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Wir sind eine unabhängige und vorwiegend deutschsprachige Internetseite für Modding in Games. Seit 2005 hat sich das Projekt Designmodproject dem Modden bzw. dem Erstellen von Mods verschrieben (Mod; Abk. für engl. modification oder deutsch Modifikation). Dabei stand immer die historische Erweiterung von Spielinhalten des strategie- und militärhistorischen Genres der PC-Spiele im Vordergrund.

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War Ace Campaign  Patch 5.2

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Das Thema

Die "Dicke Bertha"

 

Deutschlands "schwerster Brummer" im Ersten Weltkrieg

 

 

 

"M-Gerät" L/12
Von den Feldgrauen "Dicke Bertha" getauft

 

Sie war der Alptraum der deutschen Feinde im Ersten Weltkrieg, war Gesprächsthema Nummer eins in den Schützengräben an der Westfront und ihr legendärer Ruf hat sie bis heute nicht verlassen. Kein Film über den Ersten Weltkrieg ohne dieses mächtige Geschütz und noch heute ist der Name Krupp mit diesem Meisterstück deutscher Waffenkunst verbunden.
Noch heute werden moderne schwere Geschütze mit diesem verglichen, doch konnte keinem ein einprägsamerer und vielsagenderer Spitzname verpasst werden, als der "Dicken Bertha".

 

 

 

Die "wahre" Bertha und ihr Gemahl Gustav von Bohlen



Man spricht von Wunderwaffe und Superlative seiner Zeit, doch stimmte das wirklich? Fakt ist, dass die reine Größe und Ausmaße solch eines Geschützes nicht die Wirkung der Granate widerspiegelten. Eine Unmenge an Faktoren bestimmte den Erfolg und die Vernichtungskraft des Geschosses, so dass sich die Wirkung bei jedem Schuss nur vermuten ließe. Es gab keine größere Kanone in der Folgezeit bis heute, man hatte die maximale Wirkung durch Größe erreicht, ab der "Dicken Bertha" wurde ausschließlich an der Technik, Aufbau und Theorie gearbeitet. Gerade deshalb setzt diese Waffe auch eine Wegmarke und das Charismatikum ihrer Zeit. Ein Grund, sich die Waffe genauer anzusehen.

Entwicklung

Entstehungsgeschichte

 

 



Der Schlieffenplan sah bei seiner Einschließung der französischen Truppen die Durchbrechung der belgischen Sperrforts vor. So wurde in der obersten Heeresleitung der Entschluss für eine neue "schwere Waffe" gefasst.
Die Firma aus Essen mit dem wohlbekannten Namen Krupp legt im September 1911 einen Entwurf für ein Spezialgeschoss vor. Es sollte die stärksten Befestigungen durchbrechen können und die Pläne der Generale Wirklichkeit werden lassen.
Nach den ersten Entwürfen und Planungsarbeiten begann im Juli 1912 die Fertigung der ersten Exemplare. Erste Versuche fanden auf den Truppenübungsplatz in Jüterbog (Brandenburg) und Kummersdorf statt. Dabei sollte auch auf Nachbauten belgischer und französischer Forts geschossen werden, was wegen Kriegsausbruchs abgesagt werden musste.

Strittig ist aber die Namensgebung. So soll der Spitznamen der Krupp Gattin "Dicke Bertha" Bertha Krupp von Bohlen und Halbach als Vorlage gedient haben. Verwendet wurden neben diesem Namen auch Bezeichnungen wie "Schwerer Brummer" oder "Fleißige Bertha".

Das Projekt wurde schon in der Erprobungsphase populär. Man konnte die Auswirkungen und Lärmbelastung nur schwerlich verbergen. Die Bevölkerung war überzeugt und begeistert von dem Gerät.
Auch bei den Soldaten erlangte die Waffe großen Ruhm, denn schon die schieren Ausmaße flößten Respekt und den Glauben an einen Sieg ein. Diese moralische Perspektive wurde schon früh von den Kommandeuren eingesetzt.
 

 

 

Das Gamma-Geschütz

Technik/Daten

Technik

 

Es handelte sich um ein kurzrohriges Steilfeuergeschütz. Das Geschütz war mit einem Keilverschluss ausgestattet und war demnach ein Abkömmling der von Krupp entwickelten schweren Schiffsgeschütze.
"M-Gerät" stand für Minenwerfer und war die eigentliche "Dicke Bertha"

 

 

 

Das M-Geschütz in Ladestellung mit Bedienmannschaft

 


 
Waffenart:
Mörser
Kaliber:
42 cm
Varianten:
"Gamma-Gerät" (schienengebunden)
"Kurze Marinekanone" (Bettungsgeschütz - L/16)
"M-Gerät" (Radfahrlafette - L/12)
Gewicht:
42,6 t ("M-Gerät") / 150 t ("Gamma-Gerät")
Rohrlänge:
6,72m ("M-Gerät")
Transport:
Auf 4 Teillasten verteilt ("M-Gerät") /
auf 10 Eisenbahnwagen verteilt ("Gamma-Gerät")
Stückzahlen:
12 ("M-Gerät") /
10 ("Gamma-Gerät")
Projektile:
810 Kilo Geschosse ("M-Gerät") /
Sprengstoff Ladungen 100-410 Kilo ("M-Gerät")
Giftgas auf eine große Entfernung
Haubengranate zu 400 kg hatten wegen der ballistischen Form eine etwas größere Reichweite
Reichweite:
9.300m - 12250m (1917)
("M-Gerät") / 9 - 14,7 Kilometer ("Gamma-Gerät")
Projektilgeschwindigkeit:
400 m/s
Rohrerhöhung:
40 und 60 Grad
 
Bedienmannschaft:
285 Soldaten
Schussfrequenz:
8 Schuss pro Stunde
Kosten:
1 Millionen Reichsmark (Heute: ca. 100 Millionen Euro)
Kosten pro Schuss:
1.500 Reichsmark (Munition 1.000 - Abschreibung 500)
Auslegung:
Auf 2.000 Schuss (dann Rohr verschließen)

 

 

Einsatz

Anwendung

 

Der Ruf dieser "superschweren Kanone" ist vor allem auf die erste Zeit des Ersten Weltkriegs zurückzuführen. Vor allem ältere Forts der Belgier und Franzosen wurden von der "Dicken Bertha" zerstört. Später dann scheiterten die Projektile an dem armierten Stahlbeton, sodass sie für moderne Bunkeranlagen keine Gefahr mehr war.

Nach 1916 waren die Rohre ausgeschossen. Wegen der veralteten Technik kam es zu keinen Neuanfertigungen.
Als Ersatz wurden schon 1914 die österreichischen Mörser (30,5 cm - 23,014 t) von der OHL angefordert. Die Projektile dieser "leichteren" Kanone konnten jede Anlage durchschlagen.

 

Wochenschau Bericht über den Einsatz von "superschweren Kanonen"

 

Nach dem Krieg



Nach Kriegsende mussten alle 42 cm Geschütze vernichtet werden, wobei eine Waffe auf dem Kruppschen Versuchsgelände "übersehen" wurde. Dieses Geschütz setzte die Wehrmacht dann am 7. Juni 1942 beim Beschuss von Sewastopol und (angeblich) letztmalig bei der Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto (1944) ein.

Zum Schluß

Schlussbemerkung



Die überschweren Steilfeuergeschütze waren nur unter massivem personellen und materiellen Aufwand zu betreiben. Die Entwicklung der Luftwaffe und Bomberflotten machten solche Geschütze dann überflüssig. Eine Staffel Stukas (Ju 87) kann bei nur einem Angriffsflug die stärksten Befestigungsanlagen knacken und bleibt dabei weit unter den Kosten einer "superschweren Kanone" des Kalibers "Dicke Bertha".
Trotzdem wurden "superschwere Geschütze" in den Schlachten des Zweiten Weltkriegs eingesetzt. So in Sewastopol, bei der Erstürmung der Festung. Eingesetzt wurden dort der Mörser "Gamma" (42,7 cm Kaliber), "Karl" (61,5 cm Kaliber) und natürlich dem "wahren" Geschütz "DORA" (80 cm Kaliber). Dieses Megageschoss mit 80 cm Kaliber war auf Eisenbahnwagons montiert und verschoss fünf Tonnen schwere Geschosse auf 45 Kilometer Reichweite.
Eines dieser Geschosse hatte ein sowjetisches Munitionsdepot in die Luft gejagt, welches 25 Meter tief im Feldgestein lag.
 

 

 

Abschussanimation des Geschützes DORA


Quellen

Zeitschrift: Militär und Geschichte, Nr. 48 /Dezember 2009
http://de.wikipedia.org/wiki/Dicke_Bertha (Letzter Zugriff 22.11.2009)
http://www.panzer-archiv.de/geschuetze/ ... eberta.htm (Letzter Zugriff 22.11.2009)
http://www.waffenhq.de/panzer/dickeberta.html (Letzter Zugriff 22.11.2009)
http://www.fl18.de/history/139/ (Letzter Zugriff 22.11.2009)
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Dicke_Bertha.html (Letzter Zugriff 22.11.2009)
http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=6917 (Letzter Zugriff 22.11.2009)
http://www.worldwar1.com/heritage/bbertha.htm (Letzter Zugriff 22.11.2009)



Autor: Freiherr von Woye

Das Thema

S.M.S Viribus Unitis

 

 

 

 
Technische Daten
 
Abmessungen
Länge:
152, 18 m
Breite:
27,34 m
Tiefgang:
8,8 m
Deplacement (Wasserverdrängung):
21.595 Tonnen voll beladen
Antrieb:
12 kohlebefeuerte Yarrow-Kessel
Leistung:
27.383 PS
Höchstgeschwindigkeit:
20 Knoten
Bewaffnung:
12 * 30,5 cm L/45 Geschütze Skoda in Drillingstürmen
12 * 15 cm L/50 Geschütze in Kasematten
18 x 7 cm L/50 K10/K16 (später 12)
4 * 53,3 cm Lanciergerät (Torpedorohre)
 
 
 
Panzerung
Panzerdeck:
48 mm
Batterie:
180 mm
Geschütztürme:
100 - 305 mm
Gürtel:
150 - 280 mm
Kommandoturm:
250 - 356 mm
Besatzung:
32 Offiziere
16 Unteroffiziere
993 Seemänner
Baukosten:
82.000.000 Goldkronen
Schwesterschiffe:
S.M.S Prinz Eugen
S.M.S Tegetthoff
S.M.S Szent Istvan
Stapellauf:
24. Juni 1911
Indienststellung:
5. Oktober 1912

Geschichte

Geschichte

 

 

 

Die Viribus Unitis (=“Mit vereinten Kräften“, der Wahlspruch Kaiser Franz-Josefs) wurde am 24. Juni 1911 in Triest durch Erzherzogin Maria Annunziata getauft.

Als der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz-Ferdinand von Österreich-Este am 28. Juni 1914 in Sarajewo ermordet wurde, musste das Schiff die traurige Aufgabe erfüllen, den Leichnam des Thronfolgers und den seiner Frau nach Triest zu bringen.

Als der Erste Weltkrieg ausbrach, konnte man sich im k.u.k. Generalstab nicht auf eine einheitliche Strategie einigen, weshalb die Schlachtschiffe der Donaumonarchie bis zum Eintritt Italiens, untätig im österreichisch-ungarischen Kriegshafen Pola vor Anker lagen.
Am 24. Mai 1915 lief das Schiff zusammen mit seinen Schwesterschiffen aus, um das italienische Festland zu beschießen.

 

 

 

Danach lag das Schiff bis zum 8. Juni 1918 erneut in Pola. An diesem Abend liefen die k.u.k Schlachtschiffe zu einem letzten Angriff gegen die Otranto-Sperre aus. Dieser Angriff musste allerdings vorzeitig abgebrochen werden, da die Szent Istvan von einem kleinen italienischen M.A.S torpediert und versenkt wurde.

Das Ende der Viribus Unitis kam am 1. November 1918, als zwei italienische Kampfschwimmer in den Hafen von Pola eindrangen und Sprengladungen an dem Schiff anbrachten, welche dieses zum Sinken brachten.
Das Sinken des letzten Flaggschiffes der k.u.k Kriegsmarine war symbolisch für den Untergang der Donaumonarchie

 

 


Quellen

„Seemacht unter Rot weiß roter Flagge“ von Karl Gruber (Österreichische Milizverlag)
http://kriegsmarine.lima-city.de/basis.htm
http://www.kuk-kriegsmarine.at/
http://de.wikipedia.org/wiki/SMS_Viribus_Unitis



Autor: general jan

Das Thema

Der "Reichsrevolver" Modell 1879/83

 


Allgemein

Allgemeines

Bevor diese Waffe in der deutschen Armee als "Faustfeuerwaffe" eingeführt wurde, waren die Armeen mit einer Vielzahl von veralteten "Perkussionswaffen" (Erklärung folgt) ausgerüstet. Deshalb wurde nach dem Sieg im Deutsch-Französischem-Krieg gegen Ende der 70iger Jahre im 19.Jahrhundert eine Kommission aufgestellt die das Ziel hatte das deutsche Heer neu auf- und auszurüsten, deshalb nannte man diese Waffe auch "Kommissionsrevolver".


Entwicklung

Entwicklung

Als man bemerkte das, dass Deutsche Reich im Bezug auf Ausrüstung sowohl qualitativ, als auch einheitlich, hinterher hinkte, entschied man diese Waffe als den ersten Revolver in die deutsche Armee aufzunehmen. Bei der Entwicklung dieser Waffe bezog man sich auf das für Russland gefertigte "Smith & Wesson No 3" in leicht abgewandelter Form wurde dessen Abzugssystem sowie dessen Munitionsart übernommen. Dennoch war diese Waffe im Vergleich mit anderen europäischen Revolvern eher ein wenig veraltet, sein Einzelbewegungs-Abzugsystem hatte eine enorme Länge von 340 mm und dem Gewicht von 1310g.

Im Jahre 1883 wurde ein überarbeitetes Modell eingeführt, welches den Offizieren und der Infanterie vorbehalten war, während die Kavallerie mit dem alten Modell auskommen musste. Dieses nun überarbeitete Modell hatte den Vorteil das es kürzer (jetzt mit einer Gesamtlänge von 225mm) und zum anderen leichter (jetzt noch 920 g) war.

1908 ging Deutschland von diesem Modell als eins der ersten Staaten zur Selbstladepistole in diesem Fall die P08 über.
 

 


Verwendung

Verwendung

Der Revolver Modell 1879/83 wurde zunächst in fasst allen Bereichen der Armee eingeführt. Als schließlich das überarbeitete Modell 1883 eingeführt wurde, nur noch bei Offizieren und der Infanterie, obwohl sich mit voranschreiten der Zeit zeigte wie veraltet diese Waffe war wurde sie bis zum Ersten Weltkrieg und sogar noch darüber hinaus in erheblichen Stückzahlen eingesetzt, bis es mehr und mehr von den neuen Selbstladewaffen abgelöst wurde.


Vor- und Nachteile

Pro und Kontra:

+ Es gab nun eine Standard Zweitwaffe in der deutschen Armee (die gab es vorher nicht)
- beide Modelle verfügten über keinerlei "Patronenausstoßer", weil man überzeugt war das der deutsche Soldat nicht mehr als sechs Patronen im Gefecht brauchen würde.
- beim Modell 79 zu lang und zu schwer im Vergleich
+ Lösung des Problems mit dem Modell 83
+ Solide und präzise Handfeuerwaffe

 

Das Thema

Panzerschiffe der kaiserlichen Marine

 





Allgemeines zu den Küstenpanzerschiffen

Die kaiserliche Marine baute insgesamt acht Küstenpanzerschiffe. Dies waren die Siegfried, Hildebrand, Beowulf, Hagen, Frithjof, Heimdall, Odin und Ägir.


Definition

 

Was ist ein Küstenpanzerschiff?

Ein Küstenpanzerschiff diente dazu die Küsten eines Reiches und deren wichtige Häfen, gegen feindliche Angreifer zu verteidigen. Die Aufgabe Blockaden zu brechen wurde auch immer wichtiger und das nicht nur, um der Hochseeflotte den Rücken frei zu halten. Seeblockaden stellten sich im Laufe der Geschichte als immer wirksamer heraus und wurden von den kriegführenden Mächten immer häufiger und zielgerichteter eingesetzt. So konnten diese Blockaden nicht nur der Kriegswirtschaft des Gegners wichtige Ressourcen entziehen, auch die Einfuhr von Lebensmitteln und anderer Güter, die zum Überleben der Bevölkerung und kämpfenden Truppe benötigt wurden, konnte somit entschieden verringert werden.


(SMS Hildebrand)

 


Siegfried-Klasse

 

Die Siegfried-Klasse

Die Siegfried-Klasse war eine Klasse Panzerschiffe, von denen sechs gebaut wurden, das Schiff wurde 1888 auf Kiel gelegt und ihr Stapellauf war im Jahre 1889. In der Originalversion war das Schiff 79 Meter lang und hatte eine Breite von 14,9 Metern. Sie erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 15 Knoten, bei einer Maximalreichweite von 3.500 Seemeilen mit 10 Knoten und einer Besatzung von etwa 300 Mann.

Die Bewaffnung bestand jeweils aus drei 24cm L/35 Geschützen und 10 schnell ladenden 8,8cm L/30 Geschützen, des Weiteren verfügten diese Schiffe über vier 35cm Torpedorohre.


(Die SMS Beowulf)

Entstehung und Weiterentwicklung der Siegfried-Klasse

General Leo von Caprivi, der damals Chef der Admiralität war, fürchtete um einen Zweifrontenkrieg mit Frankreich und Russland. Daher plante er die Kriegsmarine mit Schiffen auszustatten, die im Kriegsfall die Küsten Deutschlands verteidigen sollten, deshalb wurden die SMS Hildebrand, SMS Beowulf, SMS Hagen, SMS Frithjof und SMS Heimdall gebaut. Die SMS Siegfried lief am 10. August 1889 vom Stapel. Sehr bald wurde jedoch klar das durch die geringe Kohlebunkerkapazität die Reichweite der Schiffe doch sehr begrenzt war und aus diesem Grund wurden alle Schiffe der Siegfried-Klasse zwischen den Jahren 1899 bis 1905 umgebaut. In dieser Zeit wurden aber auch weiter Schiffe gebaut, dies waren die beiden Küstenpanzerschiffe SMS Odin und die SMS Ägir. Nach den Umbauten und Verbesserungen waren sie 86,15m lang und konnten 360t Kohle mehr mitführen. Insgesamt konnten jetzt 580t Kohle mitgeführt werden, was sich natürlich positiv auf die Reichweite auswirkte. Die Anzahl der Torpedorohre wurde von vier auf drei verringert. Der Durchmesser der Rohre wurde allerdings auf 45cm erhöht.


(Die SMS Ägir)

Einsatz der Siegfried-Klasse

Der Einsatz der Siegfried-Klasse verlief relativ unspektakulär. Sie wurden alle samt zu Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 reaktiviert und dienten im "VI. Geschwader“. Ihr Aufgabengebiet war es die Nord- und Ostsee zu bewachen. Da im Laufe der Zeit die Schiffe weiter entwickelt wurden und somit auch die Technik, waren die Küstenpanzerschiffe bald veraltet und hatten keinen entscheidenden Einfluss auf die Kriegsmarine. Sie wurden alle bis 1935 abgewrackt.


Vor-und Nachteile

Pro und Kontra:
- Die Reichweite der Originalversion war unzureichend
+ Lösung des Problems nach dem Umbau
+ Einige hatten eine bis 24cm dicke Panzerung
- geringe Geschwindigkeit
- zu geringe Feuerkraft

 


Das Thema

Die Entstehung der Panzerwaffe
Von den Anfängen in der Antike bis zu den Panzern am Ende des 1. Weltkrieges

 

 



Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Entwicklungsgeschichte der Panzerwaffe. Dabei geht der Autor von der Antike bis in die Zeit des 1.Weltkrieges. Auf Grund der Tatsache, dass es sehr viele verschiedenen Modelle gab und die Entwicklung im technischen Zeitalters sowie im Bereich des 1.Weltkriegess auch viele Fahrzeuge hervorbrachte die eine sehr untergeordnete Rolle spielen, nehme ich mir die Freiheit hier nur auf die Fahrzeuge einzugehen die ich für wichtig erachte. Auf Grund der Länge des Beitrages habe ich mich bei vielen Fahrzeugen etwas kürzer bei den Informationen gehalten.

 

Frühzeitliche Entwürfe

Von der Antike bis ins 15. Jahrhundert

 

Die Idee von gepanzerten Fahrzeugen für den Krieg ist wohl schon 4000 Jahre alt oder sogar noch älter. Schaut man sich die Streitwagen der Sumerer an, kann man dort schon den Ursprung erkennen. Diese bauten schwere Wagen die von Eseln oder Wildeseln gezogen wurden. Ihre Geschwindigkeit muss daher als gering angesehen werden, was die Frage erlaubt, ob sie eine kriegsentscheidende Wirkung hatten. Aber auch hier wurden schon Verbesserungen durchgeführt.

Die Arier entwickelten nämlich auf Basis der sumerischen Streitwagen diese Fahrzeuge weiter. Sie verringerten das Gewicht, nutzten hochgezüchtete Rennpferde und verbesserten sie in dem sie Sicheln an der Achse der Wagen befestigten. Durch die erhöhte Geschwindigkeit und die damit verbundene Wendigkeit und dem Anbringen der Sicheln, konnte mehr Schaden beim Feind angerichtet werden. So war nicht nur der Wagen mit den Pferden und/oder ein möglicher Lanzenträger oder Bogenschütze eine Gefahr sondern auch die Sicheln, die die unteren Gliedmaßen der menschlichen Körper abtrennen konnten. Der Wagen bot somit mehr Beweglichkeit gegenüber der normalen Infanterie und durch seine Konstruktion, auch ein gewisser Schutz für den Fahrer und die Mitfahrer. Die Arier entwickelten nicht nur die Kampfwagen weiter, sondern trugen auch sehr zur Verbreitung bei. Die Fahrzeuge, die vorher nur in bestimmten Gebieten benutzt wurden, sind so auch schnell über die Grenzen Mesopotamiens bekannt geworden. Diese also eigentlich asiatische Erfindung kam später auch in Ägypten zum Einsatz, ebenso wie in Mykenä im heutigen Griechenland.

 


"Bild eines ägyptischen Streitwagens mit Bogenschütze"

 

Selbst in der Bibel ist die Rede von Kampfwagen, die zumindest von ihrer psychologischen Wirkung her die gleiche Wirkung hatten wie die Panzer heutiger Tage. So heißt es im Buch der Richter: "Und der Herr war mit Juda, dass er das Gebirge einnahm, denn er konnte die Einwohner im Grunde nicht einnehmen, darum, das sie eiserne Wagen hatten." Auch kann man in diesem Bibelvers die Stärken und Schwächen der gepanzerten Fahrzeuge erkennen. Das Gebirge kann erobert werden, da dort die Kampfwagen nicht zum Einsatz kommen können. Dagegen kann die Ebene nicht erobert werden, da dort die Überlegenheit des Kampfwagens über die Soldaten zu groß ist.

Ein weiterer Einsatz von Kampfwagen ist aus dem ersten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung bekannt. Die keltischen Iren benutzten in der Provinz Ulster "drei starke, dicke, kampffeste Türme auf Rädern", die von je 30 Pferden gezogen wurden. So war nicht nur der Einsatz in offenem Gelände mehr ein Thema sondern auch die Eroberung von Festungen durch gepanzerte Wagen und Türme.

Weiterhin kann man Kriegsmaschinen in diese Reihe einordnen, die dazu benutzt wurden, um feindliche Burgen und Festungen zu erobern. Zum einen sind da die Katapulte zu nennen mit deren Hilfe man aus der Entfernung große Schäden anrichten konnte, man aber auch durch den Aufbau etwas vor den feindlichen Bogen- und Armbrustschützen geschützt war. Auch die sogenannten "Rammböcke" waren gepanzerte Kriegsmaschinen. Durch Muskelkraft angetrieben und durch Holzpanzerung gegen feindlichen Beschuss geschützt, konnten damit die Tore der Burgen und Festungen bearbeitet und schließlich zerstört werden.

 


"Ein Rammbock"

 

Man muss oder kann nicht nur die Kampfwagen der Assyrer hier ansprechen, sondern darf auch deren Kampftürme nicht vergessen. Diese 6m langen und 3m hohen Wagen wurden mit einem Turm versehen. Dieser war ebenfalls noch einmal 3m hoch und hatte ein gewölbtes Dach, das durch ein Metallblech geschützt war. Die Frontpanzerung bestand aus dicken Holzplanken und die Seiten wurden durch Weidengeflecht geschützt. In diesem Turm befand sich ein Rammbalken, an dessen Spitze eine Axtscheide angebracht war mir deren Hilfe man Spalten in den Mauern weiter bearbeiten konnte, um sie zu vergrößern und so die Mauer zu zerstören. Diese Kampftürme wurden auch schon im Verband eingesetzt, umso schneller arbeiten und um sich gegenseitigen Schutz bieten zu können. Des weiteren sorgten Bogenschützen dafür, dass der Gegner möglichst keine Attacken gegen die Türme führen konnte.

 


"Assyrischer Kampfturm im Einsatz gegen die feindliche Befestigungsanlage"

 

Die Kriegselefanten der Antike können auch in die Entwicklungsgeschichte der Panzertruppe mit einbezogen werden. Sie boten Beweglichkeit und Schutz. So war die Haut der Elefanten dicker und bot dem Tier mehr Schutz als es bei Pferden der Fall war, auch konnte durch das Benutzen von hölzernen Kriegstürmen die Soldaten gut geschützt werden. Somit war der Kriegselefant ein sehr wichtiger Punkt in vielen Armeen dieser Zeit. Der Turm schützte die Soldaten und gleichzeitig hatten sie ein besseres Sicht- und Schussfeld wie ihre Gegner. Durch die Beweglichkeit der Elefanten konnte schnell der Platz in der Schlacht verändert werden, um in bedrohten Bereichen zu unterstützen. Die psychologische Wirkung, die die Elefanten auf die gegnerische Infanterie hatten, darf auch nicht unterschätzt werden. Die Kriegselefanten spielten eine wichtige Rolle in der Kriegsführung, das kann man auch daran sehen, dass sie über viele Jahrhunderte und bei unterschiedlichsten Parteien zum Einsatz kamen. So war beim Marsch von "Hannibal", vom Karthago nach Rom, über die Alpen genauso Elefanten dabei wie auch noch bei den Eroberungszügen der Mongolen unter "Kublai Khan". Zwischen diesen beiden Beispielen liegen fast 1400 Jahre Menschengeschichte.

 


"Kriegselefanten mit dem Kampfturm und aufgesessener Infanterie"

 

Es fanden aber auch Weiterentwicklungen statt. So entwickelten die Perser den Sichelstreitwagen weiter. Sie nahmen dabei große Wagen, die von 4 bis 8 Pferden gezogen werden mussten, da sie ein hohes Gewicht hatten. Mit den Sicheln an den Radnaben und der Deichsel sowie Infanterie im Streitwagen, war dieses Gefährt ein gefährlicher Gegner. Am Anfang sorgten diese Kampfwagen auch schnell für Panik und Flucht. Da sie aber durch ihr Gewicht sehr schwerfällig waren, kamen schnell die ersten Taktiken auf wie man gegen diese Wagen vorgehen musste, um deren Vorteil zum Nachteil umzuwandeln. So nutzte man die Schwerfälligkeit dazu, dass man kurz bevor die Wagen in die Reihen der Infanterie eindrangen, diese zusammen rücken ließ und Gassen entstanden. Durch das schwere Lenken rasten dann die Wagen in diese Lücken ohne viel Schaden anzurichten. Im rückwärtigen Raum des Gegners gefangen, wurden sie schnell vernichtet. Auch fing man an die Fluchtreflexe der Pferd für sich zu nutzen. Durch Schlagen vom Schwert auf das Schild entstand so ein Lärm das die Pferde der Wagen scheuten, in Panik gerieten und dann die Flucht antraten. Da meistens die Kontrolle über die Wagen nicht mehr zurückerlangt wurde, kamen die Wagen nicht wie geplant zum Einsatz und ihre Wirkung verpuffte.

 


"Persischer Sichelstreitwagen"

 

Auch Belagerungstürme sollen hier genannt werden. Auch wenn ihre Beweglichkeit stark eingeschränkt war, boten sie durch ihren Schutz der Infanterie eine gute Gelegenheit bis an bzw. auf die gegnerischen Mauern zu gelangen und so die Befestigung einzunehmen. Man schob sie mit Manneskraft voran und überwand, wenn vorhanden, die Wassergräben. Durch das Herablassen der Ausfallbrücke konnte man dann auf die Brücke gelangen. Bis zum Zeitpunkt des Herablassens der Ausfallbrücke war die Infanterie im Innern des Turmes geschützt. Auch nachdem der Turm an der Befestigungsmauer stand, bot er der nachflutenden Infanterie noch erheblichen Schutz gegen feindlichen Bogen- und Armbrustfeuer.

 


"Belagerungsturm im Einsatz"
Was in diesem Bild noch interessant ist, ist die Tatsache, dass man auch schon im Mittelalter "Faschinen" zum Einsatz brachte. Diese Reisig- bzw. Rutenbündel kamen später im 1. und 2. Weltkrieg zum Einsatz um kleinere Gräben mit Fahrzeugen überbrücken zu können.

Bis zum 1. Weltkrieg

Vom 15. Jahrhundert bis zum 1. Weltkrieg

 

Mit dem Wechsel vom Mittelalter zum technischen Zeitalter wurde schließlich klar, dass die Weiterentwicklung an ihre Grenzen kam. Durch die immer stärker werdenden Waffen, die dadurch auch ansteigende Panzerung und der fehlenden Möglichkeit, außer mit Menschen- oder Pferdekraft, das Fahrzeug zu bewegen, kam es zu einer Stagnation. Diese hielt auch noch solange im technischen Zeitalter an bis der mechanische Antrieb erforscht und entwickelt wurde. So gab es am Anfang zwar viele geniale Erfindungen, die zu diesem Zeitpunkt nicht realisierbar waren, aber später als Ausgangspunkt für weitere Forschungen dienten. So gilt zum Beispiel "Leonard da Vinci" als einer der bedeutendsten Waffenkonstrukteure und Militärtheoretiker des 15. Jahrhunderts. Er entwickelte viele Modelle und Theorien die später als ein Ausgangspunkt für die Panzerwaffe angesehen werden können. Er sprach auch von der Taktik des Bewegungskrieges mit Kriegswaffen und nannte so Kampfgrundsätze, die später bei den Panzern und Panzergrenadieren zum Einsatz kamen.

 


Zu dieser Entwicklung schrieb da Vinci im Jahre 1482:
"Ich baue sichere und gedeckte Karren, welche undurchdringlich sind, und wenn sie mit ihren Schusswaffen mitten im Feuer erscheinen, werden selbst die größten Feindmassen zum Rückzug gezwungen"
( Ich denke mal so haben sich die deutschen Soldaten im I. Weltkrieg gefühlt als erstmals ein britischer Panzer auf dem Schlachtfeld auftauchte.)

 

Mit der Entwicklung der Dampfmaschine ging es dann wieder voran in der Geschichte der Panzerwaffe. Diese Ideen setzten sich über die Zeit weiter fort und so kann man auch die Panzerschiffe oder Eisenbahn-Panzerzüge in die Entwicklungsgeschichte mit einbauen. Durch die Verwendung der Dampfmaschine wurden sie die "Panzerwagen" der Industrialisierung. Durch ihre Kraft konnten auf den Schienen und dem Wasser gepanzerte Fahrzeuge eingesetzt werden. Allein der Einsatz auf der Straße scheiterte. Durch das zu hohe Gewicht das durch die Dampfmaschine und den Rohstoffen, zu derem betreiben, waren diese Dampffahrzeuge zu schwerfällig um in großem Stil zum Einsatz zu kommen. Das aber auch dieses Stadium der Entwicklung wichtig war, sieht man zum Beispiel daran das "Napoleon I.", der eine Dissertation schrieb, in der er sich mit dampfgetriebenen Kampfwagen und deren militärischem Nutzen beschäftigte. Hier kann man auch seinen Weitblick sehen die er für die Waffentechnik und -entwicklung besaß.

 


Der "Motorgewehrwagen" des amerikanischen Oberst Davidson

 

Als schließlich der erste 4-Takt-Benzinmotor von "Nicolaus August Otto " entwickelt wurde und auf dessen Basis dann das erste Automobil von "Carl Friedrich Benz" entstand konnte die Entwicklung der Panzer beginnen. Denn durch die Kombination des Verbrennungsmotors, mit einem neuen Transportverfahren, der Raupenkette, waren alle Voraussetzungen geschaffen. Trotzdem sollte es noch bis in die Anfänge des 1. Weltkrieges dauern, bis die ersten Panzer auf den Schlachtfeldern erschienen. Bei Automobilen mit Verbrennungsmotor sah die Entwicklung schon anders aus. So gab es zum Beispiel schon 1889 ein "Motorgewehrwagen", ein einfaches Automobil mit leichter Frontpanzerung und einem Maschinengewehr als Bewaffnung. Oder auch das "Motor-War-Car" eines britischen Erfinders um 1902 zeigten das die Entwicklungen gut voran gingen. Schließlich entstand Anfang des 20. Jahrhunderts, nach mehreren Versuchen mit behelfsmäßig gepanzerten Automobilen, das erste Panzerauto.

 

Panzerkraftwagen "Austro-Daimler"

 

Paul Daimler entwickelte ab 1903 ein gepanzertes Auto mit Vierradantrieb das nur für militärische Zwecke gedacht war. Dieses wurde in Wien bei der Österreichischen Daimler-Gesellschaft in Wien gebaut. Bei einem Manöver im Jahre 1906 wurde dem österreichischen Kaiser sowie dem Generalstab dieses Fahrzeug vorgeführt. Trotz hervorragender Leistungen wurde dieses Fahrzeug aber abgelehnt und die Weiterentwicklung drauf hin eingestellt. Für Österreich und den Verbündeten Deutschlands war diese Entscheidung ein großer Fehler, wie sich im I. Weltkrieg herausstellen sollte. Und der Grund der Ablehnung war so einfach wie banal. Als der Fahrer das Fahrzeug nach dem Manöver und der Begutachtung durch den Kaiser startete, scheuten die Pferde des Generalstabs. Einige vielen in den Dreck und so kam der Kaiser zur Meinung, dass man mit diesen lauten Fahrzeugen kein Krieg gewinnen kann.

 


"Links das Panzerauto und rechts die kleine Zugmaschine, ebenfalls mit Allrad-Antrieb"

 

Um dennoch nicht mit leeren Händen da zu stehen, wurde nach der Genehmigung ersucht den Prototypen ins Ausland zu verkaufen. Nach langem Hin- und Her wurde das Fahrzeug schließlich nach Frankreich verkauft. Mit Blick auf die Geschichte könnte man fast sagen, dass dies ein fataler Fehler gewesen ist. Wer weiß wie sich der 1. Weltkrieg entwickelt hätte wenn Deutschland und Österreich schon am Anfang über hervorragende gepanzerte Fahrzeuge und Panzerwagen verfügt hätte, die auf diesem Prototyp basiert hätten. Außerdem ist die Frage inwieweit der gekaufte Prototyp die französische Forschung beeinflusste und deren Entwicklung der Panzertruppe voran gebracht hat

 

Das Panzerautomobil der Firma Charron, Girardot et Voigt (CGV)

 

Dieses Panzerauto wurde in Frankreich entwickelt und gebaut. 1908 sollten mehrere Exemplare nach Russland exportiert werden. Da sie aber an der Grenze nicht abgenommen wurden, erwarb das "Deutsche Kaiserreich" diese Automobile. Man übergab die leichten Panzerwagen an das Militär und dieses setzte sie bei einem Manöver der 5. Garde-Infanterie-Brigade ein. Die Versuchsabteilung der Inspektion Verkehrstruppe versuchte die obere Führung davon zu überzeugen zum Bau von Panzerkraftwagen überzugehen. Die Leistungen der französischen Fahrzeuge hatten sie nämlich überzeugt. Aber am 12. März 1910 entschied das Kriegsministerium von einer Weiterentwicklung, sowie dem Bau der Fahrzeuge Abstand zu nehmen. Auch wenn der deutschen Heeresleitung die Entwicklung der Panzerautomobile in den anderen Ländern nicht verborgen blieb, hielt sie selber davon nichts.

 

 

 

Das Burstyn Motorgeschütz aus 1911

 

Auch in Österreich kam wieder eine Konstruktion zum Vorschein, die man als ersten echten Panzerwagen ansehen kann. Das motorgetriebene Panzerfahrzeug hatte als Erstes ein Gleiskettenlaufwerk. Mit einem 60PS Motor angetrieben erreichte es auf der Straße etwa 30km/h und im Gelände immerhin noch stolze 8km/h. Auch besaß das Fahrzeug 4 Greifarme, die dazu benutzt werden konnten, um Gräben oder kleinere Hindernisse zu überwinden. Aber auf Grund von technischen Schwierigkeiten kam der Bau eines Prototyps nicht richtig voran, das Militär verwarf die Pläne und der Panzer geriet in Vergessenheit. Hätte man die Entwicklung weiter vorangetrieben, hätte daraus einer der besten Panzer des I. Weltkrieges werden können.

 

Der Daimler "Marienwagen I"

 

Auf dieses Fahrzeug beruhte am Anfang des Krieges das Hauptaugenmerk der Deutschen. Auf Basis eines Raupenfahrzeuges konstruierte der Ingenieur Hugo G. Bremer langwierig an einem gepanzerten Fahrzeug herum. Durch das erste Auftreten von alliierten Panzern, ging die Entwicklung weiter zu einem Fahrzeugmodell mit Panzeraufbau. Es wurde angedacht, das Fahrzeug mit MG, Flak-Geschützen oder Flammenwerfer auszustatten. Alles in Allem muss man aber sagen, dass diese Versuche eher Zeit- und Materialverschwendung waren und dass das Augenmerk eher auf andere Fahrzeuge hätte liegen sollen.

 


"Links die ungepanzerte frühe Version und rechts die spätere gepanzerte Version"

 

Panzerkraftwagen Erhardt BAK



Eine weitere Entwicklung im "Deutschen Kaiserreich" war der Panzerkraftwagen Erhardt-BAK. Dieses gepanzerte Fahrzeug sollte mit seiner 50mm Ballon-Abwehr-Kanone gegen gegnerische Zeppeline und Beobachtungsballons eingesetzt werden. Da es der Besatzung aber nur sehr schwer möglich war die Kanone zu schwenken, im Gegensatz zum Austro-Daimler der einen 360° Drehturm hatte, und da die Panzerung nur 3mm stark war, stand dieses Fahrzeug von Anfang an in der Kritik.
 

 

 

Panzerkraftwagen "Bianchi"

 

Auch in Italien wurde an den gepanzerten Automobilen entwickelt. So entstand 1913 der Panzerkraftwagen "Bianchi". Mit seiner 3-4 Mann starken Besatzung, einer Höchstgeschwindigkeit von 46km/h und der Bewaffnung von 2 MG, war er ein sehr gutes Fahrzeug. Im Jahr 1913 setzten die Italiener diese Fahrzeuge erstmals beim Kampf um Tripolis ein. Als sie sich im Kampf sehr gut bewährten kam es auch in Deutschland zu einem etwas stärker werdenden Gedanken Panzerkraftwagen weiter zu erforschen.

 

 

1. Weltkrieg

Während des 1. Weltkrieg

 

Deutschland und Österreich

 

Das Panzerauto von Büssing A5P (1915)

 

Dieses Fahrzeug war ein Prototyp der Firma "Büssing" aus Braunschweig. Diese Firma hatte neben Daimler und Erhardt ebenfalls 1914 den Auftrag erhalten einen gepanzerten Spähwagen zu entwickeln. Das Auto besaß Allrad-Antrieb und eine Doppellenkung. Dadurch konnte sehr schnell und ohne großes Herummanövrieren ein Stellungswechsel durchgeführt werden. Zur Bewaffnung des Fahrzeuges gehörten 3 MG. Zusätzlich waren im Fahrzeug 10 Luken für die MG vorhanden. Somit konnten die MG von Luke zu Luke umgebaut werden. Somit konnte das Schussfeld verändert werden ohne das Fahrzeug zu bewegen und ohne das ein drehbarer Turm vorhanden war. Einige Experten sind der Meinung, dass man dieses Fahrzeug als Vorläufer des berühmten "Achtrad-Panzerspähwagens" des 2. Weltkrieges betrachten kann.

 


"Links mit Panzerung und Rechts ohne mit freiem Blick auf die beiden Lenkräder"

 

Das Panzerauto von Daimler (1915)

 

Auch dieser Panzerwagen, wie der "Büssing A5P", wurde nur als Einzelstück gebaut. Obwohl es sehr zuverlässig war und ungewöhnlich beweglich war, vorwärts 38km/h und rückwärts 33km/h, kam es zu keiner Serienproduktion. Die deutsche Heeresleitung war um 1915 immer noch nicht an Panzerwagen interessiert. Dies sollte sich erst ändern, als die ersten britischen Panzer über das Gefechtsfeld rollen sollten und die deutschen Linien aufbrachen. Das Problem der deutschen Führung war das starre Festhalten an der Kavallerie ohne die Augen für die Neuerungen zu öffnen. Dies geschah viel zu spät um noch quantitativ mit deutschen Panzern in den Krieg eingreifen zu können.

 

 

 

Sturmpanzerwagen "A7V" (1917)

 

Deutschland hinkte bei der Entwicklung von Panzerkampfwagen und Panzerkraftwagen immer hinterher. Man erkannte lange nicht die Vorteile, die diese Fahrzeuge besaßen. Erst durch den erfolgreichen Einsatz der französischen und britischen Panzer und Panzerwagen, änderte sich allmählig die Einstellungen bei der oberen Heeresführung im Deutschen Reich sowie Österreich. So kam es auch erst 1917 zur Entwicklung des "A7V". Diese Bezeichnung bedeutet "Allgemeine Kriegsdepartement 7 Abteilung Verkehrswesen". Diese Bezeichnung stand für das Gremium, das gebildet wurde um die deutsche Panzerentwicklung voranzutreiben. Der "A7V" war ein Panzer mit 2 Daimler-Motoren mit je 100PS. So konnte der 30t schwere Panzer mit 9km/h über das Schlachtfeld bewegt werden. Mit einer 57mm Kanone und 6-7 MG war er auch stark bewaffnet. Nach erfolgreichem Einsatz begann die Serienproduktion von insgesamt 20 Fahrzeugen. Aber die mit 18 Mann Besatzung versehenen Panzer kamen zu spät und in zu geringer Anzahl um noch entscheidend in den Krieg eingreifen zu können. Dennoch ist zu sagen, dass die "A7V" sehr gute Leistungen in den Kämpfen brachten und den alliierten Panzern ebenbürtig waren.

 

 

 

Belgien

 

Panzerkraftwagen "Rolls Royce"

 

Das erste Land, das in großem Stil Panzerfahrzeuge einsetzte, war Belgien. Als 1914 der deutsche Überfall auf Belgien begann, kam es zu einer Improvisation in der belgischen Armee. Dort setzte man auf zivile Touren-Automobile von Rolls Royce eine Front- und Seitenpanzerungen an. So konnte die Besatzung gegen leichtes Gegenfeuer geschützt werden. Außerdem erhielten die Fahrzeuge ein MG als Bewaffnung. Durch den sehr erfolgreichen Einsatz der Belgier begannen die Briten dieses System zu übernehmen und zu verbessern. So erhielten einige der britischen Fahrzeuge später Panzertürme. Des Weiteren wurde eine Panzerwagendivision mit 180 Fahrzeugen aufgestellt, die an der Westfront kämpften.

 


"Hier die britische Variante mit drehbarem Turm"

 

Großbritanien

 

Der Panzerkraftwagen "Lanchester"

 

Ab 1915 wurde dieses Panzerauto von den Briten gebaut. Es war 80km/h schnell und konnte 290km weit fahren. Die Bewaffnung bestand aus einem Vickers 0.303 in. MG. Diese Fahrzeuge kamen nicht nur auf den Schlachtfeldern des Westens zum Einsatz, sondern auch an den Fronten in Persien, der Türkei, im Kaukasus und Rumänien. Auch Russland setzte diese Fahrzeuge ein, nachdem einige der Panzerwagen dorthin exportiert wurden. Diese Fahrzeuge legten an den Fronten mehr Kilometer zurück als alle anderen zum Einsatz gekommenen Panzer und Panzerwagen.

 

Panzerkraftwagen "Austin"

 

Auf der Basis eines Lastwagenchassis wurde dieses Panzerauto entwickelt und ab 1915 gebaut. Wie auch die meisten der anderen Fahrzeuge der Alliierten, kamen auch diese nicht nur an der West- sondern auch an der Ostfront zum Einsatz. Das Fahrzeug besaß 2 drehbare Türme, in dem je ein MG eingebaut war. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 52 km/h konnte es maximal 200 km weit fahren. Ab 1917 wurde in die Panzerkraftwagen auch eine Steuerung am Heck eingebaut. Da aber der Rückwärtsgang sehr langsam war und nur die Vorderachse lenkbar war, muss man diesen Einbau als nicht wirklich zweckmäßig ansehen.

 

 

 

Panzerkampfwagen "Little Willie"

 

Dieses Fahrzeug war ein erster Versuchspanzer der von den Briten gebaut wurde. Er konnte 3km/h fahren und hatte eine Frontpanzerung von 10mm. Die Bewaffnung sollte aus ein bis zwei 57mm Kanonen bestehen. Das Fahrzeug kam über den Versuchsstatus nicht hinaus. Der Versuchspanzer kam schlecht über Gräben, war sehr langsam und hatte einen zu hohen Schwerpunkt. Somit kam es 1915 zu keiner Entscheidung dieses Model in Serie zu bauen.

 

 

 

Panzerkampfwagen "Mark I" und "Mark IV"

 

Dieses britische Ungetüm war der erste Panzer, der auf den Schlachtfeldern auftrat. Er war recht gut gepanzert, mit einer Geschwindigkeit von 6km/h nicht sehr schnell aber beweglich und durch die starke Bewaffnung gefürchtet. Es gab zwei verschiedene Möglichkeiten wie die Mark-Panzer bewaffnet sein konnten. Bei der "männlichen" Version waren Kanonen und MGs vorhanden und bei den "weiblichen" nur MGs. Mit ihrem Auftreten und ihrer Kampfkraft konnten sie die erstarrten Fronten erstmals wieder aufweichen. Auch sorgten sie dafür, dass bei der deutschen und österreichischen Heeresführung endlich ein Umdenken stattfand. Durch ihre Erfolge wurde endlich klar, dass auch Deutschland und Österreich in die Panzerentwicklung einsteigen mussten. Da dieser Panzer sehr erfolgreich auf den Schlachtfeldern war, wurden sie immer weiter entwickelt und verbessert. So entstand auch der "Mark IV". Dieser Panzer war der Erste, der gegen andere Panzer eingesetzt wurde. So gab es am 24. April 1918 das erste Panzergefecht wobei ein männlicher "Mark IV", begleitet von zwei "weiblichen," gegen einen deutschen "A7V" antrat. Der britische "MArk IV" konnte zwar den Sieg für sich verbuchen, jedoch hatte der deutsche Panzer den beiden Begleitpanzern schweren Schaden zugefügt. Insgesamt entstanden von dieser Variante 1220 Stück.

 

 

 

Panzerkampfwagen "Medium Mark A" "Whippet"

 

Diese Panzerkonstruktion, die ab 1917 in eines Stückzahl von 200 Exemplaren produziert wurde, kann als erster "Leichter Panzer" bezeichnet werden. Mit einem Gesamtgewicht von 14,3 t hatte er aber trotzdem eine Frontpanzerung von 14mm. Seine Bewaffnung bestand aus 3 MG und er konnte bei einer Höchstgeschwindigkeit von 13km/h etwa 130km weit fahren. Man kann zu diesem Panzer auch noch sagen, dass es der erste ist bei dem der Turm abgehoben ist. Somit war hier das erste Mal die typischen Silhouette zu erkenne,n durch die spätere Panzer eindeutig zu erkennen waren. Den wohl erfolgreichsten Einsatz hatten 7 "Whippet"-Tanks im Jahre 1918. Dabei gelang es ihnen 3 deutsche Bataillone im südlichen Abschnitt von "Villiers" zu überrennen. Da er mit seinen 13km/h doppelt so schnell war wie die Mark-Panzer, und auch erfolgreich allein eingesetzt werden konnten, begann mit ihnen auch das Interesse an leichten Panzern zu steigen.

 

 

 

Frankreich

 

Panzerkampfwagen "Schneider M.16 CA1"

 

Dieser Panzer, der unabhängig von den britischen Konstruktionen bei der französischen Firma Schneider entwickelt wurde, ging 1916 in Serienproduktion. Es sollten 400 Panzer hergestellt werden, aber beim ersten Gefecht waren erst 132 produziert worden. Bei dieser Schlacht im April 1917 wurden schnell Konstruktionsmängel erkannt, wie zum Beispiel eine zu schwache Panzerung und die Tatsache, dass schon bei leichten Treffern der Artillerie die Fahrzeuge schnell Feuer fingen. Diese Mängel wurden registriert und bei der Herstellung der noch ausstehenden Fahrzeuge bedacht. So ist dann die zweite Hälfte der Panzerreihe erheblich verbessert worden. Bis zum Ende des Krieges waren dann die insgesamt 400 Fahrzeuge produziert wurden. Mit seiner 75mm Haubitze, die schräg nach vorn schießen konnte, und den 2 MG, die in den Seiten eingebaut waren, besaß der Schneider M.16 CA1 eine gute und durchschlagskräftige Bewaffnung.

 

 

 

Panzerkampfwagen "St. Chamond M16"

 

Dies ist ein weiterer französischer Panzer, der 1916 in Serienproduktion ging, und von dem bis Ende des Krieges 400 Exemplare gebaut wurden. Mit seinen 8km/h, wie auch der "Schneider M.16 CA1", war die Geschwindigkeit eher langsam und der Aktionsradius lag nur bei 60km. Mit einer Bewaffnung von 1x 75mm Kanone und 4 MG war der Panzerkampfwagen wieder schwer bewaffnet. Ab Mai 1917 lieferte man dann auch einige Exemplare nach Russland. Als Fazit kann man sagen, dass der Panzerkampfwagen "St. Chamond M16" erfolgreicher war als der "Schneider-Panzer". Er war aber im Vergleich zu diesem sehr schwerfällig da seine Wanne über die Ketten hinausragte und er fast doppelt so schwer war.

 

 

 

Panzerkampfwagen "Renault FT 17" (char canon)

 

Im Jahre 1916 entschied man sich auch bei der französischen Automobilfirma "Renault" in die Panzerentwicklung einzusteigen. So entstand der leichte Panzer "Renault FT 17". Dieser Panzer war 7,4t schwer und damit leicht genug um mit LKW transportiert zu werden und so schnell an gefährdete Abschnitte zu gelangen. Diese Panzer wurden wahlweise mit einer 37mm Kanone oder einem MG ausgestattet. Später wurde die Kanone durch eine 75mm Kanone ersetzt und die 2 Mann Besatzung erhielten ein Periskop. Somit war dieser Panzer der erste, in dem die Besatzung nicht "blind" agieren musste. Ende des Krieges errangen die "Renault"-Panzer ihre ersten Erfolge wobei ihr größter Erfolg der Einbruch in die deutschen Linien im Juli 1918 war. Dort konnten 480 "Renault FT 17" 6km weit in die deutschen Linien einbrechen, ohne das ihnen groß Widerstand geleistet werden konnte. Auch im 2. Weltkrieg setzte Frankreich noch diese Panzer ein.

 

 

 

Vereinigte Staaten

 

Panzerkraftwagen "Garford"

 

Dieser Panzerkraftwagen wurde ab 1915 produziert. Er war 11t schwer, hatte eine Frontpanzerung von 7-9mm und konnte bis zu 30km/h schnell fahren. Er hatte eine Bewaffnung von einer Kanone und 3 MG. Von diesen produzierten Wagen wurden einige nach Europa geliefert. So kamen sie in Russland, Estland und Polen zum Einsatz. Da das Fahrzeug, das eigentlich ein handelsübliches Lastkraftwagenchassis auf Vollgummireifen war, erwies sich für russische Straßen zu schwer war und wurde dort auf die Schienen des Eisenbahnnetzes gesetzt bzw. als Panzerdraisine eingesetzt.

 

 

 

Panzerkampfwagen "Ford M"

 

Der "Ford M" war der wohl leichteste Panzer, der zu Zeiten des 1. Weltkrieges entwickelt wurde. Dieses Fahrzeug sollte ab 1918 in einer Stückzahl von 15015 Stück produziert werden. Durch das Ende des Weltkrieges kam es aber nur zur Herstellung von 15 Fahrzeugen. Der Panzer war nur 3,1t schwer und besaß eine Frontpanzerung von 6,3mm Stärke. Mit einer Geschwindigkeit von 13 km/h hatte er eine Reichweite von 55km. Die Besatzung bestand aus 2 Mann, dem Fahrer und dem Kommandanten/ Schützen. Die Bewaffnung war lediglich ein mittleres MG. Als Besonderheit hatte der "Ford M" einen stählernen Bügel am Heck eingebaut, dieser sollte das überqueren von breiteren Gräben ermöglichen.

 

 

 

Panzerkraftwagen "White"

 

Dieser Panzerkraftwagen wurde ebenfalls ab 1918 in Produktion genommen. Mit seiner Frontpanzerung von 8mm und einem Gesamtgewicht von 6t, erreichte er eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Die Besatzung bestand aus 4 Mann und als Bewaffnung war eine 3,7cm Kanone, sowie 2 MG in den beweglichen Turm des Fahrzeugs eingebaut worden. Obwohl auch von Amerikanern eingesetzt kam der Panzerkraftwagen "White" hauptsächlich bei den Streitkräften der französischen Armee zum Einsatz.

 

 

 

Russland

 

Auch das russische Zarenreich versuchte sich an der Produktion eines Panzers. Dabei muss man aber betonen, dass das russische Konzept komplett verschieden war, entgegen dem was die anderen Nationen entwickelten. So gab es anstelle von Gleis- oder Raupenketten beziehungsweise anderer gewöhnlicher Rädern nur ein Paar neun Meter hoher vorderer Speichenrädern. Jedes dieser Räder wurde einzeln, von einem separaten 240-PS-Motor, angetrieben. Man glaubte durch diese übergroßen Räder besser gegnerische Gräben und anderen Hindernissen überwinden zu könnten. Die drei Hinterräder waren etwa 1,5m im Durchmesser. Auf Höhe der Vorderachse befand sich eine 12m breite Gondel. In ihr befand sich die Lenkeinrichtung und Teile der Bewaffnung. Auf dieser Gondel befand sich zusätzlich ein 2,5 Meter hoher Geschützturm. Ein Prototyp des Zaren wurde 1915 fertiggestellt und einer gründlichen Erprobungen unterzogen. Dabei stellte sich aber heraus, dass die kleinen Heckräder dazu neigten in weichem Boden steckenzubleiben. Und die Kraft der Motoren reichte nicht aus das sich das Fahrzeug selber bergen konnte. Das Gesamtgewicht von 60t war einfach zu groß. Zudem war das Fahrzeug schwer manövrierbar, und durch die große Höhe boten die Vorderräder ein gutes Ziel für feindlichen Beschuss. Als Hauptbewaffnung war eine 150mm Bordkanone vorgesehen worden, sowie zwei Maxim-MG als Nebenbewaffnung. Die Ergebnisse der Praxistests führten dazu, dass das Projekt 1916 eingestellt wurde und nie eine Serienproduktion geplant war. Da das russische Zarenreich aber nicht auf gepanzerte Fahrzeuge und Panzerkampfwagen verzichten wollte wurden Fahrzeuge von den Alliierten erworben und eingesetzt.

 

 


Quellen

"Panzer - Illustrierte Geschichte der Kampfwagen" von Armin Halle, Scherz Verlag, 1971

http://de.wikipedia.org/wiki/Zar_%28Panzerkampfwagen%29 (letzter Zugriff: 23.01.2012, 21:26)
http://www.turbosquid.com/3d-models/3d- ... ank/572884 (letzter Zugriff: 23.01.2012, 21:26)



Autor: panzermeyer