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War Ace Campaign  Patch 5.2

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Allgemein

Medaille der Waffenbrüderschaft

 

 

 

Allgemein



Die 1966 gestiftete "Medaille der Waffenbrüderschaft" wurde für die "Festigung und Vertiefung der Klassen- und Waffenbrüderschaft und die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen der Nationalen Volksarmee und den sozialistischen Bruderarmeen" an Angehörige der Nationalen Volksarmee, ans Militär anderer kommunistischer Länder (sozialistischer Bruderarmeen) oder an Personen, die nicht Angehörige der NVA waren, verliehen.
Die Verleihung erfolgte durch den Minister für Staatssicherheit anlässlich der "Woche der Waffenbrüderschaft" vom 23. Februar bis 1. März oder unmittelbar nach vollbrachten Leistungen. Sie war mit einer nicht näher bezeichneten finanziellen Zuwendung verbunden. Die Medaille wurde an etwa ein Viertel der Promovenden der juristischen Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit verliehen. Bei den meisten dieser Träger ist nicht ersichtlich, wodurch sie sich bei der Zusammenarbeit mit den "Bruderarmeen" besonders verdient gemacht hätten bzw. nicht nachzuvollziehen.
 

Die Medaille wird in drei Stufen verliehen.

Aussehen

Aussehen

 

Die Medaille ist rund, bronze-, silber- oder goldfarben und hat einen Durchmesser von 35 mm. Auf der Vorderseite sind Soldaten der sozialistischen Bruderarmeen mit Raketenwaffen symbolisch dargestellt. Links oben ist ein fünfzackiger Stern eingeprägt. Auf der Rückseite befinden sich das Staatswappen der DDR und die Umschrift „KLASSENBRÜDER - WAFFENBRÜDER – UNBESIEGBAR“.
Die Medaille wird an einer fünfeckigen Spange getragen, die mit hellgrauem Band bezogen ist. In der Mitte des Bandes sind orangefarbene Längsstreifen eingewebt: Stufe Bronze ein Streifen, Stufe Silber zwei Streifen und Stufe Gold drei Streifen.

 

 

 

Die Interimsspange ist rechteckig. Das Band entspricht der Medaillenspange. Die Medaille wird auf der linken oberen Brustseite getragen.
Bis zum 15. Juli 1968 wurde die Medaille der Stufe Gold an einem Band mit nur einem Streifen getragen. Danach wurde dieses Band zum Band der Medaille der Stufe Bronze.

 

Verordnung der DDR zu den Ehrenzeichen

Quellen

http://de.wikipedia.org/wiki/Medaille_d ... Cderschaft (Letzter Zugriff 25.01.2010)
http://www.hobost.de/Forschung/Kader/zo ... dersch.htm (Letzter Zugriff 25.01.2010)



Autor: Freiherr von Woye

Der Orden

Der Karl-Marx-Orden

 

 

 

Dieser Orden galt als ehrenvollste staatliche Auszeichnung der DDR.

Allgemeines

Allgemein

 

Der Orden wurde anlässlich des Karl-Marx-Jahres am 30. April 1953, dem 135. Geburtstag von Karl Marx, gestiftet. Er wird an Einzelpersonen, Kombinate, Betriebe, Einrichtungen, sozialistische Genossenschaften und gesellschaftliche Organisationen sowie an Verbände, Truppenteile und Einrichtungen der bewaffneten Organe verliehen. Er reiht sich damit in die 4 wichtigsten Orden der DDR ein. Unterstrichen wird dies durch den Umstand, dass auch er an Einzelpersonen anderer Staaten verliehen werden kann.

 

Verliehen für Leistung und Verdienste:

• in der Arbeiterbewegung

• bei der schöpferischen Anwendung des Marxismus-Leninismus

• bei der Gestaltung des entwickelten gesellschaftlichen Systems des Sozialismus mit seinem Kernstück, dem ökonomischen System des Sozialismus

• in Wissenschaft und Technik

• in Kunst, Bildung, Erziehung und Kultur

• im Kampf um die Sicherung des Friedens

• in der Pflege und Förderung echter freundschaftlicher Beziehungen zur Sowjetunion, zu den anderen sozialistischen Staaten und allen friedliebenden Völkern der Welt sowie solcher Beziehungen von Angehörigen und Organisationen dieser Völker zur Deutschen Demokratischen Republik“

 

 

 

(Urkunde des Trägers Wilhelm Pieck)

 

Der "Karl-Marx-Orden" kann in seiner Form mehrmals verliehen werden. Zur Verleihung des Ordens gehören, eine Urkunde und für Einzelpersonen eine Prämie von zuletzt 20.000 Mark.
Die Verleihung erfolgt durch den Vorsitzenden des Staatsrates auf Empfehlung des Ministerrates. Der Verleihungsakt wurde anlässlich des 1. Mai, dem Internationalen Kampf- und Feiertag der Werktätigen, des 7. Oktober, dem Tag der Republik, oder aus besonderem Anlass zelebriert. Wie bei allen wichtigen Orden und Ehrungen in der Geschichte Deutschlands, musste nach dem Tod des Ausgezeichneten der Orden mit allem drum und dran an den Staatsrat zurückgegeben werden.

 

 

 

Verordnung über das Tragen der Ehrenzeichen zu staatlichen Auszeichnungen vom 19. April 1978
Sonderdruck Nr. 952 des Gesetzblattes der DDR
§ 2


(3) Der "Karl-Marx-Orden" und die Medaille "Goldener Stern" zum Ehrentitel "Held der Deutschen Demokratischen Republik" werden in der Mitte über allen Ehrenzeichen oder Interimsspangen getragen.



Der Ehrentitel "Held der Deutschen Demokratischen Republik" (gestiftet 1975) und die dazugehörige Medaille "Goldener Stern", war auch immer mit der gleichzeitigen Verleihung des Karl-Marx-Ordens verbunden. Die Folge dieser Verordnung war, dass diese Auszeichnung dem weit häufiger vergebenen "Karl-Marx-Orden" schließlich den Rang ablief.

Aussehen

Aussehen

 

 

 

Der "Karl-Marx-Orden" ist ein goldener Stern mit fünf Zacken, der auf einem goldenen Eichenblätterkranz liegt (Durchmesser 50 mm). Die rubinroten Zacken des Sterns sind ebenfalls golden umrandet.
In der Mitte des Sterns befindet sich auf einer Kreisplatte ein Porträt von Karl Marx. Die Rückseite ist glatt. Der Orden wird an einer fünfeckigen, mit weinrotem Band bezogenen Spange getragen.
Die Interimsspange ist rechteckig und mit weinrotem Band bezogen. In der Mitte der Spange ist waagerecht ein goldenes Eichenblatt aufgesetzt. Der "Karl-Marx-Orden" wird auf der linken oberen Brustseite getragen und als Ordensspange immer in der ersten, oberen Reihe.

 

 

 

(Ordensspange des Karl-Marx-Ordens)

 

Die Verschieden Ausführungen:

1953-58: Gold (900) mit Verleihungsnummer 1 - 30

1958-65: Gold (900) mit Verleihungsnummer 31

1965-79: Gold (900) ohne Verleihungsnummer

1980-89: Gold (333) ohne Verleihungsnummer

1980-89: Bronze vergoldet, für Kollektive, ohne Verleihungsnummer

 

 

 

(Etui des Karl-Marx-Ordens)

Träger


 

 

 

(Walter Ulbricht mit dem angesteckten Orden nach der Verleihung)

Träger des Ordens (Auswahl):

• 1953: Otto Grotewohl, Walter Ulbricht, Hermann Matern, Wilhelm Pieck, Wilhelm Zaisser, Olga Körner, Otto Buchwitz, Hermann Duncker, Helmut Lehmann, Rosa Thälmann, Luise Kähler
• 1954: Freier Deutscher Gewerkschaftsbund
• 1956: Zeitung Neues Deutschland, Antonín Zápotocký, Wilhelm Koenen
• 1958: Josef Orlopp
• 1959: Wilhelmine Schirmer-Pröscher
• 1961: Alfred Kurella
• 1962: Franz Dahlem, Herbert Warnke, Otto Winzer, Friedrich Heilmann
• 1963: Willy Rumpf, Karl Maron
• 1965: Paul Geisler, August Reitz, Anna Seghers, Hans Schaul, Otto Schön, „Einheit“ Berlin, Sammelmappe Arbeitsmaterialien zum Karl-Marx-Orden
• 1966: Helene Berg, Georg Stibi, Richard Stahlmann (eigentlich: Arthur Illner)
• 1967: Karl Mewis, Wilhelm Kling
• 1968: Roman Chwalek, Kurt Seibt, Max Burghardt, Frieda Sternberg
• 1969: Lotte Ulbricht, Erich Honecker, Jürgen Kuczynski, Hermann Matern, Albert Norden, Willi Stoph, Paul Verner, Anna Seghers, Regina Becker
• 1970: Heinz Hoffmann, Erich Mückenberger, Erwin Kramer, Bruno Apitz, Harry Tisch, Otto Braun, Max Burghardt, Iwan Ignatjewitsch Jakubowski
• 1971: Jacques Duclos
• 1972: Klaus Gysi, Kurt Hager, Max Fechner, Erich Honecker, Max Spangenberg
• 1973: Ernst Albert Altenkirch, Friedrich Dickel, Ernst Goldenbaum, Erich Mielke, Fred Oelßner, Gerhard Danelius, Günther Jahn
• 1974: Leonid Breschnew, Nähmaschinenwerk Wittenberge, Tierpark Berlin, Alexander Schalck-Golodkowski, Willi Stoph, Markus Wolf, Walter Arnold, Jurij Brězan, Charlotte Schröder, Rheinmetall Sömmerda, Straßen-, Brücken- und Tiefbaukombinat Halle/Saale, Marta Fischer, Walter Gorrish-Kaiser, Max Herm

• 1975: Horst Sindermann, Paul Wandel, Akademie der Wissenschaften der DDR


• 1976: Alois Bräutigam, Luise Ermisch, Wolfgang Junker, Günter Mittag, Werner Walde, Ernst Scholz, Paul Verner, Erweiterte Oberschule (EOS) „Karl Marx“ Halle-Neustadt
• 1977: Hilde Benjamin, Kurt Hager, Erich Honecker, Margot Honecker, Erich Mielke, Friedel Malter, Ruth Werner, Institut für Lehrerbildung (IfL) Weißenfels, Richard Staimer, Gerónimo Arnedo Álvarez
• 1978: Werner Felfe, Hans Modrow, Joachim Herrmann, Hans-Joachim Hertwig, Elli Schmidt, Werner Krolikowski, Konrad Naumann, Hanna Wolf, Werner Schneidratur, Sigmund Jähn
• 1979: Horst Dohlus, Johannes Chemnitzer, Gerhard Grüneberg, Heinz Keßler, Peter Edel, Grete Groh-Kummerlow
• 1980: Heinz Hoffmann, Alfred Lemmnitz, Siegfried Lorenz, Gerda Sucker, Frieda Krüger, Günther Jahn, Interflug
• 1981: Erwin Geschonneck, Peter Florin, Albert Norden, Gerhard Schürer, Friedrich Karl Kaul, Antonie Wohlgemuth
• 1982: Alexander Schalck-Golodkowski, Kurt Hager, Erich Honecker, Erich Mielke, Paul Scholz, Erich Paterna, Ernst Hoffmann (Philosoph)
• 1983: Lotte Ulbricht, Gerhard Beil, Friedrich Dickel, Egon Krenz, Oskar Fischer, Theo Balden, Gerda Stern, Wilhelm Ehm
• 1984: Alfred Neumann, Willi Stoph, 6. Flottille der Volksmarine, Manfred Wekwerth, Hans Lutter, Charlotte Loebinger, Kurt Diederich
• 1985: Horst Dohlus, Friedrich Dickel, Heinz Hoffmann, Erich Honecker, Bruno Lietz, Erich Mückenberger, Josef Schleifstein, Ilse Thiele, Maria Rentmeister
• 1986: Heinrich Adameck, Gisela Glende, Lea Große, Günter Mittag
• 1987: Hilde Benjamin, Margot Honecker, Werner Jarowinsky,Helmut Koziolek, Erich Mielke, Heinz Wedler, Markus Wolf, Annelie Löblich
• 1988: Manfred Gerlach, Joachim Herrmann, Kurt Seibt, Nicolae Ceauşescu, Karl-Eduard von Schnitzler, Hildegard Gurgeit
• 1989: Günter Schabowski, Willi Stoph, Günther Wyschofsky, Herbert Weiz


Zum Schluss

Schlussbemerkung



Nach den für die DDR sehr erfolgreichen Olympischen Spielen 1976 in Montreal verteilten Staats- und Ministerrat der DDR neben hohen Geldprämien auch hohe staatliche Auszeichnungen. Darunter war 2mal der Karl-Marx-Orden.
Ansonsten wurde der Orden vor allem an hohe und verdiente Parteifunktionäre verliehen. Zu Ruhm kam er aber nur als "Anhängsel" des Ehrentitels "Held der DDR". Seine eigenständige Verleihung ging in der Folgezeit oft unter und so verlor er an Bedeutung und Ansehen. Die Ähnlichkeiten zur Sowjetunion sind dabei immanent. So wird der Lenin-Orden auch immer im Verbund mit dem Titel "Held der Sowjetunion" inkl. des Ordens "mitverliehen".


Daten

Der Scharnhorst Orden

 

 

 

(Goldene Ausgabe des Scharnhorst Ordens)

 


 
 
Land:
Deutsche Demokratische Republik
Verleihung:
Militärische Leistungen
Stiftung:
17. Februar 1966 (bis zur Auflösung der DDR 1990 verliehen)
Klassen:
Eine Klasse (kann in der Regel nur einmal verliehen werden)
Adresate:
Angehörige der Nationalen Volksarmee,
der Grenztruppen und der anderen bewaffneten Organe der DDR,
an Verbände, Truppenteile bzw. Einrichtungen der Nationalen Volksarmee,
der Grenztruppen oder der anderen bewaffneten Organe der DDR sowie an Personen,
die nicht Angehörige von bewaffneten Organen sind.

Allgemein

Allgemein

 

 



Als Namensgeber des Ordens, stand der Heeresreformer und Begründer des Volksheeres Gerhard von Scharnhorst, Pate. So ist der Verleihungsgrund umso nachvollziehbarer, die Stärkung der Verteidigungskraft der DDR. Auch Leistungen bei der Truppenführung, beim Einsatz der Persönlichkeit zum Schutz der DDR, bei der Weiterentwicklung der Militärwissenschaft und Militärtechnik sowie bei der Festigung der Militärkoalition der sozialistischen Bruderarmeen konnte als Grund für eine Verleihung herhalten. Der Orden hatte nur eine Klasse und wurde durch die höchsten Stellen des DDR Staates verliehen.
Von den 6 Orden der DDR wurden 4 vom Vorsitzenden des Staatsrates oder in seinem Namen verliehen. Den Scharnhorst-Orden war einer dieser 6 Orden und wurde durch den Vorsitzenden des nationalen Verteidigungsrates verliehen und war neben dem Kampforden für "Verdienste um Volk und Vaterland", durch den Minister für nationale Verteidigung verliehen, der wichtigste militärische Orden der DDR. Der Scharnhorst-Orden konnte, wie alle diese 6 Orden, auch an Verbände und Kollektive vergeben werden, was diesen Orden nicht weniger exklusiv macht. Dazu erhielten die Empfänger eine Prämie von 5.000 Mark.
Die Verleihung erfolgt durch den Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates anlässlich des 7. Oktober, dem Tag der Republik, des 1. März, dem "Tag der Nationalen Volksarmee", des 1. Dezember, dem "Tag der Grenztruppen der DDR" sowie der Jahrestage der anderen bewaffnete Organe der DDR oder unmittelbar nach vollbrachten militärischen Leistungen.

Aussehen

Aussehen

 

 

 

(Silberne Ausgabe des Scharnhorst Ordens)



Der Orden ist ein fast runder, mit (goldenen) Strahlen unterlegter fünfarmiger Stern mit einem Durchmesser von 43 mm. In der Mitte befindet sich ein blau emailliertes Medaillon, umgeben von einem weißen 1 mm breiten Emaillering. Auf das Medaillon ist das geprägte Porträt von Scharnhorst aufgelegt, darunter zwei gekreuzte Dolche. Die Metallteile des Ordens bestehen aus vergoldetem Silber bzw. seit 1973 aus vergoldeter Bronze. Die Rückseite des Ordens ist glatt. Er wird an einer großen fünfeckigen, mit blauem Band bezogenen Spange getragen. In das 26 mm breite Band sind zusätzlich goldene Seitenstreifen, je 1,5 mm breit und 2 mm von den Kanten entfernt, eingewebt. Die Interimsspange ist mit dem gleichen Band bezogen. Zusätzlich ist das vergoldete Medaillon des Ordens als Miniatur aufgelegt.
Der Orden war den russischen Typen von gleichartigen Orden nachempfunden. Getragen wurde er auf der linken Brustseite getragen.

Verleihungen

Verleihungen

 

 

 

Heinz Keßler erhielt dreimal den Scharnhorst-Orden.



Zu den berühmtesten Trägern gehören Heinz Keßler (Chef des Hauptstabes der NVA (entspricht Generalstab) - dreimal verliehen) und GeneraloberstErich Peter (Kommandeur der Grenztruppen). Soweit ich herausgefunden habe, wurde der Orden nur an 8 Militärangehörigen (Marine, Luftwaffe und Heer) verliehen. der Orden blieb den höchsten Militärs vorbehalten, dennoch wurde er auch an das Militärgeschichtliche Institut der DDR und der Militärakademie "Friedrich Engels" verliehen.
Eine Ausnahme machte Honecker allerdings, anlässlich der Verabschiedung des bisherigen „Oberkommandierenden der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland", Generaloberst Semjon Kurkotkin. Ihm wurde, „auf Beschluß des Politbüros", von Honecker der Scharnhorst-Orden der DDR verliehen. Nach Artikel 76 der DDR-Verfassung werden jedoch staatliche Orden, zu denen der Scharnhorst-Orden gehört, vom Staatsrat gestiftet und von seinem Vorsitzenden verliehen. Staatsratsvorsitzender ist zu dieser Zeit immer noch Walter Ulbricht gewesen. So wird jetzt gerätselt, ob Ulbricht dem sowjetischen Generalobersten den Orden nicht verleihen durfte, konnte oder wollte.

Quellen

http://de.wikipedia.org/wiki/Scharnhorst-Orden (Letzter Aufruf 25.12.2009)
http://www.hobost.de/Forschung/Kader/zoscharnhorst.htm (Letzter Aufruf 25.12.2009)
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Sc ... Orden.html (Letzter Aufruf 25.12.2009)
http://www.ddr-im-www.de/index.php?itemid=287 (Letzter Aufruf 25.12.2009)
http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Scharnhorst-Orden (Letzter Aufruf 25.12.2009)
http://www.mdr.de/damals/lexikon/180200 ... l#absatz27 (Letzter Aufruf 25.12.2009)
http://www.zeit.de/1972/33/Orden-von-der-SED (Letzter Aufruf 25.12.2009)

Buch:
Tautz, Günter, Orden und Medaillen. Staatliche Auszeichnungen der Deutschen Demokratischen Republik. Leipzig Bibliographisches Institut 1983, S. 45.



Autor: Freiherr von Woye


Vorwort

Held der DDR
eine der höchsten und am seltensten vergebene Auszeichnung der DDR

 

 



Es handelt sich bei diesem höchsten Orden der DDR um einen Ehrentitel, der nur Personen verliehen wurde, die sich besonders um die Deutsche Demokratische Republik verdient gemacht haben. Er steht, von der Namensgebung und Bedeutung, in derselben Linie wie andere Ehrentitel wie der Held der Sowjetunion, Held der Ukraine und Held Weißrusslands.

 

„[...]die durch ihre außerordentlichen Leistungen und Verdienste, Heldentaten für die Deutsche Demokratische Republik, für ihre Entwicklung und allseitige Stärkung, für die internationale Anerkennung und Autorität sowie für ihren sicheren militärischen Schutz vollbracht haben“.

Ehrentitel

Ehrentitel



Ehrentitel wurden vornehmlich an Einzelpersonen verliehen, aber auch Kollektive konnten mit ihnen ausgezeichnet werden. Es waren die höchsten Ehren in diesem Land und wurden vom Vorsitzenden des Staatsrates (Ehrentitel Held der Deutschen Demokratischen Republik, Held der Arbeit sowie Hervorragender Wissenschaftler des Volkes). Die anderen Ehrentitel wurden zuständigen Ressortministern und den Leitern der obersten Behörden oder in deren Namen verliehen.
Die tragbaren Medaillen (außer den Ehrentitel Kollektiv der sozialistischen Arbeit und Betrieb der sozialistischen Arbeit) waren mit einer Prämie dotiert (außer bei Verleihung von Ehrentiteln an Sportler, die offiziell keine Geldzuwendungen erhalten durften).

Ursprünglich sollten nur zehn Titelvergaben vorgesehen worden sein, doch es wurde dann doch mehr verliehen als geplant. Nicht unüblich bei der Ordensflut der DDR, die auch vor dem höchsten Orden nicht halt machte. Dazu wurde dem Geehrten seit 1978 jeweils zusätzlich der Karl-Marx-Orden verliehen. Zu den Eigenheiten gehörte es, dass es nicht nur „einfache“, sondern auch „zweifache“ Helden gab, das heißt, der Ehrentitel wurde zweimal vergeben.
 

 

 

(Der Karl-Marx-Orden)

Allgemein

Allgemein



Am 28. Oktober 1975 wurde durch den Ministerrat der DDR die Verordnung über die Stiftung des Ehrentitels "Held der Deutschen Demokratischen Republik"erlassen und dieses der Öffentlichkeit im "Neuen Deutschland" vom 30.Oktober 1975 bekanntgegeben.
Die Verordnung des Ministerrates der DDR vom 28. Oktober 1975 über die Stiftung des Ehrentitels Held der Deutschen Demokratischen Republik:

 

"Der Ehrentitel kann für außergewöhnliche Verdienste und Leistungen im Kampf gegen den Hitlerfaschismus, bei der Entwicklung und allseitigen Stärkung der DDR, bei der Erhöhung ihrer internationalen Autorität, bei der Gewährleistung ihres sicheren militärischen Schutzes und ihrer staatlichen Sicherheit an Einzelpersonen verliehen werden."

 

Bei diesen hervorragenden Einzelleistungen, hohe persönliche Einsatzbereitschaft, Mut, Kühnheit und Opferbereitschaft und für die weitere erfolgreiche Entwicklung der DDR überragende Bedeutung bzw. als Heldentat zu werten, sind folgende Beweggründe ausschlaggebend:
 

 

 

- Widerstandskämpfern im illegalen und militärischen Kampf gegen den Faschismus,

- Angehörigen der Nationalen Volksarmee und anderer bewaffneter Organe der DDR beim sicheren militärischen Schutz der DDR, bei der Gewährleistung ihrer staatlichen Sicherheit sowie öffentlichen Ordnung und Sicherheit und bei der Verteidigung der DDR bzw. der Erfüllung ihrer internationalen Bündnisverpflichtungen,

- Bürgern der DDR in Zusammenarbeit mit den bewaffneten Organen der DDR für die militärische Stärkung und die Gewährleistung der Sicherheit der DDR.

Aussehen

Aussehen

 

 

 

Der Orden war, in seiner letzten zweiten Ausgabe, mit fünf eingesetzten Brillanten verziert. In der ersten Ausgabe war es ein goldener fünfzackiger Stern, der in der Mitte die Staatssymbole der DDR trug und einem Kranz aus Ehren umgeben war.

 

größte Breite = 34,0 mm

Vorderseite Staatswappen = 12,0 mm

Außendurchmesser Lorbeerkranz = 22,5 mm
(Zusätzlich sind auf dem Lorbeerkranz fünf Brillanten in Nähe der Sternspitzen aufgelegt.)

Spange = 31,6 mm x 10,5 mm (Gold)
(Zusätzlich sind in der Mitte der Spange, drei Brillanten in quadratischen Fassungen als senkrechter Streifen aufgelegt)

Rückseite:

Umschrift. «Für den Schutz». (oben)
«Der Arbeiter-und-Bauern-Macht» (unten)
«Held der DDR». (darüber in gebogener Zeile)

 

Er wurde auf der linken Seite über allen anderen Orden, aber hinter dem Karl-Marx-Orden, getragen und konnte auch bzw. musste an der Zivilkleidung getragen werden.

Für Angehörige bewaffneter Organe ist das Tragen der Medaille an der Uniform obligatorisch. Der Karl-Marx-Orden und die Medaille "Goldener Stern" sind nach dem Tode des Ausgezeichneten an den Staatsrat zurückzugeben.

Verleihungen

Verleihungen



Als erster "Held der DDR" wurde anlässlich seines 75. Geburtstages, Geburtstage waren beliebte Anlässe zur Vergabe solcher Orden, dem Minister für Nationale Verteidigung der DDR, Armeegeneral Heinz Hoffmann ausgezeichnet. Es erhielten nur sechs weitere Personen aus der DDR den Titel "Held der DDR". Zwei weitere ausländische Staatsmänner bzw. verdiente Personen wurden ausgezeichnet.
Die Dotierung des Ordens beläuft sich auf 25.000 Mark. Die höchste Summe, die im Zusammenhang mit einem DDR Orden vergeben wurde.
 

 

 

Erich Mielke, zweifacher Held der DDR , Politbüromitglied, Armeegeneral und Minister für Staatssicherheit der DDR.

 

Der Orden Held der DDR wurde verliehen:

• Heinz Hoffmann 28. November 1975 und nochmals 28. November 1980
• Friedrich Dickel 01. Dezember 1975 und nochmals 1983
• Erich Mielke 01. Dezember 1975 und nochmals 28. Dezember 1983
• Leonid Iljitsch Breschnew 13. Dezember 1976
• Sigmund Jähn 21. September 1978
• Waleri Bykowski 21. September 1978
• Willi Stoph 09. Juli 1984
• Erich Honecker 1987

Zum Schluss

Schlussbemerkung

 

 

 

Erich Mielkes Ehrenorden "Held der Arbeit" unterm Hammer.



Heute wird der Orden "Held der DDR" in Gold 9.500 Euro gehandelt und ist der begehrteste Orden der DDR. Sammler reißen sich um den Orden und eine Wertsteigerung ist auf jeden Fall noch zu erwarten.

Quellen

http://de.wikipedia.org/wiki/Held_der_DDR (Letzter Aufruf 26.12.2009)
http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Held_der_DDR (Letzter Aufruf 26.12.2009)
http://www.dhm.de/magazine/orden/katalog7.htm (Letzter Aufruf 26.12.2009)
http://www.mdr.de/damals/lexikon/180200 ... l#absatz12 (Letzter Aufruf 26.12.2009)
http://www.ddr-im-www.de/index.php?itemid=287 (Letzter Aufruf 26.12.2009)
http://www.hobost.de/Forschung/Kader/zoheldddr.htm (Letzter Aufruf 26.12.2009)



Autor: Freiherr von Woye


Vorwort

Der Blücher-Orden
(Blücher-Medaille)

 

 

 

Für einen Sieg über den Westen legte das Militär in Ostberlin schon die Orden bereit

 

 

 

Erste Ausgabe von 1965

Entstehung

Entstehung



Dieser Orden war als Kriegsorden der DDR gedacht. Er war nach Gebhard Leberecht von Blücher, einem preußischen Generalfeldmarschall benannt. Dieser große General war für seine ungestüme Art im Feld bekannt und wurde deshalb auch gerne Marschall "Vorwärts" genannt. Das solch ein preußischer General, der auch gegen Napoleon gekämpft hat und in Waterloo ruhmreich die Briten unterstütze, für einen Tapferkeitsorden der DDR verwendet werden sollte, lässt auf vieles schließen. So der Kampf gegen die Monarchie, die Geschichte der Deutschen im Unabhängigkeitskampf und der militärischen Tradition. Den Blücher-Orden, sollten in Anlehnung an die Rheinüberschreitung Blüchers, jene Soldaten der NVA erhalten, die als erste die Rheinlinie erreichten. Ob die NVA zum Einsatz gekommen wäre oder sogar den Rhein erreicht hatte ist zweifelhaft. Auch deshalb wurde dieser Orden bzw. seine Existenz erst nach dem Mauerfall bekannt.

Allgemein

Allgemein

 

 

 

(Gold-Stufe des Blücher Ordens - Zweite Ausgabe)

 

Er sollte in der DDR für „Tapferkeit im Kriege“ in den Stufen Gold, Silber und Bronze verliehen werden. [...]für den siegreichen Militärschlag gegen den Aggressor im Westen.
Der Blücher-Orden wurde am 13. Oktober 1965 vom damaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR Walter Ulbricht gestiftet und erlosch mit dem Ende der DDR im Jahr 1990. Ulbricht hatte zuvor in einer Rede am 5. Mai 1965 erklärt, dass eine Wiedervereinigung Deutschlands nur in Form eines sozialistischen Staates möglich sei und somit auch eine Begründung für den "Kriegsorden" abgeliefert hat. Als staatliche Auszeichnung für den Kriegszustand (der in der DDR-Tarnsprache als Verteidigungszustand bezeichnet wurde), ist er einmalig in der Geschichte der DDR. Über ihn hat der Nationale Verteidigungsrat der DDR, unter dem Vorsitz von Honecker, am 25. Januar 1985 einen Beschluss gefasst und die Stufen festgelegt.

 

 

 

(Gold-Stufe des Blücher Ordens - Erste Ausgabe)

Zum Schluss

Schlussbemerkung

 

Dieser Orden ist einer der wenigen die nie verliehen worden sind. In diesem Fall muss man wohl zum Glück sagen. Es ist auch ein Beispiel für die Ordensvielfalt und Übertreibung der Ordenskultur der DDR. Eine Kultur, die, wie man an den verschiedenen Ausführungen sieht, unter der Materialnot zu leiden hatte.

 

 

 

Zweite Ausgabe der 80er Jahre



Der Blücher-Orden wurde nie verliehen, da die DDR nie aktiv an Kriegshandlungen teilnahm. Für den Ernstfall hatte die NVA aber bereits kistenweise Blücher-Orden gelagert. Diese wurden unter Geheimhaltung vom VEB Präwema in Markneukirchen gefertigt, wo auch die Prototypen unter Verschluss lagen. Unter strenger Geheimhaltung lief die Produktion Mitte der 60er Jahre an. Mitte der 80er Jahre orderten die Militärs eine zweite Blücher-Serie. „Die alten Orden“, vermutet Rainer Kunz, „fielen wohl der Knappheit an Edelmetallen im Lande zum Opfer und wurden eingeschmolzen.“ Die neuen waren aus Buntmetall statt aus Silber.
Ein Abzeichen für Tapferkeit im Gefecht hätte wohl nicht so recht in die „Staatsdoktrin einer friedfertigen sozialistischen Republik“ gepasst, vermutet Rainer Kunz vom Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, wo die Orden heute säuberlich gestapelt liegen. Weitere Exemplare des Ordens sind heute im Militärhistorischen Museum in Dresden ausgestellt.
Sammler bieten heute bis zu 2.500 Euro und mehr für einen kompletten Satz der Orden. Die erste Serie ist noch weit wertvoller, weil seltener und besser verarbeitet.

Quellen

http://de.wikipedia.org/wiki/Bl%C3%BCcher-Orden (Letzter Aufruf 26.12.2009)
http://www.berlin.de/lstu/ausstellung/mfs-wb-plan.html (Letzter Aufruf 26.12.2009)
http://www.focus.de/politik/deutschland ... 68454.html (Letzter Aufruf 26.12.2009)



Autor: Freiherr von Woye