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Portrait

King Hendrick

Soi-en-ga-ra-ta
 

Mohawk

 

Geboren um * 1680 im Staat New York/ † Gestorben am 8. September 1755 am Lake George, New York

 

"Wir danken euch, dass ihr die Kette des Bundes erneuert und wieder blank gemacht habt. Wir wollen diesen Wampum - Gürtel zu den Onondaga mitnehmen, wo unsere Beratungsfeuer ständig brennen, und ihn so sicher verwahren, dass weder Donner noch Blitz ihn zerstören können"

Einleitung

Der Vater von King Hendrick war ein Mahican und seine Mutter eine Mohawk Indianerin. King Hendrick selber sollte nicht nur zum mächtigsten Häuptling der Mohawk werden, er wurde sogar Colonel der britischen Kolonialarmee. Hendrick galt als intelligenter und furchtloser Krieger.

Der weitere Lebensweg

 

 

(King Hendrick)

 

Im Jahre 1710 war King Hendrick mit drei weiteren Irokesen Häuptlingen in London gewesen, um dort einen Beistandspakt zu unterzeichnen. Die Engländer sahen damals in den Irokesen ein " Bollwerk " gegen den damaligen Rivalen Frankreich. Ihre Bedeutung geht auch daraus hervor, dass die vier Häuptlinge mit großen Ehren empfangen wurden und eine Audienz bei Queen Ann hatten. William Johnson, ein britisch-irischer Händler (später wurde er Politiker und General in den britischen Kolonien in Nordamerika ) hatte sich im Mohawk -Tal niedergelassen und lebte dort als Farmer und Pelzhändler. Er war im Gegensatz zu vielen Europäern nicht der Meinung gewesen, dass die Indianer nur „unzivilisierte, barbarische Wilde“ waren. Er behandelte die Ureinwohner der Kolonien mit Respekt und baute zu ihnen eine gute Beziehung auf und er schützte sie so gut er konnte vor Übergriffen wie Diebstahl und illegalen Siedlungen. Durch seine korrekte und freundliche Art gewann er auch das Vertrauen von King Hendrick. Zwischen den beiden ( King Hendrick und William Johnson) ist ein besonderes Tauschgeschäft überliefert :
Johnson erzählte er hätte eine Lieferung schöner Kleider aus England bekommen, antwortete der schlaue Hendrick, er habe geträumt, Johnson hätte ihm eines der Kleider gegeben. Johnson konnte nun nicht mehr anders und schenkte King Hendrick eine Scharlachrote Uniform. Nun aber berichtete Johnson dem Häuptling er hätte ebenfalls geträumt , Hendrick hätte ihm 500 Acres des besten Landes im Mohawk - Tal geschenkt. Hendrick antwortete darauf " Es soll dir gehören, fortan will ich aber nicht mehr mit dir träumen" und damit war der Handel abgeschlossen. Zwischen den Engländern und den Franzosen kam es immer häufiger zu kleineren Gefechten; die beiden europäischen Kolonialmächte versuchten die Indianerstämme als ihre Verbündeten zu gewinnen um damit die Vorherrschaft in Nordamerika zu erlangen. Die meisten Stämme sahen keinen Vorteil für sich und blieben neutral, aber viele konnten es letztendlich nicht verhindern das ihre Krieger als Hilfstruppen auf beiden Seiten eingesetzt wurden. Johnson der von den Mohawk sogar zum Häuptling ernannt wurde, nutzte seinen Einfluss und die Mohawk waren dadurch bereit, ohne Zustimmung der anderen Stämme gegen die Franzosen zu ziehen. Johnson gelang es mit seiner Überredungskunst, dass auch die übrigen Stämme der " League of Iroquois " beitraten um mit ihm gegen die Franzosen zu kämpfen. 1746 verstarb Johnsons Frau nun wollte Johnson die Verbindung zu den Mohawk noch enger knüpfen und die Nichte King Hendricks heiraten.
Johnson war sich der politischen Bedeutung seines Schrittes bewusst, als er den Häuptling bat, ihm seine Nichte zur Frau zu geben. King Hendrick gab seine Einwilligung, er forderte allerdings, dass die Ehe gesetzmäßig sei; trotz der Proteste puritanischer Kreise, deren Religions- und Rassedünkel eine derartige Ehe nicht zuließ, heiratete Johnson die Nichte King Hendricks. Die enge Freundschaft zwischen King Hendrick und William Johnson bewirkte, dass das Mohawk - Tal von den Einwirkungen des " King George's Krieges" weitgehend verschont blieb, da die Franzosen inzwischen andere Ziele verfolgten. Der Friedensvertrag von Aix-la-Chapelle beendete zwar den Krieg, aber die Franzosen versuchten nun, Unfrieden zwischen den einzelnen Stämmen zu stiften, um damit die Engländer zu schwächen. Den Franzosen gelang dies zunächst und es kam zu einem Krieg, doch das Eingreifen Johnsons und die vernünftige Haltung Hendricks konnten diesen aber schnell beenden. Hendrick und andere Irokesenhäuptlinge forderten Gouverneur Clinton auf, Johnson neuerlich als Kommissar für die Indianer einzusetzen. Johnson lehnte allerdings ab, er war aber nach wie vor bemüht, seinen Einfluss in positiver Weise geltend zu machen.

Kriegsmöglichkeit

 

 

(Portrait von King Hendrick)

 

Im Jahre 1753 schickten die Franzosen eine große Streitmacht den St.-Lorenz Strom hinauf und versuchten ,das Ohio Gebiet mit Hilfe der Errichtung von Forts unter ihre Kontrolle zu bringen. Die wütenden Irokesen sendeten King Hendrick nach New York, dort angekommen drohte King Hendrick, die gesamte Irokesen Nation werde sich auf die Seite Frankreichs stellen und über die englischen Kolonien herfallen, wenn England nicht die Rechte der Irokesen schützte. Wieder einmal musste Johnson vermitteln und es gelang ihm diese für die Engländer unangenehme Situation zu bereinigen. Vor einer großen Versammlung sprach er von den "Five Nations" und konnte so die Irokesen davon abbringen sich auf die Seite Frankreichs zu stellen. Natürlich wollten auch die Engländer dieses Gebiet zu einem Teil ihrer Kolonie machen. Im Winter 1753/54 des Jahres wurde eine junger Milizoffizier und Inspekteur von Virginia gesendet um die Franzosen dazu zu bewegen den Bau der Forts einzustellen und das Gebiet zu verlassen. Die Franzosen lehnten ab, da sie die Sorge hatten ob man sich auf die indianischen Verbündeten verlassen kann und sie schätzten die Lage auch so ein das es bei den Engländern nicht anders ist. George Washington traf sich auch mit einen Seneca-Häuptling den die Franzosen vorher schwer beleidigt hatten und dieser versprach den Engländern die Freundschaft seines Stammes, zu einer Bündniszusage kam es jedoch nicht. Auch weitere Versuche der Franzosen scheiterten. Als Washington nach Virginia zurückkehrte äußerte er seine Besorgnis, die Franzosen könnten Indianer aus Kanada und dem Westen rekrutieren, während die Irokesen und die von ihnen kontrollierten Stämme England nicht zu Hilfe kommen würden. Im April 1754 kehrte Washington abermals ins Ohio Tal zurück und er hatte den Auftrag eine Gruppe zu beschützen die ein Fort errichten sollte. Doch bevor Washington seinen Auftrag erfüllen konnte, tauchte eine 500 Mann starke französische Einheit auf und Washington war gezwungen gewesen das Fort aufzugeben. Die Franzosen nutzen diesen Vorfall aus und leiteten damit später den Französisch-Indianischen oder Siebenjährigen Krieg aus. Bei Great Meadows errichtete Washington das Fort Necessity ,doch wie sich später herausstellen sollte wurde der Platz für dieses Fort schlecht gewählt .
Am 19. Juni 1754 wurde in Albany eine große Versammlung abgehalten. Der neue Gouverneur von New York ,de Lancey hatte den Vorsitz. King Hendrick war der Hauptredner der Irokesen; er wurde nicht nur wegen seines hohen Alters mit größter Aufmerksamkeit behandelt. Nach der Eröffnungsrede de Lanceys, in der dieser die Erneuerung des Bündnisses beschworen hatte, sprach der grauhaarige Mohawk Häuptling King Hendrick :

"Wir danken euch, dass ihr die Kette des Bundes erneuert und wieder blank gemacht habt. Wir wollen diesen Wampumgürtel zu den Onondaga mitnehmen, wo unsere Beratungsfeuer ständig brennen, und ihn so sicher verwahren, dass weder Donner noch Blitz ihn zerstören können. Aber verstärkt euch selbst und bringt so viele Soldaten, wie ihr nur könnt, in dieses Bündnis mit. Seht euch die Franzosen an! Sie sind Männer, sie errichten überall Befestigungen; ihr aber, wir müssen es euch wohl oder übel sagen, ihr seid wie Weiber, nackt und wehrlos; nirgends habt ihr Befestigungen gebaut. Es ist nur ein Schritt von Kanada hierher; die Franzosen können ohne Mühe kommen und euch hinauswerfen.

Obwohl der Gouverneur die warnenden Worte gehört hatte blieben seine Anstrengungen zum Schutz der englischen Siedlungen nur gering. Ohne eine Kriegserklärung beider Seiten begannen neuerlich Kampfhandlungen zwischen England und Frankreich. Der Auslöser zum "French and Indian War", war der Angriff und die Eroberung von Fort Necessity.

Der French and Indian War

 

 

(Die Schlacht im Wald in der Nähe des Monongahela River)

 

Es war der 4. Juli 1754 als eine französische Armee von 650 Mann bestehend aus französischen Soldaten und Indianern das Fort Necessity angriff. Die verbündeten Indianer rekrutierten die Franzosen bei den Wyandot, Ojibway, Abenaki, Nipissing, Odawa, Algonkin und den Irokesen die in der Nähe der französischen Missionare lebten. Die Kämpfe zogen sich einen ganzen Tag lang hin ohne einen Sieger. Die Indianischen Verbündeten der Franzosen teilten ihrem Kommandeur mit ,dass sie am nächsten Tag nicht mehr an den Kämpfen teilnehmen würden und nach Hause gehen. Die Franzosen boten sofort Washington eine ehrenvolle Kapitulation an die Washington annahm . Washington wusste das er keine Chance hatte das Fort dauerhaft zu verteidigen und übergab es schließlich den Franzosen und kehrte nach Virgina zurück. Eine weitere Niederlage mussten die Engländer bei der Schlacht um Fort Duquesne ( 9. Juli 1755 ) einstecken. Den verbündeten Indianern der Franzosen (Odawa, Ojibway, Miami, Potawatomi, Menominee, Shawnee, Huronen, Delaware und profranzösische Seneca) gelang es General Edward Braddocks Grenadiere aus den Wald in der Nähe des Monongahela River zu vertreiben. Als die Franzosen kurz darauf mit einer Armee von insgesamt 1400 Mann an der South Bay eine Landungsaktion durchführten und im Eilmarschtempo gegen Fort Edwards vorrückten, mussten die Engländer ihrerseits schnell handeln. Unverzüglich wurde Anfang September eine Armee von 1.000 Mann unter Colonel Ephraim William ausgesandt, um Fort Edwards zu schützen. Am Anfang beteiligten sich nur 50 Irokesen-Krieger, unter der Führung von King Hendrick. Später aber wuchs ihre Zahl auf etwa 250 Mann. Als der Angriffsplan geäußert wurde, eine kleine Abteilung sollte gegen die Franzosen vorrücken, lehnte der kampferfahrene und alte Mohawk Häuptling dies mit folgenden Worten ab :

" Wenn sie kämpfen sollen, sind es zu wenige, wenn sie sterben sollen sind es zu viele"

Einen weiteren Vorschlag, die Truppe solle sich in drei Abteilungen aufteilen, lehnte er ebenfalls ab. Er ergriff drei Holzstöcke und erwiderte :

Haltet sie zusammen, so könnt ihr sie nicht zerbrechen; nehmt ihr sie einzeln, so könnt ihr sie leicht zerbrechen."

Kurz vor der Schlacht stieg Hendrick auf eine Kanonenlafette und hielt eine Ansprache an seiner Krieger. Er forderte sie auf tapfer zu kämpfen und ihren Verbündeten die Treue zu halten. Später berichtete ein englischer Offizier, dass er zwar kein Wort verstanden habe, doch allein die Stimme, der Blick und die Gebärden des alten Recken seien so gewaltig und voller Begeisterung gewesen, dass jene Rede ihn tiefer ergriffen habe als irgendeine andere, die er jemals gehört habe. Die englische Vorausabteilung kam am 8. September 1755; bis auf wenige Meilen an das Lager der Franzosen heran. Baron Dieskau, der Anführer der Franzosen und ihrer Verbündeten hatten bereits am Morgen einen Hinterhalt aufgestellt nachdem seine Späher ihm das vorrücken der Engländer gemeldet hatten. Seine Franzosen nahmen eine Stellung auf der Straße ein, die Kanadier und die Indianer versteckten sich an der Flanke in den Wäldern. Die Briten die nicht mit den Franzosen gerechnet hatten liefen ohne es zu ahnen in die Falle. Die Überraschung gelang, die Engländer und Irokesen gerieten in einen Hagel aus Kugeln und Pfeilen. Colonel William und King Hendrick ,die einzigen die zu Pferde unterwegs waren starben zuerst unter der ersten Salve. William bekam einen Kopfschuss wo King Hendrick tödlich getroffen wurde ist leider unbekannt ,beide waren sofort tot. Nach den Aussagen von Dieskau brach die englische Gefechtsformation "wie ein Kartenhaus zusammen".Die geschlagene Abteilung zog sich zunächst panikartig zurück, konnte sich aber wieder neu formieren und in einem geordneten Rückzug zum Lake George absetzen. Die durch den Lärm der Kämpfe alarmierten Truppen unter William Johnson bauten so gut es ging eine Barrikade aus Wagen, Booten und Baumstämmen und es gelang mehrere Angriffe der Franzosen mit Hilfe der Artillerie abzuwehren.
 

 

 

(Benjamin West's depiction of William Johnson sparing Baron Dieskau's life after the battle)

 

Der Angriff der Franzosen brach verlustreich zusammen und Dieskau erlitt eine schwere Verwundung; Johnson wurde durch einen Schuss ins Bein verletzt. Am Nachmittag starteten die Briten einen Gegenangriff, dabei gelang es ihnen Dieskau gefangen zu nehmen und die Franzosen zum Rückzug zwingen. Eine 300 Mann starke Verstärkungstruppe der Franzosen konnte ebenfalls in der Nähe des Sees abgefangen und vernichtet werden. Die Verluste auf beiden Seiten waren fast gleich gewesen - Die Engländer und ihre Verbündeten verloren in dieser Schlacht 262 Mann ,die Franzosen nach ihren Angaben 228 Mann, Johnson sprach sogar von 500-600 Verlusten der Franzosen. Mit der Schlacht am Lake George hatten die Engländer zum ersten Male eine klaren Sieg errungen obwohl Johnson es versäumte den Angriff fortzusetzen, er gab sich damit zufrieden durch den Bau des Fort William Henry die Gegend zu sichern. Die schlechte Verfassung seiner Armee ( die ungünstige Ernährungslage, schlechte Unterbringung und das Wetter ) sorgte dafür das sich die Einheit auflöste.

Als der Sohn von King Hendrick vom Tod seines Vaters erfuhr, legte er seine Hand auf Herz und sagte :

"Mein Vater lebt hier noch immer. Nun ist der Sohn der Vater und steht hier zum Kampf bereit."

Der große Mohawk Häuptling King Hendrick war tot. Seine Krieger kehrten nach Hause zurück und trauerten; unter ihnen befand sich ein 13 jähriger Junge, dieser sollte später den Ruhm des Toten noch weit Übertreffen.
Der Name des Jungen : Joseph Brant.

Quellen

Buch

Siegfried Augustin, Die Geschichte der Indianer. Von Pocahontas bis Geronimo 1600-1900, Nymphenburger in der F.A.Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH München
ISBN 3-485-00736-6


I-Net
 





Autor : Hasso von Manteuffel

Portrait

 

Joseph Brant

Thayendanegea

( Ein Bündel Stäbe )

 

Mohawk

 

 

Geboren * 1742 am Ohio / † Gestorben am 24. November 1807 in Brantford, Ontario, Kanada

 

 

"Ich habe die Verbindung der Indianerstämme als eine heilige Sache betrachtet."

 

 

 

Jugendjahre

 

Joseph Brant ( geboren als Thayendanegea ) war der Sohn eines Unterhäuptlings vom Mohawk-Wolf-Clan und seine Mutter war eine Stammesangehörige der Shawnee. Nach dem Tode seines Vaters zog seine Mutter mit ihren beiden jüngsten Kindern, Joseph und Mary ( auch Molly genannt ), wieder an den Mohawk nach Canajoharie Castle. Ihr zweiter Mann war ein Indianer, der von den Weißen den Namen Brent erhalten hatte und sich später in Brant umwandelte. Dieser Name ging auch auf Joseph über. Als die zweite Frau von William Johnson verstarb, heiratete dieser die Schwester von Joseph Brant, wodurch dessen gutes Verhältnis zu den Indianern noch verbessert wurde. William Johnson, der britische Kolonialbeamte und Freund der Irokesen, schickte Joseph zu einer Indianerschule/Missionsschule in Lebanon,Connecticut. Dort erlernte Joseph nicht nur die englische Sprache in Wort und Schrift, sondern auch Literatur und Geschichte gehörten mit zu seiner Schulausbildung. Es sind noch mehrere Briefe seines Lehrers, Dr. Eleazar Wheelock, überliefert in denen der Fleiß und die Intelligenz seines Schülers gelobt werden. Neben seiner Schulbildung kam auch die Ausbildung als Krieger nicht zu kurz und so nahm er schon im Alter von 13 Jahren am Krieg gegen die Franzosen Teil, und kämpfte in der Schlacht am Lake George auf der Seite der Engländer.

Weiterer Lebensweg

 

 

(Joseph Brant Potrait von Gilbert Stuart )

 

Nach seinem Schulabschluss wurde Joseph von Sir Johnson als Dolmetscher bei dem Anglikaner Missionar John Stuart eingestellt und er musste in dieser Funktion lange Reisen zu den Stämmen im Westen mitmachen. Bei den Stämmen übersetzte er das Evangelium nach Markus in die Sprache der Indianer. Zum ersten Mal zeigte Joseph auch, dass er geschickt in der Diplomatie war. Im Sommer 1759 nahm er an der Niagara Expedition teil, die von Sir Johnson geführt wurde. Die Franzosen, die einen Angriff erwartet und ihr Fort verstärkt hatten, glaubten gut vorbereitet zu sein. Die Engländer hatten eine Armee von 2.000 Soldaten und 1.500 Irokesen für den Angriff auf das Fort Niagara zur Verfügung. Ihr Kommandeur war zuerst Brigadegeneral John Prideaux gewesen, doch nach dessen Tod übernahm William Johnson das Kommando und begann das von 600 Franzosen verteidigte Fort zu belagern ( 6. Juli ). Am 24. Juli versuchten 1.500 Franzosen und Indianer den Belagerungsring zu durchbrechen und das Fort zu entsetzen. Die Schlacht bei La Belle Famille, fügte den Franzosen und ihren indianischen Verbündeten, eine so verlustreiche Niederlage zu, dass diese gezwungen waren ihr Vorhaben aufzugeben und sich zurückziehen mussten. Dem Kommandanten des Forts Hauptmann Pierre Pouchot blieb nun keine andere Möglichkeit mehr und er kapitulierte am 25. Juli 1759. Im Jahre 1763 erreicht der Pontiac-Aufstand seinen Höhepunkt und Brant kämpfte auf der Seite Englands.
Am 7. Mai versuchten 60 Krieger erfolglos eine 160 Mann starke Garnison der Engländer zu überfallen und nachdem der Angriff abgeschlagen wurde, ließ Pontiac das Fort Detroit belagern. Eine Verstärkungstruppe, die das Fort erreichen sollte, geriet am 28. Mai in einen Hinterhalt und musste sich zurückziehen. Ein weiterer Versuch, das belagerte Fort zu entsetzen, gelang zwar und es wurde auch der Verstärkungstrupp angegriffen, doch der Durchbruch der 280 Mann starken englischen Einheit war erfolgreich. Die am 31 Juli geführte Gegenoffensive auf Pontiac endete mit einer Niederlage der Briten. Das 330 Mann starke Fort Pitt wurde bereits im Juni angegriffen und seit dem 27. Juli belagert. Nach mehreren harten Kämpfen konnten die Engländer am 2. August das ebenfalls von den Indianern belagerte Fort Ligonier entsetzen und nach der Schlacht bei Bushy Run wurde auch Fort Pitt am 20. August entsetzt. Diese beiden Erfolge täuschen aber nicht darüber hinweg, dass es den aufständischen Indianern gelang die Forts Sandusky, St. Joseph, Miami, Michilimackinac, Ouiatanon, Presque, und Le Boeuf zu erobern. Bei der Einnahme des Forts Venango wurde die ganze Garnison vollständig von den Seneca ermordet und der Kommandant wurde lebendig verbrannt. Ende 1763 wurden etwa 200 Siedler und Händler getötet und man schätzte den Schaden, der für die Kolonie entstanden war, auf 100.000 £. Besonders schlimm hatte es Pennsylvania getroffen, da die Indianer die Guerillataktik anwandten und so die Engländer immer wieder in gefährliche Situationen brachten.
General Jeffrey Amherst hatte die Idee, die Indianer mit Pockenerregern verseuchten Decken zu dezimieren. Die angewandte Form der „biologischen Kriegsführung“ zeigte jedoch nicht den damals gewünschten Erfolg.
1765 heiratete Joseph die Tochter eines Oneida-Häuptlings, doch nach nur sechs Jahren Ehe verstarb diese. Er wollte nicht das seine beiden Kinder, ein Sohn und eine Tochter ohne Mutter aufwachsen, deshalb heiratete er eine Halbschwester seiner verstorbenen Frau.

Im Dienst der Krone

 

 

(1786 Joseph Brandt by Gilbert Stuart - Portrait of Thayendanegea)

 

Nachdem "Sir" William Johnson gestorben war, übernahm dessen Neffe Guy Johnson das Amt des Indianeragenten der britischen Regierung. Er engagierte Joseph Brant als Privatsekretär. Sir Williams erster Sohn, John Johnson (aus erster Ehe), hatte ebenfalls ein freundschaftliches Verhältnis zu Brant, welche zusammen mit seinen überragenden Fähigkeiten die Grundlage dafür bildete, dass er schon in jungen Jahren nicht nur der einflussreichste Kriegshäuptling seines Stammes wurde ( Brant) , sondern auch bei der gesamten "League of Iroquois". Im Jahre 1775 reiste Joseph Brant mit Guy Johnson nach England, wo er ebenso wie Pocahontas, ein großes Aufsehen erregte und auch Gast des Hofes war. Ein Bericht aus damaliger Zeit beschreibt Joseph Brant folgendermaßen:

Er trug die besten europäischen Anzüge.
Sein tadelloses Benehmen und seine einwandfreie englische Aussprache, verschafften ihm Umgang mit eleganten Herren und juwelengeschmückten Damen, die gar nicht glauben konnten, dass dieser distinguierte Herr mit der vorzüglichen Haltung eigentlich ein Indianer war, der es gewohnt war, seine laut schreiende Kriegsschar in nächtliche Massaker zu führen.

Auf Wunsch des Earl of Warwick wurde der Häuptling von dem prominenten Maler Romney porträtiert.

 

 

 

( Künstler :Romney George /Titel : Joseph Brant Chief of the Mohawks )

 

Der Großmeister der Freimaurer, der Earl of Moira, setzte sich für die Aufnahme Joseph Brants in den Freimaurerbund ein und 1776 wurde Brant in ein Mitglied der Freimaurer. In England wurde Joseph Brant als imposanter, ehrfurchtgebietender Mann beschrieben, der den Typ eines geborenen Anführers entsprach und dessen Name allein bei den wilden Kriegern der irokesischen Stämme schon Respekt hervorrief. Weithin war er wegen seines Mutes, seiner Intelligenz und Umsicht berühmt und gefürchtet. Vor seiner Rückkehr versicherte Brant, für die britische Krone 3.000 Krieger zur Verfügung zu stellen. Dieses Versprechen löste er auch sofort nach seiner Ankunft in Kanada ein. Den Einfluss, den er und seine Schwester Molly hatten, war es zuzuschreiben, dass sich vier Stämme des ursprünglich neutralen Irokesen-Bundes, die Mohawk, Cayuga, Seneca und die Onondaga auf die Seite Englands stellten. Der inzwischen zum Colonel der britischen Armee ernannte Joseph Brant, traf zum ersten Mal nördlich von Montreal auf die Amerikaner. Mit seinen 600 Kriegern und einem Trupp britischer Soldaten gelang es ihm die Amerikaner zu besiegen, deren Kommandeur Bedell desertierte und sein Nachfolger Major Butterfield ergab sich sofort. Eine Verstärkungstruppe, die kurz darauf eintraf wurde nach harten und schweren Kämpfen besiegt. Captain Mc Kinistry wurde von den Indianern gefangen genommen. Als er bereits am Marterpfahl stand und er schon so gut wie tot war, machte er das Not- und Hilfszeichen der Freimaurer. Joseph Brant gelang es das Leben des Captains zu retten, jedoch musste er seinen ganzen Einfluss geltend machen. Seit diesen Tag waren Joseph Brand und Captain Mc Kinistry Freunde gewesen und immer wieder hat sich Mc Kinistry für die Wahrheit der geschilderten Geschichte verbürgt. Der amerikanische Leutnant Boyd hatte weniger Glück, zwar machte auch hier Joseph Brant seinen Einfluss geltend, doch dieses Mal reichte das nicht aus um das Leben des Leutnants zu retten.

 

 

 

 

( Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung auf der Rückseite der 2 Dollar Banknote )

 

Im Juli 1776 wurde Joseph Brant von den Briten zum Leiter für die indianischen Angelegenheiten ernannt. Gleichzeitig wurde er auch der oberste Kriegshäuptling der Five Nations. Im Rat der "League of Iroquois" vertrat er die Ansicht, dass man mit den Briten zusammen gegen die Amerikaner kämpfen müsste. Er verwies dabei auf eine Proklamation aus dem Jahre 1763. Im Jahre 1777 führte Joseph Brand ein Heer gegen Cherry Valley, sein Gegner General Herkimer. Bei den Verhandlungen, in denen es auch um die Auslieferung der königstreuen Weißen ging, kam man zu keiner Einigung. General Herkimers Plan, Josef Brant und seine Begleiter zu ermorden misslang, daraufhin verwüsteten Brants Krieger das Grenzgebiet und zogen weiter nach Fort Stanwix am Mohawk. Bei einem erbittert geführten Gefecht, wurden die Amerikaner besiegt und General Herkimer starb an den Folgen einer Verletzung. Die Aufforderung der Engländer das Fort Stanwix zu übergeben wurden abgelehnt, obwohl Brant damit gedroht hatte das Grenzgebiet zu verwüsten. Durch eine List gelang es dem Kommandeur von Stanwix, die Gefahr vorerst zu beseitigen. Am 6. August 1777 überfielen die Engländer, mit einer Armee bestehend aus Tory-Einheiten und mehr als 400 Irokesen, unter der Führung von Joseph Brant, 800 amerikanische Milizionäre und etwa 60 verbündete Oneida. In den weiteren Monaten zerstörten die Indianer weitere Grenzdörfer. General Washington entsandte eine Armee gegen die neutral gebliebenen Onondaga. Die Amerikaner plünderten die Hauptstadt des Stammes und nahmen ihre Frauen als Gefangene. Die Mehrheit der Onondaga traten nun an die Seite der Engländer und gaben ihre Neutralität auf. Ende 1777 bis Anfang 1778 versetzte Joseph Brant mit seinen Irokesenkriegern, besonders die deutschen Siedler die im Mohawktal, in Angst und Schrecken. Im Jahre 1778 gingen die Feldzüge weiter, 'Brant's Volunteers' führten Angriffe gegen die Siedlungen Sacandaga, Cobleskill und German Flats, dabei vernichteten sie auch die Ernte. Brant gab aber den Befehl ,solange die Siedler nicht kämpften, sollten diese verschont und nicht angegriffen werden. In einer Gegenoffensive zerstörten die Amerikaner Oquaga und Unadill, diese zwei Orte wurden zwar von den Indianern verlassen, doch die Felder und die Ernte war ebenfalls vernichtet worden. Das Wyoming Massacre 3. Juli 1778 verschärfte die Situation es wurden 340 von 360 Soldaten getötet. Brant zog noch einmal gegen die Siedlung Cherry Valley; die englischen Soldaten gingen dieses Mal mit äußerster Grausamkeit vor und auch die Indianer wollten ihre Rache für die vor Monaten von den Amerikanern zerstörten Siedlungen. Brant gelang es ein Kind zu retten das die Engländer töten wollten. Im Jahr darauf begannen die Amerikaner ( General Sullivan ) eine neue Offensive mit 5.000 Mann. Die Engländer und die Irokesen unter dem Befehl John und Guy Johnson und Joseph Brant wurden in einer langen und erbitterten Schlacht bei Newton ( heute Elmira) besiegt. Im weiteren Verlauf der amerikanischen Offensive wurden rund 40 indianische Siedlungen dem Erdboden gleichgemacht und sämtliche Obstgärten und Maisfelder zerstört. In den damaligen Berichten wird ebenfalls die Vernichtung von 15.000 Pfirsichbäumen und 150 Scheffel Getreide erwähnt.

 

 

Weiter steht geschrieben :

Die Landschaft war nicht länger buntfarbig gefleckt mit goldenen Kornfeldern, fruchtbeladenenen Obstgärten, blühenden Weiden und Wäldern alter Bäume.
Soweit das Auge blickte, sah man dieselbe scheußliche Kohle-Landschaft.
Der amerikanische General war glücklich.

Dieses Vorgehen brach den Irokesen das Genick. Viele von ihnen erfroren im harten Winter 1779/80 und litten Hunger durch die Zerstörung ihrer Ernte. Die Irokesen kämpften zwar noch gegen die Amerikaner doch ihre Kultur war am Boden.

Der Falke

 

 

(Illustration originally from Brownell, Charles de Wolf )


Joseph Brant zählte zu den "Falken", welcher eher die Meinung vertreten, dass man militärisch seine Ziele erreichen - und dabei hart vorgehen sollte. Der Anführer der "Tauben" (sie sind das Gegenteil) war der noch junge Seneca-Häuptling Red Jacket, ein begnadeter Redner, der die Schuld am Verlust und an der Verwüstung des einst blühenden Mohawk-Tales zwar den Engländern gab, dessen Vorwurf richtete sich aber unmittelbar an den englandfreundlichen und den Engländern treu ergebenen Joseph Brant. Red Jacket setzte sich ebenfalls in Widerspruch auch zu einem anderen Seneca Häuptling, zu Cornplanter. Gemeinsam mit diesem gelang es Brant aber, den Versuch Red Jackets zu verhindern, mit den Amerikanern Geheimverhandlungen aufzunehmen. Seitdem war Red Jacket Brants erbittertster Feind und Rivale. Mitten in diese Streitigkeiten platzte die Nachricht ,dass 600 Amerikaner unter Oberst Brodhead in den Alleghanies erneut Siedlungen und Maisfelder zerstörten. Vier Wochen dauerte diese Aktion. Wutentbrant rüstete Joseph Brant eine Armee von 1.000 Indianern und Engländern aus, die unter seiner, Johnsons und Cornplanters Führung, erneut die Siedlungen am Mohawk verwüsteten. Man achtete aber darauf die Besitztümer der königstreuen Engländer zu schonen, was zur Folge hatte, dass deren Häuser von den wütenden amerikatreuen Nachbarn in Brand gesteckt wurden. Ein wütendes Gefecht zwischen den Leuten Brants und den Amerikanern unter General Van Rensselaer blieb ohne zählbaren Erfolg; die Indianer zogen sich im Schutze der Nacht zurück. Am 24. Oktober 1781 trafen die Briten und Irokesen bei Johnson Hall erneut auf die Amerikaner, aber dieses Mal erlitten sie eine Niederlage. Als bei Friedensschluss zwischen England und den Vereinigten Staaten von Amerika die Irokesen völlig ignoriert wurden, war Joseph Brant tief verletzt und siedelte sich mit dem Großteil seiner Leute in Kanada an, wo er von den Engländern ein Gebiet am Grand River erhielt.

Sein Lebenstraum

 

 

(Illustration originally from Brownell, Charles de Wolf)


Die amerikanische Indianerpolitik und deren Eindrücke, die er daraus erhielt, führten bei Joseph Brant zu der Erkenntnis, dass nur ein Zusammenschluss aller Stämme dem expansiven Vordringen der Amerikaner Einhalt gebieten könne. Auch er versuchte nun, den alten Traum Metacoms und Pontiacs von einem großen Bund der Indianerstämme zu verwirklichen, ohne Erfolg. Die Ohio Stämme; die Chippewa, Potawatomi, Wyandot, Shawnee, Delawaren, Miami und die Ottawa, waren aufgrund ihrer früheren schlechten Erfahrungen mit den Irokesen misstrauisch und schlossen sich ihrerseits zu einem neuen Bund, der " Western Confederation", zusammen, um den Amerikanern in Krieg und Frieden wirkungsvoll entgegentreten zu können. Joseph Brant besuchte 1785 England zum 2. Mal. Seine Verhandlungen hatten beachtlichen Erfolg; England entschädigte ihn für die Verluste im Krieg und sprach ihm ein Gehalt als Oberst der britischen Armee zu. Er sammelte in England Spenden damit sollte die Errichtung einer Kirche finanziert werden, die, die erste anglikanische Kirche in Ober-Kanada ( heute Ontario) werden sollte. Hinsichtlich seiner Einigungspläne stieß er allerdings auf wenig Begeisterung. Nach seiner Rückkehr bemühte er sich, sein Volk für den Ackerbau zu begeistern. Ein Angebot der Amerikaner, in ihrem Auftrag die westlichen Stämme zu befrieden, lehnte er energisch ab. In seinem Haus am Westufer des Ontario-Sees lebte er, umgeben von zahlreicher Dienerschaft, nach seinen gesellschaftlichen und geistigen Interessen, er empfing Besuche und führte eine umfangreiche Korrespondenz. Sein alter Rivale Red Jacket ruhte nicht. Auf sein Betreiben hin wurde Brant in Abwesenheit angeklagt und er verlor seine Häuptlingswürde. Brant der ein begnadeter Redner war, berief daraufhin den Stammesrat ein, hielt eine zündende Rede und feierte einen Triumpf über seinen Gegner. Er erhielt seine Häuptlingswürde zurück. Am 24. November 1807 starb er und wurde neben der von ihm erbauten Kirche in Grand River begraben. Mit ihm war eine große indianische Persönlichkeit gestorben, die wäre sie in eine andere politische Konstellation hineingeboren worden, die Fähigkeiten besessen hätte , das in die Tat umzusetzen , was vor ihm Metacom und Pontiac nicht gelungen war und was nach ihm auch Tecumseh vergeblich versuchte - die Errichtung eines selbständigen indianischen Staates.

 

 

 


Die Uneinigkeit der indianischen Stämme und deren Häuptlinge sorgten dafür, dass es ihren Gegnern die mit einer gewissen Brutalität den indianischen Interessen völlig verständnislos gegenüberstanden immer wieder gelang diese Uneinigkeit skrupellos auszunutzen.

Letztes Kapitel

 

 

( v.l.n.r Vorderseite Silberdollar, Rückseite Silberdollar)

 

Joseph Brant ist besonders in Kanada wegen seiner Leistungen für England allgegenwärtig, die Stadt Brantford, Ontario, ist nach ihm benannt und dort steht auch eine Statue des Häuptlings. Im Jahre 2007 wurde Joseph Brand auf einer Ein Dollar Silbermünze ( Kanadische Dollar) abgebildet, die Rückseite zeigt das Staatsoberhaupt Kanadas Queen Elizabeth II. Auch seine Schwester Molly kam zu einer Ehrung sie wurde auf einer 34 c Briefmarke ( Postwertzeichen ) abgebildet.

 

 

 

( v.l.n.r Pwz Molly,Joseph Brant memorial statue)

Portrait

  • George Herbert Walker Bush

 


George Herbert Walker Bush. Ölmulti, harter Politiker, ehemaliger Präsident der USA, vierfacher Vater und liebender Ehemann. Doch wer ist dieser Mann? Der Mann, welcher als Präsident der USA den Fall der Berliner Mauer und den Zusammenbruch der Sowjetunion erlebte?

Frühe Jahre

Bush wurde am 12. Juni 1924 in Milton, Massachusetts geboren. Er wurde nach seinem älteren Bruder Prescott Bush Jr. Als zweites von vier Kindern geboren. Seine jüngeren Geschwister heißen Nancy Bush, Jonathan Bush und William H.T. Bush. Seine Eltern heißen namentlich Dorothy Walker Bush und Prescott Sheldon Bush. Seinem Vater wird übrigens bis heute vorgeworfen mit den Nationalsozialisten in Deutschland gemeinsame Sache gemacht zu haben.
Aber zurück zu Herbert! Kurz nach seiner Geburt zog die Familie Bush nach Greenwich, Connecticut. Dort besuchte er dann auch seine erste Schule (Greenwich Country Day School). Im Jahre 1936 besuchte Bush schließlich die Phillips Academy in Andover. Schon dort gab er sein Führungspotential preis. Er hatte zu dieser Zeit einige hohe Positionen in der Schule inne, darunter auch die Position als Kapitän des Baseball Teams.


Der kleine „Walker“ im Jahre 1925

 

Nachdem er seinen Abschluss gemacht hatte, verpflichtete sich Bush Ende 1941 dem Dienst bei der US Navy. Wie es scheint wollte Bush sein Vaterland verteidigen, denn der Angriff auf Pearl Harbor lag nicht mal einen Monat zurück. 1943 wurde Bush auf die USS San Jacinto versetzt. Er flog als Navy Pilot dort einige hervorragende Manöver. Doch flog Bush nicht nur Aufklärungsflüge, er nahm als damals jüngster Pilot der Navy, aber auch an Luftkämpfen gegen die Japaner teil. In solch einem Luftkampf im Jahre 1944 entkam Bush nur knapp dem Tode. Er wurde auf Grund der japanischen Angriffe gezwungen Notzuwassern. Bush wurde jedoch von der USS Clarence K. Bronson geborgen und gerettet. Kurz darauf wurde Bush zum Lieutenant Junior Grade befördert, zudem erhielt Bush das Distinguished Flying Cross. Nach weiteren erfolgreichen Einsätzen erhielt Bush auch die Presidential Unit Citation. 1945 wurde Bush dann schließlich nach Norfolk versetzt. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde er ehrenhaft aus der Navy entlassen.

 

Bush als Pilot einer Grumman TBF Avenger

 

Wieder zurück in der Heimat heiratete er am 6. Januar 1945 seine langjährige Freundin Barbara Pierce. Diese lernte er damals während eines Weihnachtsballs auf der Phillips Academy kennen. Mit Barbara ließ er sich dann in einem Ort namens Trenton im Bundesstaat Michigan nieder. Mit Barbara zeugte er insgesamt sechs Kinder. George Walker Bush (1946; 43. Präsident der USA), Pauline Robinson Bush (1949; 1953 an Leukämie gestorben), "Jeb" Bush (1953; War von 1998 bis 2007 Gouverneur von Florida), Neil Mallon Bush (1955), Marvin Pierce Bush (1956) und Dorothy Bush (1959).
Doch nicht nur das. Kurz nach seiner Rückkehr in die USA begann er auch mit seinem Studium in Yale. Dort trat er der bis heute zwielichtigen Verbindung Skull and Bones bei. Bis heute halten sich unendlich viele Gerüchte zu dieser Studentenverbindung. Dennoch brachte diese Verbindung viele der „Größen“ in den USA hervor.

 

(Tauschkarte welche von Yales Baseballteam angefertigt wurden)


In Yale wurde Bush außerdem in ein spezielles Programm eingegliedert, welches ihm erlaubte sein Studium auf zweieinhalb Jahre zu verkürzen. Zudem lebte Bush auch seine sportlichen Interessen dort aus. Er war nämlich Kapitän von Yales Baseballteam. Im Jahre 1948 schloss er schließlich sein Studium mit einem Bachelor of Arts in Wirtschaftswissenschaft ab.

Öl und Wahlen

Nachdem Bush sein Studium in Yale abgeschlossen hatte, zog er nach West Texas. Dort stieg er in das Ölgeschäft ein. Er wurde Mitbegründer der Zapata Petroleum Corp. und der Zapata Off Shore Corp. Später wurde er Präsident der Firmen, und verdiente Millionen im Ölgeschäft. Der Unternehmergeist in der Familie Bush scheint aber nicht von ungefähr zu kommen. Beispielsweise war sein Vater Prescott selbst Unternehmer, später auch Senator. Ab 1964 agierte Bush nur noch als Chairman der Firmen, da er sich immer weiter der Politik zuwandte. Denn schon im Jahre 1962 startete er seine politische Karriere in der republikanischen Partei. Denn zu diesem Zeitpunkt war Bush schon Vorsitzender der republikanischen Partei in Harris County. Anschließend wollte Bush sich zum Senator wählen lassen, verlor die aber gegen seinen demokratischen Konkurrenten Ralph Yarborough. Danach folgte die erste erfolgreiche Wahl. Nämlich im Jahre 1966. In diesem Jahr wurde Bush zum Abgeordneten des 7. Texanischen Distrikts und somit ins Repräsentantenhaus gewählt. Schließlich wurde er 1986 wiedergewählt. 1970 unternahm Bush wieder den Versuch Senator zu werden, dieses Mal mit der Unterstützung Nixons. Jedoch scheiterte Bush wieder.

 

 


Dennoch begann nach dieser Niederlage Bushs „goldene“ Zeit, bevor er zum Präsident wurde. In den Jahren 1971-1973 war Bush nämlich US-Botschafter in der UNO, zwischen den Jahren während Nixons Präsidentschaft wurde Bush zum Vorsitzenden des Republican National Committees gewählt. Nachdem Nixon auf Grund des Watergate Skandals zurücktrat und sein Vize, Gerald Ford das Amt des US-Präsidenten übernahm, wurde Bush zum Diplomaten. Denn in den Jahren 1974/1975 war Bush der Leiter des amerikanischen Verbindungsbüros in Peking. Danach übernahm Bush wohl das zwielichtigste Amt, nämlich das Amt des CIA Direktors (1976/1977). Im selben Jahr noch bekleidete Bush schließlich das Amt als Direktors des Council on Foreign Relations (Rat für auswärtige Beziehungen).Dann war es soweit, im Jahre 1980 versuchte es Bush das erste Mal, Präsident der Vereinigten Staaten für die Republikaner zu werden. Doch schied Bush in den Vorwahlen gegen seinen republikanischen Kollegen Ronald Reagan aus. Dieser jedoch gewann die Wahl und wurde am 20. Januar 1981 vereidigt. Reagan bot Bush jedoch die Vizepräsidentschaft an, welche er auch annahm. Auch die zweite Amtszeit Reagens verbrachte Bush im Amt des Vizepräsidenten.

 

 

 

Präsidentschaft

 

Im Jahre 1988, als Reagens Zeit als Präsident sich zum Ende neigte, „bewarb“ sich Bush als Nachfolger. Sein schlagkräftigstes Versprechen, welches sich auch bis ans Ende seiner Präsidentschaft gehalten hatte, war das folgende: „Read my lips: no new taxes“ (Lest es von meinen Lippen: Keine neuen Steuern). Dieses konnte er niemals einhalten. Doch das Versprechen an sich gefiel den Bürgern der USA. So trat Bush in den Vorwahlen gegen seinen Republikanischen Kollegen Dan Quayle an, welcher später, nach gewonnener Wahl Bushs auch sein Vize wurde. Im gleichen Jahr trat Bush dann bei den Präsidentschaftswahlen an, gegen den Demokraten Michael Dukakis. Bush gewann glasklar mit 426 Stimmen gegen 111 Wahlmännerstimmen. Dennoch behielten die Demokraten im Kongress die Mehrheit. Am 20. Januar 1989 wurde Bush schließlich zum 41. Präsidenten der USA vereidigt. Innenpolitisch steuerte Bush in eine etwas stürmische Zeit hinein. Zwar war er als Republikaner Präsident der Vereinigten Staaten, doch hatten die Demokraten im Kongress die Mehrheit. Bushs Ziel war es das Haushaltsdefizit zu reduzieren und Kürzungen bei den Steuern zu erreichen. Die Demokraten dagegen strebten jedoch Steuererhöhungen an um die Schulden der USA zu minimieren. Im Oktober 1990 musste er sich jedoch dem Willen der Demokraten beugen. Er stimmte den Wünschen der Steuererhöhungen zu um eine nahende Zahlungsunfähigkeit der USA zu verhindern. Damit jedoch brach er sein Wahlversprechen. Anstatt weniger Steuern gab es nun noch mehr. Somit viel er auch bei den Bürgern der USA in Missgunst. Im gleichen Jahr noch unterzeichnete den Bush den so genannten „Cleen Air Act“ um den Ausstoß von schädlichen Abgasen in den USA zu regulieren.
Genau wie es Innenpolitisch eine stürmische Zeit war, zog sich dieser „rote Faden“ auch durch die Außenpolitik Bushs. Dennoch war Bush einer der wenigen Präsidenten mit außenpolitscher Erfahrung. Schließlich war er zuvor Diplomat in China. Zum Beginn seiner Präsidentschaft ging man davon aus, dass die Sowjetunion eigentlich keine große Gefahr mehr darstelle und der Kalte Krieg so gut wie beendet sei. Grund dafür war Gorbatschows Reformpolitik. Um jedoch die immer besser werdende Zusammenarbeit zwischen der Sowjetunion und den USA zu bewahren, reagierte Bush beim Fall der Berliner Mauer 1989 recht verhalten. Er versuchte nicht provokativ gegenüber der Sowjetunion zu Wirken. Als eine Journalistin fragte ob er denn nicht nach Berlin reisen und auf der Mauer tanzen wolle antworte er nur, dass er kein emotionaler Mensch sei. Dennoch unterstützte der die Wiedervereinigung Deutschlands bei dem Gipfelgespräch auf Malta, mit Gorbatschow. Dieses fand zwischen dem 2. und 3. Dezember 1989 statt. Noch im gleichen Jahr rief Bush die Operation „Just Cause“ aus. Amerikanische Streitkräfte marschierten in Panama ein, um den damaligen de facto Machthaber Manuel Noriega zu fassen. Die US-Streitkräfte schafften es innerhalb von 4 Tagen Noriega zu fassen (20. Dezember 1989 bis zum 24. Dezember 1989). 1992 wurde Noriega unter anderem wegen Drogenhandels, Schutzgelderpressung und Verschwörung verurteilt.

 

 

 


Im August des nächsten Jahres marschierte der damalige Diktator des Iraks, Saddam Hussein in Kuwait ein. Man versuchte den Konflikt erst diplomatisch zu lösen, indem man dem Irak ein Ultimatum setzte. Dieses scheiterte jedoch, sodass Bush mit Saudi Arabischer Hilfe Amerikanische Streitkräfte auf die Halbinsel versetzte. Da der Irak auch auf weitere diplomatische Verhandlungen nicht reagierte, veranlasste Bush mit Hilfe von 28 weiteren Staaten Luftschläge gegen den Irak. Dieser Schritt ist bekannt unter dem Namen Operation Desert Shield. Am 28. Februar 1991 stimmte der Irak den Verhandlungen der UNO um einen Frieden zu. Der Irak zog alle Truppen aus Kuwait ab. Hussein blieb jedoch an der Spitze des Iraks. Obwohl die Möglichkeit bestanden hätte den Krieg aus Seiten der USA weiter zu führen, zogen sich auch die USA zurück. Man hoffte mehr, dass Hussein in der Nachkriegszeit gestürzt werden würde. Somit lieferte Bush Senior mit dem Verbleib Husseins an der Spitze die Vorlage für den Irak-Krieg bei dem sein Sohn George Walker Bush als Präsident in den Irak einmarschierte und Hussein „absetzte“.


Der "Zweite Golfkrieg" in Bildern

 

Im gleichen Jahr unterzeichnete Bush außerdem die START-I mit Gorbatschow. Diese Verträge regulierten die geplante Abrüstung beider Staaten. Im Jahr 1993, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, unterschrieb er schließlich gemeinsam mit dem neuen russischen Präsidenten Boris Jelzin die START II Verträge.
Nach den Kriegen gegen Panama und Irak stieg Bushs Popularität zwar rasant wieder an. Doch hatten einige den Eindruck, dass Bush sich nicht mehr mit den Problemen des Volkes abgeben wollte. Außerdem hing den Bürgern der USA immer noch der Bruch seines Wahlversprechens in den Kopf. Dies ist wohl der Hauptgrund, weshalb Bush nicht wiedergewählt wurde und gegen den Demokraten Bill Clinton verlor. Somit endete Bushs Präsidentschaft am 20. Januar 1993, mit der Vereidigung Clintons.

Die Zeit danach

Nach seiner Präsidentschaft zog Bush mit seiner Familie mit seiner Familie nach Houston, Texas. Dort lebt er heute noch. Zudem verbringt er seine Sommer meist in seinem Sommersitz nahe Walker’s Point. Bis heute tritt Bush auch wie viele andere ehemalige Präsidenten als Redner auf. Beispielsweise hielt er am 9. November 1999, gemeinsam mit Kohl und Gorbatschow eine Rede im deutschen Bundestag. Genau wie zum zwanzigsten Jahrestag im Jahre 2009. Im Jahre 1999 wurde Bush außerdem zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt. Im Jahre 2006 wurde derweil auch der zehnte Flugzeugträger der Nimitz Klasse nach ihm benannt. Die USS George H.W. Bush. Zudem wurde ihm am 15. Februar 2011 die Presidential Medal of Freedom, welche die höchste zivile Auszeichnung der USA ist, persönlich vom Präsidenten Barack Obama verliehen.

 

Portrait

Ronald Wilson Reagan

 

Ronald Wilson Reagan

geboren am 6. Februar 1911 in Tampico, Illinois; † 5. Juni 2004 in Bel Air, Los Angeles, Kalifornien

 

Ronald Wilson Reagan, begnadeter Schauspieler, überzeugter Anti-Kommunist, glücklicher Familienvater und 40. Präsident der USA.

Doch wie kam es zu alldem ? Wie wurde ein Western Schauspieler zum Mächtigsten Mann der Welt?

 

"Da treffe ich nicht 'die Massen', nicht irgendwelche 'gewöhnlichen Leute', nein, ich treffe einzelne Menschen, jeder mit eigenen Hoffnungen und Träumen und einer stillen Zivilcourage, die dieses Land besser funktionieren lässt als jedes andere."

 

Frühe Jahre

Frühe Jahre

 

Geburtshaus Ronald Reagans

Geburtshaus Ronald Reagans in der Bildmitte (2007) / Autor: IvoShandor

 

Reagan wurde am 6. Februar 1911 in Tampico Illinois geboren. Daneben hatte Reagan auch einen älteren Bruder namens Neil (1908–1996). Reagans Vater entstammte aus einer irischen Immigranten Familie und übte den Beruf des Geschäftsmannes aus. In den späten 1920ern zog die Familie nach Dixon, Illinois um. Dort besuchte Ronald die Dixon High School. Nach seinem erfolgreichen Abschluss dort, besuchte er das Eurika College. Dort studierte er Wirtschaftswissenschaften und Soziologie. Schon damals war Reagan im Theater tätig. Dies würde ihm später zu Gute kommen.

Nebenbei war Reagan Teil des College eigenen Footballteams. Im Jahre 1932 beendete Reagan sein Studium und schon im gleichen Jahr stieg er auch ins Berufsleben ein. Denn Reagan fand einen Job als Sportreporter bei einer Radiostation nahe Davenport, Iowa. Schon dort konnte Ronald einige Beziehungen zu Schauspielern herstellen. Nach seiner Zeit beim Radio wurde Reagan Ansager bei den Chicago Clubs. Doch 1937 war es endlich so weit. Seine große Leidenschaft, eine Schauspielkarriere zu starten, erfüllte sich. Nach einigen Proben für das Stück „Love is in the air“ bekam er dort seine erste Rolle.

Das Stück erzeugte eine starke positive Resonanz beim Publikum und es folgten somit auch weitere Fortführungen. Reagan jedoch spielte in diesen Filmen nur noch Nebenrollen. Auch erhielt er im gleichen Jahr einen sieben Jahres Vertrag bei Warner Brothers. Er war nun in Hollywood. Hauptsächlich spielte Reagan in so genannten „B-Movies“ mit. Zu seinen erfolgreichsten Filmen zählen jedoch „Land der Gottlosen“ mit Errol Flynn und der Film „Tod eines Killers“. Im Jahre 1940 heiratete Reagan die Schauspielerin Jane Wyman. Schon 8 Jahre später folgte die Scheidung. Daraufhin, nach einigen kleineren Rollen in Filmen und Sendungen, heiratete er 1952 Nancy Reagan (geboren Anne Frances Robbins), dazu war er 1959 bis 1960 Präsident der Gewerkschaft der Filmschaffenden.

 

Erste politische Schritte

Erste politische Schritte

 

Bis zum Jahre 1962 war Reagan Mitglied der Demokraten. Danach trat er, obwohl er Verfechter der Politik Roosevelts war, den Republikanern bei. Reagans stark konservative und antikommunistische Haltung stieß jedoch bei den Republikanern auf sehr großen Anklang. Zudem sprach sich Reagan auch für die öffentliche Verfolgung von Kommunisten aus. 1964 unterstütze Reagan den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, Barry Goldwater. Schon damals konnte man sein Programm absehen, das er später als Präsident der USA umsetzen wollte. Die „Befreiung der Menschen hinter dem Eisernen Vorhang“.

Seiner großen Anhängerschaft unter den Republikanern hatte er es dann auch zu verdanken, dass er 1966 zum Gouverneur von Kalifornien gewählt wurde. Überraschend, während seiner Amtszeit unterzeichnete er ein stark liberales Abtreibungsgesetz. Wirtschaftlich gesehen war Reagan ein Segen für Kalifornien. Er glich den Haushalt des Kaliforniens fast aus und wurde somit auch 1970 wiedergewählt. 1973 endete seine Amtszeit schließlich, da er sich nicht mehr zur Wiederwahl stellte. Er bewarb sich nämlich nun um das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten. Doch scheiterte seine Kandidatur gegen sein Parteimitglied Gerald Ford. 1980 bewarb sich Reagan erneut für das Amt des Präsidenten. Seine innerparteilichen Konkurrenten waren der US Senator Bob Dole und George H.W. Bush.

Doch konnte sich Reagan stark durchsetzen und wurde prompt Spitzenkandidat der Republikaner. Doch unterbreitete Gerald Ford Reagan das Angebot einer „geteilten“ Präsidentschaft, in der Reagan die Innenpolitischen Angelegenheiten klären sollte - Ford die außenpolitischen Belange. Reagan entschied sich dagegen und nominierte George H.W. Bush zu seinem Vizepräsidenten. Die Präsidentschaftswahl an sich war für Reagan recht einfach gestaltet. Carter, der damals amtierende Präsident, war der Bevölkerung einfach zu zimperlich. Somit gewann Reagan die Wahl mit großer Mehrheit und wurde am 20. Januar 1981 als 40. Präsident der USA vereidigt. Derweil erreichten die Republikaner auch starke Gewinne im Repräsentantenhaus.

 

Präsidentschaft

Präsidentschaft

 

Noch heute wird Reagan als bester Präsident der USA, neben Kennedy, angesehen. Grund dafür ist die Handhabung der Außen- und Innenpolitik Reagans. Wirtschaftlich führte Reagan die Bevölkerung der USA zu neuem Wohlstand. Er senkte die Steuern und die Bevölkerung hatte somit mehr Geld zur Verfügung, was wieder die Wirtschaft förderte. Nur zwischendurch wurde der ein oder andere Steuersatz minimal wieder erhöht, da die Staatseinnahmen zu gering waren. Die Bevölkerung hatte somit mehr Geld, das aber zum Preise eines Rekord-Haushaltsdefizits. Derweil setzte er auch mehrere Antidrogenkampagnen durch, welche bei der Bevölkerung einen starken positiven Anklang fand. Doch schon 2 Monate nachdem er zum Präsidenten avancierte, wurde die Nation erschüttert. Am 30. März. 1981 wurde ein Attentat auf Reagan verübt. Als Reagan am Tage des 30. März gegen Mittag, umringt von Agenten des Secret Service, zur seiner Limousine zurückkehren wollte, ertönten auf einmal Schüsse.

Insgesamt wurden 6 Kugeln in Richtung Reagan abgefeuert. Die 5. Kugel prallte vom Panzerglas der Limousine ab und verletzte Reagan schwer. Unter anderem wurde auch der Pressesprecher James Brady, der Polizeibeamte Thomas K. Delahanty und der Secret-Service-Agenten Timothy McCarthy angeschossen, welcher sich während den Schüssen, rettend in die Schusslinie warf. Reagan wurde von seinen Agenten in die Limousine geschubst, welche daraufhin sofort losfuhr. Die Kugel, welche Reagan traf, verursachte starke innere Blutungen und verletzte den linken Lungenflügel. Die Ärzte im Krankenhaus gingen jedoch nicht von einer Schusswunde aus, sondern von einem Herzinfarkt oder mehreren gebrochenen Rippen aus. Grund dafür war das extrem kleine Einschussloch, es wurde nämlich nur mit einem Kaliber. 22 lfB auf Reagan geschossen. Die Eintrittswunde war kaum zu sehen. Erst als die Ärzte bemerkten, dass Reagan einen niedrigen Blutdruck hatte, kamen sie auf die Idee einer Schussverletzung. Reagan wurde operativ behandelt und nach 10 Tagen entlassen. Trotz Reagans lebensgefährlicher Situation, verlor er nicht seinen Humor. Beispielsweise rief er seine Frau an und sagte: „Honey, I forgot to duck.“ (Schatz, ich habe vergessen, mich zu ducken.) Kurz vor seiner Operation entgegnete er folgenden Satz zum behandelnden Arzt: „Please tell me you’re all Republicans.“ (Bitte sagen Sie mir, dass Sie alle Republikaner sind.) Der Arzt entgegnete nur: „Mr. President, today we’re all Republicans.“ (Herr Präsident, heute sind wir Alle Republikaner).

Als Täter gilt John Hinckley, Jr., welcher kurz nach der Schussabgabe von mehreren Polizisten festgenommen wurde. Zwar wurde er vor Gericht wegen Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen, doch sitzt er bis heute in Sicherheitsverwahrung im Saint Elisabeth Hospital in Washington D.C. Aber auch außenpolitisch zeigte die Regierung Reagan sich nicht wirklich zimperlich. Reagans Außenpolitik war das totale Gegenteil der Carters. Reagan regierte mit „Eiserner Faust“. Er rüstete das Militär auf und finanzierte die Gegner der Sowjetunion.

Seine komplette Außenpolitik war auf totalen Antikommunismus und Krieg ausgelegt. Ziel: „Das Reich des Bösen“, die Kommunistische Ideologie zu bekämpfen und zu besiegen. Hauptaugenmerk setzte Reagan dabei auf die militärische Aufrüstung, um das „Gleichgewicht des Schreckens“ zwischen der Sowjetunion und den USA wiederherzustellen. Dazu zählt beispielsweise die Unterstützung des SID (Strategic Defense Initiative) Programms, welches die USA vor atomaren Angriffe der Sowjets schützen sollte. Auch erlebte die US Marine eine gewaltige Aufrüstung, indem Reagan 600 neue Schiffe bauen ließ. Aber nicht nur das, denn mit der Begründung, das aufkommende Kommunistische Gedankengut in Lateinamerika bekämpfen zu müssen und so unterschützte er die rechtsgerichteten Bewohner Nicaraguas um gegen die Kommunisten zu kämpfen. Selbst der CIA war stark in den Konflikt verwickelt. Fast 70% des Landes wurden zerstört, 60000 Menschen starben. 1986 schaltete sich den Gerichtshof in Den Haag ein. Die USA sollte Reparationen an Nicaragua zahlen. Die USA legte darauf ihr Veto ein.
Im Jahre 1983 besetzten die USA den Inselstaat Grenada, mit dem Vorwand, dass ein weiteres kommunistisches Regime zu bedrohend sei. Das Ziel: die Regierung Grenadas zu stürzen, da diese mit der Sowjetunion und Kuba paktierte. So gesehen der Feind vor der Haustür.

Die USA marschierten mit knapp 7000 Soldaten ein. Der Konflikt dauerte nur eine Woche. Das Regime Grenadas wurde gestürzt. Im Dezember des gleichen Jahres zogen sich die USA wieder zurück. Der UN-Sicherheitsrat verachtete den Vorfall zutiefst. Trotzdem gewann Reagan im Jahre 1984 die Wiederwahl zum Präsidenten gegen seinen Konkurrenten, dem ehemaligen Vizepräsident Carters, Walter Mondale. Dies liegt wohl mehr an den Innenpolitischen Handlungen Reagans, als an den außenpolitischen. 1985 besuchte Reagan die Bundesrepublik Deutschland auf Grund des 40. Jahrestages des Kriegsendes. In den Jahren 1985 und 1986 diskutierte Reagan mit dem sowjetischen Präsidenten Gorbatschow über die Einleitung der START Verträge. Ziel: Die Abrüstung der Atomwaffen auf beiden Seiten. Zuerst scheiterten die Gespräche, bis diese 1987 wieder aufgenommen wurden. Dort konnte er Gorbatschow zur Abrüstungen der Mittelstreckenraketen in Europa bewegen (INF-Vertrag). Am 12. Juni 1987 hielt Reagan in Berlin wohl die berühmteste aller Reden. Die in welcher er den sowjetischen Präsidenten Gorbatschow aufforderte endlich die Berliner Mauer zu öffnen.
 


„Come here to this gate! Mr. Gorbachev, open this gate! Mr. Gorbachev, tear down this wall!“.

1987 endete Reagans Amtszeit schließlich. Als Nachfolger schlug er seinen Vizepräsident George H.W. Bush vor, welcher am 8. November 1988 auch zum Präsidenten gewählt wurde.

 

Nach der Präsidentschaft

Nach der Präsidentschaft

 

Im Jahre 1990 nach der Präsidentschaft veröffentlichte er seine Biografie "American Life / Ein amerikanisches Leben". Drei Jahre später bekannte er sich in einem öffentlichen Brief an die amerikanische Bevölkerung dazu, dass bei ihm die Alzheimer Krankheit diagnostiziert wurde. Nach diesem Brief wurde er kaum noch in den Medien erwähnt. Seinen letzten Auftritt hatte er im Jahre 1996 zu seinem 85. Geburtstag.

Danach hörte man in den Medien meist nur noch, dass sich sein Zustand verschlechterte. Am Ende war es sogar so weit, dass er alltägliche Tätigkeiten nicht mehr ausüben konnte. Am 5. Juni 2004 starb Ronald Reagan schließlich bei sich zu Hause, in Bel Air, im Alter von 93 Jahren an einer Lungenentzündung. Sein Leichnam wurde im Kapitol in Washington in einem Katafalk aufgebahrt. Später wurde er, in der für ihn gegründeten Präsidentenbibliothek, beigesetzt. Bereits zu Lebzeiten wurde ein Schiff der Nimitz-Klasse nach ihm benannt. Die USS Ronald Reagan (CVN-76). Auch der „Ronald Reagan Washington National Airport“ wurde nach ihm benannt.

 

Portrait

James Earl „Jimmy“ Carter

 

 

James Earl „Jimmy“ Carter, Ehemann, Demokrat und 39. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Beim Fazit zu seinem politischen Leben kann man sagen, am Ende außenpolitisch zu zögerlich, wie auch Innenpolitisch nicht erfolgreich. Gerade im Inneren konnte Carter keine Wende in der drohenden Wirtschafts- und Gesellschaftskrise hervorrufen.

Kindheit und Jugend

 

Carter wurde am 01. Oktober 1924 in Plains im Bundestaat Georgia geboren. Seine Eltern James Earl Carter (1894–1953) und Bessie Lillian Gordy (1898–1983) hatten noch drei weitere Kinder: Gloria Carter Spann (1926–1990), Ruth Carter Stapleton (1929–1983) und William Alton "Billy" Carter (1937–1988). Somit war Carter das älteste von insgesamt 4 Kinder. Carter wuchs in bürgerlichen Verhältnissen auf. Sein Vater war gleichzeitig Farmer und Kaufmann, seine Mutter ausgebildete Krankenschwester. Schon damals interessierte Carter für genau drei Dinge: Basketball, Lesen und dem Dienst für die Kirche. Schon in jungen Jahren „arbeitete“ Carter in der Baptistenkirche und war aktiv beim Arbeiten mit Menschen.
Als er alt genug war ging er auf die Plains High School. Dort entwickelte er sich zu einem der angesehensten Basketballstars der Schule. Nach seinem Abschluss 1941 besuchte er kurzzeitig das Georgia Southwestern College. Im Jahre 1943 jedoch verließ er das College und wechselte zur Naval Academy in Annapolis. Dort studierte er Nuklearphysik. Nach seinem Abschluss dort im Jahre 1946 heiratete er Rosalynn Smith. Diese lernte er 1945 während seines Studiums auf der Naval Academy kennen.
 


Carters Ehefrau, mit welcher er bis heute verheiratet ist und vier Kinder zeugte.

 

Der Navy blieb Carter trotzdem erhalten. Die Navy verließ Carter erst im Jahre 1953, als sein Vater starb. Bis dahin erreichte den Rang eines Lieutenants und diente 1947 auf dem Testschiff USS Mississippi. Danach wurde er zur Atom-U-Boot Flotte versetzt und diente auf den U-Booten USS Barracuda und USS Seawolf. Der Tod seines Vaters zwang ihn schließlich das Familienunternehmen weiterzuführen. Somit wand sich Carter ganz dem Kaufmanns- und Landwirtschaftswesen zu. Die Haupteinnahmen des Unternehmens bestanden hauptsächlich aus dem Verkauf von Baumwolle und Erdnüssen. Unter seiner Führung trug er maßgeblich dazu bei, die Farm zu modernisieren.

 

 

Die ersten politischen Schritte

Schon als Carter noch die Farm seines Vaters führte, engagierte er sich auf politischer Ebene. Erst nur in seiner Heimatstadt Plains und später auch im Bundestaat Georgia. Dabei half ihm sein schon früh geübter Umgang mit Menschen. So war es nur ein kleiner Schritt in die Politik, die ihn 1962 zu den Demokraten brachte. Er sprach sich schon dort für mehr Bürgerrechte und gegen die Ausgrenzung von den Migranten in den Südstaaten aus. Somit kandidierte Carter 1966 für das Amt des Gouverneurs von Georgia. Doch scheiterte Carter bei der Wahl. Im Jahre 1970 kandidierte Carter erneute und offenbarte in seinem Wahlkampf seine liberalen Züge. Er sprach sich klar gegen die Rassentrennung aus, welche für viele Menschen (vor allem in den Südstaaten) in den Köpfen noch immer fest verankert war. Trotz der traditionellen Ausrichtung, schien die Haltung Carters den Bürgern zu gefallen. Somit stellte Carter in den Jahren 1971 bis 1975 den Gouverneur Georgias. Doch nicht nur in den Bundestaaten spielte Carter nun eine Rolle, sondern auch in nationalen Belangen. Die Kandidatur für das Amt als Präsidenten der Vereinigten Staaten kam schon bald danach. Im Jahre 1976 wurde er zum Spitzenkandidaten der Demokraten ernannt. Ein großes Thema in den Medien war immer noch die Watergate Affäre, obwohl Gerald Ford schon seit längerer Zeit den neuen Präsidenten stellte. Trotzdem schädigte die Watergate Affäre auch Fords Position. Dies kam Carter enorm zu Gute. Sein liberales Programm gegen die Rassentrennung und die Reorganisation der Regierung, stieß auch bei den Bürgern der USA auf großen Anklang. Somit gewann Carter 1976 die Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Die Präsidentschaft

Nach dem Wahlsieg über den damaligen Präsidenten Gerald Ford, stellte Carter nun ab dem 20. Januar 1977 den 39. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Sein Vizepräsident war Walter Mondale.

 

 

 


Zu einer von Carters ersten Innenpolitischen Handlungen gehörte beispielsweise die Einführung eines neuen Bildungssystems und eine Reformierung der Öko-Politik. Auch trat er weiterhin gegen die Ausgrenzung von Migranten ein. Doch weitaus wichtiger sind Carters außenpolitische Taten, die in vielen den Eindruck einer schwächelnden Nation erweckten. Dabei wiesen gerade diese am Anfang seiner Präsidentschaft in eine ganz anderen Richtung und machte der Supermacht USA alle Ehre. So nahm Carter zuerst diplomatische Kontakte zu Israel und Ägypten auf. Dies sollte zur Beruhigung des Nahostkonflikts beitragen. Ein Jahr später wurde schließlich das Camp-David-Abkommen (Ein Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten) unterschrieben. Dieser basierte auf der UNO Resolution 242, welche besagt, dass Israel alle ägyptischen Territorien, welche beim Sechstagekrieg von Israel erobert wurden, an Ägypten zurückgegeben werden müssen. Nur so könne der Frieden im Nahen Osten gesichert werden.

 

 

 


Aber auch den Abschluss SALT II Verträge zwischen der Sowjetunion und den USA, zur Begrenzung und Abrüstung von nuklearen Waffen, konnte Carter erfolgreich einleiten. Außerdem wurde unter Carter auch der Panama-Kanal unter die Verwaltung Panamas gestellt. Zudem konnte Carter auch erfolgreich diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China aufnehmen. Im Jahre 1979 begann schließlich die Präsidentschaft von Carter zu bröckeln. Alles was vor dem Jahre 1979 passierte kann man maßgeblich als Erfolg in seiner Präsidentschaft anerkennen, doch das Jahr 1979 ist wohl ausschlaggebend dafür, dass Carter nicht wiedergewählt wurde. Man kritisierte Carter öffentlich dafür, dass er trotz des Massengenozids in Osttimor, ausgelöst durch Indonesien, weiterhin dieses Regime unterstützte. Außerdem warf man ihm eine zu große Rücksichtnahme gegenüber der Atom-Industrie der Vereinigten Staaten vor. Einen großen Höhepunkt im Jahre 1979 bildete die Geiselnahme von Teheran, bei welcher 52 Diplomaten der USA knapp 444 Tage lang (4. November 1979 bis zum 20. Januar 1981) als Geiseln im Iran gehalten wurden. Die Schuldigen dafür waren 400 iranische Studenten, welche die Auslieferung des ehemaligen iranischen Shahs in den Iran forderten. Dieser emigrierte zuvor in die USA, nachdem die Shah Regierung von den Mullahs gestürzt worden war. Die USA versuchten im Jahre 1980 einen militärischen Einsatz (Operation Eagle Claw) im Iran durchzuführen, um die Geiseln zu befreien. Dieser scheiterte jedoch. Erst am 20. Januar 1981 wurden die Geiseln nach Verhandlungen mit dem Iran freigelassen. Das Ansehen von Carter jedoch sank nach dieser „Niederlage“ drastisch. Weiteres erfolgte am 27. Dezember 1979 der Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan. Dem Einmarsch in Afghanistan folgte der Carter-Doktrin, welcher besagt, dass jeder kriegerischer Akt gegen Gebiete im Persischen Golf auch ein kriegerischer Akt gegen die USA sei. („Jeder Versuch einer auswärtigen Macht, die Kontrolle über den Persischen Golf zu erlangen, wird als Angriff auf die vitalen Interessen der USA betrachtet und ... mit allen erforderlichen Mitteln, einschließlich militärischer, zurückgeschlagen werden“) Auch wenn er mit dieser Doktrin versuchte Härte zu zeigen, erfolgte kein militärischer Schlag in Afghanistan. Auch sein damaliger Sicherheitsberater Zbigniew Brzeziński, versuchte diesen harten Kurs einzuschlagen. Beispielsweise riet er Carter dazu die Olympischen Spiele 1980 in Moskau zu boykottierten. Dieser harte Kurs, welcher an sich überhaupt keiner war, traf bei der Bevölkerung erst recht nicht auf Anklang. Man unterstellte Carter sich vom Volk entfremdet zu haben. Nicht nur seine politischen Gegner, sondern auch seine eigenen Landsleute in der Demokratischen Partei, hielten nicht mehr an Carter fest. Somit gewann Ronald Reagan im Präsidentschaftswahlkampf 1980 klar und bekleidete ab dem 20. Januar 1981 das Amt des Präsidenten. Doch eines muss man Carter extrem hoch anrechnen. Er war der erste Präsident der USA, seit dem zweiten Weltkrieg, unter dem die USA in keine offene kriegerische Auseinandersetzung verwickelt war.

 

 

 

Nach der Präsidentschaft

Schon direkt nach seiner Präsidentschaft engagierte Carter sich für viele humanitäre Projekte in der Dritten Welt. Zudem gründete er selber das „Carter Center“ welches sich bis heute für humanitäre Hilfe und Sicherung in der Dritten Welt engagiert. Außerdem arbeitete er als Vermittler und Wahlbeobachter in den lateinamerikanischen Staaten. Im Jahre 1994 engagierte er sich stark für die Länder Haiti und Bosnien Herzegowina, womit er auch großen Anklang in den Medien fand. Im Jahre 1998 benannte man noch zu Lebzeiten ein Atom U-Boot der Seawolf Klasse nach ihm. Die USS Jimmy Carter (SSN-23).

 


(Carter mit einem Modell, des nach ihm benannten U-Bootes)


Im Jahre 2002 besuchte er als erster ehemaliger Präsident der Vereinigten Staaten, seit 1959, den Kubanischen Staat und traf sich mit Fidel Castro. Noch im gleichen Jahr erhielt Carter für seine Bemühungen um die Menschenrechte den Friedensnobelpreis. Wenige Jahre später veröffentlichte Carter schließlich ein Buch mit dem Namen: „Palestine: Peace, Not Apartheid“ (2006). In diesem Buch gibt er Israel die Hauptschuld für den noch immer ungelösten Palästinakonflikt.
Im Jahre 2010 reiste er laut Angaben der US-Regierung privat nach Nordkorea um dort die Freilassung des nach Nordkorea illegal eingereisten Amerikaner Aijalong Mahli Gomes zu erreichen.