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Dieser Patch korrigiert diverse Fehler aus Version 5.0 oder 5.01 und korrigiert die Dateistruktur vieler Einheiten, welche möglicherweise unregelmäßige CTDs beim Spielen oder Laden verursachen.
DAW - Der andere Weg 19-01

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur bisherigen Version (DAW 18-02) sind enthalten: Darstellung von Meeresfeldern Die Meerestiles haben (auch für die ersten 3 Kampagnen) ein neues Grafikmuste
Amulet Mod Version 3.0

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Der Amulet Mod 3.0 ist für das PC-Spiel Panzer Corps Wehrmacht. Es ist der zur Zeit tiefgreifendste und umfangreichste Mod für deutsche Einheiten. Hier kurz die Merkmale: 77 neue Einheiten; 50
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TRP 1.04 ist eine Zusammenfassung der vielen kleineren Ideen, die wir zu unserer Mod hatten. Wir veröffentlichen sie nun auf Basis der neuen HoI 2 Darkest Hour-Version 1.05.
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Im 3. Teil der US-Kampagne "Nach den schwarzen Tränen der Arizona", geht es als erstes um die Befreiung der Philippinen. Hierbei werden Sie von einem lokalen Helden tatkräftig unterstützt. Die aus
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Eine erhoffte Fortzetzung des War Ace Campaign Großmod für das Spiel Silent Hunter 3 wurde von HanSolo nach mehr als 2 Jahren intensiver Entwicklungszeit vollendet.
DAW - Der andere Weg 17-09

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Folgende Änderungen bzw. Zusätze zur Version DAW 17-04 sind enthalten: Englische Texte DAW Kompendium + Credits, Install-Datei, sowie alle Briefingsdateien und Texte innerhalb der Kampagnen sin
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Ein Mod des Users IronCross für das Spiel Panzer War in Europe. Es wurden vorhandene Grafiken berichtigt und einige Grafiken hinzugefügt. Es wurde noch weitere Änderungen vorgenommen. Die detaill
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Kampagne, kritische Fehler in Griechenland-1 Szenario berichtigt    

Das Thema

Ehrenkreuz des Fürstentums Lippe-Detmold

 

 

 

Stifter: Fürst Paul-Friedrich-Emil-Leopold zur Lippe (Bild li.) und Adolph-Georg Fürst zu Schaumburg-Lippe (Bild re.)

 

 



Stiftungsdatum: 25.Oktober 1869

Verleihungsbestimmungen: Er wurde verliehen für "hervorragende Dienstleistungen, aufopfernde Ergebenheit sowie Treue und Redlichkeit" ferner um Ausländer zu ehren, die sich um die Fürsten und das Land verdient gemacht haben.

Geschichte: Das Ehrenkreuz in drei Klassen mit einer dem Orden beigegebenen goldenen und silbernen Verdienstmedaille. Der Orden erfuhr später eine Erweiterung in fünf Klassen sowie ein goldenes und silbernes Ehrenkreuz. Im Avers weist das Kleinod eine rote, mit goldgrünen Kelchblättern versehene Rose auf. Für Kriegsverdienste stifteten die Fürsten eine Version mit gekreuzten Schwertern. Das Kleinod ist ein goldbesäumtes, achtspitziges weiß emailliertes Kreuz, bei der 1. Klasse überhöht von einer goldenen Bügelkrone und mit Kugeln an den Spitzen.


Quellen

home.att.net (Zugriff 28.06.09)
Buch: Orden und Ehrenzeichen/ Militär und Geschichte. Dr. Guntram-Wegener. Pabel-Moewig Verlag



Autor: Freiherr von Woye

Das Thema

Das Ehrenkreuz des Weltkrieges (1914/18)

 

 

 

Einleitung

Das Ehrenkreuz des Weltkrieges wurde vom Reichspräsidenten am 13.07. 1934, zur Erinnerung an die Leistungen des Deutschen Volkes im Weltkriege 1914/18, gestiftet und in drei Ausführungen verliehen:

 

Allgemeines

 

Für Frontkämpfer (Frontkämpferkreuz) - (mit Schwertern)

Für sonstige Kriegsteilnehmer (ohne Schwerter)

Für Hinterbliebene(ohne Schwerter, schwarz lackiert)

 

 




Die Unterteilung war in dem Sinne notwendig, als das die verschiedenen Leistungen getrennt gewürdigt werden sollten. So galt als Frontkämpfer jeder Reichsdeutsche Kriegsteilnehmer, der bei der kämpfenden Truppe an einer Schlacht, einem Gefecht, einem Stellungskampf oder an einer Belagerung teilgenommen hatte (Auch das Personal des freiwilligen Motorbootkorps, des freiwilligen Automobilkorps und der freiwilligen Krankenpflege zählte hierzu, soweit der Einsatz zumindest zeitweise im Kriegsgebiet stattfand.).
Somit hatte man den Frontkämpfer eine besondere Ehrungsstufe zukommen lassen. Natürlich gehörte jeder Kriegsteilnehmer auf seine Weise geehrt. So erhielt jeder Reichsdeutsche, der auf deutscher Seite oder auf Seite der Verbündeten Deutschlands, Kriegsdienste geleistet hatte, ebenfalls den Orden nur ohne Schwerter. Damit sollten jedoch nicht alle zu Ehrenden „abgedeckt“ werden. Bei der Stiftung des Ehrenkreuzes übersah man nicht die Kriegsanstrengungen der Bevölkerung, auch wenn diese weder gekämpft nur in einer anderen Weise Kriegsdienst geleistet haben.
Vor allem die Hinterbliebene sollten den geleisteten „Blutzoll“ nicht umsonst erbracht haben. Wobei der Verlust eines geliebten Menschen nicht zu ersetzen ist und der Stifter wohl eher an eine „allgemeine“ militärübergreifende Ehrung gedacht hat. So stand den Witwen und den Eltern gefallener, d.h. an den Folgen von Verwundungen oder in Gefangenschaft gestorbener oder verschollener Kriegsteilnehmer, das Ehrenkreuz in der schwarzen Ausführung zu.


Form/Ausstattung

 

Die Form des Kreuzes ist der Rückseite der Kriegsgedenkmünze 1870/71 nachgebildet. Somit war die preußische Tradition einer allgemeinen Kriegehrung gewahrt und auch im europäischen Vergleich war Form und Ausstattung durchaus angemessen.
Das Ehrenkreuz besteht aus Eisen und trägt im Mittelschild die Jahreszahlen 1914/18. Die beiden Kriegsteilnehmerkreuze sind bronzefarben, das Ehrenkreuz für Hinterbliebene schwarz.
Das Frontkämpferkreuz zeigt einen Lorbeerkranz und zwei Schwertern. Die Ehrenkreuze für sonstige Kriegsteilnehmer und für Hinterbliebene sind ohne Schwerter und tragen anstelle des Lorbeerkranzes einen Eichenkranz.
Die beiden Kreuze für Kriegsteilnehmer werden an einem schwarzen, zweimal weißen und in der Mitte rot durchzogenen Band an der Ordensschnalle getragen. Das Band des Ehrenkreuzes der Hinterbliebenen ist weiß und wird zweimal schwarz und in der Mitte durchzogen.
Das Ehrenzeichen wurde auf der linken Brust getragen, an Ordensschnallen unmittelbar nach dem Eisernen Kreuz (soweit der Träger dieses verliehen bekommen hatte), aber vor allen Auszeichnungen der deutschen Länder.

Verleihungs

Die Verleihung des Ordens musste beantragt werden und erfolgte persönlich oder posthum durch die Stadtverwaltungen, Polizeidirektionen oder andere höhere Stellen des Reiches im Namen des Stifters, des am 2. August 1934 verstorbenen Reichspräsidenten Hindenburg. Mit der Durchführung der Stiftungsverordnung wurde der Reichsminister des Inneren, Wilhelm Frick beauftragt. Dem Beliehenen wurde ein Besitzzeugnis ausgestellt.

Die Statuten des Ordens wurden dem „territorialen Zuwachs“ des Reiches angepasst. Den Anfang machte der „Anschluss“ Österreichs und des Sudetenlandes. Hier wurde die Verleihung des Ehrenkreuzes auf die Kriegsteilnehmer dieser Gebiete ausgedehnt. Auch für die nach dem 1. September 1939 angegliederten Gebiete wurde die Verleihung an Wehrmachtsangehörige, die den Ersten Weltkrieg auf deutscher oder österreichischer Seite mitgemacht hatten, wurde durch Erlass vom 20. Juni 1942 angeordnet. Das ging soweit, dass im Jahre 1944 eine Ausdehnung auf Wehrmachtsangehörige der deutschen Volksgruppen im Südosten erfolgte. Hervorzuheben ist die Ehrung dieses Veteranen und Kriegsteilnehmer des ersten Weltkrieges. Zu bemerken ist trotzdem der Hintergrund solcher Ausweitungen. Diese stehen nämlich im Zusammenhang mit territorialen Ansprüchen, rassistischer Einstellungen und propagandistischer Überlegungen. So wurde das Ehrenkreuz lange nicht allen zugestanden und mit dem Orden vor allem eine „Anbindung“ an das Reich bzw. der dort lebenden (deutschen) Bevölkerung postuliert.

Ein Beispiel solch rassistischer Vorbehalte ist die schwierige Situation der deutschen „Schutztruppler“, die den Ersten Weltkrieg auf dem afrikanischen Kontinent ausfochten. Problematisch waren dabei nicht die deutschstämmigen Mitglieder der Schutztruppe für die Kolonien, sondern für die „farbigen“, also afrikanischen Soldaten im Dienste des Deutschen Kaisers. Im nun nationalsozialistischen Deutschland war diese Auszeichnung, laut Stellungnahme des Auswärtigen Amtes, nur für „Weiße“ vorgesehen. Man verwies auf andere, extra für afrikanische Soldaten geschaffene, Orden und Ehrenzeichen des ersten Weltkrieges. Man war bis zu einem bestimmte Grade kompromissbereit, doch auch wegen des kaum erwähnenswerten Einsatz eines Paul von Lettow-Vorbeck, oberster „Freund“ der Askari, wurde beschlossen, die Auszeichnung auf die Europäer beschränkt zu lassen. Man berief sich auf die Folgen einer solchen (Ausnahme-)Regelung und es sprach wahrscheinlich auch für die neuen politischen Verhältnisse in Deutschland.
Fakt ist, dass damit verdiente Veteranen des Krieges von einer Ihnen zustehenden Ehrung ausgeschlossen wurden. Soldaten die ihr Leben gaben und in Sachen Treue ihren deutschen Kameraden in nichts nachstanden.
Eine hervorzuhebende Ausnahme war die Einstellung des Stifters in Bezug auf die jüdischen Kriegsteilnehmer. So wurde am 15. Mai 1934 der Entwurf einer Verordnung, des Reichsministers des Innern, beim Stifter vorgelegt. Demnach sollte dieses Kreuz nicht an Juden zu verliehen werden. Der Hintergrund lag in der rassistischen Politik bzw. Einstellung Hitlers, der strikt dagegen war. Doch blieb Hindenburg unnachgiebig und duldete keine Ausnahmen. Als hochdekorierter Veteran und „Held von Tannenberg“ wusste er um die Opfer der Soldaten. Opfer die auch jüdische Soldaten gebracht haben.

 


Daten/Fakten

Daten und Fakten



Das Ehrenkreuz für Frontkämpfer wurde nachweislich an 6.202.883 Personen (Stand 1936) verliehen, die Schätzungen für die Gesamtzahl gehen bis zu 10.000.000 Auszeichnungen bis 1945.
1.120.449 Exemplare wurden an Kriegsteilnehmer und 718.082 Stück an Hinterbliebene ausgegeben. Noch nicht mitgerechnet sind die tausenden nicht bearbeiteten Anträge, zudem waren die Wehrmacht, das Saarland und das Ausland in diesen Zahlen nicht enthalten.
Bei dieser großen Stückzahl litt vor allem die einheitliche Form, Verarbeitung und Qualität des Materials enorm. Es gab nicht nur die unterschiedlichsten Verarbeitungen, je nach Herstellungsort und Datum, sondern auch eine große Differenz bei den Ausführungen. Mögen manche Exemplar heute als „plump“ erscheinen, so war das der zum Teil schlechten Verarbeitung anzukreiden.

 

Bedeutung

Bedeutung des Ehrenkreuzes



Im Jahre 1934 wurde durch Adolf Hitler angeordnet, dass das Ehrenkreuz für Fronkämpfer an allen Standarten und Fahnen des alten Heeres und der alten Marine anzubringen seien. Die feierliche Übergabe fand, für das alte Heer, am 17. März 1935, dem Heldengedenktag, statt. Die Flaggen der alten Marine wurden am Skagerrak -Tag ausgezeichnet.
Somit wurden die Träger des Ehrenkreuzes auf eine Weise geehrt, die über die einfache Verleihung des Ordens hinaus hing.

Quellen

Marianne Bechhaus-Gerst, Treu bis in den Tod. Von Deutsch-Ostafrika nach Sachsenhausen. Eine Lebensgeschichte, Ch. Links Verlag 2007.

von Gerhard Hirschfeld/ Gerd Krumeich/ Irina Renz (Hrsg.), Enzyklopädie Erster Weltkrieg, UTB Stuttgart 2009.

http://www.auszeichnungen-online.de/Sei ... nkreuz.htm (Letzter Aufruf 1.10.2009)
http://www.ww2awards.com/award/139 (Letzter Aufruf 1.10.2009)
http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenkreuz_des_Weltkrieges (Letzter Aufruf 1.10.2009)
http://www.wehrmacht-awards.com/reserac ... solved.htm (Letzter Aufruf 1.10.2009)



Autor: Freiherr von Woye

 

Das Thema

 

Pour le Mérite
"Der Höchste Orden des Deutschen Kaiserreichs"

 


Einleitung

 

Der Orden pour le mérite geht auf den brandenburgisch-preußischen Orden de la générosité (1667) zurück. Die Umwandlung bzw. Neustiftung erfolgte, anlässlich des ersten Schlesischen Krieges gegen Österreich, durch Friedrich den Großen nach seinem Regierungsantritt im Jahr 1740, wobei allerdings Statuten nicht erlassen wurden.
Der Orden war zunächst Militär-und Zivilauszeichnung und wurde erst 1810 zum reinen Kriegsorden. Die Kabinettsorder vom 18.01.1870 bestimmte ausdrücklich: „Der Orden pour le mérite soll künftig nur für das im Kampf gegen den Feind erworbene Verdienst erworben werden können.“
 

 



Weiterhin wurde in der Stiftungsurkunde des Eisernen Kreuzes festgelegt, dass der Orden für „außerordentliche Fälle“ auch „mit drei goldenen Eichenblättern am Ringe“ verliehen werden kann.
 

 



Der Orden ist ein blaues achtspitziges emailliertes Malteserkreuz (Das sogenannte Kleinod des Ordens), mit goldenem Rande, in dessen Winkel sich goldene (ungekrönten) Adler mit ausgebreiteten Flügeln befinden. Der obere Balken zeigt ein goldenes „F“ und darüber eine Krone, die unteren Balken tragen die Inschrift: „Pour le Mé - rite“. (dt: „für den Verdienst“). Die Rückseite des Kreuzes ist blau emailliert und glatt.
Der Orden wird an einem schwarzen, mit Silber eingefassten Bande am Hals getragen. Bei Verdiensten, die einer zweiten Verleihung entsprochen hätten, wurde dem Band ein silberner Mittelstreifen hinzugefügt. Den Ordensrittern wird nach § 11 des Ordensgesetzes weiterhin Ehrensold gewährt. Außerdem hatten die Ordensinhaber Anspruch auf besondere militärische Ehren. So waren sie stets zuerst zu grüßen, auch von Ranghöheren. Wachen mussten vor ihnen „ins Gewehr treten“, was sonst nur den unmittelbar vorgesetzten Kommandeuren und Personen aus regierenden Häusern vorbehalten war.
 

 



Nach dem Sieg über Österreich erweiterte König Wilhelm I. den "Pour le Mérite" durch eine Kabinettsorder vom 20. September 1866 um eine Großkreuzstufe mit dazugehörigem Bruststern. Beim Großkreuz sind die Adler gekrönt. Das Kreuz besaß zusätzlich ein goldenes Medaillon mit dem Bildnis Friedrichs des Großen. Der blass goldene Stern zum Großkreuz war annähernd rhombusförmig, in der Mitte befand sich das Medaillon mit dem Bildnis Friedrichs des Großen. Der blau emaillierte Medaillonring zeigte den Namen des Ordens und zwei grün emaillierte Lorbeerzweige.
Als einziger Ausländer wurde der russische Zar Alexander II. (1818-1881) mit der Großkreuzstufe in Anerkennung seiner Leistungen zur Beendigung des russisch-türkischen Kriegs ("Krimkrieg": 1853-1856) geehrt. Danach wurde diese Stufe nur noch ein einziges Mal verliehen: Generalfeldmarschall Graf Helmuth von Moltke (1800-1891) erhielt diese höchste Auszeichnung 1879 zu seinem 60jährigen Dienstjubiläum.

Der Pour le Mérite war neben dem Orden vom Schwarzen Adler die bedeutendste Auszeichnung, die in Preußen vergeben werden konnte. Aber mit der Revolution von 1918/19 und dem Ende der preußischen Monarchie entfiel die Militärauszeichnung, die insgesamt 5.430-mal verliehen worden war.


Ordensträger

 
König Friedrich des Großen (1740-1786)
in 46 Jahren 924 Verleihungen
König Friedrich Wilhelm II. (1786-1797)
in 11 Jahren 1.006 Verleihungen
König Friedrich Wilhelm III. (1797-1840)
in 43 Jahren 2.454 Verleihungen
König Friedrich Wilhelm IV. (1840-1861)
in 21 Jahren 36 Verleihungen
König Wilhelm I. (1861-1888)
in 27 Jahren 306 Verleihungen
König Friedrich III. (1888-1888)
in 1/2 Jahr keine Verleihungen
König Wilhelm II. (1888-1918)
in 30 Jahren 704 Verleihungen

 


 
Liste der Träger des Pour le Mérite (Militärorden)

(prominente Träger)
Werner von Blomberg Generalfeldmarschall (letzter Dienstgrad), Heer, 3. Juni 1918 (Verleihung)
Max Immelmann Oberleutnant Luftwaffe 12. Januar 1916
Paul von Hindenburg Generalfeldmarschall Heer 8. September 1914 / 23. Februar 1915 (Erweiterung zum Eichenlaub)
Alfred Keller Generaloberst Luftwaffe 4. Dezember 1917
Erich Ludendorff General der Infanterie Heer 8. August 1914 / 23. Februar 1915
Kronprinz Wilhelm von Preußen General der Infanterie Heer 22. August 1915/ 8. September 1916

Manfred von Richthofen Rittmeister Luftwaffe 12. Januar 1917
Manfred Freiherr von Richthofen Generalleutnant Heer 18. Januar 1918

Erwin Rommel Generalfeldmarschall Heer 10. Dezember 1917
Hans von Seeckt Generaloberst Heer 14. Mai 1915
Alfred von Tirpitz Großadmiral Marine 10. August 1915
Ernst Udet Generaloberst Luftwaffe 9. April 1918
Ernst Jünger Hauptmann Heer 18. September 1918 (Er erhielt den letzten verliehenen "Pour le Mérite" kurz vor dem Waffenstillstand vom 11. November 1918. Jünger (1998 verstorben) war auch der letzte lebende Träger der militärischen Ordensklasse und letzter Ordenskanzler.)


Friedensklasse

Friedensklasse

 

 



Alexander von Humboldt (1769–1859) regte 1842 Friedrich Wilhelm IV. (1795–1861) dazu an, eine „Friedensklasse“ des Ordens unter der Bezeichnung Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste für die drei Abteilungen Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften und Medizin sowie Schöne Künste zu stiften (31. Mai). Hier besteht das Ordenszeichen aus einem blau emaillierten goldenen Ring, an dem außen an vier gegenüberliegenden Stellen die preußische Krone und innen zweimal die Zeichenfolge „FF II“ angebracht sind, während auf dem Ring die Ordensbezeichnung verläuft. In der Mitte befindet sich ein goldenes Medaillon mit Adler. Das Band entspricht dem der Militärklasse.
Bis 1918 erfolgten zahlreiche Verleihungen des Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste. Nach Abdankung der Hohenzollern im Zuge der Revolution 1918/19 wurde der „Pour le Mérite“ nicht mehr als staatliche Auszeichnung verliehen, aber die vom Kaiser verliehenen Orden durften in der Weimarer Republik öffentlich getragen werden. Da die Verfassung von 1919 alle Stiftungen von Orden verbot, organisierten sich die verbliebenen Ordensträger als eine freie Gemeinschaft von Künstlern und Gelehrten zur Verleihung ziviler Auszeichnungen. Das Staatsministerium billigte 1924 diesen Brauch.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden wieder staatliche Auszeichnungen gestiftet. Die Verantwortung dafür lag zunächst beim Reichspräsidenten Paul von Hindenburg und ging nach dessen Tod 1934 auf den Reichskanzler Adolf Hitler über.Hermann Göring (selbst Ordensträger der Kriegsklasse) ließ als preußischer Ministerpräsident die bisherigen Träger von der Gestapo „auf ihre politische und künstlerische Eignung“ überprüfen, woraufhin der Orden allen Juden und politischen NS-Gegnern wie Kommunisten abgesprochen wurde – unter anderem auch Käthe Kollwitz.

Nach dem Zweiten Weltkrieg unterblieben zunächst Verleihungen des „Friedenszweiges“, doch es bildete sich wie in der Weimarer Republik eine zivile Gemeinschaft mit staatlicher Anerkennung unter dem Namen Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste. Bundespräsident Theodor Heuss wurde 1952 Protektor des Ordens. Das Sekretariat des Ordens wird vom Kulturstaatsminister beim Bundeskanzler geführt. So hat nun der „Pour le Mérite“ in Deutschland zwar ein hohes Prestige, doch keinen offiziellen Status wie z. B. der Verdienstorden des Bundesverdienstkreuzes. Laut Satzung (in der letztgültigen Fassung von 1990) sind die Ordensinsignien „Eigentum der Bundesrepublik Deutschland“. Sie werden im tatsächlichen Sinne nur ver-„liehen“ und müssen, anders als bei anderen Ordenszeichen, nach dem Tode des Trägers zurückgegeben werden.
(Ich verzichte an dieser Stelle auf die Nennung von Trägern des Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste)
 


 
Träger beider Ordensklassen
Bedingt durch die vollkommen unterschiedlichen Verleihungsanforderungen sind nur sehr wenig Geehrte mit beiden Klassen ausgezeichnet worden.
Helmuth Karl Bernhard von Moltke, Historiker und Generalfeldmarschall – Kriegsklasse „mit Eichenlaub“
Julius von Verdy du Vernois, General der Infanterie
Otto von Bismarck, Staatsmann
Hermann von Kuhl, Historiker und General der Infanterie – Kriegsklasse „mit Eichenlaub




Eine zusammenhängende ausführliche Darstellung der Ritter des Ordens existiert bis heute nicht. Allerdings sind verschiedene literarische Werke entstanden, aus denen sich die wichtigsten Daten zu den einzelnen Persönlichkeiten heraussuchen lassen. In erster Linie sind dies vier Bücher, auf die hier Bezug genommen wird und die auch die Quellengrundlage für die folgende Zusammenstellung sind. Aus diesen vier Bänden lassen sich alle Verleihungen rekonstruieren. Bis auf einige Ausnahmen - namentlich aus der frühen Zeit des Ordens im 18. Jahrhundert - ist für jede Person das Datum der Verleihung sowie meistens eine ausführliche Verleihungsgründung vorhanden!

 


Quellen

Katalog deutsche Orden und Ehrenzeichen. 1871 bis zur Gegenwart, Battenberg 1995.
Karl-Friedrich Hildebrand/Christian Zweng Die Ritter des Ordens Pour le Mérite 1740-1918, Biblo-Verlag 1999.
Hans Karl Geeb/ Heinz Kirchner / Hermann-Wilhelm Thiemann, Deutsche Orden und Ehrenzeichen, Berlin 1977.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pour_le_M%C3%A9rite (letzter Aufruf 28.09.2009)
http://home.foni.net/~adelsforschung/plm00.htm (letzter Aufruf 28.09.2009)
http://www.orden-pourlemerite.de/ (letzter Aufruf 28.09.2009)
http://www.hdg.de/lemo/html/kaiserreich ... index.html (letzter Aufruf 28.09.2009)
http://www.pourlemerite.org/ (letzter Aufruf 28.09.2009)
http://www.orden-pourlemerite.de/orden.htm (letzter Aufruf 28.09.2009)
http://www.bundesregierung.de/nn_23690/ ... erite.html (letzter Aufruf 28.09.2009)



Autor: Freiherr von Woye

Das Thema

Hoher Orden vom Schwarzen Adler


 

 

 

Der Hohe Orden vom Schwarzen Adler war der höchste preußische Orden.

Einleitung

Kurfürst Friedrich (III.) von Brandenburg stiftete am 17. Januar 1701, dem Tage vor seiner Königskrönung, den Hohen Orden vom Schwarzen Adler, im Sprachgebrauch meistens Schwarzer-Adler-Orden genannt. Mit dieser Stiftung, wie auch schon mit der für das arme Kurfürstentum Brandenburg sehr prunkhaften Krönungszeremonie, wollte der neue König die Würde und Bedeutung seines Staates im Konzert der damaligen führenden Dynastien in Europa demonstrieren.
Der Ordensstern mit dem schwarzen Reichsadler, einst dem Hochmeister des Deutschen Ordens vom Kaiser verliehen, von Herzog Albrecht im neuen Herzogtum Preußen weitergeführt, trägt die Aufschrift „Suum cuique“ = Jedem das Seine. Frei übersetzt kann man es mit „Gerechtigkeit“ übersetzen. Damit offenbart sich auch der Charakter des neu gestifteten Ordens. Zum einen die Verteidigung des christlichen Glaubens (denn 1683 standen die Türken ein zweites Mal vor Wien). Zum Anderen dem Schutz von Witwen und Waisen, einschließlich aller „Gewalt und Unrecht leidenden Leuten“.
So wurde die Tradition dieses Ordens weitergeführt und der Ordensstern zum höchsten preußischen Orden erhoben. Er bestand bis zum Ende der Monarchie im Jahr 1918 und genauso wie der deutsche Kaiser verschwand er aus der Ordenslandschaft. Damit endete die Epoche der (bedeutenden) Hausorden in Deutschland, dabei handelte es sich in der Regel um einklassige Auszeichnungen, für die der regierende Fürst erblich die Großmeisterwürde innehatte.

 

 

Einordnung

 

Der große Unterschied zum Orden Pour le Mérite war, das der Schwarze Adlerorden kein Verdienstorden im üblichen Sinne war, sondern zunächst ein Ritterorden mit begrenzter Mitgliederzahl. Dies sollte die Exklusivität des Ordens unterstreichen und die Ehrung durch den preußischen König (gleichzeitig deutschen Kaisers) hervorheben. Die Prinzen des Königshauses waren dabei außen vor (sie waren geborene Mitglieder und wurden in den Statuten nicht mitgezählt), zum Einen weil sie durch die hohe Stellung in der Thronfolge herausgehoben wurden und auf der anderen Seite die Hochwohlgeborenen „nur“ in den höchsten Kreisen der elitären Gesellschaft des Königreiches verkehren sollten. Trotzdem erhielten die Prinzen die vollen Ehren des Ordens erst nach ihrer Konfirmation. Erst dann legten die Insignien, zusammen mit ihrer ersten Offiziersuniform, zum vollendeten zehnten Lebensjahr an.
Ursprünglich sollte die Zahl der preußischen Ordensträger nur 30 betragen, doch es qualifizierten sich im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderten weit mehr Personen für diese höchste Auszeichnung. Diese Personen mussten Eine Grundvoraussetzung für ihre Aufnahme in den Orden vor allen anderen vorweisen und zwar die der (prinzipiellen) adligen Herkunft. Der statutenbedingte Nachweise und Bedingungen waren extrem kompliziert. Entscheidend waren dabei die genaue Abstammung und das Alter der Adelsfamilie. (Bis 1848 mussten Personen von nicht reichsfürstlicher Geburt, die die Auszeichnung bekommen sollten, ihre Abstammung von acht adligen Ahnen nachweisen und das 30. Lebensjahr erreicht haben.) Die Neuveröffentlichung der Statuten, durch Friedrich Wilhelm IV. am 20. Februar 1848, brachte hier eine Wende. Die nichtadeligen Ordensritter erhielten mit dem Erhalt der Insignien einen Wappenbrief, der sie in den erblichen Adelsstand erhob. (Von nun an konnten auch nichtadlige „Untertanen“ den Orden bekommen. Natürlich nur sehr verdiente Persönlichkeiten, die dem König/Kaiser sehr nahe standen)
Der König/Kaiser konnte so „wichtige“ Persönlichkeiten an sich binden und damit Loyalitäten bzw. Königstreue fördern. Als Großmeister konnte er auch auf einer ganz anderen Ebene Einfluss nehmen. So ging die Aufnahme immer einher mit der Akzeptierung von Regeln und Pflichten, über die ebenfalls die Statuten Auskunft geben. Die Inhalte orientierten sich an landesherrlichen Gesichtspunkten. Die Treue zum Herrscherhaus galt als grundlegende Verpflichtung.
Der Orden vom Schwarzen Adler und seine Gesellschaft bildeten einen eigenen kleinen Hof. Gefördert wurde dies durch die spezifischen Rechten, die durch den Orden verliehen wurden. Darunter zählten der (fast ungehinderte) Zutritt am Hof, die Gewährung von Audienzen beim Landesherrn und Pensionszahlung und Gelddotationen zu den Wichtigsten. Die oben erwähnten Loyalitäten zum König/Kaiser konnte so auf eine „solide“ Grundlage gestellt werden. Diese Rechte waren aber nicht nur „Zuckerbrot“, denn durch die einhergehenden Pflichten des ständigen Tragens des Ordenszeichens in der Öffentlichkeit (Bei dem ersten Versäumnis der Tragepflicht musste der Ritter 30 Taler, bei der zweiten 100 Taler an das Waisenhaus zu Königsberg zahlen. Beim dritten Versäumnis wurde der Orden aberkannt.) und die Teilnahme an Ordenssitzungen/ -festen, schuf sich die preußische Krone einen gebundenen und vertrauenswürdigen Zirkel, in den Militärs, Künstler und andere (bedeutende) Personen des Hofes als Berater, wie auch als zuverlässige Untertanen fungierten.

 

 

Form/Ausstattung/Verleihung

 

Die Insignien des Ordens, die in der Regel aus dem Ordenskreuz (Ordenszeichen oder Kleinod), dem Ordensstern (Bruststern), der Schärpe, der Ordenskette (Kollane) und einer Ordenstracht bestehen, entsprechen den Traditionen der Hausorden in der Frühen Neuzeit und spiegeln in ihrer Symbolik den Stifters wieder. Voraussetzung für ihren künstlerischen Wert war eine ausgezeichnete handwerkliche Meisterschaft der Juweliere, Medailleure und Emailmaler.
Der Orden entsprach in Form und Ausstattung anderen europäischen Hausorden. Doch gehörte er als letzter (großer) Hausorden, eines Ordens innerhalb weltlicher Ritterorden, zu den letzten seiner Art. Die Tradition verlor sich mit dem Orden, denn starb ein Ritter, so ging die Kette, nachdem sie bei den Begräbnisfeierlichkeiten beigestellt gewesen war, an das Kapitel des Ordens zurück, worauf sie an einen neu aufgenommenen Ritter weitergegeben wurde. Ohne neue Ritter schrumpfte der Gemeinschaft der Ordensträger und gehört heute der Vergangenheit an. Er markierte die Grenze und den Übergang zu einer neuen „Klasse“ von Orden, den Verdienstorden. Früher waren es Personengemeinschaften, die sich durch solche Orden „heraushoben“, nach 1918 dominierten die Insignien für Verdienste die Ordenswelt in Deutschland.
 

 

 

Das Medaillon des achtstrahligen silbernen Ordenssternes zeigt den schwarzen preußischen Adler auf orangefarbenem Grund innerhalb der Ordensdevise Suum cuique (dt.: „Jedem das Seine“) sowie einen Lorbeerzweig. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war der Ordensstern gestickt und wurde an die Uniform genäht. Ab 1810 wurden die ersten Ordenssterne aus Metall verliehen und Friedrich Wilhelm IV. verfügte 1858, dass nur noch silberne Ordensterne zu verleihen sind.
Der silberne Ordensstern konnte, wie das Kleinod, auch mit Brillanten verliehen werden.
Die Ähnlichkeit zu den anderen europäischen Orden, wie dem englischen Hosenbandorden, bestand in der Trageweise. So konnte der Stern des Schwarzen Adlerordens mit dem Hosenband umschloßen werden. Das hob den Träger heraus und wies den Betrachter auf eine sehr charakteristische bzw. unnachahmliche Art auf den „Grad“ oder „Stand“ der Person hin. Der Adel unter dem Adel sozusagen. Ein Grund warum dieser Orden so begehrt war und die Verpflichtungen nur zu gern in Kauf genommen wurden. Dieser Effekt eines Ordens und seine Wirkung auf den Träger bzw. auf seine Umgebung, wurde in der Zeit danach gern „genutzt“. Vor allem nachdem auch der „kleine Mann“ in den Genuss einer Ordensverleihung kam.
Arbeiten zur Förderungen der Loyalitäten durch Orden gibt es leider nur sehr wenige.

Das Ordenszeichen des einklassigen Ordens ist ein blauemailliertes Malteserkreuz mit schwarzen gekrönten Adlern in den Kreuzwinkeln. In der Mitte befindet sich in einem goldenen Medaillon das verschlungene Monogramm des Stifters FR (= Fridericus Rex). Unter Friedrich Wilhelm II. (reg. 1786-1797) zeigt das Medaillon das Monogramm FWR (= Fridericus Wilhelminus Rex).

 

 

 

Die Ritter des Ordens vom Schwarzen Adler trugen ab 1861 stets das Großkreuz des Roten Adlerordens als Halsdekoration.

 

 



Verliehen wurde der Orden an inländische Militär- und Zivilbeamte und an ausländische Fürsten und deren vornehmste Würdenträger. Die Blühte des Ordens hing von der Regentschaft der preußischen Könige ab. Im Zeitraum von über 200 Jahren, wurde die Kette 407mal verliehen. (57 Verleihungen in die Jahre 1701-1713, wurden noch vom Stifter, König Friedrich I., persönlich vorgenommen)


Erbe

Erbe

 

Heute ist der Ordensstern Zeichen der Feldjägertruppe der Bundeswehr und soll an die Gründung des Feldjägerkorps durch Friedrich II. im Jahre 1740 erinnern.
Er wird als Abzeichen in Eichenlaub gefasst am Barett getragen.

 


 
Prominente Träger
Alexander Hermann von Wartensleben (1650–1734)
königlich-preußischer Generalfeldmarschall und Stadtkommandant von Berlin

Karl von Plettenberg (1852-1938)
General der Infanterie, Kommandierender General des Gardekorps und Generaladjutant des Kaisers

Paul von Hindenburg (1847–1934)
Generalfeldmarschall und Reichspräsident, 1911

Alfred von Tirpitz (1849-1930)
Deutscher Großadmiral, 1907


Helmuth Karl Bernhard von Moltke (1800–1891)
Königlich-preußischer Generalfeldmarschall und Chef des Generalstabes, 1879

Guido Henckel von Donnersmarck (1830-1916)
Für Verdienste um Reparationsverhandlungen im Deutsch-Französischen Krieg, 1875
(Verwandt mit dem gleichnamigen deutschen Oscarpreisträger).

August Neidhardt von Gneisenau (1760-1831)
Königlich-preußischer Generalfeldmarschall, 1815

Alexander Friedrich von Knobelsdorff (1723-1799)
Königlich-preußischer Generalfeldmarschall, 28. Mai 1789
 
Ordensritter - hier einige der ersten ausgezeichneten Persönlichkeiten
Kronprinz Friedrich Wilhelm

Prinz Ferdinand Kettler (1655–1737)
Preußischer General, Sohn von Jakob Kettler

Hans Albrecht von Barfus (1635–1704)
Brandenburgisch-preußischer Generalfeldmarschall

Philipp Karl von Wylich und Lottum (1650–1719)
Preußischer Generalfeldmarschall

Johann Georg von Tettau (1650–1713)
Kammerherr Friedrich III., Generalmajor der Kavallerie, Kommandant der Garde du corps




Wolfgang Stirbrny, Der Weg der Hohenzollern. Lebensbilder aller Kurfürsten, Könige und Kaiser aus dem hause Brandenburg-Preußen und der wichtigen übrigen Hohenzollern, Starke-Verlag 1981.

Quellen

http://www.preussenweb.de/prorden.htm (Letzter Aufruf 1.10.2009)
http://www.dhm.de/magazine/orden/ueber_haus.htm (Letzter Aufruf 1.10.2009)
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Adlerorden (Letzter Aufruf 1.10.2009)



Autor: Freiherr von Woye

Das Thema

Japanische Medaillen

Taiwan-Ehrenmedaille
(Taiwan jugun kisho)

 

Die japanischen Ehrenmedaillen sind grob mit den Ärmelbändern und -schilden der Wehrmacht zu vergleichen.

Historie

 

Die Taiwan-Ehrenmedaille wurde vergeben für die Teilnahme an einem Vergeltungsangriff auf Taiwan von 1874. Taiwan war damals Teil des chinesischen Kaiserreichs, das allerdings nur in strategisch wichtigen Bereichen präsent war. Große Teile der Insel waren schwer zugänglich und unter Kontrolle einheimischer Stämme. Im Jahre 1874 griffen Einheimische vom Stamm der Paiwan japanische Seeleute aus Okinawa an, die mit ihrem Schiff an der Küste aufgelaufen und gestrandet waren. 54 Japaner starben, 12 konnten sich in eine chinesisch kontrollierte Region durchschlagen. Als Vergeltung schickte der Meiji-Kaiser Mutsuhito eine Truppe von 3.600 Mann nach Taiwan, nachdem die chinesische Regierung es ablehnte, die Paiwan selbst zu bestrafen. In dem einzigen Gefecht starben 30 Paiwan und 6 Japaner, 30 weitere Japaner wurden verwundet. Dafür starben aber nach zeitgenössischen Quellen etwa 530 Japaner an Krankheiten. Die Paiwan wurden 1875 schließlich doch noch von chinesischen Truppen besiegt und unterworfen.

Die überlebenden japanischen Soldaten wurden mit der Taiwan-Ehrenmedaille ausgezeichnet. Diese wurde per Dekret des Kaisers vom 10. April 1875 geschaffen. Sie bestand aus einer runden Silberplatte mit 25 mm Durchmesser mit oben angelöteter Befestigungsspange für ein Medaillenband. Auf der Medaille waren vorn zwei Blütenstände des Blauglockenbaums um die zwei Kanji-Silben für Jugun Kisho angeordnet. Hinten war die Jahreszahl Meiji 7 ( 7 . Jahr der Meiji-Regentschaft ) und „Erstes Jahr des Hundes (nach zodiakalischem Kalender, beides bedeuten das Jahr 1874). Auf der Befestigungsspange waren die Kanji-Silben Tai Wan eingraviert.

Das Medaillenband war aus Seide und 36 mm breit. Die Farbe war weiß mit 5 mm breit grün gefärbten Kanten.

Die Medaille wurde an der linken Brust getragen. Für die Einsatzuniform wurde eine Spange im der Farbe des Medaillenbandes ausgegeben.

Quellen

Orders and Medals Society of America (letzter Zugriff 24.10.2009)
www.xavierb.org (letzter Zugriff 24.10.2009)
en.wikipedia.org (letzter Zugriff 24.10.2009)



Autor: tom!