; daß sie als freie und unabhängige Staaten volle Gewalt haben, Krieg anzufangen, Frieden zu schließen, Bündnisse einzugehen, Handelsverbindungen zu eröffnen, und alle andern Beschlüsse und Akte zu verrichten, zu welchen unabhängige Staaten rechtlich befugt sind. Und zur Aufrechterhaltung dieser Erklärung verbürgen wir uns, mit festem Vertrauen auf den Schutz der göttlichen Vorsehung, wechselseitig mit unserm Leben, unserm Vermögen, und unsrer unverletzten Ehre.

John Hancock, Präsident
Charles Thompson, Sekretär

New-Hampshire
Josiah Bartlett.
William Whipple.
Matthew Thornton.

Massachusetts-Bay
Samuel Adams.
John Adams.
Robert Treat Paine.
Elbridge Gerry.

Rhode-Island an Providence Plantations
Stephan Hopkins.
William Ellery.

Connecticut
Roger Sherman.
Samuel Huntington.
William Williams.
Oliver Wolcott.

New-York
William Floyd.
Philip Livingston.
Francis Lewis.
Lewis Morris.

New-Jersey
Richard Stockton.
John Witherspoon.
Francis Hopkinson.
John Hart.
Abraham Clarke.

Pennsylvania
Robert Morris.
Benjamin Rush.
Benjamin Franklin.
John Morton.
George Clymer.
James Smith.
George Taylor.
James Wilson.
George Roß.

Delaware
Cesar Rodney.
George Reed.
Thomas M'Kean.

Maryland
Samuel Chase.
William Paca.
Thomas Stone.
Charles Carrol, of Carrollton

Virginia
George Wythe.
Richard Henry Lee.
Thomas Jefferson.
Benjamin Harrison.
Thomas Nelson jr.
Francis Lightfoot Lee.
Charter Braxton.

North-Carolina
William Hooper.
Joseph Hewes.
John Penn.

South-Carolina
Edward Ruthledge.
Thomas Heward jr.
Thomas Lynch jr.
Arthur Middleton.

Georgia
Burton Gwinnet.
Lyman Hall.
George Walton.

Bundesstaaten

Delaware
Eintrittsdatum: 07.12.1787
Hauptstadt: Dover
Pennsylvania
Eintrittsdatum: 12.12.1787
Hauptstadt: Harrisburg
New Jersey
Eintrittsdatum: 18.12.1787
Hauptstadt: Trenton
Georgia
Eintrittsdatum: 02.01.1788
Hauptstadt: Atlanta
Connecticut
Eintrittsdatum: 09.01.1788
Hauptstadt: Hartford
Massachusetts
Eintrittsdatum: 06.02.1788
Hauptstadt: Boston
Maryland
Eintrittsdatum: 28.04.1788
Hauptstadt: Annapolis
South Carolina
Eintrittsdatum: 23.05.1788
Hauptstadt: Columbia
New Hampshire
Eintrittsdatum: 21.06.1788
Hauptstadt: Concord
Virginia
Eintrittsdatum: 25.06.1788
Hauptstadt: Richmond
New York
Eintrittsdatum: 26.07.1788
Hauptstadt: Albany
North Carolina
Eintrittsdatum: 21.11.1789
Hauptstadt: Raleigh
Rhode Island
Eintrittsdatum: 29.05.1790
Hauptstadt: Providence
Vermont
Eintrittsdatum: 04.03.1791
Hauptstadt: Montpelier
Kentucky
Eintrittsdatum: 01.06.1792
Hauptstadt: Frankfort
Tennessee
Eintrittsdatum: 01.06. 1796
Hauptstadt: Nashville
Ohio
Eintrittsdatum: 01.03.1803
Hauptstadt: Columbus
Louisiana
Eintrittsdatum: 30.04.1812
Hauptstadt:Baton Rouge
Indiana
Eintrittsdatum: 11.12.1816
Hauptstadt: Indianapolis

Eintrittsdatum: 10.12.1817
Hauptstadt: Jackson
Illinois
Eintrittsdatum: 03.12.1818
Hauptstadt: Springfield
Alabama
Eintrittsdatum: 14.12.1819
Hauptstadt: Montgomery
Maine
Eintrittsdatum: 15.03.1820
Hauptstadt: Augusta
Missouri
Eintrittsdatum: 10.08.1821
Hauptstadt: Jefferson City
Arkansas
Eintrittsdatum: 15.06.1836
Hauptstadt: Little Rock
Michigan
Eintrittsdatum: 26.01.1837
Hauptstadt: Lansing
Florida
Eintrittsdatum: 03.02.1845
Hauptstadt: Tallahassee
Texas
Eintrittsdatum: 29.12.1845
Hauptstadt: Austin
Iowa
Eintrittsdatum: 28.12.1846
Hauptstadt: Des Moines
Wisconsin
Eintrittsdatum: 29.05.1848
Hauptstadt: Madison
California
Eintrittsdatum: 09.09.1850
Hauptstadt: Sacramento
Minnesota
Eintrittsdatum: 11.05.1858
Hauptstadt: Saint Paul
Oregon
Eintrittsdatum: 14.02.1859
Hauptstadt: Salem
Kansas
Eintrittsdatum: 29.01.1861
Hauptstadt: Topeka
West Virginia
Eintrittsdatum: 30.06.1863
Hauptstadt: Charleston
Nevada
Eintrittsdatum: 31.10.1864
Hauptstadt: Carson City
Nebraska
Eintrittsdatum: 01.03.1867
Hauptstadt: Lincoln
Colorado
Eintrittsdatum: 01.08.1876
Hauptstadt: Denver
North Dakota
Eintrittsdatum: 02.11.1889
Hauptstadt: Bismarck
South Dakota
Eintrittsdatum: 02.11.1889
Hauptstadt: Pierre
Montana
Eintrittsdatum: 08.11.1889
Hauptstadt: Helena
Washington
Eintrittsdatum: 11.11.1889
Hauptstadt: Olympia
Idaho
Eintrittsdatum: 03.07.1890
Hauptstadt: Boise
Wyoming
Eintrittsdatum: 10.07.1890
Hauptstadt: Cheyenne
Utah
Eintrittsdatum: 04.01.1896
Hauptstadt: Salt Lake City
Oklahoma
Eintrittsdatum: 16.11.1907
Hauptstadt: Oklahoma City
New Mexico
Eintrittsdatum: 06.01.1912
Hauptstadt: Santa Fe
Arizona
Eintrittsdatum: 14.02.1912
Hauptstadt:Phoenix
Alaska
Eintrittsdatum: 03.01.1959
Hauptstadt: Juneau

Eintrittsdatum: 21.08.1959
Hauptstadt: Honolulu

Quellen

Buch

Udo Sauter, Lexikon der amerikanischen Geschichte, Orig Ausg München Beck 1997. (ISBN 3-406-39294-6)

I- Net

(Letzter Aufruf 17.05.2011)

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http://de.wikipedia.org/wiki/Texas
http://de.wikipedia.org/wiki/Iowa
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http://de.wikipedia.org/wiki/Kalifornien
http://de.wikipedia.org/wiki/Minnesota
http://de.wikipedia.org/wiki/Oregon
http://de.wikipedia.org/wiki/Kansas
http://de.wikipedia.org/wiki/West_Virginia
http://de.wikipedia.org/wiki/Nevada
http://de.wikipedia.org/wiki/Nebraska
http://de.wikipedia.org/wiki/Colorado
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http://de.wikipedia.org/wiki/South_Dakota
http://de.wikipedia.org/wiki/Montana
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http://de.wikipedia.org/wiki/Idaho
http://de.wikipedia.org/wiki/Wyoming
http://de.wikipedia.org/wiki/Utah
http://de.wikipedia.org/wiki/Oklahoma
http://de.wikipedia.org/wiki/New_Mexico
http://de.wikipedia.org/wiki/Arizona
http://de.wikipedia.org/wiki/Alaska
http://de.wikipedia.org/wiki/Hawaii

Autor: Hasso von Manteuffel / Freiherr von Woye


 

Das Thema

 

Politiker der Sowjetunion

 

Liebe Leser und Freunde der DMP-Bibliothek - geschätzte Modder!

 

Der Brückenschlag zwischen den Bereichen Modding und Wissen ist nun eingeleitet. In dieser Rubrik des Wissensbereiches bzw. der Bibliothek von DMP, werden die Politiker der Sowjetunion vorgestellt.
Sinn und Zweck des neuen Themenschwerpunktes ist es, Moddern, aber auch allen anderen Wissensdurstigen, einen schnellen und informativen Kurzeinblick in die Militärgeschichte der verschiedensten Nationen zu gewähren. Anhand von funktionellen Tabellen und Grafiken, soll es möglich sein, Informationen zielgerichtet abrufen zu können.

 

In weiteren Rubriken und Themen, werden weitere Länderschwerpunkte aus der Zeit des WK I, WK II und auch Neuzeit gesetzt werden. Neben Deutschland als Schwerpunkt, sollen natürlich auch andere Nationen einen ausführlichen Datenhintergrund bekommen.

 

Viel Spaß beim Stöbern, Lesen und Modden, wünscht euch Euer DMP-Bibliotheksteam.

 


 

(Die Gliederung, Benennung und der Titel des Beitrages basieren auf den Strukturen des PC-Spiels Hearts of Iron und das Gesamtbild mag deshalb unvollständig bzw. historisch fraglich erscheinen.)


Staatoberhaupt

 

Staatsoberhaupt

 

 

Michail Iwanowitsch Kalinin wurde 1875 als Sohn eines Bauern in Werchnjaja Troiza geboren. Kalinin arbeitete als Dreher in verschiedenen Industriebetrieben und schloss sich früh dem „Kampfbund zur Befreiung der Arbeiterklasse“ an. 1899 wurde er zum ersten Mal auf Grund seiner politischen Aktivitäten verhaftet. In der Haft studierte er politische Werke, darunter auch das "Kapital". Es folgten weitere Verhaftungen und 1913 war Kalinin Mitbegründer der Parteizeitung Prawda, was ihm die Verbannung nach Sibirien einbrachte. Nach der Oktoberrevolution bekleidete Kalinin sein erstes politisches Amt, das des Vorsitzenden des Stadtsowjets von St. Petersburg. Von nun an ging es mit seiner politischen Karriere steil bergauf. 1919 erfolgte die Wahl zum Vorsitzenden des Gesamtrußischen Zentralen Exekutivkomitees der Sowjets. Dieser Posten war gleichzusetzen mit dem des Staatsoberhauptes von Russland. 1922 nach der formellen Gründung der Sowjetunion behielt er das Amt des Staatschefs. Kalinin widersetzte sich Zeit seines Lebens Stalin nie. Selbst als seine Frau von 1938 bis 1944 interniert wurde, nahm Kalinin dies widerspruchslos hin. Im März 1946 trat Kalinin freiwillig von seinem Amt zurück. Er verstarb drei Monate später in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Rotbanner-Orden
Lenin-Orden
Umbenennung von Königsberg in Ostpreußen in Kaliningrad
Umbenennung der Stadt Oblast Twer in Oblast Kalinin
Gründung der Stadt Kaliningrad bei Moskau

 

 

Nikolai Michailowitsch Schwernik wurde 1888 in Sankt Petersburg geboren. 1905 trat Schwernik den Bolschewiki bei und machte nach der Oktoberrevolution eine steile Karriere in der KP. Er galt als enger Vertrauter von Stalin und setzte dessen Pläne einer raschen Industrialisierung des Landes um. Als die Wehrmacht Russland überrannte war er für die Evakuiierung der Schwerindustrie hinter den Ural verantwortlich. Von 1930 bis 1944 war Schwernik Erster Sekretär des Zentralrats des Sowjetischen Gewerkschaftsbundes. 1946 trat er die Nachfolge von Michail Kalinin an. Im Amt des Staatsoberhauptes verblieb er bis nach Stalins Tod. Am 15. März 1953 wurde er abgelöst und kehrte auf seinen Posten als oberster Gewerkschaftsführer zurück. Schwernik verstarb 1970 in Moskau.

 

 

Marschall der Sowjetunion Kliment Jefremowitsch Woroschilow wurde 1881 bei Bachmut geboren. Woroschilow entstammte einfachsten Verhältnissen und hielt sich bis zur Oktoberrevolution mit diversen Handwerksberufen über Wasser. Schon in der Zeit des Zarenreichs war er der Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands beigetreten und hatte zahlreiche Streiks organisiert, was ihm mehrere Haftstrafen eingebracht hatte. Woroschilow gilt als einer der Mitbegründer der Roten Armee. Im russischen Bürgerkrieg arbeitete er eng mit Josef Stalin zusammen. Unter seiner Führung wurde Stalingrad von der Weißen Armee erobert. Nach der Einnahme der Stadt wurden unter dem Kommando von Woroschilow Massenerschiessungen an zaristischen Offizieren durchgeführt. Als die Macht in Russland gefestigt war, begann der militärische Aufstieg von Stalins Kampf- und Weggefährten. Von 1925 bis zum 8. Mai 1940 war der mittlerweile zum Marschall der Sowjetunion beförderte Woroschilow Volkskommissar für Verteidigung der Sowjetunion. In seine Amtszeit fielen die politischen Säuberungen und das Massaker von Katyn. Erst der katastrophale Verlauf des Winterkrieges mit Finnland führte zu einem Knick in der Karriere Woroschilows. Er wurde als Verteidigungsminister abgelöst und hatte von nun an nur noch den nordwestlichen Verteidigungsdistrikt als Befehlshaber inne. Als solchem gelang es ihm, beim Einmarsch der Wehrmacht nicht, Leningrad zu entsetzen. Woroschilow war ein unfähiger Kommandant, das Vertrauen von Stalin blieb ihm aber bis zuletzt erhalten. Nach Stalins Tod wurde Woroschilow zum dritten Staatsoberhaupt der Sowjetunion bestimmt. In diesem Amt verblieb er bis 1960. Woroschilo verstarb 1969 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Held der Sowjetunion 2 x
Namensgebung:
Panzer KW-1, KW-2 und KW-85
Städte:
Woroschilowgrad und Woroschilow


Partei

 

Parteiführer

 

 

Josef Wissarionowitsch Stalin wurde unter seinem bürgerlichen Namen Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili 1878 in Gori geboren. Er war von 1922 bis 1952 Generalsekretär der KP, ab 1952 Erster Sekretär. Stalin verstarb am 5. März 1953 in Kunzewo.

 

 

Georgi Maximilianowitsch Malenkow wurde 1902 in Orenburg geboren. Malenkow wurde Politikkommissar in der Roten Armee, zum normalen Soldaten war er offenbar nicht geeignet, da er ein sehr schlechter Schütze und miserabler Reiter war. Anschließend studierte Malenkow an der technischen Hochschule in Moskau und stieg 1934 zum Leiter der Abteilung für führende Parteiorgane des Zentralkomitees auf. In dieser Funktion war er maßgeblich an den großen Säuberungswellen der 30er Jahre beteiligt.
Nach dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion überwachte Malenkow den sowjetischen Kampfflugzeugbau. In den 50er Jahren stieg er zum zweiten Mann im Staate auf und nach Stalins Tod wurde er im März 1953 zum Vorsitzenden des Ministerrates der UdSSR gewählt. In dieser Position verblieb er jedoch nur kurz, da er den Rückhalt in der Partei und nach der Entmachtung seines Freundes Berias auch im KGB verlor. Am 7. September 1953 wurde Chruschtschow zum Ersten Sekretär des ZK bestellt.
In den folgenden Jahren kam es zur Demontage Malenkows, die in einem Putschversuch gipfelte. Der einst mächtigste Mann der Sowjetunion wurde zum Leiter eines Wasserkraftwerkes in Ust-Kamenogorsk in Kasachstan ernannt und aus der Partei ausgeschlossen. Er verstarb 1988 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Held der sozialistischen Arbeit
Leninoren 3x

 

 

Nikita Sergejewitsch Chruschtschow wurde 1894 in Kalinowka als Sohn eines Bauern geboren. Chruschtschow erlernte den Beruf Maschinenschlosser und arbeitete in einem Bergwerk. Am russischen Bürgerkrieg nahm er als Freiwilliger teil und trat in die Rote Armee ein. Chruschtschow arbeitete sich in der Partei hoch und wurde mit der Unterstützung von Stalin oberster Parteifunktionär des Moskauer Gebietsparteikomitees. 1938 erfolgte die Berufung ins höchste Gremium der UDSSR - ins Politbüro.
Im zweiten Weltkrieg hatte Chruschtschow den Rang eines Generalleutnants inne und war als Politoffizier tätig. In dieser Funktion war er als Frontkommissar in Stalingrad und später in Kursk tätig. Außerdem organisierte er den Partisanenkampf in der Ukraine. Nach dem Krieg war er für den Wiederaufbau der Ukraine zuständig. Dies erwies sich jedoch als schwierig, da er gegen die "Waldbrüder" und andere Partisanengruppen, die für eine Unabhängigkeit der Ukraine kämpften und gegen Hungersnöte kein adäquates Mittel fand. Nach Stalins Tod wurde Chruschtschow am 7. September 1953 offiziell zum neuen Ersten Sekretär des ZK gewählt, 1958 folgte die Wahl zum Ministerpräsident der UdSSR. In diese Zeitspanne fiel auch die Abrechnung mit dem Stalinismus und eine Tauwetterperiode gegenüber dem Westen. 1964 folgte die Absetzung von Nikita Chruschtschow. Er verstarb 1971 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Leninorden

 

 

 


Regierungschef

 

Regierungschef

 

 

Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow wurde als Wjatscheslaw Michailowitsch Skrjabin 1890 in Kukarka geboren. Bereits in seiner frühen Jugend wurde Molotow Mitglied der Bolschewiki und bekam einen Tarnnamen "Hammer" (=Molotow). Es folgte ein Engagement bei der Prawda, wo er mit Stalin zusammenarbeitet, mehrere Verhaftungen und die Deportation nach Sibirien. 1917 half Molotow unter Lenin und Trotzki aktiv bei der Vorbereitung zur russischen Revolution mit. Nach dem Erfolg der Oktoberrevolution wurde Molotow mit dem Amt des Ersten Sekretärs der Kommunistischen Partei der Ukraine belohnt. 1926 kam er schließlich ins Zentrum der Macht. Molotow wurde ins höchste Gremium der UDSSR ins Politbüro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion berufen. Molotow war Stalin stets treu ergeben und er hatte auch einen wesentlichen Anteil an den Säuberungswellen, Schauprozessen und am Massaker von Katyn. 1939 übernahm Molotow zusätzlich das Amt des Außenministers. In dieser Funktion unterzeichnete er mit seinem deutschen Amtskollegen von Ribbentrop den Hitler-Stalin-Pakt und den Neutralitätspakt mit Japan.
Nach dem Krieg verlor Molotow zunehmend Stalins Vertrauen, dies lag unter anderem an seiner jüdischen Frau Polina. Seine Unterwürfigkeit gegenüber Stalin ging aber dennoch so weit, dass er sogar die Verbannung seiner Frau akzeptierte. 1949 erfolgte die Abberufung als Außenminister.
Erst nach Stalins Tod rückte Moltow wieder in den inneren Machtzirkel auf. 1953 wurde er abermals Außenminister und bekleidete dieses Amt bis zum Jahr 1956. Molotow versuchte im gleichen Jahr Chrustschow zu stürzen. Daraufhin wurde er als Botschafter in die Mongolei abgeschoben, 1962 erfolgte der endgültige Parteiausschluss. Molotow verstarb 1986 in Moskau.

 

Amtszeit: 1930–1941


Josef Wissarionowitsch Stalin
siehe Josef Wissarionowitsch Stalin

Amtszeit: 1941–1953


Georgi Maximilianowitsch Malenkow
siehe: Georgi Maximilianowitsch Malenkow

Amtszeit: 1953–1955


Minister

 

Außenminister

 

 

Maxim Maximowitsch Litwinow wurde als Meir Henoch Mojszewicz Wallach-Finkelstein 1876 in Białystok geboren. Er entstammte einer wohlhabenden jüdischen Bankiersfamilie, besuchte das Gymnasium und trat anschließend in die zaristische Armee ein. Litwinow schloß sich bereits früh der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands an und wurde wegen seiner politischen Tätigkeit verhaftet. Er floh aus der Haft und ging ins Exil in die Schweiz. In den folgenden Jahren war es Litwinows Aufgabe, Geld und Waffen für die russische Revolution zu besorgen. Dies brachte ihn wiederum mit dem Gesetz in Konflikt, da Teile des beschafften Geldes aus Raubüberfällen stammten. Litwinow wurde in London inhaftiert und 1918 gegen einen englischen Diplomaten, der in Russland inhaftiert war ausgetauscht. Nun erfolgte der Aufstieg innerhalb der Parteihierarchie. Bereits 1930 wurde Litwinow zum Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten ernannt. Seine außenpolitischen Bestrebungen lagen darin, eine Annäherung an die westlichen Demokratien zu erreichen. 1932 gelang es ihm einen Nichtangriffsvertrag und 1935 sogar einen Beistandsvertrag mit Frankreich abzuschließen. Am 3. Mai 1939 wurde Litwinow als Außenminister überraschend von Stalin abgesetzt. 1941 wurde er russischer Botschafter in Washington. Maxim Maximowitsch Litwinow verstarb 1951 in Moskau.

 

Amtszeit: 1930–1939

 

 

Wjatscheslaw Molotow
siehe Wjatscheslaw Molotow

Amtszeit: 1939–1949 und 1953-1956

 

 

Dr. Andrei Januarjewitsch Wyschinski wurde 1893 als Sohn eines hohen zaristischen Beamten in Odessa geboren. Entgegen den Ansichten seiner Familie schloss er sich bereits früh den Menschewiki an. Wyschinski studierte Jura in Kiew, durfte aber wegen seiner politischen Ansichten nicht an der Universität lehren, dies wurde ihm erst in den 20er Jahren gestattet. 1920 trat Wyschinski in die KP ein und machte dort im Justizapparat Karriere. Von 1935 bis 1939 war Wyschinski der Generalstaatsanwalt der Sowjetunion. In dieser Funktion führte er die Prozesse der stalinistischen Säuberungen in Moskau. Durch diese treuen Dienste gegenüber Stalin erhielt er einen Platz im Zentralkomittee der KP. In den Nürnberger Prozessen vertrat Wyschinski die Sowjetunion als Ankläger. Von 1949 bis 1953 bekleidete er das Amt des Außenministers und nach dem Tod Stalins wurde er der ständige Vertreter der Sowjetunion bei den Vereinten Nationen. Wyschinski verstarb 1954 in New York.

 

Amtszeit: 1949–1953


Wjatscheslaw Molotow
siehe Wjatscheslaw Molotow
1953–1956


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Innenminister

 

 

Genrich Grigorjewitsch Jagoda wurde 1891 in Rybinsk geboren. Der Sohn eines jüdischen Druckers begann eine Lehre als Apotheker und schloss sich früh einer anarchistischen Gruppe an, die Dokumente fälschte und Sprengstoff für Anschläge organisierte. Dies brachte Jagoda eine Verbannung nach Sibirien ein. 1915 wurde er in die russische Armee eingezogen und kämpfte im 1. Weltkrieg. Zwei Jahre später nahm er an der Oktoberrevolution teil und wurde Mitglied der Tscheka. Bereits 1923 war er der zweite Mann in der mittlerweile in OGPU umbenannten Geheimpolizei. In dieser Funktion baute Jagoda die Gulags in Sibirien auf. 1933 entwickelte Jagoda den „großartigen Plan“. Dieser sah vor zwei Million Menschen nach Sibirien umzusiedeln. Der Plan endete durch schlechte Versorgung in einer Tragödie. Es kam sogar zu massenweise auftretenden Fällen von Kannibalismus unter den Zwangsumgesiedelten. Trotz dieser Katastrophe wurde Jagoda 1934 zum Chef des OGPU ernannt, den er im gleichen Jahr in den NKWD eingliederte. Jagoda galt als Organisator der Moskauer Prozesse. Die Beschuldigungen gegen die Angeklagten und die Organisation der Prozesse wurde jedoch so stümperhaft durchgeführt, dass Stalin an Jagodas Fähigkeiten zu zweifeln begann. Im September 1936 folgte Jagodas Absetzung und im Jahr darauf seine Inhaftierung. Der ehemalige Chef des NKWDs wurde brutalst gefoltert und 1938 im dritten Moskauer Schauprozess zum Tode verurteilt.

„Jagoda [war] ein Erzkrimineller. Diesem millionenfachen Mörder ging es nicht ins Hirn, dass sich im Herzen des noch Höheren Mörders keine Solidarität finden würde. Ihn flehte er um Gnade an, zuversichtlich eindringlich, geradeso als säße Stalin hier im Saal: ‚Ich wende mich an Sie! Ich habe für Sie zwei Kanäle gebaut!‘“

 

Alexander Solschenizyn: Archipel GULAG

 

Amtszeit: 1934–1936 Inneres und Staatsicherheit (NKWD)

 

 

Nikolai Iwanowitsch Jeschow wurde 1895 in Sankt Petersburg geboren. Jeschow arbeitete als Schneidergehilfe und hielt sich anschließend mit Gelegenheitsarbeiten in Fabriken über Wasser. Im ersten Weltkrieg versah er seinen Dienst in einer Artilleriewerkstatt in Witebsk, wo er auch der Bolschewistischen Partei beitrat. Im russischen Bürgerkrieg war Jeschow als Politkommissar tätig, hier lernte er auch Stalin kennen. Ende der 20er Jahre wurde Jeschow stellvertretender Volkskommissar für Landwirtschaft, es folgte Ämter als Chef der Kommissariate für besondere Angelegenheiten, Personalfragen und Industrie. Es folgten die ersten Säuberungen, die unter seiner Regie durchgeführt wurden. Bei den Moskauer Schauprozessen war Jeschow für die Einbringung der Geständnisse zuständig. Dies erreichte er meistens durch brutale Folter- und Verhörmethoden. Am 30. September 1936 löste Jeschow Jagoda als Chef des NKWDs ab.
Bald wurde Jeschow als „blutrünstige Zwerg“ bekannt, dies ist auf seine Körpergröße von lediglich 1.50 zurückzuführen. Jeschows Terrorregime sollte in der Sowjetunion ungeahnte Formen annehmen. Es wurden Plan-Solls zur willkürlichen Verhaftung von "Staatsfeinden" eingeführt, die fortwährend nach oben korrigiert wurden. Die Paranoia Jeschows gipfelte darin, dass er auch NKWD-Mitglieder, die die Vorgaben nicht erfüllten verhaften ließ. In seiner Amtszeit sollen rund 387000 Menschen hingerichtet worden, bei dieser Zahl handelt es sich um eine vorsichtige Schätzung. Für seine treuen Dienste wurde Jeschow mit dem Leninorden ausgezeichnet. Jeschow hatte durch diese Säuberungswellen die Rote Armee derart geschwächt, dass es an allen Ecken und Enden an erfahrenen Offizieren fehlte. Die Verhaftungswellen führten zu einer Überbelegung der Gulags und der Gefängnisse, in denen die Opfer zu tausenden verhungerten. Jeschow verlor jeden Bezug zur Realität. Er schlug vor, Moskau in Stalinoda umzubenennen, war kaum mehr nüchtern anzutreffen und verlangte aberwitzige Summen um seinen Spitzelapparat weiter auszubauen. Im Oktober 1938 wurde Jeschows Frau verhaftet, im November reichte er auf eigenen Wunsch hin seinen Rücktritt ein. Am 7. Dezember 1938 erfolgte schließlich die Entlassung als Volkskommissar für Inneres. Einige Monate später, am 10. April 1939 erfolgte schließlich auch die Verhaftung Jeschows. Im Februar 1940 wurde der "blutrünstige Zwerg" vom Militärkollegium des Obersten Gerichts zum Tode verurteilt und anschließend erschossen. Jeschows letzte Worte waren: „Sagt Stalin, ich sterbe mit seinem Namen auf meinen Lippen.“


 
Auszeichnungen
 
Leninorden

 

 

Marschall der Sowjetunion Lawrenti Pawlowitsch Beria wurde 1899 als Sohn einer armen Bauernfamilie in Mercheuli geboren. 1917 trat er den Bolschewiki bei und kämpfte anschließend mit der Roten Armee im Bürgerkrieg. Nach dem Bürgerkrieg studierte Beria Architektur und trat der Tscheka bei. Als Tscheka-Offizier war Beria an der Niederschlagung des Aufstandes in Georgien beteiligt, wo er Massenexekution zur Wiederherstellung der Ruhe durchführen ließ. 1929 wurde er der Chef der mittlerweile in GPU umbenannten Tscheka. Als solcher ging er rigoros gegen die Kulaken und die ländliche Bevölkerung vor und ließ diese zu tausenden in Konzentrationslager einweisen oder hinrichten. Beria war maßgeblich für die Säuberungswellen in Georgien und später im ganzen Land gegen Intellektuelle, Offiziere aber auch gegen persönliche Feinde verantwortlich. Am 25. November 1938 trat er die Nachfolge von Jeschow als Volkskommissar des Inneren an. Stalin bezeichnete Beria 1945 auf der Konferenz in Jalta als „unseren Himmler“.
Ein Auszug aus den Untaten Berias:
Anordnung des Massakers von Katyn
Ermordung tausender Häftlinge, als die Wehrmacht vor Moskau stand
Menschenversuche im Geheimlabor "Toxikologen Grigori Moissejewitsch Mairanowski"
Verschleppung von rund 500.000 Tschetschenen und Inguscheten aus Tschetschenien nach Kasachstan und Kirgisistan
Zwangsumsiedlung weiterer 300.000 bis 400.000 Menschen
Folterungen in seinem Privathaus

Nach dem Krieg war Beria für das sowjetische Atomwaffenprogramm zuständig. 1946 musste er aber den Posten als NKWD-Chef abgeben, wurde aber zum Marschall der Sowjetunion befördert. 1953, nach dem Tod Stalins übernahm er erneut die Leitung des NKWDs. Nikita Chruschtschow ließ Beria aber noch am 26. Juni 1953 verhaften. Beria wurde der Spionage angeklagt, verurteilt und noch am gleichen Tag erschossen.

 

Amtszeit: 1. Mal (1938–1941), Inneres und Staatsicherheit (NKWD)


Wsewolod Nikolajewitsch Merkulow wurde 1895 als Sohn eines Offiziers in Sakataly geboren. Merkulow studierte in Sankt Petersburg Physik und Mathematik, musste sein Studium aber abrechen, da er als Fähnrich zur Armee eingezogen wurde. 1921 trat er der Tscheka und erst 1925 der KPDSU bei. In der Tscheka arbeitete er eng mit Baria zusammen und er war für die Säuberungen in Georgien verantwortlich. 1938 wurde Merkulow zum Leiter der Hauptverwaltung für Staatssicherheit bestellt, am 14. April 1943 wurde er zum Volkskommissar für Staatssicherheit der Sowjetunion ernannt. Nach dem Krieg erfolgte die Beförderung zum Generaloberst und 1953, nach dem Ableben Stalins wurde Merkulow Minister für Staatskontrolle. In diesem Amt verblieb er jedoch nur sehr kurz. Im September erfolgte seine Verhaftung. Merkulow wurde zum Tode verurteilt und erschossen.


 
Auszeichnungen
 
Orden der Republik Tuwa
Kutusoworden 1.Klasse
Rotbannerorden

 

Amtszeit: 1938–1941, nur Staatsicherheit (NKGB)


Lawrenti Pawlowitsch Beria
siehe Lawrenti Pawlowitsch Beria

Amtszeit: 2. Mal (1941–1945, Inneres und Staatsicherheit (NKWD, NKWS))

 

 

Sergei Nikiforowitsch Kruglov wurde 1907 als Sohn einer Bauernfamilie geboren. 1928 trat er der KP bei und arbeitete in niederen Ämtern im Landwirtschaftsministerium. 1938 erfolgte die Rekrutierung durch den NKWD. Hier war er während der großen Säuberungen als interner Ermittler gegen seine eigenen Kollegen eingesetzt. 1941 erfolgte die Beförderung stellvertretenden Volkskommissar des Inneren. In dieser Position hatte er die Überwachung der Gulags über. Im Großen Vaterländischen Krieg hatte Kruglov zuerst das Kommando über die Reservefront inne. Hier zeichnete er sich durch Massenexekution an Soldaten aus, von denen angenommen wurde, dass sie desertiert waren oder die Moral untergraben würden. Für Massendeportationen von Kaukasiern wurde ihm 1944 der Suvorov-Orden verliehen. Ende 1944 erfolgte seine Versetzung ins Baltikum wo er mit brutaler Härte gegen Partisanen und versprengte deutsche Truppen vorging. 1945 erfolgte die Beförderung zum Generaloberst des NKWD. Im gleichen Jahr organisierte er die Konferenz von Jalta und wurde für seine Bemühungen um die Sicherheit der Staatschefs mit dem amerikanischen Legion of Merit ausgezeichnet. Die Briten machten Kruglov zu einem Ritter des Empires. Am 29. Dezember 1945 löste Kruglov Beria als Volkskommissar des Inneren ab. Nun folgten weitere Massendeportationen, diesmal an der deutschsprachigen Bevölkerung rund um Königsberg. Im Februar 1956 wurde Kruglov durch Chrustschow seines Amtes enthoben und auf den Posten des stellvertretenden Ministers für Kraftwerke abgeschoben. 1959 wurde ihm die Generalspension gestrichen und er musste sein Luxusapartment in Moskau räumen. Kruglov verstarb 1977 unter ungeklärten Umständen, zuvor war er aus der KP ausgeschlossen worden.


 
Auszeichnungen
 
Orden der Republik Tuwa
Kutusoworden 1.Klasse
Rotbannerorden

 

Amtszeit: 1945–1956

 

 

Wiktor Semjonowitsch Abakumow wurde 1908 in Moskau geboren. Abakumow stammte aus einfachsten Verhältnissen und besuchte nur vier Jahre die Schule. Anschließend hielt er sich mit Fabrikarbeiten über Wasser und diente in den 20er Jahren als einfacher Soldat in der Roten Armee. 1932 trat er dem OGPU dem Vorläufer des KGB bei. Von nun an ging es mit seiner Karriere steil bergauf. Bereits 1941 wurde er zum stellvertretenden Volkskommissar des Inneren ernannt und man betraute ihn mit dem Amt des Chefs der Gegenspionage. 1945 erfolgte die Beförderung zum Generaloberst und von 1946 bis 1951 war er Minister für Staatssicherheit. Im Jahre 1951 wurde Abakumow seines Amtes enthoben und wegen Hochverrates angeklagt. Er wurde zum Tode verurteilt und 1954 erschossen.

 

 

Semjon Denissowitsch Ignatjew wurde 1904 in Karlowka geboren. Bereits in den 20er Jahren trat Ignatjew der sowjetischen Geheimpolizei GPU bei. 1951 wurde er zum Minister für Staatssicherheit der UdSSR berufen. In dieser Funktion sollte er eine Ärzteverschwörung für Stalin aufdecken, und Vorwände für eine neue Säuberungswelle liefern. Noch am Todestag Stalins wurde Ignatjew seines Amtes enthoben. In den späten 50er und Anfang der 60er Jahre war Ignatjew Erster Sekretär der KPdSU in der Baschkirischen ASSR und in der Tatarischen ASSR. Semjon Denissowitsch Ignatjew verstarb 1983 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Leninorden 4x
Orden der Oktoberrevolution


Lawrenti Pawlowitsch Beria
siehe Lawrenti Pawlowitsch Beria

Amtszeit: 3. Mal (1953), Inneres und Staatsicherheit (NKGB)


Sergei Nikiforowitsch Kruglow
siehe: Sergei Nikiforowitsch Kruglow

Amtszeit: 2.Mal (1953–1956) nur Inneres


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Verteidigungsminister

 

 

Marschall der Sowjetunion Kliment Jefremowitsch Woroschilow
siehe Kliment Jefremowitsch Woroschilow

Amtszeit: 1924-1940

 

 

Marschall der Sowjetunion Semjon Konstantinowitsch Timoschenko wurde 1895 als Sohn einer armen Bauernfamilie in Furmanowka geboren. Im ersten Weltkrieg wurde Timoschenko wegen Tapferkeit zweimal mit dem Georgskreuz ausgezeichnet. 1918 trat er in die Rote Armee ein und wurde Befehlshaber des 1. Krim-Kavallerieregiments. Bei Kämpfen gegen die Weiße Armee wurde Timoschenko verwundet, führte den Angriff jedoch persönlich weiter an. Dafür wurde ihm der Rotbannerorden verliehen. Nun ging es in der Militärhierarchie steil bergauf. Bereits 1937 kommandierte er den prestigeträchtigen Militärdistrikt von Kiew. Im Polenfeldzug marschierte er als Kommandeur der Ukrainischen Front in Ostpolen ein. Ein Jahr später kommandierte er im Finnischen Winterkrieg die Nordwestfront, mit der er die Mannerheimlinie durchbrechen konnte. Trotz hoher Verluste wurde Timoschenko zum Marschall der Sowjetunion befördert und als Held der Sowjetunion ausgezeichnet. Am 7. Mai 1940 wurde er außerdem zum Verteidigungskommissar ernannt und trat die Nachfolge Woroschilows an. In dieser Funktion verblieb er bis zum 22. Juni 1941, als Stalin persönlich diesen Posten übernahm Timoschenko wurde sein Stellvertreter. Timoschenko befehligte mehrere Fronten unter anderem die Stalingradfront und die und die Südwestfront, mit der er bei Charkow eine schwere Niederlage erlitt. 1960 trat Timoschenko in den Ruhestand, er verstarb 1970 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Georgskreuz 2x
Rotbannerorden 5x
Held der Sowjetunion 2x
Siegesorden
Leninorden 5x
Suworoworden 1. Klasse


Generallissimo der Sowjetunion Josef Wissarionowitsch Stalin
siehe Josef Wissarionowitsch Stalin

Amtszeit: (1941-1947)

 

 

Marschall der Sowjetunion Nikolai Alexandrowitsch Bulganin wurde 1895 als Sohn eines Beamten in Nischni Nowgorod geboren. 1917 trat Bulganin den Bolschewiki und der Tscheka bei. Nach dem Bürgerkrieg war Bulganin in der Elektrowirtschaft tätig und anschließend Direktor der Moskauer Elektrizitätsversorgung. Bereits 1931 wurde er Bürgermeister von Moskau. Dieses Amt hatte er bis 1940 inne. Nach dem Angriff der Wehrmacht war Bulganin Politoffizier in der Roten Armee. Er bekleidete den Rang eines Generaloberst, Einheiten befehligte er jedoch er nie. 1944 wurde er Stellvertretender Volkskommissar für Verteidigung, 1947 übernahm er den Posten als Minister und die Beförderung zum Marschall der Sowjetunion folgte. Den Ministerposten hatte Bulganin bis 1949 inne, nach dem Tod Stalins wurde er abermals Verteidigungsminister nämlich von 1953 bis 1955. 1955 wurde er außerdem Ministerpräsident der UDSSR. Dieses Amt bekleidete er bis 1958, als er auf den Posten des Präsidenten der Staatsbank abgeschoben und zum Generaloberst degradiert wurde. Nikolai Alexandrowitsch Bulganin verstarb 1975 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Held der sozialistischen Arbeit
Leninorden 2x
Rotbannerorden 2x
Suworoworden
Kutusoworden

 

 

Marschall der Sowjetunion Alexander Michailowitsch Wassilewski wurde 1895 als Sohn eines Priesters in Nowaja Goltschicha geboren. Er absolvierte die Alexej-Offiziersschule in Moskau und war im ersten Weltkrieg Bataillonskommandeur im Rang eines Stabskapitän (Stabsrittmeister). 1919 schloss sich Wassilewski der Roten Armee an und kämpfte im russischen Bürgerkrieg und im Polnisch-Sowjetischen Krieg. Es folgten Generalstabskurse und die Tätigkeit in verschiedenen Stäben. 1940 wurde er zum Generalmajor befördert. Im Großen Vaterländischen Krieg diente Wassilewski im Generalstab und hatte maßgeblichen Einfluss auf die Planungen der Roten Armee. 1941 folgte die Beförderung zum Generalleutnant, 1942 zum Generaloberst, 1943 zum Armeegeneral und zum Marschall der Sowjetunion. Im Jahr 1945 übernahm Wassilewski schließlich das Kommando über die Weißrussische Front, die in Ostpreußen kämpfte und anschließend leitete er die Offensive gegen die japanischen Truppen in Asien. 1949 wurde er zum Verteidigungsminister ernannt. In diesem Amt verblieb er bis ins Jahr 1953. Wassielwski verstarb 1977 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Held der Sowjetunion 2x
Sowjetischer Siegesorden 2x
Leninorden 8x
Orden der Oktoberrevolution
Rotbannerorden 2x
Suworoworden
Orden des Roten Sterns
Legion of Merit
Order of the British Empire
Orden Virtuti Militari
Mitgliedschaft in der französischen Ehrenlegion


Marschall der Sowjetunion Nikolai Alexandrowitsch Bulganin
siehe Nikolai Alexandrowitsch Bulganin

Amtszeit: 1953-1955


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Finanzminister

 

 

Prof. Grigori Feodorowitsch Grinko wurde 1890 in der Ukraine geboren. Er studierte Literatur und Philosophie an den Universitäten von Moskau und Kharkov. 1913 wurde er von beiden Universitäten wegen Anzettellung von Streiks ausgeschlossen. Im ersten Weltkrieg diente Grinko als Unteroffizier in einem Grenadierregiment. Nach dem Krieg machte er in der ukrainischen KP Karriere und 1925 wurde er zum Volkskommissar ernannt. 1929 erfolgte seine Ernennung zum stellvertretenden Volkskommissar für Landwirtschaft. Im Jahr darauf erfolgte seine Ernennung zum Volkskommissar für Finanzen. In diesem Amt verblieb er bis zum Jahr 1937. Am 13. August 1937 wurde Grinko Opfer der großen Säuberungswelle. Am 12. März 1938 erfolgte seine Hinrichtung.

 

Wlas Jakowlewitsch Tschubar wurde 1891 in Fedorowka als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Er kam wegen seiner sozialistischen Ansichten bereits früh mit dem Gesetz in Konflikt und arbeitete bis zum Ausbruch der Oktoberrevolution in diversen Kanonenfabriken. Tschubar wurde 1918 Kommissar für Artillerieverwaltung und anschließend Leiter zur Wiederherstellung der Industrie in der Ukraine. 1923 folgte sein Aufstieg zum Regierungschef der Ukraine. In diese Zeit fiel die große Hungerskatastrophe in Russland, was ihm herbe Vorwürfe von Stalin einbrachte. 1935 wurde Tschubar ins höchste Gremium der UDSSR, ins Politbüro aufgenommen. Vom 23. August 1937 bis zum 19. Januar 1938 wurde Tschubar zum Volkskommissar für Finanzen ernannt. Ende Januar fiel auch er der Säuberungswelle zum Opfer. 1939 wurde Tschubar erschossen.


 
Auszeichnungen
 
Orden des Roten Banners der Arbeit


Arseni Grigorjewitsch Swerjew

Amtszeit: 1938-1948

 

 

Alexei Nikolajewitsch Kossygin wurde 1904 in Sankt Petersburg geboren. Kossygin kämpfte im russischen Bürgerkrieg auf Seiten der Roten Armee und war anschließend in der Konsumgenossenschaft in Sibirien tätig. 1938 wurde er zum Bürgermeister von Leningrad bestimmt und im Jahr darauf ins Zentralkomitee der KPdSU berufen. In seine Amtszeit als Bürgermeister von Leningrad fiel auch die Belagerung durch die deutschen Truppen. Nach dem Krieg bekleidete er das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten der UdSSR. 1964 erfolgte seine Berufung zum Ministerpräsident der UDSSR. 1948 bekleidete er kurz das Amt des Finanzministers. Kossygin verstarb 1980 in Moskau.

Arseni Grigorjewitsch Swerjew

Amtszeit: 1948-1960


KGB

 

KGB

 

 

Jan Karlowitsch Bersin wurde 1899 als Pēteris Ķuzis im Gouvernement Kurland geboren. Bersin war der Sohn einer lettischen Bauernfamilie und er schloss sich schon früh einer sozialistischen Widerstandsbewegung, die unter dem Namen „Dreschflegel“ bekannt war, an.
Die Dreschflegel verübten mehrere Anschläge gegen die zaristische Polizei und Bersin wurde wegen Mordes zum Tode verurteilt. Da er aber erst 17 Jahre alt war, wurde das Urteil in eine Verbannung nach Sibirien abgeändert. 1915 wurde er in die zaristische Armee eingezogen, desertierte aber noch im gleichen Jahr. Im Jahr 1917 trat er in die Tscheka ein und zeichnete sich gleich durch Geiselerschießungen als Mittel der Unterdrückung aus. In den 20er Jahren wurde Bersin in die Rote Armee eingegliedert und kämpfte im Polnisch-Sowjetischen Krieg. 1921 wechselte er zur Aufklärungsabteilung der Roten Armee und wurde Chef der Auslandsspionage. Er war ebenfalls an der Niederschlagung des Matrosenaufstandes von Kronstadt beteiligt. Bersins Spionagetätigkeit war äußerst erfolgreich. Unter anderem gelang es ihm Listen der wichtigsten Luftflotten der 20er Jahre zu erstellen. Hierfür baute er ein umfassendes Spionagenetzwerk in Europa und den USA auf. 1924 folgte seine Berufung zum Chef des Militärgeheimdienstes GRU. In den 30er Jahren war Bersin auch für die geheime militärische Zusammenarbeit mit dem Deutschen Reich zuständig. Im Spanischen Bürgerkrieg fungierte Bersin als oberster sowjetischer Militärberater in Madrid. Hier erwies er sich als fähiger Kommandant, dem die Verteidigung Madrids gegen Francos Truppen gelang. Dafür wurde er zum Armeekommandeur zweiten Ranges ernannt. Am 27. November 1937 wurde er überraschend vom NKWD verhaftet. Am 29. Juli 1938 wurde er wegen angeblicher konterrevolutionärer Tätigkeiten und Spionage für Deutschland zum Tode verurteilt und am gleichen Tag erschossen.


 
Auszeichnungen
 
Leninorden


Genrich Grigorjewitsch Jagoda
siehe Genrich Grigorjewitsch Jagoda

Amtszeit: 1934-1936


Nikolai Iwanowitsch Jeschow
siehe Nikolai Iwanowitsch Jeschow

Amtszeit: 1936-1938


Lawrenti Beria
siehe Lawrenti Beria

Amtszeit: 1938- Februar 1941


Generaloberst Wsewolod Nikolajewitsch Merkulow
siehe Wsewolod Nikolajewitsch Merkulow

Amtszeit: Februar - Juli 1941


Lawrenti Beria
siehe Lawrenti Beria

Amtszeit: Februar 1941 - April 1943


Wsewolod Nikolajewitsch Merkulow
siehe: Wsewolod Nikolajewitsch Merkulow

Amtszeit: April 1943 - 7. Mai 1946


Wiktor Semjonowitsch Abakumow
siehe Wiktor Semjonowitsch Abakumow

Amtszeit: 7. Mai 1946 - 14. Juli 1951


Sergei Ogolzow
siehe Sergei Ogolzow

Amtszeit: 14. Juli 1951 - 9. August 1951


Semjon Denissowitsch Ignatjew
siehe Semjon Denissowitsch Ignatjew

Amtszeit: 9. August 1951 - 5. März 1953


Lawrenti Beria
siehe Lawrenti Beria

Amtszeit: 6. März 1953 - Juni 1953


Sergej Nikiforowitsch Kruglow
siehe: Sergej Nikiforowitsch Kruglow

Amtszeit: Juni 1953 - 12. März 1954

 

 

General Iwan Alexandrowitsch Serow kam 1905 in Afimskoje zur Welt. Serow trat in den 20er Jahren in die kommunistische Partei ein und besuchte 1939 die Frunse-Militärakademie des Generalstabs. Im gleichen Jahr wurde er in den NKWD eingegliedert und wurde Politkommissar in der Ukraine. Da es nach den Säuberungen wenig Offiziere im NKWD gab, machte Serow rasch Karriere. Von 1939 bis 1941 war er bereits stellvertretender Volkskommissar für Inneres und er organisierte in dieser Funktion die Massendeportationen von Balten und Wolgadeutschen nach Sibirien. Als die Wehrmacht vor Moskau stand war Serow Befehlshaber der Verteidigungszone Moskau. Nach dem Krieg leitete der mittlerweile zum Generaloberst beförderte Serow die SMAD, die Militärverwaltung für das besetzte Deutschland. In dieser Funktion war er zuständig für das Aufspüren von Spionen, Diversanten, Terroristen, Mitgliedern faschistischer Organisationen und aktiven feindlichen Elementen. Als der russische Geheimdienst MGB 1954 in den KGB umgewandelt wurde, wurde Serow zu dessen ersten Leiter bestimmt. In diesem Amt blieb er bis zum Jahre 1958. Serow war unter anderem bei der Niederschlagung des Ungarnaufstandes beteiligt. Sein schlechter Ruf, den er sich hier erworben hatte, führte auch zu seiner Demontage. 1965 wurde er zum Generalmajor degradiert und aus der Partei ausgeschlossen. Serow verstarb 1990 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Held der Sowjetunion

 

Amtszeit:13. März 1954 - 8. Dezember 1958

 

 

 

 


Streitkräfte

 

Chef des Generalstabes

 

 

Marschall der Sowjetunion Alexander Iljitsch Jegorow wurde 1893 in Busuluk geboren. Im ersten Weltkrieg wurde Jegorow 5 mal verwundet und erreichte den Rang eines Oberstleutnants in der zaristischen Armee. Jegorow trat der Roten Armee bei und befehligte im russischen Bürgerkrieg die 9. und 10. Armee. Er kämpfte gegen die Weiße-Armee und später im polnisch-russischen Krieg. Mitte der 20er Jahre fungierte Jegorow als Militärberater in China. 1931 erfolgte die Ernennung zum Chef des Generalstabes der Roten Armee. In dieser Funktion trieb er die Modernisierung der Roten Armee voran. 1935 wurde Jegorow zum Marschall der Sowjetunion befördert. Am 27. März 1938 wurde Jegorow überraschend verhaftet und im Februar des Folgejahres erschossen.

 

 

Marschall der Sowjetunion Boris Michailowitsch Schaposchnikow wurde 1882 in Slatoust geboren und besuchte die Offiziersschule in Moskau und die Generalstabsakademie. Schaposchnikow befehligte im ersten Weltkrieg mehrere Kossakenbrigaden und war anschließend in verschiedenen Stäben tätig. Nach dem ersten Weltkrieg trat er der Roten Armee bei und wurde Stabschef des Volkskommissars für militärische und Marineangelegenheiten der Ukraine. Im Jahr 1927 wurde er Stabschef der Roten Arbeiter-und-Bauern-Armee und 1937 erfolgte die Ernennung zum Generalstabschef und Stellvertreter des Volkskommissars für Verteidigung. 1940 wurde Schaposchnikow zum Marschall der Sowjetunion ernannt und im Juli 1941 erneut als Generalstabschef eingesetzt. 1942 musste der Marschall aus gesundheitlichen Gründen von diesem Amt zurücktreten. Der enge Freund Stalins verstarb 1945 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Suworoworden 1.Klasse
Rotbannerorden 2x
Orden des Roten Sterns 3x
Leninorden 3x

 

 

Marschall der Sowjetunion Georgi Konstantinowitsch Schukow wurde 1896 in Strelkowka geboren. Im ersten Weltkrieg diente der gelernte Kürschner in einem Dragonerregiment und wurde mit 2 Georgs-Kreuzen ausgezeichnet. Schukow schloss sich der Roten Armee als einfacher Schütze an, stieg die Karriereleiter aber rasch empor.
Bereits 1939 übernahm er das Kommando über ein Armeekorps an der mandschurisch-mongolischen Grenze und besiegte mit diesem die Japaner bei Chalhin Gol, dafür wurde er 1940 zum Armeegeneral ernannt. Im gleichen Jahr war Schukow für die Besetzung Bessarabiens und der Nordbukowina verantwortlich. Im Januar 1941 wurde Schukow zum Chef des Generalstabes ernannt, nach einer schweren Niederlage gegen die Wehrmacht wurde ihm das Kommando bereits Ende Juli wieder entzogen. Es folgten Einsätze als Befehlshaber der Leningrader-Front und als Verteidiger von Moskau. Nach der erfolgreichen Schlacht um Stalingrad, an deren Planung Schukow beteiligt war, wurde er als erster Armeegeneral während des Krieges 1943 zum Marschall der Sowjetunion befördert. Unter seinem Kommando wurden in den folgenden Kriegsjahren Warschau und Berlin eingenommen.
Nach dem Krieg war Schukow mehrmaliger Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte und 1955 wurde er zum Verteidigungsminister ernannt. Am 26. Oktober 1957 wurde Schukow während einer Jugoslawienreise von Chrustschow seiner Ämter enthoben und im darauffolgenden Jahr in den Ruhestand versetzt. Er verstarb 1974 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Russischer Orden des Heiligen Georg 4. Klasse
Russischer Orden des Heiligen Georg 3. Klasse
Orden der Oktoberrevolution
Rotbannerorden 3x
Leninorden 6x
Orden des Goldenen Sterns zum Ehrenitel Held der Sowjetunion 4x
Siegesorden 2x
Suworoworden in Gold 2x
Die Ehrenwaffe—persönlicher Säbel mit goldener Abbildung des Staatswappen der Sowjetunion
Die Medaille „Zum Anlass des 100-sten Geburtstags von Wladimir Iljitsch Lenin“
Die Medaille „20 Jahre Arbeiter- und Bauernarmee“
Die Medaille „Für die Verteidigung von Moskau“
Die Medaille „Für die Verteidigung von Leningrad“
Die Medaille „Für die Verteidigung von Stalingrad“
Die Medaille „Für die Verteidigung von Kaukasus“
Die Medaille „Für den Sieg über das Deutschland im Großen Vaterländischen Krieg im Jahren 1941-1945“
Die Medaille „Für den Sieg über Japan“
Die Medaille „Für die Eroberung von Berlin“
Die Medaille „Für die Befreiung von Warschau“
Die Medaille „20 Jahre des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg im Jahren 1941-1945“
Die Medaille „Zum Gedenken 800 Jahre von Moskau“
Die Medaille „Zum Gedenken 250 Jahre von Leningrad“
Die Medaille „30 Jahre der Sowjetarmee und der Marine“
Die Medaille „40 Jahre der Sowjetarmee und der Marine“
Die Medaille „50 Jahre der Sowjetarmee und der Marine“
Der Orden der Roten Fahne Tuwinscher Republik Tuwischer Republik
Orden der Roten Kriegsfahne Mongolei
Der Orden „Für den Sieg über Japan“ Mongolei
Bathorden erster Klasse (Knight Grand Cross of the Order of the Bath) Großbritanniens
Chief Commander des Legion of Merit der Vereinigten Staaten
Großkreuz und Stern des Orden Virtuti Militari Polens
Großkreuz der Ehrenlegion Frankreichs (1945)
Der Orden „Grünwaldes Kreuz“ 1-er Klasse Polen
Der Orden der Freiheit (Orden „Freiheit“) Jugoslawien
Großer Offizierkreuz Ägypten
Ehrentitel „Der italienischer Partisan“ Italien
Orden Suchs-Bator Mongolei 3x
Der Orden Polonia Restituta 2-er Klasse Polen
Die Medaille „30 Jahre des Sieges am Chalchin-Gol“ Mongolei
Goldener Stern Held der Mongolische Volksrepublik Mongolei
Der Orden Polonia Restituta 3-er Klasse Polen
Der Orden des Weißen Löwen 1-er Klasse Tschechoslowakei
Tschechoslowakisches Kriegskreuz 1939 Tschechoslowakei
Die Medaille „50 Jahre Mongolischer Volksrevolution“ Mongolei
Die Medaille „50 Jahre Mongolischer Volksarmee“ Mongolei
Die Medaille „Zum 90-sten Geburtstag von Georgi Dimitrow“ Bulgarien
Die Medaille „25 Jahre der Bulgarischen Volksarmee“ Bulgarien
Die Medaille „Für Warschau“ Polen
Die Medaille „Für Oder, Neiße, Baltikum“ Polen
Die Medaille „Garibaldi“ Italien
Die Medaille „Chinesisch-Sowjetische Freundschaft“


Boris Michailowitsch Schaposchnikow
siehe Boris Michailowitsch Schaposchnikow

Amtszeit: 1942 - 1942

 

 

Marschall der Sowjetunion Alexander Michailowitsch Wassilewski
siehe Alexander Michailowitsch Wassilewski

Amtszeit: 1943 - 1945

 

 

Armeegeneral Alexei Innokentjewitsch Antonow wurde 1896 in Hrodna als Sohn eines Artillerieoffiziers geboren. Bereits während seiner Jugend erlernte er bereits neben seiner Muttersprache Russisch fließend Polnisch, Deutsch, Englisch und Französisch. Durch den frühen Tod seines Vaters konnte Antonow nicht die Militärakademie besuchen sondern musste die Familie als Fabrikarbeiter über Wasser halten. Antonow kämpfte im ersten Weltkrieg und trat anschließend der Roten Armee bei, nebenbei studierte er Mathematik und Physik in Sankt Petersburg. 1928 durfte er schließlich die Militärakademie „M.W. Frunse“ besuchen und wurde drei Jahre danach Stabschef der 46. Schützendivision. Nach den stalinistischen Säuberungen wurde Antonow Stabschef des Moskauer Militärbezirkes. Als die Wehrmacht die Sowjetunion überfiel organisierte Antonow die Verteidigung im Süden und es gelang ihm Rostow zu entsetzen. Hierfür wurde er zum Generalleutnant befördert. Nachdem Antonow den erfolgreichen Gegenangriff beim Unternehmen Zitadelle geführt hatte wurde er zum Armeegeneral ernannt. Im Februar 1945 übernahm er schließlich das Amt des Generalstabchefs. In dieser Position blieb er bis zur Auflösung des Amtes im Jahr 1946. 1954 wurde Antonow zum Stabschef des Warschauer Paktes ernannt. Diese Position bekleidete er bis zu seinem Tod im Jahr 1962.


 
Auszeichnungen
 
Siegesorden


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Oberbefehlshaber der Luftstreitkräfte


Luftmarschall Alexander Alexandrowitsch Nowikow wurde im Jahre 1900 in Kljukowo geboren. Zunächst arbeitete er als Lehrer und trat 1919 in die Rote Armee ein. Im russischen Bürgerkrieg zeichnete er sich durch Tapferkeit aus und wurde als Belohnung auf die Moskauer Militärakademie entsandt. Nowikow wechselte bald von der Infanterie zur Luftwaffe und wurde Chef des Stabes der Luftwaffe. Von 1942 bis 1946 war er Oberkommandierender der gesamten Luftwaffe. Nowikow verstarb 1976 in Moskau.

 

 

Luftmarschall Konstantin Andrejewitsch Werschinin wurde im Jahr 1900 in Borkino geboren. Werschinin erlernte den Beruf des Tischlers und trat 1919 in die Rote Armee ein. 1933 beendete er seine Offiziersausbildung an der Schukowski-Luftwaffen-Akademie. Von 1941 bis 1942 kommandierte Werschinin die Luftstreitkräfte der Südfront und anschließend die 4. Luftarmee. 1946 erfolgte die Ernennung zum Oberkommandierenden der Luftwaffe. In diesem Amt verblieb er bis zum Jahr 1949. Werschinin verstarb 1973 in Moskau.


 
Auszeichnungen
 
Orden der Oktoberrevolution
Held der Sowjetunion
Leninorden
Rotbannerorden 3x


Luftmarschall Pawel Fjodorowitsch Schigarew kam im Jahr 1900 zur Welt. 1919 trat er der Roten Armee als einfacher Soldat bei. Während des 2.Weltkrieges hatte Schigarew den Oberbefehl über die Luftstreitkräfte im Fernen Osten. 1950 wurde er zum Oberbefehlshaber der sowjetischen Luftstreitkräfte ernannt. Schigarew´s Schwerpunkt als Oberkommandierender der Luftwaffe lag auf Interkontinentalraketen. Deshalb erhielt er den Spitznamen "Raketenpaul". Schigarew verstarb 1963 in Moskau.


Konstantin Andrejewitsch Werschinin
siehe Konstantin Andrejewitsch Werschinin

Amtszeit: 1957 - 1969


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Chef der Flotte

 

 

Flag-Offizier 1. Ranges Wladimir Mitrofanowitsch Orlow wurde 1895 in Kherson geboren. Er begann das Studium der Rechtswissenschaften, das er jedoch abbrach und er trat 1916 der baltischen Flotte bei. 1919 wechselte er zur Roten Armee und verteidigte Petrograd gegen die Weißen Truppen. In den 20er Jahren war Orlow politischer Kommissar und zwischen 1926 und 1930 befehligte er die Schwarzmeer-Flotte. 1931 erfolgte die Ernennung zum Oberbefehlshaber der Marine. In diesem Amt verblieb Orlow bis ins Jahr 1937. Am 10. Juli des gleichen Jahres viel er den stalinistischen Säuberungen zum Opfer. Er wurde verhaftet und 1938 hingerichtet.
(Juli 1931 - Juli 1937)

 

 

Flag-Offizier 1. Ranges Mikhail Wladimirowitsch Viktorow wurde 1893 in Yaroslavl geboren. 1913 beendete er die Marineakademie als einer der besten Kadetten seines Jahrganges. Im ersten Weltkrieg diente er auf dem Schlachtschiff Tsesarevich, ehe er sich 1919 den Kommunisten anschloss und Kapitän des Kreuzers Oleg und danach der Schlachtschiffe Andrei Pervozvanny und Gangut wurde. 1924 war er der erste Kommandant der Pazifik-Flotte, ehe er 1925 das Kommando über die Baltische-Flotte inne hatte. Im August 1937 folgte er Orlow als Oberbefehlshaber der Marine nach, ehe er im Oktober 1938 selbst verhaftet wurde. Viktorow wurde im Januarr 1938 hingerichtet.


 
Auszeichnungen
 
Stanislausorden
Leninorden
Rotbannerorden
Orden des Roten Sterns

 

 

Kommissar 1. Ranges Pyotr Alexandrovich Smirnov wurde 1897 in Vyatka geboren. Er war Fabrikarbeiter und trat 1919 den Roten-Garden bei. Anschließend kämpfte Smirnov im russischen Bürgerkrieg als Politkommissar und war an der Niederschlagung des Matrosenaufstandes von Kronstadt beteiligt. 1926 wurde er Politkommissar der Baltischen-Flotte. Von Oktober 1937 bis zum Dezember desselben Jahres kommandierte er die gesamte Russische Flotte. 1938 wurde er selbst verhaftet und 1939 hingerichtet.

 

 

Kommandant der Armee Michail Petrowitsch Frinowskij wurde 1898 in Narovchat geboren. Seine Ausbildung erhielt er an einem religiösen Gymnasium ehe er sich 1916 freiwillig zu einer Kavallerieeinheit meldete. Noch im gleichen Jahr desertierte er und schloss sich einer Anrchistengruppe an. Im russischen Bürgerkrieg wurde er Mitglied der Tscheka und stieg dort zum stellvertretenden Chef der Ukraine auf. 1927 besuchte Frinowski die Frunze Militär-Akademie. Anschließend übernahm er einige Geheimdienstabteilungen des NKWDs. Von 1937 bis 1938 war er Chef der Staatssicherheit, im September 1938 wurde er zum Volkskommissar der Marine ernannt. Am 6. April 1939 wurde Frinowskij verhaftet und am 4. Februar 1940 hingerichtet.

 

 

Flottenadmiral Nikolai Gerasimowitsch Kusnezow wurde 1904 bei Kotlas geboren. Kusnezow absolvierte seine Ausbildung bei der Dwina-Flottille und trat in die Marine der Sowjetunion ein. 1936 wurde er Marineattaché in Spanien. 1939 wurde er Marineminister im Rang eines Volkskommissars der Marine. Kusnezow verstarb 1974 in Moskau, nachdem er mehrmals unter Stalin und Chrustschow degradiert worden war.

 

Amtszeit: April 1939 - Januar 1947


Admiral Iwan Stepanowitsch Jumaschew


 
Auszeichnungen
 
Held der Sowjetunion

 

Amtszeit: Januar 1947 - Juli 1951


Nikolai Gerasimowitsch Kusnezow
siehe Nikolai Gerasimowitsch Kusnezow

Zweite Amtszeit: Juli 1951 - Januar 1956


Quellen

Autor: Gebirgsjäger / Hasso von Manteuffel / Freiherr von Woye

Das Thema

 

Politiker Japans


(Wappen von Japan)

 

 

 

Liebe Leser und Freunde der DMP-Bibliothek - geschätzte Modder!

 

 

Der Brückenschlag zwischen den Bereichen Modding und Wissen ist nun eingeleitet. In dieser Rubrik des Wissensbereiches bzw. der Bibliothek von DMP, werden die Politiker Japans vorgestellt.
Sinn und Zweck des neuen Themenschwerpunktes ist es, Moddern, aber auch allen anderen Wissensdurstigen, einen schnellen und informativen Kurzeinblick in die Militärgeschichte der verschiedensten Nationen zu gewähren. Anhand von funktionellen Tabellen und Grafiken, soll es möglich sein, Informationen zielgerichtet abrufen zu können.
In weiteren Rubriken und Themen, werden weitere Länderschwerpunkte aus der Zeit des WK I, WK II und auch Neuzeit gesetzt werden. Neben Deutschland als Schwerpunkt, sollen natürlich auch andere Nationen einen ausführlichen Datenhintergrund bekommen.


 

Viel Spaß beim Stöbern, Lesen und Modden, wünscht Euch Euer DMP-Bibliotheksteam.


 

(Die Gliederung, Benennung und der Titel des Beitrages basieren auf den Strukturen des PC-Spiels Hearts of Iron und das Gesamtbild mag deshalb unvollständig bzw. historisch fraglich erscheinen.)


Minister I

Innenminister


Dr. Fumio Gotō wurde 1884 in Ōita geboren. Gotō studierte Rechtswissenschaften in Tokio und war von 1932 bis 1934 Minister für Agrarwirtschaft und Fischerei. Vom 8.7.1934 bis zum 9.3.1936 bekleidete Gotō das Amt des Innenministers. Gotō verstarb 1980.


Keinosuke Ushio

Amtszeit: 9.3.1936 - 2.2.1937

 

 

Kakichi Kawarada

Amtszeit: 2.2.1937 - 4.6.1937




Eiichi Baba

Amtszeit: 4.6.1937 -14.12.1937

 

 

Nobumasa Suetsuga

Amtszeit: 14.12.1937 - 5.1.1939

 

 

Dr. Kido Kōichi wurde 1889 als Sohn des Oberhofmarschalls am kaiserlichen Hof geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität von Kyōto und arbeitete anschließend im Ministerium für Wirtschaft und Handel. 1937 wurde Kido Minister für Erziehung, 1938 für Wohlfahrt und 1939 war er von Januar bis August Innenminister.
Im darauffolgenden Jahr wurde Kido zum Lordsiegelbewahrer ernannt. In dieser Funktion schlug er die neuen Premierminister dem Kaiser vor. 1945 musste sich Kido Kōichi vor dem internationalen Militärgerichtshof, stellvertretend für den Kaiser verantworten. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, 1955 aber vorzeitig entlassen. Kido verstarb 1977.


Dr. Naoshi Ohara

Amtszeit: 30.8.1939 - 16.1.1940

 

 

Baron Dr. Hideo Kodama wurde 1876 als ältester Sohn von General Kodama Gentarō geboren. Nachdem Kodama Rechtswissenschaften in Tokio studiert hatte arbeitete er im Finanzministerium. In den späten 20er Jahren wurde er Zivilverwalter von Korea. Im Oktober 1934 wurde Kodama zum Minister für die Kolonien ernannt. 1937 wurde er Kommunikationsminister und von Jänner bis Juli 1940 Innenminister. Anschließend folgten Aufgaben als Minister ohne Geschäftsbereich und 1945 die Ernennung zum Bildungsminister. Kodoma verstarb 1947 in Tokio.


Eiji Yasui

Amtszeit: 22.7.1940 - 21.12.1940

 

 

Kiichiro Hiranuma
siehe Kiichiro Hiranuma

Amtszeit: 21.12.1940 - 18.7.1941


Harumichi Tanabe

Amtszeit: 18.7.1941 - 16.10.1941

 

 

Hideki Tojo
siehe: Hideki Tojo

Amtszeit: 18.10.1941 - 17.2.1942

 

Michio Yuzawa

Amtszeit: 17.2.1942 - 20.4.1943


Generalleutnant Kisaburo Ando wurde 1879 geboren. Er besuchte die Militärakademie in Tokio. In den 30er Jahren war er Kommandant von Port Arthur. Vom 20.4.1943 bis zum 22.7.1944 war Kisaburo Ando Innenminister. Nach dem Krieg wurde er verhaftet und 1948 wieder aus der Haft entlassen. Er verstarb 1954 in Tokio.


Harumichi Tanabe

Amtszeit: 22.7.1944 - 5.4.1945

 

 

Genki Abe

Amtszeit: 7.4.1945 - 15.8.1945

 

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Justizminister


Naoshi Ohara

Amtszeit: 8.7.1934 - 9.3.1936

 

Dr. Raizaburo Hayashi

Amtszeit: 9.3.1936 - 2.2.1937


Suehiko Shiono

Amtszeit: 2.2.1937 - 30.8.1939


Dr. Chogoro Miyagi

Amtszeit: 30.8.1939 - 16.1.1940

 

 

 

(links im Bild)

Shotatsu Kimura

Amtszeit: 16.1.1940 - 22.7.1940

 

 

Dr. Akira Kazami wurde 1886 geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und war vom 22.7.1940 bis 21.12.1940 japanischer Justizminister. Kazami verstarb 1961.


Heisuke Tanagawa

Amtszeit: 21.12.1940 - 18.7.1941

 

 

Fumimaro Konoe
siehe Prinz Fumimaro Konoe

Amtszeit: 18.7.1941 - 25.7.1941

 

 

Dr. Michiyo Iwamura

Amtszeit: 25.7.1941 - 22.7.1944


Hiromasa Matsuzaka

Amtszeit: 22.7.1944 - 5.4.1945


Hiromasa Matsuzaka

Amtszeit: 7.4.1945 - 15.8.1945

 

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Finanzminister

 

 

Dr. Korekiyo Takahashi wurde 1854 in Tokio geboren. Korekiyo Takahashi studierte Englisch und arbeitete im Bildungsministerium und später im Landwirtschafts- und Handelsministerium. Korekiyo Takahashi galt als Finanzgenie und wurde zum Präsidenten der Bank von Japan ernannt. Vom 13. November 1921 bis zum 12. Juni 1922 war er japanischer Premierminister. 1913, 1918 und vom 27.11.1924 bis zum 27.2.1936 war er außerdem Finanzminister Japans. Als es am 26. Februar 1936 zum Staatsstreich kam, wurde Korekiyo Takahashi getötet.

 

 

Chuji Machida

Amtszeit: 27.2.1936 - 9.3.1936


Eiichi Baba
siehe Eiichi Baba

Amtszeit: 9.3.1936 - 2.2.1937

 

 

Dr. Toyotaro Yuki wurde 1877 geboren. Von 1937 bis 1944 war er Präsident der japanischen Nationalbank. Außerdem bekleidete er vom 2.2.1937 bis zum 4.6.1937 das Amt des Finanzministers. Toyotaro Yuki verstarb 1951.

 

Dr. Okinori Kaya wurde 1889 in Tokio geboren. Vom 4.6.1937 bis zum 26.5.1938 war er zum ersten Mal Finanzminister seines Landes. Im Kriegsverbrecherprozess wurde Okinori Kaya zu 20 Jahren Haft verurteilt, 1955 aber begnadigt. Er verstarb 1977 in Tokio.

 

 

Nariakira Ikeda

Amtszeit: 26.5.1938 - 5.1.1939


Dr. Sotaro Ishiwatari wurde 1891 geboren. Vom 5.1.1939 bis zum 30.8.1939 war er japanischer Finanzminister. Sotaro Ishiwatari, der auch unter dem Namen Soutarou Ishiwatari bekannt war, verstarb 1950.

Kazuo Aoki wurde 1889 geboren. Vom 30.8.1939 bis 16.1.1940 war er Finanzminister, von 1942 bis 1944 Minister für Groß-Asien. Kazuo Aoki verstarb 1982.

 

 

Yukio Sakurauchi

Amtszeit: 16.1.1940 - 22.7.1940

 

 

Isao Kawada

Amtszeit: 22.7.1940 -18.7.1941

 

Masatsune Ogura wurde 1871 geboren. Vom 18.7.1941 bis zum 16.10.1941 war er kurz japanischer Finanzminister. Er verstarb 1961.


Okinori Kaya
siehe Okinori Kaya

2. Amtszeit: 18.10.1941 - 19.2.1944

 

Sotaro Ishiwatari
siehe Sotaro Ishiwatari

2. Amtszeit: 19.2.1944 - 21.2.1945


Juichi Tsushima

Amtszeit: 21.2.1945 - 5.4.1945


Toyosaku Hirose

Amtszeit: 7.4.1945 - 15.8.1945


Minister II

 

Rüstungsminister

 

 

Generalleutnant Tetsuzan Nagata wurde 1884 in Suwa geboren. Er absolvierte die Militärakademie in Tokio und war anschließend Militärattaché in der Schweiz, Schweden, Dänemark und Berlin. 1923 wurde Nagata dem Generalstab zugewiesen. In den 30er Jahren war er Rüstungsminister. Nagata wurde 1935 von Generaloberst Saburo Aizawa mit einem Schwert ermordet. Als Grund gab Aizawa an, Nagata habe das Militär an die Hochfinanz verraten. Aizawa wurde daraufhin erschossen.


Hiroo Sato

 

 

General Koiso Kuniaki
siehe Koiso Kuniaki

 

 

General Heitaro Kimura
siehe General Heitaro Kimura


Toshishiro Obata


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Heeresminister

 

General Kawashima Yoshiyuki wurde 1878 in der Ehime-Präfektur geboren. Nach dem Besuch der Militärakademie war er von 1910 bis 1913 Militärattaché in Berlin. Zurück in Japan übernahm Kawashima das Kommando über die erste Gardeinfanteriebrigade. 1932 übernahm der Generalleutnant das Kommando über die Chosen-Armee in Korea. 1934 erfolgte die Ernennung zum General und ein Jahr darauf war er vom 5. September 1935 bis zum 9. März 1936 Armeeminister. Nach dem versuchten Staatsstreich vom 26. Februar 1936 musste Kawashima zurücktreten. Er verstarb 1945, kurz nach Beendigung der Kampfhandlungen im Pazifik.

 

 

Feldmarschall Baron Terauchi Hisaichi wurde 1879 als ältester Sohn von Premierminister Terauchi Masatake geboren. Nach Abschluss der Militärakademie und seinem Einsatz im japanisch-russischen Krieg, war Terauchi Militärattaché in Deutschland. 1927 wurde er Stabschef der Chosen-Armee in Korea und 1934 befehligte er die japanische Armee in Taiwan. 1935 erfolgte die Beförderung zum General und vom 9. März 1936 bis zum 2. Februar 1937 übernahm Terauchi das Amt des Armeeministers.
Als der japanisch-chinesische Krieg ausbrauch übernahm Terauchi das Kommando über die Armee im nördlichen China und führte danach die südlichen Expeditionsstreitkräfte an. Nachdem die Eroberung von Südost-Asien abgeschlossen war, wurde Terauchi zum Feldmarschall befördert. Er schlug sein Hauptquartier in Singapur auf und später auf den Philippinen auf. Unter seinem Kommando kapitulierten 1945 680000 japanische Soldaten in Südasien. Terauchi ergab sich Sir Lord Mountbatten. Der Feldmarschall verstarb 1946 in einem Kriegsgefangenlager.


 
Auszeichnungen
 
Orden der Aufgehenden Sonne, I. Klasse

 

 

General Kōtarō Nakamura wurde 1881 in Ishikawa geboren. Nach dem Besuch der Militärakademie diente er in diversen Stäben und war kurzzeitig Militärattaché in Schweden. Von 1929 bis 1930 war Kōtarō Nakamura Stabschef der Chosen-Armee in Korea. Vom 2. Februar 1937 bis zum 9. Februar 1937 hatte er kurzfristig das Amt des Armeeministers inne. 1938 erfolgte die Beförderung zum General und er übernahm abermals das Kommando über die Chosen-Armee. Er übte das Kommando bis 1941 aus und musste sich anschließend aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Militärdienst zurückziehen. Kōtarō Nakamura verstarb 1947 in Tokio.

 

 

Generalfeldmarschall Sugiyama Hajime wurde 1880 in Kokura geboren. Der aus einer Samuraifamilie stammende Sugiyama besuchte die kaiserliche Militärakademie und diente im japanisch-russischen Krieg. Danach war er Militärattaché auf den Philippinen und Singapur. Nach dem ersten Weltkrieg wurde Sugiyma zum ersten Kommandanten der neu gegründeten kaiserlichen Armeeluftwaffe ernannt. Die Armeeluftwaffe wurde unter seiner Führung zu einer schlagkräftigen Teilstreitkraft ausgebaut. Sugiyama hatte maßgeblichen Anteil an der Verschärfung der Lage in China, die schließlich in den Zwischenfall auf der Marco Polo Brücke gipfelte. Er übernahm das Kommando über die Garnison in der Mongolei und über die Feldarmee in Nordchina. Vom 9. Februar 1937 bis zum 3. Juni 1938 war er Armeeminister und am 3. September 1940 wurde er Chef des Generalstabes. 1943 wurde er zum Feldmarschall befördert, ein Jahr danach, als sich das Kriegsglück wendete wurde Sugiyama Hajime am 21. Februar 1944 von seinem Posten als Chef des kaiserlichen Generalstabes enthoben. Er wurde Generalinspektor des militärischen Trainings und Ende 1944 erneut Heeresminister. 1945 übernahm der Feldmarschall das Kommando über die 1. Armee, die Japan vor einer Invasion schützen sollte. 10 Tage nach der Kapitulation verübte Sugiyama Selbstmord, indem er sich 4 mal in die Brust schoss.


 
Auszeichnungen
 
Orden der Aufgehenden Sonne
Orden des Goldenen Drachen

 

 

General Seishirō Itagaki wurde 1885 in Morioko als Sohn eines Samurais geboren. Er kämpfte im japanisch-russischen Krieg und war danach Militärattaché in China. 1931 wurde Itagaki Chef der Geheimdienstabteilung der Kwantung-Armee. Von 1932 bis 1934 war er Militärberater in Manchukuo. 1936 erfolgte die Ernennung zum Stabschef der Kwantung-Armee. Im chinesisch-japanische Krieg kämpfte er mit seiner Division in der Schlacht von Beiping-Tianjin und Taiyuan. Vom 3. Juni 1938 bis zum 30. August 1939 übernahm Seishirō Itagaki das Amt des Armeeministers. Ende 1939 übernahm er das Kommando über die japanischen Expeditionsstreitkräfte und unterlag mit diesen gegen die Sowjets. Dies bedeutete einen Knick in der bis dahin steil verlaufenden Karriere des Generals. Er wurde zum Kommandanten der Chosen-Armee in Korea "degradiert". 1945 kapitulierte er mit seinen Truppen in Singapur. 1948 wurde Seishirō Itagaki zum Tode verurteilt und im Sugamo-Gefängnis gehängt.

 

 

Generalfeldmarschall Hata Shunroku wurde 1879 geboren und besuchte die kaiserliche Offiziersschule des Heeres in Tokio. Hata kämpfte im ersten japanisch-chinesischen Krieg und wurde danach Chef des Luftfahrthauptquartiers, dann Kommandeur der japanischen Truppen auf Taiwan. 1937 erfolgte die Beförderung zum General. Als solcher kommandierte er die japanische Expeditionsarmee in Zentralchina. Vom 30. August 1939 bis zum 22. Juli 1940 hatte er das Amt des Heeresministers inne. Hata übernahm anschließend erneut den Posten des Oberbefehlshabers der Expeditionsarmee, den er bis 1944 inne hatte. Unter seinem Kommando gelang es den Japanern die Ichigō-Offensive von 1944 erfolgreich zu beenden. Hata Shunroku wurde nach dem Krieg zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, aus der er aber 1955 entlassen wurde. Er verstarb 1962 in Tokio.


 
Auszeichnungen
 
Orden der Aufgehenden Sonne
Orden des Goldenen Drachen


General Hideki Tōjō
siehe Hideki Tōjō

Amtszeit: 22. Juli 1940 - 22. Juli 1944


Generalfeldmarschall Sugiyama Hajime
siehe Sugiyama Hajime

Amtszeit: 22. Juli 1944 - 7. April 1945

 

 

General Anami Korechika wurde 1887 im Dorf Taketa geboren. Er besuchte die Militärakademie in Tokio und trat anschließend seinen Dienst im Generalstab an. Danach wurde er Militärattaché in Paris und nach seiner Rückkehr persönlicher Adjutant des Tennōs. 1938 erfolgte die Beförderung zum Generalleutnant und als solcher übernahm er das Kommando über die 109. Infanteriedivision in China. Die Beförderung zum General erfolgte 1943, zuvor kommandierte Anami die 11. Armee und die 2. Gebietsarmee in der Mandschurei. Danach wurde Anami in den Süden beordert. Hier leitete er die Operationen in West-Neuguinea und Halmahera. 1944 wurde er Kommandant der Militärischen Luftfahrtabteilung und vom 7. April 1945 bis zum 14. August 1945 war Anami Heeresminister. Anami lehnte eine Kapitulation des Kaiserreichs bis zu Letzt vehement ab und ließ die Befürworter einer solchen sogar verhaften. Anami wollte selbst nach den Atombenabwürfen einer Kapitulation nur unter folgenden Bedingungen zustimmen:

-Aufrechterhaltung des Kaiserreichs
-Keine Besetzung des japanischen Hauptlandes
-Selbstentwaffnung Japans
-Selbständige Verurteilung der japanischen Kriegsverbrechen
-Der Tennō befahl jedoch, die Kapitulation und Anami fügte sich seinem Kaiser. Am 14. August unterzeichnete der Heeresminister die Kapitulationsurkunde und beging anschließend Seppuku.

 

Prinz Higashikuni Naruhiko
siehe Prinz Higashikuni Naruhiko

Amtszeit: 17. August 1945 - 23. August 1945

 

 

General Shimomura Sadamu wurde 1887 in Kōchi geboren. Er besuchte die kaiserliche Militärakademie und wurde anschließend Militärattaché in Paris. Shimomura Sadamu galt als starker Befürworter der japanischen Gebietserweiterung in China. 1936 wurde er zum Generalmajor befördert und er organisierte im Generalstab die Planung der Landung der 10. japanischen Armee in Shanghai. 1942 übernahm, der mittlerweile zum Generalleutnant beförderte Shimomura das Kommando über die 13. Armee in Shanghai. Mit dieser sollte er eine alliierte Landung an der chinesischen Küste verhindern. 1945 erfolgte die Beförderung zum General. Als solcher war er vom 23. August 1945 bis zum 1. Dezember 1945 der letzte Heeresminister Japans. Shimomura verstarb 1968.


Geheimdienst

 

Geheimdienst


Tōjō Hideki
siehe Tōjō Hideki

 

 

General Kesago Nakajima wurde 1881 in der Provinz Oita geboren. Er besuchte die imperiale Militärakademie und kämpfte im japanisch-russischen Krieg. Von 1918 bis 1923 war Kesago Militärattaché in Frankreich. Von 1933 bis 1936 war der mittlerweile zum Generalmajor beförderte Kesago Nakajima Kommandant der Narashino-Schule für chemische Kriegsführung. Anschließend Chef der Militärpolizei und des Geheimdienstes. Im 2. chinesisch-japanischen Krieg kommandierte Kesago die 16. Infanteriedivision und er war als kommandierender Offizier maßgeblich am Nanjing-Massaker beteiligt. 1939 wurde er nach Japan zurückbeordert und pensioniert. General Kesago Nakajima verstarb 1945.

 

 

General Kenji Doihara wurde 1883 in Okayama geboren. Er besuchte die imperiale Militärakademie. Einem raschen militärischen Aufstieg stand aber sein niedriger sozialer Status im Wege deshalb vermittelte er seine 15 jährige Schwester einem Prinzen als Konkubine. Als Gegenleistung wurde Kenji Doihara stellvertretender Militärattaché in Peking. Kenji sprach fließend Mandarin und andere chinesische Dialekte und war deshalb für Geheimdienstaufgaben bestens geeignet. In den 30er Jahren stieg er schließlich zum Spionagechef der Kwantung-Armee auf. Als solcher war er für die Vorbereitungen der Invasion in die Manchurei maßgeblich beteiligt und er organisierte auch die Rückkehr von Pu Yi und dessen Installation als Marionettenkaiser. Wegen seiner Verdienste in der Manchurei erhielt Kenji den Spitnamen "Lawrence of Manchuria". Im 2. japanisch-chinesischen Krieg befehligte der Generalmajor die 5. Armee in Manchukuo. 1940 wurde Kenji Doihara zum Chef der Heeresluftfahrt ernannt. Es folgten Posten als Kommandeur verschiedener Armeen. 1945 kommandierte der General die 1. japanische Armee. Nach dem Krieg wurde ihm der Prozess gemacht und 1948 wurde Kenji Doihara im Sugamo-Gefängnis gehängt.

 

 

Prinz Takeda Tsuneyoshi wurde 1909 in Tokio geboren. Der Prinz besuchte die imperiale japanische Militärakademie und diente anschließend als Leutnant in einer Kavallerieeinheit in der Manchurei. Anschließend diente er im Generalstab und übernahm 1943 als Oberstleutnant das Kommando über die berüchtigte Einheit 731, die sich mit der Herstellung biologischer und chemischer Waffen beschäftigte. Am Ende des Krieges war Takeda Tsuneyoshi der Kwantung-Armee zugewiesen. Prinz Takeda verstarb 1992.

 

 

Generalleutnant Torashiro Kawabe wurde 1890 geboren. Er besuchte die Militärakademie und wurde Artillerieoffizier. Anschließend wurde er als militärischer Verbindungsmann nach Riga entsandt.


Kaiserliche Marine

 

Oberkommandierender der Vereinigten Flotte


Vize-Admiral Masami Kobayashi wurde 1890 in Yonezawa geboren. Er besuchte die kaiserliche Marineakademie und legte seine Studienschwerpunkt auf die Navigation. Danach war er lange Zeit Marineattaché in den USA. 1936 übernahm Masami Kobayashi das Kommando über das Schlachtschiff Yamashiro. 1941 erfolgte die Beförderung zum Vizeadmiral und 1943 übernahm er das Kommando über die 4. Flotte. In dieser Funktion sollte er die Marshall-Inseln gegen die angreifenden Amerikaner verteidigen. Als dies misslang wurde der Vize-Admiral auf Grund angeblicher gesundheitlicher Probleme abgelöst und in die Reserve versetzt. Masami Kobayashi verstarb 1977.

 

Takahashi Sankishi 1934-36

 

Yonai Mitsumasa 1936-37

 

 

Flottenadmiral Nagano Osami wurde 1890 in Kōchi als Sohn einer Samurai-Familie geboren. Er graduierte als zweitbester seiner Klasse in der japanischen Marineakademie. Im japanisch-russischen Krieg diente Nagano in diversen Stäben unter anderem in einem landgestützten Marineartillerieregiment vor Port Arthur. Von 1913 bis 1915 studierte Nagano an der Rechtswissenschaftlichen-Fakultät in Harvard. 1919 erhielt sein erstes und einziges Schiffskommando auf dem Kreuzer Hirado. Im darauffolgenden Jahr wurde er zum Marineattaché in den USA bestimmt. 1934 erfolgte die Beförderung zum Admiral und Nagano wurde in den kaiserlichen Kriegsrat aufgenommen. 1936 wurde er zum Marineminister ernannt und 1937 wurde er der Oberkommandierende der Vereinigten Flotte. 1941 erfolgte die Ernennung zum Stabschef der Marine. Nagano war gegen einen Kriegseintritt Japans gegen die USA. Stattdessen wollte er die britischen und holländischen Kolonien im Pazifik besetzen. Yamamoto's Angriffsplan auf Pearl Harbor unterstütze er ebenfalls nicht. Als Yamamoto aber mit seinem Rücktritt drohte ließ sich Nagano von dessen Angriffsplan widerwillig überzeugen. 1943 erfolgte die Beförderung zum Flottenadmiral. Als sich aber die Niederlagen Japans häuften hatte Nagano das Vertrauen des Tenno´s verspielt und er wurde 1944 von seinem Posten enthoben. 1945 wurde Nagano verhaftet und als Klasse A Kriegsverbrecher eingestuft. Von den vernehmenden Offizieren wurde er als hoch intelligent eingestuft, ebenfalls wurde ihm attestiert, dass er die Freundschaft zu den USA gesucht hatte. Noch bevor der Prozess gegen den Flottenadmiral beendet war, starb Nagano 1947 an Herzversagen in seiner Zelle.


 
Auszeichnungen
 
Orden des Geheiligten Schatzes 1. Klasse
Orden des Goldenen Drachens 1. Klasse

 

 

Flottenadmiral Isoroku Yamamoto wurde 1884 als Takano Isoroku in Nagaoka geboren. 1916 wurde der junge Marineoffizier von der Familie Yamamoto adoptiert. Yamamoto absolvierte die japanische Marineakademie und diente im russisch-japanischen Krieg auf dem Kreuzer Nisshin. In der Schlacht von Tsushima wurde Yamamoto verwundet und verlor zwei Finger. Yamamoto studierte an der Harvard Universität und war anschließend Marineattaché in Washington. Durch seine engen Bindungen an Amerika lehnte er einen Kriegseintritt gegen die USA ab. Stattdessen favorisierte er den Aufbau einer starken Flotte um die Interessen Japans auf See durchsetzen zu können. Yamamoto sprach sich ebenfalls gegen einen Krieg mit China aus. 1928 übernahm er das Kommando über den Kreuzer Isuzu und später über den Flugzeugträger Akagi.
Yamamoto war ebenfalls ein Gegener des Tripartite-Paktes und auch einer Besetzung der Mandschurei, deshalb wurde er in der japanischen Öffentlichkeit stark angefeindet und erhielt sogar Morddrohungen von Marinekollegen. Am 30. August 1939 erfolgte seine Ernennung zum Chef der Vereinigten Flotte, dies geschah vor allem deshalb um ihn besser vor Mordanschlägen schützen zu können. Als Hideki Tōjō, ein Gegner Yamamotos 1941 zum Premierminister ernannt wurde, schien die Karriere des Admirals beendet zu sein. Der inzwischen zum Admiral ernannte Yamamoto blieb nur im Amt, da er sich einer außerordentlich großen Popularität in der Marine erfreute. Es war aber nun klar, da die Armee das Ruder in der Hand hatte, dass ein Krieg gegen die USA bevorstehen würde. Yamamotos Meinung dazu war, dass wenn man einen Krieg gegen die USA gewinnen wolle, dann wäre es nicht genug die Philippinen, Hawaii, Guam oder San Francisco einzunehmen - man müsste direkt in Washington einmarschieren und dort den Amerikanern den Frieden diktieren. Trotz dieser Ansichten arbeitete Yamamoto einen Plan aus, um die Pazifikflotte der USA zu zerstören und so zumindest Zeit zu gewinnen. Er sprach sich auch gegen den Bau der Superschlachtschiffe Yamato und Musashi aus, da er diese Projekte als Ressourcenverschwendung betrachtete. In den nächsten Jahren folgten die Kämpfe um Pearl Harbor, Midway und Guadalcanal. Yamamoto entschied sich, um die Moral seiner Truppen zu heben, seine Truppen per Flugzeug zu besuchen. Die Amerikaner hatten aber mittlerweile den Marinecode der Japaner geknackt und Präsident Roosevelt gab das OK für einen Abschuss von Yamamotos Flugzeug. Am Morgen des 18. April 1943 wurde der Admiral abgeschossen. Posthum wurde Yamamoto zum Flottenadmiral befördert.


 
Auszeichnungen
 
Großorden der Aufgehenden Sonne
Orden des Geheiligten Schatzes 1. Klasse
Orden des Goldenen Drachens I. und II. Klasse
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub und Schwertern
Orden der Aufgehenden Sonne 3. Klasse

 

 

Admiral Soemu Toyoda wurde 1885 in Tokio geboren. Er absolvierte die imperiale Marineakademie und diente anschließend auf verschiedenen Kreuzern. Anschließend war er Marineattaché in Großbritannien. 1937 wurde Toyoda zum Vizeadmiral befördert und übernahm das Kommando über die 4. Flotte anschließend das über die 2. Flotte. Während des 2. japanisch-chinesischen Krieges unterstützen beide Flotten die japanische Invasion. 1941 erfolgte die Ernennung zum Admiral. Wie fast alle seiner Admiralskollegen betrachtete auch Toyada einen Krieg gegen die USA als nicht zu gewinnen. Am 3. Mai 1944 übernahm Toyada das Kommando über die Vereingte Flotte. Vom 29. Mai 1945 bis zum Kriegsende war er außerdem der letzte Stabschef der japanischen Marine. In dieser Funktion wollte er das japanische Heimatland unter allen Umständen verteidigen, er sprach sich auch gegen die bedingungslose Kapitulation aus. Toyoda wurde nach dem Krieg nicht angeklagt, er verstarb 1957.


 
Auszeichnungen
 
Orden des Geheiligten Schatzes 1. Klasse

 

 

Admiral Itō Seiichi wurde 1890 in Miyama geboren. Nach dem Abschluss der Marineakademie bekleidete er das Amt des Marineattachés im Kaiserreich Mandschukuo. Danach folgte die Verwendung auf mehreren Kriegsschiffen. 1941 erfolgte die Beförderung zum Vizeadmiral und zum Stabschef der Vereinigten Flotte unter Admiral Yamamoto. Stabchef der Vereinigten Flotte unter Yamamoto.
1945 befehligte Vizeadmiral Itō Seiichi den größten Kamikazeeinsatz der Geschichte. Mit einem Verband rund um das Schlachtschiff Yamato sollte Okinawa entsetzt werden. Itō Seiichi ließ bei diesem Einsatz sein Leben. Posthum erfolgte die Beförderung zum Admiral.

 

 

Vizeadmiral Jisaburō Ozawa wurde 1886 geboren. Nach dem Besuch der Marineakademie diente er auf verschiedenen Schiffen und anschließend im Marinestab. 1936 erfolgte die Beförderung zum Konteradmiral und 1937 wurde Jisaburō Ozawa Stabschef der Vereinigten Flotte. Im Jahre 1940 wurde er zum Vizeadmiral befördert und nach dem Angriff auf Pearl Harbor übernahm Jisaburō Ozawa das Kommando über die südliche Expeditionsflotte. Ozawa trat als erster für einen gemeinsamen Einsatz der japanischen Flugzeugträger und ein gemeinsames Training derer ein. 1942 übernahm er das Kommando über die 3. Flugzeugträgerflotte. Mit ihr erlitt er eine vernichtende Niederlage gegen die Materialmassen der Amerikaner. Daraufhin reichte er seinen Rücktritt ein - dieser wurde jedoch nicht angenommen. Am 29. April 1945 war er der letzte Stabschef der kaiserlichen Marine. Eine Beförderung zum Admiral lehnte Ozawa ab. Ozawa der wegen seiner Größe den Spitznamen "Gargoyle" erhalten hatte, verstarb 1966.


 
Auszeichnungen
 
Orden des Geheiligten Schatzes 2. Klasse

 

Alternative für Modder:

 

Vizeadmiral Shima Kiyohide


Stabschefs

 

Stabschef

 

 

Generalfeldmarschall Prinz Kan'in Kotohito wurde 1865 in Kioto geboren. Zuerst sollte der Prinz Mönch werden, wurde aber nach drei Jahren auf die Militärakademie geschickt, die er erfolgreich absolvierte. Es folgte ein Aufenthalt als Militärattaché in Frankreich wo er militärische Taktik studierte. Der Prinz nahm als Kavallerieoffizier sowohl am ersten japanisch-chinesischen, als auch am japanisch-russischen Krieg teil. 1919 wurde er zum jüngsten Feldmarschall der japanischen Geschichte ernannt. 1931 erfolgte die Ernennung zum Stabschef der japanischen Armee. Diesen Posten behielt er bis zum 3. Oktober 1940. In seine Amtszeit fielen zahlreiche Kriegsverbrechen, die er persönlich autorisierte. Unter anderem der Einsatz biologischer und chemischer Waffen, das Nanjing-Massaker und der Einsatz von Gas in der Inneren Mongolei. Prinz Kan'in war stets bemüht ein gutes Verhältnis zu den USA und Großbritannien zu wahren und er war ein erklärter Gegner des Tripartite-Paktes.
Der Prinz verstarb im Mai 1945 und ihm wurde ein Staatsbegräbnis zu teil.


 
Auszeichnungen
 
Ordre du Mérite
Orden des Goldenen Drachens 2. Klasse
Chrysanthemenorden

 

 

Feldmarschall Hajime Sugiyama
siehe Hajime Sugiyama

Amtszeit: 3. Oktober 1940 - 21. Februar 1944


General Tōjō Hideki
siehe Tōjō Hideki

Amtszeit: 21. Februar 1944 - 18. Juli 1944

 

 

Umezu Yoshijirō wurde 1882 in Nakatsu geboren. 1911 schloss Umezu die Militärakademie als Jahrgangsbester ab und wurde anschließend Militärattaché in der Schweiz und in Dänemark. Von 1939 bis 1944 befehligte Umezu die Guandong-Armee. Ende 1944 wurde er zum letzten Stabschef der Armee ernannt. Als solcher sprach er sich gegen eine Kapitulation Japans aus, musste sich aber dem Druck des Kaisers beugen und die Kapitulationsurkunde unterzeichnen. General Umezu wurde nach dem Krieg zu lebenslanger Haft verurteilt in der er 1949 an Darmkrebs starb.

 

Amtszeit: 18 Juli 1944 - September 1945

 

Alternative für Modder:

 

Feldmarschall Terauchi Hisaichi
siehe Terauchi Hisaichi

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Chefs des Heeresstabes


Kotohito Kan'in: Chief of Army General Staff


Hajime Sugiyama: Chief of Army General Staff


Hideki Tojo: Chief of Army General Staff


Umezu Yoshijiro: Chief of Army General Staff


Luftwaffe

 

Oberbefehlshaber der Luftwaffe

 

 

General Tomoyuki Yamashita wurde 1885 in Kōchi geboren. Er besuchte die Militärakademie in Hiroshima und in Tokio. Danach wurde er Militärattaché in Deutschland, Österreich und abschließend in Ungarn. 1937 erfolgte die Beförderung zum Generalleutnant und Tomoyuki Yamashita übernahm das Kommando über die japanische Garnisonsbrigade in China. Als Stabschef der Nordchinaarmee kämpfte er anschließend in Mandschukuo. Es folgte ein längerer Aufenthalt in Deutschland, wo er sich mit neuen Waffentechniken vertraut machte. Als er nach Japan zurück kehrte warnte er vor einem Kriegseintritt gegen die USA oder die Sowjetunion, ehe man die Armee nicht von Grund auf modernisiert hätte.
Als der Krieg ausbrach nahm Yamashita Singapur und Malaysia ein. Dies brachte ihm seinen Spitznamen der "Tiger von Malaya" ein. Sein letztes Kommando war die Verteidigung der Philippinen, wo er auch in Kriegsgefangenschaft geriet. Nach dem Krieg wurde Yamashita der Prozess gemacht, doch das Urteil stand von vornherein fest und man wollte Rache für die schmachvollen Niederlagen üben. Die britische Presse schrieb etwa: " “Yamashita's trial continues today, but it isn't a trial…”.

 

Amt: Generalinspekteur der Armeeluftwaffe

Sein Verteidiger:
"The Accused is not charged with having done something or having failed to do something, but solely with having been something…. American jurisprudence recognizes no such principle so far as its own military personnel are concerned…. No one would even suggest that the Commanding General of an American occupational force becomes a criminal every time an American soldier violates the law…one man is not held to answer for the crime of another."

Am 23. Februar 1946 wurde General Yamashita gehängt.


Generalleutnant Torashiro Kawabe
siehe Torashiro Kawabe

Amt: stellvertretender Inspekteur der Luftfahrt

General Korechika Anami
siehe Korechika Anami

Amt: Generalinspekteur der Armee-Luftfahrt

 

General Hideki Tojo
siehe Hideki Tojo

Amt: Generalinspekteur der Armee-Luftfahrt


General Kenji Doihara
siehe Kenji Doihara

Amt: Generalinspekteur der Armee-Luftfahrt


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Kommandierende Generäle der Luftwaffe

 

 

General Masakazu Kawabe
Commanding General, Air General Army, (Kommando über die Luftwaffe auf der Heimatinsel - Chosen und Ryukyus)

 

 

Generalleutnant Takeo Yasuda
Commanding General, First Air Army


Generalleutnant Torashiro Kawabe
siehe Torashiro Kawabe
Commanding General, Second Air Army (Manchuria)

 

 

General Hideyoshi Obata
Third Air Army General Commander

 

 

Generalleutnant Michio Sugawara
Third Air Army Commander und Sixth Air Army Commander.

Amtszeit: März - Mai 1945

Diente der Luftwaffe in der Ten-Go Air Operation, unter dem Oberbefehlshaber, in der Combined Fleet.

 

 

Generalleutnant Kumaichi Teramoto
Commanding General, Fourth Air Army

 

 

Generalleutnant Kyoji Tominaga
Fourth Air Army Commander


Generalleutnant Takuma Shimoyama
Zum Endes des Zweiten Weltkrieges, kommandierte er als General (LtGen), die Fifth Air Army, welche in Seoul, Chosen, stationiert war.

 

 

Generalleutnant Prinz Un Yi
General Officer Commanding 1st Air Army


Quellen

Autor: Gebirgsjäger / Hasso von Manteuffel / Freiherr von Woye